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Stahlbetonstütze B5

Handbuch für Anwender von Frilo-Statikprogrammen

© Friedrich + Lochner GmbH 2012

Frilo im Internet
www.frilo.de
E-Mail: info@frilo.de

B5 Handbuch, Revision 1/2012

B5 - Stahlbetonstütze 1
Frilo-Programm: B5 - Stahlbetonstütze

Dieses Handbuch informiert über die Grundlagen zun Programm B5.


Allgemeine Bedienungshinweise zu den Frilo-Programmen sind im Dokument
"Bedienungsgrundlagen.pdf" zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Anwendungsmöglichkeiten ................................................................................................. 4
Berechnungsgrundlagen...................................................................................................... 5
Systembeschreibung ........................................................................................................... 5
Koordinatensystem ........................................................................................................... 5
Abmessungen, Geometrie ................................................................................................ 5
Lagerung........................................................................................................................... 6
Bewehrungsangaben ........................................................................................................ 6
Lasten, Einwirkungen .......................................................................................................... 6
Lastkombinationen............................................................................................................ 7
Berechnung einer Lastfallkombination .............................................................................. 7
Interpretation der Kombinationsbeiwerte .......................................................................... 7
Knotenlasten ..................................................................................................................... 8
Stablasten ......................................................................................................................... 9
Angehängte Pendelstützen............................................................................................... 9
Imperfektionen, ungewollte Ausmitten, Schiefstellungen................................................ 10
Kriechen.......................................................................................................................... 10
Berechnungsmethoden...................................................................................................... 11
Knicksicherheitsnachweis Theorie II. Ordnung, Zustand II ............................................. 12
Gebrauchstauglichkeit .................................................................................................... 14
Querkraftbemessung ...................................................................................................... 14

Systemeingabe.................................................................................................................... 15
Pendelstütze ...................................................................................................................... 16
Angehängte Pendelstützen................................................................................................ 16
Kragstütze.......................................................................................................................... 16
Rahmenstütze.................................................................................................................... 17
Allgemeine Stütze.............................................................................................................. 18
Abschnitte der allgemeinen Stütze ................................................................................. 18
Auflager allgemeine Stütze ............................................................................................. 19

Allgemeine Eingaben.......................................................................................................... 20
Materialauswahl................................................................................................................. 20
Querschnitt ........................................................................................................................ 20
Bewehrungslage ................................................................................................................ 20
Belastungsrichtung ............................................................................................................ 21
Bewehrung......................................................................................................................... 21
Fundamenteinspannungen ................................................................................................ 22
Lagerbedingungen............................................................................................................. 23

2 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Lasteingabe ......................................................................................................................... 25
Belastung - Allgemeines .................................................................................................... 25
Standardlasten................................................................................................................... 25
Knotenlasten ...................................................................................................................... 26
Stablasten.......................................................................................................................... 27
Lastarten............................................................................................................................ 28
Lastzusammenstellung ...................................................................................................... 29
Einwirkungsgruppen .......................................................................................................... 29
Lastgruppen ....................................................................................................................... 30
Dauerhaftigkeit und Gebrauchstauglichkeit..................................................................... 30
Brandschutznachweis ........................................................................................................ 31
Brandschutzoptionen ......................................................................................................... 32
Tabellarische Berechnungsverfahren (Pendelstütze) ..................................................... 32
Heißbemessung .............................................................................................................. 36
DIN EN 1992-1-2:2004 mit Diagramm......................................................................... 36
DIN EN 1992-1-2:2010 mit FEM.................................................................................. 36
Allgemein..................................................................................................................... 37

Bewehrungsführung ........................................................................................................... 41
Im Schnitt verlegen ............................................................................................................ 45
Berechnungsoptionen ........................................................................................................ 46
Bemessungsvorgaben........................................................................................................ 49
Ausgabe, Berechnung und Ergebnisse ............................................................................ 50
Berechnung ....................................................................................................................... 50
Ausgabe............................................................................................................................. 50
Lastweiterleitung ................................................................................................................ 52
Bewehrungsbild .................................................................................................................. 53

Weitere Infos und Beschreibungen finden Sie in den relevanten Dokumentationen:


Bedienungsgrundlagen.pdf Allgemeine Bedienung der Programm-Oberfläche
FCC.pdf Frilo.Control.Center - das komfortable Verwaltungsmodul für
Projekte und Positionen
FDD.pdf Frilo.Document.Designer - Dokumentenverwaltung auf PDF-
Basis
Frilo.System.Next Installation, Konfiguration, Netzwerk, Datenbank
Menüpunkte.pdf
Ausgabe und Drucken FDC
Import und Export.pdf

Siehe auch Dokument Heißbemessung analog DIN EN 1992 auf unserer Homepage.

B5 - Stahlbetonstütze 3
Anwendungsmöglichkeiten
Verfahren
- Knicksicherheitsnachweis für Druckglieder mit mäßiger Schlankheit nach DIN 1045,
Abschnitt 17.4.3
- Modellstützenverfahren nach DIN 1045-1, Abschnitt 8.6.5
- Verfahren mit Nenn-Krümmung nach EN 1992, Abschnitt 5.8.8
- Allgemeines Verfahren mit Berechnung nach Theorie I.Ordnung bei konstanten
Betonsteifigkeiten (lineares Verfahren) und nach Theorie II. Ordnung mit effektiven
Steifigkeiten des Betons im Zustand II inklusive des Anteils der Stahlbewehrung
(nichtlineare, iterative Methode)

Geometrie und Lagerung


Als Querschnitte sind Rechtecke, Vollkreise und Kreisringe möglich. Es sind ein oder
mehrere (z.Zt. maximal 10) Abschnitte mit jeweils konstantem Querschnitt und Bewehrung
möglich. Die Schlankheiten können beliebig bzw. bei DIN 1045 auf 200 begrenzt sein.
An den Abschnittsenden sind beliebige punktförmige, elastische und starre Lagerungen
möglich. Die Abschnitte können gegeneinander versetzt sein.

Lasten und Einwirkungen


Die Lasten können ständig und veränderlich sein, wobei letztere auch alternativ behandelt
und zu Gruppen zusammengefasst werden können. Die ungünstigsten Lastkombinationen
einschließlich der Schiefstellungen, ungewollten und Zusatz-, sowie Kriech-Ausmitten
werden automatisch ermittelt.

Brandschutz Pendelstütze und Kragstütze


Der Brandschutznachweis nach DIN 4102, Tabelle 31 bzw. nach MLTB 02-2007 Anlage
3.1/10 ist auf Pendelstützen beschränkt.
Für die Stützentypen „Pendelstütze“ und „Kragstütze“ kann ein Brandschutznachweis nach
DIN EN 1992-1-2 Anhang B3 geführt werden, welcher um thermische Dehnungen erweitert
wurde. Es können Feuerwiderstandsklassen R30 bis R180 für Kreis- und
Rechteckquerschnitte gewählt werden.

Normen *)
- DIN 1045
- DIN 1045: 2004/2008
- ÖNorm B 4700
- EC2 (Italien)
- EN 1992 Deutschland,
Österreich,
Großbritannien,
Niederlande,
Belgien,
Tschechien

*) Ein Nationaler Anhang inklusive, zusätzlicher NA optional (Aufpreis).

4 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Berechnungsgrundlagen

Systembeschreibung
Bei der Eingabe wird unterschieden zwischen häufig vorkommenden speziellen Typen und
dem allgemeinen Fall, was jedoch noch nicht unbedingt das Berechnungsverfahren festlegt.
Spezielle Typen sind die reine Pendelstütze, die reine Kragstütze und die sogenannte
Rahmenstütze. Allen drei Typen gemeinsam ist, dass Sie nur aus einem konstanten
Abschnitt bestehen. Die reine Pendelstütze hat vollkommen gelenkige, aber horizontal
unverschiebliche Lager. Die Kragstütze ist nur am Fußpunkt horizontal unverschieblich und
gegen Verdrehen elastisch oder starr gelagert. Beide Stützen können ein- und zweiachsig
mit beliebiger Belastung beansprucht werden.
Die Rahmenstütze stellt einen Sonderfall dar. Sie ist gedacht für die Berechnung einer aus
einem Gesamtrahmensystem herausgelösten Stütze, für die die Schnittgrößen, bestehend
aus der Längskraft sowie Kopf- und Fußmoment, schon bekannt sind. Dies bedeutet, dass
innerhalb der Stütze keine weiteren Lasten angreifen dürfen und somit der
Biegemomentenverlauf nach Theorie I. Ordnung immer einen linearen Verlauf zwischen
Kopf und Fuß hat. Die Lagerung kann jedoch beliebig sein. Im Speziellen kann dies auch
wieder eine reine Pendel- oder Kragstütze sein. Die Besonderheit hinsichtlich der Eingaben
der Belastung bzw. der Schnittgrößen wird später beschrieben.
Die allgemeine Stütze kann mehrere Abschnitte (z.Zt. maximal 10) und Lagerpunkte haben.
Die Abschnitte können gleich oder unterschiedlich sein, d.h. damit kann auch eine reine
Pendel- oder Kragstütze berechnet werden, in der Regel jedoch nicht die zuvor
beschriebene Rahmenstütze, und zwar wegen deren besonderer Behandlung der
Beanspruchung.

Koordinatensystem
Für die Systemdarstellung wird ein rechtsdrehendes rechtwinkliges Koordinatensystem mit x
als Längsachse und y und z als Querachsen verwendet. Mit der x-Richtung nach oben und
der y-Richtung nach rechts weist damit die z-Richtung nach hinten. Das Koordinatensystem
dient in erster Linie der Vorzeichendefinition von Lasten und den daraus resultierende
Schnittgrößen, Verschiebungen und Auflagerkräften.

Abmessungen, Geometrie
Als Querschnittsformen stehen das volle Rechteck, sowie der Vollkreis und der Kreisring zur
Verfügung. Die Bewehrung kann beim Rechteck entweder auf die 4 Ecken konzentriert oder
über den Umfang verteilt werden. Dabei kann noch gewählt werden, ob die Bewehrung mit
¼ As je Seite eingelegt oder gleichmäßig über den Umfang verteilt werden soll (Menüpunkt
Optionen >> Einstellungen - Berechnungsoptionen).
Beim Kreis wird die Bewehrung gleichmäßig über den Umfang verteilt.
Diese Querschnitte sind abschnittsweise konstant. An den Abschnittsgrenzen können sich
die Querschnitte verändern und auch gegeneinander versetzt sein, wobei ein positiver
Versatz bedeutet, dass der obere Abschnitt gegenüber dem unteren Abschnitt in positiver
Achsrichtung versetzt ist. Lagerungen dürfen nur an den Abschnittsgrenzen auftreten.
Belastungen dürfen dagegen auch innerhalb des Abschnitts wechseln.
Die Abschnitte werden intern in 6 (optional 12/24, Einstellung über Berechnungsoptionen)
Unterabschnitte unterteilt. Zusätzlich werden interne Unterteilungen bei Einzellasten und
Lastbegrenzungen vorgenommen. Die späteren Ausgabewerte beziehen sich auf diese
Abschnittsunterteilung.

B5 - Stahlbetonstütze 5
Lagerung
An den Abschnittsgrenzen kann die Stütze beliebig in horizontaler Richtung und um
horizontale Achsen elastisch oder starr gelagert sein mit der folgenden Einschränkung, dass
der Fußpunkt immer starr in vertikaler Richtung gelagert ist. Die Biegeverdrehungen sind
dagegen an allen Auflagern frei wählbar. Selbstverständlich darf die Lagerung nicht statisch
unterbestimmt sein. Torsionsverdrehungen und damit auch deren Lagerungen sind nicht
zugelassen.

Bewehrungsangaben
Wie unter Abmessungen, Geometrie erwähnt, ist die Verteilung der Bewehrung für die
Querschnittstypen vorgegeben. Ansonsten kann die Lage beliebig durch die Randabstände
des Schwerpunkts der Bewehrung gewählt werden. Normalerweise ermittelt das Programm
die erforderliche Bewehrungsmenge. Bei der Berechnung mit dem allgemeinen Verfahren
kann jedoch auch die Bewehrungsmenge vorgegeben werden, was einen Einfluss auf die
Auslenkungen und damit auf die Schnittmomente und Auflagerkräfte nach Theorie II.
Ordnung hat.

Lasten, Einwirkungen
Die Lasten können als ständige und veränderliche Lasten eingegeben werden. Bei den
veränderlichen Lasten kann angegeben werden, welche in Gruppen zusammen wirken.
Außerdem kann man bei Ihnen alternative Lasten angeben, d.h. von zwei oder mehreren
kann nur eine wirken, wie z.B. Wind von links oder von rechts.
Speziell für Berechnungen nach DIN 1045-1 können noch die Einwirkungsgruppen
angegeben werden, die sich auf die Kombinationsbeiwerte  (Psi) der verschiedenen
Verkehrslasten, Windlasten, Schneelasten und andere beziehen (siehe DIN 1055-100,
Anhang A, Tabelle A2 bzw. EN 1990, Anhang A, Tabelle A.1.1).

Tabelle: Auszug aus DIN 1055-100


Die Festlegung der Kategorien erfolgt in Anlehnung an DIN 1055-100, Anhang A, Tabelle A2
bzw. EN 1990, Anhang A, Tabelle A.1.1.
Ein Zusammenfassen von Lasten aus unterschiedlichen Einwirkungsgruppen in eine
Zusammengehörigkeitsgruppe ist nicht möglich.
Bei Berechnung nach DIN 1045 treten keine Teilsicherheitsbeiwerte auf.

6 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Lastkombinationen
Die Lasten werden bei der Eingabe unterteilt in ständige und veränderliche Lasten. Bei
letzteren kann noch weiter angegeben werden, ob Sie alternativ sind, ob sie gruppenweise
zu anderen gehören und im Falle von DIN 1045-1 bzw. EN 1992, zu welchen
Einwirkungsgruppen sie gehören, also Deckenlasten, Windlasten, Schneelasten, etc. Aus
diesen Lasten wird die Kombination automatisch gesucht, die je Stützenabschnitt zur
größten Bewehrung führt.
Zusätzlich zu den eigentlichen Lasten kommen noch die ungewollten Ausmitten
einschließlich Kriechen, für deren Vorzeichen es je nach Abschnittsanzahl und ein- oder 2-
achsiger Beanspruchung mehrere Möglichkeiten gibt.
Außerdem müssen für den Nachweis der Gebrauchstauglichkeit nach DIN 1055-100,
Abschnitt 10.4 bzw. EN 1990, Abschnitt 6.5.3 weitere Einwirkungskombinationen untersucht
werden, wobei immer eine Einwirkungsgruppe die Leiteinwirkung ist und die anderen mit
dem Kombinationsbeiwert  (Psi) behaftet sind.

