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FORTSCHRITT E 281 C

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Bedienanweisung

Kombinat Fortschritt landmaschinen


VEB Traktoren- und Dieselmotorenwerk Schönebeck
Deutsche Demokratische Republik · 3300 Schönebeck (Eibe)
Bedienanweisung
für den Feldhäcksler
E 281 C

Ausgabe 1985

,

Kombinat Fortschritt Landmaschinen


VEB T raktoren- und Dieselmotorenwerk Schönebeck
Deutsche Demokratische Republik · 3300 Schönebeck (Eibe)

j
Inhaltsverzeichnis

1. Siche rheilsvorsch riften 7


2. Funktionsbeschreibung der Grundmaschine E286C 12
3. Herstellen des Betriebszustandes 11
4. Bedien- und Kontrollelemente 2~

5. Bedienung .. 27
Anlassen, Uberwachen und Abstellen des Motors
Anfahren und Halten
sowie Stillsetzen der Zuführorgane
Regeln der Fahrgeschwindigkeit 29
Einstellen der Häcksellänger. 30
Ein- und Auskuppeln 'des Häckseltrommelantriebes 31
Betäflgung der Wendekupplung
Steuern des Auswurfstrahles
Ab- bzw. Anschleppen der Grundmaschine
6. Wartung der Grundmaschine 34
Hinweise für die Einlaufzeit
Wartungsplan 35
für zusätzliche Arbeiten in der Einlaufzeit
Wartungsplan für 'periodische Wartungsarbeiten 36
Ausführung der Wartungsarbeiten 41
KeHen- und Riemenlaufplan 68
Abstellen und Konservieren ' 69
Betriebsstoffe 70
Anziehdrehmomente für Schraubverbindungen 72
Zusammenfassung der Wartungsarbeiten 74
7. Nichtperiodische Wartungsarbeiten Tl
Triebrad und Reifen wechse~n
Variatorriemen wechseln
Glühlampen wechseln
Scheinwerfer einstellen
Häckseltrommel schleifen 78
Gegenschneide einstellen
Häckselmesser einstellen
Gegenschneide wenden oder austauschen 79
Hackselmesser austauschen 80
Ausbau von Messerträgern
81
Preß- und Vorpreßwalze einstellen
Kraftstoffan lage"entl üften
82
Hydraulikanlage entlüflen 83
84
Fußbremseenti üf1en
8. Schwadaufnehmer E 294 85
An- und Abbau an die Grundmaschine
Einstellen der Schleifschuhe 86
und des S~hleifschuhdru,kes
TransportsteIlung mit Schwadaufnehmer 87
Allgemeine Wartungshinweise
Ketlen- und Riemenlaufplan
Schmieranweisung
88
Zinken auswechseln
Führungshehel v.:echseln 89
9. Maisschneidwerk E 299 90
Anwendungsbereich und Beschreibung
Vorbereitung rum Einsatz
Anbau an die Grundmaschine on
Gelen kwellenanschl uß
Hydraulikans~hluß

,. 3

J
Einstellen des Schleifschuhdruckes
92
Haspeleinsteilung
Abnahme des Fingerschutzes
93
Abnahme des Messerschutzes 94
am Vertikalschneidwerk
Arbeitsschutzh inweise
Vorbereitung für den Straßen transport
Kontrollarbeiten vor Fahrtbeginn
Zusatzausrüstu ng
Vertiko Isch neidwerk
Beleuchtung 96
Entlastungsfedern
Satz Zacken leisten für Einzugswalze. oben 97
Gelenkwellenauflage
Wartu ngsvorsch rifl
Kontrolle der Kellen- und Keilriemenspannung
Kellen- und Riemenlaufplan
Schm ieranweisung 98
Konservierungs- und Abstellhinweise
Auswechseln des Mähmessers 102
EinsteUen der Messerführung
Einstellen der Antriebsschwinge zum Mähmesser
Einstellen der Mähmessermitlelstel\ung 103
Schleifen von Mähmessern
Spannen der Förderkellen
Instandsetzu ngsh inweise 104
Auswechseln des Keilriemens am Messerantrieb
Einstellen und Ausbau
der Rutschkupplung für Schneckenantrieb
Einstellung der Gegenschneide
an der Schneideinrichtung
Einstellen der Rutschkuppluilg
für Förderkellenantrieb

10. Feldfullerschneidwerk E 296 B 105


Arbeilssch utzh i nweise
Anwendungsbereich und Beschreibung
Vorbereitung zum Einsatz
Anbau an die Grundmaschine
106
Einstellen der Schnillhöhe
Einstellen des Sch!eifschuhdruckes
Vorbereitung für den Straßentransport
Z usatza us rüstu nge n 107
Transportwagen T 939/02
Doppel messerbol ken
Wartu n gsvorsch rift
Kontrolle der Kellen- und Riemenspannung 108
Hinweise zum Schneidwerk
Auswechsel n der Mä h m'esser 113
Einstellen der Messerhöhe und Messerneigung
Einstellen der Möhmessermillelstellung 114
Einstellen der Möhmesserführung
Schleifen von Möhmessern
Auswechseln von Messerklingen auf dem Feld 115
Auswechseln von Doppelmesserklingen 116

11. Schwadaufnehmer SAN 42


117
Arbeitssch utzh inweise
Fu n kt ions besch rei bu n 9
Vorbereitung zum Einsatz 118
Anbau an die Grundmaschine
Einstellen der Schutzradbelastung
und Stützradhöhe
Einstell~n der Zinktrommel 120
Einstellen des Niederhalters.

4
Abbau des SAN 42 und Vorbereiten zum Transport 121
Verladung
Wartungsvorsch r ifl
Kontrolle der Kettenspannung
Schmieranweisung 123
Ausbau der Zinkenstangen 125
Demontage des mittleren Zinkentrommellagers
Einstellen der Kettenflucht 126
Stützrodaufbau
12. Zusatzausrüstungen 128
13. Technische Daten 135

Anlage
Schmierplan Grundmaschine
Elektroschaltplan zur Grundmaschine
Elektroschaltplan zur Kabine mit Zusatzausrüstung

5
VORWORT Zur Beachtung:
Der Feldhäcksler E 281 C Ist eine leistungsstarke . Ma- In der vorliegenden Bedienanweisung sind ·M aßeinheiten
schine fUr die Großraumwirtschaft, die im Maschinen- eingeführt, die dem internationalen ~Inheitensystem ent-
system Haimfutterproduktion un~ -verarbeitung als zen- sprechen .
trale Erntemaschine eingesetzt wird .
Die Zuverlässigkeit und Lebensdauer hängt entscheidend
von der richtigen Bedienung u.nd Wartu~g ob. Es Ist
notwendig, vor Inbetriebnahme der .Maschlne die In der Dos betrifft folgende Einheiten :
Bedienanweisung aufgeführten Bed len- und. Wartungs.-
vorschriften genau zu studieren und durchzufuhren , da~lt
Ihnen der Feldhäcksler E 281 C in bezug au{ElOsatzberelt-
schaft ein zuverlässiger Erntehelfer sein kann .
bisher I SI-Einheit Um,:echnungsfaktor
Soll der Häcksler für längere Zeit abgestellt werden, .so kp N (Newton) 1 kp ~ 10 N
sind entsprechend der vorgese~enen Abstel.!dauer die Im kpjcm' MPa (Megopascal) 1 kpjcm' ~ 0,1 MPa
Abschnitt 6 angeführten Arbeiten ~urchzufu~ren. kpm N.m 1 kpm ~ 10N·m
Bei Anfragen über die Maschine, wie Garantleangelegen- Ps kW 1 Ps = 0,7355 kW
hei'en usw ., wenden Sie sich bitte vertrauensvoll on Ihre gjPs.h gjkWh 19jPs .h = 1,36 gjkWh
zuständ ige Vertragswerkstatt.

Hinweise fUr die Gewährung der Garantie Betriebsstunden bzw. Hektarleistung


jeweilige· Erntegutart
Jedes neue Gerät unterliegt einem im Liefervertrag fest- Kraftstoffver bra u eh
gelegten Zeitraum der Garantie. Wir übernehmen .a ls Ölverbrauch
Hersteller gegenüber unserem Vertragspartner eine Ölwechsel
Garantie für Gebrauchsfähigkeit bei zulässigen EH)Satz- Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten einschi ießI ich
grenzen . dazu notwendigem Teileaustausch
Der Garantieanspruch erlischt, wenn

1. selbständig am Gerät Veränderungen vorgenommen Bei Reklamationen zum Motor muß der Schriftverkehr
folgende Angaben enthalten :
werden ,
2. dos Gerät zweckentfremdet eingesetzt wird, - Motortyp
3. nicht noch der Bedienanweisung gearbeitet wir,d . - Motornummer
- Datum der Erslinbetriebnahme
Zum Nachweis der Leistung und der Zuverlässigkeit des - Betriebsslunden des Dieselmotors
E 281 C, einschließlich der des Dieselmotors, sind folgen- - Kraftstoff- und Motorenölverbrauch
de Daten regelmäßig zu erfassen: - Art und Ursache der Beanstandungen

8055
Bild 0 -1 Typschild Grundmaschine BildO - 2 Typschild Motor
Sicherheilsvorschriften I
Arbeitsschutzhinweise vor Bei Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr ist eine
Inbetriebnahme des Höckslers maximale Geschwindigkeit von 20 km/h nicht zu
überschreiten. ,
Außerdem ist durch das Nichtvorhandensein einer
Vor jeder Inbetriebnahme ist die Betriebs- und Verkehrs- Bremseinrichtung am T 939/02 das veränderte Brems-
sicherheit zu überprüfen. verhalten des Zuges zu beachten.
- Bei Fahrten auf öffentlichen Straßen der DDR ist die
Der Fahrer hat sich zu überzeugen, daß sich keine
Benutzung der Rundumkennleuchte Pflicht. Die Be-
unbefugten Personen unmittelbar an der Maschine
nutzung der Arbeitsscheinwerfer im Straßenverkehr
aufhalten und daß alle Schutzvorrichtungen und Ver- ist verboten.
kleidungen geschlossen sind. Vor der Inbetriebnahme
- Beim Abschleppen beträgt die maximale Transport-
ist ein Hupsignal zu geben. Danach darf erst nach
geschwindigkeit 10 km/ho
etwa 5 Sekunden der Motor angelassen werden.
Die Betriebsbremse und die Lenkung des geschleppten
Das Anlassen und Abstellen des Motors hat grund- Fahrzeuges müssen funktionstüchtig sein. Die Rundum-
sätzlich nur bei ausgekuppeften Antrieben der Arbeits- kennleuchte ist auch beim Abschleppen zu benutzen.
aggregate und die Leerlaufstellungi des Gangschalt-
hebels zu erfolgen.
Bei neu aufgelegtem Trommelantriebsriemensatz ist
ein kurzzeitiges Mitlaufen der Häckseltrommel trotz Abschleppen der Grundmaschine mit ange-
ausgeschalteter Kupplung möglich.
hangenem Transportwagen T 939/02 oder
- Bei Notbremsungen in Fallinie kann die Lenkachse angebautem Feldfutterschneidwerk E 296
abheben und die Maschine stützt sich auf das jeweils im öffentlichen Straßenverkehr der 00 R
angebaute Schneidwerk ab. Ein Abkippen oder Weg- ist verboten.
rutschen der Maschine wird dadurch verhindert. In
diesem extremen Fall tritt für den Fahrer keine Ge-
fährdung ein, wenn er sich am Lenkrad abstützt. Die
Kenntnis dieses Vorganges ist für den Betreiber unbe-
dingt notwendig.
An neuen Maschinen bzw. neu belegten Bremsen Beim Abschleppen muß die Hubvorrichtung in der
wirken diese sehr stark. Deshalb Bremspedal vorsichtig Transportsteilung verriegelt sein.
- Das Fahren mit angebautem Maisschneidwerk im
betätigen.
öffentlichen Straßenverkehr der DDR ist nur mit einer
- Im Fall eines Versagens der Hydraulikpumpe bleibt Begleitperson gemäß § 49 der StVO erlaubt.
die Lenkung funktionstüchtig (Notlenkung), wobei der Transportfahrten mit Anhänger im öffentlichen Straßen-
Kraftaufwand zur Bedienung des Lenkrades erheblich verkehr der DDR sind verboten. Eine Ausnahme m : ::h t
größer ist. Für diesen Fall ist der Feldhäcksler nur im der Transport des Feldfutterschneidwerkes E .i% , Da s
1. bzw. 2. Gang zu fahren. Mitführen des Feldfutterschneidwerkes auf dem Trans-
portwagen als Anhänger ist mit der Grundmasc hine
- Der Fahrerstand ist Arbeitsplatz des Häckslerfahrers. und auch bei angebautem Schwadaufnehmer bzw.
Der Aufenthalt weiterer Personen ist nicht gestattet. Maisschneidwerk gestattet.

Arbeitsschutzhinweise für
Transportfahrten und die
Benutzung von Anhängern

- Während der Transportfahrten ist der Betrieb der


Arbeitsaggregate untersagt. Die Wendeku ppl u ng ist
in Nullstellung zu arretieren.
- Bei Transportfahrten sind die Aufnehmer oder Schneid-
werke durch die Transportsicherungsbolzen gegen Ab-
senkung zu sichern.
- Die Messerschutze für das Fingerschneidwerk und
den Halmteil~r am E 299 sind anzubauen.
- Der Auswurfbogen ist bei Straßenfahrten bzw. bei Bild 1 - 1 .
Transportsteilung in Fahrtrichtung nach hinten zu stellen. Hubarm in Transportsteilung verriegelt

7
icherheitsvorschrlft n I
Da bei ist zu beachten. da ß nur der T 939 / 02 des Fetd- den Vorlegekeilen (Befestigung am Häcksler siehe Bild
futte r schneidwerkes E 296 und nicht der T 939/ 01 des 1-2) zu sichern . Während des Kuppelns darf sich nie-
Fel dfutterschneidwerkes E 023 vom Schwadmäher mand zwischen den zu kuppelnden Fahrzeugen auf-
E 301 angehängt wird . (Der T 939 / 02 hot eine Betriebs- holten . Vor dem Kuppeln muß diel Zuggabel auf die
spannung von 24 V und der T 939/01 eine Betriebs- Höhe der Kupplung eingestellt werden .
spannung von 12 V . Die entsprechende Kennzeichnung Der Fahrzeugführer muß sich beim Zurückstoßen des
auf dem Transporiwogen isl zu beachten .) Fahrzeuges zum Kuppeln einweisen l assen und mit dem
Auf sicheren Anschluß des Verbindungskobels zwischen Einweiser in ständiger Sichtverbindung stehen . Ist die
der Grundmaschine und Transportwogen ist zu achten . Sichtverbindung unterbrochen. hot der Fahrzeugführer
Vor Fahrtbeginn ist die Lenkschemelarretierung zu sofort anzuhalten .
lösen und die Schleifschuhe sind in die Stellung " gering- Das Heronrollen des Anhängers on den Häcksler ist
ste Stoppel höhe" zu bringen. Weiterhin sind der richtige nur i n Ausnahmefällen zulässig . Dazu hot eine hierzu
Sitz der Vorsteckbolzen am Vorder - und Hlnlerwagen. befähigte Person die Bremsen zu bedienen . Der An-
die Sicherung durch Kloppstecker . die Verspannung hänger ist nur in Schrittgeschwindigkeit zu be'f{egen .
des Feldfufterschneidwerkes mit dem Hinterwogen und Außerdem müssen. um ein Auflaufen des Anhangers
die einwandfreie Funktion der' Btink-. Brems- und Schluß- auf den Häcksler zu verhindern . Vorlegekeile bere it-
leuchten am Transportwagen und an der Grundma- gehalten werden . In gefährlichen Logen (z. B. Gefälle-
schiene zu überprüfen. (Hinweise zur Ausführung dieser strecken) ist dos Heronrollen verboten . Den Brems-
Arbeiten sind dem Abschnitt Zusatzousrüstungen zu schlauch für den Anhänger erst an der Grundmaschine
entnehmen.) an - oder abkuppeln . wenn der Absperrhahn geschlos-
Dos Mitfü hren des T 939 / 02 ohne Feldfu t"lerschneid- sen ist.
werk ist ebenfalls gestaltet. Dafür gelten die gleichen
Vorschriften wie oben genannt für den Transport des
T 939/02 mit Feldfutlerschneidwerk .
Wegen der 24-V - Anlage des Transportwagens T 939 / 02
ist in Ausnahmefällen sein Transport mit und ohne
Feldfufterschneidwerk nur mit Zugmaschinen der
Belriebsspannung von 24 V erlaubt. Arbeitsschutzhinweise für den Feldeinsatz
- Es ist sirengstens darauf zu achten. daß sich wä hr e nd
Im Anhöngeverfahren darf nur gearbeitet der Arbeit mit dem Feldhäcksler keine Personen auf
werden. wenn die Grundmasc:hine ".'it der dem Transportfahrzeug und im Bereich des Auswurf-
Anhöngerbremsanlage ausgestattet Ist. strahles aufhalten . da im Auswurfstrahl mitgeführte
Fremdkörper Unfälle hervorrufen kö~nen .
Es dürfen nur Hänger . die mit einer Drucklu ftbrems- Bei angrenzenden Straßen oder Wegen den Aus-
anlage ausger üst et sind. angehängt werden . Die max . wu rfbogen desha Ibn icht in diese Richtung ste lien .
Anhängelost beträgt 8 i. In hängigem Gelande . ~as eine
Hangneigung von mehr als 1S Prozent .aufwelst . darr
nur ein vierraddruckluflgebremster Anhanger zur An- Der Aufenthalt im Wurfbereich des Auswurf-
wendung kommen . .. bogens bei laufender Höckseltrommel ist
- Wird der H äck sl er zum Ankuppeln zuruckgefahren .
so mü ssen d ie Anhäng er festgebremst oder durch verboten.
Vorleg ek ile fe stgestellt sein. Auf unebenem ~elände
si nd die Br emsen festzust ellen und die HInterrader mit

- Unter Hochspannungsleitungen entstehen am Feld-


häcksler elek trisehe Aufladungen .
Es sind Schre ckwirkungen zu erwarten. die dann
auftreten . wenn die Hedienungsperson als Erdung des
Feldhäcks l ers fungiert. Deshalb ist nicht parallel. son-
dern rechtWinklig zu Hochspannungsleitungen zu a r-
beiten .
Dos Anhalten unter Hochspannungsleitungen und das
Reparieren und Abstellen sind nicht statthaft. Dos Auf-
und Abste igen . bei einem Abstand von weniger als
2S m zu Hochspannungsle itungen ist nur bei Erdver -
bindung. d. h. bei abgesenkten Schneidwerken gestaftet

Bei der Arbeit m it angebautem Maisschneidwerk E 299


unter Hochspannungsle i'l ungen ist die Höheneinstel lung
der Haspel aus Sicherh ei tsgründen so zu wählen. daß
die Haspellatlen nicht über die Kabinenoberkante
(3 .6 m) hinaus ( agen .
Be i Transpor"ifahrten . d. h. m it angehobenem Schne id-
werk . muß unter diesen Le itungen die Haspe l entspr e-
chend tiefer gestellt werden.

- Bei Arbeiten auf kleinen Schlägen in der Hanglag e


(also unter häufig~m Richtungswechsel ) empfiehlt sich
das Parallelverfahren . Unter genannten Bedingungen
wäre im Anhängev'erfahren vom Fahrer neben ei n er
stärkeren Konzen·trat ion auf d ie Fa hrverhä ltn isse auch
da ~ häufigere Kor rigie ren des A us w urf bogen s notwen -
Bild 1 - 2 dig . Diese zusä i zl ic hen Belastungen werde n beim
Befestigu ng der Vorlegekeile und des Feuerlöschers Par a llelverfahren auf ein Minim u m reduziert.

8
S cherheilsvorschr-ften
Hinweise beim Einsotz des Feldhäckslers im 2. Die stilistehendeHäckseltrommel ist anschließend
Porollelverlohren: durch die an der rechten Seitenwand des Häcksel-
aggregates befindliche ArretIervorrichtung mittels
Bei einseitiger Beladung des Transportfahrzeuges beim
Einrasten des Bolzens in die Seitenscheibe der
Parallelverfahren besteht Kippgefahr für das Tra ns·
Häckseltrommel gegen selbsttätiges Verdrehen zu
portfahrzeug. Zur Vermeidung von Unfällen sind des·
sichern (Bild 1 - 3). Bei Verstopfungen, bei denen
halb folgende Hinweise zu beachten: .. . das sofortige Einrasten des Bolzens in die Seiten-
_ Das Transportfahrzeug ist mit dem geringstmogllchen
scheibe nicht möglich ist, muß ein äußerst vor-
Abstand zum Häcksler zu fahren. sichtiges Entfernen des Stopfgutes erfolgen, bis
_ Die vorhandene Verstellmöglichkeit der Aus,:"urf.
bogenklappe ist maximal zur gleichmäßigen Verteilung
durch Nachdrehen der Häckseltrommel mit
einem geeigneten, unfallsicheren Hilfsmittel das
des Erntegutes auf dem Transportwagen zu nutze~.
_ Beim Einsatz am Hang. ist bei guten VerhaltnIssen
Arretieren mittels Bolzen möglich ist.
(geringe Hangnei~ung und trockener Boden) da.s Trans·
porlfahrzeug bergseitig und bei schlechtenVerhaltnissen 3. Das Entfernen von festsitzendem Häckselgut so-
(große Hangneigung. nasser' Boden) talseltlg zu fahren. wie WIckelrückständen Ist mit äußerster Vorsicht,
Bei talseitigem Fahren des Transportfahrzeuges Isl gegebenenfalls unter Benutzung geeigneter Hilfs-
dieses jedoch nicht voll zu beladen. mittel ( z. B. Holzstock) vorzunehmen.
_ Der Transport von im Parallelverfahren beladenen Ist eine Beseitigung der Verstopfung mittels der
Hängern muß dem Geländeprofil entsprechend vor· Hände nicht zu umgehen, dann nicht in Richtung
sichtig erfolgen . derHäckseltrommel. Insbesondere der Schneiden
der Messer, greifen (Verletzungsgefahr).
Vor dem Probelauf Ist zu kontrollieren, daß alle
Gegenstände und Werkzeuge aus dem Häcksel-
aggregat entfernt, Schutze und Abdeckungen
wieder ordnungsgemäß angebracht wurden.
Diese Hinweise gelten auch für die Beseitigung
von Verstopfungen im Auswurfbogen bzw. im
Auswurfkanal. An der Rückseite des Auswurf-
Arbeitsschutzhinweise, die bei Beseitigung von kanals befindet sich eine Reinigungsöffnung.
Störungen und bei Reporoturarbeiten zu be-
- Weiterhin sind die HYlwelse beim Reinigen ver-
achten sind schmutzter Kabinenscheiben, besonders an Ma-
schinen, die nicht mit einem Schutz über dem
Bel Beseitigung von Verstopfungen, Säuberungs-, Häckselaggregat ausgerüstet sind, zu beachten.
Kontroll- und MontagearbeIten am Häckselaggregat
müssen unbedingt folgende Forderungen erfüllt - Der über. dem Hcickselaggregat angebrachte
werden: Schutz kann erst nach Motor- und Häckseltrom-
1. Motor abstellen und Hauptschalter ausschalte!"" melstIllstand angehoben werden.
Stillstand der Häckseltrommel abwarten, da ein Dabei muß der Drehzahlstellhebel auf Stellung 0
Nachlauf der Häckseltrommel von ca. 100 Sekun- stehen und die Häckseltrommelkupplung muß
den möglich ist. Prüfen des Stillstandes der Häck- eingerückt .sein.
seltrommel durch Sichtkontrolle von der rechten
Maschinenseite aus auf den Ausschnitt des Häck· - Das Schleifen der Häckselmesser in der Maschine
selkastens. ist von zwei befähigten Bedingungspersonen vor-
zunehmen.
- Bel Wartungsarbeiten am Fingerschneidwerk nicht
zwischen Finger und Messerkli ngen greifen!
- Das Kuppeln und Entkuppeln der Gelenkwelle
zumAntrieb des Aufnehmers oder des Schneid-
werkes ist nur bei Stillstand des Motors durchzu-
führen.
- Während der Instandsetzungsarbeiten an dem
Aufnehmer oder den Schneidwerken sind diese
gegen Absenken mit den TransportsIcherungs-
bolzen zu sichern.
Das gleiche gilt für WartungsarbeIten.

- Bei notwendigen Reparaturen an den federbe-


lastenden Variatorscheiben ist äußerste Vorsicht
geboten.
Deshal~ silld die Hinweise der Bedienanweisung
Abschnitt 7 unbedingt zu beachten. (Die im Varia-
tor eingebaute Feder steht unter hoher Verspan-
nung.)

- Bei Radwechsel ist der Wagenheber nur an die ent-


sprechend gekennzeichneten Windenansatzpunkte
anzusetzen.

Vor dem Ansetzen des Wagenhebers ist die Hand-


bremse anzuziehen und das belastete Triebrad
Bild 1-3 beidseitig mit Vorlegekeilen zu sichern. Nach dem
Häckseltrommelarretierung Ausheben ist die Achse abzustützen.

2
9
Sicherheitsvorschriften

Eine Radmontage am Transportwagen darf nicht - Bei Elektroschweißarbeiten an der Maschine sind
mit aufgesatteltem Feldfutterschneidwerk vor- die Lichtmaschine und die Batterien abzuklem-
genommen werden. Vor der Reifendemontage Ist men.
die Luft abzulassen. da die Räder geteilte Felgen
besitzen. Ein Ausschalten des Batteriehauptschalters
- Zum Abbau des Schaltgetriebes zum Fahrantrieb
ist eine Hilfsvorrichtung erforderlich (z. B. H ub- genUgt nicht!
karre).
- Beim Ablassen des Kühlwassers Vorsicht - Ver-
brennungsgefahr! Bei Reparaturen oder neuer Farbgebung der
Maschine sind an der Maschine angebrachte Ar-
be!tsschutzhinweise neu und gut lesbar anzubrin-
gen ..

- Reparaturen an der Automatik der Anhänger-


kupplung dürfen grundsätzlich nur in den hier-
für zuständigen Vertragswerkstätten durchgeführt
werden.

Abstellhinweise

- Die Maschine darf nur mit ausgeschaltetem Motor


abgestellt werden.
- Das Abstellen der Maschine auf öffentlichen Straß en
und Wegen ist nur in Ausnahmefällen vorzunehmen .
- Beim Abstellen des Transportwogens T 939/ 02 si nd
Vorlegekeile unter die Hinterräder zu legen, der Vorder-
wagen in Fahrtrichtung zu lenken und der Lenkschemel
zu arretieren. Der Transportwogen T 939/02 darf be i
Dunkelheit oder schlechter Sicht nicht abgestellt wer -
den. da er keine eigene Elektroanlage besitzt.
- Beim Abstellen sind die oberen Hubarme mit dem
Transportsicherungsbolzen zu arretieren und die
'1-iubzylinder durch Senken der Hubvorrichtung zu
entlasten .
Bild1-4 - Bei längerem Abstellen ist die Konservierungsvorschrift
.Jteinigungsöffnung im Auswurfkanal zu beachten.

Hinweise zum Abstellen der Maschine bei


geneigtem Untergrund :

1. Maschine möglichst quer zur Hangneigung fahren


2. Len kräder in Geradeausfahrt stellen, beim Abstellen
in Richtung der Hangneigung sind die Lenkräder
maxi mol in die ung efährlichste Kurvenrichtung einzu-
schi age n.
3. Motor abstellen
4. 1. bzw. R-Gar,g einlegen
(entsprechend der Neigungsrichtung)
5. Handbremse anziehen
6. Vorlegekeile on beiden Seiten des talseitigen Trieb-
rades unterlegen
7. Batteriehau ptscholter ausschalten

Beim Absetzen jes Schwadoufnehmers, Feldfuiter-


schneidwerkes und ces Ma isschneidwerkes besteht Kipp -
gefahr.
Bild 1 - 5 Deshalb Abstellhinweis! der Abschnitte 8, 9 und 10 b,e-
Schutzvorrichtung über dem Häckselaggregat achten I

10
Sicherheitsvorschriften I
Brandschutzhinweise - Zum Führen des E 281 C im öffentlichen Straßenver-
kehr sind der Führerschein der Fahrzeugklasse T oder
Vor Inbetriebnahme des Feldhäckslers ist dieser auf C in Verbindung mit E sowie der Berechtigungsschein
brandschutztechnische Sicherheit zu überprüfen . für den Feldhäcksler erforderlich . I
- Nachfolgend aufgeführte Anbaugeräte besitzen eine
Bauartgenehmigung und dürfen am Grundgerät E 286 C
Festgestellte Mängel sind sofort abzustellen. im öffentlichen Straßenverkehr im angebauten Zustand
mitgeführt werden:

_ Auf dem Feldhäcksler wird ein Handfeuerlöscher


milgeführ-l (siehe Bild 1-2). .. Schwadaufnehmer E 294
Der Hondfeuerlöscher ist zur Bekampfung von Ent-
stehungsbränden am Motor. an der elektrischen An-
lage und am Gerät bestimm': Ein verbrauchter Hand- Maisschneidwerk E 795
feuerlösc~nach dem einsatz sofort durch einen
neuen zu ersetzen. Maisschneidwerk E 299
_ Das Betanken des Feldhäckslers bei laufendem Motor
ist nicht zulässig. .. . ..
_ Die gesamte elektrische Anlage ist sorgf?ltlg zu uber-
wachen und vor Beschädigungen zu schüfzen. Sch?d-
hafte Stellen sind sofort zu bese itigen. beschadlgte
- Für Anbaugeräte. die vorstehend nicht aufgeführt sind
Leitungen sind auszuwechseln .
und am Grundgerät E 286 C im öffentlichen Straßen-
verkehr im angebauten Zustand mitgeführt werden.
Bei ungünstigen Verhältnissen, beson~ers gelten folgende Festlegungen und Bedingungen :
beim Häc.kseln von Stroh, kann es zu Wlc.k- Auswechselbare Anbaugeräte benötigen keine Betriebs-
lungen zwischen . Walze und Seitenwand erlaubnis. wenn durch deren Anbau die Bestimmungen
kommen , die die Ursache für einen Brand der StVZO bzw . die für das Grundgerät erteilten Aus-
nahmegenehmigungen eingehalten werden.
werden können - Anbaugeräte müssen eine Geräte-Freigabe des VEB
Kombinat Fortschritt - Landmaschinen - besitzen . Die
darin festgelegten Bedingungen sind durch den Fahr-
Derartige Wickl ungen sind sofort zu besei!igen. wo- zeughalter beim Anbau der Geräte sowie beim Betreiben
bei die Arbeitsschutzhinweise zu beathten sind. des Fnhrzeuges einzuhalten .
Beim Bearbeiten von Trockengut isl dos Rauchen am - Die zulässigen Achslasten und die zulässige Gesamt-
und auf dem Feldhäcksler streng verboten. masse des Fahrzeuges dürfen durch den Anbau nicht
_ Der Feldhäcksler. besonders Motor und Kraftstoff- überschritten werden .
behälter . ist regelmäßig zu säubern . . - Werden durch Anbaugeräte am Fahrzeug.vorhandene
Abtropfendes Öl. Kraftstoff oder Fett sind. zu entfernen. äußere Beleuchtungseinrichtungen und die Uberbreiten-
_ B·ei Arbeiten mit offenem Feuer oder Warmestrahlung kennzeichnung verdeckt. so sind anstelle der verdeckten
an Bauteilen. die weniger als 2 m vom. Kraftstoff- Teile zusätzliche Leuchten und Kennzeichnung anzu-
behälter entfernt sind. ist der Kraftstoffbehalter auszu- bringen.
bauen oder durch Entleeren und Auffüllen des.Behalters
mit Stickstoff. Kohlensäure. Wasser oder ahnllcr em - Ragen Anbaugeräte seitlich mehr als 400 mm über die
zu schützen. Feuerlöschgeräte sind bereltzuh.alten . Vor Begrenzungs- . Schluß- . Blinkleuchten oder Rückstrahler
Beginn dieser Arbeiten ist dos Fahrzeug zu saubern . des Fahrzeuges hinaus. müssen die genannten Leuchten
und die Rückstrahler am Anbaugerät so angebracht
werden. daß sie max. 400 mm von der äußeren Be-
_ Zwecks schneller Ab5chleppmöglichkeit~n bei
grenzung des Anbaugerätes entfernt sind .
Feuergefahr aus Räumen ist ein Abschleppseil durch
- Rogen Anbaugeräte nach vorn mehr als 2 m über die
die Lenker zu ziehen. Das Einlegen des Ganges und das
leucht~nde Fläche der Begrenzungsleuchten hinaus.
Anziehen der Handbremse ist verboten. Wird der
sind sie an der Vorderkante mit zusätzlichen weißen
Feldhäcksler in Räumen abgestellt . in denen Erntegut
Leuchten kenntlich zu machen .
gelagert wird. ist zu beachten. daß der .Mindestabstand
- Aus dem Fahrzeugumriß herausragende . verkehrsge-
der Auspuffanlage zum Erntegut in Stromungsrlchtung
fährdende Teile von Anbaugeräten sind abzudecken
1 m betrage n muß . oder mindestens mit einer rot-weißen Sicherheitskenn-
zeichnung gem . TGL 12096 zu versehen.
- In Zweifelsfällen ist eine Vorstellung beim KTA zu
einer gesonderten Abnahme erforderlich.
Die gesetzlichen Bestimmungen des Arbeits-. Gesundheits- - Bei Überschreitung der gem . § 4 der 3. OB zur StVZO
und Brandschutzes sind unbedingt einzuhalten'
sowie der für das Fahrzeug erteilten Ausnahmege-
nehmigung des MfV zulässigen Fahrzeugabmessungen
und bei Einschränkung der Sichtverhältnisse für den
Fahrer durch Anbaugeräte ist in jedem Fall eine Prüfung
durch das KTA und eine Ausnahmegenehmigung zur
Auf der Grundlage der Ausnahmegenehmigung Nr. 1/83 3. OB zur StVZO erforderlich.
vom Ministerium des Inne"rn und der Ausnahmegenehmi-
gu ng N r . 319/82 vom Ministeriu m für Verkehrswesen
geben wir Ihnen folgende zusätzlichen Bedingungen zum Auf Grund des Gesetzblatles Teil I Nr . 5 vom 25 . 2. 1983
Betreiben des E 281 bekannt. Die übrigen Bedingungen ist der Dieselmotor mindestens einmal jährlich und nach
der angeführten Ausnahmegenehmigungen sind inhaltlich Instandsetzungen an der Einspritzanlage auf Einhaltung
fn der Bedienanweisung sch.o n ausgeführl. der Emissionsgrenzwerte zu überprüfen .

11
2"
2 Funklionsbeschreibun

Der E 286 C kann mit

- Feldfullerschneidwerk E 296 B
- Schwadaufnehmer E 294 und SAN 42
- Maisschneidwerk E 299

betrieben werden.

Bild 2 - 2/2 Die Grundmaschine mit Schwadaufnehmer


SAN 42 dient zur Aufnahme von Erntegut aus Doppel- bzw .
Breitschwaden .

Diese Geräte werden an die Vorderseite der Grund-


maschine E 286 C angehängt. Die Grundmasch ine wird
u. a. in folgenden Ausführungsvarianten bzw. mit Sonder-
ausrüstungen geliefert :

- mit Fahrerkabine oder Geländer (mit Schutzdach)


- mit lärmgeschützter Kabine und zusätzlichem Lärm-
schutz über dem Häckselaggregat
Bild 2 - 1 Grundmaschine E 286 C - mit oder ohne Anhängerbremsanlage
- mit Schutzgiller über dem Häckselaggregat
- mit Zwangsverriegelung des Schutzgilters bzw . des
Lärmschutzes (Isolierverkleidung)
- mit gefedertem oder ungefedertem Fahrerstand.

8063

Bild 2 - 2/1 Die Grundmaschine . mit Schwadaufnehmer Bild 2 - 3 Die Grundmaschine mit Maisschneidwerk
E 294 ; dient zur Aufnahme von Grüngut,Welkgut, Halb- E 299 dient zur Ernte von Mais ocer anderen hochstenge-
heu, Heu und Stroh aus dem Schwad. ligen Erntegütern .

12
Funklionsbeschreibun 2
Arbeitsorgane (siehe Bild 2 - 5)
Nach Aufnahme des Erntegutes durch die Aufnehmer-
trommel (1) (bzw. Schnill und Annahme durch Schneid-
werk und Haspel des Feldfulterschneidwerkes bzw.
Maisschneidwerkes) übernimmt die Querförderschnecke
(2) die Zusammenführung des Ernlegutes von der je-
weiligen Arbeiisbreite auf die Kanalbreile der Zuführ-
einrichtung. Für eine gute Abnahme des zusammenge-
führten Stranges vom Mittelteil der Querförderschnecke
sorgt die unterhalb des Stranges arbeitende' Einzugs-
walze (3) und die oberhalb arbeitende Zufilhrwalze (4).
Diese genannten Arbeitsorgane und die unieren Walzen
(6) leiten den vorverdichteten Erntegutstrang an die
Vorpreßwalze (5) weiter, wo eine weitere Verdichtung
stattfindet. Die danach angeordnete Preßeinrichtung, be-
stehend aus Preßwalze (7) und Glattwalze (8), verdichtet
den Strang und führt ihn der Häckseltrommel (9) zu.
Die Zuführgeschwindigkeit kann zur Erreichung ver-
schiedener Häcksellängen mit dem Stirnrad- Wendege-
triebe in drei Stufen eingestellt werden. Durch die unter-
schiedJiche Messeranzahl an der Häckseltrommel wird
ebenfalls die Häcksellänge verändert.
Bild 2 - 4 Die Grundmaschine mit Feldfullerschneid- Zur Beseitigung von Verstopfungen und Wicklungen ist
werk E 296 B dient zur Ernte von halbhohen und niede- das gesamte Einzugssystem einschließlich Querförder-
ren Erntegütern. schnecke über das Stirnrad-Wendegetriebe auf umgekehr-
te Förderrichtung schaltbar.
Die Häckseltrommel , als Schneidwurftrommel ausge-
bildet, häckselt und fördert das Häckselgut durch Aus-
wurfkanal (10) und Auswurfbogen (11) auf den Sammel-
wagen.
Der Auswurfbogen wird hydraulisch geschwenkt. Eben-
falls hydraulisch erfolgt das Heben und Senken des Auf-
nehmers bzw. des Schneidwerkes.

