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{ KÖNIGLICHE MUSEEN ZU BERLIN )

HEINRICH SCHLIEMANN'S SAMMLUNG

^
TROJANISCHER ALTERTÜMER
BESCHRIEBEN VON HUBERT SCHMIDT

HERAUSGEGEBEN VON DER GENERAL -VERWALTUNG

MIT 9 TAFELN, 2 BEILAGEN UND 1176 TEXTABBILDUNGEN

BERLIN
GEORG REIMER
1902,
— —

Die käuflichen Gipsabgüsse der Schliemann-


Sammlung.
Nach dem von der General -Verwaltung- herausg-egebenen Verzeichniss.
Berlin 1902.

Nr.
Material
der
For-
Gegenstand. des
Preis.

Originals.
merei.
M. ! Pf.

I. Gefässe.
800 Schale mit hohem Fuss. Kat. Nr. 265, I. Ansdlg Thon 50
801 Primitiver Napf mit Henkel und Hohlfuss. Kat. Nr. 273,11. V. Ansdlg. I.

Gr. I

802 Gesichtsvase. Typus a. Kat. Nr. 306, II. V. Ansdlg. Gr. 2 — 20


803 Deekel zur Gesichtsvase. Typus Kat. Nr. 318, II. —V. Ansdlg. Gr.
'>. 2 50
804 Abgeschrägte Kanne. Kat. Nr. 384, II. — V. Ansdlg. Gr. 3 SO
805 Sohnabelkanne. Kat. Nr. 394, II. — V. Ansdlg. Gr. 3 50
8üb Schnurösenkrug. Kat. Nr. 408, II. — V. Ansdlg. Gr 4
807 Schnurösenflasche. Kat. Nr. 418, II. —
V. Ansdlg. Gr. 4 .
50
808 Deckelamphora. Kat. Nr. 433, II. —
V. Ansdlg. Gr. 4
809 Stülpdeckel. Kat. Nr. 482, II.- V. Ansdlg. Gr. 4
810 Glockenförmiger Becher. Kat. Nr. 446, II. V. Ansdlg. Gr. 4 — . . . .

811- 4 Deckel für Schnurösengefässe. Kat. Nr. 486, 490, 491, 493, II. V. —
814 Ansdlg. Gr. 4 30
815 Gefass in Thierform. Kat. Nr. 608, II.— V. Ansdlg. Gr. 6
816 Tasse. Kat. Nr. 728, II.— V. Ansdlg. Gr. 7 75
817 Kl. Schnurösengefäss mit Zierwarze. Kat. Nr. 847, II. V. Ansdlg. Gr. 8 — 20
818 Kanne mit Strickhenkel und Zierwarzen. Kat. Nr. 871, II. V. Ansdlg. Gr. 8 —
819 Teller, rohe Scheibenarbeit. Kat. Nr. 887, II. V. Ansdlg. Gr. 9 — . . .

820 Teller, Scheibenarbeit mit besonderen technischen Eigentümlichkeiten.



Kat, Nr. 904. II. V. Ansdlg. Gr. 9 5°
821 Becher, rohe Scheibenarbeit. Kat. Nr. 959, II. V. Ausdlg. Gr. q —

. . .

822 Tasse, rohe Scheibenaibeit. Kat. Nr. 998, II. V. Ansdlg. Gr. 9 . . .

823 —
Gesichtsvase. Typus''. Kat. Nr. 1076, II. V. Ansdlg. Gr. 10 ....
824 —
Kanne. Kat. Nr. 1139, II. V. Ansdlg. Gr. 11 25
825 Becher, doppelhenklig (Depas). Kat. Nr. 1444, II. V. Ansdlg. Gr. 13 — 50
826 Kanne, (HydriaJ mit blattförmiger Mündung. Kat. Nr. 1533, II. V. Ansdlg. —
Gr. 14 • •
50
827 Tasse, doppelhenklig. Kat. Nr. 1064, IL V. Ansdlg. Gr. 14 50
828 —
Gesichtsvase, Typus''. Kat. Nr. 1847, II. V. Ansdlg. Gr. 16 50
8:9 Deckel zur Gesiehtsvase, Typus''. Kat. Nr. 1851, II. V. Ansdlg. — Gr. ib 75
830 —
Schnurösenkrug. Kat. Nr. 1865, II. V. Ansdlg. Gr. 17
831 Schnabelkanne. Kat. Nr. 1867, IL- V. Ansdlg. Gr. 17 50
832 Becher. Kat. Nr. 1870, IL— V. Ansdlg. Gr. 17 25
833 Gefass, verzieit mit einseitigen Halsschmuckmustern. Kat. Nr. 2235, II. — V.
Ansdlg. IL Abt
834 Schnurösenkrug, verzieit mit Bonimelschmuck. Kat. Nr. 2277, IL - V.
Ansdlg. IL Abt
— —

Nr.
Material
der Preis.
Gegenstand. des
For-
Originals.
merei.
M. Pf.

835 Deckelampliora mit Schulterdekoration. Kat. Nr. 2309, II. — V. Ausdlg.


II. Abt Thon
836 Kanne, Kat. Nr. 3049, VI.
verziert mit Wellenlinien. VII. Ansdlg. . .
50
837 Schale mit 2 Henkeln. Kat. Nr. 3068, VI.— VII. Ansdlg
838 Tasse mykenischer Form. Kat. Nr. 3491, VI. VII. Ansdlg 25
839 Napf der Buckelkeramik. Kat. Nr. 3566, VII. Ansdlg
840 Kännchen derselben. Kat Nr. 3584, VII. Ansdlg
841 Kännchen mit Killen. Kat. Nr. 3600, VII. Ansdlg. 50
842 Henkelnapf einheimischer Technik. Kat. Nr. 3648, VII. Ansdlg 50

II. Gegenstände aus Metall, Stein,


Knochen, Thon.
843 Dolch mit Kat. Nr. 5842, aus den Schatzfunden
Griff. Bronze 50
844 Sichelmesser. Kat. Nr. 6139, aus den Schatzfunden 75
845 Flacheelt. Kat. Nr. 6178. Einzelfunde I 60
846 Messer. Kat. Nr. 6204, Einzelfunde I •
75
847 Gussform. Kat. Nr. 6725, Einzelfunde II . • Stein 50
848 Steinbeil. Kat. Nr. 693 1, Einzelfunde IV 5°
849 Steinhacke. Kat. Nr. 71 18, Einzelfunde IV 30
850 Streitaxt. Kat. Nr. 7182, Einzelfunde IV
851 Keulenkopf (Hälfte). Kat. Nr. 7310, Einzelfunde IV 50
852 Idol mit Halsschmuck. Kat. Nr. 7344, Einzelfunde V Marmor 30
853 Idol mit Halsschmuck. Kat. Nr. 7354, Einzelfunde V 30
854 Idol mit Halsschmuck. Kat. Nr. 7363, Einzelfunde V 30
855 Idol mit Halsschmuck. Kat. Nr. 7631, Emzelfunde V Thon 75
856 Stabknauf. Kat. Nr. 7894, Einzelfunde VII Stein 30
857 Beschlag. Kat. Nr. 7954, Einzelfunde VII Knochen 75
858 Webstuhlgewicht. Kat. Nr. 8062, Einzelfunde VIII • . . . Thon 60
859 "Webstuhlgewicht. Kat. Nr. 8 147, Einzelfunde VIH V 40
860 Gerät mit Rille. Kat. Nr. 8386, Einzelfunde VIII Stein 60
861 Säge. Kat. Nr. 8547, Einzelfunde VIII Feuerstein 50
862 Gerät mit Schaftloch. Kat. Nr. 9037, Einzelfunde VIII Knoclien 75
Uer vorliegende Katalog- der von Heinrich Schliemann im
Jahre 1880 dem deutschen Volke als Geschenk überwiesenen und zur Auf-
stellung in der Reichshauptstadt bestimmten Sammlung seiner in Hissarlik

gemachten Funde umfasst auch die späteren Zuwendungen Schliemanns,


insbesondere die reichen aus seinem Nachlass durch letztwillige Verfügung
hierher gelangten Bestände. Er ist unter Verwertung der Ergebnisse der

weiteren in den Jahren 1890, 1893, 1894 in Hissarlik unter Professor

D ö r p fe 1 d s Leitung vorgenommenen Untersuchungen von Hrn. Dr. Hubert


Schmidt bearbeitet, der über die von ihm befolgten Grundsätze in der
Einleitung selbst Rechenschaft abgelegt hat.

Es steht zu hoffen, dass diese mit Abbildungen reichlich ausgestattete

Beschreibung dazu dienen werde, die hochherzige Schenkung Heinrich


Schliemanns auch für Diejenigen zugänglicher zu machen, die nicht in der
Lage sind, die Sammlung selbst aufzusuchen und eingehender zu studieren.

Berlin, im P'ebruar 1902.

General- Verwaltung der Königlichen Museen.


Einleitung.

Zur Geschichte der Schliemann-Sammlung.


Den Grundstock der SchlieiTiann-Saminlung- bildeten eine geineinsaiiie, im
Jahre 1879 überreichte Gabe von Heinrich Schlieniann und dem amerikanischen
Konsul in den Dardanellen, P>ank Calvert, aus dem in der Nähe von Hissarlik
auf dem Landgute des letzteren gelegenen Hanai-Tepeh, der in demselben Jahre
einer genauen Untersuchung unterzogen worden war (vgl. Fr. Calvert in Schlieniann,
IHos S. 784), und ein grosser Pithos aus Hissarlik-Troja (Kat. No. 2531) nebst Stein-
geräten, Handmühlen, verglasten Ziegeln, Mörtel und dergl., die Rudolf Virchow
ebenfalls im Jahre 1879 nach der fünften trojanischen Campagne den königlichen
Museen schenkte.
Die eigentliche Sammlung trojanischer Altertümer, die das materielle
Ergebnis der fünf ersten trojanischen Campagnen in Hissarlik (187 1. 1872. 1873.
1878. 1879) wurde auf besondere Anregung Virchow's im Jahre 1880 von
war,
Schlieniann dem Deutschen Volke „zu ewigem Besitze und ungetrennter Auf-
bewahrung in der Reichshauptstadt als Geschenk" bestimmt, nachdem sie zuerst
im South-Kensington-Museum in London aufgestellt war. Vgl. den kaiserlichen
Erlass und das kaiserliche Handschreiben im Staatsanzeiger vom 7. Februar 1881.
Noch in demselben Jahre wurde die Sammlung im Kunstgewerbemuseum von
Schlieniann selbst provisorisch aufgestellt und im Februar 1882 dem Publikum
zugänglich gemacht.
Die folgenden Ausgrabungscampagnen brachten der Sammlung weitere
Bereicherungen. So zunächst im Jahre 1882. Unter diesem Zuwachs sind bemerkens-

wert die kleineren Metopenfragmente (Kat. No. 9583 9585), einige Inschriften,
sowie das Relief-Medaillon (Kat. No. 9586), während die Heliosmetope (Kat. No. 9582)
und die längste Inschrift (Kat. No. 9653) bereits unter dem älteren Bestände sich
befanden.
Inzwischen war auch mit der Inventarisierung der Altertümer begonnen
worden. Den älteren Bestand bearbeitete, im Jahre 1882 A. Milchhöfer im
Anschluss an die Aufstellung im Museum, den jüngeren Zuwachs im Jahre 1883
O. Rossbach. Im Jahre 1885 fand die Übersiedelung der Sammlung in das in-
zwischen neu erbaute Museum für Völkerkunde statt, wo sie der unter der Leitung
des Herrn Geh. Rates Dr. Voss stehenden prähistorischen Abteilung angegliedert
wurde.
T*
IV Einleitung.

Ein neuer Zuwachs datiert aus dem Jahre 1886, nachdem es SchHemann
durch die Vermittlung des damahgen Botschafters in Konstantinopel, v. Radowitz,
gelungen war, von der türkischen Regierung die ihr zugefallenen Anteile an den
Ausgrabungen der Jahre 1878. 1879. 1882 zurückzukaufen. Schon im vorher-
gehenden Jahre waren der Sammlung auch nichttrojanische Altertümer, die
Funde aus den vermeintlichen Heroengräbern (Tumuli) der Troas zugefallen. Auch
diese Neuerwerbungen stellte Schliemann im Jahre 1886 eigenhändig auf, während
gleichzeitig stud. phil. Hübner ein Verz(Mchnis derselben anfertigte.
Das Jahr 1887 brachte eine umfangreiche Sammlung ägyptischer Alter-
tümer, Schliemann während einer mehrmonatlichen Reise am Nil gesammelt hatte.
die
Der letzte, grössere Zuwachs wurde der Sammlung nach dem unerwartet
schnell und plötzlich am Schlüsse des Jahres 1890 eingetretenen Tode des begeisterten
Forschers durch die Spende seiner Wittwe zu Teil. Dieser Nachlass enthielt
ausser trojanischen Funden auch eine kleinere Sammlung von Altertümern aus
Griechenland.
Nach den letzten Ausgrabungen der Jahre 1893 und 1894 überwies die
Direktion des ottomanischen Museums in Konstantinopel der Schliemann-Sammlung
eine Reihe von Fundstücken aus verschiedenen Schichten, die für die Beurteilung
der Ausgrabungsergebnisse von Bedeutung sind.
Schliesslich wäre noch einer kleinen Gruppe von Funden zu gedenken, die
den Forschungen A. Körte's in Bos-öjük (Phrygien) zu verdanken sind (vgl. Athen.
Mittig. 1899 S. iff.).

Die Neuordnung der Schliemann-Sammlung.


Die NeuordnunsT der Schliemann-Sammlung- hat sich auf ihre 4 Abteilung-en
erstreckt Diese sind:
1. Die Sammlung- trojanischer Altertümer.
2. Die Funde aus den Tumuli der Troas und von Phrygien.
3. Die Altertümer aus Griechenland.
4. Die äg-yptischen Altertümer.
Das meiste Interesse beanspruchen die Veränderungen, die mit den eigentlich
trojanischen Funden vorgenommen wurden. Deswegen mag hier in Kürze ein
Bild ihrer alten Aufstellung entworfen werden.

A. Die alte Aufstellung der trojanischen Altertümer.

Die alte, von Schliemann Anordnung der Sammlung,


selbst durchgeführte
die zum Jahre 1895 unverändert beibehalten worden war, beruhte auf den
bis
Ergebnissen der noch zu Schliemann's Lebzeiten gewonnenen Ausgrabungsresultate,
denen den Werken „Hios" (1881) und „Troja" (1884) entsprachen.
die Darstellungen in
Demgemäss war 7 über einander liegenden Schichten, die man damals
unter den
zählte, der Hauptwert auf die Keramik der IL Ansiedelung gelegt, in der Schlie-
mann die Reste des „homerischen" Troja zu erkennen glaubte.
Auch die Keramik der III. V. Schicht war jede für sich durch die Auf-
stellung zur Anschauung gebracht worden, ohne dass dadurch das Bild einer fort-
laufenden Entwickelung ermöglicht worden oder charakteristische Unterschiede
zwischen den einzelnen keramischen Gruppen erkennbar gewesen wären. Das
durch die frühere Aufstellung für die mittleren Schichten gebotene keramische Bild
lässt sich einigermassen nach den Angaben in „Ilios" und „Troja" rekonstruieren.
Die III. Schicht war in der alten Form und Bedeutung auf Grund der
Ausgrabungen vom Jahre 1882 ausgeschieden, nachdem man erkannt hatte, dass
die „dritte, verbrannte Stadt" als zweite Schicht anzusehen ist.
Für die Keramik der IV. Schicht hatten sich wesentliche Unterschiede von
der vorhergehenden nicht feststellen lassen. Die Formen ergaben nichts Neues;
die Unterschiede in Farbe und Aussehen führte Schliemann auf den Brand zurück,
da die Gefässe noch „am offenen Feuer" gebrannt sein sollten.
Für die V. Schicht hatte Schliemann widersprechende Beobachtung-en
gemacht. Auf der einen Seite glaubte er einen allgemeinen Verfall zu sehen. Dem
:

YI Einleitung.

gegenüber hob er auf der anderen Seite eine Menge „glatter, auf der Scheibe
gedrehter Topfwaare hervor, welche, wenn man sie mit der vorhergehenden Stadt
vergleicht, ganz modern aussieht".
Dagegen hatte Schliemann für die Keramik der ersten und ältesten Schicht
bestimmtere Vorstellungen aus seinen Beob;ichtungen gewonnen. Sie wusste er
nach dem allgemeinen Charakter ihrer Technik und Formen von allem Jüngeren
zu unterscheiden. Irrtümlicherweise aber schrieb er den Trägern der ältesten
trojanischen Kultur die Kenntnis der Töpferscheibe zu. Die Gefässe (Kat. No. 1456.
2081. 3195. 3949) galten als Produkte der ältesten Bewohner Trojas.
Der VI. Schicht hatte Schliemann zwei durchaus heterogene Gefässgattungen
als „lydische" Topfwaare zugewiesen Die eine kennzeichnet sich durch ihre ent-
:

wickelte Technik und ihre vollendeten Formen als höchste Stufe der troischen
Keramik, die andere weist neben einer primitiven Technik, die in der Handarbeit
und dem schlechten Brande ihren „prähistorischen" Ursprung nicht verleugnen
kann, als charakteristische Formenmerkmale Buckel und Hörner auf, die ihr den
Namen „Buckelkeramik" gegeben haben. Diese unklare Vermischung liegt noch
dem Berichte über die Ausgrabungen des Jahres 1890 (S. 18 f.) zu Grunde.
Die VII. „Stadt" vereinigte als oberste Schicht alles jüngere, das als griechisch
oder römisch auch sonst bekannt war.
War schon Schliemann's Zuweisung der Funde in die einzelnen Schichten
auf Grund eines schematischen Systems der Höhen-, bezw. Tiefenbestimmung nicht
unbedenklich, so kamen noch die Resultate der Ausgrabungen des Jahres 1890
hinzu, um Sachlage völlig zu verändern. Aus diesen ergaben sich auch für
die
die Aufstellung der trojanischen Altertümer drei neue Gesichtspunkte

1. Man zählte nunmehr 9 Schichten.


2. In dfer 4. Schicht von oben, also in der VI. Ansiedelung hatte man im
Zusammenhange mit den imposanten Bauwerken derselben neben der entwickelten
troisch-monochromen Topfwaare Bruchstücke von importierten mykenischen
Gefassen gefunden.
3. In der IL Ansiedelung wurden zum ersten Male 3 Bauperioden kon-
statiert, die auf eine längere Zeit der Entwickelung schliessen Hessen.
Es ist klar, dass nunmehr auch die Aufstellung der trojanischen Altertümer
als eine veraltete zu betrachten war; Schliemann hätte sicherlich selbst auf Grund
der neuen Ausgrabungsresultate eine Neuordnung vorgenommen, wenn ihn nicht
das Schicksal von der Durchführung seiner weiteren Pläne abberufen hätte.

B. Die Abgabe der Dubletten.


Die äussere Veranlassung zur Neuordnung der Schliemann-Sammlung war
die beabsichtigte Abgabe von Dubletten an andere deutsche Sammlungen. Diese
war im Jahre 1893 von A. Michaelis in Strassburg beim Ministerium für geist-
liche, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten angeregt und, nachdem die
Erben Schliemann's ihr Einverständnis damit erklärt hatten, durch Allerhöchsten
Erlass vom 7. Januar 1895 genehmigt worden.

Einleitung. YIl

Die Aufgabe der Dublettenaussonderung- wurde im April desselben Jahres


J. Poppelreuter, unter Beihilfe zunächst von H. Winnefeld, in der Folge von
A. Brückner zugewiesen.
Bald stellte sich die Notwendigkeit einer Neuordnung des Gesamt-
bestandes der Schliemann-Sammlung Denn
der umfangreiche Nachlass
heraus.
musste mit den alten Beständen vereinigt werden, und praktisch erwies sich die
Dublettenaussonderung nur bei einer Neuordnung der ganzen Sammlung durch-
fuhrbar. Auch aus theoretischen Gründen war nach den Ausgrabungen der Jahre
1893 und 1894, die die Resultate von 1890 nicht nur bestätigt, sondern bezüglich
der oberen Schichten VI IX noch erweitert und vervollständigt hatten, das
Bedürfnis der Neuordnung ein dringendes geworden.
Die endgiltig-e Aussonderung der Dubletten wurde erst später im Zusammen-
hange mit der Katalogisierung der Sammlung vorgenommen (vgl. das Verzeichnis
der Dubletten am Ende).

C. Die Neuordnung der trojanischen Altertümer.

I. Die Keramik.
Bei der Durchführung der Arbeiten waren für Poppelreuter 2 feste Punkte
gegeben: Die I. Schicht, deren Keramik schon Schliemann von allem Jüngeren
abgesondert hatte, und die nur noch von den auf der Scheibe gedrehten Gelassen
zu befreien war, und die VI. Schicht, die durch die jüngeren Ausgrabungen in den
Vordergrund des Interesses getreten war.
Die keramischen Überreste der dazwischen liegenden Schichten II V —
wurden als grosse Masse zusammengefasst. Eine Gliederung erfuhr diese Masse
zunächst nach den Gefässformen; doch erwies sich bald diese Anordnung als
nicht ausreichend, „weder zur wissenschaftlichen Erkenntnis der keramischen Ent-
wickelung, noch zur praktischen Durchführung der Auswahl von Dubletten".
Daher wurden die Fabrikationsmerkmale, —
also Thonqualität, Anwendung von
mechanischen Hilfsmitteln für die Formengebung (Unterscheidung von Handarbeit
und Scheibentechnik), grössere oder geringere Dünnwandigkeit, Brennmethode
(Gefässe mit und ohne Spuren der Flamme), Behandlung der Oberfläche die —
Grundlage der Gruppierung, und es ergaben sich daraus 3 Entwickelungs-
perioden (nach Poppelreuter, Jahrb. d. Inst. 1896. Anzeiger S. 105 ff.):
1. Handarbeit und primitiver Brand, meist an offener Flamme.
2. Aufkommen der Scheibentechnik neben der Handarbeit und voll-
kommenere Brennmethode.
3. Entwickelte Scheibentechnik mit untergeordnetem Auftreten der Hand-
arbeit.

Unter den beiden Hauptabteilungen „Handarbeit" und „Scheibentechnik"


hob Poppelreuter bei der Aufstellung folgende Einzelgruppen hervor:

„I. Die Gruppe der primitiv realistischen Gesichtsvasen und Deckel.


„2. Die Gruppe der „geschrägten" Kannen.

VTTT Einleitung.

„3. Die Gruppe der glänzend schwarzbraunen Flaschen und Schnurösen-


„gefasse, wobei sich als grössere Unterabteilungen die stich- und
„schnitt verzierten Ge fasse abheben.
„4. Die Gruppe der hellen, rohen Teller und Kannen mit groben
„Rotationsspuren.
Die Gruppe des dunklen Rots.
„5.
„6. Die sogenannte „leichte Fabrik".

„7. Die Waare mit dem äusseren Fabrikationsmerkmal der Rillen. •

Ausserdem unterschied Poppelreuter ca. 27 mittelgrosse Gruppen, die er


auch durch die Aufstellung zur Anschauung zu bringen suchte.
Soweit waren im allgemeinen die Arbeiten gediehen, als am i. Juli 1896
der Verfasser die Nachfolge Poppelreuter's antreten konnte, nachdem er schon
vorher die systematische Bearbeitung der Formen und Ornamentik der troischen
Keramik von W. Dörpfeld geplante Trojawerk in Angriff genommen hatte.
für das
Seine Hauptaufgabe bestand, soweit die troische Keramik in Betracht
kommt, darin, die Resultate der Ausgrabungen des Jeihres 1894 für die Ordnung
und Charakteristik der Überreste aus der VI. IX. Schicht, sowie für einzelne, die
ältere Entwickelung betreffende Fragen zu verwerten und im Zusammenhange
damit die endgiltige Aufstellung des Gesamtbestandes der troischen Keramik im
Museum durchzuführen.
Bei der endgiltigen Ordnung der ältesten Keramik aus der I. Schicht
wurde ihr häufigster Typus, die tiefe Schale oder Schüssel, zum Ausgangspunkte
gemacht und so durch Vergleich eine kleine Reihe von ältesten Gefasstypen
gewonnen. Bei der Unvollkommenheit unserer Kenntnis von der untersten Schicht
musste eine andere Reihe (Kat. No. 249 ff.) als unsicher davon abgesondert werden.
Erst später, nachdem ein vollständiger Überblick über die keramische Entwickelung
mögiich war, konnten auch die schon früher ausgesonderten Beispiele der Scheiben-
technik in die jüngeren Gruppen eingereiht werden (Kat. No. 1456. 2081. 3195. 3949).
Bei der Keramik der VI. Ansiedelung, die uns nur zum geringsten
Teile in vollständigen Gefassen vorliegt, galt es den Gegensatz der einheimischen
troisch-monochromen Keramik, die den Höhepunkt der nationalen Entwickelung
bezeichnet, gegenüber dem mykenischen bemalten Import und andererseits die
Einflüsse des letzteren auf die einheimische Fabrikation in Formen und Dekoration
zu veranschaulichen. Da aber die Funde von 1894 für die Keramik der VI. und
der älteren Periode der VII. Ansiedelung (VII ^) keine unterscheidenden Merkmale
geliefert hatten, musste die monochrome Keramik dieser beiden Schichten, als ein-
heitliche Masse zusammengefasst werden. Nur einige Scherbenfunde aus einzelnen,
mit Sicherheit zur VI. Ansiedelung gerechneten Pithoi (Kat. No. 3368 — 3385) wurden
besonders herausgehoben, da sie für die Erkenntnis der einheimischen Entwickelung
und zum mykenischen Import von entscheidender Bedeutung sind.
ihres Verhältnisses
Die Buckelkeramik musste nach den Resultaten der Ausgrabungen von
1894 der zweiten Periode der VII. Ansiedelung zuerkannt werden (vgl. „Troja-
llion" S. 296 ff.). Demgemäss war
schon von Poppelreuter in einem besonderen
sie
Schrank von der Keramik der VI. Ansiedelung abgetrennt worden. Bei der end-
giltigen Aufstellung der Sammlung wurde auch ihr Verhältnis zur einheimisch-mono-
Einleitung. IX
chromen und bemalten Keramik durch Einfiigfung des Napfes Kat. No. 3648 und
der bemalten, sogenannten VI g R-Gattung- (Kat. No. 3649; vgl. „Troja-Ilion" S. 297)
anschaulich gemacht.
Die keramischen Gruppen der VIII. und IX. Ansiedelung, die fast
durchweg nur in Bruchstücken erhalten sind, mussten zusammengefasst werden,
da sich auf Grund der Ausgrabungsresultate ihre Trennung nach den Ansiede-
lungen nicht ergeben hatte, und dienen so vortrefflich zur Illustration der Geschichte
des griechischen und römischen Ilion. Es empfahl sich die Gliederung der
ganzen Masse in 3 Gruppen: der älteren griechischen vom 8. 5. Jahrh. v. Chr., —
der hellenistischen und der römischen Epoche.
Den Hauptraum nehmen wegen ihrer Wichtigkeit die Reste einer feinen
geometrischen Gefassgattung ein, die einer bisher noch unbekannten Fabrik
angehört (Kat. No. 3650 — 3753). Ihren Zusammenhang mit der monochromen
Keramik von Troja oder der Troas überhaupt verrät die ihr eigentümliche Ver-
bindung der eingetieften Wellen- und Horizontallinien-Ornamentik mit der Firnis-
maltechnik (Kat. No. 3751. 3752).
An diese geometrische Gattung schliessen sich andere mit vereinzelten
Exemplaren und weiter die auch sonst bekannten Proben der späteren Entwickelung
griechischer Vasenmalerei teils aus Kleinasien, teils vom griechischen Mutterlande,
und zwar von den orientalisierenden Gattungen bis zu den bemalten und relief-
verzierten Gelassen der hellenistischen Epoche.
Den Übergang der letzteren zur römischen Töpferindustrie mögen die zier-
lichen Fläschchen mit bunter Bemalung vom Typus der sogenannten Thränen-
fläschchen und Ahnliches bilden (Kat. No. 4004 — 401 1). Auffallend selten ist das
Vorkommen von Terra No. 4003).
sigillata (Kat.
Lehrreich ist schliesslich auch eine Reihe von Thonlampen, die uns die
Entwickelung dieses Geräts vom 4. Jahrh. v. Chr. bis in die spätröini.sche Zeit vor
Augen führt.
Neben der importierten bemalten Topfware gehen einerseits Nach-
ahmungen derselben in älterer Zeit, andererseits die grau-monochrome
Gattung älterer und jüngerer Art her.

2. Die Spinnwirtel.
In den Thonwirteln aus Troja lag ein umfangreiches, ganz ungeordnetes,
in seiner Bedeutung noch nicht gewürdigtes Material vor, dessen Bearbeitung dem
Verfasser vorbehalten war. Ihr Gesamtbestand belief sich auf 7737 Stück.

Ganz ausgeschlossen war ihre Ordnung nach den Schichten, da hierzu


jeder Anhaltspunkt fehlte. Von selbst verzierten von den
trennten sich die
nicht-verzierten Spinnwirteln. Die letzteren mussten nach den Formen ge-
ordnet werden, wobei sich Grundformen und Variationen ergaben, für deren
Bezeichnung Buchstaben geeignet erschienen. Die Unterschiede der Technik inner-
halb dieser Formengruppen Hessen sich für die Gruppierung nicht verwerten.
Dagegen Hess auf die Erkenntnis einer Entwickelung die Dekoration der ver-
zierten Spinnwirtel hoffen. Die mannigfachen Muster ergaben zunächst zwei
n
X Einleitung.

grosse Hauptabteilung-en, die als Reihen und Gruppen von einander unter-
schieden werden.
Die Dekoration der Reihen beruht auf der systematischen Teilung- der
und mehrteilige Muster zur Folg-e hatte.
Kreisfläche, welche vier-, drei-, fünf-, sechs-
Dabei sind die Grundmuster, die sich durch die Grundmotive —
Bog-en, Winkel
und Parallelstriche — von einander unterscheiden, in der einfachen Furchen-
verzierung' ausgfeführt. Die Variationen entstehen durch verschiedenartig-e Zu-
füg'ung' der Stichpunkt- und Tupfenmanier (vgl. Reihe I V). —
Je gleichmässig-er
die Teilung- der Kreisfläche und Anordnung der Grundmotive vor sich ging-, desto
reg-elmässiger wurden die Fig-uren der Muster. Daher kann die Ausbildung der
Sternmuster (Reihe VI) als ein Fortschritt in der Wirteldekoration bezeichnet
werden. Anscheinend fand dieser dekorative Fortschritt ungefähr g-leichzeitig- mit
einem technischen Fortschritt statt, der in der Anwendung- eines feinen, offenbar
metallenen Zinkeninstrmnents besteht (Reihe VII). Da dieses Instrument auch bei
den Töpfern der VI. Ansiedelung- im Gebrauche war, so dürfen wir die Reihe VII
derselben Periode zuweisen. Zug-Ieich beobachtet man das Auftreten von zahlreichen
neuen Mustern. Unter den Formen sind hier die Ring-- und Linsenformen
besonders auffallend. Diese mög-en nicht nur zum Beschweren der Spindeln g-e-
braucht, sondern auch, wie Perlen aufgereiht, als Körperschmuck g-etragen
worden sein. Im allg-emeinen aber steht die Verwendung- der eig-enartig-en Terra-
kotten als Spinnwirtel fest; das Loch, das oben an der verzierten Seite vielfach
weiter als unten ist, spricht für eine Befestig-ung- an einem nach oben oder der
Mitte zu sich verdickenden Stäbchen. So führen uns die Reihen wenig-stens
theoretisch in systematischer Anordnung- die Entwickelung der Wirteldekoration
vor Aug-en.
In den Gruppen, die z. T. auch nach technischen Merkmalen gebildet
sind, finden sich niannig-fache Einzelmuster, die an verschiedenen Stellen der Ent-
wickelung- sich eing-liedern lassen. Am meisten interessieren hier die Wirte! mit
naturalistischen Motiven (Gruppe VA), die als Parallele zu ähnlichen Erschein-
ungen der Gefässornamentik die Tier- und Baum Ornamentik verg-eg-enwärtigen.
Sie beweisen auch, dass der sonst auf Gefässen üblichen Ornamentik g-anz andere
Ideen zug-runde liegen müssen. Wie bei den Primitiven, tritt hier auch der Mensch
in die Dekoration ein, merkwürdigerweise im Genrebilde, als Jäger bei der Hirsch-
jagd, daneben der Vierfüssler als Jagdtier, und wahrscheinlich auch der Hund als
Begleiter des Menschen. Diese und andere naturalistische Motive werden stilisiert
und dekorativ umgebildet, und so erklären sich die Zweig- und Baummuster,
femer die Kammmuster als Vierfüsslermotive und das Hakenkreuz als Darstellung
des Menschen. Wir sehen Hakenkreuzmotive in den Genrebildern der Gruppe V A
die Stelle des Menschen vertreten. Ich finde während der Niederschrift der Ein-
leitung bei Hörnes (Urgesch. d. bild. Kunst in Europa S. 334 ff.) im Zusammenhange
mit der Spinnwirtel-Ornamentik die Auffassung des Hakenkreuzes als „Abbreviatur
der Menschengestalt". Es handelt sich aber um wirkhche Abbflder des Menschen,
die zeichnerisch umgebildet wurden. Der Vorgang kann auch so sein, dass das
Hakenkreuz als fertiges Motiv an Stelle des Menschen auf den troischen Wirtein
eingesetzt wird, da schon auf Scherben der ältesten Keranfik (Kat. No. 149. 227)
Einleitung. XJ

das Motiv vorlieg-t. Dann würde ein Wechsel von Naturalisieren und Entnaturali-
sieren stattgefunden haben, wie er auch sonst seine Parallelen in der Kunst-
geschichte hat.
Die Gruppen IVA und B mit schriftartigen Zeichen haben wegen ihrer
Anklänge an Mykenisches ein aktuelles Interesse. In denselben Ideenkreis gehören
die Zeichen der Gruppe VII.
Auch in die Wirteldekoration dringet die Spiralornanientik cm, die in
der Gefässdekoration der vormykenischen und mykenischen Epoche eine so wichtig-e
Rolle spielt (Kat. No. 5436 5448). —
Im Zusammenhange mit der keramischen Technik sind die durchlochten
Gefässscherben (Kat. No. 5619 — 5637) zu beurteilen. Wie noch heute bei primi-
tiven Völkern, möghcherweise denselben Zwecken wie die Spinn-
dienten sie
wirtel. Dagegen mögen sogenannten Wirtel aus Stein, Knochen, Blei (Kat.
die


No. 5638 5815), die zu den „Einzelfunden" gehören, zu Schmuck oder Gebrauchs-
zwecken verwendet worden sein.

3. Die Schatz- und Einzelfunde.


Einen hervorragenden und verdienstvollen Anteil an der Neuordnung der
trojanischen Altertümer hat A. Götze. Ihm ist die Ordnung und Aufstellung der
Gegenstände aus Metall, Stein, Thon, Knochen, Geweih, Glas, Fayence
u. dergl. zu verdanken, deren Bearbeitung er auch für das Trojawerk übernommen

hatte. Abgesehen von den Thongefässen, waren von seiner Arbeit noch aus-
geschlossen die thönemen Spinnwirtel (Kat. No. 4103 — 5618), die durchlochten Gefäss-
scherben (Kat. No. 56 IQ — 5637), die verzierten Thonkugeln (Kat. No. 8870 — 8go8),
die figürlichen Terrakotten (Kat. No. 9502 — 9581). die Skulpturen und Architektur-
stücke aus Marmor (Kat. No. 9582 — 9652), die Marmorinschriften (Kat. No. 9653 —
9674) und die römischen Grabfunde (Kat. No. 9675 — 9681).
Die Ordnung der Schatzfunde war von besonderer Wichtigkeit, da sie
einige Anhaltspunkte für die Bestimmung und Chronologie der übrigen Klein-
geräte ermöglichten. Auch grössere Schwierigkeiten bot diese Aufg'abe. Denn es
bedurfte dazu einer Nachprüfung der Schliemann'schen Fundangaben und Be-
schreibungen. Da aber wegen mangelhafter Bezeichnung die Gegenstände schwer
oder garnicht zu identifizieren waren, so galt es, die Funde gewissem! assen von
Neuem zusammenzusetzen. Eine besondere Arbeit war dabei „die Verteilung der
Gegenstände einiger Formengruppen auf die verschiedenen Schatzfunde". Solche
Formengruppen sind die goldenen Ohrringe mit Stäbchen, die goldenen Perlen,
die jedoch auf den von Schliemann hergestellten Schnüren blieben und sich meist
nicht identifizieren Hessen, und einige Bronzegefässe, deren Untersuchung zur
Rekonstruktion mehrerer Typen führte.
Die Einzelfunde wurden von Götze meist nach Material und Bedeutung
geordnet. Entwickelungsgeschichtliche Erwägungen wurden dabei absichtlich ver-
mieden. Die Datierung der Schatzfunde, die auf Grund der Angaben Schliemann's
meist mit Sicherheit möglich war, ergab für die Chronologie der Einzelfunde
freilich nur ein geringes und lückenhaftes Resultat. So blieben nur die Ergebnisse
II*

XU Einleitung.

der Ausgrabungen 1893 und 1894, sowie Vergleiche mit anderen Fundgebieten
für die Durchfiihrunef einer Chronologfie übrig".
Über diese Arbeiten findet man Genaueres in Götze's Abschnitt über die
Kleingeräte im Trojawerke.

D. Die Katalogisierung der trojanischen Altertümer.


Die ersten Anregungen zur Anfertig-ung eines wissenschaftlichen Kataloges,
der mit den Arbeiten der Neuordnung und Dublettenaussonderung Hand in Hand
gehen müsste, wurden von Herrn Geh. Rat Direktor Dr. Voss schon im Jahre
•895 gegeben.
Eine bestimmtere Gestaltbekam dieser Plan erst im Jahre 1897, und im
Beginne des Jahres 1898 konnte auf Grund eines Vergleichs der Magazin- und
Dublettenbestände mit der Schausammlung die Disposition des Kataloges ge-
wonnen werden.
Für die Durchführung der Arbeit waren die meisten Schwierigkeiten bei
der Keramik der IL V. Ansiedelung zu erwarten. Die von Poppelreuter auf-
gestellte Dreiperiodeneinteilung wurde auch für die Gruppierung der grossen Masse
im Kataloge beibehalten, und daraus ergab sich dann die Disposition in 4 Ab-
teilungen, in die sich das umfangreiche Material nach den Prinzipien der Technik,
der Formen und der Ornamentik einordnen Hess.
Freilich erwies sich bei der I. Abteilung die von Poppelreuter auch durch
die Aufstellung zum Ausdruck gebrachte Spezialisierung nicht immer als geeignet
für die katalogmässige Aufzeichnung; es mussten vielmehr unter grösseren Ge-
sichtspunkten grössere Formengruppen zusammengefasst werden. Doch lehrt ein
Vergleich der oben aufgezählten Poppelreuter'schen Gruppen mit den im Kataloge
endgiltig festgehaltenen, wie seine Ideen bei der Katalogisierung verarbeitet
werden konnten. Die erste, zweite, vierte, sechste und siebente Gruppe Poppel-
reuters haben sich für die Entwickelungsgeschichte ihren Fortbestand gesichert.
Aber so gewiss auch massgebenden Beob-
die Dreiperiodeneinteilung auf
achtungen beruht, den thatsächlichen Verlauf der Entwickelung im Einklänge mit
der Baugeschichte von Troja lernen wir durch sie nicht kennen. Für sie müssen
wir uns auf Einschränkungen und Berichtigungen gefasst machen. In dieser Hin-
sicht mag schon jetzt folgendes hervorgehoben werden: Die gewiss wichtigen
F"ragen, welchen allmählichen Fortgang die troische Keramik innerhalb der 3 Bau-
perioden der II. Ansiedelung genommen hat, wie weit sie beim Untergange der
II. Ansiedelung vorgeschritten war, wie wir uns schliesslich den Übergang zur
vollendeten Stufe der VI. Ansiedelung entwickelungsgeschichtlich zu denken haben,
diese Fragen finden bei der theoretischen Dreiperiodeneinteilung nicht ihre Be-
antwortung.
Die Aufklärung ist hier allein abhängig von Einzelgrabungen an geeigneten
Stellen der 11. Ansiedelung von Troja und noch wirksamer von Gräberfunden, die
uns für diese zurückliegenden Epochen in Kleinasien noch fehlen. Erst in jüngster
Zeit ist von dem französischen Ingenieur Paul Gaudin in Smyrna in der perga-
menischen Landschaft eine alte Nekropole bei Jortan Kelembo entdeckt und
Einleitung. XIII

erforscht worden, die sich mit ihrem Jnhalt durchaus an den troischen Formen-
I
kreis anschliesst. Ein Teil der Funde ist auch in das Antiquarium der Kgl. Museen
gelangt und harrt einer besonderen Behandlung.
Nur einige Grundfragen sind für die wünschenswerte Kenntnis der Ge-
schichte der vormykenischen Keramik von Troja durch die Ausgrabungen
bisher beantwortet worden.

I. Das Alter der Töpferscheibe in Troja.


Die Einzelgfrabungen, die im Jahre 1894 in den Quadraten G5 6 vor- —
genommen wurden, also an derjenigen Stelle, wo durch Nebeneinanderstellung der
3 Burgmauern der II. Ansiedelung auch eine Ablagerung der entsprechenden
Kulturschichten bedingt war, haben das wichtige Resultat ergeben, dass zwischen
der Burgmauer der zweiten und dritten Bauperiode, also im Laufe der zweiten
Bauperiode der IL Ansiedelung die rohen, auf der Scheibe gedrehten Teller


(Gruppe 9 Kat. No. 885 957) auftraten. Da diese Teller ohne Zweifel die ursprüng-
lichste Scheibentechnik offenbaren, so ist mit dieser Entdeckung das hohe Alter
der Töpferscheibe in Troja gesichert. Die Museumsarbeit hat dann eine ganze
Reihe anderer Gefässformen ergeben, die sich technisch an die rohen Teller an-
schliessen und dieselbe Fabrik verraten, namentlich die Becher, Tassen und Kannen
(Gruppe 9. II. 12). Es liegen also hier die Keime einer neuen technischen und
formellen Entwickelung vor.

2. Die Dauer der Keramik der ältesten Ansiedelung.


Bei den genannten Einzelgrabungen des Jahres 1894 fanden sich zwisch(>n
der hinteren und mittleren Burgmauerlinie ziemlich tief im Zusammenhange mit
einem vor die hinterste Burgmauer gelegten Pflaster charakteristische Scherben
der I. Ansiedelung, Bruchstücke von Schalen mit röhrenförmigen Horizontalösen
und die Schale No. 396, die ihre Gegenstücke in der Keramik der ältesten An-
siedelung findet. Diese keramischen Produkte gehören also in die erste Periode
der IL Ansiedelung. Daraus ergiebt sich, dass die Keramik der I. Ansiedelung
bis in die Zeit der ersten Periode der II. Ansiedelung Bestand gehabt hat, d. h.
dass die Kulturträger der I. Ansiedelung sich auch an dem Bau der
IL Ansiedelung beteiligt haben.
Schliemann hatte dies anfänglich (Ilios S. 241 f.) geleugnet und zwischen
der I. und II. Ansiedelung einen Bevölkerungswechsel angenommen. Aber es ist
sehr bemerkens- und anerkennenswert, dass er im Jahre 1890 auf dem Wege einer
besseren Erkenntnis war. Bei der Campagne dieses Jahres wurden nämlich zum
ersten Male die 3 Bauperioden der IL Ansiedelung konstatiert und dabei im Laufe
der ersten Bauperiode auch eine Topfware beobachtet, die mit der der ältesten
Ansiedelung durchaus identisch ist (Bericht 1890 S. 21).

3. Die Keramik der dritten Bauperiode der IL Ansiedelung.


Wie weit die Keramik in der dritten Bauperiode der U. Ansiedelung
gediehen war, muss noch unbekannt bleiben, da die diesbezüglichen Untersuchungen
kein ausreichendes Material geliefert haben. Zwar drückt sich Schliemann an der

XrV Einleitung.

genannten Stelle auch inbezug- auf diese Frage ganz bestimmt aus „Erst nach
:

und nach bildet sich die Topfware zu den Formen aus, wie sie in der dritten und
letzten Periode der U. Stadt vorkommen." Aber welche Vorstellungen er mit
diesen Worten verbunden hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Auch eine nach-
trägliche Kontrolle ist bisher nicht möglich gewesen. Immerhin werden wir ver-
muten können, dass die im Aufschwung begriffene Scheibentechnik sich immer
mehr der alten Formen bemächtigte und die ihr ursprünglich eigentümlichen
Formen zur weiteren Entwickelung brachte, wie dies durch die Gruppen lo 13 —
veranschaulicht wird.
Die Beobachtungen Schliemann's aus dem Jahre 1890 aber beweisen, wie
auch er schon damals auf dem Gedankenwege war, der bei der Umstellung der
Siimmlung massgebend geworden ist. Da er sich auch bezüglich der Bedeutung
der II. und VI. Ansiedelung auf Grund der Ausgrabungen von i8qo der veränderten
Sachlage anzubequemen wusste, werden wir annehmen können, dass die Umstellung
und Neuordnung in seinem Sinne geschehen ist.
Was die keramische Terminologie angeht, so wäre folgendes voraus-
zuschicken. Bei der Bestimmung der Technik bezieht sich „grob" auf die Thon-
qualität, „roh" auf die Behandlung der Oberfläche. Für die Bestimmung der
Gefassformen musste vielfach nach neuen Termini gesucht werden. Die Bezeich-
nung „Gesichtsvase" wurde beibehalten, obgleich sie eigentlich nur für die
andeutende Art der ältesten Keramik zutrifft. Von dieser Gesichtsvase wäre also
die „Menschenvase" der IL V. Ansiedelung zu unterscheiden. Bei den Schnur-
ösenge fassen konnten 2 Typen abgesondert werden: der Schnurösenkrug und
die Schnurösenflasche. Seltener findet sich die Schnurösenbüchse. Ein
spezifisch troischer Gefässtypus ist auch die Deckelamphora, ein amphorenartiges
Gefäss, weitbauchig mit engem Halse, auf das die Armstumpfe der Gesichtsvase
übertragen werden auch die plastische Doppelspirale, ein echt troisches Dekorations-
;

motiv, wahrscheinlich aus einer bogenförmigen Handhabe entstanden, ist ihr eigen-
tümlich. Dazu gehört in der Regel ein Stülpdeckel, dessen Form von der
Gestaltung der Handhaben abhängt. Im allgemeinen musste auf Rand-, Henkel-
und Fussbildungen besonderes Gewicht gelegt werden, weil sie je nach dem
Grade der Entwickelung sehr verschieden sein können. Bei der Kanne sind von
der Randbildung, beziehungsweise von der Art des Ausgusses ihre Grundtypen
und Variationen abhängig. Sehr vielgestaltig sind die Becher und Tassen.
Dabei war es mitunter schwierig, dii; Grenzen zwischen Becher und Kanne oder
Becher und Tasse zu finden. Was den Unterschied von Schale und Schüssel
betrifft, so wird im allgemeinen als Schale das kleinere, als Schüssel das grössere

Gefäss bezeichnet. Aber auch hier mögen bei der Schwierigkeit der Grenz-
bestimmung Schwankungen und Ungleichheiten sich eingefunden haben. Unter
den Begriff „Napf" sind Gefässe mannigfacher Form eingeordnet worden.
Bezüglich der 20 keramischen Einzelgruppen der I. Abteilung ist folgendes
zu bemerken:
Die Gruppen i — 4 repräsentieren eine ziemlich einheitliche Fabrikation,
deren Merkmale besonders an der Thonbereitung erkennbar sind. Die übrige
Masse der ersten Periode der Technik ist in den Gruppen 5 — 7 zusammengefasst.

Einleitung. XV
die unter sich nach Thonqualität, Brand und Oberfläche zu sondern sind. Die
Übertrag-ung der Zierwarzen von der Gesichtsvase auf andere Formen soll Gruppe 8
vorführen.
Die sogen, „g-eflämmten" Gefässe sind im Kataloge für die zweite und
drittePeriode der Technik nicht mehr als besondere Gruppen aufg-efasst worden,
da bei ihnen die Annahme einer nachträg-lichen, auf Zufall beruhenden Flämmung-
naheliegt.

Die neuen Formen der Scheibentechnik offenbaren sich in ihrer Ursprüng-


lichkeit in den Gruppen 9 und 11, wobei der Übergang- der einen Form in die
andere, das Schwanken zwischen Tasse, Becher und Kanne beachtenswert ist.
Den Form engebung beobachtet man in Gruppe 12. Wie aber
Fortschritt in ihrer
auch die alten Formen der Handarbeit in die Herrschaft der Scheibentechnik
hineingezogen werden, zeigen die Gruppen 10 und 13. Dabei ist es auffallend,
wie wenig die alten Tassenformen in der neuen Technik Anklang finden (Kat.
No. 1458 — 1467) und andererseits, wie eine spezifisch troische Form, das bitraq
dnqjiKuireXXov, erst hier seine Variationen und Abstufungen erlebt, trotz der
Schwierigkeit der Technik (Kat. No. 142 i — 1455).
Dass aber die Handarbeit trotz der mächtigen Fortschritte der Scheiben-
technik in der zweiten Periode an Lebensfähigkeit noch nichts eingebüsst hat,
zeigt die umfangreiche Gruppe 14. Sie vereinigt alles, was nach Thonschlemmung,
Brand und Überzug mit den Gefassen der Scheibentechnik konkurrieren kann.
Auch manche Formeneinzelheiten beweisen, wie sehr die Handarbeiter um die
Konkurrenz bemüht waren: z. B. die Gefasse mit breiten Horizontalrillen und
Hohlkehlen (Kat. No. 1495. 1496. 15 16. 15 17. 1709; vgl. 1456); die eigenartigen

Tassengruppen (Kat. No. 1659 1664; 1665 1668; 1669 1678); auch die giit- —
gefarbten Exemplare mit fein abgerundetem Boden (Kat. No. 1679 1686) gehören —
hierzu; ferner Einzelheiten von singulärer Bedeutung (Kat. No. 1506. 1516. 1523.

'535)- Für die Stellung dieser Gruppe 14 ist auch die Verkümmerung der Schnur-
ösen beachtenswert; sie werden dekorativ und sind von den Zierwarzen der
Gesichtsvase wohl zu unterscheiden (Kat. No. 1703 1709). —
Das Nebeneinander von Scheibentechnik und Handarbeit illustrieren Formen-

gleichheiten,' wie Kat. No. 1382 und 1558, beide gleichförmige Amphorenkrüge
mit 3 Schulterhenkeln, die an sich einer jüngeren Bildung entsprechen.

Manches aus Gruppe 14 scheint sogar in die dritte Periode der Technik
hineinzugeboren. Mit einiger Bestimmtheit lässt sich dies wohl von den Gefassen
aus feinem, hellgrauem Thon sagen, der ein charakteristisches Merkmal der
Gruppe 20 ist (Kat. No. 1561. 2447. 2451). Im allgemeinen aber wird es zutreffen,

dass in der dritten Periode der Technik die Handarbeit zu den Ausncihmen
gehört. Hier hebt sich als ein Zeichen der vollendeten Handhabung der Töpfer-
scheibe die „leichte Fabrik" heraus (Gruppe 15). In dieser erscheint die Gesichts-
va.se noch ohne wesentliche Form Veränderungen (Kat. No. 1830—1836). Von dieser
unterscheiden sich dagegen die anderen Exemplare dieser Epoche, an denen sich
die dekorative Umgestaltung der ursprünglich naturalistischen Elemente deutlich
wahrnehmen lässt (Kat. No. 1837— 1862). Ihre nach unten sich erweiternde kegel-

XVI Einleitung.

artig-e Form (auch Birnform genannt) kehrt bei anderen Gefässen der Gruppe 17
und IQ wieder.
Dass die Schale mit aufg'emaltem Kjeuz (Gruppe 18) einer jüngeren Ent-
wickehing- angehören niuss, ist in „Troja-Ilion" S. 266 begründet worden. Die
weiteren Fortschritte der Formengebung zeigt Gruppe 19, besonders in der Aus-
gestahung der Schale (Kat. No. 1971 —
1988), der Becher (Kat. No. 1996 2002; —
vgl. 1868 —
1885), der Büchsen (Kat. No. —
2046 2050), während die Tasse etwas
zurückbleibt (Kat. No. 2035 —
2040); neu sind von ihr nur Kat. No. 2041 2043. —
Kntwickelungsgeschichtlich sind die scharfen Horizontalrillen in Gruppe 7 von 1

Wichtigkeit; sie werden in ihrem Auftreten durch die Scheibentechnik begünstigt


und leisten als selbständiges Ornament überhaupt dem Horizontalprinzip in der
Dekoration Vorschub. Auch die Wellenlinie verdankt ihnen ihren Ursprung, wie
schon Poppelreuter mit Recht hervorgehoben hat. So wirken verschiedene Um-
stände zusammen, um das alttroische Vertikalsystem aus der Ornamentik in Troja
zu beseitigen.
In diesem Kreise nähern wir uns bereits der Entwickelungsstufe der
VI. Ansiedelung. Als direkte Vorstufe zu ihr ist Gruppe 20 zu betrachten.
Ihre Gefässe sind aus einem Thon grau-monochromen Ware
gefertigt, der sie der
der VI. Ansiedelung sehr ähnlich macht. So bereiten die Gruppen 17 und 20 die
Beantwortung der oben aufgeworfenen Frage, wie man sich den Übergang zur
höchsten Entwickelungsstufe der troischen Keramik zu denken hat, wenigstens
theoretisch vor, ohne dass die Ausgrabungen in Troja oder sonstige fest zu
datierende Funde aus Kleinasien augenfällige Anhaltspunkte dafür geboten hätten.
Die IL Abteilung umfasst die ornamentierten Gefasse der vor-
mykenischen Epochen. Die bei der Katalogisierung der ersten Abteilung ge-
machten Erfahrungen empfahlen hier eine Zweiteilung: die ältere Stufe (Kat.

No. 2223 2446) mit einer Dekoration, die als alttroische sich im wesentlichen an
die Hals- und Brustschmuckornamentik anlehnt; ihr gegenüber die jüngere Stufe
(Kat. No. 2447 —
2473), in der zwar noch die alten Muster Bestand haben und auch
ihre Bedeutung noch hin und wieder zum Ausdruck kommt, dann aber als fremdes
Element die eingetiefte Spirale der vormykenischen Zeit, vermutlich infolge
eines Einflusses der Inselkultur (vgl. die Büchse Kat. No. 2051. 2052), zugleich als
Vorbote einer neuen Geschmacksrichtung, eindringt.
Die im Kataloge durchgeführte Gruppierung der ornamentierten Gefässe
entspricht der Darstellung in „Troja-Jlion" S. 273 ff. Es ist dabei zu bemerken,
dass schon Poppelreuter eine kleine Reihe von Gefässen mit Halsornamentik an
den Anfang der Entwickelung gestellt und auch die hängenden Vertikalbänder in
einen richtigen Zusammenhang mit der Halsverzierung gebracht hat. Die Schulter-
dekoration aber glaubte er als ein neues Entwickelungsstadium im Zusammen-
hange mit der Bekleidung des Menschen erklären zu müssen. In der That ist sie
nichts Neues, und das ganze Ornamentsystem von Troja lässt sich als die Grund-
lage der weiteren bis in die Zeit der Dipylonvasen und noch später bestehenden
geometrischen Gefässdekoration nachweisen, wie an anderer Stelle geschehen soll.
In der HL Abteilung sind die Vorratsgefässe der IL V. Schicht ver-
zeichnet. Ihnen ist auch ein Pithos der VI. Ansiedelung (Kat. No. 2532) angegliedert
Einleitung. XVII
worden. Noch jüngfer sind die Fragmente mit eingestempelten Mustern (Kat. No.
2552. 2553).
In die IV. Abteilung sind alle Gefässe gekommen, die sich unter die
vorigen Gruppen nicht einreihen Hessen. Es finden sich darunter vielfach Formen,
die den bisher behandelten Typen gleichen. Ihre rohe Technik aber Hess es nicht
Dubletten zu den vorherigen Gruppen aufzufassen und zu behandeln.
zu, sie als
Entweder sind sie als „Bauernkeramik" zu allen Zeiten der vormykenischen Ent-
wickelung entstanden, oder sie gehören Zeiten des Verfalls an, die während einer
Jahrhunderte andauernden Entwickelung nicht ausgeschlossen sind.
Die Katalogisierung der Keramik aus den jüngeren Schichten, der VI. IX. —
Ansiedelung konnte sich eng an die Aufstellung der Gegenstände in den
Schränken anschliessen.
Zum Abschnitt „Buckelkeramik" bemerke ich, dass die Bezeichnung
„imitiertes Schnurornament" für die Art der Verzierung auf den Gefässen
Kat. No. 3620. 362 I bei den Prähistorikern üblich ist, z. B. für analoge Verzierungs-
arten im Grenzgebiete des Lausitzer Typus (vgl. A. Götze, Die Vorgeschichte der
Neumark 1897 S. 2 7 f.). Auch sonst findet sich das Ornament auf europäischem
Boden. Doch soll die Bezeichnung „imitiertes Schnurornaiiient" auch mit Götze
keineswegs auf die Möglichkeit der Nachahmung eines gleichzeitigen oder gar
neoiithischen technischen Vorbildes hinweisen. Andere nennen dieselbe Ver-
zierungsart „falsches Schnurornament".
Wenn bei Kat. No. 3625 ff. die tangential verbundenen Kreise als zu
den jüngeren, geometrischen Ornamenten gehörig bezeichnet werden, so betrifft
dies die geometrische Ornamentik überhaupt unabhängig von der Technik.
Zu Kat. No. 3996 ff. wäre zu bemerken, dass die Art der „Barbotine-
technik" nur in den Ornamenten und allenfalls noch im Beiwerk der Darstellung-
gesehen werden kann.
Die äusseren Schwierigkeiten, die bei dem keramischen Teile aus dem
Zusammenfügen drei getrennt aufbewahrter Abteilungen, der Schausammlung, der
Magazinsammlung und der Dublettensammlung, erwuchsen, brachten es vielfach
mit sich, dass an bereits abgeschlossene Gruppen von Funden „Nachträge" an-
gefügt wurden.
Die Spinnwirtel mussten bei dem grossen Umfange des Materials in
grosse Gruppen zusammengefasst werden. Dabei Hessen sich die Formen und
Muster nicht einzeln berücksichtigen doch hat jeder Spinnwirtel seine feste Stelle
;

im ganzen System der Ordnung erhalten, sodass mit Hilfe der wenigen Abbildungen
auf den Tafeln eine Übersicht über das Ganze gut möglich sein wird.
Die Katalogisierung der Schatz- und Einzelfunde musste sich natürlich
an die von Götze durchgeführte Ordnung und Aufstellung anschliessen. Dem
Verfasser standen dabei folgende schriftliche Aufzeichnungen Götze's zur Ver-
fügung: ein Bericht betreffend die Neuordnung der Schliemann-Sammlung vom
7. Februar 1899 nebst 3 Anlagen: 1. bezüglich der Zusammensetzungen und
Trennungen; 2. mit einer Begründung der Neuordnung der Schatzfunde; 3. mit
einem Verzeichnis der Einzelfunde. Die Bezugnahme auf den diesbezüglichen Ab-
schnitt in „Troja-Ilion" konnte erst nachträglich vorgenommen werden. Ganz
m
XVm Einleitung.

besonderer Wert wxirde auf die Beschreibung- der Schatzfunde g-elegt. da die
durch sie repräsentierte Goldschmiedekunst noch unvermittelt in der vomiykenischen
Kultur der Mittehneerländer dasteht.
Bei der Bestimmung- der Technik der Metallprodukte erfreute sich der
Verfasser mehrfach der Unterstützung oder Befürwortung des Herrn Dr. H. Lüer,
sowie in Bezug auf den Unterschied von „gravierten" und „eingeschlag-eneu-
Omamenten Xo, 5878. 587Q. 6004. 6005) auch der Beihilfe der Herren
(Kat.
Dr. EPernice und Restaurator Tietz. C
Auch die Datierung der Funde stimmt mit der von Goize testg-esetzten
überein, wenn nicht ausdrücklich eine Abweichung davon vermerkt ist. Doch ist
zu betonen, dass daraus keine Schlüsse auf die Fundschicht zu ziehen sind. Die
Ansätze beruhen, wie schon oben bemerkt, meistens auf Kombinationen, die aus
dem Vergleiclie mit den Schatzfunden oder sonstigem Fundmaterial sich erg-aben.
Viele von den Geg-enständen, die Schliemann in seinen Werken er%vähnt,
befinden sich nicht in Berlin. von Wert zu sein, diese fehlenden
Eis schien
Fundstücke jedesmal so weit wie möglich genau aufzuzählen. Auch die fehlenden
Schatzfunde (C und G) wurden in die von Götze eing-etuhrte Reihenfolge^ auf-
genommen, damit die Gleichförmig^keit mit dem Trojawerke g^ewahrt bleibt. Der
Schatzfund C ist nach Konstantinopel gekommen; von G befindet sich einig^es in
Athen. Der Verbleib der übrigen fehlenden Stücke ist nicht zu ermitteln.
Im allgemeinen ist inbezug auf die Katalogisierung- noch zu erwähnen,
dass litterarische Hinweise nur auf die Werke Schliemann's beabsichtigt waren,
die sonstige Litteratur nur, soweit sie zur Erklärung unumg-äng-lich nötig erschien,
berücksichtigt werden konnte. Es mögen hier noch einig-e Nachträge folgen: zur
Erklärung der Marken auf den Thong-efässen No. 1948. 2027 —
2034 vg-1. J. Poppel-
reuter, Jahrb. d. arch. Inst X 1895 S. 2nf.; zu den Stempeln No, S857fF. Wolters
(bei A. Körte, Athen. Mittlg". 1899 S. 36). der sie zum farbigen Aufdruck auf die
Haut verwendet wissen will. Zu No. 7759 vgl. Furtwäug-ler-Lösehcke, Myken. Vasen
Tf. A. B; zu No. 7976 ebenda Tf. B, 10. C, 17.

R Die Inventarisierung der nicht-trojanischen Altertümer.


Die nicht-trojanischen Altertümer der Schliemann-Sammlung- waren zwar
von der Veröffentlichungf im Kataloge ausgeschlossen, wurden aber ebenfalls einer
Neuordnung von dem Verfasser unterzogi»n und später denientsprechend inven-
tarisiert. Sie enthalten folgende Fundgruppen:
\ 1. sog-en. Heroen-Tumuli der Troas und aus
Funde aus den
Ausg-rabungen daselbst (Inv. No. 9705 — 10426).
^^onstig-en
Sie stammen aus dem Hanai-Tepeh, Besika-Tepeh. Ojek-Tepeh, Pascha-
Tepeh, KurscJiunlu-Tepeh, aus den Grabhügx^ln des Achillous und Patroklos, vom
Bali-Di^ und Eski-Hissarlik bei Bunarbaschi, von verschiedenen anderen Stellen
der Troas, wie Kebrene, OphiA-nion.
2. Funde aus den Nachbarg^ebieten der Troas (^Inv. X o, 104^7 —
«0530).
— —

EiuleitunK.
XIX
Diese stammen aus d(>m Tumulus des Protesilaos ;uit" dein (hrakiscli.-ii
Chersonnes, sowie von Bos-öjük in Phryi^ien.
3. Funde aus Griechenland (luv. No. 10537 — 11270"-').
Die Sammlunji- von i;>-rit-chischcii Kleinfuiulcn besteht in der Hauptsache«
aus Gefässscherben, die eine Übersicht über die nujuochronu! und bemalte 'lopf-
ware der vormykenischen und mykenischen P:poche g-ewähren. Auch einige Kloin-
g-eräte sind bemerkenswert. Die Fundorte sind: Mykenä, Orchomeiujs, Tiryns,
Pylos, Asine bei Nauplia, verschiedene andere P^uidstcli(>n im rel(>i)()ni>es vom ;

den Inseln: Ithaka, Kreta, Therasia.


4. Altertümer aus Äjjfypten (luv. No. i i 2 7 i — i i 87Q).
Diese kleine Sammlung- enthält hauptsächlich Thong-efässe aus allen l'.pdcheii
von den ältesten Dynastien bis in die Zeit der christlichen Kopten. Diese wurden
von dem Verfasser in einzelne keramisch(> Gruppen na(-h ihrer Technik g-esondert
und unter Beihilfe des Herrn Fr. v. Bissing- den einzelnen ägfyptischen Kpcx-hen
zug-ewiesen. Ausser den Thongfefässen sind noch einige Stoffproben aus der
byzantinischen Zeit erwähnenswert.

5. Als Nachträg-e (Inv. No. i 1880— i 1886)


sind die wenigen Gipsabgüsse und «mu weiblich(!r Porträtkopf aus Alexandrien auf-
genonimen worden.

F. Der Druck des Kataloges.


Das Manuskript zum Kataloge der trojanischen Altertümer wurde; am
2. Im Laufe des Monats September 1900 wurde mit
April 1900 abgeschlossen.
dem Druck begonnen, geg(Mi Knde desselben Monats igoi war (;r beendigt.
Die Benutzung des KataIog(!s wird durch die Aufnahme der Abbildungen
in den Text wesentlich erleichtert sein, wenn es auch nicht möglic^h gewesen ist,
jede Formengruppe zu illustrieren. Als wünschenswerte, wenn auch nicht gleich-
wertige Ergänzungen müssen die Abbildungen in den .Schli(!mann'schen Werken
dienen, den>n Benutzung diu-ch die am Ende angefügten Konkordanzlistini er-
leichtert wird.

Die Abbildungen des von Dörpfeld herauszugebenden Trojawerkes sind in


den Katalog übergegangen. Diesi; Reihe von Abbildungen ist für den Abschnitt
„Keramik" .so reichlich wie möglich vermehrt worden. Ebenso sind für die Gold-
.schmucksachen einige Textabbildungen und die Aufnahme der grossen Diademe
auf den Beilagen I und 11 dazu gekommen. Die Wirtelabbildungen wurden auf
den Tafeln 1 IX vereinigt, um eine bes.sere Übersicht über die Dekorationsniotiye
zu geben.

Die mit dem Abschnitt IV des Trojawerkes übereinstimmenden Zeichnungen


.sindvon Herrn Dr. A. Götze, die übrigen sowie di(! Tafeln IV, V, IX von Hi-rrn

Maler M. Lübke, die Zeichnungen der Tafeln I ill, VI VIII von dem Verfasser
angef(>rtigt worden.

Die photographischen Aufnahmen sowie die Autotypien und Strichätzungen


sind von der Firma Meisenbach, Riffarth & Co. besorgt.
XX Einleitung.

Für die Beurteilung' der Textabbildung-en wäre bemerkenswert, dass die


Gefässe in grösseren Reihen zusammengestellt worden sind.
Zum Schlüsse fühle ich mich gedrungen, Herrn Dr. R. Zahn für die freund-
liche Unterstützung- zu danken, die er mir beim Drucke der Einleitung und der
Register während meiner Abwesenheit von Berlin gewährte.

Berlin, im Februar 1902.

Hubert Schmidt.
Inhaltsangabe.

Seite
Einleitung I

Keramik.
L Ansiedelung
Gefasse verschiedener Form Nr. i -248
Unsichere Gefasse ^^ 249- -270
II. —V. Ansiedelung.
L Abteilung. — Die Gefasse nach ihren technischen und formellen Meikmalen
in 3 Perioden der Entwickelung gruppiert.
Erste Periode der Technik: Handarbeit; Brand an offener
flamme
Gruppe I. — Rohe Gebrauchsgefässe in primitiven Formen, z. T. mit piirai-
tiver Randverziernng ,, 271- -301
Gruppe 2. — Die naturalistisch gebildete Gesichtsvase „ 302- -361
Gruppe 3. — Gefasse mit abgeschrägtem Rande „ 362- -404
Gruppe 4. — Die anderen Formen in der Technik der Gruppe 3 „ 405- -500
Gruppe 5- — Gefasse mit anderen Merkmalen einer primitiven Thonbereitung
und Brandmetbode
A. Mit grobsandigem Thon 501- -546
B. Nach Technik und Form zusammengehörig „ 547 555
Gruppe 6. — Geßsse in besserer Technik, mit meist gut bereitetem, häufig
feinkörnigem Thon u. gut behandelter Oberfläche 556- -610
Gruppe 7. — (iefisse, die durch feinere Thonschlemmung oder festeren
sich
,

Brand vor den vorigen auszeichnen 6n- 832


Gruppe 8. — Gefasse mit ornamentalen Warzen und anderen plastischen Ver-
,

zierungen, die der Gesichtsvase entlehnt sind 833- 884


Zweite Periode der Technik: Aufkommen der Scheibenttchiiik
neben der Handarbeit; Brand meist im Schutz vor der Flamme.
HeUthonige Waare .... • . . •
44
Gruppe 9 — Rohe, auf der Scheibe gedrehte Gefasse mit groben Drehsparen,
ohne Ueberzug 885- 1032
Gruppe 10. — Die Gesichtsvase
A, Mit der Hand gemacht „ 1033- 1065
B. Auf der Scheibe gedreht „ 1066 1095
Gruppe II. — Auf der Scheibe gedrehte Gefasse aus derselben Fabrik wie
Gruppe besserer Technik mit Ueberzug und Glältung
9, in . , ,, 1096- 1157
Gruppe 12. — Auf der Scheibe gedrehte Gefasse mit denselben Fabrikations-
merkmalen, wie Gruppe 9 und
in aber entwickelteren Formen
1 1, in „ 1 158- 1248
Grappe 13. — Gefasse Formen, wie
in schon der ersten Periode vor-
sie in
kommen, auf der Scheibe gedreht „ 1249— 493
Gruppe 14. -
— Mit der Hand gemachte (iefässe, nach ihren sonstigen technischen
Merkmalen (Thonschlemmung, Brand, Ueberzug) mit Gruppe 9 13
übereinstimmend , 1494- •1760
Dritte Periode der Technik:
Entwickelte Scheibenarbeit.
Vollendete Thonbereitung. Einheitliche Farbtönung mit feiner
Nüancierttng der unterschiede: grau, braun, gelb, rot . . , 76
Gruppe 15. — Auf der Scheibe gedrehte Gefasse mit auffallend dünnen Wan-
dungen, teils roh, teils durch feinen Pinselaufstrich gefärbt. Die
sog. „leichte Fabrik" ,1761 1829

XXn Inhaltsangabe.