Berechnung einer Lastfallkombination


Die ermittelten Lastfallkombinationen werden zuerst alle nach Theorie I. Ordnung
nachgewiesen. Dadurch ergibt sich für jeden Stababschnitt eine Mindestbewehrung. Dann
werden die gleichen Lastfallkombinationen mit Ansatz der ungewollten Ausmitte berechnet.
Im dritten Schritt wird der Knicksicherheitsnachweis nach Theorie II. Ordnung im Zustand II
geführt.

DIN 1045 (1988)


Für die ermittelten Ergebnisse nach Theorie I. Ordnung mit ungewollter Ausmitte wird eine
Bemessung durchgeführt. Diese Option kann unter Berechnungsoptionen deaktiviert
werden. Diese Option wurde deshalb ins Programm eingebaut, weil in der Norm nicht
eindeutig geregelt ist, ob dieser Nachweis erforderlich ist. Da nach Norm für die Nachweise
nach Theorie II. Ordnung mit einem Sicherheitsbeiwert von 1,75 gerechnet wird, für Theorie
I. Ordnung jedoch ggf. 2,1 anzusetzen ist, ist in Fällen, in denen Theorie II. Ordnung nicht zu
einer wesentlichen Vergrößerung der Momente führt, die Bemessung nach Theorie I.
Ordnung maßgebend.

DIN 1045-1
Hier ist eindeutig formuliert, dass Imperfektionen nur für den Nachweis nach Theorie II.
Ordnung anzusetzen sind.

Ausgabe der Kombinationsregeln


Die für die Tragfähigkeitsnachweise gerechneten Lastkombinationen werden im
Langausdruck in Tabellenform ausgegeben. Zu jeder Kombination werden die Leiteinwirkung
und die beteiligten veränderlichen Lasten angeschrieben. Kombinationen mit
außergewöhnlichen Lasten oder Erdbebenlasten werden besonders markiert.
Außerdem wird angegeben, mit welchen Teilsicherheitsbeiwerten auf der Widerstandsseite
gerechnet wurde. Außerdem wird ggf. eine Information ausgegeben, warum kein
Knicksicherheitsnachweis geführt wurde.

Interpretation der Kombinationsbeiwerte


Gemäß den Erläuterungen zur DIN 1055-100 von Professor Grünberg kann die gegenseitige
Abhängigkeit von Nutzlasten und Verkehrslasten je nach Ursprung der Einwirkung
unterschiedlich interpretiert werden. Diese Interpretationsmöglichkeiten sind im Programm
vom Anwender unter „Bemessungsvorgaben" (Hauptauswahl) wählbar.

B5 - Stahlbetonstütze 7
Knotenlasten
Knotenlasten sind Einzelkräfte in allen 3 Koordinatenrichtungen und Einzelmomente um die
beiden Achsen y und z, nicht jedoch um x (Torsionsmomente). Sie können nur an den
Abschnittsenden (Knoten) angreifen.
Die Vorzeichen sind folgendermaßen definiert :
Die Vertikalkräfte sind unabhängig von der Längsrichtung x immer positiv, wenn Sie von
oben nach unten wirken. Die Horizontalkräfte sind positiv, wenn Sie in die positive y- und z-
Richtung wirken.
Die Lastmomente um die Achsen y und z sind positiv, wenn Sie eine Rechtschraube um die
jeweilige Achse bilden; siehe DIN 1080 3.2.2: Orientierung nach Koordinaten.

Lasten und Schnittgrößen am Beispiel der einfachen Kragstütze


Einzugebende Lasten (äußere Kräfte und Momente)
DIN 1080, 3.2.2: Orientierung nach Koordinaten.

Beachte bei horizontalen Lasten:


+Hy und +Mz wirken gleichsinnig,
+Hz und +My wirken gegensinnig.
Bei vertikalen Lasten:
V-Lasten sind immer positiv,
wenn Sie von oben nach unten wirken.

Rahmenstütze
Beim Sonderfall der Rahmenstütze werden nicht die Lastmomente, sondern schon
die Schnittmomente eingegeben. Die Vorzeichen der Schnittmomente werden
ebenfalls nach DIN 1080 3.2.3: Orientierung nach gekennzeichneten Seiten
festgelegt. Diese Seiten sind die Randfasern, aus denen die positiven Achsen y und
z heraustreten. Die Vorzeichen der Schnittmomente werden im Programm so
festgelegt, dass Sie positiv sind, wenn Sie auf diesen Seiten Zugspannungen
erzeugen.

Resultierende Schnittgrößen (Biegemomente):


DIN 1080, 3.2.3 : Orientierung nach gekennzeichneten Seiten

8 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Schnittgrößen als Eingabewerte bei der Rahmenstütze
1) Biegung um y-Achse (Beanspruchung in z-Richtung)

2) Biegung um z-Achse (Beanspruchung in y-Richtung)

Stablasten
Stablasten sind immer nur horizontal wirkende Einzel- und Streckenlasten. Die Einzellasten
können an beliebigen Höhen und die Streckenlasten über eine beliebige Strecke in beide
Achsrichtungen wirken.
Die Vorzeichen der Lasten sind positiv, wenn Sie in die positiven Richtungen y und z wirken.

Angehängte Pendelstützen
Die Eingabe erfolgt bei der Kragstütze und der allgemeinen Stütze über den Button
An jedem Knoten der Stützen können angeschlossene Pendelstäbe definiert werden.
Die Knicklängen werden unter Berücksichtigung der angehängten Pendelstäbe ermittelt.
Dabei wird in die Gesamtsteifigkeit eine negative Feder
CH = V / Höhe
eingeführt. Die Ergebnisse entsprechen dem Verfahren nach Heft 220 DAfStb 4.3.1.2. Für
allgemeine Fälle können sie z.B. nach Petersen (Statik und Stabilität S. 406 ff) überprüft
werden.

Wird die Option „nur durch sk berücksichtigen" aktiviert, sind die Abtriebskräfte der
Pendelstützen durch äußere Lasten vom Anwender anzugeben.

B5 - Stahlbetonstütze 9
Alternativ kann die Option „zusätzlich Abtriebskräfte ansetzen" aktiviert werden.
Dabei wird vom Programm zusätzlich zur Vergrößerung der ungewollten Ausmitten an den
Stellen der Riegelangriffspunkte eine Horizontalkraft angesetzt, die sich ergibt aus
Knotenverschiebung  (Last auf Pendelstab) / (Höhe Pendelstab)
Durch diesen Ansatz werden die Abtriebskräfte iterativ ermittelt; sie gehen auch in die
Auflagerreaktionen ein.
Da bei den Lasten auf die Pendelstützen nicht nach g- und p-Anteilen differenziert wird,
gehen diese Abtriebskräfte auch in die Kriechverformungen ein.
Bei der Eingabe von Kragstützen über die allgemeine Stütze gelten die oben gemachten
Aussagen analog.

Imperfektionen, ungewollte Ausmitten, Schiefstellungen


Die Imperfektionen werden vom Programm automatisch ungünstigst wirkend berücksichtigt.
Bei DIN 1045 und DIN 1045-1 wird dies ähnlich gehandhabt. Bei DIN 1045 wird eine
ungewollte Lastausmitte ea von sk/300 angesetzt, bei DIN 1045-1 wird diese mittelbar über
eine Schiefstellung  ermittelt zu
l0 1
ea    (8.6.4 (33)) mit    1/200 (7.2 (4) (4) (mit h = Geschosshöhe)
2 100  h
was bei einem Wert von h = 2,25 das gleiche ea wie in DIN 1045 ergibt. Dabei ist h gleich
der Geschosshöhe zu setzen. Bei DIN 1045-1 tritt noch eine Abminderung ein, wenn
mehrere Hauptstützen gekoppelt sind.
Zum Ansatz der Imperfektionen nach EN 1992, Abschnitt 5.2
Die Vorverformung wird affin zur Knickfigur angesetzt. Dafür werden Querlasten angesetzt,
die eine Verformung entsprechend der Eigenform bewirken. Dies sind Gleichlasten über die
Länge der Stützenabschnitte und Gleichgewichtskräfte an den Abschnittsenden

Kriechen
Mit der Endkriechzahl  (Phi) wird eine Kriechausmitte ek ermittelt, die den vorher
genannten ungewollten und sonstigen Ausmitten hinzuaddiert wird. Dazu wird das für DIN
1045 eingeführte Verfahren nach Heft 220, Abschnitt 4.2.2 des DAfStb verwendet.
Ausgehend von der Eulerlast wird ein Faktor bestimmt, mit dem die ungewollte Ausmitte
vergrößert wird. Zur Ermittlung der Eulerlast wird abschnittsweise efEI  (0,6  20  tot )  EIb
gesetzt. Die Kriechausmitte ist also auch vom vorhandenen Bewehrungsgrad abhängig und
variiert im folgenden Iterationsprozess.
Das Verfahren wird auch für DIN 1045-1 verwendet. Zum Ansatz des Kriechens nach
EN 1992, Abschnitt 5.8.4.
Siehe auch Kapitel Berechnungsoptionen.

10 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Berechnungsmethoden
Allgemeines Rechenverfahren
Beim allgemeinen Rechenverfahren werden die Schnittgrößen und Verschiebungen auf der
Grundlage der Elastizitätstheorie ermittelt.
Grundsätzlich kommen dafür zwei Methoden in Frage:

Berechnung nach Theorie I. Ordnung


Diese Berechnung geht vom unverformten System aus. Die Steifigkeiten werden für den
ungerissenen Beton ohne Berücksichtigung der Bewehrung angenommen. Die sich
ergebenden Schnittgrößen führen zur sogenannten Regelbemessung, die mindestens
erforderlich ist. Nur bei sehr gedrungenem System oder großen Querlasten im Verhältnis zur
Längsbelastung kann diese Bewehrung ausreichend sein. Im Allgemeinen ist aber die
weitergehende Berechnung nach Theorie II. Ordnung erforderlich.

Berechnung nach Theorie II. Ordnung


Bei dieser Berechnung wird das Gleichgewicht am verformten System betrachtet, was
besonders bei großen Längskräften zu starken Veränderungen gegenüber der Berechnung
nach Theorie I. Ordnung führen kann. Darüber hinaus und oft wesentlicher ist, dass bei
dieser Methode nicht mehr von der konstant bleibenden Betonsteifigkeit ausgegangen wird,
sondern es wird mit den veränderlichen effektiven Steifigkeiten gerechnet. Der Beton wird
auf der Zugseite als voll gerissen betrachtet, auf der Druckseite wird mit der Spannungs-
Dehnungsbeziehung entsprechend DIN 1045 Abschnitt 17.2.1 oder DIN 1045-1, Abschnitt
9.1.6 bzw. EN 1992, Abschnitt 3.1.5 gerechnet. Dazu kommt der Einfluss des eingelegten
Betonstahls, dessen Menge zunächst aber noch unbekannt ist. Dies alles führt zu einem
Iterationsprozess, da die Steifigkeiten einschließlich der gesuchten Bewehrung und die
Schnittgrößen wechselseitig voneinander abhängen.

Modellstützenverfahren nach DIN 1045-1


Das Modellstützenverfahren ist ebenfalls ein vereinfachtes Verfahren und ist in DIN 1045-1,
Abschnitt 8.6.5 beschrieben. Bei diesem Verfahren wird die Stütze auf eine einfache
Kragstütze reduziert mit der bekannten Lastausmitte, der ungewollten Ausmitte und der
durch einfache Beziehungen berechenbaren Ausmitte Theorie II. Ordnung. Für größere
Längskräfte kommt allerdings ein bewehrungsabhängiger Faktor ins Spiel, so dass auch hier
eine iterative Berechnung erforderlich ist, die aber schon nach 3 Iterationen zu guten
Ergebnissen führt.
Das Verfahren ist wie vorher auf eine Stütze mit einem konstanten Abschnitt beschränkt.
Zusätzlich ist es im Allgemeinen nur für einachsige Beanspruchung zulässig, und es dürfen
keine Querlasten innerhalb der Stütze angreifen. Ferner ist es vorgesehen für
Lastausmitten  0,1  h, dies allerdings nicht aus sicherheitstechnischen sondern aus
ökonomischen Gründen, da sonst die ermittelten Bewehrungen gegenüber exakteren
Methoden stark abweichen.

Verfahren mit Nenn-Krümmung nach EN 1992


Das Verfahren mit Nenn-Krümmung ist ein vereinfachtes Verfahren und in EN 1992,
Abschnitt 5.8.8 beschrieben.

B5 - Stahlbetonstütze 11
Knicksicherheitsnachweis Theorie II. Ordnung, Zustand II
Knicklängen
Die Knicklängen werden getrennt für x- und y- Richtung ermittelt. Dafür werden die
Zwischenknoten in der jeweils anderen Richtung unverschieblich gehalten. Vom Programm
wird der Eigenwert (Eig) und die Eigenform ermittelt. Daraus ergibt sich dann die Knicklänge
EIi
zu s k    . Dabei ist EI die Steifigkeit und N die Normalkraft des jeweiligen
Eig  Ni
Stababschnitts.

Die Eigenform wird benutzt, um die erforderlichen Querlasten für den Ansatz der
ungewollten Ausmitten zu berechnen.
Für einige einfache Fälle kann dieses Verfahren mit Hilfe von „Petersen, Statik und Stabilität
der Baukonstruktionen, 2. Auflage, Seite 335 ff" nachvollzogen werden.
Es ist zu beachten, dass z.B. stark unterschiedliche Längskräfte oder Steifigkeiten einzelner
Abschnitte dazu führen können, dass die errechneten Knicklängen deutlich von den
geometrischen Knicklängen abweichen.
Die Schlankheiten ergeben sich je Stababschnitt zu  = ski / ii

Erfordernis Knicksicherheitsnachweis

DIN 1045 (1988)


Der Knicksicherheitsnachweis darf entfallen, wenn
für   70 e/d  3,5
für  > 70 e/d  3,5  /70 ist.
Außerdem darf bei mittig gedrückten Innenstützen mit beidseitiger Einspannung für   45
der Knicksicherheitsnachweis entfallen, wobei hierbei die Geschosshöhe als Knicklänge in
Rechnung zu stellen ist (17.4.1).