13
2 Funktionsbeschreibung

14
Funklionsbeschreibun 2
Fahr- und Triebwerk

Bild 2 - 6 Antriebsschema Grundmaschine

15
2 Funktionsbeschrelbun
Gemeinsames Antriebsaggregat für d ie Arbeitsorgane
und zur Fortbewegung des Häckslers ist ein Sechszylin-
der-Viertakt-Dieselmotor, der über Riementriebe mit
der Häckseltrommel (63) und der Vorgelegewelle (4) ver-
bunden ist. Von der Vorgelegewelle werden über das
Stirnradwendegetriebe (36 bis 41) die Zuführorgane für
das Erntegut angetrieben. Weiterhin erfolgt der Antrieb
der Triebräder über den hydraulisch gesteuerten und
federbelasteten Variator (6 bzw. 9 u . 10), das Stirnrad-
scha Itgetriebe (17 bis 29) mit vorgeschalteter Fa hr ku pp-
lung (11 bis 16) und das als Endvorgelege wirkende Stirn-
radgetriebe (33 bis 35).
Die Lenkung arbe,itet volIhydrauliscH . Die Hydraulik-
pumpe sichert den Ölstrombedarf für die Hydraulikkreis-
läufe, Lenkung und Arbeitsorgane (7) und wird Ober das
Wendegetriebe angetrieben.
Die hydraulische Betriebsbremsen wirkt ebenso wie die
Feststellbremse auf die Bremstrommel (29) am Stirnrad-
schaltgetriebe. Entsprechend der Ausrüstungsvariante
kann der Häcksler für den Anhängerbetrieb ausgerüstet
sein .

16
Herslellung des Bel iebsluslandes 3
Herstellen des Betriebszustandes
noc h dem Versand
3.1. Grundmaschine
Der Feldhäcksler wird ohne montierten Auswurfbogen
und ohne aufgebaute Kabine bzw. Geländer (mit Schutz-
dach) transportiert. Demzufolge macht sich die Montage
dieser Teile erforderlich.
Danach sind die Rückspiegel zu montieren .

Montage des Auswurfbogens


1. Auswurfbogen auf den Auswurfkanal aufsetzen. (Die
Gesamtmasse des Auswu rfbogens beträgt 68 kg) .
2. Den Auswurfbogen mit den Schrauben (1) an de r
Verstelle inrichtung befestigen (Bild 3 - 2) .

Bild3-2
Montage des Auswurfbogens

Bild 3 - 1
Anschlagpun kte des A uswurfbogens

Hinwe is : Durch Be il agen (2) Spalt (3) in d er Drehebene


des Au sw urfb ogens auf gleiche G rö ße bringen.

Ansonsten ist ke ine Le i chtgängigkeit vorhanden. was eine


Überlastung des Hydraulikzylinders mit sich bringt und
Schäden an der gesamten Verstelleinrichtung und am
Auswurfbogen zur Folge ,hat. Die Beilagen (2) befinden
sich im Werkzeugkasten .
Wir d durch die Beilagen keine Leichtgängigkeit erzielt. Bil d 3 - 3
so ist eine Korrektur der Lage der Verstelleinrichtung Befestigung des Bowdenzugs zur Klappenverstellung am
vorzunehmen . Betätig u ngshebe I

17
3 Herstellung des etri.bslustandes
3. Der Bowdenzug zur Auswurfbogenklappenverstellung
wird durch die zwei, die Streben der Verstelleinrich-
tung verbindenden Flacheisen nach unten und unter-
halb des Drehflansches entsprechend Bild 3-4 zu der
Öffnung im Fahrerstandboden geführt und am Hebel
für die Klappenverstellung befestigt (Bolzen und Splint
im Werkzeugkasten).
Der Hebel für die Klappverstellung muß bei horizon-
taler Stellung der Klappe in der 3. Raste von hinten
eingerastet sein.
Der Bowdenzug wird noch mit einem Schlauchbinder
befestigt.

Bild 3 - 5 Anschlagpunkte der Kabine

Die Kabine wird in 3 Ausführungen geliefert.

- Kabine E 915/01 für ungefederten Fahrerstand


- Kabine E 315/03 für gefederten Fahrerstand
- Kabine E 915/ 05 mit lärmschutzauskleidung, für gefe- '
derten Fahrerstand
(für OD R vorgeschrieben)

Bild 3 - 4
Vor dem Festschrauben der Kabine E 915/01 auf der un-
Verlegung des Bowdenzuges
gefederten Plattform mit den mitgelieferten Schrauben sind
die Gummistreifen unter die linke und rechte Kabinen-
kante und die Dichtgummis unter die Vorder-und Hinter-
kante der Kabine zur Abdichtung gegen Feuchtigkeit und
Schmutz zu legen.
Die Kabinen E 915/03 bzw. E 915/05 werden direkt auf
Montage der Kabine oder die gefederte Plallform aufgeschraubt.
des Geländers (mit Schutzdach) Um die Zugänglichkeit zu den beiden hinteren Schrau-
benverbindungen zu gewährleisten, ist die hintere lärm-
Das Aufsetzen der Kabine auf die Fahrerplattform ist mit schutzverkle id u ng a bzuschrau ben.
einem Hebezeug vorzunehmen. Zur Aufnahme der An- Nach der Verschraubung der Kabine mit der Plattform,
schlagmittel sind die gekennzeichneten Anschlagpunkte zu ist die Verkleidung zu montieren und die Bodenmalle
benutzen. Die Gesamtmasse der Kabine beträgt 200 kg . einzulegen .

18
Herstellung des etriebslustandes 3
Anschluß der Elektroanlage
für Arbeitsscheinwerfer und
Ru nd um kenn leuchte
Sowohl die Kabine als auch das Geländer (mit Schutz-
dach) können mit2 Arbeitsscheinwerfern und einer Rund-
um kenn leuchte ausgestattet werden .

Bild3-7
Arbeitsscheinwerfe r am Gelände r

Bild 3 - 6
Arbeitssche i nwerfer an der Kabine

Beim Anbau der Arbeitsscheinwerfer (3) und . der Rund.-


umkennleuchte erfolgt die Verlegung der Leitungen mit
dem Kabelbaum (2) unterhalb der Plattf.o rm (Bil~ 3-8) .
Kabelbaum und Leitungen werden dur~h die ~abeltulle. (1)
geführt , wobei die Leitungen zum Arbeltsschemwer{er bzw .
zur Rundumkennleuchte weite r gefuhrt werden . Zum An -
schluß der anderen Leitungsenden am Schalter ~nd an
Masse wird die Schalttafel von der Lenksäule gelost und
werden d ie Le itungen nach Schaltplan angeschl?ssen .
Zur Zugentlastung ist der verlegte Leitungsstrang mit dem
Klemmbügel an der Schalttafel zu befestigen .

Der Anschluß der Le itungen der Kabine erfolg t nach Bild 3 - 8


Schaltplan (siehe Anlage). Die Installation der Leitungen Leitungsverlegung für Rundumkennleuchte
bei Häckslern mit Geländer (mit Schutzdach) erfolgt ent- und Arbeitsscheinwerfer unter der Plattform
sprechend der nachfolgenden Schaltpläne . (von unten geset-en)

19
J'
3
;
Herste ung des Betriebslustandes

Bild3-9 Bild3-10
Schaltplan Arbeitss~heinwerfer Geländer Schaltplan Rundumkennleuchte Gelö' nder

20
Herstellung des Betriebslustandes 3
Montage der Verbrennungsluftanlage
Die Verbrennungsluftanlage wird aus versandtechnischen
Gründen nicht vollständig montiert ausgelieferi . Deshalb
ist eine Montage von Teilen der Verbrennungslufianlage
nötig .

Bild 3 - 10/ 1 Verbrennungsluftanlage

1 Saugkorb
2 Schelle
3 Zyklon
4 Spannband
5 Rohr
6 Schlauch
7 Slülze
8 Zyklon halter
9 Luftleitung
10 Schelle
11 Schlauch
12 Ölbadluftfil1er

21
3 Herslellung des Belriebsluslandes

Ab Ölbadluftfilter (12) bis zum Saugkorb (1) . sind sämt- 2. Saugkorb (1) vom Auswurtkanal abnehmen und aut
liche Teile nachzurüsten (siehe Bild 3 - 10/1) . Zyklon (3) aufsetzen und mit Schelle ~2) (enthalten im
Saugkorb) befe stigen.
1 . Im Versandzustand ist der Zyklon (3) mit Rohr (5) und
Schlauch (6) durch ~in Schlauchband und einen 3. Die Luftleitung (9) aus dem Auswurfbpgen entnehmen
Schlauchspanner am 01 badluftfilter. (12) eintrillseitig und über einen Schlauch (11) am ÖI~adluf1filter (12)
befestigt. Das Schlauchband am Olbadluftfilter (12) eintrittseitig sowie am Schlauch (6) des ~yklons Schlauch-
eintrittseitig. ist zu lösen. Dann werden der Draht und band und -spanner befestigen .
die Pappe am Spannband (4) des Zyklons entfern1. Nun Schelle (10) mit Sechskantschraube M 8 x 25.
Die Baugruppe Zyklon ist an der Stütze (7) mil d em Mutter und Scheibe an Gestell anpassen und beide
Zyklonhalter (8). unter Verwendung von 2 Stück Schrau bverbind u ngen festzie hen.
Sechskantschrauben M 10 x 25 . Muttern. Scheiben und
Federring zu befestigen .

Ric::htigstelh"ng der Aufstiegsleiter


Um bei der Verladung der Häcksler Beschädigungen
an der Aufstiegsleiter (1) zu vermeiden . wurde in der
Strebe (2) im Abstand von 40 mm ein Zw eitloch für die
Leiter gebohrt. so daß diese unter leichter Verspannung
nach innen gedrückt und befestigt werden kann.
Nach erfolgtem Versand ist die Aufstiegsleiter wieder in
die Normalstellung zu bringen (Bild 3-10/2) .

Bild 3 - 10/2 Normalstellung Stellung für den Versand


1 Aufstiegsleiter 2 Strebe

22
Herstellung des Betriebszustandes 3
Adapter
Der Schwadaufnehmer E 294 ist für die Entladung mit Das Feldfutterschneldwerk E 296 ~ wird zusammen mit
dem Hebezeug ausgelegt . dem Transportwagen geliefert und kann entweder mit
Die Anschlagpunkte sind gekennzeichnet . Bei Transport geeignetem Traktor oder dem Feldhäcksler vom Waggon
zum Einsatzort mit dem Feldhäcksler sind die Anbau- gezogen werden oder mittels Hebezeug unter Beachtung
hinweise unter Abschnitt 8. zu beachten. der gekennzeichneten Anschlagpunkte heruntergehoben
werden. Für den Transport ist das Verbindungskabel zur
Das Maisschneidwerk E 299 wird ohne montiertp. Has- Beleuchtungsanlage anzuschließen. Dabei sind die Hin-
pelflügel. Zugstreben und Haspelarme geliefert . weise im Abschnitt 12 - Transportwagen T939/02 zu be-
Dieser Rüstzustand ist für Bahn- und LKW-Transpc;>rt achten.
und für das Ent- bzw . Beladen mittels Hebezeug erfor-
derl ich .
Die Anschlagpunkte sind gekennzeichnet (Bild 3-11) .
Beim Transport des Maisschneidwerkes zum Einsatzort
mit dem Feldhäcksler sind die Anbauhinweise unter
Abschnitt 8 . zu beachten und die Zusatzausrüstung .. Be-
leuchtung" muß am Maisschneidwerk unter Beachtung
des Abschnittes 9. angebracht werden .

Bild 3 - 11

23
2 Fahrvariatorbelatigung
1 AuswurfbogenversteJlung 3 Haspelaushebung (nur für E 299)

Bild 4-1
Bedienheb el

4 Hubvorrichtungsbetötlgung $ Gangschaltung
6 Handbremse
7 Fußbremse

8 Höcksellängenschaltung

9 Auswurfbogen
Klappenverstellung

10 Wendekupplung 11 Fahr- u Schnellstoppkupplung 14 Hackseltrommelkupplung


12 KühlerjalousiebeI.
13 Drehzahlverslellung

24
Bi Id 4 - 2 Armatu rentafel Bild 4-4
Einbaulage des Sicherungskastens
1 = Ladekontrolleuchte
2 = Öldruckanzeige
3 = Warnleuchte für Handbremse
4 = Blinkkontrolleuchte Hänger
5 = Bremsdruckanzeige für Anhän~erbremsanlage
6 = Signalknopf
7 = Blinkschalter
8 = Steckdose für Handlampe
9 = Parklichtschalter
10 = Schalter für Abblend- und Standlicht 1 .1
11 = Glühanlaßschalter 11 I I I I
12 = Glühüberwacher
13 = Öffnungen zum Einbau der Schalter
14 = Blinkkontrolleuchte
11 I I I I
15 = Kühlwassertemperaturanzeige 1

2
3
4-
5
es
7
a
g
10
11 250l LINerKabIne
12
1~ 80l ~wcrkr

lt
104A~~
u RundumIttnnIwtI

Bild 4 - 3 Anlaßschalter : 1 Vorglühen Bild 4 - 5 Ano.-d'.';:-! 2 der Sicherungen


2 Anlassen und zugeordnete Verbraucher

25
Die Geschwindigkeit d.er aus den Schiebern 2 und 3 aus-
tretenden Luft darf nicht zu hoch eingestellt werden .
Die Geschwindigkeit kann über den' Hebel 1 regutiert
werden.
An kühleren Tagen soll das Gebläse nicht abgeschaltet,
sondern die Schieber 2 und 3 geschlossen und Hebel 1
bis zum Anschlag zurückgezogen werden .

Bild 4 - 6 Bedienelemente der Fahrerkabine


1 Hebel zur Regulierung der Frischluftmenge
2 Schieber (Luftdusche)
3 Schieber (Deckenraumbelüftung)
4 Schalter für Rundumkennleuchte
5 Kontrolleuchte für Rundumkennleuchte

Bei dem nach vorn geschobenen Hebel 1 ist der Haupt- Bild 4-7 1 - ausgeschaltet
kanal voll geöffnet und die gesamte angesaugte luft Ballerieha u ptschalter 2 - eingeschaltet
tritt an der Frontscheibe in den Kabinenraum ein. Bei
zurückgezogenem Hebel 1 und Öffnung der Schieber 2
und 3 triH ein Tei.l. luft durch die Lochung in den Kabinen- i 5 ellung de sit
oberraum . Die OHnungen des Schiebers 2 arbeiten als
Luftdusche . Schieber 3 hat die Aufgabe, den Decken- Es wird ein Sitz mit verkürzter Rücklehne verwendet,
raum zu belüften und die warme luft durch die Öffnung zentralgefedert, wartungsfrei und bes~tzl einen wetter-
über der Tür abzuführen. festen Bezug . Er bietet günstige Anpassungsmög.l ichkeiten
für die BedienL'ngsperson .
Verstellmöglichkeiten :

".

1. Rückenlehnenneigung
2. Neigung des Sitzkissens
3. Höhenverstellung
4. Einstellung auf Fahrergewicht
(Raste 1 bis 70 kp
Bild 4 - 6/2 Bedienelemente der Fahrerkabine 2 bis 90 kp
6 Deckenleuchte 8 Schalter für Scheibenwischer 3 über 90 kp
7 Schalter für Geb1äse 5. Längsverstellung

26
Bedienun 5
Anlassen, Überwachen und
Abstellen des Motors
Vor dem Anlassen des Motors sind die foJgenden Hin-
weise unbedingt zu beachten :
- Hebel müssen in fotgender Stellung stehen:

• Häckseltrommel ausgekuppelt
• Wendekupplung ausgekuppelt
• Kühlerjalousie geöffnet
• Drehzahlverstellung auf Vollförderung
• Hauptschalter einschalten
(Ladekontrolle leuchtet auf)
• Gangschalthebel in LeerlaufsteIlung
• Schutzei'1richtung über Häckselaggregat geschlossen .
(Bei Ausführungsvarianten mit Zwangsverriegelung
der Schutzeinrichtung ist bei geöffnetem Schutz dos
Anlassen des Moters nicht möglich .)

- Die täglichen Wartungsmaßnahmen (siehe Abschnitt 6)


müssen ci u rchgeführt sein .

- Der Fahrer hot sich zu überzeugen, daß sich keine


unbefugten PerDnen unmittelbar on der Maschine auf-
holten und d·::ß olle Schutzvorrichtungen und Verklei-
dungen geschlossen sind. Vor Inbetriebnahme ist
ein Hup!:ignal zu geben_ Danach erst dorf noch etwa
5 Sekunden der Motor angelassen werden. Bild 5 -1 Drehzahlverstellhebel in Nullstellung

Anlassen desMotors Anlassen bei Umgebungstemperaturen


unter 0 ' e
- Fahrkupplung betätigen .
- Bei Erstinbetriebnahme des Motors, noch dem ÖI- Ein sicherer Motorstart ist ohne Kaltstartgerät bis _ 8 oe,
wechsel oder längerem Stillstand den Motor zunä,chst bei Benutzung des Kaltstartgerätes bis _15 0 e garantiert.
mit Hilfe des Anlassers durchdrehen, bis am Mano-
meter Öldruck angezeigt wird (Drehzahlverstelihebel
Bei Temperaturen unter ooe ist die Kaltslarteinrichtung
zu benulzen.
in Nullstellung).
- Drehzahlverstellhebel in VolIaststeIlung bringen.
Unterhalb -15 oe ist ein Vorwärmen des Dieselmotors
mit Hilfe von Heißluft und anderen Hilfsmitteln erforder-
- Anlaßschalter belatigen, bis der Dieselmotor selbsttätig I ich.
läuft. Die Benutzung von Schweißbrenner, Lötlampe oder
- Der Anlaßzyklus dorf die Anlaßzeit von 3 x 1 5 Sekunden o{{enem Feuer ist grundsätzlich untersagt!
mit dazwischenliegenden Pausen von 30 :>ekunden nicht
überschreiten. Vor Wiederholung des Anlaßzyklusses
ist eine Pause von 2 Minuten einzuhalten.
- Noch erfolglosem 2. und 3. Stortversuch, ist noch den
Warmlauf des Dieselmotors
Ursachen der Storung zu suchen . Bei neuen Motoren Sofort noch dem Anspringen des Dieselmotors ist mit
oder solchen, on denen Reparaturen on der Kraftstoff- dem Bedienhe~el die untere Leerlaufdrehzahl einzu-
anlage durchgeführt wurden , ist schon noch dem ersten stellen und dieOldruckanzeige zu kontrollieren.
erfolglosen Stortversuch eine nochmalige Entlüftung der Wird kein . Oldruck angezeigt, muß der Motor abge-
Kraftstoffanlage durchzuführen . stellt und die Ursache ermittelt werden!
Nach einem leerlauf von etwa 3 Minuten sind Belastung
und Drehzahl .Iangsam zu steigern, da sich bei längerem
laufenlassen ohne Belastung die Betriebstemperatur nur
sehr zögernd ein~teill.

,. 27
Bed enun
Diese verschleißintensive Kaltlaufperiode muß
im Interesse der Motorlebensdauer so kurz
wie möglich bleiben .

Niemals einen kalten Dieselmotor auf hohe Dreh-


zahlen bringen oder voll belasten. weil durch Abreißen
des Ölfilms schwere Motorschäden enlslehen können!
Die Vollastabnahme darf bei Öllemperaturen über 60 oe
beginneh!
Ist die Leerlaufdrehzahl überschritten, muß die Lade-
kontrolleuchte verlöschen .

Überwachung des Dieselmotors


Bei laufendem Dieselmotor sind möglichst kontinuierlich
Öldruck sowie Kühlmitteltemperalur zu überwachen .
Für einen wirtschaftlichen Dauerbetrieb empfehlen wir
folgende Werte :
Öldruck 0.3 MPa
Öltemperatur 75 -100oe
Kü.lilmitteltemperatur oe
75 - 95
Der Öldruck ist von vers~.hiedenen Bedingungen abhängig
wie z. B. Öltemperatur. Olqualität, Vers~hleißzustand des
Dieselmotors. Verschmutzungsgrad der Ölfiller usw.
Der Öldruck muß bei Drehzahlen über 1000U/min und
betriebswarmem Motor·mindeslens 0.2 MPa Bi! d 5 - 2 Betätigungshebel für Kühlerjalousie
und im Leerlauf mindestens 0.05 MPa betragen! i-geöffnet
Bei Unterschreitung dieser Werte ist der Dieselmotor 2 - Kühlerjalousie geschlossen
nicht mehr betriebssicher !
Das längere Laufenlassen des Dieselmotors im Leerlauf
soll vermieden werden. weil neben unnötigem Kraftstoff-
verbrauch und Motorenölverbrauch die Kolben und Ein-
spritzdüsen der Verkokung ausgesetzt sind .
Im Interesse eines geringen Verschleißes dürfen die Tem-
peraturen der genannten Medien nicht dauernd unter
60 oe liegen. weil sonst durch kondensierte Verbrennungs- Abstellen des Dieselmotors
gase hoher korrosiver und mechanischer Verschleiß auf-
tritt !
Erreicht der Motor nicht innerhalb kurzer Zeit seine Dieselmotor aus Vollast nicht plötzlich abstellen. sondern
Betriebstemperalur. ist die Kühlerjalousie ein SIUck zu zum Temperaturausgleich einige Minuten entlastet im
schließen. _. Leerlauf weiterlaufen lassen!
Die Kühlmittellemperatur darf kurzzeitig 98 oe und die Bedienhebel auf StoppsteIlung bringen , elektrische Anlage
Öltemperatur kurzzeitig 110 oe erreichen . ausschalten und .Motor einer Sichtkontrolle unterziehen.
Die Kühlleistung des Kühlsystems reicht aber nur aus. Hauptschalter nicht bei laufendem Motor ausschalten.
wenn die Kühlerverkleidung nichl mit Erntegul 7;ugesetzt Ansonsten entstehen Schäden an der Lichtmaschine .
ist. Sollte dieser Fall doch auftreten. ist kurzzeitig die D?s . Abschalten des Balleriehhauptschalters hat nach
KOhlerjalousie zu schließen. Dadurch wird der durch den Mogllchkelt im unbelasteten . d . h. stromlosen Zustand
Lüfter angesaugte Frischluftstram unterbrochen und ange- der ~IIJsleitung zu erfolgen, da sonst ein erhöhter Ver-
saugtes Erntegut fällt von der Kühlerverkleidung ab . schleiß an den Kontakten auftritt.

28
Anfahren und Halten sowie Bei vollem Durchtreten des Kupplungspedals über
einen spürbaren Druckpunkt hinaus wird die Wende-
Stillsetzen der Zuführorgane kupplung ausgerückt und dabei die ~uführorgane außer
Betrieb gesetzt (Schnellstoppkupplung) .

Nach dem Anlassen des Motors isl der Häcksler fahrbereit.


Das Kupplungspedal ist bis zum Druckpunkt durchzu-
treten. Je nach gewünschter Geschwindigkeit Gang ein- Regeln der Fahrgeschwindigkeit
legen.
Gang 1. 2 und R nur bei Stillstand einlegen . Ein Anfahren Die Fahrgeschwindigkeit kann bei konstanter Motor-
im 3. Gang ist unzulässig. Treten beim Schalten Geräu- drehzahl wie folgt verändert werden :
sche auf. ist die Getriebebremse nachzuslellen (siehe Gangstufe 1 von 1.5 bis 3.8 km/h
Wartungsmaßnahme H 24) . Gangstufe 2 von 3.5 bis 8.7 km/h
Motor auf volle Drehzahl beschleunigen. Handbremse Gangstufe 3 von 8.6 bis 21.5 km / h
lösen und Kupplungspedallangsam zurückkommen lassen. Gangstufe R von 3.6 bis 9,0 km/h
so daß sich der Häcksler ruckfrei in Bewegung setzt. Das Einlegen des entsprechenden Ganges erfolgt nach
dem auf Bild 5 - 2 ersichtlichen Schaltschema.
Das Regeln der Geschwindigkeit im Bereich einer Schalt-
steIlung . erfolgt mittels hydraulisch-gesteuertem Fahr-
variator über den Steuerhebel an der Lenksäule .

Bild 5 - 2 Gangschalthebel

Kupplungspedal durchtreten und die Fußbremse be- Bild 5 - 3 Betätigungshebel für Fahrvariator
tätigen . Bei Bedarf Mator auf Leerlaufdrehzahl bringen. Hebel nach vorn : schnell
Schalthebel auf Leerlaufsteilung bringen. Kupp.lungspedal Hebel zurück: langsam
zurücklassen und Handbremse festziehen. Während der
Fahrt darf das Kupplungspedal nicht als.. Fußstütze be-
nutzt werden. weil dadurch ein vorzeitiger Verschleiß an
der Kuppbng auftritt. Eine Veränderung der Fahrgeschwindigkeit über die
Motordrehzahl darf beim Häckseln nicht vorgenommen
Stillsetzen der Z-u(ührorgane werden. weil die eingestellte maximale Motordrehzahl
Voraussetzung für einen einwandfreien Auswurf ist
Ein Abfall der Motordrehzahl bedeutet einen Abfall de~
HäckseltrommelcJrehzahl. Dies wiederum bewirkt Ver-
stopfungen im Auswurfbogen und im Auswurfkanal.

Die Verän.~erung der Fahrgeschwindigkeit


beim Häckseln ist ausschließlich über den
Variator durchzuführen.

Bei Straßenfahrten im J. Gang ist die Fahrgeschwindigkeit


\/orteilhafterweise Uber die Motordrehzahl zu ändern .

29
5 Bedl nung

Achtung!
Beim Betätigen der Fahrkupplung wird der Fahrvariator
automatisch heru ntergeregelt.
Hinweis: Der Variatorriemen wird in der Nutzungsdauer
günstig beeinflußt, wenn im kleinen Gang hoch geregelt
gefahren wird .

Einstellen der Höcksellängen


Die Häcksel/änge ist,] bhängig von der Anza hl der Messer
an der Häckseltrommel und von der Zuführgeschwindig-
keit an den Preßorganen.
Die Veränderung der Messeranzahl zum Erreichen ver-
schiedener Häckseliängen geschieht durch den Ausbau
der Messerträger entsprechend Abschnitt 7 .
Die Zuführgeschwindigkeit des Erntegules kann in 3 Stufen
durch Betätigen des Schalthebels verändert werden .

Achtung!
Nur im Stillstand oder bei extrem niedrigen Drehzahlen
schalten . Dabei muß die Wendekupplung in MittelsteIlung
stehen . Bild 5 - 5 Theoretische Häcksellängen (mm)
in Abhängigkeit vom Vorschub und der An-
zahl der Messer in der Häckseltrommel

Hinweis:
Die Häcksler werden z. T. mit 8 Messern, in der Regel
mit 12 Messern werkseitig ausgeliefert . Bei Auslieferung
mit 8 Messern weisfeine Beschriftung (linksseitig am
Häcksler) darauf hin .

Bild 5 - 4 Schalthebel für Häcksellängenschaltung


1 lang 2 kurz 3 mittel

30
dienun 5
Ein- und Auskuppeln
derHöckseltrommel
Die Häckseltrommel ist durch eine Riemenkupplung vom
Motorantrieb getrennt .
Die Kupplung wird mit dem Hondhebel 1 betätigt . Dos
Einkuppeln und Auskuppeln erfolgt bei laufend~m Motor
bei Leerlaufdrehzahl.

Achtung!
Während der Transportfahrt ist der Betrieb der Häcksel-
trommel untersagt!
Beim Durchrutschen der Riemen ist die Spannroile sofort
nachzustellen (siehe Wartungsmaßnahme H 10).

Bild 5 - 7 Betätigungshebel für Wendekupplung


1 Leerlaufstellu ng (Einzugs- und Preßsystem au ßer Be-
trieb)
2 Vorlauf (Arbeitsrichtu ng)
3 Rückla<lf (entgegen Arbe itsr ichtu ng)

Bild 5 - 6 Betätigungshebel für


Häckseltrommelkupplung
(Hebelsteilung bei ausgekuppelter Riemenkupplung, in
Pfeilrichtung wird eingekuppelt.)

Bes·eitigen von Störungen im EInzugssystem mit


Hilfe der Wendekupplung:
Bei Verstopfung des Zuführsystems durch das Erntegul
ist die Wendekupplung unter Vollasl zügig zu schalten.
Isl die Verstopfung noch 8 unmittelbar hintereinander
ausgeführten Wendevorgängen nicht beseitigt, darf erst
noch 5 Minuten Pause der Schaltzyklus wiede·rholt wer-
Betötigung derWendekupplung den, andernfalls kommt es zum Ausfall der Wendekupp-
lung sowie folgenschweren Getriebeschäden .
Achtung!
Über die Wendekupplung im Stirnrad-Wendegetriebe Kommt es zum Ourchrutschen der Wendeku pplung, hat
erfolgt der Antrieb der gesamten ZufUhrorgane und der eine sofortige Nachstellung zu erfolgen (siehe H 20 -
Glatt- und Preßwalze der Grundmaschine sowie der Wartungsanweisung). Erfolgt dies nicht, kommt es zum
Anbaugeräte. Ausfall der Wendekupplung .

31
5 edlenung

Steuern des Auswurfstrahles


Die S"j"euerung des Auswurfstrahles erfolgt durch :
- Hydraulische Verstelleinrichtung zum Schwenken des
Auswurfbogens
- Klappenverstellung zur Regulierung der Wurfweite

Ab· bzw. Anschleppen


der Grundmaschine
Das Abschleppen kann wie folgt geschehen :
Die Hubarme sind in die Transportsteilung zu bringen
und die oberen Hubarme durch die Transportsicherungs-
bolzen zu sichern. Zum Abschleppen muß ein Abschlepp-
seil benutzt werden, welches an den Anschlagösen der
unteren Hubarme befestigt wird . Zur Vermeidung von
Deformationen an den unteren Hubarmen ist zwischen
diesen eine geeignete Druckstange anzubr i ngen . Diese
Druckstange ist gegen Herausfallen gut zu sichern.
Soilien sich die Hubarme mit Hilfe des Hydraulikzylinders
nicht mehr in die oberste Stellung bewegen lassen, ist die
Vors pa n nung der Entlastu ngsfedern so weit zu verm i ndern,
daß die hinteren Anlenkbolzen des Arbeitszylinders her -
Bild 5 - 8 Betätigungshebe l für
ausgezogen werden können.
hydrau I ische Verstell einrichtu ng
Danach ist es möglich, die Hubarme von Hand in die
oberste Stellung zu bringen und mit den Transportsiche-
rungsbolzen zu sichern .
Sollte sich das jeweilige Anbaugeräl mit Hilfe des Hydrau-
likzylinders nicht mehr in die TransportsteIlung bewegen
lassen, so ist das Anbaugerät abzubauen und die Grund-
maschine abzuschleppen.

Bild 5 - 9 Betätigungshebel für Klappenverstellung (in


Pfeilrichtung wird die Klappe nach unten
geschwen kt .) Bild 5 -10 Abschleppstellung der Grundmaschine

32
Bedienun 5
Als Zugmittel dürfen nur Traktoren der Zugkraflklasse - Verbundkeilriemen für Fahrantrieb abnehmen.
ab 14 kN verwendet werden. - 3. Gang einlegen.
Die maximale Transportgeschwindigkeil beim Abschlep- Fahrvariator aufregeln .
pen beträgt 10 km/ho Durch diese Maßnahme wird die Hydraulikpumpe an-
Die Betriebsbremse und die Lenkung des geschleppten getrieben und der notwendige Druck im Lenk~ysrem
Fahrzeuges müssen funktionsfähig s~in. Die Rundum- erzeugl.
kennleuchte ist zu benutzen. Das Abschleppen mit angebautem Feldfutterschneidwerk
Das Abschleppen des Feldhäckslers auf dem Feld kann E 296 B oder angehangenem Transportwagen T 939/02
auch rückwärts mit Hilfe einer an der Anhängerkupplung im öffentlichen Str.aßenverkehr ist verboten.
befestigten Abschleppstange erfolgen. Das Abschleppen Beim Abschleppen müssen die Batterien eingebaut un~
rückwärts im öffentlichen Straßenverkehr Ist verboten . der Balleriehauptschalter eingeschaltet sein. Anderenfalls
Die Verringerung der Lenkkräfle des Häckslers beim wird die Drehstrom-lichtmaschine beschädigl.
Abschleppen bei Ausfall des Motors kann folgendermaßen Dasselbe gilt auch iür das StaMen mil Fremdballerien.
erreicht werden : Bei ausgebauten Batterien muß die Lichtmaschine abge-
klemmt werden.

33
6 Wartung der Grundmasciline

Wartung der Grundmaschine Hinweise für die Einlaufzei!:


Neben de n i m .. Wartu ngsplan für zusät zliche Arbeiten in
In den Wartungsplänen fUr W artungsarbeiten in der Ei n - der Einla ufze it" ange führte n W a rtu hgsarb eiten si nd fol-
laufzeit und für periodische W artungsar beiten sind a ll e gen de H i nwe ise zu b eac hte n :
durchzuführenden periodischen W artungsmaßnahm en an- Einlau f bedi ngu ngen des M otor s
gegeben . Jed er fabri k neu e. g r u nd überho l te od er mit neuen K o lben
Hinweise zur Durchführung diese r Arbeiten sin d dem Ab - und La ufbuchsen v erseh ene D i eselmoto r benötigt ei n e so-
schnilt .. Ausführu ng der W a rl ungsa r be ile n" zu en t neh - ge nannte .. Ein l a ufzei t " . D ie ri chtige Be ha ndlung des M o-
men und dem Sc hm i er pl an. der i nsbesondere d er Schmier- to rs i n d ieser Per iode bestimmt in entscheidend em M a ße
stellen- und Sch miersto ff k en nzeic hn ung d ie n!. sei ne spätere Leb ensdauer .
Allgem ei ne H in wei se : Es ge lte n folgende Grundsätze :
- Sämtlic he Pfleg e- und W artung sstellen si nd vor dem -. Dieselm otor noch dem Anlassen mJI g eri nger Last war m -
Ö l wechsel bzw . Abs ch m iere n gr ündlich zu sä ub er n. f ohre n, unnötigen Leerlauf vermeide n .
Besonder e Sa u berk eit ist bei Arbeiten on der H y dra u - - Be l astu ng und nach Möglichkeit Dre hzahl hä ufi g wech-
lika nlage gebo ten. Es muß vermieden w er d en. da ß sel n. k ei nesfa l ls mit niedriger D rehz a hl und hah er Be-
Schmutz oder sonsti ge Fremdk b rper in die An lage ge- la stu ng fa h ren (mittlere und ho he Dr ehzahlen bei ge-
langen . rin g er Be l ostun g si nd unsc h ä dlich) .
- Anlasser . Lichtm a schine und Einspritzp u mpe d ürfen - D ie vo r geschri ebenen Belriebsw erte unbedingt einhol-
nic ht direkt dem Wass erstr a hl ausge setzt werden. da te n.
sonsl Wosser in die Aggr eg at e eindring !. - Währ en d der ersten 50 Betr i ebsst unden nur kurzfristig
- :'ö benso ist ein Einwi rk en von Fett ode r Ö l auf die Gum- mit V oll ast f ah ren .
rrtireifen zu vermei d en . D ie Re inigung der Reifen darf - V o ll astant~ ile no ch 50 Betr ie bsstunden langsam steigern .
nur mit klarem Wasser erfolgen . - Erhöhte n Ö lve rb ra uch besonders wäh r end der ersten
- Während der Ein l aufze it si nd neben den periodischen 30 Betr ie b ss tunden be a cht en und re cht2e itig Motorö l
Wartungsarbeiten auch die zusätz lic hen Wart u ngsar- nachfüllen .
beiten dur ch zuführen .
- Zur Dur chfü hrung der Wartungsarbeiten si nd die Ver-
kleidungsble che aufzust elle n und durch die dafür vor-
gesehenen Stützen zu si chern .
Di e in den Wartungsplänen m it einem Symbol gekenn-
zeichneten Ar beiten sind unter dem gleichen bezifferten
Sym bol im A bschnitt .. Ausfü hrung der Wartu ngsa rbeil "
erläutert . D ie Symbole hoben fo lgende Bedeul'ung :

~artungSarbeiien am Motor

~artu ngSarbeiten am Häcksler

. Hinweise auf dem Schmier plan

Achtung! HinWeis zum Motoreinbau


Muß die in der umseitigen Abbildung sichtbare Stiftschrau-
be BM 10 x 30 auf Grund der Einbaubedingungen durch
eine Sechskantschraube ersetzt werden . darf die Ein-
schraubtiefe von 15 mm nicht überschritten werden I An-
dernfalls kommt es zur Beschädigung des Einspritzpum-
penzahnrades I
Hinweis für Ketten - und Riemenantriebe
Während der ersten Betriebsstunden ist d ie Spannung der
Ketten und Riemen häufig zu kontro llieren. Bei Bedarf
sind die Antriebselemente entsprechend nachzuspannen I
Die Keilriemen des Häckseltrammel - un'd Fahrantriebes
Grenzkurve für den Ölverbrauch sind in den ersten 50 Betriebsstu nden täglich zu ü berprü-
in der Einlaufperiode des Dieselmotors fen.