Gruppe i6. — Die Gesichtsvase Seite


A. In der Technik der leichten Fabrik Nr. 1830 1836 —
B. Mit verkümmerten, rein dekorativ verwendeten Gesichts-
formen 1837- 1862

,

Gruppe 17. Gefässe mit scharf geränderten Horizontalrillen 1863 1901 —


Gruppe 18. — Die Schale mit innen aufgemaltem Kreuz oder aussen aufgemalten
,

Radialstreifen .... „ 1902 — 1913


Gruppe 19. — Die übrigen Gefässe mit den technischen Merkmalen der
Gruppen 15—18 „ 1914— 2066
Gruppe 20. — Gefässe in feinem, meist hellgrauem oder graugelbem Thon,
mit glatter oder geglätteter Oberfläche, z. T. mit dem Fabrikations-
merkmal der Gruppe 17 ,, 2067 — 2144
Nachträge zur I. Abteilung „ 2145 2222
IL Abteilvmg. Die ornamentierten Gefässe.
/. In der ersten und zweiten Periode der Technik loi
A. Die Gefässe ohne systematische Verteilung der Ornamente (vgl. Gruppe i) ,,2223 2232
B. Die Gesichtsvasen mit Hals- und Brustschmuck „ 2233 — 2234
C. Die Gefässe mit systematischer Anordnung der Ornamente „ 2235 — 2446
2. In der dritten Periode der Technik 121
Alt-troische Vertikal- und Horizontalbandornamentik. Sternmuster. Erstes Auf-
treten der vormykenischen Spiralornamentik „ 2447 — 2473
m. Abteilung. Die Vorratsgefässe 126
Krüge, Amphoren, Mischgefässe, Pithoi „ 2474 — 2559
IV. Abteilung 135
Rohe Gefässe, nach den Formen geordnet; meist Handarbeit „ 2560—2985
Nachträge zur I — IV. Abteilung , 2986 — 2996
VI. VII. Ansiedelung. Die mykenisierende Epoche der troischen Keramik.
I. Alttroische Formen auf ihrer höchsten Entwickelungsstufe .... 147
a) Schnurösengefässe, Deckelamphoren, Kannen, Teller, Schalen, b^trai;
diaqpiKUlteWov, Tassen, Flaschen, Amphoren, Mischgefässe, Untersätze, Näpfe,

b)
Büchsen, Sauggefässe, Ringgefässe, Tiergefässe, Verschiedenes
Bruchstücke mit Tiefornamenten
„ 2997 — 3327
3328 336/
H. Importierte mykenische und andere Waare 163
a) Bruchstücke von bestimmten Fundstellen 3368 — 3385
b) Mykenische Waare 3386 — 3479
c) Andere importierte Waare „ 3480 — 3485
m. Nachahmungen von mykenischen Gefässen 167
a) Mykenische P'ormen in troisch-monochronier Technik „ 3486 — 3501
b) Gefässe in troischer Technik mit Mattm.alerei „ 3502 — 3551
IV. Nachträge und Zusätze 169
Einzelheiten. Figürliches. Bemalter Spinnwirtel ,, 3552 — 3564
VII. Ansiedelung. Zweite Bauperiode.
I. Die Buckelkeramik 172
Näpfe, Kannen, Amphoren, Mischgefässe, Schalen, Tassen, Becher, Verschiedenes „ 3565 — 3647
II. Troisch-monochrome "Waare. Bemaltes 17g
Napf. Sog. VIgR-Gattung „ 3648—3649
VIII. —IX. Ansiedelung. Die griechischen und römischen Epochen.
I. Topfwaare der älteren, griechischen Zeit. 8.-4. Jahrh. v. Chr. . . 180
A. Importierte ll'aare.
Geometrisch-bemalte Gattungen, Protokorinthisches, Kleinasiatisches, Schwarz-
figuriges, Rotfiguriges, Gefirnisste Waare mit eingepressten Ornamenten,
Verschiedenes
ß. Einheimische, bemalte Waare.
„ 3656 — 3915
Nachahmungen u. dergl. z. T. mit eingetieftem Wellenornament , 3916—3933
C. Gefässe griechischer Form in troisch-monochromer Technik.
Aeltere und jüngere Gattungen „ 3934 — 3964
n. Hellenistische Topfwaare 195
Megarische Gefässe, gefirnisst und bunt bemalt, Reliefgefässe, Verschiedenes „ 3965 — 4002
m. Topfwaare der römischen Epoche 197
Verschiedenes „ 4003-4030
IV. Thonlampen 199
a) Griechische ca. des 4. — 3. Jahrh „ 4031 — 4063
b)
c)
Hellenistische
Römische
, 4064 — 4080

, 4081 4090
Inhaltsangabe. XXIII

Nachträge zur I. —IX. Ansiedelung Nr. 4091— 4098


Seite

Anhang 203
Glasierte Gefässe aus dem Mittelalter ,, 409g — 4102

Spinnwirtel.
A. Thönerne Spinnwirtel 204
I.Die nicht verzierten "Wirtel nach ihren Formen geordnet „ 4103 — 4495
IL Die verzierten Wirtel
a) Die Reihen mit systematischer Kreiseinteilung , 4496—5078
1)) Die (iriippen mit verschiedener Del(or.ilion „ 5079 — 5618
B. Durchlochte Gefässscherben 223
Nach der Technili der Gefässe ans der 11.-- VI. Ansiedelung „ 5619 — 5637
C. D. Wirtel aus verschiedenem Material. Nachtrag 224
Aus Stein, Knochen, Blei, Thon „ 5638-5816

Schatzfunde
A. Der grosse Schatz. II. Ansiedelung 225
I. Gegenstände ans Uronze und Ivupfer ,, 5817 5858
II. Gegenstänile aus Kdelmetall 5859 — 5972
B. II. — III. Ansiedelung 237
Gegenstände aus Silber und Bronze 5973 — 5975^
[C. In A'onstanliiiopel] 237
D. n. m. Ansiedelung 237
Schmuclisachen aus Gold und Silber „ 5976 — 5999
E. II. m. Ansiedelung 238
Steinperlen; Goldslangen „ 6000 -6002
F. IL— m. Ansiedelung 239
Schniuclisachen aus Gold „ 6003 — 6015
[G. Fehlt in der Sammlung] 240
Ha. n.— V. Ansiedelung 240
Schmucksachen aus Gold „ 6016 — 6029
Hb. VI. Ansiedelung 240
Schmuckstück aus (iold „ 6030
I. IL Ansiedelung 240
Schmucksachen aus Gold und Silber ,, 6031 — 6045
K. IL Ansiedelung 241
Waffen. Geräte, Figürliches aus Bronze „ 6046 — 6054
L. II. Ansiedelung 242
Steingeräte und Schmucksachen ,. 6055-6120
M. n. m. Ansiedelung 244
Schmucksachen, Ziergeräte, Verschiedenes „ 612 1 — 6124
N. n. Ansiedelung 245
Schmucksachen „ 6125 — 6132
O. n.ni. Ansiedelung 245
Schmucknadeln <'I33- 6134
P. VI. Ansiedelung 246
Waffen und Geräte aus Bronze , 6135- 6139
Q. rr. Ansiedelung 246
Schmucksachen aus Gold, Silber und Bronze „ 6140
B. II. m. Ansiedelung 246
Schmucksachen „ 6141— 6145
S. IL m. Ansiedelung 247
Waffen, Gefäss aus Bronze 6i4&- 0147
———

XXIV Inhaltsangabe.

Einzelfunde. seit»

I. Gegenstände aus Metall 248


n. V. Ansiedelung
Waffen, Flachcelte, Hausgeiät, Werkzeug, Schmucksachen, Verschiedenes . Nr. 6148 — 644t)
VI. Ansiedelung
Waffen, Gelte, Hausgerät, Werkzeug , 6447—6462
vn. Ansiedelung
Hausgerät, Werkzeug, Äxte und Hämmer, Si limucksachen „ 6463 — 6487
Vm. Ansiedelung
Hausgerät, Werkzeug, Fibeln „ 6488 — 6499
IX. Ansiedelung
Waffen, Hausgerät, Werkzeug, Fibeln „ 6500 — 6532
vn. -IX. Ansiedelung
Waffen, Hausgerät, Werkzeug, SchmucU, Veiscliiedenes „ 6533-6600
Undatierbar
Waffen, Flachcelte, Hausgerät, Werkzeug, Schmuck, Verschiedenes 6601 — 6722
II. Metallurgische Geräte 265
n. V. Ansiedelung
Gussformen aus Stein und Thon 'J723 — 67^4
VI. Ansiedelung
Gussformen aus Stein ,. 6765—6767
vn. IX. Ansiedelung
Gussformen aus Stein und Thon „ 6768 — 6778
Undatierbar
Gusstrichter, Unterlagen, Schmelztiegel, Verschiedenes „ 677g — 6855
m. Gegenstände aus verschiedenem Material 270
n. V. Ansiedelung
Schleudergeschosse, Gewichte, Schutzplatten u. a. m , 6856 — 6904
vn.— IX. Ansiedelung
Pfeilspitzen, Schleudergeschosse „ 6905—6919
Undatierbar
Pfeilspitzen aus Geweih und Knochen „ 6920 -6929
IV. Steingeräte 271
Beile, Meissel, Hacken, Hämmer, Keulenköpfe 6930-7342
V. Idole, Thierflguren, Symbolisches 277
Idole verschiedener Form aus Stein, Muschel, Knochen, Thon ; Thierfiguren
aus Thon; Symbolisches „ 7343 — 1^1^
VI. Geräte für Spiel und Musik 284
Brettsteine (?), Astragalen, Klappern, Saitenhalter, Verschiedenes .... „ 7672 — 7706
VII. Bekleidungs-, Schmuck- und Luxusgegenstände 286
Perlen, Anhänger, Zierknöpfe, Schieber, I^adeln, Kämme, Löffel, Stabknäufe,
Gefässe, Ver.schiedenes aus Elfenbein, Knochen, Geweih, Muscheln, Stein,
Thon, Glas, Fayence „ 7707 — 7986
VIII. Hausgerät und "Werkzeug 294
Webstuhlgewichte und Ahnliches, Thonrollen, linsenförmige Thongeräte,
Netzsenker, gerillte und gekehlte Geräte, Messer, Sägen, Sch.iber, Schleif-
sleine, Polier- und Reibgeräte, Stempel, Siegelcylinder, Spielkugeln, Ver-
schiedenes aus Thon, Stein, Geweih und Knochen ,, 7987 — 9328
IX. Gegenstände unbekannten Gebrauchs. Skelettreste 308
Gegenstände aus Stein, Knochen, Elfenbein, Muscheln; Lehmziegeln;
Vegetabilien. Skelettreste „ 9329 —9501
X. Verschiedenes aus der VIII. und IX. Ansiedelung 310
Figürliche Terrakotten, Marmorsculpturen, .Vrchitekturstücke, Inschriften,
Römische (Grabfunde
— „ 9502 — 9681
Nachträge zu den Einzelfunden I X 9682—9704
Tabellen zu den Abbildungen in Schliemanns Atlas trojanischer
Altertümer, Ilios 1881, Troja 1884, Bericht 1890 321
Verzeichnis der abgegebenen Dubletten 331
Sachregister 337
;

Die Keramik.
I. Ansiedelung.

I. 2. 2 kesselartige Gefässe mit 3 hohen —


pen von 5 7 Parallelstrichen; die Furchen mit weisser
Masse ausgefüllt.
Füssen und einem breiten Vertikal-Henkel der ;
Th. grob, mit Steinchen Überzug bräunlich, ge-
;
obere Rand mit mehreren, weit von einander glättet; Brand schlecht und ungleichmässig Spuren ;

abstehenden Zacken versehen. H. 0,27. 0,31; von Flämmung.


Dm. d. Öffng. 0,17. 0,20; gr. Umfg. 0,69.0,75. Aus mehreren Stücken
Th. grob, mit Steinchen, ohne Überzug ; schlecht ge- zusammengesetzt und stark
brannt; No. I rötlich, No. 2 bräunlich. ergänzt.
Beide Gefasse aus mehreren Stücken zusammen- Vgl. „Troja-Ilion" S. 246
gesetzt und stark ergänzt; besonders die Fussenden Fig. 98.
und ein grosser Teil der Ränder modern doch ist ; 14. Bruchstück einer Schüs-
die Form sicher. sel vom Typus a mit be-
Nach Schi. liios S. 258 auf dem Felsen, 5 1 '/s Fuss
sonders
\Jr> stark verdicktem
„in einer kleinen, grabartigen Vertiefung, welche
tief,
durch drei 26 Zoll lange und 18 Zoll breite Steine Rande; an einer Stelle er-
No. 13.
gebildet und verwahrt wurde", gefunden, also sicher weitert sich der Rand; an
der ältesten Epoche angehörig. der Unterseite eine rollenförmige Handhabe
Die Gefässe wurden als Graburnen verwendet; mit 2 vertikalen Schnurösen. Gr. Lge. 0,155.
in beiden fand sich nach Schi, menschliche Asche,
in dem zweiten ausserdem noch die Knochen eines
6 Monate alten Embryo.
Abg. Schi. Ilios S. 259 No. 59.
3—8. 6 Randstücke von Gefässen, wie No.
I und 2, mit Zacken.
No. 5 —8
mit kleinen, vertikalen plastischen Rippen,
die zackenartig über den Rand hervorragen.

9. Pappschachtel mit 10 Randstücken von Ge-


fässen wie No. I und 2.
Mit Zacken und plastischen Rippen.
Nc. 14. No. IS.
10. II. Spitze Füsse von Gefässen wie No.
I und 2. Gr. Lge. 0,175. 0,195; gr. Br. 0,085. Auf dem Rande radiale und schräge Parallelstrich-
0,005. gruppen; an der Stelle wo sich der Rand erweitert
In gleicher, roher Technik ; an den Rändern rötlich gegenständig nach innen und aussen sich öffnende,
und gelblich gebrannt. ineinander geschobene Winkelgruppen.
Th. erdfarben, griesartig, mit feinen Quarzteilchen
12. Pappschachtel mit 18 Bmchstücken von
durchsetzt; Brand ungleichmässig, an offener Flamme,
spitzen Füssen wie No. 10. 11. sodass im Bruch hellere Streifen sichtbar werden
Dubletten: 140. die Oberfläche mit feiner, graubrauner Thonschlemme
13. Tiefe Schüssel mit innen verdicktem überzogen und mechanisch geglättet; Glättestriebe
vielfach sichtbar.
Rande (Typusa). H. 0,14: Dm. d. Öffng.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 247 Fig. 104.
0,30.
Auf der Innenseite des verdickten Randes eingetieftes 15. Randstück einer Schüssel vom Typus a
Furchenornament schräg im Zickzack gestellte Grup-
:
mit erweitertem Rande ; die Handhabe unter-
— ;

Die Keramik. — 1. Ansiedelung.

halb des Randes ist leistenförmig mit 2 verti- 27—31. 5 Schüsseln, bez. Schalen vom Ty-
kalen Schnurlöchern. Gr. Lge. 0,105. pus b. —
H. 0,125 0,06; Dm. d. Öffng.
Auf dem inneren Rande eine eingetiefte Zickzacklinie. 0,285 — 0,1 10.
Technik wie bei No. 14; heller gebrannt. Technik wie bei No. 14 ff.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 247 Fig. 103. Aus vielen Stücken zusammengesetzt und stark
16. Randstück einer Schüssel des Typus a ergänzt; z. T. gehören die Stücke gar nicht zu-
mit 2 zackenartigen Erweiterungen der eine ;
sammen.
Zacken ist abgebrochen unterhalb doppelt
; 32. Randstück einer Schale vom Typus b,
durchbohrte Handhabe. Gr. Lge. 0,100. mit horizontaler Schnuröse. Gr. Lge. 0,075.
Technik wie bei No. 14; die Glättung etwas roher; grau. Besonders fein geglättet; die Oberfläche wie Email;
17—22. 6 Randstücke von Schüsseln vom Spuren der Flämmung.
Typus a, No. 19 22 mit Schnurösen ver- 33. Randstück einer besonders grossen Schüs-
schiedener Form. Gr. Lge. 0,08 0,13. — sel vom Typus b, mit grosser horizontaler
Am Rande Furchenornament; Parallelstrichgruppen; Schnuröse. Gr. Lge. 0,140.
Wellenlinie bei No. 22 an einer breiteren Rand-
;
Vgl. „Troja-Ilion" S. 247 Fig. 105.
stelle Biischelornament.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 247 Fig. I02.
23. Pappschachtel mit 20 Randstücken der
Schüssel vom Typus a ohne Ornament.
24. Schüssel mit scharf abgesetztem und nach
innen gerichtetem Rande; an diesem sitzt eine
röhrenförmige, zum Durchziehen einer Schnur

Nc. 33. No.34.

34. Randstück einer Schüssel Typus b; vom


die lange, röhrenförmige Schnuröse mit Vertikal-
rippen und Hohlkehlen gegliedert. Gr. Lge.
0,095.
Hellgrau.

No. 24.
35. Randstück einer Schale vom Typus b;
die Schnuröse mit doppelter, vertikaler Durch-
horizontal durchbohrte Handhabe (Schnuröse) bohrung wie beim Typus a. Gr. Lge. 0,115.
und an der Stelle des Umbruchs 3 Zierbuckel Besonders grober Thon und schlechter Brand.
Abg. Schi. Ilios S. 245 No. 24.
der Boden eingedrückt. Typus b. H. 0,10;
Dm. d. Öffng. 0,20. 36—41. 6 Randstücke von Schüsseln des
Die beim Typus b üblichen Zierbuckel des Randes Typus b mit glatten und gerippten röhren-
sind wohl die ornamental gewordeneu Reste von Hand-
haben.
fönnigen Schnurösen. Gr. Lge. 0,06 0,085. —
In grober Technik; No. 36 ohne Überzug und Glät-
Graubraun
Aus
; gut geglättet.
vielen Stücken zusammengesetzt und z. T.
tung; No. 36 —
38 mit Spuren der Flämmung.

ergänzt. 42—53. 12 Randstücke der Schale vom


Abg. Schi. Ilios S. 247 No. 38. Typus b. Gr. Lge. 0,023 — 0,085.
„Troja-Ilion" S. 247 Fig. 99. 106. No. 51 und 53 am äusseren Rande einfache Zickzack-
linie zwischen Parallelstrichen; die Furchen mit
25. Flache Schale vom Typus b, ohne weisser Masse ausgefüllt; No. 52 an derselben Stelle
Schnurösen, mit eingedrückter Standfläche. schräge Parallelstrichgruppen, darunter einfache Zick-
H. 0,047 Dm. d. Öffng. 0,145. zacklinie; mit weisser Füllmasse.
;

Technik wie No. 24. In feinerer Technik mit verschiedener Nüancierung


;

Aus mehreren Stücken zusammengesetzt, etwa der Farbtöne hellgrau, dunkelgrau, gelbbraun, braun,
:

mit dem Rande ergänzt. dunkelschwarz; feine mechanische Glättung.


'/s

54—68. 15 Randstücke der Schale vom


26. Schale vom Typus b in Miniaturform;
Typus a und b.
mit flachem Fuss und horizontalen Schnur-
No. 62 Zickzacklinie; No. 59 vertikale Strichgruppen;
ösen am Rande. H. 0,037; Dm. d. Öffng. N0.68 schräge Parallelstrichgruppen ;No. 64 67 schrä- —
0,062. ge Parallelstrichgruppen; darunter Zickzacklinie; No.
Th. grob; ungleichmässiger Brand an offener Flamme. 63 Bandmotiv mit Vertikalstrichen; alles mit weisser
Etwa '/a des Randes mit der Schnuröse ergänzt. Füllmasse.
Die Keramik. — I. Ansiedelung.

In sehrfeiner Technik: feingeschlemmtergrauschwar-


zerThon, dunkelschwarzer Überzug, sehr feine mecha-
96. Bruchstück einer Schale desTypusb mit
nische Glättung.
dem Ansatz eines Hohlfusses. H. 0,08; Dm.
No. 64 abg. Schi. Ilios S. 246 No. 30. d. Öffng. 0,14; Dm. d. Fusses 0,057.
No. 67 „ „ „ „ 246 No. 34.
Roher als gewöhnlich; Überzug und Glättung mangel-
haft; erdfarben.
6q— 76 . 8 Randstücke der Schale vom Ty- Aus mehreren Stücken zusammengesetzt;
pus b Gr. Lge. 0,035
. — 0,096. grosser Teil des Randes mit der Gefässwandung er-
ein

Mit plastischen Verzierungen, z. T. Buckelornamenten gänzt ; der Hohlfuss zum grössten Teile abgebrochen.
(No. 69. 71. 74. 76) oder Vertikalrippen (No. 70) oder
Handhaben in der Form der horizontalen Schnurösen, 97~99- 3 Hohlfüsse von Schalen in Form
aber ohne Durchbohrung (No. 72, 73, 75). eines abgeschnittenen Kegels. H. 0,035—0,04;
In gewöhnlicher Technik. Dm. d. Fusses 0,07 0,075. —
In gewöhnlicher Technik; auch die Innenseiten der
77. Randstück einer Schüssel. Gr. Lge. 0,08. Höhlungen sind überzogen und geglättet.
Mit plastischer Vertikalrippe; vgl. No. 70.
In gewöhnlicher Technik. 100—102. 3 Hohlfüsse von Schalen, wie
Pappschachtel mit 71 Randstücken der
No. 97 —
99, mit durchlochten Wan-
78.
SchalevomTypusbmit horizontalen Schnur-
dungen. H. 0,033 0,048; Dm. —
ösen.
d. Fusses 0,055 0,088. —
In gewöhnlicher Technik.
In gröberer Technik, wie No. 36
Dubletten: 161.
— 41, No. loi aus mehreren Stücken zu-
Mo. 102.
sammengesetzt. An No. 102 sitzt
Pappschachtel mit ein Stück der Schalenwandung an.
79. 36 Randstücken der
No. loi abg. Schi. Ilios S. 255 No. 49.
Schale vom Typus b mit horizontalen Schnur- No. 102 „ „ „ „ 255 No. 48.
ösen. Vgl. „Troja-Ilion" S. 248 Fig. io8.
In feinerer Technik, wie bei No. 42fr. 54 ff.
103. 104. 2 Hohlfüsse von Schalen, wie
80. Pappschachtel mit 69 Randstücken der No. 97—99. H. 0,021.0,035; Dm. d. Fusses
Schale vom Typus
In gewöhnlicher Technik.
b. 0,042 —
0,074.
Mit Furchenornament; bei No. 103 schräge Parallel-
Dubletten: 598. strichgruppen, eingeschlossen von 2 parallelen Hori-
81. Pappschachtel mit 76 Randstücken der zontalen, beiNo. 104 2 Zickzacklinien übereinander;
mit weisser Füllmasse.
Schale vom Typus b mit Zierbuckeln. In gewöhnlicher Technik.
In gewöhnlicher Technik.
Zu den ornamentalen Buckeln am Rande vgl. 105. Pappschachtel mit 25 Bruchstücken von
No. 24. Hohlfüssen, wie No. 97 —
102, z. T. mit an-
82. Pappschachtel mit 3 Randstücken der sitzenden Schalenwandungen.
In gewöhnlicher Technik.
Schale vom Typusb imd i Bodenstück, ver-
Dubletten: 60 Bruchstücke.
mutlich zusammengehörig. Gr.Lge.0,135—0,2 10.
In gewöhnlicher Technik. 106. Randstück einer Schale mit eingezoge-
83— 93. II Randstücke von Schalen des Ty-
nem Rande. Typus
c. Gr. Lge. 0,087.
Griesartiger,schwarzer Thon mit schwarzem Thon-
pus a und b als Beispiele für die verschiede- überzuge und guter mechanischer Glättung.
nen Schnurösenformen und Lochhenkel; vgl. Vgl. „Troja-Ilion" S. 246 Fig. 106.
No. 14. 15- 33- 34- 396- Gr. Lge. 0,048-0,111.
/ cj. (««C" ^" ^' ""'' «'"fachen Strichornamenten (No. 92. 93) und
1' 1 * weisser Füllmasse.
1^ tft^ft»»tf In gewöhnlicher Technik.
, Kf/7. ^. »*>(.# No. 89 abg. Schi. Ilios S. 248 No. 40.
,h„U»u» tt^^f No. 93 „ „ „ „ 246 No. 31.

r««i'»» i.au» 94. Papp.schachtel mit 15 Randstücken von


t'U-ff-'1 Schalen des Typus b als Beispiele für die
verschiedenen Schnurösenformen.
In gewöhnlicher Technik. No. 106, No. 108. log.

Vgl. Schi. Ilios S. 248 No. 39.41.42.


107. Pappschachtel mit 8 Randstücken von
95. Bruchstück einer Schale des Typus b mit Schalen des Typus c.
horizontaler Henkelöse und niedrigem Hohl- Darunter ein Bruchstück mit eingetieften schrägen Pa-
rallelstrichen.
fuss. Gr. Lge. 0,100.
In gröberer und feinerer Technik.
Aus Stücken zusammengesetzt; der Rand des
2
Hohlfusses bis auf weniges abgebrochen. 108. 109. 2 Randstück? einer Schale ohne
Die Keramik. — I. Ansiedelung.

profilierten Rand entsprechend dem Typus c. Strichgruppen schräg mit Zickzacklinie darunter; meist
Gr. Lge. 0,155 0,180. — mit weisser Masse.
In gewöhnlicher Technik.
Th. grob, stark mit Quarzteilchen durchsetzt; Üb.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 251 Fig. 118.
dunkelgrau, geglättet.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 246 Fig. 100.

HO. Pappschachtel
mit 3 Randstücken von
Schalen entsprechend dem Typus c mit
stark verdickter Lippe.
In gewöhnlicher Technik.

III. Randstück einer


tem Rande,
Gr. Lge. 0,06.
Schale mit profilier-
wie er sonst nicht zu finden ist. nAAAAAA. Zu No. 124 — IJ5.
Th. grob, mit Quarzteilchen Üb. braun, gut geglättet.
;

Die Hohlkehle am Rande ist nicht so regel-


mässig, wie es nach der Zeichnung erscheint. 136—149. 14 Randstücke von Schalen, No.
J36 —
143. 145. 147 —
149 vom Typus a, 144.
146 vom Typus b. Gr. Lge. 0,034 0,075. —
Mit eingetieften Linearornamenten Rautenmuster, ein-
:

fach No. 136 —


139, compliciert No. 140; dieselben
mit Kreuzfüllung No. 143. 145; Wellenlinien No.
141. 142; schraffierte Dreiecke No. 144.14b; Zick-
zackband No. 147. 148; Hakenkreuz No. 14g; meist
mit weisser Füllmasse.
No. 112. No. 114. In gewöhnlicher Technik.
No. 148. 149 abg. Schi. Ilios S. 246 No. 28. 29.
112— 114. 3 Randstücke von Schalen, No. Vgl. „Troja-Ilion-' S. 251 Fig. 118.
112 und 113 mit plastischen Horizontalleisten,
Nu. 114 mit Hohlrinne zur Aufnahme eines
Deckels.
In
1
feiner
14 vollendet
Technik, die besonders bei No. 113 und
ist.
.xxxxx><x
115— 123. 9 Randstücke der Schale vom Ty-
pus a (115 — 122) und b (123). Gr. Lge.
0,05- 0,085.

yfM ////// M/ rWW^


Zu No. 115 —123.
Mit eingetieften radialen und schrägen Parallelstrich- er« So. 136— 14C).
gruppen, letztere z. T. gegenständig gerichtet, beim
Typus a auf der Innenseite des Randes, beim Typus b
150. Pappschachtel mit 58 ornamentierten Rand-
auf der Aussenseite desselben; mit wei.sser Füllmasse.
In gewöhnlicher Technik. stttcken von Schalen des T^'pus a.

Zum Ornament von No. 123 vgl. die feineren Die Ornamente wie bei No. 115 — 149.
Stücke No. 51 53; 64 —
68. — In gewöhnlicher Technik.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 251 Fig. 118. Dubletten: 32 Bruchstücke.

124-135. 12 Randstücke von Schalen des 151. Randstück einer Schale des T3'pus a
Typus Gr. Lge. 0,035
a. 0,060. — mit einfach durchlochtem Henkelzapfen unter-
Mit eingetieften Ornamenten No. 124 127. 132 Spar-
: — halb des Randes. Gr. Lge. 0,075.
renmuster; 128- [30. 134 Zickzacklinien; No. 131 Am Rande in der gewöhnlichen Technik der Tief-
Stichpunkte mit Zickzacklinien; No. 133. 135 Parallel- ornamentik ein menschliches Gesicht, bestehend in
;

Die Keramik. — I. Ansiedelung.

Augen und Nase; daneben radiale Parallelstrichgrup- 158. Primitiver Becher, etwa glockenförmig,
pen; mit weisser Füllmasse.
mit massivem Fusse, der sich zusammenzieht
in gewöhnlicher Technik mit guter Glättung.
Abg. Schi. Ilios S. 247 No. 36.
152. Randstück einer Schale des Typus a
mit doppelter Henkelöse unterhalb des Randes.
Gr. Lge. 0,100.
Auf dem erweiterten Rande in der Technik der Tief-
ornamentik ein menschliches Gesicht wie bei No. 151,
daneben und darunter die Reste von Wellenlinien
mit weisser Füllmasse.
In gewöhnlicher Technik.
Abg. Schi. Troja S. 36 No. 2. 3. No. js6. No. 757. No. isS.

153. Randstück einer Schale des Typus a und unten ausladet. H. 0,085; g""- ^m. 0,065;
mit doppelter Henkelöse. Gr. Lge. 0,10. Dm. d. Fusses 0,042.
Auf dem erweiterten und mit 2 Zacken versehenen Th. erdfarben, roher, schlecht geglättet.
Rande zu beiden Seiten einer Verdickung, die die Der Rand abgebrochen und z. T. ergänzt; eben-
Nase vertritt, eingetiefte ovale Augen mit centralem so der Fuss z. T. ergänzt.
Punkt als Augenstern und Augenbrauenbogen darüber; Vgl. die späteren glockenförmigen Becher und
daneben Reste von Parallelstrichgruppen; auf der In- „Troja-Ilion" S. 261 Fig. 127.
nenfläche der Schale eine Zickzacklinie; mit weisser
1 5g. Massiver F u s s, vermutlich ZU einem B e c h e r,
Füllmasse.
In gewöhnlicher Technik, ohne besonders feineGlättung. wie No. 158 gehörig; leise sich einziehend. H.
Abg. Schi. Troja S. 35 No. i.
0,03 Dm. d. Fasses 0,046.
;

154. Randstück einer Schale vom Typus a. Mit eingetieftem Linearorn.iment: 3 horizontale Striche,
vom untersten laufen schräge Strichelchen nach unten;
Gr. Lge. 0,053.
weisse Füllmasse.
Auf dem breiten Rande In gewöhnlicher Technik, hellgrau.
ineinander geschobene,
mit der Spitze nach innen 160. Massiver Becher fuss, wie No. 158. 159,
gerichtete, mit einer g r a u- weit ausladend. H. 0,019; Dm. d. Fusseso,040.
weissen,dickenFarb- Zu No. ts4. Mit eingetieftem Linearornament: 2 horizontale Striche,
masseaufgemalt eDrei- von dem unteren schräge Strichelchen abgehend, wie
ecke; die Farbmasse ist fast ganz abgesprungen. bei No. 159; weisse Füllmasse.
In gewöhnlicher Technik mit sehr feinem dunkel- In rötlichem, gut gebranntem Thon, mit dunkel-
grauen, elegant geglättetem Überzüge. schwarzem, gut geglättetem Überzuge.
Andere Bruchstücke mit Spuren einer gleichen
161. Einhenkliger Becher mit konischem Hohl-
Bemalung: No. 22(^. 2'kf^ .

Vgl. „Troja-Ilion" S. 252 Fig. 119. fuss;der bandförmige Henkel steigt vom Rande y
aus in die Höhe. H.
155. Bruchstück vom Boden einer Schale mit
0,110: Dm. d. Öffng.
Fuss, wie No. 97 ff. Gr. Lge. 0,065.
Mit eingetieften Ornamenten mit weisser Füllmasse: 0,125; gr.Dm. 0,125;
Reste von radialen Bändern mit Zickzackgruppen und Dm. d. Fusses 0,057.
Rautenmotiven auch am Fuss Spuren von Linear-
;
Th. grau. Üb. intensiv rot, 1^.
muslem. gut geglättet, auch innen -.. ,-,-U ( '^j '5
In feiner Technik mit hellgrauem, geglättetem Überzüge. und unten.
Abg. Schi. Ilios S. 246 No. 35. Aus mehreren Stük-
156. Primitiver Becher mit weit ausladendem, ken zusammengesetzt
und an 2 Stellen er-
massivem Fasse, etwa kegelförmig. H. 0,128; No. 161. gänrt.
Dm. d. Öffng. 0,088; Dm. d. Fusses 0,087. Vielleicht die Nachahmung
einer Metallform.
Th. grob; Üb. graubrann; gut geglättet; Innenseite Vgl. Mykenische Goldbecher und Thonformen
ohne Glättung. mit Mattmalerei.
Der ganze obere Teil mit dem Rande ist er-
Abg. Schi. Ilios S. 255 No. 51.
gänzt. Vgl. „Troja-Ilion" S. 250 Fig. 117.
Vgl. „Troja-Ilion-' S. 250 Fig. I15.
162. Randstück eines Bechers, wie No. 161;
157. Primitiver Becher mit massig ausladen- p
die Ansatzstelle für den Henkel unterhalb des
dem Hohlfuss, in der Form No. 156 analog. Randes. Gr. Lge. 0,095.
H. 0,095; Dm. d. Öffng. 0,075; Dm. d. Fusses In gleicher Technik; der Thon ist im Bruche grau,
0,080. an den Rändern r ötlich .

Üb. graubraun; gut geglättet, auch innen. Aus 2 Stücken zusammengesetzt.


Der ganze obere Teil mit dem Rande ist er-
Kugelförmiges Miniaturgefäss, mit
163.
gänzt.
4 vertikalen Schnurösen; diesen entsprechen
Vgl. „Troja-Ilion" S. 250 Fig. 116.

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Die Keramik. — I. Ansiedelung.

4 Löcher am Rande; der ringförmige Fuss ab- Th. sehr grob, mit grossen Quarzteilchen; Üb. dun-
gebrochen. H. 0,035; Dm. d. Öffng. 0,015; gr- kelbraun, schlecht geglättet.

Umfg. 0,120.
Vom Henkel sind nur die Ansätze antik; ausser-
dem grosse Teile des Bauches und ein Stück vom
Rande ergänzt.

166. Randstück einer Kanne mit abgeschräg-


tem Rande. Dm. d. ÖflTng. 0,05.
In der Technik wie 14 ff.

167. Halsstück einer Kanne mit abgeschräg-


tem Rande. H. 0,055; D™- d. Öff"ng. 0,065.
In der Technik wie No. 14 ff.
Ein grosser Teil des Randes ist in Schnabel-
form ergänzt; doch ist diese Ergänzung unsicher.
/ Sicher ist nur die Abschrägung.
Abg. Schi. Ilios S. 258 No. 56.

168. Randstück eines Schnurösenkruges;

Na. l6j.

Th. grob, mit Steinchen, rötlich gebrannt; aussen hell.


Abg. mit falsch ergänztem Fusse bei Schi. Ilios
S. 251 No. 44; der Fuss ist so wie No. 97 ff. zu
denken.
Richtig in „Troja-Ilion" S. 248 Fig. log.

164 Bruchstücke von Kannen, von


a. b. 2
Schliemann zu einem Gefässe vereinigt a: Hals ;
No. 168.

unterhalb des Randes ein länglicher plastischer


Ansatz mit 4 Vertikalösen. Gr. Lge. 0,06.
In der Technik wie No. 14 ff.
1^' Vgl. „Troja-Ilion" S. 249 Fig. 113.
A.
169. Randstück einesSchnurösenkruges; am

.Vu. /64 a.

mit abgeschrägtem Rande und Bandhenkel,


b Bodenstück mit glatt abgeschnittener, schmaler
:

Standfläche. H. 0,158. 0,06; Dm. d. Öffng.


0,064.
a: sehr wahrscheinlich der I. Ansiedelung angehörig;

den Rändern etwas geröteter Thon mit


griesartiger, an
graubraunem, sehrgutgeglättetemUberzuge, Handarbeit,
b: wahrscheinlich nicht der I. Ansiedelung angehörig;
feiner grauer Thon mit gut geglättetem, dunkelgrau-
braunem Überzüge. Handarbeit. Am Bruche Reste
von 2 feinen Horizontalrillen, wie sie bei späteren No. i6g.

Gefassen typisch sind.


Beide Bruchstücke aus mehreren Stücken zu- obersten Rande eine 0,055 'ange, leistenartige
sammengesetzt. Verdickinig mit 4 Vertikalüsen. H. 0,06.
Abg. Schi. Ilios S. 258 No. 57. Der Oberteil An der Osenleiste 4 im Zickzack gestellte Parallel-
in „Troja-Ilion" S. 250 Fig. 1 14. strichgruppen; um den übrigen Teil des Randes läuft
165. Einhenklige Kanne von plumper, unge- ein eigenartiges, dreireihiges Bandmuster mit einge-
tieften spitzen Zähncheu; mit weisser Füllmasse.
schickter Form mit scharf abgeschnittener Stand-
In der Technik wie No. 14 ff.
fläche. H. 0,18; Dm. d. Öff"ng. 0,06; gr. Umfg. Abg. Schi. Ilios S. 251 No, 43. „Troja-Ilion"
o,43- S. 249 Fig. 112.

-

Die Keramik. — I. Ansiedetang.


>

X70. Pappschachtel mit 21 verschiedenartigen Mitte; bei No. iqo sind 2 von den Schnur-
meist zapfen- und röhrenförmigen SchnurOsen. ösenzapfen ohne Loch omamental stehen ge-
Die Zugehörigkeit zur I. Ansiedelung ist nicht
bei allen Stücken sicher.
blieben. H. 0,02 —
0,05; Dm. d. ÖfTng. 0,04
0,08.
171-179. 9 Bruchstücke von Flachdeckeln
mit Schnurlöchem und GrifTzapfen; No. 171.
173- 175 für Gefässe mit 4 Schnurösen; bei
den anderen ist die Zahl der Löcher nicht zu
bestimmen. Gr. Lge. 0,02 0,06. —
Mit eingetieften, weiss ausgefüllten Ornamenten: No.
171, 172, 174 ineinander geschobene Winkelgruppen;
No. 171. 179 schraffiertes Bandmuster; No. 176. 177
Sparrenmuster; No. 178 in Felder geteilte Dreiecke;
die Felder abwechselnd glatt and punktiert; am Rande
Wellenlinie.^
Th. grau; Üb. grau oder schwärzlich; No. 173 rot.
No. 172. 174 ergänzt.
No. 178 abg. Schi. Ilios S. 246 No. 32.
Nach der Technik wahrscheinlich, z. T. sicher
(No. 176 —
179) der I. Ansiedelung angehörig.

180. Pappschachtel mit 7 Bruchstücken von


Flachdeckeln mit Schnurlöchem für Schnur-
ösengefässe.

181. 182. 2 lange Zapfen mit Knopfende, No. igs. No. iq6.
wahrscheinlich zu Flachdeckeln gehörig. Gr.
Lge. 0,07. 0,08. No. 192 mit einem Zickzackbande an der Seite und
Spuren von ähnlichen Bandmotiven oben auf dem Dek-
183. Breiter Knopf von einem Griffzapfen kel; No. 193 mit Sparrenmuster oben auf dem Deckel.
wie No. 181. 182. Gr. Dm. 0,045. Meist stark ergänzt, besonders die Schnurösen-
zapfen und die Wände; doch ist die Form dieser
184. Stülp deckel mit horizontal eigenartigen Stülpdeckel durchaus gesichert.
vorstehendem Rande, der mit 4 No. 188 abg. Schi. Ilios S. 246 No. 26. 27.
Schnurlöchern versehen ist. H. No. 190 „Troja-Ilion" S. 249 Fig. iii.
No. 195 ebenda Fig. Iio.
0,03; Dm. d.Öffng. 0,055; gr. Dm.
0,075.
Na. 184. 196. Stülpdeckel mit breitem Bügelgriff,
An der Unterseite des vorstehenden Randes einge- auf dem ein Knopf sitzt. H. 0,132; Dm. d.
tiefte Zickzacklinie. Öffng. 0,09.
Aus 2 Stücken zusammengesetzt; die vertikalen Antik nur der obere Teil mit dem Bügelgriff.
Deckelwände ergänzt.
197. Bmchstück eines Stülpdeckels mit dem
185. Bruchstück eines Stülpdeckels von der
Ansatz zu einem Bügelgriff. Gr. Lge. 0,06.
Form wie No. 184, mit einem Schnurloch. Th. grau, griesartig; Üb. schwärzlich, gut geglättet.
Gr. Lge. 0,03.
198. Bruchstück eines vertikal stehenden Band
Mit eingetieftem Ornament unter dem Rande eine
:

umlaufende Furchenlinie; an der Aussenwandung der henkeis. Gr. Lge. 0,06; gr. Br. 0,033.
Rest eines in rechteckige Felder gegliederten Drei- Mit konisch angebohrtem Loch.
ecks oder Vierecks. 199. Bruchstück eines vertikal stehenden B a n d -
186. Bruchstück eines grossen flachen Stülp- henkeis. Gr. Lge. 0,06; gr. Br. 0,04.
deckels mit stark vorspringendem Rande; vgl. In der Längsrichtung des Henkels ein Sparrenmuster
zwischen 2 Parallelstrichen; mit weisser Füllmasse.
No. 184. Gr. Lge. 0,07. __
Th. graubraun, gut geglättet.
In grobem, grauem Thon mit Überzug und Glättung.
Abg. Schi. Ilios S. 246 No. 33.
187. Bruchstück eines flachen Stülpdeckels
200. Pappschachtel mit 10 Bruchstücken von
von der F'orm wie No. 184, ebenfalls mit
Bandhenkeln.
4 Schnurlöchem. Gr. Dm. 0,072.
201. Bruchstücke eines hori-
In mangelhafter Technik.
Die Steilwände des Deckels und ein Stück vom zontal ansitzenden und schräg
Rande abgebrochen. stehenden, bandartigen Bügel-
188—195. 8 Stülpdeckel in Mauerkronen- henkels von einem grossen
form mit 4 Schnurösenzapfen am oberen Gefässe. Gr. Lge. 0,110; gr.

Rande und einem kleinen Zierknopf in der Br. 0,025.


8 Die Keramik. — I. Ansiedelung.

202.203. 2 Bruchstücke von Bügelhenkeln 217. Bruchstück eines Bandhenkels, wie


in der Art von No. 201 mit schräg laufenden No. 2 16. Gr. Lge. 0,045.
Riefeln und Rillen. Gr. Lge. 0,055. 0,085; Auf der breiten Seite des Henkels Fischgrätenmuster
mit weisser Füllmasse.
gr. Br. 0,035.
Hellgrau. 218. Bruchstück eines Gefässes mit Henkel-
204. Pappschachtel mit 6 Bruchstücken von ansatz wie Nr. 216. Gr. Lge. 0,075.
Bügelhenkeln in der Art von No. 201.
Auf der breiten Seite des Henkels der Rest eines
Sparrenmusters; daneben der Rest einer Vertikal-
205.206. 2 Bruchstücke von Bügelhenkeln furche, wie bei No. 216: weisse Füllmasse.
mit rundem Querschnitt und plastischen Ringen. 2ig. 220. 2 Scherben. Gr. Lge. 0,03. 0,045.
Gr. Lge. 0,04. 0,06. No. 219 mit eingetieftem Winkelbande, No. 220 mit
Sparrenmuster; weisse Füllmasse.
207. 208. 2 Bruchstücke von Bügelhenkeln in
der Form eines gedrehten Stricks (Strick- 221—224. 4 Scherben, No. 221 von einem
henkel). Gr. Lge. 0,06. 0,055. flachen Stülpdeckel. Gr. Lge. 0,03 0,04. —
No. 207 bräunlich in guter Technik, No. 208 rötlich Mit verschiedenen, eingetieften, weiss ausgefüllten
und schlechter. Ornamenten.

209. Bruchstück eines grossen amphorenartigen 225—228. 4 Scherben. Gr. Lge. 0,04—0,075.
Mit verschiedenen eingetieften, weiss ausgefüllten
Ornamenten; No. 227 mit Hakenkreuz.
No. 227 abg. Schi. Dies S. 393 No. 247.
229. Bruchstückjiiner Kan ne. Gr. Lge. 0,135.
Mit aufgemalten Ornamenten (vierteiliges Zickzack-
band, in dessen Ecken sich die 8 Linien des Bandes

No. 20g.
Zu No. 22g.

Gefässes mit dem breiten, durch eine Rippe ge-


schneiden) das Band zieht sich über die Wölbung
;

gliederten Bandhenkel (0,04 breit). H. 0,08; des Gefässes weg. Die Technik der Malerei wie bei
gr. Lge. o,OQ. No. 154.
Th. grau, fest gebrannt; Üb. bräunlich schwarz,
210. Bruchstück eines ähnlichen Henkels wie
intensiv geglättet.
N(i. 209, mit starker Mittelrippe. Gr. Lge. Vgl. „Troja-llion" S. 252 Fig. 120.
0,065; gr. Br. 0,045. 230. Bruchstück eines Gefässes. Gr. Lge. 0,045
345- \
Th. bräunlich mit rötlichen Rändern. Mit den Resten von 2 aufgemalten Parallelstreifen
ifen; )

211. Bruchstück eines starken Bandhenkels, die Technik wie No. 154 und 229.
Th. grob, mit Steinchen Üb. bräunlich-grau
; gut
wie No. 209. 210, mit 2 mittleren Rippen. ;

geglättet.
Gr. Lge. 0,075; gr. Br. 0,055.
23 1. Bruchstück eines Gefässes mit knopfartigem
Th. grau, Üb. hellbraun.
Ansatz, vielleicht von einem Deckel. Gr. Lge.
212. Pappschachtel mit 3 Bruchstücken von
0,045.
ähnlichenHenkeln, wie No. 20g ff. Mit eingetieftem und weiss ausgefülltem Sparren-
213.214. 2 Ringhenkel von grösseren Vor- muster, das um den Knopf herumläuft.
ratsgefässen. Gr. Lge. 0,095. 0,070; gr. Br. 232. Pappschachtel mit 4 Scherben \on ver-
0,03. 0,035. schiedenen Gefässen.
Th. grau, No. 213 mit rötlichen Rändern. Mit eingetieften und weiss ausgefüllten Ornamenten.
Die Zugehörigkeit zur I. Ansiedelung nicht sicher. 233. Hoher, cylinderförmiger Untersatz mit
215. Pappschachtel mit 3 Bruchstücken von tellerartigem Aufsatz ;
durch
der Cj'linderfuss ist

Henkeln mit rundem Querschnitt. 3 grössere und 3 kleinere fensterartige Offnungen


216. Bruchstück eines Gefässes mit dem unteren durchbrochen. H. 0,225; Dn^- d. Öffng. 0,155 ;

Teile eines Bandhenkels. Gr. Lge. 0,065. Dm. d. Fusses 0,090.


Mit eingetieften Ornamenten am Gefässbauche neben
: Zwischen den grösseren und kleineren Fenstern zwei
dem Henkel unregelmässige, abwärts gerichtete, lineare fein eingeritzte Horizontallinien.
Furchen; auf der breiten Seite des Henkels Sparren- Th. braun, fein geschlemmt.
muster mit punktiertem Rande; weisse Füllmasse. Aus mehreren Stücken zusammengesetzt und
Th. dunkelgrau, fein Üb. schwarz, gut geglättet.
; stark ergänzt der ganze Rand des tellerartigen
;
Die Keramik. — I. Ansiedelung.

Aufsatzes ist modern. Auch der Teil mit den 243. Pappschachtel mit 5 Randstücken von
unteren kleineren Fenstern stark ergänzt, doch ist
ähnlicher Art wie No. 241. 242.
die Form der Fenster, sowie ihre Zahl gesichert.
Nicht zugehört das unterste Stück, das einer von 244. Pappschachtel mit 60 verschiedenen Rand-
den diirchlochten Füssen wie No. 97 ff. ist. stücken von Gefässen unbestimmbarer Form.
Abg. Schi. Ilios S. 255 No. 50. 245. Pappschachtel mit x8 Scherben von Ge-
Die Zugehörigkeit des Untersatzes zur I. An-
fässen unbestimmbarer Form ;
gelb, bräunlich,
siedelung nicht sicher das unterste, nicht zugehörige
;

Fussstück freilich gehört sicher in diese Keramik. grau, schwarz.

234. Cylinderförmiges Bruchstück, vielleicht von 246. Pappschachtel mit 2 Scherben mit einer
einem No. 233 ähnlichen Untersatz. H. nabelartigen Vertiefung; grau, schwarz.

0,107 ;
gr- Dm. 0,065. 247. Pappschachtel mit 7 Scherben, mit ver-
Th, bräunlich ; Üb. braun, gut geglättet. schiedenem plastischen Detail.
Der untere Teil bis zur Höhe von 0,06 ergänzt. 248. Bruchstück eines Bodens oder Deckels
235. Bruchstück aus gebranntem Thon, in Form von einem im Horizontalschnitt rechteckigen
eines breiten, nach unten sich verjüngenden,
gerade abgeschnittenen Zapfens. Gr. Lge. 0,080;
gr. Br. 0,045.
Th. grob, mit Steinchen; schlecht gebrannt; Ober-
fläche hellgrau, brüchig.
Vielleicht ein Fuss zu einem Dreifusse, wie No. 24S.
No. I. 2, gehörig.

236. Ähnliches Bruclistück, griffartig. Gr. Lge. Thonkästchen mit 4 Vertikallöchern die Ober-
; ;

seite vertieft und gut geglättet; die Unterseite roh.


0,060; gr. Br. 0,055.
H. 0,023 gr. Lge. 0,080; gr. Br. 0,062.
237. 238. 238*. 3 Bruchstücke eines runden,
i

An den Schmalseiten eine umlaufende, horizontale


tischförmigen niedrigen Untersatzes mit Randlinie und darüber 4 horizontale Punktreihen;
die Ecken durch eingetiefte Vertikalfurchen hervor-
gehoben alle Eintiefungen mit weisser Füllmasse.
;

V///M"//A-^////y>M////y'^^//W/////////////;^, Th. grau, griesartig.


Aus 2 Stücken zusammengesetzt.
Sehr schlecht abg. Schi. Ilios S. 257 No. 55.

Gefässe, deren Zugehörigkeit zur Keramik der


I. Ansiedelung unsicher ist.

249. Tiefer, kugelförmiger Napf mit lippen-


artig geformter Ausgussstelle und 2 seitlichen, ver-
Reccmtruktiim zu No. 2J7. 2J*. tikal stehenden, im Querschnitt runden Henkeln.

H. o, 30 Dm. d. Öffng. o, 1 50; gr. Umfg. 0,5 1 3.


1 ;

oberem und unterem Rande der untere läuft ;

Am Rand ein Ornament, das in einer Reihe von


in mehreren Bogen herum und ersetzt die rohen, mit Hilfe eines halbrunden Stäbchens her-
Füsse. H. 0,035; gr. Lge. 0,065 0,115. — gestellten Eintiefungen besteht.
Th. grau, grob, griesartig mit rötlichen Rändern; Th. bräunlich, grau, grob, mangelhaft geglättet.
Oberfläche braun, geglättet. Vgl. No. 271 ff.
Fast die Hälfte des Gefässes mit dem entsprechen-
239.240. zungenförmige Thonfragmente,
2
den Rande und einem Henkel ergänzt.
wahrscheinlich grosse Handhaben von Ge- Abg. Schi. Ilios S. 330 No. 171.
fässen, wie an der späteren Deckelamphora.
Gr. Lge. 0,085. o, 157 gr. Br. 0,068. 0,100.
;

Grau, bezw. schwarz, gut geglättet.

241. Bruchstück eines grossen Gefässes mit


ausladendem, lippenartig geschwungenem Mün-
dungsrande; bräunlich. Gr. Lge. 0,125.
Aus 2 Stücken zusammengesetzt.
242. Randstück von ähnlicher Form, wie No.
241. Gr. Lge. 0,120.
Unterhalb des Randes an der Aussenseite ein Rest
No. 2^1.
vom Ornament eine lineare Furche mit weisser Füll-
:

masse.
Graubraun; in guter Technik. 250—253. 4 Randstücke von Gefässen, wie
Aus 2 Stacken zusammengesetzt. No, 249. Gr. Lge. 0,06 — o,IO.
2
;

lO Die Keramik. — I. Ansiedelung.

No. 250 ohne Ornament; No. 251. 252 mit einer Th. hellgrau.
mit Hilfe eines Stäbchens eingetieften Punktreihe; Der ganze obere Teil des Gefässes ergänzt; die
No. 253 mit rohen Nagel eindrücken. einzige vorhandene Schnuröse nur zur Hälfte er-
halten.
259. Kugelförmiges Schnurösengefäss mit
2 ornamentalen Warzen an einer Seite der :

Boden roh abgeplattet. H. 0,2 i gr. Umfg. 0,66. ;

Th. grob, mit vielen Steinchen und Glimmerfetzen


Üb. braun, mangelhaft geglättet.
Na. 253.
Aus vielen Teilen zusammengesetzt. Der scharf
geränderte Rand mit dem kurzen Halse falsch
ergänzt. Auch die Schnurösen und die Warzen
254. Randstück eines grösseren, dickwandigen
ergänzt.
Vorratsgefässes (0,013 dick). Gr. Lge. 0,085. Abg. Schi. Ilios S. 253 No. 46.
260. Kugelförmiges Schnurösengefäss mit
weiter Öffnung. H. 0,12; gr. Umfg. 0,415.
Am Halse ein Horizontalband mit Vertikalstrichen
gefüllt; mit weisser Füllmasse.
Th. grau; Üb. bräunlich; gut geglättet.
Fast "'3 des Gefässes mitsamt dem Boden und
Rande ergänzt.
261. Bruchstücke eines Schnurösengefässes,
wie No. 260. Gr. Lge. 0,095.
Mit einem gleichen Ornamentbande am Halse.
262.Schnurösenflasche mit scheibenartigem,
massivem Fusse und je einer ornamentalen
Warze auf jeder Seite die Schnurösen laufen
;

spitz zu. H. 0,165; gr- Umfg. 0,425.


No. äS4-
Th. braun, z. T. rötlich; Üb. bräunlich, mangelhaft
geglättet.

Am Rande eine Reihe von rohen Fingereindrücken. Aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Die
Th. grau, mit Steinchen, an den Rändern rötlich; Spitzen der Schnurösen abgebrochen, der Rand
Oberfläche bräunlich-rot. des Halses zum grössten Teile ergänzt, seine Form
jedoch gesichert.
255. Kleines, amphorenartiges Gefäss mit 263. in Form einer Schale mit hohem,
Gerät
konisch sich verjüngendem Bauche, scharf ab- durchbrochenem, unten ausladendem
fensterartig
setzendem Halse und Standplatte; die beiden, Fuss, mit einem vertikal aufgerichteten Bügel-
hart am Rande ansetzenden, vertikal stehenden
henkel der Rand abgesetzt und leise ein-
;

Henkel sind im Profil gekantet und hohl- gezogen; vgl. No. 264. H. 0,09; Dm. d. Öflng.
kehlenartig eingezogen.
0,055 gr. Umfg. 0,325.
H. 0,10; Dm. d. Öffng.
0,10; Dm. d. Fusses 0,045 0,080. —
; .. Die Fensteröffnungen des Fusses durch rohe Furchen-
Th. grau, rötlich gebrannt; Üb. bräunlich-schwarz, liuien verbunden.
ungleichmässig; gut geglättet. Th. grau, fest gebrannt; Oberfläche roh.
Ein kleines Stück des Randes ergänzt. Ein grosser Teil des Randes, der Bügelhenkel
Abg. Schi. Ilios S. 607 Nr. 1132. und ein kleines Stück vom Fusse ergänzt; doch
ist Form und Richtung des Henkels gesichert.
256. Plumpes, annähernd kugelförmiges Schnur-
Die Form vgl. man mit No. 233. Auch muss
ösengefäss mit abgeplatteter Standfläche. man an die durchbrochenen Füsse der I. Ansiede-
H. 0,115; gr. Umfg. 0,27. lung erinnern.
Th. grau, grob; Üb. bräunlich, geglättet.
264. Ähnliches Gerät, wie No. 263 die Schale ;
Der Rand des Halses und eine Schnuröse ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 253 No. 47. tiefer, mit scharfgekantetem Rande; beim Über-

gänge zum Fusse ein plastischer Ring herum-


257. Birnenförmiges, plumpes Kännchen mit
laufend. H. o,i25;Dm. d. Öffng. 0,1 10; Dm. d.
Henkel und roh abgeplatteter Standfläche.
I

H. 0,09; gr. Umfg. 0,23.


Fusses 0,07 — 0,095.
Th. gelblich, grob, roh.
Th. grau, grob; Oberfläche roh.
Der Henkel ergänzt, aber auch hier Form und
Halsrand und Henkel ergänzt.
Richtung durch den erhaltenen Ansatz gesichert.
258. Kleines, flaschenartiges Schnurösen- Abg. Schi. Ilios S. 619 No. 1185; hier als
gefäss. H. 0,067; gr- Umfg. 0,215. „Räucherbecken" bezeichnet.
Mit einer dreifachen, um das ganze Gefass sich ziehen- 265. 266. 2 flache Schalen mit vertikalen
den Wellenlinie. Bügelhenkeln und hohem, unten ausladendem
Die Keramik. — I. Ansiedelung. II

Hohlfusse. Vgl. No. 263. 264. H. 0,085. 268. Miniaturschale. H. 0,030; Dm. d.
o^To4; Dm. d. Öffng. 0,117. Oii37- Öffng. 0,045.
No. 265 mit kurzem, eingezogenem, scharf abgekan- Th. gelb, fest gebrannt; roh.
tetem, No. 266 mit niedrigem, abgesetztem, ebenfalls
269. Grosses, eimerartiges Mischgefäss, mit
scharf abgekantetem Rande.
Th. fein grau, fest gebrannt; Üb. dunkelgrau, farb- abgeplattetem Boden, nach oben sich konisch
artig, geglättet. erweiternd. H. 0,41; Dm. d. Öffng. 0,53.
No. 265 aus mehreren Stücken zusammengesetzt, Th. rötlich, ungeglättet.
aber vollständig. No. 266 gleichfalls, jedoch z. T. Aus zahlreichen Stücken zusammengesetzt und
ergänzt. stark ergänzt; der grösste Teil des Randes ist
Von der Art der Keramik der I. Ansiedelung modern, doch ist die Form sicher.
weicht die Technikbesonders inbezug auf
ab,
Thon und Farbüberzug. Dagegen
spricht auch,
270. Grosses, amphorenartiges Vor ratsgefäss,
dass die Hohlseiten der Füsse nicht überzogen nach unten spitz zulaufend, ohne Standfläche,
und geglättet sind. mit engem Halse und 2 dicken Vertikal-
Abg. Schi. Ilios S. 40 No. 6. 7. henkeln am Bauche. H. 0,515; Dm. d. Öffng.
267. MiniaturgefUss mit einem Henkel. 0,165.
H. 0,025. Th. rötlich, fest gebrannt.
Th. grau; sehr roh. Fast vollkommen erhalten.
Abg. Schi. Ilios S. 257 No. 52. Abg. Schi. Ilios S. 260 No. 60.

IL V. Ansiedelung.

I. Abteilung.
Die Gefösse nach ihren technischen und formellen Merkmalen in 3 Perioden der
Entwickelung gruppiert.

Erste Periode der Technik.


Handarbeit; Brand an offener Flamme.

Gruppe 1. Rohe Gebrauchsgefässe in primitiven 274. Annähernd halbkugelförmigesGefäss,


Formen, z. T. mit primitiver Randverzierung. ohne Standfläche, mit eingezogenem Rande und
2 runden Horizontalhenkeln. H. 0,150; Dm. d.
27J. Tiefer, etwa kugelförmiger Napf, mit Öffng. 0,165.
lippenartig geformter Ausgussstelle und 2 seit- Unterhalb des Randes eine Reihe von rohen Finger-
lichen,runden Vertikalhenkeln ; der Form nach eindrücken.
mit No. 249 zu vergleichen. H. 0,135; Dm. In Thon und Technik wie No. 273.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt; ein
d. ÖfTng. 0,170.
Stück des Randes ergänzt.
Th. gelb, lehmartig, mit vielen Steinchen und grossen
Glimmerfetzen, ohne Glättung; z. T. mit Spuren der 275. Kugelförmiges Gefäss mit stark ein-
Flamme. gezogenem, durcli eine leise Hohlkehle pro-
Ein grosser Teil des obersten Randes ergänzt;
filiertem Rande und 2 dicken Vertikalhenkeln,
ebenso ein grosses Stück an der Ausgussstelle.
Abg. Schi. Ilios S. 442 No. 405.
die oben eine Vertiefung zum Auflegen des
Daumens haben. H. 0,205; Dm. d. Öffng.
272. Kesselartiges Gefäss mit hohem ge-
schweiftem Hohlfuss und 2 seitlichen Vertikal- 0,195; gr. Umfg. 0,900.
Vorn am Bauch eine nasenartige Vertikalrippe.
henkeln, die unterhalb des Randes ansitzen; In Thon und Technik wie No. 271 ff.
der eine davon abgebrochen. H. 0,2 1 5 Dm. d. ; Aus mehreren Stücken zusammengesetzt; am
Öffng. 0,195; Dm.Fusses 0,065
d. 0,095. — Rande ein kleines Stück modern.
In der Technik und dem Thone wie No. 271; z.T. 276. Bruchstück eines kugelförmigen Ge-
rötlich gebrannt.
fässes, wie No. 275. H. 0,170.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt und z. T.
Mit einer ornamentalen Warze unterhalb des Randes.
ergänzt; der ganze Fussrand modern; weniges vom
Zusammengesetzt und vervollständigt.
Rande.
Abg. Schi. Ilios S. 619 No. 1186.
273. Halbkugelförmiger, tiefer Napf mit ho-
hem, durchbrochenem Hohlfuss, einem Vertikal-
und einem Horizontalhenkel. H. 0,1 1 1 Dm. d. ;

Öffng. 0,100; gr. Umfg. 0,420.


Unterhalb des Randes eine Reihe von rohen, einge-
tieften Punkten.
Th. grau, grob, sehr roh.
Ein Stück vom Rande mit dem sich anschliessen-
den Teile des Bauches und dem Horizontalhenkel
ergänzt.
Vgl. No. 249. Der Fuss erinnert an die For- No. 277.

men der I. Ansiedelung.


Abg. Schi. Ilios S. 605 No. 1121. 277—280. 4 halbkugelförmige Gefässe von

bie Keramik. — tl. V. Ansiedelung. — 1. Abteilung.


n
derForm wie No. 274 — 276. H. 0,16 — 0,23; fläche. H. 0,07. 0,06; Dm. d. Öffng. 0,073.
Dm. d. Öffng. 0,16 — 0,22. 0,080.
Ohne Tiefornamentik oder plastische Ansätze. Th. wie No. 271; roh.
Meist aus mehreren Stücken zusammengesetzt, Bei No. 289 grosse Stücke des Randes ergänzt;
aber fast vollkommen erhalten, nur in unwesent- der Henkel abgebrochen.
lichen Teilen ergänzt. 290. Kleiner, henkelloser Napf, mit mas-
Dubletten: 6.
sivem plattenförmigem niedrigem Fuss. H.
281. 282. 2 konisch sich erweiternde Ge-
0,055; r)™- d. Öffng. 0,085; Dm. d. Fusses
fässe, kleine Mischkessel, mit imregelmässig
0,043.
abgeplattetem Boden und 2 runden Vertikal- Thon und Technik den Mischkesseln No. 277 280 —
henkeln unterhalb des Randes. H. o, 1 65. o, 1 70; sehr ähnlich.
Dm. d. Öffng. 0,255. 0,225. 291. Kleines, beuteiförmiges Schnurösen-
Th. sehr grob, rötlich, mit Steinen; roh. gefäss, mit roh abgeplattetem Boden und
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt, fast
2 Schnurlöchem am Rande. H. 0,06; Dm.
vollkommen erhalten.
Vgl. Schi. Ilios S. 449 No. 437. d. Öffng. 0,03; gr. Umfg. o,ig.
Dubletten: 3.
In Thon und Technik wie die vorigen.
283. Randstück mit Henkel von einem 292. Kleines Kännchen, mit einem Henkel,
kleinen Mischkessel wie No. 281. 282. Gr. und roh abgeplattetem Boden. H. 0,105;
Lge. 0,15. Dm. d. Öffng. 0,055; gr- Umfg. 0,265.
284. Flache Schüssel mit abgerundetem Bo-
Am Übergang zum Halse ein Horizontalstrich und
darunter eine Stichpunktreihe, mit einem Holzstäbchen
den, ohne Standfläche. H. 0,06; gr. Dm. 0,265. roh eingetieft.
Th. gelb, grob, mit Steinen; mit einem Glätteinstru- Th. braun, sonst wie No. 271. 288.
ment bearbeitet, aber stumpf. Hals und Henkel ergänzt.
Aus 3 Stücken zusammengesetzt, am Boden ein
Stück ergänzt.
285. 286. 2 keineSchalen von singulärer Form,
mit abgerundetem Boden,
schräg gerichteten Wänden
und abgeschrägtem Rande;
der kleine, ringförmig zu den-
\
kende Henkel abgebrochen. Na. 28s.
H. 0,045. 0,060; gr. Dm.
0,10. 0,11.
In Thon und Technik sehr ähnlich den konischen
Mischkessetn No. 281. 282. No. 2gs.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt; No.
285 fast vollständig erhalten, von No. 286 einige
Stücke am Rande ergänzt.

287. Kieinerhalbkugelförmiger Napf ohne


Henkel, mit abgeflachtem Boden ohne Stand-
fläche. H. 0,06; Dm. d. Öflihg. 0,075.
In Thon nnd Technik besonders an die Miscbkessel
No. 277 — 280 erinnernd.

No. 297.

288. 289. 2 kleine, halbkugelförmige, ein- 293—299. 7 Bruchstücke mit roher Tiefor-
henklige Näpfe (Tassen), ohne Stand- namentik, in der Art wie bei No. 273. 292;

14 t)ie Keramik. — II.- V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

No. 293 —
297 von Gefässen -me No. 277 306. Kleine Gesichtsvase.Typus a. Die
280; No. 298. 299 von enghalsigen Kannen. Ohren Augenbuckeln mit centralen
fehlen; die
No. 293 — 295 kleine Vertikalfurchen nebeneinander Vertiefungen; Mund einfach eingeritzt; an der
gereiht. No. 296 —299 einfache Stichpunktreihen.
300. Stülpdeckel mit 2 Schnurlöchern, von
einer länglich runden Thonbüchse, der Rand
horizontal vorspringend. H. 0,05; Dm. d.
Öffng. 0,055x0,100.
In Thon und Technik mit No. 27 1. 288. 292 vergleichbar.

301. Bruchstück eines kugelförmigen Ge-


fässes, wie No. 277 —
280, mit 2 Vertikal-
henkeln, von denen der eine abgebrochen ist.
H. 0,12.
Am Rande rohes Stichornamnnt.
No. 306.

