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Betriebsanleitung

BA 822 - 0001

Handhabung
von
Schmierstoffen

Stand: 11.2010
Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Inhalt der Betriebsanleitung BA 822 - 0001


„Handhabung von Schmierstoffen“ Seite 1 von 1

Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 01


Einleitung
Urheberrecht
Gebindearten und –größen
Schmierstoff-Auswahl

Sicherheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 02


Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

Sicherheitstechnische Hinweise

Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 03

Lagerung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 04


Allgemeine Hinweise
Zentrales Schmierstofflager
Zwischenlager
Lagerung im Freien

Kennzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 05

Schmierdienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 06


Planung und Organisation
Um– und Abfüllung von Schmierstoffen

Altöl-Entsorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . BA 822 - 0001 - 07


Änderungen in dieser Ausgabe:
Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

BA 822-0001-01
Allgemeines
Seite 1 von 3

Inhalt Seite

1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

2. Urheberrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

3. Gebindearten und -größen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2


Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

4. Schmierstoffauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

1. Einleitung

Diese Betriebsanleitung gilt für den Fall, daß größere Mengen von Schmierstoffen zu einer
Humboldt Wedag-Baustelle transportiert und dort eingelagert werden. Gleichzeitig wird die
Absicht verfolgt bei der Handhabung von Schmierstoffen eine Hilfestellung zu geben.

2. Urheberrecht

Das Urheberrecht an dieser Betriebsanleitung (BA) verbleibt der Humboldt Wedag GmbH.
Diese Betriebsanleitung ist für das Montage-, Bedienungs- und Überwachungspersonal
bestimmt. Sie enthält Vorschriften, Informationen und Hinweise.
Änderungen in dieser Ausgabe:
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Allgemeines

3. Gebindearten und -größen

Bei der Bestellung von Schmierstoffen ist das günstigste Gebinde zu beschaffen. Die Gebindear-
ten und -größen sind abhängig von der Bedarfsmenge je Schmierstoffsorte.
Zu unterscheiden sind:
• Gebinde für Schmieröle und
• Gebinde für Schmierfette..

Schmierstoff Gebindeart Inhalt

Container 500 bis 1000 Ltr.


Faß, Drum 200 Ltr.
Öl Garagenfaß * 50 Ltr.
Kanister * 5 und 20 Ltr.
Kanne * 5 Ltr.
Dose * 0,25; 0,5; 1; 5 Ltr.

Faß, Drum 180 kg


Hobbock * 25 und 50 kg
Fett Tommel * 50 kg
Eimer * 5 ; 10; 15 kg
Dose * 1 und 5 kg
Patrone * 0,4 kg

* In der Regel handelt es sich dabei um Einweggebinde.

Beispiele:

Trommel Garagenfaß Hobbock Faß, Drum

Rekonditionierbare Fässer bieten die Möglichkeit einer Mehrfachverwendung. Dadurch werden


die Entsorgungskosten gesenkt und die durch Abfall entstehende Umweltbelastung vermindert.

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Allgemeines

4. Schmierstoffauswahl

Jeder Anwendungsfall stellt eine Vielzahl individueller Anforderungen an den Schmierstoff. Maß-
gebend für die Auswahl eines Schmierstoffes sind

• die Qualität und


• der Einsatzfall.

Ein wesentlicher Gesichtspunkt ist die Sortenreduzierung.

Die Anzahl der Schmierstoffsorten ist so gering wie möglich zu


halten. Eine Vielzahl von Schmierstoffen führt zu Verwechslun-
gen, großen Beschaffungskosten und damit zu hohen Lagerko-
sten.

In der Humboldt Wedag Schmierstofftabelle HW 6302 sind nam-


hafte Schmierstoff-Lieferanten bzw.-Hersteller aufgeführt.

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Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Sicherheit BA 822-0001-02

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1. Sicherheitstechnische Hinweise

Schmierstoffe sind,wenn sie sinnvoll,zweckentsprechend und unter Beachtung der erfor-


derlichen persönlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen eingesetzt werden, gefahrlos
zu handhaben. Bei Unfällen oder groben Mißbrauch können Gesundheitsschädigungen
und Umweltbelastungen auftreten.
Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

Gefährdung
• Bei längerer Einwirkung Hautschädigung möglich.
• Bei Hochdruck-Fettpistolen, die mit Drücken bis 400bar
arbeiten bzw. bei defekten Druckölleitungen, kann es
bei Verletzungen durch den Fett–/Ölstrahl zu schweren
Gewebeschäden kommen.
• Umweltbelastung möglich.

