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Geschäftsbericht 2009

Kennzahlen

Ertragslage 2009 2008 Finanzwirtschaftliche Lage 2009 2008

TEUR TEUR TEUR TEUR

Konzernjahresüberschuss Bilanzsumme 30.183 20.827


(Vj.-Fehlbetrag) 2.508 -610 Vermögensstruktur
Betriebsergebnis 3.896 -636 Aufwendungen für die Ingang-
Finanzergebnis -140 -54 setzung und Erweiterung
des Geschäftsbetriebs 164 243
Konzernjahresüberschuss
Anlagevermögen 9.994 7.879
(Vj.-Fehlbetrag) vor Abschrei-
.. Sachanlagenintensität 11,5 5,3
bungen, Zinsergebnis und
Steuern (EBDITDA) 4.624 -53 Umlaufvermögen 19.685 12.176

Konzernjahresüberschuss .. Umschlagshäufigkeit
(Vj.-Fehlbetrag) vor Zins- .. Vorräte 10,4 7,9
ergebnis und Steuern (EBIT) 3.895 -658 4,7 4,8
.. Forderungen
Rentabilität in % 115 180
Rechnungsabgrenzungsposten
Umsatzrentabilität 7,7 -3,0 225 349
Aktive latente Steuern
Eigenkapitalrentabilität 17,4 -5,1 Kapitalstruktur
Gesamtkapitalrentabilität 13,0 -3,1 Eigenkapital 14.438 11.934
Aufwands-/Ertragsstruktur Eigenkapitalquote in % 47,8 57,3
Umsatz 51.120 21.201 Working Capital 1)
6.426 5.963
Veränderung in % 141,1 3,3 Finanzierung
Betriebsleistung 53.363 24.265 .. Investitionen in Anlagen 2.774 708
Materialaufwand 41.625 19.766 .. Ausschüttungen 0 0
Materialintensität 78,2 83,3
.. Innenfinanzierungsgrad in % 1 3
Personalaufwand 4.181 2.779
Mittelzufluss/-abfluss aus
Mitarbeiter im Ø 127 60
laufender Geschäftstätigkeit 1.465 12
Personalintensität 7,9 11,7
.. Investitionstätigkeit -2.650 432
Personalaufwand
je Mitarbeiter 32,9 46,3 .. Finanzierungstätigkeit -83 2.586

Abschreibungen 729 605 Veränderung Liquidität -1.268 3.031

Ertragsteuern 1.248 -80


1) Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital

2
Inhalt

Vorwort ......................................................................4

Bericht des Aufsichtsrats ..........................................6

Geschäftsjahr 2009

Konzernbilanz
der 2G Bio-Energietechnik AG ............................8

Konzerngewinn- und -verlustrechnung


der 2G Bio-Energietechnik AG ..........................10

Konzernanhang
der 2G Bio-Energietechnik AG ..........................12

Konzernlagebericht
der 2G Bio-Energietechnik AG ..........................28

Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers ........................................42

Impressum ..............................................................43

3
Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, gelangt, sondern wir mussten uns diese in mehr als
10 Jahren hart erarbeiten. Erfahrung bildet demnach
die Grundlage unseres Erfolgs, welcher sich aus einer
im Geschäftsjahr 2009 hat die 2G Bio-Energietechnik
konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung
AG ein stürmisches Wachstum verzeichnet und die
unserer Unternehmensstrategie ergibt.
Grundlagen für eine auch zukünftig sehr positive
Unternehmensentwicklung geschaffen. Mit einem
Umsatzanstieg von 21,2 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR 2G baut schon wieder
und einem operativen Ergebnis (EBIT) von fast 3,9 Nun stehen weitere Herausforderungen an, zu denen
Mio. EUR nach -0,6 Mio. EUR im Vorjahr konnten wir unter anderem der Neubau einer weiteren Produktions-
Rekordwerte aufstellen und eindrucksvoll belegen, und Lagerhalle und eine erhebliche Erweiterung der
dass die 2G richtig positioniert ist. Die Entwicklung Fertigungstiefe zählen. Die bestehenden Flächen sind
des Aktienkurses und ein sehr deutlicher, nachhaltiger seit dem Bezug im September 2009 im Zweischichtbe-
Anstieg der Umsätze an den Börsen spiegeln den trieb ausgelastet und der Auftragseingang ist unverän-
Unternehmenserfolg wider. dert erfreulich hoch. Demnach war die Entscheidung
zum Neubau Ende 2008 absolut richtig, die Betriebs-
Wir setzen Visionen um leistung des vierten Quartals 2009 hätte sonst nicht
erreicht werden können. Dass wir in diesem Zeitraum
Bereits im letzten Jahr haben wir an dieser Stelle
praktisch auch das Ergebnis des gesamten Geschäfts-
betont, dass die 2G in einem äußerst spannenden
jahres erwirtschafteten, ist darin begründet, dass der
Markt tätig ist, der noch über ein immenses Potenti-
deutlich höhere Ausstoß zu einer Fixkostendegression
al verfügt. Mit dem erzielten Wachstum hat sich die
und verbesserten Einkaufsbedingungen führte.
Richtigkeit dieser Aussage bestätigt. Viel wichtiger
aber ist, dass wir mit vielen verschiedenen Maßnah- Um das Unternehmenswachstum auf einer soliden
men das Unternehmen auf eine spannende Zukunft finanziellen Grundlage fortführen zu können, haben
ausgerichtet haben. wir im Mai 2010 eine Bar-Kapitalerhöhung um 400.000
Aktien zu 9,15 EUR je Aktie durchgeführt. In einem
Technologische Innovationen wurden vorangetrieben,
durch die Griechenlandkrise erheblich beeinträchtigten
der Vertrieb ausgebaut und ebenso wie der Service
Kapitalmarktumfeld gelang uns in kürzester Zeit eine
internationalisiert, ein neuer Firmensitz mit erheblich
vollständige Platzierung bei ausgesuchten institutio-
vergrößerten Flächen fertig gestellt, das Personal
nellen Investoren. Zu diesen neuen Aktionären zählen
verdoppelt und unsere Positionen auf wichtigen Aus-
namhafte Versicherungsunternehmen und Fondsge-
landsmärkten gestärkt. Mit unseren Mitarbeitern und
sellschaften, was uns schon mit einem gewissen Stolz
Geschäftspartnern, denen wir durch das sehr hohe
erfüllt. Der Streubesitz ist infolge der erfolgreichen
Tempo und einen enormen Arbeitsdruck vieles abver-
Kapitalerhöhung auf 35,1 % gestiegen und diese Erhö-
langt haben, hat die 2G damit viel mehr erreicht, als
hung unserer Liquidität im Börsenhandel stellt wiede-
aus den bloßen Abschlusszahlen 2009 ersichtlich ist.
rum einen wichtigen Schritt aus Sicht der Investoren
2G ist einer der Technologieführer der Branche und dar. Unsere Botschaft kommt also unverändert an!
wird über die deutschen Grenzen hinaus zunehmend
Die eingeworbenen Mittel in Höhe von brutto 3,7 Mio.
auch im Ausland wahr- und ernstgenommen. Die
EUR werden wir zur Unterlegung des Neubaus in einer
Produktpalette umfasst mehr als 70 verschiedene An-
Größe von rund 1.500 m² und der Schaffung weiterer
lagen zur Kraft-Wärme-Kopplung, in welchen sowohl
Lagerflächen einsetzen. Überdies haben wir uns die
Bio-, Klär-, Deponie- und Grubengas als auch Erdgas
Option auf den Erwerb einer weiteren Grundstücks-
zum Einsatz kommen. Uns zeichnet ein professionel-
fläche von ca. 12.500 m² einräumen lassen. Darüber
ler Service, eine sorgfältige Verarbeitung hochwertiger
hinaus investieren wir weiter in Forschung und Entwick-
Materialien in standardisierten Bauteilen und das
lung, um die Schaffung weiterer Alleinstellungsmerk-
Erreichen weit überdurchschnittlicher Wirkungsgrade
male zu realisieren und unsere Position im Wettbewerb
und Anlagenverfügbarkeit aus. Hier ermöglichen
erneut zu stärken.
Alleinstellungsmerkmale unseren Kunden spürbar hö-
here Renditen. In diese Position sind wir nicht zufällig

4
Der Vorstand: Christian Grotholt (rechts)
und Ludger Holtkamp.

Diese vielen großen Vorhaben erfordern eine sichere Wir bleiben auf Rekordkurs
finanzielle Grundlage. Wir achten hierbei nicht nur auf Mit einem Auftragsbestand von 26 Mio. EUR zum Bi-
die Kosten, sondern natürlich auch auf unsere Liquidi- lanzstichtag (Vj. 13 Mio. EUR), der bis zum Ende des
tät. Um die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft ersten Quartals weiter deutlich auf über 32 Mio. EUR
auch in Zukunft zu sichern, die geplante Produk- angestiegen ist, den vielfältigen Vorhaben zur weiteren
tionshallenerweiterung realisieren zu können und Expansion im In- und Ausland und technischen Inno-
den erhöhten Finanzierungsbedarf sicher zu stellen, vationen verfügen wir über eine hervorragende Grund-
schlagen wir unseren Aktionären auf der anstehenden lage für ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum.
Hauptversammlung deshalb vor, den Gewinn des Ge- Wir gehen deshalb sowohl für das laufende als auch
schäftsjahres 2009 auf neue Rechnung vorzutragen. das kommende Geschäftsjahr davon aus, Ihnen neue
Rekordabschlüsse präsentieren zu können.
Die erfolgreiche Strategie wird beibehalten Unsere Mitarbeiter sowie auch die Vertriebs- und
2G verfügt über eine klare Strategie für die näch- Servicepartner unterstützen mit einem sehr hohen
sten Jahre. Zu den wesentlichen Punkten zählen die persönlichen Einsatz die Unternehmensziele von
Erhöhung der Fertigungstiefe und das Sichern und 2G. Deshalb freuen wir uns auf die vor uns liegende,
Ausbauen der Alleinstellungsmerkmale durch eine spannende Zukunft und hoffen, dass Sie uns als Akti-
weitere Verbesserung der Wirkungsgrade der BHKW- onäre der Gesellschaft noch lange begleiten.
Produkte, die Auslandsexpansion, ein steigender
Umsatzanteil beim Vertrieb Erdgas betriebener
Heek, im Mai 2010
BHKW-Module, überproportionales Wachstum des
2G Bio-Energietechnik AG
Bereichs Service und das Erreichen eines erheblichen
Marktanteils unserer Kleinanlagen für Ein- bis Zwei- Mit freundlichen Grüßen,
familienhäuser. Wir stellen unser Geschäftsmodell Christian Grotholt Ludger Holtkamp
so auf wesentlich breitere Beine, schaffen Unabhän- Vorstandsvorsitzender Vorstand
gigkeit von nationalen gesetzlichen Regelungen und
steigern die Margen.
Hierbei besteht eine hervorragende politische und
gesetzliche Grundlage in vielen Ländern. BHKW-Anla-
gen stellen einen wichtigen Eckpfeiler der zukünftigen
Energieversorgung dar. So ist festgeschrieben, dass
die KWK-Technik bis zum Jahr 2020 25 % des deut-
schen Strombedarfs abdecken soll. Vergleichbare
Ziele verfolgt die Europäische Union, die den Anteil
der Erneuerbaren bis 2020 auf 20 % steigern will. Der
2G kommt dabei stark entgegen, dass insbesondere
die Anlagen mit kleiner und mittlerer Leistung über-
durchschnittlich gefördert werden. Darüber hinaus
können wir den Effizienzvorteil von BHKW-Anwen-
dungen gegenüber der herkömmlichen zentralen
elektrischen Energieerzeugung zunehmend auf den
Auslandsmärkten adressieren. Dort ist das Interesse
gerade an der führenden deutschen Technologie sehr
hoch, weshalb die 2G beispielsweise in den USA,
Kanada, Japan und Europa Vertriebs- und Service-
partner durch Kooperationsvereinbarungen oder
Beteiligungen an sich gebunden hat.