Gruppe 2. Die naturalistisch gebildete


hinteren Seite des Halses 7 rohe Vertikal-
„Gesichtsvase".
furchen, zur Angabe der Haare; kleine, zapfen-
302. Gesichtsvase von annähernd kugelför- artigeArmstumpfe. H. 0,11; Dm. d. Öffng.
miger Gestalt am Halse Nase mit Augenbrauen-
;
0,06; gr. Umfg. 0,30.
linie; Augen in Form von kleinen Buckeln; Th. grau, feiner geschlemmt; roh.
Mund; Ohren in Form von concaven Läpp- Unwesentliche Stücke am Halse, am Bauche,
darunter ein Armstumpf ergänzt.
chen; am Bauche Brustwarzen und Nabel; seit-
wärts aufrechtstehende Armstümpfe; Typus a. 307—309. 3 Halsstücke mit Gesichtsbil-
H. 0,150; Dm. d. Öffng. 0,06; gr. Umfg. 0,44. dungen. Typus a; die Charakteristik wie
Th. gelb, lehmartig, mit Steinchen und Glimmerfetzen; No. 303. H. 0,06.
Üb. intensiv rot, geglättet. Vgl. die vorige Gruppe. Vgl. „Troja-Ilion" S. 256 Beilage 33.
Ergänzt der ganze untere Teil mit der Nabel-
warze, der hintere Teil des Halses mit dem zuge-
hörigen Rande, die Armstumpfe. Das Übrige ist
aus mehreren Stücken zusammengesetzt und z. T.
sehr stark an der Oberfläche abgerieben.
303. Gesichtsvase. Typus a; nur das an-
tike Halsstück mit dem Gesicht zugehörig;
stark hervortretende Nase; kräftig ansetzende
Augenbrauenlinie; die Augenbuckel mit Lid-
trennung. H. 0,18; Dm. d. Öffng. 0,075.
Th. graubraun; schlecht geglättet.
Antik nur vom Halse der Teil mit dem Gesicht
und vom Bauche das Stück mit einer Brustwarze,
der Nabelwarze und der Hälfte des Bodens. Beide
Stücke nicht zusammengehörig.
304. Halsstück einer Gesichts vase. Ty-
pus a. Die Augenbraueniinien nmdlich sich
wölbend; Augen ohne Lidtrennung; Mund
fehlt; der Rand leise ausladend im obersten
Teile. H. 0,125; Dm. d. Öffng. 0,07.
Th. braun, grob; Üb. braun, geglättet; vgl. die vorige
Gruppe.
Ein Stück vom hinteren Teile des Bauches an-
gefügt; Nase und rechtes Ohr abgebrochen.

305. Bruchstück einer Gesichtsvase. Ty-


pus a; ohne Nabel warze; mit roh abge- No. jog.
plattetem_Boden. H. 0,14; gr. Umfg. 0,36.
Th. gelb; Üb. gelb, ungleich 'geglättet. Vgl. die vorige 310—313. 4 Bruchstücke von Gesichtsvasen;
Gruppe.
Der ganze Hals fehlt bis auf die Reste, an denen
Typus a; naturalistische Gesichtsbildung. Gr.

die Ohren sitzen. Ergänzt die Armstumpfe und Lge. 0,045—0,07.


eine Brustwarze. Vgl. „Troja-Ilion" S. 256 Beilage 33.
;

Die Keramik. — — V.
II. Ansiedelung. — I. Abteilung.
15

314. Bruchstück vom Halse einer Gesichts- ralistisch, besonders auffallend der Mund. H.
vase. Typus a; die Augenbuckel mit tiefen 0,115; Dm. d. Öffng. 0,087.
Einbohrungen versehen; die Ohrläppchen fünf-
fach durchbohrt, zur Aufnahme von Ohrringen.
Gr. Lge. 0,095.
Th. sehr grob, mit Steinen; Üb. rotbraun, schlecht
geglättet.
Die Nase abgebrochen.

Der vorspringende Rand durch kleine Furchen her-


vorgehoben, wohl der Rest ursprünglicher Haaran-
deutung. Vgl. No. 319.
315.316. 2 Armstumpfe von Gesichtsvasen; Th. grau, grob; Üb. graubraun, schlecht geglättet.
an den Enden mit 5 Furchenlinien als Aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Er-
Angabe der Finger. Gr. Lge. 0,05.0,10. gänzt die linke Seite mit dem Ohr und die Rück-
Th. grob, graubraun; z. T. gerötet. seite. Das rechte Ohr abgebrochen. Auch der
Zipfel modern.
317. Kleine Gesichtsvase. Typus b. Der Die Deckel sind besonders geeignet, die natu-
glatte Hals ist von dem mit dem Gesicht Richtung in der Gesichtsbildnng dieser
ralistische
ausgezeichneten Stülpdeckel verdeckt zu denken Periode klar zu machen.
Vgl. „Troja-Uion" S. 256 Beilage 33.
kleine zapfenartige Armstumpfe. H. 0,09; Dm.
Dubletten: 2.
d. Öffng. 0,03; gr. Umfg. 0,22.
Th. grau, grob; roh. 319. Stülpdeckel der Gesichtsvase vom Ty-
Kin Stück vom Hals und Bauch abgebrochen pus b; in der Form wie No. 318; die Augen-
und besonders angefügt. buckel angebohrt; das linke Ohr mit einem
Der Typus b wird besser durch die folgenden grossen Loch zur Aufnahme eines Ringes
Deckel repräsentiert.
Abg. Schi. Ilios S. 5S4 No. 993. versehen. H. 0,065; D™- ''• Öffng. 0,075.
An der Vorderseite unterhalb des Randes eingetiefte
Furchen zur Angabe der Haare; Ausgangspunkt für
die Ornamentierung der Deckel.

320.321. 2 Stülpdeckel der Gesichtsvase


vom Typus b; in der Form wie No. 318.
319. H. 0,105. 0,077; Dm. d. Öffng. 0,09.
0,08.
No. 320 graubraun, No. 321 gelb; mangelhafte Glät-
tung.
Bei No. 320 der Zipfel und der untere Rand
sowie die Rückseite modern; bei No. 321 die
ganze untere Hälfte modern.
322. Stülpdeckel einer Gesichtsvase vom
Typus b; in der Form wie No. 318 321; —
die Augen ringförmig mit centralem Buckel.
H. 0,115; Dm. d. Öffng. 0,120.
Th. gelb, wie No. 302; Üb. gelb; massig geglättet.
Nu. Ji/Sa.
Grosse Teile der Wände mit dem linken Ohr
und der Zipfel ergänzt.
318. Stülp deckel einer Gesichtsvase vom Ty- 323.324. 2 Bruchstücke von Stülpdeckeln
pus b; mit horizontal vorspringendem Rande der Gesichtsvase vom Typus b; in der Form
und zipfelartigem Griff; Gesichtsbildimg natu- an No. 3 1 8 ff. sich anschliessend, doch ist

i6 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. I. Abteilung.

der Rand einfach gekantet und mit Furchen 331—339. 9 Flachdeckel der Gesichtsvase
ausgezeichnet; Gesichtsbildung naturalistisch. vom Typus a, mit zipfelartigen Griffen; ent-
H. 0,085.0,075. sprechend den flachen Stülpdeckeln No. 318.
Th. gelb, wie No. 302, aber roh. 323. Gr. Dm. 0,08 o,OQ.
No. 323 im unteren Teile vervollständigt. No. 331 — 335 mit gefurchtem Rande, wie die Stülp-
Die Zipfel sind als Knöpfe ergänzt. deckel; No. 336 —
338 ohne Randornament; No. 339
325—328. 4 Stülpdeckel von Gesichts- mit einer Reihe von kleinen, aufrecht stehenden Zak-
vasen des Typus b; in der Form etwa wie ken am Rande.
In grober Technik, z. T. mit besserer Glättung; grau,
No. 323. 324; No. 326 und 328 mit ge- gelb, braun.

No. 332 335 mit abgebrochenem Zipfel; No.
339 zur Hälfte ergänzt, sonst fast unversehrt.
Dubletten: 9.

340—349. 10 Flachdeckel der Gesichtsva.se


vom Typus a; mit ausgehöhlter Unterseite
entsprechend dem Stülpdeckel in Form einer
Zipfelmütze; besonders deutlich bei No. 345.
Gr. Dm. 0,075 —O'OQo-
No. 340 —No.
344 mit gefurchtem Rande.
Bei 340—343, 347. 348 die Zipfel ergänzt;
sonst fast vollständig.
No. 345 bei Schi. Ilios S. 582 auf No. 989.
Dubletten: 8.
No. 327.
350-356. 7 Flach deckel mit knopfförmigem
Griff, vermutlich ebenfalls zur Gesichtsvase
furch tem,oberem Rande; alle mit stark her-
vortretenden und tief eingebohrten Au- gehörig. Gr. Dm. 0,047 0,083. —
Bei No, 351 der Knopfgriff ergänzt.
genbuckeln. H. 0,058-^^0,003.
Th. verschieden, grau, gelb; Üb. gelblich, z. T. ge- Nachtrag.
357. Langer Hals einer Gesichtsvase vom
rötet; mangelhaft geglättet.
Mehr oder weniger ergänzt.
No. 328 bei Schi. Ilios S. 583 auf No. qgi.
Typus a mit möglichst naturalistischer Ge-
Stülpdeckel von Gesichtsvasen sichtsbildung; Augen mit Lidtrennung, Mund
329.330. 2
des Typus b; der Form nach mit einer fehlt. H. 0,11; Dm. d. Öffng. 0,07.
Th. grau; Üb. braun; geglättet.
Am
Rande hinten ein Stück ergänzt.
358. Deckel mit zipfelartigem Griff von einer
Gesichtsvase des Typus a, entsprechend
No. 331 ff. Gr. Dm. 0,06.
359. Stülpdekel einer Gesichtsvase des
Typus b; Mund plastisch angegeben. H.
0,085; Dm. d. Öffng. 0,10.
Der vorspringende Rand gefurcht.
Th. grau, Üb. duiikelgrau; gut geglättet.
Das Stück mit dem linken Auge und der Au-
genbrauenlinie ergänzt; ebenso die Nasenspitze,
der Zipfel.
360. Bruchstück eines Stülpdeckels zu einer
X,>. 32c). Gesichtsvase des Typus b. H. 0,09.
Th. grau, griesartig; Üb. dunkelgrau, gut geglättet.
Zipfelmütze zu vergleichen; die Gesichts- Das Bruchstück mit Nase, Augen und rechtem
bildung besonders charakteristisch für den Ohr zu einem vollständigen Deckel mit knopf-
artigem Griff ergänzt.
naturalistischen Typus. H, 0,095.0,115.
361. Bruchstück eines Stülpdeckels zu einer
Bei No. 329 auf der oberen Seite rings um den Zipfel
herum eine Reihe von rohen, kleinen Furchen, der Gesichtsvase des Typus b; oben das Einsatz-
Rest einer Haarangabe, loch zu einem Bügelgriff. H. 0,095.
No. 329 bräunlichgrau; No. 330 gelb, in grober Th. grau. z. T. bräunlich, mit Steinchen, mangelhaft
Technik. geglättet.
No. 32g als Bruchstück ohne Rückseite und Erhalten Augen, Nase und linkes Ohr.
rechtes Ohr; No. 330 der ganze untere Teil mit Die Form der Gesichtsvascndeckel mit Bügel-
Mund und oben ein Stück vom Zipfel modern. griff, in der Art der gewöhnlichen Stülpdeckel,

Dublette: i. ist sonst ohne Analogie,


Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


17

Gruppe 3. Gefässe mit abgeschrägtem Rande. 374. Kugelförmige Kanne mit .sehr kurzem,
weitem Halse und abgeschrägtem Rande. H.
362—365. 4 grosse Kannen mit einem Henkel 0,185; Dm. d. Öffng. 0,075.
und kugelförmigem Bauch, der unten meist roh Th. grau, grob, ohne Überzug; mangelhaft geglättet.
Der Rand etwas bestossen, der Henkel abge-
brochen.

abgeplattet ist; die Mündungsränder sind ab- 375—389. 15 kugelförmige Kännchen mit
geschrägt nach dem Henkel zu. H. 0,3 i — 0,36; weitem Bauch und weitem Halse, mit ab-
Dm. d. Öffng. 0,08 —0,085. geschrägtem Rande; die Henkel meist bandartig,
sonst rund; bei No. -^85 diipupltpiliij; No. 389
In grobem, mit Steinchen durchsetztem Thon No. ;


362 364 gelblich braun, No. 365 grau; geglättet
nur 363, die übrigen ohne Glättung, wenn auch mit
einem Stäbchen bearbeitet. Charakteristisch ist die
unregelmässige Oberfläche, an der sich die im Thon
befindlichen Bestandteile bemerkbar machen, wodurch
eine gleichmässige und intensive Glältung unmöglich
wird. Vgl. Gr. i.
Die Ränder sind stark ergänzt, doch ist die
Abschrägung sicher; No. 363 und 365 aus meh-
reren Stücken zusammengesetzt bei No. 362 und ;

365 aach die Henkel ergänzt.

366. 367. 2 Halsstücke von grossen Kannen


mit abgeschrägtem Rande, wie No. 362—365.
H. 0,115-0,114; Dm. d. Öffng. 0,095-0,085.
Gelb und grau.
Dubletten: i.

368—372. 5 kleinere Kannen mit abgeschräg- No. 3S4.

tem Rande, wie No. 362 ff., und engerem mit 2 Längsfurchen; z. T. ohne Standfläche, z. T.
Halse. H. 0,14 — 0,235; Dm. d. Öffng. 0,04 mit roh abgeplattetem Boden. H. 0,11—0,155;
0,06. Dm. d. Öffng. 0,055—0,085.
Gelb, bräunlich, grau, z. T. gerötet und geschwärzt. In grobem, mit Steinchen durchsetztem Thon, z. T.
Die Ränder mehr oder weniger ergänzt, aber auffallend dünnwandig, No. 375 und 386 auffallend,
in der Form sicher. grob, meist mit Überzug und Glättung bei unregel-
No. 368 =„Troja-Ilion" S. 260 Beilage 35. mässiger Oberfläche; No. 375 —
380 hellbraun, No.
No. 369 abg. Sohl. Ilios S. 436 No. 376.
No. 370 „ S. 595 No. 1046.
381 — —
385 grau, No. 386 389 rötlich; meist mit
„ , Spuren des Brandes in oflTener Flamme.
Dubletten: 3. Der Rand vielfach bestossen und ergänzt, aber
sicher richtig; Henkel fehlen bei No. 387; einige
373. Halsstück mit Henkel von einer Kanne Stücke zusammengesetzt.
wie No. 368 ff. H. des Halses 0,10; Dm. d. Diese Reihe von Gefässen ist besonders geeignet,
Öffng. 0,055. den Stand der Technik in der i. Periode zu zeigen.
Braun besser geglättet,
; Vgl. Schi. Ilios S. 440 Nq. 398—400.
Dubletten: 2. D\ibletten: 19.
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

390—392. 3 kleine Kännchen in Form und In der Technik ganz wie No. 375—393, mit braunem,
gerötetem und geschwärztem Überzuge und
Technik wie No. 375 —
389, mit Saugröhren z. T.

am Bauche. H. 0,085 0,15. — Glättung die Glattstriche deutlich sichtbar.


;

Bis auf die oberste Schnabelspitze, die ergänzt


Bei No. 390 der Rand und das Saugröhrchen, ist, vorzüglich erhalten.
bei No. 392 nur das letztere ergänzt.
Dublette: l in sehr grober Technik.

»rt-

No. 3gi.

393. Grosse, kugelförmige Kanne mit abge-


schrägtem Rande, roh abgeplattetem Boden und
3 Henkeln, einem am Halse, 2 am Bauche,
Xo. jjcj4.

Die Schnabelkanne ist eigentlich ein weiterer


Fortschritt in der Abschrägung des Randes; doch
schliesst sie sich mit diesem Exemplar so eng an
die Technik der laufenden Serie an, dass sie schon
hier verzeichnet werden musste.
Abg. Schi. Ilios S. 434 No. 369. „Troja-Ilion"
260 Beilage 35 No. 11.
S.

395. Halsstück einer einfachen Schnabel-


kanne, wie No. 394. H. 0,10; Dm. d. Öffng.
0,045 0,06.X
Braun, ohne Überzug und Glättung.
Die oberste Schn.ibelspitze abgebrochen.
Dubletten: 2 Bruchstücke vom Halse.
396. Schale mit schräg laufendem Rande;
an einer Seite erhöht sich der Rand und

v^ "'^^^HB
No. sgj.

alle 3 vertikal und rund (Form der Hydria).


No. 3g6.
H. 0,30; Dm. d. Öffng. 0,07; gr. Umfg. 0,72.
In der Technik wie No. 362 ff., mit gelbem Über- verdickt sich zugleich an dieser Stelle ein
;

züge und massiger Rlättung.


Loch zum Durchstecken des Daumens die ;
Aus vielen Stücken zusammengesetzt und in
unwesentlichen Teilen ergänzt. Standfläche concav. H. 0,095 Dm. d. Öffng. ;

Vgl. „Troja-Ilion" S. 271 Beilage 36 No. IV. 0,21 XO,22.


394. iLinfache Schnabelkanne mit kugel- Der Technik und Form nach wie Schalen aus der
förmigem Bauch und Bandhenkel; der Hals Keramik der ersten Ansiedelung. Vgl. No. 91 — 93.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; fast voll-
eng. H. 0,23; Dm. d. Öffng. 0,045; gr- Umfg. ständig.
0.45- Dem Fundort nach ist diese Schale der I. Pe-
Am Bauche 4 ornamentale Warzen, von denen zwei riode der II. Ansiedelung zuzuweisen. Sie ist in
eng zusammengerückt sind, übertragen von der Ge- ,

G 5 6 an der Aussenseite der Burgmauer der
sichtsvase. Vgl. Gr. 8. I. Periode der II. Ansiedelung in der Nähe von

Z, ^. Tu». \y,f ^. <\a^^. a.c. U


;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. - - I. Abteilung. 1^9

2 Bruchstücken mit horizontalen Henkelösen ge- In Technik fast noch gröber als No. 362 ff., mit gelbem,
funden. roh geglättetem Überzüge.

Nach dem bez. Funde in G5 6 muss man an- Der Rand und Boden zum grössten Teile er-
nehmen, dass die Keramik der I. Ansiedelung gänzt.
auch noch in der frühsten Zeit der II. Ansiede-
lung fortgedauert hat, d. h. dass die Bewohner
Gruppe 4. Die anderen Formen in der Technik
der I. Ansiedelung noch an dem Bau der II. be-
teiligt waren. der Gruppe 3.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 248 Fig. 107.
397. Schale mit abgeschrägtem, leise hohl- Schnurösengefässe.
kehlenartig sich einziehendem Rande in der ;
405—411. 7 Schnurösenkrüge mit kugel-
förmigem Bauche, hohem,
weitem, leise ausladendem
Halse und 3 Füssen; die
Schnurösen entweder wie
spitze Zapfen, oder wie ab-
geschnitteneund eingekerbte
A'o. jgj.
Zapfen, oder vertikal röhren-
Zu No. 4fr]. Zu
Form wie Nu. 285. 286. H. 0,06 xo, 075
No. 40S.
förmig. H. 0,160 — 0,225;
Dm. d. öffng. 0,16. Dm. d. Öffng.0,07 0,095. —
Am unteren Rande 3 kleine ornamentale Warzen. In der Technik wie No. 362 ff., No. 405 409 bräun- —
In der Thonbereitung wie No. ^b2 ff., mit braunem, lich, No. 410 grau, No. 411 teilweise gerötet und

z. T. gerötetem, gut geglättetem Überauge; die Innen- geschwärzt; alle mehr ode. weniger gut geglättet, mit
seite absichtlich geschwärzt. Überzug.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt und Ergänzt bei No. 405 die Füsse, bei No. 406 ein
etwa '/s ergänzt; der Henkel fehlt. Fuss, eine Schnuröse, Unwesentliches vom Halse
Die Schwärzung der Innenseite erinnert an die und Bauche, bei No. 407 der ganze Hals, bei No.
Funde von Bosöjük in Phrygten.

Nachtrag.

398. 399- 2 kugelförmige Kannen mit abge-


schrägtem Rande, wie No. 362 ff., der Hals
etwas schärfer vom Bauche absetzend. H.
0,265. 0,270; gr. Umfg. 0,570. 0,585.
Graa, hellbraun mit und ohne Glättung.
Bei No. 398 der Rand als Schnabelmündung
ergänzt, bei 399 richtiger mit einfacher Abschrä-
gung; sonst fast vollständig.
Nr. 398 abg. Schi. Ilios S. 435 No. 374.
400. Kugelförmiges Kännchen mit engem,
y langem Halse, vermutlich sdinabelartiger Mün-
dung und doppelteiligem Henkel. H. 0,135;
gr. Umfg. 0,290.
In der. Technik wie No. 362 ff., graubraun; geglättet,
No. 411.
ohne Überzug.
Der Rand mit der Mündung fast ganz abge-
stossen. Das erhaltene Stückchen davon spricht 408 ein Fuss, bei No. 409 die Füsse, bei No. 410
2 Füsse und einiges vom Rande, bei No. 411 die
Schnabelmündung.
für
Füsse.
401—403. 3 birnenförmige Schnabelkänn- No. 409 abg. Sohl. Ilios S. 593 No. 1030.
chen, No. 403 mit scliarf absetzendem Halse. No. 406 „ „ „ S. 408 No. 280.

H. 0,125— 0,145; gr- Umfg, 0,265— 0,345. No. 411 „Troja-Ilion" S. 258 Fig. 128.
Thonqaalität wie bei No. 362 ff. mit braunem, ge- Beilage 34 No. I.
glättetem Überzuge, No. 402 stark geschwärzt. Dubletten: 3.

Bei No. 401 Henkel und ein grosser Teil vom 412. Schnurösenkrug, in der Form wie No.
Rande, bei No. 402 nur der Henkel, bei No. 403 405 ff., mit massiver, niedriger Standplatte.
kleine Teile vom Rande ergänzt.
H. 0,19; Dm. d. Öffng. 0,095.
No. 402 abg. Schi. Ilios S. 614 No. 1159.
Gelblich, mit Überzug.
404. Schlauchförmige Kanne mit abgeschräg-
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt; Schnur
tem Rande; ohne Standfläche. H. 0,195; gr. Ösen und Rand ergänzt.
Umfg. 0,36. Vgl. „Troja-Ilion" S. 258 Fig. 124.
3*
;

20 Die Keramik. — II. —V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

413. Schnurösenkrug, wie No. 405 fF., mit Hellbraun, roh geglättet.
Die Ränder bestossen und ergänzt. Bei No.
niedrigem, etwas ausladendem und unten aus-
419 eine Schnuröse und 2 Füsse ergänzt.
gehöhltem Fuss; die Schnurösen zapfenartig. No. 418 „Troja-Ilion" S. 259 Beilage 34.
H. 0,175; Dm. d. Öffng. 0,08. Dubletten: i.

Bräunlich.
Fast vollständig, der Rand ein wenig bestossen.

Zu No. 412. Zu No. 413. Zu No. 415.

414. Schnurösenkrug mit niedrigem Hohl-


fuss, sonst wie No. 405 ff. Schnurösen röhren-
förmig. H. 0,20; Dm. d. ÖfTng. 0,10.
Braun, teilweise geschwärzt.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt, der
Rand bestossen und ergänzt.

415. Schnurösenkrug mit plumpem Stand-


ring, sonst wie No. 405 ff.; die Schnurö.sen
röhrenförmig vertikal. H. 0,2 15; Dm. d. Öffng.
No. 418.
0,10.
Braun, z. T. geschwärzt, mit geglättetem Überzüge. 420. Schnurösenflasche mit massiver Stand-
Rand und Fuss zur Hälfte ergänzt.
platte, mehr zusammengedrückt als die vorigen,
Vgl. „Troja-Ilion" S. 258 Fig. 124.
mit gar nicht ausladendem Rande; Schnur-
fast
416.417. 2 Schnurösenflaschen mit kugel- ösen röhrenförmig. H. 0,155; Dm. d. Öffng.
förmigem Bauch, ohne Fuss; No. 416
0,045; gr- Umfg. 0,41.
ohne Standfläche, No. 417 mit kleiner, Mit graabraunem, mangelhaft geglättetem Überzuge.
leiseeingetiefter Standfläche Schnur- ; Rand und Hals zur Hälfte ergänzt.
ösen röhrenförmig. H. 0,165.0,125; 421. Schnurösenflasche, birnenförmig;
Dm. d. Öffng. 0,04. 0,055; g''- Umfg. Schnurösen zapfenförmig abgestumpft. H. o, 1 7
0,42.0,31. gr. Umfg. 0,415.
7NA 6^°' ™'' plastisch aufgelegtem Spitz-
'*'''
winkelornament auf jeder Seite; No. 413. vgl.
Grau, z. T. gerötet; mit roher Oberfläche.
Der Hals ergänzt.
No. 416, hellbraun, mit mangelhafter Glättung und
z. T. geschwärzt, No. 417 dunkelgrau, mit besser ge-
422. Kleineres, weitbauchiges und weithalsiges
glättetem Überzug. Schnurösengefäss, ohne Fuss, mitroherStand-
Die Ränder bestossen und ergänzt, sonst gut fläche.H. o, 1 3 Dm. d. Öffng. 0,08 ;gr. Umfg. 0,3 7.
;

erhalten. Sehr grob, mit hellbraunem Überzuge und mangel-


No. 416 abg. Schi. Ilios S. 409 No. 287. hafter Glättung.
No. 417 „Troja-Ilion" S. 259 Beilage 34. Zusammengesetzt und am Rande teilweise ergänzt.
Dubletten: 1.
423. Kugelförmiges Schnurösengefäss, mit
weitem, niedrigem, absetzendem
und ausladendem Halse und
3 Füssen; Schnurösen form röh-
renförmig gekantet, zweiteilig,
aber mit einer Durchbohrung.
H. 0,155; Dm. d. Öffng. 0,085;
Zu No. 42jj.
gr.Umfg. 0,395.
Grau, mit unregelmässiger Oberfläche,
aber besser geglättetem Überzüge.
Einiges am Rande und Bauche, sowie 2 Füsse
ergänzt.
424. Kugelförmiges, oben abgeplattetes Schnur-
No. 4/y.
ösengefäss mit kurzem, engem Halse und 3
Füssen; Schnurösen zapfenförmig abgestumpft.
418.41g. 2 Schnurösenflaschen mit Drei-
H. 0,205 Dm- d. Öffng. 0,033 gr. Umfg. 0,5 1 5.
;
sonst wie No. 416. 417; Schnurösen gabel-
fuss, ;

Graubraun, roh.
artig eingekerbt; am Rande leise ausladend. Die Füsse und ein grosser Teil des Bauches mit
H. 0,153.0,180; Dm. d. Öffng. 0,045. I Schnuröse ergänzt. Der Hals nicht zugehörig
1 ;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — 1. Abteilung. 21

Kannen. Braun, z. T._,gerötet und geschwärzt, mit mangelhaft


geglättetem Überzuge.
425. Kugelförmige Kanne mit engem Halse, Der Rand und ein Henkel ergänzt.
gerade abgeschnittener Mündung, roh abge- Abg. Schi. Ilios S. 604 No. 1 1 3 ; „Troja-Ilion"

platteter Standfläche, Bandhenkel. H. 0,135; S. 270 Beilage 36 No. Hl.


gr. Umfg. 0,37. 431. Grosse linsenförmige Flasche mit 2 Ver-
Nlit Überzug, dunkelgrau, z. T. geschwärzt, besser tikalhenkeln am Halse, nach unten zu sich er-
geglättet. weiternd; mit abgeplattetem Boden und scharfen
Rand und Hals zum grössten Teile ergänzt Vertikalkanten. H. 0,295 Dm. d. Öffng.
; 0,055
Vgl. den Nachtrag No. 500.
Dubletten: 2.
gr. Umfg. 0,685.

426 — 428. 3 weithalsige Kännchen mit


Bräunlich,
strichen.
z. T. geschwärzt, mit mangelhaften Glätte-

gerade abgeschnittener Mündung und roh ab- Der Rand, ein Henkel und ein Stück vom Bauche
geplatteter Standfläche. H. 0,11 — 0,12; Dm. ergänzt.

d. Öffhg. 0,065. 432. Linsenförmige Kanne mit abgeplattetem


No. 427 besonders grob; No. 426. 427 gelb; No. 428 Boden und engem Halse mit scharfer Vertikal- ;

mit rötlichem Überzüge. kante; vorn und hinten ausgebaucht. Vgl.


Bei No. 426 der Rand beschädigt, bei No. 427 No. 636. H. 0,245; gr- Umfg. 0,57.
Henkel und Hals fast ganz ergänzt. No. 428 mit Graubraun, mit unregelmässiger, geglätteter Oberfläche.
teilweise ergänztem Halse.
Zusammengesetzt, die Mündung abgebrochen;
Dubletten: 4-
vielleicht schnabelförmig.
429. Bruchstück eines kleinen, kugelförmigen
Kännchens( Bechers) mit cy lin- Deckelamphoren.
derförmigem Halse und kleinem,
433—435. 3 kugelförmige Deckelamphoren,
ringartigem Bandhenk^l. H. ohne Standfläche, mit 2 ringartigen, vertikalen
0,105; D™- d. Öffng. 0,045. Bandhenkeln am Bauche; bei No. 433 und 434
Grao, mangelhaft geglättet.
Die Hälfte des Gefässes nur
antik.
Die Form mit dem kleinen
No. 42g.
Henkel ganz vereinzelt.

Linsenförmige Gefässe.

430. Linsenförmige Flasche mit langem


engem Halse und 2 am Bauche sitzenden
Vertikalhenkeln; ihm Standllä' !:•;, die Seiten

A'a. 4JfJ. Deckel No. 466.

sind diese dreigliedrig; der scharf absetzende


Hals mit steilen Wänden, für Stülpdeckel ein-
gerichtet. —
H.o, 19 0,28; Dm. d. Öffng. 0,07—
0,075; gr.Umfg. 0,64—0,83.
Alle drei mit plastisch aufgelegtem fl-förmigen, an
den Enden spiralartig aufgerolltem Ornament.
In der Technik ganz wie die kleinen abgeschräg-
ten Kannen No. 375 ff., auch ziemlich dünnwandig;
No. 433 hellbraun und ganz gut geglättet, No. 434
.Vo. 430.
grau, z. T. geschwärzt und ebenso gut geglättet, No.
435 graubraun mit mangelhafter Glättung.
abgerundet; vom und hinten abgeflacht. H. Abg. „Troja-Ilion" S. 258 Beilage 37 No. I
0,215; Dm. d. Öffng. 0,04; gr. Umfg. 0,375. mit dem Deckel No. 466.

22 Die Keramik. — 11. V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Amphoren. Mischgefässe. No. 442 mit I schräg nach oben gerichtetem


436. Bauchige Amphora mit weitem, oben leise Horizontalhenkel, No. 443 ohne Henkel; beide
ausladendem Halse und zwei horizontal sitzen- mit roher Standfläche. H. 0,09. 0,065; D™-
den, schräg nach oben gerichteten Henkeln am d. Öffng. 0,24. 0,165.

No. 442.

No. 442 bräunlich, No. 443 graubraun, mit Spuren


der Flämmung, mangelhaft geglättet.
No. 442 zusammengesetzt, aber vollständig; No.
443 zum Teil am Rande ergänzt.
Abg. „Troja-Ilion" S. 265 Fig. 140.
Nö. 4j6. Dubletten: 3.

444. Pappschachtel mit 2 grossen Bruchstücken


Bauche; der Boden roh abgeplattet. H. 0,205;
einer Schüssel wie No. 442. 443, als vor-
Dm. d. Öffng. o. 10; gr. Umfg. 0,605.
zügliche Proben der Technik
Hellbiaun, mangelhaft geglättet,
für Gruppe 3
Zusammengesetzt, am Rande
z. T. geschwärzt.
bestossen und er-
und 4. Gr. Lge. 0,23 — 0,29.
gänzt.
weitbauchige, halbkugelförmige
Becher.
437.438. 2
Mischkessel mit eingezogenem kurzen, steil- 445.446. 2 glockenförmige Becher mit
wandigem Hals* und 2 schrägen Horizontal- niedriger, massiver Standplatte, ohne Henkel;
henkeln am Bauche; der Boden roli abgeplattet. bei No. 446 ist der Fuss an der Unterseite
H. 0,225. 0,215; Dm- d- Öffng. 0,185; gr- etwas eingehöhlt. H. 0,09. 0,10; Dm. d. Öffng.
Umfg. 0,755. 0,08.0,075; Dm. d._ Fusses 0,04.0,05.
Braun, z. T. gerötet und geschwärzt, ziemlich gut ge- No. 446 mit gelbem Überzüge und mangelhaft ge-
glättet. glättet, No. 447 grauschwarz, z. T. gerötet.
Zusammengesetzt, No. 437 fast vollständig; No. Bei beiden ein Stück mit Rand und ein ge-
438 stark ergänzt. ringer Teil vom Fuss ergänzt.
No. 437 abg. Schi. Ilios S. 602 No. 103. 1
447—449. 3 glockenförmige Becher mit
niedrigem, etwas aus-'
Schtlssel. Schalen.
ladendem, unterseits con-
439. Flache Schüssel ohne Standfläche, mit
2 Horizontalhenkeln, sonst wie No. 284. H.
Q/'~N > cavem Fuss und 2 runden
Vertikalhenkeln.
\JJ H.
0,10; Dm. d. Öffng. 0,30. 0,09—0,11; Dm. d. Öffng.
Rötlich, mit mangelhafter Glättung.
0,07-0,075.
Zusammengesetzt, 2 grosse Randstücke mit I
No. 447 grau, No. 448 gelb,
Henkel ergänzt.
beide mangelhaft geglättet;
440. 441. 2 tiefe Schüsseln mit rundlich sich No. 448. No. 449 in rötlichem Thon
einziehendem Rande und 2 Horizontalhenkeln; mit sehr roher Oberfläche.
mit roher Standfläche. H. 0,115.0,12; Dm. Bei jedem ein Henkel ergänzt; No. 447 und
448 mit teilweise ergänztem Rande.
d. Öffng. 0,27.
No. 448 abg. Schi. Ilios S. 598 No. 1085.
In der Technik wie No. 362 ff. No. 440 rötlich und
;
Vgl. S. 417 No. 324. ,.Troja-Ilion" S. 261 Fig.
unregelmässig gebrannt, No. 441 graubraun, mit roher
128.
Oberfläche.
Dubletten: 2.
Zusammengesetzt, No. 440 ohne Henkel, am
Rande wenig ergänzt; No. 441 zur Hälfte ergänzt,
450. Bruchstück eines glockenförmigen
von einem Henkel nur ein Ansatz vorhanden, Bechers mit niedrigem, massivem Fuss, wie
Dublette: 1. No. 447 —
449; vom oberen Henkelansatz
442. 443. 2 Schüsseln oder Schalen mit gehen auf der Aussenseile des Gefässes plastische
abgesetztem und wenig eingezogenem Rande; Rippen abwärts. H. 0,085.
;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. I. Abteilung.


23

In der Technik besonders an No. 383 erinnernd. Stülpdeckel.


Gefunden in einer Schuttschicht der II. An-
siedelung. 455—459- 5 Stülpdeckel der Deckelamphora,
mit horizontal vorragendem Rande, ohne Henkel
451. Glockenförmiger Becher mit niedri-
gem, massivem Fuss und 2 vertikalen Band-
oder Griff. H. 0,055 — 0,063; Dm. d. Öffng.
henkeln. H. 0,08 Dm. 0,065—0,095.
; d. Öffng. 0,075 Dm.
; d.
Fusses 0,033.
Auf jeder Seite 6 eingetiefte Gruben in 2 Reihen
zu je 3 übereinander. Diese Grubenornamente er-
innern an Metalltreibetechnik.
In der Technik wie die abgeschrägten Kännchen No.
375 ff., braun mit Glättung.
Etwa die Hälfte des Randes und ein Henkel
ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 598 No. 1084.

452. Bruchstück eines etwa kelchförmigen


Bechers, mit niedrigem, unterseits concavem
Fuss und I Bandhenkel; der untere Teil ist
No. 4s8.
massig ausgebaucht, der Rand gerade. H. o, 1 2
Dm. d. Öffng. 0,055.
Grau, mit mangelhafter Glätlnng. —
No. 455. 456 roh, wie Gr. i, Nr. 457 459 geglättet,
No. 455 und 459 braun, No. 456 und 458 grau und grau-
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt und braun.
ergänzt die Form
Die Form
;

ist
ist gesichert.
nicht typisch, wenn sie auch ihre

No. 455 457 und 459 mehr oder weniger er-
gänzt, No. 458 fast intakt.
Parallelen hat.
460—468. 9 Stülpdeckel zur Deckelamphora,
453. Plumper, etwa schlauchartiger Becher
in der Form wie 455 ff., mit bandförmigem
mit ruher Standfläche und 2 Vertikalhenkeln;
Bügeigriff; No. 468 mit gewölbter Deckel-
H. 0,12; Dm. d. Öffng. 0,06.
platte. —
H. 0,075 -0.125; Dm. d. Öffng.
0,08—0,125.
No. 460. 461 erinnert besonders an No. 362, No. 462
rötlich stumpf, No. 463. 464 grau und graubraun,
mangelhaft geglättet, No. 465 gelblich stumpf, No.
466. 467 braun, z. T. gerötet und gut geglättet, No.
468 graubraun, massig geglättet.
Bei No. 462. 464. 465. 467 sind die Bügel er-
gänzt; sonst mehr oder weniger gut erhalten.
Vgl. die Abbildung No. 433.
Dubletten: 12.

V" 453-

Graubraun, mit intensiver Glättnng, obgleich die Ober-


fläche sehr unregelmässig ist.
Auf beiden Seiten ein Stück mit Rand ergänzt;
zusammengesetzt.
Die Form könnte man als Vorstufe zum gewöhn-
lichen b^irai; djicpiKÜireWov bezeichnen.
Abg. „Troja-Ilion" S. 261 Beilage 35 No. VI.

454. Becher mit weitem, hohem Hals, kug-


ligem Bauch und 2 zwei-
teiligen, runden Vertikai-
henkeln. H. 0,10; Dm.
d. öffng. o,055;gr.Umfg.
0,26.
Braun, mit guter Glättnng.
No. 482.
Zusammengesetzt und
stark ergänzt. Grosse Teile Ao. 454.
vom Rande, dem Bauche 469—474. 6 Stülpdeckel zur Deckelamphora,
mitsamt dem Boden und ein Henkel modern. inder Form wie No. 455 ff., mit dreiteiligem
;

M Die Keramik. — II. — V. Ansiedelang. — I. Abteilung.

Bügelgriff, sog. Kronendeckel. H. 0,08 — Nachtrag.


0,10; Dm. d. Öffng. 0,105 —0,135.
495. 496. 2 Kännchen mit Saugrohr und
No. 46g rötlich, stumpf, No. 470.471 grau, mangel-
haft geglättet; No. 472 grau, z. T. braunrot, besser
I Bandhenkel. H. 0,10. 0,95.
geglättet,No. 473 graubraun, gut geglättet, No. 474 No. 495 grau und geglättet, No. 496 rötlich und roh.
rötlich,mangelhaft geglättet. Die Saugröhrchen und Ränder bei beiden, ein
Bei No. 469 fehlen die Bügel vom Griff, sonst Stück vom Bauche mit Henkel bei No. 496 ergänzt.
mehr oder weniger ergänzt. 497. Kännchen mit Saugröhrchen und einem
Dubletten: 11, sehr stark ergänzt. Bügelhenkel über der Öffnung. H. 0,09
475—484. 10 Stülp deckel zur Deckelam- Dm. d. Öffng. 0,045.
phora, in der Form wie No. 455 ff., mit vier- Grau und mangelhaft geglättet.
Saugröhrchen und Bügelhenkel ergänzt.
teiligem Bügelgriff, sog. Kronendeckel. H.
0,07 —
0,115; Dm- d. Öffng. 0,115 — 0,145.
Dubletten: 1.

498. 499. 2 kleine Näpfchen mit Saug-


No. 475.476 gelblich, roh, wieNo. 362, No. 477 481 — röhrchen und einem Bügelhenkel über der Öffng.

graubraun, mangelhaft geglättet, No. 482 484 hell-
H. 0,065. 0,05; Dm. d. Öffng. 0,075. o.035-
braun, z. T. gerötet und geschwärzt, besser geglättet.
Bei No. 475 und 481 der ganze Griff ergänzt; No. 498 so grob wie No. 288, hellbraun, No. 499 grau.
sonst mehr oder weniger zusammengesetzt und er- Bei No. 498 Bügelhenkel und Röhichen ergänzt,
gänzt. bei No. 499 Bügelhenkel und ein Stück vom Rande.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 268 Fig. 151. Abg. Seh. Ilios S. 454 No. 446.
Dubletten: 12, z. T. stark ergänzt. 500. Halsstück einer Kanne mit geradem
Rande. H. 0,085; D™- d. Öffng. 0,05.
Flachdeckel. Ein Teil vom Rande ergänzt.
485. Flachdeckel mit concaver Unterseite
Gruppe 5, Gefässe mit anderen Merkmalen einer
und konisch sich verdickender, mit einem hori-
primitiven Thonbereitung und Brandmethode.
zontalen Grate abschliessender Oberseite. Gr.
Dm. 0,085. A. mit grobsandigem Thon.
Mit rotbraunem, gut geglättetem Überzüge.
Schnurösengefässe.
486. 487. 2 scheibenförmige Flachdeckel mit
501. Schnurösenkrug mit hohem, cylinder-
2 Schnurlöchem, zu Schnurösenflasclien mit 2
artigem Hohlfuss; Schnunisen plump, zapfen-
Schnurösen gehörig. Gr. Dm. 0,06.
No. 486 hellbraun, No. 487 gelblich.
488.48g. 2 Flachdeckel mit 2 Schnur-
löcliern, die Unterseite concav, die Oberseite
convex; No. 488 zu einer Schnurösenflasche,
No. 489 zu einem Schnurösenkruge. Gr. Dm.
0,04. 0,102.
No. 488 grau, No. 489 bräunlich.
490. Flachdeckel mit 2 Schnurlöchern, schei-
benförmig, mit kleinen Griffzapfen; zu einer
Schnurösenflasche. Gr. Dm. 0,065.
491. Flachdeckel mit knopfartigem Griff und
2 Schnuriöchern, Unterseite concav, Oberseite
convex. Gr. Dm. 0,055.
In sehr grober Technik, mit dunkelgrauem Überzüge.
No. SOI.
Der Knopf des Griffes ist abgeschlagen.
492.493. 2 Flachdeckel mit kurzem Griff- förmig. Der Rand für einen
zapfen und 2 Schnurlöchern; auch der Griff- Flachdeckel eingerichtet, mit
Zapfen zum Durchziehen der Schnur durchbohrt. 2 Schnurlöchem. H. 0,18;
Gr. Dm. 0,048. 0,057. Dm. d. ÖfTng. 0,08; Dm. d.
No. 492 bräunlich, No. 493 graubraun und gut ge- Fusses 0,065.
glättet.
Zu No. SOI. Bräunlich grau, massig geglättet;
494. Bruchstück eines F a c h d e c k e s zu einem
1 1 unvollkommen gebrannt.
Schnurösenkruge, mit abgekantetem Griffzapfen, Der Rand am Halse und am Fusse ergänzt.
Der Form nach repräsentiert das Gefass eine
der durchbohrt ist zum Durchführen der Schnur.
besonders primitive Stufe der Gef ässbildnerei vgl. ;

Gr. Lge. 0,105. die ornamentierten Schnurösenkruge.


Gran, mit grober Oberfläche. Vgl. „Troja-Ilion" S. 258 Fig. 124.
.

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelong. — I. Abteilung. 25

502. Schnurösenkrug mit kugelförmigem No. 511 braun, geglättet, No. 512 grau, z. T. geschwärzt.

Bauche, ohne Fussbildung, mit scharf ab.-^etzen- No. 511 stark ergänzt nur ein Stück vom Bauche
;

mit dem Boden und Fuss antik. No. 512 mit


dem Halse; Schnurösen röhrenförmig, vertikal. ergänztem Halse der Fuss abgebrochen.
;

H. 0,155; Dm. d. ÖfFng. 0,085.


513. Schnurösenflasche, mit
Mit roher Oberfläche.
Der Rand ist bestossen. roherStandflächeundspitzohren-
503. Schnurösenkrug mit 3 Füssen; Schnur- förmigen Schnurösen; der Hals
ösen in Form von abgeschnittenen und ein- durch eine Eintiefung vom Bauche
gekerbten Zapfen. H. 0,178; Dm. d. Öfing. getrennt. H. 0,125.
Grau, geglättet.
0,10.
Der Rand fast ganz ergänzt.
Granbraun, mangelhaft geglättet.
Abg. Schi. Ilios S. 409 No. 284.
Der Hals zum grössten Teile ergänzt.
Dubletten: 3. Zu No. S'3- 514. Kleines kugelförmiges Schnur-
Schnurösenkrug ösenfläschchen mit kurzem
504. Schlauchförmiger mit
Halse; Schnurösen bogenförmig. H. 0,075;
guter Standfläche und röhrenförmigen Schnur-
H. 0,16; Dm.
Dm. d. Öffng. 0,032.
ösen. d. ÖfTng. 0,06; gr. Umfg.
Grau, roh.
0,36. Der Rand bestossen.
Hellgrau, mit roher Oberfläche.
Zusammengesetzt und am Rande ergänzt. 515. Kleine Schnurösenflasche; am Halse
505. Schlauchförmiger Schnurösenkrug wie unten eine Einsenkung zum Aufsetzen eines
No. 504, mit niedriger, massiver Standplatte; Stülpdeckels; mit roher Standfläche; Schnur-
Schnurösen röhrenförmig. H. 0,16. ösen buckeiförmig. H. 0,11.
Grau, mangelhaft geglättet. Braun, z. T. geschwärzt, roh.
Zusammengesetzt; der ganze obere Teil mit Der Rand und i Schnuröse ergänzt.
I Schnuröse ergänzt. Dubletten: 2.

516. Schnurösengefäss, in der Form ähn-


506. 507. Kugelförmiger Schnurösenkrugmit
lich wie No. 423; der Rand ladet ohne ab-
kurzem Halse, ohne Schnurlöcher, für Stüli>
zusetzen aus. H. 0,11; Dm. d. Öffng. 0,07.
deckel, und mit 3 Füssen; Schnurösen bei
Grau, mit Überzug und Glättung.
No. 506 röhrenförmig, bei No. 507 zapfen- Sehr stark ergänzt antik ein Stück vom Bauche
;

artig. H. 0,175. 0,185; Dm. d. Öffng. 0,075. mit beiden Schnurösen und ein kleines Stück vom
0,085; gr- Umfg. 0,52. Rande.
Gras, mit massiger Glättung. 517. Bruchstück eines ähnlichen Schnurösen-
Bei No. 506 fehlen die 3 Füsse; ergänzt Stücke gefäss e s mit doppelröhrenförmigen Schnurösen
am Halse, Bauche und Schnuröse. Bei No. 507
I
518. Kugelförmiges Schnurösengefäss, mit
der Hals fast ganz und grosse Stücke vom Bauche
ergänzt.
kurzem, für Stülpdeckel eingerichtetem weitem
508. Kleiner Schnurösenkrug von etwas ab- Halse; Schnurösen zapfenartig abgestumpft,
weichender Ff)rm, mit scharf horizontal. (Kugelbüchse.) H. 0,11.
Grau, stark geflammt und geglättet.
abgeschnittener Standfläche;
Der Hals mit einem Stück vom Bauche und
Schnurösen bogenförmig. H. I Schnuröse ergänzt.
0,117; Dm- d. Öffng. 0,06. Dublette: l, stark ergänzt.
Braun, mit roher Oberfläche.
Der Rand ergänzt. Kannen.
509. Schnurösenflasche mit
Zh Na. soS. 519. Kleine, kugelbauchige Schnabelkanne;
scharf abgeschnittener Stand-
der Henkel mit schrägen Kerben, wie ein Strick-
fläche; Schnurösen röhrenförmig. H. 0,12; henkel, versehen. H. 0,155.
Dm. Öffng. 0,05.
d. Grob, grau, mit roher Oberfläche.
Braun, mangelhaft geglättet. Der Rand mit SchnabelmünduDg ergänzt.
Fast der ganze Rand und I Schnuröse ergänzt. Dubletten: 3.
510. Schnurösenflasche mit 3 Füssen; 520. Kleines, plumpes Schnabelkännchen.
Schnurösen zapfenförmig, spitz vgl. No. 4 1 9. ;
H. 0,13.
H. 0,175; Dm. d. Öffng. 0,06. Grau, geglättet.
Braun, z.T. gerötet und geschwärzt. Der Henkel und die Hälfte des Randes ergänzt.
Die 3 Füsse, der Rand und I Schnuröse ergänzt. 521. Kleines Kännchen, vermutlich mit
Dubletten: 3. Schnabelmündung zu ergänzen; der Hals setzt
511. 512. 2 Schnurösenflaschen mit nie- mit einer Einkehlung ab. H. 0,11.
drigem Hohlfuss; Schnurösen bei No. 512 Mit grauem Überzug, stark geflammt.
röhrenförmig. H. 0,135.0,115. Der Rand mit gerader Mündung ergänzt.
26 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — 1. Abteilung.

522-524. 3 kleine weithalsige Kannen mit plastische Spiralen ansitzen. H. 0,25. 0,285;
rolier Standfläche und gerader Mündung. H. Dm. d. Öffng. 0,075.
0,11 —
0,14; Dm. d. Öffng. 0,065 — 0,070. No. 529 bräunlich, stark geflammt, No. 530 graubraun,
geglättet.
No. 522 braun, No. 523 grau, No. 524 rötlich, z. T.
geschwärzt.
No. 522 zusammengesetzt; No. 523 mit moder-
nem Rand und Henkel; bei No. 524 der ßand
grösstenteils ergänzt. Bei No. 523 am Halse ein
gedrehtes Loch.
Dubletten: 6.
525.526. 2 kleine Kännchen (Becher), mit
absetzendem und eingezo-
genem Halse; No. 525 mit
weiter, No. 526 mit enger
Öffnung. H. 0,10. 0,1 1 ;
/
Dm. d. Öffng. 0,07.0,055.
Mit Überzug und Glättung,
No. 525 braun, No. 526 grau.
No. 525 mit teilweise No. S2S. No. y2g.
ergänztem Rande und
Henkel, No. 526 mit ganz modernem Halse, aber
No. 529 Bruchstück ohne Hals, No. 530 Hand-
antikem Henkel.
haben und I Henkel modern, der hohe Fuss ab-
gestossen.
Deckelamphoren.
531. Deckelamphora mit eiförmigem Körper,
527. Deckelamphora mit spitz zulaufendem massiver, niedriger Standplatte, 2 Ringhenkeln
Körper (Spitzamphora), und stark hervortreten-
und stark hervortretenden Handhaben der Fuss
;

niedrig, massiv scheibenförmig. H. 0,275; Dm.


d. Öffng. 0,075.
Bräunlich, z. T. gerötet, z.T. geschwärzt; geglättet;
Oberfläche stark abgerieben.
I Henkel, die Handhaben zum Teil und der
Hals ergänzt.

Amphorenkrtlge.
532. Kiigelbauchiger Amphorenkrug mit
Standfläche und 2 runden Ringhenkeln am
Bauche. H. 0,15; Dm. Öffng. 0,07.
d.
Graubraun, mit massig geglättetem Überzüge.
Die Henkel und der Rand ergänzt.

No. $2rj. Kännchen.


den Handhaben; die zweiteiligen Ringhenkel 533. Plumpes Kännchen mit geradem Hals-
sitzen auf besonderen, ovalen Platten auf H. rande und roher Standfläche. H. 0,12; Dm.
Dm. d. Öffng. 0,08. d. Öffng. 0,075.
0,285;
Grau, ohne Spuren von Glättung. Hellbraun, grob.
Der Hals, i Henkel und die Spitzen der Hand- Ein Stück vom Rande und Bauche ergänzt.
haben ergänzt.

Dubletten zu 527 531: 3 und 2 Fragmente. Becher.
528. Bruchstück einer birnenförmigen Deckel-
534. Glockenförmiger Becher mit 2 Henkeln
amphora, mit 2 kleinen Ringhenkeln und stark
und concaver Standfläche; vgl. No. 448. 449.
hervortretendem Spiralornament. H. 0,19.
H. 0,115; Dm. d. Öffng. 0,075.
Braunrot, mit Glättung.
Rötlich, grob und roh.
Der Bauch ohne Hals ist erhalten, die Henkel
I Henkel fast ganz modern, sonst intakt.
ergänzt.
Dublette: i. 535. 536. 2 plumpe, etwa trichterförmige
529.530. 2 Deckelamphoren mit hohem Becher, mit 2 Henkeln, in der Form an das
ausladendem Fuss, 2 Ringhenkeln und starken, öerraq diucpiKUTreWov sich anlehnend. H. 0,13.
flügelartigen Handhaben, an denen bei No. 530 0,165; Dm. d. Öffng. 0,075.
;

Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


27
No. 535 braun, ohne Glättung, No. 536 grau, z. T.
geschwärzt und geglättet. 543. 544. 2 Stülpdeckel mit Bügelgriff"; No.
Bei No. 535 die Henkel und ein Stück des 543 oben gewölbt, No. 544 oben flach. H.
Randes ergänzt; No. 536 stark ergänzt, antik 0,09; Dm. d. Öfl^ng. 0,115.
I Henkel und daran ein Stück mit Rand. No. 543 rötlich und No. 544 gelb, roh.
geglättet,

537. Doppelhenkliger Becher, in der Form Bei No. 543 Bügel und ein grosser Teil des
an No. 454 Deckels ergänzt; bei No. 544 nur der obere Teil
sich anschliessend, mit niedrigem
mit Bügel antik.
Dublette: i.

545. Miniaturstülpdeckel mit dreiteiligem


BügelgriflFund vorspringendem Rande. H.0,035
Dm. d. Öffng. 0,05.
Der Knopf und die Seitenwände ergänzt.
546. Stülpdeckel mit dreiteiligem Griff, ohne
vorspringenden Rand. H. 0,085; Dm- d. Öffng.
0,10.
Grauschwarz, besser geglättet.
Fast ^ji ergänzt.

A'"- 537-
B. Ge/ässe, die nach Technik und Form
Hohlfuss; Bandhenkel. H. 0,1 1 Dm. d. öffiig.
;
zusammenge/wren.
0,06.
Graubraun, z. T. gerötet und geschwärzt, mit roher Weitbauchiger Schnurösenkrug, mit
547.
Glättung.
breiter, ein wenig eingetiefter Standfläche und
Der Rand, i Henkel und ein TeU vom Fusse
leise ausladendem Halse; Hals und Bauch durch
ergänzt.

538- 539- Doppelhenklige Becher, wie No. eine schmale Eintiefung getrennt; die Schnur-

454, mit roher Standfläche, No. 538 mit runden, ösenvorsprünge sind leistenförmig horizontal und
No. 539 mit Bandhenkeln. H. 0,095.0,10; mit grossen doppelten Löchern versehen. Am
Dm. d. Öffiig. 0,067. oberen Rande keine Schnurlöcher. H. 0,16;
No. 538 hellbraun, z. T. gerötet und geschwärzt, No. Dm. d. Öfl!hg. 0,08; gr. Umfg. 0,52.
539 hellbraun, beide mangelhaft geglättet. In gtobsandigem Thon, grauschwarz, z. T. gerötet,
Bei No. 538 nur ein kleines Stück vom Rande mit starken Spuren der Flämmung massig geglättet. ;

ergänzt; von No. 539 Rand, i Henkel und einiges Ein groster Teil des Randes ergänzt.
vom Bauche ergänzt. Abg. Schi. Ilios S. 408 No. 282.
Dublette: i. 548. Kleine Kanne mit kugeligem Bauch,
scharf abgeschnittener Standfläche und abge-
Tasse.
schrägtem Rande. H. 0,15; Dm. d. Öffng.
540. Napfartige Tasse mit einem dicken, band- 0,055.
artigen Henkel, in der Form In grobsandigem Thon, wie No. 547; auch in der
wie No. 288. H. 0,06; Dm. Behandlung der Oberfläche und im Brande analog.
d. Öffng. 0,075. Der Henkel, ein Stück vom Rande und vom
Graubraun, Bauche ergänzt.
z. T. geschwärzt,
mangelhaft geglättet, die Glätte- Abg. Schi. Ilios S. 334 No. 167.
striche einzeln sichtbar. 549. Schlauchförmiger Amphorenkrug mit 2
Ein Stück mit Rand er- No. 540. bandförmigen Ringhenkeln am Bauche und
gänzt. Breiter Standfläche. H. 0,175; Dm. d. Öffng.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 263 Fig. 134.
0,08.
In Thon wie No. 547, duukelgrau, z. T. geschwärzt
Verschiedenes.
und geglättet.

541. Kleine Kugelflasche mit 4 kleinen Ring- Der Rand bestossen.


Abg. Schi. Ilios S. 334 No. 167.
hcnkeln am Bauche und breiter Standfläche.
H. o,oq: Dm. 550. Weitbauchiges Gefäss, mit kurzem,
d. ÖfTng. 0,025.
Schwarzgrau, mit intensiv geglätteter Oberfläche. leise ausladendem Halse, der vom Bauche scharf
Die 4 Henkel ergänzt. absetzt, und 2 bandartigen Ringhenkeln am
542. Flacher Stülpdeckel ohne GriflT, mit weit Bauche; die Standfläche eingetieft.H. 0,09;
vorspringendem Rande. H. 0,065; Dm. d. Dm. d. Ötfng. 0,065; %^- Umfg. 0,375.
ÖflTng. 0,105. Einige unwesentliche Teile ergänzt.
Roh, braun. Abg. Schi. Ilios S 447 No. 429.
Zusammengesetzt und ergänzt. 551. Weitbauchiges Gefäss, ähnlich wie
Dubletten: 3. No. §§0, mit ausladendem Rande und 2 band-
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

förmigen Ringhenkeln; der Hals setzt mit einer Die Oberseite des Henkels doppelteilig und schräg
gefurcht.
Eintiefung vom Bauche ab. Der Boden eben-
In grobsandigem Thon, mit grauschwarzem, gut ge-
falls eingetieft. H. o,i8o; Dm. d. Öffng. 0,125; glättetem Überzüge.
gr. Umfg. 0,57. Das Röhrchen und ein Stück vom Rande ergänzt.
Bräunlich, T. gerötet und geschwärzt.
z.

1 Henkel und unwesentliche Teile ergänzt.


Gruppe 6. Gefässe in besserer Technik, mit meist
552. Weitbauchiger Napf mit 2 Henkeln, aus-
gut bereitetem, häufig feinkörnigem Thon und
ladendem Rande und eingetieftem Boden; der
gut behandelter Oberfläche.

Schnurösengefässe.
556. 557. 2 kugelbauchige Schnurösenkrüge
mit abgeplattetem Boden und 3 kleinen Füssen,
die ausserhalb der Bodenfläche an-
sitzen; bei No. 556
die Schnurösen
warzenförmig, No. 557 zapfen-
bei
förmig aufgerichtet. H. 0,18. 0,195 ;

Dm. Öffng. 0,075. 0,065.


d.
Mit braunem, gut geglättetem Überzüge,
Zu No. ^^6. z. X. Spuren von Flämmung.
Bei No. 556 fast der ganze Hals und
ein Stück vom Bauche, bei No. 557 fast der ganze
Hals, die Schnurösenzapfen, 2 Füsse und ein kleines
Hals vom Bauch durch eine besondere Furche Stück vom Bauche ergänzt.
getrennt. H. 0,123; Dm. d. Öffng. 0,10; gr. Eine analoge Verbindung von Dreifiissen mit
Umfg. 0,45. scharf abgeplatteter Bodenfläche kommt bei Ge-
Schwarzgrau, geglättet. fässen in Scheibentechnik häufig vor.
Die beiden Henkel und ein Stück vom Rande 558. Kugelbauchiger Schnurösenkrug mit
ergänzt. abgeplattetem Boden und 3 Füssen; der Hals
553- Gefäss ähnlicher Form, mit plattem setzt scharf ab und erweitert sicli nach oben;
Boden; der Hals setzt weniger scharf ab. H. Schnurösen röhrenförmig, von dreieckigem Quer-
0,14; Dm. d. Öffng. 0,10: gr. Umfg. 0,455. schnitt. H. 0,23; Dm. d. Öffng. 0,115.
In der Technik nicht so grob wie die vorigen, hell-
Mit feinem, braunem Überzuge und guter Glättung.
braun, geglättet.
Ein Stück vom Halse, die Füsse und ein kleines
Rand, Henkel und ein Stück vom Bauche er-
Stückchen am Bauche ergänzt.
gänzt; zusammengesetzt.
Abg. Schi. Ilios S. 406 No. 273.
554. Gefäss von ähnlicher Form, mit 559. Schnurösenkrug mit nach unten sich
einem Henkel; Hals ausladend imd mit dem verjüngendem Bauche und guter Standfläche;
Bauche ohne abzusetzen sich vereinigend mit ;
der enge Hals setzt scharf ab, H. 0,187; Dm.
breiter Standfläche. H. 0,12; Dm. d. Öffng. d. Öffng. 0,090.
0,10; gr. Umfg. 0,435. Graubraun, z. T. geschwärzt und gut geglättet.
Schwarzgrau, geglättet. Der Rand am Hal.se, Schnurösen und einiges
Einiges vom Bauche und Rande, sowie Henkel am Bauche ergänzt.
ergänzt. 560. Schnurösenkrug mit guter Standfläche
und kurzem, weitem Halse (für Stülpdeckel).
H. 0,15; Dm. d. Öffng. 0,08; gr. Umfg. 0,485.
Im Thon etwas gröber, aber mit fein geglättetem,
schwarzbraunem Überzuge; die Oberfläche stark ab-
gerieben.
Hals und Schnurösenzapfen ergänzt.
561—563. 3 Schnurösenflaschen
mit kugelförmigem Bauch, scharfer
Standfläche, scharf abgesetztem Halse,
der mit dem Rande mehr oder weniger
A^"- sss-
ausladet; Schnurösen bei No. 561 imd
563 zapfenförmig, bei No. 562 röhren-
555. Giesskännchen, weitbäuchig, mit ab- förmig mit Einkehlung. H. 0,115-
geschrägtem Rande; der enge Hals setzt mit Zu No 562.
0,120; Dm. d. Offng. 0,035 0.050- —
einer Einsenkung ab. H. o, 1 1 Dm. d. Öffng.0,04.
; Mit dunkelgrauem gut geglättetem Überzüge.
; ;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — 1. Abteilung.

Die Ränder mehr oder »weniger ergänzt; zu- mit Dreifüssen. H. 0,095- — 0,165; Dm. d.
sammengesetzt.
Zu No. 561—579: 6 Dubletten, einschliess-
Öffng. 0,028 —
0,065.
Ergänzt bei No. 571 etwa die Hälfte des Bauches;
lich der Fragmente,
bei No. 572 fast der ganze Hals; bei No. 573 eine
564. Schnurösenflasche von ähnlicher Form
Sclinurösen spitzohrenförmig mit
plastischen Voluten, wie sonst
die Handhaben gebildet sind
(für Flachdeckel). H. o, I4;gr.
Umfg. 0,39.
Graubraun, z. T. geschwärzt, mit
gut geglättetem Überzüge.
Der Hals ist abgebrochen. Zu No. $64.
Der mit Gips angesetzte Hals-
rand nicht zugehörig.
Abg. Schi. Ilios S. 411 No. 295.
565. Kugelbauchige Schnurösenflasche mit
scharf abgeschnittener Standfläche, engem, ge-
radem Halse, der nicht absetzt (für Flach-
A'ö 572.
deckel),Schnurösen röhrenförmig, vertikal. H.
0,11; Dm. d. Öffng. 0,035; gr- Umfg. 0,315. Schnuröse; der Fuss abgebrochen; bei No. 574
Mit dünnem, gut geglättetem, graubraunem Überzüge; fast der ganze Hals, i Fuss, eine Schnuröse.

z. T. gerötet. No. 573 abg. Schi. Ilios S. 409 No. 286.


Ein kleines Stückchen vom Halsrande ergänzt. 575. KleineSchnurösenflaschemit 2 bogen-
566. Kugelförmiges Schnurösenfläschchen förmigen Schnurösen und 2 kleinen bandförmi-
mit engem, ausladendem Halse (für Flachdeckel) gen Ringhenkeln; am Halsrande 2 Schnur-
und weniger scharf abgeschnittener Standfläche. löcher; rohe Standfläche. H. 0,115; Dm. d.
H. 0,085 Dm. d. ÖflTng. 0,04 gr. Umfg. 0,25. Öffng. 0,05.
;
;

In feinerem Thon, mit glatter, gelblicher, Hellbraun, mit geglättetem Überzüge.


z. T. ge-
röteter Oberfläche. Zusammengesetzt; ergänzt ein Teil vom Rande,
Eine Schnuräse ergänzt. I Henkel und die Schnurösen.
576. Bruchstück eines Schnurösenfläsch-
567. 568. 2 eiförmige Schnurösenflaschen
chens mit vier buckeiförmigen Schnurösen, zu
mit Dreifüssen; der Halsrand ohne Schnur-
einem ganzen Gefässe ergänzt; mit scharfer
löcher (für Stülpdeckel) ; bei No. 567 die Schnur-
Standfläche.H. 0,085.
ösen buckeiförmig, bei No. 568 wie eine hori-
Bräunlich, z. T. gerötet und geschwärzt, mit guter
zontale Leiste, mit vertikaler Durchbohrung. Glättung.
H. 0,155. 0,140; Dm. d. Öffng. 0,045. 0,035. 4 Schnurösen sind in der Keramik der II. V. —
Mit roher Oberfläche. Ansiedelung eine grosse Seltenheit, während sie
Bei No. 567 der Halsrand und die Schnurösen, für die der I. Ansiedelung, nach den Deckeln zu
bei No. 568 die 3 Füsse ergänzt. scbliessen, typisch sind.

569. Breitschultrige Schnurösenflasche mit 577- 578- Bruchstücke von kleinen Schnur-
-2

3 Füssen; Schnurösen röhrenförmig. H. 0,108;


ösenflaschen, zu ganzen Gefässen vervoll-
Dm. d. Öffng. 0,033.
ständigt, No. 577 mit 3 Füssen, No. 578 mit
Graubraun, mit einzelnen sichtbaren Glättestrichen. Standfläche. H. 0,095. 0,088.
Der Hals ergänzt. No. 577 grau, besonders gut geglättet, No. 578 wie
gewöhnlich.
570. Kugelbauchige Schnurösenflasche mit
niedrigem Hi>hlfuss; der Halsrand ohne Schnur-
löcher (für Stülpdeckel). H. 0,13; Dm. d.
Öffng. 0,03.
Mit grauem, geglättetem Überzüge, z. T. geschwärzt.
Die Schnurösen und der Fuss abgebrochen.
Die Form des Fusses ist nach der Bruchstelle
sicher.

571—574. 4 verschiedene Schnurösenflaschen


mit Umbruch der Bauchflächen; No. 571 mit
Schnurlöchem am Halsrande (für Flachdeckel),
No. 572 —
574 ohne solche (für Stüipdeckel) 579. Schnurösenflasche mit scharfkantig ab-
No. 573 mit niedrigem Hohlfuss, die anderen setzender Schulter und Dreifüssen die auf der ;
;

30 Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Schulter sitzenden Schnurösen röhrenförmig; einen bohnenförmigen plastischen Ansatz. H.


am Halsrande Schnurlöcher; vgl. 571 574. — 0,15;
Im Thon
Dm. d. Öffng. 0,06.
etwas gröber, aber mit gut geglättetem,
tt. 0,115; Dm. d. Öffng. 0,055.
bräunlichem, z. T. geschwärztem Überzuge.
Mit Überzug und guter Glättung, teils rotbraun, teils
schwarzgrau gebrannt.
Der Fuss abgebrochen und der Rand teilweise
ergänzt.
Ein Stückchen vom Rande ergänzt sonst intakt. ;

585. Kännchen mit weitem, geradem Halse


580. etwa birnenförmiges Schnur-
Kleines,
und 3 Füssen. H. 0,12; Dm. d. Öffng. 0,065.
öse ngefäss mit weitem, kurzem Halse, leise Mit bräunlichem, gut geglättetem Überzuge; Ober-
ausladendem Rande und schmaler Standfläche fläche vielfach abgerieben.
Schnurösen röhrenförmig. H. 0,11; Dm. d. Ergänzt fast der ganze Rand, der Henkel und
I Fuss.
Öflfng. 0,085.
Schwarzgrau, gut geglättet.
Abg. Schi. Ilios S. 595 No. 1043.
Der oberste Rand und eine Schnurösenröhre 586. 587. 2 Kännchen mit Umbruch der
ergänzt. Bauchfläche, ähnlich wie No. 525, 526; rohe
Standfläche. H. 0,09. 0,07 Dm. d. Öffng. 0,05.
;

Kannen. 0,04.
581. Kugelbauchige Kanne mit guter Stand- Grau, Oberfläche abgerieben; No. 586 mit starker
fläche und einem bandförmigen Henkel Hals;
Flämmung.
Bei No. 587 der Henkel und Rand ergänzt.
und Rand vermutlich wie No. 582. H. 0,29;
588. Giesskännchen mit Schnurösen und
gr. Umfg. 0,475.
Braun, z. T. geschwärzt, mit Überzug und vortreff-
engem Halse. H. 0,175.
Mit grauem, gut geglättetem Überzuge; Oberfläche
licher Glättung.
unregelmässig.
Der aufgesetzte enge Hals nicht zugehörig.
Der aufgesetzte Hals nicht zugehörig.
Gutes, technisches Beispiel.
582. Halsstück einer enghalsigen
Linsenförmige Gefässe.
Kanne mit abgeschrägtem, etwas
ausladendem Rande. Der breite, 589. Bruchstück einer linsenförmigen
bandartige Henkel geht in die Flasche (Feldflasche), zu einem ganzen Ge-
Mündung ohne abzusetzen über. fässe vervollständigt. H. 0,17; gr. Dm. 0,13.
Mit gr.auem, gut geglättetem Überzuge.
H. 0,07 ; Dm. d. Öffiig. 0,045. No. sS2. Erhalten ist nur eine Hälfte mit starker Wölbung,
Grau, mit massiger Glättung.
ohne Hals und Henkel.
583. Kugelbauchige Kanne, enghalsig, mit
590. Bruchstück einer grossen, linsenförmigen
abgeschrägtem Rande, in den der Henkel, wie
Flasche mit engem Halse und Strickhenkeln.
bei No. 582, einläuft; der runde Henkel durch
H. 0,165; Dm. d. Öffng. 0,06.
eine Eintiefung in 2 Teile geteilt; mit guter
Mit grauem, gut geglättetem Überzuge.
Standfläche. H. 0,19; Dm. d. Öffng. 0,025. Erhalten ein Stück vom Halse, I Henkel und
Th. z. T. rötlich gebrannt; Überzug grau, stumpf. ein Stück vom Bauche.
Zusammengesetzt; nur der Mündungsrand an der
Ausgussstelle erg.Hnzt. Deckelamphoren.
591. Deckelamphora mit niedrigem Hohl-
fuss und scharfem Umbruch der Bauchfläche;
an den abgebrochenen, flügelartigen Handhaben
sitzen plastische Spiralen an; auf der Schulter
kleine eingekehlte Ringhenkel. H. 0,19; Dm.
d. Öffng. 0,06.
In feiner geschlemmtem Thone, der von kleinen
Glimmerteilchen stark durchsetzt ist, graubraun, z. T.
stark geschwärzt, mit deutlichen Glättestrichen.
I Henkel ergänzt, die grossen Handhaben ab-
gebrochen.