Sicherheitsmaßnahmen
• Berührung mit Haut, Augen und Kleidung vermeiden.
• Körperschutz benutzen, Handschuhe aus Gummi,
rutschteste Schuhe, Schutzbrille tragen.
• Von Nahrungsmitteln fernhalten.
• Arbeitsplatz sauber halten.
• Behälter dicht geschlossen halten.
• Hautschutzmittel verwenden.

Erste Hilfe
• Benetzte Kleidungsstücke entfernen.
• Bei Augenkontakt mit Öl mit viel Wasser spülen.
• Bei Augenkontakt mit Fett mit viel warmen Wasser
spülen.
• Bei Hautkontakt mit Wasser und Seife reinigen.
• Verletzungen bei Hochdruck-Fett-/Öleinrichtungen
erfordern eine sofortige Krankenhausbehandlung.

Verhalten im Störfall
• Bei Auslaufen mit Spachtel o. ä. aufnehmen.
• Nichtbrennbare körnige Bindemittel verwenden
(z.B.Sand, Kieselgur).
• Leckagen auffangen.
• Befüll- und Umfüllvorgänge nur in Wannen auf
Änderungen in dieser Ausgabe:

gesicherten Flächen durchführen.


• Gebrauchte Öle, insbesondere halogenhaltige Öle,
getrennt sammeln.
• Schmierstoffe nicht ins Erdreich oder Gewässer
gelangen lassen.
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Sicherheit

Vorsorgemaßnahmen

• Alarmplan erstellen.
• Sicherheitsdatenblätter vom Hersteller bzw.
Lieferanten anfordern.
• Auflistung der gelagerten Stoffe, Mengen,
Gefährdungspotential erstellen.
• Lagerbereiche für die getrennte Lagerung
verschiedener Stoffe kennzeichnen und abgrenzen.
• Bodenfläche beständig und dicht gegen die zu
lagernden Stoffe ausführen.
• Lagerfläche vor Oberflächenwasser (Regenwasser)
schützen.
• Auffangwannen für Leckagen vorsehen.
• Bindemittel bereithalten.
• Platz für die Lagerung von Abfällen vorsehen.
• Sammelplatz für unbekannte Stoffe vorsehen.

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Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Transport BA 822-0001-03

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Der Transport für mittelgroße Schmierstoff-Mengen wird in der Regel in stehenden Fäs-
sern bzw.in den im Abschnitt "Allgemeines/Gebindearten und –größen" genannten Gebin-
dearten durchgeführt.

Die Gefahrgutverordnung Straße (GGVS) ist zu beachten. §


Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

Die Gebinde müssen verschlossen sein.

Die Fässer müssen auf der Transportfläche gesichert sein um


ein Verrutschen und Umkippen zu vermeiden.

Für kurze innerbetriebliche Transportwege eignen sich


zweirädrige Faßkarren.

Der Einsatz von Paletten, auf denen die Gebinde gestellt


werden und gesichert sind, ermöglicht einen Gabelstapler
Transport.
Änderungen in dieser Ausgabe:

Die Schmierstoff-Fässer sollten nicht gerollt werden.

Beim Um- und Entladen von Schmierstoff-Fässern sind Entla-


dehilfen z.B.Entladebühnen und Faßzangen zu benutzen.
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Transport

Bei fehlenden Entladehilfen können die Fässer,mit dem Boden-


teil voran, auf Holz-oder Metallschrotleitern herabgleiten. Der
Höhenunterschied zwischen Lade-und Bodenniveau kann
damit überbrückt werden.

Fässer dürfen nicht von den Ladeflächen (Waggon,Lastwa-


gen,Rampen) abgeworfen werden (auch nicht auf Polsterunter-
lagen). Die heute verwendeten dünnwandigen Eisenfässer sind
gegen Stöße besonders empfindlich. Bei starken Faßverfor-
mungen kann der Einsatz von Faßpumpen nicht mehr gewähr-
leistet werden. Die Gebindenähte können aufreißen und die
Deckel abspringen.

Für den Transport sind innen nicht lackierte Eisenfässer oder Farbe
innenlackierte Weißblechgebinde geeignet. Die Gebinde-
Materialauswahl wird durch die Möglichkeit der Reaktion des
Weiß-
Schmierstoffs mit der Behälterwand und von den Anforderun- blech
gen an die Festigkeit beeinflußt.