DIN 1045-1
Der Knicksicherheitsnachweis darf entfallen, wenn
für Ed  0,41   max = 25 (8.6.3 (2) (27))
16 NEd
für Ed < 0,41   max = mit Ed  ist. (8.6.3 (2) (28))
Ed ( A c  fcd )
Bei Stützen in unverschieblich ausgesteiften Systemen darf der Knicksicherheitsnachweis
entfallen, wenn crit = 25  (2-eo/eu) (8.6.3 (4)) und die Stützen zwischen ihren Enden nicht
durch Querlasten oder Lastmomente beansprucht werden und die Längskraft über die
Stützenlänge als konstant angenommen werden kann.
In diesem Fall sind die Stabenden jedoch für ein Mindestmoment
MRd  NEd  h/20 (8.6.3 (9) zu bemessen.
Für den Sonderfall der beidseits gelenkig gelagerten Stütze gilt crit = 25.

12 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Ö- Norm B 4700
Der Knicksicherheitsnachweis darf entfallen, wenn
15
  25  mit nd = NSd/(Ac  fcd) ist.
nd
Bei unverschieblich gehaltenen Druckgliedern mit starren oder elastischen
Endeinspannungen darf der Knicksicherheitsnachweis entfallen, wenn crit = 25  (2-eo/eu)
und die Stützen zwischen ihren Enden nicht durch Querlasten beansprucht werden.
Für eo = eu = 0 wird crit = 50 gesetzt.

Das maßgebende Bemessungsmoment MSd  NSd  e tot darf dabei nicht kleiner sein
N
alsMSd  Sd  h .
10

DIN EN 1992
Der Knicksicherheitsnachweis darf entfallen, wenn die Kriterien nach Abschnitt 5.8.3.1 erfüllt
sind.

Stabilitätsversagen
Bei schlanken, mittig oder mit geringer Ausmitte belasteten Stützen kann Stabilitätsversagen
auftreten. Dies bedeutet, dass die Stütze ausknickt, bevor die Bruchfestigkeit des
Querschnitts erreicht ist. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn bei einer Kragstütze das
Fußmoment aus der äußeren Belastung noch weit unter dem Bruchmoment liegt, eine
geringfügige Laststeigerung aber zu einer starken Zunahme der Verformungen am Kopf der
Stütze und damit zu Stabilitätsversagen führt.
Ein ähnlicher Effekt tritt häufig auch bei schlanken Pendelstützen mit einem
Bewehrungsgrad < 0,8% auf.
Im Ausgabeprotokoll werden die maßgebenden Schnittgrößen und die errechnete
Bewehrung ausgewiesen. Bei solchen Stützen ist die ausgewiesene Bewehrung größer, als
sie sich aus einem Bemessungsdiagramm unter Ansatz der ausgewiesenen Schnittgrößen
ergeben würde.

Effektive Steifigkeiten
Der Knicksicherheitsnachweis wird mit den effektiven Steifigkeiten geführt, die sich aus den
Randdehnungen des Querschnitts ergeben (M-N-Kappa-Beziehung). Für Querschnitte mit
Bewehrungsgraden unter 0,8 % wird die errechnete Steifigkeit abgemindert. Mit dieser
Abminderung wird der Steifigkeitsverlauf im Bereich des Übergangs von Zustand I nach
Zustand II geglättet und es wird verhindert, dass eine geringfügige Vergrößerung der
Beanspruchung zu einer sprunghaften Vergrößerung von erf As führt.

B5 - Stahlbetonstütze 13
Gebrauchstauglichkeit
Berechnung der Verformungen
Nach DIN 1045-1 bzw. EN 1992 werden die Verformungen für die quasi-ständige
Einwirkungskombination berechnet. Dabei werden ständige Lasten 1,0 fach und
veränderliche Lasten 2-fach angesetzt. Allerdings ist dieser Ansatz nach DIN 1045-1,
Abschnitt 11.3.1 (3) bzw. EN 1992, Abschnitt 7.4 nur auf Verformungen in vertikaler
Richtung von biegebeanspruchten Bauteilen beschränkt. Da außerdem unter der quasi-
ständigen Kombination Windlasten nicht berücksichtigt werden (2 = 0), ist dieser Ansatz für
Stützen nur bedingt geeignet. Deshalb wird analog zur einschlägigen Fachliteratur (z.B
Beispielsammlung DBV, Band 2, S. 19 – 21) auch die Verformung für die seltene
Einwirkungskombination mit und ohne Kriecheinfluss und für die häufige
Einwirkungskombination ausgegeben. Der Kriechbeiwert wird wie folgt berücksichtigt:
E = E/(1 + ). Mit diesem E-Modul wird EIeff bei der Verformungsberechnung berücksichtigt.
Dabei wird die Steifigkeit im Zustand II unter der jeweiligen Lastkombination angesetzt.

Nachweis der Stahlspannung


Hier werden die Stahlspannungen nach DIN 1045-1, 11.1.3 für die seltene
Einwirkungskombination bzw. nach EN 1992, 7.2 für die charakteristische
Einwirkungskombination ermittelt.

Querkraftbemessung
Im Programm wird eine Querkraftbemessung unter Berücksichtigung der in der Norm
vorgegebenen Mindestbewehrung durchgeführt. Dabei ist zu beachten, dass die in Stützen
meist vorhandenen Druckkräfte eine günstige Wirkung auf das Ergebnis der
Querkraftbemessung haben.

Ermittlung der Querkraft


Bei der Ermittlung der maßgebenden Querkraft ist zu beachten, dass im Programm B5 die
Vorverformungen durch den Ansatz von virtuellen Querlasten analog zu DIN 18800, Teil 2,
Seite 6 erzeugt werden. (siehe auch Knicklängen). Diesen Lasten müssen entsprechende
Gleichgewichtskräfte gegenüberstehen, die in den Auflagern angesetzt werden. Die
Bemessungsquerkraft wird in einem Schnitt unmittelbar oberhalb des Auflagers ermittelt, und
umfasst damit auch diese „virtuellen Querlasten", während sich diese Lasten dann im
Auflager mit der entsprechenden Gegenkraft aufheben und somit bei der Ausgabe der
Auflagerkräfte nicht mehr enthalten sind. Dadurch können sich ausgewiesene Querkräfte
und Auflagerkräfte teilweise erheblich unterscheiden.

14 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Systemeingabe
Zunächst wählen Sie in der Hauptauswahl die gewünschte Norm, wie
zum Beispiel:

- DIN 1045-1 oder


- EN 1992 1-1
...

dann die Stützenart,


- Pendelstütze
- Kragstütze
- Rahmenstütze
- Allgemeine Stütze
Der entsprechende Eingabedialog wird dann angezeigt (für jede
Stützenart gibt es einen eigenen Dialog).

Pendel-, Krag- und Rahmenstützen bestehen aus einem Stab mit


konstantem Querschnitt über die Stützenhöhe. Die allgemeine Stütze
besteht aus maximal 10 Stababschnitten mit jeweils konstantem
Querschnitt über die Abschnittshöhe.
Die Belastungen können in y- und z-Richtung aufgebracht werden. Die
Stütze selbst liegt in der x-Achse. Belastungen werden – auch grafisch –
für die Belastungsrichtungen getrennt dargestellt.

Dauerhaftigkeit und Expositionsklassen - DIN 1045-1 bzw. EN 1992


Öffnen Sie den Dialog für die Dauerhaftigkeit (in der Hauptauswahl) und wählen Sie dort Ihre
Expositionklassen. Eine Erhöhung der Betongüte bzw. des Randabstands der Bewehrung,
der sich aus den gewählten Expositionklassen ergibt, wird automatisch für die Berechnung
übernommen.
Außerdem machen Sie hier die erforderlichen Eingaben für Kriechzahl und Schwindmaß.
Siehe hierzu auch Dokument „Dauerhaftigkeit - Kriechzahl und Schwindmaß.pdf“.

Bemessungsvorgaben
Siehe Kapitel Bemessungsvorgaben.

Berechnungsoptionen
Siehe Kapitel Berechnungsoptionen.

B5 - Stahlbetonstütze 15
Pendelstütze
Der Stützenfuß ist in horizontaler und vertikaler Richtung immer starr
gehalten.
Als Ergebnis der Berechnung wird ges. As ausgewiesen.

Bild: Systemlänge L1

Angehängte Pendelstützen
Bei den Stützentypen „Kragstütze“ und „Allgemein“ klicken Sie auf den Button
„Angehängte Pendelstütze“, um den entsprechenden Eingabedialog aufzurufen.
Es können mehrere Pendelstützen am gleichen Stützenpunkt
angreifen. Die Höhen der Pendelstützen können beliebig
unterschiedlich sein; die Fußpunkte müssen also nicht in einer
Höhe liegen.
Der Einfluss von Pendelstützen ist proportional zur Last und
umgekehrt proportional zur Höhe.
Negative Lasten auf die Pendelstützen sind möglich; ebenso
negative Höhen.
Bei gleichen Vorzeichen von V und h ergibt sich eine
destabilisierende Wirkung, bei ungleichen Vorzeichen eine
stabilisierende Wirkung.
Knot Knotennummer
Ric Richtung
V Vertikalkraft <> 0
H Höhe der Stütze
Gamma Anzeige des Teilsicherheitsbeiwerts - derzeit nicht änderbar.
Auswirkung bei Kragstützen
Hier kann ausgewählt werden, ob die angehängten Pendelstützen nur bei der
Ermittlung der Knicklänge berücksichtigt, oder ob zusätzlich auch die
Abtriebskräfte mit angesetzt werden sollen.

Siehe auch Kapitel Berechnungsgrundlagen - Angehängte Pendelstützen.

Kragstütze
Für die Kragstütze geben Sie zusätzlich die Lagerbedingung am Fußpunkt (Drehfedern)
ein.
Der Stützenfuß kann gegen Verdrehen starr oder elastisch gehalten sein.
Die Lagerbedingungen sind getrennt in y- und z-Richtung einzugeben.
Als Ergebnis der Berechnung wird ges. As ausgewiesen

16 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Rahmenstütze
Für die Rahmenstütze kann zusätzlich eine Einspannung am Fuß und eine Lagerung am
Kopf definiert werden:
Als Ergebnis der Berechnung wird ges. As ausgewiesen.
Intern wird die Rahmenstütze wie eine Pendelstütze mit der
Systemlänge L = s k behandelt. Die Knicklänge ergibt sich aus den
Randbedingungen, welche für die Rahmenstütze definiert wurden. Bei
zweiachsiger Beanspruchung und unterschiedlichen Randbedingungen
wird die größere Knicklänge angesetzt.

B5 - Stahlbetonstütze 17
Allgemeine Stütze

Abschnitte der allgemeinen Stütze


Es sind bis zu 10 Abschnitte möglich

L Abschnittslänge
QArt Querschnittsart:
1= Rechteck
2= Kreis
3= Kreisring
b0 Kantenlänge parallel zu y [cm]
d0 Kantenlänge parallel zu z [cm]
b1 Bewehrungslage parallel zu y [cm]
d1 Bewehrungslage parallel zu z [cm]
ay Achsenversatz parallel zu y
az Achsenversatz parallel zu z
2
As vorh Vorhandene As (Vorgabebewehrung) [cm ]
2
As erf Erforderlich As [cm ]

Allgemeine Stütze und Schlankheiten > 70:  siehe Kapitel „Berechnung und Ergebnisse".

As-Werte konstant / abschnittsweise

18 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Auflager allgemeine Stütze
Es sind bis zu 11 Auflager möglich.

Optional können Lagerbedingungen und ein Achsversatz vorgesehen werden.

Drehfedern
-1 starr
0 frei
>0 elastisch

Riegel Die Wirkung von horizontal eingespannten Riegeln kann berücksichtigt


werden z.Zt. nicht aktiv!
Fundament Fundamenteinspannungen. Das Programm ermittelt aus den eingegebenen
Abmessungen und dem Elastizitätsmodul des Baugrundes die
Federsteifigkeiten.

B5 - Stahlbetonstütze 19
Allgemeine Eingaben

Materialauswahl
Je nach ausgewählter Norm erhalten Sie die entsprechenden Betongüten/Betonstahl zur
Auswahl.
Zusätzlich können Sie die Kriechzahl  (Phi) eingeben  siehe auch Kapitel Kriechen.

Als Material sind verfügbar:


DIN 1045 Betone B 15 bis B 55 und Betonstähle BSt 1bis BSt 4
DIN 1045-1 Betone C12/15 bis C100/115 und Betonstähle BSt 500 S(A) (normalduktil)
und BSt 500 S(B) (hochduktil).
Erweiterte Materialauswahl: Klicken Sie auf den Button . Hier können Sie
zwischen Normal- und Leichtbeton wählen (nur bei DIN 1045-1).
ÖNorm B4700 Betone B15 bis B60 und C12/15 bis C 50/60 sowie Betonstähle BSt 220, BSt
420, BSt 500, BSt 550 und BST 600.
EN 1992 Betone C12/15 bis C100/115 und Betonstähle BSt 500 S(A) (normalduktil)
und BSt 500 S(B) (hochduktil).

Querschnitt
Querschnittsform
Wählen Sie den Querschnittstyp: Rechteck, Kreis oder Kreisring

Querschnitt
Rechteck
by Kantenlänge in y-Richtung
dz Kantenlänge in z-Richtung
Kreis
da Außendurchmesser
Kreisring
da Außendurchmesser
di Innendurchmesser

Bewehrungslage
Die Größen b1 und d1 sind die Abstände vom Schwerpunkt der Bewehrung bis zur
Randfaser.
Weiterhin haben Sie die Auswahl zwischen:

Bewehrung in den Ecken konzentriert

Bewehrung über den Umfang verteilt

Weitere Optionen
Die Bewehrung kann mit ¼ As je Seite eingelegt oder gleichmäßig über den Umfang verteilt
werden  siehe Kapitel Berechnungsoptionen).