592. Stülpdeckel von einer Deckelamphora,


mit vorspringendem Horizontalrande. H. 0,06;
Na. s^4- Dm. d. Öffiig. 0,10.
Graubraun, mit gut geglättetem Überzuge.
584. Kännchen mit geradem Mündungsrande Aus mehreren Teilen zusammengesetzt.
und niedrigem Hohlfuss der runde Henkel ; 593. Grosser Stülpdeckel von einer Deckel-
läuft in den Rand ein und hat an dieser Stelle amphora mit gewölbtem Deckel und vorsprin-
; ;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — 1. Abteilung. 3»

gendem Rand, sowie breitem Bügelhenkel. H. 602. Trichterförmiger Becher (Ö€TTaq äfiqp.)
0,12; Dm. d. Öffng. 0,135. mit abgeplatteter, leise eingetiefter Standfläche,
Mit braunem, z.T. geschwärztem, gut geglättetem Über-
züge.
Der Bügelhenkel in mehreren Teilen angefügt.

Becher.
594. Glockenförmiger Becher mit fuss-
artigerAbplattung mid Bandhenkeln; auf der
Aussenseite des Henkels 3 Längsfurchen, wo-
durch der Henkel in vier Teile gegliedert wird.
H. 0,097; Dm. d. Öffng. 0,075.
Th. feinkörnig, mit rötlichen Rändern; Üb. graubraun,
gut geglättet. No. 601.
I Henkel ergänzt.

595. Hoher, trichterförmiger Becher mit mas- nach unten zu sich zusammenziehend. H. 0,2 i

sivem, ein weniii nusladendcm Fuss und zwei Dm. d. Öffiig. 0,07.
Braun, z. T. geschwärzt, mit Überzug und Glättung.
Die Henkel und der Rand ergänzt.

Verschiedenes.
603. Eiförmige Flasche mit kurzem, engem
Halse und breit ausladendem Rande (Nach-
ahmung einer Metallform). H. 0,2 i ; Dm. d.
Öffng. 0,025; gr. Umfg. 0,495.
Mit braunem, z. T. geschwärztem, gut geglättetem
Überzuge (vgl. zur Technik No. 581).
Der Rand z. T. ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 442 No. 410.
604. Kleines kugelbauchiges Gefäss mit spitz-
A". i.V.,.
ohrenförmigen Handhaben (vgl. die Form der
Schnurösen No. 513) und Standfläche. H. 0,085 )
runden Vertikalhenkeln. H. 0,142; Dm. d. Dm. d. Öffng. 0,05.
Öffng. 0,07. Grau, ohne besondere Glättung.
Mit braunem, feinem, massig geglättetem Überzuge. Der Hals ergänzt auch eine der
; Handhaben
Ein grösseres Stück mit Rand ergänzt. an der Spitze vervollständigt.
Abg. Schi. Ilios S. 410 Nr. 291.
596. Hoher Becher mit 2 runden Vertikal-
605. Bruchstück eines Kännchens mit weiter,
henkeln und guter Standfläche; die Wände
gerade abgeschnittener Öffnung und feinem, in
etwas eingezogen, der Rand leise ausladend.
den Rand einlaufenden, runden Vertikalhenkel.
H. 0,115; D™- d. ÖfTng. 0,08.
Im Thon etwas gröber als die vorhergehenden, mit H. o, 1 1 Dm. d. Öffng. 0,07.
;

braunem, massig geglättetem Überzuge. Graubraun, mit gut geglättetem Überzuge.


Henkel und der Rand ergänzt.
I
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt und
am Rande teilweise ergänzt.
597. Trichterförmiger Becher mit sich aus- 606. Kleine Schale mit wenig eingezogenem
weitender Öffnung und 2 runden Vertikalhen-
Rande und scharf abgeschnittener Standfläche.
keln. H. 0,105; Dm. d. Öffng. 0,07.
H. 0,05; Dm. d. Öffng. 0,11.
Tb. grau, mangelhaft geglättet.
Graubraun, z. T. geschwärzt, mit intensiver Glättung.
I Henkel und ein Stück vom Rande ergänzt.
Ein kleines Stück am Rande ergänzt.
598—601. 4 hohe trichterförmige Becher 607. Gefäss in Tierform mit 3 kleinen,-
(btTra«; dnqpiKUTreWov) mit breit abgeplattetem zapfenförmigen Füssen, einer Ausgusstülle in
Boden und grossen runden Vertikalhenkeln der Aftergegend und bügelartigem Bandhenkel.
No. 601 mit ausladendem Rande. H. 0,122 H. 0,195; gr. Lge. 0,30.
— 0,185; Dm. d. Öffng. 0,06 0,07. — Am antiken Henkelansatz der Rest eines eingetieften
No. 598 und 601 ^bräunlich, No. 599. 600 gr.iu, z.T. Ornaments.
geschwärzt, mit Überzug und Glättung. Mit bräunlichem, ausgezeichnet geglättetem Überzüge.
No. 598 zusammengesetzt und I Henkel ergänzt. Die Ausgus.stülle und der grösste Teil des Band-
Bei den übrigen die Henkel und Teile der Ränder henkels ergänzt.
ergänzt. Abg. SchU Ilios S. 332 No. 160.
32 Die Keramik. — II. —-V. Ansiedelung. — 1. Abteilung.

608. Gefäss in Tierform, vielleicht ein Das Stück ist aus mehreren Resten von 2 ver-
schiedenen Exemplaren zusammengesetzt und stark
Schwein darstellend, auf 3 Füssen; über dem
ergänzt. Die Näpfe mit Henkeln unterscheiden
plastisch angegebenen Schwänzchen die Aus-

No. 60g.

sich von den anderen im Thon und durch den


stärkeren Brand.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 272 Fig. 160.
610. Blumenvase in Form eines auf 3 zapfen-
artigen Füssen gestellten Hohlringes mit 3 auf-
No. 6oy. gesetzten, trichterförmigen Tüllfii, die mit dem

gusstülle mit Bandhenkel ; am unteren Henkel-


ansatz eine kleine Henkelöse. Schwanz und

Hohlringe in Verbindung stehen. H. 0,10;


Dm. d. ÖfFng. 0,05; gr. Umfg. 0,375.
Grau und braun, mit sichtbaren Glättestrichen; feine
Glimmerteilchen an der Oberfläche.
Zusammengesetzt, aber vollständig.
Abg. Schi. Ilios S. 603 No. 11 10. ..Troja-Ilion"
S. 272 Fig. 161.

Gruppe 7. Gefässe, die sich durch feinere Thon-


schlemmung oder festeren Brand vor den vorigen
auszeichnen.
^,..'» Kannen.
No. 608.
611. Kugelbauchige Kanne mit engem Halse

Kopf von und abgeschrägtem Rande; an der höchsten


2 Furchenlinien umzogen ; ebenso
Stelle verdickt sich dieser; rohe Standfläche,
die Ausgusstülle. H. 0,22; gr. Lge. 0,21.
Mit grauem, gut geglättetem Überzüge feine Glimmer-
;
Henkel H. 0,20; Dm.
rund. d. Öffng.
teilchen an der Oberfläche. 0,05x0,055; gr. Umfg. 0,35.
Der Boden mit den Füssen und der Rand der Rötlich, geglättet.
Tülle ergänzt. Ein Stück vom Rande ergänzt.
Abg. Schi. Troja S. 144 No. 55. Vgl. „Troja- Dubletten: 2 und i Halsfragment.
Ilion" S. 272 Beilage 36 No. VII. 612. Bauchige Kanne mit .scharf abgesetztem,
609. Blumenvase in Form eines auf 4 kleine weitem Halse und abgeschrägtem Rande, Stand-
Füsse gestellten Hohlringes mit aufgesetzten fläche und rundem Henkel. H. 0.18; Dm. d.
5 kleinen Näpfen, von denen 3 einen Henkel Öffng. 0,065x0,070; gr. Umfg. 0,41.
haben. Die Näpfe sind mit dem Hohlringe Der Rand zum grössten Teile ergänzt.
durch eiTi Loch verbunden. H. 0,1 1 gr. Umfg. ;
613. Kugelbauchige Kanne mit weitem Halse,
0,465. etwa wie No. 612, der breite Henkel läuft in
Die Keramik. II. — V. Ansiedelung. - - I. Abteilung.
33

die Mündung ein; rohe Standfläche. H. 0,17; 621. Kanne mit zurückgebogenem Halse und
Dm. d. ÖfTng. 0,065. kleiner Standfläche. H. 0,16; Dm. d. Öflfng.
Bräunlich, z, T. geschwärzt, mit sehr guter Glättung.
0,05.
Der grösste Teil des Randes und der Henkel
Graubraun, z. T. geschwärzt, mit geglättetem Überzuge.
ergänzt.
Hals und Henkel abgebrochen, aber so viel er-
614—616. 3 bauchige Kannen in der Form halten, dass das Zurückbiegen des Halses sicher
wie No. 612.613, mit geradem Rande und ist; mit geradem Halsrande ergänzt.

abgeplattetem Boden. H. 0,145 0.165; Dm. —


d. 0,06
Öffng. 0,07. —
No. 614.616 bräunlich, No. 615 gerötet, mit deut-
lichen Glättespuren des Überzuges.
Bei No. 614 ein Stück vom Rande, bei No. 615
der Henkel, bei No. 616 Rand und Henkel er-
gänzt.
Dubletten : 4, etwas gröber.
617. Kugelbauchige Schnabelkanne mit
engem Halse, guter Standfläche und entwickel-

No. 61g.

622. Kleine Kanne mit abgeschrägter Mündung,


die durch eine kleine Ausgusslippe ausgezeich-
net ist, und Standfläche. Der Hals zeigt vorn
die Neigung zu einer kropfartigen Er-
No. Ö77.
weiterung; vgl. No. 623. H. 0,14; Dm. d.
Öff'ng. 0,03. ..
terSchnabelmündung. H. 0,19; Dm. d. Öffng.
Th. gelb, fein.Üb. rötlich, gut geglättet.
0,04x0,05; gr. Umfg. 0,43. Henkel und ein kleines Stück vom Rande ergänzt.
Th. gelblich, z. T. geschwärzt, gut geglättet.
Die Spitze des Schnabels ergänzt. 623. Halsstück einer Kanne mit abgeschräg-
tem, tronipetenartig ausladen-
618. Eiförmige Kanne mit engem Halse, ohne
Standfläche, spitz zulaufend. H. 0,32; Dm. dem und durch eine Ausguss-

d. öffng. 0,04. lippe ausgezeichnetem Rande;


Mit braunem, geglättetem Überzüge, z. T. geschwärzt. vorn eine kropfartige Er-
Die Glättung ungleich. weiterung. H. 0,10; Dm. d.
Der obere Hals mit Rand und Henkel ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 425 No. 345. No. 623.
Öffng. 0,055 0,070. X
Th. rot, Üb. rötlich geglättet.
61g. Eiförmige, unten abgeplattete Schnabel- Vgl. „Troja-Ilion" S. 261 Fig. 125.
kanne mit langem, engem Halse. H. 0,39; 624. Halsstück einer Schnabelkanne mit
Dm. d. Öffng. 0,045. Kropfhals. 0,1 1. H.
Th. rötlich Üb. rötlich ungleich geglättet.
; ;
Th. grau; mangelhaft geglättet.
Ein Stück vom Bauche ergänzt. Die Spitze der Schnabelmündung ergänzt.
620. Eiförmige Kanne mit langem, engem Abg. Schi. Ilios S. 613 No. 1158.
Halse und trompetenförniiger abgeschrägter 625. Halsstück Kanne wie No. 623;
einer
Mündung. H. 0,34; Dm. d.Öffng. 0,05. die Mündung abgesehen von der Ausguss-
ist,
In rötlich braunem, auch dunklerem, ungleich ge-
lippe, von einer siebartig durchlochten Thon-
glättetem Thon.
Ein kleines Stück vom Rande und ein grösseres platte, die zum grössten Teil zerstört ist, ver-
vom Bauche ergänzt; zusammengesetzt. deckt gewesen. H. 0,07.
Abg. Schi. Troja S. 144 No. 56. Th. grau; Üb. graubraun, geglättet.
1 ;

34 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

626. Halsstück einer grossen Kanne mit trom- Th. Üb. rötlich, z. T. geschwärzt, geglättet.
rötlich.

petenartig ausladendem Rande, Der gerade Rand der Mündung und der Henkel
abgestossen.
der an der Henkelseite bogen-
förmig tief ausgeschnitten ist. 636. Linsenförmige Kanne mit zurück-
H. o, 1 ; Dm. d. ÖfFng. 0,065.
Der Rand teilweise ergänzt.
Dublette: l fragmentiertes
Halsstück.
627. Plumpe Kanne mit
No. 626.
Doppelhals; die Spitze des
Schnabels kurz abgeschnitten und eingekehlt.
H. 0,335.
Th. grau, mangelhaft geglättet.
Sehr stark ergänzt. Antik nur die beiden Hals-
stücke mit den Henkelansätzen und grössere Stücke
vom Bauch und Boden; ob letztere zu den Hals-
stücken gehören, ist zweifelhaft.
Abg. Schi. Ilios S. 431 No. 359.
628. 629. 2 kugelbauchige Kannen mit langen
und engen Doppelhälsen und rohen Stand-
flächen. Hals und Körper nicht zusammen-
gehörig. H. 0,25. 0,32.
Th. hellbraun. Üb. braun, geglättet; an der Ober-
fläche Strohspuren.
Halsstücke und Henkel sind stark ergänzt. Der
Doppelhenkel von No. 62g fehlt.
Die Strohspuren an der Oberfläche verbinden
diese beiden Gefässe mit einer der späteren
Gruppen.
No. 628 abg. Schi. Ilios S. 617 No. 1175. No. 636.

Linsenförmige Gefässe. gebogenem Halse und ausgeschnittener Mün-


630—632. 3 linsenförmige Flaschen mit dung, wie bei No. 626, mit scharfer Vertikal-
engem Halse und 2 kleinen Vertikalhenkeln, kante,ohne Standfläche.
die Hals und Bauch überbrücken; im Durch- H. 0,27; Dm. d. Öff"ng.
schnitt scharfkantig, ohne Standfläche. H. 0,04; gr. Unifg. 0,455.

0,205 —
0,260; Dm. d. Öflihg. 0,05.
Th. hellbraun, Überzug hell-
braun, z. T. geschwärzt gut ;
Th. ungleichmässig, teils bräunlich, teils rötlich, teils
geglättet.
geschwärzt: gut geglättet.
Der gerade Rand und
Bei No. 630 der Hals nicht zugehörig, die
der Henkel ergänzt, sonst
Henkel ergänzt; bei No. 631 die Henkel, bei
zusammengesetzt; Ergän-
No. 632 Hals und Henkel und einiges am Bauche
zung richtig.
ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 432
Dubletten: 2.
No. 364.
633. Linsenförmige Flasche mit kleiner Vgl. „Troja-Ilion" S.
Standfläche, i Vertikalhenkel und umlaufender 270 Fig. 157.

Vertikalrippe. H. 0,165; D™- d. Öffhg. 0,04. 637. Linsenförmige


Th. braun mit feinen Glimmerteilchen, z. T. geschwärzt. Feldflasche mit abge-
Zusammengesetzt; der grösste Teil des Henkels plattetem Boden und Ver-
und einige Stücke am Bauche ergänzt.
tikalrippe roh. H. 0,13.
;

634. Linsenförmige Schnabelkanne ohne Durchschnitt zu No. 6j6. Die beiden Henkel und
Standfläche; mit engem Halse. H. 0,315; gr. der Hals ergänzt.
Umfg. 0,465. Deckelamphoren.
Th. mehrfarbig gebrannt; Oberfläche glänzend.
Die Spitze der Schnabelmündung ergänzt. 638. Kugelbauchige Deckelamphora mit 2
Abg. Schi. Ilios S. 432 No. 363. bandartigen Ringhenkeln und 2 plastisch stark
635. Linsenförmige Schnabelkanne mit hervortretenden, bogenförmigen Handhaben
ausgeschnittener Mündung, wie bei No. 626; ohne Standfläche. H. 0,235; D"^- d. Öffhg.
ohne Standfläche. H. 0,26. 0,085; gr- Umfg. 0,67.
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilang.
35

Th. braun, griesartig, Üb. hellbraun, geglättet. Th. grau mit gelben Rändern, Üb. gelb, gut geglättet.
I Henkel, der oberste Rand und Unwesentliches Stark ergänzt und zusammengesetzt; ein Henkel
am Bauche ergänzt. antik. Die Form sicher. Im Boden ein Loch.
644. Mischgefäss, in der Form wie No. 437,
mit Ausgusslippe am Rande und roher Stand-
fläche. H. o, 1 85 ; Dm. d. Öffng. o, 1 5 ;
gr. Umfg.
0,645.
Am Rande laufen 2 Horizontalfurchen herum.
Th. rötlich, roh.
Zusammengesetzt und in unwesentlichen Teilen
ergänzt.

SchüsseL Schalen.
645. Tiefe Schüssel mit scharf absetzendem
und einwärts gerichtetem Rande. H. 0,13;
No. 63H.
Dm. d. Öffrig. 0^30.
NB. Die bogenförmigen Handhaben zeigen den Th. grau, sandig. Üb. grau, geglättet.
Ursprung des sonst /^-förmigen, mit Spiralenden Aus vielen Stücken zusammengesetzt und etwa
versehenen plastischen Ornaments; es ist ursprüng- '/s ergänzt.
lich eine Handhabe. 646—648. 3 tiefe Schalen mit weniger scharf
Dublette: i.
absetzendem, einwärts gerichtetem Rande und
639. Deckelamphora mit Umbruch der
Bauchfläche, Ringhenkeln und grossen flügel-
artigen Handhaben, an denen plastische Spiralen
ansetzen; ohne Standflache. H. 0,275; Dm.
d. Öffng. 0,08; gr. Umfg. 0,805.
Th. gelb: Üb. rot, z. T. geschwärzt; geglättet.
Die flügelartigen Handhaben, ein Stück vom
Rande und einiges am Bauche ergänzt. Stark ab-
gerieben.
Dublette ohne Umbruch.
640. Bauchige Deckelamphora mit flügel-
artigen Handhaben, an denen plastische Wellen-
einem Henkel; mit guter Standfläche; der
linien ansetzen. H. 0,235; g"". Umfg. 0,57. Henkel sitzt bei No. 646. 647 hart am Rande
Th. gelb, Üb. gelb, geglättet.
Der aufgesetzte Hals nicht zugehörig, die Ring- an und steht etwas schräg, bei No. 648 ein
henkel und grosse Stücke vom Bauche ergänzt. wenig unterhalb des Randes. H. 0,075—0, 1 05 ;

Dm. d. Öffng. 0,17 0,25. —


Amphorenkrüge. No. 646. 647 in feingeschlemmtem, mit ganz feinen
Glimmerteilchen durchsetztem, gut gebranntem, in der
641. Amphorenkrug mit weitem, nach oben
Mitte grauem, an den Rändern hellbraunem Thon,
zu sich erweiterndem Halse und 2 dicken mit Überzug und Glättung; No. 646 bräunlich, z.T.
Vertikalhenkeln; Standfläche breit. H. 0,19; gerötet und geschwärzt No. 647 graubraun ; No. 648
;

Dm. d. Öffng. o, 1 2 gr. Umfg."o,55.


;
gröber und ungleich gebrannt.
Th. bräunlich, z. T. geschwärzt, geglättet. Fast vollständig, zusammengesetzt. Bei No. 648
Fast vollständig erhalten, aber zusammengesetzt. der Henkel abgebrochen.

642. Kleiner Amphorenkrug mit kugeligem No. 647 „Troja-Ilion" S. 265 Fig. 141.
Dubletten; 2.
Bauche, weitem, nach oben hin sich erweitern-
dem Halse, 2 Vertikalhenkeln, die in der Längs- 649—651. 3 Schalen mit nmdlich sich ein-
richtung eingekehlt sind, und niedrigem Hohl-
ziehendem Rande, einem Henkel und guter
Standfläche. H. 0,055 — 0,08; Dm. d. Öffng.
fuss; H. 0,153; Dm. d. Öffng. 0,08.
Th. braun, ungleich gebrannt; geglättet. 0,125—0,175.
Ein Stück vom Halse und einiges am Bauche ergänzt. No. 649. 650 bräunlich, No. 651 gerötet.
No. 649 zusammengesetzt; die übiigen am
Mischgefässe. Henkel und Rande ergänzt.
Dubletten: 4.
643. Mischgefäss in der^orm, wie No. 437, 652. Schale mit geradem Rande, ohne Henkel,
mit horizontalen Henkeln, die an der Aussen-
mit roher Standfläche. H. 0,07 Dm. d. Öffng. ;

seite in der Längsrichtung eingekehlt sind; mit


0,16.
Stjmdfläche. H. 0,205; r)m. d. Öffng. 0,15; Ungleich gebrannt, mangelhaft geglättet.
gr. Umfg. 0,755. Zusammengesetzt, aber fast vollständig.
5*
36 Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

653. Schale mit randlich eingezogenem Rande Becher.


und leise ausladender Lippe; ohne Standfläche,
mit I Henkel. H. 0,065; Dm. d. Öffng.
661. Kelchförmiger Becher mit 2 Henkeln
0,125. und roher
Bräunlich, z. T. geschwärzt.
Standfläche, ohne Fu.ss. H. 0,10;
Aus 3 Teilen zusammengesetzt, das Randstück Dm. d. Öffng. 0,07.
mitdem Henkel ergänzt. Üb. rötlich braun, sonst wie No. 611 ff.

654. Schale mit eingezogenem Rande und Fast intakt.


guter Standfläche. H. 0,075; Dm. d. Öffng. o, 5. Dubletten: 2 Bruchstücke.
1
Th. etwas gröber, rot Üb. ; rot, z. T. geschwärzt, geglättet. 662-664. 3 kelchförmige Becher mit
Aus vielen Teilen zusammengesetzt. Ein Stück kleinen Dreifüssen, No. 662 mit i Henkel,
am Rande ergänzt. No. 663. 664 mit 2 Henkeln. H. 0,085-0,105;
Dm. d. Öffng. 0,06.

Zu No. 65^. Zu No. 6^5. Zu No. 656.

655. Schale mit ausladender Lippe, einem


Henkel und roher Standfläche. H. 0,065; No. 662.

Dm. d. Öffng. 0,155.


Mit mangelhafter Glättung, graubraun. Bräunlich, No. 662 stark geschwärzt, mit massiger
Der Henkel ergänzt, aus mehreren Glättung.
Teilen
zusammengesetzt. Zusammengesetzt und mehr oder weniger ergänzt.
656 — 658. 3 Schalen mit niedrigem, scharf 665-667. 3 kelchförmige Becher, wie
abgesetztem, eingekehltem Rande; mit Stand- No. 661 ff., mit niedrigem Hohlfuss. K.
fläche; No. 656. 657 ohne Henkel, No.
658 0,09—0,105; Dm. d. Öffng. 0,065—0,070.
mit Henkel. H. 0,055—0,08; Dm. d. Öffng. No. 665 braun, mit mangelhafter Glättung, No. 666
0,15 —0,21.
rötlich, z. T. geschwärzt mit stumpfem Überzuge,
No. 667, hellbraun, z, T. gerötet, mit Überzug und
No. 657 etwas gröber im Thon, die anderen wieNo. 646ff.
besserer Glättung.
Zusammengesetzt, aber fast vollständig; bei Bis auf No. 667 zusammengesetzt und an Rand
No. 658 fehlt der Henkel.
und Henkel ergänzt.
659. Kleine Schale mit einem Randprofil Vgl. Schi. Ilios S. 417 No. 325;S. 644N0.
1305;
wie No. 656—658, mit schräg aufwärts ge- No. 667 =
„Troja-Ilion" S. 262 Fig. 129.
Dubletten: 6.

668. 669. 2 kelchförmige Becher wie


No. 665—667, mit 2 in der Längsrichtimg

No. 65g.
No. 6&J. No. ^70.
richtetem, auf dem Rande aufsitzendem Bügel-
henkel und Hohlfuss. H. 0,055; Dm. d. eingekehlten Bandhenkeln. H. 0,11— 0,12;
Öffng. 0,09. Dm. d. Öffng. 0,073.
Mangelhaft geglättet. No. 668 braun, z. T. rötlich,, geglättet, No. 669 in
Zusammengesetzt, aber fast vollständig. feinem grauem Thone, mit Überzug und Glättung.
Dublette: i. No. 669 am Rande und seitwärts ergänzt.
660. Kleine Schale mit abgesetztem, geradem
Rande und abstehender Lippe, ohne Henkel, Tassen.
mit Hohlfuss. H. 0,057; Dm. d. Öffng. 670-672. 3 Tassen mit zurückgesetztem
0,085!
Th. fein bräunlich, Üb. braun, gut geglättet. Rande, ohne Fuss, mit Standfläche und
— ; .

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


37

I runden, hochgewölbten Henkel. H. 0,055— Meist fast vollständig; Henkel ergänzt bei No.
0,07; Dm. d. Öffng. 0,055 0,07. — —
696 700.
No. 670 rötlich und geschwärzt, No. 671, 672 grau.
No. 694 = „Troja-Ilion" S. 264 Fig. 135.

Meist an Henkel und Rand ergänzt.


Dubletten: 25, z. T. stark ergänzt.

Dubletten: 3. 701. 702. 2 Riesen-Tassen, in der Form


673—675. 3 Tassen, in der Form wie

wie No. 691 — 700; vgl. No. 704. H. 0,12.
No. 670 672, mit 2 runden, hochgewölbten 0,155; Dm. d. Öffng. 0,10. 0,165.
Henkeln; der Boden ist mehr oder weniger No. 701: die Henkel und ein Stück vom Rande
eingetieft. —
H. 0,05 0,065; Dm. d. ÖfFng. ergänzt; No. 702 bis auf den Fuss, Boden und

0,06 —0,085. ein Stück vom Bauche ganz modern.

703. Riesen-Tasse, in der Form wie No.


Grau, z. T. geschwärzt.
No. 673 zusammengesetzt, aber fast vollständig: 691 —
700, mit eingekehltem Bandhenkel.
bei No. 674 ein Henkel und ein Stück vom H. 0,13 Dm. d. Öffng. 0,13.
;

Rande ergänzt; bei 675 die Henkel abgeschlagen. Grau, mit mangelhafter Glättung.
676. Tasse, ähnlich wie No. 67off.; der I Henkel und Teile vom Rande und Bauche
zurückgesetzte gerade Rand setzt mit einer ergänzt.

704. Riesen-Tasse in der Form wie No.


691 — 700, mit 2 hochgeschwungenen, drei-
gliedrigen Henkeln. H. o, 1 5 Dm. d. Öffng. o, 1 5.
;

Gelb, mit massiger Glättung.


1 Henkel und ein Stück vom Rande ergänzt.
NB. Die Riesen- Tassen sind die Prototypen des
No. 6y6. No. öyj. späteren Kantharos.
Abg. Schi. Ilios S. 601 No. IIOI.
Einsenkung ab; i Henkel, gute Standfläche. 705—707. 3 Tassen, in der Profilierung des
H. 0,065; Dm. d. Öffng. o,o6._ Randes wie No. 691 ff., mit 3 kleinen
Mit braunem, gut geglättetem Überzuge; z. T. Füssen, No. 705. 707 rnit 2 Henkeln, No.
geschwärzt.
677—687. 1 1 Tassen mit mehr oder weniger
706 mit I Henkel. H. 0,065 0,075; D"»- —
d. Öffng. 0,065—0,077.
stark ausladendem Rande, rundlichem Bauche, Th. rötlich,mangelhaft geglättet.
einem gewölbten nmden Henkel, meist ohne Bei No. 705 I Henkel und i Fuss ergänzt;
scharfe Standfläche. H. 0,045 0,0b] Dm. bei No. 706 der Henkel abgebrochen, die Füsse

d. Öffng. 0,06 0,07. — ergänzt; bei No. 707 fast die Hälfte mit dem
ganzen Rande modern.
z. T. gerötet oder geschwärzt; No. 680
Bräunlich, grau,
besonders dünnwandig. 708—712. 5 Tassen mit eingezogenem Hals
Nur in unwesentlichen Teilen ergänzt. und ausladender Randlippe
No. 677 =
„Troja-Ilion" S. 264 Fig. 136.
der untere Teil läuft meistens
Dubletten: 43, z. T. stark ergänzt.
688. Tasse, wie No. 677 — spitz zu, um in einer kleinen
687, mit hoch-
Standfläche zu endigen; mit
gewölbtem, eingekehltem Bandhenkel. H.
I Henkel. H. 0,055— 0,065
0,05; Dm. d. Öffng. 0,07. ;

Th. rötlich.
Dm.
Öffng. 0,065—0,070.
d.
'
Boden und ein Stück vom Rande ergänzt. Meist dünnwandig, mit mangel-
hafter Glättung, No. 708 grau, die anderen bräunlich.
689. 690. 2 der Form wie
Tassen, in Bei 709 der Henkel, bei 710 Henkel und ein
No. 677 — 688, mit 2 runden, hochgewölbten Stück vom Halse ergänzt.
Henkeln; No. 690 mit concavem Boden. Dubletten: 2.

H. 0,05 0,055;— Dm. d. Öffng. 0,07 — 0,08. 713. 714. 2 Tassen, in der Form wie No.
No. 690 zusammengesetzt, aber vollständig.
Dublette: i.
708 —
712, mit 2 Henkeln und niedrigem Hohl-
fuss; No. 714 kurzhalsig. H. o.xi, 0,085 ;
691—700. loTassenmit Dm. d. Öffng. 0,085. 0,08.
2 Henkeln und niedrigem, Bräunlich und grau.
ausladendem, hohlem No. 713 zusammengesetzt, am Rande ergänzt;
Fusse in der Profilierung
;
bei No. 714 ein Henkel und ein grosser Teil vom
wie No. 677 690; bei— Bauche und Rande ergänzt.

No. 700 ist der Fuss zu- 715—719. 5 Tassen, in der Form wie 708
sammengeschrumpft. H. No. 6()4.
— 714, mit kleinem Dreifuss und 2 Henkeln.
0,065 —
0,093; l^"i- fJ- Öffng. 0,065 — 0,10. H. 0,07 — 0,085; Dm. d. Öffng. 0,065 0,08. —
Grau, bräunlich und lötlich. Meist dünnwandig.
;

38 Die Keramik. — — V.
II. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Bei No. 716 I Henkel, bei No. 718 beide No. 733 in besserer Technik, gleichmässig braun und
Henkel ergänzt; No. 719 zusammengesetzt mit geglättet; No. 734 — 736 roher, stark geschwärzt und
modernen Henkeln. mangelhaft geglättet.
Dubletten: 5. Henkel ergänzt.
720. 721. 2 Tassen, in der Form wie No. 737. 738. 2 Tassen mit scharf umbrechendem,
713 —
719, rnit 2 dreigliedrigen Bandhenkeln; hohem, leise sich einziehendem Rande, 3 kleinen
No. 720 mit niedrigem Hohlfuss, No. 721 mit Füssen und 2 Henkeln. H. 0,065 — 0,07 ; Dm.
Dreifuss. H. o, 1 1 5. 0,08 Dm. d. Öffng. 0,11. ;
d. Öffng. 0,06.
0,09. Aus Bruchstücken ergänzt, aber in der Haupt-
Graubraun. sache sicher.
Bei No. 721 ein grosses Stück mit Rand und 739—741. 3 Tassen mit scharf abgesetztem
kleinem Teil von l Henkel ergiinzt. und hohlkehlenartig eingezogenem Rande, mit
722—726. 5 Tassen, mit scharfem Umbruch 1 Henkel und concavem Boden. H. 0,05— 0,06;
der Bauchfl.'iche und ausladendem Rande; im Dm. d. Öffng. 0,075—0,08.
No. 739. 740 bräunlich, No. 741 grau, geglättet.
Dubletten: 2.

742. Grosse Tasse mit weit ausladendem


Rande, niedrigem, ausladendem Hohlfuss und
2 kleinen Ringhenkeln. Singulare Form. H.
0,125; Dm. d. Öffng. 0,105.
Bräunlich, z. T. gerötet und geschwärzt und gut geglättet.
1Henkel ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 604 No. 11 14.

No, J22.

oberen Teile zieht sich das Profil zusammen.'


H. 0,055—0,065; Dm. d. Öffng. 0,055 —0,075.
Bräunlich und grau.
Bei No. 725. 726 die Henkel ergänzt. No. 73g.

Dubletten: 8.
— 743. Tasse oder Becher, mit i Henkel, kugel-
727. Tasse, in der Form wie No. 722 726;
artig abgerundetem Bauch, ohne scharfe Stand-
der Rand setzt mit einer Eintiefung ab. H. 0,06
fläche, mit zurückgesetztem, hohem Rande.
Dm. d. Öffng. 0,06.
Grau, z. gr. T. geschwärzt, mangelhaft geglättet.
H. 0,07 Dm. d. Öffng. 0,065.
;

Mit graubraunem, massig geglättetem Überzüge.


728—730. 3 Tassen, mit Umbruch der Bauch- Der Henkel und ein Stück vom Rande ergänzt.
fläche, niedrigem, ausladendem Hohlfuss und
744—750. 7 Tassen oder Bruchstücke von
2 hochgewölbten runden Henkeln vgl. No. deren Boden Bergkristallstück-e
;
.solchen, in
722 —
726. H. 0,065—0,08; Dm. d. Öffng. eingefügt sind. H. 0,05 — 0,085 Dm. d. Öffng.
0,07 —
0,08.
0,055—0,085.
;

No. 728 rötlich, No. 729 grau, No. 730 bräunlich.


No. 744. 747 grau, die übrigen hellthonig, gelb und
Bei No. 729 I Henkel ergänzt; No. 730 fast
rötlich und gut gebrannt.
zur Hälfte ergänzt.
Bei allen die Henkel ergänzt, No. 750 Bruch-
Dubletten: 2.
stück. Bei 745 und 748 sind die Bergkristalle
731. 732. Tassen, wie No. 728—730,
2 grosse ausgefallen.
mit zwei hochgeschwungenen Bandhenkeln;
Näpfe.
bei No. 73 I sind die Bandhenkel in der Längs-
richtung gefurcht der Rand setzt dabei mit
;
751. Halbkugelförmiger Napf mit 2 runden,
einer horizontalen
hochgewölbten Vertikalhenkeln und concavem
Eintiefung ab.
H. Dm. Boden. H. 0,06; Dm. d. Öffng. 0,10.
0,095. 0,115; d. Öffng.
Th. gelb, IIb. gelb, mangelhaft geglättet.
0,09. 0,1 1. Die Henkel zum grössten Teile ergänzt. Ober-
Bräunlich, z. T. gerötet und geschwärzt. fläche abgerieben.
Henkel ganz oder teilweise modern.
752. Tiefer Napf mit hohlkehlenartig ein-
733—736. 4 Tassen mit scharf um- gezogenem Rande und 2 hochgeschwungenen,
brechendem Rand und ausladender
runden Henkeln kleine, ungleichmässige Stand-
Lippe, 2 Henkeln; No. 734 736 — Zu No. 133. fläche.
;

H._o,075; Dm. d. Öffng. 0,085.


mit niedrigen, hohlen Rundfüssen. Grau, mit Überzug und Glättung; z. T. geschwärzt.
H. 0,07; Dm. d. Öffng. 0,08 0,095. — In unwesentlichen Teilen ergänzt.

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelang. — 1. Abteilung.


39

753. Tiefer Napf mit wenig eingezogenem 761. Pappschachtel mit 2 Flachdeckeln mit
Rande, roher Standfläche und einem breiten, 2 Schnurlöchem, scheibenförmig, oben verdickt.
dicken, in der Längsrichtung eingekehlten, hoch- Gr. Dm. 0,035.
geschwungenen Bandhenkel. H. 0,10; Dm. 762—767. 6 Flachdeckel mit 2 Schnur-
d. Öffng. 0,1 15. löchem, einseitig concav, oben abgerundet.
Th. hellbraun, gut geschlämmt, geglättet; mit Stroh-
spuren.
Gr. Dm. 0,03 — 0,105.
Zusammengesetzt aus vielen Stücken, in un-
Dubletten: 10.

wesentlichen Teilen ergänzt. 768. Pappschachtel mit 9 Flach deckein,


Die Spuren von Strohteilchen treten auch bei
einer späteren Gruppe typisch auf.
wie No. 762 767. —
Abg. Schi. Ilios S. 619 No. 1187. 769—771. 3 Flachdeckel mit 2 Schnur-
754. Tiefer Napf, in der Form wie No. 753,
löchem, unten concav, oben spitz. Gr. Dm.
mit 2 Henkeln (Kantharos). H. 0,120; Dm. 0,06 —
0,11.
d. Öffng. 0,150. 772—776. 5 Flachdeckel mit 2 Schnur-
Zusammengesetzt aus vielen Stücken I Henkel ;
löchem, flachmassiv oder concav, mit spitz-
und ein Stück vom Rande ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 602 No. 1102.
zulaufendem Griffzapfen. Gr. Dm. 0,04 0,045. —
Dubletten: 3.
755. Tiefer Napf, wie No. 754, etwas ge-
drungener mit mehr ausladendem Rande und 777. 788. 2 Flachdeckel mit 2 Schnur-
löchern, unten massiv, mit Zapfen auf der
ohne Standfläche. H. 0,105; Dm. d.Öfi"ng. 0,10.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt und in un- Oberseite; die Löcher am Rande fehlen; dafür
wesentlichen Teilen ergänzt. ist der Zapfen durchbohrt. Gr. Dm. 0,035.
779. Schnurösendeckel mit horizontal ab-
Flaschen. gekantetem Griffzapfen. Gr. Dm. 0,05.
756. Grosse, kugelbauchige Flasche mit
4 runden, vertikalen Henkeln ; zwei verbinden
Hals und Schulter, zwei sitzenam Bauche;
mit scharfer Standfläche. H. 0,295; Dm. d.
No. 779. No. iSi. No. -jSi. No. jg2.
Öffng. 0,06; gr. Umfg. 0,715.
Th. bräunlich. Üb. bräunlich, z. T. gerötet, geglättet.
780. Pappschachtel mit 4 Flachdeckeln,
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt je ein
Henkel und Teile am Bauche ergänzt; ebenso
;

wie No. 779. Gr. Dm. 0,035 0,105. —


der Rand. Dubletten: 5.
Abg. Schi. Ilios S. 448 No. 431. 781—784. 4 Flachdeckel mit 2 Schnur-
757. Grosse ovale Flasche mit engem Halse löchem, Griffzapfen und Zapfendurchbohnmg.
und 4 Henkeln, wie bei No. 756; mit Stand- Gr. Dm. 0,04 0,05. —
fläche. H. 0,47; Dm. d. Öffng. 0,10; gr. Umfg. Dubletten: 4.

2>05(!)- 785—788. Flachdeckel mit 2 Schnurlöchern,


Zusammengesetzt; I Bauchhenkel und sonst
unten massiv oder concav, mit eingekerbtem
unwesentlich ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 448 No. 430. Griffzapfen. Gr. Dm. 0,04 0,010. —
Dublette: i.

Nachtrag. 789—791. 3 Flachdeckel mit 2 Schnur-


löchern, eingekerbtem und durchlochtem Griff-
758. Tiefer Napf mit Saugröhrchen und
Bügelhenkel über der Öffnung, in Form und zapfen; vgl. No. 785 — 788. Gr. Dm. 0,05
Technik an die Tassen und Näpfe sich an- 0,09.
schliessend; mit concavem Boden. H. 0,08; 792. 793. 2 Flachdeckel mit 2 Schnur-
Dm. d. ÖflTng. 0,08. löchem und schwalbenschwanzförmigen Griff-

Der Henkel mit einem Teil des Randes und zapfen. Dm. 0,055.
Gr. 0,070.
Bauches und das Saugröhrchen ergänzt. 794. Flachdeckel mit2 Schnurlöchem und
bogenförmig abgerundetem Griffzapfen; unten
Flachdeckel mit Schnurlöchern. concav. Gr. Dm. 0,06.
75g. Flachdeckel mit 2 Schnurlöchern, 795. Flachdeckel mit 2 Schnurlöchem und
scheibenförmig; vgl. No. 486. 487. Gr. Dm. knopfförmigem Griff; unten concav. Gr. Dm.
0,06. 0,08.
760. Pappschachtel mit 4 Flachdeckeln wie 796. Pappschachtel mit 7 Flachdeckeln,
No. 759. Gr. Dm. 0,035 — 0,070. wie No. 795.
;

40 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

797—799. 3 Flachdeckel verschiedener Form, 824. 825. Büchse in Form von 2 ineinander
mit besonderen, oben aufgesetzten Schnurösen gestülpten Stülpdeckeln, angefüllt mit Resten
oder

2 Randlöchem. Dm. 0,045 0,06.
Gr. —
800 803. 4 Flachdeckel mit 4 Schnur-
löchern am Rande; Griffzapfen gleichfalls
durchlocht. Gr. Dm. 0,04 — 0,065.
NB. Die Deckel mit 4 Schnurlöchern sind
sehr selten in der Keramik der II.—V. An-
siedelung, während sie in der I. Ansiedelung
vorwiegen.
804. Deckel mit einem Schnurloch,
unten concav, oben spitz zulaufend;
vermutlich als Klappdeckel zu ver-
wenden. Gr. Dm. 0,05. No. 804.

No. 823.
Stülpdeckel mit Schnurlöchern.
von Holzkohle. H. 0,075.0,085; Dm. d. Öffng.
805—807. 3 Stülpdeckel für Schnurösen-
0,097.0,113.
gefässe, mit horizontal vorragendem Rande; Th. grau, geglättet.
No. 805 mit 4 Schnurlöchern, No. 806. 807 Fast intakt.
mit 2 Löchern. H. 0,025. 0,05; Dm. d. Öffn. Die Büchse gehört zu dem Funde M aus dem
Jahre 1878; vgl. Götze.
0,055—0.065. Abg. Schi. Ilios S. 405 No. 266. 267.
Bei No. 805 ein Stück vom Rande mit dem ganzen
unteren Teil ergänzt; bei No. 806 der untere 826. Tiergefäss mit ovalem Leibe und einem
Teil abgebrochen. Kopf, der an einen Ameisenbär erinnert. Die
Ausgusstülle endigt in einem fein ausgeschnit-
Flachdeckel ohne Schnurlöcher. tenen Schnabel; mit 4 kleinen Füssen. H. 0,18.
808. 809. 2 Flach deckel ohne Schnurösen, In vorzüglicher Technik, mit feinem, braunem, z. T.
scheibenförmig; No. 809 mit einer peripheren gerötetem und fein geglättetem Überzüge.
Zusammengesetzt und in unwesentlichen Teilen
Eintiefung. Gr. Dm. 0,085. o,ogo. ergänzt.
810. Flachdeckel, unten concav, oben spitz. Abg. Schi. Ilios S. 421 No. 335.
Gr. Dm. 0,1 15. 827. Tiergefäss mit ähnlichem Kopf, an dem
811— 812. 2 Flachdeckel mit kleinem Griff- die rüsselartige Schnauze auffällt. H. 0,175.
zapfen. Gr. Dm. 0,04. Th. bräunlich, gut geglättet.
813-815. Flachdeckel mit stempeiförmigem Zum grössten Teil ergänzt. Antik nicht einmal
3
der ganze Kopf und der untere Teil mit 2 Füssen.
Griff. Dm. 0,05 0,11.
Gr. — 828. Papjjschachtel mit verschiedenen Bruch-
816. Pappschachtel mit 8 Flachdeckeln wie
stücken von Tiergefässen.
No. 813 fr.
829—831. Bruchstücke von grossen Gefässen
817. 818. 2 Flachdeckel mit Bügelgriff.
mit dicken Handhaben,
bei No. 829 bogen-
Bei No. 818 ist der Bügel abgebrochen.

Stülpdeckel ohne Schnurlöcher.


819—822. 4 Stülpdeckel mit horizontal vor-
ragendem Rande; No. 8 ig 821 miniaturartig. —

H. 0,017 0,055; Dm. d. Öflfng. 0,023 0,06. —
Verschiedenes.
823. Blumenvase in Form eines auf 3 kleinen
Füssen ruhenden Hohlringes, mit 2 aufge-
Näpfen und einer höheren Tülle
setzten kleinen
Die Tülle mit dem Ringe durch einen
ist

Bügelhenkel verbunden. Vgl. No. 609.610.


H. 0,097; gr- Dm- 0,095. No. 830.
Th. hellgebrannt, roh.
Der eine kleine Napf ganz, sonst die Ränder
und der Henkel ergänzt. förmig, bei No. 830 .spitzohrenartig mit hori-
Abg. Schi. Ilios S. 603 No. im. zontalen Fortsätzen und dazwischen gesetzten
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.
41

2 Warzen; bei No. 831 henkelartig. Gr. Lge.


0,125—0,235.
In guter Technik, mit Überzug and Glättung; No. 829
gerötet, No. 830. 831 bräunlich.

Auch solche Stücke, wie No. 829. 830, zeigen,


dass es sich bei dem /^-förmigen plastischen Or-
nament nur um die ornamental gewordenen Hand-
haben handeln kann.
832. Bruchstück einer Deckelamphora mit
volutenartigem, plasti.schem Ornament; die Ring-

1-^
42 Die Keramik. — — V.II. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Zu ganzen Gefässen vervollständigt. 866. Bruchstück einer kleinen, weithalsigen


Bei No. 855 der ringartige Bandhenkel er-
ist
Kanne; am Bauche kleine nasenartige Vertikal-
halten; er giebt uns einen Anhaltspunkt für die
Ergänzung der Schalen No. 285 und 397. rippen, dreimal zu je 2 gruppiert. H. 0,14;
Dm. d. Öffng. 0,08.
857. 858. 2 Bruchstücke von Schalen mit
Das Bruchstück vom Bauche zu einem voll-
geradem, umgebogenem Rande; am Umbruch ständigen Gefässe ergänzt.
sitzen mehrere Warzen an, bei No. 857 sind 867. Deckelamphora mit flügelartigen Hand-
3 erhalten, von denen 2 näher zusammen- haben, an denen kleine Spiralen ansitzen, und
gerückt sind; bei No. 858 ebenfalls 3. H. rimden Ringhenkeln. In den Zwischenräumen
0,10. 0,065; Dm. d. Öfihg. 0,285. 0,18. zwischen den Henkeln imd Handhaben ist je
Ergänzt; bei No. 858 sitzt ein nicht zugehöriges
eine nasenartige Vertikalrippe aufgesetzt. Mit
Randstück an.
niedriger, massiver Standplatte. H. 0,23; Dm.
859. Tiefer Napf mit eingezogenem Rande
d. Öffng. 0,075.
und hochgeschwungenem dicken Henkel; an Zusammengesetzt und stark ergänzt. Modern
ein grosser Teil des Bauches mit einem Henkel,
die Spitzen der Handhaben und der Rand des
Halses.

B. in der Technik der Gruppen 6 und y.


868. Schnabelkanne mit 4 Warzen am
Bauche, von denen 2 vorn zusammengerückt,
die beiden anderen seitwärts verteilt sind;
vgl. No. 394. 865; mit Standfläche. H. 0,215;
Dm. d. Öffng.
0,045.
Die Spitze der Schnabelmündung ergänzt.
869. Schnabelkanne mit massiver Stand-
platte; vorn am Bauche zwei Warzen. H. 0,200.
Hals und Henkel ergänzt.
den weitesten Stellen 3 Warzen in weitem
870. Grosse Schnabelkanne mit oben ab-
Abstände. H. 0,115; Dm. d. Öffng. 0,135.
Am Rande ein Stück ergänzt. geschnittener Schnabelmündung. Am Bauche 3,
am Halse oben nahe dem Rande 2 Warzen
I
860—862. 3 Giesskännchen mit einer Warze
von eigenartiger Form; vgl. No. 871. H. 0,36;
j
auf jeder Seite. H. 0,085—0,10; Dm- d. Öifng.
Dm. d. Öffng. 0,078.
^®.'^| 0,025—0,05. Aus vielen Stücken zusammengesetzt und stark
\- M ]
Bei No. 860 das Röhrchen und der Rand, bei ergänzt. Das Stück mit der einen Warze am
No. 86 r. 862 Röhrchen, Rand und Henkel ergänzt. Bauche falsch eingefügt.
863. Biiichstück eines Schnurösengefässes 871. Schnabelkanne mit zurückgebogenem
mit 2 nahe zusammengerückten Warzen auf Halse und einem Strickhenkel; die Mündung
jeder Seite. Schnurösen röhrenförmig; scharfe an der Spitze etwas zusammengedrückt; am
Standfläche. H. 0,175. Bauche 3 auf 3 Seiten verteilte, am Halse 2
Etwa die Hälfte des Gefässes mit l Schnuröse seitwärts gesetzte Warzen; gute Standfläche.
und dem Halse ergänzt.
Die Form der Warzen wie bei No. 870. H.
864. Weitbauchiges Schnurösengefäss mit 0,19; Dm. Öffng. 0,05.
d.
einer Warze auf jeder Seite; Schnurösen Zusammengesetzt, aber fast vollständig.
zungenartig breit und dünn; Standfläche leise Abg. Schi. Ilios S. 436 No. 379.
eingetieft. H. 0,125; D™- d. Öfl"ng. 0,10. 872. Schnabelkanne mit zurückgebogenem
Mit guter Glättung, braun, z. T. geschwärzt. Halse, an dem 2 seitliche Warzen sitzen; rohe
Fast der ganze Hals und die Schnurösen Standfläche. H. 0,192; Dm. d. Öffng. 0,03.
ergänzt. Die Spitze des Schnabels ergänzt.
865. Kugelbauchige Kanne mit engem, scharf 873. Schnabelkanne mit doppelter Hals-
abgesetztem Halse und abgeschrägter Mündung; röhre; oben am
Halse je eine Warze auf einer
der Henkel doppelgliedrig, rund; mit 4 Warzen, Seite der vorderen Röhre; rohe Standfläche.
von denen 2 vorn zusammengerückt sind, die H. 0,19.
beiden anderen seitwärts sich befinden; vgl. Die beiden Schnabelmündungen ergänzt.
No. 394. H. 0,19; Dm. d. Öffhg. 0,04. Abg.
Schi. Ilios S. 617 No. 1176.
_

Th. grob, Üb. rötlich, z. T. geschwärzt. 874. Miniaturkännchen mit 3 kleinen Füssen
^ Zusammengesetzt; am Mündungsrande ergänzt. und doppelter Halsrohre, wie bei No. 873;
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.
43

oben am Halse je eine Warze auf beiden aufgereihte Warzen. H. 0,09; Dm. d. Öffng.
Seiten jeder der beiden Halsröhren. H. o, lO. 0,07.
Die Schnabelmündungen ergänzt. Grau.
Abg. Schi. Ilios S. 430 No. 358. Der hochgeschwungene Henkel nicht zugehörig;
875. Schnurösenflasche mit Umbruch der der Rand ergänzt.

Bauchfläche und 3 Füssen; Schnurösen gabel-


förmig; auf beiden Seiten je 2 nasenartige Ver-
tikalrippchen, wie bei No. 866. H. 0,125;
Dm. d. Öffng. 0,045.
Braun, gut geglättet.
Der Hals zum Teil ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 406 No. 272.
^ 876. Schnurösenflasche mit Umbruch der
Bauchfläche und 3 Füssen; auf beiden Seiten
je 4, in Grupjien zu 2 zusammengereihte ca.
No. 87g.
0,04 m lange Vertikalrippen; auf einer Seite
ausserdem 4 vertikale Parallelreihen von flach 881. Breiter, niedriger Napf mit hochge-
eingetieften Punkten. H. 0,11; Dm. d. Öffng. schwungenem Bandhenkel und niedrigem Fuss;
0,03. ringsherum 7 Gruppen von 2 eng nebenein-
Braun.
Schnurösen, Füsse und Hals ergänzt.
•A'
Abg. Schi. Ilios S. 405 No. 268.
877. Schnurflsendnse mit Umbruch der
Bauchflächf
1

.,. auf jeder

No. 881.

ander gestellten nasenartigen Erhöhungen, wie


bei No. 866. H. 0,073; Dm. d. ÖflTng. 0,105.
No, .1177.
Braun, z. T. geschwärzt

Ein Stück am Rande ergänzt; dort fehlen die


Seite eine Warze am Bauche. H. 0,075; Dm.
Nasenwarzen.
d. Öffng. 0,055.
Braun, i. T. geschwärzt.
882. Kanne, weitbauchig, mit Standfläche,
Der Rand bestossen, unten ein Stück mit einem engem Halse; am Bauche auf 3 Seiten ver-
3
Fusse ergänzt. teilte Warzen. H. 0,22; Dm. d. Öffng. 0,04.
878. Bruchstück eines flaschenartigen Gefässes Th. hell, mit Strohspuren.
mit einer Warze auf jeder Seite. H. 0,13; Am Rande bestossen, sonst fast intakt.
Dm. d. ÖflTng. 0,05. 883. Kugelbauchige, unregelmässig geformte
Ergänzt zu einem Gefässe mit 2 aufrechtstehen- Kanne mit abgesetztem Halse und Gusslippe
den Griffzapfen. am Rande; am Halse beiderseits je eine Warze.
879. Tasse mit Fuss; an den 3 Seiten je H. 0,19; Dm. d. Öffiig. 0,05.
eine Warze; am oberen Henkelan.satz eine ein- Th. hell, mit Slrohspuien, ungleich gebrannt.
wärts gestellte Warze. H. 0,06; Dm. d. Öffng. Der Rand bestossen, die Warzen sind abge-
stossen.
0,07.
Th. rötlich, roh. 884. Dickbauchige Kanne mit engem Halse
Zusammengesetzt: am Rande ein Stück ergänzt. und 3 Henkeln (Hydria), am Bauche vorn 2-
Dubletten: 2.
kleine Warzen. H. 0,235; Dm. d. Öffng. 0,045.
880. Weitbauchige Tasse mit eingezogenem Mit Strohspuren an der Oberfläche.
Rande; vom am Bauche 3 eng nebeneinander Der Halsrand und ein Bauchhenkel ergänzt.

6*
Zweite Periode der Technik.
Aufkommen der Scheibentechnik neben der Handarbeit; Brand meist im Schutz
vor der Flamme. Hellthonige Waare.

Gruppe 9. flöhe, auf der Sc/teibe gedrefite Ge- fehlt es an einer eigentlichen Standfläche. H.
fässe mii groben Dreftspuren, oltne Überzug. 0,05; Dm. d. Öffng. 0,145 —
c»i55-

Teller.

885. Roher Teller, auf der Innenseite un-


gleichmässig ausgedreht, auf der Aussen- und
Unterseite ohne Spuren der Drehung, roh ge-
formt, mit breiter, aber roher Standfläche. H.
0,045; D™- d. Öffng. 0,18.
Th. hell gebrannt, fein.
Ein Stück vom Rande ergänzt.
Seiner Technik nach vergegenwärtigt dieser
Teller die spontanen Versuche, die man vor der
Einführung der Scheibentechnik machte, um besser
geformte Gefässe herzustellen. Th. hellgebrannt, fein, teils gelb, teils rötlich; ohne
Überzug.
886-890. rohe Teller, auf der Innenseite
5

No. 888 890 zusammengesetzt, aber vollständig.
gleichmässig ausgedreht, auf der Aussenseite No. 887 = „Troja-Ilion" S. 254 Fig. 121.
am oberen Rande die Spuren der während der Dubletten: 2.

891—900. 10 Teller, No. 891 893 tiefer —



und spitzer, No. 894 900 flacher, in der

Drehung wie 886 890; die Unterseite ist

No. 887.

Drehung anliegenden Finger; der untere Teil


ist dagegen mit dem Messer ausgeschnitten, was
ebenfallswährend der Drehung geschah; die
m. 8g6.
Unterseiteist ganz unregelmässig und roh; das

Gefäss wurde also von der Unterlage, die eine mit dem messerartigen Instrument ganz be-
vertiefte Scheibe — vielleicht ein thönerner arbeitet, doch so ungleich, dass keine Stand-
flacher Teller — oder die auf der Scheibe fläche entsteht; auch im Thon wie die vorigen.
liegende Thonmasse war, abgerissen. Daher H. 0,035 —0,06; Dm. d. Öffng. 0,15 0,17.—
— ——; ——

Die Keramik. — U. V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


45

No. 894 896 ganz intakt; die übrigen zusammen- Becher.
gesetzt und mehr oder weniger ergänzt.
No. 896 =
„Troja-Ilion" S. 254 Fig. 122. 958—997. 40 hohe Becher mit einem Hen-
Dubletten: 36. kel. —
H. 0,095 0,12; Dm. d. Öffng. 0,07
901—928. 28 Teller, No. 901 903; 910 — 0,085.
912. 919 —
925. 928 tiefer, No. 904 909. — In Thon und Technik ganz und gar den Tellern ent-
sprechend: innen sind sie vollständig ausgedreht;
913. 914. 926. 927 flacher. H. 0,04—0,06;
aussen zeigen sie nur im oberen Teile die Spuren der
Dm. d. Öffng. 0,14 0,22.
bei der Drehung angelegten Finger; der untere Teil

No. 910 9 18 zusammengesetzt, aber vollständig;
mit der Standfläche i.st, wie bei den Tellern, ausge-

No. 919 928 zusammengesetzt und mehr oder
weniger ergänzt.
Dubletten: 82.
929-935. 7 Teller, in Form, Thon und Tech-
nik wie die vorigen, mit gleichmässig abge-
schnittenerStandfläche. H. 0,03; Dm. d.
Öffng. 0,145 0,17. —
No. 932 — 935 zusammengesetzt, aber vollständig.
Dubletten: 7.
936—942. 7 Teller, wie
No. 901 —
935; mit einem
an der Innenseite ausgedreh-
tem Rande. H. 0,03 —
0,055; Dm. d. Öffng. 0,155
-0,185.
No. 936 fast intakt, No. schnitten; die Standfläche selbst ebenfalls ungleich,

937 942 zusammengesetzt Zti No. g42. in der Mitte mit einer spitzen Erhöhung: nur wenige
und ergänzt. Exemplare sind gleichmässiger abgeschnitten. Immer
Dubletten: 5. ohne Überzug und Glättung. Die Becher stammen
aus derselben Fabrik wie die Teller.
943. Teller, wie die vorigen auf der Innen- ;

seite eine centrale Vertiefung eingedreht; —


No. 958 965 ganz oder fast ganz intakt; die
übrigen mehr oder weniger ergänzt und zusammen-
die Standfläche zwar gut abgeschnitten, aber gesetzt.
mit einer Erhöhung in der Mitte, sodass ein No. 964 = „Troja-Ilion" S. 262 Beilage 35
gleichmässiges Stehen unmöglich wird. H. No. VII.
Dm. d. Öffng. 0,165. Dubletten: 169.
0,055;
Fast zur Hälfte ergänzt.
Tassen.
944. 945. 2 Teller, wie die vorigen, mit ein-
gebohrtem Loch im Boden; No. 944 hat einen 998—1001. 4 Tassen, an die hohen Becher
Rand an der Innenseite. H. 0,055.0,035; in Form und Technik sich anschliessend, mit
Dm. d. Öffng. 0,175. I Henkel, mehr oder weniger scharfer Stand-
No. 944 zusammengesetzt und wenig ergänzt;
No. 945 stark ergänzt.
946-952. 7 Teller. H. 0,045 o>o6; Dm. —
d. Öffng. 0,16 —
0,19.
Mit grösserer Vollkommenheit gedreht, als die vorigen
Innen- und Aussenseite gleichmässig geformt; die
gleichmässige breite Standfläche, die ein festes Stehen
ermöglicht, ist durch eine Schnur von der Scheibe
oder der Thonmasse abgeschnitten im Thon wie die
;

vorigen.
No. 946. 952 intakt; die übrigen zusammen-
gesetzt und ergänzt.
953-956;. 4 tiefe Teller. H. 0,05—0,085;
Dm. Öffng. 0,165
d. —
0,35.
Mit grösserer Vollendung gedreht; vgl. No. 946 952; — No. ggS.
die gleichmässige Standfläche ist hier glatt, ohne die
Spuren der Schnur; im Thon wie die vorigen; N0.953 fläche und nur wenig sich einziehenden Rän-
rötlich.
Zusammengesetzt und ergänzt.
dern. —
H. 0,07 0,075; Dm. d. Öffng. 0,055
0,065.
957. Pappschachtel mit 3 Bruchstücken von In Thon und Technik wie die Becher ohne Überzug
Tellern wie No. 885—956. und Glättung.
;

46 Die Keramik. — II. —V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

No. 998 fast intakt; No. 999 fast zur Hälfte gleichmässiger S tandfläche . H. 0,16 — 0,24; \
ergänzt; bei No. ICX30 und 100 1 der
weise ergänzt.
Rand teil-
Dm. d. Öffng. 0,09 — 0,10.
In roher Scheibentechnik, wie die Teller und Becher.
No. 998 := „Troja-Ilion" S. 264 Fig. 137.
Vgl. die Amphorenkrüge der ersten Periode.
Dublette: i.
Meist zusammengesetzt und im oberen Teile
1002. Tasse, der Form nach an die hand- ergänzt.
gemachten Gefässe sich anschliessend, mit i Dubletten: 4.

Ai'. l'J02.

hochgeschwimgenen Henkel imd scharf abge-


schnittener Standfläche. H. 0,055; Dm. d.
Öffng. 0,07.
Rötlich, sonst wie die vorigen.
Zusammengesetzt, aber fast vollständig.

1003. Tasse, an die handgemachten Formen


sich anlehnend, miteinem Henkel, Standfläche
und leise ausladender Lippe. H. 0,07; Dm.
d. 0,057.
Öff"ng.
Der Henkel und einiges am Rande ergänzt.

1004— 1007. 4 Tassen mit stärker eingezogenen


Wänden und leise ausladendem Rande, einem 1021— 1026. 6 doppelhenklige Krüge, in der
runden Henkel und mehr oder weniger scharfer Form an die vorigen sich anschliessend, mit
Standfläche; vgl. No. ggSff". und 1136. H. weiterem und schärfer absetzendem Halse
0,075 —
0,085 Dm. d. Öfihg. 0,06
; 0,065. — Bauch rundlicher. H. 0,12 —
0,18.
In Thon und Technik wie die Teller und Becher; Meist zusammengesetzt und ergänzt.
in der Drehung aber fortgeschrittener. Dubletten: 6, darunter 2 Bruchstücke.
No. 1004 intakt. No. 1005 Henkel, ein Stück
vom Rande und Bauche ergänzt; No. 1006 der Rand Schöpfgefösse.
fast ganz ergänzt; No. 1007 Bodenstiick.
1027— 1029. 3 schlauchförmigeSchöpfge fasse
mit 2 rimden Vertikalhenkeln ungleichmässige ;

Krüge. Standfläche. H. 0,185—0,215; Dm. d. Öffhg.


1008-1015. 8 einhenklige Krüge, schlauch- 0,06—0,075.
förmig, mit schmaler Standfläche, die zum In roher Scheibentechnik ; sehr schwer und dick-
Stehen sich wenig eignet. H. 0,19 0,275; — Dm. wandig.
d. Öffng. 0,07 —
0,09.
Zusammengesetzt und
ergänzt.
in unwesentlichen Teilen

Im Thon wie No. 885 ff. ; auch in der Technik er- Vgl. Schi. Ilios S. 599 No. 1089.
innern sie an die Teller und Becher, insofern im Dubletten: 2.
unteren Teile sich deutliche Spuren des messerartigen
Instrumentes zeigen; No. 1015 mit feiner ausgearbei- 1030— 1032. 3 röhrenförmige Schöpfgefässe
tetem Unterteil. Vgl. Nachträge. mit I aufrechtstehenden Rundhenkel, mit und
Zusammengesetzt und mehr oder weniger ergänzt.
ohne Standfläche. H. 0,20; Dm. d. Öffhg. 0,065.
Dubletten: 8.
Rötlich, sonst wie die vorigen.
1016— 1020. 5 doppelhenklige Krüge (Am- No. 1030 zusammengesetzt, Henkel ergänzt;
phorenkrüge) mit ungefähr kugelförmigem Bauche No. 103 1. 1032 mit ergänztem Rande; No. 103 1
zusammengesetzt.
und mehr oder weniger scharf absetzendem No. 1030 abg. Schi. Ilios S. 619 No. 1184.
Halse, mit schmaler, ungeeigneter, z. T. un- Dubletten: 2.
Die Keramik. II. — V. Ansiedelurg. — I. Abteilung.
47

Gruppe 10. Die Gesichtsvase. Mund fehlen, Nase stark vorspringend ; der
platteNabel mit eingetieftem Ornament fff
A. Mit der Hand getnacht.
Der Hals mit stark ausladendem Rande. H.
1033. Gesichtsvase vom Typus a, mit ver- 0,155 ;
Dm.
d. Öffng. 0,07.
kümmertem Gesicht am oberen Rande des Th. grob, gelb, Überzug gelb, geglättet.
Die Armstümpfe und die rechte Brustwarze
Halses. H. 0,215; D™- d. Öffng. 0,075.
ergänzt.
Th. grobsandig, bräunlich, starlc geschwärzt, roh.
Abg. Schi. Ilios S. 581 No. 086.
Zusammengesetzt; Augenbrauen, Nase, Augen und
Ohren bestossen; ergänzt dieArmstumpfe, eine Brust- 1037. Halsstück einer Gesichtsvase vom
warze und der Nabel; sonst nur Unwesentliches. Typus a; die hnhnenfrirmiijen flachen Augen
Abg. Schi. Ilios S. 606 No. 1126.
Dubletten zu No. 1033 1040: 4 bessere —
Halsstücke, 1 1 kleinere Bruchstücke.

1034. Gesichtsvase vom Typus a, mit ver-


kümmertem Gesicht am Halsrande ; die Augen
sind in von Nase und Augenbrauen ge-
die
bildeten Winkel hineingeklebt; Mund fehlt.
Hals und Bauch gehören nicht zusammen.
Am Bauch füllt der grosse, flache, scheiben-
förmige Nabel auf. Unter den ergänzten
Armstümpfen sitzen vertikale Ringhenkel am
Bauche, wie bei der Deckelamphora. H. 0,325 ;

No. 10^.
Dm. d. Öffng. 0,09.
Der Hals ohne Überzug; der Bauch grau-
hellgelb,
thonig, mit gelblichem Überzüge und einzeln erkenn-
mit Lideinschnitt ; der Mund nur durch einen
baren Glättestrichen. kleinen scharfen Einschnitt wiedergegeben.
Der Hals zusammen-
vielleicht nicht zugehöiige Ohren fehlen. H. 0,085 Dm. d. Öffng. 0,065. ;

gesetztund stark ergänzt; am Bauche die Arm- Th. feingeschlemmt, braun; Glättung mangelhaft.
stümpfe ergänzt; ebenso ein Henkel. Aus 2 Teilen zusammengesetzt.
1035. Gesichtsvase vom Typus a, mit ei- 1038. Halsstück einer Gesichtsvase vom
förmigem, unten gerade abgeschnittenem Körper; Typus a, mit leise ausladendem Rande. Die
der Mund mit Querschnitt. H. 0,30; Dm. d. Augenbrauen bilden eine feine horizontale Linie.
Öffng. 0,075. H. 0,05; Dm. d. Öffng. 0,04.
Th. feingeschlemmt, grau; Oberfläche mit feinen Th. grau, geglättet in einzelnen Strichen.
Glimmerteilchen.
1039. Halsstück einer Gesichtsvase vom
Zusammengesetzt, aber fast vollständig. Arm-
stümpfe, Nasenspitze, rechtes Ohr ergänzt.
Typus a; die Augen ringförmig mit scheiben-
artigen Augensternen; Mund fehlt. H. 0,115.
Th. grobsandig. Üb. rotbraun geglättet.
Der rückwärtige Teil fehlt der obere Rand er- ;

gänzt; Nase, Ohren, Augenbrauen bestossen und


corrodiert.
Abg. Schi. Ilios S. 328 No. 157.
1040. Stück vom Halse einer Gesichtsvase
des Typus a, mit leise ausladendem Rande;
Nase stark vorspringend; die scheibenförmigen
Augen in die Winkel zwischen Nase und Augen-
brauen geklebt. H. o, 10.
Th. grobsandig grau. Üb. grau, massig geglättet.
Die Rückseite und das Stück mit dem linken
Ohr fehlt.

