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Motive

Körperl. Schmerz, wirtschaftl. Sorgen, Belastungen, Versagungen, Einsamkeit, Leere


Individuum: Frustrationstoleranz, Ich-Stärke, neurot. Entwicklung, gen. Disp.
Droge: Verfügbarkeit, Suchtpotenzial, Wirkung Faktoren
Umwelt: 'Broken-Home', Vorbilder, Konflikte, Beruf

Stoffgebundende Abängigkeiten: Alkohol,


Medikamente, Drogen, Lösungsmittel, Genussmittel)
Allgemein
Jedes menschliche Verhalten kann zur Nicht-Stoffgebundene Abhängigkeiten:
Sucht werden (Sex, Putzen, TV, etc.) Spielsucht, Arbeitssucht, Sammelsucht, Unterteilung
Essstörungen: Bulimie, Anorexie, Fettsucht Kleptomanie, Poriomanie, Pyromanie 1968 als Krankheit anerkannt
Patholog. Ausreißen der Behaarung Sozialmedizinisch Problem Nr. 1
(werden oft aufgegessen, lebensgefährlich) Lebenserwartung um 15% reduziert (40.000 Tote durch Alkohol pa)

Diagnostik Deutschland: 12l Alkohol pa, 3-5% Abhängigkeitsrate (Weltspitze)


Im frühen Stadium schwierig durch Beschönigung und Verheimlichung
Männer 5x häufiger als Frauen (erhöhte Prävalenz bei Ungelernten und Selbstständigen)
Definition nach Jellinek: jeglicher Gebrauch von Alkohol, der einem Individuum oder der
Gesellschaft Schaden zufügt
Präalkohol. Phase: Spannungsreduktion, leichte Tol.erhöhung
Prodromalphase: Konsum und Tol. nehmen weiter zu, dauerndes Denken an
Verlauf Alkohol, Verniedlichung, Alkoholvorräte, gieriges Trinken, erste Gedäctnislücken
(n. Jellinek) Kritische Phase: Kontrollverlust nach Trinkbeginn, Veränd. des
Verhaltens, Zittern und morgentliches Trinken, mangelhafte Ernährung
Übermächtiges Verlangen nach einer Droge Psych. Abhängigkeit Chronische Phase: tagelange Räusche, soz. Abbau, Minderung der
zwecks Lustgewinung od. Unlustverdrängung Alkoholtol. bis zur Intoleranz, Alkoholpsychosen, dementieller Abbau
Phys. Abhängigkeit
Gekennzeichnet von gesteigerter Toleranz und Entzugserscheinungen Im frühen Stadium schwierig; GI- und Kreislaufbeschwerden
Gewöhnng des Körpers an die Zufuhr der Droge (durch Psychisches Bild: Nervosität, Stimmungsschwankungen,
beschleunigten Abbau, Verlust der Empfindlichkeit der Rezeptoren, Abhängigkeit/Sucht Konz.stör., depressive Verstimmungen, Suizidalität
verzögerte Resorptions) Toleranzsteigerung
Alkoholismus Ulcus, Gastritis, Pankreatitis
Zwang zur Dosiserhöhung Leberschäden, sichtbar durch Rötung der
02.02.2010 - v12 Folgen Handinnenflächen und rote Äderchen auf
Unangemessener Gebrauch einer Substanz Begriffe (n. Jellinek) Nase/Wangen
Abusus/MIssbrauch
Noch keine Abhängigkeit, kann von alleine aufhören Polyneuropathie (Schmerzen in Händen
Fortgeschritt. Stadium
und Beinen) nach 15/20 Jahren
Ausmaß der Fähigkeit einer Substanz eine Abhängigkeit zu erzeugen
Alkoholismus Krampfanfälle/Epilepsien (bes. im Entzugsdelir)
Umso höher, je mehr und je schneller
Menschen davon abhängig werden Suchtpotenzial Hirnorgan. Folgen: A.intox., A.delir, A.halluzinose,
organ. Persönl.stör., Hirnatrophie (Korsakow-Syndrom
Hohes S.pot.: Heroin; niedriges S.pot.: Alkohol
und Wernicke-Enzephalopathie)
(bei 5% der alkoholtrinkenden Menschen)

Politoximanie Alpha: Konflikttrinker, zeitweilig psych. abhängig


Mehrfachabhängigkeit
Beta: Gelegenheitstrinker, nicht abhängig
Alkoholtypen Gamma: 65%,süchtiger Trinker, zuerst psych. dann physisch,
(n. Jellinek) Kontrollverlust, zeitweilige Fähigkeit zur Abstinenz
Delta: 20%, Gewohnheitstrinker, phys.angängig, kein
Kontrollverlust, Unfähigkeit zur Abstinenz, rauscharmer Konsum
Epsilon (Dipsomanie): Quartalstrinker, psych. abhängig, Kontrollverlust
Starker Drang, nachlassende Kontrolle Ein Drittel schafft den Weg in die Abstinenz
Körperliche Entzugssymptome mit erneutem Konsum Günstige Voraussetzungen: höheres Lebensalter, Bildung, Beruf und Partner
Toleranzentwicklung ud Dosissteigerung Ungünstig: org. Pers.veränd. (Depravation=Verfall der eth. u. mor. Werte), Milieu
Vernachlässigung des soz. Verhaltens Abhängigkeitssyndrom nach ICD-10
1. Kontakt- und Motivationsphase: kann noch von HP
Vernachlässigung früherer Interessen gemacht werden, Sinngebung, Therapieplan
Fortsetzung des Konsums trotz psych. Beeinträchtigungen, Therapie 2. Entgiftungsphase (Entzug): 7-10 Tage, stationär (wg.
Organschäden und soz. Nachteile Komplikationen im quäl. Kampf), sofort vollständig - kein
4 Phasen Ausschleichen
3. Entöhnungsphase: 2m, Gruppenpsychotherapie,
Aufbau von Selbstfindung und Eigenverantwortung
4. Nachsorgephase (Rehabilitation): mehrere Jahre,
Einzelne Gruppen sind hinsichtlich Vergiftungs- und 7 Prägnanztypen der WHO ambulant, Selbsthilfeorg. (z.B. Anonyme Alkoholiker)
Entzugserscheinungen sehr ähnlich; Kreuztoleranz