34
Wartun de'r Grundlnaschlne 6
Wartungsplan für zusötzliche Arbeiten in der Einlaufzeit

Wartungszeit Wartungsarbeiten

Ölwechsel Motorkurbelgehäuse

Im- Ölwechsel Endvorgelege

IIIi4I Ölwechsel Stirnrad-Schaltgetriebe

Zylinde r kopfmullern nachziehen

alle 50
rHI,J Ventilspiel kontrollieren und einstellen
Betrie bsstu nden

Ölfilterkombination reinigen

Häckselaggregat abschmieren (Schmiereinrichtung)

Alle von außen zugänglichen Schraubverbindungen des Motors kontrollieren


und nochziehen (Siehe unter Anziehdrehmomente für Schraubverbindungen")

Überprüfen der Schraubverbindungen

Ölwechsel Motorkurbelgehäuse

Ölfilterkombination reinigen

alle 150 Ölwechsel Kolbenverdichter


Betriebsstu nden

Ventilspiel kontrollieren und einstellen

Einspritzd üsen über pr üfen

Kraftstoffgrobfilter reinigen

35
"
6 Warlung der Grundmaschine

Wartungsplan für periodische Wartungsarbeiten

Wartungszeit Wartungsarbeiten

Kraftstoffvorrat prüfen

Küh/wasserstand prüfen

Öistandskontrolle Motorkurbelgehäuse

Täglich
vor
Schichtbeginn ... Öisfa n dskonfrolle Kol benverd ichter

Öistandskontrolle Hydraul i köl behälter

Bremsflüssigkeitsstand prüfen

Fuß- und Handbremse Funktionsprobe (Nar:hstellen siehe unter H 22)

Beleuchtu ngsa n lage Fu n ktionsprobe

11_ Reifendru ckkontrolle

Motor. Getriebe. Hydraulik-. Kraft~toff- und Bremsanlage auf Leckstellen


prüfen

UH Schwingenauflage auf HäckselgutaufbaÜ' und Raum zwischen Ketten und


Kettenschutz auf Verstopfung überprüfen

Alle Rollenketten und offenen Zahnradtrieb ölen


(Siehe hierzu auch den Kelten- und Riemenlaufplan)

36
Wortun der Grundmaschine 6

Wa rtu ngsze it Wartungsarbeiten

Säurestand der Batterien prüfen

Luftfilter warten

Siebflächen der Kühlerverkleidung und Kühler reinigen


(mit Druckluft ausblasen)

Keilriemen von Lüfter und lichtmaschine kontrollieren, bei Bedarf nach-


spannen

Kondenswasser aus Druckkessel abi assen


alle 50
Betriebsstunden
Einstellen des Verbundkeilriemens und des Variators
111[.) (Ketten- und Riemenspannung prüfen, bei Bedarf nachspannen; siehe hi erzu
auch den Ketlen- und Riemenlaufplan)

11& Kabinenfilter reinigen

IIW'J Anhängerbremsanlage auf Dichtheit prüfen

IIIDJ Befestigungsschrauben des Lagerbocks der Vorgelegewelle auf Festsitz über-


pr üfe n

Schleifstein kontrollieren, gegebenenfalls nachstellen bzw. wechseln

Variator
Fa hrku pplungslager
Gelenkwelle - Aufnehmer
Gelen kwelle-Häckse laggregat
Schwingarm

alle 75
Betriebsstunden
IU:I Ölwechsel Einspritzpumpe

37
6 Wartung der Grundmaschine

Warlungszeil Warlungsarbeilen

Befesligungsschrauben für das Dislanzrohr zwischen d~n Schwingen der


15" Preßwalze auf Feslsilz überprüfen

: Dichtheil des Anhöngerbremsvenlils prüfen

IIUti Öislandskonirolle Slirnrad-Scha IIgelriebe

alle 200
11m·] Öisiondskonirolle Endvorgeleye

--
Belriebsstunden

Öisio ndskontrolle Sli rnrod- Wendegelriebe

Motoroblrieb
Hubarm I
Federbolzen
Kegelrodsegmenl
I
Bremsseil I
Schle ife i nrichlu ng
Gelenkloger- Len kzyl inder
I
I abschmieren
Spurslongenkopf I
Achsschen kelloger I
Achspef\delloger
Hülse - Porlolwellen I
Hülse - Kupplungswelle
Schm iere inrichtu ng
I
Lagerung der oberen Einzugswalze • I

Ölwechsel Motorkurbelgehöuse

olle 300
Ölwechsel Kol benverdichler
Belr iebsstu nden

Einspr ilzdüsen überprüfen

Ventils'piel kontrollieren und einstellen

38
Wartung der Grundmaschine 6

Wartungszeit W a rt ungsarbeiten

Ölfil te rk om bi natio n re inigen

alle 300
K r a ftst off-Grobfilter re in ige
Bet r iebsst und en

.ml Vent il e des Kolbe nverdic ht ers uber p rufen bzw . a uswechseln

Ö lwechse I Ein spr itzpu mpen regler.

alle 400
W endek u ppl ung nachstellen
Betri ebsstunde n

Ölwechsel und Filt erreinigung Hydrau li kanlag e

Fuß- und Handbrems e nachstellen

Fahrkupplung nachst ellen

I:la Ge l r iebebremse nachste l len

alle 600 Pa pi er- K ra ftstoffi 11 e r pa trone 0 uswechsel n

Betr ie bsstu n de.n

Zy l ind erk op fmuttern nachziehen

Überpr üfen der Schraubverbindungen


vor jeder
Kampagne Seilzug - Auswurfbogen
Seilzug - Riemenkupplung
Riemenkupplung
Anhängerku pplung abschmlerell
Arb eitszylinde r - Auswurfbogen
Verstellschrauben der Seilzüge und
Gewinde von Sp indeln
39
Warlung der Grundmaschine

W arlungszeil Warlungsarbeilen

vor ,eder IlJiJ- Öl wechsel Slirnrad-Schaltgetriebe

2. Kampagne.
jedoch max . 800
Belriebsstunden
11m] Öl wechsel Endvorgelege

llDI Ölwechsel Stirnrad-Wendegelriebe

Alle von außen zugänglichen Schraubverbindungen des Molors kontrol-


lieren und nachziehen (Siehe unler Anziehdrehmomente für Schraubver-
bindungen")

IIAU.) Kühlsyslem reinigen und überprüfen

olle 1200
Kohleburslen der Lichtmaschine und des Anlassers prüfen
Belriebsslu nden

Förderbeginn der Einspritzpumpe kontrollieren

Funklion des Kühlmitlellemperalurreglers und dEOS Kallstarlgerales uber-


prüfen

Kraflsloffbehäller reinigen

40
Warlun der Grundmaschine 6
Ausführung der WarfungsarDel1en

Aus dem Bild 6 -1 ist die Lage des Kraftstoff behälters


ersichtl ich .
Der Kraftstoffbehälter beinhaltet maximal 180 I.

Kraftstoffvorrat prüfen

Bild 6 - 2

Bild6-1

Kühlwasserstand prüfen

Kühlwasserstand im Kühler ' prüfen und nachfüllen . Zur


Vermt:idung von Luftpolstern ist dabei die Entlüftungs-
schraube am Kühlmitlellemperaturregler zu öffnen .
Bild 6 - 3
1 Kühlmilleltemperaturregler
2 Entlüftungsschraube

41
6 Wartung der Grundmaschine

_I
Öistandskontrolle bzw. Ölwechsel - Kurbel-
gehäuse

Öistandskontrolle Ölwechsel
Der Dieselmotor muß bei dieser Kontrolle waagerecht Das Altöl wird in betriebswarmem Zustand des Diesel-
stehen und sich im Stillstand befinden . motors nach Öffnen der Ablaßschraube restlos abgelas-
Der mit einem sauberen. nicht fasernden Lappen abge- sen (Bild 6 - S) . .. '
wischte Ölmeßstab wird bis zum Anschlag in die Bohrung Nach vollzogener Reinigung der Olfilter (siehe M 11) Ab·
des Kurbelgehäuses geführt . " laßöffnung schließen und vorgeschriebene Ölmenge auf-
Nach Herausziehen des Meßstabes ist der Olstand deut- füllen.
lich erkennbar. Bei Bedarf ist das vorgeschriebene Mo- Vor der nächslen Inbetriebnahme ist der Dieselmotor mil
loröl bis zur oberen Grenze der Markierungsfläche nach- Anlasser bei Stopstellung des Bedienhebels durchzudrehen.
zufüllen (Bild 6 - 4) . bis am Manomeler Öldruck angezeigt wird!

Bild 6 - ,. Bild 6 - 5

Die Verwendung von Spülöl oder Kraftstoffen zur inneren Reinigung des
Kurbelgehäuses ist nicht zulässig I

42
Wartun der Grundmaschine 6
Öl standskont roll e Kai benverdi chter Ölwechsel
Ablaßschraube entfernen und Altöl iR warmem Zustand

121 ablassen.
Vor der Neufüllung ist das Kurbelgehäuse des Kolbenver -
dichters gründlich mit Spülöl zu reinigen. Danach werden
etwa 0 .2 I Motorenöl aufaefüllt.

....
Säurestand der Batterien prüfen

Die zwei Batterien sind nach Öffnen der Kühlerklappe


zugängl ich.
Die Batterien sind sauber und trocken zu holten .
Anschlußklemmen mit säurefreiem Polfett leicht einfetten .
Die Flüssigkeitsverluste durch destilliertes Wasser ergän-
zen ; nie Säure nachfüllen.
Die richtige Höhe des Säurestandes beträgt 10 mm über
der Plattenoberkante .
Bei hohen Außentemperaturen wird empfohlen, den Säu-
restand öfter zu kontrollieren .

Bild 6 - 6
Luftfilter worten
Kolbenverdichter mit Ölmeßstab

Je noch Ausführung des Kol benverdichters mit Hilfe des Die Luftfilteransaugstelle . d . h . der Axialzyklon ist am
Ölmeßstabes oder on der Kontrollschraube Ölstand über- Gestell befestigt und somit in d ie staubfre ie Zone verlegt.
prüfen . . Der Ölbadluftfilter ist an der linken Seite des Feldhäcks-
Im Bedarfsfall Motorenöl bis zur oberen Markierung des lers angeordnet und nach Aufstellen der Seitenklappe zu-
Meßstabes bzw. bis zum leichten Ölaustritt an der Kon- gänglich .
trollbohrung nachfüllen .

1 2

Bild6-7 Bild 6 - 8
Kolbenverdichter mit Kontrollschraube 1 Ölbehälter
1 Ablaßschrau be 2 Spannverschlüsse

43
6'
6 artung der GrundlRGschlne
tung ist der Patronenteller durch ~inrenken des Bajon ell-
Die Ölverschmutzung des Ölb.adfilters ist nach jeweils verschlusses wieder am Filtergehäuse zu befestigen. Der
SO Betriebsstunden, bei starker Luftverschmutzung täg- Öl behälter ist mit dem entsprechenden Öl zu füllen und
lich, durch Abnahme des Ölbehälters (Bild 6 - 8) zu kon- ebenfalls am Filtergehäuse zu befestigen .
trollieren . Nach dem Lösen der Spannverschlüsse kann Die Verwendung von Dieselkraftstoffzum Auswaschen
der Öl behälter nach unten abgenommen werden . des Filtereinsatzes ist nicht statthaft, da es hierbei prak-
tisch unmöglich ist, den Filtereinsatz restlos trocken zu
Sollte es sich dabei zeigen , daß der innere . Ring frei vor bekommen und ein ölfeuchter Filtereinsatz zu Funktion~­
Öl ist oder das Öl etwa 1 cm unter der Olstandsmark€ störu ngen d es Öl ba d Iuftfi Iters fü hre n ka n n (Öl d u rc hrei ßen) .
steht , so ist das normal.
Ebenfalls nach SO Betriebsstunden , bei starker Luftver-
schmutzung früher, ist der Axialzyklon (Bild 6 - 9 .1) zu
Es ist grundsätzlich kein Öl nachzufüllen! reinigen.
Der Ölbadluftfilter muß gereinigt .werden , wenn die ÖI -
schicht über dem am Boden des Olbehälters abgelager-
ten Schmutz weniger als etwa 1 cm beträgt oder das 01
so dickflüssig geworden ist , daß seine Viskosität 2000 cSt
im Betriebszustand überste igt.
Die Reinigung des Olbadluftfilters wird wie folgt durch-
geführt : ..
Nach dem Lösen der Spannverschlüsse vvird der Olbe-
hälter abgenommen , das verschmutzte 01 entfernt und
der Öl behälter mit Waschbenzin ausgewaschen .
Durch eine kurze linksdrehung des Patronentellers (Bild
6 - 9) wird dessen Bajoneltverschluß gelöst. Der Patronen-
teiler kann abgenommen und der Filtereinsatz aus dem
Filtergehäuse nach u nten herausgezogen werden (Bild 6 -9) .

Bild 6 - 9.1
1 Saugkorb
2 Axialzyklon
3 Staubauswurfschlitz

Vom Staubauswurfschlitz sind mit einem weichen Gegen-


stand (Holz oder ähnliches) die Verunreinigungen zu ent-
fernen . Hierbei ist zu beachten , daß der Staubauswurf-
schlitz nicht deformiert wird, da sonst die Zyklonwirkung
stark absinkt .
Durch leichtes Abklopfen mit der Handfläche wird der
lose anhaftende Staub entfernt und der Zyklon danach
Bild 6 - 9 mit ölfreiem Waschbenzin ausgespült und mit Druck -
1 Öl behälter luft getrocknet.
2 Patronenteller Nach dieser Reinigung ist der Zyklon wieder einsatzfähig .
3 Filtereinsatz Vom Saugkorb sind ebenfalls anhaftende Schmutzteilchen
zu entfernen.
Der Filtereinsatz ist nur mit ölfreiem Waschbenzin
auszuwaschen und muß anschließend unbedingt ge- Beim Waschen des Feldhäckslers darf der Wasserstrahl
trocknet werden, da es sonst beim Anlassen des Motor~ nicht gegen Saug korb und Axialzyklon gerichtet werden.
zu schweren Motorschäden kommen kann . weil durch Wasser Funktionsstörungen e intreten können.
Der Filtereinsafz darf nicht mit Tri, Tet ra Beschädigte Gaze am Saugkorb ist auszutauschen.
oder Waschpulverlösungen ausgewaschen werden,
da hierb e i Beschädigungen des Kofi-Fasermaterials des
Filtereinsatzes eintreten. Die Lebensdauer des Motors wird in hohem Maße von
Anschließend ist der troc ken e FIltereinsatz in das trok- der Staubfreiheit der Ansaugluft bestimmt. Des~ alb muß
ke ne Filt ergehä use ein zusetzen . Nach Kontrolle des die absolute Dichtheit der Ansaugleitung vom Ol badluft-
Dichtring es auf einwandfreie Beschaffenheit u nd Abdich- filter bis zum Motor ständig garantiert sein .

44
Wartun der Grund.aschlne 6
Keilriemen von Lüfter und Lichtmaschine
kontrollieren, bei Bedarf nachspannen

Die richtige Spannung ist vorhanden . wenn sich die Keil-


riemen durch Daumendruck in der Mitte zwischen zwei
Riemenscheiben um 15 ... 20 mm eindrücken lassen .
Eine Korrektur kann an der jeweiligen Spannvorrichtung
(Lichtmaschine. Kolbenvedichter) vorgenommen werden.
Vor dem Auflegen neuer Keilriemen ist die Spannvor-
richtung völlig zu entlasten. damit die neuen Keilriemen
ohne Beschädigung montiert werden ·können .
Bei zweirilligen Antrieben dürfen nur satzweise gelieferte
Keilriemen zum Einsa'lz kommen .
Neue Keilriemen sind nach etwa 1 ... 2 Stunden Laufzeit
nachzuspannen.

Bild6-11

.:.
EinspritzdUsen überprüfen

Ausgebaute Düsenhalter sind grundsätzlich an einem Dü -


senprüfgerät auf Dichtheit. Abspritzverhalten und Ab-
spritzdruck zu überprüfen .
Davor sind die Düsen von Schmutz- und Koksansätzen
zu säubern und in Dieselkraftstoff auszuwaschen .
Die nachfolgende Sichtprüfung umfaßt :
Kontrolle der Düsennadel auf eingeschlagenen. rauhell
oder verkokten Dichtsitz sowie Kontrolle der Führungs -
flächen nach Freßstellen .
Bild '6 - 10
Düsenkörper auf eingeschlagenen oder verkokten Dicht-
sitz und auf verstopfte Spritzlöcher untersuchen. Sodann
Düsennadel in reinen Dieselkraftstoff tauchen und w i eder
in den Düsenkörper einsetzen .

Ölwechsel - Einspritzpumpe Achtung!


NI.I DUsennadeln und Düsenkörper sind unter-
einander nicht austauschbar!
Die im Deckel des Einsprit.zpumpenoberteils sitzende Ent-
lüfterschraube und das Uberlaufröhrchen werden ent-
fernt.
Durch die Bohrung im Deckel wird langsam Motoröl auf- Noch der Reinigung die Fallprobe durchführen . Dazu
gefüllt . bis an der Überlaufbohrung im Unterteil reines. wird der Düsenkörper um 30 Grad von der Senkrechten
unverdünntes Motorenöl austritt . geneigt und die Düsennadel um zwei Drittet aus ihrer
Zu schnelles Auffüllen verhindert das vollständige Bohrung herausgezogen .
Ablaufen des durch Kraftstoff verdünnten Motoren- Die Düsennadel muß durch ihr eigenes Gewicht leicht in
öls und verringert das Schmiervermögen der neuen den Düsenkörper hineingleiten .
(Bild 6 - 12)
ÖlfUllungl

45
6 Warlung der Grundmaschine

Der Versuch soll nach Drehen der Düsennadel mindestens


zweimal wiederholt werden .
Fehlerhafte Düsen durch neue ersetzen, welche ebenfalls
mit Dieselkraftstoff auszuwaschen sind, um das Konser-
vierungsöl zu entfernen .
Vor dem Einbau einer Düse in den Düsenhalter ist die
Druckfeder völlig zu entspannen .

7967
Bild 6 - 13

Bild 6 - 12

Die Fixierstifte im Düsenhaller müssen gerade, gratfrei


und ohne Eindrücke sein . Die Düsenauflagefläche inner-
halb der ÜberwurfmuHer darf keine Deformation auf-
weisen.
Nach der Sichtkontrolle wird die Überwurfmuller aufge-
schraubt und auf 60 bis 70 N . m angezogen . Eine Vergrö-
ßerung des Anzi~hdrehmomentes führt zur Verformung
der Überwurfmuller und damit zum Klemmen der Dü-
sennadel.
Die Prüfung der Düse mit Düsenhalter erfolgt an einem
Düsenprüfg~rät (Bild 6 -13) auf Dichtheit der Düse,
Strahlbild, Offnungsdruck und Schnarreigenschaften .
Zur Prüfung ist nur reiner, gefilterter Kraftstoff zu ver-
wenden . Bei allen Arbeiten ist auf peinlichste Sauberkeit
zu achten , da bei geringsten Verschmutzungen Störungen
auftreter, können .
Nach dem Anschluß des Düsenhalters wird der Bedien-
hebel mehrmals betätigt, um Düsenhalter und Düse bei
völliger Druckentlastung durchzuspülen .
Danach wird durch Anziehen der Druckeinstellkappe
der Prüfdruck (Dichtprobe) von 15 MPa (150 kp / cm') ein-
gestellt.
Die Düse ist dicht, wenn innerhalb von 10 Sekunden zwi-
schen Überwurfmuller und Düse sowie am Spritzloch kein
Kraftstoff austritt .
Der vorgeschriebene Öffnungsdruck beträgt 17,5 .. . 18,5
MPa. Er ist bei neuen Düsenhaltern oder nach dem Aus-
tausch von Einzelteilen mil dem höchsten Toleranzwert
einzustellen, um den durch Setzen und Einarbeiten ent-
stehenden Druckabfall auszugleichen .
Vorlropfen beim Abdrücken und Nachlecken beim Ab-
spritzen sind unzulässig. .
Das Korrigieren des Abspritzdruckes an den Dü~enhal­ Bild 6 - 14
tern geschieht durch Verdrehen der Druckeinstellka ppe 1 Druckeinstellkappe
mit Hilfe eines Sechskantstiftschlüssels 5 nach TGL 48- 2 Dichtring
73 215. 31nnensechskant

46
Warlun der Grund.aschlne 6
Die Drucke~nstellkappe wird durch Festziehen der Ver-
schlußkappe gekontert (Anziehdrehmoment 80 . .. 90 N.m.) .
Zur Sicherung gegen Verstellung ist die Druckeinstell-
kappe beim Kontern weiterhin mit dem durch die Boh-
rung der Verschlußkappe eingeführten Stiftschlüssel zu
halten .
Bei weiteren Prüfungen Manometer abschalten!
Unterhalb der Schnarrbereiche kann der Kraftstoff als
unzerstäubter Schnurstrahl austreten .
Bei schneller Hebelbewegung mit mindestens zwei Hüben
je Sekunde wird ein besonders weiches Schnarren hör-
bar. das einem Pfeifton gleichen kann .
Der Strahl tritt dabei fein zerstäubt und etwas breiter aus .
Abfliegende Tropfen . die auf Beschädigungen des Spritz-
loches hinweisen. sind unzulässig!

Bild 6 - 16
Loge der Einlaß- und Auslaßventile
Bild6-15
Strahlbilder der Einspritzdüse
1 gute Strahlbilder Bei notwendigen Korrekturen Gegenmutter der Stell -
2 abfliegende Tröpfchen schraube lösen und Stellschraube verdrehen. bis sich die
3 gespaltener Strahl Fühl/ehre gerade noch zwischen Kipphebel und Ventil
4 unzerstäubter Strahl durchschieben läßt. Nach dem Festziehen der Gegenmutter
nochmalige Spielkontrolle vornehmen .

Ventilspiel kontrollieren und einstellen


( Be i kaltem Motor)

Vor der Kontrolle de's Ventilspiels ist der einwandfreie


Zustand der Ventilfedern und Federteller sowie der rich-
tige Sitz oller Klemmkeget durch Sichtkontrolle zu über-
prüfen .
Eine exakte Kontrolle oder Einstellung des Ventilspiels
ist nur möglich. wenn sich der Kolben der jeweils einzu-
stellenden Zylindereinheit im Arbeitstotpunkt befindet.
Dazu wird die Motorabtriebscheibe in Drehrichlung bis
zum Überschneidungspunkt der Ventile am Zylinder 1 ge-
dreht .
(Zylinder 1 befindet sich on der Schwungradseite)
Kurbelwelle dann in Drehrichtung um 360 Grad weiter -
drehen. so daß der Arbeitstotpunkt erreicht ist.
Mit Hilfe einer Fühllehre kann das vorgeschriebene Ven-
tilspiel (Einlaß = 0.2 mm. Auslaß = 0.35 mm) überprüft
werden .

Bild 6 - 17

47
6 Wartung der Grundmaschine

Unter Benutzung des nachstehenden Schemas lassen sich - Sechskantmuttern sichern, FilIereinsatz von innen noch
olle Ventile mit zwei Kurbelwellenumdrehungen einstel- außen mit Preßluft durchblasen und danach in dos Ge-
len . häuse einbauen .

Überschneidung am Zylinder 624153


Einstellmögl ichkeit
am Zylinder 5 3 6 2 4

Ölfl lterkombinatlo n reinigen

RIII
Reinigung des Siebscheibenfilters
- Ölfilterkombination äußerlich reinigen .
- Deckel mit Fittereinsatz noch Lösen der 4 Sechskant-
. muttern (M B) herausnehmen.
- Siebscheiben mit weichem Pinsel in sauberem Wasch-
benzin auswaschen .

Achtun gl
Durch Einführung eines passenden PIaste-
oder Gummistöpsels ist das Eindringen von
Schmutz in das Siebscheibeninnere zu ver-
hindern .


Bild 6 - 19 Si ebscheiben reinigen
1 Schmutzablagerung im Rotor
des Rotationsfillers
2 Gereinigter Rotor mit Papiereinlage
3 zum Abtrocknen abgelegte Siebscheiben
4 Verschlußstopfen (Gummi. Plaste o. ä.)

Reinigung des Rotationsfilters


Befestigungsschrauben der Haube lösen und Haube
senkrecht noch oben abheben .
- Rotor aus dem Kugellagersitz nach oben herausziehen .
- Nachdem die zwei Sechskantmutlern am Unterteil des
Rotors entfernt wurden. läßt sich der Rotordeckel ab-
heben .
- Schmutzablagerungen mit einem Holzspan entfernen
bzw . Ablagerungen mi·t dem Papiermantel herauszie-
hen .
- Rotorbouteile waschen . Düsen mit Preßluft von außen
durchblasen. beschädigte Dichtungen austauschen .
- Neuen Papiermantel einlegen und Rotor zusammen-
bauen. Die Sechskantmuttern zur Befestigung des Ro-
tordeckels mit ma~.imal 5 N .m (M 6) bzw 10 N.m (M 8)
festziehen. da bei Uberschreitung dieser Werte der Ro-
Bild 6 - 18 Ölfilterkombination tor verspannt wird und dadurch schlechtere Laufeigen-
1 Rotor 3 Ölthermomeleranschluß schaften entstehen .
2 Siebscheibeneinsatz 4 Öldruckmanometeran- - Der Rotor muß sich noch dem Zusammenbau des Fil-
schluß ters spiele'nd leicht drehen lassen . Eine Kontrolle ist
noch Entfernen der Verschlußschraube aus der Haube
möglich.
- Schad hafte Siebscheiben sind unbedingt auszuwech$el n . Die einwandfreie Funktion des Rotationsfilters wird am
- Beim Zusammenbau des Siebscheibenfilters ist ein An- besten am betriebswarmen Dieselmotor überprüft. da
ziehmomen't von 10 N.m nicht zu überschreiten . der Rotor nach dem Abstellen noch kurze Zeit ausläufl
- Dazu ist die Sechskantmuller M 8 stufenweise unter und dieses Drehgeräusch deutlich wahrnehmbar ist.
mehrmalig em Probieren anzuziehen. bis sich die Sieb- - Sollte die Schmutzablagerung im Rotor 20 mm über-
scheiben von Hand unter größerem Wid erstand gerade schreiten . ist die Reinigung in kürzeren Abständen vor-
noch gegeneinander drehen lassen . zunehmen .

48
Wurlun der Grundmaschine 6
- Werden keine Ablagerungen festgestell1. hat sich der
Rotor nur sehr langsam .oder überhaupt nicht gedreht.
Durch den Ausfall der Ol-Feinfilterung kommt es zur
Beeinträchtigung der Betriebssicherheit des Dieselmo -
tors .
- Der Rotationsfilter ist durch Fachpersonal zu überprü-
fen .

. Kro(tsto((.Grobfilter reinigen

ru;~
In der Kraftstoffanlage sind 3 Kraftstoffgrobfilter instal -
liert :
- Grob-Vorfilter zwischen Kraftstoffbehälter und Kraft-
stofförder pu m pe.
- Grob-Vorfilter an der Kraftstofförderpumpe und
- Grobfilter im Kraftstoff-Stufenfilter

Grobfilter im Kraftstoff-Stufenfilter
1 Vorfilter 4 Dichtung
2 Fe infilter 5 Dichtung
3 Filtereinsatz 6 Dichtung
7 Entlüftungsschraube
8 Sechskantschraube zur Befestigung des Filtertopfes
10 Druckfeder 9 Filtertopf

Bei allen Filterarten werden nach Abschrauben des Fil-


tertopfes oder Deckels die Drahtgeflecht-Filtereinsätze frei
und sind in Waschbenzin auszuspülen .
Fest haftender Schmutz ist mit einem Pinsel oder einer wei-
chen Bü r ste zu entfernen .
Zuletzt Grobfilter-Einsatz von innen nach außen mit Preß-
luft durchblasen.

Bild 6 - 20
Grobfilter mit Kraftstoffsystem

\ 7950
Bild 6 - 21 Bild 6 - 23
Grobfilter an der Kraftstofförderpumpe Benetzen der Filterdichtringe vor dem Zusammenbau

49
6 Warlung der Grund.aschlne

Nach Reinigung des Filtertopfes und Kontrolle des Dicht-


ringes erfolgt der Zusammenbau des Filters .
Um ein Krempeln der Dichtringe des Filtereinsatzes zu
vermeiden, sind diese innen mit Dieselkraftstoff oder 01
zu benetzen .
Sollte in einem Filtertopf Wasser gefunden werden . be-
steht höchste Gefahr für die Bauleile des Kraftstoffsystems .
In diesem Falle ist die gesamte Kraftstoffanlage zu enllee-
ren und nach Reinigung mit neuem Kraftstoff zu füllen!

Ventile des Kolbenverdichters


überprüfen bzw. auswechseln

lDjJ
Sechskantmuttern des Zylinderkopfes lösen. Saug- und
Druckventildeckel abnehmen .
Plattenventile sowie Dichtringe aus dem Zylinderdeckel
herausnehmen .
Nach gründlicher Reinigung aller Teile werden neue
Ventile und Dichtringe eingebaut.
Sechskantmuttern des Zylinderkopfes unbedingt gleich-
mäßig und über Kreuz anziehen .
Starke Ölansammlung im Zylinderraum und an den Ven-
tilen deutet auf verschlissene Kolbenringe hin .
n diesem Falle sollte der Kolbenverdichter einer Fach-
iNerkstatl zur Instandsetzung übergeben werden .
Bild 6 - 2S

Jehnach Filtertyp den Filtertopf oder den Filterdeckel ab-


sc rauben und Papierfiltereinsalz wegwerfen .

Bild 6 - 24
Zylinderkopf des Kolbenverdichters

Öl wechsel Einspritzpumpenregler

UU
Die Ablaß- sowie Entlüftungsschraube entfernen und Alt- 7951
öl möglichst im warmen Zustand ablassen.
Die Ablaßschraube wieder einsetzen und Motore nöl in Bild 6 - 26
der vorgeschriebenen Menqe auffüllen. (Bild 6 - 25) Benetzen der Dichtringe des Papierfilters

50
Wartung der Grundlllaschine 6
Nach Reinigung des Filtertopfes und Kontrolle des Dicht-
ringes erfolgt der Zusammenbau des Filters mit einem
neuen Filtereinsatz.
Um ein Krempeln der Dichtringe des Filtereinsatzes zu
vermeiden, sind diese innen mit Dieselkraftstoff oder Mo-
torenöl zu benetzen .

Achtungl
Der Betrieb des Dieselmotors ohne Filtereinsätze oder
mit beschädigten Filtereinsätzen führt nach kürzester
Laufzeit zum Ausfatl.{jer Kraftstoffanlage!

Zylinderkopfmuttern nachziehen

IUl.
Die Zylinderkopfmuttern sind grundsätzlich unter Be-
nutzung eines Drehmomentschlüssels in kaltem Zustand
des Dieselmotors auf ein Anziehdrehmoment von ·180±
10 N.m nachzuziehen.
Die Reihenfolge des nachstehenden Anziehschemas ist un-
bedingt einzuhalten!
Bild 6 - 28
Nachziehen der Zylinderkopfmuttern
mit Spezialschlüssel

Alle von außen zugänglichen


Schraubenverbindungen des Motors
kontrollieren und nachziehen

181M
~lIe Schraubenverbindungen, die von außen zugänglich
sind. werden auf festen Sitz überprüft und im Bedarfsfall
nachgezogen .
Dabei ist besonders auf Bauteile der Motoraufhängung,
der Kraftübertragung, des Kraftstoff-. Schmier- und Kühl-
systems zu achten.
In jedem Fall sind die Befestigungsschrauben der Ein-
spritzpumpenkupplung nachzuziehen.
Bild 6 - 27 Schraubenverbindungen mit einem vorgeschriebenen An-
- Anziehschema für Zylinderkopfmuttern ziehdrehmoment dürfen nur mit Dr.ehmomentschlüssel
1 Abgaskrümmerseite auf den festgelegten Wert angezogen werden. (Siehe unter
Abschnitt
1 Einspritzpumpenseite
"Anziehdrehmomente für Schraubenverbindungen") .

Bei Verwendung eines Spezialschlüssels brauchen die


Kipphebelblöcke sowie Einspritzdüsen nicht demontiert
zu werden .

51
..,.
6 Warlung der Grundmaschine

ÖI-Wasser-WörmeUbertrager
- Unter normalen Bedingungen wird der Wärmeüber-
trager durch die Spülung des Kühlsystems ausreichend
saubergehalten .
- Eine Überprüfung auf Kesselsteinansatz macht sich je-
doch erforderlich, wenn die Oltemperatur um mehr als
20 oe über der Kühlwassertemperatur liegt.
- Die Reinigung des Wärmeübertragers kann z. B. mit Si-
liron U 64 vorgenommen werden .

Achtung I
Die Benutzung von Ätznatron oder Sodalösung ist nicht zu-
lässig. da Aluminiumteile stark angegriffen werden!

Bild 6 - 29
Sechskantschrauben der
Einspritzpumpenkupplung nachziehen

Kühlsystem reinigen und überprüfen

NIl·1 Bild 6 - 31
Achtung!
Ablaßhahn am Wärmeübertrager
Bei warmem Dieselmotor Kühlerverschluß nur bis zur
Sicherheitsraste öffnen und Überdruck ablassen. Erst da-
nach vollständig öffnen.
- Das Kühlwasser möglichst im warmen Zustand ablas-
sen
(Kühler. Zylinaerblock. Wärmeübertrager) .
- Kühlsystem gründlich mit Druckwasser durchspülen.
frisches Wasser unter Zusatz von Kühlerreinigungsmittel
(z. B. Siliron U 64) einfüllen. Dieselmotor 8 bis 12 Stun-
den weiterbetreiben .

Achtung! ..
Keinesfalls Atznatron oder Sodalösung als
Reinigungsmittel verwenden!
- Nach dem Ablassen der Reinigungsflüssigkeit nochmals
gründlich spülen sowie alle Schlauchverbindungen auf
Dichtheit kontrollieren.
- Kühlsysteme mit der vorgeschriebenen Kühlflüssigkeil
füllen .

Kühler
- Je nach Einsatzbedingungen kann sich die äußere Rei-
nigung des Kühlers in kurzen Zeitabständen erforder-
1ich machen .
- Verschmutzu ngen werden mit kräftigem Wasserslra hl
oder mit Preßltlft beseitigt.
(Bei der Reinigung mit Wasser unbedingt Lichtmaschine,
Anlasser , Einspritzpumpe sowie alle Entlüftungsöffnun-
gen vor Wassereintritt schützen .)

Bild 6 - 30
Ablaßhahn am Zylinder block

52
Wartun der Grundmaschine 6
Kohlebürsten der Lichtmaschine und
des Anlassers prüfen

tDkI
Zur Vermeidung von Kurzschlüssen sind vor Arbeiten am
Anlasser oder an der Lichtmaschine die Botlerien abzu-
klemmen bzw . der Stromkreis mit Hilfe des Hauptschalters
zu trennen .
Lichtmaschine und Anlasser sind auf Grund der angewen-
deten Lagertechnik wartungsarm.
Anlasserritzel sowie Zahnkranz des Schwungrades wer-
den nach Ausbau des Anlassers gesäubert und mit einem
leichten Fetlfilm versehen (Heißlagerfett).

Bild 6 - 33
Kontrolle der Kohlebürsten
an der Drehstromlichtmaschine

D~e zum 1 . Zylinder des Dieselmotors führende Einspritz-


leitung vom Druckrohrstutzen der Einspritzpumpe ent-
fernen und Einstellröhrchen mit .pa-ssendem Winkelstück
aufsdlrauben.
Bild 6 -32 Bedienhebel in VolIaststeilung bringen , Kurbelwelle
Kontrolle der Kotl1ebürsten ~.orcndrehen, bis Kraftstoff in das Einstellröhrchen tritt.
am Schubankeranlasser l1berschneidungspunkt der Ventile des 1. Zylinders ein-
stellen und Kurbelwelle in Drehrichtung bewegen . bis der
Kraftstoffspiegel im Einstellröhrchen zu steigen beginnt
(Förderbeginn).
Nach Entfernen des Gewindestiftes im 0 ntriebsseitigen
Der Kurbeltrieb des 1 . Zylinders muß dabei 25 Grad vor
Schil~lager des Schubankeranlassers werden einige Trop-
dem Arbeitstotpunkt stehen .
fen 01 zur Schmierung der Ritzellagerbuchse eingefüllt.
Darüber hinaus erfolgt bei allen · Aggregaten eine Kon-
trolle der Kohlebürsten auf ausreichende Länge,
Leichtgängigkeit im Bürstenhalter und festen Sitz der An- Jedes Schwungrad besitzt zwei Markrerungen für den obe-
schlußlitzen . ren Totpunkt (OT) und die Kurbelwinkel 20, 25 und 30
Dazu sind je nach Gerät und Ausführungsart Blechverklei- Grad vor OT.
dung , Schutzkappe oder Kohlebürstenhalter abzubauen . Die Markierungen am Punkt " OTO" werden benutzt,
Instandsetzungsarbeiten dürfen nur von Fachwerksfällen wenn die auf der Anschlußfläche des Kurbelgehäuses an-
vorgenommen werden . gebrachte Kerbmarkierung zugänglich ist.

53
6 Wartung der Grund.ascillne

Liegen Abweichungen zum angegebenen Förderbeginn


vor, ist eine Korrektur an der Einspritzpumpenkupplung
notwendig .
Dazu wird das Schwungrad auf den Kurbelwinkel von
25 Grad eingestellt.
Klemmschrauben an der Lamellenkupplung der Einspritz-
pumpe bis zum Anschlag gegen die Drehrichtung verstel-
I en.
Dann langsam in Drehrichtung bewegen, bis sich der
Kraftstoffspiegel im Einstellröhrchen zu heben beginnt
(Förderbeginn) .
In dieser Stellung die Klemmschrouben der Lamellen-
kupplung festziehen (25 N .m), Einstellröhrchen enlfernen
und die Einstellspritzleitung montieren.