20 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Belastungsrichtung
Hier wählen Sie zwischen einachsiger Belastung "in y"- oder "in z"-Richtung oder
zweiachsiger Belastung "in y + z"

Hinweis: In den Eingabefenstern sind die Eingabefelder für die 2. Beanspruchungsrichtung


nur dann aktiv, wenn die Option "in y+z" aktiviert wurde.

Bewehrung
vorg As vorgegebener As-Wert
erf As erforderlicher As-Wert
tot  Bewehrungsgrad in %
Rechnen Klicken Sie auf diesen Button, um die Berechnung explizit zu starten.

Als Ergebnis der Berechnung wird die erforderliche Gesamtbewehrung „erf. As“ ausgewiesen.

Mindestbewehrung
DIN 1045 (1988)
Die Mindestbewehrung ergibt sich für Stützen zu 0,8% des statisch erforderlichen
Betonquerschnitts, bei Wänden (b/d > 5) zu 0,5% des statisch erforderlichen
Betonquerschnitts.

DIN 1045-1
Die Mindestbewehrung für Stützen ergibt sich nach 13.5.2 zu
NEd
A s,min  0,15 
fyd
Druckglieder mit b/h  4 werden als Wände behandelt. Die Mindestbewehrung ergibt sich
dann nach 13.7.1 (2) zu
As,min = 0,0015  Ac bzw.
As,min = 0,003  Ac bei schlanken Wänden nach 8.6.3 oder
NEd  0,3  fcd  A c
Der Durchmesser der Längsbewehrung muss mindestens 12 mm betragen.

EN 1992
Die Mindestbewehrung für Stützen wird entsprechend Abschnitt 9.5.2 ermittelt.

Bewehrungsvorgabe – vorg As
Wenn bekannt ist, dass aus konstruktiven Gründen eine bestimmte Mindestbewehrung
eingebaut werden soll, so sollte diese als Vorgabe eingegeben werden. Der
Iterationsprozess wird dadurch deutlich schneller, vor allem wenn die erforderliche
Bewehrung kleiner als die Vorgabebewehrung ist.
Für die zusätzlichen Nachweise der Gebrauchsfähigkeit (Verformungen, Spannungen) ist es
in jedem Fall zweckmäßig, mit der tatsächlich eingelegten Bewehrung zu rechnen.

B5 - Stahlbetonstütze 21
Fundamenteinspannungen
Klicken Sie auf den Button , um den Dialog
"Fundamenteinspannung" aufzurufen.
Das Programm ermittelt aus den eingegebenen Abmessungen
und dem Elastizitätsmodul des Baugrundes die
Federsteifigkeiten.

Material Auswahl der Betongüte des


Fundamentes
Gamma Spezifisches Gewicht
bx, by, d Fundamentabmessungen, bx
erstreckt sich in y-Richtung, by in z-
Richtung, d ist die Fundamentdicke.
d1x, d1y Bewehrungslage
2
Vorgabe Wählen Sie zwischen der Eingabe der Steifeziffer (Ed in [kNm ])
3
und der Bettungsziffer (Cb in [kN/m ]) zur Ermittlung der
elastischen Einspannnung.
ax Ausmitte. Achsenversatz vom Mittelpunkt in Richtung bx.
ay Ausmitte. Achsenversatz vom Mittelpunkt in Richtung by
Sigma zulässige Bodenpressung

Drehfedern:
aus Eingabe Fd Aus der Fundamenteingabe berechnete Werte.
zur Berechnung Für die Berechnung können Sie die vorgeschlagenen Werte
aus der „Eingabe Fd“ ändern – dieser Wert wird unter
"Drehfedern" eingetragen und für die Berechnung benutzt.

Fundament ist aktiv Option, um das Fundament in der Grafik ein-/auszublenden.


Hinweis: die Lastweiterleitung an die Fundamentprogramme
kann nur bei aktivierter Option erfolgen.

Ermittlung der Federsteifigkeiten


Das Programm ermittelt sich aus den eingegebenen Abmessungen Drehfedern für die
Einspannung um die beiden Achsen. Die Formeln für die Ermittlung der Federsteifigkeit sind
unter „Lagerbedingungen/Drehfedern" aufgeführt.
Diese Federzahlen können vom Anwender übernommen werden. Sie werden unabhängig
vom Verlauf der Bodenpressung als Systemwert in die Berechnung eingeführt.

Ausgabe
Wenn bei den Ausgabeoptionen „Auflager“ gewählt wurde, so werden die
Eckpunktspannungen für die -fachen Lasten berechnet und ausgewiesen.
Dabei werden folgende Lastfälle betrachtet:
- Lastfall ständige Last
- Die ermittelten Lastkombinationen Theorie I. Ordnung
- Die ermittelten Lastkombinationen Theorie II. Ordnung mit ungewollten Ausmitten jeweils
in +/- - Richtung
Aus der Gesamtzahl der gerechneten Überlagerungen werden diejenigen ausgedruckt, die in
den Eckpunkten jeweils den größten Spannungswert ergeben oder die zur größten
klaffenden Fuge führen.

22 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Für die ermittelten Lastkombinationen wird auch eine Biegebemessung des Fundaments
durchgeführt.
Für die klaffende Fuge wird nur ausgegeben, dass eine solche vorhanden ist. Dies dient der
Information, dass das Fundament ggf. modifiziert werden sollte. Eine Überprüfung im Sinne
der Norm (klaffende Fuge nur für ständige Last, klaffende Fuge über den Schwerpunkt
hinaus) findet im Stützenprogramm nicht statt.
Eine Prüfung der Bodenpressungen findet im Stützenprogramm nicht statt.
Durchstanzen wird hier ebenfalls nicht betrachtet.
Die vorstehend beschriebenen Lastkombinationen können über die Option „Lastweiterleitung
Fundament" an das Programm FD weitergeleitet werden. Hier erfolgt dann auch der
Nachweis auf Durchstanzen, der klaffenden Fuge sowie die Überprüfung der zulässigen
Bodenpressungen.
Hinweis: die Lastweiterleitung an die Fundamentprogramme kann nur bei aktivierter
Option „Fundament ist aktiv“ erfolgen.

Für die Fundamentlasten gilt folgende Vereinbarung: Kräfte sind positiv, wenn sie in der
rechten oberen Ecke Druck erzeugen. In der Schnittstelle wird daher Mx (FD) = - My (Stütze)
gesetzt.

Lagerbedingungen
(Kragstütze, Rahmenstütze)

Horizontalfedern
Die Horizontalfeder hat die Dimension kN/m. Sie wird
ermittelt, indem man die haltende Konstruktion mit einer Kraft
belastet und diese Kraft durch die errechnete Verschiebung
dividiert.

Drehfedern
-1 starr
0 frei
>0 elastisch
Die Drehfedern haben die Dimension kN/m. Sie können analog den Horizontalfedern
ermittelt werden mit Moment und Drehwinkel anstelle von Kraft und Verschiebung.
Für einfache Fälle können Sie direkt angegeben werden.
Die folgenden Formeln gelten für einen Stab, dessen abgelegenes Ende voll eingespannt
bzw. gelenkig gelagert ist:
I I
C = 4 ⋅E ⋅ bzw. C = 3 ⋅ E ⋅
L L
Für Fundamenteinspannungen ergibt sich die Drehfeder nach RAUSCH (BK 1973 II, S. 150
ff.) z.B. zu
If
C  Ed 
f A
Ed Steifeziffer des Bodens [kN/m²]
4
If Trägheitsmoment der Fundamentfläche [m ]
A Fundamentfläche [m²]
f Faktor abhängig von den Fundamentabmessungen:
b/d = 1,00 f = 0,45
b/d = 0,50 f = 0,42

B5 - Stahlbetonstütze 23
b/d = 0,25 f = 0,35
oder zu
C  If  Cb
3
Cb Bettungsziffer des Bodens [kN/m ]
4
If Trägheitsmoment der Fundamentfläche [m ]
 Siehe auch Berechnungsgrundlagen - Lagerung

24 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Lasteingabe
Belastung - Allgemeines
Festlegungen
Horizontale Lasten sind positiv, wenn Sie in Richtung der positiven Achsen wirken.
Vertikalkräfte wirken positiv von oben nach unten.
Horizontale Einzellasten
Die Lasten sind positiv, wenn Sie in Richtung der positiven y- und z-Achse wirken. Die
Lasten werden mit den Knotenlasten überlagert. Soweit es für die Berechnung nach Theorie
II. Ordnung zulässig ist, mit reduzierten Lasten zu rechnen, so müssen Sie die entsprechend
reduzierten Lasten eingeben.
Belastungsrichtung
Sie können zwischen einachsiger Belastung "in y"- oder "in z"-Richtung oder zweiachsiger
Belastung "in y + z" wählen.

Standardlasten
Für die meisten Systeme reicht der Eingabedialog der Standardlasten (Belastung ständig /
Verkehr) aus.

ey, ez Ausmitte
mit Eigengewicht Soll das Eigengewicht berücksichtigt werden, so markieren Sie diese
Option mit einem Häkchen. Siehe auch Berechnungsoptionen.

Erweiterte Lasteingabe
Einen Dialog für die Eingabe weiterer Knoten- und Stablasten rufen Sie über den
Button „Lasten“ auf.

Standardlasten Rahmenstütze
Die Standardlasten (Schnittgrößen ständig / Verkehr)
für die Rahmenstütze werden im abgebildeten Dialog
eingegeben. Auf die Rahmenstütze können am Kopf
Vertikallasten und die Knotenmomente aus eine
Stabwerksberechnung am Kopf und am Fuß
angesetzt werden. Die Stabendmomente aus der
Stützenberechnung sind identisch mit den
eingegebenen Momenten.

B5 - Stahlbetonstütze 25
Knotenlasten
Klicken Sie auf den Button , um die Eingabetabelle für die Knotenlasten
aufzurufen.

Hinweis: Einige Eingabefelder sind mit Auswahllisten unterlegt. Zum Ausklappen der
Listen klicken Sie auf .
Siehe auch Berechnungsgrundlagen Knotenlasten

Knot. Knotennummer. Gezählt wird von unten (Stützenfuß) nach oben (Stützenkopf),
beginnend mit der Knotennummer 1.
Art Lastart
1 = Vertikallast (in x-Richtung)
2 = Horizontallast
3 = Moment
Ric Richtung
1 = in y-Richtung
2 = in z-Richtung
3 = in x-Richtung (nur Vertikalkraft)
G Ständiger Lastanteil, ohne F (F5-Taste: Aufruf der Lastzusammenstellung)
P Veränderlicher Lastanteil, ohne F (F5-Taste: Aufruf der
Lastzusammenstellung)
ey Außermitte einer Vertikallast in positive y-Achsrichtung in [cm]
ez Außermitte einer Vertikallast in positive z-Achsrichtung in [cm]
aus Pos Hinweis auf die Herkunft der Last
EwGrp Einwirkungsgruppen
ZusGrp Zusammengehörigkeitsgruppe. Lasten, die einer Zusammengehörigkeitsgruppe
zugeordnet sind, wirken grundsätzlich zusammen.
Diese Gruppen haben gegenüber den Alternativgruppen Priorität.
AltGrp Alternativgruppe. Lasten in einer Alternativgruppe schließen sich gegenseitig
aus. Bsp.: Windlasten aus unterschiedlicher Richtung.

Hinweis: Die Eingaben bei EwGrp, ZusGrp und AltGrp beziehen sich nur auf die
veränderlichen Lasten (G-Lasten wirken immer).

26 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Stablasten
Klicken Sie auf den Button , um die Eingabetabelle für die Stablasten
aufzurufen.

Siehe auch Berechnungsgrundlagen Stablasten


Stab Stabnummer. Gezählt wird von unten (Stützenfuß) nach oben (Stützenkopf),
beginnend mit der Stabnummer 1.
Art Lastart. Siehe auch Lastarten. Die Lastarten 1, 2 und 4 beziehen sich auf den
Stab. Die Lastarten 11, 12 und 14 beziehen sich auf das Gesamtsystem.
Beachten Sie die Hinweise in der Statuszeile.
Ric (Richtung)
1 = in y-Richtung
2 = in z-Richtung
Gli Ständiger Lastanteil (unten), ohne F
Pli Veränderlicher Lastanteil (unten), ohne F
Abst Abstand der Belastung vom unteren Knoten des Abschnittes bei Lastart 2 und
4, bzw. vom Stützenfuß (Knoten Nr. 1) bei Lastart 12 und 14.
Gre Ständiger Lastanteil (oben), ohne F
Pli Veränderlicher Lastanteil (oben), ohne F
Lang Die Länge, über die sich die Last erstreckt (nur bei Trapezlast). Achten Sie
darauf, dass die Last sich durch die eingegebene Länge nicht über die
zugehörigen Stabenden hinaus erstreckt.
aus Pos Hinweis auf die Herkunft der Last
EwGrp Einwirkungsgruppen
ZusGrp Zusammengehörigkeitsgruppe. Lasten, die einer Zusammengehörigkeitsgruppe
zugeordnet sind, wirken grundsätzlich zusammen.
Diese Gruppen haben gegenüber den Alternativgruppen Priorität.
AltGrp Alternativgruppe. Lasten in einer Alternativgruppe schließen sich gegenseitig
aus. Bsp.: Windlasten aus unterschiedlicher Richtung.

B5 - Stahlbetonstütze 27
Lastarten
Die Lastarten 1, 2 und 4 beziehen sich auf den Stab.
Die Lastarten 11, 12 und 14 beziehen sich auf das Gesamtsystem.
Lastart 1 - g/p Lastart 2 - Horizontal Lastart 4 - Trapezlast

Lastart 11 -g/p Lastart 12 - H Lastart 14 - Trapezlasten

28 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Lastzusammenstellung
Im Dialog „Lasten" kann, wenn der Cursor in der Spalte G bzw. P steht, durch Drücken der
F5- Taste der Dialog „Lastzusammenstellung" aufgerufen werden.
Hier können Stützenlasten aus Einzel- und Flächenlasten zusammengestellt werden.
Die Ermittlung der Stützenlast aus Flächenlast erfolgt nach Eingabe der g und p- Lasten pro
Quadratmeter und der zugehörigen Lasteinflussfläche automatisch.
Außerdem können Auflagerkräfte aus DLT10- Positionen, die im aktuellen Projekt gerechnet
wurden, übernommen werden. Dies geschieht durch Drücken der F5- Taste in der Spalte
Beschreibung und durch Auswahl der gewünschten Durchlaufträgerposition und dort
wiederum durch Auswahl des gewünschten Auflagers.