1041-1043. 3 kugelbauchige Gesichtsvasen


vom Typus b, mit guter Standfläche; der
Nabel scheibenartig und flach. H. o, ii; Dm.
d. Öffng. 0,04 0,045. —
Th. fest gebrannt; No. 1041. 1042 graubraun, No. 1042
So. .'036. gelb.
Bei No. 1040 der linke Armstumpf ergänzt;
1036. Gesichtsvase vom Typus a, kugel- sonst fast iniakt, wie die übrigen.
bauchig, mit schmaler Standfläche ; Ohren und Dubletten zuNo. 104 1 - 1045 : 3 Bruchstücke.
;

48 Die Keramik. — II. —V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

1044. Gesichtsvase vom Typus b, mit Rande; der Mund warzenförmig. Rückwärts
weit ausgezogenen plastischen Spiralen an beiden 3 gabelförmige Haarlocken plastisch aufgelegt;

Na. 10480.

Nase mit vertikal abfallendem Rücken. H. 0,05


Dm. d. Öffng. 0,05.
Th. rötlich, ohne Glättung.
104g. Bruchstück eines Stülpdeckels mit
ähnlicher Gesichtsbildung, wie No. 1048; ohne
Mund; die Haare durch vertikale Eintiefungen
angegeben. H. 0,04.
1050. 1051. 2 Stülpdeckel von Gesichts-
No, 1044. Deckel No. 10$!. vasen des Typus b, mit horizontal laufender
Seiten der Armstümpfe; der Nabel fehlt; die Augenbrauenlinie und abgestumpfter Nase; No.
Standfläche wenig glatt. H. 0,13; Dm. d. Öffng. 1050 mit knopfförmigem Munde, No. 1051
0,045.
ohne Mund, mit Knopfgriff". H. 0,045. 0,052;
Th. grau, roh. Dm. d. Öffng. 0,055. 0,065.
Die Armstümpfe und die hinteren Spiralen er- No. 1050 fest gebrannt, rötlich, No. 1051 schlechter
gänzt, letztere teilweise zusammengesetzt. gebrannt, hellgrau.
Abg. Schi. Ilios S. 384 No. 231. Bei No. 1050 der Knopfgriff ergänzt.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 257 Beilage 33 No. IV. No. 105 1 abg. bei No. 1044.
1045. Gesichtsvase vom Typus b, mit 1052. Stülpdeckel einer Gesichtsvase
scheibenförmigem Nabel, schmalen gewundenen des Typus b, mit Knopfgriff", stark vorspringen-
Armstümpfen und guter Standfläche. H. 0,09; dem Rande und nach unten sich erweiternder
Dm. d. Öffng. 0,03. Öff"nung; ohne Mund, Nase abgestumpft, Augen-
Th. grau, roh. brauenlinie gewölbt. H. 0,064; Dm. d. Öffng.
Der linke Armstumpf und die linke Warze er-
gänzt.
0,076.
Abg. Schi. Ilios S. 329 No. 159. Th. rot, fest, ungeglättet.
7,1 ergänzt; antik das Gesicht und der Oberteil
1046. 1047. 2 Stülpdeckel zur Gesichtsvase mit dem Knopf.
vom Typus b, ohne Mund, mit kurzem Zipfel.
1053. Stülpdeckel einer Gesichtsvase des
H. 0,05; Dm. d. Öffng. 0,06. 0,065.
Th. graubraun, roh, z. T. geschwärzt.
Typus b, mit gewölbtem Oberteil und scharfem
No. 1046 zusammengesetzt; an der linken Seite Rande; ohne Nase und Mund(?). H. 0,047;
ein Stück ergänzt. Gesicht intakt. Dm. d. Öffng. 0,047.
No. 1047 ^" ^^' rechten Seite und die Nase Th. grau, fein, gut geglättet.
ergänzt. Die rechte Hälfte mit dem Zipfel oben ergäuzt.
Dubletten zu No. 1046 - 1056: 6 Bruchstücke. Abg. Schi. Ilios S. 329 No. 159.
1054. Stülpdeckel einer Gesichtsvase des
Typus b, mit sehr stark vorspringender Nase
und grossen, buckeiförmigen Augen; der Ober-
teil zipfelmützenartig mit stark vorragendem
Rande. H. 0,12; Din. ÖlTng. 0,095.d.
Th. gelb, gut gebrannt, Üb. gelb, massig geglättet.
1055. Stülpdeckel von ähnlicher Form, wie
No. 1054, mit bohnenförmigen Augen, dicker,
No. 1048 a. breiter, mehr natürlicher Nase, die auf der
1048. Stülpdeckel einer Gesichtsvase vom Unterseite scharf abgeschnitten ist. H. 0,135;
Typus b, mit gewölbtem Oberteil und scharfem Dm. d. Öffng. 0,10.
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.
49
Th. sehr fein, glimmerhaltig, Üb. dunkelbraun, gut 1070. Grosse Gesichtsvase des Typus a,
geglättet.
mit älmlicher Gesichts- und Nabelbildung wie
Sehr stark ergänzt. Antik der vordere Teil
mit dem Gesicht bis zum unteren Rande, ein bei No. 1066 — io6g; Armstümpfe breit; gute
ringsum laufender Streifen des oberen Teils und Standflache. H. 0,28; Dm. d. Öffng. 0,11;
vom Deckel ein Stück mit dem umfallenden Zipfel. gr. Umfg. 0,71.
Th. braun. Üb. grau, geglättet, in einzelnen Strichen
1056. Stülpdeckel einer Ge.sichtsvase des
sichtbar.
Typus b, mit degeneriertem Gesicht, ohne Der Rand und das linke Ohr ergänzt; sonst
Augen, Ohren und Mund. H. 0,075; Dm. d. fast ganz intakt.
Öftng. 0,07. Abg. Schi. Ilios S. 582 No. 989.
Th. gelb, sehr fein, Üb. rot, gut geglättet. Dublette zu 1070 1074: — I Bruchstück vom

Zusammengesetzt und am Rande, sowie an den Bauche und 6 Halsstücke.


Augenbrauen und der Nase bestossen. 1071. Unterteil einer Gesichtsvase, mit Arm-
stümpfen und Henkeln; vgl. No. I034;schmale,
1057— 1063. 7 Flachdeckei, vennutlicli zur
Gesichtsvase des T) pus mit Zipfelgriff; No.
a,
scharfe Standfläche. H. 0,11.
1057 — 1060 mit gefurchtem Rande. Gr. Dm.
In ähnlicher Technik, wie No. 1070, grau.
Die Armstümpfe sind ergänzt, aber richtig. Der
0,03—0,105. Hals fehlt.
Die Zipfel meist bestossen. 1072. Gesichtsvase des Typus a, mit ei-
Dubletten zu No. 1057 — 1065: 6. förmigem Krirper und ungleicher Standfläche:
1064— 1065 2 Flachdeckel, vermutlich zur
Gesichtsvase des Typus a, mit Knopfgriff; No.
1064 mit gefurchtem Rande. Gr. Dm. 0,097.
0,13-

B. Auf dir Scheibe gedreht.

1Ö66— 1069. 4 kleine Gesichtsvasen des


Typus a von gleicher Bildung, mit stark vor-
springenden Nasen, geraden Augenbrauenlinien,

No. ifjyj

Gesichtsbildung ähnlich, wie bei ilen vorigen,


ohne Nabel. Der Rand gerade ausladend.
H. 0,22; Dm. d. Öffng. 0,10.
In vorzüglich bearbeitetem und ganz hell gebranntem
Thon, ohne Überzug und Glättung, aber mit glatter
Oberfläche; die Drehtechnik vollkommener als bei
den vorigen.
die No. 1068. 106'^ mit den Ohren zu-
bei Zusammengesetzt und am Halse, sowie am
rechten ArnMitumpf ergänzt.
sammenlaufen, ohne Mund; die Annstümpfe
Vgl. „Troja-Ilion" S. 256 Beilage 33 No. V.
klein und zapfenartig, der Nabel flach und
1073. Gesichtsvase von ähnlicher Form und
sclieibenförmig. Der Unterteildes Gefässes
Technik; Nase stark vorragend, im Profil drei-
weitet sich stark aus, der obere Rand ladet
eckig; Augenbrauenlinien laufen mit den Ohren
stark aus. H. 0,09 — 0,115; D""- <J. Öffng. zusammen. Augen eingetieft in eine Erhöhung.
0,06 — 0,075. Die Armstümpfe oben breiter. H. 0,25; Dm.
In der rohen Scheibentechnik, wie Gruppe 9; Öffng. 0,085.
d.
am Unterteil ebenfalls Schnittspuien, aber mit Glättung
Zusammengesetzt; am Rande und etwa die
der Oberfläche, vgl. die ganz roh gebliebenen Exem-
Hälfte des Bauches mit dem Nabel und rechter
plare des Typus b.
Brustwarze ergänzt: ebenso die Hälfte des rechten
No. 1066. 1067 hinten am Hals und Rand er-
Armstumpfes.
gänzt. No. 1068 intakt. No. 1069 zusammen-
gesetzt, ein Stück vom Bauche mit rechter Brust- 1074. Halsstück einer Gesichtsvase von
warze und Nabel, sowie am Rande ergänzt. ähnlicher Form und Technik wie No. 1072.
Vgl. Schi. Ilios S. 581 No. 988. 1073. H. 0,10; Dm. d. Öffng. 0,095.
Dubletten: 4, mehr oder weniger ergänzt. Aus 2 Stücken zusammengesetzt.
50 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

1075. HaLsstück einer Gesichtsvase des 1081. Grosse Gesichtsvase des Typus b, in
Typus a, mit 3 eingetieften Halsringeii; das der Form wie das entsprechende Exemplar des
rechte antii;e Ohr mit 3 Löchern zur Aufnahme Typus a, No. 1070, mit Ringhenkeln; auf
von Oiirringen versehen; die bohneuRinnigen dem scheibenförmigen Nabel ein eingekratztes
Augen mit Horizontalschnitt. H. 0,125; Dm. d. Zeichen -L, wohl zu einem Kreuz, wie bei
Öftiig. 0,10. No. 1036, zu vervollständigen. H. 0,28; Dm.
Braun, geglättet. d. Öffng. 0,075; gr- Umfg. 0,745.
Stark ergänzt. Vom Gesicht nur die Nase, das
Braun, z. T. geschwärzt, mit Glättung; Glättestriche
linke Auge mit den Brauen und dem Rande da-
einzeln sichtbar.
rüber und das rechte Ohr antik.
Abg. Schi. Tioja S. 212 "No. 100.
Zusammengesetzt, aber fast vollständig: am
Rande ein wenig ergänzt.
1076—1078. 3 kleine Gesichtsvasen des
1082. (jcsich tsvase des Typus b, mit
Typus b, mit niedrigem, weitem Bauclie und
Standfläche. Am Halsrande nachträglich in
breiter, aber roher Standfläclie; an Steile der
den fertig gebrannten Thon Sclinurlöcher ein-
Armstümpfe kleine runde Ringhenkel; vgl.
gebohrt. H. 0,15; Dm. d. Öffng. 0,065.
dazu No. 1034 und 1071. H. 0,085; Dm. Th. rot, fest, ungeglättet.
d. Öffng. 0,047 —
0,05; gr. Umfg. 0,31. Brustwarzen und Nabel beslossen, Rand zum
In roher Scheibentechnik, wie die Gruppe 9; Teil, Armstümpfe ganz modern.
die Unterseite mit deutlichen Schnittspuren; mit roher
OberHäche. Auch der Thon wie in Gruppe 9. 1083. Stül])deckel einer Gesichtsvase des
Bei No. 1076 ein Henkel und ein Stück vom Typus b, zipfelmützenartig, mit stark vor-
Rande ergänzt. Bei No. 1077. 1078 beide Henkel springender spitzer Nase, ohne Augenbrauen
und ein Stück vom Rande modern.
und Mund. H. 0,085; Dm. d. Offng. 0,065.
Dubletten: 2 Bruchstücke.
1084. Stülpdeckel einer Gesichtsvase
1079. Gesichtsvase des Typus b, ähnlich des Tyi)us b, zi])fflinützenartig, mit dreieckig
wie No. 1076 —
1078, mehr kugelbauchig; der vorspringender Nase, Augenbrauen und Oliren
Hals setzt mit einer Einkehlung ab; mit Arm- in einer Linie; ohne Mund. H. 0,08; Dm.
stümpfen. Nübel gro.ss und scheibenförmig; d. Öffng. 0,063.
ungcglättet. H. 0,11; Dm. d. Offng. 0,042. Vgl. Abbildung zu No. 1080.
Die Hälfte des Halses und die Aim>iümpfe er-
gänzt. 1085. Gn'isserer Stülpdeckel wie No, 10S4;
roh. H. 0,13; Dm. d. Öffng. 0,1 15.
1080. Kleine Gesichtsvase des T\pus b,
Stark ergänzt.
flaschenftirmig, niil runden Vcrtikallienkeln,
1086. Bruchstück eines Stülpdeckels, zipfel-
mützenartig, aber besser geformt als die vorigen.
H. 0,10.
Th. grau fein, massig geglättet.
Antik nur der vordere Teil mit dem Gesicht
und ein kleines Stück von der oberen Wölbung
des Deckels,

1087. 1088. 2 Bruchstücke von Stülp-


deckeln zur Tvpus b,
Gesichtsvase des
zipfelmützenartig; Augenbrauen imd Ohren in
einer schief laufenden Linie. H. 0,125 0,08. —
No. 1087 gelb mit guter Glätiung, No. 1088 giau
mit guter (il.ittung; ob Schcibenlechnik, lässt sich
iiiclit sicher sagen.
Stark ergänzt.
Zur Foon vgl, die E.\emplare der leichten
Fabrik,
Dubletten: 2 Bruchstücke, eigänzt.

1089— 1095. 7 liichdeckel, vermutlich zur


1"
Na. luHii. Deckel: No. IÜS4..
Gesichlsvase vom Tvpus a gehörig, No. io8q.
locjo mit Zipfelgriff, No. logi— 1095 mit
ähnlich den Exemplaren des Typus a No.
1041 — 1043. Nabel scheibenförmig. H. 0,105;
Knojifgriff. Gr. Dm. 0,08 0,115. —
Bei No. 1090. 1095 fehlen die Griffe; sonst
Dm. d. Öffiig. 0,04. fast intakt oder zusammengesetzt; No. 1094 zur
Gelblich, roh. Hälfte ergänzt.
Die Keramik. — II. V. .\nsiedeluna I. Abteilung. 51

Gruppe ff. Auf der Scheibe gedrehte Gefässe No. 1004 — 1007. H. 0,065 — 0.08; Dm. d.
aus derselben Fabrik wie Gruppe 9, in besserer Öfihg. 0,06 — 0,065.
Technik mit Überzug und Glättung. No. 1129— 1135 gelb, resp. bräunlich, No. 1136 —
1138 rot; nur 11 29 geschwärzt.
Teller. No. 1136 =
„Troja-Ilion" S. 264 Fig. 138.
I0g6. Pappschachtel mit 13 BniclistücUen \on Dubletten: 17.

flachen Tellern, wie No. 886ff.


Kannen.
Gelblich, bräiinlicli, lötlich.
1139 — 1155. 17 Kannen, in der Form an
Becher. die hohen l^ccher <'': :i!:lehnend, meist mit
1097— II 14. 18 Beclier, wie No. g^S ff.,

meistens sorgfältiger gecheht, /.. T. der Foim

"39
eiiigekehitem Henkel. H. 0,115 — 0,125 Dm.
d. ÖtFng. 0,08—0,085.
Gelb: No. 1139. 1141. 1142. 1143. 1151. H54;
1140. 1144. 1140 —
der Tassen, wie No. 1004
feineren — 1007, biaun: 1143. 1152; rötlich:
1149; intensiv rot und feiner: 1 150. 1153; grob,
sich annähernd. H. 0,08 o, 105; Dm. — d. ÖfTng.
mit Spuren von Flämmung: 1155.
0,065 — 0,08. Mehr oder weniger ergänzt.
No. 1097 — 1 108 gelb oder biäunllcli, No. loq dunkel- I NB. Die rohen Exemplare ohne Überzug vgl.
grau, No. 1110 — 1115 rot; nur selten geschwärzt. unter den Nachträgen zu Gr. 9.
Meist mehr oder weni^'er ci^jänzt. Dubletten: 34, mehr oder weniger ergänzt

Dubletten ZU No. 1097 1128: 40. mei.stens oder Bodenstiscke.
ergänzt. 1156. 1157- 2 doppelhenklige hohe Becher,
II 15 — 1128. 14 Becher, wie die vorigen, in ihrer Form an die doppelhenkligen Krüge
mit einem in der Längsrichtung eingekehlten sich angliedernd, mit
Henkel. H. 0,085—0,10; Dtn. d. Üllhg. langem Halse. H.o, 14.
0,065 — 0,075. 0,12; Dm. d. Öffng.
No. II 15 — 1122 rot; No. 1123- 1 128 gelb oder
0,09. 006.
bräunlich.
Meist am Rande oder Henkel eigänzt. No. II 56 rotbraun, zum
grossen Teil .stark ge-
schwärzt; No. Il57gelb-
Tassen.
\Ji^~^^
* ^ lieh.
Bei No. II 56 Rand
und beide Henkel er-
No. 11^6.
gänzt; bei 1157 der
Hand und i Henkel
ergänzt.
Was die Korm
anlangt, >o ist die Neigung zum
Kugclbiuclie auffillend. Daraus entwickelt sich
eine typische Bechei form der 3. Periode, die eben-
falls Paiailelen unter den Amphorenkiügen hat."

Gruppe 12. Auf der Scheibe gedrehte Gefässe,


mit denselben Fabrikationsmerkmalen, wie in
Gruppe 9 und 11, aber in entwickelteren Formen.

Teller.
1158. Tiefer Teller, in der Form an die
1 129— 1 138. 10 Tassen, in der F(jrm wie rohen Teller No. 886 ff. sich anschliessend,
52 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

jedoch auf beiden Seiten gleichniässig aus- der Unterseite mit einem messerartigen Instrument;
gedreht und mit einem besonders angesetzten ebenfalls ohne Überzug und Glättung.
No. 1167. 1168 intakt; No. 1169 am Rande
Fusse. H. 0,06; Dm. d. Öffng. 0,24.
zusammengesetzt.
Th. grau, mit hellen Rändern,
fein, Üb. grau, ge- Dubletten: 2.
glättet in einzelnen Strichen.
Der Fuss abgebrochen. Zusammengesetzt.
II70— 1173. 4 Schalen,, in der Form der
Zu den Füssen vgl. die kleinen Schalen vorigen No. 1167 —
1169, aber innen und
No. 659. 660. aussen auf der Drehscheibe fein ausgearbeitet,
mit guter Standfläche. H. 0,055—0,08; Dm.
Schalen. d. Öffng, 0,21 0,135. —
No. 1170.1171 gelblich, No. 1172 weisslich; alle
I159. 1160. 2 Schalen, nach unten ironisch drei ohne Überzug, No. II 73 in hellbraunem Thon
sich \erjüngeiid, in der Form an die tiefen mit feinem geglättetem rötlich-braunem Überzüge.
Teller No. 886 ff. sich anschliessend, mit No. 1170-1172 Bruchstücke in roher Weise
gerade ergänzt; No. 1173 zusammengesetzt, vollständig.
abgeschnittener, aber nicht gleich-
mä.ssiger Standfläche. H. 0,057; Dm. d. Öffng. 1174— 1181. 3 Schalen mit profiliertem
0,135- 0.130. Rande und guter Standfläche; der niedrige
No. 115g intakt; No. 11 60 die Hälfte vom Rand setzt scharf ab, tritt zurück und wölbt
Rande ergänzt.

Dubletten: 5, meist stark ergänzt oder frag-


mentiert.

1161. Schale, ähnlich den vorigen in der


Form, bezüglich der Drehtechnik an die fein
ausgedrehten Teller No. 953 956 sich an- —
schlies.send. H. 0,055; Dm. d. Öffiig. 0,15.
Rot, roh. No. 11J5.
Im Boden ein Loch.

1162. 1163. 2 Schalen, in der Form wie sich wie eine halbe Hohlkehle in die Höhe,
II 59 ff., doch in feinster Art ausgedreht, mit ohne auszuladen. H. 0,05 0,085; Di"- '^ —
scharf abgeschnittener, breiter Standfläche; der Öffng. 0,135—0,195.
Rand zieht sich ein wenig H. 0,075.
In guter Scheibentechnik No. II 74 11 76 roh, ohne
; —
ein.
Glättung, No. II 77 —
1180 geglättet, die einzelnen
0,06; Dm. d. Öffng. 0,17. 0,16. Glättestriche sind sichtbar; No. 1181 mit feinerer
Zusammengesetzt, aber vollständig. glatter Oberfläche; No. 1175. 1176. 1178 gelblich,
Dublette : l Bruchstück. No. I174. 1177. 1179 graubraun; No. I180. I181
rötlich immer fest gebrannt.
1164— 1166. 3 Schalen, in der Form an
;

No. 1175. 1176 intakt; die übrigen zusammen-


die flachen Teller No. 894 ff. sich anschliessend, und mehr oder weniger ergänzt.
gesetzt
gut aasgedreht, mit gut abgeschnittener Stand- No. 1175 =
„Troja-Ilion" S. 26b, Fig. 142.
fläche; roh. H. 0,04 — 0,05; Dm. d. Öffng. Dubletten: 6.

0,1 15 —
0,140. 1182. Pappschachtel mit 3 Randstücken von
Schalen wie No. 11 74 11 81. —
No. 1164. 1 166 intakt; No. 1165 mit ergänztem
Boden.
Näpfe.
1167— 1169. 3 kleine tiefe Schalen, fein ab-
gerundet, mit Standfläche. H. 0,045 — 0,05; 1183. 1184.
guter Standfläche;
2 tiefe

der
henkellose
Rand
Näpfe
zieht sich
mit
nach
Dm. d. Öffng, 0,14.
innen ein. H. 0,07 0,08; Dm. d. Öffng. —
0,11 —
0,115.
Im Thon von allen vorigen abweichend, ohne Überzug
und Glättung. Der Thon ist dunkelrot gebrannt
und sehr grob geschlemmt, von Steirichen und
Glimmelfetzen durchsetzt.
No. 1183 zusammengesetzt und fast vollständig;
No. 1 184 zur Hälfte ergänzt.

No. llH-j. Becher.


1185— 1197. 13 Becher mit einem Henkel
In Thon und Technik ganz und gar übereinstimmend
und Standfläche; charakteristisch bei ihnen
mit den flachen Tellern No. 901 928; die Über- — ist

einstimmung zeigt sich besonders in der Bearbeitung die mehr oder weniger stark ausgeprägte
Die Keramik. — — V.
II. Ansiedelung. — I. Abteilung.
53

Neigung, den Hals von dem kugelförmig ge- schmaler Standfläche. H. 0,09 — 0,105; Dm.
stalteten Bauche abzusetzen; No. 1192 lehnt d. Öffng. 0,05 — 0,065.
sich ganz an die grtisseren Tassen der Gruppe
9 und II an. H. 0,07 —
0,105; Dm. d. Öffng.
0,045 —
0,075.
No. 1185 —
iigi ohne Überzug und ausser No. 1188
auch ohne Glättung; No. 1191—1197 mit Überzug
und Glättung, gelb oder bräunlich; bei No. 1197
die Oberfläche abgerieben.
Meist sind Rand und Henkel ergänzt.
Diese Gruppe ist in ihrer Stellung nicht ganz
sicher. Auch unter den Bechern der Gruppe 11
findet man die Neigung den Hals abzusetzen
z. B. bei No. 1097. 1098. uro. Jedenfalls sind
diese Formen innerhalb der Scheibentechnik ent-
standen.
Braun, z. T. gerötet und geschwärzt Bei No. 1209
1 198— 1204. 7 einhenklige Becher mit guter horizontale Einschnitte wie bei No. 204.
Staiiilfläche der Hals setzt mit einem Einschnitt
;
Rand oder Henkel ergänzt.
Vgl. die Bemerkungen zu No. 1198 —1204.
ab; der Rand ladet ganz wenig aus; No. 1204
1210— I2I2. 3 doppelhenklige Becher wie
No. 1207 —
1209, mit niedrigem Hohlfuss;
bei No. 12 10 setzen die Henkel am Rande,
bei No. 121 1. 12 12 unterhalb des Randes an.

H. 0,115 0,120; Dm. d. Öffng. 0,07.
In gleich guter Technik braun, z. T. geschwärzt.
;

Am Rand und
an den Henkeln meist ergänzt.
Vgl. die Bemerkungen zu No. 1198 1204. —
1213. Doppelhenkliger Becher, in der Form
an No. II 56. 1157 sich anschliessend, mit
No. iigH.
breiterStandfläche. H. o, 1
05 Dm. d. Öffng. 0,065.
;

hat einen nach unten spitz zulaufenden Körper. Gelb, geglättet.


Rand und Henkel

H. 0,075 0,09; Dm. d. Öffng. 0,055 0,065. — 1214. Do])pelhenkliger
ergänzt.

Becher mit niedri-


In vorzüglicher Technik, sowohl was Drehung
anlangt, als bezüglich <les Überzuges und der Glättung; gem Hohlfuss, in der Form
..-•->
No. 1198 bräunlich, No. 1200 graubraun; die übrigen an No. 1205. 1206 sich an-
rötlich. Wo
eine Schwärzung infolge von Flämmung schliessend, mit Umbruch
sich kann sie nur auf Zufall beruhen. Bei
findet,
der Bauchfläche am Halse ;
No. 1204 wiederholen sich am Halse die horizontalen
Einschnitte, offenbar in ornamenlaler Bedeutung, ohne Horizontalriefeln und -Rillen.
dass von Rillen die Rede sein kaun. H.0,09; Dm. d. Öffng. 0,065.
No. /sr4.
1198 intakt; sonst mei.st Rand und Henkel In gröberer Technik; Th. rötlich,
ergänzt. mit Steinchen, dickwandig; Üb.
Diese Gruppe bezeichnet einen entschiedenen rötlichbraun, geglättet, z. T. geschwärzt.
Fortschritt gegenüber den Bechern aus Gruppe Rand und Henkel ergänzt. Fuss abgestossen.
9 und 1 1. Zu den Rillen und Riefeln am Halse vgl. No.
1198 fr.
1205. 1206 2 Becher mit einem Henkel,
etwa zwischen der eben genannten Grupi^e Tassen.
und den Bechern aus Gruppe 9 und l l stehend,
12 15. Tasse mit weitem Bauche, ein wenig
mit gleichmiissig abgerundetem Bauch und sich
zurücktretendem, gerade aufsteigendem Rande
einziehendem Hals. H. 0,093. 0,095; Dm. d.
und breiter Standfläche. H. 0,075; Dm. d.
Öffng. 0,06. 0,055.
Öffng. 0,06.
No. 1205 roh; No. 1206 mit rötlichem Überzug und
Glättung, doch fast ganz abgerieben. Die Standflächen
Rand fast ganz und Henkel modern.
sind nicht so gleichmässig als bei der vorigen Gruppe. 121 6. 121 7. 2 kleinere Tassen derselben Form
No. 1205 Rand und Henkel, No. 1206 Rand wie No. 12 15. H. 0,065; Dm. d. Öffng. 0,05;
ergänzt.
0,045.
1207— 1209. 3 doppelhenklige Becher, No. 1.2 16 feinthonig ohne Überzug, No. 1217 gröber,
mit Überzug, doch ganz abgerieben.
genau der Form von 204 entsprechend, eben-
i
Rand und Henkel ergänzt. Bei No. 1216 der
falls mit spitz zulaufendem Körper und feiner antike Henkel nicht zugehörig.

54 Die KeramiU. — II. — V. Ansieileluiif;. - I. Abteilunj;.

I2l8 I2ig. 2 Tassen, in Form und Technik 1234-1237. 4 kleine, einhenklige Kannen,
an die Becher No. 1 198 ff. sich anschliessend ;
mit Kugelbauch, guter, l)reiter Standfläche,
der niedrige, ein wenig sich einzieliende und .scharf absetzendem, kur-
•-, zem, gerade aufsteigen-
';
\ dem Rande; No. 1236 mit
'

/ eingekehllem Henkel. H.
• l)m,d.Öffng.o,o65.
0,1 1 ;

No. 1234 _;oh, No. 1235


1237 mit Übeizug und Glät-
tung, gelb; No. 1237 weiss-
lich.
Meist am Rand und
Henkel ergänzt.

ausladende Rand setzt mit einem Einschnitt 1238— 1240. 3 kleine, einhenklige Kannen,
ab; No. 1218 mit einem, No. 12 ig mit 2 inder Form etwa den Bechern No. feinen
Henkein. H. 0,078. 0,068; Dm. d. Öffng. II 98 ff. sich anschliessend; der Hals setzt mit
0,065. 0,07. einem horizontalen Einschnitt ab. H. 0,115
Üb. Flänimung zufällig.
feiniot, geglättet; — 0,120; Dm. d. Öffiig. 0,06 — 0,08.
Zusammengesetzt und in unwesentlichen Teilen No. 1238.__1239 loh, No. 1240 mit braunem, ge-
ergänzt. glättetem Überzüge, z. T. geschwärzt.
Vgl. die Bemerkung zu No. irgS — I2(J4. Bei No 1238. 1239 ein grosser Teil des Halses
Dubletten zu No. 1218: 3. und fast der ganze Henkel ergänzt; bei No. 1240
fast der ganze Hals ergänzt.
Kannen.
1241. Kanne, in der Form von allen übrigen
1220— 1230. II einlienklige Kannen, gleich- abweichend, mit kurzem, engem Halse und
massiger geformt als No. 1139 — 1155, niit
meist guter Standfläche, weitbauchig, mit sich
verengendem Halse und leise ausladendem
Rande. H. 0,10 0,145; Dm. — 0,06
d. Öffng.
—0,085.
No. 1220. 1221 ohne Überzug und Glättung; No.
1222 -1230 überzogen und geglättet, gelblich, grau-
braun, rötlich; No. 1230 intensiv rot.
Meist mehr oder weniger ergänzt.
Dubletten: 16, mehr oder weniger ergänzt.
1231. Kanne, ähnlich den vorigen, mit länge-
rem Die Standfläche befindet sich nicht
Halse.
in der Mitte unter der Mündung, daher steht
das Geßiss schief. H. 0,175; Dm. d. Öffng.
0,087.
Braun, geglättet. No. 1241.
Zusammengesetzt; ergänzt sind Studie vom Rande,
Halse, Bauche und der obere Teil des Henkels.
hochgeschwungenem Henkel Standfläche scharf ;

Dublette: 1 Bruchstück.
abgeschnitten. H. 0,1 15; Dm. d. Öffng. 0,040.
1232. Weitbauchige, einhenklige Kanne, wie Hellthonig, roh.
die vorige, mit langem Halse aber ganz gleich-
; Henkel abgebrochen und angefügt.
massig geformt, mit guter Standfläche der Hals ;
1242— 1244. 3 doppelhenklige Krüge mit
setzt vom Bauche scharf ab. H. 0,156; Dm.
kugelförmigem Bauche, No. 1242. 1243 etwa
d. Öffng. 0,08.
an No. 1017, No. 1243 an No. 1021 sich
Braun, geglättet, T. geschwärzt.
Am
z.

Rande ein Stück ergänzt. anschliessend, H. 0,12 —


0,14: Dm. d. Offng.
Dubletten: 2 fragmemieit. 0,07 — 0,00.
No. 1242. 1244 feinthonig, hell, ohne Überzug; Xo.
1233. Kleine einhenklige Kanne mit Umbruch
1243 gl ober, rot, mit rotem Überzüge und Glättung,
der Bauchfläche, nach unten sich stark ver- aber ganz abgerieben.
jüngend. H. 0.125; Dm. d. (Jft'ng. 0,07. Bei No. 1242. 1244 ein Henkel und der Rand
Braun, geglättet, z. T. geschwärzt. ergänzt; No. 1243 zusammengesetzt und in un-
Hals und Henkel ergänzt. wesentlichen Teilen ergänzt.

Die Keramik. — IL V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


55

1245. 1246. 2 kleine Kännchen mit Kugel- gerade abgeschnittener Standfläche; Schnurösen
baucliund abgesetztem Halse. H. 0,075. 0,09. röhrenförmig. H. 0,195; I^'"- "J- Öffhg. 0,095.
No. 1245 roh; No. 124b mit dünnem, stumpfem Gelb, z. T. gerötet; sonst wie die vorige.
Überzuge. Die Hälfte vom Halse mit dem Rande ergänzt.
Bei No. 1245 fast der ganze Hals und I Henkel Vgl. „Troja-Ilion" S. 258 Beilage 34 No. 11.
ergänzt; bei No. 1246 ein Stück vom Halse mit
1254. 1255. 2 kugelbauchige Schnurösen-
Rand und der Henkel modern.
fiaschen mit weitem kurzem, oben aus-
1247. Kännchen mit abgesetztem Halse imd ladendem Hal.se; No. 1254 mit Standfläche
spitzzulaufendem Bauche; kleine Standfläche.
imd röhren Rirmigen Schnurösen; No. 1255
Vgl. die Formen der Becher No. 1204. 1207
mit Dreifuss und buckelfcirmigen Schnurösen.
und der Tassen No. 12 18. 12 19. H. 0,08 ;
H. 0,17; Dm. d. Ött'ng. 0,07. 0,08.
Dm. d. (_)f}iig. 0,055. Bei No. 1254 die Glättestriche einzeln sichtbar;
Mit hellbraunem, gegISlletem Überzüge. bräunlich z. T. geschwärzt; No. 1255 graubraun,
Ein Stück vom Halse und der Henkel ergänzt. z. T. gerötet und geschwärzt.

1248. Bauch von einer Kanne, eiförmig, Zusammengesetzt und mehr oder weniger er-
gänzt.
mit guter Standfläche; roh. H. 0,265.
1256. Kleine kugelbauchige Schnur<)sen-
flasche mit abgeplattetem Boden und 3 Füssen;
Gruppe 13. Gefässe in Formen, wie sie schon kugelbauchig; Schnuröse zapfenförmig. H. 0,1 l
;

in der ersten Periode vorkommen, auf der Dm. d. Öflhg.


0,06.
Scheibe gedreht. Dunkelgraubraun, mit intensiver Glüttung.
Antik nur etwa die Hälfte vom Bauche und
Schnurösengefässe. der Boden.

1249—1252. 4 S( hnur(")senkrüge mit an- 1257. Kleine Schnurösenflasche mit birnen-


nähernd kugelföimigeni Bauche und scharf ab- förmigem Bauche, scharf abgeplattetem Boden
gesetztem langem Halse, teils mit niedrigem und 3 kleinen Füssen. Schnunisen zapfen-
Hohlfuss, teils mit massiver, etwas ausladender, förmig aufgerichtet. H. 0,11; Dm. d. Öff'ng.

unten mehr oder weniger roncaver Stand- 0,04.


Gelb, z. T. gerötet.
platte, teils mit 3 Füssen, die am Rande
Hals modern.
einer scharfen Standfläclie ansitzen. Schnur-
ösen röhrenförmig,
1258. Kleine Schnun'isenflasche mit Um-
teils teils wie breite, ab-
bruch der Bauchfläche imd sich verengendem,
gerundete Zapfen. H. 0,21—0,245; Dm. d.
< )flhg. 0,09 —
0,105.
ausladendem Halse; breite Standfläche; Schnur-
ösen zapfenfi'irmig. H. 0,085; Dm. d. Öflfng.
B.iuinlich, gelblich, duiikelgrau feiner, i. T. gerötet
und ge^chwäizt. 0,043.
Mri>t am Rande, Halse, auch am Fusse ergänzt. Gelber Thon mit lötlich gelbem Überzuge.
Nr. I2V' ••»''K- Schi, llios S. 410 No. 288. Ein Stück vom Rande ergänzt; mehrfach be-
Dubletten: 2. stossen.
1259. 1260. 2 SchnurTisengefässe von ab-
weichender Form, bürhscnartiü:, mit scharf ab-

/l'.sr/.

setzendem, sich einziehendem, weitem Halse.


An den Mündungsrändern fehlen die Schnur-
1253. Seh n u rose nk rüg mit einem nach üsenlöcher. H. 0,115. 0,105; Dm. d. Öffng.

unten sich erweiternden Bauche und breiter. 0,07.


56 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Th. grob mit Steinchen, mangelhaft geglättet, schlecht Halse, ohne Standfläche, unten gut abgerundet.
gebrannt, teils rötlich, teils graubraun.
H. 0,165; gl'- Umfg, 0,39.
No. 1260 zusammengesetzt und am Rande
Gelb, gut geglättet.
wenig ergänzt.
Hals und Henkel ergänzt.
1261. Kleines Schnurösengefäss mit röhren-
1272. Kleine Kanne mit langem Halse, ein
förmigen, eingekehiten Schnurösen. H. 0,075;
wenig ausladendem Rande und ruher unregel-
Dm. d. Öffng. 0,05.
Th. grau, sandig, glimmerhaltig; roh.
Der grösste Teil des Randes ergänzt.

Schnabelkanne.
1262. 1263. 2 kugelbauchige Schnabel-
kännchen mit Standfläche. Gelb. H. 0,125.
Bei No. 1262 die Mündung, bei No. 1263
Mündung und Henkel ergänzt.
Aus der ersten Periode vgl. No. 400. 520. 548.
1264. Birnenförmiges Schna- ,.,

b e k ;i n n c h e n mit Standfläche.
1 \ C"-.,
H. 0,115. '''iy
Am unteren Teile aussen Schnitt- ) ' 1

spuren; mit rotem Überzuge. / V',/


Henkel und Schnabel ergänzt.
Aus der ersten Periode vgl.
No. 402. 403. A'ö. J2J2.

1265. Kugelbauchige Schna- Nu. J2Ö4. massiger Standfläche. H. 0,14; Dm. d. Öffiig.
belkanne mit kurzem engem
0,06.
Halse und guter Standfläche. H. 0,215.
Mit ungleich behandelter, Aussenseite; hellthonig,
Mit hellrotem, gut geglättetem Überzüge ; Oberfläche
mit gelbem, geglättetem Überzuge.
sehr abgerieben.
Ein Stück vom Halse und Rande ergänzt.
Der spitze Schnabel mit dem ganzen Mündungs-
rande ergänzt. 1273. Bruchstück einer kugelbauchigen Kanne
Aus der ersten Periode vgl. No. 394. 617. mit roher Standfläche.H. 0,14; Dm. d. Öfi'ng.
Abg. Schi. Ilios S. 612 No. 1149. 0,045.
1266. 1267. Kugelbauchige Schnabelkanne Hellthonig, mit rötlichem, geglättetem Überzüge;
mit langem engem Halse, scharf abgeplattetem z. T. geschwärzt.

Hals und Henkel modern, Überfläche stark ab-


Boden und 3 Füssen. H. 0,345. 0,320.
gerieben.
Vorzüglich geglättet. No. 1266 bräunlich, z. T.
geschwärzt; No. 1267 intensiv rot und elegant. 1274. BirnenRirmiger Bauch einer Kanne
Bei No. 1266 der ganze Schnabel nebst Henkel mit ungleicher Standfläche. H. 0,155.
ergänzt; bei No. 12(17 ein nicht zugehöriger Rotthonig, ohne Überzug, mit Glättung.
Schnabel mit gelbem Überzuge angefügt. 1275. Eifiirmiger Bauch einer Kanne mit
Aus der ersten Periode vgl. No. 394. 617. niedrigem Hohlfuss. H. 0,20.
No. 1267 abg. Schi. Ilios S. 612 No. 1151. Th. dunkelgrau; Üb. braun, geglättet in einzelnen
1268. 1269. 2Bruchslücke von Schnabel- Strichen.
kannen mit ovalem Bauche. H. 0,29. 0,14. Aus vielen Stücken zusammengesetzt; Fuss
Mit rötlichem Überzuge, hellthonig. Bei No. 1268 abgebrochen.
die Glättung in einzelnen Strichen sichtbar; No. 1269 Aus der ersten Periode vgl. No. 620.
ungeglättet. 1276. Eiförmige Kanne mit engem, langem
Antik nur ein Stück vom Halse mit Henkel Doppelhals und spitzen Schnabeimündungen;
und vom Bauche. No. 1268 zusammengesetzt und ohne Standfläche, unten fein abgerundet.
vervollständigt.
H. 0,315; gr. Umfg. 0,365.
1270. Schnabelkanne entwickeltem
mit
Th. rötlich, gröber,Üb. rot, geglättet.
Schnabel, Kugelbauche und niedrigem Stand- Die Schnabelspitzen, der Henkel und ein Stück
ringe. H. 0,235. zwischen den Halsröhren und dem Bauche ergänzt.
Rötlich, mit Überzug aber sehr beschädigt.
; Abg. Schi. Ilios S. 617 No. 1174.
Der Bauch aus vielen Stücken zusammengesetzt
und ergänzt. Die Zugehörigkeit zum Halse nicht Halsstücke von Kannen.
sicher. Der Schnabel am Rande bestossen.
1277. Halsstück einer Kanne mit abge-
schrägtem, steilem Mündungsrande. H. 0,065;
Kanne.
Dm. d. Öffng. 0,05.
1271. Kugelbauchige Kanne mit engem Th. gelb, glimmerhaltig.
— —

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


57
Zusammengesetzt. Grauthonig, aber liellgebrannt, mit Strohspuren an
NB. Mit No. 1277 ff. werden die Halsstücke der Oberfläche.
der Kannen nach ihren Formen systematisch zu- No. 1296: ein Stück vom Rande mit dem Hen-
sammengestellt, ohne Rücksicht auf technische kelansatz abgebrochen; No. 1297 die oberste
Eigentümlichkeiten. An sich kann ein mit der Spitze abgebrochen.
Hand gemachler Hals sehr wohl auf ein auf der 1298. Halsstück einer Kanne mit Schnabel-
Scheibe gedrehtes Gefäss gesetzt sein.
mündung, deren Spitze breit abgeschnitten ist;
1278. Halsstück einer Kanne mit abge-
die Ränder seitlich leise eingedrückt. H. 0,09;
schrägtem, aber ein wenig ausladendem Mün-
Dm. d. Öffng. 0,06.
dungsrande. H. o,oq; Dm. d. Öffng. 0,055. Th. grau, hellgebrannt; Üb. fein rotbraun, geglättet.
Rot, mangelhaft geglättet. Der Rand teilweise bestossen.
127g. Hals stück einer Kanne mit abge- 1299— 1302. 4 Halsstücke von Kannen
schrägtem, tromjietenartig ausgehendem Rande. mit entwickelter Schnabelmündung; die Spitze
Vgl. No. 620. H. 0,100; Dm. d. Öffng. 0,09. ist hoch aufgerichtet und durch Eindrücken
Th, grau. Üb. intensiv rot, geglättet.
der Seitenränder wie ein Gusskanal gestaltet.
1280— 1282. 3 Halsstücke von Kannen
An seiner tiefsten Stelle fällt der Rand über
mit einfachem, schnabelförmigem Mündungs-
und läuft mit dem Henkel zusammen. H.
rande. Dm. d. Öffng. 0,05.
Grau und gelb.
0,145 — 0,220; Dm. d. Öffng. 0,04 0,075. —
Th. grau, hellgebrannt; Üb. gelbbraun, z. T. gerötet,
1283. Halsstück einer Kanne mit schnabel- geglättet in einzelnen Strichen.
fi'irmigem Mündungsrande; etwas entwickelter Bei No. 1299 Spitze und Henkel modern. No.
in der Form als die vorigen. H. 0,12; Dm. 1301 an einer Seite beschädigt. Bei No. 1302
Spitze und ein Stück an der Seite ergänzt; Henkel
d. ( )ffng. 0,063.
abgebrochen.
Rötlich, geglättet.
Die Spitze des Schnabels fehlt.
Dubletten: 4 Bruchstücke.
1284— 1287. 4 Halsstücke v(jn Kannen 1303. Halsstück einer Kanne von be-
mit schnabelartig abgeschrägtem, trompetenarlig sonders grossen Diinensionen mit entwickelter
ausladendem und vorn zugespitz- Schnabelmündung, wie bei No. 1299 1302; —
tem Mündungsrande. No. 1285. unten am Halse ein Halsring. H. 0,16; Dm.
1286 mit Henkeln. H. 0,14 d. Öffng. 0,065.
0,16; Dm. d. Öffng. 0,078 x Th. fein grau, mit hellen Rändern, Farbüb. hellbraun,
z. T. gerötet und geglättet. Scheibenarbeit.
0,095. Spitze abgebrochen.
Fein rot geglättet oder gröber gelb.
Dubletten: 5. 1304. 1305. 2 Halsstücke von Kannen
1288 1290. 3 enge Hals- mit hoher Schnabelmündung, die an einen
stücke von Kannen mit ein- Horizontalrand angefügt ist; No. 1305 mit
facher Schnabelmündung. Bei No. 1284.
vertikaler Mittelkante an der Aussenseite des
No. 1288 läuft der Henkel in Schnabels. H. 0,2 15. o, 1 3 Dm. d. Öffng. 0,065.
;

den Mündungsrand ein. H. 0,09 — 0,14; Dm. 0,055.


d. Öffng. 0,02 — 0,035. No. 1304
rot,
fein;
geglättet;
Th. grau, mit hellen Rändern, Üb.
No. 1305 gröber bräunlich.
1291. 1292. 2 Halsstücke von Kannen Bei No. 1305 ist die Spitze des Schnabels
mit Schnabelmündung, die sich oben etwas er- abgebrochen.
Abg. Schi. Ilios S. 644. 645 No. 1307. 1308.
weitert. H. 0,11.0,08; Dm. d. Öffng. 0,05.
0,02 X 0,03. 1306— 1310. 5 Bruchstücke von Schnabel-
Braun. mündungen als Proben für die vorzügliche

1293. Halsstück eines Känn- Technik von Überzug und Glättung. Gr. Lge.
chens mit Schnabelmündung, die 0,07 0,14.
eckig ausgeschnitten i.st. Dm. d. 1311. Halsstück einer Kanne mil einer

Öffng. 0,025; gr. Lge. 0,07. Mündung, wie No. 1284 — 1287, auf einen,
nicht zugehörigen Körper H. 0,275;
^^.. 1294. 1295. 2 Halsstücke von
Dm.
gesetzt.

Kannen mit einfacher Schnabel- d. Öffng. 0,05.


No. l2()-f.
mündung, wie No. 1288 — 1200. Abg. Schi. Ilios S. 6r3 No. 1155.

H. 0,165. 0,13; Dm. d. ( )ffng. 0,03. 0,025. 1312 —


1314. 3 Halsstücke von Kannen
Gelb; Scheibenarbeit. mit oben abgeschnittenem und an der Henkel-
1296. 1297. 2 Halsstücke von Kannen seite ausgeschnittenem Schnabel. Vgl. die als
mit Schnabelmündung, deren S]Mtze abge- Vorstufe geltende Form von No. 626. Gr. Lge.
schnitten ist. H. 0,06. 0,07—0,125.
8
58 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Technik sehr fein; Th. gelb oder rötlich durch- 1342—1346. 5 Halsstücke von Kannen
gebrannt; Üb. rötlich oder braun, geglättet. mit blattförmiger Mündung in entwickelter
Fragmentiert; No. 1312 an einer Seite ergänzt.
Form mit kanalartig ausgebildeter Gusslippe;
1315. 1316. 2 Halsstücke von Kannen
wie No. 1312 — 1314, mit höherem Schnabel,
No.
Halskrause
1346mit plastischer
wie No. 1303.
Dm. d. Öffng. 0,06 0,115. —
No. 1342 Handarbeit; No. 1343
— 1346 auf der Scheibe aus-
gedreht.
1347. Halsstück einer
Kanne mit gerade abge-
schnittener und vorn an
der Spitze zusammengedrück-
ter Mündung; am Halse ein
A'o. 1345- plastischer Horizontalreif
No. 1312. No. 1316. Dm. d. Öffng. 0,065.
Rotthonig ; Scheibenarbeit.
dessen Seitenränder leise eingedrückt sind und
1348. Halsstück einer Kanne mit Kropf-
dessen oberer Horizontalrand nach aussen
hals und gerade abgeschnittener, an den
geschwungen ist. H. 0,18. 0,16; Dm. d. Öffng.
Seiten leise eingedrückter Mündung. Dm. d.
0,05.
Öffng.0,06x0,045.
No. 13 15 rötlich, beschädigt; No. 1316 besonders
fein, mit hellbraunem geglättetem Überzüge. 1349-1355. 7 Halsstücke von Kannen
Bei No. 1315 die Spitze in einer Höhe von 5, mit plastischem Beiwerk seitwärts vom
resp. 7 cm ergänzt; bei No. 1316 nur der oberste
Henkelansatz, den Augenwarzen oder den
Rand modern.
No. i3i6 = „Troia-Ilion" S. 261 Fig. 126. Ohren der Gesichtsvase entsprechend.
Vgl. Schi. Ilios S. 614 No. 1161. 1162. 1356. 1357- 2 eiförmige Kannen mit
1317. 1318. 2 Halsstücke von Kannen engem Halse und guter Standfläche die ge-
mit ähnlichem Ausschnitt, wie bei No. 1 3 1 2 — rade abgeschnittene Mündung ist
;

an der Aus-
1316. Gr. Lge. 0,105 0,125. — gussstelle lippenartig erweitert. H. 0,19. 0,13;
No. 1317 mit rotem Überzüge; No. 1318 auf der
Dm. d. Öffng. 0,045. 0,04.
Scheibe ausgedreht, grau.
No. 1356 hellbraun, No. 1357 grau, ohne Überzug.
Die Spitzen sind abgebrochen.
Zusammengesetzt, aber fast vollständig die
Halsstücke von Kannen
;

1319—1323. 5 Henkel ergänzt.


mit geraden Mündungsrändern, No. 1322.
1323 trompetenartig sich öffnend. Dm. d. Linsenförmige Gefässe.
Öffng.0,065—0,07. 1358. Linsenförmige Kanne mit einer
1324— 1328. 5 Halsstücke von Kannen Mündung, wie No. 626, und scharfer Vertikal-
mit geradem, etwas ausladendem Mündungs- kante. H. 0,265; Dm. d. Öffng. 0,06.
rande. Dm. d. Öffng. 0,053 — 0,07. Hellbraun-grau, mit einzeln erkennbaren Glättestrichen.
Auf der Scheibe ausgedreht. Aus vielen Stücken zusammengesetzt, aber fast
Die Ränder vielfach bestossen und ergänzt. vollständig. Einiges vom Rande ergänzt.
1329. Halsstück einer Kanne oder Flasche 1359. Kleine linsenförmige Kanne, mit
mit horizontal weit ausladendem Rande. Dm. verziertem Bandhenkel ; die Mündung ver-
d. Öffng. o,oq. mutlich schnabelförmig. H. o, 1 7 Dm. d. Öffng.
;

Scheibentechnik. 0,035.
1330— 1336. 7 Halsstücke von Kannen Braun, z. T. gerötet und geschwärzt, mit guter
mit blattförmigerMündung; die Ausgussstelle Glättung.
Vgl. No. 623. Zu.sammengesetzt ; die Schnabelraündung er-
wie eine kleine Lippe geformt.
625. Dm. d. Öffng. 0,03 0,085. — gänzt.
1360— 1362. 3 Halsstücke von linsen-
No. 1330— 1334 Handarbeit; No. 1335. 1336 auf
der Scheibe ausgedreht. förmigen Kannen mit entwickelter Schnabel-
Dubletten zu No. 1330 -1346: 13. mündung, wie No. 1315. 13 16. Der Hals
1337— 1341. Halsslücke von Kannen
5 ist gemäss der Form des Gefässkörpers zu-
mit blattförmiger Mündung; die Gussstelle sammengedrückt. Gr. Lge. 0,115 — 0,155.
feiner ausgearbeitet. Dm. d. Öffng. 0,07 0,12. — Rötlich braun.
mehr oder weniger ab-
No. 1337. 1338 Handarbeit; No. 1339— 1341 »"f '•er Die Schnabelspitzen
Scheibe ausgedreht. gebrochen.

Die Keramik. — 11. V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


59

1363. Bruchstück einer linsenförmigen ohne Griff; bei No. 1373 ist die Oberseite
Flasche mit 2 Henkein.
Gr. Lge. 0,155. gewölbt. H. 0,085. 0,05; Dm. d. Öffng. 0,11.
An dem erhaltenen Stück vom Bauche sieht man die 0,085.
Technik in vertikaler Richtung laufende Rotations-
:

spuren vgl. No. 1364.


;

Erhalten ist der Hals ohne Rand, ein Stück vom


Bauche und daran ein Henkel der andere ist ;

abgebrochen.
Dublette: i.

1364. Bruchstück einer linsenförmigen


Kanne oder Flasche. Gr. Lge. 0,125.
Als Beispiel für die Technik: Das Gefäss ist mit
der Hand gemacht; beim Zusammensetzen der beiden
scharfkantig aufeinander stossenden Hälften ist die
innere Fuge mit einem breiten Hölzchen verstrichen
worden.
1365-1367. 3 Halsstücke von linsen-
förmigen Flaschen mit 2 Henkeln. Bei
No. 1365 ist noch ein Rest vom Gefäss-
körper erhalten. Gr. Lge. 0,065-0,105.
Gran, glimmerhaltig, an den Rändern hell gebrannt, X<>. lyjo.
überzogen und geglättet.
No. 1372 braun, No. 1373 grau; beide z. T. ge-
Deckelamphoren. schwärzt.
No. 1372 fragmentiert; No. 1373 etwa der
1368. Grosse Deckelamphora, nach unten vierte Teil ergänzt.
spitz zulaufend, mit schmaler Standfläche, Dubletten zu No. 1372 — 1380: 6.

bandförmigen Ringhenkeln und spitzwinkligen


1374. 1375. 2 Stül|)deckel zur Deckel-
Handhaben ohne Spiralen. H. 0,4 1 Dm. d. ;
amphora, mit einfachem B(ig(»l;j:riff: die Ober-
Öffng. o,oq; gr. Umfg. 2,11 (!)._
Mit graubraunem, gut geglättetem Überzüge.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; wenig
ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 336 No. 170.
Dublette: i.

1369. Grosse Deckelamphora mit Umbruch


der Bauchfläche, gewölbtem .Schulterteil, spitz
zulaufendem Unterk()rper, ausladendem nie-
drigem Hohlfuss, hohen flügclartigen .Xnsätzen
mit Spiralen und kleinen Kinghenkeln. H.
'

0,425; Dm. d. Öffiig. 0.13; gr. Umfg. 2.18 (!)


Braun, z. T. dunkler, mit Überzug und Glättung.
Aus vielen Stiicken zu.'jammenge.setzt und stark
ergänzt. Modern der ganze Hals, ein Teil der
Ansätze, ein grosses Stück an der Schulter und
einige am Bauche. JVo. /JJ4.

1370. 1371. 2 kugelbauchige Deckel-


Seite gewölbt und abgeplattet. H. 0,125; Dm.
amphoren mit schmaler Standfläche, ein-
d. Öffng. 0,14. 0,12.
gekehlten Ringhenkeln und Spiralornament.
Die Abplattung ist bedingt durch die Scheiben-
H. 0,26. 0,405; Dm. d. öffhg. 0,07. 0,10; gr. technik an dieser Stelle liegt der weiche Thon auf
;

Umfg. 0,77. 2,18 (!). der Scheibe auf.


Das Spiralornament weicht in seiner Form ab; es No. 1374 braun, z. T. geschwärzt mit Glättung;
ist umgekehrt nach oben geöffnet, nicht winkelförmig, No. 1375 grau.
sondern horizontal^ ausgedehnt. Bei No. T374 der untere Rand teilweise er-
Helllhonig mit Überzug und Glättung; No. 1370 gänzt; No. 1375 fast zur Hälfte modern.
hellrot. No. 1371 gelb. No. 1374 =
„Troja-Ilion" S. 269 Fig. 152.
No. 1370 Rand ergänzt; unten bestossen. No.
1
37 1 zusammengesetzt, aber fast vollständig. 1376— 1379. 4 Stülpdeckel zur Deckel-
Dublette: i. amphora, mit gewölbter Oberseite und drei-
1372. 1373. 2 Stülpdeckel zur Deckel- fachem Bügelgriff und Knopf; bei No. 1377
amphora mit horizontal vorragendem Rande, und 1378 sind die Bügel doppelteilig. No. 1378

;

6o Die Keramik. — 11. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

mit stark vorspringendem Rande. H. o, 1 1 — Aus mehreren Stücken zusammengesetzt; ergänzt

0,13; Dm.d.üflng. 0,13 0,16. — u. die 3 Henkel;


a.
sätzen sicher.
doch sind sie nach den An-

No. 1376 graubraun mit einzelnen Glältestrichen Abg. Schi. llios S. 335 No. 169.
No. 1377 hellbraun; No. 1378 rötlich; No. 1379
hellthonig mit rotem Farbüberzuge. 1385. Hydria, flaschenartig, in Eiform,
No. 1376 die Bügelgriffe abgebrochen. Bei mit 2 Schulter- und 2 Bauchhenkeln und Stand-
No. 1377 einer der Bügel ergänzt; bei No. 1378 fläche; vgl. No. 756. 757. H. 0,317; Dm.
der ganze Bügelgriff und sonst gut die Hälfte d. Offhg. 0,05.
ergänzt; No. 1379 mit modernem Bügelgriff; ein
In guter Technik, mit feinem, braunem Überzuge und
Stück von der Wandung ergänzt.
Glättung in einzelnen Strichen.
No. 1377. 1378 abg. Schi, llios S. 420 No. 328. Aus vielen Stücken zusammengesetzt; ergänzt u. a.
329. der Hals und die Henkel; doch ist die Form sicher.
1380. Bruchstück eines Stülpdeckels zur
Deckelamphora, mit gewölbter Oberseite und Schalen.
vorspringendem Rande. Oben ein Stück von 1386— 1392. 7 Schalen mit mehr oder weniger
einem dreigliedrigen Bügel. H. 0,12. stark sich einziehenfiem Rande und meist un-
Mit intensiv rotem Überzüge und Glättung. regelmässiger Standfläche; No.
Zu einem ganzen Deckel vervollständigt. I3gi mit einem schräg stehen-
1381. Pappschachtel mit 4 Bruchstücken von den, horizontal ansitzenden
Bügeln des Slülpdeckels. Henkel. H. 0,03 5 — 0,08; Dm.
d. Öffng. 0,105 —
0,215.
Amphoren. Technisch schliessen sie sich an
Stücke wie No. 1159 an mit Über-
1382. Kugelbauchige Amphora mit 3 ring-
;

zug und Glättung. Meist bräunlich,


förmigen Schulterhenkeln und Standfläche. H. Zu No. /yÄp. No. 1389 heller, No. 1391. 1392
0,303; Dm. d. Öffng. 0,08. rötlich.
No. 1388 intakt. Die übrigen zusammengesetzt
und mehr oder weniger ergänzt.
Dubletten zu No. 1386 1394: 5. —
1393. 1394. 2 Schalen, tiefer und höher als

die vorigen, mit unregelmässiger Standfläche.


H. 0,095 —
0,14; Dm. d. Öffng. 0,21.0,27.
No. 1393 graubraun, innen rötlich, No. 1394 rötlich;
die einzelnen Glättestriche sichtbar.
Zusammengesetzt und in kleineren Stücken, auch
am Rande, eigänzt.

1395. Pappschachtel mit q6 Bruchstücken


von Schalen mit eingezogenem Rande.
1396. Pappschachtel mit 14 Bruchstücken
von Schalen mit Henkeln.
I397~^399- 3 Pa])pschachteln mit Bruch-
stürken von einzelnen Schalen in feinerer
No. /Jiii2. Technik.

Th. grob, Üb. hellbraun, geglättet. Schüsseln.


Der Hals ergänzt.
Die dreihenklige Amphora tritt erst im Bereiche 1400— 1404. 5 Randstücke von grossen
der 2. Periode auf. llaihen Schüsseln. Gr. Lge. 0,15^0,25.
Th. gut, grau mit gelben oder roten Rändern, glim-
Hydrien. merhaltig; Üb. teils braun, teils rötlich schimmernd,
teils intensiv und klar rot.
1383. Bruchstücke einer kugelbauchigen
Schi, glaubte, dass solche grosse Schüsseln wie
Hydria mit 3 Henkeln, zu einem ganzen Tische verwendet wurden.
Gefässe vervoUstKndigt; die Mündung blatt- 1405. Pappschachtel mit 68 Bruchstücken von
förmig wie No. 1337— 1341. H. 0,315. _ Schüsseln wie No. 1400 404 darunter — i ;

Mit feinem roten, gut geglättetem Überzuge. auch einige rohe, ohne Überzug.
Antik nur der Hals und Stücke vom Bauche.
1406. Bruchstück einer siebartig durchlöcherten
1384. Eiförmige Hydria mit 3 Henkeln Schale mit profiliertem Rande und horizon-
und Standfläche; Mündung gerade abgeschnitten. talem Henkel. Gr. Lge. 0,18.
H. 0,265; Dm. d. Öffng. 0,07. Auf der Scheibe gedreht; Innenseite geglättet.
V
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung. 6i

Becher. 1418. Hoher Becher mit 2 Bandhenkeln;


1407. 1408. 2 glockenförmige Recher mit Form Singular, mit Umbruch im unteren Teile
?iieclrigein Fuss, bei No. 1407 massiv, bei 1408 und steilen Wänden, die sich oben etwas er-
ringartig. Vgl. No. 445.446. H. 0,08; Dm. weitern. H. 0,10; Dm. d. Öffng. 0,07.
Hellthonig, mit rotem Farbüberzuge.
d. (jffng. 0,07.
Der Rand und ein Henkel ergänzt.
No. 1407 grau, mit einzelnen Glättestrichen; No. 1408
hellthonig, mit rötlich braunem, geglättetem Überzug.
Bei No. 1407 ein grosser Teil vom Rande er-
gänzt; No. 1408 zusammengesetzt und fast voll-
ständig.
Dubletten: 2.

1409. Glockenfi'irmiger Becher, ähnlich


wie No. 1407. 1408, mit breitem (0,05 dm),
etwas ausladendem, niedrigem Fuss. H. 0,073; Nc. 1418. No. 141g,
Dm. d. Öffng. 0,068.
Hellthonig, mit gelblichem, geglättetem Überzüge. 1419. Kelchförmiger Becher mit .scharfem
1410. Hoiier, glockenförmiger Becher Umbruch im Unterteile und sich enger zu-
mit Hohlfiiss, ebenfalls ohne Henkel. H. 0,12; sammenziehendem überteile; mit 2 vertikalen
Dm. d. Olfng. 0,065. Rundhenkeln, vgl. No. 661 H. 0,085; Dm. ff.

Hellthonig, mit braunem, geglättetem Überzuge. d. Öffng. 0,065.


Fast der ganze Rand und der Fuss modern. Th. rötlich, fein.
141 1. Bruchstück eines hohen Bechers, wie Rand und I Henkel ergänzt.
No. 14 IG. H. 0,07; Dm. d. Öffng. 0,04. Wahrscheinlich jünger als die vorigen. Vgl.
Graubraun, geglättet und stark geschwärzt. den Becher der 3. Periode.

1412. 1413. 2 glockenf()rmige Becher mit 1420. Unterer Teil eines gleichen Bechers
2 Henkeln (bei No. 14 13 bandförmig) und mit I Henkel. H. 0,05.
niedrigem, massivem Fuss. Vgl. No. 448. 44Q. Th. grau, hellgebrannt, roh,
534. H. o, 135. o,oq; Dm. d. üflng. 0,08. 1421. 1422. Trichter-
0,075. frirmiger, doppelhenk-
Hellthonig, roh. liger Becher (,,ötTraq
Bei No. 14 12 ein Stück vom Rande, bei No. ä|uq)iKtJTT€XXov") mit spitz
1413 ein grosser Teil des Randes und fast die Zu Na 1421.
zulaufendem Ende. H.
ganzen Henkel modern.
0,1 25. 0,14; Dm
Oflhg. 0,065. 0,055.
1414. (Glockenförmiger Becher mit 2 ein- Hellthonig; No. 1421 roh, No. 1422 braun, z. T. ge-
gekehlten Bandhenkeln und niedrigem, mas- rötet.
sivem, unten concavem Fuss. H. 0,10; Dm. No. 1421: I Henkel, No. 1422: fast der ganze

d. ÖHiig. 0,08. Rand und die Hälfte eines Henkels modern.


I

Vgl. „Tioja-Ilion" S. 262 Fig. 130.


Th. Üb. fein rötlich braun und geglättet.
fein rötlich.
Der eine Henkel ganz, der ganze Rand und
1

Dubletten zu No. 1421 1450: 25. —


ein grosser Teil vom Gefässkörper modern. 1423— 1425. 3 d oppel hen kl ige Becher
1415. Kleiner, glockenförmiger Becher (beTTa(; öficp.) mit spitz zulaufendem, ungleich
mit 2 vertikalen Rundhenkeln ohne Fuss, mit abgeplattetem Ende. H. 0,1 7. 0,1 75 ;
Dm. d.
kleiner, .schiefer Standfliiche. H. 0,08; Dm. Öffng. 0,055 —
0,06.
d. Öfliig. 0,055. Braun und rot, geglättet; z. T. geschwärzt.
Hellthonig, mit hellbraunem, geglättetem Überzuge. No. 1423: der Henkel teilweise und ein Stück vom
I Henkel, fast der ganze Hand u. I Stück vom Rande modern; No. 1424 zusammengesetzt, aber fast
Bauche ergänzt. vollständig; No. 1425: ein Henkel fast ganz, ein
breites Stück vom Rande ergänzt.
1416. Becher, ähnlicher Form, wie No. 1415,
mit zusammengezogenem Halse. H. o, 1 ; Dm. 1426— 1428. 3 doppelhenklige Becher-
d. ÖfTiig. 0,065.
1

wie No. 1424 — 1425, von


Hellthonig, mit rötlichem, geglättetem Überzuge; stark kolossalen Dimensionen. H.
geschwärzt.
Ein Henkel ergänzt, der andere abgebrochen.
0,285 — o, 290; Dm. d. Öffng.
0,13-
141 7. Niedriger, weitbauchiger Becher mit Zu No. 142S.
No. 1426. 1427 graubraun, No.
2 eingekehlten Bandhenkeln. H. 0,08; Dm. 1428 hellbraun, z. T. gerötet und geschwärzt.
d. Öflhg. 0,01)5. Zusammengesetzt; am Rande und an den Hen-
Graubraun, z. T. heller und geglättet. keln ergänzt.
Rand und Henkel ergänzt. Vgl. „Troja-Ilion" S. 262 Fig. 130.
62 Die Keramik. II. — V. Ansiedelung. - - I. Abteilung

1429-1437. 9 Bruchstücke von doppelhenk- 1457. Pappschachtel mit 4 Bruchstücken von


ligen Bechern (öeirai;) mit breiterer, gut ge- durchlochten Handliaben, wie sie der Becher
haltener Standfläche ; die Henkel setzen ober- No. 1456 zeigt.

halb derselben an. H. o,iq —


0,24; Dm. d.
Öffng. 0,04 —
0,08. Tassen.
No. 1429-1435 rötlich, No. 1436— 1437 bräunlich. 1458— 1463. 6 einhenkligeTassen mit mehr
Die unteren Teile mit den Henkeln oder Henkel- oder weniger ausladendem Rande und schmaler
ansätzen antik.
Becher
Standfläche. Vgl. No. 1002. H. 0,055 0,065; —
1438— 1443. 6 d op pel h e n k 1 ige
Dm. d. Öffng. 0,06 0,075. —
(beTia?), mit gut abgeplatteter Standfläche ; die No. 1458 — 1460 roh; No. 1461 — -1463 überzogen und
Henkel setzen unmittelbar über derselben an. geglättet, gelb und rötlich.

H. 0,15—0,22; Dm. d. Öffng. 0,07 0,085. — No. 1460. 1463 zur Hälfte ergänzt; No. 1461.
1462 mit modernem Henkel.
No. 1439. 1440 hellbraun, z. T. gerötet, No. 1438.
1441 — 1443 rötlich.
Diese Formen sind im Bereiche der Handarbeit
ursprünglich zu Hause; in Scheibentechnik sind
Meist zusammengesetzt und ergänzt. Antike
Henkel bei No. 1442. 1443. sie sehr selten.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 262 Fig. 130. 1464. Tasse von singulärer Forin, mit weiter
Öffnung und breiter Standfläche vgl. die besser ;

erhaltenen Analoga No. 2037. H. 0,06; Dm.


d. Öffng. 0,065.
Mit dunkelgraubraunem Überzug und Glättung.
Zn No. 14.43. Zu No. 144H. Henkel und Rand modern.
1465. Einhenklige Tasse mit Umbruch der
1444— 1450. 7 do ppelhen klige Becher Bauchfläche und niedrigem, scharf abgesetztem
(öeiraq), das Ende konisch zugespitzt und ab- Rand unten spitz zulaufend mit schmaler
;

geplattet. H. 0,145 — 0,20; Dm. d. Öffiig. Standfläche. H. 0,07 Dm. d.Öfl^ng. 0,06.
;

0,075 — o,oBo. Mit feinem, braunem, geglättetem Uberzuge.