Bild 6 - 34
Schema Einstellröhrchen
1 Kapillarrohr
2 Gummihülse
3 Einspritzleitung (gekürzt)
4 Überwurfmutter
5 Druckrohrstutzen
7963
Bild 6 - 36
Einspr itzpumpen ku pplu ng
1 Sechskantschrauben zur Fe ineinstellung lösen.
2 Klemmschraube zur Befestigung der motorseitigen
Eins pritzpu m pen-K u ppl u ngshälfte
3 Stahlscheiben

Funktion des Kühlmitteltemperaturreglers


und des Kaltstortgerötes überprüfen
Kühlmitteltemperaturregler

'D.II
_ Der Kühlmitteltemperaturregler arbeitet wartungsfrei.
_ Eine Überprüfung seiner Funktion macht sich deshalb
nur erforderlich, wenn plöfzlich Abweichungen von der
vorgeschriebenen Kühlmitteltemperatur auftreten .
_ Der Schaltpunkt des Reglers liegl bei 80 oe, d. h. bis
zum Erreichen dieser Kühlmilteltemperatur müssen die
Kühlmiltelrücklaufleitung vom Regler zum Kühler und
der Kühler selbst kalt bleiben.
- Eine gleichmäßige Erwärmung aller Teile der Rücklauf-
leitung und des Kühleroberteils bei Wassertemperatu-
Bild 6 - 35 ren oberhalb 80 oe lassen auf einwandfreie Funktion
Schwungradmarkierung "OTO" des Reglers schließen .

54
Warlun der Grundmaschine 6
- Genaue Kontrollergebnisse erhält man jedoch nur,
wenn der ausgebaute Regler in einem Wasserbad er-
hitzt und die Wasserlemperatur mit1els Quecksilber-
thermofTleter gemessen wird.
Offnungsbeginn 80+4 oe
-.:~I t ge öffnet 95 oe
Offnungsweg 6 mm
- Regler be i abweichenden Werlen sind auszutauschen
und zur Instandsetzung an den VEB Meßgerölewerk
Quedlinburg einzusenden .

Bild 6 - 39
Startelement mit abgezogenem Schlauch

- Der geringste Kraftstoffaustrit1 aus dem bei laufendem


Dieselmotor abgezogenen Schlauch weist auf ein defek-
tes Magnetventil hin und erforderl den sofortigen Aus-
tausch oder das Blindschließen des Bauteiles.
- Bei der Montage eines Magnetventiles dürfen die An-
schlüsse keinesfalls verwechselt werden.
- Die Zulaufleitung gehört an den mit "E" gekennzeich-
neten Anschluß des Magnetventils. Hier muß eine Dros-
selscheibe ohne Bohrung eingesetzt sein . Die Rück-
laufleitung gehört an den Anschluß "A", an welchem
eine Drosselscheibe mit Bohru ng sitzt.
Da das Kalts1artgerät nur für Außentemperaturen unter
+5 oe für einen sicheren Motorstart benötigt wird, emp-
fiehlt es sich, bei Temperaturen über +5 oe das Gerät
elektrisch und kraftstoffseitig abzuklemmen .
Dazu ist die Leitung (GlühOberwacher - Magnetventil) am
GfUhOberwacher abzuklemmen .
Die Kraftstoffleitung (Filter - Magnetventil) wird vom Fil-
ter abgeschraubt und die freiwerdende Gewindebohrung
M 8x 1 mit einer Verschlußschraube abgedichtet.

Kaltstartgeriit
- Am Kaltstarlgerät machen sich keine Wartungsarbeiten
erforderlich.
- Eine Kontrolle der einwandfreien Funktion und vor al-
lem der Dichtheit ist unerlößlich, weil bei Schäden am
Magnetventil erhebliche Mengen Kraftstoff unkontrol-
liert in die Verbrennungsräume eintreten und einen har-
ten Motorlauf, starke Abgastrübung usw . nach sich zie-
hen .
- Beim Betätigen des Glühanlaßschalters in Stellung ,,1"
soll das tickende Öffnungsgeräusch des Magnetventils
deutlich wahrnehmbar sein .
- Leuchtet anschließend der Glilhüberwacher auf, ist das
Kaltstartgerät elektrisch in Ordnung.
- Aus dem vom Starlelement abgezegenen Schlauch muß
der Kraftstoff s~hnelltropfend ausfließen.
6 Wartung der Grundmaschine

1
z

7955
Bild 6 - 40 Bild 6 - 41
Anschlüsse am Magnetventil
1 Einlaß
2 Auslaß
3 Magnetventil
4 Startelement

BremsfiOssigkeitss.t ond prOfen

Kroftstoffbehälter reinigen
-I
Der Behälter. rur Bremsflüssigkeit befindet sich in der Fah-

t8PiJ rerkubine unterhalb des Fahrersitzes . (Bild 6 - 42) Der


Behalter muß ständig gefüllt sein, da sonst Luft in die
Bremsanlage eindringen kann .
Aus einem fast leergefahrenen Kraftstoffbehälter wird die (Entlüften der Fußbremse siehe im AbschniH 7)
Ablaßschraube entfernt und der Inhalt vollständig abge-
lassen . .
Am Boden abgelagerte Schmutz- und Wasserrückstände
lassen sich durch Spülen mit sauberem Benzin oder Die-
selkraftstoff entfernen .

Ölstondskontro lieHydroulikölbehälter .

Der Ölstand mul im Schaurohr des Hydraulikbehälters


sichtbar sein. Hydrauliköl darf nur über eine Dederon-
gewebe-Filterpatrone aufgefüllt werden . (Siehe hierzu
H 21) . \

Bild 6 - 42

56
Wartung der Grundlllaschine 6
Beleuchtungsanlage Funktionsprobe

Scheinwerfer-. Blink- . Rück-. Bremslicht und Rundum-


kennleuchte sind zu kontrollieren . Defekte Glühlampen
sind auszuwechseln . Alle Leuchten sind bei Bedarf zu
reinigen .

Reifen I uftd ruckkontrolle

l1li1
Zur Schonung der Reifen ist stets darauf zu achten, daß
der vom Reifenhersteller bzw . im Abschnitt "Technische
Daten" angegebene Luftdruck in allen vier Rädern ent-
sprechend der durchzuführenden Arbeiten vorhanden ist.
Eine tägliche Luftdruckkontrolle vor Arbeitsbeginn ist er-
forderlich . Betriebs.bedi.ngte Luftdruckerhöhungdurch Er-
wärmung des Reifens darf keinesfa"lts ausgeglichen wer-
den.
Der Reifenfüllschlauch kann zur Luftdruckerhöhung an Bild 6 - 43
den Druckregler (Bild 6 - 45). welcher sich unterhalb des
Druckluftbehälters befindet. angeschlossen werden .

.,.
Motor, Getriebe, Hydraulik-, Kraftstoff- und
Bremsanlage auf Leckstellen prüfen

Diese Prüfung beschränkt sich auf eine Sicht- bzw. Stand-


platzkontrolle . Werden Undichtheiten festgestellt. so wer-
Kondenswasser aus dem Oruckluftbehölter
ablassen

Das Querrohr vom Hinterrahmen wird als Druckluftbe-


hälter verwendet.
den diese durch Nachziehen der Verschraubungen oder. Am Querrohr befinden sich auf der rechten Seite der
falls erforderlich. durch neue Dichtungen beseitigt . Un- Druckregler und die Ablaßschraube für Kondenswasser
dichtheiten an der Lenkung sind nur vom Fachpersonal (Bild 6 - 45) .
zu beseitigen . Das Kondenswasser ist alle 50 Betriebsstunden abzulas-
sen, bei Tempernturen unter 0 oe jedoch alle 10 Betriebs-
stunden. Dazu ist der Häcksler leicht geneigt abzustellen,
so daß die Ablaßschraube on der tiefsten Stelle liegt.
Das als Druckluftbehälter dienende hintere Rahmen-
rohr ist ein Druckgefäß gemäß TGL 30330 (nicht freigabe-
und überwachungspflichtig) . Bei der Instandsetzung
und Prüfung sind die gesetzlichen Bestimmungen der
Schwingenauflage auf Höckselgutaufbau und TGL 30330 sowie die "Werkstoff- und Bau vorschriften der
Raum zwischen Ketten und Kettenschutz auf Dompf- und Drucktechnik" zu beachten .
Verstopfung überprüfen

llH
Motor abstellen.
- Schwingenauflagen überprüfen und bei Bedarf reinigen
(Bild 6 - 43).
- Eventuelle Verstopfungen zwischen Kellen und Ketten-
schutz sind zu beseitigen .

57
I
6 Wartung der Grundmaschi e

Die Praxis hat gezeigt, daß der Riemen in den ersten


50 Betriebsstunden einer höheren Dehnung unterliegt und
demzufolge die Keilriemenspannung nach dieser Zeit zu
prüfen und bei Bedarf nachzustellen ist.
- Bei Motorwechsel muß dieser neu ausgerichtet werden.
Als Fixpunkt dient hierzu die Keilriemenscheibe der
Häckseltrommel.
- Der Abstand der Häckseltrommelwelle von der An-
triebswelle des Motors muß 1125 ~ 3mm betragen.
- Neben dem Abstand des Motors von der Häckseltrom -
mel ist auch d ie Flucht der Keilriemenrillen von der
Häckseltrommelantriebs- und Motorabtriebsscheibe ge -
nau einzuhalten . Die zulässige Abweichung von der
Flucht beträgt max . 5 mm .

11 . Hinweis zum Einstellen des Variators


Die Einstellung des Variators ist infolge Abnutzung und
nach Riemenwechsel oder Reparatur an den angrenzen-
den Baugruppen notwendig.
Die richtige Einstellung muß unbedingt gewährleistet sein,
um die volle Funktionsfähigkeit und Lebensdauer des Rie-
mens zu garantieren .
- Überprüfung der richtigen Einstellung des Variators für
Bild 6 - 4S neue Variatorkeilriemen .
1 Querrohr (Luftbehälter) Die richtige Einstellung des Variators liegt vor, wenn
2 Druckregler am Steuerteil des Variators die zwei Anschlagschrau-
3 Ablaßschraube ben (Bild 6 - 47, Pos. 2) so eingestellt sind, daß der Ab-
stand der Variatorscheiben am Außendurchmesser bei
aufgeregeltem Variator (Bild 6 - 48) 88+1 mm beträgt,
d. h. die Plus-Toleranz ist auszunutzen.
- Einstellung des Variators bei Reparaturen ohne Aus-
wechseln des Riemens bzw . bei feststell barem Verschleiß
des Riemens .
Die Einstellung erfolgt analog wie bei neuen Riemen, je-
Einstellen.des Verbundkeilriemens doch mit dem Maß 88-1 mm, d. h. Ausschöpfung der Mi-
und des Variators 'nus-Toleranz. Die Stellschrauben sind entsprechend neu
auf Anschlag einzustellen .
- Einstellen der Slützrolle
Die Slützrolle darf nicht als Spannrolle benutzt werden!
I, Einstellungsvorschrift für den Sie ist so einzustellen. daß sie die Innenseite des Varia-
Verbundkeilriemen torriemens nur tangiert, d . h. daß der Riemen geslützt
bzw. 'gut geführt wird . Ein Nachstellen ist noch der Ein-
Motorabtrieb - Häckseltrommelantrieb laufzeit des Riemens etwa noch 50 Betriebsstunden er-
forderlich und durchzuführen.
Um einen erhöhten Verschleiß und damit einen vorzei-
tigen Ausfall 'a m Verbundkeilriemen für den Feldh(icksler - Ausrichten des Variatprs nach Reparaturen
zu vermeiden. sind nach Reparaturen an der HackseI- Nach durchgeführte'r Reparatur insbesondere an der
trommel und am Trommelantrieb die nachfolgenden Ein- Vorgelegewelle ist 'ein Ausrichten des hydraulischen
stellhinweise zu beachten: Variators notwendig . Dazu ist ein Abstandsmaß von
_ Um im ausge~uppelten Zustand des, Häckseltr~mmel­ X = 80 ± 1,5 mm zwischen den Festschei ben des fe-
antriebes ein Uberspringen und damit eine Schadlgung dergesteuerten und des hydraulischen Variators (siehe
des Verbundkeilriemens zu vermeiden. sind die nach Bild 6 - 49) zu gewährleisten .
Bild 6 - 46 vorgesehenen Maße einzuhalten. das heißt.
der Abstand vom Schutz zum Verbundkeilriemenrücken
muß am Riemeneinlauf 5 ~ ' mm und der Abstand lonen-
seite Schutz zum Verbundkeilriemenrücken 40+'0 mm
betragen . . .
_ Beim Keilriemenschutz 0203730100 (Motorabtneb) Ist
darauf zu achten, daß das Abstandsmaß von 5-1 mm an
allen Punkten eingehalten wird.
_ Um einen ruhigen Lauf des Verbundkeilriemens zu be-
günstigen, ist das Maß zwischen Riemenrücken und
dem Stab 0203427110 zur Keilriemenauflage im ge-·
spannten Zustand mit 20 mm einzustellen . ,. .
_ Die Einstellung der Riemenkupplung hat gemaß Bild
6 - 46 zu erfolgen. Das Maß A muß bei eingerückter
Kupplung 20+' mm und das Maß B bei ausgerückter
Kupplung 155±' mm betragen . Zum Einstellen dient
die Mutter C.

58
Wartun der Grundmaschine 6

59
r
6 Wartung der Grundmaschine

Anhängerbremsanlage auf Dichtheit prüfen

IW'.I
Bei einem Überdruck von 0,5 MPa im Luftbehälter dorf
der Druckabfall in 10 min 0.01 MPa betrogen.
Die Prüfung ist bei stehendem Motor und gelöster Hand-
bremse durchzuführen.
Ist der Druckabfall höher. muß eine Überprüfung und
Instandsetzung durch Fochpersonal erfolgen.

Befestigungsschrauben der Lagerböcke der


Bild 6 - 49 Vorgelegewelle auf Festsitz überprüfen

Motor abstellen.
Trillblech abschrauben.
Kabinenfilter reinigen Die Befestigungsschrauben der Lagerböcke. auch die des
Einstellbockes. auf Festsitz prüfen und gegebenfalls

11111 nachziehen (Bild 6 - 51).

Motor aus!
Gebläse einschalten und Kabinentür öffnen.
Sterngriff ziehen und drehen.
Vorfilter hochklappen.
Lösen der Klauen.
Feinfilter entfernen und mit weichem Besen reinigen.
Filterkosten mit Druckluft ausblasen.

8021
Bild 6 - 51

Bi ldb-SO
1 St er ngriff
2 Vorfilter
3 Klauen
4 Fe infilter
5 Fillerkalten

60
der Grundmaschine 6
Schleifstein kontrollieren, gegebenenralls
nachstellen bzw. wechseln

Motor abstellen .
Der Schleifstein ist nachzustellen, wenn der Schleifstein-
überstand "ü" kleiner als 10 mm ist (Bild 6 - 52) .
Er ist zu wechseln, wenn die Schleifsteinlänge "I" kleiner
als 52 mm ist.
_ Schleifsteinführung (Bild 6 - 52, Pos. 1) herausschrau-
ben , Klemmung des Schleifsteins lösen, dazu Schlüssel
am Vierkant des Knaggenrades und Anflächungen des
Gewindestückes 3 ansetzen.
_ Schleifstein auf ü = 17 bis 19 mm einstellen bzw . wech-
seln und wieder in Führung festschrauben.
Beim Wechseln des leicht konischen Schleifsteins ist da-
rauf zu achten, daß sich der größere Durchmesser
(040 + 0,5 mm) on der überstehenden Seite befindet.

Bild 6 - 53

Dichtheit des Anhängerbremsventils prüfen

Der Druckabfall in der Anhängersteuerleitung dorf in


3 min 0,01 MPa betrogen. Die Prüfung ist bei stehendem
Motor durchzuführen . Die Fußbremse irt so einzustellen,
daß die Anhöngersteuerleitung auf etwa 0,3 MPa Über -
druck entlüftet.
Ist der Druckabfall höher , muß eine Überprüfung und
Instandsetzung durch Fochpersonal erfolgen.

Bild 6 - 52 Ölwechsel Stirnrad - Schaltgetriebe


1 Schleifsteinführung
2 Schleifstein
3 Gewindestück

Dos Öl ist im warmen Zustand abwlass e n. Der Magnet -


filter an der Ve rsch lußschr a ub e ist z u söubern .
Danach ist vQrgeschriebenes Getriebeöl aufzufüllen, bl e s
aus der Öffnung der Ölstandskontrollschraube hera us -
Befestigungsschrauben für Distanzrohr zwi- tri" . ( Bild 6 - 54)
schen den Schwingen der Preßwalze auf Fest-
sitz überprüfen

Motor abstel ler. .


Die mit e in en; Pfe il gemöß Bild 6 - 53 gekennzeichneten
Be fes tigungssch r auben sind auf Fe s/si tz zu überprüfen und
gegebenenfalls nachzuziehen .

61
6 Warlung der Grundm-aschlne

43 7
Bild 6 - 54 Bild 6 - 56
1 Öistandskontrolischraube
1 Öleinfüllschraube
2 Ölstandskontrollschraube
3 Verschlußschraube mit Magnetfdter
Das Öl ist im warmen Zustand abzulassen. Der Verschluß-
schraube ist zu säu bern . Danach ist.~"'orgeschr. iebenes Ge-
tr iebeöl aufzufüllen . bis es aus der Offnung der Ölstands-
kontrollschraube heraustritt (Bild 6 - 55 und 6 - 56) .

Ölwechsel Endvorgelege

Ölwechsel Stirnrad - Wendegetriebe

Das Öl ist im warmen Zustand abzulassen. Der Magnet-


filter an der Verschlußschraube ist zu säubern . Danach
ist vorgeschriebenes . Hydrauliköl aufzufüllen . bis es aus
der Offnung der Olstandskontrollschra u be hera ustrill.
(Bild 6 - 57)

44
Bild 6 - 55
1 Öleinfüllschra~be
2 Verschlußschraube

62
Wartun der GrundRlaschlne 6
Motor abstellen.
Deckel vom Stirnradwendegetriebe abbauen.
- Das Maß c = 0,4-0,6 mm im eingerückten Zustand
der Kupplung über einen Winkelhebel prüfen .

Bei Maßabweichung ist wie folgt zu verfahren:


- Die Innensechskantschraube des Stellrings um etwa
2 Umdrehungen lösen (nicht herausdrehen).
- Die Korrektur ist bei ausgeschalteter Kupplung mit dem
Stellring vorzunehmen, wobei 25 mm Weg in Umfangs-
richtung einen c = 0,1 mm entspricht.
- Die Innensechskantschraube des Stell ringes wieder an-
ziehen und bei ausgerückter Kupplung das Maß c über
einen Winkelhebel prüfen. Gegebenenfalls ist eine noch-
malige Korrektur vorzunehmen (Bild 6 - 58).
- Im ausgerückten Zustand der Kupplung muß das Maß
a = 1,7 mm betragen und kann geringfügig flach oben
abweichen, wobei das Lamellenpaket in Pfeilrichlung
zu drücken ist.
- Einstellung und Prüfung am zweiten Lamellenpaket
wiederholen.

Ein Austausch der Lamellenkupplung bzw. Kupplungspa-


kete ist erforderlich , wenn
- die Dicke der Kupplungslamelle unter 1,2 mm beträgt.
- die Kupplungslamellen starke Freßstellen bzw. Freß-
riefen oder Formabweichungen von mehr als 0,2 mm
von der Ebene aufweisen.
Bild 6 - 57
1 Öleinfüllschraube
2 Ölstandskontrollschrau be
) Verschlußschraube mit Magnetfilter

Wendekupplung nachstellen

11»'11)

63
6 Warlung der Grundmaschine

Ölwechsel und Filterreinigung Hydraulikan- 2. Ausbau der Filterpatrone


lage
,:,~.
1. Öl ablassen
Motor aus !
- Hydraulikanlage enllasten, Aufnehmer bzw. Schneid-
werke absen ken.
- Saugschlauch entfernen und Öl aus dem Hydraulikbe-
hälter laufen lassen.
- Anschlüsse der Arbeitszylinder von Schmutz säubern
und anschließend abschrauben, durch Verschieben der
Kolben Öl herausdrücken , Anschlüsse wieder festzie-
hen. (Bild 6 - 59)

Bild 6 - 60
1 Deckel mit Ri,ngmagnet
2 Öleinfü,lIsch ra u be

- D;e 4 Stück Schrauben (1) herausdrehen und den Dek-


kel mit Ringmagnet (2) abhe~en .
- Die Filterpatrone (3) zusammen mit dem Schmutzfang-
becher (4) aus dem Gehäuse (5) herausnehmen .
- Filterpatrone aus dem Schmutzfangbecher herausdrük-
ken und liegend abtropfen lassen (Bild 6 - 61).

Bild6-S9
1 Hydraulikölbehälter
2 Saugschlauch

Bild 6 - 61 Fl üssigke itsf ilter


"1 Sechskantschraube 4 Sc hmutzfangbech e r
2 De ckel mit Ringmagnet 5 G eh äuse
3 Filterpatrone 6 Differenzdruckvent il

64
Wartu der Grundmaschine 6
3. Filterpatrone reinigen Einfüllen des Öls grundsätzlich nur über den
- Steckanschlüsse mit Verschlußkappen versehen. um Filter.
das Eindringen von Schmutz auf der Reinseite zu ver- Dazu nur Schraube (Bild 6 - 60. Pos. 2) herausdrehen .
hindern . Patrone in Waschbenzin bis zu vier Stunden Nach dem Olwechsel ist die Hydraulikanlage zu en!lüften
lagern. anschließend mit Zylinderbürste sorgfältig rei - (siehe Abschnitt 7) .
nigen und in sauberem Waschbenzin spülen (B.ild 6 - 62)
Verschlußkappen entfernen und Filter bzw. Olbehäl1er
komplelt montieren .

Fuß- und Handbremse nachstellen


Fußbremse nachstellen (Bild 6 - 63)

- Motor aus!
- Vorlegekeile angelegt! Handbremse gelöst!
- Portalwellenverbindung lösen .
- Schraube entfernen .
- Bremstrommel 3 drehen . bis Öffnung über Zahnscheibt::
des Bremszylinders steht.
- Zah~cheibe 4 verstellen . bis Bremstrommel von Hand
nicht mehr drehbar ist. Dabei mehrmals Handbremse
betätigen.

Bild 6- 62
1 Filterpotrone
2 Rundring
3 Verschlußkappe
4 Bürste

4. Ringmagnete, Deckel und Gehäuse


Die Ringmagnete . Deckel (2) und Gehäuse (5) sind mit ei-
nem I')ichlfase r nden Lappen zu säubern oder mit Preßluft
abzulassen (ßilrf 6 - 61) .

5. Differenzdruckventil
Der Ventliteller bzw . die Ventil kugel des Differenzdruck-
ventils (6) ist gegen die Feder zu drücken und der Ventil-
sitz mit Preßluft auszublasen . Dabei sind Beschädigungen
des Ventilsitzes zu vermeiden (Bilti 6 - 61) .

6. Einbau der Filterpatrone


Fil1erpatrone im Schmutzfangbecher eindrücken . Noch
dem Entfernen der Verschlußkappen ist die Filterpatrone
mit der einen Führungsbuchse in den Aufnahmezapfen
-ies Gehäuses (5) und mit der anderen Führungsbuchse in
den Deckel (2) zu drücken . Danach ist der Deckel anzu-
schrauben (Bild 6 - 61) .

Bild 6 - 63
7. Öl auffüllen 1 Portalwellenverbindung
Achtung! 2 Schraube
Zum Ölauffüllen wird eine feinere Dederongewebe- Filter- 3 Bremstrommel
patrone HYD 25-70/ 95 eingesetzt. die anschließend wieder 4 Zahnstheibe. oberer Rodb r emszylinder
gegen das serienQ1äßige Filter HYD 63-70/ 95 ausgetauscht 5 Drehrichtung Bremstrommel
wird. 6 Za hnscheibe. unterer Rad bremszyl inder

65
6 Warlung der Grundlnaschlne
- Drehrichtung 5 beachten.
Fahrkupplung nachstellen (Bild 6 - 65)
_ Zahnscheibe 4 zurückstellen. bis Bremstrommel frei
drehbar (etwa 3-5 Zähne) .
_ Einstellvorgang am zweiten Bremszylinder 6 wieder-
",11
holen. Motor aus!
- Schraube 2 befestigen. - Ist das Maß k kleiner als 1 mm , ist das Kupplungsspiel
Portalwellenverbindung 1 wieder herstellen. nachzustellen .
- Einstellvorgang an 2. Radnabe wiederholen. Bolzen 1 entfernen.
Hebel 2 von Hand bis Anschlag anheben .
Gabelkopf 3 auf k = 3 mm einstellen .
Bolzen montieren.
Kontrolle bei geöffnetem Deckel 4.
Bei O-Stellung muß der Abstand zwischen Ausrücklager
und Tellerfeder 2 +1.2 mm betragen.
Getriebebremse nachstellen.

Handbremse nachstellen (Bild 6 - 64)


_ Motor aus! Vorlegekeile angelegi! PortalweJlen gelöst!
Fußbremse muß eingestellt sein.
_ Raststellung 1. Bremstrommein frei drehbar (Dreh-
richtung beachten) .
_ Raststellung 2. Bremsbacken beginnen zu schleifen,
aber noch von Hand drehbar .
_ Raststellung 5 bis 7, Bremstrommel fes!.
_ Wird Bremslrommel erst nach Raststellung 7 fest. muß
nachgestellt werden ..
_ Das Nachstellen erfolgt über die Waage an den zu
konternden Muttern A .
_ Portalwellenverbindung wieder herstellen.

Bild 6 - 65
1 Bolzen
2 Hebel
3 Gabelkopf
4 Deckel

Getriebebremse nachstellen

II:EI
Nach dem Nachstellen der Fahrkupplung muß die Ge-
triebebremse wie folgt nachgestellt werden :
- Motor aus!
Fahrkupplung in O-Stellung.
- Deckel entfernen.
- Ein Nachstellen erfolgt an den Muttern (Bild 6 - 66).
- Beim Nachstellen der Getriebebremse ist darauf zu
Bild 6 - 64
achten, daß der Abstand zwischen Bremsbelag und
Bremsscheibe bei nicht betätigter Kupplung etwa 1 mm
beträgt.
- Deckel anschrauben.

66
Warlun der Grundmaschine 6
1. Radrnullern für Triebräder Mt = 300 N .m

2. Radrnullern für Lenkräder Mt = 120 N.m

3. Schrauben für Lenkhebelbefestigung Mt = 150 N .m

4. Stirnrad-Getriebe - Achse Mt = 400 N .m

5. Stirnrad-Schaltgetriebe - Achse Mt = 200 N .m

6. Stirnrad-Wendegetriebe
Getriebebrücke Mt = 300 N.m

7. Triebachse-Hinterrahmen Mt = 200 N.m

8. Motor - Motorra hmen Mt = 44 N.m

9. Motor-Konsol MI = 140 N .m

10. T rom mel kör per-Messerlräger


(Häckseltrommel) Mt = 250 N .m

11 . Messerträger-Häckselmesser
(Häckseltrommel) Mt = 130 N.m

12. Gegenschneidenbefestigung
überprüfen Mt = 230 N .m
Bild 6 - 66
13 . Schrau ben Motorkeilriemenscheibe Mt "= 75 N.m

Überprüfen der Schraubverbindungen

Folgende Schraubverbindungen sind nach den ersten Ein Überprüfen bzw. Nachziehen der genannten Schraub-
50 Belriebsstunden auf Festsitz zu überprüfen und bei Be- verbindungen hat nach der Ausführung von Instandhal-
darf nachzuziehen : tungsarbeiten wieder nach SO Belriebsstunden zu erfolgen .

67
6 Wartung der Grundlßaschlne

Ketten- und Riemenlaufplan

Bild 6 - 68

68
Wartung der Grundmaschine 6
Hin weis zum Spannen des Kettentriebes 4 Abstellen und Konservie r en
1. Mutter M 20 x 1,5 lösen.
2. Kette durch Nachstellen des Kettenspanners spannen.
3. Mutter M 20 x 1 .5 festziehen .
Bei einer Abstellung des Häckslers bzw. der Aufnehn,er
und Schneidwerke bis zu 4 Wochen. sind folgende Maß-
nahmen du rchzuführen :
- Maschine säubern .
Hinweis zum Spannen der Kettengetriebe S; 7; - Überprüfung auf Betriebs- und Verkehrssicherheit und
Beseitigung vorhandener Mängel.
Sämtliche Schmierstellen der Schmierintervalle 10 hB
1. Multer M 20x1 ,5 lösen . und 50 hB an Hand der Schmierpläne schmieren .
2. Kette mit Spannschraube spannen . Blanke Teile . wie Rollenketten , Mähfinger. Mähmesser
3. Mutter M 20 x 1.5 festziehen . und Messerführungsteile sowie Scharniere und Gelenke
4. Spannschraube nochmals festziehen . mit Rostschutzöl einsprühen .

Abstellhinweise über vier Wochen


Montogehinweis für Ketten: Bei längerem Abstellen . z. B. nach Kampagneschluß. ist
Alle Ketten (außer Dreifachkelte) haben Splintbolzen- Im Interesse der Werterhaltung der Maschine von größ-
verschlüsse der Steckglieder. ter Bedeutung . daß nachfolgende Pflege- und Konservie-
rungsmaßnahmen gewissenhaft durchgeführt werden :
- Maschine gründlich söubern .
Dabei sämtliche Ernterückstände an den Arbeitsorga-
nen wie FIngerbalken. Förderschnecke. Förderbänder.
Haspel, Häckselkasten. Auswurfbogen usw . entfernen .
Hinweis zum Spannen der Keilriemen 1 u. 6 An Hand des S'chmierplanes sämt li che Schmierste l len
Diese Keilriemen können durch die Spannrolle B mittels abschmieren sowie erforderlichen Ölwechsel durch-
Stellschraube gespannt werden . fü hren .
Blanke Teile einfetten oder mit Korrosionsschutzmittel
einsprühen . Alle Scharniere. Schubschalter. Glüh- und
Anlaßschalter . Gelenke . Mähmesser und Messerfüh-
rungsteile einfetten .
Achtung. Unfollgefahrt Die Keilriemen abnehmen. säubern und in gee igneten
Räumen (trocken und kühl) lagern .
Arbeiten an Antriebselementen sind grundsätzlich nur Verkleidungsteile und Fahrerhaus mit Wachsfluid ein-
bei ausgeschaltetem Motor durchzuführen. sprü hen .

Ud . Benennung von Baugruppe nach Baugruppe


Nr .

Verbu nd keil riemen Dieselmotor Zwischen welle


2 Verbu ndkeilriemen Dieselrnotor Häckseltrommel
3 Breitkeilriemen Zwischenwelle Stirn rad-Scha Itgetriebe
4 Rollenkette Z~chenwelle Stir n rad- Wendegelriebe
5 Rollen kette Stirn rad-Wendegelriebe Ru;schkupplung
6 Verbund keilriemen SI irnrad- Wendegelriebe Vorgelege
7 Zahnradtrieb Ku pplungswelle Zweigelenkwelle
(Abtrieb Rutschkupplung) zum Preßwalzenantrieb
8 Rollenkette Glaftwa Izena btrieb Walze I
9 Rollenkette Walze I Walze 11
10 Rollen kette Walze 1I Walze 111
11 Rollenketfe Walze 111 Ei nzugswa Ize . unten
12 Rollenkette Einzugswalze unten Zw ischen lager . I und 11
13 Rollenkette
, Zwischenlager 11 Einzugswalze . oben
14 Rollenkette Preßwalze Vorpreßwalze

69
6 Warlung der Grundillaschine

Besonders zu beachten sind Schnittkanten, Abtropfkan- Betriebsstoffe


ten, Punktschweißüberlappungen sowie atte nicht durch-
gängig geschweißten Verbindungen . Alle zu konservie- Kraftstoff
renden Teile müssen trocken und frei von Fett sein (evtl.
Entfettung mit organischen Lösungsmitteln wie Benzin tm Inland ist der Dieselmotor grundsätzlich mit der KrCLft-
o. a.). stoffsorte DK 1 (TGL 4938) zu betreiben.
- Sämtliche Rollenketten abnehmen, reinigen und kon- Für ausländische Kunden wird die Benutzung von Mar-
servieren, d. h. gereinigte Ke1ten in erwärmtes Feit z. B. ken-Kraftstoff vorgeschrieben, der folgende Parameter
Adhäsionsfett (70 ° C) einlegen. Bei Annahme der Bad- aufweisen soll:
wärme Ketten herausnehmen, abtropfen lassen und
geschützt aufbewahren. Dichte bei 20 oe 0,815 . .. 0,875 g/cm 3
- Reglerscheiben der Variatoren, Schiebesitze der be- Zündwilligkeit 40
weglichen Variatorscheibe, Schaltstangen an Stirnrad- Schwefelgehalt 0,5%
Schaltgetriebe und Stirnrad-Wendegetriebe, Gegen-
schneide und Häckselmesser einfetten.
Bei Umgebungst~mperaturen unter 0 oe muß rechtzeitig
- Die Maschine auf erforderliche Reparaturen überprü-
auf kaltebestandlgen Kraftstoff (Winterdiesel) umgestellt
fen . Alle Schraubverbindungen sind auf festen Sitz zu
werden, da sonst durch Pyraffinauscheidungen Verstop-
kontroll ieren.
fu ngen der Kraftstoffa n I age entstehen.
- Häcksler, Aufnehmer und Schneidwerke nach Konser-
vierung nicht der Witterung aussetzen, in trockenen
Räumen, in denen keine Düngemittel lagern, abstellen.
- Die Batterien sind auszubauen und in einem trockenen,
frostfreien Raum aufzubewahren . Säurestand und
Säuredichte sind zu prüfen. Im Zeitabstand von
4-6 Wochen sind die Batterien nachzuladen, die
Anschlüsse sind zu reinigen und mit Po/fett vor Oxid-
bi/dung zu schützen.
- Der Hacksler ist aufzubocken, so daß die Reifen ent-
lastet sind . Hierbei Hinweise über Raddemontage (Ab-
schnitt 7) beachten. Lagerung und Tanken
- Bei längeren Abstellen des Schneidwerkes auf dem
Beim Umgang mit Kraftstoffen ist auf äußerste Sauberkeit
Transportwagen ist dieser an den gekennzeichneten zu achten.
Stellen aufzubocken.
Bei dem Aufbocken ist mit der hinteren Achse zu begin-
nen. Der Wagen ist bei diesem Vorgang gegen Wegrol-
len zu sichern. Um Unfälle zu vermeiden, muß das Ge-
rät auf ebenem, festem Boden waagerecht abgestellt
werden .
18019
Konservierung des Dieselmotors
Bei längerer Lagerung oder Außerbetriebnahme von
Dieselmotoren können infolge Kondenswasserbildung in-
nere und äußere Korrosionserscheinungen auftreten.
In Abhängigkeit von der Kraftstoffqualität und den Um-
gebungstemperaturen zieht Harzbildung in den Bauteilen
der Einspritzpumpe und in den Einspritzdüsen den Ausfall
des Kraftstoffsystems nach sich .
In Extremfällen führen die genannten Erscheinungen bis
zum Totalschaden des Dieselmotors.
Deshai b sind folgende Gru ndsätze zu beachten:

Muß ein neuer oder bereits betriebener Diesel-


motor länger als 3 Monate gelagert werden,
hat vordem eine Konservierung de r M-otor-
innenteile und des Kraftstoffsystems zu er-
folgen!
Schmutz-Ablagerung
Bei weiler andauernder Lagerung ist die Konservierung
im gleichen Zeitabstand zu wiederholen. Bild 6 - 69 z&igtdie richtige
Liegen optimale Lagerbedingungen vor (Unterbringung Kraftstoffentnahme aus einem
im geschlo~senen Raum, konstante Lufttemperatur und mehrere Stunden gelagerten Faß.
Luftfeuchtigkeit) , machen sich die Konservieru ngsarbeiten
nur alle 6 Monate erforderlich.
Als Konservierungsmittel für Motorinnenteile wird Kor-
rosionsschutzöl KMO 49 TGL 15621 (KMO) und für Ein-
spritzanlagen das Einspritzpumpenprüfmittel mit Korro-
sionsschulzwirkung Prüf(lüssigkeit S 100 D TGL 39-771/08 Das Tanken aus kurz zuvor gerollten oder
(KSE) vorgeschri~ben.
Im Bedarfsfall kann die Konservierungsvorschrift bezogen bewegten Kraftstoff-Fässern ist unbedingt zu
werden. vermeiden!