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Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Lagerung BA 822-0001-04

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Nachfolgend sind allgemeine Hinweise aufgeführt zur Lagerung von Schmierstoffen


außerhalb von Wasserschutzgebieten.

Die Lagerung von Schmierstoffen ist mit zahlreichen gesetzli-


chen Auflagen verbunden. §
Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

Der Vorrat an Schmierstoffen ist so zu bemessen, daß der lau-


fende Bedarf, einschließlich eventueller Verbrauchsschwan-
kungen, gedeckt ist.

Bei Lieferschwierigkeiten ist eine Mindestvorratsmenge bis zu 4


Monate vorzusehen.

Nach dem deutschen Mineralölsteuergesetz sind unversteuerte


und versteuerte Schmierstoffe getrennt zu lagern.

Im Schmierstofflager und im gesamten Betrieb sind alle


Gebinde, Behälter, Zapfstellen usw.dauerhaft zu kennzeichnen
um Schmierstoffverwechslungen zu vermeiden.

Bereits länger lagernde Schmierstoffe sind zuerst auszugeben


um Qualitätseinbußen zu vermeiden.
Änderungen in dieser Ausgabe:

Zu lange gelagerte Schmierstoffe sollten vor Gebrauch auf


ihren Zustand geprüft werden.

Das Schmierstofflager ist so einzurichten, daß die Schmier-


stoffe trocken und frostfrei lagern (z.B.emulgierbare Öle).
Seite 2 von 6; BA 822-0001-04

Lagerung

Lagertanks sollten mit Schräg- oder Spitzböden versehen sein,


um abgesetztes Wasser und andere Verunreinigungen an der
tiefsten Stelle ablassen zu können.

Faßhähne ermöglichen schnelle Entnahme und schnellen


Verschluß.Öllachen werden vermindert.

Innen verzinkte Lagerbehälter sind ungeeignet. Unter Einwir-


kung bestimmter Schmierstoffzusätze können sich in den
Behältern qualitätsmindernde Zinkseifen bilden.

Wassermischbare und nichtwassermischbare Schmierstoffe


getrennt lagern.

Heizung vorsehen in Gebieten wo Temperaturen unter 0 C


absinken.

Für die Lagerung von Mineralölprodukten mit einen Flamm-


punkt unter 100C, die zu den brennbaren Flüssigkeiten zählen
(z.B.Lösungen, Reinigungsmittel, Spezialöle, leichte Heizöle
usw.), gelten besondere feuerpolizeiliche
Sicherheitsvorschriften.

Für Altschmierstoffe ist zusätzlich Platz, getrennt nach Sorten,


und ggf.für eine Anlage zum Filtern bzw.Regenerieren
vorzusehen.

Gefüllte Dosen-Gebinde müssen stapelbar sein, ohne sich zu


verformen.

Zentrales Schmierstofflager

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Lagerung

Beim Errichten eines Zentrallagers sind die gesetzlichen Vorschrif-


ten zu beachten. §
• Der Standort des Schmierstofflagers ist so zu wählen, daß Anlieferung,Verteilung und
Ausgabe der Schmierstoffe sowie die Sammlung der Altschmierstoffe auf kürzesten
Wegen und mit geringsten Kostenaufwand erfolgen können. Wichtige Einflußgrößen
sind :
- die Bodenbeschaffenheit und -belastbarkeit,
- die Flächenform und Größe des zur Verfügung stehenden Platzes,
- das Klima,
- die Bedingungen des Umweltschutzes,
- die Anschlußmöglichkeiten an vorhandene Transportsysteme und
- die Kosten für Grund und Boden.
• Die Art und Größe eines zentralen Schmierstofflagers richtet sich nach der Größe des
Werkes. Folgende Räumlichkeiten sollten vorgesehen werden :

- Schmierstofflager und Pumpenraum,


- Abfüllraum,
- Faßlager für Schmierfette,
- Lagerraum für Kleingebinde,
- Schmierstoff-Ausgaberaum,
- Altöl-Aufbereitungsraum und
- Raum für brennbare Flüssigkeiten.

(Dieser Raum muß räumlich getrennt von den anderen Schmierstoffen sein).

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Lagerung

Die Lagerräume dürfen keine Bodenabläufe haben.