Einwirkungsgruppen
Nur aktiv bei DIN 1045-1, EN1992 und ÖNorm
Um eine Last einer definierten Einwirkungsgruppe zuzuordnen, ist in der Spalte EWGrp die
entsprechende Gruppennummer einzutragen. Über die Funktionstaste <F5> kann eine
Tabelle mit vorgegebenen Einwirkungsgruppen zur Auswahl angezeigt werden. Hier wählen
Sie einen Eintrag aus und klicken auf OK.
Hinweis: Die Einwirkungsgruppen beziehen sich ausschließlich auf die veränderlichen
Lastanteile.

Psi0 bis Psi2 sind die Kombinationsbeiwerte.


Gamma Teilsicherheitsbeiwert
Für den Nachweis der Tragfähigkeit werden die Lasten mit dem
Teilsicherheitsfaktor Gamma multipliziert:
GammaG für den ständigen Anteil,
GammaQ für den veränderlichen Anteil der Last und
Das Material wird über einen materialspezifischen Beiwert (GammaM)
berücksichtigt.
Art N steht für normale Einwirkungen, A für außergewöhnliche Einwirkungen.
Für die Nachweise der Gebrauchstauglichkeit wird Gamma=1,0 gesetzt.

B5 - Stahlbetonstütze 29
Lastgruppen
Die Lastgruppeneinteilung hat nur Auswirkungen auf p-Lasten.
g-Lasten werden grundsätzlich immer berücksichtigt.
Lasten aus einer Einwirkungsgruppe können mit Hilfe von Zusammengehörigkeitsgruppen
als „immer gemeinsam wirkend“ zusammengefasst werden.
Außerdem können Lasten oder Lastgruppen als sich gegenseitig ausschließend (alternativ)
gesetzt werden.
Dieses Verfahren entspricht dem herkömmlichen Überlagerungslastfall.
Hinweis: bei sich wiedersprechenden Eingaben in den Feldern
Zusammengehörigkeitsgruppe und Alternativgruppe haben die Eingaben in der
Zusammengehörigkeitsgruppe Priorität.

Beispiel für Einwirkungs- und Lastgruppen innerhalb einer Position

Die Lasten 1 und 2 werden der Einwirkungsgruppe 1 zugeordnet.


Entsprechend werden Last 3 und 4 der Einwirkungsgruppe 2 zugeordnet.
Last 1 und Last 2 seien Windlasten in die eine Richtung, die immer zusammen wirken.
Last 3 und Last 4 seien Windlasten in die andere Richtung.
Da der Wind nur entweder in die eine oder in die andere Richtung wirken kann, werden die
beiden Zusammengruppen 1 und 2 der Alternativgruppe 1 zugeordnet.
Dies bewirkt, dass entweder die Zusammengruppe 1 oder 2 oder keine von beiden
berücksichtigt wird, je nachdem, ob die Lasten für die Bemessung maßgebend werden oder
nicht.

Dauerhaftigkeit und Gebrauchstauglichkeit


Erläuterungen zu Dauerhaftigkeitsanforderungen, Expositionsklassen, Kriechzahl und
Schwindmaß finden Sie im Dokument „Dauerhaftigkeit - Kriechzahl und Schwindmaß.pdf“.

30 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Brandschutznachweis
Der Brandschutznachweis ist als Zusatzoption zum Programm B5 erhältlich (siehe auch
Preisliste).

Allgemeines
Das Programm B5 führt optional einen Brandschutznachweis. Dabei stehen sowohl ein
tabellarisches Verfahren als auch ein Verfahren analog DIN EN 1992-1-2 Anhang B3 zur
Verfügung. Soll ein Brandschutznachweis geführt werden, so ist es erforderlich, im
Brandschutzdialog des Programms ein Verfahren und eine Feuerwiderstandsklasse zu
wählen.

Der Brandschutzdialog
Der Brandschutzdialog kann in der
Hauptauswahl (Register „Eingabe“)
aufgerufen werden.

Nach Aufruf der Option „Brandschutz“ öffnet sich der Dialog mit den Brandschutzoptionen.
In Abhängigkeit des gewählten Stützentyps (Pendelstütze / Kragstütze) lässt sich ein
Berechnungsverfahren sowie eine passende Feuerwiderstandsklasse wählen. Die Wahl
des Verfahrens steuert sowohl den Berechnungsablauf als auch den Umfang der
Ausgabe.
Bei Auswahl von „kein Nachweis“ wird der Brandschutznachweis weder geführt noch
ausgegeben.

B5 - Stahlbetonstütze 31
Brandschutzoptionen
Tabellarische Berechnungsverfahren (Pendelstütze)
Die tabellarischen Nachweisverfahren
- tabellarisch [DIN 4102-4 Tabelle 31]
- tabellarisch [MLTB 02-2007 Anlage 3.1/10]
sind auf den Stützentyp „Pendelstütze“ begrenzt.
Der Unterschied zwischen den beiden tabellarischen Verfahren besteht darin, dass die
erforderliche Ausnutzung für das Erreichen der gewählten Feuerwiderstandsklasse
entweder für Tabelle 31 aus DIN 4102-4 oder für die Tabelle aus der MLTB 02-2007
Anlage 3.1/10 ermittelt wird. Die ermittelte Ausnutzung ergibt sich in Abhängigkeit der
gewählten Stützenabmessungen und der gewählten Feuerwiderstandsklasse. Bei Auswahl
des Verfahrens nach MLTB wird die erforderliche Ausnutzung zusätzlich in Abhängigkeit
der Stützenlänge interpoliert. Bestätigen Sie mit „OK“, so wird entsprechend dem
gewählten tab. Verfahren die erforderliche Ausnutzung in die Haupteingabeoberfläche
übernommen und bei der Berechnung die erforderliche Menge Stahl ermittelt, welche zur
gewünschten Ausnutzung und damit zum Erreichen der gewählten
Feuerwiderstandsklasse führt.

Tabelle 31 DIN 4102-4 Feuerwiderstandsklasse


Mindestquerschnittsabmessungen
unbekleideter Stahlbetonstützen
mehrseitige Brandbeanspruchung F30-A F60-A F90-A F120-A F180-A
bei:

Nfi,d,t 150 150 180 200 240


α1 = ⋅ α * = 0,3 1) 1) 1)
NRd 40 50

Nfi,d,t 150 180 210 250 320


α1 = ⋅ α * = 0,7 1) 1) 1)
NRd 40 50

Nfi,d,t 150 200 240 280 360


α1 = ⋅ α * = 10
, 1) 1) 1)
NRd 40 50
1)
Mindestwerte nach DIN 1045

MLTB 02-2006 Anlage 3.1/10 Feuerwiderstandsklasse


Mindestquerschnittsabmessungen
unbekleideter Stahlbetonstützen
mehrseitige Brandbeanspruchung R30 R60 R90 R120 R180
bei:

Nfi,d,t 120 120 180 240 290


α1 = = 0,2
NRd 34 34 37 34 40

Nfi,d,t 120 180 270 300 400


α1 = = 0,5
NRd 34 37 34 40 46

Nfi,d,t 120 250 320 360 490


α1 = = 0,7
NRd 34 37 40 46 40

Hinweis: Zur Ermittlung der nach Stützenlänge interpolierten Werte kann auch das
Programm BX verwendet werden.

32 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


MLTB 02-2007 Anlage 3.1/10 Feuerwiderstandsklasse
(geändert)
Mindestquerschnittsabmessungen
unbekleideter Stahlbetonstützen R30 R60 R90 R120 R180
mehrseitige Brandbeanspruchung
bei:

Nfi,d,t 120 120 150 180 240


α1 = = 0,2 min lcol
NRd 34 34 34 37 34

Nfi,d,t 120 120 180 240 290


α1 = = 0,2 max lcol
NRd 34 34 37 34 40

Nfi,d,t 120 160 200 260 350


α1 = = 0,5 min lcol
NRd 34 34 34 46 40

Nfi,d,t 120 180 270 300 400


α1 = = 0,5 max lcol
NRd 34 37 34 40 46

Nfi,d,t 120 190 250 320 440


α1 = = 0,7 min lcol
NRd 34 34 37 40 46

Nfi,d,t 120 250 320 360 490


α1 = = 0,7 max lcol
NRd 34 37 40 46 46

Mindestquerschnittsabmessungen
unbekleideter Stahlbetonstützen
einseitige Brandbeanspruchung
bei:

Nfi,d,t 120 120 190 200 220


α1 = = 0,7 max lcol
NRd 34 34 34 34 37

Für die Stützenlänge gilt bei:


Rechteck-Querschnitt: max lcol = 6m und min lcol = 2 m
Kreisquerschnitt: max lcol = 5 m und min lcol = 1,70 m

Alle drei Tabellen sind bei ausgesteiften Gebäuden anwendbar, sofern die Stützenenden –
wie in der Praxis üblich – rotationsbehindert gelagert sind.

Stahlbetonstützen nach 1045-1 mit 4102-4 und 4104-4/A1 und 4102-22


Ausnutzungsfaktor:

d i
α 1 = Nf i,d,t / NRd ⋅ α * = ηf i ⋅ α * DIN 4102-22 (7.1)

Bemessungswert der vorhandenen Längskraft im Brandfall:


Nfi,d,t = Σ10
, ⋅ NGk,i + ϕ11
, ⋅ NQk,1 + Σ10
, ⋅ ϕ 2,j ⋅ NQk,j DIN 1055-100 (8.1)

Bemessungswert der Tragfähigkeit:


NRd DIN 1045-1

B5 - Stahlbetonstütze 33
In Abhängigkeit der Betongüte und des Bewehrungsgrades ermittelt das Programm analog
zu Bild 15a der DIN 4102-22 den Faktor  * . Aus diesem Faktor, dem Bemessungswert der
vorhandenen Längskraft im Brandfall sowie dem Bemessungswert der Tragfähigkeit wird mit
Hilfe der Gleichung 7.1 aus der DIN 4102-22 der neue Ausnutzungsfaktor  1 ermittelt. Somit
wird die Bemessung der Stützen nach DIN 1045-1 auf das Niveau der Bemessung nach DIN
1045 7.88 zurückgeführt:

Ist der Ausnutzungsfaktor α 1 = α * ⋅


LMN OP > 10,
f i,d,t
bzw. α 1 =
Nfi,d,t
> 0,7 , so muss der
NN Q
Rd NRd
Bewehrungsgrad erhöht werden, bis die Ausnutzung unter 100% liegt. Wenn der
Bewehrungsgrad mit 9% sein Maximum erreicht hat, können die Querschnittsabmessungen
vergrößert werden oder ggf. andere konstruktive Maßnahmen getroffen werden, um die
Einordnung in eine Feuerwiderstandsklasse zu ermöglichen.

In speziellen Fällen bei äußerst schwach bewehrten Stützen ist die Stütze als unbewehrt
anzusehen. Rechnerisch sinkt der Tragwiderstand NRd dann sehr stark ab und es kommt zu
einer vielfachen Ausnutzung  1. In solchen Fällen ist es empfehlenswert, konstruktive
Bewehrung vorzugeben, beispielsweise 412 = 4,52 cm².

Vorgehensweise
Prüfen Sie, ob in dem fraglichen Bundesland noch die Tabelle 31 aus DIN 4102-4 oder
schon die neuere Tabelle aus der Musterliste der Technischen Baubestimmungen zu nutzen
ist.
Rufen Sie zunächst den Dialog „Brandschutz“ auf und wählen Sie, welche Tabelle Sie
nutzen wollen.

Je nach gewählter Option, wird eines der folgenden Eingabefelder angezeigt:

„ 1 ="  Tabelle 31 DIN 4102-4 „ 1n ="  Tabelle aus Musterliste der Technischen
Baubestimmungen 02/06 Anl. 3.1/10.
Nach Berechnung der Stütze wird die zugehörige Ausnutzung angezeigt (vorh.1/1n).
Unter erf. 1/1n können Sie die gewünschte Ausnutzung vorgeben.
Wenn Sie eine Ausnutzung vorgeben, wird die erforderliche Bewehrungsmenge so lange
iteriert, bis die gewünschte Ausnutzung erreicht ist. Wird keine Ausnutzung vorgegeben, wird
vom Programm die Ausnutzung für die vorgegebene Bewehrung bzw. die Bewehrung aus
Kaltbemessung ermittelt.

Anmerkung: In speziellen Fällen kann es vorkommen, dass das Programm nicht in der Lage
ist, mit hinreichend wenigen Iterationsschritten und annehmbarem Zeitaufwand
die richtige Menge Stahl zu finden. Dies erkennt man daran, dass nach der
Berechnung „erf. 1 " nicht vorh. 1 entspricht. In diesem Fall tragen Sie in dem
Eingabefeld bei erf.  1 wieder „0" ein und geben direkt die erforderliche Menge
Stahl für den Brandschutz ein:

34 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Im Ausdruck stehen grundsätzlich Ausnutzungen für beide Tabellen:

Der Bemessungswert des Tragwiderstandes gegen Normalkraft im kalten Zustand NRd


entspricht ungefähr der Einwirkenden Normalkraft NEd der entsprechenden Lastkombination.
Wird dem Programm mehr Betonstahl vorgegeben, als statisch erforderlich ist, so steigt der
Tragwiderstand an. Um diesen Tragwiderstand NRd zu finden, werden die Schnittgrößen im
Nachlauf der Stützenberechnung linear vergrößert. Es gilt:
NEd NRd N
= → NRd = MRd ⋅ Ed
MEd MRd MEd
NEd und MEd sind aus der maßgebenden Lastkombination bekannt. MRd wird solange iteriert,
bis sich ein Wert NRd aus einer Querschnittsbemessung ergibt, dessen Menge Betonstahl
zur vorgegebenen Menge Betonstahl passt.

Anmerkung: Jede Lastkombination wird grundsätzlich programmintern sowohl mit 1,0-


facher ständiger günstig wirkender Normalkraft aus ständigen Lasten gerechnet als auch
mit 1,35-facher ständiger ungünstig wirkender Normalkraft. Es kann durchaus vorkommen,
dass die maßgebende Menge Betonstahl im kalten Zustand mit günstig wirkender
Normalkraft entsteht, für den Brandschutz jedoch ein Teilsicherheitsbeiwert von 1,35 für
den ständigen Anteil der Normalkraft im Bemessungswert der Normalkraft NEd maßgebend
wird, wenn es darum geht, mit Hilfe von NEd den Wert NRd zu finden.