5
Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen, zernabschluss 2008 festgestellt und die ordentliche


sehr geehrte Aktionäre, Hauptversammlung 2009 vorbereitet.
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 27.
August waren die geschäftliche Entwicklung der
der Aufsichtsrat der 2G Bio-Energietechnik AG hat
Gesellschaft im ersten Halbjahr, insbesondere die po-
die Arbeit des Vorstands auch im Geschäftsjahr
sitive Entwicklung des Auftragsbestandes sowie die
2009 regelmäßig überwacht und beratend begleitet.
Entwicklung der Auslandsniederlassung in Spanien,
Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schrift-
der Stand der Lieferungen der „WhisperGen“-Geräte
licher und mündlicher Form erstatteten Berichte des
sowie Veränderungen in der Organisationsstruktur.
Vorstands über die Geschäftsentwicklung der 2G
Bio-Energietechnik AG, insbesondere auch über die Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 2.
allgemeine Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage Dezember waren die Entwicklung im Geschäftsjahr
der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat war in allen Ent- 2009, die geplante Geschäftsentwicklung für 2010
scheidungen eingebunden, die für die Gesellschaft sowie die Geschäftsaktivitäten in den USA über die
von grundlegender Bedeutung waren. Beteiligung an der CENERGY Power Systems Techno-
logies Inc. und die Bündelung der Forschungs- und
Im Geschäftsjahr 2009 fanden unter Inanspruch-
Entwicklungsarbeit in der 2G Drives GmbH unter
nahme der Erleichterungen nach § 110 Abs. 3 Satz
Beteiligung namhafter Forscher auf dem Gebiet der
2 AktG drei Aufsichtsratssitzungen statt, und zwar
Motorentechnik.
am 30. Juni, 27. August und 2. Dezember. An diesen
Aufsichtsratssitzungen haben stets sämtliche Auf-
sichtsratsmitglieder teilgenommen. Die Bildung von Jahresabschluss 2009
Ausschüssen war nicht erforderlich. In diesen Auf- Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den Konzern-
sichtsratssitzungen wurden die aktuelle Geschäftsent- abschluss und den Konzernlagebericht für das Ge-
wicklung sowie wichtige Einzelfragen der Gesellschaft schäftsjahr 2009 der 2G Bio-Energietechnik AG nach
unter Teilnahme des Vorstands anhand der Berichte den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die
und Vorlagen des Vorstands im Gremium ausführlich von der Hauptversammlung am 27. August 2009 zum
erörtert. Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirt-
Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder schaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesell-
auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in schaft, Regensburg, hat den Jahresabschluss sowie
regelmäßigem Kontakt und haben sich über aktuelle den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Entwicklungen der Gesellschaft informiert. für das Geschäftsjahr 2009 der 2G Bio-Energietechnik
So war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle Ge- AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und
schäftslage der 2G Bio-Energietechnik AG und Ge- jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsver-
schäftsvorgänge von größerer Bedeutung informiert. merk versehen. Jahresabschluss, Konzernabschluss
Damit hat der Aufsichtsrat der 2G Bio-Energietechnik und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte
AG sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung übertra- des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des
genen Aufgaben wahrgenommen. Aufsichtsrats vorgelegen. Diese Vorlagen wurden vom
Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand und dem
Abschlussprüfer, der über die wesentlichen Ergebnisse
Beratungsschwerpunkte der Prüfung berichtete und auch für ergänzende Aus-
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 30. künfte zur Verfügung stand, ausführlich besprochen.
Juni waren insbesondere die Geschäftsentwicklung Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den
im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008, die Auslands- Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden
aktivitäten in Spanien, Italien und Großbritannien, keine Einwände. Daher stimmte der Aufsichtsrat dem
die Optimierung der MAN-Motoren, die Personalent- Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Jahresabschluss,
wicklung sowie die Verlagerung der Produktion in die Konzernabschluss und Konzernlagebericht billigte
neuen Hallen. In dieser Aufsichtsratssitzung wurden der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 31. Mai 2010.
zugleich der Jahresabschluss 2008 und der Kon- Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktien-

6
gesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem
Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn in
Höhe von EUR 2.614.215,07, bestehend aus einem
Verlustvortrag in Höhe von EUR 718.889,54 und einem
Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.333.104,61, auf
neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitar-
beitern für ihren großen persönlichen Einsatz für das
Unternehmen.

Heek, im Mai 2010

Der Aufsichtsrat
Dr. Lukas Lenz
Vorsitzender des Aufsichtsrats

7
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernbilanz der 2G Bio-Energietechnik AG

31.12.2009 31.12.2008
Aktiva
EUR EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und
Erweiterung des Geschäftsbetriebs 163.569,00 243.092,97
B. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.048,45 41.903,70
2.) Geschäfts- oder Firmenwert 6.363.528,36 6.726.993,53
3.) Geleistete Anzahlungen 47.000,00 0,00
6.443.576,81 6.768.897,23
II. Sachanlagen
1.) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
. einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.359.578,11 200.752,11
2.) Technische Anlagen und Maschinen 283.932,31 87.981,55
3.) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.905,07 559.161,77
4.) Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 247.117,33
3.468.415,49 1.095.012,76
III. Finanzanlagen
1.) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 67.879,45 0,00
2.) Sonstige Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
3.) Wertpapiere des Anlagevermögens 4.240,00 5.296,00
82.119,45 15.296,00
Summe Anlagevermögen 9.994.111,75 7.879.205,99
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1.) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.578.066,37 1.140.292,43
2.) Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.432.947,55 3.186.196,41
3.) Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 20.330,93
4.) Geleistete Anzahlungen 264.415,11 248.056,63
5.) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -4.337.973,77 -1.913.162,97
4.937.455,26 2.681.713,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.891.509,36 4.458.888,71
2.) Sonstige Vermögensgegenstände 348.069,28 169.060,71
11.239.578,64 4.627.949,42
III. Wertpapiere
1.) Sonstige Wertpapiere 1.174.157,97 1.295.436,36
1.174.157,97 1.295.436,36
IV. Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten
1.) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.333.643,66 3.569.889,00
2.333.643,66 3.569.889,00
Summe Umlaufvermögen 19.684.895,53 12.174.988,21
D. Aktive latente Steuern 225.134,05 349.128,92
E. Rechnungsabgrenzungsposten 115.587,00 180.153,00
Summe 30.183.237,33 20.826.569,09
8
31.12.2009 31.12.2008
Passiva
EUR EUR
A. Kapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.030.000,00 4.030.000,00
II. Kapitalrücklage 7.975.300,00 7.975.300,00
III. Konzernbilanzverlust/-gewinn 2.460.856,67 -72.803,01
IV. Ausgleichsposten
für Anteile anderer Gesellschafter
- 28.328,15 1.382,65
14.437.828,52 11.933.879,64

B. Rückstellungen
1.) Steuerrückstellungen 1.038.672,63 72.927,89
2.) Sonstige Rückstellungen 1.967.521,76 974.743,44
3.006.194,39 1.047.671,33

C. Verbindlichkeiten
1.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
. - langfristige 2.680.696,08 2.763.826,51
. - kurzfristige 114.252,63 82.231,51
2.) Erhaltene Anzahlungen 2.093.170,27 1.073.907,08
3.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.936.486,56 3.494.254,07
4.) Sonstige Verbindlichkeiten 1.914.608,88 430.798,95
. - davon aus Steuern
. - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit _____________ ____________
12.739.214,42 7.845.018,12

Summe 30.183.237,33 20.826.569,09

9
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzerngewinn- und -verlustrechnung


der 2G Bio-Energietechnik AG

01.01. bis 31.12.2009 01.01. bis 31.12.2008


EUR EUR
Umsatzerlöse 51.120.295,26 21.201.389,50
+/- Bestandsveränderungen der fertigen
und unfertigen Erzeugnisse 2.099.661,26 2.513.695,84
Gesamtleistung 53.219.956,52 23.715.085,34
+ Sonstige betriebliche Erträge 143.315,88 550.480,24
53.363.272,40 24.265.565,58

- Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 35.928.523,55 17.723.901,57
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.696.503,28 2.042.479,86
41.625.026,83 19.766.381,43

- Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.511.147,20 2.350.269,18
b) Soziale Abgaben 670.339,28 428.460,63
4.181.486,48 2.778.729,81
- Abschreibungen auf
a) Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 79.523,97 0,00
b) Immaterielle Wirtschaftsgüter 376.206,17 379.684,27
c) Sachanlagen 273.200,58 210.949,87
d) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 14.146,15
728.930,72 604.780,29
- Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Betriebskosten 784.370,60 618.921,35
b) Verwaltungskosten 631.154,52 498.992,14
c) Vertriebskosten 663.308,65 516.298,47
d) Sonstige andere betriebliche Aufwendungen 837.487,75 109.446,16
2.916.321,52 1.743.658,12

+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.020,42 18.684,41


- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Anlagevermögens 1.056,00 23.200,00
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 170.660,78 50.356,29
139.696,36 54.871,88

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.771.810,49 -682.855,95


- Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.248.364,62 80.345,04
- Sonstige Steuern 15.400,94 7.489,67
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2.508.044,93 -610.000,58
auf andere Gesellschafter entfallender Verlust/Gewinn 25.614,75 -1.691,83
Konzernergebnis 2.533.659,68 -611.692,41
erwirtschaftetes Konzernergebnis - 72.803,01 538.889,40
Konzernbilanzgewinn/-verlust 2.460.856,67 -72.803,01
10
11
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernanhang der 2G Bio-Energietechnik AG

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss B. Konsolidierungsmethoden

1. Grundsätzliche Angaben 1. Konsolidierungskreis und Aufstellung des


Die 2G Bio-Energietechnik AG ist eine Aktiengesell- Anteilsbesitzes
schaft deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft In dem Konzernabschluss der 2G Bio-Energietechnik
werden im Freiverkehr im Entry Standard der Deut- AG (Mutterunternehmen) sind folgende Abschlüsse
schen Börse AG gehandelt und damit nicht an einem enthalten:
organisierten Markt.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsge-
richtes Coesfeld (HRB Nr. 11081) eingetragen und hat
ihren Sitz in 48619 Heek, Benzstraße 3.

2. Geschäftszweig
Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften
betreiben im Wesentlichen die Planung und Errich-
tung von Blockheizkraftwerken und anderen Anlagen
zur Gewinnung bzw. effizienten Nutzung elektrischer
Energie sowie mit Blockheizkraftwerken verbundene
Serviceleistungen.

3. Grundlagen der Rechnungslegung


Der Konzernabschluss der 2G Bio-Energietechnik AG
zum 31. Dezember 2009 wurde gem. §§ 290 ff. HGB
nach den ergänzenden Vorschriften des Aktienge-
setzes sowie den ergänzenden Regelungen der
Satzung aufgestellt.
Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die
Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne des
§ 264 ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des
Aktiengesetzes sowie die Regelungen gemäß § 290
ff. HGB für Konzernabschlüsse Anwendung.
Die funktionale Währung des Konzerns ist der EUR.
Alle Betragsangaben erfolgen deshalb in EUR bzw.
TEUR.
Die Umrechnung von Bilanzposten von auslän-
dischen Gesellschaften erfolgt zu den entspre-
chenden Kursen am Bilanzstichtag. Positionen des
Eigenkapitals werden zu historischen Kursen umge-
rechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden zu
Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

12
Tochtergesellschaft Anteil Nennkapital Eigenkapital Jahres- Erstkon- Stichtag
in % in EUR in EUR ergebnis solidierung
in EUR

2G Energietechnik GmbH,
Heek, Deutschland 100,00 1.000.000 2.832.297 0 30.06.2007 31.12.2009

2G Home GmbH, Heek,


Deutschland; vormals AEM
Engineering GmbH, Heek 90,00 125.000 - 311.772,98 - 278.084,92 31.12.2007 31.12.2009

2G Bio-Energietechnik Iberica
Energy Efficiency S.L., Vic,
Spanien 90,00 3.006 -147.571,81 - 87.768,56 31.01.2008 31.12.2009
CENERGY Power Systems
Technologies Inc.,
569 Saratoga Street,
Orange Park, FL 32073 - USA* 25,00 268.120 268.120 0 18.11.2009 31.12.2009

* Im Geschäftsjahr 2009 wurden 25 % der Anteile an der CENERGY Power Systems Technologies Inc., 569 Saratoga Street, Orange Park, FL 32073, USA mit Vertrag vom 18. November 2009
erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Erwerbszeitpunkt.