Henkel modern.
No. 1444 bräunlich, z. T. gerötet und geschwärzt;
die übrigen feiner, meist rötlich. 1466. Kleine doppelhenklige Tasse mit
No. 1444 zusammengesetzt und fast vollständig. ausladender Lippe und breiter Standfläche roh. ;

Die anderen mehr oder weniger ergänzt. Antike H. 0,055; D'"- d- Öffng. 0,065.
Henkel bei No. 1446 1448. — Beide Henkel und ein Teil vom Rande ergänzt.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 262 Fig. 130.
1467. Grössere doppelhenklige Tasse (oder
1451-1453. von doppelhenk-
3 Bruchstücke
ligen Bechern als technisdie Proben. Innen
fallen die spiralförmig sich emporwindenden
tiefen Drehspuren auf.

1454. Pappschachtel mit 31 Bruchstücken von


doppelhenkligen Bechern als technische
Proben zur Anwendung der Scheibe.
1455. Doppelhenkliger Becher (Variation
des öeTTai;) mit dreiteiligem Bauche und schmaler
Standfläche. H. 0,20 Dm. d. Öffng. 0,06.
;

Mit Überzug und Glättung; gelb, z. T. gerötet.


Die Henkel modern.
Abg. Schi. Ilios S. 598 No. 1083. No. 146"^.

1456. Hoher Becher von singulärer Form


mit weit ausladendem Fusse und brettartiger,
Napf) mit niedrigem, unten concavem Fuss.

vertikal aufgerichteter, durchlochter Handhabe;


H. 0,085; Dm. d. Öffng. 0,107.
Roh, ohne Überzug.
die Aussenseite horizontal geriefelt. H. 0,143 Zusammengesetzt; I Henkel und ein kleines
resp. 0,2 i_; Dm. d. Öffng. 0,09. Stück vom Bauche ergänzt.
Th. grau, Üb. dunkelgrau, geglättet. Deutliche Dreh- Auch dies eine alte Form aus dem Bereiche
spuren. der Handarbeit; vgl. No. 1458 ff.
Zusammengesetzt, fast vollständig. Vgl. „Troja-Ilion" S. 264 Beilage 35 No. IX.
Abg. Troja S. 41 No. 8 (fälschlich zur I. An-
siedelung gerechnet). Näpfe.
Zu den Riefeln vgl. No. 1214. 1495. 1496.
ISiü. 1517. 1468. Doppelhenkliger Napf mit einge-
1 — :

Die Keramik. II. -V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


63

kehlten Bandhenkeln und breiter Standfläche. 1481. Tiergefäss unter d em Einfluss de r


H. 0,075; D'"- f'- * *ff"g- 0,065. Scheiben -Technik :, eiförmiger Körper mit 3 ^
Mit rotem, geglättetem Überzuge.
I Henkel und der ganze Rand modern.
1469. 1470. 2 Bruchstücke von ähnlichen
doppelhenkligen Näpfen mit
Umbruch der Bauchfläche.
H. 0,09. 0,08.
1471. Tiefer Napf ohne
Henkel, mit breiter Stand-
fläche (singulare Form). H.
0,095; Df"- d. Öflhg. 0,095. '^''- '*"'•

Hellthonig, ohne Überzug und Glättung.


j\'o. 14-S.

Deckel.
Füssen. Der Kopf ist nicht plastisch gebildet,
1472. Flachdeckel eines Schnurö.senkruges sondern an dem Ende
spitzen ist tlas Maul
mit einem Griffzapfen, dessen Spitzen voluten-
artig sich zusammenziehen. Vgl. die Form des
Griffes bei Nu. 793. Gr. Dm. 0,105.
Hellbraun, stark geschwärzt, geglättet in einzelnen
Strichen.

1473. Kappenförmiger Deckel eines Schnur-


ösenkruges mit Griffzapfen. Gr. Dm. 0,09.
Hellthonig, mit rotem, geglättetem Überzüge.
Griffzapfen und ein Stück vom Rande ergänzt.
1474. Glockenförmiger Deckel eines Schnur-
ösengefä.sses. H. 0,07; gr.
Dm. o, 1 .

Roh.
Ein grcsser Teil vom No. 1481.

Rande ergänzt.
Stülpdeckel mit d urch eine eingetiefte Linie angedeutet; darüber
1475.
N0. 7474. 2 Stichpunkllöch ei-! H. 0,155; gr. Lge. 0,190.
Schnurlöchern am Rande; (/
Hellthonig, ohne Überzug und Glättung.
wohl von einer Büchse. H. 0,055; Dm. d. Ein Stück am Ausguss modern.
Offhg. 0,095. Vgl. „Troja-Ilion" S. 273 Fig. 162.
1476. Stülpdeckel mit Schnurlöchern am 1482— 1486. 5 weithalsige, kugelbauchige
Rande und 3 kleinen Griffzapfen, wohl von Flaschen ohne Standfläche. H. 0,1 1 0,125; —
einer Büchse. H. 0,09; Dm. d. Öffhg. 0,135. Dm. d. Öfl'iig. 0,05 — 0,0').
Hellthonig, roh.
Ein grosses Stück der Seitenwandung ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 593 No. 1031.
1477. Bodenstück eincsduppellienkligen Bechers
(benai;) als Schnurdeckel eingerichtet. Gr.
Dm. 0,05.

Verschiedenes.
1478— 1480. 3 nieilrige Henkelkrüge mit
den beiden Warzen der Gesichtsvase auf einer
Seite; auch die gedrungene Form .scheint der
Gesichtsvase der Grupi)e 10 zu entsprechen;
bei No. 1478. 1480 sitzen ilie Henkel hori-
Ao. 148;.
zontal an und sind fast vertikal aufgerichtet;
bei No. 1479 vertikale Ringhenkel. H. 0,1 15
Im Tbon abweichend von der gewöhnlichen Technik
0,135; r^"'- <! Offhg. 0,095 0,10. — morsch, rötlich, an der Oberfläche mitunter Stroh-
Hellthonig, mit grauer, T. geröteter Oberfläche.
z. spuren; ohne Überzug und Glättung.
No. 1478 intakt; ebenso No. 1479. Bei No. No. 1485 intakt; sonst mehr oder weniger er-
1480 I Henkel und ein Stück vom Rande ergänzt. gänzt.
64 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

1487. Flasche von ähnlicher Form wie No. Gruppe 14. Mit der Hand gemachte Gefässe,
1482 —1486, aber in anderem Thon: hell, nach ihren sonstigen technischen Merkmalen
mit grünlichem Schimmer. H. 0,115; Dm. d. (Thonschlemmung, Brand, Überzug) mit Gruppe
Öffng. 0,05.

9 13 übereinstimmend.
Fast zur Hälfte ergänzt.

1488. Eiförmige Flasche mit engem, kurzem Schnurösengefässe.


Halse, ohne Standfläche.H. 0,105; Dm. d. 1494. Kugelbauchiger Schnurösenkrug mit
Öflng. 0,038. drei langem Halse und horizontal
Füssen,
In grobem, gelblichem Tlione, z. T. geschwärzt.
ausladendem Rande. Schnurösen zapfenförmig.
1489. Kugelbauchige Flasche mit trompeteii- Der Hals setzt mit einem horizontalen Fein-
artig sich öfl'nendeni Halse und guter Stand- schnitt ab. H. 0,208; Dm. d. Öff"ng. 0,10.
Th. weisslich, gelb, Üb. ebenso, geglättet.
Der grösste Teil des Randes, ein Schnurösen-
zapfen und einiges am Halse und Bauche ergänzt.
Dubletten zu No. 1494— 1500: 5.
1495. Kugelbauchiger Schnurösenkrug mit
drei langem Halse und leise aus-
Füssen,
ladendem Rande. Schnurösen zapfenförmig.
Der Hals mit Horizontalrillen und -Riefeln
versehen. H. 0,214; Dm. d. Öft'ng. 0,105.
Hellthonig, mit gelbem, geglättetem Überzuge.
Grosse Stücke am Rande und i Fuss ergänzt.
Die Horizontalrillen und -Riefeln am Halse
sind sehr charakteristisch; sie finden sich auch
bei scheibengemachten Gefässen. Vgl. No. 1205.
.\"o. J4Sg. 1214, 1456.

1496. Schnunisenkrug wie No. 1495: "i't


fläche; am Rande zwei in den gebrannten
niedrigem Hohlfuss. Zwischen den Schnur-
Thon eingebohrte Schnurlr)cher. H. 0,107;
Dm. d. Öflng. 0,07.
Roh; der untere Teil aus dem Thon ausgeschnitten.

1490. Fläschchen von ähnlicher Form, wie


1489, mit 2 kleinen horizontalen Henkeln. ^
H. 0,09.
Hals ergänzt. Henkel abgebrochen.

1491. Weitbauchige Flasche mit engem Halse


und schmaler Standfläche. H. 0,16; Dm. d.
Offiig. 0,055.
Th. grob, gelb; Üb. fein gelb, geglättet.
Bis auf ein kleines Randstückchen intakt.
Der dicke, profilierte Rand weist auf eine ent-
wickeltere Periode.

1492. Schlauchförmiges Fläschchen mit


engem Halse und ausladender Mündung. H.
0,125; Dm. d. Öflng. 0,035.
Th. grob, rötlich; Üb. rot, gut geglättet.
Ein Stück vom Rande ergänzt; Überfläche stark
abgerieben.
Abg. Schi. Ilios S. 606 No. 1124. AV. 14(^6.

1493. Kurzhalsige Flasche mit einem Henkel


und breiter Standfläche; im Boden ein in den Ösen sitzt beiderseits je ein verkümmerter
gebrannten Thon eingebohrtes Loch. Form Schnunisenzajifen ohne Durchbohrung. H.
fremdartig. H. ,0,232; Dm. d. Öflng. 0,06. 0,209; Dm. d. Ött'ng. 0,105.
Th. grob, rot; Üb. rot, gegläitet. Ein kleines Stück am Rande ergänzt; sonst
Zusammengesetzt, aber fast vollständig. bis auf die abgeriebene Oberfläche intakt.
Abg. Schi. Ilios S. 648 No. 1323. Vgl „Troja-Iliou" S. 259 Beilage 34 No. HI.
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung. 65

1497. Kleiner Schnurösenkrug mit nie- 1503. Kugelbauchige Schnurösenflasche


drigem Hohlfuss ; Schnurösen röhrenförmig. mit Fuss. Schnurösen röhrenförmig, doppelt
H. 0,127; Dm. d. Öffng. 0,06. eingekehlt. H. 0,12; Dm. d._ÖfFng. 0,035.
Rot, roh. Th. gröber mit Sand vermischt; Üb. rötlich braun,
Fast der ganze Rand ergänzt. Die eine Schnur- geglättet.
öse bestossen. Zusammengesetzt; Hals ergänzt. Fuss ab-
1498. Bruchstück eines Schnurüsenkruges gebrochen. Oberfläche z. T. abgerieben.
mit guter Standflüche ausser den röhren-
;
Abg. Schi. llios S. 412 No. 299.

förmigen Schnurösen sitzen zapfenförmige, 1504. 2 zusammengeko])pelte Schnurösen-


nicht durchbohrte Handhaben an.
fläschchen mit je 2 Füssen. H. 0,09; Dm.
H. 0,11.
Th. grau. Üb. rot, geglättet. d. Öffng. 0,052.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Hellthonig, mit gelblichem Überzuge.
Eins der Gefässe ergänzt ; von dem andern die
1499. Ovaler Schnurösenkrug mit kurzem,
Füsse, die Schnuiöse und der Hals modern.
scharf ab.setzendem Halse imd leise aus-
1505. Kleines Schnurösengefäss mit kurzem
niedrigem, weitem Halse; Schnurösen röhren-
förmig. Vgl. No. 1261. H. 0,09; Dm. d.
Öffng. 0,055.
Th. grob, sehr scharf gebrannt, rot, z. T. geschwärzt.
Einiges vom Rande und eine Schnuröse ergänzt.
1506. Weitbauchiger Napf, nach oben sich
stark verengend, mit ausladender Lippe. An

ladendem Rande ; Boden abgeplattet. Schnur-


ösen wie verkümmerte, abgerundete Zapfen.
H. 0,21 ; Dm. d. Offng. 0,10. .Vt7. /yj6.

Th. rötlich. Üb. fein rot, geglättet; scharf gebrannt,


metallisch glänzend. der weitesten Stelle vier Schnurösenbuckel;
Fast der ganze Rand und einiges am Halse docli entsj^rechen diesen keine Löcher am
und Bauche ergänzt. Zusammengesetzt. Rande. H. 0,14; Dm. d. Öfl'ng. 0,005; gr-
1500. Grosser eifr>rmiger Schnurösenkrug Umfg. 0,515. ..

mit kurzem Halse und niedrigem Ringfuss. Th. Üb. hellbraun.


hell, fein;

Schnurösen zaiifenförmig dick; am Halse fehlen Zusammengesetzt fast der ganze Rand modern.
;

die Schnurlöcher; das Gefäss trug einen Stülp- 1507. Xapf von ähnlicher Form wie
deckel, wie die Deckelampht)ra. H. 0,285;
Dm. d. Öffng. 0,075.
Th. hellbraun, glimmerhaltig. Üb. gelb, geglättet.
StiicUe am Bauche ergänzt.
Ziis.immengeset/.t,
Abg. Schi, llios S. 410 No. 289.
1501. Kiigelbauchige Schnurösenflasche
mit abgeiilattetem Boden. H. 0,115; Dm. d.

Öfl'ng. 0,045.
Helllhonig; Überzug gelb geglättet.
Ein wenig am obersten Rande und die Schnur-
ösen ergänzt.
Dubletten zu No. 1501 1504: 2. —
1502. Kiigelbauchige Schnurösenflasche
mit 3 Füssen und scharf abgesetztem Halse;
Schnurösen gabelförmig. Die Form wie in
No. 1 506, mit 2 gegenüberstehenden trichter-
Gruppe 4. 5. H. 0,16; Dm. d. Öffng. 0,04.
förmigen Ausgu.ssröhren imd 2 Schimnisen-
Hellthonig, mit roher Ooerfläche.
Zusammengesetzt, fast der ganze Rand und ein zapfen. H. 0,14; Dm. d. Öfl'ng. 0,08.
Stück vom Bauche, sowie 2 Füsse ergänzt. Th. gelblich, fest; Üb. rot.

66 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Die Ränder des Gefasses ganz, die der Aus- 1515. Schnabelkanne mit 3 Füssen. H.
gussrohre zum grössten Teil, ebenso die Schnur- Dm. d. Öffng. 0,055.
0,215;
ösen, der Boden und einiges am Bauche modern.
Th. grau, fein Üb. dunkelgrau, geglättet.
;

Abg.^Schl. Ilios S. 6i8 No. 1177.


Zusammengesetzt, fast vollständig.
1508. Bruchstück eines tiefen, weit geöffneten Abg. Schi. Ilios S. 595 No. 1040.
Napfes mit 3 Füssen, in denen das Gefäss 1516. Kugelbauchige Schnabelkanne mit
wie ein Kessel zu hängen scheint. Längs 3 Füssen, entwickelter Schnabelmündung mit
der Füsse Schnurlöcher. H. o, 6. 1
fein gebildeter Ausgusslippe. Am Halse läuft
4«*-. -.' . •

Hellthonig, mit rotem geglättetem Farbüber-


zuge.
Nur ein Fuss mit dem daran sitzenden Gefäss-
körper erhalten.

1509— 1511. 3 Miniatur-Schnurösenge-


fässe, die an einem grösseren angesessen
haben, wie bei dem ornamentierten No. 2277.
H. 0,055. 9'06; Dm. d. Öffng. 0,03. 0,035.
Hellthonig, Üb. braun, geglättet.
Dubletten: 2.

1512. Schnurösenkrug mit volutenartig nach


innen gerollten Schnurösenzapfen. H. 0,233;
Dm. d. Öffng. 0,12.
Hellthonig, Üb. rot, mangelhaft geglättet.
Stücke am Rande und eine Schnurösenvolute
ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 587 No. 1007.

Kannen.
15 13. Kanne
mit kurzem Halse und abge-
schrägter Mündung; der Hals
setzt mit einer
iV(7. j$j6.
Einsenkung ab Standfläche schmal. Der Henkel
;

unten rundlich, oben gekantet. Ho, 195; Dm. vom von der höchsten Stelle der Mündung
d. Öffng. 0,07. eine plastische Rippe entlang, während im
Hellthonig, Oberfläche gelb mit rötlichem Schimmer unteren Teile des Halses Horizontalriefeln und
und geglättet. -Rillen sich befinden. Vgl. No. 1495. 1496
Zusammengesetzt; ein Stück am Halse und
und die folgende Kanne. H. 0,24 Dm. d. ;

Bauche ergänzt.
Öffng. 0,045x0,06.
15 14. Kleinere Kanne von derselben Form
wie No. 1513. H. 0,12; Dm. d. Öffng. 0,065.

No. 1514. No. isi"].

In gleicher Technik; Th. gelblich mit grünlichem Hellthonig; Üb. fein gelb, geglättet.
Schimmer. Zusammengesetzt und an einigen unwesentlichen
Zusammengesetzt; ein Stück am Bauche ergänzt. Stellen ergänzt.
Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.
67

1517. Kanne mit oben abgeschnittener und 1525. Grosse Kanne, weithalsig, mit schräger,
au der Henkelseite ausgeschnittener Schnabel- blattförmiger Mündung und breiter Standfläche.
niündung. Der Boden roh abgeplattet. Am H. 0,33; Dm. d. Öffng. 0,08x0,09.
unteren Teile des Halses Horizontalriefeln und Hellthonig, fest gebrannt, roh.
-Rillen. Vgl. No. 1495. 1496. 1516. H. 0,195; Dublette: i.

Dm. d. Öffng. 0,055x0,06. 1526. 1527. 2 enghalsige Kannen mit blatt-


An der oberen Seite des Henkels schräge, breite förmiger Mündung. H. 0,235. 0,175 ; Dm. d.
Einschnitte.
Öffng. 0,55.
Technik wie die vorige.
Hellthonig; No. 1526 mit rötlich-gelbem Überzug und
Zusammengesetzt und gut ergänzt.
einzeln sichtbaren Glättestrichen; No. 1527 mit dunkel-
Vgl. „Tioja-Ilion^ S. 260 Beilage 35 No. III.
rotem Farbüberzug und gleicher Glättemanier.
1518. Bruchstück einer Kanne mit hohem No. 1526 zusammengesetzt und ein Teil vom
Schnabel. H. 0,24. Rande ergänzt. Bei No. 1527 nur ein Stück
Hellthonig, Üb. rot, geglättet.
vom Halse und die Schulterfläche antik; Boden
nicht zugehörig.
Antik ein Stück vom Bauche mit Henkel und
Hals ohne den obersten Teil des Schnabels. Dubletten: 2.

1519— 1522. 4 kleinere Schnabelkannen, 1528— 1530. 3 kleinere kugelbauchige Känn-


kugel-, birnenförmig mit einfacher
chen mit blattförmiger Mündung. H. 0,065
teils

Schnabelmündung.
teils

H, 0,11 — 0,15. — 0,125; Dm. d. Öffng. 0,04.


Hellthonig, roh; No. 1529 mit ungeglättetem, röt-
Hellthonig, No. 1519 ohne Überzug, No. 1520. 1521
lich-braunem Überzug.
gelb, geglättet;No. 1522 rot, ohne Glättung.
Fast intakt; No. 1530 mit modernem Henkel.
No. 1519. 1520: Rand und Henkel ergänzt;
No. 1521 mit nicht zugehörigem Halse und er- Dublette: i.

gänztem Henkel; No. 1522 mit teilweise ergänz-


153 1 — 1533. 3 kugelbauchige Kannen mit
tem Rande.
3 Henkeln (Hydrien) und entwickelter, blatt-
Dubletten: 2.

1523. Kugelbauchige Kanne mit zurück-


gebogenem Halse mit krnpfartiger Erweite-

rung und abgeschnittener Schnabelmündung.


H. 0,215; Dni. d. Öffng. 0,045.
Th. grob, schwer; Üb. gelb, geglättet, z. T. geschwärzt;
mit Strohspuren.
Zusammengesetzt; der Henkel
modern.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 260 Bei-
lage 35 No. IV.
1524. Halsstück einer Kanne
wie No. 1523. H. 0,07; Dm. d.
Öffng. 0,05. No. IS24.
Tb. rot, fest; geglättet.

68 Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — 1. Abteilung.

dem kurzen Halse und breiter StandflUche. Zusammengesetzt. Ein Stück am Rande und
einiges am Bauche ergänzt.
H. 0,145: Hm. (1. Öff'ii'T. 0,045. Dubletten zu No. 1542— 1547: 12, meist
stark ergänzt.

1543. Kleine Kanne mit scharf abgesetztem


Halse und gerader Mündung; in der Form
No. 1232 entsprechend; rohe Standfläche. H.
0,125; Dm. d. Öfihg. 0,07.
Hellthonig, grob, mit rötlichem Überzüge, z.T. ge-
schwärzt.
Rand ergänzt.

1544. Weilhalsiges Kännchen mit roher


Standfläche. H. o, 10; Dm. d. Öffng. 0,07.
Th. gelb, Üb. rot, geglättet.
Zusammengesetzt. Der oberste Rand ergänzt;
abgerieben.
1545. Kännchen mit geradem, kurzem,
.V«. 1SS5- weitem Halse. Vgl. No. 1235. 1236. H. 0,125;
Th. grob; roh.
rötlich,
Dm. (1. Öfl'ng. 0,075.
und einiges am Hellthonig, roh.
Ein grosser Teil des Randes
Bauche ergänzt.
Ein Stück vom Rande und der Henkel ergänzt.
1546. Kännchen mit scharf absetzendem
1536. Knghalsigcs Käiincheii kugelbauchig,
kurzen Halse, der sich trichterförmig erweitert.
mit gerader Mündung und guter Standtläclie,
Boden abgeplattet. H. o,oq5; Dm. d. Öffng.
Vgl. No. 1356. H. 0,16; Dm. d. Ötit'ng. 0,045.
Helllhonig; roh. 0,065.
Hellgrau, roh; z. T. geschwärzt.
Der oberste Rand ergänzt.
Dubletten zu No. 1536 — 1541: 9 (Bruch- Rand und Henkel ergänzt.

stücke eingeschlossen). 1547. Kännchen ähnlicher Form. H. 0,085;


1537. Eiförmige Kanne mit kurzem Halse, Dm. d. Öffng. o,oO.
gerader Mündung und schmaler, ungleicher Üb. hellbräunlich, geglättet; z. T. geschwärzt.
Henkel ergänzt.
Standfläche. H. 0,18; Dm. d. Öffng. 0,075.
Th. grob, hellbraun; Üb. dunkelrot.
Stulpdeckel.
Der oberste Rand ergänzt; stark abgerieben.

1538. Birnenförmiger Bauch einer Kanne. 1548— 1551. 4 Stülpdeckel von Deckel-
Vgl. Nu. H. 0,15. amphoien, No. 1548. 1549 mit einfachem
i_2 74.
Hellthoiiig, Üb. gut rot; Glättung in einzelnen Strichen. Bügelgriff, No. 1550. 155 1 mit dreifachem

1539. Eiförmiger Bauch einer Kanne mit Kronengriff. H. 0,07 —


0,105; Dm. d. Öfliig.
niedrigem Hohlfuss. H. o, 15. 0,10—0,135.
Graubraun oder rötlich, geglättet; z. T. stark glimmer-
Grob, grauthonig, rötlich gebrannt, mit rotem Über-
hallig.
zuge. Sehr abgerieben.
Mehr oder weniger ergänzt.
1540. Eifiirmiger Bauch einer grossen Kanne Dubletten zu No. 1 548 — 1555 ; 4 Bruchstücke.
mit Standfläche. H. 0,29. 2 Stülpdeckel V(w Deckelam-
1552. 1553-
Grauthonig, heller gebrannt mit rotem Überzuge ; stark
phoren mit dreiteiligem Griff. H. 0,075
abgerieben.
Zusammengesetzt. 0,085; Dm. d. Öffng. 0,095-0,115.
1541. Kürbisförmiger Bauch einer Kanne Th. fein grau, geglättet.
Bei No. 1552 der Knopf und ein Stück von
mit roher Standfläche. H. 0,125.
der Wandung, bei No. 1553 der Knopf und die
Th. rot, Üb. rot geglättet. ganze Wandung ergänzt.
Aus 2 vertikalen Teilen zusammengesetzt; die Der feingeschlemmte, graue Thon mit Glimmer-
beiden Hälften sind zusammengeschoben, ohne teilchen ist ein charakteristisches Merkmal der
dass im Innern die überstehende Thonschicht ver- jüngeren Keramik von Truja. Vgl. die Gruppe
schmiert worden wäre. Wichtig für die Technik
20 der 3. Periode.
der linsenförmigen Gefässe.
1554. Pappschachtel mit 3 Bruchstücken von
1542. Kleine Kanne mit Umbruch der
Deckeln wie No. 1552. 1553.
Bauchfläche, scharf abgesetztem Halse und aus-
1555. Riesen-Stülpdeckel mit breitem, band-
ladender gerader Mündung. Der Henkel läuft förmigem Bügejgrifl'. H. o, 1 6 Dm. d. Öffng. 0,2 85.
;

in die Mündung ein. Rohe Standfläche. H. 0,14; Th. hellbraun. Üb. rot, geglättet in Strichen.
Dm. d. Öffng. 0,075. Zusammengesetzt; in grösseren Stücken ergänzt;
Th. gelb, Üb. rot, geglättet. vom Bügelgriff nur der obere Teil antik.
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung. 69

Amphorenkrüge. die Schnurösenbüchse No. 846 erinnernd). H.


1556. Plumper, bauchiger Amphorenkrug 0,14; Dm. d. Öflhg. 0,095.
Th. Üb. rötlich gelb.
rötlich.
mit 2 Henkein und rolier Standfläche. H.
Zusammengesetzt und stark ergänzt, aber in der
0,27; Dm. d. Öffng. 0,11. Form sicher.
Hellthonig, Üb. rötlich, geglättet in Strichen.
1564. Grosses, kesselfiirmiges Mischgefäss
Fast intakt. Ein kleines Stück vom Rande er-
mit niedrigem Rande und 2 horizontalen Ring-
gänzt.
Dubletten zu No. 1556 — 1562: 2.

1557. Weitlaaucliiger, rolier Amphorenkrug


mit niedrigem Hohlfuss und dicken, eingekehl-
ten Henkeln; tun den Bauch 3 Horizimtalrillen,
wie bei No. I40,S- 1406- H. 0.21s: Dni. d.
Öflhg. 0,125.
Hellthonig, grob, roh.
Fast der ganze Hals, ein Henkel und ein Stück
am Bauche ergänzt.
1558. Amphorenkrug mit langem Halse und
3 ringförmigen Schulterhenkeln mit breiter
Standfläche. Vgl. No. 1382. H. 0,33,5; D™-
d. Öflhg. 0,12.
Hellthonig, Üb. gelb. No. 1^64.
Sehr abgerieben.
henkeln am Bauche, schmaler Standfläche. H.
Amphoren. 0,265; Dm. d. Öflhg. 0,165.
Th. rötlich grau, grob, mit Steinchen, Üb. bräunlich,
155g. Kleine Amphora von zierlicher Form geglättet, z. T. geschwärzt.
mit ausladendem Fuss. H. 0,085 Dm. ; d. ÖflTng. Zusammengesetzt; ein Henkel und einiges am
0,045. Bauche ergänzt.
Grauthonig, Üb. bräunlich. Die Form weist auf jüngere Entwickelung.
Der Rand ergänzt.
Teller.
1560. Kleine Ami)liora mit 4 Henkeln am
Bauche, zwei vertikalen Ringhenkeln und 2 1565. 1566. 2 tiefe Teller in der Form wie
höher sitzenden sich einrollenden Zapfen; am die auf der Scheibe gedrehten No. 886 fl'. H.
ausladenden Rande 2 Schnudöcher zum Ver- 0,055; Dm. d. C)ff^iig. 0,16 — 0,17.
Th. rötlich; roh.
schnüren des Deckels (Verbindung von Schnur-
No. 1565 intakt. No. 1566 zusammengesetzt.
ösenkrug mit Amphorenkrug). H. 0,13; Dm. Es ist als Ausnahme zu betrachten, wenn die
d. Üflfng. 0,065. spezifische Form der Scheibentechnik mit der
Th. gelb; Üb. gelb, geglättet. Hand gemacht vorkommt. Für die Handarbeit
Ein Stück am Rande und zwei Henkel ergänzt. hat sie gar keine Bedeutung.
Abg. Schi. Ilios S. 610 No. 1142. 1567. Pappschachtel mit 3 Randstücken von
1561. Fiaschenartige Amphora in Birnen- Tellern, wie No. 1565. 1566, in gleicher
form mit 2 Ringhcnkein, ohne Standfläche. Technik.
H. 0,17; Dm. d. Öflhg. 0,06.
Th. grau, Oberfläche hellgrau, geglättet. Schalen.
Zusammengesetzt; ein Stück am Rande, einiges
1568. 1569. 2 Bruclistücke von Schalen mit
am Bauche und Henkel ergänzt.
i
sith einziehendem Rande und roher Stand-
447 No. 428.
Abg. Schi. Ilios S.
1562. Flaschenartige Amphora mit Kugel- fläche. H. 0,075 —
0,08; Dm.d.Öfl"ng. 0,185 —
bauch und .scharf abgesetztem Halse, 2 Hen- 0,205.
Hellthonig, Üb. rötlich, geglättet in Strichen.
keln und guter Standfläclic. H. 0,16; Dm.
Vervollslär digt.
d. ÖfTng. 0,063. Vgl. die auf der Scheibe gedrehten No. 1386 ff.

Th. hell, fest; Üb. rot, geglättet. Dubletten: 2.


Zusammengesetzt; der Rand ergänzt.
1570. 1571- 2 Schalen, wie die vorigen, mit
Abg. Schi. Ilios S. 599 No. 1087.
I schräsr stehenden Henkel am obersten Rande.

Mischgefässe. —
H. 0,06 0,065; D™- 'l- Öff"ng. 0,16 0,185. —
No. 1570 hellthonig, roh; No. 1571 grauthonig, aussen
1563. Kleines Mischgefäss mit sich ver-
geglättet, z. T. geschwärzt.
engendem, kurzem Halse und 2 kleinen, ring- No. 1571 zu.sammengesetzt, ein kleines Rand-
förmigen Schulterhenkeln (der Form nach an stuck ergänzt.
70 Die Keramik. II. —V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

1572. Schale mit ausladender Lippe und der 3. Periode geformt; vgl. No. 1870. H.
roher, schmaler Slandfinche. H. 0,06; Dm. 0,08; Dm. d. Öffhg. 0,055.
d. Ofthg. 0,14. Hellthonig, fest gebrannt.
Hellthonig, roh. Der grösste Teil des Henkels und ein Stück
vom Rande ergänzt.
1573. Kleine Schale mit Horizuntalhenkei, i
1586. 1587. 2 doppelhenklige Becher in der
ohne Standfläche; der Boden fein abgerundet.
Form wie No. 1207. 1208. H. 0,085; Dm.
H. o,o,s; Dm. d. Öffng. 0,125.
d. Öfliig. 0,065.
Hellbraun, geglättet in Strichen.
No. 1586 rötlich, No. 1587 graubraun, z.T. geschwärzt;
Zusammengesetzt; Henkel modern.
beide geglättet.
1574. Kleine Schale mit abgesetztem, ein- No. 1586 intakt bis auf einen zusammengesetzten
Henkel; bei No. 1587 fast der ganze Rand, der
wärts gerichtetem Rande und roher Standfläche.
Boden und die beiden Henkel ergänzt.
H. 0,05; Dm. d. Öfl!hg. 0,10.
1588- Duppelhenkliger Becher, weilbauchig,
Th. hellbraun, Üb. braun.
mit Umbruch und abgesetztem Halse. H. 0,10;
1575— 1577. 3 Schalen mit abgesetztem und Dm. d. Öff'ng. 0,07.
leise eingekehltem Rande; No. 1576. 1577 mit Hellthonig, roh.
einem Henkel. H. 0,045 — 0,06; Dm. d. Öffhg. Hals und Henkel ergänzt.

0,11—0,175,. 1589. 1590. 2 hohe Becher, ähnlich wie No.


Th. rötlich; XJb. rötlich braun, geglättet.
Zusammengesetzt und in kleineren Stücken er-
1588, mit niedrigem Fuss. H. 0,13 0,155; —
Dm. d. ( Ift'ng. 0,085. 0,095.
gänzt. Bei No. 1576 der Henkel abgebrochen,
No. 1589 hellthonig, roh; No. 1590 Thon graugelb,
bei No. 1577 ergänzt.
mit braunrotem Überzuge.
1578-1580. 3 Schalen ohne Profilicrung des Zusammengesetzt und stark ergänzt. Bei No.
Randes, in der Art der Teller, No. 1578 mit 1589 fast der ganze Hals und die Henkel modern.
Bei No. 1590 fast der ganze Rand, ein Stück vom
3 Füssen, No. 1579. 1580 mit ausladenden
Bauche und die Henkel ergänzt.
Hohlfüssen. H. 0,05 — 0,06; Dm. d. Öffhg.
1591— 1593. doppelhenklige Becher
0,09 — 0,17. 3
Trichterform {beiTaq d|iq)iKtjTT£XXov) No. 1591.
in

Hellthonig, No. 1578. 579 roh; No. 1580 mit dickem,


1

rotem, geglättetem Farbüberzuge. 1592 mit abgeplattetem Boden; No. 1593 mit
Zusammengesetzt; No. 1579. 1580 mit modernem |
konisch zulaufendem und scharf abgeplattetem
Henkel.
No. 1578 abg. Schi.
Boden. H. 0,175 — 0,195; Dm. d. Öffhg.

Dublette: 1.
Ilios S. 443 No. 414.
0,075 — 0,08.
Mit rotem, geglättetem Überzuge.
1581. Schale mit sich einziehendem Rande, Zusammengesetzt und stark ergänzt.
einem schräg stehenden Henkel am Ramie iiiul Dubletten: 4 Bruchstücke als technische
Frohen.
Ausgusslippe. H. 0,055; I^'"- ''• Öft'ng.
1594. Becher singulärer Form, napfartig, mit
0,12.
Th. gelb; roh geglättet.
2 ringfiirmigen Vertikalhenkeln und hohem
Zusammengesetzt, fast zur Hälfte ergänzt. Hohlfuss. H. 0,10; Dm. il. Öffhg. 0,105.
Th. gelb, massig geglättet.
1582. Pappschachtel mit 9 Randstücken von vom Fusse
Zusammengesetzt, ein Stück ergänzt.
Schalen, wie No. 1558 ff. Abg. Schi. Ilios S. 444 No. 418.

Becher. Tassen.
1583. Bruchstück eines glockenförmigen
Bechers mit ausladendem Fuss. H. 0,10;
Dm. d. Fusses 0,05.
Th. rötlich, fest, glimmerhaltig. Üb. rötlich braun,
geglättet; innen roh.

1584. Einhenkliger Becher mit sich verengen-


dem Oberteil und ausladendem Rande. Vgl.
No. 2190. H. 0,085; Dm. d. Öftng. 0,06.
Th. gelb, Üb. rot.
Rand und Henkel ergänzt.
Diese Form nähert sich dem zusammengeschnür-
No. isgj.
ten Becher der 3. Periode, vgl. No. 1870.

1585. Einhenkliger Becher mit abgesetztem 1595— 1598. 4 kleine Tassen mit müssig
Steilrande. Der Unterteil wie bei den Bechern profiliertem Rande und roher bezw. einge-
— —

Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


71

drückter Standfläche. H. 0,045 — o>05; Dm- bandförmigem Henkel. H. 0,05 — 0,06; Dm.
d. Öffng. 0,05 — 0,065. d. Öffng. 0,065 0,07. —
Th. rot; Üb. inten.siv rot, gegl-ittet ; No. 1598 un- No. 1647 mit modernem Henkel.
geglättet.
No. 1595. 1596 zusammengesetzt und wenig
ergänzt; No. 1597 mit zusammengesetztem Henkel,
No. 1598
modernem Henkel.
m.it

1599-1601. Tas.sen mit schwach profi-


3
liertem Rande, No. 15Q9. 1600 mit i Henkel
ohne Standfläche, No. 1601 mit 2 Henkeln
und schmaler Standfläche. H. 0,06 0,065; —
Dm. d. Öflüig.
0,075.
Th. bräunlich rot, Üb. bräunlich, z. T. gerötet.
Zusammengesetzt. No. 1599 Henkel abgebrochen,
No. 1600 Henkel ergänzt.
1602— 1608. 1648--1652. 5 Tassen, wie No. 1635 fl'.,
7 Tassen, einhenklig, mit aii.s-
mit 2 Henkeln und niedrigem Fuss. H. 0,07
ladendem Rande, ohne Standflächen. H. 0,05
0,07; Dm. d. Öffng. 0,06-0,08. 0,10; Dm. d. Öffng. 0,065 0,085. —
No. 1 648 beide Henkel No. 1649. 1650 i Henkel
;
Th. hellbraun, ungleich geglättet; No. 1607. 1608
modern.
Üb. rötlich, gut geglättet.
No. 1607. 1608 mit modernem Henkel. 1653. Tasse, mit Umbruch der Bauchfläche,
Dubletten zu No. 1602 1623: 29. — wie No. 1635 ff., mit 2 Henkeln und 3 kleinen
1609— 1616. 8 Tassen, wie die vorigen, mit Füssen. H. 0,06; Dm. d. Öffng. 0,065.
Hellthonig, mit bräunlichem Farbiiberzuge.
Standflächen. H. 0,055—0,075; Dm. d. Öffng.
Die beiden Henkel und
0,065 — 0,08.
2 Füsse ergänzt.

No. 1614 — 1616


modernem Henkel.mit 1654—1656. 3 Tassen, in der Form wie
1617-1619. Ta.ssen wie No. 1602 ff., mit
3
No. 708 —
712; sehr leicht imd dünnwandig;
eingedrücktem Boden. H. 0,045 0,055; Dm. — No. 1654. 1655 mit sehr schmaler Stand-
d. Öfl'ng.
0,07.
fläche. No. 1656 mit 3 kleinen P'üssen.
No. 16 19 zusammengesetzt und ergänzt. H. 0,06 —
0,075; D'n- d- Öffng. 0,065.
1620-1623. 4 Tassen, wie No. 1609 1616, — No. 1654. 1655 zu.sammengesetzt und teilweise
ergänzt. No. 1656 zur Hälfte ergänzt.
mit 2 Henkehi. H. 0,06—0,08; Dm. d. Öffng.
0,07 — 0,08. 1657. 1660. 2 Tassen, in der Form wie
Zusammengesetzt und ergänzt. ^"- 7^3 —
714; No. 1657 mit niedrigem Hohl-
1624. 1625. 2 Tassen, wie No. 1609 1616, — fuss; No. 1658 mit 3 kleinen Füssen. H. 0,085.
mit etwas hcihercm Rande. H. 0,07; Dm. d. 0,07; Dm. d. Offng. 0,085. 0,075.
Öffng. 0,065 0,073.— Zusammengesetzt und stark ergänzt.
Zusammengesetzt; No. 1625 stark ergänzt. 1659— 1663. 5 kleine feine Tassen, ein-
1626- 1634. 9 Tassen mit ausladendem henklig, mit eingezogenem Hals,
Rande, doppelhenkhg, mit niedrigem Fuss; wie die vorigen; am Hals ein
die Henkel meist rund, No. 1634 mit ein- liorizon taler Wulst. H. 0,06
gekehltem Bandlienkel. H. 0,06—0,08: Dm. — 0,065; Dm. d. Öflhg. 0,06
d. Ofliig. 0,06 o,0(i. — —0,068.
Th. rötlich oder hellbraun. Üb. rötlich oder biäunlich; A'ö. jfifti. Sehr
leicht und dünnwandig, mit
z. T. stark geschwärzt. feinem gegl.Httetem Überzüge, No.
Meist intakt oder wenigstens vollständig; bei 1659. 1660 braun, No. 1061 gelb, No. 1662. 1663 rot.
No. 1634 der p'uss abgebrochen. No. 1663 zusammengesetzt und ergänzt. Die
Dubletten: 28. übrigen fast intakt.
Zu den Horizontalriefeln vgl. No. 1516. 1517.
1635. 1636. 2 Tassen mit Umbrucii der
1664. Tasse, wie die vorigen, mit 2 Henkeln
BaiKhtläche, ohne Standfläche. H. 0,06; Dm.
und niedrigem Hohlhiss. H. 0,08; Dm. d.
d. ( Iflhg. 0,06 — 0,072. OH'ng. 0,075.
Dubletten zu No. 1635 1652: 35.
Th. fein hellbraun, massig geglättet.
1637 1643. 7 Tassen, No. einhenklig, wie
1665. 1666. 2 Tassen, einhenklig, mit roher
">^5- 1 636 mit Standfläche. H. 0,055 0,08 — Standfläciie; der Rand zieht sich hohlkehien-
Dm. d. Öffng. 0,06 0,08. — fi'irmig ein. H. 0,05; Dm. d. Offiig. 0,065. 0,07.
No. 1041^1643 mit modernem Henkel.
Th. hellbraun. Üb. rötlich, bezw. braun, geglättet.
1644—1647. 4 Tassen, wie No. 1635. 1636, Bei No. 1666 der obere Teil des Henkels
nut eingedrücktem Boden; No. 1645 mit modern.

72 Die Keramik, — II. — V. Ansiedelung. — I, Abteilung.

1667. 1668. 2 Tassen, wie die vorigen, mit 1687. Kleine zierliche Tasse mit absetzendem,
2 Henkeln und niedrigem Hohlfuss. H. 0,065. hohem Rande, dickem Bandhenkel und nie-
0,075; Dm. Öffiig. 0,075. 0,08.
cj. drigem Fuss. H. 0,06; Dm. d. Öfliig. 0,05.
Th. fein gelb,Üb. röllich. Th. fein rötlich, mä.ssig geglättet.
Zusammengesetzt ein Henkel ergänzt.
; Abg. Schi. Ilios S. 649 No. 1328.

l66g. 1670. 2 Tassen mit scharf absetzendem 1688. 1689. 2 Tassen, einhenklig, mit Um-
und hohikehlenförmig eingezogenem Rande, bruch der Bauchfläche und massig einge-
mit abgeplattetem Boden und i Henkel; zogenem Rande. H. 0,05. 0,055; Dm. d. Öffng.
letzterer bei No. 1669 eingekehlt, bei 1670 0,07. 0,06.
Th. fein gelb, glimmerhaltig, Farbüberzug hellrot,
rund. H. 0,06. 0,065; Dm. d. Öffng. 0,085.
dünn.
0,09. No. 1688 ein Stück am Rande mit dem Henkel
Th. gelb; No. 1669 roh; No. 1670 Üb. hellbraun ergänzt. No. 1689 zusammengesetzt und ein Stück
geglättet. am Rande ergänzt.
Zusammengesetzt; aber vollständig. Der dünne Farbüberzug bringt diese
feine,

1671— 1674. 4 Tassen, ....


Tassen mit Gefäs-sen der 3. Periode zusammen.
einhenklig, mit scharfer Stand- 1690. Einhenklige Tasse mit ausladendem
fläche ; Randprofil wie bei Rande und eingedrücktem Boden. H. 0,055;
No. 1669. 1Ö70, aber höher. Dm. d. Öffng. 0,065.
H. 0,065 —
0,07; Dm. d. rh. fein grau, geglättet.

Öffng. 0,065 —
0,075.
16-4..
Der feine graue Thon
Gefä'^sen der 3. Periode
bringt
zusammen.
diese Tasse mit

Th. gelblich, teils roh, teils Üb. A'o.

rot oder braun. 1691. Tasse, wie No. 1650. H. 0,095: Dm.
No. 1671: ein Stück am Rande; No. 1672: d. Öffng. 0,08.
Henkel und ein Stück am Rande; No. 1673. 1674: Th. fein grau, fest, geglättet.
Henkel ergänzt. I Henkel ergänzt.
Dubletten: 2. Vgl. die Bemerkung zu No. 1690.
1675-1678. 4 Tassen, mit 2 Henkeln und 1692— 1695. 4 einhenklige Tassen. H. 0,04 —
niedrigem Fuss; Randprofil wie bei No. 1671 — 0,055; Öffng. 0,075
r)."^- <'• 0,085. —
1674. H. 0,055 — 0,085; Dm. d. üfTng. 0,06 Th. grau. Üb. dünn, grau, massig geglättet.
0,085. No. 1692 zusammengesetzt; No. 1694 mit
Mit braunem, resp. rötlichem Überzuge. modernem Henkel.
No. 1675 zur Hälfte ergänzt; No. 1676: beide Vgl. die Bemerkung zu No. 1688. 1689.
Henkel, No. 1677 beide Henkel und die eine 1696— 1698. 3 Riesen-Tassen mit 2 Band-
Seite vom Rande, No. 1078 beide Henkel und
henkeln und niedrigem Fuss; vgl. No. ögift".
der Fuss ergänzt.
H. 0,10 —
0,14; Dm. d. Öffng. 0,10 0,14. —
1679 -1686. 8 Tassen, einhenklig, mit ein- Zusammengesetzt; No. 1696 ein Henkel, No.
gezogenem imd oben wieder ausladendem 1697 der obere Teil eines Henkels, No. 1698
beide Henkel, der Rand und ein Teil des Fusses
ergänzt.
Dubletten: 3.

1699. 1700. Tassen, in der Form wie No.


2

9980'. H. 0,065; Dm. d. Öffng. 0,055.


No. 1700 hellthonig; No. 1699 grau, grob.
Henkel ergänzt.
1701. Bruchstück einer Tasse mit hoch-
geschwungenem Henkel und sich einziehendem
hohen Rande; Boden eingedrückt. H. 0,06.
Th. hellrot, fest; Üb. rot, geglättet.

Rande; ohne Standfläche; die Unterseite sehr Gefässe mit plastischen Verzierungen.
fein abgerundet. H. 0,05 — 0,06; Dm. d. Öffng.
1702. Kugelbauchiges Schnurösengefäss
0,06 — 0,08. mit kurzem Halse und breiter Standfläche.
Th. fein, braun, Üb. rot, gut geglättet.
No. 1679 — 1684 intakt; No. 1685. I68() zu- H. 0,11; Dm. d. Öffn. 0,055.
sammengesetzt. Zwischen den Schnurösen beideiseits eine längliche
Diese feinen Tassen zeigen, wie die Fabriken Warze.
mit der Handarbeit zu concurrieren suchten mit Th. rötlich fest, Üb. rot, gegläUet.
den Erzeugnissen einer fortgeschritteneren Technik. Schnurösenzapfen und ein grosser Teil des
Dubletten: 5. Randes ergänzt.
Die Keramik. II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.
73

1703. Kleiner Schnurösenkrug mit 3 kleinen 1710. Kugelbauchiges Kännchen mit zurück-
Füssen. Randlöcher zum Verschnüren des
2 gebogenem Halse und Schnabelmündung; gute
Deckels die Schnurösenzapfen sind spiral-
; Standfläche. H. 0,115; Dm. d. Öffng. 0,02.
förmig eingerollt, aber nicht durchlocht. Unterhalb des Halsrandes zu beiden Seiten des Hen-
kels je eine längliche Warze.
H. 0,107; Dm. d. Öffng. 0,05.
Th. bräunlich, geglättet.
Zwischen den Schnurösenzapfen beiderseits eine spitze
Bestossen.
Warze.
Abg. Schi. Ilios S. 433 No. 365.
Th. hellbraun, Farbüb. dunkelbraun.
Zusammengesetzt, der oberste Rand ergänzt. 1711. Kännchen mit 2 Halswarzen zu beiden
Die Schnurösen sind hier ornamental geworden; Seiten des Henkels, wie bei No. 17 10; Mün-
vgl. No. 1506. 1560.
Abg. Schi. Ilios S. 596 No. 104g. dung vermutlich schnabelförmig. H. 0,145;
1704. Kugelbauchiges Gefäss, ähnlich wie Dm. d. Öffng. 0,035.
Th. grau, roh; stark geschwärzt.
No. 1702, mit 2 seitlichen Warzen, die wie
Henkel und der obere Teil der Schnabelmündung
abgebrochen.

1712. Schnabel kännchen mit Kropf hals


und 2 Halswarzen zu beiden Seiten des Hen-
kels; rohe Standfläche. H. 0,145; Dm. d.
Öffng. 0,04.
Th. rötlich, geglättet.

1713. Kännchen mit gerippter Halskrause


und Strickhenkei. H. 0,125; um. d. Öffng.
0,035 X
0,04;
Th. gelb, grob. Üb. rötlich braun, geglättet.
Zusammengesetzt; ein Stück am Bauche ergänzt.
1-04. Oberfläche stark abgerieben.
Abg. Schi. Ilios S. 436 No. 381.
verkümmerte Schnurösenzapfen aussehen. Vgl.
1714. Schnabelkännchen mit 3 ornamen-
No. 1496. 1703. H. 0,10; Dm. d. Öffng. 0,045.
talen Warzen am Bauche. H. 0,085; Dm.
Hellthonig, Üb. rötlich gelb.
Rand ergänzt. d. Öffng. 0,025.
Hellthonig, roh.
1705. Bruchstück eines Gefässes mit orna-
Schnabelrand bestossen.
1715. Bruchstück einer Tasse mit 3 vorderen,
eng zusammengerückten und je einer seitlich
befindlichen Warze. Vgl. No. 8S0. Hellthonig.
H. 0,065; Dm. d. 0)ffng. 0,07.
Etwa die Hälfte mit dem Henkel fehlt.
1 7 1 6. Bruchstück vom Halse einer abgeschräg-

ten Kanne mit Strickhenkei; am oberen Hen-


kelansatz sitzen auf dem Henkel selbst zwei
kräftige Warzen, die abgestumpften Hörnern
gleichen. H. o, r i.
Th. hellbraun, roh.
1717— 1720. 4 Bruchstücke von Deckelam-
mentalen SchnurösenansUtzen (vgl. 1703) und phoren mit aufgelegten riesigen Voluten. Vgl.
2 Warzen wie bei 1 704. H. 0,09. No. 832. Gr. Lge. 0,155—0,23.
Th. rötlich, Farbüb. rot.
1706— 1709. 4 Kannen mit 3 ornamentalen Nachgeahmte Metallformen.
Warzen am oberen Teile des Bauches, unmittel-
1721. Schnurösenflasche in der Form der
bar unter dem Haisansatze. H. 0,125 — 0,225.
aus den Schatzfunden; vgl.
silbernen Gefässe
Die Form der Warzen ist bei No. 1706. 1707 länglich
und oben zugespitzt. Schi. Ilios S. 524 No. 783.784. H. 0,125;
No. 1707 roh, die übrigen mit rotem geglättetem Dm. d. Öffng. 0,04; Dm. d. Fusses 0,05.
Überzüge, No. 1709 .nit Horizontalrillen und Th. grau, roh, stark geschwärzt.
Riffeln am Halse, wie No. 1495. '496- 1510. 1517. Zusammengesetzt; Hals und ein Stück vom
Fragmentarisch oder zusammengesetzt und er- Bauche ergänzt.
gänzt. Abg. Schi. Troja S. 204 No. 92.
74 Die Keramik. II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

1722. 1723. 2 Deckel mit röhrenförmigen 1735. 1736. 2 Kännchen mit Ausgussrohr
Schnurösen, zu Gefässen wie No. 1721 gehörig. und Bügelhenkel über der Öffnung. H. 0,09.
H. 0,06; Dm. d. Öffrig. 0,05.0,045. 0,08; Dm. Öffng. 0.055.0,065.
d.
No. 1722 Th. rot, grob; No. 1723 grau, geglättet. No. 1735 grob, rötlich, z. T. geschwärzt; mangelhaft
No. 1722 zusammengesetzt und zum Teil er- geglättet; No. 1736 rötlich, roh.
gänzt. No. 1723 eine Schnuröse und der ganze Ergänzt: No. 1735 Bügelhenkel und Randstück;
untere Rand ergänzt. No. 1736 Bügelhenkel und Ausgussröhrchen.
No. 1722 abg. Schi. Ilios S. 399 No. 252. 1737. Kleiner Napf mit Gussnihrchen und
1724. Stülpdecivel wie No. 1722. 1723, mit Bügelhenkel über der Öffnung; ohne Stand-
gabelförmigen Schnurösenzapfeii an der Spitze. fläche; vgl. No. 498. 4gq. 758. H. 0,065;
H. 0,065. Dm. d. Öffng. 0,065.
Th. graubraun, grob, geglättet. Th. hellbraun.
I Schiiurösenzapfen und ein grosses Stück von Bügelhenkel und Ausgussrohr mit dem grös.sten
derWandung abgebrochen. Teil des Randes ergänzt.
1725. Flasche, in der Form ahnlich wie Nt). Die mit der Scheibe gemachten Giessgefässe
1721, ohne Schnurösen, mit plastischem Schul- siehe in den Nachträgen No. 2 145 ff.

terstreifen. H. 0,175; Dm. d. Offng. 0,03;


Dm. d. Fusses 0,065.
Th. grau, steingutartig, roh.
Am Hals und Bauch ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 606 No. II 23.
1726. Eiförmige Flasche mit hohem Hohl-
fuss und röhrenftirmigen Auf den Schnur''isen.
geraden Hals gehört ein Stülpdeckel wie No.
1722. H. 0,22; Dm. d. Öffng. 0,04; Dm.
d. Fusses 0,07.
Am Bauche je eine plastische Bogenlinie in Form eines X.' /7.?.S'.

Bügelhenkels; vgl. das Ornament der Deckelamphora.


1738. Giessgefäss mit starkem Gussrohr, -f
Th. weisslich, fein.
Stücke am Bauche, Fusse, Halse, sowie die ohne Standfläche. H. 0,07 Dm. d. Öffng. 0,04. ;

eine Schnuröse ganz, die andere zur Hälfte ergänzt. Hellthonig.


Abg. 414 No. 306.
Schi. Ilios S. Abg. Schi. Ilios S. 454 No. 447.
1727. Schnurösengefüss, in der Form wie
Büchsen.
ein Schnurösenkriig, mit hohem Halse und
hohem Hohlfu.ss, der für die Nachahmung einer 1739. 1740. Deckelbüchse mit 3 kleinen,

Metallform spricht. Am ]5aiich beiderseits das einjrerollten Füssen; am Boden und am Deckel-
Ornament der Deckehimphora. H. 0,255; Dm.
d. Öffng. 0,105; Dm. d. Fusses 0,085.
Th. grau, steingutarlig; roh.
Zusammengesetzt; Fuss und Halsrand ergänzt.
1728. 1729. 2 eiförmige Flaschen mit
engem, kurzem Halse; No. 1728 mit ein-
gedrücktem Boden No. 1729 unten abgerundet.
;

H. 0,15; Dm. d. Öflbg. 0,045.


Th. grau, steingutaitig; No. 1728 Üb. grau, geglättet;
No. 1729 roh.
No. 1728 fast der ganze Rand ergänzt. No.
1729 zusammengesetzt; am Rande und Bauche
wenig ergänzt.
Dubletten: 3 Bruchstücke. X,'. i'jg. /740.

Saug- oder Giessgefässe. rande je 2 Löcher zum Verschnüren. H. 0,08:


Kännchen Dm. d.Öffng. 0,045.
1730— 1734. 5 mit seitlichem Aus-
Auf der Oberseite des Deckels eine Composition von
gussrohr (Saug- oder Giesskännchen) und ver- aufgemalten Hakenspiralen um einen centralen Kreis
tikalem Henkel. H. 0,085 0,135. — mit zwischengesetzten Punkten. An der Seite ab-
Th. gelb, roh. wechselnd Vertikalslreifen und Puiiktreihen.
No. 1730 ein Stück am Bauche, No. 1731 Hen- In hellbraunem, feinem Thone. Der rote Farbüber-
kel und Rand, No. 1732 Hals und Henkel, No. zug ist für das Aufmalen'von Ornamenten verwendet.
1733 Hais und Henkel eigänzt, No. 1734 Henkel Abg. Schi. Ilios S. 404 No. 264. 265.
abgebrochen. Vgl. „Troja-Ilion" S. 271 Fig. 158.

U 11;. V. icU.T)' X.^-t >\»i


;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


75

1741. Unterer Teil einer Deckelbüchse 1749. Kugelbauchiges Gefäss mit weitem,
mit 3 kleinen Füssen ohne Schnurlöcher. H. hohem Halse und guter Standfläche. H. o, 13 ;

0,04; Dm. d. Öffng. 0,035. Dm. d. Öffng. 0,06.


Th. graubraun, z. T. geschwärzt. Th. rötlich, Üb. rötlich, geglättet.
Dvibletten: 2 Bruchstücke von grösseren Bestossen.
Büchsen. 1750. Schlauchförmiges Gefäss (Guttus)
1742. Bruchstück einer Büchse mit 3 Füssen; mit weiter Öffnung und breitem Bügelhenkel.
der obere Rand verdickt, also zur Aufnahme H. 0,25 Dm. d. ÖflTng. 0,1 l.
;

eines Fiachdeckels geeignet. H. 0,10; Dm. d. Th. hellbraun. Üb. fein bräunlich.
Öffng. 0,105. Antik kaum die Hsifte, aber die Form sicher.
Die Wandungen mit Horizontalfiirchen überzogen. Das Gefäss fallt sowohl hinsichtlich seiner Form,
Th. graubraun. Üb. brann. geglättet. wie inbezug auf die Technik aus der Entwicke-
Zu einem ganzen Gefasse vervollständigt. lungsreihe der troischen heraus.
1751 — 1753. 3 Deckel von Schnurösengefässen,
No. 1751. 1752 mit knopfförmigem Griff, No.
1753 mit gabelförmigem Griffzapfen. Gr. Dm.
0,06 — 0,105.
Üb. rötlich braun, geglättet.
Bei No. T752 ist ein Stück an der Stelle des
einen Schnurloches ergänzt.
1754. Pappschachtel mit 10 Flachdeckeln
ohne Schnurlöcher oder Fragmenten \on solchen
einige davon mit der Scheibe gemacht. Gr.
1743. Büclise mit 2 Schnurösen; Nachahmung
Dm. 0,04 —0,105.
einer Steinforin. H. 0,053 Y>m. d. Öffng. 0,045.
'•

Th. grau, griesaitig, geglättet. 1755. Pappschachtel mit 2 Bruchstücken von


3 kleine Stücke vom Rande ergänzt. Handhaben der Deckelamphora.
1756. Bruchstück eines Gefässes mit mensch-
Verschiedenes.
lichem Kopf, auf dein ein kleiner Napf auf-
1744. 2 zusammeugekoppelte Gefüsse, sitzt. Am Hinterkopf die Ansatzstelle für den
ähnlich wie No. 1504, mit einem niedrigen Henkel. H. 0,06; Dm. d. Öffng. 0,03.
Fuss und CJriffzapfen ohne Durchlochung. H. Th. gelblich, gut gebrannt.
0,08; Dm. d. Öfing. 0,04. Abg. Schi. Ilios S. 383 No. 228.
Th. gelblich grau. Üb. rötlich. 1757. Ähnliches Brtichstück vom Kopfe, wie
Antik nur eins der beiden Gefässe und an diesem No. 1756; ein Stück vom hinten ansitzenden
noch der Fuss, ein grosser Teil des Randes und
die Griffzapfen ergänzt.
Henkel erhalten. H. 0,035.
Th. grau, rötlich gebrannt.
1745. 2 zusammengekopiielte Krüge mit
1758. Menschlicher Kopf von einem Ge-
4 Füssen und Bügelhenkel, der beide Gefä.sse
fä,sshalse oben ein niedriger Rand zum Auf-
;

üben verbindet. H. 0,14 ; I)m. d. Öffng. 0,075.


Th. gelb, z. T. geschwärzt Üb. gelb, geglättet.
;
stülpen eines Deckels. Sehr realistisch, selbst
Antik nur eins der Gefässe und an diesem die mit Angabe der Nasenlöcher. Die Augen-
Füsse, ein Stück vom Rande und der Henkel er- rändet mit den Sternen plastisch aufgelegt.
gänzt. Abgerieben. Erinnert an die Bronzetechnik. H. 0,055 Dm. ;

1746. 3 zusaminmengekoppelte kleine


d. Öffng. 0,035.
Xiipfe mit je einem Fiisse. H. 0,08; Dm. Th. gelb, grob roh. ;

(l.()frng. 0,045. Mit der Entwickelung der Gesichtsvase hat


Th. grau, fest gebrannt; roh. Fragment nichts zu thuu.
dieses
Antik nur eins der Gefässe. Abg. Schi. Ilios S. 373 No. 190.
Abg. Sthl. Ilios S. 430 No. 356. 1759. Gefäss in Form einer eusch H recke
1747. Kingfcirmige Blumen vase mit 3 kleinen mit langen Beinen ; oben und unten durch-
Füssen imd 3 tricliterförntigen Nüpfen ; vgl. loclit. H. 0,07 gr. Lge. 0,1 15. ;

No. 610. H. 0,10. Th. gelb, fest gebrannt.


Th. rötlich, geglättet. Die Beine abgebrochen, der obere Rand be-
Die Näpfe fast ganz modern. stossen. Auch der untere Teil abgebrochen.
1748. Kleines, fassförmiges Gefäss mit 3 Abg. Schi. Ilios S. 423 No. 341.

kleinen Füs.sen und einem vertikalen Henkel. 1760. Gefässansatz in Form eines dickbauchigen
H. 0,078; Dm. d. ÖfTng. 0,012. Tieres mit kurzem Schwänzchen (nach Schi.

Th. rötlich; mangelhaft geglättet. ,,Nil]iferd"). Gr. Lge. 0,08.


Hals und Henkel modern. Th. grau, fein, IIb. rot, geglättet.
.\bg. Schi. Ilios S. 452 No. 440. Abg. Schi. Ilios S. 422 No. 340.
Dritte Periode der Technik.
Entwickelte Scheibenarbeit. Vollendete Thonbereitung. Einheitliche Farbtönung

mit feiner Nüancierung der Unterschiede: grau, braun, gelb, rot.


No. 1761 zusammengesetzt und in unwesent-
Gruppe 15. Auf der Scheibe gedrehte Gefässe
lichen Teilen ergänzt; No. 1762 fast der ganze
mii auffallend dünnen Wandungen, teils roh, teils
Hals, No. 1763 fast der ganze Rand modern.
durch feinen Pinselaufstrich gefärbt. Die sog. Für die Entwickelung vgl. die Becher Gruppe 9
,, leichte Fabrik". No. 958 fr.

1764. 1765. 2 hohe, einhenklige Becher, wie


Becher.
die vorigen, mit scharf absetzendem Halse und
Standfläche. No. 1765 nach unten spitz zu-
laufend. H. 0,13. 0,125 Dm. d. Öffhg. 0,085.
;

0,105.
Feinthonig, ohne Überzug.
No. 1764 zusammengesetzt, etwa die Hälfte des
Halses ergänzt; No. 1765 fast die Hälfte des ganzen
Gefässes mit dem Henkel modern.
1766. Doppelhenkiiger Becher; zur Form vgl.

No. 1156. 1157. Bauch mehr kugelig. H.


0,115; Dm. d. Öffng. 0,075.
Hals und Henkel modern.

Kannen.
1767— 1771. 5 kleine, weithalsige Kannen mit
kurzem Halse und Standfläche. H. 0,10—0,13;
Dm. d. Ößng. 0,07 0,085. —
1761— 1763. 3 hohe, einhenklige Becher,
kriisrartig, mit weitem Halse und Standflüche.

No. 1767 bräunlich, No. 1768 -1770 graubraun, No.


1771 rötlich.
Zusammengesetzt und stark ergänzt.
Dubletten: 4, stark ergänzt.

1772. 1773. - kleine Kannen, wie No. 17678".,


Na. IJ64-
mit scharf abgesetztem, kurzem Halse; Henkel
bandförmig. H. 0,11.0,125; Dm. d. Öffng.
H. 0,11—0,14; Dm. d. Öffng. 0,085- -0,095.
Th. fein, teils weisslich gelb, teils rötlich. 0,08.
— —

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


n
Fein rötlich; No. 1773 etwas schwerer. No. 1784 roh, No. 1785 — 1788 gelb, bräunlich und
Zusammengesetzt; No. 1772 am Halse, Xo. 1773 rötlich.
am Halse, Bauche und Henkel ergänzt. No. 1786 intakt; die übrigen mehr oder weniger
1774. 1775. 2 grössere Kannen. H. 0,14. ergänzt.

0,175; Dm. d. Öffng. 0,085. 1789. Ähnliches Schnabelkännchen ohne


No. 1774 rötlich, No. 1775 bräunlich, etwas gröber. Standfläche. H. 0,13; Dm. d. Öfi"ng. 0,03.
No. 1774 zusammengesetzt, aber vollständig; Mit feinem, rotem Farbaufstrich.
No. 1775 zusammengesetzt, Rand und Henkel Rand und Henkel modern.
modern. Die Abschrägung des Randes falsch.
1790-1792. Ähnliche Schnabelkännchen,
1776— 1778. 3 kugelbauchige Schnabelkan- wie No. 1784 —
1789, plumper, mit weiterer
nen, No. 1776. 1777 ohne Standfläche, No. Öffnung. H. 0,095 — 0,115: Dm. d. Öffng.
1778 mit schmaler Standfläche. H. 0,145 0,035—0,045.
0,195; Dm. d. Öfthg. 0,025 — 0,035. No. 1790 roh, No. 1791. 1792 rötlich.
Feiner, rötlicher Pin.selaufstrich. No. 1790. 1791 zusammengesetzt und ergänzt;
No. 1776 die Schnabelmündung modern; No. No. 1792 am Rande und Bauche ergänzt.
1777 ausser der Schnabelmündung auch einige 1793. 1794. 2 kugelbauchige Kannen mit
Stücke am Bauche ergänzt; No. 1778 mit falsch engem Halse, gerader Mündung und leise an-
ergänztem Hals und Henkel.
gedeuteter Ausgusslippe Standfläche. H. o, 1 4
;

177g. Feine, eiförmige Schnabelkanne mit 0,145; Dm. d. Öffng. 0,035—0,04.


langem, oben abgeschnittenem Schnabel. H. No. 1793 roh, No. 1794 rötlich.
0,235; Dnii. d. Öff"ng. 0,03. No. 1794 zusammengesetzt, aber fast vollständig.
In der Technik wie die vorige.
1795. Feine ICanne mit 3 Henkeln (Hydria)
Aus vielen Stücken zusammengesetzt und stark
ergänzt.
und guter Standfläche. H. 0,185; Dm. d.
Öflhg. 0,05.
1780. EiRlmiige Schnabelkanne mit breiter
Fein, rötlich.
Standfläche. H. 0,32; Dm. d. )ffhg. 0,03.
(
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; der Hals
Der feine, rötliche Farbaufstrich ist mei-st abgerieben. ergänzt.
Schnabel nicht zugehörig, Henkel ergänzt.
1781. 1782. 2 kleine, annähernd kugelförmige Tassen.
Schnabelkännchen mit breiter Standfläche. 1796— 1801. 6 niedrige Tassen, einhenklig,
H. 0,135 — 0,145; Dm. d. r)fi"ng. 0,03.0,025. mit ausladendem Rande und Standfläche.
No. 1781 roh, No. 1782 mit dünnem, rotem, aber
stumpfem Farbaufstrich.
H. 0,045— 0,055; Dm. d. Öff"ng. 0,07 — 0,08.
Schnabelmündungen mehr oder weniger ergänzt.
1783. .\hnliches Schnabelkännchen ohne
Standfläche. H. 0,125; Dm. d. Aft'ng. 0,035.
Th. rötlich, grob.
Rand und Henkel modern.
1784—1788. 5 Schnabelkännchen mit tief

Bräunlich, rötlich oder grau.


No. 1796: Rand und Henkel ergänzt. No. 1797
zusammengesetzt Henkel und einiges am Bauche
;

ergänzt; No. 1798 zusammengesetzt, aber voll-


ständig; No. 1801 zur Hälfte ergänzt; Henkel
antik.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 265 Fig. 139.
1802. Hohe Tasse, einhenklig, mit guter
Standfläche, wie die spezifi.schen Formen der
Scheibentechnik No. 998 und ff', 11 29 ff. H.
No. 77*4.
0,075; Dm. d. Öfing. 0,065.
Braun, stumpf
ausgeschnittener Mündung und Standfläche. H. Zusammengesetzt; fast vollständig.
0,12 — 0,13; Dm. d. Öffiig. 0,025 0,03. — Dubletten: 3.
;

78 Die Keramik. — II. -V. Anstedel :ng. I. Abteilung.

1803. Tässchen ähnlicher Form, mit feinem 1822. Riesen-Kelch mit 2 Henkeln und
braunem Farbüberzuge. H. 0,052; Dm. d. weit ausladendem hohlem Fuss. H. 0,25;
Offng. 0,052. Dm. d. ()ff"ng. 0,185; ^"i- ''• Fusses 0,12.
Henkel, ein grosser Teil des Randes und ein
Stück am Bauche ergänzt.

Schalen.
T ?..
1804. Feine flache Schale, mit eingezogenem
Rande und Standfläche. H. 0,055; Dm. d.'
Öffng. 0,185.
Spuren von mechanischer Glättung fehlen.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; wenig
ergänzt.

1805. Bruchstück einer ähnlich jirüfilierten

Schale mit vertikal auf dem Rande stehendem


Henkel. H. 0,045.
Th. fest gebrannt, rötlich, mit dünnem Farbaufstrich,
der beim Brande verschiedene Färbung, rötlich,
violettgrau, erhalten hat.