B5 - Stahlbetonstütze 35
Heißbemessung

DIN EN 1992-1-2:2004 mit Diagramm


Berechnungsgrundlagen
Für die Stützentypen „Pendelstütze“ und „Kragstütze“ steht ein vereinfachter
Brandschutznachweis nach DIN EN 1992-1-2 Anhang B3 zur Verfügung, welcher um
thermische Dehnungen erweitert wurde. Es können Feuerwiderstandsklassen R30 bis R180
für Kreis- und Rechteckquerschnitte gewählt werden. Die Brandbeanspruchung beschränkt
sich auf 4-seitigen Brandangriff, Putze und umschnürte Druckglieder werden nicht
unterstützt.

Verwendete Temperaturprofile
Aus DIN EN 1992-1-2 Anhang A: Kreisquerschnitte R30, R60, R90, R120
Rechteckquerschnitte R30, R60, R90, R120

Eigene FEM-Lösung Kreisquerschnitte R180


o
Bulletin d´Information N 145 Rechteckquerschnitte R180

Die Temperaturen wurden mit folgenden Annahmen erzeugt:


- Vierseitiger Brandangriff
- Spezifische Wärme nach DIN EN 1992-1-2 3.3.2
- Feuchtigkeit 1.5 %
- Thermische Leitfähigkeit λc nach DIN EN 1992-1-2 3.3.3 mit unterem Grenzwert
- Wärmeübergangskoeffizient für Konvektion αc=25 W/m²K
- Kreisquerschnitt mit Durchmesser 30 cm
- Quadratquerschnitt mit Breite 30 cm

Weicht der Querschnitt von den Abmessungen des Temperaturprofils ab, so gilt die
Annahme, dass die einzelnen Isothermen immer noch den gleichen Abstand zum
Außenrand des Querschnitts haben. Für hochfesten Beton ist nach „Berechnungsgrundlagen
für das Brandverhalten von Druckgliedern aus hochfestem Beton, Dr. Nause, Dissertation
T.U. Braunschweig 2005“ die Annahme der Kennwerte für normalfesten Beton
gerechtfertigt.

DIN EN 1992-1-2:2010 mit FEM


Berechnungsgrundlagen
Anfang 2011 wurde der nationale Anhang (NA) zum EN 1992-1-2 veröffentlicht. Dort ist
festgelegt, dass bei der Heißbemessung zur Berechnung der Bauteiltemperaturen und der
Tragfähigkeit im Brandfall allgemeine Rechenverfahren angewendet werden dürfen. Deshalb
wurde ein solches Verfahren in das Programm implementiert. Die Temperaturermittlung
erfolgt dabei über das Programm „TA - Temperaturanalyse im Querschnitt“, das die exakte
Temperaturverteilung für Rechteck- und Kreisquerschnitte mit beliebigen
Querschnittsabmessungen berechnet. Die thermischen Dehnungen finden dabei zusätzliche
Berücksichtigung.
Zur Ermittlung der inneren Schnittkräfte des Betons wird der Betonquerschnitt in Elemente
mit der Kantenlänge 1 cm aufgeteilt.
Die inneren Schnittkräfte des Betonstahles ergeben sich entsprechend der Temperatur in
den Bewehrungspunkten.
Gegenüber dem bisher verwendeten Verfahren mit Temperaturprofilen ist diese
Berechnungsmethode im Hinblick auf die Randbedingungen deutlich flexibler.

36 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Allgemein
Es besteht die Möglichkeit, mit einem Häkchen
zu definieren, ob zwischen der Kaltbemessung
und der Heißbemessung, falls gewählt, der Dialog der Bewehrungsführung aufgerufen
werden soll. Dieser Dialog ist für den Brandschutznachweis von entscheidender Bedeutung.
Lesen Sie dazu mehr im Kapitel „Bewehrungsführung“.
Für die Heißbemessung wird neben der Konvergenz der Iteration auch das Erreichen eines
Grenzwertes des Verzweigungslastfaktors „Eta ki“ als Kriterium für das Berechnungsende
der Brandschutzbemessung eingeführt. Dieser Grenzwert kann vom Anwender in einem
Bereich zwischen 1,1 und 1,5 gesetzt werden. Wird der Eigenwert der Stütze kleiner als der
hier eingestellte Grenzwert, so wird die Berechnung beendet und es ergibt sich eine auf der
sicheren Seite liegende Bewehrung.

Verfahren der Steifigkeitsermittlung


Bei der Steifigkeitsermittlung kommt ein Berechnungsverfahren nach DIN EN 1992-1-2
Anhang B3 zum Einsatz, welches um die Berücksichtigung der thermischen Dehnungen
entsprechend „Vereinfachte Berechnung von Stahlbetonstützen unter Brandbeanspruchung,
BETON- UND STAHLBETONBAU 02-2008, Prof. i. R. Dr.-Ing. Ulrich Quast, Dr.-Ing.
Ekkehard Richter“, erweitert worden ist.
Es wird der Dehnungszustand gesucht, bei dem die inneren und äußeren Schnittkräfte
miteinander im Gleichgewicht stehen. Die effektive Steifigkeit ergibt sich daraus zu:
Mz ◊ h My ◊ h
eff.EIz = und eff.EIy =
(e1 - e2 ) (e1 - e2 )
Die Spannungserzeugende Dehnung ergibt sich aus der thermischen Dehnung und aus der
Dehnung infolge Biegung zu:
e s = eb - e th
Zur Ermittlung der inneren Schnittkräfte des Betons wird der Betonquerschnitt in Elemente
mit der Kantenlänge 1 cm aufgeteilt. Die inneren Schnittkräfte des Elementes ergeben sich
mit den der mittleren Elementtemperatur entsprechenden Spannungsdehnungslinien nach
DIN EN 1992-1-2 Bild 3.1 und DIN EN 1992-1-2 Tabelle 3.1. Dabei können ggf. auch
kalksteinhaltige Zuschläge berücksichtigt werden. Die thermische Dehnung ergibt sich
entsprechend DIN EN 1992-1-2 Bild 3.5.
Die kalksteinhaltigen Zuschläge können genauso wie „Betonstahl warmgewalzt“ über den
Materialauswahldialog gewählt werden.
Die inneren Schnittkräfte des Betonstahles ergeben sich entsprechend der Temperatur in
den Bewehrungspunkten nach DIN EN 1992-1-2 Bild 3.3 und DIN EN 1992-1-2 Tabelle 3.2.
Dabei kann ggf. das günstigere Verhalten von warm gewalztem Stahl berücksichtigt werden.
Nach „Bauforschungsbericht T3146“ bedarf Stahl der Klasse X einer experimentellen
Absicherung und wird z. Zt. nicht berücksichtigt. Die thermische Dehnung ergibt sich
entsprechend DIN EN 1992-1-2 Bild 3.8. Für hochfeste Betone werden nach Empfehlung in
„Bauforschungsbericht T3146“ Spannungsdehnungslinien aus „Berechnungsgrundlagen für
das Brandverhalten von Druckgliedern aus hochfestem Beton, Dr. Nause, Dissertation T.U.
Braunschweig 2005“ Tabelle 8 verwendet. Die thermischen Dehnungen ergeben sich aus
dieser Dissertation nach Bild 37.

B5 - Stahlbetonstütze 37
Im Dialog Materialauswahl sollten die Optionen
- „Betonzuschlag kalkhaltig“ bzw.
- „Betonstahl warmgewalzt“
nur dann gewählt werden, wenn die entsprechende Bauausführung sichergestellt ist.
Ansonsten ist es sinnvoll, die Voreinstellungen beizubehalten.
(Der Aufruf des Materialdialoges erfolgt mit dem Button rechts neben
der Materialauswahlliste – siehe Bild).

Verfahren der Stützenberechnung


Ebenso wie bei der Kaltbemessung wird die Stütze in mehrere Unterabschnitte unterteilt. Für
diese Unterabschnitte werden die Steifigkeiten nach Zustand II ermittelt und der sich so
ergebende Stabzug wird nach Th. 2.O. berechnet. Der Steifigkeitsberechnung liegen
idealisierte Bewehrungslagen zugrunde.
- Bei 1-achsiger Beanspruchung wird die Bewehrung auf den gegenüberliegenden Seiten
zusammengefasst bzw. auf dem Umfang verteilt.
- Bei 2-achsiger Beanspruchung wird die Bewehrung je Ecke in einem Punkt
zusammengefasst bzw. auf dem Umfang verteilt.
Die Berechnung erfolgt iterativ. Der Nachweis wird für die ständige und vorübergehende als
auch für die außergewöhnliche Bemessungssituation und für Erdbeben geführt.
Hinweis: Erdbebenlasten werden nur bei der Ermittlung der Schnittgrößen berücksichtigt.
Weitere Erfordernisse sind zusätzlich vom Anwender zu berücksichtigen (der
Teilsicherheitsbeiwert auf der Materialseite entspricht der Kombination im
Grezzustand der Tragfähigkeit).
Der Heißbemessung liegt die häufige Bemessungssituation zugrunde. Der Ablauf der
Heißbemessung entspricht weitgehend dem Ablauf der Kaltbemessung. Allerdings hat die
Bewehrungsverteilung, d.h. die exakte Lagebeschreibung der vorhandenen
Längsbewehrung einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis, da die Bewehrung im
Bereich der heißen Randzone liegt. Die Festigkeiten der Stähle reduzieren sich
entsprechend DIN EN 1992-1-2 Tabelle 3.2 um 10 bis 80%. Dementsprechend verringern
sich die Steifigkeiten der Stababschnitte.

Querschnittsbetrachtungen z.B. mit Hilfe der Temperaturprofile entsprechend Bild A11 bis
A14 EN 1992-1-2:2004 zeigen deutlich, dass eine Bewehrung, die mit einem Stab in den
Ecken konzentriert wird, eine wesentlich ungünstigere Temperaturbeanspruchung hat, als
eine Bewehrung aus drei bis fünf Stäben je Ecke bzw. je Seite.
Für den Tragsicherheitsnachweis (kalt) wird oft eine möglichst kleine Betondeckung
gewählt. Für die Heißbemessung ist es häufig sinnvoll diese zu vergrößern.
Das Programm stellt unterschiedliche Bewehrungsvorlagen zur Verfügung. Zusammen mit
dem gewählten Vorzugsdurchmesser ergibt sich die vorhandene Bewehrung, mit welcher
der Nachweis geführt wird. Das Programm überprüft, ob die Vorgabewerte der
Schwerpunktslage der Bewehrung für die ‚kalte’ Bemessung mit der gewählten Bewehrung
übereinstimmen und bietet Korrekturmöglichkeiten an.
Wenn mit dieser vorgewählten Bewehrung kein Gleichgewichtszustand gefunden wird, dann
wird innerhalb der Iteration der Querschnitt des Einzelstabes vergrößert. Die Lage des
Einzelstabes wird jedoch nicht verändert. In einem solchen Fall ist eine Nachbearbeitung der
Bewehrung mit anschließendem neuen Rechenlauf erforderlich.

38 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Begrifflichkeiten im Programm B5 betreffend Brandschutznachweis analog
DIN EN 1992-1-2
Im Programm werden folgende Begrifflichkeiten in Verbindung mit Kaltbemessung und
Heißbemessung verwendet:
Kaltbemessung
„erf. As“ ist die erforderliche Menge Stahl aus der Kaltbemessung nach Theorie
erster Ordnung, falls kein Stabilitätsnachweis erforderlich ist. Ansonsten
entspricht dieser Wert der erforderlichen Menge Stahl aus der Berechnung
nach Theorie zweiter Ordnung. Bei Aktivierung tabellarischer
Berechnungsverfahren für den Brandschutz kann sich dieser Wert auch aus
der vorgegebenen Ausnutzung im Brandfall ergeben.
„vorg. As“ ist die vorgegebene Menge Stahl für die Kaltbemessung. Es handelt sich um
einen pauschalen Wert für den ganzen Stützenquerschnitt. Diese Menge
Stahl wird auf die Schwerpunktslagen der Bewehrung für die Kaltbemessung
verteilt. Falls die Stütze nach Theorie zweiter Ordnung berechnet wurde, ist
erf. As ≥ vorg. As, da das vorgegebene As in die Steifigkeitsberechnung
eingeht.
vorh. As“ ist die Menge Stahl, die sich für die Kaltbemessung aus der Definition der
Bewehrung in den Dialogen „Bewehrungsführung“ und „im Schnitt verlegen“
ergibt. Dabei werden die für Kaltbemessung relevanten Stäbe berücksichtigt.
Konstruktive Eisen gehen hier nicht ein.
Heißbemessung
„erf. As,f“ ist die erforderliche Menge Stahl im Brandfall. Sie ist immer mindestens so
hoch, wie die vorhandene Bewehrung „vorh. As“ (s. unten). Falls diese
vorhandene Bewehrung für die Heißbemessung nicht ausreicht, kann erf.
As,f größer als vorh. As sein.
„vorh. As,f“ ist die Menge Stahl, die sich durch die genaue Definition der einzelnen
Bewehrungsstäbe in den Dialogen „Bewehrungsführung“ und „im Schnitt
verlegen“ ergeben. Diese Menge Stahl geht mit der genauen Lage und
Querschnittsfläche in die Heißbemessung ein. Dabei werden auch
konstruktive Zwischenstäbe berücksichtigt.

B5 - Stahlbetonstütze 39
Ablauf der Bemessung mit Brandschutznachweis analog DIN EN 1992-1-2
Erforderlich für den Brandschutznachweis sind,
- dass Verfahren und Feuerwiderstandsklasse im Brandschutzdialog gewählt wurden
- dass im Dialog Bewehrungsführung eine Bewehrung definiert wurde

Brandschutzdialog

Temperaturzuschlag
Hier besteht die Möglichkeit, die
Temperatur an jedem Punkt im
brandbeanspruchten Querschnitt
pauschal zu erhöhen.

Bewehrungsführungsdialog
Option: „vor der Heißbemessung die
Bewehrungsführung aufrufen“.
Für das Gelingen des
Brandschutznachweises ist die exakte
Definition der zu verwendenden
„vorhandenen Bewehrung“ erforderlich.
Siehe hierzu Kapitel
„Bewehrungsführung“.