Gegenstand der Tochterunternehmen ist die Planung Kapitalkonsolidierung


und Errichtung von Blockheizkraftwerken, Handel mit Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neube-
Komponenten für Blockheizkraftwerke sowie die mit wertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB.
Blockheizkraftwerken verbundenen Serviceleistungen. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Sämtliche Gesellschaften – bis auf die CENERGY auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanz-
Power Systems Technologies Inc. – sind aufgrund der positionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach werden
Mehrheit der Stimmrechte der Muttergesellschaft als die Anschaffungskosten der Anteile mit dem neu
Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einzu- bewerteten anteiligen Eigenkapital verrechnet. Der
beziehen. danach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Ka-
Die CENERGY Power Systems Technologies Inc. wird pitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) wird
at equity in den Konzernabschluss der Muttergesell- aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 2 HGB über die
schaft einbezogen. voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren linear
abgeschrieben.
Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in den
2. Angewandte Konsolidierungsmethoden
Konzernabschluss einbezogenen Tochterunterneh-
men werden innerhalb des Eigenkapitals unter der
Stichtag des Konzernabschlusses und der ein- Position „Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesell-
bezogenen Unternehmen schafter“ ausgewiesen.
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelab-
schlüssen der 2G Bio-Energietechnik AG und der Schuldenkonsolidierung
einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse
Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § 303 Abs.
sind auf den Stichtag 31. Dezember erstellt.
1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen und andere
Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten

13
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

zwischen den in den Konzernabschluss einbezo- C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungs-


genen Unternehmen zu eliminieren. Aufrechnungs- grundsätzen
differenzen im Zusammenhang mit der Schuldenkon-
solidierung wurden ergebniswirksam berücksichtigt,
1. Bilanzierungsmethoden
soweit es sich um eine Veränderung gegenüber
dem Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral. Im Die Einzelabschlüsse der 2G Bio-Energietechnik AG
Berichtsjahr sind keine Aufrechnungsdifferenzen zu und der Tochtergesellschaften werden nach ein-
verzeichnen. heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
aufgestellt.
Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden unter
Behandlung von Zwischenergebnissen
Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetz-
Im Berichtsjahr unterbleibt gem. § 304 Abs. 2 HGB buches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
eine Eliminierung von Zwischenergebnissen, da sie
für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnis-
sen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- 2. Aufwendungen für die Ingangsetzung und
und Ertragslage des Konzerns nur von untergeord- Erweiterung des Geschäftsbetriebs
neter Bedeutung sind. Die Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweite-
rung des Geschäftsbetriebes sind zu Anschaffungs-
kosten bilanziert. Im Berichtsjahr wurden Abschrei-
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
bungen gem. § 282 HGB vorgenommen.
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt
gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck, dass in
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Art 3. Immaterielle Vermögensgegenstände
und Höhe nur die Aufwendungen und Erträge abzu- Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind
bilden sind, die aus Geschäftsbeziehungen mit außer- zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern
halb des Konzerns stehenden Dritten resultieren. Die sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare
Konsolidierungsmaßnahmen umfassen ausschließlich Abschreibungen vermindert.
Eliminierungen.
4. Sachanlagevermögen
Equity-Bewertung Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-
Die Bewertung nach der Equity-Methode ist vorzu- kosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um plan-
nehmen, wenn ein Unternehmen als assoziiertes mäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen
Unternehmen aufzufassen ist. Dies bedeutet, dass Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen
das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl
auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Tochterun- linear als auch degressiv abgeschrieben. Der Über-
ternehmens ausüben kann. Nach § 311 HGB ist bei gang von der degressiven zur linearen Abschreibung
Beteiligungen an Unternehmen ein solcher maßgeb- erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren
licher Einfluss zu vermuten und somit eine Bewertung Abschreibungen führt.
„at equity“ durchzuführen. Für die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter,
Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren
anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen
Die Equity-Bewertung wurde nach der Buchwertme- 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR betragen, wurde ent-
thode zum Zeitpunkt des Erwerbs in dem Konzernab- sprechend der steuerlichen Vorschriften ein Sammel-
schluss vorgenommen. posten gebildet und entsprechend der gesetzlichen
Regelung aufgelöst.

14
5. Finanzanlagen 8. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten Die sonstigen Wertpapiere werden mit den Anschaf-
bzw. dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden fungskosten angesetzt. Sofern erforderlich wurde
Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips
Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegen- zum Bilanzstichtag der niedrigere beizulegende Wert
ständen des Finanzanlagevermögens über dem Wert angesetzt.
liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, so wird
dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rech-
9. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinsti-
nung getragen.
tuten und Schecks
Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind
dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB be-
zum Nominalwert bewertet.
wertet.

10. Rechnungsabgrenzungsposten
6. Vorräte
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaf-
Anschaffungskosten angesetzt.
fungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren
beizulegenden Wert angesetzt.
11. Steuerrückstellungen
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Ge-
werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren schäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
beizulegenden Wert bilanziert. In die Herstellungs- Steuern sowie latente Steuerverbindlichkeiten.
kosten werden neben den direkt zurechenbaren Ma-
terial- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und 12. Rückstellungen
Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Verwal- Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse
tungskosten, soweit sie der Fertigung zugerechnet Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet,
werden können, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt. notwendig ist und berücksichtigen alle erkennbaren
Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaf- Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
fungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden
Wert bilanziert.
13. Verbindlichkeiten
Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag ange-
setzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlich-
Soweit erhaltene Anzahlungen den Wert der unfer- keiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
tigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen nicht Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen
übersteigen, werden sie projektbezogen mit den angesetzt.
unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen in
Höhe des Rückzahlungsbetrags verrechnet.
14. Latente Steuern
7. Forderungen und sonstige Vermögens- Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten
gegenstände sind nicht verrechnet worden. Für die Berechnung der
Steuerlatenzen wurde ein durchschnittlicher Konzern-
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegen- steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.
stände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risiko-
behafteten Posten ist durch Bildung angemessener Aus der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung
Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das vorgenommenen Verrechnung ergibt sich ein Unter-
allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch Pau- schiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert
schalwertberichtigungen berücksichtigt. auszuweisen ist. Latente Steuern sind hierauf nicht zu
berechnen (DRS 20 TZ. 18).

15
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

15. Währungsumrechnung 4. Vorratsvermögen


Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses, denen Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag
auf fremde Währung lautende Beträge zu Grunde lie- 4.937 TEUR. Es beinhaltet neben den Roh-, Hilfs- und
gen, werden mit dem jeweiligen Wechselkurs am Tag Betriebsstoffen (3.578 TEUR), unfertige Erzeugnisse
des Geschäftsvorfalls bzw. zum Stichtagskurs unter (5.433 TEUR) und geleistete Anzahlungen (264 TEUR).
Beachtung des Niederstwertprinzips umgerechnet. Im Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen
Berichtsjahr sind keine Vorgänge zur Währungsum- (- 4.338 TEUR) wurden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen
rechnung vorhanden. von dem Posten Vorräte abgesetzt.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegen-


stände
1. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Erweiterung des Geschäftsbetriebs wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 459
Von der Möglichkeit, Aufwendungen für die Ingang- TEUR und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von
setzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs zu 86 TEUR gebildet. Die Restlaufzeit der Forderungen
aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Bei der 2G und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt nicht
Energietechnik GmbH handelt es sich um Aufwen- mehr als ein Jahr, mit Ausnahme sonstiger Vermö-
dungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes gensgegenstände in Höhe von 12 TEUR.
durch den Aufbau neuer Vertriebsnetze insbesondere
in Süddeutschland, England und Russland. Die 2G 6. Rechnungsabgrenzungsposten
Home GmbH hat Aufwendungen für die Ingangset-
Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wird ein
zung des Geschäftsbetriebes – insbesondere dem
Disagio in Höhe von 92 TEUR ausgewiesen.
Vertrieb von Kleinanlagen (WhisperGen) – aktiviert.
Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe
von 79.523,97 EUR vorgenommen. Die Ausschüt- 7. Aktive latente Steuern
tungssperre gemäß § 269 HGB wurde beachtet. Die latenten Steuerforderungen in Höhe von 225
Die Entwicklung der Aufwendungen für die Ingangset- TEUR resultieren aus dem steuerlichen Verlustvortrag
zung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes ergibt bei der 2G Home GmbH sowie der 2G Bio-Energie-
sich aus dem Anlagenspiegel. technik Iberica Energy Efficiency S.L. per 31. Dezem-
ber 2009.
Es wird davon ausgegangen, dass die mit den
2. Anlagevermögen
Verlustvorträgen verbundenen Steuervorteile mit
Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens hinreichender Wahrscheinlichkeit im kommenden
im Geschäftsjahr 2009 verweisen wir auf die entspre- Geschäftsjahr 2010 realisiert werden können.
chende Darstellung im Anlagenspiegel.
Eine Saldierung der aktiven latenten Steuern mit
passiven latenten Steuern wurde nicht vorgenommen.
3. Finanzanlagen
Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Beteili- 8. Konzerneigenkapital
gungen an assoziierten Unternehmen (68 TEUR),
Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenka-
sonstigen Beteiligungen (10 TEUR) sowie Wertpapie-
pitals in der Periode vom 01. Januar 2009 bis zum
ren des Anlagevermögens (4 TEUR) zusammen.
31. Dezember 2009 verweisen wir auf die entspre-
Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens wur- chende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.
den außerplanmäßige Abschreibungen auf den am
Ein zur Ausschüttung an Gesellschafter zur Verfü-
Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert in
gung stehender Betrag besteht im Berichtsjahr in
Höhe von 1 TEUR vorgenommen.
Höhe von 2.614 TEUR. Gesetzliche und satzungs-
mäßige Ausschüttungssperren wurden zum Bilanz-

16
stichtag beachtet, insbesondere die Ausschüttungs- lanz. Die Bildung passiver latenter Steuern steht mit der
sperre gem. § 269 HGB. Aktivierung von Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Verbindung.
Da in den Folgejahren die Steuerbilanz entsprechend
9. Gezeichnetes Kapital
einen höheren Gewinn ausweisen wird, wurden zum
Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt das Grundka- 31.12.2008 latente Steuerrückstellungen in Höhe von
pital 4.030.000 EUR. 73 TEUR gebildet. Im Berichtsjahr wurden anteilige
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde vor der Steuerlatenzen in Höhe von 24 TEUR aufgelöst.
außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli
2007 auf 3.530.000 EUR erhöht und war in 3.530.000
12. Sonstige Rückstellungen
nennwertlose Stückaktien im rechnerischen Nennwert
von 1,00 EUR eingeteilt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesent-
lichen:
Im Zuge einer außerordentlichen Hauptversammlung
am 09. Juli 2007 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe
von 500.000,00 EUR gegen Sacheinlage durch die TEUR
Ausgabe von 500.000 neuen, auf den Inhaber lau- Restarbeiten an fertig gestellten
tenden Stückaktien beschlossen. Anlagen / ausstehende Rechnungen 945
Für das genehmigte Kapital ist der Vorstand durch
Gewährleistungsverpflichtungen 519
Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung
vom 09. Juli 2007 ermächtigt, in der Zeit vom 01. Personalverpflichtungen 338
August 2007 bis zum 09. Juli 2012 das Grundkapital Jahresabschlussarbeiten 84
der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates
einmalig oder mehrmalig um insgesamt 2.015 TEUR Berufsgenossenschaftsbeiträge 50
durch Ausgabe von bis zu 2.015.000 neuer, auf den Hauptversammlung / Geschäftsbericht 21
Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder
Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner Sonstige 11
ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter
bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.
Weiterhin wurde der Vorstand zur Ausgabe von
Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie
Schaffung eines neuen bedingten Kapitals ermäch-
tigt. Das Grundkapital kann um 1.765 TEUR erhöht
werden. Dies dient der Gewährung von Options- und
Wandlungsrechten an Inhaber von Options-, und/oder
Wandelschuldverschreibungen bzw. -genussscheinen.

10. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage in Höhe von 7.975.300,00 EUR
resultiert im Wesentlichen aus dem Agio von einer im
Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung der 2G
Bio-Energietechnik AG. Die Kapitalrücklage hat sich
im laufenden Geschäftsjahr nicht verändert.

11. Passive latente Steuern


Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steuerauf-
wand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbi-

17
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeiten, in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 2.794.948,71 309.680,71 566.508,00 1.918.760,00
Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen 2.093.170,27 2.093.170,27 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 5.936.486,56 5.936.486,56 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.914.608,88 1.914.608,88 0 0
davon aus Steuern 1.595.161,81 1.595.161,81 0 0
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit 10.367,18 10.367,18 0 0

Summe Verbindlichkeiten 12.739.214,42 10.253.946,42 566.508,00 1.918.760,00

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber 3. Latente Steuern


Kreditinstituten sind gemäß den Sicherungsvereinba- In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende
rungen durch Sicherungsübereignung des entspre- Sachverhalte erfasst:
chenden Sachanlagevermögens sowie Grundschuld-
eintragungen abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentums- EUR
vorbehalte der Lieferanten gesichert. Latente Steueraufwendungen 217.343,64
Latente Steuererträge 117.205,96
E. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und
-verlustrechnung Davon entfallen auf
Verlustvorträge (Saldo) 123.994,87

1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlust-


rechnung Im Geschäftsjahr 2008 wurden passive latente Steu-
ern aufgrund der Aktivierung von Aufwendungen für
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts-
Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275
betriebs in Höhe von 72.927,89 EUR gebildet. Im Be-
Abs. 2 HGB gegliedert.
richtsjahr ist aufgrund der Abschreibung gem. § 282
HGB eine anteilige Auflösung der passiven latenten
2. Umsatzerlöse Steuern in Höhe von 23.857,19 EUR erforderlich.
Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse gem.
§ 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2009
verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im
Lagebericht.