70
Warlun der GrundlDGschlne 6
Motorenöl Bei Motorschöden, die durch Verwendung
Der Dieselmotor ist grundsätzl ich mit legiertem Motorenöl ungeeigneter Motorenöle entstanden sind ,
zu betreiben. Dieses gilt auch für Kolbenverdichter und lehnt der Motorenhersteller jegliche Garantie.
Einspritzpumpe . ansprüche ab!
I m Inland wird vorge5chrleben:
Bei Umgebungstemperaturen von +10 oe bis +35 oe
MD302
bei Umgebungstemperaturen von -20 oe bis +15 oe
MD '122
Unseren ausländischen Kunden empfehlen wir eine Kon-
sultation bei der zuständigen Vetriebsorganisation für
Ma rken-Schmierstoffe.
Es dürfen in jedem Falle nur hochlegierte HD-Motorenöle
entsprechend nachfolgender Spezifikation zur Anwendung
gelangen:

Ölqualitäl (Spezifikation)
Betriebsver-
hällnise
I
Öltyp I RGW-Standard
I API-K lassifi kation

normal* Supplement 1 Ölgruppe e eB


schwer*'" Series 2 Ölgruppe D ee

Viskosität
I
Außen Iufllem peratu r
unter -10 oe ... 15 oe -10 o e ... + 1s o e +10 oe ... +3S c e
Normal
SAE10W SAE 20 W /20 SAE 30
schwer

'" Betrieb des Dieselmotors ** Betrieb desDieselmotors


- in normalen Drehzahlbereichen - bei hoher Belastung
- bei Benutzung von hochwertigem Marken kraftstoff - bei hoher Motordreh;rahl
- bei longzeitiger Unterschreitung der vorgeschriebenen
Betrie bstem peratu r

Luftfilteröl Kühlmittel im Winter :


Es wird empfohlen. die gleiche Ölsorte wie für den Mo- 29 I enthärtetes Wasser (1 ° dH) frostsicher
tor zu verwenden. obwohl die Verwendung von legierten 16.7 I Gefrierschutzmittel Frostox bis -20 oe
Ölen nicht erforderlich ist.
Die Verwendung von Ölen nach der Viskositätsklasse.
die für die jeweilige Umgebungstemperatur erforderlich Getriebeöle
ist. muß dagegen unbedingt gewährleistet sein. Sti rnradschdltgetriebe.
Folgende Schmieröle können im Inland verwendet wer- Endvorgelege : GL 220 TGL 21160
den: Stirnradwendegetriebe : XM68 oder H46 R
V 115 bei +10 oe bis +40 oe
R 70 bei +2 oe bis +31 oe
Hydrauliköl
Kühlmittel XM 68 oder H46 R
Zur Vermeidung von Kesselsteinbildung ist enthärtetes
Wasser (1 ° dH) zu verwenden . Bremsflüssigkeit
Zur Vermeidung von Korrosionsschäden ist dem Kühl- Karipol grün
millel ein Korrosionsschutzmittel beizumischen . Im Inland
ist das Korrosionsschutzmittel 3 x K-O zu verwenden.

Kühlmittel ill1 Sommer :


42 I enthärtetes Wasser (1 ° dH)
2.2 I Korrosionsschutzmittel 3 x K-O

71
6 Warlung der Grundmaschine

Mengen der Betriebsstoffe


Sti r n rad-Scha Itgetri e be 3,5
- Ölmengen Endvorgelege 1,5
Motorkurbelgehäuse 20 Stirnrad-Wendegetriebe 4,0
Einspritzpumpe 0,5 I Hydraulikanlage 10
Einspritzpum pen regler 0,13 I - Fassungsvermögen des Kraftstoffbehälters 185
Kol benverd ichter 0,20 I - Kühlmittel etwa 45
Luftfilter 2.8 I - Bremsflüssigkeit 0,6

Anziehdrehmomente für
Schraubverbindungen
Vorgeschriebene Anziehdrehmomente für den
Motor
Für die nachfolgend aufgeführten Schraubverbindungen
wird ein Anziehdrehmoment vorgeschrieben . Die angege-
benen Werte gelten für geölte Gewinde und Afulageflä-
ehen!

Anziehdrehmoment
Benennung
I Gewinde
I Schraube
I Mutter
I N.m

I
Hau ptlagerschrauben M16x1.5 S.8 150±10

Schrauben für Gegengewichte M 14x1.5 10.9 150±10


--- .. - -
Schwungradschrau ben M16x1.5 10.9 220± 1 0

Pleuelschrauben M14x1.5 140±10


--- ------ .- - -
Stiftschrauben für
M 14 80±5
Z yt inder kopfbefestigung
---_._-- - _ ._ ----
Zyl inderkopfmuHern M14x1.5 8 180±10

Zyl inderblockmuttern M16x1 , 5 5 1 50±1 0


I

Nabenflanschschrau ben M12 8.8 75±5 I


Schrauben für Kurbelwellen-
M 10 8 .8 45±5
I
Keilriemenscheibe
- _. ,- .-
Mutter für Keilriemenscheibe
Drehstrom lichtmaschine
SO 40±0.5

Schrau ben der Einspritz·


M8 8.8 25±0.5
pumpenkupplung

72
Warlun der GrundRlaschlne 6
Allgemeine Anziehdrehmomente in N . m

Schmierzustand

Gewinde
geschmiert I ungeschmiert
Werkstoff Werkstoff
4.6 5.6 5.8 8.8 10.9 \ 4.6 5.6 5.8 8.8 10.9

M6 3.6 4.6 6.2 10 14 4 5 6.7 11 15


M8 9 12 15 24 34 9.8 12 16 26 37
M 10 18 22 30 48 68 20 24 32 53 74
M12 32 39 53 84 118 34 42 .60 91 127
M 12x 1.5 33 41 54 86 122 36 43 59 94 132
M 16 75 96 126 204 287 83 104 138 222 313
M16x1,5 78 101 133 214 300 86 106 144 229 327
M 20 155 195 258 403 580 166 203 276 438 626
M20x1,5 166 210 276 442 628 183 227 307 486 688
M 24 266 340 441 713 1000 292 353 480 773 1089
M 30 528 664 875 1414 1991 584 713 966 1540 2157
M 36 926 1177 1549 2481 3511 1010 11S5 1697 1707 3815

73
o
6 Waltung der Grundlßaschlne

Zusammenfassung der Wartungsarbeiten

Kraftstoffvorrat prüfen

ID'~ KUhlwasserstand prüfen

BI Öistandskontrolle bzw . Ölwechsel Kurbelgehäuse

UD Öistandskontrolle bzw . Ölwechsel Kolbenverdichter

'."1
..-
Säurestand der Batterie prüfen

Luftfilter warten

UH Keilriemen von Lüfter und Lichtmaschine kontrollieren. bei Bedarf nachspannen

IB.I Ölwechsel Einspritzpumpe

UD Einspritzd üsen überprüfen

1Ul'1 Ventilspiel kontrollieren und einstellen

IDII Ölfilterkombination reinigen

UP~ Kraftstoff-Grobfilter reinigen

ImJ Ventile des Kolbenverdichters überprüfen bzw. auswechseln

IDlI Ölwechsel Einspritzpumpenregler

,..1 Pa pier- Kraftstoffilter patrone auswechsel n

'M ZylinderkopfmuHern nachziehen

Alle von außen zugänglichen Schraubverbindungen des Motors kontrollieren und nach-
tD;A ziehen

74
Wartung der Gru dlllaschine 6

mI.1 Kühlsystem reinigen und überprüfen

WkI Kohlebürsten der Lichtmaschine und des Anlassers pr üfen

r9m Förderbeginn der Einspritzpumpe kontrollieren

Funktion des Kühlmitteltemperaturreglers und des Kaltstartgerätes überprüfen

Kraftstoffbehälter reinigen

Öistandskontrolle Hydraul ikölbehält .. r

Bremsflüssigkeitsstand prüfen

r.u Beleuchtu ngsan lage Fu n ktionsprobe

r:&1 Reifen I uftdruck kontrolle

Motor. Getriebe. Hydraulik- . Krafstoff- und Bremsanlage auf Leckstellen prüten

Schwingenauflage auf Häckselgutaufbau und Raum zwischen Ketten und Kellenschutz


IIwl auf Verstopfung überpr~fen

Kondenswasser aus Druckkessel ablassen

Einstellen des Verbundkeilriemens und des Variators

Kabinenfilter reinigen

IIItJ Anhängerbremsanlage auf Dichthe it prüfen

11m Befestigungsschrau ben der Lagerböcke der Vorgelegewelle auf Festsitz überprüfen

75
10·
6 Warlung der Grundmaschine

Imtl Schleifstein kontrollieren. gegebenenfalls nachstellen bzw. wechseln

Befesligungsschrauben für das Distanzrohr zwischen den Schwingen der Preßwal ze au


Fes1sitz überprüfen

Dichtheil des Anhöngerbremssystems prüfen

Ölwechse! Stirnrad -Schal1getriebe

Öl wechsel Endvorgelege

Ölwechsel Stirnrad -Wendegetriebe

Wendekupplung nachstellen

Ölwechsel und Filterreinigung Hydraulikanlage

Fuß- und Handbremse nachstellen

Fahrkupplung nachstellen

r:ta Getriebebremse nachstellen

Überprüfen der Schraubverbindungen

76
ichtperiodische Warlun sarbeiten

Nichtperiodische Wartungsarbeiten
In diesem Abschnill der Bedienungsanweisung geben wir
eine Anleitung zur Instandsetzung schnellverschleißender
bzw. durch Fremdkörpereinwirkung gefährdeter Arbeits-
werkzeuge, sowie zur Behebung allgemeinauftretender
Schäden . Die Höhe der möglichen Schäden ist beeinfluß-
bar , indem der Steinbesatz der abzuerntenden Flächen
gering gehalten wird bzw . auf eine ebene Erntefläche
ohne Maulwurfhügel, tiefe Rinnen , Bülten oder ähnl i ches
geachtet wird . Bei Ernteflächen mit hohem Steinbesatz
sind die bodengeführten Arbeitsorgane entsprechend hoch-
zustellen .
Auch in den Einzugsorganen liegengelassene Werkzeuge
oder Masch inenteile können erheblichen Schaden an der
Häckseltrommel verursachen . Deshai b ist es immer zweck -
mäßig. vor Inbetriebnahme des Häckslers den Rücklauf
der Zuführorgane einzuschalten .

Variotorriemen wechseln
- Das rechte Tr iebrad und den Variatorriemenschutz
abbauen .
- Die innere Keilriemensch.eibenhälfte des Variators auf
der Vorgelegewelle ist hydraulisch oder von Hand zur Bild 7-2 1 Anschlußleitung
Häckslermitle zu schieben (Scheiben öffnen) .

Hinweis: Scheinwerfer einstellen


Ein Verschieben von Hand ist notwendig . wenn die Hy-
draulikanlage n icht funktionsfähig . oder der Variator-
riemen ger issen ist.
Um die Keilriemenscheibenhälfte von Hand verschieben
zu können, muß die Anschlußle itung zu den Betätigungs-
kolben des Variators gelöst werden . (Bild 7 - 2, Pos . 1)
- Lösen der 3 Sechskantschrauben am federbelasteten
Variator (Bild 7 -1, Pos. 1) und die äußere Keilriemen-
scheibenhälfte abziehen .
- Variatorriemen abnehmen .
- Neuen Variatorriemen zuerst auf hydraulisch gesteuer-
ten und dann auf federbelasteten Variator auflegen .
- Federbelasteten Variator wieder zusammenbauen,
Schrauben ordnungsgemäß sichern .

Bild 7 - 3
A = 5000 mm
h = 1610 mm
a = 2295 mm
x = 225 mm

Hinweis zum Einstellen der Scheinwerfer:


Auf Grund der höheren Anbringung der Sche inwerfer,
als es nach § 58 der StVZO zulässig ist, erfolgt die Ein-
stellung entsprechend einer Regelung mil dem ASMW .
- Der Feldhäcksler ist in einem Abstand von 5 m vor
der Einstellwand aufzustellen .
- Die Einstell\iand muß senkrecht zur Bodenebene
stehen. Die verlängerte Fahrzeugmille muß im rechten
Winkel auf die Mille der Einstellwand zeigen .
- Vor der Scheinwerfereinstellung ist der Luftüberdruck
zu prüfen.
- Die Maschine ist mit den für den Straßenverkehr zuge-
dachten Ausrüstungen zu prüfen .
- Muller am Kugelfuß des Scheinwerfers leicht lösen .
- Abblendlicht einscflalten .
- Scheinwerferlicht durch Drehen des Scheinwerfers
am Kugelfuß in markierte Hell-Dunkel-Grenze an der
Einstellwand ausrichten .
- Einstellen des Scheinwerferabstandes an der Einstell-
Bild 7 -1 1 Sechskantschrauben wand.
2 Variator (federbelastet) - Mutter am Kugelfuß des Scheinwerfers festziehen.
3 Variatorriemen - Lichtaustrill an der Einstellwand nochmals kontrol-
4 Triebrad lieren .

77
Nidllper·odische Wartungsarb ilen

Gegenschneide einstellen
Hlickseltrommel schleifen
- Nach dem Schleifen der Häckseltrommel ist der Schneid-
Hinweise: spalt s zu überprüfen und gegebenenfalls einzustellen.
- Bei ungenügender Häckselqualität ist die Häckseltrom- - Schneidspalt s = 0,4 bis 0,6 mm. '
mel zu schleifen. - Zum ' Einstellen der Gegenschneide Motor abstellen
- Motor aus! und Häckseltrommelkupplung lösen.
- Das Schleifen ist von zwei befähigten Bedienungs- - Schrauben (Bild 7 - 5, Pos . 1) beiderseitig lösen, Ver-
personen vorzunehmen. . längerung 620 mm Länge (Bestell-Nr . 020357381) be-
Wendekupplung in O-Stellung arretieren.. nutzen und durch Ösen am darüber liegenden Rohr
- Schleifsteinüberstand prüfen, wobei u großer ~lIs 10 mm stecken.
sein muß (siehe Wartungsmaßnahme H 14). - Muttern (Bild 7 - 5, Pos . 2) beidseitig zurückstellen.
- Schieber zum Schleifen entfernen . - Gegenschneide auf s = 0,4 bis 0,6 mm einstellen, dabei
- Motor anlassen und Häckseltrommel im oberen Dreh- Häckseltrommel durchdrehen (Fühllehre) .
zahlbereich laufenlassen. - Schrauben festziehen - Mt = 230 N.m (23 kpm).
Schleifstein am Häckselmesser leicht anstellen. - Muttern festziehen.
- Schleifstein mit Stange über Häckselmesser hin- und
herbewegen . .
- Bei nachlassender Sch leifwirkung Vorschubautomatik
benutzen (Schlitten bis Anschlag. durchschi.eben) .
- Schleifvorgang wiederholen, bis die Hacksei messer
scharf sind (Motor aus I).
- Bei Stillstand der Maschine Schi eifstein von Hand zu-
rückstellen.
- Schieber einführen und sichern .
- Bei Bedarf Gegenschneide einstellen.

Bild 7 - 5 1 Sechskantschraube
2 Mutter 3 Gegenschneide
4 Anker

Höckselmesser einstellen
Das Maß t (Bild 7 - 6) beträgt im Anfangszustand 365 mm
(t = Maß von der Trommelwelle zur Schneidkante d~s
Messers). I m Bereich von t = 365 bis 363 m m ISt der Schneid
spalt s von 0,4 bis 0,6 mm durch Einstellen der Geg.en-
schneide einzuhalten. Wird t durch mehrmaliges Schleifen
der Häckseltrommel kleiner als 363 mm, sind die Häcksel-
messer wie folgt neu einzustellen :
- Messer der Häckseltrommel schleifen zur Vorbere itung
einer genauen Nachstellung.
Anschließend Motor abstellen, Batteriehauptschalter
auf "Aus" .
- Gegenschneide lösen, zurückstellen und wieder befesti-
Bi Id 7 - 4 1 Schieber 3 Knaggenrad
gen (Bild 7 - 8).
2 Stange 4 Vorschubautomatik
- Häckseltrommel arretieren (Bild 7 - 7) .

78
Nichtperiodische Wartun ..................
sarbeiten 7

Bild 7 - 7. 1 A:-relierfatle 2 Bolzen

Bild 7 - 6 1 Häckselmesser 3 Sechskantschrauben


2 Gegenschneide 4 Stellschrauben
Gegenschneide wenden
- Schrauben fUr Häckselmesser (Bild 7 - 6. Pos. 3) lösen . oder austauschen
dabei Verlängerung 240 mm Länge verwenden . Schad·
hafte Schrauben (Qualität 10.9) austauschen. Motor abschalten .
- Stellschrauben lösen. Die Gegenschneide besitzt vier nacheinander verwend-
- Das Maß t einstellen. Auf Parallelität der Messer zur bare Schneidkanten. Nach Abnutzung der einen Schneid-
Welle ist zu achten. kante muß die nächste in Eingriff gebracht werden.
- Bei Benutzung einer Einstellehre wird ein Messer auf Schrauben 1. Distanzstück 2 und Anker 3 nach Lösen
das Maß t eingestellt und alle anderen Messer dann der Muttern 4 entfernen. Das Lösen der Schrauben 1
nach der Lehre (R 2801028). die an dieses Messer ange- ist mit einer Verlängerung 620 mm Länge vorzunehmen.
legt und am Häckselaggregat angeschraubt wurde, die durch die beiden Ösen am darüberliegenden Rohr
eingestellt. gLSteckt wird .
- Schrauben für Häckselmesser anziehen. Dabei zuerst Die Gegenschneide 5 seitlich aus der Maschine nach
die mittlere Schraube und dann von innen nach außen rechts herausziehen und wenden bzw. drehen. Danach
die übrigen Schrauben anziehen . werden alle Einzelteile wieder montiert und die Gegen-
- Stellschrauben festziehen und kontern. schneide (siehe Wartungsanweisung) eingestellt. Die
- Häckseltrommelarretierung lösen. Arbeitsgänge müssen jeweils links und rechts des Häcksel-
- Messer der Häckseltrommel nochmals kurz überschlei- kastens durchgeführt werden.
fen. um geringfUgige Abweichungen der Messer auszu- Sollte die Gegenschneide beim seitlichen Ausbau klem-
gleichen . men. ist diese ,n Richtung Häckseltrommel zu drücken
- Gegenschneide zur Häckseltrommel einstellen - Schneid - und danach seitlich herauszuziehen .
spalt s = 0.4 bis 0.6 mm.
Hinweis:
- Lauf der Häckseltrommel kontrollieren. erst Leerlauf-
drehzahl des Motors. dann steigern bis Betriebsdreh- Beim Einbau der Gegenschneide nur hochfesle Schrauben
M 16x1 .5x75 Werksloffqualität 10.9 verwenden! Bei
zahl.
verbogenem Gegenschneidenträger ist dieser zu richten .
Wenn Richten nicht -.mehr möglich ist. muß der Gegen-
schneidenträger ausgetauscht werden. (Zulässige Durch-
biegung des Gegenschneidenträgers = 0.15 mm). Vor
dem Auflegen der Gegenschneide ist der Gegenschneiden-
träger von Ernterückständen zu säubern. damit eine ein-
wandfreie Auflage der Gegenschneide garantiert ist.
Bei Ger:äuschen, die auf Berührung der Häcksel- Ansons/en besteht die Gefahr des selbsttätigen Lösens der
trommel mit anderen Bauteilen schließen lassen, Gegenschneide . was zu schweren Schäden an der Ma-
sofort ausschalten. schine führt.

79
7 Hichtperiodische Wartungsarbeiten

Bild 7-9 1 Sechskantschrauben 2 Abdeckf~lder


Bild 7 - 8 1 Sechska ntsch ra u be 4 Sechskantmutter 3 Hächselmesser 4 Stellschraube
2 Distanzstück 5 Gegenschneide
mit Kontermutter
3 An ker 6 Gegenschneidenträger

Höcks el messer austauschen


Austausch einzelner Messer
Achtung!
- Motor abstellen und Batteriehauplschalter ausschalten .
Bei ollen Arbeiten on der Häckseltrommel unbedingt Häckseltrommel arretieren .
Arbeitsschutzhinweise beachten! - Schrauben 1 entfernen. dazu Verlängerung 240 mm
Länge verwenden .
Austausch aller Höckselmesser - Stellschrauben 4 zurückstellen und Häckselmesser 3
1auschen (Messerauflage reinigen und Grate on Messer-
Für den Austausch Häckselmessern sind 2 Ursachen zu trägern bei durch Fremdkörper ausgebrochenen
nennen : Messt!rn entfernen).
- Messer sind soweit abgeschliffen. daß sie nicht mehr - Schneidspolt s auf die gleiche Größe wie bei den übrigen
nachzustellen gehen. Messern einstellen.
- Durch Fremdkörpereinwirkung sind einzelne Messer Schrauben 1 mit Mt = 130 N . m in der Reihenfolge von
zerstört worde n. der Mitte noch außen festziehen und Stellschrau ben
3 kontern.
- Schneidspolt s der neu eingebauten Messer kontrollieren
und - wenn nötig - korrigieren . .
Der Austausch aller Messer ist wie folgt vor- - Überschlei(en - siehe Austausch oller Messer.
zunehmen :
- Motor abstellen und Batteriehauptschalter ausschalten.
Stillstand der Häckseltrommel abwarten. Häcksel-
trommel arretieren .
- Schrauben 1 entfernen. dazu Verlängerung 240 mm
Länge verwenden.
- Stellschraube 4 zurückstellen und Häckselmesser 3 Hinweis:
tauschen (Messerauflage reinigen).
Schneidspolt s = 0.4 mm mit Fühllehre durch Verstellen Messer 3 und Abdeckfedern 2 sind paarweise noch
der Messer einstellen. Gewichtsklassen einzusetzen.
- Schrauben 1 mit Mt = 130 N.m festziehen und Stell- Bei Beschädigung einzelner Messer ist unbedingt zu be-
schrauben 4 kontern . achten. daß die jeweils gegenüberliegenden ' Messer mit .
- Kontrolle des S,: hneidspaltes sund evtl. korrigieren . ausgewechselt werd~n. da sonst durch Unwucht Schäden
- Die übrigen Messer können mit Einstellehre R 280/028 auftreten. d. h. die gegenüberliegenden Messer und Ab-
eingestellt werden (siehe " Häckselmesser einstellen"). deckfedern müssen gleiche Masse ha ben.
- Häckseltrommel mit Schleifeinrichtung leicht über- Bei Bestückung mit 3 Messern müssen alle Messer gleiche
schleifen. Masse hoben.
Bedingung :
Der Schleifstein muß olle Messer auf der gesamten Gegenüberliegende Messer und Abdeckfedern m(jssen
Messerlänge berühren . gleiche Gewichtsklassen hoben.
Dos gleiche gilt bei Trommelwechsel. Die Messer für Ersatz werden paarweise ausgeliefert.

80
I-ehlperiodische Warlun ..................
sarbelten 7
Folgende Einteilung nach Gewichtsklassen wird bei
Häckselmessern und Abdeckfedern vorgenommen:

L Kennzeichnung Hä~kselmesser (4 mm)


I Abdeckfeder

1
I,.- 1725g - 1710g

2 1710g-1695g
- --- - - ---
3 1695 9 - 1680 9
-- --
4 1650g-1635g 1680g-1665g
-
5 1635 9 -1620 9 1665 9 - 1650 9
- - _ ._-- --
6 1620g-1605g 1650g-1635g
.- - -- -- - - ----
7 1605 9 - 1 59C 9
._ - - - - ---- - --
8 1590g-1575g
- .- -- ---- - - - - --
9 1575 9 -1560 9
.---- - - - - --------
10 1560 9 - 1545 9
- - >--_.
11 1545 9 - 1530 9
- --- ------ -
12 1530 9 - 1515 9

Beim Einbau von Häckselmessern nur hochfeste Schrau-


ben M 12x1,5x30 Werkstoffqualität 10.9 verwenden!

Ausbau von Messerträgern Achtung!


Um die gewünschte theoretische Häcksellänge zu er- Motor abstellen, Batteriehauptschalter ausschalten!
reichen, kann die Häckseltrommel mit unterschiedlicher Bei der Montage bzw. Demontage von Messerträgern an
Anzahl von Messerträgern ausgerüstet werden . der Häckseltrommel treten durch die Unwucht, die nach
Vor dem Ausbau der Messerträger ist es notwendig, dem Ausbau von Messerträgern entsteht , besondere Ge-
die Messerträger selbst und den Trommelkörper zu mar- fahrenmomente auf.
kieren , damit jeder Messerträger beim Wiedereinbau an Zur Vermeidung von Handverletzungen sind nachfolgende
den ursprünglichen Ort kommt. Hinweise zu beachten:
Beim Wiedereinbau der Messerträger sind die Messer - Montagearbeiten an Häckselmessern bzw . Messer-
neu einzustellen , die Häckseltrommel ist zu überschleifen trägern dürfen nur bei arretierter Häckseltrommel
und der Schneidspali neu einzustellen (Wartungsanwei- du rehgeführt werden.
sung) . - Das Weiterdr~hen der Häcksellrommel darf nur von
Die Schrauben (Bild 7 -10) sind mit einem Anzugsmoment außen, d. h. an der Keilriemenscheibe erfolgen.
von 250 N .m anzuziehen .. - Um die Unwucht nach dem Ausbau von Messerträgern
klein zu hallen, ist jeweils nur ein Messerlräger und
anschließend der gegenüberliegende aus- bzw . einzu-
bauen.
- Da Keilriemenscheibe und Arretiervorrichtung gegen-
überliegen, sind diese Arbeiten prinzipiell von zwe i
Arbeitskräften durc.,hzuführen.

81
7 Nichtperiod-sehe Wartungsarbeiten

Bild 7-10 Bild 7-12


Befestigungsschema an Trommel mit
12 Messern
Hinweis :
Zum Anziehen der schlecht zugängigen Schrauben auf
der linken Seite der Trommel die Verlängerung 620 mm
Demontage der Messerträger
Länge benutzen. das heißt Verlängerung durch die Aus- der 8-Messer-Trommel
sparungen der Keilriemenscheibe stecken . - Schraubel1. (1) von den Messerträgern (2) lösen und
Für die schlecht zugängigen Schrauben auf der rechten herausnehmen .
Seite ist die Spannrolle zu entlasten und das Rohr für die - Messerträger (2) mit aufgeschraubtem Häckselmesser
Spindellagerung abzunehmen. Auf dieser Seite ist mit der herausnehmen.
Verlängerung 240 mm zu arbeiten. - Die Messerträger (3) verbleiben in der Häckseltrommel.
Beim Einbau der Messerträger nur hochfeste Schrauben
M16x1.5x40 Werkstoffqualität 10.9 und gehärtete
Scheiben verwenden. Montage der Messertrager
Als Beispiel wird nachfolgend die Umrüstung der Häck-
seltrommel von 8 auf 12 Messer dargestellt :
fUr 12-Messe.o.Trommel
- Die ausgebauten Messertröger (2) und die Messer-
tröger der Zusatzausrüstung (4) bei Benutzung der
30° - Teilun9 einbauen .
- Schrauben (1) wieder anziehen.
Schrauben (1) sind mit einem Anzugsmoment von
250 N.m anzuziehen.

Preß· und Vorpreßwalze


einstellen
Ist an obengenannten Baugruppen eine Reparatur vor-
genommen worc;en. so sind nach der Montage der Schwing-
arme die Zugfedern wieder auf die richtige Vorspannung
zu bringen . Das ist zum Erreichen der richtigen Preßkra1t
der Walzen und damit für eine gute Höckselqualilöt un-
bedingt erforderlich .
Die Federspannung ist donn richtig. wenn das Maß ent-
sprechend Bild 7 - 13 auf ·66±2 mm eingestellt ist. Die
Ösenschraube muß dabei die im Bild gezeigte Stellung
haben.
Um Erntegutstauungen zu vermeiden. ist es weiterhin
erforderlich. daß das Maß von Mittelpunkt Preßwalze
zum Mitt.lpunkt Glattwalze 179±2 mm betrögt. (Bild
7 -13)
Bei Instandsetzungen an den Preßwalzen und Seitenwönden
oder bei Abnutzung der Gummiplalten ist dieses Maß zu
Bild 7-11 überprüfen und gegebenenfalls mittels Beilagen einzu-
Befestigungsschema an Trommel mit 8 Messern stellen.

82
Hichtperiodische Wartun sarbeiten 7

Bild 7-13
1 Vorpreßwalze 2 Preßwalze 3 Glattwalze 4 Gummi-
platte 5 Beilage

Kro(tsto((an lage entlüften


Bei neuen Dieselmotoren, nach Reparaturen, oder nach-
dem der Kraftstoffbehälter leergefahren wurde, is1 das
Kraftstoffsystem zu entlüften .
Der Griff der Handpumpe wird durch Linksdrehen ge-
löst.
Danach Entlüftungsschrauben in der angegebenen Reihen-
folge öffnen und Handpu"mpe betätigen. bis der Kraftstoff
luftblasenfrei austritt .
Enll üftungsschrau ben schi ießen . mit mehreren Pu m pen-
hüben Betr i ebsdruck im Kraftstoffsystem herstellen und
Handpumpe in Ruhestellung bringen .

Bild 7 - 14
Reihenfolge der zu öffnenden Entlüftungsschrauben

83
11"
7 Hichlperiodische Warlungsarbeiten
Hydraulikanlage entlüften Fußbremse entlUften
- Motor aus ' Motor aus'
_ Anschlüsse an einem Arbeitszylinder wechselseitig auf Vorlegekeil angelegt.
der Seite des Zylinders. bei der das Hydrauliköl durch Entlüftungskappe abnehmen.
die Kolbenbewegung nach entsprechender Betätigung Auf das freiwerdende Nippelende der Entlüftungsschraube
der Bedienelemente herausgedrückt wird. leicht lösen. (Bild 7 - 16. Pos. 1) einen passenden Schlauch schieben.
_ Motor anlassen und Kolben entsprechend dem jeweils der mit seinem freien Ende in ein Gefäß mit Bremsflüssig-
gelösten Leitungsanschluß beaufschlagen . Jeweils nach keit taucht. .
Erreichen der Kvlbenendstellung Anschlußverschrau- Mit einem Maulschlüssel wird durch Linksdrehen der
bung wieder festschrauben . .. . Entlüftungsschraube der Durchfluß geöffnet.
_ Arbeitsvorgänge sO .ange wechselseilig wiederholen. Der Bremsfußhebel wird zügig niedergetrelen. Vor dem
bis Öl blasenfrei an den Anschlüssen austritt . Zurücklassen des Fußpedals ist die Entlüftungsschraube
Dabei Ölstand am Öl behälter beachten und bei Be- wieder zu schließen. damit keine Luftblasen wieder
darf Öl nachfüllen . zurückgesaugt werden können.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt. bis die Brems-
flüssigkeit völlig luftfrei aus dem Entlüftungsschlauch
Zusätzliche Hinweise zum Entlüften der strömt.
Len khyd raul i k: Während des Entlüftungsvorganges senkt sich der Flüssig-
keitsspiegel im Bremsflüssigkeitsbehälter. darum ständig
Um den Lenkzylinder zu entlasten. ist die Lenkachse Bremsflüssigkeit nachfüllen. da sonst wieder Luft in die
aufzubocken oder eine Zylinderanlenkung zu trennen. Bremsanlage eindringen kann .
Damit sich das Lenksystem mit 01 füllt. sind beide Der Entlüftungsvorgang Ist an der zweiten Bremse zu
Anschlüsse (1 und 2) zu lösen und das Lenkrad mehr- wiederholen .
mals abwechselnd nach links und rechts zu drehen .
Dabei isi aber die Endstellung des Kolbens. die sich
durch verstärkte Geräusche bemerkbar macht. zu
vermeiden .
Danach isi die Entlüftung des Lenkzylinders entspre-
chend den Hinweisen zur Entlüftung von Arbeitszylindern
vorzunehmen.
Das Lenksyslem ist entlüftet. wenn
- das Öl blasenfrei austritt.
_ keine ungleichmäßigen Geräusche auftreten.
_ das Lenkrad sich nicht leer durchdrehen läßt. ohne
daß sich der Kolben im Lenkzylinder bewegt.

Bild 7 - 16

Bild 7-15

84
Schwadaufnehmer I
Schwadaufnehmer E 294

8057
Bild 8 - 1 Schwadaufnehmer Bild 8 - 2 Übergabeblech
,
Der Schwadaufnehmer dient in Verbindung mit dem Anbau
Grundgerät zur Aufnahme von Grüngut. Welkgut. Halb-
heu. Heu und Stroh aus dem Schwad. Von ihm können 1. Mechanische Schwimmstellung der Hubvorrichtu n
Schwaden bis zu einer Höhe von 80 cm und einer Breite durch HerauszieheIl des Transportsicherungsbolzens 1
bis zu 200 cm aufgenommen werden. Er besteht aus den aus der Bohrung 2 und durch dessen Einstecken in
Hauptbaugruppen Trog. Förderschnecke. Zinkentrommel das Langloch der Kulissenführung vom Kolbenstangen-
sowie den Antriebsorganen Keilriemen. I(ettentrieb und kopf des Hubzylinders blockieren ,
Stirnradgetriebe. Der Niederhalter 1 ist eine Zusatz- 2. Hubvorrichtung in TiefsteIlung senken und Siecker
ausrüstung (siehe Abschnitt 11). 7 herausziehen.
Nach Aufnahme des Erntegutes durch die Zinkentrommel 3. Grundmaschine an den Schwadaufnehmer heran-
übernimmt die Förderschnecke die Zusammenführung fahren (Haken 4 unter Bolzen 5).
des Erntegutes von der Arbeitsbreite des Aufnehmers auf
die Kanalbreite der Zuführeinrichtung des Häckslers . Der
Antrieb erfolgt durch eine Gelenkwelle von der Grund-
maschine auf die Antriebswelle des Schwadaufnehmers.
Von der Antriebswelle aus treibt ein Keilriemen über
das Stirnradgetriebe die Zinkentrommel und eine Kette
über eine Rutschkupplung die Förderschnecke an.
Die Förderschnecke ist aushebbar. um sich der uni'er-
schied I ichen Du rchsatzmenge anpassen zu kön nen.
Das Stirnradgetriebe vor der Zinken ·ommel dien'i' der
Drehzahluntersetzung und hat eine Rücklaufsicherung.
die beim Umschalten der Drehrichtung für die Förder-
schnecke das Rücklaufen der Zinkentrommel verhindert.
Vor dem Einsatz des Schwadenaufnehmers sind die bei
Ausl ieferu ng am Gerät u.ntergebrachten Hau ptversch leiß-
teile sowie der sich unter dem Seitenschul z im Rahmen
befindliche Schubkasten zu entfernen.

An- und Abbau an die G rundmaschine


Vor A n bau des Schwadaufnehmers an die Grundma-
schine ist darauf zu achten. daß die Hubvorrichtung rechts
und links mit jeweils zwei Zugfedern ausgerüstet ist.
Weiterhin ist der Aufnehmer zur Vermeidung von
Ernteverlusten mit dem z~m Ausrüstungsumfang des
Grundgerätes gehörenden Ubergabeblech zu versehen
(siehe Bild 8 - 2).
Hinweis :
Der An- und Abbau des Aufnehmers bzw. der Schneid-
8036
werke muß auf einer ebenen Fläche erfolgen. Bild 8 - 3 Transpori verriegelung

85
8 Schwadaufnehmer

Anschluß der Gelenkwelle


Die Antriebswelle des Aufnehmers wird durch eine Ge-
lenkwelle an das Antriebssystem der Grundmaschine
angeschlossen. Diese Gelenkwelle ist Zubehör der Grund-
maschine. Zum Anschluß der G .. lenkwelle ist der Auf-
nehmer ungefähr zur Hälfte auszlIheben. Beim Zusam-
menstecken der Gelenkwelle isl auf die Gelenklage zu '
achten (die beiden inneren Mitnehmer müssen in ' einer
Ebene liegen). Der Anschluß erfolgt miHels Schnellver-
schluß (Verdrehen der Muffen an den Mitnehmern der
Gelenkwelle).
Läßt sich die Gelenkwelle nicht auf das Zapfwellenende
aufstecken . so kann mit dem im Zubehör vorhandenen
Zapfwellenschlüssel die Zapfwelle in die richtige Stellung
gedreht werden .
Achtung Unfallgefahr: Gelenkwelle nur bei Stillstand
des Motors anschi ießen!

Bild 8 - 4 Anbau des Schwadaufnehmers

bbau:
1. Abstellstütze 8 nach hinten ausklappen. Stecker 9 in
die im Bild 8 - 5 geze igle Stellung bringen und mit
Klappsiecker sichern .
2. Mit Transportsicherungsbolzen 1 mechanische Schwimm
Schwimmstellung verriegeln.
3. Stecker 7 herausziehen .
4 . Hubvorrichtung absenken . daß Haken 4 unter Bolzen
5 ste hl.
5. Grundmaschine zurückfahren .

Bild 8 - 6 Anschluß der Gelenkwelle

Einstellen der Schleifschuhe


und des Schleifschuhdruckes
- Einstellen der Schleifschuhe :
DieSchleifschuhe können in 2Stellungen eingestellt werden.
Nach erfolgter Einstellung muß durch die Klemmschrau-
be und Klappstecker gesichert werden .
- Einstellen des Schleifschuhdruckes durch die Entlastungs-
federn an der Hubvorrichtung :

Der Schleifschuhdruck soll so gering wie möglic~ sein.


da mit zunehmendem Bodendruck auch der Verschle iß
der Schleifschuhe zunimmt. Andererseits muß der Schleif-
schuhdruck so hoch sein. daß ein Wippen des Schwadauf-
:1ehmers während der Aufnahme des Erntegutes vermieden
wird . Vom Hersteller werden die Entlastungsfedern nach
diesen Gesichtspunkten eingestellt (etwa 250 bis 300 N pro
Schleifschuh).
Eine Prüfung des Schleifschuhdruckes kann in Arbeits-
steIlung durch Anheben des Aufnehmers von Hand er-
folgen . Eine evtl. e-rforderliche Korrektur des Schleif-
schuhdruckes kann erfolgen durch Lösen der Konter-
mutter und das Verstellen der Stellschraube 2 .
Hinweis:
Die jeweils 2 Entlastungsfedern sind gle ichmäßig vorzu-
spannen.

Bild 8 - 5 Abbau des ~chwadenaufnehmers

86
Schwadaufnehlßlr 8
Durchscheuern zu vermeiden, ist die Fuhrungskurve I'ech:-
zeili,9 auuuwechsein . (Bei Nichtbeachtung sind Folge-
schaden moglich .)