Spezielle Einstellungen für


Pendelstützen
Pendelstützen können bei der
Heißbemessung als im Brandfall
eingespannt definiert werden. Diese
Situation kann sich dadurch ergeben,
dass sich eine Stahlbetonstütze im
Brandfall außen stärker ausdehnt als
innen und sich dadurch in Decke und
Fußboden einspannt. Für die
Einspannung können Werte „-1“ für
starr, „0“ für gelenkig und positive
Werte für Drehfedern definiert werden.

40 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Bewehrungsführung
Automatisch
Die Bewehrungszeichnung wird in Abhängigkeit von der errechneten erforderlichen
Bewehrung aktualisiert. Dabei werden evtl. unter Dauerhaftigkeit gewählte Stabdurchmesser
für Längsbewehrung und Bügel berücksichtigt.
Achtung: Bei bemessungsrelevanten Änderungen in der Eingabe und anschließender
Neuberechnung wird das Bewehrungsbild nicht automatisch angepasst. Die
Anpassung erfolgt durch die hier beschriebene Funktion.
Einstellungen, die im Dialog „Bewehrung im Schnitt verlegen" vorgenommen wurden,
werden durch diese Funktion überschrieben

Mit Voreinstellungen
Bei Aufruf dieser Option öffnet sich der Bewehrungsführungsdialog.

Bei über den Umfang verteilter Bewehrung - siehe „Bewehrungslage“ - werden


andere Schaltflächen als bei in den Ecken konzentrierter Bewehrung angeboten.
- Mit der obersten Schaltfläche kann eine über den Umfang verteilte Bewehrung
unter Berücksichtigung konstruktiver Regeln generiert werden.
- Mit der zweiten Schaltfläche kann eine über den Umfang verteilte Bewehrung
ganz gleichmäßig generiert werden, ohne konstruktive Regeln irgendwelcher Art
zu berücksichtigen.
- Mit der dritten Schaltfläche (f-Button) kann die Bewehrung frei definiert werden -
der Dialog „Bewehrung im Schnitt verlegen" wird dazu aufgerufen.

B5 - Stahlbetonstütze 41
Nr.:
Da derzeit die Bewehrungsführung nur für eingeschossige Stützen verfügbar ist, ist dieses
Eingabefeld noch ohne Funktion.

Dicke dp
Hier kann die Dicke der am Kopf der Stütze liegenden Decke eingegeben werden. Diese
Eingabe hat Auswirkungen auf die Verankerung der Längsstäbe am oberen Ende der Stütze.

Höhe
Hier kann eine von der Systemlänge abweichende Geschosshöhe eingegeben werden.
Diese Eingabe hat keinen Einfluss auf die Stützenberechnung. Für diese ist die bei Eingabe
der Stütze definierte Systemlänge maßgebend.

RFB
Die Eingabe im Feld „RFB“ für „Rohfußboden“ definiert die Höhe eines Unterzuges in y-
Richtung am Fuß der Stütze. Diese hat nur Einfluss auf die Darstellung in der Grafik.

Abstand Stützenkante - Deckenkante


Hier kann die an die Stütze angrenzende Länge der Deckenplatte auf den einzelnen Seiten
der Stütze definiert werden. Diese Einstellung hat lediglich Einfluss auf die Darstellung in der
Grafik.

Unterzug Ric z, Unterzug Ric y


Hier können am Kopf der Stütze verlaufende Unterzüge eingegeben werden. Die Geometrie
dieser Unterzüge wird bei der Verankerung der Längsstäbe am oberen Stützenende
berücksichtigt.

Stütze oberhalb der Decke


Hier kann eine oberhalb der Decke weitergehende Stütze definiert werden. Diese
weitergehende Stütze kann dann für die Verankerung der Längsbewehrung herangezogen
werden.

Bewehrung
An dieser Stelle können Stabdurchmesser für Längsbewehrung und Bügel gewählt werden.
Hinweis: Eine Änderung dieser Werte führt dazu, dass die Bewehrung verworfen und
entsprechend der gewählten Einstellungen neu generiert wird.
Die Definition von Matten ist derzeit noch deaktiviert.

Konstruktive Zulagen
Hier kann ein Stabdurchmesser für die konstruktiven Zulagen ausgewählt werden. Diese
konstruktiven Zulagen werden dann eingebaut, wenn nach der Norm die zulässigen
Stababstände aufgrund der Stützengeometrie nicht mehr eingehalten werden.

Betondeckung und Stahlmenge


Mit der Eingabe der Betondeckung wird die Lage der Bewehrung gesteuert. Aus
Betondeckung, Bügeldurchmesser und Durchmesser der Längsstäbe ergeben sich die
Bewehrungslagen der einzelnen Stäbe.
Die hier eingegebene Betondeckung wird überprüft.

42 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Aufgrund der Überprüfung können folgende Meldungen angezeigt werden:

Das Nennmaß der Betondeckung des


Bügels ist größer als die eingegebene
Betondeckung

Das Nennmaß der Betondeckung des


Längseisens abzüglich
Bügeldurchmesser ist größer als die
eingegebene Betondeckung.

Das Eisen ganz in der Ecke der Stütze


liegt jetzt weiter innen als die
Schwerpunktslage der Bewehrung,
welche vorne in der Eingabeoberfläche
definiert wurde.

Bei großen Längseisendurchmesser


wird der Bügeldurchmesser begrenzt.

Weiterhin wird hier dargestellt, welche Bewehrungsmengen aktuell der Kaltbemessung und
welche der Heißbemessung zugeordnet sind.
- Kaltbemessung erf. As
- Vorgegebene Bewehrung aus der Eingabeoberfläche vorg. As

- Heißbemessung erf. As,fi


- Vorhandene Bewehrung aus Bewehrungsführung vorh. As

Verankerung der Längsbewehrung


Hier kann gewählt werden, auf welche Art und Weise die Verankerung der Längsbewehrung
erfolgen soll.
- alle in Decke endend:
mit dieser Einstellung enden die Stäbe gerade in der Decke
- alle in Stütze oberhalb:
mit dieser Einstellung werden die Eisen in einer Stütze oberhalb der Decke
weitergeführt. Die Länge des Überstandes wird über die Option „im Schnitt verlegen"
festgelegt. Eine Verkröpfung der Stäbe ist nicht möglich.
- definiert über Schnittverlegung:
mit dieser Einstellung wird an die Eisen am oberen Ende ein Eckwinkel angefügt.
Die Länge des Winkels und welche Stäbe mit einem Eckwinkel versehen werden,
wird über die Option „im Schnitt verlegen" festgelegt.

B5 - Stahlbetonstütze 43
Bewehrungsanordnung
Bewehrung im Schnitt verlegen
An dieser Stelle besteht die Möglichkeit, den Dialog „Im
Schnitt verlegen“ aufzurufen. Hier können Sie die
Stabdurchmesser, die Lage der Stäbe sowie die
Stabverankerung ändern.

markierte Bewehrungslage übernehmen


Falls sich aus der gewählten Bewehrungsanordnung eine Schwerpunktslage der
Bewehrung ergibt, welche größer als die vorgegebene Schwerpunktslage der Bewehrung
ist, so wird diese zur Übernahme angeboten. Die Option sowie zugehörige
Bewehrungslagen sind in diesem Fall rot dargestellt.

vorh. d1/b1 übernehmen in vorg. d1/b1


Soll die vorhandene Schwerpunktslage der Bewehrung für die kalte Bemessung
übernommen werden, obwohl sie kleiner ist, als die vorgegebene Bewehrung, so besteht
die Möglichkeit, die Schaltfläche „vorh. d1/b1 übernehmen in vorg. d1/b1“ anzuwählen.

Bemessungsergebnis verwerfen
Die erzeugte Bewehrung wird verworfen. Die Bewehrung kann anschließend wieder frei
konstruiert werden.

Schaltflächen für Bewehrungsvorschläge


Über die Schaltflächen links neben dem Grafikfenster, ist eine Anordnung der Bewehrung
wählbar.
Wurde bereits eine erforderliche Bewehrung ermittelt, sind bei gewähltem
Längsdurchmesser nur diejenigen Bewehrungsanordnungen verfügbar, welche die
erforderliche Bewehrung abdecken.
Durch die Option „Bemessungsergebnis verwerfen“ können alle Schaltflächen wieder
freigeschaltet werden. Die Berechnung muss anschließend jedoch neu durchgeführt werden.

Wurde die Bewehrung über den Dialog „Im Schnitt verlegen“ bearbeitet, wird bei der
Bewehrungsführung die Option „frei definierte Bewehrungsverteilung“ aktiviert. Bei
Umschaltung auf eine andere Bewehrungsanordnung wird die Bewehrung aus dem Dialog
„Im Schnitt Verlegen“ verworfen und neu generiert.

44 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Im Schnitt verlegen
Hier können Sie die Stabdurchmesser, die
Lage der Stäbe sowie die
Stabverankerung ändern.
Die Lage der Stäbe wird über Kennziffern
definiert.
Dabei steht
0 für die Ecke (Lage kann nicht geändert
werden),
1 für ecknahe Stäbe in horizontaler
Richtung,
2 für ecknahe Stäbe in vertikaler
Richtung,
3 für Stäbe in oder nahe der Seitenmitte
in horizontaler Richtung und
4 für Stäbe in oder nahe der Seitenmitte
in vertikaler Richtung.

Bei der Einstellung „in den Ecken


konzentriert" können die erzeugten Stäbe
in den Lagen 1-4 über die Pfeiltasten
verschoben werden. Dabei bezieht sich
die Richtung der Verschiebung immer auf
die Stäbe in der rechten oberen Ecke des
Schnitts. Über die Option „Schrittweite"
kann die Schrittweite definiert werden, um
die der Stab bei einem Klick auf den Pfeil verschoben wird.

Diese Modifikationsmöglichkeit gibt es bei der Einstellung „über den Umfang verteilt"
- siehe hierzu „Bewehrungslage“ - nicht.
Ist eine über den Umfang verteilte Bewehrung gewählt, so besteht auch die Möglichkeit, die
Bewehrung nach verschiedenen Kriterien generieren zu lassen. Im Dialogabschnitt
„umfangsverteilte Bewehrung“ bedeutet die linke Schaltfläche, dass die Bewehrung auf den
Umfang verteilt wird, ohne dass konstruktive Regeln irgendwelcher Art beachtet werden. Die
rechte Befehlsschaltfläche generiert auch Bewehrung über den Umfang verteilt, jedoch
werden die konstruktiven Regeln hier beachtet. Weiterhin lässt sich für beide Methoden
einstellen, ob die Bewehrung ¼ pro Seite oder gleichmäßig über den Umfang verteilt werden
soll.
Die umfangsverteilte Bewehrung ohne konstruktive Regeln kann als Ausgangspunkt für
weitere Bearbeitung der Bewehrung per Hand dienen oder ermöglichen, Stabilitätsprobleme
aus rein akademischer und nicht baupraktischer Sicht zu untersuchen.
Wird eine Verankerung durch Eckwinkel oder Überstand am oberen Stabende gewählt, so
muss noch die Länge des horizontalen Schenkels des Winkels bzw. die Länge des
Überstands definiert werden.

Zwischenbügel:
Auswahl der Formen Rechteck, Rhomus, S-Haken usw.

B5 - Stahlbetonstütze 45
Berechnungsoptionen
Hauptauswahl Berechnungsoptionen

Fertigteil
Wenn die Option Fertigteil aktiviert ist, wird der Teilsicherheitsbeiwert
GammaC für den Beton bei der Bemessung entsprechend DIN 1045-
1 5.3.3 (7) auf 1,35 anstatt 1,5 gesetzt.

Bewehrung auf Umfang verteilt


(bei rechteckigem Querschnitt !)
Sofern Sie bei der Eingabe der Bewehrungslage „Bewehrung auf Umfang verteilt" wählen,
können Sie hier vorab einstellen, ob die Bewehrung mit ¼ As je Seite eingelegt oder
gleichmäßig über den Umfang verteilt werden soll.

Berechnung der Verformung unter Gebrauchslast (nur DIN 1045 (1988))


Wahl zwischen vorgegebenem und benutzerdefiniertem Faktor.

Berechnung der Steifigkeiten für Tragsicherheit


Für kleine Bewehrungsgrade (Mue < 0,8%) werden die so ermittelten Steifigkeiten intern
abgemindert, um der Gefahr des schlagartigen Versagens vorzubeugen.
Mit der Option Mue < 2% eff El = max EIb  ( 0,2 + 15  Mue) kann diese Abminderung
anwendungsspezifisch abgewandelt werden.
Wird die 3. Option (immer eff El = ...) gewählt wird, so wird die Steifigkeit grundsätzlich auf
diesen Wert begrenzt. In der Regel ergibt sich so eine etwas größere Bewehrung.

46 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Stützen nach DIN 1045/1988 Lambda <75
Wahl, ob ungewollte Ausmitte ea bei Berechnung nach Theorie I. Ordnung berücksichtigt
werden soll oder nicht.

Stützen nach DIN 1045-1 Lambda < Lambda crit


- immer Knicksicherheitsnachweis: keine vereinfachte Berechnung mit Mindestmoment
- Berechnung nach 8.6.3.(9) mit Mindestmoment (keine Th. II. Ordnung)

Ausgabe
Ausgabe aller Lastfälle/Lagerreaktionen optional möglich.

Randbedingungen für die Bemessungsalgorythmen


Hier wählen Sie, ob die Querschnittsfläche des Betons brutto oder netto angesetzt werden
soll. Ein Umschalten auf die Nettofläche ist nur für hochfeste Betone ab C60/75 erforderlich
(siehe hierzu auch Heft 525, Seite 147 ff).

Unterelemente
Hier wählen Sie, in wie viele Elemente die Stababschnitte der Stütze unterteilt werden sollen:
Standard: 6
fein: 12
sehr fein: 24
Elemente je Abschnitt.
Eine Verfeinerung der Einteilung ist i.d.R. nur für sehr schlanke Stützen empfehlenswert.
Es sollte gelten:
2  n  d0 < L, wobei n = Anzahl der Unterelemente, d0 = Querschnittsdicke und
L = Abschnittslänge ist.

Eigengewicht
Hier kann für mehrteilige Stützen gewählt werden, ob - wie bisher - das Eigengewicht am
Kopf des einzelnen Stababschnittes angesetzt wird oder ob das Eigengewicht an internen
Zwischenknoten angesetzt wird.