18
F. Sonstige Angaben 2. Mitteilungen gem. § 20 AktG
Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gausling
1. Kapitalflussrechnung haben der Gesellschaft gem. § 20 AktG mitgeteilt,
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Fi- dass ihnen je mehr als der vierte Teil der Aktien der
nanzmittelfonds umfasst ausschließlich liquide Mittel 2G Bio-Energietechnik AG gehört.
und Bankguthaben abzüglich kurzfristiger Verbindlich- Beide Mitteilungen wurden am 30. Juli 2007 im elek-
keiten in Höhe von 114.252,63 EUR. tronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Be-
richtsjahr 1.465 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Er beinhal- 3. Haftungsverhältnisse
tet neben dem Periodenergebnis die Abschreibungen Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für
sowie die Veränderungen der Rückstellung und des eigene Verbindlichkeiten bestanden zum 31. De-
Working Capital. zember 2009 für Gewährleistungsverträge in Höhe
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im von 1.497 TEUR (davon aus Gewährleistungsbürg-
Berichtsjahr -2.650 TEUR (Vorjahr: 432 TEUR). Er be- schaften in Höhe von 121 TEUR und Vorauszah-
inhaltet neben Auszahlungen für Investitionen in das lungsbürgschaften von 1.376 TEUR) sowie sonstige
Anlagevermögen in Höhe von 2.773 TEUR auch die Haftungsverhältnisse in Höhe von 50 TEUR.
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens in Höhe von 2 TEUR sowie
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Einzahlungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen
der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für
121 TEUR. Verträge in folgender Höhe:

2010 2011-2014 2015 ff.


EUR EUR EUR
Investitionsvorhaben 100.000,00

Zahlstellen- und Anmeldestellendienst 2.500,00

Designated Sponsor-Vertrag 15.000,00

Listingbetreuungsvertrag 7.000,00

Beratungsvertrag UBJ 28.800,00

Mietvertrag 84.426,12 36.000,00 36.000,00

Leasingverträge 47.074,80 61.622,30 0,00

19
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

5. Kredite an Geschäftsführer 9. Ergebnisverwendung


Zu Gunsten einzelner Geschäftsführer wurden Kredite Es wird vorgeschlagen, den Konzernbilanzgewinn in
in Höhe von 18.167,15 EUR gewährt. Die Verzinsung Höhe von 2.460.856,67 EUR, bestehend aus einem
erfolgte im Berichtsjahr mit 2,87 %. Es handelt sich Verlustvortrag in Höhe von 72.803,01 EUR und einem
hierbei um Verrechnungskonten. Konzerngewinn in Höhe von 2.533.659,68 EUR, auf
neue Rechnung vorzutragen.
6. Durchschnittliche Zahl der während des Ge-
schäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter 10. Bezüge der Organe
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Für die Bezüge des Vorstandes wurden im Geschäfts-
§ 267 HGB gliederte sich wie folgt: jahr 379 TEUR und für die Bezüge des Aufsichtsrates
20 TEUR aufgewendet.
Arbeiter 67
Angestellte 46 11. Honorar des Abschlussprüfers
Teilzeitbeschäftigte 14 Die „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ enthal-
ten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschluss-
Mitarbeiter gesamt 127
prüfers. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt
insgesamt 53 TEUR und beinhaltet ausschließlich
Es handelt sich hierbei um Arbeitnehmer der Toch- Abschlussprüfungsleistungen.
tergesellschaften 2G Energietechnik GmbH, der 2G
Home GmbH sowie der 2G Bio-Energietechnik Iberi-
ca Energy Efficiency S.L. Heek, im Mai 2010
2G Bio-Energietechnik AG

7. Vorstand Christian Grotholt Ludger Holtkamp


Vorstandsvorsitzender Vorstand
Der Vorstand setzte sich im letzten Geschäftsjahr wie
folgt zusammen:
Zeitraum
Herr Dipl.-Ing. Christian Grotholt,
Kaufmann, Heek seit dem 17.06.2007
Herr Ludger Holtkamp,
Kaufmann, Heek seit dem 17.06.2007

8. Aufsichtsrat
Während des Berichtsjahres waren die folgenden
Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt:
Zeitraum
Dr. Lukas Lenz (Vorsitzender)
Rechtsanwalt, Hamburg seit dem 17.07.2007
Gerhard Temminghoff (stellv. Vorsitzender)
Landwirtschaftsmeister, Vreden seit dem 17.07.2007
Wiebe Hofstra
Senior Manager van der Wiel Holding BV,
Drachten/NL seit dem 17.07.2007

20
21
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Anlagespiegel

Brutto- Zugänge Abgänge Brutto-


buchwert buchwert

01.01.2009 01.01. - 01.01. - 31.12.2009


31.12.2009 31.12.2009

I. Aufwendungen für die Ingangsetzung


und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 243.092,97 0,00 0,00 243.092,97

II. Immaterielle Vermögensgegenstände


1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 78.339,50 4.020,00 7.289,92 75.069,58
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.269.303,32 0,00 0,00 7.269.303,32
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.000,00 0,00 0,00
7.347.642,82 51.020,00 7.289,92 7.344.372,90

III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 206.023,49 1.937.333,35 0,00 2.390.474,17
2. Technische Anlagen und
Maschinen 169.595,65 231.045,00 0,00 400.640,65
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 950.917,93 486.542,71 31.737,30 1.405.723,34
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 247.117,33 0,00 0,00 0,00
1.573.654,40 2.654.921,06 31.737,30 4.196.838,16

IV. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen 0,00 67.879,45 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 28.496,00 0,00 0,00 0,00
38.496,00 67.879,45 0,00 0,00

9.202.886,19 2.773.820,51 39.027,22 11.784.304,03

22
AfA AfA AfA-Abgänge Summe Netto- Netto-
Gesamt AfA buchwert buchwert

01.01.2009 01.01. - 01.01. - 31.12.2009 01.01.2009 31.12.2009


31.12.2009 31.12.2009

0,00 79.523,97 0,00 79.523,97 243.092,97 163.569,00

36.435,80 12.872,25 7.286,92 42.021,13 41.903,70 33.048,45


542.309,79 363.465,17 0,00 905.774,96 6.726.993,53 6.363.528,36
47.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 47.000,00
625.745,59 376.337,42 7.286,92 947.796,09 6.768.897,23 6.443.576,81

5.271,38 25.624,68 0,00 30.896,06 200.752,11 2.359.578,11

81.614,10 35.094,24 0,00 116.708,34 87.981,55 283.932,31

391.756,16 212.350,41 23.288,30 580.818,27 559.161,77 824.905,07

0,00 0,00 0,00 0,00 247.117,33 0,00


478.641,64 273.069,33 23.288,30 728.422,67 1.095.012,76 3.468.415,49

67.879,45 0,00 0,00 0,00 0,00 67.879,45


10.000,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00 10.000,00
28.496,00 1.056,00 0,00 24.256,00 5.296,00 4.240,00
106.375,45 1.056,00 0,00 24.256,00 15.296,00 82.119,45

1.210.762,68 729.986,72 30.575,22 1.779.998,73 8.122.298,96 10.157.680,75

23
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernkapitalflussrechnung der 2G Bio-Energietechnik AG

31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR
1. Periodenergebnis 2.508.044,93 -610.000,59
2. ± Abschreibungen auf das Anlagevermögen 728.930,72 604.780,29
3. ± Veränderung der Rückstellungen 1.958.523,06 -212.109,59
4. ± Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen -4.096,05 -243.092,97
5. ± Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen 7.071,03 37.489,03
6. ± Veränderungen der Vorräte -2.255.741,83 -1.247.247,89
7. ± Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investi-
tions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.423.068,35 748.736,26
8. ± Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investi-
tions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.945.305,61 933.697,90
9. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
(operative cash flow) 1.464.969,12 12.252,44
10. + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 2.436,97 9.299,97
11. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.654.921,06 -697.420,78
12. – Auszahlungen für Investitionen
in das immaterielle Anlagevermögen -51.020,00 -10.393,80
13. – Auszahlungen aus dem Erwerb von
assoziierten Unternehmen -67.879,45 0,00
14. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rah-
men der kurzfristigen Finanzdisposition 121.278,39 1.626.107,00
15. – Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im
Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0,00 -495.262,24
16. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit
(investive cash flow) -2.650.105,15 432.330,15
17. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0,00 2.630.000,00
18. – Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -83.130,43 -43.566,46
19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
(finance cash flow) -83.130,43 2.586.433,54
20. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittel-
fonds (Summe aus 9., 16. und 19.) -1.268.266,46 3.031.016,13
21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.487.657,49 456.641,36
22. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.219.391,03 3.487.657,49

24
25
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzerneigenkapitalentwicklung

Eigenkapitalentwicklung Mutterunternehmen

2G Bio-Energietechnik AG Konzern Gezeichnetes Kapitalrücklagen Übriges Erwirtschaftetes


in EUR Kapital kumuliertes Konzernergebnis
Konzernergebnis

Stand per 01.01.2008 4.030.000,00 7.975.300,00 6.375,40 532.514,00

Konzernjahresfehlbetrag -611.692,41
per 31.12.2008
Stand per 31.12.2008 4.030.000,00 7.975.300,00 6.375,40 -79.178,41
Stand per 31.12.2009 4.030.000,00 7.975.300,00 6.375,40 -79.178,41
Übrige Veränderungen

Konzernjahresüberschuss
per 31.12.2009 2.533.659,68

Stand per 31.12.2009 4.030.000,00 7.975.300,00 6.375,40 2.454.481,27

26
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital

Summe Minderheiten- Auf Minderheiten Summe


kapital entfallendes
erwirtschaftetes
Konzernergebnis

12.544.189,40 -309,18 0,00 -309,18 12.543.880,22

-611.692,41 1.691,83 1.691,83 -610.000,58

11.932.496,99 -309,18 1.691,83 1.382,65 11.933.879,64


11.932.496,99 -309,18 1.691,83 1.382,65 11.933.879,64

0,00 300,60 -4.396,65 -4.096,05 -4.096,05

2.533.659,68 -25.614,75 -25.614,75 2.508.044,93

14.466.156,67 -8,58 -28.319,57 -28.328,15 14.437.828,25

27
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Konzernlagebericht der 2G Bio-Energietechnik AG

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit
Die 2G Bio-Energietechnik AG („2G AG“) ist eine
Holding, der zum Bilanzstichtag 31.12.2009 drei Toch-
tergesellschaften und ein assoziiertes Unternehmen
angehören. Nachfolgend eine Übersicht zur aktuellen
Beteiligungsstruktur des 2G Konzerns („2G“):

2G Bio-
Energietechnik AG

100 % 90 % 90 % 25 %

2G Energietechnik 2G Home GmbH CENERGY Power


2G Iberica S.L.
GmbH (ehem. AEM) Systems Technologies Inc.