Achtungl
Bei Wariungs- und Instandseizungsarbeiten ist der Schwud -
aufnehmer gegen Absenken mit den Transportsicherungs -
bolzen zu sichern I

Ketten- und Riemenloufplon

8023
Bild ,8 -7 Verstellmöglichkeit der
Schleifschuhe

Bild 8 .- 9 Kellen und Riemenlaufplan


A = Mit Stellschraube Kellentrieb spannen
Bild 8 - 8 Verstellung des
Schi eifschu hdruckes B = Durch Schwenken des Getriebes mir SpannschloB
Keilriemen spannen. Wenn
Spannung nichl ausreicht, dann umslecken von I in 11
, TransportsteIlung mit SC'hwadaufnehmer 1 - Schma,lkeilriemen
2 - Rollenkelle
Beim Abstellen des Häckslers mit Aufnehmer bei Repara-
turen oder für Transportfahrten ist die Transportsiche-
rung durch Einstecken des Transportsicherungsbolzens 1
in die Bohrung 2 in jedem Fall durchzuführen (siehe Bild
8 - 3) . Für diese Verriegelung wird die Hubvorrichtung
angehoben, der Transpor1sicherungsbolzen 1 herausge-
zogen und in Bohrung 2 eingesteckt.

Allgemeine Wartungshinweise
Achtung, Unfa"gefohr!
Zur Er.höhung der Nutzungsdauer und Gewährleistung
der Betriebssicherheit isi es notwendig , in bestimmten Ar.beiten an Anlriebselementen sind grundsälzlich nur
Intervallen Pflege- und Warlungsmaßnahmen durchzu- bel ausgeschaltetem Motor durchzuführen .
führen und Reparaluren fachgerecht auszuführen .
Die Pflegemaßnahmen beschränken sich auf Kontrolle
des Zustandes . von' Riemen und Kerte, deren Vorspannun-
gen und die Uberprüfung des Gelriebes auf Leckstellen,
sowie Schmieren der Führungskurve der Aufnehmer-
trommel (siehe Schm ieranweisung) .
Darüber hinaus soll nach jeder Kampagne der Verschleiß
der Führungskurve kontrolliert werden. Um ein völliges

87
8 Schwadautnehmer

Schmieranweisung

.-------~r/Jjedlr2. 1b1tl"l.P9I1V1•• --------__4

Bild 8 -10 Schmier plan

--
Sc hmi ervorsch rift Schmierstoffu bersi cht
---
Schmierstelle Schmier-
-- Schmier- stotfmenge
Bezeich- Kurz-
Walkpene-
Maßnahme Nr. u. An- i ntervall pro tration
Bezeichnung nung zeichen
Kenn- zahl (hB) Schmier- Viskosität
zeichen I I stelle
I
265-295
Fetten der Rollen
Fuhrung skurve 1 50 50 cm J
Schmier- I TGL
swe 423 1/ 10 mm
du rc h Öffnung 1 I fett
-
14819 bei 25 oe

IÖi sta ndsko ntr olle


Stirnrad-
-

bei Be darf bis 1 200 nach Bedarf


K o nlrol lsch ra u be 2 getriebe
I
nach f ul len
- - 198-242
Öl wec hsel GI 220
na ch jeder Getriebebl mm ' (s be i
TGL 21160 ce
Öl i m w ar men
Stirnrad-
2. Kam- I 40
Zustand a blassen,
neues Öl bis 3 getrie be
1
I
pagne
jedoch I
0,5 I

K o ntrollschr. max 800' hB


na chf ül len I

88
Schwadaufneh.er

Zinken auswechseln
Der entsprechende Abstreifer muß abgeschraubt werden.
Der schadhafte Zinken ist auszutauschen und nach dem
Einbau neu einzurichten.

Bild 8-11 Zinken auswechseln

Führungshebel auswechseln
- Lösen der linken Abdeckkappe. Bild 8 -12 Führungshebel ausbauen
- Befestigungsschraube 1 des Führungshebels 2 heraus-
schrauben.
- Zinkentrommel drehen. damit der Führungshebel vor
der Montageöffnung 3 sieht. .
- Führungshebel aus der Zinkenwelle herausdrücken
und durch die Montageöffnung hindurchstecken.

Bild 8 - 13 Montageöffnung für


Führungshebel

89
12
, Maisschneid erk

Maisschneidwerk E 299

Bild 9 - 1 Maisschneidwerk Bild 9 - 2 Anordnung der Zugfedern, linke Seile

Anwendungsbereicl und
Beschreibung
Das Maisschneidwerk E 299 eignet sich in Verbindung Auf der rechten Seile sind unter Verwendung der als
mit der Grundmaschine E 286 C zur Ernte von Mais, Zusatzausrüstung zum Maisschneidwerk mitgelieferten
Sonnenblumen, Markstammkohl und anderer hochsten- "Entlastungsfeder " 5 Federn einzubauen (Bild 9 - 3).
geliger Erntegüler aus dem Bestand bis zu einer Höhe
von etwa 3,5 m.
Es arbeitel frontschneidend und reihenunabhängig.
Für das rechtsseitige Mähen am Bestand sieht die Zu-
satzausrüstung "Vertikalschneidwerk" für die rechte
Seite zur Verfügung.
Das Maisschneidwerk besteht aus den Hauptbaugruppen
Rahmen mit Fingerschneidwerk, Förderketle, Schnecke,
Haspel, Schneideinrichtung, Vertikalschneidwerk an linker
Seite und den Aniriebselementen.
Das Erntegut wird durch die vertikal und horizontal
einstellbare Haspel dem Spezialfingerschneidwerk zuge-
führt und nach dem Schnitt in die Fördermulde eingelegt.
Die Spilzen von über 2 m hohem Erntegut werden dabei
von der Schneideinrichtung abgetrennt und eingezogen.
Niederiges Erntegut wird direkt der Förderketle und der
nachfolgenden Schnecke übergeben. Förderketle und
Schnecke sind durch Rutschkupplungen vor 'Uberlastung
gesichert.
Die Schnecke führt das Erntegut von der Schneidwerks-
breite auf Übergabebreite zusammen und leitet es in
die Einzugswalze des Feldhäckslers.
Bei Verstopfung kann die Drehrichtung der Arbeits-
elemente umgekehrt werden .
Das Maisschneidwerk E 299 wird zur Inbetriebnahme und
für Transportfahrten frontal an der Grundmaschine ange-
hangen. Bild 9 - 3 Anordnung der Zugfedern, rechte Seite

- Anbau des mit dem Maisschneidwerk ais Zusatzaus-


rüstung mitgelieferjen "Satz Zackenleisten" an die
Vorbereitung zum Einsatz Einzugswalze, oben der Grundmaschine E 286 C.
Dabei liegen die Leisten in Einzugsrichtung vor den
Vor dem Anbau des Schneidwerkes an die Grundma- Siegen der Einzugswalze (Bild 9 - 4).
schine E 286 C sind folgende Arbeiten erforderlich:
- Einbau der mit der Grundmaschine gelieferten Enl-
lastungsfedern an der Hubvorrichtung der Grundma- - Anbau der mit dem Maisschneidwerk als Zusatzaus-
schioe, so daß auf der linken Seite 4 Zugfedern wirken rüstung mitgelieferten Gelenkwellenauflage am Stirn-
(Bild 9 - 2). radschaltgetriebe der Grundmaschine (Bild 9 - 5)

90
Maisschneidwerk 9
_ Schmierung der Hubhaken und der Druckplatten an
den unteren Lenkern mit Schmierfett zur Minderung
der Reibungseinflüsse bei der Einstellung des Schleif-
schuhdruckes .
_ Anbau derl mit der Grundmaschine mitgelieferteA
Zusatzausrüstung " Ubergabeblech" am Maisschneid-
werk zur Vermeidung von Ernteverlusten entsprechend
Bild 8/2 . Das Ubergabeblech wird am E 281 benötigt!
_ Montage der Haspelarme, Haspelflü,gel und Zugstreben
nach Bild 9/ 7. Dabei ist die Reihenfolge beim Festdrehen
der Schraubenverbindung so zu wählen, daß die Zug-
streben vorgespannt sind .

Bild 9 - 4
1 - Einzugswalze, oben
2 - Leiste, gezackt
3 _ Sechskantschraube M 8 x 20 TGL 0-933-8 .8 gal Zn {
4 _ Federring B 8 TGL 7403 gal Zn r
5 _ Sechskanlmutter M 8 TGL 0-934-8 gal Zn c
V _ Drehrichtung der Einwgswalze , oben - Vorlauf

_ Anschluß der Gelenkwellenhölfte mit dem Vierkant-


Hohlprofil an der Grundmasch i ne mittels Schnellver-
schluß (verdrehen der Muffe am Mitnehmer der Gelenk-
welle) und Ablage in der Gelenkwellenauflage (Bild 9-6) .
Die Gelenkwellenhölfte ist ein Teil der speziell für das Bild 9-6
Maisschneidwerk oenötigten und im Gelenkwellen-
kasten am Maisschneidwerk untergebrachten Gelenk-
welle .

Bild 9-5 Bild 9-7

91
12"
Maiss ei __ werk

Anbau an die Grundmaschine


Der Anbau an die Grundmaschine erfolgt entsprechend
dem Anbau des Schwadaufnehmers E 294 nach Abschnitt a.
Nach dem Anheben des Maisschneidwerkes ist mit dem
Transportsicherungsbolzen der Hubhaken 4 gegen das
Aushaken des Schneidwerkes zu sichern und der Stecker 7
wieder in die unteren Lenker zu stecken .
Nun werden am Maisschneidwerk die Klappstüt7en und
die Schleifschuhe nach oben geschwenkt und verriegelt
(Bild 9 - 8) .

Bild 9 - 9 Anschluß der Gelenkwelle

Bild 9 - 8 Klappstütze und Schleifschuh


hochgeschwenkt

Gelenkwellenanschi uß
Zum Anschluß der Gelenkwelle am Maisschneidwerk ist
dasselbe auf den Boden abzusenken.
Die Gelenkwellenhälfte mit dem Vierkant ist von der
Bedienungsperson von der rechten M.aschi.nenseit~ aus Bild 9 - 10 Hydraulikanschluß
in die bereits montierte Gelenkwellenhalfte einzuschieben .
Es ist darauf zu achten, daß die beiden inneren Mitnehmer
der Gelenkwelle in einer Ebene liegen.
Danach ist die Gelenkwelle aus der Gelenkwellenauflage
zu heben und auf dem Zapfwellenende am Maisschneid·
werk zu arretieren . Achtu ng. U nfol Jgefah r!
Der Anschluß erfolgt mittels Schnellverschluß (verdrehen Gelenkwelle nur bei Stillstand des Motors anschließen!
der Muffe am Mitnehmer der Gelenkwelle) .
Läßt sich die Gelenkwelle nicht auf das Zapfwellenende
aufstecken, so kann mit dem im Zubehör vorhandenen
Zapfwellenschlüssel die Zapfwelle in die richtige Stellung
gedreht werden (Bild 9 - 9) . Einstellen des Schleifschuhdruckes
Am Schneidwerk soll der Schleifschuhdruck so gering
wie möglich sein, da mit zunehmendem Bodendruck das
Schneidwerk in den Boden einsinkt und der Verschleiß
am Fingerschneidwerk und am Schleifschuh ansteigt .
Andererseits muß der Schleifschuhdruck so hoch sein,
Hydraulikanschluß daß ein Wippen des..Schneidwerkes während der Arbeit
vermieden wird.
Der Anschluß erfolgt mittels Schraubkupplung an dem Die richtige Einstellung entspricht einem Druck von etwa
unter dem Fahrerstand befindlichen Kupplungsstück 250 bis 300 N pro Schleifschuh .
(Bild 9 -10). Die Einstellung erfolgt durch Spannen oder Lockern der
Im nicht angeschlossenen Zustand ist die schneidwerk- Zugfedern mittels Schrauben nach Bild 9 - 11 .
seitige Schlauchku pplungshäJfte zur sauberen Aufbe- Dabei müssen die Federn einer Seite gleichmäßig tragen.
wahrung auf den Gewindestut'zen am hinteren Ende des Eine Prüfung des Bodendruckes kann in Arbeitsstellu ng
rechten Haspelträgerholmes aufzuschrauben. des Schneidwerkes durch Anheben von Hand erfolgen.

92
Maisschneidw rk

Bild 9 -11 Einstellen der Zugfedern Bild 9 - 13 Haspelhorizontalverstellung

HaspeleinsteIlung

Bestandszustand
Bestandshöhe h
m
Abstand a
m
Horizontalstell u ng I
stehend 1,3 . . .2,5 0.35 . . . 0 I
_. - ._ .
nach vorn geneigt 2.G ... 2,5 0,75 ... 0,55 11
. ---
stehend und nach
vorn geneigl 2,5 ... 3,2 0.5 .. . 0,25 11

Die Haspel ist das wichtigste Elemeni zur verlustlosen


Bergu ng des Erntegutes.

Die Vertikal- und Horizontalverstellung ermöglichen


eine gute Anpassung an den unterschiedlichsten Ernte-
gutbestand.
D ie Hcspel muß so e ingestellt werden, daß die .Haspel.
mitle etwas vor oder auch direkt über dem Fingerschneid.
werk liegt und die Haspelflügel im oberen Drittel de!
Ha imes ein~reifen ' (Bild 9 -12).
Entsprechend der r.ohe des Erntegutes sind zwei Arbeits·
stellungen für die Horizontalverstellung möglich. Die
Vert:i<a lverstellung erfolgt stufenlos durch die Hydraulik .
Die Hor izontalverstellung erfolgt bei abgesenktem Schneid·
werk und abgesenkter Haspel.
Die Haspel ist man~1I mittels federnden Steckbolzen aus
der h' nterslen TransportsteIlung T in die zwei möglichen
Arbeitsstellungen I und If schwenkbar. Die Steckbolzen
werden erst auf der linken und dann auf der schwereren
rechten Seite herausgezogen und rasten beim Bewegen
der Haspel sei bsttätig in der gewünschten Stell ung ein
(Bild 9 - 13).
Zur erschwernislosen Schwenkung in die Stellung If ist
Bild 9 - 12 HaspeleinsteIlung eine zweite Arbeitskraft erforderlich.

93 ~
9 Maisschneidwerk

Achtung, Unfallgefahr!
Haspelhorizontalverstellung nur bei angebrachten Finger-
und Messerschutzen betätigen!

Abnahme des Fingerschutzes


Vor Arbeitsbeginn ist der zweiteilige Fingerschutz abzu-
nehmen. ineinander zu legen und im linken Haspelträger-
holm aufzubewahren.
Das herunterzuklappende Scharnier soll ein Heraus-
rutschen verhindern.

Abnahme desMesserschutzes Bild 9 -14 Beleuchtung l,Ind Überbreitenkennzeichnung


am Vertikalschneidwerk
Bei aufrecht stehenden Beständen und Reihenweiten von Zusa f zousrüsfung
etwa 70 cm ohne Unterwuchs kann der Messerschujz zur
Verlustminderung am Vertikalschneidwerk verbleiben . Für den Einsatz des Maisschneidwerkes für rechtsseitigen
Bei allen anderen Einsatzbedingungen ist der Messer- SchnBt ist die Zusatzausrüstung "Vertikalschneidwerk.
schutz zu entfernen und unter Verwendung der Sechs- komplett" vorgesehen .
kantmuttern am Haspelträgerholm anzuschrauben. Sie besteht aus den Baugruppen :
- Vertikalschneidwerk
- Gitter
- Rohrschelle
Arbeitsschutzhinweise - Schwinge
- Kurbeltrieb
Achtung, Unfollgefohrl - Messerschutz
und Befestigungsteilen
Bei allen Arbeiten am Maisschneidwerk ist der Motor der und ist an der rechten Schneidwerksseite zu montieren
Grundmaschine auszuschalten. (Bild 9 - 15) .
Bei Arbeiten unter dem Schneidwerk ist dasselbe zusätz-
lich mittels Transportsicherungsbolzen zu sichern . Außer- ~
dem sind bei diesen Arbeiten und bei der Haspelhorizon-
talverstellung die Finger- und Messerschutze anzubringen.
--
Vorbereitung für
den Straßentransport
Zum Straßentransport verbleibt das Maisschneidwerk
frontal an der Grundmaschine.
Finger- und Messerschutze sind anzubringen.
Die Haspel ist abzusenken und in die Transportsteilung T
zu schwenken.
Das Schneidwerk isl anzuheben und die Hubarme der
Grundmaschine si nd mittels Transportsicherungsbolzen
zu arreJieren .
Auf öffentlichen Straßen ist entsprechend den länder-
spezifischen Forderungen die Zusal1:ausrüstung " Beleuch-
tung" anzubringen . die mit einer Uberbreitenkennzeich -
nung kombiniert ist (Bild 9 - 14) .

Die Kabel sind so zur Grundmaschine zu führen und mil


den auf beiden Seiten der Grundmaschine befindlichen
Steckdosen zu verbinden. daß keine Kabelbeschädigung
erfolgt (siehe hierzu Abschnitt Beleuchtung).
Bei Verwendung der Zusatzausrüstung .. Zusatzbereifung"
darf das rechte Zwillingsrad bei Straßentransport nicht
montiert werden .

Kontrollarbeiten vor Fahrtbeginn

Vor Fahrtbeginn Funktion der Blinkleuchten und Sthcin - Bild 9 - 1S Zusatzausrüstung


werfer an der Zusatzausrüstung "Beleuchtung" prüfen! Vertikalschneidwerk. komplett

94
Maisschneidwerk

Bild 9 - 16 Justierung des Verlikalschneidwerkes

95
Maisschneidwerk

Bei der Befestigung des Vertikalschneidwerkes ist uul Die zwei Zuleitungskabel sind innerhalb des Schneid-
die Einhaltung des Spieles zwischen Messerrücken und werkes zu den Steckdosen des Häckslers zu führen.
hinterer Anlagekante des Messerhalters zu achten. Die Die Steckdosen befinden sich rechts unter dem Fahrer-
SpieleinsteIlung erfolgt in Messer'm~ltelstellung . . stand (Bild 9 -18) und links unter der Haube (Bild 9 -19).
Zwischen Rohrschelle und der Inneren Schneide der Nach dem Anbau der Beleuchtung ist die Scheinwerfer-
obersten feststehenden Klinge ist ein Maß von O ... 5 mm einstellung entsprechend Bild 9 - 20 zu kontrollieren .
einzustellen (Bild 9 - 16). Dazu ist das Schneidwerk in der Transportsteilung zu
verriegeln, der Luftdruck der Reifen ,zu überprüfen und
die Maschine auf ebener Betonfläche abzustellen.

Beleuchtung
Die Zusatzausrüstung "Beleuchtung" einschließlich Blink-
anlage u!1d Überbreitenkennzeichnung muß für den
Straßentransport angebaut werden .
Sie besteht aus den Baugruppen :
- Beleuchtung, links
- Beleuchtung, rechts
Die Beleuchtungen werden in die Aufnahmeschlitze an den
Seitenwönden eingehan'gen (Bild 9 - 17).

Bild 9 -19 Steckdose vorn, links

Bild 9 - 17 Zusatzausrüslung
Beleuchtung

Bild 9 - 20 Scheinw~fereinstellung

A 5000
a 2360
h 1010
x 210
B Bodenebene
HD Hell-Du nkel-Grenze
Bild 9 - 18 Steckdose vorn, rechts SM Scheinwerfermilte

96
Maisschneidwerk
,
Entlastungsfeder Wo rtu ngsvorsch riff
Die Enllastungsfeder wird zur exakten Einstellung des
F~r die Erhaltung der Betriebsfähigkeit und Sicherung
vorgeschriebenen Schleifschuhdruckes am Maisschneid-
einer hohen Lebensdauer sind die in diesem Abschnitt
werk benötigl. gegebenen Vorschriften und Hinweise unbedingt einzu-
Sie ist zusammen mit den Entlastungsfedern der Grund-
halten.
maschine an der rechten Hubvorrichtung entsprechend
Bild 9 - 3 anzubringen.
Achtungl
Instandhaltungsarbeiten am angebauten Schneidwerk sind
"Satz Zackenleisten" fUr Einzugswalze, oben grundsätzlich nur bei ausgeschaltetem Motor der Grund-
Die Zackenleisten sind in der Maisernte TOr die kontinuier- maschine zulässig!
liche Annahme des Erntegutes durch die Einzugswalzen Das Schneidwerk ist gegen Absenken mit dem Transport-
erforderlich. Sie sind entsprechend Bild 9-4 an der Ein- sicherungsbolzen zu sichern oder auf dem Boden abzu-
zugswalze. oben am Feldhäcksler anzubringen . Die Zu- stellen.
satzausrü~tung besteht aus:
Die geöffneten Seitenschutze sind mit den dafür ange-
12 Stück Leiste. gezackt brachten Haken zu sichern .
48 Stück Sechskantschraube M 8 x 20
48 Stück Federring B 8
48 Stück Sechskantmutter M 8
Kontrolle d~r Ketten- und Riemenspannung
Bei kurzstengligen Err.tegütern sind die Zacken leisten Die Spannung Ist alle 50 Betriebsstunden in der Mitte des
wegen der Gefahr des Wickelns zu demontieren . vorgeschriebenen Turms zu kontrollieren.
Die Kontrollwerte sind in der Tabelle des Ketten- und
Riemenlaufplarres enthalten.

Gelenkwellenauflage
Für den erschwernisfreien Anschluß der Gelenkwelle
muß die Gelenkwellenhälfte mit Vierkant-Hohlprofil
vor dem Anbau des Maisschneidwerkes an die Grund-
maschine bereits angeschlossen sein .
Die Gelenkwellenauflage hält die Gelenkwellenhälfte
während des Ankupplungsvorganges.
Die Befestigung der Gelenkwellenauflage erfolgt ent-
sprechend Bild 9 - 5.

97
, M

Sch m i eronwei 5ung


Maisschneidwerk ,
Schm ie rvorschrifl Schmi erstoffü bersi cht

Schmiersielle
I r-Schmier-- Be-
I Viskosität
An- Schmier- Kurz-
Maßnahme (cSt b. 50 ° C)
interwall stofi pro zeich- Walkpenetr .
Nr . Benennung zahl zei c hen
I I !
hB SChmierstd'
l
nung
I
(1/10 mm)

Abschmieren
mitÖI
1
Forderkell e n
(Gelenkflächen)
4
- -- - -
I 0,050 I
Schmier-
I R 50
TGL 50 ± 5
Abschmieren
2 Slützlager
I 0,0101
01
11871
1
mit Öl
I - ~ .. --- - - - . __. - -
Fellen am
3 Ge lenkkopf 1 1 cm '
Schmierkopf
-
- -- - - -- -- .
Fellen am
4 Kurbellager 1 10 cm '
Schmierkopf
-- I -
N
~
a-
FeHen am 00
5 Haspellager 2 5 cm '
Schmierkopf - '-'t <n
a-
~
~

--- N
Q) -' I
Fellen am 4 1 cm '
(J <n
6 Arbeitszyl inder E f- -D
Schmierkopf ..r: ,..., N
-- - - - u
V> N
'-'t
Fellen am Messerw e lle n- V
7 2 5cm '
Schmierkopf lag e r $
Fetten am
- --- -- V>

Schmierkopf
und am 8 Gelenkwelle 3 5 cm '
Schiebestück
I
Blanke Ste llen wie Gleitfl ä chen , Zapfwellenendell, Ge-
winde und ähnliches sind vor Korrosion durch Schmier-
fell SWC 423 zu schützen.

99
"


, Maisschneidwerk
9 .5.1. Ketten- und Riemenlaufplan

100
.,..,._
3:
a.
Trieb- Übertragungs- Pos.- Triebwerkstei I Wirk- Zähne- Drehzahl Über- Umfangs- Trumspannung
Nr. elemenle Nr . du rch- zahl setzu ngs- geschwindig keil Prüfwert') Prüflasi')
messer verhöllnis
----- -- -1 1--1 1- - · - ·- - ---1 1-
Xk
I-_-I- --=--- -I-~dm --I-~--- ·------
K n v J
1 P ---
._____

l- -=j-I I=~=F ~ ~1v;;-~iRij,:!o~il · _ .~


Ufmin m/s

. ! VOit ' I-'"~~·· =i


mm N
g.
•_.
2 4 13
:I
11 Anlri ebswelle 13 , 767 I 452
RolienkeHe 1,15
1'- Messerwelle 15 665 'I 392
12 B-01-70 11.

..
13 Span nrad 13 767 1,52 3,19 1,88 3-6 20-30
TGL 11796 14 Umlenkrad 13 767 452
I
2
Rollenkette
16 B-01-75
TGL 11796
21
22
23
Antriebswelle
Förderschnecke
Spannrad
12
58
11
767
159
837
452
94
493
4,83 3,94 2,32 5-8 50-70 •
31 Förderschnecke 41' 159 94
Rollenket1e
32 FörderkeHenwelie B 197 117 0,80
3 12 B-01-118
33 Spannrad 1J 501 1.96 2.07 1,22 12-15 20-30
TGL 11796
34 Umlenkrad 13 501 296

4 Förderkette
020746850
41
42
II FörderkeHenwelie
Förderkettenspannung
8
9
197
195
,
!
117
103
113
' _
1~
' I
0,65 1 5 - 20 I SO - 70
--------1---1----------
Rollenkette 51 Antriebswelle 17 767 I 452 2,77
5 12 B-01-32 52 Vorgelegewelle 47 278 I 164 4,15 2,45 6-12 20-30
TGL 11796 53 Spannrad 13 1003 I 591
61 Voq
'orgelewe!le 140 278 I 164 I
6 SPB-4500 2,86 - -2,03
- = '+ 1,19 50-60 50-70
I
7
TGL 14489
Rcllel}keHe
12 B-01-84
62
71
72
Vorgelege
Vorgelege
Haspelwelle
400
15
47
97
97
31 II
57
57
18 3,13 0,45 I
-I
.-
0.26 8-12 20-30
---I

TGL 11796
./
Schmal keilriemen 81 Anlriebswelle 212 767 452 8,51 5.01 15-20 50-70
8 SPC -2800 82 Messera ntri eb 300 542 319
TGL 14489 I 83 Spannrolle 212 567 452 1,42

') bezogen auf die Gerade in Trummilte


') rechtWinklig zum Trum wirkend in TrummiUe

......
o
......

,
Maisschneidwerk

Konservierungs- und Abstellhinweise Arbe itssch utzh i nwei se


Entsprechende Hinweise für das Maisschneidwerk sind Beim Messerwechsel ist zu beachlen. daß nicht in die
im Abschnitt 6. Teilgebiet - Abstellen und Konservieren - Mähfinger und Messerklingen gegriffen wird.
enthalten.

Einstellen der Messe r(ührung


Auswechseln des Mähmessers Die genaue Einstellung des Messers in seiner Lage zum
Das Auswechseln des Mähmessers ist in Trans portsteIlung Finger ist Voraussetzung für einen verstopfungsfreien
und auch am abgehangenen Schneidwer k möglich. Das Schnitt im Fingerschneidwerk.
Ersetzmesser ist im Schneidwerksrahmenrohr unterge- Das mit Räumplatten bestückte Mähmesser a wird zwi -
bracht und kann während des Einsatzes ständig mitgeführt schen Finger b. Reibungsplatte c. Führungsplalle d und
werden (Bild 9 - 21). Messerhalter e geführt.
Das erforderliche Spiel entsprechend Bild 9 - 22 wird durch
Anordnung von Beilagen unter den Reibungsplal1en und
Messerhaltern eingestellt.
Nach jeder Einstellung ist das Messer durch Bewegen
des Keilriemens zum Messeranlrieb von Hand auf Leicht-
gängigkeit zu prüfen und unter Zugabe von Öl kurz ein-
laufen zu lassen.

Bild 9 - 22 Messerführung am Fingerbalken

Bild 9 - 21 Aufbewahrung des Ersatzmähmessers

Der Messerwechsel ist in folgender Reihenfolge durchzu-


führen:

Einstellen der Antriebsschwinge


Achtung ' Motor der Grundmaschine abschal- zum Möhmesser
tenl Di.e zwangsfreie Verbindung zwischen dem geführten
- Messertührung säubern. ~ahmesser und d~r Antriebsschwinge ist Voraussetzung
- Schraubenverbindung am Messerkopf entfernen. fur die H~ltbarkelt v~n Messerkopf und Messerrücken.
Schwingenarme spreizen und Mähmesser herausziehen. Dazu Ist die Antnebsschwinge in horizontaler und verti-
- Neues Mähmesser einschieben und Messerführung ein- kaler Richtung zum Rahmen verschiebbar (Bild 9 - 23).
stellen. Zur leichten Justierung dient die unten angeordnete
- Einstellung der Antriebsschwinge zum Mähmesser Stellschraube.
überprüfen und bei Bedarf nachstellen.'
- Schraubenverbindung am Messerkopf anbringen. Die Jus~ier~ng hat in horizontaler Richtung so zu erfolgen.
daß. bel Mahmessermlt1elstellung (Klingenspitze zwischen
zwei F.lngern) der Messerrücken zu der dem Messerkopf.
Achtung I am nachsten liegenden Reibungsplat1e bzw . die Räum-
Vor dem Festziehen Mähmesser unbedjngt in MittelsteIlung plal1e zur Führungsplatte einen Abstand von 2 ±O 5 mm
(Klingenspitze zwischen zwei Fingern) bringen. Damit besitzt (Bild 9 -24). .
wird erreicht. daß die Gummibuchse nach beiden Seiten Damit wird die Bewegung des Messerkopfes auf dem
gleichmäßig beansprucht wird. Kreisbogen berücksichtigt.

102
Maisschneidwerk

Bild 9 - 25 Einstellung der Mähmessermittelstellung

Bild 9 - 23 Einstellung der Antriebsschwinge


zu m Mähmesser

Schleifen von Mähmessern


Das Schleifen der Mähmesserklingen hat entsprechend
dem diesbezügl ichen Hinweis im Abschnitt 10 - Fel dfuUer-
schneidwerk - zu erfolgen .

Spannen der Färderketten


Die Spannung erfolg! durch linksdrehung miUels Ring-
oder Steckschlüssel (Bild 9 - 26) .
Die Spannschrauben rasl'en als Sicherung gegen selbst-
tätiges Lockern aller 180 0 ein .
Die Kette muß sich im gespannten Zustand in Trummitte
mit einer Handkraft von etwa 100 N um etwa 10 mm
abheben lassen (siehe auch Abschnill Kontrolle der Ketten-
und Riemenspannung) .
Infolge der höheren Belas!ung der inneren Kettenstränge
längen sich dieselben im Laufe der Zeit.
Bild 9 - 24 Durch einen Wechsel der Ketten untereinander kommen
diese gelängten Stränge nach außen und die Lebensdauer
der Förderkellen erhöht sich dadurch .

Einstellen der Mähmessermittelstellung


Neben der Messerführung ist auch die symmetrische Lage
des Messerhubes zu den Mähfingern Voraussetzung für
einen guten Schnitt.
Die Symmetrie wird durch Veränderung der Mähkurbel-
stangenlänge erreicht .
Zur Einstellung wird das Mähmesser in MittelsteIlung
gebracht und nach dem Lösen der d~ei Klemmschrauben
die Kurbelscheibe soweit gedreht. bis der große Durch-
bruch in der Kurbelscheibe senkrecht zur Mähkurbel-
stange steht (Bild 9 - 25). ' .
In dieser Lage werden die drei Klemmschrauben wieder
festgezogen. Bild 9 - 26 Spannen der Förderkette

103
9 Maisschneid, erk
Es empfiehlt sich, ein Einstellen nur mit Hebel und Gewicht
Instandsetzungshinweise d~rchzuführen oder die Rutschku ppl u ng als Austausch-
In diesem Abschnitt werden einfache Maßnahmen zur ted neu eInzubauen. Die Wälzlagerung des Kettenrades
Instandsetzung beschrieben . Bei größeren Reparaturen darf nicht gefettet werden.
empfehlen wir, das Schneidwerk einer Spezialwerkstatt Für ~ie .Demontage der Rutschkupplung sind folg~nde
zu übergeben. ArbeItsgange erforderlich :
- t<ettenspanner lockern
- Rollenkette abnehmen
- Keilriemenspanner abnehmen
- Schraube mit Endscheibe lösen
Auswechseln des Keilriemens - Rutschkupplung abziehen
vom Messerantrieb Beim Wiedereinbau ist auf die Einhaltung der Ketten-
fI ucht zu achten .
Es sind folgende Arbeitsgänge erforderlich:
- Keilriemenspannrolle lockern und Keilriemenscheibe
aus der Gabel demontieren
- Deckel .an der Kurbel abnehmen , Sicherungsring de-
montieren und Mähkurbelstange von der Kurbelscheibe Einstellung der Gegenschneide
abziehen. an der Schneideinricht ung
- Keilriemen auswechseln 'und Montage der Teile in um-
gekehrter Reihenfolge Der Abstand der Gegenschneide zu den Messern der
Schneideinrichtung ist durch Langlöcher an der Befesti-
gungssteIle einstellbar .
Der Abstand soll 2 +2 mm betragen (Bild 9 - 27).

Einstellen und Ausbau


der Rutschkupplung
für Schneckenantrieb
Zur Übertragung der auftretenden Leistung ist an der
Rutschkupplung das Drehmoment 1200+50 N .m erfor-
derlich . .
Die Rutschku pplung ist vom Werk auf 750+ 50 N .m ein-
!I.estellt. Sie erreicht erst nach 60 sec Rutschzeit das volle ,
Ubertragungsmoment, indem sich die Beläge einschleifen .
Jedoch darf diese Rutschdauer nicht hintereinander er-
folgen, damit die. Beläge nicht verbrennen.
Nach 10 sec Rutschzeit muß die Kupplung erst wieder
abkühlen. Eingestellt werden darf die Kupplung nur von
Fachkräften der Vertragswerkstätten, die über die Cha-
rakteristik dieser Kupplung informiert sind.
Bei unbefugtem Eingriff in die Einstellung gibt das Werk
keine Garantie.
Zum Einstellen ist die Rutschkupplung von der Schnecken-
weIle abzuziehen.

Bild 9 - 27 Einstellung der Gegenschneide

Einstellen der Rutschkupplung


für Förderkettenantrieb
Zur Übertragur,g der auftretenden Leistung ist on der
Rutschkupplung das Drehmoment 350+50 N.m erforder-
lich. Die Rutschkupplung Ist vom Werk auf 180+20 N .m
eingestellt .
Die Einlaufcharakterislik, die zulässigen Rutschzeiten
sowie alle anderen Behandlungshinweise entsprechend
Abschnitt Einst~lIen und Ausbau der Rutschkupplung für
Schneckenantneb gelten auch für diese Rutschkupplung.

104
FeldfuHerschneidwerk 10
Feldfutterschneidwerk E 296 B Von der Antriebswelle aus treibt ein Schmalkeilriemen-
paar den rechten Messerantrieb, der über eine Welle mit
A rbeitssch utzweise dem linken Messerantrieb gekoppelt ist . Eine ebenfalls
von der Antriebswelle ausgehende Kette treibt über eine
Unfallgefohrl Rutschkupplung die Förderschnecke on. Auf der anderen
- Beim Abstellen des Feldhäckslers, vor dem Einstellen Seite des Feldfutterschneidwerkes wird durch einen Keil-
der Schnitthöhe, vor Instandhaltungs- und Instandset- riemen von der Förderschnecke aus über eine rücklauf-
zungsarbeiten sowie bei Transportfahrten mit ange- gesicherte Keilriemenscheibe die Ha~pel angetrieben . Die
bautem Schneidwerk sind die oberen Hubärme durch Steuerung der Haspelzinken erfolgt durch eine Kurven-
bahn.
den Trausportsicherungsbolzen 1 in der Bohrung 2 zu
Für den Straßentransport ist der aus 2 Teilen (Vorder- und
verr i egeln (Bild 8 - 3)!
Hinterwogen) bestehende Transportwagen T 939/02 vor-
- Beim Abstellen des Feldhäckslers, bei ollen Einste"-,
Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten ist der gesehen. Durch Einstecken der Wagenteile in die Stirn-
seiten des Schneidwerkes bildet dos Ganze einen An-
Motor abzustellen!
hänger zur Grundmaschine (Bild 10 -1).
- Vor dem Feldeinsatz sind die Transportsicherungsbolzen
1 der oberen Hubarme zu entfernen und als zusätzliche
Sicherung gegen ein Herausspringen des Schneidwerkes
in die Bohrung in den Aufnahmetaschen für die Hub-
haken am Schneidwerk zu stecken I Vorbereitung zum Einsatz
Vor dem Anbau des Feldfutterschneidwerkes an die
Grundmaschine E 286 C sind folgende Arbeiten erforder-
lieh:
- Einbau der mit der ' Grundmaschine gelieferten Ent-
lastungsfedern on der Hubvorrichtung der Grund-
maschine. so daß auf der linken und rechten Seite je
4 Stück Zugfedern wie im Bild 9 - 2 wirken.
- Schmierung der Hubhaken und der Druckplatten an
den 'Jnteren Lenkern der Grundmaschine mit Schmier-
fett zur Minderung der Reibungseinflüsse bei der Ein-
stellung des Schleifschuhdruckes .
Anbau der mit d.er Grundmaschine mitgelieferten Zu-
satzausrüstung "Ubergabeblech" am Feldfulterschneid-
werk zur Vermeidung von Ernteverlusten entsprechend
Bild 8 - 2.