1806. 1807. 2 flache Schalen mit ab-


geplattetem Bilden lind 1, kleinen Füssen, sieb- Auffallend leichte Scheilienarbeit ; mit dünnem hell-
artig durchldcht, mh. II. o,o() — 0,075 : Dm. braunem Pinselaufstrich.

d. (jrtng. 0,205. Aus vielen Stücken zusammengesetzt ; ein

Zusammengesetzt, stark ergänzt. am Rande, die beiden Henkel und


grosses Stück
fast der ganze Rand am Fusse ergänzt.
1808. Bruchstück einer ähnlichen Siebschale.
1823. 1824. 2 eiförmige Flaschen mit kurzem
(Ir. Lge. o,oB.
engem Halse, ohne .Standfläche. H. o, 25. 0,2 1 1

Verschiedenes. Dm. d. Öfihg. 0.035. 0,045.


Bräunlich, bezw. rötlich.
1809. Tiefer Na|)f mit ausladendem Rande,
zwei lioii/.ontalen Rügellienkeln und guter,

.\;<. ;.V',,,.

.\-„. ,S24.
schmaler Standfläche. Fnrm nd.
ni\ keiusieiei

H. 0,14; Dm. d. ÖHiig. 0,22. No. 1823; fast der ganze Hals ergänzt. No.
Th. fein weisslich, glatt, ohne llberzug. 1824 aus vielen Stücken zusammengesetzt; wenig
Aus vielen Stücken zusammengesetzt und in ergänzt.
kleineren Stücken ergänzt. Kugelbauchige Flasche mit weitem
1825.
1810. Bruchstück eines ähnliclicii .Xnpfes.
kurzem Halse und ausladendem Rande, ohne
Gelb. H. 0,1(15. Standfläche. Am Rande 2 Schnudöcher. H.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt.
0,095; Dm. d. Ofl'ng. 0,062.
1811 1821. 11 doppelhenklige Becher Th. gelb, roh.
(öerrai;); Boden und Henkelansatz wie bei Ein kleines Stück am Rande ergänzt.

No. 142g -1437; nur No. 1820. 182t mit 1826. Bruchstück eines feinen Kruges von
concaver Standfläche. II. 0,21 — 0,515; Dm. eiR'irmigem Körper mit Standfläche. H. 0, 13;

d. Öftiig. 0,08 0,14. — Dm. d. Öfl'ng. 0,07.


Bräunlich oder rötlich. Th. rötlich, glimnierhaltig; Üb. rot.
Mehr oder weniger ergänzt. Zusammengesetzt der ganze Rand fehlt.
; Ab-
Dubletten: 20. gerieben.
. ;
;

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung. 7<)

1827. Bruchstück einer Büchse mit massiver 1834. Halsstück einer Gesichtsvase (Typusa)
Fussplatte und ausladender wie No. 1830 ff. H. 0.12; Dm. d. Öffng. 0,1 1.
Randlippe. H. 0,083. Mit roher Oberfläche.
Mit gelbem Überrage; abgerieben. Aus mehreren Stücken zusammengesetzt ; ein
Stück vom Rande modern.
1828. Giesshflchse mit nie-
drigem Hoiilfuss; mit Bügel- 1835. 1836. 2 zipfelniützenförmige Deckel
henkel über der Öffnung zu er-
der Gesicli tsvase (Typus b). H. o.io.
gänzen. H. 0,083: Dm. d. 0,135; Dm. d. Öffng. o.OQ, 0,10.

Öffng. 0,055.
Th. grau, fein, hellgebrannt; roh.
Zusammengesetzt. Fast der
ganze Rand mit Henkel fehlt.
1829. Glnckenförniiger Be-
cher mit Fussplatte und 2
^" '""• ""^
Henkeln. H. o, r 2 Dm. d. ;

Öffng. 0,083; Dm. d. Fusses 0,04.


Th. feingrau Üb. grau, stampf.
;

Zusammengesetzt; einige Stücke am Rande und


an den Seiten ergänzt.

\,.. ;.Vv.v

Gruppe 16. Die Gesichisvase.


Mit feinem braunem Piuselaufstiich.
Zusammengesetzt und stark ergänzt. Bei No.
A. In der Technik der ..leichten Fabrik"
1835 ein grosses Stück vom unteren Rande modern
1830—1832. 3 Gesichts vasen (Typus a) bei No. 1836 die ganze hintere und rechte Seite
von annähernd eiförtniger Gestalt mit aus- mit dem r. Ohr und Auge ergänzt.

B. Mit verkümmerten, rein dccorati'o venvendeten


Gesichtsformen.

1837. Gesichtsvase (Typus a) kugelbauchig,


mit kurzem Halse imd breit ausladendem Rand ;

Nase verkümmert. Armstumpfe spitz; breite


Standfläche. H. 0,14; Dm. d. Offng. 0,075.
Th. fein, hellgebrannt; roh.
Zusammengesetzt; 2 kleine Stücke am Bauche
ergänzt.
1838. Bruchstück einer Gesichtsvase (Ty-
pus a) mit ausladendem, profiliertem Rande.
Nase verkümmert. Der kurze Hals setzt mit
einem Einschnitt ab. H. 0,198; Dm. d. Öffng.
.V». 1B31.
0,0()5-
Helllhonig.
Antik nur die Front vom Rand bis zum Nabel
ladendem Halsrand und scharf abgeschnittener das übrige ergänzt.
Standfläche. Nabel fehlt. H. 0.165—0,20; 1839. Halsstück einer grossen Gesichtsvase
Dm. d. Offng. 0,08 — 0,09. (Typus a). Kurze, spitze Nase mit breiter
Mit dünnem gelbem oder braunem, z. T. gerötetem Nasenwurzel, verkümmerte Ohren. H. 0,135;
Pinselaufstrich.
Dm. d. Öffng. 0,125.
Zusammengesetzt; No. 1830 fast vollständig;
Th. rötlich; Üb. dünn, braunrot, glänzend.
No. 1831 in unwesentlichen Teilen, darunter die
Die rechte Seite am Rande ergänzt.
Armstumpfe ergänzt. No. 1832 Gesicht und Hals-
wand fast ganz zerstört; einige Stücke am Bauche 1840. .Hals einer Gesichtsvase (Typus a)

ergänzt. mit ausladendem Rande; unmittelbar unter dem


Dubletten zu Gruppe 16:8, und zwar 4 Deckel- Rande eine verkümmerte Nase, 2 Augen ohne
fragmente, I Halsstück, 3 kleine des Typus b. .\ugenbrauenlinie; dieÖhren in Form von
1833. Bruchstück vom Halse einer Gesiclits- Vertikalrippen, die vom Rande auslaufen. H.
vase (Typusa), wie No. 1830 1832. H.0,14. — 0,07; Dm. d. 0,10.Öfliig.
Mit feinem braunem Pinselaufstricb. Th. grau, mit rötlich gelben Rändern.
Aus mehreren Stücken zusammengesetzt. Vgl. „Troja-Ilion" S. 257 Beilage 33 No. VII.

8o Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. - I. Abteilung.

1841. 1842. 2 Halsstücke von kolossalen Ge- 1846— 1849. 4 kleine Gesichtsvasen (Ty-
sichtsvasen (Typus a) mit ausladendem pus b), birnenförmig, nach unten sich er-
weiternd, mit scharf abgeschnittener Stand-
fläche; Nabel scheibenförmig; Armstumpfe

iVo. 1840.

Rande: Gesichtsform wie bei No. 1840. H.


0,125; I)in. d. Öfl'ng. 0,165 0,170. —
Th. grau, fest; roh.

No. 1841. No 1847- Decke!: X.K iHsi.

Gesichts-
vom Halse
1843. Bruchstück
vase (Typus a) mit ausladendem Rande; un-
einer
verkümmert. H. 0,13 — 0,155; Dm. d. Öffng.

mittelVjar darunter die verkümmerte Nase, hart


0,04 — 0,05.
Th. gelb oder rötlich, roh.
daneben die Augenbuckel. Gr. Lge. 0,095. No. 1846. 1847 intakt, Xo. 1848. 1849 zu-
1844. Bruchstück vom Halse einer Gesichts- sammengesetzt; wenig ergänzt.
vase (Typus a) mit ausladendem, profiliertem No. 1846 =
Schi. Ilios S. 642 No. 1294.
No. 1847= „ „ S. 643 No. 1299 =
Rande; hart daran der spitze Nasenzapfen; die „Troja-Ilion" S. 257 Beilage 33 No. VI mit dem
.Augenbrauen setzen an der Nase an, darunter Deckel No. 185 1.
die Augenbiickel. H. o,og; Dm. d. Öfiiig. 0,145. 1850-1855. kleine Stülpdeckel zu Ge-
1845. Haisstück einer Gesichtsvase (Ty- sichtsvasen von der Form wie No. 1846'
|)us -d) mit breit ausladendem Rande; am 184g, mit mehr oder weniger verkümmertem
Gesicht und Griflzipfel. H. 0,055—0,075;
Dm. d. (")ffiig. o,oö — 0,075.
Th. gelb oder rötlich, roh.
auf die Zipfel, die mehr oder weniger er-
Bis
gänzt, bezw. hestossen sind, intakt; bei No. 1855
der Nasenb'ickel abgestossen.
No. 1850. 1851 abg. Schi. Ilios S. 642 No.
1296. 1297.
Vgl. Abb. zu 1847.
1856. Stülpdeckel einer Gesichtsvase (Ty-
pus b) von grösseren Dimensionen als die
vorigen. H. 0,105; Dm. d. Öffng. 0,12.
Zipfel ergänzt; unterer Rand bestosseu.
unteren Ende der verkümmerten Nase setzen
1857. Bruchstück eines ähnlichen Stülp-
die Augenbrauenlinien an; unter diesen die
deckels. H.__o,i2; Dm. d. Öffng. 0,10.
Augenzapfen; Ohren lang, aber verkümmert.
Th. fein gelb; Üb. intensiv rot.
H. 0,075; Dm. Öffng. 0,135.
d.
Vervollständigt.
Th. grau, mit hellen Rändern; roh.
1858. Stülpdeckel einer grossen Gesichts-
Der grösste Teil des ausladenden Randes ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 641 No. 1292. vase (Typusb) mit ausladendem unteren Rande
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung. 8i

und Zipfelgriff; Gesichtsf(irm wie bei No. Handhaben an. Am unteren Teile des Halses
1850 -1855. H. 0,105; Dm. d. Öffng. 0,16. feine H(.)rizontalrillen. H. 0,17.0,19; Dm. d.
Th. fein gelb; roh, mit Glättespuren. Öffng. 0,106. 0,1 17.
Zipfel und etwa die Hälfte des unteren Randes Th. rötlich. Üb. fein rot, geglättet.
ergänzt.
No. 1864 zusammengesetzt; einiges am Rande,
Abg. Schi. Ilios S. 641 No. 1291. am Bauche und eine Volute ergänzt; No. 1865
1859. Stülpdeckei, wie die vorigen, mit hori- zusammengesetzt, aber fast vollständig.
zontal ausladendem unteren Rande; Augen- Abg. Schi. Ilios S. 587 No. 1009.

und Ohren fehlen; ohne


brauenlinie Vgl. „Troja-Ilion" S. 259 Beilage 34 No. IV.
Zipfel.
H. 0,085; Dm. d. ÖfFng. 0,145. 1866. Schnabelkanne entwickelter Form,
Th. fein gelb : Üb. intensiv rot, sehr fein ; geglättet.
nach unten sich erweiternd, mit Umbruch der
Zusammengesetzt; wenig ergänzt. Bauchfläche und scharf abgeschnittener Stand-
1860. 1861. 2 Bauchteile von Gesichtsvasen, fläche; vgl. die Form der Gesichtsvasen No.
No. 1860 mit scharf abgeschnittener Stand- 1846 — 1849. H. 0,20; Dm. d. Öflhg, 0,025
fläche, No. 1861 spitz zulaufend, ohne Stand- xo,045.
fläche. H. 0,10.0,165. Horizontalrillen: am Halse 2, am oberen Teil
Im Thone wie die Gefässe der Gruppe 20. des Bauches 3, am mittleren Teile, wo der Henkel
ansitzt, 3.
1862. Pappschachtel mit 3 Bruchstücken von
Th. hellgelb; Pinselaufstrich rot, dünn.
Gesichtsvasen. Zusammengesetzt; der Schnabel und ein Teil
Zwei davon mit feinem, geglättetem, rotem Farb- vom Bauche ergänzt.
überzuge. Abg. Schi. Ilios S. 613 No. 11 56.
1867. Schnabelkanne, wie die vorige; nach
Gruppe 17. Gefässe mit scharf geränderten
Art der Hydria mit 3 Henkeln. Der Umbruch
Horizontalrillen.

1863. Schnurösenkrug mit abgeplattetem


Boden und 3 kleinen Füssen; am Halse Hori-
zontalrillen mit scharfen Rändern. H. 0,18;
Dm. d. Öffhg. 0,09.
Th. gelblich. Üb. intensiv gelb, geglättet.
Fast der ganze Hals und ein Teil vom Bauche
mit den Schnurösenzapfen modern.
Dublette: l Fragment zu i ganzen Gefässe
vervollständigt.
1864. 1865. 2 Schnurösenkrüge mit nach
oben sich erweiterndem Halse, zasammenge-

Ai. 1S67.

der Bauchfläche fehlt. Am Halse und auf


der Schulter je drei Horizontalrillen. H.
0,28; Dm. d. Öffiig. 0,04 X 0,055.
Der rote Farbüberzug geglättet.
Fast intakt; am Rande der Schnabelmündung
ein kleines Stück ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 43 1 No. 360.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 261 Beilage 35 No. V.
drücktem, weitem Bauche, niedrigem, auf der 1868— 1878. II einhenklige Becher mit eng
Scheibe angedrehtem, unten concavem Fuss; zusammengeschnürtem und oben sich erweitern-
ausser den röhrenförmigen Schtmrösen sitzen dem Halse ; der untere Teil erweitert sich
volutenartig nach innen gedrehte bandförmige konisch und hat tief unten einen scharfen
.

82 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Umbruch der Bauchflilche. Kloine, aber scliarf i88g. Halsstück einer Schnabelkanne mit
abgeschnittene Standfläche ; vgl. die Form der einfacher Schnabelmündung und engem am
Gesichtsvasen No. 1846- 1849. Rande ansitzendem Henkel.
H. 0,09— 0,105; Dm. d. Öffng. H. 0,16; Dm. d. Öffng. 0,0,55.
0,05—0,06. Am unteren Teile des Halses drei
An der engsten Stelle feine Hori- Horizontalrillen.
zontalril len mit scharfen Rändern. Th. rötlich, fest; roh.

Th. fein gelb, No. 1868. roh, No. 1890— 1893. 4 Halsstücke von
1869 mit feinem, gelbem Überzüge; Schnabel kannen mit ent-
alle übrigen mit feinem roten, meist
""' '"'"-
wickelter, an den Rändern
intensiv dunkelrotem, geglättetem
seitlich eingedrückter Schnabel-
Farbaufstrich.
No. 1870 fast intakt, ein Stück am Rande ergänzt; mündung; vgl. No. 129Q —
No. T 87 Henkel modern bei allen übrigen der ganze
1 ;

obere Teil mit Henkel ergänzt, bezw. abgebrochen.


1302. H. 0,155 o,24;Dm. —
d. Offng. 0,035—0,05.
Dubletten: 15.
Am unteren Teile des Halses N0. iSSg.
1879. ISecher gleicher Furm wie No. 1868 ff., Horizontalrillen. Th. grau mit
mit 2 Henkeln; an der engsten Stelle 4 Hori- rötlichen Rändern, Üb. intensiv rot, bezw. braun,
zontalrillen. H. 0,098; Dm. d. Öffng. 0,055. geglättet.

Mit intensiv dunkelrotem Überzuge. Bei No. 1891 die Spitze abgebrochen.
Rand und Henkel ergänzt. 1894. 1895. 2 Halsstücke von Kannen mit
1880— 1884. 5 doppelhenklige Becher wie Horizontalrillen; Mündung abgebrochen.
No. 1879; No. 1874 sitzen die Hori-
bei H. 0,1 1—0,125.
zontalrillen auch am oberen Rande. H. Th. rot, üb. rot, geglättet.

0,105 —
0,13; Dm. d. Öffng. 0,05 0,07. — 1896. 1897. - Halsstücke von Kannen
Th. grau. Üb. graubraun oder dunkelgrau, fein ab- mit blattförmiger Mündung; am unteren Teile
getönt; glänzend ohne Glättespiiren.
Henkel und Rand, bezw. der ganze obere Teil des Halses Horizontalrillen; bei No. 1896
ergänzt. auch oben. H. 0,09 — 0,14.
No. 1880 abg. Schi. Ilios S. 597 No. 1080. Th. grau, mit braunen oder rötlichen Rändern, IJb.
Vgl. „Troja-IIion" S. 263 Fig. 132. gelb, geglättet.
Dubletten : 1
1898. Halsstück einer Kanne mit
gerader,an der Henkelseite aus-
geschnittener Mündung;
No. vgl.

626; in der Höhe


Henkel- des
ansatzes 3 Horizontalrillen. H.
0,10; Dm. d. Öffng. 0,065.
Th. fein rötlich, glimmerhaltig, ge-
glättet.
°' ' ^ '

1899. 1900. 2 Halsstücke von


No. iH!\o. i\o. 1H86.
grossen linsenförmigen Flaschen mit 2
Henkeln; am unteren Halse Horizontalrillen.
1885. Becher, wie No. 1880 — 1884; der H. 0,13. 0,10; Dm. d. Öffng. o,o85;_
unterste Teil unterhalb des scharfen Umbruchs Th. fein gelb; No. 1899 roh; No. 1900 Üb. rot, ge-
glättet.
ist mit der Standfläche fast ganz zusammen-
geschrumpft. H. 0,115; Dm. d. Öffng. 0,05. 1901. Bruchstück einer linsenförmigen
Grau mit rötlichem Schimmer. Feldflasche; am Halse und auf der oberen
Der ganze obere Teil mit den Henkeln modern. Hälfte des Bauches Horizontalrillen ursprünglich ;

1886. 1887. 2 henkcllose Näpfe mit Umbruch mit 3 Henkeln wie die Hydrien. H. 0,135,
der Bauchfläche, ähnlich wie bei den Bechern. Gr. Dm. 0,12.
H. 0,09; Dm. d. Öffng. 0,08. Th. grau mit hellen Rändern, Üb. intensiv rot. In
No. 1886 mit 3 einzelnen Horizontalrillen, No. 2 Teilen auf der Scheibe gedreht.
1887 mit 2 Gruppen von je zweien. Nur die Hälfte des linsenförmigen Bauches er-
Th. grau, z. T. rötlich, glatt. halten.
Zusammengesetzt; der Rand bei beiden ergänzt;
No. 1887 abgerieben. Gruppe 18. Die Schale mit innen aufgemaliem I

1888. 4 Bruchstücke eines Napfes von ähn- Kreuz oder aussen aufgemalten Radialstreifen. |

licher Form, mit einem Vertikalhenkel.


Unterhalb des Umbruchs 3 Horizontalrillen. 1902. Tiefe Schale mit scharf absetzendem,
Th. hellbraun, Üb. fein braun, geglättet. hohlkehlenartig profiliertem Rande und breiter.
l»*T.

U '*•'* 5^,1 ^."^f- t


Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. - 1. Abteilung. 83

ausladender Lippe ; am Rande unterhalb der 1908. Bruchstück einer Schale mit ähnlich
Lippe 2 hdrizontale Henkel; gute Standfläche. Rande. Der horizontale Hei:kel
profiliertem
H. 0,122; Dm. d. Öfhig. 0,28.
Unmittelbar unter dem Rande eine
Horizontalrille wie bei Gruppe 17.
Feiner, heller, glimmerhaltiger Thon;
die Aussenseite und die Innenseite
des Randes mit feinem intensiv dunkel-
rotem geglättetem Farbüberzuge mit ;

derselben Farbe innen ein breites


Kreuz aufgemalt und geglättet.
Zusammengesetzt; einige Stücke
und die Henkel ergänzt.
Zur Technik der Bemalung vgl. Zit Xo. igo2.
No. 3554.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 266 Fig. 144.

1903. 1904. 2 kleine Schalen mit ähnlich


Rande, wie No. 1902, ohne aus-
profiliertem
ladende Lippe und Henkel. H. 0,055; D™-
.\,i. igoS.
d. Öff'ng. 0,16. 0,145.

hat am Ansatz und in der Mitte hökerartige


Ansätze. H. 0,045.
Im Thon wie die vorigen; schlechter rötlicher Farb-
überzug.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 267 Fig. 149.

1909. Bodenstück einer Schale wie No. 1902;


aussen roter Überzug; das innere Kreuzbräunlich.
Gr. Lge. 0,135.
In gleicher Technik. Der Überzug greift nur wenig
auf den inneren Rand über; ebenso das Kreuz. 1910. Randstück einer Schale, innen ganz
No. 1903 zusammengesetzt; bei beiden ein überzogen, aussen mit aufgemalten und ge-
Stück am Rande ergänzt.
glätteten Radialstreifen. Gr. Lge. 0,12.
No. 1903 abg. Schi. Ilios S. 607 No. 1128.
Vgl. „Troja-Ilion'' S. 266 Fig. 143. Üb. intensiv dnnkelrot, aussen schön geglättet.

1905. Bruchstück einer feinen Schale mit 19 n. Pappschachtel mit 4 Randstücken von
absetzendem, vertikal aufrechtstehendem Rande Schalen wie No. I902ff. zwei davon mit ;

und Horizontalhenkeln. H. 0,045. aussen und innen aufgemalten Radialstreifen.


An d. Aussenseite des Randes 2 feine Horizontal- 19 12. Pappschachtel mit 25 Randstücken von
rillen.
Schalen wie No. 1902(1".
Th. fein gelb; stark glimmerhaltig; Farbüberzug fein
braun, z. T. gerötet; geglättet. Das breite Kreuz 1913. Pappschachtel mit 15 Henkclstücken
im Innern ebenfalls braun. von Schalen wie No. 1902 ff'.

Vgl. „Troja-Ilion" S. 266 Fig. 145.

Gruppe 19. Die übrigen Gefässe mit den tech-


nischen Merkmalen der Gruppen 15 — 18, nach
den Formen geordnet

Schnurösengefässe.
Zh tryis. Zu jg'jy. 1914. Schnurösenkrug mit weit ausladen-
dem Rande, abgeplattetem Boden und 3 buckel--
1906. Randstück einer Schale mit hohlkehlen- förmigen Füssen; Schnurösen zapfenförmig. H.
Rande.
artig profiliertem Gr. Lge. 0,13. 0,195; Dm. d. Öffhg. 0,11.
Th. fein grau, mit rötlichen Rändern, p'arbüb. intensiv Th. hellbraun, Farbaufstrich rötlichbraun, dünn, ge-
dunkelrot, auf die Innenseite übergreifend. glättet.
Der grösste Teil des Randes, ein Stück am
1907. Randstück einer Schale mit alj- Halse und am Bauche, ein Schnurösenzapfen er-
gesetztem niedrigem Rande und stiirk aus- gänzt.
ladender Lippe. Gr. Lge. p,OQ. Dubletten zu Xo. 1914— 1919: 4; z. T. stark
Th. grau, mit hellen Rändern; Ob. intensiv dunkelrot. ergänzt.
84 Die Keramik. — II.- V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

1915. Schnurösenkrug ähnlicher Form, mit 1918. Schnurösenkrug mit Umbruch der
niedrigem Hohlfuss. Zwischen Hals und Bauch Bauchfiäche, abgeplattetem Boden und 3 Füssen,
aHorizontal rillen. H.o,i7;Dm.d.Öffng.o,09. die sich leistenartig am Bauche emporziehen.
Thon und Technik wie der vorige. H. 0,18; Dm. d. Öfifng. 0,077.
Rand, ein Stück am Halse, die Schnurösen und Th. hellbraun, glimmerhaltig, Üb. dunkelrotbraun,
ein Stück vom Fusse ergänzt. geglättet.
Der grössere Teil des Halses, ein Stück am
Bauche und eine Schnuröse ergänzt.
1919. Kleiner Schnurösenkrug mit kurzem
Halse, der mit einem Einschnitt absetzt; nach
unten spitz zulaufend, mit scharf abgeschnittener
Standfläche. H. 0,112; Dm. d. Öffng. 0,08.
Th. fein, grau, geglättet.
Zusammengesetzt, der grösste Teil des Randes
ergänzt.

1920. Bruchstück einer kugelbauchigen Schnur-


ösen flasc he mit kurzem, weitem Halse, ab-
geplattetem Boden und 3 kleinen Füssen.
Schnurösen buckeiförmig. H. 0,163; Dm. d.
Öfifng. 0,055.
Th. fein, hellbraun, glimmerhaltig; Farbaufstrich braun,
dünn.
Vervollständigt zu einem ganzen Gefässe; kaum
die Hälfte antik.
No. igi4.
Dubletten zu No. 1920 — 1924: 4; darunter
ein Bruchstück.
1916. Schnurösenkrug, annähernd kugel-
bauchig, mit scharf abgesetztem, langem Halse
und niedriger, auf der Scheibe angedrehter,
unten concav gebildeter Standplatte. H. 0,20;
Dm. d. Öffng. 0,10.
Thon und Technik wie No. 1914.
Der grösste Teil des Randes ergänzt.

No. igzi.

1921. Kugelbauchige Schnurösenflasche


mit Schulterfläche, engem, kurzem Halse, ab-
geplattetem Boden und 3 kleinen Füssen. H.
0,14; Dm. d. Öfifng. 0,035.
Th. gelb, glimmerhaltig, Farbaufstrich gelb, dünn.
iS*>«^ Rand und 2 Füsse ergänzt.
No. igiS- Vgl. „Troja-Ilion" S. 259 Beilage 34 No. VIII.

1922. Birnenförmige Schnurösenflasche,


1917. Schnurösenkrug, ähnlich dem vorigen;
mit abgeplattetem Boden und 3 kleinen Füssen.
der lange Hals setzt mit einem tiefen Einschnitt
Schnurösen kurze, viereckig abgekantete Vor-
ab; ausser den halbmondförmigen Schnurösen
sprünge. H. 0,13; Dm. d. Öfifng. 0,045.
bandförmige, nach innen eingerollte Handhaben;
Th. hellbraun, Farbaufstrich braun.
Standplatte wie bei No. ig 16. H. 0,18; Dm. Hals ergänzt.
d. ÖfTng. 0,10.
1923. Schnurösenflasche, weitbauchig, mit
Th. hellbraun, fein. Üb. rotbraun, gut geglättet.
Zusammengesetzt; am Halse und Rande stark Schulterflächeimd 3 kleinen Füssen. H. 0,125;
ergänzt; eine Schnuröse modern. Dm. d. Öfifng. 0,055.
Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.
85

Th. weisslich gelb, abgerieben.


193 1. Ähnliche Kanne mit guter Standfläche.
Zusammengesetzt. Hals nicht zugehörig. Rand H. 0,13; Dm. d. Öffng. 0,07.
fast ganz modern.
Th. Farbüb. intensiv dunkelrot, geglättet
fein, gelb,
1924. Halsstück einer Schnurösenflasche Hals und Henkel ergänzt.
mit röhrenförmigen Schnurösen am oberen
Rande. H. 0,08; Dm. d. Öffng. 0^06. 1932. Ähnliches Kännchen mit eingekehltem
Th. grauschwarz mit rötlichen Rändern, Üb. braun, Henkel. H. 0,10; Dm. d. Öffng. 0,06.
fein geglättet. Th. fein, gelb. Üb. rötlich gelb, geglättet.
Ein Stück am Rande ergänzt. Rand und der grösste Teil des Henkels ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 399 No. 253.
1933. 1934. 2 Kännchen mit eingekehltem
Kannen. Henkel; der Hals geht, ohne abzusetzen, in
den Bauch über. H. 0,08 o, 1 1 Dm. d. — ;

1925. Bruchstück einer grossen, kugelbauchigen


Kanne mit blattförmiger Mündung. H. 0,275;
Öffng. 0,05 0,06. —
Sonst wie No. 1932.
Dm. d. Öffng. 0,09. No. 1933 mehr als die Hälfte ergänzt. No.
Th. grau mit rötlichen Rändern, Üb. rot, geglättet. 1934 ein grosses Stück vom Rande ergänzt.
Erhalten fast intakt der Hals und Henkel; das
Bauchstück zusammengesetzt. 1935. Miniaturkännchen, kugelbauchig, mit
Dubletten zu No. 1925 1943: t. — engem, kurzem Halse. H. 0,08; Dm. d. Öffng.
1926. Halsstück einer Schnabelkanne mit 0,03.
Zierliche Scheibenarbeit, gelb.
entwickelter Schnabelmündung. H. 0,11; Dm. Henkel, Hals, sowie ein Stück am Bauche er-
d. Öffng. 0,025. gänzt.
Th. grau mit rötlichen Rändern, Farbaufstrich dunkel-
grau, intensiv geglättet.
1936. Kanne, kugelbauchig, mit niedrigem
Die oberste Spitze des Schnabels bestossen. Standringe. H. 0,175; Dm. d._ Öffng. 0,07.
Th. gröber, grau, z. T. rötlich; Üb. schwarz grau,
1927. 2 zusammengekoppelte Schnabel- z. T. gerötet, geglättet.
kannen mit auffallend langer Gussrinne
an Zusammengesetzt ; Henkel, ein Stück am Halse,
der Schnabelmündung; beide Gefässe sind durch der grösste Teil des Randes ergänzt; Fuss fast

einen Bügelhenkel verbunden. H. 0,20; Dm. ganz abgestossen.

d. Öffng. 0,025 — 0,03. 1937. Kanne, nach unten sich erweiternd,


Hellthonig, mit rotem, geglättetem Überzüge. etwa in der Form wie die Becher No. 1868 ff.
An der einen Kanne ist der Schnabel nicht H. 0,16; Dm. d. Öffng. 0,10.
zugehörig und ein Stück am Bauche ergänzt, an
Hellthonig, mit intensiv dunkelrotem Überzüge.
der anderen der Henkel modern, der Hals abge-
Oberfläche versintert oder abgerieben.
brochen und wieder angefügt.
Hals und Henkel modern; im Boden ein Loch.
Abg. Schi. Ilios S. 332 No. 161.
1938. Kugelbauchige Kanne mit engem,
1928. Kiigelhauchige Schnabelkanne mit
langem Halse, ohne Standfläche. H. 0,20;
zurückgebogeneni Halse und einfacher Schnabei-
Dm. d. Öffng. 0,02.
mündung; am oberen Halsrande seitwärts je Th. fein gelb, Farbüb. fein gelb, glatt.
ein kleines plastisches Öhrchen. H. 0,105; Der intensiv rote Hals nicht zugehörig; Henkel
Dm. d. Öffng. 0,035. modern.
Th. fein, gelb, sehr leicht und dünnwandig ; Üb. fein, Abg. Schi. Ilios S. 436 No. 377.
rötlichbraun, intensiv geglättet. Flaschenkanne,
mit zweiteiligem
1939.
Zusammengesetzt; Stücke am Bauche,
grosse
Körper, ähnlich wie No. 1455; Hals eng und
der Hoden und Henkel modern; der Mündungs-
rand besto$.sen und ergänzt. kurz. Boden scharf abgeplattet mit buckel-
förmigen Füssen. H. 0,15; Dm. d. Öflhg. 0,025.
1929. Weitbaucliige Kanne mit geradem
Th. hellbraun. Üb. dunkelbraun, geglättet.
iSIündungsrande; der weite Hals setzt mit einem Mündungsrand ergänzt.
Einschnitt ab; gute Standfläche. Zur Form Abg. Schi. Troja S. 159 No. 75.
vgl. No. 1232. H. 0,175; Dm. d. Öffng. 0,08.
1940. Kanne von singulärer Form, kugel-'
Th. rötlich, aussen rötlich gelb, geglättet.
fömtig mit abgeplattetem Boden, trichterförmig
Der äusserste Mündungsrand und ein Stück am
Bauche ergänzt. sich liffnender, vom Bauche scharf absetzender
1930. Kleine, weithalsige Kanne mit .scharf Mündung. H. 0,13; Dm. d. Offng. 0,07.
Th. fein graugelb, glimmerhaltig; Üb. hellbraun, ge-
abgesetztem Halse, geradem Müiidungsrande
glättet.
und niedriger Standplatte. H. o, 1 7 Dm. 1 ;
Ganz abgerieben, durch Brand beschädigt. Fast
d. Öftng. 0,08. die ganze Mündung mit einem Stück am Bauche
Th. mit Steinchen durchsetzt, rötlichbraun, geglättet. ergänzt.
Der Rand ergänzt. Abg. Schi. Ilios S. 443 No. 416.
86 Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Umbruch feinen Strickhenkeln. H. 0,16; Dm. d. Öffng.


1941. Kleine Kanne mit scharfem I

der Bauchfläche; am Umbruch 6 bohnen 0,05.


Th. fein rötlich, Üb. gelb, geglättet; dünnwandig.
Zusammengesetzt, am Rande ergänzt.

1948. Bruchstück einer linsenförmigen


Kanne mit oben abgeschnittener und unten

No. i()4i.
.V». 1946. Zu No. ig48.
förmige Warzen mit 3 kleinen buckeiförmigen
;

ausgeschnittener Schnabelmündung. H. 0,275;


Füssen. H. 0,1 15; Dm. d. Öffng. 0,06.
Th. braun, Üb. braun, geglättet. Dm. d. Öffng.
0,045.
Zusammengesetzt; Hals, Henkel und Stücke Auf dem Bauche in den weichen Thon ein Zeichen

vom Bauche nebst den kleinen Füssen ergänzt. eingetieft; vgl. Figur.
Th. grau, mit hellen Rändern, glimmerhallig; Üb.
1942. Kannchen mit blattförmiger Mündung
sattgelb, geglättet.
und scharf abgeschnittenerStancitiäche. H. 0,105. Aus mehreren Stücken zusammengesetzt.
An beiden Seiten des Bauches ein zapfenartiger
Vorsprung. Deckelamphoren.
Grauthonig, mit schwarzgrauem geglättetem Überzüge.
Henkel, ein Stück vom Halse und Bauche er- Deckelamphora mit Ringhenkeln,
1949.
gänzt. flügelartigen Handhaben, an denen plastische

1943. Bruchstück einer Kanne, als technische


Probe für den intensiv roten Überzug. Gr.
Lge. 0,14.

Linsenförmige Gefässe.
1944. Linsciifiuniige Kanne mit breiter
Schnabeiniündung. H. 0,26; Dm. d. Öffng.
0,035.
Th. gelblich grau, fein, glimmerlialtig Üb. gelb.
;

Zusammengesetzt: ein grosser Teil des Mündungs-


rauJes und einige Stücke am Bauche ergänzt.
Schon an den Aussenflächen sieht man deutlich,
dass der Körper des fiefässes in 2 Hälften auf
der Scheibe gedreht und zusammengefügt ist; beide
Teile stossen au einei wenig scharfen Vertikal-
kante zusammen.

1945. Flaches linsenförmiges K an neben.


H. 0,13; Dm. d. Öffng. 0,03. .. KI49-
Hellthonig; Farbüb. fein, intensiv rot, geglättet.

Henkel und Hals ergänzt. Spiralen ansitzen, und niedrigem, ausladendem


1946. Halsstück einer linsenförmigen Kanne Hohlfuss. H. 0,24; Dm. d. Öffng. 0,065.
..

mit blattförmiger Mündung. H. 0,10; Dm. d. Th. grau. Üb. fein dunkelbraun, geglättet.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; am Rande,
Öffng. 0,025x0,065.
dunkelrol, an den Handhaben ergänzt; ein Henkel modern.
Th. grau mit hellen Rändern. Üb. fein
Vgl. „Troja-Ilion" S. 209 Beilage 36 No. II.
geglättet.
Auch hier ist die Technik, die Anfertigung in 1950. Oberteil einer ähnlichen Deckel-
2 Teilen deutlich sichtbar; beide stossen in einer amphora. H. 0,19; Dm. d. Öffng. 0,07.
breiten Vertikalkante zusammen. fein gelb; Farbüb. hellbraun, z. T. gerötet; ge-
Th.
1947. Bruchstück einer linsenförmigen glättet.

Flasche mit langem engem Halse und 2 Zusammengesetzt und vervollständigt.


Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. I. Abteilung. 87

1951. Unterteil einer mehr birnenförmigen Th. rötlich, Farbaufstrich fein rot, intensiv geglättet,
unter dem oberen Rande eine scharfe Horizontal-
Deckelamphdra mit Standring. H. 0,162;
rille.
Dm. d. ÖflTng. 0,07.
Etwa die Hälfte mit 2 Teilen des Bügelgriffs
Th. gelb; Üb. gelb. erhalten.
Zusammengesetzt und vervollständigt; das Rand-
1962. 1963. 2 Falzdeckel mit dreiteiligem
stück nicht zugehörig, i Henkel und die Hand-
haben ergänzt. Abgerieben. Brand.schaden. Bügelgrifl' und Knopf; der in dem Halse des
Geftisses steckende Teil ist liall)kugelförmig.
Deckel.
1952. 1953. 2Stül]ideckeI mit vorspringendem
oberen Rande, oline BiigelgrifV. H. 0,07. 0,075.
Th. fein graugelb, geglättet in Strichen.
Zusammengesetzt ; grosse Stücke von der Seite
abgebrochen.
1954. Stülpdeckel, wie die vorigen, mit
weiter vorspringendem oberem Rande. H. 0,07.
Th. fein gelb, Farbüb. fein intensiv rot, geglättet.
Fragmentiert, etwa zur Hälfte erhalten.

1955— 1957. 3 Stülpdeckei mit mehr oder


weniger gewölbtem Oberteil und einfachem Nil. ig62.

Bügelgriff. H. 0,08 — 0,115; Dm. d. Öffng.


0,095 — 0,165. hohl, mit runder Öffnung. H. 0,105. 0,11
Th. fein hell, glimmerhaltig. Üb. geglättet, hellbraun,
Knopfhöhe; Dm. d. Öffng. 0,03—0,04.
rot, braun z. T. gerötet. Th. graubraun, Üb. braun, geglättet; gute Scheiben-
Mehr oder weniger arbeit.
ergänzt.
No. 1962: der Knopf, No. 1963 der obere Teil
1958. Stül])deckel ohne vorspringenden des Knopfes, fast der ganze Rand und ein Stück
Rand imd kleinen runden Bügelhenkel, oben von dem unteren Teile ergänzt.
abgeplattet. H. 0,11; Dm. d. (')ffng. 0,155. Vgl. „Troja-Ilion" S. 269 Fig. 155.
Tb. fein hell, glimmerhaltig, roh, mit einer scharfen 1964. 1965. 2 pilzförmige
Horizontalrille. Falzdeckel ohne Bügelgriff.
Ein Stück an der Seitenwand und der Bügel H. 0,075. 0,082; Dm. d.
ergänzt.
Öffng. 0,07. 0,075.
^959- i960. 2 Stülpdeckel, wie No. 1958, No. 1 964 Th. feingelb Oberfläche ;

mit dreiteiligem Bügelgriff und Knopf. H. 0,19. roh;No. 965 graubraun, geglättet.
1

0,165 mit Griff; Dm. d. (')ffni.'. 0.16. 0.18. No. ig64. No. 1964 zusammengesetzt
und oben ergänzt; No. 1965
fast die Hälfte der Seitenwand modern.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 269 Fig. 154.

Amphoren.
1966. Amphora, langem Halse und 2
mit
doppelgliedrigen Riiighenkeln am Bauche; am
Halse 10 scharfe Horizontalrillen. H. 0,33;
Dm. d. Öffng. 0,105.
Th. graugelb. Üb. sattbraun, geglättet.
Zusammengesetzt und vervollständigt; der ganze
untere Teil mit einem Ringhenkel und ein Stück
am Rande modern.
1967. 1968. 2 Amphorenkrüge mit langem,

Xo. if)6o.
nach oben sich erweiterndem Halse und 2-
hochgewölbten Vertikalhenkeln; Boden abge-
Th. gelb, No. 1959 roh; Ko. i960 Üb. intensiv rot, plattet mit 3 buckelfönnigen Füssen. Vgl. die
geglättet, mit
Stark ergänzt.
Horizontalrillen. Formen No. 1016 — 1026. 1156. 1157. H.
No. i960 abg. Schi. Uios S. 647 No. 1322. 0,19.0,195; Dm. Öffng. 0,10.0,095.
d.

Vgl. „Troja-Ilion" S 269 Fig. 153. Hellthonig Farbaufstrich hellrötlich, dünn.


;

No. 1967 der ganze Rand mit einem Teile des


1961. Bruchstück eines sehr feinen Stülp-
Halses ergänzt; No. 1968 fast der ganze Hals
deckels von der Form wie No. 1958 — 1960. modern.
H. 0,18. Abg. Sclil. Tlios S. 603 No. 1104. IT05.
;

88 Die Keramik. — II. —V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

ig6g. Henkellose Amphora mit niedrigem Th. weisslich, mit Steinen, Üb. hellgelb, geglättet.
Zusammengesetzt und stark ergänzt; auch der
Hohlfuss; Nachahmung einer Mctaiiform. H.
Henkel modern.
0,2 1; Dm. d. Öffhg. 0,12.
1977. Randstück einer Schale mit scharf ab-
gesetztem, sich einziehendem und stark aus-
ladendem Rande. H. 0,07.
Th. grauschwarr, mit hellen Rändern, Farbüb. rot,
geglättet. Roh. Die Innenseite nach Art der Schale
mit aufgemaltem Kreuz.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 267 Fig. 146.

1978. Schale mit scharf abgesetztem Ver-


tikalrande und hohem Hohlfuss; der dicke
Henkelgriff abgebrochen. H. 0,06; Dm. d.
Öfl'ng. 0,105.
Innen 2 Horizontalrillen.
Th. graugelb, mit Steinchen Farbüb. intensiv dunkel-
;

rot, geglättet.
Zusammengesetzt, ein Stück am Rande ergänzt.
No. iqdg. 1979. Ähnlich profiliertes Schälchen ohne
Th. rötlich, roh.
Fuss; aussen am Rande eine Horizontalrille.
Fa.st zur Hälfte modern; Form sicher.
H. 0,03; Dm. d. Öffng. 0,075.
Mischgefäss. Th. gelb. Üb. rot, geglättet.
Ein Stück am Rande ergänzt.
1970. Mischgefäss mit 2 liorizontal ansitzen-
den und aufgerichteten Bügelhenkeln und breiter
Standfläche. H. 0,232; Dm. d. Öffng. 0,175.
Unter dem Rande mitten zwischen beiden Henkeln
je eine ornamentale Warze.
Th. grau, grob, Üb. schwarz, geglättet.
Ein Stück am Bauche mit i Henkel und ein
grosser Teil des Randes modern. No. igjS No. igSo. No. igSs.

Schalen. 1980. Randstück einer Schale mit scharf


1971. 1972. 2 Randstücke von Schalen mit absetzendemVertikalrande und verdickter Lippe.
eingezogenem Rande und schräg stehendem H. 0,05.
Horizontalhenkel. Gr. Lge. 0,12. Th. rot, mangelhaft geglättet.
Th. rötlich; Farbüb. intensiv rot, geglättet. Vgl. „Troja-Ilion" S. 267 Fig. 146.

1981. Bruclistück einer ähnlich profilierten


1973. 1974. 2 Bruchstücke von Schalen mit
ausladender Lippe. H. No. 1973: 0,055; Schale; gelb; Oberfläche fast ganz abgerieben.
Dm. d. Öffng. No. 1973: 0,16; gr. Lge. No. H. 0,055: Dm. d. Öfihg. 0,185.
Zusammengesetzt und vervollständigt. Henkel
1974: 0,04.
abgebrochen.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 267 Fig. 146.
1982. Schale mit niedrigem, eingekehltem
Rande und einem am Rande aufsitzenden
Henkel. Fuss abgebrochen. H. 0,045; Dm.
d. Öflfng.
0,13.
Th. gelb Farbüb. bräunlich, dünn.
;

Zusammengesetzt und vervollständigt; Henkel


fehlt.

1983. Schälchen, flach, mit ausladender


No, ig'jS' No. igy4. No. igjs. No. ig-j-j. Lippe und 2 horizontalen Henkeln. H. 0,02
Dm. d. Öffng. 0,085.
1975. Bruchstück einer Schale mit einge- Th. gelb; Farbüb. intensiv rot.

zogenem und aufgerichtetem Rande. H. 0,06. I Henkel fehlt.


Th. fein, rötlichbraun; Farbüb. hellbraun, dünn. 1984. Schälchen mit ausladender Lippe imd
Vgl. „Troja-Ilion" S. 267 Fig. 146.
guter Standfläche. H. 0,04; Dm. d. Öfl'ng.
1976. Schale mitabsetzendem und
scharf
0,095.
hohlkehlenartig profiliertem Rande. H. 0,105; Th. graugelb; Üb. rot.
Dm. d. Öflfng. 0,235. Fast zur Hälfte modern.
— .

Die Keiamil;. — II. — V. Ansiedelung. I. Abteilung. 89

1985. Randstück einer Schale mit horizon- 2000. Einhenkliger Becher, kugelbaiichig,
talausladender Lijipe. H. 0,04. mit scharf abgesetztem, nach oben trichter-
Th. gelb, Üb. bräunlich, geglättet. förmig sich erweiterndem Halse und guter
Vgl. ,,Troja-IIion" S. 267 Fig. 146.
StandHäche; vgl. No. 1016. 1017. 11 56. 1766.
1986. 1987. 2 Randstücke von Schalen mit H. 0,11; Dm. d. Öffiig. 0,075.
Bandhenkeln. H. 0,06. In der Technik wie No. 1998, z. T. gerötet.
Giauthonig. aus.sen hellgebrannt, Üb. rot, geglättet. Der Henkel und der grösste Teil des Halses
Vgl. „Troja-Ilion" S. 267 Fig. 147. 148. ergänzt.
2001—2002. 2 doppelhenklige Becher, in
der Form wie der vorige. H. 0,145.0,150;
Dm. d. Öffhg. 0,0g.

No. igH6. So. JgSy.

1988. Pappschachtel mit 14 Randstücken von


feinen Schalen, wie die vorigen.

Becher. No. 200t besonders fein, hellthonig, mit feinem, hell-


braunem, z. T. etwas gerötetem, geglättetem Über-
1989. Glockenförmiger Becher ohne Henkel; zuge; No. 2002 grauer, sandiger Thon mit grau-
mit concaver Standfläche; vgl. No. 1407. 1408. schwarzer und graubrauner geglätteter Oberfläche.
No. 2001 am Halse und am Bauche ganz feine, z. T.
H. 0,07; Dm. d. Öffiig. 0,07.
fast unsichtbar verlaufende Horizontalrillen.
Th. braun, Farbaufstrich bräunlich, metallisch glänzend,
geglättet.
An Hals und Henkeln ergänzt.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 263 Fig. 133.
Einige Stücke am Rande und an der Seite er-
gänzt. 2003. Doppelhenkliger Becher (beTTa?
dnqpiKtJTTcXXov) mit spitz zulaufendem Ende.
1990— 1995. 6 einhenklige Becher, in der
Form wie No. 1868 —
1878, ohne Horizontal-
Vgl.No. 1 421. 142 2. H.o, i4;Dm.d.Ötthg.o,o6.
Th. hellgelb. Üb. dunkelgelb, fein geglättet.
rillen. H. 0,075 —
0,10; Dm. d. )flhg. 0,047 (
Beide Henkel und der grössere Teil vom Rande
—0,07. ergänzt.
N'o. 1990. 1991 roh, Xo. 1992. 1993 rötlich, resp. Abg. Schi. Ilios S. 643 No. 1302.
intensiv rot; N'o. 1994 hellbraun, No. 1995 dunkel Dubletten zu —
No. 20x33 2004: 20, meist
graubraun. stark eigänzt oder Bruch.stücke.
Meist am Hand und Henkel ergänzt. 2004-2008. 5 doppelhenklige Becher
Dubletten: 4- (öeiT. mit spitz zulaufendem und abge-
ä|uiq).)

1996— 1999. 4 doppelhenklige Becher, plattetem Ende. Zur F'orm vgl. No. 1423
mit weiterem Halse und breiterem Unterteil 1425. H. 0,14—0,24; Dm d. Öffng. 0,055
als bei No. 1990 i995- H. 0,085 — 0,10; — —0,075-
Dm. d. Offng. 0,07 0,075. — Hellthonig, mit fein nuanciertem, geglättetem Farb-
überzuge; No. 2004 —
2006 hellbraun, z. T. mit einem
Anflug von Rosa, No. 2007 dunkler. No. 2008 hellgrau.
Die Henkel und mehr oder weniger vom oberen
Teile ergänzt.
2009—2013. 5 doppelhenklige Becher
(b€TT. dn(p.) mit breiterer, abgeplatteter, bei
No. 2012. 2013 concav eingedrückter Stand-
fläche; die Henkel setzen etwas oberhalb der-
selben an. Vgl. No. 1429— 1437. H. 0,17
iVo. /f?9<>. Xif. sryjü.

— 0,24; Dm. d. Öffng. 0,07 0,10. —
Th. braun oder grau, meist morsch, Farbaufstrich Hellthonig mit geglättetem Überzuge No. 2009 gelb, ;

bräunlich oder graubraun, geglättet. No. 2010 bräunlich, z. T. gerötet, metallisch glänzend,
Meist an Rand und Henkeln ergänzt. No. 2011 intensiv rot, No. 2012. 2013 rötlich.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 263 Fig. 131. Mehr oder weniger von den Henkeln und vom
Dubletten: 2. Rande ergänzt.

12
;

90 Die Keramik. II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilunf;.

2014— 2019. 6 doppelhenklige Becher An Masszeic he nkönnteman hier eher denken;


denn die Querhasten vermehren sich um je i,
(bin. ä|Liq).) mit gut abgeplatteter Standfläche;
entsprechend der Grösse des Gefässes. Leider
die Henkel setzen unmittelbar an dieser an. sind bei No. 2031 und 2032 die Ränder nicht
Vgl. No. 1438 —
1443. H. 0,18 0,25; Dm. — erhalten.
d. ÖflTng. 0,08 — 0,09. 2033. Doppelhenkliger Becher (öerr. äuqp.),
No. 2014. 2016. 2017 besonders leicht und dünnwandig. wie die vorigen, mit eingedrücktem Zeichen
No. 2014. 2015 hellbraun, No. 2016 dunkler, z. T.
gerötet, No. 2017 dunkelbraun, No. 2018. 2019 in-
am Boden in Form einer Mondsichel wie die
:

tensiv rot. Figur zeigt. H. 0,21 Dm. d. Öflhg. 0,08.


;

Mehr oder weniger ergänzt; Henkel meist ganz Henkel und ein Stück vom oberen Rande er-
modern. gänzt; der andere Teil des Randes bestossen.

2020—2024. 5 doppelhenklige Becher 2034. Doppelhenkliger Becher (betr. ä^iq).),

[bin. <i|Liqp.); das Ende konisch zugespitzt und wie die vorigen, mit
abgeplattet. Vgl. No. 1444— 1450. H. 0,175 einem Zeichen am
— 0,315; Dm. Öffng. 0,065
d. 0,11. — Boden, aber in den
No. 2020 dunkelbraun, No. 2021 rotbraun, No. 2022 fertig gebrannten
— 2024 intensiv dunkelrot. Thon eingekratzt, in
Mehr oder weniger ergänzt.
Form eines Rades
2025. Grosses öeiraq mit convexem Boden. wie die Figur zeigt.
H. 0,39; Dm. d. Öffhg. 0,125. H. 0,17; Dm. d.
Leichte Scheibenarbeit; Th. hellgelb; Üb. hellbraun,
Öflhg. 0,08.
meist gerötet, geglättet.
Zusammengesetzt; I Henkel, der obere Rand Zu No. 20J4. Zusammengesetzt
der obere Teil er-
und einige Stücke an der Seite modern.
gänzt.
2026. Pappschachtel mit 5 Bruchstücken von Tassen.
doppelhenkligen Bechern als technische Pro-
ben für den Überzug. 2035. Einhenklige Tasse, in der Form an
die handgemachten sich anschliessend. H.
2027—2029. 3 doppelhenklige Becher
0,065; Dm. d. Öffng. 0,065.
(bin. äfX(p.). H. 0,107.0,20; Dm. d. Öflhg.
Mit dünnem, rötlich braunem Farbaufstrich.
0,08. 0,07. Henkel und ein Stück am Rande ergänzt.
Am Boden ein in den weichen Thon eingedrücktes
2036. Einhenklige Tasse mit weitbauchigem
Zeichen: No. 2027. 2028 ein Strich, No. 202g
zwei Striche. Unterteil, breiter Standfläche und leise aus-
In der Technik wie die vorigen. ladendem Rande. H. 0,06; Dm. d. Ofl'ng.
Teils fragmentarisch, teils mehr oder weniger 0,055-
ergänzt; die oberen Ränder meist modern. Th. gelb, glimmerhaltig, Farbüb. intensiv dunkelrot.
Die eingedrückten Striche könnte man als Mes.s- Versinteit und abgerieben; Henkel und ein
zeichen ansehen. Das Bruchstück mit 2 Strichen Stück vom Rande fehlt.
setzt auch wirklich ein grösseres Gefäss, als die
anderen sind, voraus. Dagegen .spricht aber die 2037. Einhenklige Tasse, weit, mit breiter
verschiedene Grösse von No. 2027 und 2028, die
beide I Strich haben.

T
^it No. 3030. Zu No. 2031. Zu No. 20J2. Zu No. SO^Jf.

2030—2032. 3 doppelhenklige Becher (b^iT.


dnqp.); am Boden ebenfalls in den weichen AV). 203J.
Thon eingedrückte Zeichen, wie die Figuren
H. No. 2030: 0,125, No. 2031 0,175,
zeigen. :
Standfläche, ohne besondere Randlippe. H.
No. 2032: 0,225; Dm. d. Off'ng. o,oö. 0,06. 0,057; D™- d. Öflhg. 0,068.
0,085. Th. gelb, Farbaufstrich gelb, dünn.
Die oberen Ränder meist ganz, Henkel zum Ein kleines Stück am Rande und am Henkel
Teil modern. ergänzt.
. ;

Die Keramik. II. -V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


91

2038—2040. 3 einhenklige Tassen mit 2050. Bruchstück einer ähnlichen Schnur-


niedrigem, absetzendem Vertikalrande, No. i'isenbüchse. H. 0,075.
2038. 2039 mit Umbruch. H. 0,055 — o>o65; Roh.
Dm. d. Öffng. 0,05 0,06. — Erhalten ein Stück vom unteren Teile.
Hellthonig; No. 2038 mit feinem gelben, No. 2039. 2051. 2052. Schnurösenbüchse mit 3
2040 mit intensiv rotem Farbaufstiich. Füs.sen, in der Formwie die steinernen der
Am Rande und Henkel ergänzt. In.seicultur. Schnurösen röhrenförmig; Deckel
2041—2043. 3 einhenklige Tassen mit
huhem, absetzendem Vertikal-
rande und Umbruch im unteren
Teile. H. 0,065— 0,07; Dm. d.
Öfliig. 0,06—0,065.
Mit rotem Farbüberzuge, No. 2042
besonders fein.
No. 2041. 2042 Henkel und \tf. 2ft4.-l

fast die Hälfte des Randes er-


gänzt ; No. 2043 nur der untere Teil antik.

Näpfe.
2044. Bruclistück eines Napfes mit liochge-
schwungenem Henkel. Gr. Lge. 0,10.
Th. lötlich, gut gebrannt; Üb. rot, geglättet.
2045. Kleiner Napf mit 2 Henkeln und
niedrigem Hohlfuss. H. 0,05; Dm. d. OH'ng.
No. 2051. 2052.
0,055-
Th. hellbraun, glimmerhaltig. Üb. rötlichbraun.
Rand und Henkel ergänzt. mit länglichem Griffansatz. H. 0,10 mit Deckel;
Dm. d. Öffng. 0,06 und 0,065.
Büchsen. Th. grau, porös, glimmerhaltig.
Am Deckel ein Stück vom unteren Rande er-
2046. Stülpdeckel v(,n einer Schnurüsen- gänzt. Der untere Teil zusammengesetzt; an der
büclise. H. 0,075: Dm. d. Öflng. 0,09. Seite und am Boden ergänzt auch zwei Füsse
;

Th. fein, gelblich, Üb. intensiv gelb, geglättet. modern; der obere Rand abgestossen.
Etwa zur Hälfte ergänzt. Vgl. „Troja-Ilion" S. 272 Beilage 36 No. V.

2047. Unterteil einer Schnurösenbüchse


Verschiedenes.
mit 3 Füssen; Form wie 1739. 1740. H.
0,085; Dm. d. Öffng. 0,07. 2053— 2056. 4 Bruchstücke von T e rge f ä s s e n i

Th. gelb, Üb. rötlich, geglättet. No. 2053. 2054 Kopfe, No. 2055. 2056 vom
Zur Hälfte mit den 3 Füssen ergänzt. Hinterteil. Gr. Lge. 0,05 — 0,11.
2048. Seil nurüsen buch se Auf der Scheibe gedreht; No.2053. 2055 rotlichbraun,
mit Flaschenhals und 3 No. 2054 intensiv rot, No. 2056 bräunlich.

kleinen Füssen; der Unterteil 2057. Schlauchförmige Flasche mit spitz


zulaufendem Ende, in der Art des Alabastron.
mit den beiden stark vor-
springenden Horizontalkanten, H. 0,18; Dm. d. Öffng. 0,02.
Th grau.Üb. dunkelgrau, geglättet.
die durchbohrt sind, wie Zusammengesetzt; Hals und einiges am Bauche
eine zusammengeschrumpfte ergänzt.
Xo. 204S.
Sclmunisenbüchse der eben Abg. Schi. Ilios S. 442 No. 408.

genannten Form. H. o, 1 2 Dm. d. Öffng. 0,03 5 2058. Kleines Flä.sch-


;
«5!>
Hellthonig, Üb. hellbraun, z. T. gerötet, fein ge- chen mit spitz zu-
glättet. laufendem Ende. H.
Hals und Füsse ergänzt; Ränder bestossen,
0,085.
Abg. Schi. Ilios S. 399 No. 252.
Th. grau, Üb. schwarz-
Vgl. „Troja-Ilion" S. 272 Fig. 159.
grau, geglättet.
204g. Kleine Schnurösenbüchse von der- Xo. 2058. Hals modern. Xo. 20f,g.
.selben Form wie No. 2048; Schnurlöclier nur 205g. Siebgefäss,
an der oberen Kante. H. 0,08; Dm. d. Offng. becherförmig. H.0,07; Dm. d. Oflng. 0,085.
0,03. In feinster Technik, dünnwandig, mit braunem, stark
Th. gelbgrau. Üb. intensiv dunkelrot. glänzendem, nicht geglättetem Farbüberzuge.
Füsse ergänzt; sonst bestossen und abgerieben. Die Ränder oben und unten ergänzt.
12*
;

92 Die KeramiU. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

Technisch ist das Stück wichtig; denn es zeigt, Am Mündungsrande etwas bestossen, sonst intakt.
dass man es verstand, auch durch den Brand Schlecht abg. Schi. Troja S. 241 No. 130
die Gefasse glänzend zu machen. („archaisch-griechisch").
2060. Kleines, birnenförmiges Gefäss mit
abgenindetem Boden. H. 0,075; Dm. d. Öffng.
0,033.
Th. fein, bräunlich, glinimerhaltig; Üb. hellbraun,
glänzend.
Zusammengesetzt; am Rande bestossen.
2061. Weiter Napf mit Umbruch im Unter-
teile und ausladendem Rande;

quer über der Öffnung ein ^'%\ -''

Bügelhenkel. H. 0,075; Dm. d.


Öffng. 0,08.
An der Seite und an den Henkel-
ansätzen je eine Warze.
Th. braun. Üb. dunkelbraun, ge-
glättet.
Zusammengesetzt zur Hälfte ;
Nu. 2061. Gruppe 20, Gefässe in feinem, meist hellgrauem
mit dem Henkel modern. oder graugelbem Thon, mit glatter oder ge-
2062. Hälfte eines kleinen, zusammengekoppel-
glätteter Oberfläche, z. T. mit dem Fabrikations-
ten Schnurösengefässes mit 2 Füssen und merkmal der Gruppe 17.
abgeplattetem Boden; Sclmurösen zapfenförmig,
spitz. H. 0,06; Dm. d. Offng. 0,025. Schnurösengefässe.
Th. fein, grau, glinimerhaltig, Oberfläche hellgelb.
Rand bestossen, ein Fuss ergänzt. 2067. Schnurösenkrug von gewöhnlicher
2063. Kleines Schnurösengefäss; Schnur- Form, mit 3 kleinen Füssen. H. 0,16; Dm.
ösenzapfen verkümmert und nicht durclibohrt. d. Öffng. 0,095.
H. 0,065; Dm. d. Öffng. 0,025. Grau, stark glimmerhaltig.
Fast der ganze Rand, die Spitzen der Schnur-
Th. fein,gelb, stark glimmerhaltig; Oberfläche roh.
ösenzapfen und der Füsse ergänzt.
Schnurösenzapfen und Rand bestossen.
2068. Schnurösenkrug mit guter Ab]ilattung
2064. Ausgusstülle mit
blattförmiger Mündung. des Bodens, entwickeltem Standring und darauf

H. 0,075; Dm. d. Öffng.


gesetzten 3 kleinen Füssen. Der Hals hori-
zontal gerillt; Schnurösen mondsichelförmig.
0,035.
Th. fein, rötlich, glimmer- i
H. o,iq; Dm. Öffng. 0,09.
d.
haltig. Üb. rot. 1 Hellgrau, glimmerhaltig, mit dunklerem Überzuge.
Zusammengesetzt; der Rand, zwei Füsse und
2065. Flaschenartiges ein Stück am Bauche ergänzt.
Gefäss, mit niedrigem, Abg. Schi. Ilios S. 334 No. 166.
bauchigem Unterteil und 2069. Schnurösenkrug mit spitz zulaufen-
hohem, weitem, cylinder- dem Unterteil, Abplattung und 3
schmaler
IVirmigem Halse. Am un- kleinen, eingerollten Füssen. H. 0,135; Dm.
teren Halsende ein Hori- d. Offng. 0,07.
zontairing; zwischen die- Sonst wie No. 2068.
sem und dem Bauche 4 Der Hals, Teile am Bauche und 2 Füsse modern.
Henkelösen. Breite Stand- 2070. Ahnliches Schnurösengefäss. H. o, 13 ;

fläche. H. 0,30; Dm. d. Dm. Öffng. 0,06.


d.
Öffng. 0,075. Unterhalb der Schnurösenzapfen 4 liiigsura laufende

Th. hell. Üb. rosa; schwer. Horizontalrillen.


No. 2065.
Der obere Rand ergänzt. Fein, gelblich.
Zusammengesetzt und stark ergänzt; der Hals,
2066. Guttusartiges Gefäss mit konisch
am Bauche und der ganze untere
ein grosses Stück
abschliessendem Oberteil, scharfem Umbruch Teil ergänzt.
im unteren Teil und breiter Standfläche; das 2071. Schnurösenflasche, unten spitz zu-
seitliche Ausgussrohrmit zungenförmigcm Rande. laufend, abgeplattet, mit 3 zierlichen Füsschen.
H. 0,085; Dm. d. Öffng. 0,016; gr. Umfg. H. 0,155; Dm. d. Öflng. 0,058.
0,40. Grau, mit graubraunem Überzuge.
Th. hellgelb. Farbaufstrich intensiv dunkelgelb, dick Hals nicht zugehörig, Schulter ergänzt, ebenso
vielfach abgesplittert. eine Schnuröse und ein Füsschen.
.

Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — I. Abteilung.


93

2072. Schnurösenflasche mit feinem Stand- 2076—2078. 3 kleine Schnurösengefässe,


ring und kleinen, zierlichen Schnurö.senzapfen. No. 2076. 2077 mit niedrigem, ausladendem
H. 0,12; Dm. d. ÖfTng. 0,05. Hohlfuss, No. 2078 mit breiter Fussplatte.
Grau, glimmerhaltig, glatt. H. 0,085 —
0,125; Dm. d. Öffng. 0,045 —
Zusammengesetzt; der Hals und fast die Hälfte
vom Bauche ergänzt, 0,055.
Zwischen den Schnurösenzapfen 2Horizon talrillen,
2073. Niedrige, weitbauchige ScJinurösen- bei No. 2077 auch am Halse.
f lasche mit 3 kleinen Füssen. H. 0,11; Dm. Fein, grau, bezw. gelbgrau.
d. Öffng. 0,045. No. 2070 Hals und Schulter und die Hälfte des
Th. fein, hellgrau; Farbaufstrich dünn, oben grau, Fusses ergänzt. No. 2077 Hals und Schnurösen-
unten gelblich. zapfen, No. 2078 Hals ergänzt.

207g. Kleines Schnurösengefäss mit con-


caver, niedriger Slandplatte; zwischen den
mondsichelförmigen Schnurösen je eine bohnen-
förmige Warze. H. 0,105; Dm. d. Öffng.
0,065.
Am Halse Horizontalrillen.
Fein, grau, glatt; glimmerhaltig.
Zusammengesetzt; ein grosser Teil des Halses
mit dem ganzen Rande, ein Stück am Bauche
ergänzt.

2080. Miniaturschnuriisengefäss mit scharf


abgeplattetem Boden imd 3 buckelRirmigen
Füs.sen. H. 0,07; Dm. d. Öffng. 0,03.
Der obere Rand und 2 Füsse ergänzt. Grau, mit dunkelgrauem, geglättetem Überzüge.
.\m unteren Teile des Halses die Schnurlöcher Fast der ganze Hals ergänzt; sehr abgerieben.
in den fertig gebrannten Thon eingebohrt. 2081. Kugelförmiges Schnurösengefäss ohne
2074. SchnurOsenflasche mit niedriger Standfläche mit niedrigem Rande und hori-
Standplatte und röhrenfiirmigen Schnurösen, zontal ausladender, scharf profilierter Lippe;
Schnunisen doppelriihrenfrirmig. H. 0,165;
Dm. d. Offng. 0,105; gr. Umfg. 0,545.
Vorzügliche Scheibenarbeit. Feiner, hellgrauer, reiner
Thon mit hellgrauem, geglättetem Überzug.
Zusammengesetzt; einige Stücke am Bauche er-
gänzt.
Technisch gehört das Stück zu den feinsten
Gefässen dieser Gruppe.
Die Vorstufen zu diesem Gefässe vergegen-
wärtigen: No. 423 und 2155 (Nachtrag).
Abg. Schi. Ilios S. 244 No. 23, aber ohne
Zweifel fälschlich der I. Ansiedelung zuge-
wiesen.

2082. Pappschachtel mit 4 doppelröhren-


förmigen Schnurösen, wie bei
No. 2081.
2083. Oberteil von einem kugel-
bauchigen Schnurösengefäss
die oberhalb der weitesten Stelle des Gefässes
mit kurzem, engem Halse. H.
sitzen. H. 0,15; Dm. d. Öftiig. 0,07.
Grau, giimmerballig, mit dunkelgrauem Überzüge, ge- 0,13; Dm. d. Öffng. 0,04.
glättet.
Zu No. 2'jH2. Zwischen den Schnurösen 2 breite
Der obere Rand ergänzt; stark versintert. Horizontalrillen.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 259 Beilage 34 No.VII. Bräunlich.
Zusammengesetzt und vervollständigt. Der an-
2075. Kugelbauchiges Sclinur(")sengefäss
tikeBoden von einem anderen Gefässe.
mit kurzem Halse und Standring; Schnurösen
horizontale, abgerundete Zapfen. H.o, i3;Dm. Kannen.
d. Öfl'ng. 0,05.
2084. Schnabelkanne, unten spitz zulaufend,
Am Halse 2 Horizontalrillen.
Sonst wie die vorige. mit niedriger, eingedrückter Standplatte; dicker
Zusammengesetzt und stark ergänzt. Bandhenkel. H. 0,205; Dm. d. Öffng. 0,04
Die Keramik. -• II. V. An.siedelung. -- I. Abteilung.
94

Am Halse in der Höhe des Henkelansatzes 3 Hori- Am Halse, auf der Schulter und unter dem Henkel
zontalrillen. je 3 Horizontalrillen.
Hellgrau, glatt. Graubraun.
Die Schnabelspitze abgebrochen; Fussplatte An der Mündung und am Bauche bestossen.
schräg abgestossen. Am Bauche Spuren von Abg. Schi. llios S. 437 No. 382.
Brandschaden.
Abg. Schi, llios S. 616 No. 1169. 2094. Kännchen von gleicher Form wie No.
Dubletten zu No. 2084 — 2104: 5 als tech- 2093, mit gerader, gleichmässig runder Mün-
nische Proben. dung und eingedrückter, niedriger Standplatte.
2085—2087. 3 von Schnabel-
Halsstücke H. 0,15; Dm. Öffng. 0,04.
d.

kannen mit einfacher Schnabelmündung; No. Am Halse und auf der Schulter je 3 Horizontal-

2085 mit Bandhenkel. H. 0,06 0,08; I)in. — rillen.