Die wesentliche operative Gesellschaft ist die Aufgrund des Bekanntheitsgrades und der Qualität
2G Energietechnik GmbH in Heek („2G GmbH“). der Leistungen konnte 2G gute Geschäftsbezie-
Mittlerweile ist 2G einer der führenden Anbieter von hungen zu verschiedenen Biogasanlagenbauern,
ganzheitlichen Lösungen zur dezentralen Energiever- Fachplanern, Energieversorgern, Energiedienstleis-
sorgung. 2G bietet mit der Entwicklung, der Produk- tern und anderen Kundengruppen aufbauen bzw.
tion, der Installation und dem Service von Blockheiz- weiter intensivieren.
kraftwerken ganzheitliche Lösungen im wachsenden Auch private Haushalte profitieren von dem Leis-
Markt der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung. tungsspektrum von 2G Home, da 2G die gesamte
2G hat bereits mehr als 950 KWK-Anlagen mit einer Bandbreite von 1 - 2.400 kW Leistung abdeckt.
Leistung von mehr als 193 MW installiert und genießt Die Produktpalette umfasst zum Teil eigene BHKW-
heute als einer der Technologieführer der Branche Anlagen, zum Teil zugekaufte Produkte. Es wurden
bundesweit Anerkennung. Auch international wird die die Hersteller sondiert, die mit ihren Produkten sowohl
2G Gruppe als Anbieter mit Alleinstellungsmerkmalen hinsichtlich ihrer Technologien als auch in puncto Effi-
immer mehr wahrgenommen. zienz und Preis-Leistungs-Verhältnis weltweit führend
Vor dem Hintergrund der drohenden Klimaerwärmung sind.
und steigender Energiepreise sieht 2G im dezentra- Im Einzelnen:
len Einsatz gasförmiger Energieträger wie Erdgas,
Biogas, Klärgas und Deponiegas zur Strom- und Wär- • Gasmotorenbetriebene BHKW-Module
meproduktion eine große Zukunft. Dank dem Know- • Wärmenutzung
how aus mehr als zehn Jahren Erfahrung und der • Gasreinigung und -trocknung
sorgfältigen Verarbeitung standardisierter Bauteile, • Netzanbindung
hochwertiger Materialien und einem professionellen
• Abgasbehandlungssysteme
Service erzielt die 2G exzellente Wirkungsgrade und
eine Anlagenverfügbarkeit deutlich über 95 %. • Service, Wartung und Instandhaltung

28
Die strategische Ausrichtung der nächsten Jahre wird blik China, deren BIP um 8,7 % gestiegen ist. Einem
einen Schwerpunkt auf die Produktion von BHKW- noch größeren volkswirtschaftlichen Schaden begeg-
Modulen, insbesondere der Produktfamilie neten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer
mit verbesserten Wirkungsgraden und eine Kosten- mit Hilfe von Konjunkturprogrammen, die zusammen
reduzierung für Service legen. Außerdem sollen ein Volumen von 3 Billionen EUR umfassten. Die
die Vertriebs- und Serviceaktivitäten national und Zentralbanken unterstützen außerdem die Liquiditäts-
international weiter gestärkt werden, allen voran in versorgung der Banken durch die Absenkung des
Zentral- und Osteuropa und auf dem amerikanischen Leitzinses, der in den USA und Japan auf 0,2 % bzw.
Kontinent. Bereits äußerst margenstark sind unsere 0,1 % zurückgenommen wurde, und die Bereitstel-
Kompaktblockheizkraftwerke „G-Box 50“ (25-50 kW), lung einer erheblichen Liquidität.
eine Beistelllösung in der Objektversorgung von Die Aktienindizes erholten sich deswegen nach einem
Krankenhäusern und Verwaltungen bis hin zu Werk- schwachen ersten Quartal ab Mitte März des Be-
stätten oder Fabriken, sowie unsere Kleinanlagen (1 richtsjahres wieder. Nur zögerlich gingen hingegen
kW) für Ein- und Zweifamilienhäuser und Mehrfamili- die Wirkungen staatlicher Stützungsmaßnahmen auf
enhäuser, so dass wir deren Absatz weiter forcieren die Realwirtschaft über.
wollen. 2G strebt weiterhin die Unabhängigkeit von
nationalen gesetzlichen Regelungen an. Dabei ist die
Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten ins Ausland Europa und Deutschland
eine klare strategische Zielrichtung. Die Entwicklung Die Europäische Union (EU) blieb ebenfalls nicht von
des steigenden Auslandsanteils lässt sich anhand der der Rezession verschont. Das BIP der Mitgliedsstaaten
Umsatzerlöse der 2G AG sehr gut darstellen: ist um 4,1 % gesunken. Die Europäische Zentralbank
(EZB) senkte den Leitzins auf 1,0 %, um die Liquidi-
tätsversorgung zu stärken und Investitionen zu fördern.
2007 2008 2009
Umsatz Dieser lag damit nur knapp über der Inflationsrate
EUR EUR EUR von 0,9 % zum Jahresende. Im EU-Raum war 2009
eine höhere Arbeitslosigkeit (+10 %) zu verzeichnen.
Inland 18.936 18.266 44.617 Besonders betroffen waren Spanien, Island und Irland,
deren wirtschaftlicher Erfolg im Wesentlichen auf den
Ausland 1.593 2.935 6.503* infolge der Krise eingebrochenen Finanz- und Immobi-
lienmärkten fußte. Die Situation Griechenlands ist noch
Summe 20.529 21.201 51.120 angespannter. Der Staat überschritt mit einem Haus-
haltsdefizit von 12,7 % des nationalen BIP die gemäß
* Darin sind auch Umsatzerlöse auf Anlagen im Ausland enthalten, die über EU-Stabilitätspakt maximal erlaubten 3 % deutlich.
Anlagenbauer im Inland abgewickelt wurden. Dies hatte eine Abstufung der Bonität durch verschie-
dene Ratingagenturen zur Folge. Der griechische
Für das Geschäftsjahr 2010 wird mit einem weiteren Staat bedroht aufgrund seiner Zahlungsunfähigkeit
Anstieg des Auslandsanteils an der Gesamtleistung das Stabilitätsgefüge der gesamten Europäischen
gerechnet. Wirtschaftsunion und gefährdet damit gleichzeitig den
Euro. Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland
Entwicklung der Gesamtwirtschaft war ebenfalls rückläufig. Das BIP ging – insbesondere
wegen des schwachen Außenhandels – in 2009 um 5 %
Die Folgen der Finanzkrise waren auch 2009 für die
zurück. Die Exporte gaben um 14,7 % nach, wohinge-
Entwicklung der Realwirtschaft prägend, die weltweit
gen die Importe um 8,9 % eingebrochen sind, mit der
um 2,2 % sank. Besonders die Konjunktur der west-
Folge, dass China offiziell Exportweltmeister wurde. Die
lichen Industrieländer ließ nach. Das Bruttoinlands-
deutsche Wirtschaft konnte sich im internationalen Ver-
produkt (BIP) der größten Industrienation, den USA,
gleich 2009 wegen der hohen Exportabhängigkeit nicht
sank beispielsweise um 2,5 %, wohingegen viele der
behaupten und schrumpfte stärker als der EU-Durch-
sogenannten Schwellenländer weiter gewachsen
schnitt. Von den wichtigen Industrieländern ist lediglich
sind. Hervorzuheben ist insbesondere die Volksrepu-
das BIP Japans noch stärker zurückgegangen.

29
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Die Binnennachfrage in Deutschland blieb stabil, was Aus Sicht der 2G ist zudem sehr positiv, dass die
zum größten Teil staatlichen Konjunkturstützen zuzu- Einspeisevergütungen für Strom aus Biomasse,
schreiben gewesen ist. Die Umweltprämie stimulierte insbesondere für Anlagen mit mittlerer und kleiner
zum Beispiel den Absatz für Neuwagen. Die privaten Leistung, deutlich erhöht wurden, denn gerade in
Konsumausgaben konnten dadurch um 0,4 % gestei- diesem Bereich verfügt das Unternehmen über eine
gert werden. Dies steht jedoch in keinem Verhältnis hohe Fertigungstiefe und Alleinstellungsmerkmale.
zu den staatlichen Konsumausgaben, die sich im Ver- Darüber hinaus werden durch das KWKG nun kleine
gleich zu 2008 um 2,7 Prozentpunkte erhöhten. Nur Anlagen bis 50 kW sehr stark gefördert. Passend zu
eine robuste Binnennachfrage in Verbindung mit der diesem sehr interessanten Marktsegment führt die 2G
staatlich subventionierten Kurzarbeit stabilisierte auch GmbH ihre G-Box in die Serienfertigung.
den Arbeitsmarkt. Ende des Jahres 2009 galten 3,3 Das direkte Branchenumfeld profitiert insofern sehr
Mio. Personen als erwerbslos. Das Kurzarbeitergeld stark von den positiven gesetzlichen Regelungen,
hatte allerdings eine Senkung der Bruttolöhne um aber auch von einem wachsenden Umweltbewusst-
0,5 % zur Folge. sein und der zunehmenden Erkenntnis, dass der
Wir haben unsere Prognosen unter Berücksichtigung Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung zu einer sehr
der aktuellen Einschätzung externer Institutionen er- hohen Energieeffizienz führt. So liegt der Gesamtwir-
stellt. Zu diesen gehören unter anderem Wirtschafts- kungsgrad eines Blockheizkraftwerks bei 90 %, wäh-
forschungsinstitute, Banken, multinationale Organisa- rend bei der herkömmlichen zentralen elektrischen
tionen und Beratungsunternehmen. Energieversorgung lediglich 38 % erzielt werden. Bei
In den Planungen des 2G-Konzerns werden iden- der innovativen G-Box 50 der 2G GmbH beträgt der
tifizierte Potenziale fortlaufend berücksichtigt, um Wirkungsgrad bis zu 103 % durch die Brennwertnut-
eintretende Marktchancen zeitnah nutzen zu können. zung im Abgas.
Diese ergeben sich vor allem daraus, dass wir neue Gerade durch diesen Effizienzvorteil gewinnen die
Märkte erschließen, neue und zusätzliche Produkte BHKW-Anwendungen auch in den ausländischen
entwickeln und technische Innovationen umsetzen. Zielmärkten immer mehr an Bedeutung. Durch den
geringen Primärenergieverbrauch werden nicht nur
CO2-Emissionen im erheblichen Umfang eingespart,
Entwicklung der Branche
sondern auch Kosten bei der Deckung des Strom-
Die deutsche Politik hat sich durch die im Juni 2008 und Wärmebedarfs stark reduziert. Unabhängig
verabschiedeten Inhalte des EEG (Erneuerbare- davon werden immer öfter BHKW-Anwendungen
Energien-Gesetz) und des KWKG (Kraft-Wärme- vorgeschrieben, um anfallende Klärgase oder auch
Kopplungsgesetz) eindeutig zur Kraft-Wärme-Kopp- Deponiegase nicht mehr einfach nur abzufackeln,
lung bekannt und bestätigt damit, dass BHKW-An- sondern energetisch zu nutzen. In Südamerika oder
lagen einer der wichtigen Eckpfeiler der zukünftigen auch in Osteuropa bestehen zum Teil auch Möglich-
Energieversorgung sein werden. So wurde beispiels- keiten, sich die vermiedenen Treibhausgasemissionen
weise im KWKG festgeschrieben, dass bis zum Jahr durch CDM oder auch JI Projekt Anerkennungen
2020 25 % des deutschen Strombedarfes durch die zertifizieren zu lassen.
KWK-Technik abgedeckt werden sollen. Die deut-
Das im Vergleich zu den Marktbegleitern starke Um-
schen Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien
satzwachstum und das deutlich verbesserte Ergebnis
stehen im Kontext der aktuellen Ziele der Europä-
der 2G Gruppe sind auf die Wirkungsgradvorteile der
ischen Union, die den Anteil der erneuerbaren Ener-
2G Entwicklungen und die damit verbundene höhere
gien am gesamten Endenergieverbrauch bis 2020 auf
Wirtschaftlichkeit für die Anwender zurückzuführen.
20 % erhöhen will. Im Juni 2009 trat die Richtlinie des
Zu benennen ist außerdem die Ausweitung und
Europäischen Parlaments und des Rates zur För-
Intensivierung der Vertriebstätigkeit im Sektor der mit
derung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren
Erdgas betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
Quellen in Kraft. Damit ist einem europaweiten Vorge-
hen der Weg geebnet und dieses wird zukünftig auch
den europäischen Markt für Kraft-Wärme-Kopplung
noch weiter beleben.

30
Einschätzung der Unternehmensleitung
Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2009
unterstrich die Erwartungen des Vorstands, im
Vergleich zum Vorjahr ein erhebliches Umsatz- und
Ergebniswachstum anzustreben. Im ersten Halbjahr
2009 konnten Umsatzerlöse von 9.608 TEUR erzielt
werden. Das operative Ergebnis (EBIT) war annä-
hernd ausgeglichen.
Die Planungen für Umsatz und Ergebnis für das erste
Halbjahr 2009 konnten aufgrund höherer Auslas-
tungsgrade und steigender Nachfrage vollständig
WhisperGen
eingehalten werden und haben die Erwartungen
sogar übertroffen. Im zweiten Halbjahr 2009 konnten
Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich gesteigert
werden, was einem außergewöhnlich starken vierten
Quartal 2009 zu verdanken ist. Insgesamt war das
Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 das beste in
der Unternehmensgeschichte und überstieg unsere
eigenen Erwartungen deutlich. Begründet ist das
hervorragende Ergebnis durch die Produkteinführung
des und die Produktionsexpansionen (neue
Produktionshalle und Zweischichtbetrieb) und einen
auf diese Weise deutlich erhöhten Output, der zu
Fixkostendegression und verbesserten Einkaufsbe-
dingungen führte. Die gesetzgeberische Sicherheit,
fortschreitende Internationalisierung und die unver-
mindert stark anhaltende Nachfrage nach BHKW in G-Box
Deutschland ließen die 2G Gruppe im Geschäftsjahr
2009 so erfolgreich sein.