Abhängen des Transportwagens von der Grundmaschine :


Das Schneidwerk mit Transportwogen ist auf möglichst
elknes Gelände mit genügend Platz zum seitlichen Heran-
manövrieren der Grundmaschine zu fahren .
Dos Verbindungskobel ist zu lösen und in der Kabine der
8066 Grundmaschine aufzubewahren .
Am Hinterwogen sind die Vorlegekeile anzulegen. Erst
Bild 10 - 1 Feldfutterschneidwerk auf Transportwagen dann darf die Anhängerkupplung getöst werden.
Am Vorderwagen ist noch dem Anheben der Zugdeichsel
der Lenkschemel zu arretieren. indem der Handhebel
ausgerastet, um co . 90~ geschwenkt. in die Bohrung des
nw ndungsberei h und Be hreibung Lenkschemels eingeführt und wieder eingerostet wird
(Bild 10 - 2).
Dos Feldfutlerschneidwerk E 296 B eignet sich in Ver-
bindung mit der Grundmaschine zur Ernte von Feldfutter,
Gros und staudenförmigen Erntegütern wie z. B. Mais bis
zu einer Höhe von etwa 1,S m.
Dos Schneidwerk ist für die Arbeit auf ebenen Flächen
und in hängigem Gelände geeignet.
Für erschwerte Bedingungen beim Mähen von verfilztem
Gros steht die Zusalzausrüstung "Doppelmesserbalken"
zur Verfügung .
Das Feldfulterschneidwerk trägt als Grundvariante die
Bezeichnu ng E 296 B 01 ..
Dos Feldfutlerschneidwerk E 296 B besteht aus den Hau pt-
bougruppen Trog. Förderschnecke, Kurvenbahn. Haspel,
Fingerbalken und Messerantrieb sowie den Antriebs-
organen Keilriemen und KeHentrieb.
Dos Erntegut wird durch die kurvengesteuerte Haspel zum
Schneidwerk geführt. durch die beiden sich in der Mitte
überlappenden und entgegengesetzt laufenden Messer
geschnitten und anschließend durch die Haspel zur Förder-
schnecke transporliert. Die Förderschnecke führt dos
Erntegut von der Arbeitsbreite des Feldfutterschneid-
werkes auf die Kanalbreile der Zuführeinrichlung zum
Häcksler zusammen. Der Antrieb erfolgt durch eine Ge-
lenkwelle von der Grundmaschine auf die Antriebswelle
des Schneidwerkes. Bild 10-2

105
Fel fuUerschneid erk

nbau an die Grundmasch one Einstellen des Schleifschuhdruckes


Der Anbau an die Grundmaschine erfolgt entsprechend Die Einstellung erfolgt wie im Abschnitt 9 - Maisschneid-
dem Anbau des Schwadaufnehmers E 294 nach Abschnitt 8. werk - beschrieben.
Nach dem Anheben des Feldfulterschneidwerkes ist mit Der Bodendruck pro Schleifschuh ist ebenfalls auf 250 bis
dem Transportsicherungsbolzen der Hubhaken 4 gegen 300 Neinzustellen.
das Aushaken des Schneidwerkes zu sichern und der Durch richtig eingestellten Bodendruck wird der Fahr-
Stecker 7 wieder in die unteren Lenker zu stecken . widerstand gering gehalten .
Lösen des Transportwagens vom Schneidwerk :
Reihenfolge der Arbeiten:
_ Vorsteckbolzen VB am Einsteckrohr des Vorder- und
Hinterwagens sowie Spillen des Hinterwagens (Bild 10- 5 VorbereOt.ung für den Straßentransport
und 10 - 6) lösen.
_ Vorder- und Hinterwagen aus dem Schneidwerksrah- Auf öffentl ichen Straßen darf der Transport des Schneid-
men herausziehen , dabei zur Arbeitserleichterung die werkes nicht in Arbeitsstellung erfolgen. Deshalb ist es
Wagen an der Zugdeichsel bzw. Monlagebügel leicht abzubauen und mittels Transportwagen T 939/02 an die
anheben. Grundmaschine anzuhängen.
_ Vorstecker und Klappstecker an den beiden ~agen­
teilen unterbringen oder die beiden Wagentede zu
einem Transportwagen für Solofahrl zusammenstecken Abbau des Schneidwerkes
(Abschnitt 12). Der Abbau des Schneidwerkes von der Grundmaschine
ist in umgekehrter Reihenfolge wie der Anbau vorzu-
nehmen . Die Schleifschuhe müssen auf geringste Höhe
eingestellt werden.
Gelenkwe lienanschi u ß :
Der Anschluß der Gelenkwelle zum Antrieb des Feld -
Anschluß der Rückleuc::hten
futterschneidwerkes erfolgt analog zum Schwadaufneh- Das Verlegen des Verbindungskabels hat so zu erfolgen,
mer. daß keine Behinderung oder Beschädigung eintreten kann
(Bild 10 - 4).
Unfollgefahrl
Gelenkwelle nur bei Stillstand des Motors anschließen!

Einstellen der Schnitthöhe


Je nach Bedarf können die hinter dem Schneidwerk ange-
brachten Schleifschuhe mittels Vorsteckbolzen und Siche-
rung in 4 verschiedenen Stellungen verriegelt werden.
Es lassen sich die theoretischen Schnitthöhen von 45 mm,
75 mm, 110 mm und 150 mm einstellen (Bild 10 - 3).

Bild 10 - 40

Bild to - 3 Bild 10 -4b

106
FeldfuUerschneidwerk

Kontrollorbeiten vor Fahrtbeginn: Zusatzausrüstung


Doppelmesserbalken
Unfallgefahr!
Vor Fahrtbeginn Lenkschemelarretierung lösen! Der Doppelmesserba l ken hatgegenüber dem Fingerbalken
Hierzu Handhebel H ausrasten. nach oben beweijen und den Vorteil. daß er in verfilzten und weichen Gräsern
wieder einrasten (Bild 10 - 5) . verstopfungsfrei arbeitet und dadurch höhere Flächen-
Es sind der richtige Sitz der Vorsteckbolzen VB an Vorder- leistungen ermöglicht.
und Hinterwagen sowie die Sicherung durch je einen Bei Bodenunebenheiten und höherem Steinbesatz steigt
Klappstecker und die Funktion der Rückleuchten zu prüfen dagegen der Messerverschleiß erheblich an und erfordert
(Bild 10 - 6). häufigen Messerwechsel.
Der Doppelmesserbalken ist gegen den Fingerbalken aus-
tauschbar.
Er wird zwischen den beiden Trogblechen befestigt. Die
oben beigelegten zwei Leisten bei der rechten Hälfte des
Fingerbalkens werden unter den Balken gelegt. so daß
dieser auch auf der rechten Seite um 2 mm angehoben
wird . (Bild 10 - 15) .
Die Mähmesser reichen über die volle Schneidwerks-
breite und werden am Hebelgestänge des Messerantriebes
genau so befestigt w ie die des Fingerbalkens. Hierbei sind
die Hinweise unter Abschnitt Wartungsvorschrift zu be-
achten .
Die lJmrüstung vom Doppelmesserbalken auf die Grund-
ausrustung mit FIngerbalken erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge . Die zwei Leisten auf der rechten Seite müssen
wieder ü~er dem Fingerbalken angeordnet werden . da-
mit der Uberschnitl der beiden gegenläufig arbeitenden
Messer im Millelbereich gewährleistet wird .
An de'l Seiten ist darauf zu achten. daß die .Spitze des
Randfingers durch den Fingerschutz an der Seitenwand
abgedeckt wird (Bild 10 - 7) .

Bild 10-5

8052
Bild 10-7

Wo rt u n9s vo rsch riff


F~r die Erhaltung der Betriebsfähigkeit und Sicherung
einer hohen Lebensdauer des Schneidwerkes sind die in
diesem Abschnitt gegebenen Vorschriften und Hinweise
unbedingt einzuhalten .
Instandhaltungsarbeit'en am angebauten Schneidwerk sind
grundsätzlich nur bei ausgeschaltetem Motor der Grund-
Bild 10-6 maschine zulässig!
Das Schneidwerk ist gegen Absenken mit dem Transport-
sicherungsbolzen zu sichern oder auf dem Boden abzu-
stellen .

107
C'
10 Fe dfuHerschneidwerk

Hinweise zum Schneidwerk


Kontrolle der Ketten- und
Riemenspannung Hinweise zum Fingerbalken:
Bestandteile des Fingerbalkens sind:
Die Spannung ist aller 50 Betriebsslunden in der Mitte am
ziehenden Trum zu konlrollieren.
Die Kontrollwerte sind in der Tabelle des Ketlen- und
Fingerbol kensch ie ne
Riemenlaufplanes enthalten.
Durchzuführende Arbeiten bei der Einstellung des Prüf-
wertes X bei einer Prüflast F:
Mähfinger

Trieb Nr. 1 _ Beide Sechskantschrau ben A lösen


_ Kontermutter an Stellschraube lockern
Mähmesser links und rechts
Stellschraube B anspannen und kontern
Beide Sechskonischrauben A festziehen
Trieb Nr. 2 _ Beide Sechskantschrauben C lösen Messerführungen
_ Kontermutter an Stellschraube lockern
_ Stellschraube D anspannen und kontern
_ Beide Sechskantschrauben C festziehen
Trieb Nr. 3 _ Sechskantschraube E lockern Der Fingerbalken ist in Schneidwerksmille geteilt. Um
_ Kontermutter an Spannmuller lösen einen Uberschnitt der Mähmesser zu erhalten, ist die linke
_ Spannmutter Ganziehen (Nachspannung Fingerbalkenschiene durch Beilagen 2 mm höher als die
durch Sechskantschraube E beachten) rechte im Trograhmen eingeschraubt.
_ Sechskantschraube E festziehen Die beiden milli eren Mähfinger werden durch eine Mittel-
_ Spannmutter kontern platte ersetzt (Bild 10 - 8).

Bild 10-8

108
FeldfuHerschneidwerk

10.5.1. Ketten - und Ri emenlaufplan


K etten- und Riemenspannung

109
...o

I
~b
Nr .
Ü bertragungs-
elemente
Pos .
Nr .
Triebwerks-
te il
Wirk-
I messer
durch
Zähne-
zahl
Drehzahl Überset-
I zungsver-
I I Umfangsge-
schwindigkeit
Trumspannung

hältnis
')1
Prüfwert ')
Prüflast
K do
I i
I I X F
-
- -
- - - mm -
1 - -- -
U/ min
_-=-----L m/s
mm N

- -
- -
- - - - Vorlauf Rücklauf - I Vorlauf_ Rücklauf - -
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
, ; ,
I
Schmalkeil-
r iemensatz
1.1 Antr iebswelle 236 -
I 767
1-
452
- -- 1 ,06 I, I
1 9,5 5,6 20-25 I 50-70

~
1.2 Messerantrieb - 724 427
2SPC x2650-1
TGL 14489 - .
-,
1.3 224 808 476 -

..•
"
Keilr iemense · I , I I
2.1 Antriebswelle - 12 767 452

2
Rollenketle
16B-01-81
-
2.2 Förderschnecke -
, _ .-

5B 159 93 ,5
4,83
3,94 2,32
! 10-13 50-70
TGL 11796
2.3 Kellenspanner - 12 767 452 -
I
I I

Schmalkei l- ~~ Fo,d.m'""k. 212 - 159


- -
-
-- 2 ,69
I
I
riemen
3 3.2 Haspelwelle 570 - 59 - 1,76 - 14-18 : 50-70
SPCx2800
TGL 14489
3.3 _ Spannrolle 184 - 183 _1-- - -
- -
I

, I
')bezogen auf die Gerade in Trummitle
') senkrecht zum Trum wirkend in Trummille

Ir

•_.
:I
CL

•..
I
:Ir
Feldtullerschneldwerk
10.5.2. Schmieranweisung
o

Blanke Stellen wie Gleitflächen. Zapfwellenenden und


ähnlichen sind vor Korrosion durch Schmierfett oder
Rostschutzöl zu schützen.
Konservierungs- und Abstellhinweise Im Überschnittbereich der Mähmesser sind die Niete
Entsprechende Hinweise für das Feldfutterschneidwerk beiderseitig versenkt.
sind im Abschnitt 6. Teilgebiet-Abstellen und Konservieren- Hinweise siehe Bild 10 - 9 und Bild auf der rechten Seiten-
enthalten . wand .

111
.....
I\)

Sch m iervorschrift Sch m ierstoffü bersicht

I Menge Viskos ität


, Schmier- . Bemerkung
pro Bezeich- (cSt bei 50 °C)
Maßnahme Schmierstelle ! An- intervall I Kurzzeichen
Nr . Schmier- nung Walkpenetra -
(hs)
Bezeichnung I zahl , , stelle tion (1 / 10 mm)
I
Fetten der
Laufflächen
1 Kurvenbahn I 1 50 100 cm 3
! I 265-295
- -- SWC 423 - - - - -- - - - - ".
3 Schmierfett TGL
2 Gabelwellen lager 2 200 5 cm 265-295
Abschmieren
mit Fettpresse
- -- - -_ . 14819/02 - --- _ .. ..

3 265-295
3 Koppellager 2 200 I 5 cm
_ ._--- - --- I
...•
- - - -- ---_. - - -- - --- - - _. . .. . - --
Zinkenwellenlager 9 50 noch Bedarf

.-.
*
-- - - - R 50
4 Rollenkette 1 10 0,010 I Schmieröl TGL11871 50 ± 5
Ölen
-
Messerführungen 13 10 0,005 I ~
----- 1 - -- - - - -- - - _. .. - - - -- I:

-I-t -- i
LJ_ "-----
*) Verwendung von Getriebe- und Motorenöl möglich
I

I
-- -- -

W1
"
:'

•_.
~

CI.

..
I!
•...
uUer chneidwer

De r Messerwechsel ist in folgender Reihen-


folge durchzuführen '
Schwinge in äußere Totpunktsteilung bringen
- Messerführung säubern
- Sechskantschrauben am Messerkopf entfernen und an
der Koppel lösen (Bild 10 - 11)
- Entfernte Sechskantschraube zwischen die Hebel klem-
men (Doppelpfeil in Bild 10 -11)
- Haken B (Zubehörteil) im Messerkopf einhängen und
Mähmesser damit herausziehen (Bild 10 - 11)
- Neues Mähmesser einschieben. Haken am . vorgesehe-
nen Aufbewahrungsort ablegen. Sechskantmutter mit
Federring und Sechskantschraube in Messerkopf ein-
schrauben
Sinngemäß gilt die beschriebene Reihenfolge auch für das
Doppelmesser. Die Doppelmesser können auch nach
Lösen und Hochklappen der scharnierartigen Messer-
halter nach vorn herausgehoben werden. Zum Hoch-
klappen ist ein Schraubendreher zu verwenden .

Bild 10 - 9

o Ober messer
X erste Klinge gewendet
V im Bereich des MesserüberschniTles Niete beId-
seitig versenkt
U Untermesser

u wechseln der Mähmesser


Das Auswechseln der Mähmesser ist in Arbeitsstellung
und auch in Transportsteilung des Schneidwerkes möglich.
Die Ersatzmesser sind im Schneidwerksrahmenrohr unter-
gebracht und können somit während des Einsatzes ständig
mitgefü hrt werden (Bild 10 - 10) .
B

Bild 10-11

Bevor die Sechskantmultern festgezogen werden. Mäh-


messer unbedingt in MittelsteIlung bringen. Damit wird
erreicht. daß die Gummibuchsen nach beiden Seiten
gleichmäßig beansprucht werden.
Anschließend Messerführung überprüfen und bei Bedarf
neu einstellen sowie unter Olzugabe kurz einlaufen lassen.

Arbeitsschutzhi nw eise :
Beim Messerwechsel ist zu beachten. daß nicht in die Mäh-
finger und Messerklingen gegrilfen wird.

Einstellen der Messerhöhe


und Messerneiqung
Eine genaue Einstellung an der Messeraufhängung isl
Voraussetzung für den stopfungsfreien Schnitt am Messer-
kopf und die Haltbarkeit der Messerklingen und des
Messerrückens . Um sie auch im Einsaiz laufend überprüfen
zu können. sind an den Seilenwänden Schilder angebracht.
Bild 10 - 10

113
"
Feldfullerschneidwerk

Zur weiteren Einstellung gehört das Ausrichten der An-


Es sind dabei zu bea('hten: triebsschwinge auf Mille Hebelpaar . Zur Kontrolle Maß
Enlsprechend (Bild 10 - 12) beschreibt der Messerkopf .. a " nachmessen und auf beiden Seiten gleich groß ein-
um das obere Lager der Messeraufhängung während des stellen (Bild 1 0 - 13) .
Hubes einen Kreisbogen. wobei er in äußerster Stellung Die Einstellungen am Doppelmesserschneidwerk sind
- ca . 1 mm - höher steht als in der Mittelsteilung . gleichermaßen vorzunehmen . Dabei ist besonders zu be-
achten. daß die Mähmesserenden nicht an die Messer -
köpfe der Gegenmesser stoßen und Zerstörungen hervor-
rufen .

t... liukfl S~iltl

/1\ 5

./ 1.

oberes Lager
Bild10-12

In d e r Auß e nsieliung (Messertotpunkt) dürfen die Messer -


klingen oben keinesfalls die Fingerzungen berühren . was
auch nicht einiritf . wenn in der Millelstellung (halber
Messerhub) die Klingenhöhe so eingestelli ist. daß di e
Fingerplatte dicht berührt wird .
Die Klinge darf in MittelsteIlung auch nicht mit Druck auf
der Fingerplalie aufliegen (erhöhter Verschleiß) . sondern
ist entsprechend (Bild 10 - 13) einzuslellen . Maße vorn
ma x. 0,3 : hinten max . 0.6 in MähmessermiUelsteliung . Bild 10 - 13
Die Einstellung erfolgt durch Verschiebung des oberen
Lagers in der Messeraufhängung horizontal und vertikal Y = Gummibuchsen nach der Einstellung erst lockern.
in den Langlöchern. Danach ist die Schraube S fesi anzu- dann in Mähmessermittelstellung mit einem Anzugs-
ziehen (Bild 10 - 13). moment Mt 170 N . m mittels Ringschlüssel fest-
schrauben
A ObisO.3
I 0.1 bis 0 .6 in Millelstellung einstellbar an der
Schrau be S
Einstellen der Mähmessermittelstellung
Jede Messerklinge soll die angrenzenden Finger gleichweit
überschneiden . da andernfalls das Stoppelbild verschlech -
ler"! wird . In der Mittelsiellung steht die Klinge symmetrisch
zwischen den Fingern unter gleichzeitiger Einhallung der
Millelstellung der Anlriebsschwinge (halber Hub) . Die Einstell u ng der Mähmesserführung
Sechskantschrauben. d ie zu diesem Zweck zu lösen sind .
sind in dem Bild 10 - 13 mir X gekennzeichne t. Die Einstellung erfolgt in der
Nach der Einstellung sind die Schrauben mil einem Ring-
schlüssel fest anzuziehen. und das Federblech ist dabei Mäh messermittelsteIlung !
rechtwinklig zur Seitenwand zu stellen. weil sonst da.s
Mähmesser beim Wechseln nichl unter der Koppel vorbei - Messerführung am Fingerbalken:
geht. Das zwisc,hen Federblech und Seitenwandko~sol Die Messerführung erfolgt durch Messerhaller. Re ibungs-
gelegte Papier vergrößert die Haftreibung und darf nlch"! platten und Räumplallen . deren Spiel durch Beilagen ent-
entfernt werden . sprechend dem B:ld 10 - 14 e inzustellen ist

114
FeldfuHerschneidwerk

Schleifen von Mähmessern


Die Mähmesser können auf Schleifmaschin~n, naß oder
trocker , geschliffen werden . Zu beachten is1. daß der
Messerkeilwinkel eingehalten wird und die Schneiden
nicht ausgeglüht werden (Bild 10 -17 und 10 -18).
Wir emplehlen für das S('hleifen der Messer , Insbesondere
der Doppelmesser, die Automatische Mähmesserschleif-
maschine AMS 1/2 des VEB Eisenwerk Elterlein, DDR-9306
Elterlein, zu verwenden. .

Bild 10 -14 - Normale Klinge

Abstand a bei der ersten Messertührung am Messe rkopf


0.8 bis 1 ,3 mm, bei allen anderen a = max. 0,5 mm .
Na~h i~::I er Ein)t~llung ist da; M ~s;e r unter Olzugabe
kurz einlaufen zu lassen .

Messer(ühru!"'9 am Doppel messerbalken :


Die Einstellung des erforderlichen Spiels 0 zwischen dem
oberen Messer und dem Messerhalter ist aus den Bildern
10 - 15 und 10- 16 ersichtlich ...

Bild 10 - 17

- Doppelmesser kl inge

Bild 10-15

Bild 10 - 18

Auswechseln von Messerklingen


auf dem Feld
Schneidwerk in höchste Stellung ausheben und verriegeln.
Motor abstellen.
Auswechseln von Messerkl ingen am Fingerbol ken
Finger unterhalb der zerstörten Klinge abschrauben.
Zwischen Messerrücken und Fingerbalkenschiene den
Bügel aus dem Zubehör stecken (Bild 10 -19) .
Nietkopf mit Meißel abscheren. Beim Auswechseln der
Räumplalle oder der darunter liegenden Klingen sind der
Messerhalter und der Finger abzuschrauben. Bügel zwi-
schen Messerrücken und Fingerbalken stecken und die
Niete der Räu m plaHe abscheren . Mit Dorn Niet heraus-
schlagen und neue Klinge bzw . Räumplat1e mit Senkniet
einnieten. Dabei den Niethaher als N'ietgegenhalter
unterhalb des Messerrückens an der Fingerbalkenschiene
aufsetzen (Bild 10- 20).

Wichtiger Hin weis :


Im Bereich des Messerüberschnilles in Schneidwerksmille
Bild 1.0 -16 Doppelmesserbalken in innerer Totpunkt- und bei Räumplatlen müssen 'Niete be iderseits gut ver-
steilung dargestellt senkt sein .

115
o erschneidw

Bild 10 - 20

c r 0 o Imesserklingen
8045 Oberes Doppelmesser ausba ~ n
Nietköpfe mit Meiße.1 abscheren (Meißel in Messerlängs-
richtung ansetzen). Neue Messerklingen mit Halbrund-
Bild 10 -19 nieten annieten .
Der Niet darf über die Kltngenunterflöche nicht über-
stehen. Das untere D~elmesser ist im e;-n~~Duten
Zustand zu ·reparieren. Die Aussparungen in den UTlieren
Messerhaltern sind so groß. daß das Abscheren ~s 'Niet-
kopfes und das Anni-e ten mögltch ist.

116
11. Schwadaufnehmer SAN 42
Arbeibschufzhinweise
- Beim Abstellen der Grundmaschine mit Schwad-
aufnehmer SAN-42 , beim Einstellen der Stützradhöhe
und vor Instandsetzungsarbeiten sind die oberen Hub-
arme durch die Transportverriegelungsbolzen ent-
sprechend Bild 8 - 3 zu verriegeln.
- Bei allen Einstell-, Inslandhaltungs- und Instandsetzungs-
arbeilen einschließlich An- und Abbau des SAN 42
sowie Gelenkwellen - Anschlusses ist der Motor abzu-
stellen . .
- Vor dem Feldeinsalz sind die Transportverriegelungs-
bolzen der oberen Hubarme zu enHernen und als zu -
sätzliche Sicherung gegen ein Herausspringen des
Schwadaufnehmers in die Bohrungen unter die Auf-
nahmebolzen zu stecken .

J
beschreibun Bild 11-2
Schwadaufnehmer SAN 42 auf Transportwagen T 939{i.
Der Schwadaufnehmer dient in Verbindung mit der Grund-
maschine zur Aufnahme von Grüngut, Welkgut, Halbheu,
Heu und S1roh. Dabei kann die Aufnahme aus dem Schwad
in Form von Doppel- und Mehrfachschwaden als auch
aus breit gestreutem Erntegut erfolgen .
gehoben werden, .zwecks besserer Zusammenfünru ng und
kontinuierlicher Uberg - be des Fördergutes in das Häcks-
leraggregat.
Zur effektiveren Ausnutzur.g der Arbeitsbreite ist der
Rahmen ohne Sei1enwände gestaltet.
Der Al1trie.b erfolgt wie beim Schwadaufnehmer E 294
über die mit der Grundmaschine milgelieferfen Ge4enk-
w.elle Quf .ein Do9peltager. des .. SAN 42. Von dort aus
.et:den mit ~lenkeften die Forderschnecke und übeT'
ein Stimrcmgetriebe mit Rücklaufsicherung die 2inken-
'f rmnme' "~ieben.
Das StirnT-adg.m-iebe paßt auch an den E 294.

Bild 11-1
Grundmaschine E 281 C mit Schwadaufnehmer SAN 42
zur Aufnahme von Grüngul, Welkgut , Halbheu, Heu und
Stroh aus Breitschwaden

Die Aufnahme des Erntegutes erfolgt durch eine Zinken-


trommel, die infolge großer Arbeitsbreite in der Mitte
geteilt, gelagert und durch eine Kupplung gelenkig ver-
bunden ist. An dieser Stelle befindet sich
eine zusätzliche Bodenkopierung,
mit der bis zu 9S mm hohe . Bodenunebenheiten zwischen
den außen angeordneten Stützrädern ausgeglichen und -=-----
die Aufnahmeverluste gesenkt werden~ --=-
Die Förderschnecke übernimmt das Erntegut von der
Zinkentrommel und führt es auf die Kanalbrei1e der
Häckslerzuführeinrichtung zusammen . Sie ist in S~hwingen Bild 11-3
gelagert, und kann bis 115 mm parallel und schräg aus- Mittlere Schleifsohle in TransDortsteIlung

117
SchwadaufnehlDer

Anbau an die Grundmaschine


Der Anbau erfolgt wie beim
Schwadaufnehmer E 294 in folgender Reihenfolge:
- Mechanische SchwimmsteIlung der Hubvorrichtung
verriegel n.
- Stecker für untere Len ker im Schwadaufnehmer
entfernen.
- Hubvorrichtung in TiefsteIlung senken, Grundmaschine
heranfahren und SAN 42 mit Haken an Aufnehmebol-
zen anheben.
- Abbau des. Transportwagens T 939/02
- Sicherungsbolzen aus der Hubvorrichtung in höchster
Steliung herausziehen und unterhalb der Haken in
Tragarme SAN 42 einstecken .
- Stecker für untere Lenker einstecken und sichern .
- Gelenkwelle anschließen.

Unfallgefahr!
Bild 11-4 Die Gelenkwelle darf nur bei abgestelltem Motor mon-
Mittlere Schleifsohle in Arbeitsstellung tiert werden!
Die Gelenkwelle wird C~ , die Zapfwelle gesteckt und mit
dem Schnellverschluß Hc a iegelt (Verdrehen der Muffe
Der Schwadaufnehmer wird neben der mittleren Schleif-
auf dem Mitnehmer).
sohle mit 2 höheneinstellbaren Stützrädern auf dem Boden
Ein erschwernisfreier Anschluß der Gelenkwelle ist mög-
geführt. Durch die rollende Reibung wird info!ge gerin-
lich, mit Hilfe der Gelenkwellenauflage 02 074875 6 04/90500
gerer Vorschubkräfte Energie in Form von. DIeselkraft-
aus dem Zubehör des Maisschneidwerkes E 299. Die Be-
stoff eingespart. Zusätzliche starre SChle,.fsohlen ver-
festigung der Gelenkwellenauflage erfolgt entsprechend
hindern beim Einsinken der Räder das Einstechen der
Bild 9-5 an der Gruodm aschine .
Zinkenspitzen in d~n Boden und schützen somit die
Zinkentrommel vor Uberlastung .

Einstellen der Stützradbelastung


Vorbereitung zum Einsatz und Stützradhöhe
Vor dem Anbau an die Grundmaschine ist darauf zu Für eine gute Bodenanpassung des SAN 42 ist die Einstel-
achten, daß die Hubvorrichtungsentlastungsfedern auf ;ung der Stützradbelastung auf etwa 250 bis 300 N je
das SchwadalJfnehmergewicht eingestellt werden . Auf Stützrad erforderlich. Die Einstellung erfolgt durch Ver-
der rechten Seite sind dafür 3 Zugfedern erforderlich. änderung der En·tlastungsfederspannung an der Hubvor-
Sie werden bis 30 mm an die Anhängung vorgespannt. r ichtu ng.
Auf der linken Seite dürfen nur 2 Federn wirken, die bis Das Einstellen des Stützrades ist mit der Sfützradachse in
50 mm vorzuspannen sind . einem Bereich von 35 mm stufenlos möglich. Nach dem
Eine weitere Arbeit vor dem Anbau ist das Absenken der L:>ien der slirnseitig angeordneten Klemmschraube wird
mittleren Schleifsohle von Transportstel/ung Bild 11 - 3 mit einem Rfngschlüssel R die Exzensterachse gedreht und
auf Arbeitsstellung Bild 11 -4 . damit der Zinkenabsland a zum Boden verändert.

118
Schwadaufneh.er

Bild 11-5
Zinkensteilung zur Förderschnecke und Einstellung der
Stützrodhöhe

~ I
8 280/04 1
Stellung _der
Exzenterache
Abstand a vorzugsweise anzu-
wenden bei:

-w
I -kurzem Erntegut
-kurzem Stoppel
JL amin .
-harten Böden

8 280/041
11 -rankendem Erntegut
-hohem Stoppel
o max .
-we ichen Böden

Bild 11 - 6 Stellung der Exzenterachse

119
Sm adaufnehmer

Einstellen der Zinkentrommel Einstell en des Niederha lters


Beim Nachlassen der Federwirkung durch Ermüdung Die Höheneinslellung des Niederhalters ist von der zu
ermöglicht die Verstelleinrichtung der Zinkentrommel verarbeitenden Schwadmasse abh:::ngig und wird wie
die Erntegutübergabe an die Förderschnecke zu verbesse- folgt vorgenommen:
sern . - Vorsteckbolzen V aus der Transportsicherung entfernen
Die Einstellung erfolgt durch Drehen der linken und rech- - Niederhalter anheben und Vorsteckbolzen V in ge-
ten Kurvenbahn K nach Lösen der Spann- und Klemm- wünschter Stellung einstecken
sChrau ben B (Bild 11 - 5). - Zinkenhöhe durch Umsetzen der Sechskantschraube S
ausgleichen (Freigängigkeit Niederhalterschwenkung
nicht blockieren) .

III

Bild 11 -7 Höheneinstellung des Niederhalters


III Transportst~llung IV Arbeitsstellung-gerioge bis mitt-
lere Schwadmasse V Arbeitsstelluog - mittlere bis hohe
Schwadmasse VI Arbeitsstellung - hohe bis sehr hohe
Schwa9masse .
Schwadaufnehmer

Abbau des SAN 42 und Vorbereiten


zum Transport
_ Der Schwadaufnehmer ist maximal anzuheben und die
Gelenkwelle ist abzubauen (Aufbewahrung am Häcksler) .
_ Transportwagen anstecken und entsprechend Be-
schreibung Zusatzausrüstung E 296 befestigen.
_ Transporlsicherungsbolzen unterhalb der Hubhaken
herausziehen und in die Hubvorrichtung stecken.
Srecker von unteren Lenkern entfernen.
_ Schwadaufnehmer mit Transportwagen auf den Boden
absetzen .
_ E-Kabel verlegen und Stecker der unteren Lenker am
Schwadaufnehmer einstecken und sichern.
_ Anheben der mitlleren Schleifsohle durch Anziehen der
Spannschloßmutler zwecks Vergrö_~er}Jng der Boden-
freiheit (B.Hd 11 - . Cß, 'lI-$..
{,IX
_ Umstecken des Vorsteckbolzen s am Niederhalter in die
Transportsteilung (Bild 11 - 7111).

Bild11-9
Hebeschema mit Vorrichtung zur Aufnahme

02073312 S 03/ 7S-COO

Schmieranweisung
Blanke Stellen wie Gleitflächen , Zapfwellenenden , Ge -
winde und ähnliches sind vor Korrosion durch Schmier -
fett (SWC 423) zu schützen .

Achtung I
Alle Arbeiten am Schwadaufnehmer sind nur bei ausge-
Bild 11 - 8 schaltetem Motor der Grundmaschine und mit zusätzlicher
Schwadaufnehmer SAN 42 auf Transportwagen T 939/2, Sicherung der Hubvorrichtung mittels Transportsiche-
angehangen an der Grundmaschine rungsbolzen durchzuführen.

Kontrolle der Kettenspannung


Die Spannuug ist alle 50 Betriebsstunden am vorgeschrie-
benen Trum e~tsprechend Kelten- und Drehzahlplan vor-
zunehmen. ('3,-Lp( 11- 10)
Die Spanns Ch raube T dient zur Spannung des Schnecken-
betriebes und am Spannschloß U wird die Keltenspannung
vom Aufnehmerbetrieb eingestellt. Danach ist das Spann-
schloß U mit der Sechskantmulter zu kontern .

J.?,9~r' 6e: :fa I 'J' .Aos-'


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Verladung
. ~ß ICl(/z r2+t f!tIu l' c(-L.,V tlk~"t9-
Beim Heben mit Hebezeug sind die Anschlagpunkte auf
A,rl; I!~? wa.J~ie ytrn de~' ~~c~a­
den Niederhalterarmen zu beachten und eine Hebevor-
richtung e · tsprechend dem auf der linken Seitenwand
k?{A1Jt;{/~ pi? ~tv.> _~r.//z' j/
angebrachten Hebeschema ist zu benutzen. it-t Y6'I/U,ktn-
121
16
Schwadaufnehmer
\.

1
2.1
3.7

3.2 ----~VL'

x (mm) P(N)

2 10 50
3 20 50 ,
Bild11-10 Antriebsschema

Umto..ngs Ober·
1Ne/) Pos 7iiebwerks· .so.ch- Zahne - Drehzahl geschw setzun~
Nr. Nr. tell bezeichng. zahl Z nlmtn· ] v{mls] verhO{tn/~
'
.
zapf~~
[)oppellqgt!l B76l78 ?65
1
21 Anfrlebs- Ro/(enkefte
keUenrad 12 765 .3.93
2 f:örder-
2.2. .schnecke
168-1-$
7älm96 58 158 7.08
3.1. ~triebsAe(~ RollenkeHe 73 765 ~.19
3 ~. 2 l.inlenkrad 1)(19.05)( 15 663

, ~3 11:1,_nJ-..:JI.1,!f) 2, 45mx11.6fJ
41. Sflrnradge-

*.2.
triebe
fjg~el
14
13 86
710

107.4 .3,.5t,.
1.007
6.615

Bild 11-11 Drehzahllebelle

122
Sth adaufnehmer

Schmieranweisung
Blanke Stellen wie Gleitflächen, Zapfwellenenden Ge-
winde und ähnliches sind vor Korrosion durch Schmierfett
(SWC 243) zu schützen .

Bild 11-12
Schmieranweisung
(Angaben in 10; 50; 200; 400 oder 1200 Betriebsstunden.)

123
16"
I Sch adaufnehlRer

Schmierplan für den SAN 42


Nr. Schmierstelle Anzahl Schmierstoffe Schmierabstand n. Betr .-Slunden

Kurvenbahn 2 .6 10

2 Lagerung der Förderschnecke 2 .6 50


3 Fördersc hn ecke nlager 2 .6 50
4 Rollenketten 2 0 1C

5 Sti r n radgelriebe 0 50 Öistandskontrolle

6 Doppellager 2
.6 200

7 Mittelstütze m it 2 Rollen 3 .6 200


8
9 Stützradlager 4 .6 400

10 Zi n kenstangenlager 8 .6 400

11 Zinkentrommellager rechts .6 400

12 Zinkentrommellager mitte .6 400

13 Zinkenlrommellager links .6 400

14 Sli rn radgetri e beöl wechse I 1200


0

Schmierfett SWC 423 TGL 148 19/02 für Tropen SWA 532
TGL 14819/ 03

o Schmieröl R 50 TGL 11871

Getriebeöl GL 220 TGL 21 160

124
Schwadautnehlßer

Ausbau der Zinkenstangen Demontage des mittleren


Zinkentrommellagers
Zur Durchsicht und Reparatur können die Zinkenstangen
auch ausgebaut werden . ohne daß alle Abstreifer gelöst Nach Ausbau der linken Zinkenstangen wird die linke
werden müssen. Trommelwelle etwa 200 mm nach außen geschobe n.
Nachfolgend wird der Ausbau einer Zinkenstange von Cler Nach Abschrauben der Schrauben E Abstreifermitte
linken Zinkentrommel beschrieben. Auf der rechten Bild11-15) und Lösen der im Bild 11-16 darge-
Seite müssen zusötzlich Schutz. Antriebskette und Getriebe stellten Schraubverbindungen kann das mittlere Zinken-
abgebaut werden . trommellager von der rechten Zinken·trommel abgezogen
Vorher muß die Trommel in eine Stellung gedreht werden. werden . Vorrichtungen sind dabei nicht erforderlich.
in der die auszubauende Zinkenstange A an der höchsten Die Zinkentrommelablage auf den Abstreifern ist mit 2
Stelle steht. tn dieser Stellung kann sie nach Ausbau der Blechen zu verbessern (Maße etwa 100 x 4 x 500 mm)
Kurvenbahn K (dazu Kurvenbahnverschraubung B lösen)
und Lösen der Schraubverbindungen entsprechend
Bild 11 -13 und 11 -14 herausgezogen werden .

Bild 11-15
Bild 11-13
Ausbau der Führungskurve SchniH durch die Badenkopierung bei d er Zinken/rommel-
lage r ungsmitte

Bildll-14
Ausbau der Zinkenstange

125
I Sch adaufnehlßer

Bild 11 - 16
Schnitt durch die Zinkentrommellogerungsmitte mit
Kettenkupplung,

Bei der Montage des mittleren Zinkentrommellagers ist


zu beachten , daß die linken und rechten Zinkenstangen so
versetzt eingebaut werden , daß sie abwechselnd Ernteg ut
vom Boden aufnehmen (etwa 45°, siehe Bild 11 -15).
Sollte die Mittenstütze mit ausgebaut worden sein. dann
ist das Federpaket mit der Spannschraube bis Gewinde-
ende vorzuspannen, um den Bodendruck der Schleifsohle
zu reduzieren.
Bild 11 -17 Einstellen der Keffenflucht

Stützradaufbau
Wickel- und Staubschutze (W und S) ergeben auf der
Einstellen der KeHenflucht Achse hintereinander aufgesetzt in der Summe eine
Toleranz, die mit Paßscheiben P auf Gabelbreite G aus-
Bei Montage von Doppellager, Förderschnecke, rechter
zugleichen ist (Bild 11 -18) .
Zinkentrommel, Getriebe, Kettenräder, Ketten usw.
ist im Interesse einer hohen Kettenlebensdauer auf die
Flucht zu achten. Die Grundrichtung ist durch die Um-
lenkkettenräder Z 15 (15 Zähne) gegeben . Danach ist das
Doppellager mit Distanzscheiben M am Konsol auszu-
richten (Bild 11 -17).
Es bestimmt über das Förderschneckenantriebskettenrad
Z 12 die Lagerichturg des Keffenrades Z 58 (Einrichten
mit Paßscheiben C .
ß~ rpt&h~-~if 1/<11 ~rh O/ft,Z fit
l)'i~ /~~~J I , (I. " .]{):x rJl'S-~( -'.Yru'f-
./2I.r7z ~17 (f-;I':Jt/

126
-
5th adaufnehlner

Bild 11-18 •
Schnitt durch eine Stützr adlage rung

127
2 Zu ""ausrüstung n
Zusatzausrüstungen Anhöngerkupplung E 101

Folgende Zusatzausrüstungen können zur Verfügung


gestellt werden . Zu mehreren Baugruppen werden in
diesem Abschnitt noch notwendige Hinweise zur Mon-
tage . Einstellung oder Bedienung gegeben .