Kriechen
Grundlage für den Kriechansatz ist Heft 220 DAfStb, Abschnitt 4.2.2. Ausgehend von der
Eulerlast wird ein Faktor bestimmt, mit dem die ungewollte Ausmitte vergrößert wird. Zur
Ermittlung der Eulerlast wird abschnittsweise gesetzt:
EIeff = (0,6 + 20  totμ0)  EIb
Die Kriechausmitte ist also vom vorhandenen Bewehrungsgrad abhängig und variiert im
folgenden Iterationsprozess.
DIN 1045-1 legt nur fest, dass Kriechen ggf. zu berücksichtigen ist. Über das wie wird nichts
ausgesagt.
Im Entwurf zum EC2 ist unter 5.8.4 ein besser handhabbarer Ansatz zu finden. Danach wird
Kriechen durch Berechnung einer effektiven Kriechzahl berücksichtigt.
Diese effektive Kriechzahl ergibt sich zu ρeff = ρ0 · Mqs / MEd mit Mqs aus der quasi ständigen
Kombination mit Ansatz von Vorverformungen.

Kriechen für DIN 1045-1:2008 und EN 1992-1


Für diese Normen kann Kriechen optional durch Zusatzausmitte berücksichtigt werden.

B5 - Stahlbetonstütze 47
Rechenoptionen DIN 1045-1
Arbeitslinie nach Bild 22:
- Es ist wahlweise möglich, mit der Arbeitslinie nach Bild 22, DIN 1045-1 zu rechnen.
Die effektiven Steifigkeiten zur Berechnung der Schnittgrößen nach DIN 1045-1 werden
standardmäßig unter Ansatz der Spannungsdehnungslinie nach Bild 23 (Parabel-
Rechteck) ermittelt. Wenn die Option "Arbeitslinie nach Bild 22" gesetzt ist, wird die
Spannungs-Dehnungslinie nach Bild 22 angesetzt. Dabei wird entsprechend 8.6.1 (7)
gesetzt:
fc = fcm/c und
Ec 0   c1
k
 c  fc
Der Ansatz dieser Spannungsdehnungslinie führt im Regelfall zu günstigeren
Bemessungsergebnissen als Bild 23.

Rechenoptionen EN 1992-1
Optionale Einstellung der Spannungs-Dehnungslinie nach Abs. 3.1.5 oder Abs. 3.1.7

48 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Bemessungsvorgaben
Einwirkungsabhängigkeiten - Interpretation der Kombinationsbeiwerte
Gemäß den Erläuterungen zur DIN 1055-100 von Professor Grünberg kann die gegenseitige
Abhängigkeit von Nutzlasten und Verkehrslasten je nach Ursprung der Einwirkung
unterschiedlich interpretiert werden. Diese Interpretationsmöglichkeiten sind im Programm
vom Anwender unter „Bemessungsvorgaben" (Hauptauswahl) wählbar.

Alle Nutz- und Verkehrslasten unabhängig


Alle veränderlichen Lasten werden unter
Berücksichtigung von Leiteinwirkung und -
Faktoren frei miteinander kombiniert. So
werden z.B. auch bei Nutzlasten aus
Wohnräumen und Nutzlasten aus
Büroräumen für die Überlagerung
Kombinationsbeiwerte angesetzt.
Nutzlasten/Verkehrslasten jeweils abhängig
Diese Einstellung bewirkt, dass alle
Nutzlasten und alle Verkehrslasten jeweils
als eine Einwirkung betrachtet werden, das
heißt innerhalb der jeweiligen Klasse
untereinander additiv (ohne
Kombinationsbeiwerte) überlagert werden
und bei Kombination mit anderen
veränderlichen Lasten der größte - Faktor
der jeweiligen Klasse verwendet wird.
Alle Nutz- und Verkehrslasten sind abhängig
Diese Einstellung bewirkt, dass alle Nutz- und Verkehrslasten als eine Einwirkung
betrachtet werden, das heißt additiv (ohne Kombinationsbeiwerte) überlagert werden und
bei Kombination mit anderen veränderlichen Lasten der größte - Faktor beider Klassen
verwendet wird. Soll analog zu DIN 18800 Teil 1 Absatz 7.2.2 Anmerkung 3 verfahren
werden, ist diese Option auszuwählen.

Erdbeben
Anpassung des Psi2-Wertes für Schnee – gilt nur für die Bemessungssituation Erdbeben
(Bsp.: Psi2 für Baden-Württemberg = 0,5)

B5 - Stahlbetonstütze 49
Ausgabe, Berechnung und Ergebnisse

Berechnung
Über den Punkt „Berechnen“ in der Hauptauswahl oder den Button „Rechnen“ im
Dialogabschnitt „Bewehrung“ starten Sie die Berechnung explizit.
Der Ergebnisausdruck unterscheidet sich je nach Stützenart.

Ausgabe
Klicken Sie auf das Register Ausgabe in der Hauptauswahl, um die
Ausgabemöglichkeiten anzuzeigen.

Hinweis: Über "Bemerkungen" in der Hauptauswahl (Register


„Eingabe") können Sie zusätzlichen Text zur Position
eingeben - dieser erscheint auch in der Ausgabe.

Über die dargestellten Ausgabeoptionen steuern Sie den Umfang der


Ausgabe..
Schnittkraftgrafik In einem eingeblendeten Dialog wählen Sie, für
welche der maßgebenden Lastkombinationen die
Schnittkräfte N, Mx, und My grafisch dargestellt
werden sollen. Die Darstellung wird durch
Anklicken des Buttons "M" in der Symbolleiste
gestartet. Durch mehrmaliges Drücken dieses
Buttons schalten Sie dabei von einer
Lastkombination zur nächsten weiter.
Vorzeichenregelung für Schnittmomente
Die Schnittmomente sind positiv, wenn auf den Rändern in
positiver y- und z-Richtung Zugspannungen erzeugt werden.
kurz Markieren Sie diese Option, um den Umfang der Ausgabe
einzuschränken.
Es werden dann nur die für die Bemessung relevanten Werte
ausgegeben. Ist diese Option nicht markiert, werden
beispielsweise bei einer Bemessung nach Theorie II. Ordnung
auch die Schnittkräfte Theorie I. Ordnung ausgegeben.
Modellstützenver. Durch Markieren dieser Option wird bei eingeschossigen,
einachsig beanspruchten Stützen ohne Querlast ein Nachweis
nach dem Modellstützenverfahren geführt und in der Ausgabe
entsprechend angezeigt.
Anford. Dauerhaftigkeit  siehe „Dauerhaftigkeit - Kriechzahl und Schwindmaß.pdf“.
Auflager Ausgabe der Auflagerkräfte der Stütze.
Vorzeichenregelung für Auflagerkräfte und -momente
Die Definitionen der Auflagerkräfte entsprechen denen der Lasten,
jedoch mit umgekehrtem Vorzeichen.
Querkraftbemessung Optionale Ausgabe der Querkraftbemessung. Siehe auch Kapitel
Querkraftbemessung.
Tab.Verschiebungen Tabellarische Ausgabe der Verschiebungen nach Theorie
II.Ordnung ( -fach mit Vorverformungen) und unter Gebrauchslast
( = 1,0 mit herausgerechneten Vorverformungen).

Gebrauchstauglichkeit Mit dieser Option können die Verformungen und die


Stahlspannungen ausgegeben werden.

50 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Verformungsberechnung:
Hier werden die Verformungen unter der quasi-ständigen (in
Anlehnung an DIN 1045-1, 11.3.1) sowie unter der seltenen und
häufigen Einwirkungskombination ermittelt.
Nachweis der Stahlspannung:
Hier werden die Stahlspannungen nach DIN 1045-1, 11.1.3 für die
seltene Einwirkungskombination ermittelt.
Bewehrung Durch Markieren dieser Option wird das Bild der
Bewehrungsführung in den Ausdruck eingefügt.
Word Die Ausgabe wird an das Textverarbeitungsprogramm MSWord
übergeben, sofern dieses auf Ihrem Rechner installiert ist. In
MSWord können Sie dann bei Bedarf die Ausgabe
editieren/formatieren.
Bildschirm Anzeige der Werte in einem Textfenster
Drucker Starten der Ausgabe auf den Drucker

Allgemeine Stütze und Schlankheiten > 70 (nur DIN 1045 (1988))


Zusätzlich zu dem Protokoll der eingegebenen Werte werden folgende Größen ausgedruckt:
Knicklänge sk und zugehörige Schlankheit,
planmäßige Ausmitte e, ungewollte Ausmitte ev und Kriechausmitte ek;
Normalkräfte:
Momente nach Theorie I. Ordnung ohne und mit ungewollter Ausmitte ev;
Bemessungsmomente nach Theorie II. Ordnung und erforderliche Bewehrung;
Hinweis: Normalerweise ergibt sich die erf Bewehrung aus den Momenten nach
Theorie II. Ordnung. In bestimmten Fällen können jedoch die Momente
Theorie I. Ordnung größer sein, so dass diese Werte für die Bewehrung
maßgebend sind, was vom Programm automatisch berücksichtigt wird.
Auflagerkräfte und Auflagermomente.
Es wird die gesamte erforderliche Bewehrung ausgewiesen.

Ermittlung der Schlankheiten


 Siehe Knicklänge im Kapitel „Knicksicherheitsnachweis Theorie II. Ordnung, Zustand II".

Verschiebungen unter Gebrauchslast (nur DIN 1045 (1988))


Zusätzlich können wahlweise die maximalen Horizontalverschiebungen unter
Gebrauchslasten und im Bruchzustand ausgedruckt werden.

B5 - Stahlbetonstütze 51
Faktor EIeff / EIb (nur DIN 1045 (1988))
 Siehe Berechnungsoptionen
Hier wählen Sie zwischen vorgegebenem (0,6 + 15  ) und benutzerdefiniertem Faktor.
Außerdem können wahlweise die maßgebenden Dehnungen und die Steifigkeiten
ausgedruckt werden.
Für die Ausgabe der Verschiebungen/Dehnungen/Biegesteifigkeiten aktivieren Sie in der
Hauptauswahl die Ausgabeoption Tab. Verschiebungen

Lastweiterleitung
Fundament Das Programm FD-Fundament bzw. FDB wird aufgerufen und die Daten
werden übergeben.

Aus der Gesamtzahl der gerechneten Überlagerungen werden im Stützenprogramm


diejenigen aus- und an das Fundamentprogramm weitergegeben, die in den Eckpunkten
jeweils den größten Spannungswert ergeben oder die zur größten klaffenden Fuge führen.
Die ungewollten Ausmitten werden positiv und negativ wirkend betrachtet.
Eine Übergabe von Einzellastfällen ist aufgrund der nichtlinearen Berechnung im Zustand II
nach Theorie II. Ordnung nicht möglich.
Werden im Fundamentprogramm zusätzliche Lasten eingegeben, muss vom Anwender
geprüft werden, ob ggf. für die Fundamentbemessung eine andere Lastkombination
maßgebend wird.
Eine Lastkombination, bei der ausschließlich Zugkräfte auftreten (Stütze fliegt weg) wird bei
der automatischen Lastweiterleitung zum Fundament nicht berücksichtigt und muss bei der
Fundamentbemessung ggf. vom Anwender ergänzt werden.
Zur Rückrechnung auf 1,0- fache Lastwerte (z.B. für den Nachweis der Bodenpressungen)
werden im Fundamentprogramm pauschale Reduktionsfaktoren verwendet. Der
Reduktionsfaktor wird generell vom Programm mit 1,4 gesetzt, außer bei der
Lastkombination nur g. Hier wird ein Reduktionsfaktor von 1,35 bzw. 1,0 angenommen. Im
Falle von min V mit Horizontalkräften und Momenten, werden für die V- Lasten und für
Momente unterschiedliche Reduktionsfaktoren übergeben, in der Regel 1,0 für die V-Lasten
(günstig wirkende ständige Lasten) und 1,4 für die Momente. Die Reduktionsfaktoren können
vom Anwender für jede Lastkombination separat modifiziert werden.

52 Frilo - Statik und Tragwerksplanung


Bewehrungsbild
Das Bewehrungsbild starten Sie per Doppelklick auf "Bewehrungsbild" in der Hauptauswahl

oder über das Symbol .

Hinweis: Diese Funktion steht nur für eingeschossige Stützen zur Verfügung.
Es wird in Abhängigkeit von der berechneten erforderlichen Bewehrung eine
Bewehrungszeichnung erstellt. Dabei werden evtl. unter Dauerhaftigkeit
gewählte Stabdurchmesser für Längsbewehrung und Bügel berücksichtigt.

Bedienung
- Ein Doppelklick auf einen Stab öffnet den Eingabedialog für die Stabeigenschaften
des jeweiligen Stabes.
Hier kann dann die Stablänge manuell modifiziert werden. Außerdem kann ein Maß
eingegeben werden, um das die Längsstäbe in Längsrichtung verschoben werden.
- Ein Doppelklick auf einen Bügel oder die Schnittdarstellung blendet ein Fenster zum
Verlegen der Eisen im Schnitt ein.

Kontextmenü
Benutzen Sie die rechte Maustaste. Klicken Sie damit auf die Grafikoberfläche
um das kontextsensitive Menü (siehe Abb. rechts) einzublenden.
Rundstahlliste: Einblenden einer Rundstahlliste in die
Bewehrungszeichnung.
Rundstahlliste drucken Ausdruck der Rundstahlliste.
Bewehrungsführung siehe Kapitel Bewehrungsführung.
Export Mit dieser Funktion kann das Bewehrungsbild
entweder im dxf- oder im wmf- Format exportiert
werden.
Drucken Ausdruck der Bewehrungszeichnung.
Drucken ohne Seitenkopf Ausdruck der Bewehrungszeichnung ohne Seitenkopf.

Stabeigenschaften
Doppelklicken Sie auf einen Stab in der Grafik, um
den Dialog Stabeigenschaften anzuzeigen. Im
Dialog können Sie die Stablänge ändern.
Außerdem kann ein ausgewählter Stab verschoben
werden. Geben Sie ein negatives Vorzeichen ein,
so wird der Stab um den eingegebenen Wert (in
[cm]) nach unten verschoben, andernfalls nach
oben.

B5 - Stahlbetonstütze 53