Zusammengesetzt; Henkel und l Stück am Bauche
d. Öffng. 0,025—0,035. ergänzt. Mündung bestossen.
Grauthonig, Überzug hell- und dunkel grau. Abg. Schi. llios S. 438 No. 389.
2088. 208g. 2 Halsstücke von 2095. Kanne mit blattffirmigerMündung; der
kleinen Schnabelkannen mit Boden mit breiter Abplattung und 3 kleinen
oben abgeschnittener und hinten Füssen, gehört wahrscheinlich nicht dazu. H.
ausgeschnittener Mündung. H. 0,205; Dm. d. Öffng. 0,035x0,045.
0,05 — 0,06; Dm, d. Oft'ng. 0,02.
Xo. -J'jüS.
Am Halse und am Bauche Horizontal rillen; die
letzteren besonders breit.
20go. Halsstück einerSchnabel- Grau, glimmerhaltig, mit gelblichgrauem, glattem
kanne; seitwärts am oberen Rande 2 längliche Überzuge.
Warzen; weiter unten 4 tiefe Horizontal- Zusammengesetzt und stark ergänzt; Henkel
rillen. H. 0,07; Dm. d. Öffng. 0,04. fehlt.

Schnabelspitze abgebrochen.
2096. 2097. 2 niedrige, weithalsige Kannen
20gi. Schnabelkännchen mit abgeplattetem tnitabgesetztem HaLse und Bandhenkel; vgl.
Boden, kugelbauchig. H. 0,17; Dm d. Ofl'ng. No. 1774. H. 0,125—0,13; Dm. d. Ofl'ng.
0,03. 0,085.
Hellgrau.
Graulhonig, Üb. dunkelgrau, gut geglättet.
Der obere Teil des Halses und der Henkel
No. 2096 ein kleines Stück am Rande ergänzt,
modern. Ergänzung wohl richtig.
sonst intakt. No. 2097 zusammengesetzt; Henkel
20g2. Kännchen, eiförmig, mit abgeplattetem und Boden ergänzt.

Boden. H. 0,145; Dm. d. Öffng. 0,03. 2098. Gnissere, weitbauchige Kanne mit scharf
Hellgrau, mit dunkelgrauem Überzüge, geglättet.
abgesetztem Halse, rundem Henkel und guter
Der obere Teil vom Hals und der Henkel
modern. Standfläche. Zur Form vgl. 1232. 192Q. H.

20g3. Kugelbaiuhige Kanne mit gerader, blatt- 0,145; Dm. Öffng. 0,075.
d.
Zusammengesetzt: ein Stück am Rande und
fcirmiser Münduntr und ein wenig eingedrückter
mehrere am Bauche ergänzt.

2099. 2100. 2 Bruchstücke von ähnlichen


Kannen wie N(J. 2096. 2097; No. 2099 mit
Standring, No. 2100 mit Standplatte.
Mit Horizontalrillen: bei No. 2099 am Bauche
in der Höhe des unteren Henkelan.satzes, bei No. 2100
am Halse.
No. 2099 grau, No. 2100 hellbraun.

2I0I— 2103. 3 kleine Kännchen; No. 2101


mit blosser Standfläche; No. 2102. 2103 mit
mehr oder weniger concaver Standplatte. H.
0,065 — 0,09; Dm. d. Öff"ng. 0,037 — 0,055.
Hals und Henkel mehr oder weniger ergänzt.

2104. Bruchstück eines Kännchens mit Um-


bruch der Bauchfläche. H. 0,065; Dm. d.
Öffng. 0,025.
Der obere Teil des Bauches mit Horizontal rillen
überzogen.
Standplatte; Bandhenkel. II. 0,155; Dm. d. Grau, glimmerhaltig, fein.
Offhg. 0,04. Hals und Henkel abgebrochen.
Die Keramik. II. — V. Ansiedelung. - - l. Abteiluni».
95
Linsenförmige Gefässe. 2III. 2II2. 2 Bruchstücke von Stülpdeclccln
2105. Linsenfüniiige, enghalsige Kanne mit drei- bezw. vierteiligem Bügelgriff.
Hell- und dunkelgrau, geglättet.
mit 3 Henkeln (Hydria) und abgeplattetem
Zusammengesetzt. No. 2112 vervollständigt.

No. 2105.

Boden. Die Henkel bandartig eingekehlt. H.


0,30; Dm. d. Öffng. 0,058. 2113. Oberteil eines Stülpdeckels mit drei-
Hellgrau, glimmerhallig.
teiligem Bügelgriff und aufgesetztem, reich pro-
Zusammengesetzt, am obersten Rande und .sonst
in unwesentlichen .Stücken ergänzt. filiertem Knopf. H. 0,19: Dm. d. Öffng. 0,10.
Abg. Schi. Graubraun.
Ilios S. 449 No. 433.
Der obere Rand vom Knopfe bestossen.
2106. Kleine, linsenförmige Flasche mit
2114. Bruchstück eines .Stülpdeckels: ein Teil
je einer Warze an den Vertikalkanten und an des tief eingekehlten Bügels vom Griff. H.0,13.
den gewölbten Flächen der kleine Henkel ab-
;
Rötlichgrau mit graubraunem Überzüge, geglättet.
gebrochen. H. 0,125: Dm. d. Öfing. 0,012
— 0,022. Amphoren. Mischgefässe.
Th. fein, grau, Oberfläche T. bräunlich,
z. z. T. grau;
2115. Amphora entwickelter Form, nach
stark geflammt.
unten sich stark verjüngend, mit Standring und
Der Hals fast ganz modern ; unten ein Stück
ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 449 No. 434.

Deckelamphoren.
2107. Dcckelamphora mit spitz zulaufen-
dem Unterteil. H. 0,245; I-*™- d. Öffng. 0,075.
Th. hellgrau, fest, steingutartig, glatt.
Der Mündungsrand, die runden Henkel, die
oberen Ränder der Handhaben ergänzt. Stark
bestossen und versintert.

2108. 2109. 2 grosse, eiförmige Deckelam-


No. 2tl$.
plioren mit abgeplattetem Boden und 4 Ring-
henkeln am Bauche; diese bei No. 2108 band- 2 horizontal ansitzenden Bügelhenkein. H.
förmig eingekehlt, bei No. 2109 breit dreiteilig. 0,195; Dm. üfihg. o, ro.
d.
H. 0,335.0,38; Dm. d. Öffng. 0,075.0,09. Hell, glimmerhallig, mit gelblichem Überzuge.
Hellgrau, geglättet. Zusammengesetzt, der kurze Hals, ein grosses
Zasammengesetzt und ergänzt. Stück am Bauche und die Henkel ergänzt.
No. 2108 abg. Schi. lUos S. 448 No. 432. Der Thon und die Technik erinnert stark an
No. 2109 „ S. 611 No. 114/.
die hellen Gefässe der VI. Ansiedelung.
Amphorenkrug; vgl. No. 10 16 — 1026.
„ „
21 10. Bruchstück eines Stülpdeckels ohne 21 16.
Griff. H. 0,06; Dm. d. Öffng. 0,07. 1 156. II 57. 1242— 1244. H. 0,155; Dm. d.
Dunkelgrau, geglättet. Öffng. 0,09.
Aus 2 Stücken zusammengesetzt. Fein, grau, geglättet.

96 Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — I. Abteilung.

2117. Amphorenartiges Krügchen, mit 2124. Hoher, glockenförmiger Becher mit

kugelförmigem Bauch und niedriger, unten ein niedriger Standplatte und 2 Bandhcnkeln. H.
wenig eingetiefter Stand]ilatte. H. 0,115; Dm. 0,15; Dm. d. ÖflTng. 0,08.
Grau, mit Brandschaden.
d. ÖtTng. 0,06.
Der eine Henkel fast ganz, der andere etwa
Der ganze obere Teil mit beiden Henkeln er-
zur Hälfte modern.
gänzt.
2125. 2126. 2 doppelhenklige Becher (beu.
2118. Mischgefäss mit lioliem, ausladendem zulaufendem Ende; vgl. No.
ä)aq).) mit spitz
Rande und 2 horizontalen Bügelhenkeln. Der
2003. H. 0,157; I^'"- '-^- Öffiig. 0,055—0,06.
Fein, grau, glimmerhaltig, geglättet.
Zusammengesetzt ein oder beide Henkel modern.
;

2127— 2129. 3 doppelhenklige Becher (betr.


(i)icp.) mit abgeplattetem Ende; die Henkel
setzen ein wenig oberhalb der Standfläche an.
Vgl. No. 2009 — 2013. H. 0,13—0,215; Dm.
d. ÖfTng. 0,085 0,09. —
Dankelgrau.
Zusammengesetzt; an Rand und Henkeln ergänzt
2130. Doppelhenkliger Becher (btTT. ä^qp.)
mit scharf abgeplatteter Standfläche die Henkel ;

setzen unmittelbar an dieser an. Vgl. No. 2014


No. 211H. — 2019. H. 0,185; Dm. d. Öfi"ng. 0,075.
Hellgrau, glatt.
Rand setzt mit einer Horizontalrille ah H. Ein Henkel und der obere Rand ergänzt; zu-

0,185; Dm. Öfthg. 0,155.


d. sammengesetzt.
Rötlichgrau, glimmerhaltig, mit rötlichem Überzüge. 2 131. Doppelhenkliger Becher (beiT. äncp.);
Zusammengesetzt, grössere Stücke am Rande das Ende konisch zugespitzt und abgeplattet.
ergänzt. Der Unterteil nicht zugehörig.
Vgl. No. 2020 — 2024. H. 0,175: Dm. d.

Schalen. Öffng. 0,085.


Teller.
Sonst wie der vorige.
2119. Teller mit Standiing; am
Tiefer Fast zur Hälfte mit einem Henkel ergänzt.
Boden ein den fertig gebrannten Thon ein-
in 2132. Bodenstück eines Bechers mit ein-
gebohrtes Loch. H. 0,065 Dm. d. Od'ng- "-22.
; gedrückter Standplatte; auf dieser ein Kreuz
Grau, glimmerhaltig. eingekratzt. Gr. Lge. 0,05.
Stark ergänzt. Fein, grau.
_2I20. Schale mit eingezogenem Rande und
einem Henkel. Alttroischc Form. 11. 0,0(15; Büchsen.
Dm. d. Öflihg. 0,185. 2133. 2134. 2 Schnunisenbüchsen mit 3
Glimmerhaltig, grau. kleinen Füssen, Form wie No. 204H;
in der
Zusammengesetzt; zur Hälfte ergänzt. gerillt. H. 0,095. 0,07 Dm. d.Öttng.0,055. 0,045.
!

Feinthonig, No. 2133 dunkelgran, No. 2134 heller.


Becher. No. 2133 Rand am Halse, 2 Fiisse ganz, l
teilweise ergänzt. No. 2134 Rand, ein Fuss ganz,
?I2I. Einhenkliger Becher, wie No. 1868
einer teilweise ergänzt.
1878; eljeiifalls mit Horizontalrillen. H. 0,075; No. 2133 abg. Schi. Ilios S. 404 No. 263.
Dm. d. ÖfTng. 0,04.
2135. Schnurösenbüclise mit 3 Füssen,
Rand und Henkel ergänzt.
cylinderförmigem Körper und kurzem Flaschen-
Unterhalb der Horizontalrillen, an beiden Seiten
je ein eingebohrtes Loch. hals; gerillt. H. 0,097; Dm. d. Öffng. 0,03.
Fein, grau.
2122. Doppelhenkliger Becher in der Form Halsrand und Fiisse ergänzt; sehr stark abge-
wie No. 2000 — 2002. H. 0,105; Dm. d. rieben.
Öffng. 0,065. 2136. Bruchstück einer ähnlichen Schnur-
Grau, glimmerhaltig, mit dunkelgrauem Überzüge. ösen buch se mit scharfer Standfläche und
Rand, Henkel und Boden ergänzt.
Umbruch vertikale Am
3 kleinen Füssen.
2123. Doppelhenkliger Becher von ähnlicher Kerben;darüberHorizontalrillen. H. 0,055;
Form, wie der vorige, mit niedriger Stand- Dm. d. Öffng. 0,06.
platte; der Hals setzt weniger scharf ab. H. Fein, grau.
0,095; I^™- 'i- Öffng. 0,07. Fiisse, Schnurösenzapfen, oberer Rand abge-
Hals und Henkel ergänzt. brochen.
;

Die Keramil;. -- II.~A', Ansiedelung. — Nachträge zur I. Abteilung.


97

2137— 2140. 4 Stülpdeckel mit durchbohr- Graubraun, geglättet.


tem Knopfgriff"und vortretendem oberen Rand, Aus vielen Stücken zusammengesetzt; der Hals
und einige Stücke am Bauche ergänzt.
der durchbohrt ist; Verbindung von durch-
Abg. Schi. Ilios S. 446 No. 427.
2142. Niedrige, weitbauchige Flasche mit
kurzem, engem Halse und horizontal ausladen-
dem Rande, ohne Standfläche. H. O, lO; Dm.
d. Öffhg. 0,03.
Th. grünlichgrau, fein, ohne Überzug.
Zusammengesetzt; am Rande und Bauche ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 443 No. 411.
Na. 31JS. No. 2/38.
2143. Niedrige Flasche, nach unten sich er-
lochten Flachdeckeln mit Stülpdeckehi. Dm. weiternd, mit breiter Standfläche und engem,
d. OfFng. 0,05 —0,055. kurzem Halse; oben am Flalse 2 nasenfiirmige
No. 2139. 2140 mit Hori/.on talrillen. Henkelösen. H. 0,00; Dm. d. ( )fihg. 0,04.
No. 2137. 2139 fein, granthonig; No. 2138 biäunlich; In feinem, bräunlichem Thon, mit geglättetem, grün-
No. 2 [40 röllichgrau, mit schwarzgrauem, geglättetem lichbraunem Überzüge. Der obere Teil des Gefasses
Überzüge. Grau und graubraun. ist mit dunkelbrauner, etwas rötlich schimmernder
Bei No. 2137. 2139 die Veitikalwände ias.t ganz matter Farbe überstrichen, eine Technik, die sonst
abgestossen. Bei No. 2140 fehlt der Knopf und nicht beobachtet werden konnte.
ein Teil der Seitenwand.
Zusammengesetzt; ein Stück am Bauche ergänzt.
Wahrscheinlich gehöien diese Deckel zuSchnur- Abg. Schi. Ilios S. 388 No. 242.
ösenbüchsen.
2144. Kleines, kesselartiges Gefäss mit spitz
Verschiedenes. zulaufendem Unterteil, kurzem Hals und hori-
2141. Eiförmige Flasche mit kurzem, engem
zontal ausladendem Rande. H. 0,105; Dm.
Hal.se und zwei vertikalen .Scluilterhenkeln
d. Öfljig. 0,065.
Grau, glimmerhaltig, mit dunkelgrauem Überzüge, ge-
.schmale .Standfläche. II. 0,205; Dm. d. ( )ft'ng.
glättet.
0,04. Zusammengesetzt; am Rande ergänzt; unten ein
Horizontalrillen, gruppenweise, über und unter Loch.
dem unteren Henkelansatz. Abg. Schi. Ilios S. 442 No. 406.

Nachträge zur I. Abteilung


Zur Gruppe 1: gekehlten Ringhenkeln beiderseitigdas plastische
;

Spiralornament. H. 0,21; Dm. d. Öffng. 0,072.


2145. 2146. 2 tiefe .Schüsseln ohne Pro
Zusammengesetzt und teilweise ergänzt.
lilierung des Randes; No. 214A mit abge-
|)lattetem Boden. H. 0,12^.0,075; Dm. d. Zur Gruppe 5:
nflhg. o,,^0.0,175.
Th. lehmig, mit Steinchen durchsetzt, etwas rötlich 2151. 2152. 2 .Schnurösenflaschen mit
gebrannt. Umbruch der Bauchrtäche;
151 mit No. 2
No. 2145 ru.sammenge!.etzt und stark ergänzt; Standfläche und röhrenfiirmigen Schnurösen,
No. 2146 am Rande 2 Stücke ergänzt. No. 2152 mit 3 Füssen und Schnurösenzapfen.
Vgl. No. 284.
H. 0,12. 0,0g; Dm. d. Öffhg. 0,045. 0,035.
No. 2151 zusammengesetzt; der Hals und kleinere
Zur Gruppe 2:
Stücke am Bauche ergänzt. No. 2152 der Rand
2147 2149. 3 Bauchteile von Gesichts- und eine Schnuröse ergänzt.
vasen, No. 2147. 2148 kugelförmig, mit Ring- 2153. Kugelbauchige Schnurösenflasche
henkeln; No. 2149 eiförmig, mit Armansätzen. mit 3 Füssen und zapfenfiirmigen Schnurösen.
Bei No. 2147 der grosse, scheibenförmige H. 0,18; Dm. d. Öffhg. 0,085.
Zusammengesetzt Rand und die Spitzen der
;
Nabel zwi.schen den Brustwarzen. H. 0,075
— 0,021. Füsse und Schnurösenzapfen ergänzt.
2154. Kleines, plumpesSchnurösengefäss mit
kurzem Halse, der mit einem Einschnitt absetzt.
Zur Gruppe 4:
Vgl. No. 516-518. H. 0,09 Dm. d. Öftng. 0,045.
;

2150. Kugelbauchige Deckel amphora, Bräunlich.


ohne Stantlfläche, mit 2 dreigliedrigen, ein- Rand und die Spitzen der Schnurösenzapfen ergänzt.
98 Die Keramik. II. — V. Ansiedelung. — Nachträge zur I. Abteilung.

2155. Kugelbauchiges Schnurösengefäss Zur Gruppe 7


mit rölireiif'örmigen, eingekehlten und ckippelt- Geläss Form Igels oder
2166. eines
Schweines mit
in

3 Füssen. Vgl. No. 607 f. <


826 H. 0,12; gr. Lge. 0,15.
ft".

Um den Hals und am Ausgussrohr ein Kranz von


Tupfen; eine Reihe von solchen auch zwischen den
beiden Vorder- und dem einen Hinterbein.
Hellbraun.
Henkel, Ausgussröhre und ein Fuss ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 422 No. 338.

2167. Bruchstück eines Gefä.sscs in Tierform ,

zu einem ganzen Tiergefäss vervollständigt.


Gv. Lge. 0,1 1.
Antik der Kopf mit 2 ansitzenden Seitenstücken.

Xc. i'/55.
Zur Gruppe 9:
durchbohrten Schnurösen. Vgl. No. 423. H.
2168- 21 71. 4 kleine Kannen (weitbauchige,
0,125; Dm. Öfthg. 0,09.
d.
Zusammengesetzt, fast vollständig.
hohe Becher); vgl. No. 1139— 1155. H. 0,10
Dieses Gefäss kann als Vorstufe zu dem feinen, — 0,12; Dm. d. Öftng. 0,07 — 0,085.
mit der Scheibe gedrehten Gefässe der Gruppe 20 Meist ergänzt.
gelten: No. 2081.
2156. Kanne mit abgeschrägtem Rande Zur Gruppe 10:
und roher Standfläche; der Hals setzt mit
einer breiten F'urche ab. H. 0,23; Dm. d. 2172. Gesichtsvase des Typus b, mit Stand-
Öffng. 0,085. fläche. H. 0,315; Dm. d. Offng. 0,075.
Zusammengesetzt: wenig ergänzt. Auf der Scheibe gedreht.
Zusammengesetzt; die Amistümpfe, Brustwarzen,
2157. Weithalsige, kleine Kanne; am Boden der Rand und einiges am Bauche ergänzt.
eingetieft. H. 0,115; Dm. d. Offng. 0,07.
Ein Stück am Rande ergänzt.
2158. 2159. 2 enghalsige Kännchen mit Zur Gruppe 12:
Mündimg. No. 2158 abgeschrägt,
blattförmiger 2173. Weitbauchige, enghalsige Kanne, als
No. 2159 gerade; Boden abgeplattet. H. 0,095 Schnabelkanne ergänzt. H. 0,15: Dm. d.
— 0,10; Dm. d. Öffhg. 0,04. Öffng. 0,05.
No. 2158 Henkel ergänzt. Hellthonig, ohne Überzug; der untere Teil mit dem
2160. Niedriges Kännchen mit geradem Messer von der Thonmasse abgeschnitten; Standfläche
Mündungsrande. H. Dm. Öffng. glatt und gleichmässig.
0,075; d.
Hals, Henkel und ein Stück vom Bauche ergänzt.
0,055.
2 161. Plum])er Amphorenkrug mit breiter 2174. Kleines Kännchen, mit guter Stand-
Abplattung des Bodens imd 2 vertikalen Ring- flächeund scharf eingekehltem Henkel. H.
henkeln. H. o,iö; Dm. d. Öffhg. 0,07. 0,08; Dm. il. Offng. 0,04.
Ein kleines Stück am Halse ergänzt. (lute Scheibenarbeit; mit dünnem, rötlichem Fiirb-
überzuge.
2162. 2163. 2 Bruchstücke von kleinen Misch-
Der Rand abgebrochen.
gefässen mit niedrigen, vertikalen Rändern;
No. 2162 mit Bandhenkeln, No. 2163 mit
Zur Gruppe 13:
runden Henkeln. H. 0,13. 0,16; Dm. d. Öffng.
0,13- 0,135. 2175— 2180. 6 Giesskän neben verschiedener
Vervollständigt. Form; No. 2180 mit auffallend langem Halse.
2164. Doppelhenkliger Becher, weithalsig, H. 0,09 — 0,014.
ohne Standfläche. H. 0,10; Dm. d. Öffng. 0,085. Vgl. mit der Hand gemachten aus Gruppe 14:
die
Beide Henkel ; der Hals fast zur Hälfte ergänzt. No. 1730— 1738.
Hals und Henkel meist ergänzt; die Gussröhr-
Zur Gruppe 6: chen nur bei No. 2175 und 2179 erhalten.
2165. Kugelbauchige Flasche mit breiter 2181. Grosser, doppelhenkliger Becher (Am-
Standfläche und 2 vertikalen Henkeln. H. phorenkrug) mit niedrigem, hohlem Fu.ss.

0,115; Dm. d. Öffng. 0,035. H. 0,155; Dm. d. Öffng. 0,125.


Der Rand zur Hälfte ergänzt. Intensiv rot.
Die Keramik. - II. — V. An.siedelung. - Nachträge zur I. Abteilung. 90

2182. 2183. 2 einhenklige Becher mit Stand- Grauthonig.


H. 0,085 0,095;
fläclie. — Dm. d. Öffng. 0,065 Zusammengesetzt; der obere Teil,
grössten Teil ergänzt.
I Henkel zum
—0,07.
2198. Doppelhenkliger Becher, weitbauchig,
Hellthonig; No. 2182 roh; No. 2183 mit massig ge-
glätteter Oberfläche. mit Umbruch der Bauchfläche und niedrigem
No. 2182 ein Stück am Rande ergänzt. No. Fuss. H. 0,135; Dm. d. Öffng. 0,085.
2183 fast der ganze Rand mit dem Henkel modern. Üb. rötlich, geglättet.
Hals, Henkel und Fuss ergänzt.
Zur Gruppe 14: 2199. Breite, niedrige Tasse mit einem Henkel
2184. Eiförmiges Scimurösengefäss ohne und schmaler, ungleicher Standfläche. Vgl.
Standfläche, mit verstärktem Lippenprofil. Vgl. No. 1798 1800. —H. 0,05; Dm. d. Öffng.
No. 2155. 2081. H. 0,18; Dm. d. Öffng. 0,08. 0,08.
Graathonig. Mit braunem Farbanfstrich.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; am Rande Zusammengesetzt.
und am Bauche einige Stücke ergänzt. it200. Einhenklige, niedrige Tasse von sin-

2185. Weitbauchiges Gefäss mit kurzem, trichter- guiärer Form. H. 0,06; Dm. d. Öfthg. 0,05.
artig ansitzendem Halse und breiter Standfläche, !
Hellthonig, mit gelbem Farbaufstrich; stellenweise
geglättet.
in der Form an No. 1 506 erinnernd. Am Henkel mit ansitzendem Randstück ergänzt.
Bauche 2 verkümmerte Schnurösenleisten
ohne Durchbohrung und 2 ornamentale _,'>""

Warzen. H. 0,155; Dm. d. (Wng. 0,10;


gr. L'mfg. 0,58.
Th. rötlich, Üb. rötlichbraun, stumpf.
Fa.st der ganze Rand ergänzt.

2186. Weitbauchige Kanne mit kurzem, engem


Halse und Standfläche. Der Bandhenkel läuft 2201. Tasse von singulärer Form, einhenklig.
in die Mündung ein; der Hals setzt mit einer H. 0,065; Dm. d. Öffng. 0,055.
Einsenkung ab. H. 0,23; Dm. d. C>tfng. 0,035. Grobthonig, mit rötlichem, dünnem Farbüberzuge.
Üb. braun, gut geglättet; mit Hrandschaden. Henkel und ein Stück vom Rande ergänzt.
Aus vielen Stücken zusammengesetzt und ergänzt.
2202. Napf, in der Form der Tasse No. 1685
2187— 2189. 3 einhenklige Becher mit mehr entsprechend, mit eingekehltem Bandhenkel.
oder weniger ausladendem Rande. H. 0,075-
H. 0,10; Dm. d. Off'ng. 0,105.
0,01; Dm. d. Öffng. 0,06—0,065. Farbüberzug rotbraun, mit Brandschaden.
No. 2 89 Henkel modern.
1
Henkel und einiges am Rande ergänzt.
2190. Einhenkliger Becher mit langem, engem 2203 Einhenkliger Na])f mit niedrigem, zu-
Halse. H. 0,095; D'"- cl- Öft'ng. 0,052. rückgesetztem vertikalem Rande und Standfläche.
2191. 2192. 2 einhenklige Becher mit engem, Vgl. No. 1545. Dm. d. Öffng. 0,10.
H. 0,10;
kurzem Halse. H. 0,09; Dm. d. Ofl'ng. 0,055. Grobthonig, mit gut geglättetem, rotem Überzuge.
Grauthonig. Henkel und ein Stück am Rande ergänzt. Ab-
Rand bestossen und ergänzt. gerieben.
2193. 2194. 2 einlienklige Becher, weit- 2204. Einhenkliger Napf, mit Umbruch
bauchig, mit scljarf abgesetztem und einge- der Bauchfläche und abgesetztem Rande. H.
zogenem Halse. H. 0,105; Dm. d. Ofthg. o, lo; Dm. Öffng. 0,085.
d.
0,065 —
0,07. Üb. braun; mit Brandschaden.
No. 2193 grau, No. 2194 hellrötlich. Zusammengesetzt; Henkel abgebrochen. Rand
Zusammengesetzt und ergänzt. zum grössten Teile ergänzt. Stark abgerieben.

2195. 2196. 2 doppelheiiklige Becher 2205. Bruchstück eines Napfes mit Bügel-
{hin. dnq).)No. 2195 mit spitzem Ende, No. henkel über der Öffnung, vermutlich als Giess-
2196 abgeplattet. H. 0,12 0,165; Dm. d. — gefäss zu ergänzen. H. 0,085; r)™- d. Öffng.'

Öffng. 0,07 0,075. — 0,10.


Grauthonig, geglättet, No. 2196 mit schwarzgrauem, Grauthonig, roh.
glänzendem Überzüge. Fast zur Hälfte mit dem Bügelhenkel ergänzt.
Zusammengesetzt und ergänzt.
2206. Birnenförmige Flasche mit kurzem,
2197. Dop|iclhenkliger Becher (berr. d)iq).) engem Halse luid roher Abj^lattung des Bodens.
mit abgeplattetem Boden; auf diesem 2 ein-
H. 0,135; Dm. Offng. 0,03.
getiefte Striche; vgl. No. 2029. H. 0,235; Hellbraun.
Dm. d. Öffng. 0,0g. Rand ergänzt.

13*
lOO Die Keramik. II. —V. Ansiedelung. — Nachträge zur I. Abteilung.

2207. Stülpdeckel ohne Bügelgriff, mit ver- Bruchstücke.


kümmert er Gesichtsbildung: eine gebogene 2212. Pappschachtel mit 62 zapfenförmigen
Augenbrauenlinie, darunter die Spuren eines Griffen oder Füssen.
vertikal ansitzenden Zapfens, der verkümmer- 2213. Pappschachtel mit 17 Bruchstücken von
ten Nase. H. 0,097; Dm. d. Öffng. 0,11. Deckel am phoren: Handhaben oder flügel-
Th. graubraun, mangelhaft geglättet. artige Ansätze.
Der untere Rand an mehreren Stellen ergänzt;
2214. Pappschachtel mit 12 Bruchstücken von
Nase bestossen.
2208. Stülpdeckel ohne Bügelgriff; die obere
Deckel am phoren mit plastischen Spiralen.

Deckelplatte dachförmig mit Abplattung. H. 2215. Pappschachtel mit 6 Bruchstücken von


0,083; Dm.Öffng. 0,09.
d.
Böden mit 3 kleinen Füssen.
Th. schmutziggrau, mangelhaft geglättet. 2216. Pappschachtel mit 26 Bruchstücken mit
Der untere Rand z. T. ergänzt. ansitzenden Henkeln.
2209. Stülpdeckel, glockenförmig mit Bügel- 2217. Pappschachtel mit 33 Bruchstücken mit
griff. H. 0,085; Dm. d. Öffng. 0,09. plastischen Ansätzen.
Th. fein, glimmerhaltig, geglättet.
rot, 2218. Pappschachtel mit 21 Bruchstücken
Der untere Rand bestossen.
mit der alten Inventamummer 7923. Davon
Abg. Schi, llios S. 605 No. 11 18.
2210. Stülpdeckel, gewöhnlicher Form, mit gehören 20 zu einem auf der Scheibe ge-
drehten Gefässe; ein Stück mit einem Aus-
Knopfgriff, an dem 3 Spiralranken sitzen. H.
Dm. d. Öffng. 0,10. gussrohr stammt von einem anderen.
0,07;
Th. fein,braun, fest; Farbaufstrich braun. 2219. Pappschachtel mit 43 verschiedenen
Fast zur Hälfte ergänzt. Bruchstücken.
Abg. Schi. llios S. 600 No. 1093. 2220. Pappschachtel mit 11 Bruchstücken
221 Schale, mit abgesetztem und einwärts
1.
von Gefässen.
gerichtetem Rande. H. 0,07; Dm. d. Öffng. 2221. Pappschachtel mit 62 Bruchstücken
0,19. von Gefässen.
Grauthonig, mit Brandschaden.
Rand 2222. Pappschachtel mit 90 Bruchstücken
Zusammengesetzt; ein Stück mit ergänzt.
Mit Getreide angefüllt. von Gefässen.
n. Abteilung.

1. Ornamentierte Gefässe der ersten und zweiten Periode.

A. Gefässe ohne systematische Verteilung Die obere Hälfte des Bauches durch 4 vertikale und
der Ornamente. 4 horizontale Furchen netzartig gegliedert; am Halse
eine Horizontalfurche.
2223. .Sclinurösenflasche mit Umbruch der In der Technik der Gruppe 6, braun.
Bauchfläche, kurzem Halse und 3 Füssen. Zusammengesetzt; Henkel und der grösste Teil
des Mündungsrandes ergänzt.
H. o, 12 Dm. d. Otrn;;. 0,04.
;

Die SchuIterHäche ist übeiaogen mit 6 losen Hori-


zontalreihen von länglichen Stichpunkte h.
In der Technik der Gruppe 6 grau. ;

Zusammengesetzt die Füsse, eine Schnuröse


;

und ein Stück am Bauche ergänzt.


Abg. Schi. Ilios S. 406 No. 271.
Über die verschiedenen Verziemngsmanieren
vgl. „Troja-Ilion" S. 273 f.

2224. Schnurösenflasclie, wie die vorige.


H. 0,105; I^'n. ('• f>ffng. 0,045.
Auf der Schulterfläche Stichverzierung; die Ver-
tiefungen haben die Form von kleinen Dreiecken,
an deren Ba.«is der Thon häutig zusammengedrückt ist.
Abg. Schi. Ilios S. 592 No. 1020.
2225. Deckelamphora mit liohen Hand-
haben und plastischen Spiralen ohne Stand- ;

fläche. H. 0,17; Dm. d. Öffiig. 0,05.


Überzogen mit einem sich netzartig ausdehnenden
System von aneinandergereihten Kreisornamenten.
No. 2227.
Da.s Einzelornaraent entsteht durch Eindrücken eines
Strohhalmes oder dergl. Auch auf den Spiralen und
Henkeln finden sich solche Kreise, auf den Henkeln 2228. Linsen fiirmige Kanne. II. 0,145; Dm.
ausserdem noch 2 Furchen. (1.Offng. 0,055.
In der Technik der ersten Periode; bräunlichgrau, Beide Seitenflächen durch vertikale und schräg laufende
z. T. geflammt. Ritzlinien wie mit einem Netze überzogen.
Die Handhaben und 1 Henkel ergänzt. In der Technik der Gruppe 6, dunkelbraun.
Abg. Schi. Ilios S. 620 No. 1188. Henkel und Halsrand ergänzt.
2226. Deckelamphora, kugeibauchig Abg. Schi. Troja S. 151 No. 61.
mit
massiver Fussplatte, hohen Handhaben und 2229. Schniirösenkrug, vermutlich mit nie-
plastischen Spiralen. H. 0,28; Dm. d. Öffhg. drigem Hohifuss. H. o, 1 95 Dm. d.Öffng. o, 105.
;

0,085. Das ganze Gefäss ausser dem untersten Teile des


Das Grundmotiv für die Ornamentik bildet das Zweig- Bauches überzogen mit Vertikalreihen von eingetieften
ornament; es tritt auf:als Halsband am Halse; Grulien, die in Gruppen zu zwei sich nebeneinander
an den Ausseuflächen der Handhaben kreuzartig; am reihen. Meistens sind die Gruben mit einer grau-
Bauche um die Ringhenkel herum netzartig. wei-ssen Masse ausgefüllt; doch ist es nicht sicher,
In der Technik der Gruppe 6, braun, stark geschwärzt. ob dies eine kün.stliche Masse oder die in den Tiefen
Aus vielen Stücken zusammengesetzt; Teile am festsitzende Erde ist.
Halse, am Bauche und an den Spitzen der Hand- In der Technik der Gruppe 5, scliwarzgrau, gut ge-
haben ergänzt. glättet.
Ein grosses Stück vom Halse mit dem Rande
2227. Bauchige Kani.e mit engem Halse und
und die Schnurösenzapfen ergänzt; Fuss abge-
abgeplattetem Boden. H. 0,1 85; Dm.d. ( )frng. brochen.
0,03. Abg. Schi. Ilios S. 411 No. 298.
;

I02 Die Keramik. II. — V. Ansiedelung — II. Abteilung.

Schnurösenkrug mit niedrigem Hohl- C. Gefässe^imit systematischer Verteilung


2230.
fiiss; Schnurösen rölirenförniig. H. 0,24; Dm. der Ornamente.
d. Öffng. 0,09.
a) Hals- und Brustornamentik.
Am Halse Verlikalreilien von rohen, eingetieften
Gruben, die zu 4, 5 oder 6 sich zusaramenreihen 2235. Roher Amphorenkrug mit 2 hori-
dazwischen Zickzacl; linien. Am
Bauche vertikale Henkeln und breiter
zontal ansitzenden schrägen
Zickzacklinien, die zwischen Horizontal furchen
Standfläche; auf einer Seite sitzen neben den
vom Halse bis zum Kusse sich hinziehen.
In der Technik der Gruppe 5, schwarzgrau. Henkeln spitze Brustwarzen. H. 0,17; Dm.
Zusammengesetzt; am Rande und Bauche einige d. Öffng. 0,09.
Stücke ergänzt; die Schnuvösen fast ganz modern. Am Halsschmuck mit herab-
Halse ein richtiger
hängenden Bommeln: um den Hals laufen ziem-
. Abg. Schi. Ilios S. 333 No. 162.
lich unregelmässig 3 Horizontalfurchen ; auf der Seite

2231. Schnurösenkrug, nacli unten sich

verjüngend. Schnurösen röhrenförmig. H. 0,235;


Dm. d. (')flng. 0,11.
Am Bauche Vertikalreihen von kurzen schrägen,
dicht nebeneinander gesetzten Furchen.
In der Technik der Gruppe 7 ;
gelb.

Zu.sammengesetzt und stark ergänzt: nur eine


Schnuröse antik. Oie Form sicher.

2232. Bruchstücke eines Schnur<isen kruges.


H. 0,20; Dm. d. Ofliig. o.OQ.
Mit Resten von eingetieften haken- und wellen-
förmigen Furchen, am Halse vertikal, am Bauche
horizontal.
No. 22S5-
In der Technik der Gruppe 6, dunkelbraun.
Zu einem ganzen Gefasse vervollständigt. der Brustwarzen, d. h. auf der Vorderseite, zweigt
sich eine herabgehende Furche ab und an
tiefer
dieser nach unten Hakenornamente: jjj Die Brust-
mit Hals- und
.

B. Gesichtsvasen
warzen mit eingetieften Linien umzogen.
Brustschmuek. In feinem, hellgebranntem, glimmerhaltigem Thon.
Zusammengesetzt; kleinere Stücke am Halse
2233. Grosse Gesiclitsvase des Ty))us ;t mit und Bauche ergänzt.
am Bauche. H.
starken Vertikalhenkein o,(>2; Bei der Unterscheidung von Vorder- und Rück-
seite ist hier die Nachahmung des menschlichen
Dm. d. Öffng. 0,235.
Schmuckes ganz sicher.
Am Halse ein plastisches, dnrch Fingereindrücke ge- Abg. Schi. Ilios S. 644 No. 1304.
gliedertes Band. Über die Brust läuft ein breites,
Vgl. ..Troja-Ilion-' S. 275 Beilage 37 No. II.
durch parallele querlaufende liinschnitte gegliedertes
2236. Kilnnchen mit niedrigem Hohlfu^s
Schärpenband; es geht von der rechten Seile aus,
läuft über die linke Schulter und endet hinten am
und drei ornamentalen Warzen. H. 0,105;
Rücken in einem übergreifenden Querriegel. Dm. d. Öffng. 0,025.
Mit der Hand gemacht.
Abg. Schi. Ilios S. 386 No. 235.

2234. Kleine Gesichtsvase des Tyjnis a mit


besonders stark hervortretenden Brüsten und
^^c^ /f« AV. 2y6-.

Nabel. H. 0,08; Dm. d. Öffng. 0,025.


Am Halse ein Gehänge mit hakenförmigen Bommeln,
Um den Hals eine dreifache Halskette, auf der ähnlich wie bei No. 2235. Warzen und Henkel
Brust ein Kreuzband, dessen Schnittpunkt durch durch 2 Horizontalfurchen verbunden.
einen Tupfen hervorgehoben ist, beides in Form von In gelbem, glimmerhaltigem Thon, z. T. stark ge-
Furchenverziernng. Augen und Mund sind Tupfen schwärzt.
mit centralem Stichpunkt. Auf dem Nabel ein Motiv Hals und Henkel ergänzt.
der Wirtelornamentik, Vgl. „Troja-Ilion" S. 275 Fig. 163.
llellthonig, gut gebrannt, wie in der 2. Periode. 2237. Kleiner Napf mit Bügelhenkel über
Halsrand, Armstumpfe, Brustspitzen abgebrochen. der Öffnung. H. 0,07; Dm. d. Öffng. 0,06.
Wichtig ist das Zusammengehen der Ornamentik Am Halse ein Gehänge mit Bommeln von ähnlicher
mit der Wirteldekoration, sowohl technisch, wie Form wie bei No. 2236.
formell. Hellbrauner, glimmerhaltiger Thon, wie in der 2.

Abg. Schi. Troja S. 212 No. loi. Periode.


Die Keramik. II. — V. Ansiedelun". II. Ahteiliin". 103

2238. Fassföriniges Kännchen mit niedrigem In feinem, dunkelpraueni, glimmeilialtigeni Thou,


massivem Fuss. H. o, r r Dm. d. Ofi'nn;. 0,025.
=; :
etwa inder Technik der Gruppe 6.
Hals und i Schnurösenzapfen ergänzt.
2242. Bruchstück eines tciigeibauchigen l<leinen
Schnurösengelässes mit je einer Warze
auf jeder Seite, zu einem ganzen Geßisse ver-
vullsländigt. H. o,oc) ; Dm. d. Offng. 0,05.

Art. 22jS.

Am Halse unten eine Horizontalfurche; darunter


X... -J4-J.
eine Tupfenreihe, Nachahmung einer Perlenschnur;
einige Tupfen auch tiefer unten in der Mitte des Mit Bommelschniuck: von 2 Horizontalfurchen
Bauches. hängen je 2 Bommeln etwa in Fonn eines um-
Grauer, festgebrannter Thon, roh. Handarbeil. gekehrten griechischen l'si herab.
Hals. Henkel und Fussplatte ergänzt. In der Technik der Gruppe 6, graubraun.
Der ganze Boden mit den 3 Füssen, ein Teil
2239. Kleines Fl.'lschclien mit .3 Füssen und
des sich anschliessenden Bauches, die Schnurösen
Schnurlöchern am Halsrandc. H. 0,085; Dm. und der Halsrand ergänzt.
d. Oß'ng. 0,023. Abg. Schi. Ilios S. 407 No. 278.
Am Halse eine Horizontalfurche, darunter auf Vgl. „Troja-Ilion" S. 275 Beilage 37 No. I.
dem oberen Teile des Bauches eine Tupfenreihe, 2243. Kleiner Beclier. H. 0,06; Dm. d. (^flng.
wie bei \o. 2238.
0.0s.
Gewöhnlicher, grauschwarzer Thon. Handarbeit.
Zusammengesetzt 2 Füsse mit dem Bodenstück
;

ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 454 No. 454.
y.ii No. s24y.
2240. Plumpes Schnurüsengefüss. H.o,o<);
Dm. d. ( )flng. 0,03.
Am Halse ein Halsband, bestehend in einer Zick-
zacklinie zwischen je 2 Horizonlalfurchen. Mit
Vom Halse h.'ingt über die Schulter hinweg ein Ge-
weisser Masse ausgelegt.
hänge mit geraden, stabförmigen Bommeln; zwischen In gewöhnlichem grauem Thon mit Glättung.
Fast der ganze Rand modern.
Vgl. Troja-Ilion S. 275 Fig. 163.
2244. .Schnurösenkrug mit 3 Füssen. H.
0,177; Dm. d. Oft'ng. 0,095.
Mit mehrgliedrigem Halsband: Tupfenreihe und
Zickzacklinie zwischen Horizontalfurchen.
In der Technik der Gruppe 7, stark ge.schwärzt,
sonst rötlich.
Ein grosser Teil vom Halse und Bauche ergänzt.
diesen Tupfen, Verbindung eine.s Bommelschmnclci
mit einer Perlenschnur; vgl. die vorigen.
In grobem, mit Glimmerfetzen und Steinen durch-
setztem, braungrauem Thon mit loher Oberfläche.
Ein Stück am Halse ergänzt.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 275 Fig. 163.
2241. Srhiuir(")sengef<'iss. H. 0,075; Dm.
(1. (jtTiig. 0,045. Zu No. 224^.
Unter dem Halse die Reste eines stabförmigeu
Bommel Schmucks (vgl. No. 2240), aber ohne 2245. Kleines Schnurösengef.'iss. H. 0,10;
Tupfen. Dm. d. Ößiig. 0,035.
I04 Die Keramik. II. V. Ansieilelung. II. Abteilung.

Am Halse mehigliedriges Halsband: Zickracklihie Mit einfachen Halsbändern, die bei No. 2248.
zwischen Horizontalfurchen, daran anhängend Haken- 2249 auf die obere Schulter gerückt sind: bei diesen
ornamente; darunter Horizontalfurche. rohe Zickzackbänder zwischen Horizonlalfurchen, bei
In gelbem, leicht gerötetem, fest gebranntem rohem No. 2250 Hoiizontalband mit Vertikalstrichen gefüllt.
Thon. Mit der Hand gemacht.
Halsrand ergänzt. No. 2249. 2250 vervollständigt.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 275 Fig. 163. 2251. Roher Schnurösenkrug mit massiver
2246. Kleines Schtuiröseugefäss. FI. 0,087; Standpkitte. H. 0,15; Dm. d. Öfliig. 0,065.
Dm. (1. Öff'ng. 0,04. Mit doppelgliedrigem Halsband, das auf die obere
Auf der Schalter: 3 Tupfenreihen mit centralen Stich- Schulter gerückt ist: oben eine Reihe von tiefen,
punkten zwischen Reihen von vertikalen Strichelchen; grulienförmigen Tupfen, darunter Zickzacklinie
zwischen Horizontalfurchen. Ausserdem auf beiden
Seiten je ein plastisches bogenförmiges Ornament.
In der Technik der Gruppe 7.
Der Hals zur Hälfte zerstört ein Stück am
;

Bauche ergänzt.
2252. Rohes Kännchen init Ausgussroln- und
Strickhenkcl. H. 0,115; I^'"- ^^- ^ 'ff"g- 0,04.
Mit Halsbandauf der oberen Schulter: Zickzack-
liniezwischen Horizontalfurchen.
In der Technik der Gruppe 4.
Zusammengesetzt; am Bauche und Halse ergänzt.
2253. Bruchstück vom Bauche einer .Schnur-
ösenf'lasche mit 3 Füssen. H. 0,165; Dm.
d. Öffng. 0,04.
Ay>. 2246. Im oberen Teile der Schulter ein Horizontal-Band
mit Zickzacklinie; in den unteren Winkeln des
darunter eine Tupfeureihe ohne centrale Slichpuiikte; Zickzacks mehrfach ein Füllstrich.
von diesen Tupfen laufen Vertikalstriche ab: Verbin- In der Technik der Gruppe 4.
dung von Perlenschnuren mit Bommel seh muck. Vervollständigt, der Hals nicht zugehörig.
In festgebranntem, rötlichem Thon Handarbeit.
;
2254. Fläschclien mit niedrigem Hohlfuss.
Der grösste Teil des Randes und die Schnur-
ösen ergänzt.
H. 0,095; Dl"- '•• Öffng. 0,03.
Mit einem auf die Schulter gerücktem Halsbande:
2247. Kleines, rohes Schnuiösengefilss.
mit ungleich verteilten Vertikalstrichen.
H. 0,07; Dm. (1. ÖflTng. 0,03. In der Technik der Gruppe 5, braun.
Am Halse: Hoiizontalfurche, Band mit vertikalen Hals und ein grosser Teil der Schulter ergänzt.
Strichen gefüllt; auf der Schulter: Tupfenreihe mit
2255. Rohe linsenfcirmige Flasclie mit 2
centralen Stichpunkten; darunter lohe Zickzack- oder
Wellenlinie.
kleinen Kinghenkeln und kurzem Halse (Feld-
In der Technik wie No. 2240. flasche). II.o. 1
35 T^ni. (l.(")frni;-. 0,03 5x0,04.
;

Rand bestossen, Schnurösen durchbrochen.


Abg. Schi. Ilios S. 405 No. 269.

No. 2255.

Am Halse zwischen den Henkeln eine Verdickung,


die in der Art der Halsornamentik mit kleinen
Aö. 22^r.
Vertikalstricheln belebt ist.

von Gewöhrdicher grauer Thon, etwa wie in Gruppe 5.


2248—2250. 3 Bruchstücke Schniir-
Zusammengesetzt; der obere Hals ergänzt.
(jsengefässcn. H. 0,10— 0,14; Dm. d. Öffng.
Abg. Schi. Ilios S. 449 No. 435.
0,06 —
0,07. Vgl. „Troja-Ilion" S. 270 Fig. 15t).
Die Keramik. II. — V. Ansiedelnn". II. AhteiliiD'j.
105

2256. Schnurüsenfläschchen mit 3 Füssen In gelbgrauem, glimmerhaltigem Thon, etwa in der


und je einer Warze auf jeder Seite.; Hals Art der Gruppe 14.
Henkel und fast der ganze Halsrand ergänzt.
lang und eng. H. 0,095; Dm. d. Öffng. 0,02.
Unlen am Halse ein plastischer Halsring, von dem
kleine Bommeln herabhängen in Foim von kurzen
Einliefungen ; in diesen vereinzelt Spuren von weiss-
licher Füllmasse.
In gewöhnlichem, grauem, glimmerhaltigem Thone,
etwa wie in Gruppe 5 oder ö.
Schnurösen und ein Stück am Halse ergänzt;
Warze abgestossen.
eine
2257. Kannchen mit niedrigem Hohlfuss
und 4 Warzen am Bauche, zwei davon sind
vom zusammengerückt und von einer Kreis-
linie umzogen. H. 0,085; Dm. d. ( )fing. 0,03.
Am vorderen Teile des Halsrandes rohe Vertikal-
striche, die auf einer Horizontalfnrche antslehen:
darunter eine zweite Horizontalfurche. Derivat eines
Halsbandes mit vertikalen Bommeln.
No. 2261.
In sehr grobem, rötlich grauem Thone.
Der Henkel und die Hälfte des Halsrandes er-
gänzt, 2262. Kugelbauchige Schnurösenflasche mit
Kanne 3 Füssen. H. 0,125; l^^- <^1- ÖHhg. 0,044.
2258. Plumpe mit roher Standfläche
und blattförmig zusammengedrückter Mündung.
H. 0,15; Dm. (1. )rthg. 0,04x0,05. (

Um den Hals hei um: rohe Vertikalstriche, die Deri-


vate der Bommeln am Halsschmuck.
In feinem rötlichem glimmerhaltigem Thone, etwa
von der Art wie in Gruppe 14.
Am Bauche sitark besto.'iseii.

2259. Schnurösengefilss,
Kleines mit
langem, engen) Halse und je 2 Warzen auf
jeder Seite. H. 0,085: Dm. d. ()Hiig. 0,034.
Am Halse auf beiden Seiten je 2 (iruppen von 2
langen VertikaKtrichen dazwischen ein Tupfen mit
;

centralem Slichpunkt; je ein solcher auch unter den


Sirichreihen am Ende des HaNes eine Horizonlal-
:

furche; zwischen den Warzen je ein Tupfen mit


centralem Stichpunkt; zwischen Waizen und Schnur-
ösen je 5 horizontale Striche.
Graugcllier Thoü, etwa der An wie in Gruppe 7.
Halsraiid und die Spitzen der Schnurösenzapfen
ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 388 No. 241.
2260. Weites Künnclien mit 2 seitlichen
Warzen unterhalb des Randes. H. 0,07 ; Dm. Der Hals besetzt mit 3 Horizontalreilien von schrägen
d. ÖfTng. 0,06. Stichpunkten, die nach der Art des Zweigornaments,
Der obere Rand mit kuizen Veitikalstrichelchen aber ohne Mittelgiat gestellt sind: CiCi
Vgl. die
besetzt. Wirtelornameniik.
In grobem löllichem Thone, roh. In der Technik der Gruppe 14: Feiner rötlicher
Henkel und Boden, sowie ein grosser Teil am glimmerhaltiger Thon mit Glättung.
Bauche ergänzt. Füsse und der grösste Teil des Halsrandes
2261. Kännchen mit langein, engem Halse. ergänzt.

H. 0,095 I^f"- •''ffng. 0,035.


!
<^'-
2263. Kanne mit starken Vertikalriefeln am
Am vorderen Teile des Halses 2 Vertikalbänder, Bauche. H, 0,13; Dm. d. Öffng. 0,056.
gefüllt mit 2 Stichpunktreihen; diese unten am Halse Am unteren Teile des Halses horizontales Zweig-
mit dem Henkel durch je eine feine Zickzacklinie muster.
verbunden. Hart unter dem Halse Horizontalfurche i Bräunlicher, teils geröteter sandiger Thon; Technik
mit 2 Reihen Stichpunkten; davon gehen am Henkel der Gruppe 14.
je eine vertikale Zickzacklinie ab, die bis zum Boden Henkel und ein grosses Stück vom Rande und
reichen; ausserdem 2 kleinere Zickzacklinien mehr Halse ergänzt.
nach der Mitte zu. Abg. Schi. Ilios S. 438 No. 389.
14
-

io6 Die Keramik. — II. — V. Ansiedelung. — II. Abteilung.

2264. Bruchstück eines kleinen Schnur('>sen- b) Veriikalmusier im Anschluss an den Bommel


gefasse.s mit 3 Füssen. H. 0,06; Dm. d. schmuck der Halsornamentik.
Öffiig. 0,035.
Mit Resten von Vertikalstrichen am Halse. Die 2277. Schnurüsenkrug Füssen und
mit 3
Schnurösen durch eine Horizontalfurche verbunden 2 volutenartig eingerollten Hantlhaben, die
und nach unten zu rechtwinklig umgrenzt: "tzT wie Schnurösen durchbohrt sind; an einer
Der Rand mit dem grössten Teile des Halses
Seite sitzt neben dieser Handhabe ein kleineres
ergänzt.
Gefäss an. H. 0,243; Dm. d. üflfng. 0,1 I2.

Ni>. 2263.

2265. Miniaturgesichtsvase des Typus b,


mit Hals- und Brustschmuck; vgl. 2234.
H. 0,035; Dm. d. Öfl'ng. 0,015.
Hellthonig, roh ; an der Oberflüche Spuren von Stroh-
teilchen.

2266—2270. 5 Miniaturgefässe, No. 22Ö8.


2270 mit Warzen. H. 0,035 0,055; Dm. — Mit Bommelschmuck: am Halse 5 Horizontal-
d. Öffng. 0,02 — 0,045. furchen; von der untersten hängen auf jeder Seite je
3 Bänder in B'orm von je 3 Vertikallinien herab, an
Mit einfachen Horizontalfurchen am Halse oder Rande;
deren Enden je ein grosser Tupfen eingetieft ist.
No. 2268 mit einer zweiten tiefer sitzenden Horizontal-
Auch die Voluten sind durch Längsfurchen oben
furche und einem Tupfen an Stelle der 3. Warze.
und an der Seite gegliedert.
In roher Technik.
Th. hellbraun, ungleichmässig gebrannt. Handarbeit.
Bei No. 2267. 2268 Henkel ergänzt.
F'ast der ganze Halsrand und die Fussspitzen
2271—2273. 3 Miniaturgefässe. H. 0,035 — modern; auch der Rand vom kleineren Gefässe
0,04; Dm. d. ÖH'ng. 0,02—0,03. ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 591 No. 1025.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 277 Beilage 37 No. VII.

l^W^^ Zv No. 22JJ.


\ 2278-2280. 3 Schnurösenkrüge
Form, No. 2278. 2279 mit hohen Hohlfüssen;
vgl. No. 501. H. 0,125 —
0,215; D'"- '1- Öffng.
primitiver

Mit Horizontalbändern am Rande, Halse oder obi


0,08 — 0,1 1.

Teile der Schulter: gefüllt mit Vertikalstrichen.


Am Halse: 3 oder 4 Horizontal furchen; am
Bauche: um das Gefäss herum Vertikalfnrchen,
In roher Technik.
die bis an den Fuss oder Boden herabreichen, bei
Bei No. 2272 am Rande ein Teil, bei No 2273
No. 2279. 2280 auch von den Horizontalfurchen aus
der Henkel und die Mündung ergänzt.
gehen. An der Seite der Schnurösen beginnen die
Vgl. „Troja-Iliou" S. 275 Fig. 163.
Vertikalfurchen erst unterhalb derselben.
2274—2276. 3 Miniaturgefässe. H. 0,0 25- In der Technik der Gruppe 5.
0,06; Dm. d. Öfühg. Zusammengesetzt und bestossen No. 2279. 2280;

auch ergänzt.
0,013-0,037.
No. 2278 abg. Schi. Ilios S. 589 No. 1014.
Mit Bommelschmuck;
No. 2279 „ „ „ S. 414 No. 304.
bei No. 2274 stabförmig,
bei No. 2275 haken- 2281. Schnurösenflasche mit Umbruch der
förmig, bei No. 2276 Zu Na. 22^4.
Bauchfläche und niedrigem Hohlfuss; das
fransenartig.
In roher Technik.
Halsstück nicht zugehörig. H. 0,13; Dm. d.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 275 Fig. 163. Öffng. 0,04.
Die Keramik. II. — V. Ansiedehing. — II. Abteilung. 107

Auf beiden Seilen der Schulter je 4 tiefe Vertikal - plastischer Ring, der durch kleine Kerben ge-
furchen, die bis an den Umbruch der Bauchfläche gliedert ist. H. 0,135; Dm. d. Öffng. 0,04.
reichen.
Hellthonig, in der Technik der Gruppe 14.
Zusammengesetzt; die Verbindung vonHalsstück
mit Unterteil ergänzt.
2282. Fläschchen. H. 0,08; Dm. d. ÖfFiig.
0,025.
Mit gleichen Abständen von einander entfernten
5, in
Ver 1 f uj c h e n.
t i ka
Th. braun, Üb. biaun, gut geglättet.
Der obere Teil ergänzt; Halsstück nicht zu-
gehörig.
2283. Miniatur-Schnurösengefiiss mit je
,^nasenfömiigen Ansätzen auf jeder Seite.
H. 0,067; ß'"- ÖHiig. 0,025.
<^'-

Über den plastischen Ansätzen eine Horizontal-


furche, von der Vertikalfurchen bis auf den
Boden herabhängen.
Roh.
Am Rande ergänzt; eine Schnuröse modern. Von dem Halsringe auf der Schulter je
laufen

Abg. Schi. Ilios S. 414 No. 307. 3 Gruppen von — etwas schräg gerichteten
7,
Vertikallinien bis an den Umbruch herab.
2284. Miniatur-Schnuröseiigefii.ss mit 3 Th. schwarzgrau, fein; Technik der Gruppe 6.
Füssen inid je einem starken Vorsprunge auf Zusammengesetzt; am Bauche und Halse ergänzt.
jeder Seite. H. 0,05; Dm. d. ( JfTng. 0,025.
Am Rande 3 Horizontal furchen; von der 228g. Eiförmige Kanne mit Schnabelmündiing
untersten hängen je 2 vertikale fa.^t bis zum Boden und Bandhenkel. H. 0,30; Dm. d. Öfl'ng. 0,04.
herab.
Hellthonig, roh.
Die Füsse, Schnurösenzapfen und der eine
Vorsprung abgestossen.
2285. Miniatur-Sclinurösengefäss. H.0,04;
Dm. d. Öff'ng. 0,015.
Mit Vertikallinien, die von einer ho rizontalen
Reihe von feinen Stichpunkten herabhängen. Am
Halsreste ebenfalls Spuren von Verlikallinien.
Roh.
Fast der ganze Hals abgebrochen.
2286. Kugelbaucliige Sclinurö.senflasche
mit 3 Füssen. H. 0,17; Dm. d. Ortng. 0,05.
Am Halse die Reste von 2 Horizontalfurchen;
von der untersten hängen auf jeder Seite je 3 Gruppen
von je 3 Ver tikalfurchen fast bis zum Boden
herab; je 3 kürzere unterhalb der Schnurösenzapfen,
die fiir sich an ihrer Oberseite durch 3 Furchen ge-
gliedeit sind; letzleres auch bei den Füssen. Vgl.
No. 2277.
In der Technik der Gruppe 5, braun.
Zusammengesetzt; fast der ganze Hals, Stücke
vom Bauche und 2 Füsse ergänzt der dritte an ;

der Spitze abgestossen.


2287. Sciinuii'isenflasche. 11.0,135; Dm.
d.( >ffrig.
0,055.
Auf beiden Seiten je 3 Gruppen von 2 breiten
Vertikalfurc lien ohne die Horizontalfurchen am
Halse.
Th. rötlich, grob; Üb. rötlichbraun, geglättet, Hand-
Unterhalb des Halses auf der Schulter 4 flache
arbeit.
Schnurösenzapfen und einiges am Rande ergänzt; Horizontalfurchen ; von der untersten hängen auf
der Überzug fast ganz abgesprungen. 3 Seilen des Gefässes je I Gruppe von 4, bezw. 7
Vertikal furchen herab, die nicht bis an den
2288. Weitbauchige Sclinurösenfiasche mit
Boden reichen; eine vierte (irnppe unterhalb des
kurzem Halse und Umbruch der Bauch- Henkels. Dieser selbst durch 2 Längsfurchen ge-
wancUing; am oberen Teile der Schulter ein gliedert.

14*
io8 Die Keramik. II.- V. Ansiedelung. -- II. Abteilung.

In der Technik der Gruppe 6; mit dickem rötlichem, Am Halse; ein Horizontalband, gefüllt mit Stich-
z. T. geschwärztem Überzuge. punkten; am Bauche: vom Halsbande herabhängend
Zusammengesetzt; der Mündungsrand wohl falsch bis zum Boden auf jeder Seite 3 Vertikalbänder,
in abgerundeter Form ergänzt. ebenfalls mit Stichpunkten gefüllt.
Abg. Schi. Troja S. 157 No. 73. In der Technik der Gruppe 6; graubraun.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 277 Beilage 37. Zusammengesetzt; bis auf die Schnurösenzapfen
vollständig.
2290. Kugelbauchiges Schnabelkännchen An Stelle der Furchengruppen treten also die
mit Strickhenkel und eingedrücktem Boden. gefüllten Bänder.
H. 0,185; Dm. d. Öffng. 0,025. Vgl. „Troja-Ilion" S. 277 Beilage 37.
Am Bauche: 5 Gruppen von je 2 tiefen Vertikal- 2295. Schnurösengefilss mit 3 Füssen.
furchen, die nicht bis zum Boden reichen; ohne H. 0,135; Dm. d. Öffng. 0,06.
Horizontalfurchen am Halse. Vgl. No. 2289.
Am Halse 3 Horizontalfurchen; am Bauche:
Grauthonig, in der Technik der Gruppe 6. davon herabhängend je 2 breite Vertikalbänder,
Schnabelspitze und am Bauche .stark ergänzt.
mit Stichpunkten gefüllt; auf der einen Seite stehen
2291. Weithalsiges Künnchen. H. 0,11; diese Bänder auseinander; neben einem derselben
Dm. eine einzelne Stichpunktreihe; auf der anderen Seite
d. Off'ng. 0,065.
ohne Zwischenraum nebeneinander.
Am Halse 3 Horizontalfurchen; von da bis zum
Gruppen von je 3 Vertikalfurchen. In der Technik der Gruppe ö; grau.
Boden 5
Füsse und einiges am Bauche ergänzt.
2
Vgl. die vorigen.
Schmutzig grauer Thon, grob ; in der Technik der Abg. Schi. Ilios S. 406 No. 270.
Gruppe J.
2296. Schnurösenkrug mit j Füssen.
Rand und Henkel ergänzt. H. 0,15; Dm. d. (Jffng. 0,075.
Schnabelkännchen mit zurück- Die Halsoniamente fehlen. Am Bauche zwei weit
2292.
auseinanderstehende, vertikale Doppelbänder,
gebogenem Halse ; dieser setzt mit einer
die nicht den Boden erreichen; das eine davon ein
Horizontalfurclie ab. H. o, i 1 5 ; Dm. d. Öffng. Band mit Stichpunkten; das andere eine Ait von
0,02. Flechtband.
Am Bauche Gruppen von je 3 Vertikallinien,
3 In der Technik der Gruppe 7, gelb.
die nicht bis auf den Boden reichen. Zusammengesetzt; am Halse und Bauche stark
Th. fein gelb; Technik der Gruppe 14. ergänzt; Füsse abgestossen.
Die Schnabelspitze modern. Abg. Schi. Ilios S. 398 No. 251.

2293. Dopi^elhenkliger Becher. H. 0,095; 2297. Schnurösenflasche; Hal.sstück nicht


Dm. d. Öffng. 0,05. zugehörig. H. 0,20.
Am Halse 3 Horizontalfurchen; von da auf jeder Am Bauche auf beiden Seiten je 3 Vertikal -
Seite je 2 Gruppen von 4 —
5 Vertikalfurchen; band er; die äusseren doppelt mit einfacher Stich-
bei einer derselben zwischen 2 Vertikalfurchen je i
punktreihe; die mittleren einfach in Form von
eine Reihe von Stichpunkle n vgl. die Vertikal- ;

bänder.
In der Technik der Gruppe 5. Gewöhnlich grau.
Henkel und der grösste Teil des Randes ergänzt.
Oberfläche sehr abgerieben.
Abg. Schi. Ilios S. 600 No. 1092.

2 Parallelfurchen, die von einer intermittierenden


No. J'jg4. Zickzacklinie durchschnitten werden. Die Bänder
erreichen nicht den Boden.
Th. grob, Üb. graubraun; Handarbeit.
2294. Kugelbauchige Schnurösenflasche Zusammengesetzt; die Schulter ergänzt; nicht
mit 3 Füssen; auf jeder Seite eine ornamentale zugehörig.
Warze. H. 0,125; Dm. d. Öffng. 0,055. Vgl. „Troja-Ilion'- S. 277 Beilage 37.
Die Keramik. — II.— V. Ansiedelung. — If. Abteilung.
109

22g8. Schnurösenkiug mit Standring und Th. rötlich, fein, glimmerhaltig. Technik der
nihrenförmigeii Sduiurilsen. H. 0,21; Dm. d. Gruppe 14.
üffng. 0,08.
Rand und Schnurösen ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 591 No. 1024.
Der ganze Hals überzogen mit Horizontal furchen;
daran hängen am Bauche je 2 weit auseinander-
c) Vertikalbandmuster mit unten abschliessenden
Horizontalbändern. Felderverzierung. Schulter-
dekoration.

2302. Schnurösengeläss mit niedrigem


Hohlfuss. H. 0,15; Dm. d. Offng. 0,07.
Dicht unter dem Halse, auf der Schulter ein
Horizontalband, mit schrägen
Strichen gefüllt.
Davon hängen bis zum Boden je 3 gleichmässig ver-
teilte Do ppel- Ve rtikal bänder herab, gefüllt mit
gegenständig gesetzten, schrägen Strichen; diese
werden unten abgeschlossen durch eine Horizontal-
furche.
Th. hellbraun, z. T. geschwärzt. Handarbeit.
Zusammengesetzt; fast der ganze Rand, die
Schulter und einiges am Bauche ergänzt.
Abg. Schi. Ilios S. 411 No. 290.
2303. Schnurösenflasche mit 3
Kleine
stehende kurze breite Vertikalbänder, die mit Füssen, scharf
ahge])lattetem Boden imd
einem abwärts gerichteten Zweigniuster gefüllt sind.
Umbruch der Baiichwandung. H. 0,105: Dm.
In der Technik der Gruppe 13; hellbraun.
Fast der ganze Hals und ein grosser Teil des
d. ÖHhg. 0,035.
Bauches ergänzt. Unten am Halse ein Horizon tal band; von diesem
Abg. Schi. Troja hängen je 3 Doppel- Vertikal bänder mit gegen-
S. 148 No. 59.
Vgl. „Troja-Ilion" S. 277 Beilage 37 No. VI. ständig gestellten schrägen Strichen bis zum Umbruch
der Gefässfläche herab; auf diesem selbst läuft das
2299. Unterteileines Schnurösenkruges mit abschliessende Horizontalb andmit gleicher Füllung
lireiterStandHndie. H.o. 13; Dm.d.Ött'ng. 0,075. zwischen den Schnurösen.
Ahnliche Ornamentik wie No. 2298; die Vertikal- Th. grau, mit Steinchen und Glimmer; Handarbeit.
bänder reichen bis auf den Boden, sind doppelt Der Rand und ein Fuss und einiges am Bauche
und haben eine Füllung mit gegenständigen Zickzack- ergänzt.
gruppen. Auf diesem Gefäss liegt die felderartige Ein-
Zusammengesetzt; auf einer Seite stark ergänzt. teilung der SchulterHäche vor.
Abg. Schi. Ilios S. 403 No. 260.
2300. Sciinun'isengefiiss mit 3 Füs.sen.
M. 0,105; I>i>i- il. ÖHhg. 0,05s- 2304. Briichstiick eines amphorenartigen
Horizontal- und Verl kalornaniente Gefässes mit Handhaben.
vojutenförmigen
i sind un-
organisch zusammengestellt. Am Hals ein richtiges H. 0,25; Dm. d. Öfliig. 0,08.
Halsschmuckmuster; ein Horizonlal- Mit ähnlicher Schulterverzierung wie No. 2303.
band, gefüllt mit Tupfen mit cen- Die Vertikalbänder stehen enger zusammen und sind
tralem Siichpunkl, an dem haken- offenbar zahlreicher gewesen. Die Füllung der Bänder
förmige Bommeln ansitzen. Darunter besteht in einer eigenartigen Stichvei zierung, die
am Bauche: drei. bezw. 2 Vertikal- einen abgerundeten, schräg und flach aufgesetzten
bänder, dazwischen eine, bezw. zwei Griffel voraussetzt. Spuren von weissgiauer Füll-
vertikale Zickzacklinien. masse. Siehe Sj^^o.
Hellthonig, roh. In der Technik oer Gruppe 5: grünlich grauer grober
Füsse, Schnurösenzapfen und Thon.
Rand ergänzt. Na. 23m. Der ganze Rand am Halse, ein Stück vom
Das Gefass ist ein deutlicher Bauche bis unter den einen Henkel antik das ;

Beweis dafür, wie die Halsschmuckniotive neben Übrige modern vervollständigt.


der entwickelten Verlikalbandornamentik weiter Vgl. „Troja-Ilion" S. 277 Beilage 37 No. VIH.
im Gebrauch sind. 2305. Eifrirmiges Schnurösengefiiss, mit
2301. .Miiiiatur-Sclinurüseiigefa.ss. H.0,05; Umbruch der Bauciiwandung, unten fein ab-
Dm. d. Öliiig. 0,018. gerundet mit 3 Füssen. H. 0,135; Dm. d.
Beiderseits je dicht
5 nebeneinander gereihte <)flng. 0,065. *
Vertikalbänder, die vom Hals bis zum Boden Auf der Schulter: vertikale Parallelfurchcn, ab-
reichen : abwechselnd gefüllt mit zickzackförmig ge- geschlossen von 2 Horizontalreihen von schrägen
stellten Strichgruppen und mit Stichpunktkreisen mit Strichen, die unmittelbar über und unter der L'm-
centralem