Zusatzausrüstungen
zur Grundmaschine
- Kabine E 915 / 1 (Aufbau auf Grundmaschine - siehe
Abschnitt 3)
- Kabine E 915/03. mit zusätzlichem Lärmschutz (Aufbau
auf Grundmaschine - siehe Abschnitt 3)
- Anhängerkupplung B 101
Zusatzbereifung (mit Zwischenstück)
- Schutzdach
- Geländer
- Arbeitsscheinwerfer für Kabine oder Auswurfbogen
- Rundumkennleuchte für Schutzdach oder Kabine
(Aufbau - siehe Abschnitt 3)
- Ausrüstung für 12-Messer-Trommel
(siehe Abschnitt 7 - Messerträger austauschen)
- Übergabeblech für Verwendung von Schwadaufneh-
mer oder Feldfutterschneidwerk (siehe Abschnitt)
- Schutzeinrichtung (für Häckselaggregat)
- Isolierverkleidung (Schutzeinrichtung mit zusätzlichem
Lärmschutz am Häckselaggregat - siehe Bild 1 - 5)
- Zwangsverriegelung für Schutzeinrichtung oder Isolier - Bild 12 -1 Anhängerkupplung
verkleidung
Die Anhängerkupplung ist für den Anhängerbetrieb
notwendig. Mit angehangenem Hänger muß zum Beispiel
gearbeitet werden. wenn ein Feld von Gräben oder
Zusatzausrüstung zum E 294 : sonstigen Hindernissen umgeben ist. Außerdem ist die
Anhängerkupplung zum Transport des Schneidwerkes
mit Transportwagen erforderlich. Die max. Anhängerlast
- Niederhalter beträgt 8 t.

Zusatzausrüstung zum E 299 :


Entsprechende Hinweise zu den Zusatzausrüstungen sind
im Abschnitt 9 enthalten.
Achtung!
Zusatzausrüstung zum E 296 B Transportfahrten mit An hänger im öffentlichen Straßen -
verkehr der DD R sind verboten (eine Ausnahme macht
der Transporiwagen T 939 /02 mit und ohne Feldfutter-
- T ra ns portwog e n T 939/02 schneidwerk E 296).
- Doppelmesserschneidwerk Die Hinweise vor Inbetriebnahme und beim Betreiben des
- Mähm esser (Messerklingenausführungen und Zusatz- Häckslers auf der Straße und auf dem Feld im Abschnitt
ausrüstungen) Sicherheitsbestimmungen sind unbedingt zu beachten!

128
Zu
Der Feldhäcksler ,ist auf allen normalen bis schlechten
Zusatzbereifung Bodenverhältnissen mit der Triebradbereifung einsatzbaL
Beim Arbeiten auf wenig tragfähigen Böden empfehlen wir.
die Zusatzbereifung 8-24 AS zu verwenden, Die Montage
der Zusatzbereifung an die Triebachse isl wie folgt
durchzuführen :
- Handbremse anziehen, Vorgelegekeile beidseitig vor
das Triebrad legen ,
- Lösen der Radmutlern 4 des Triebrades. Kugelfeder-
ringe hierbei nicht entfernen ,
- Aufste-:ken des Zwischensfückes 6 auf die Radbefesti-
gungsbQlzen 3 und Befesligung mit Radmutlern und
Kugelfederringen (Anziehmomerlt 300 N,m) ,
- Aufschrauben der Ventilverlängerung 8 auf dos Ventil
des Triebrades (Venlilkappe und Mutter abschrauben) ,
- Aufstecker. des Rades auf die Schrauben des ZwIschen-
stückes ,
- Durchstecken der Ventilverlängerung durch das Be-
festigungsloch 08 mm in der Radscheibe und Befestigen
durch Aufschrauben der VentilmutteL
- Kugelbundmuttern 10 zur Radbefestigung festschrauben
(Anziehmoment 120 N,m) ,
- Luflüberdruck prüfen (0.15 MPa),

B~fl ~ be ntransportfohrten mit dem Maisschneidwerk


E 299 ist zur Erhöhung der Verkehrssicherheit das rechte
Zwillingsrad abzunehmen, Anderenfalls liegt die Beleuch-
tung. rechts gegenüber Außenkante Zwillingsrad zu weit
innen ,

Hinweis :
Bild 12 - 2 Zwill i ngsbereifung Wenn der ~eldhä~ksler ohn~ Zusatzbereifung
(Sch nitldarstell u ng) gefahren Wird, mussen aus SIcherheitsgründen
die Zwischenstücke (6) abgenommen Werden.

Arbeitsschei nwerfer

Bild 12 - 3
Leitu ngsverleg u ng zu m Ar beis-
schei nwerfer am Auswu rfbogen

129
-

2 I n

Die Funktionsfähigkeit der Zwangsverriege-


Die Befestigung und I nstallation der Arbeitsschel nwerfer
an der Kabine bzw. am Geländer ist im Abschnitt 3 er·
ung muß ständig gewä rleis ein I
läutert.
Dam it ist weiterh in garantiert, daß bei geöffneter Schutz-
Die Installation der Arbeitsscheinwerfer am Auswurf- e inrichtung bzw . Iso lierverkle idung oder geöffnetem
bogen ist folgendermaßen vorzunehmen : Deckel der Motor nicht gestartet werden kann.
Um d ie Schutzrichtung aufheben zu können, muß der
Drehzahlverstellhebel auf O-Stellung gebracht und der
Der Arbeitsscheinwerfer 9 ist an der Gabe l des Aus- Hebel zur Betätigung der Häckseltrommelkupplu!,\g
wurfbogens 10 zu befestigen . nach hinten gezogen werden.
Das Kabel 11 wird mittels Schelle 12 entlang dem Aus-
wurfbogen verlegt und an der rechten Stütze herabge-
führt. Der Stecker 13 wird durch die Kabellülle 14 ge-
zogen und in di e Steckdose 15 gesteckt. Von der Steckdose Ausrüstungsvariante
führt ein Leitungsstrang zur Schalttafel und ist dort folgen- .. Langhöcksel"
dermaßen anzuklemmen (Schaltplan Arbeitsscheinwerfer
Auswurfbogen) :
Durch die Ausrüstungsvariante "Langhäcksel" für den
Feldhäcksler ist das Häckseln eines grobstrukturierten
Frischfutters mit einer Häcksellänge von 150-180 mm
m<;iglich .
Diese Häcksellänge ist aus pansenphysiologischen Grün-
den für die Verdauung der Widerkäuer optimal und führt
zu einer qual itätsmäßigen , ökonomischen Futtergewin-
nung .
In den verschiedenen Tierproduktionsbetrieben wurden
durch den Einsatz von " Langhäckseln" übereinstimmend
folgende ökonomische Vorteile erreicht:
- Senkung der Nährstoffverluste im Futter
- Geringere Erwärmung des Futters im Futterstapel und
im Fullerdosiergerät
- Erhöhte Futteraufnahme der Tiere
- Höhere Verdaulichkeit des Futters
- Verminderung der Pansenstörung bei den Tieren, da-
durch Senkung der Tierverluste
- Höhere Milch- und FleischDroduktion
Die Ausrüstungsvariante " Langhäcksel" besteht aus
folgenden Teilen :
- 1 Doppelkettenrad 23 Z Ers .-Nr . 0205461110
- 2 Rollenkette 12 B-2-1 ,619 m TGL 11796
- 1 Steckglied E 12 B-2 TGL 11796
Bild 12 - 4 Schaltplan Arbeitsscheinwerfer - 1 Vorderschutz Ers.-Nr. 0205461280
Auswurfbogen - 2 Seitenschutz Ers.-Nr . 0205461360
- 2 Befestigungswinkel Ers.-Nr . 0205461440
-10 Sechskantschrauben M5 x 16 TGL 0-933-8.8 gal Zn
Leitu ng I An s chlußstelle -10 Sechskantmuller
-10 Scheibe
M5 TG L 0-934-6 gal Zn
A5 ,8 TGL 0-440 gal Zn
br 1 Masseleitung Der Um bau des Feld häckslers auf " Lang häcksel" ist in
Massepunkt kurzer Zeit von jeder autorisierten Werkstalt möglich .
Arbeitsschei nwerfer
Dazu sind folgende Arbeiten notwendig :
1. Das serienmäßig am Stirnrad-Wendegetriebe vorhan-
Schalter für dene Doppelkettenrad 13 Z Ers .- Nr . 5906300330 wird
gr / bl1 Arbeitsscheinwerfer Ar beitsschei nwerfer gegen das Doppelkettenrad 23Z ErS .-Nr , 0205461110
ausgetauscht. Gleichzeitig wird die Rollenkelle 12B-2-
gr 2,5 Schalter für 1 ,505 m TG L 11796 gegen eine Rollenkette 12 B-2-1,619
Sicherung Nr . 13 TGL 11796 und ein Steckglied E 12 B-2 TGL 11796
Ar beitsschei nwerfer
I a usgetausch I.
2. Die Häckseltrommel ist entsprechend der Bedienan-
Die Leitung grau 2 ,5 mm ' entfäll1 , wenn der Arbeitsschein-
weisung auf zwei Messer umzurüsten , Nur Messer-
werfer Kabine vorhanden ist. träger mit Messer und Abdeckfeder verwenden, die
das gleiche Gewicht aufweisen . ,
3 , Feldhäcksler E 280 B/E 281 können für die Ausrüstungs-
variante "Lang häcksel" nur mit der verstärkten Wurf-
wanne eingesetzt werden , Fahrzeuge ab Baujahr 1980
sind damit serienmäßig ausgerüstet, ansonsten ist die
Wurfwanne gegen die verstärkte Ausführung (Ers .-Nr ,
0203448751) auszutauschen .

Zwang verriegelung ht
Um Rißbildungen und damit vorzeitigen Ausfall sowie
Die Zwangsverriegelung verhindert das Öffnen des erhöhten Verschleiß der Wurfwanne auszuschließen, ist
Schutzgitters bzw . des Schirmes der Isolier~erkleidung eine ordnungsgemäße Montage der Wurfwanne durch -
und des Deckels über der Häckseltrommel bel laufendem zuführen, wobei folgendes beachtet werden muß :
Motor und .I aufeildem Häckselaggregat und beug~ somit - Schraubverbindungen Seitenwand, re , und li . - Rahmen
Unfällen an dieser Baugruppe vor . lösen ,

130
- Wurfwanne von unten einführen . 6 . Die Motordrehzahl wird auf 1800 U/ m in eingestellt,
_ Schraubverbindungen Wurfwanne - Rahmen - Seiten- d . h. von der VolIaststeIlung wird der Drehzahlverstell-
wand, re. - Seitenwand , li . und Gegenschneidenträger hebel 2 Rasten zurückgenommen und eingerastet . Eine
heften (Es sind unbedingt a lle Schraubverbindungen zu Raste entspricht etwa 200 U/ min . Am Rastsegment ist
montieren, auch d ie nicht leicht zugänglichen zwischen eine rote Farbmarkierung zur Drehzahlbegrenzung
Seitenwand, re . und Ii. und Wurfwanne) . auf 1800 U/ min anzubringen .
Spaltmaß Wurfwanne - Schneidenkreis der Häcksel- Die Motord rehzahl von 1800 U/min ist von den Me-
trommel auf Maß 2 ± 1 ,5 mm einstellen chanisatoren im Einsatz unbedingt einzuhalten . Da-
(besonders wichtig für den Bereich zwischen dem tief- durch werden bei der Frischfullerernte eine schonende
sten Punkt und dem Auslauf der Wurfwanne) . Behandlung des Erntegutes erreicht und Beschädigun-
_ Schraubverbindungen - Wurfwanne - Rahmen - danach gen und damit Verluste bei biolIreichen Erntegütern ,
Wurfwanne - Seitenwand, re. und li. fest anziehen . wie z. B. Klee und Luzerne, vermieden . Die Arbeitsge -
Es ist darauf zu achten , daß unbedingt die Sche ibe 11 x schwindigkeit ist entsprechend dem Ertrag bzw. den
25 x 4 verwendet w ird . (Anzieh moment 55 N .m) Bestandsverhältnissen wie im sonstigen Einsatz anzu-
- Schraubverbindung Wurfwanne - Gegenschneidenträ- gleichen .
g er fest anziehen . . . , 7. Einstellmaßnahmen am Feldfutterschneidwerk E 296 B :
Es ist darauf zu achten , daß unbedingt die Scheibe Zur schonenden Behandlung des Erntegutes ist die
A14 TGL 0-440 (4 dick) verwendet wird . (Anziehmo- Förderschnecke in die tiefste Stellung einzustellen. Da -
ment 93 N . m) durch wird das Erntegut innerhalb der Wendel trans-
- Nach etwa 5 Betriebsstunden sind Schraubverbindun- portiert .
gen der Wurfwanne auf Festsitz zu kontrollieren . . Die Haspel wird so tief und we it wie möglich zum Trog
- D ie Schärfe der Häckselmesser und Gegenschneide, nach hinten eingestellt, um einen schonenden Ernte-
der Schneiden kreisdurchmesser 800 -1 mm und das gutdurchlauf im Schneidwerk zu garantieren . An der
Spaltmaß zwischen Gegenschneide und Häckselmesser Haspel ist darauf zu achten, daß jeweils außen die 11.
von 0 ,4 + 0,2 m m sind zu kontroll ieren. . Ersatzteilliste kürzeren Haspelzinken angebracht sind.
4 . Der Schalthebel für die Häcksellängenschaltung wird Die Schleifschu hauflage am Feldfutterschneidwerk
auf "lang " geschaltet . . ' E 296 B darf in Arbeitsstellung 250-300 N nicht über-
5. Entsprechend Skizze sind an der Isollerverkleldung steigen , gegebenenfalls sind Korrektu ren an den Spann-
des Feldhäckslers 2 Stück Seitenschutz Ers .-Nr . 0205461 federn des Feldhäckslers It. Bedienanweisung Ab-
360, die mit je 5 Stück Sechskantschraube M5 x 16 TGL schnitt8 vorzunehmen .
0-933-8,8 goi Zn , 5 Stück Sechskantmuller M5 TGL Als Kontrollregel gilt : Das Schneidwerk muß sich in
0-934-6 gal Zn und 5 Stück Scheibe A5 ,8 TGL 0-440 der Arbeitsstellung jeweils auf der rechten und linken
goi Zn an den Befestigungswinkeln Ers .- Nr . 02054614 Seite von Hand leicht anheben lassen .
40 angeschraubt sind , und ein Vorderschurz Ers.-
Nr . 0205461280 mit den vorhandenen Schrauben an-
zu bri ng,.,;e;.;.n:..:,,_ _ _ _ _ _ __

abinenh izung
(Für di se Zusatzausrü tung wird eine geson-
dert Montageanleitung mitgcli (ert) .
Bild 12 - 4/1
1 Isolierverkleidung Durch den Einbau der Heizungsanlage in die Kabine des
2 Vordersch utz 0205461280 Feldhäckslers erfolgt eine weitere Verbesserung der Ar-
3 Se itensch utz 0205461360 b~tsbedingungen . Sie sorgt für eine angenehme Arbeits-
4 Befestigungswinkel 05461440 temperatur während der kälteren Jahreszeit. Das heiße
5 Sechskantschraube M5 x 16 Wasser für den Wärmetauseher wird aus dem Kühlmittel-
Sechskantmuller M5 , Scheibe 5, 8 kreislauf des Motors entnommen .

131
2 ••
l usa ausrus un n
Maßnahmen, die zur Inbetriebnahme der Kabi -
nenheizung erforderlich sind, wenn, bedingt
durch Reparaturen o. ä., das Kühlwasser ob-
gelossen wurde.
- Entleerungsventil unterhalb des Trittbleches schließen
(Bild 12-4/4).
- Entlüftungsschraube am Heizkörper öffnen.
(Bild 12-4/2).
- Regulierhahn in der Kabine öffnen.
- Kühlwasser auffüllen.
- Um den über dem Wasserniveau des Fahrzeugkühlers
I iegenden Heizkörper vollständig zu entlüften, ist bei
laufendem Motor und geöffneter Entlüftungsschraube
Wasser bis zum Austritt aufzufiillen. Danach die Ent-
lüftungsschraube schließen und noch etwa 1,7 I in das
Kühlsystem nachfüllen.

AllgeMeine Wodun shlnweise


- Bei nachlassender eizleistung bzw. vermindertem
Luftdurchsatz ist der Heizkörper auszubauen und zu
zerlegen.
Der Wärmetauscher ist zu reinigen.
- Zum Ablassen des Kühlwassers sind zusätzlich an der
Heizungsanlage Regulierhahn. Entlüftungsschraube iund
Entleerungsventil zu öffnen. .
- Durch die Lage des Heizkörpers über dem Kühlwas-
Bild 12 - 4/2 serniveau kann bei starkem Kühlwasserverlust Luft in
1 Heizkörper 3 Regulierhahn den Warmwasserkreislauf der Heizungsanlage ein-
2 Entl üftungsschraube 4 Gebläse dringen.
In diesem Fall ist die Heizungsanlage zu entlüften.

Bild 12-4/3 Kippschalter für Heizungsgebläse


Bild 12-4/4
1 Entleerungsventil

In der Fahrerkabine ist links neben dem Fahrersitz der


Heizkörper angeordnet. Ebenfalls links neben dem Fah- - Die Heizungsschläuche und die Anschlüsse am Wärme-
rersitz befindet sich der Regulierhahn, mit dem sich die tauscher sind laufend auf Dichtheit zu überprüfen.
Durchflußmenge des heißen Wassers stufen los regulieren
läßt.
Durch das am Heizkörper befindliche Gebläse erfolgt
der Luftdurchsatz durch den Wärmetauscher .
Das Gebläse ist ,2stufig schaltbar, der Kippschalter be-
findet sich oberhalb der Armaturentafel.

132
Zu
Zusatzausrüstung zum E 294· Anbau
°eder Iter Das Doppelmesserschneidwerk ist so konstruiert, daß es
an Stelle des normalen Fingerbalkens mit den gleichen
Der Niederhalter unterstützt die gleichmäßige Schwad- Schrauben befestigt werden kann.
aufnahme bei Windeinflüssen . Der Niederhalter wird in Die Befestigung erfolgt zwischen den beiden Trogblechen.
den zwei dafür vorgesehenen Böcken mit Bolzen 1 be- Die zwei leisten vom Fingerschneidwerk werden unter
festigt und kann in fünf verschiedenen Höhenstufen 2 ein- den Balken gelegt, so daß dieser auch auf der rechten
gestellt werden. Seite um 2 mm angehoben wird.
Die Mähmesser reichen über die volle Schneidwerksbreite
und werden am Hebelgestänge des Messerantriebes ge-
nausowie die des Fingerbalkens befestigt.

Ach ung'
Beim Anbau des Doppelmesserbalkens ist unbedingt die
auf der Antriebswelle (oben) sitzende Doppelkeilriemen-
scheibe, die einen Durchmesser von 260 mm hat, gegen
die kleinere (225 mm Durchmesser) mit dem Doppelmes-
serbai ken mitgel ieferte Schei be auszuwechseln.
Bei Nichteinhaltung dieses Hinweises treten Brüche an
den Schneidwerksantriebsteilen auf.

Dopp Imes~ere,"stellung
Von der Einstellung an der Messeraufhängung hängt
nicht nur die Mähqualität, sondern auch die Haltbarkeit
der Mähmesser ab . Sie ist daher fachgerecht auszuführen
und während des Einsatzes laufend zu überprüfen . Die '
I
Einstellung Ist noch Abschnitt 10 auszuführen.
Der Messerhub ist entsprechend Abschnitt 10 so einzu-
8057 stellen, daß die Mähmesserenden nicht an die Messer-
köpfe stoßen und Zerstörungen hervorrufen .
Bild 12 - 5 Niederhalter Die Messerführung ist ebenfalls entsprechend Abschnitt 10
einzustellen .
Tran portwogen 939/02
Mit Hilfe des Transportwagens T 939/02 ist es möglich, Transport der Doppelmesser
das Feldfutterschneidwerk oder den Schwadaufnehmer Die ~oppelmesser werden wie die Messer des Fingerbal-
SAN 42 an der Grundmaschine angehangen zu transpor- kens Im Rahmenrohr befestigt transportiert.
tieren.
An- und Abbau von Adapter sowie Vorbereitung zum
SIraßentransport sind in den Abschnitten 10 und 11 be-
War ung
schrieben worden. pie Messer müssen kurzzeitig nach dem Einbau unter
Olzugabe einlaufen. Die Doppelmessereinstellung ist beim
Roddemontage ° Einsatz zu überprüfen.

Eine Raddemontage kann unter folgenden Bedingungen In an(>setzung


vorgenommen werden:
Adapter mit Transportwagen an die Hubvorrichtung der Messerwechsel von Doppelmessern :
Grundmaschine hängen und hochheben. Die Transport- Sinngemäß gilt die unter Abschnitl 10 beschriebene Rei-
sicherung ist vorzunehmen. Danach können die Räder henfolge. Die Doppelmesser konnen auch nach lösen
abgezogen werden. und Hochklappen der scharnierartigen Messerhalter nach
Beim Transportwagen ohne Adapter ist der Vorderwagen vorn herausgehoben werden. Zum Hochklappen ist der
vom Hinterwagen zu 1rennen. Zur Raddemontage muß mitgelieferte Schraubenzieher zu verwenden .
der Vorderwagen umgekippt und der Hinterwagen auf- Das Schleifen von Mähmessern ist nach Abschnitt 10 durch-
gebockt werden. z~fü h ren.

chtung'
Eine Raddemontage am Transportwagen darf nicht mit
aufgesatteltem Adapter in Stellung für den Straßentrans-
port vorgenommen werden, da keine Windenansatzpunkte
vorhanden sind . Möhmesser
Vor der Reifendemontage ist die luft abzulassen , da die
Räder geteilte Felgen besitzen . (Messerklingenausführungen und
usa zous üsfungen)
Dopp Imesse chneidwerk
Als Möhmesser für das Feldfutterschneidwerk E 296 B
fUr Fe1dfuttersc neid zu,
stehen für den Einsatz Auswahl :
Das Doppelmesserschneidwerk hat gegenüber dem nor-
malen Schneidwerk den Vorteil, daß es in verfilzten und G un au führung L=inge bol
sehr weichen Gräsern stopfungsfrei arbeitet und dadurch
höhere Flächenleistungen erreicht. Es werden jedoch zu- Möhmessersatz, unten verzahnt 5023-0010 l,!nd -0011 be·
sötzliche Forderungen an die Bodenebenheit und an ge_ steht aus:
ringen Fremdkörperbesatz (Steine usw. gestellt.) Möhmesser, links ET-Nr.0203028581
Möhmesser, rechts ET-Nr. 0203029541

133
2 lusa n
Im Überschnittbereich sind in der Schneidwerksmilte bei
den Mähmessern verzahnte Messerklingen eingenietet,
um ein Verhaken ineinander zu verhindern. Es handelt
sich um die
Messerklingen A 10/2u Z TGL 6605 unten gesenkt und
Messerklingen A 10/20 Z TGL 6005 oben gesenkt.

u a zou nhtun - Finge


Mähmessersatz, unverzahnt 5316-5700 besteht aus :
Mähmesser, links ET-Nr . 0203137230
Mähmesser. rechts ET-Nr . 0203137310
Die Messer sind für ungepflegte Böden mit Steinbesat
einzusetzen . Die Messer lassen sich nachschleifen.

Bild 12 - 6 Messerklinge, unten verzahnt


B 10/2 Z TGL 6005

Zusotzousr '"ge Ik
Mähmessersatz, oben verzahnt 5316-5800 besteht aus:
Mähmesser, links ET-Nr. 0203137560
Mähmesser, rechts ET-Nr. 0203137640
Die Messer sind besonders geeignet für dickstielige Be-
stände, hohe Stoppeln oder gut gepflegte Böden ohne
Stein besatz .
Unter diesen Voraussetzungen sind die Messer selbst-
schärfend .
Bild 11- 8 Messerklinge. unverzahnt.
A 10/2 TGL 6005

J af u r dung - DOD el es bol


Doppelmesser. unverzahnt. 5316-5600 ET-Nr. 020313973
Die Anwendung ist im Abschnitt 10 - Mähmesser einstel-
len beschrieben .
Messerklinge. unverzahnt. 0 18/3Z TGL 6005

;raus ü tu oppel e bai n


Doppelmesser. oben verzahnt, 5316-5900 ET-Nr . 0203221
Einsatz wie unter Pun kt 11 .4 .2 beschrieben .
Das Scharfschleifen der Messer entfällt.
Messerklinge. oben vezahnt E 18 TGL 6005

Bild 12 - 7 Messerkl i n ge , oben verzahnt


C 10 TGL 6005

134
Technische Dalen 13
Grundmaschine mit Anbaugeröt Fahrgetriebe :
St) rn rad-Schaltgetriebe :
Die Angaben gelten für den Ausrüstungszustand mit Ka- Anzahl der Anzahl der
bine . Vo wärtsgänge : 3 Rückwärtsgänge: 1
Schwad- Mais- Feld- Schwad- Fahrvariator :
aufnhme ernte fuller- aufnahme Keilriemenvariator
(E294) (E299) ernte (SAN42) zur Veränderung der
Arbeitsstellung : Fah rgeschwindigkeil
Länge : 6200 mm 7405 mm 6400 mm 6510 mm Anhängerbremsanlage :
Breite : 2860 mm 3140 mm 4850 mm 4564 mm Druckl uftbremsanlage
Höhe : 3950 mm 3950 mm 3950 mm 3950 mm Betriebsdruck 0,55 .. . 0.6 MPa
TransportsteIlung: Fahrgeschwindigkeit :
Länge : 6120mm 7175 m-m 11530 mm 11290 mm 1. Gang von 1,5-3,8 km / h
Breite: 2860 mm 3140 mm 2740 mm 2740 mm 2. Gang von 3,5- 8,7 km/h
Höhe : 3950 mm 3950 mm 3950 mm 3950 mm 3. Gang von 8,b-21.5 km / h
Arbeitsbreite : Rückwärtsgang
2130 mm 2870 mm 4270 mm 4200 mm von 3.b-9,0 km / h
K raftstoffbe h älter :
Abgabenhöhe des Häckselgutes : 3900 mni Fassungsvermögen: 185 liter
Abgaberichtung des Häckselgutes : Elektroanlage :
bei Schwadaufnehmer und Feldfutterschneidwerk : Betriebsspannung : 24 V
beidseitig Batterien: 2 x 150 Ah
bei Verwendung der Anhängerkupplung :
auch nach hinten Arbeitsorgane
bei Maisschneidwerk :
nach rechts Stirnradwende- 3 schaltbare Drehzahlen
Hangneigung bei Beladung nach der Seite : getriebe : zum Antrieb der hinteren
Steig- und Fallinie 25 Prozent. Einzugsorgane (Bestimmung
Schichtlinie 20 Prozent der Häcksellänge)
Hangneigung bei Beladung nach hinten : Wendekupplung
Schicht- und Fallinie 20 Prozent. zum Vor- und Rücklauf
Steiglinie 8 Prozent der Einzugsorgane
Transportgeschwindigkeit : 20 km/h Antrieb für vordere
Zuführorgane mit
konstanter Drehzahl
Häckseltrommel : Durchmesser 800 mm
Breite 600 mm
Anzahl der
Messer
(wahlweise) 12. 8. 6. 4. 3, 2 St .
Grundmaschine Drehzahl 914 U / min
Auswurfbogen : Innendurch- 250 mm
Länge : messer
4860 mm
Breite : 2740 mm
Höhe : 3950 mm
Bodenfreiheit:
Triebachse : 320 mm
Lenkachse : 410 mm
lichte Höhe: 295 mm Motor
Masse : 5260 kg
Breite mit Typ: _ 6 VD 14.5 /12-2 SRW
Zusatzbereifung : 3160 mm Da uerleistung Pe 11
Spurweite : Triebachse 2245 mm (nachTGL8346) : 125 KW bei 2200 U / min
Lenkachse 1085 mm Arbeitsweise und Viertakt. -Diesel-
Radstand : 2595 mm Verbrennungs- Di rekteinspritzung
Bereifung: verfahren : (M-Verfahren)
Triebrad 16-20 ND 10 PR-PNEU S2 PR A 19 Kühlungsart: Wasserkühlung
16-20 ND 10 PR-PNEU S2 PR A 19 trop Zyl inderanordnung : stehend . Rei he
Kolbenhub : 145 mm
(für Tropen) Zyl inderbohrung : 120 mm
Lenkrad 10-15AMTGL6504PRA13 Gesamthubraum : 9.84 dm J
10-15 AM TGL 6504 PR A 13 trop Verdichtungs-
für Tropen) verhältnis : 17 :1
Luftüberdruck : D reh richtung
Triebrad 0.225 MPa (auf Schwungrad
Lenkrad 0.225 MPa gesehen) : links
Bremsen: max . Drehmoment 660 N . m
Feststellbremse : Hand bremse. mechanisch bei 1250 + '~ U/ min
Betriebsbremse : Fußbremse . hydraulisch max . eH. Millel-
(Duo-Duplex) druck : 0.84 MPa
Lenkung : spez. Kraftstoffverbrauch
vollhydraulische Lenkung Höchsfverbrouch : 245 g/ kWh
Kupplung für Fahrantrieb : Bestve.rbrouch : 218 g/ kWh
mechanische 2-Scheiben- spez. Olverbrouch : 2.2 bis 2.49 g/ kWh
Trockenkupplung. Pf 2/20 millI. Kolben-
geschwind igkeit: 11 .1 m/s bei 2200/ U min

135
13 Techaische Dalen

Ventilspiel Mo i ssc.hne id werk


be i kaltem Einlaßv . 0.2 mm Typ E 299
D ieselmotor: Auslaßv. 0.35 mm Länge in
Steuerzeiten : Einlaßventil öffnet 15 0 KW v. OT Transportsteilung : 2800 mm
Einlaßventil schließt 45" KW n . UT Breite
Auslaßventil öffnet 48 0 KW v . UT (Gesamtbreite) : 3130 mm
Auslaßventil schließt 12" KW n . OT Höhe in
Zündfolge : 1- 5 - 3 - 6 - 2 - 4 Transportsteilung : 2755 mm
(Zylinder 1 befindet sich an der Schwungradseite) Arbeitsbreite des
Schmi erung : Druckumlaufschmierung Schneidwerkes : 2780 mm
Einspritzdüse : lange Einlochdüse Masse : 1070 kg
Düsenöffnungsdruck : 17.5 + 1 M Pa
Motorlänge : 1351 mm
Motorbreite : 780 mm
Feldfufterschneidwerk
Motorhöhe : 1099 mm Typ E 296 B:
Motormasse. Lange 2270 mm
trocken : 850 kg Breite 4850 mm
Zu!. Motorneigung . längs 1 r Höhe 1260 mm
quer 35 ' \!lasse 1310 kg
Schm ierölpumpe : 2:a hn rad pu m pe Schneidwerk .
Schmierölküh lung : 01- W asse r- Wärm eü bertrage r Fingerteilung 76.2 mm
Schm ierölf ilterung : Siebsche ibenfi lter im Messergeschwind ig keit
Hauptstrom (mittlere) 1 .93 m /s
Rotationsfi lter im Nebenstrom Antriebsdrehzahl 767 U / mln
Kü h Im ittel pu m pe : Zentrifugal pu mpe . Einstellbare
wartungsfrei Schnitthöhe 45 . 75 . 110.150 m rn
Temperatur- Kühlmitteltemperaturregler mit
regelung : Öffnungsbeginn bei 80+4 oe Schwodoufnehmer
Ei nspritzpu m pe: Blockpumpe DEP 6 B Typ S 369
mit Spritzversteller Typ SAN 42:
Drehzahlregler : Verstellregler Länge 1789mm
Kraftstofförde r- Breite 4564 mm
pumpe: Kolbenpumpe Höhe 1635 mm
Einspritz- Masse 860 kg
pumpenkupplung : Lamellenkupplung
Förderbeginn der ZusofzousrUstungen
Einspritzpumpe mit
autom. Spritzversteller: 24 ± 1'" KW v. OT 1 . Anhängerkupplung zu lässige max .
Kraftstoffilter : Stufenfilter B 101 TG L 5048: Anhangelast !:I t
Luftfilter : Ölbadluftfilter mit Zyklon 2. Zusatzbereifung :
Kaltstarleinrichtung: Starlgerät mit Magnetventil Bereifung 8-24 AS
Kurbelwellen- einbauferlige Dünnwandlager Luftü berdruck 0.15MPa
lagerung: (AI-Sn) ?fach gelagert Masse 145 kg
Pleuellager: einbauferlige Dünnwand lager 3. Arbeitsscheinwerfer für
(AI-Sn) Geländer. Kabine
Kolben : Leichtmetallkolben. und Auswurfbogen :
2 V:erdichtungsringe. Betriebsspannung 24 V
1 Ölabstreifring 4 . Beleuchtung für E 299 :
Betriebsspannung 24 V
Kolben- 5. Rund umkennleuchte:
Einbauspiel : 0.110-0,134 mm
Betrfebsspannung 24 V
Drehs tromlicht-
24 V. 500 W 6 . Transportwagen T 939/ 02
maschine für E 296 und SAN 42
Anlasser 6 PS
Masse 220 kg
Länge 8700 mm 7560 mm

Anbaugeröte
Breite
Höhe
Masse
Fadlast. vorn
2270 mm
1550 mm
1630 kg
768 kg
II~
2270
1830
1080
mm
mm
mm \
~*

rechts. hinten 415 kp


Schwodoufneh mer links. hinten 445 kp I
Luftü berd ruck 0.4 MPa
Typ E 294 :
Länge 1500 mm Betriebsspannung 24 V
Breite 2440 mm maximale Transport-
Höhe 1200 mm ges~hwindigkeit 20 km/h
Masse 620 kg * mit FeldfuHerschneidwerk E 296
Aufnahmetrommel : ** mit Schwadaufnehmer SAN 42
Durchmesser 450 mm 7 . Doppelmesserschneidwerk
Drehzahl 87 U/ min für E 296:
Zuführschnecke Messerleilung 76 ,2 mm
Durchmesser 600 mm Messer-
Drehzahl 158 U/min geschwindigkeit 3.86 m/s
Schwadaufnehmer Antriebsdrehzahl 767 U / min
mit Niederhalter:
Länge 1980 mm

136
Technische Daten
..
13
Elektroschaltplan

Legende zum Elektroschaltplan :


1 Batterie
2 Batteriehauptschalter
3 Sicherungshülse
4 Steckdose
5 Spannungsregler mit Kontrollrela is
6 Drehstromlichtmaschine
7 Ladekontrolleuchte
9 Anlasse r
8 Glühanlaßschaller
10 Glühkerzenvorwiderstand
11 Glühüb rwacher
12 Kaltstartmagnetventil
13 Flammglühkerze
14 Sicherungskasten, oben
15 Sicherungskasten , unten
16 Wassertemperaluranzeige
17 Beleuchtu ng Ölmanometer
18 Beleuchtung Bremsdruckrnanometer
19 Bremskontrolleuchte Hand bremse
20 Leitungsverbinder, unten
21 Zugtaster Handbremskontrolle
22
23 Geber für Wassertemperatur
24 Hupsignalschalter
25 Horn
26
27 Lichtschaller
28 Parklichtschalter
29 Steckdose, li für Schneidwerkbeleuchtung
10 Steckdose, re f(; Schneidwerkbeleuchtung
31 Seilen bl in kleuchte
32 - cheinwerfer
33 Vorderblinkleuchle
34 A Rückl eu chlen kom bi nation
35 Rückleu chten kom b ination
36 Vorderblinkleuchte
37 Scheinwerfer
38 Zusatzseiten bl in kleuchle
39 Steckdos~ für Anhängerbeleuchtung
40 Geber
41 An häng er bl i n kl ichtkonlroll eu chle
42 Blinkkonlrolleuchle
43 Blinkschaller
44 Leilungsverbinder, oben
45 Bre msl ichlschaller
46
47
48
49
50 Innenleuchle
51 Scheibenwischerschaller
52 Leilungsverbinder Kabine
53 Lüflerschaller
54 Vorwiderstand für Lüfter
55 Lüftermotor
56 Scheibenwischermotor
57 Schaller für Rundumkennleuchle
58 Rundumkennleuchte
59 Kontrolleuchte für Rundumkennleuchle
60 Schaller für Arbeilsscheinwerfer
61 Arbeilsscheinwerfer Kabine
62
63 Scheinwerfer Auswurfbogen
64 Sieckdose u. Stecker für Scheinwerfer Auswurfbogen
65 Warmwasserheizung
66 Schaller für Warmwasserheizung
67 Schalter für Scheibenwaschanlage
68 Pumpe für Scheibenwaschanlage
69 Anzeigeleuchte für Arbeilsscheinwerfer (Ungarn)
70 Endschaller für Zwangsverriegelung Schutzgitter
71 Endschalter für Zwangsverriegelung Schutzgitter
72 Lüslerklemme für Lüfter

137
13 Technische Daten

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