31
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 2G hat sich im Geschäftsjahr 2009 insgesamt positiv entwickelt;
sie ist weiterhin von der Entwicklung der 2G GmbH maßgeblich geprägt.

Ertragslage
Die verkürzt dargestellte Gewinn- und Verlustrechnung des 2G Konzerns stellt sich wie folgt dar:

Wert in EUR 2009 % 2008 % +/-


Umsatzerlöse 51.120.295 96,05 21.201.390 89,40 29.918.905
Bestandsveränderungen 2.099.661 3,95 2.513.696 10,60 -414.035
Gesamtleistung 53.219.957 100,00 23.715.085 100,00 29.504.872
Sonstige betriebliche
Erträge 143.316 0,27 550.480 2,32 -407.164

Materialaufwand 41.625.027 78,21 19.766.381 83,35 -21.858.646


Personalaufwand 4.181.486 7,86 2.778.730 11,72 -1.402.756
Abschreibungen 728.931 1,37 604.780 2,55 -124.151

Sonstige betriebliche
Aufwendungen:
- Betriebskosten 784.371 1,47 618.921 2,61 -165.450
- Verwaltungskosten 631.155 1,19 498.992 2,10 -132.163
- Vertriebskosten 663.309 1,25 516.298 2,18 -147.011
- Sonstige Aufwendungen 837.488 1,57 109.446 0,46 -728.042
Betriebliche Steuern 15.401 0,03 7.490 0,03 -7.911
EBIT 3.896.106 7,32 -635.474 -2,68 4.531.580
Finanzergebnis -139.696 -0,26 -54.872 -0,23 -84.824
Ertragsteuern -1.248.365 -2,35 80.345 0,34 -1.328.710
Jahresergebnis 2.508.045 4,71 -610.001 -2,57 3.118.046

Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr auf 51.120 neben Neueinstellungen im Bereich der Produktion
TEUR. Im Vorjahr wurde ein Umsatz von 21.201 TEUR wiederum mehrere Know-how-Träger für das Unter-
erzielt. Die Fertigstellung zahlreicher Projekte zum nehmen gewonnen werden. Die Personalintensität im
Jahresende führte zu einer Gesamtleistung der 2G 2G Konzern entspricht gerundet 7,86 %.
von 53.219 TEUR. Der Rohertrag I liegt bei 11.595 In den Bereichen der Betriebs-, Verwaltungs- und
TEUR. Hieraus ergibt sich ein prozentualer Rohertrag Vertriebskosten sind absolute Kostensteigerungen
von 21,81 %. zu erkennen. Der Anstieg der Betriebskosten ist im
Die Personalkosten der 2G liegen bei 4.181 TEUR. Wesentlichen auf die Aufstockung des Fuhrparks und
Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Wachs- den damit verbundenen erhöhten Fahrzeugaufwen-
tum der 2G GmbH sowie der 2G Home GmbH und dungen zurückzuführen. Des Weiteren sind absolute
den damit verbundenen Aufgaben im Bereich der Kostensteigerungen im Bereich der Verwaltungskos-
Steuerung des Unternehmens. Im Jahr 2009 konnten ten zu verzeichnen, die im Wesentlichen auf erhöhte

32
Telefon- und Postaufwendungen sowie freiwillige
soziale Aufwendungen zurückzuführen sind. Die
Aufstockung im Vertriebsbereich hat zwangsläufig
auch erhöhte Vertriebskosten nach sich gezogen.
Insbesondere sind hier die erhöhten Aufwendungen
für Reisetätigkeiten sowie Marketing und Messen
anzusprechen. Des Weiteren spiegelt sich der Anstieg
des Auslandsanteils an den Umsätzen auch bei den
Ausgangsfrachten wider.
Nach Abzug aller Betriebsaufwendungen verbleibt ein
Jahresüberschuss in Höhe von 2.508 TEUR (Vor-
jahr -610 TEUR). Das Ergebnis ist gemäß HGB und
den Richtlinien des „Deutschen Rechnungslegung
Standard“ (DRS) mit den Abschreibungen auf den Fir-
menwert der einbezogenen 2G GmbH sowie der 2G
Home GmbH belastet. Diese Abschreibung beträgt
insgesamt 363 TEUR.
Es ergibt sich ein EBIT von 3.895 TEUR. Die EBIT-
Marge lag in 2009 bei 7,32 %. Betrachtet man jedoch
ausgehend vom Zwischen-Konzern-Abschluss vom
30.06.2009 das zweite Halbjahr 2009 isoliert, ergibt
sich ein EBIT von 4.024 TEUR. Die EBIT-Marge für
das zweite Halbjahr liegt bei 9,87 %. Dieses Er-
gebnis kann vor dem Hintergrund der schwierigen
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das
Geschäftsjahr 2009 als zufriedenstellend betrachtet
werden.
Verändert um das Zinsergebnis in Höhe von -140
TEUR ergibt sich ein EBT in Höhe von 3.756 TEUR.
Ausschließlich für das zweite Halbjahr ergibt sich ein
EBT von 3.935 TEUR.

Finanzlage
Durch eine adäquate Kapitalstruktur ist es das Ziel
der 2G, im Rahmen des Finanzmanagements die
Liquidität zu sichern und finanzwirtschaftliche Risiken
zu minimieren sowie Kapitalkosten zu begrenzen.
Zur Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft
der 2G wurde eine Kapitalflussrechnung gemäß den
Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungs-
rat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungs-
standards Nr. 2 (DRS 2) erstellt, die zeigt, wie sich
die Zahlungsmittel (Kassenbestände, Schecks sowie
Guthaben bei Kreditinstituten) im Berichtszeitraum
durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei
wird zwischen Zahlungsströmen aus Geschäfts-, In-
vestitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

33
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 1.465 TEUR. Er stellt sich wie folgt dar:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Periodenergebnis 2.508 -610
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 729 605

Veränderung der Rückstellungen 1.959 -212

Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -4 -243

Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen 7 37

Veränderungen der Vorräte -2.256 -1.247

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen


sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs-
tätigkeit zuzuordnen sind -6.423 749

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen


sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzie-
rungstätigkeit zuzuordnen sind 4.945 934

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.465 12

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wur-
Berichtsjahr -2.650 TEUR. Er beinhaltet neben Aus- den im Geschäftsjahr 2009 planmäßig zurückgeführt.
zahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen Ersatzinvestitionen konnten wie in den Vorjahren na-
(2.773 TEUR), Einzahlungen aus Abgängen des hezu ohne die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert
Anlagevermögens (2 TEUR) sowie Einzahlungen aus werden. Der Neubau des Betriebs- und Verwaltungs-
Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen gebäudes durch die 2G Bio-Energietechnik AG hinge-
Finanzdisposition (121 TEUR). gen erfolgte fristenkongruent durch die Aufnahme
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich langfristiger Finanzkredite.
im Berichtszeitraum auf -83 TEUR. Es handelt sich Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage
ausschließlich um Auszahlungen für die planmäßige sieht 2G eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um
Tilgung von Kreditverbindlichkeiten. auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.
Die Liquiditätslage der 2G war im Berichtsjahr zu
keiner Zeit angespannt. Der Finanzmittelfonds beträgt
zum Bilanzstichtag 2.219 TEUR. Die Verminderung
des Finanzmittelfonds ist im Wesentlichen auf die Mit-
telbindung im Bereich des Working Capital einerseits
und der Auszahlungen für Investitionen andererseits
zurückzuführen.
Die 2G rechnet damit, auch künftig ihre finanziellen
Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die
Vermögens- und Kapitalstruktur spiegeln die solide
Struktur der Unternehmensfinanzierung wider.

34
Vermögenslage
Die Vermögenslage der 2G stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2009 % 31.12.2008 % +/-


EUR EUR
Aufwendungen für Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 163.569 0,54 243.093 1,17 -79.524

Immaterielle Vermögensgegenstände 6.443.577 21,19 6.768.897 32,50 625.320


Sachanlagen 3.468.415 11,65 1.095.013 5,26 2.373.403
Finanzanlagen 82.119 0,27 15.296 0,07 66.823
9.994.167 33,11 7.879.206 37,83 2.114.906
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.578.066 11,85 1.140.292 5,48 2.437.774
Unfertige Erzeugnisse 5.432.948 18,00 3.186.196 15,30 2.246.751
Fertige Erzeugnisse/Waren 0 0,00 20.331 0,10 -20.331
Geleistete Anzahlungen 264.415 0,88 248.057 1,19 16.358
Erhaltene Anzahlungen -4.337.974 -14,37 -1.913.163 -9,19 -2.424.811
Lieferantenforderungen 10.891.509 36,08 4.458.889 21,41 6.432.621
Sonstige Vermögensgegenstände 348.069 1,15 169.061 0,81 179.009
Wertpapiere 1.174.158 3,89 1.295.436 6,22 -121.278
Flüssige Mittel 2.333.644 7,73 3.569.889 17,14 -1.236.245
19.684.836 65,22 12.174.988 58,46 7.509.847
Aktive latente Steuern 225.134 0,75 349.129 1.68 -123.995
Rechnungsabgrenzungsposten 115.587 0,38 180.153 0,87 -64.566
Bilanzsumme 30.183.237 100,00 20.826.569 100,00 9.356.668

Die Bilanzsumme der 2G belief sich zum Bilanzstich- TEUR) abzüglich der aktivisch abgesetzten erhal-
tag auf 30.183 TEUR. tenen Anzahlungen (-4.338 TEUR).
An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war da-
31. Dezember 2009 einen Anteil von 33,11 %. Maß- rauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen
geblichen Anteil hieran haben die immateriellen Ver- Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-,
mögensgegenstände mit 6.443 TEUR. Sie beinhalten Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt
im Wesentlichen den im Rahmen der Konsolidierung termingerecht bereitzustellen.
entstehenden Geschäfts- und Firmenwert der einbe- Aufgrund bestehender Liefervereinbarungen war die
zogenen Tochterunternehmen. termingerechte Versorgung mit den erforderlichen
Das Umlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Ge-
19.685 TEUR. Dies entspricht einem prozentualen schäftsjahr grundsätzlich jederzeit sichergestellt.
Anteil an der Bilanzsumme von 65,22 %. Wie in den vergangenen Jahren war es zur terminge-
Der Vorratsbereich betrug zum Bilanzstichtag 4.937 rechten Bereitstellung der zur Fertigung benötigten
TEUR. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Einsatzstoffe erforderlich, in einem gewissen Um-
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (3.578 TEUR) sowie fang Lagerhaltung zu betreiben. Aufgrund der stark
den mit den unfertigen Erzeugnissen (5.433 TEUR) in angestiegenen Anzahl abgewickelter Projekte war
Verbindung stehenden geleisteten Anzahlungen (264 ein temporärer Anstieg der Bestände an Roh-, Hilfs-

35
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

und Betriebsstoffen im Vergleich zum Vorjahr nicht


vermeidbar.
Der Umsatzanstieg hat zu einem Bestand an Forde-
rungen aus Lieferungen und Leistungen von 10.892
TEUR geführt. Aufgrund des Abschlusses zahlreicher
Projekte im Dezember 2009 stieg der Forderungsbe-
stand temporär um 6.433 TEUR.
Wertpapiere und flüssige Mittel umfassen 3.508
TEUR. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Rückgang
um 1.357 TEUR zu verzeichnen.

Die Kapitalstruktur des 2G Konzerns stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2009 % 31.12.2008 % +/-


EUR EUR
Grundkapital 4.030.000 13,35 4.030.000 19,35 0
Kapitalrücklage 7.975.300 26,42 7.975.300 38,29 0
Konzernbilanzgewinn 2.460.857 8,15 -72.803 -0,35 2.533.660
Ausgleichsposten Anteile
anderer Gesellschafter -28.328 -0,09 1.383 0,01 -29.711
14.437.829 47,83 11.933.880 57,30 2.503.949

Steuerrückstellungen 1.038.673 3,44 72.928 0,35 965.745


Sonstige Rückstellungen 1.967.522 6,52 974.743 4,68 992.778
3.006.195 9,96 1.047.671 5,03 1.958.524
Bankverbindlichkeiten 2.794.949 9,26 2.846.058 13,67 -51.109
Erhaltene Anzahlungen 2.093.170 6,93 1.073.907 5,16 1.019.263
Lieferantenverbindlichkeiten 5.936.487 19,67 3.494.254 16,78 2.442.232
Sonstige Verbindlichkeiten 1.914.609 6,34 430.799 2,07 1.483.810
12.739.214 42,21 7.845.018 37,67 4.894.196
Bilanzsumme 30.183.237 100,00 20.826.569 100,00 9.356.668

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigen- lichen die ausstehenden Eingangsrechnungen sowie
kapital an der Bilanzsumme von 47,83 % gekenn- Restarbeiten an fertig gestellten Anlagen (945 TEUR),
zeichnet. Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstich- Gewährleistungsrückstellungen (519 TEUR), Perso-
tag 4.030 TEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr nalrückstellungen (338 TEUR) sowie Abschluss- und
nicht verändert. Prüfungskosten (84 TEUR).
43,9 % der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Fremdkapital und 1,9 % auf mittelfristiges Fremd- beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 5.936 TEUR. Dies
kapital. Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital entspricht einem Anteil von 19,67 %. Die sonstigen
decken mit 16.357 TEUR das Anlagevermögen jetzt Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 1.915
zu 163,66 %. TEUR und sind im Wesentlichen auf Steuerzahlungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesent- im Bereich der Umsatzsteuer zurückzuführen.

36
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Forschung und Entwicklung
Die Auftragslage der 2G GmbH in den ersten vier Mo-
naten des Jahres 2010 und somit die wirtschaftliche Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Lage der Gesellschaft kann insgesamt als sehr zu- beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 483 TEUR. Im
friedenstellend bezeichnet werden. Der Umsatz belief Durchschnitt waren fünf Mitarbeiterinnen und Mitar-
sich im ersten Quartal auf rund 4 Mio. EUR (Vorjahr: beiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.
4 Mio. EUR). In Folge eines Auftragseingangs für Die größten Anteile wurden für die Wirkungsgradopti-
Neuanlagen von ca. 15,9 Mio. EUR in den ersten drei mierung der Verbrennungsmotoren und die Weiterent-
Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der wicklung der G-Box aufgewendet.
Auftragsbestand auf rund 32,4 Mio. EUR zum Ende
In Relation zu den Vergleichszeiträumen in der
des ersten Quartals 2010. Die stetigen Bemühungen
Vergangenheit sieht die 2G Gruppe in den erzielten
hinsichtlich der Steigerung des Auslandsanteils spie-
F & E Ergebnissen und weiter zu erforschenden Pro-
geln sich in einem Auslands-Auftragsbestand von
duktinnovationen einen der wichtigen Grundbausteine
11 Mio. EUR wider.
des zukünftigen Erfolges. Nur durch die Erhöhung des
Auch die 2G Home GmbH hat im Jahr 2010 weitere Kundennutzens mit der Hilfe einer höheren Wirtschaft-
Auftragseingänge zu verzeichnen. Für die laufende lichkeit des 2G Produktportfolios im Vergleich zu
Serienproduktion des „WhisperGen“ sind bereits Geräten und Einheiten von Marktbegleitern ist ein mar-
zahlreiche Vorbestellungen – unter anderem von genstarkes Wachstum sicherzustellen. Der finanzielle
namhaften Energieversorgern – zu verzeichnen. Somit Aufwand konnte durch die Zusammenarbeit mit den
wird 2G Home aller Voraussicht nach zum ersten Mal Herren Dr. Herdin und Egger stark begrenzt werden,
positiv zum 2G Gruppenergebnis beitragen. da die 2G Gruppe an den Erfahrungen dieser weltweit
In Spanien entwickelt sich aufgrund der gesamtwirt- anerkannten Gasmotorenexperten partizipiert.
schaftlichen Lage auch der Markt für BHKW weiter Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten erfolgen
verhalten. Bedingt durch äußerst positive Rahmen- zusätzlich durch die Kooperation mit Technischen
bedingungen für Kraft-Wärme-Kopplung hält die 2G Hochschulen sowie dem Einsatz von Diplomanden
Gruppe an der Erschließung des spanischen Marktes und Bacheloranden bei der 2G, die zurzeit ihre Ab-
fest. Aufgrund des Lean-Cost-Managements wird schlussarbeit bei 2G verfassen.
auch in 2010 ein neutrales Gesamtergebnis der 2G
Die Weiter- bzw. Neuentwicklung bestehender Pro-
Iberica S.L. erwartet.
dukte und Konzepte ist das erklärte Ziel der Aktivitäten
In den USA werden durch die gesellschaftsrechtliche im Bereich der Forschung und Entwicklung.
Beteiligung an der CENERGY bereits in 2010 erste
Umsätze erzielt werden. Aufgrund der sehr professi-
onellen Aufstellung gehen wir von einem Umsatz von D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
2-3 Mio. EUR aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Zahl der
Mitarbeiter der 2G GmbH von 56 um 109 % auf 117
Personen erhöht, darunter 12 Teilzeitkräfte. Bei der 2G
Home GmbH waren zum Bilanzstichtag sieben Mit-
arbeiter beschäftigt. Die 2G Iberica S.L. beschäftigte
zum Bilanzstichtag drei Mitarbeiter. Auf Konzernebene
waren somit 127 Personen beschäftigt.
Der Personalaufwand belief sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr auf 4.181 TEUR. Hiervon entfallen 379
TEUR auf die 2G AG, 3.434 TEUR auf die 2G GmbH,
253 TEUR auf die 2G Home GmbH und 115 TEUR auf
die 2G Iberica S.L.
Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in
beträchtlichem Umfang Maßnahmen zur Aus- und

37
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Weiterbildung unserer Mitarbeiter durchgeführt. Ein Unternehmen dar und können das Erreichen der
Schwerpunkt unserer Personalarbeit war auch im Be- Umsatz- bzw. Ergebnisziele gefährden.
richtsjahr die Ausbildung junger bzw. neuer Mitarbei- Der Erfolg der Kunden der 2G und damit auch der
ter, die Aus- und Weiterbildung des Servicepersonals Gesellschaft selbst hängt stark von der umlagefinan-
und die Schulung von Vertriebsmitarbeitern. zierten Einspeisevergütung (vgl. EEG) ab, bei der der
Staat die erzeugte Elektrizität subventioniert. Ver-
E. Risikobericht schlechterungen der Konditionen in den Zielländern
können erhebliche Nachfrageänderungen zur Folge
haben.
Risikomanagementziele und -methoden
Diesem Risiko begegnet der 2G Konzern wie folgt:
Die Gesellschaft ist in ihrem täglichen Geschäft so-
• Ausbau der Internationalisierung zur Streuung
wohl Risiken als auch Chancen ausgesetzt. Insbe-
des Risikos
sondere das wirtschaftliche, politische und legislative
Umfeld kann die Unternehmensleistung beeinträch- • Verbreiterung der technologischen Ausrichtung
tigen. Damit diese Risiken beherrscht und dabei die des 2G Konzerns nicht nur auf nachwachsende
Chancen genutzt werden können, verfügt die Gesell- Rohstoffe, sondern auch auf biologische Abfallstoffe
schaft über ein Risikomanagementsystem. Das Risk • Erschließung von Absatzpotentialen im Bereich der
Management berücksichtigt hierbei ausdrücklich, Erdgasnutzung
dass das rasante Wachstum der 2G spezielle Orga- • Mitwirkung in Fachverbänden, Zusammenarbeit
nisationsstrukturen, Führungsmethoden und Kontroll- mit öffentlichen Trägern, etc.
systeme erfordert.
In erster Linie hat das Risikomanagementsystem die
Überdies besteht die Gefahr, dass aufgrund gestie-
Aufgabe, Entwicklungen, die den Fortbestand des
gener Pachtpreise beziehungsweise Substratpreise
Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzude-
die Rentabilität neu installierter Biogasanlagen sinkt.
cken, um diese bewerten und beherrschen zu können.
Eine sinkende Wirtschaftlichkeit führt folgend auch zu
Wesentliche Bestandteile unseres Risikomanagement-
einer geringeren Nachfrage und damit zu Umsatzmin-
systems sind daher unser internes Überwachungs-
derungen. Diesem Risiko begegnet der 2G Konzern
system sowie das Controlling- und Frühwarnsystem.
mit einer permanenten Optimierung des elektrischen
Unser Unternehmen verfügt damit über umfangreiche
Wirkungsgrades der BHKW-Anlagen zur Reduzierung
Planungs- und Kontrollinstrumente, um Risiken
der benötigten Rohstoffmengen. So wird die Wirt-
wirksam entgegenzusteuern. Über allem steht die
schaftlichkeit der Anlagen stets optimiert und damit
Maßgabe, dass die Gesellschaft nur solche Risiken
ihre Attraktivität für den Kunden gesteigert.
eingeht, die nach Ansicht der Unternehmensleitung im
Rahmen der Wertschöpfung unvermeidbar sind. Das steile Wachstum der Branche lockt auch neue
Wettbewerber auf den Markt, weswegen 2G auch
weiterhin in die Forschung und Entwicklung investiert,
Identifizierte Risiken um die Position als Technologieführer im Bereich der
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken kleinen und mittelgroßen Anlagen auszubauen.
Im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit kön-
nen Preisänderungs-, Liquiditäts- und Bonitätsrisiken Beschaffungsmarktrisiken
grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, auch
Risiken bezüglich Liefertreue, Qualität und sonstiger
wenn die Wahrscheinlichkeit durch ein stetig erwei-
Kosten entstehen mit der regelmäßigen Beschaffung
tertes Forderungs- und Risikomanagementsystem
von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Hier setzt 2G
erheblich reduziert wird.
auf eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten, gute
Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Rahmenbedingungen und eine langjährige Zusam-
Die konjunkturelle Entwicklung sowie die wirtschaft- menarbeit.
lichen Rahmenbedingungen stellen die bedeu-
tendsten gesamtwirtschaftlichen Risiken für das

38
Produktrisiken IT-Risiken
In den Zukunftsbranchen der regenerativen Energien Im IT-Bereich besteht die Gefahr, von einem System
hängt der wirtschaftliche Erfolg maßgeblich von der beziehungsweise einem Systemanbieter abhängig
Innovationskraft eines Unternehmens ab. Deswegen zu werden. Ein Systemausfall hätte dann schwerwie-
arbeitet die 2G mit namhaften OEM-Vertragspartnern gende Folgen für das gesamte Unternehmen. Für
zusammen und setzt ausschließlich hochwertige Pro- dieses Risiko wurden bereits zahlreiche Sicherheits-
duktkomponenten ein. maßnahmen eingeführt, wie unter anderem eine Zu-
Durch das Modifizieren der Thermodynamik der trittskontrolle oder eine unterbrechungsfreie Stromver-
Verbrennungsmotoren erzielte 2G eine elektrische sorgung wichtiger Systeme und Datenspiegelungen.
Wirkungsgradsteigerung bis 2,3 %. Der höhere Kun- Außerdem werden die aktuellsten Firewallsysteme und
dennutzen wird sich weiter national als auch internati- Virenscanner eingesetzt.
onal positiv auf Umsatz und Ergebnis auswirken. Die
Risiken sind durch die exklusive Zusammenarbeit mit Bestandsgefährdende Risiken
Herrn Dr. Herdin und Herrn Egger (ehem. Entwickler
Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-,
bei Jenbacher) als gering zu bewerten. Das weltweit
Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen. Alle
anerkannte Gasmotorenfachwissen wurde hierbei
aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsge-
umgesetzt und die bereits gewonnenen Erkenntnisse
fährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken
patentrechtlich von 2G abgesichert.
sind zurzeit nicht erkennbar.

Investitions- und Finanzierungsrisiken


Zusammenfassung und Bewertung des
Mit der Gründung eigener Auslandsniederlassungen Gesamtrisikos
wie im spanischen Iberica S.L. oder dem Eingehen
Die Risikolage des Konzerns entspricht im Wesent-
von strategischen Beteiligungen wie an der CENERGY
lichen der Situation des Vorjahres. Der gesamte Risk
in den USA wird die 2G vermehrt mit länderspezi-
Management Prozess beinhaltet die Risikoidentifikation,
fischen Normen und Gegebenheiten konfrontiert.
ein Controlling- und Frühwarnsystem, die Risikosteue-
Hierbei muss das Risiko einkalkuliert werden, dass
rung sowie Planungs- und Kontrollinstrumente.
erhoffte Synergien und Gewinne nur zögerlich eintre-
ten und vorläufige Anlaufverluste das Ergebnis des Nach der festen Überzeugung des Vorstands verfügt
Konzerns negativ beeinflussen können. die 2G Bio-Energietechnik AG über eine klar definierte
Risikostrategie sowie ein permanentes und systema-
Risiken durch Fehlinvestitionen aus Sachanlage-
tisches Risikomanagement.
investitionen können durch eine einheitliche Investi-
tionsrechnung weitestgehend vermieden werden.
Es besteht aus heutiger Sicht – Stand Mai 2010 – kein F. Prognosebericht
Anhaltspunkt für Finanzierungsrisiken. Hierbei un-
terstützt das Debitorenmanagement konsequent die Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen
Liquiditätssteuerung des Unternehmens. und Risiken
Konjunkturausblick und Marktchancen
Personalrisiken Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung
Im Rahmen steigenden Wettbewerbs, zunehmenden vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen
Unternehmenswachstums und mit Fortschreiten der Entwicklung erscheint sehr schwierig. Jedoch sprechen
Technologiestandards kommt qualifiziertem Personal immer mehr Indizien für eine mittelfristige wirtschaftliche
eine immer wichtigere Rolle zu. Durch eine gezielte Stromproduktion mittels KWK-Technik unabhängig von
Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und intern Subventionen. Die Wirtschaftlichkeit des Betriebs von
sowie extern veranstaltete Events sichert sich 2G die BHKW-Anlagen hängt wesentlich von der Differenz
fachliche Kompetenz des Personals. zwischen Gas- und Strompreis ab. Bei hohen Preisen
für elektrische Energie und niedrigen Preisen für Gas
lässt sich die Kraft-Wärme-Kopplung besonders lukrativ
betreiben.
39
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Zukünftig ist zu erwarten, dass die Preise für Elektri- • Weiterer Ausbau des Geschäftsbereichs Service.
zität aufgrund folgender Sachverhalte stark steigen • Weiterer Ausbau der Vertriebs- und Service-
werden: aktivitäten national und international, insbesondere
• Kosten durch Modernisierung des bestehenden in Zentral- und Osteuropa und auf dem
Kraftwerksparkes amerikanischen Kontinent.
• Kosten durch die Ergänzung von CCS • Margenstarkes Kompaktblockheizkraftwerk
Technologien bei Großkraftwerken „G-Box 50“ mit 25-50 kW als Beistelllösung in der
• Kosten durch den Kauf von CO2-Emissions- Objektversorgung von Krankenhäusern,
Zertifikaten Verwaltungen bis hin zu Werkstätten oder Fabriken.
• Kosten durch den Kapazitätsausbau von • Margenstarkes Angebot von Kleinanlagen 1 kW
Übertragungsnetzen für Ein- und Zweifamilienhäuser und Mehrfamilien-
häuser, begünstigt durch die Einführung des
Energiepasses.
Hingegen diesem prognostizierten, überdurchschnitt-
• Ständige Kontroll- und Rationalisierungs-
lichen Preisanstieg für Elektroenergie wird sich unserer
maßnahmen auf allen Fertigungsstufen zur
Einschätzung nach der Preisanstieg für Erdgas
Sicherung des hohen Qualitätsstandards, der eine
bedeutend moderater gestalten, weil auch durch den
wesentliche Grundlage für den Markterfolg der
konjunkturellen Abnahmerückgang sich mehr und
2G Produkte bildet.
mehr die Ölpreisbindung des Erdgases löst und nicht
zuletzt auch neue wirtschaftliche Explorationsverfahren Die strategische Ausrichtung auf diese attraktiven
erprobt sind, um aus Öl-Schiefer-Gestein Erdgas zu Märkte, die zunehmende Internationalisierung vorwie-
gewinnen. Exxon Mobil hat im Dezember 2009 ca. 31 gend in Zentral- und Osteuropa sowie Nordamerika
Mrd. Dollar für den Kauf der Rechte an dieser Technik und die Konzentration auf die Kernkompetenzen
investiert. Die positive Abschätzung der Zukunftsträch- ermöglichen Investitionen in Wachstumsfelder und
tigkeit dieser Technik aus Konzernsicht wurde dadurch innovative Technologien. Es wird beabsichtigt, führen-
untermauert. de Rollen einzunehmen bzw. die vorhandenen starken
Marktpositionen auszubauen.
Bevor jedoch diese „natürliche Wirtschaftlichkeit“
eintritt, sind insbesondere in den nächsten 2 Jahren Zusätzlich werden auch weiterhin Anstrengungen zur
für die nationale Absatzmöglichkeit des Produktport- Kosteneinsparung und Effizienzverbesserung fortge-
folios von 2G die Inhalte des EEG und des KWKG von setzt, um den Unternehmenswert weiter nachhaltig zu
hoher Bedeutung. Vor dem Hintergrund der Finanz- steigern.
krise bleibt jedoch im Hinblick auf die eher restriktive
Vergabe von Kreditmitteln seitens der Kreditinstitute Umsatz- und Ergebnisprognose für den 2G
abzuwarten, ob sich angestrebte Realisierungen von Konzern
geplanten Projekten kurzfristig umsetzen lassen.
Die Entwicklung der letzten Monate hat am Beispiel
Griechenlands gezeigt, welche erheblichen und kaum
Geschäftsstrategie vorhersehbaren Einflüsse auf die Kapitalmärkte und
Der 2G Konzern fokussiert sich in den kommenden folgend auf die Konjunktur unverändert möglich sind.
Jahren auf die wachstumsstarken und innovationsge- Insofern steht jede Prognose der zukünftigen Ge-
triebenen Bereiche: schäftsentwicklung unter dem Vorbehalt, dass erheb-
liche Unsicherheiten über die Zins-, Währungs- und
• Weiterer Ausbau der Produktfamilie mit Konjunkturentwicklung bestehen. Hierbei handelt es
optimierten Wirkungsgraden der eingesetzten sich um unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu
Gasmotoren durch weitere Erhöhung der beeinflussende Entwicklungen und Risiken, die jede
Fertigungstiefe. Prognose erschweren.
• Weitere Erarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen Auf Basis der erweiterten Produktions- und Lagerflä-
durch Erhöhung der Anlageneffizienz und Reduzie- chen, der Erfahrungen mit einem Mehrschichtbetrieb,
rung der Kosten für Wartung und Instandhaltung. des weiter steigenden Auftragsbestands, der wach-

40
senden Bedeutung unseres Auslandsgeschäfts und Wachstumspotential darstellt und Unabhängigkeit von
innovativer, neuer Produkte gehen wir für das laufende dem Einsatz von Biogas schafft. Wir wollen der führen-
Geschäftsjahr 2010 trotz aller Unwägbarkeiten von er- de Anbieter von BHKW im mittleren Leistungsbereich
neut deutlich steigenden Umsätzen und Ergebnissen national wie international werden.
aus. Für das Geschäftsjahr 2010 erwarten wir Um- Durch deutlich steigende Umsatzanteile des Service-
satzerlöse zwischen 70 und 80 Mio. EUR bei einem und Wartungsgeschäfts werden wir unser Geschäftsmo-
im Vergleich zum Vorjahr gesteigerten EBIT. Für 2011 dell weiter verbreitern. Denn jede verkaufte Neuanlange
wird ebenso mit signifikanten Umsatzsteigerungen schafft Potential für das After Sales-Geschäft, dem wir
gerechnet. zukünftig ein zunehmendes Gewicht beimessen.
Zudem sehen wir weiterhin wesentliche Chancen beim
Vertrieb erdgasbetriebener BHKW, der Intensivierung
G. Nachtragsbericht
bestehender strategischer Kooperationen zu großen
Energieversorgern, der weiteren Auslandsexpansion
und der Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach
durch technische Innovationen. Ein hoher Auftrags- Schluss des Geschäftsjahres
bestand von über 26 Mio. EUR zum Bilanzstichtag Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach
31.12.2009 (Vj. 13 Mio. EUR) bei einem unverändert dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind,
erfreulich hohen Auftragseingang im ersten Quartal wird nachfolgend berichtet:
2010 bietet der 2G hierbei eine sehr gute Absicherung • Die 2G Bio-Energietechnik AG hat im März 2010
für das weitere Wachstum. Darüber hinaus haben die Tochtergesellschaft 2G Drives GmbH
wir mit ersten Auslieferungen des WhisperGen über gegründet, an welcher sie 80 % der Anteile hält.
unsere Tochter 2G Home GmbH begonnen, den sehr Die weiteren 20 % am Kapital halten anerkannte
großen Markt der Ein- und Zweifamilienhäuser zu Fachleute für Kraft-Wärme-Kopplung, um diese so
adressieren. an das Unternehmen binden zu können.
Wir verfolgen aber selbstverständlich nicht nur das Ziel • Anfang Mai 2010 konnte die 2G Bio-Energie-
eines weiter steigenden Umsatzes und wachsender technik AG den erfolgreichen Abschluss einer
Marktanteile, sondern wollen auch unsere Ergebnis- Kapitalerhöhung vermelden. Durch die Platzierung
kennziffern spürbar verbessern. Eine zunehmende von 400.000 Aktien bei ausgesuchten
Fertigungstiefe in einer standardisierten Produktion institutionellen Investoren zu einem Preis von
wird hierbei ganz erheblich zu einer höheren Umsatz- 9,15 EUR je Aktie erhöht sich das Grundkapital
marge beitragen. Darüber hinaus werden sich erst- der Gesellschaft von 4.030.000 EUR auf
mals im Geschäftsjahr 2010 die hohen Vorleistungen 4.430.000 EUR. Der Nettoemissionserlös wird
in den Aufbau der 2G Home bezahlt machen, wir zur Unterlegung des weiteren Ausbaus der
rechnen hier mit einem erfreulichen Ergebnisbeitrag Produktions- und Lagerkapazitäten am Standort
zum Konzernerfolg. Heek verwendet.
Unsere Investitionen werden im Geschäftsjahr 2010 Weitere Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung
auf einem hohen Niveau fortgeführt. So planen wir sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unter-
konkret, unterlegt durch die Anfang Mai erfolgreich nehmens führen können, sind nach dem Bilanzstich-
durchgeführte Stärkung unseres Eigenkapitals, einen tag nicht eingetreten.
weiteren Ausbau der Produktions- und Lagerflächen
durch den Neubau einer weiteren Halle am Unterneh-
mensstandort in Heek durchzuführen. Um auch für Heek, im Mai 2010
zukünftiges Wachstum gewappnet zu sein, besteht 2G Bio-Energietechnik AG
eine Option auf den Erwerb von zusätzlichen 12.500 m2
Land, die an den bestehenden Produktionsstandort
mit direkter Autobahnanbindung angrenzen. Christian Grotholt Ludger Holtkamp
Mittelfristig setzen wir uns das Ziel, zunehmend auch Vorstand Vorstand
den Anteil an Erdgas zu erhöhen, welches ein weiteres

41
Bilanz
Gewinn und Verlust
Anhang
Lagebericht
Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die 2G Bio-Energietechnik AG, Heek: Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der
Wir haben den von der 2G Bio-Energietechnik AG, Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Heek, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und
Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ord-
den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstel- Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
lung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-
nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernab-
und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung schluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertre- von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen
ter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine dar.
Beurteilung über den Konzernabschluss und den
Konzernlagebericht abzugeben. Regensburg, den 19. Mai 2010
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen Steuerberatungsgesellschaft
und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Ver-
stöße, die sich auf die Darstellung des durch den Kraus Kästner
Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Kon-
zernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit
hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück-
sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirk-
samkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im
Konzernabschluss und Konzernlagebericht über-
wiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresab-
schlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidie-
rungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und
Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernab-
schlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

42
Impressum

Herausgeber
2G Bio-Energietechnik AG
Benzstraße 3
48619 Heek
Telefon +49 (0) 2568 9347-0
www.2-g.de
info@2-g.de
Gestaltung
Holl Kommunikation
www.holl-kommunikation.de
Druck
Lensing Druck
www.lensing-druck.de

43
2G Bio-Energietechnik AG • Benzstraße 3 • 48619 Heek • Telefon +49 (0) 2568 9347-0 • info@2-g.de