Die Zufahrtswege müssen mit Elektrokarren oder Gabelstapler


befahrbar sein.

Faßregalsysteme erleichtern den Zugriff und gewährleisten


eine bessere Übersicht.

Ölauffangwannen sind vorzusehen.

Zwischenlager

Zwischenlager können wirtschaftliche Vorteile bringen (kurze Wege und geringe Wartezeiten).
Es gelten sinngemäß die selben Bedingungen wie für das Zentrallager.

• Ein Zwischenlager soll nur die Schmierstoffmengen aufnehmen,die zur Deckung des
Bedarfs für die normalen Wartungsarbeiten notwendig sind.
• Größere Mengen sind rechtzeitig vom Zentrallager anzufordern.

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Lagerung

Lagerung im Freien

Ist eine Lagerung im Freien unumgänglich,so ist der Lagerplatz


zu überdachen. Die seitlichen Öffnungen sind zu schließen
(Plane,Bretter o.ä.).

Die Fässer sind liegend zu lagern, am besten mit leichter


Schräglage.Das Regen- und Kondenswasser kann ablaufen
und sich nicht um den Faßspund herum ansammeln.

Der Faßspund muß unterhalb des Ölspiegels liegen.

Die Fässer dürfen nicht auf dem Erdreich aufliegen.

Die Fässer sind gegen Wegrollen durch Holzkeile zu sichern.

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Seite 6 von 6; BA 822-0001-04

Lagerung

Eine aufrechte Lagerung im Freien beeinflußt den Schmierstoff negativ. Regenwasser und
Staub sammeln sich auf dem Faßboden. Bei Temperaturschwankungen verändert sich das
Volumen im Faß.Das Faß atmet. Das Wasser wird am Faßspund vorbei in das Innere des Fas-
ses angesaugt.

Abb. Faßatmung bei Temperaturschwankungen

Folgen:
• Die Qualität des Schmierstoffes wird herabgesetzt.
• Bei Natriumfetten führt eingedrungenes Wasser zum Emulgieren der Fettoberfläche.
• Kalkseifenfette zersetzen sich bei Wärmeeinwirkung und werden unbrauchbar.
• Bei Transformator- und Schalteröle können schon geringste Wasserspuren die
Durchschlagfestigkeit herabsetzen.
• Werden im Freien gelagerte Gebinde geöffnet, so können Staub, Flugsand und
sonstige Verunreinigungen in das Innere des Fasses gelangen und sich mit dem
Schmierstoff vermischen. Verunreinigte Schmierstoffe führen zu erhöhten Abrieb und
können die Schmier- und Sprüheinrichtungen verstopfen.
• Durch Verwitterungen können die -Aufschriften, -Markenbezeichnungen
und -Markierungen unleserlich werden und die Schmierstoffe nicht mehr identifizierbar
sein.

Die Verwechslung von Schmierstoffen, der falsche Einsatz bzw. die Mischung zweier nicht-
mischbarer Schmierstoffe kann zu unerwünschten Nebenerscheinungen führen.

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Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Kennzeichnung BA 822-0001-05

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Den verschiedenen Schmierstoffen sind Kennzeichen zugeordnet die aus Kurzbezeich-


nungen, Kennbuchstaben, Zusatzkennbuchstaben und einfachen Symbolen (geometri-
schen Zeichen) bestehen.

Eine einheitliche Kennzeichnung auf den Schmierstoffgebinden, Ausgabegefäßen, Vertei-


lerbehältern (Ölkannen, Fettpressen), Fülleitungen und Schmierstellen verringert die Ver-
wechslungsgefahr und den Einsatz falscher Schmierstoffe.

• Jedes Kennzeichen darf nur einmal und immer nur für den gleichen Schmierstoff
Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

verwendet werden.
• Die Kennzeichen sind dauerhaft anzubringen (selbstklebende Kunststoffolien,
Farbkennzeichen mit Schablone usw.).
• Kennzeichnung nach DIN

Symbol nach
Schmierstoff - Benennung DIN 51 502
mit eingetragenem Beispiel

Schmieröle Mineralöle

schwer entflammbare
Hydraulikflüssigkeiten

Synthese- und
Teilsyntheseflüssigkeiten

auf
Mineralöl-
basis

Schmierfette

auf
Syntheseöl-
Änderungen in dieser Ausgabe:

basis
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Kennzeichnung

• Sind sämtliche oder mehrere Schmierstellen an einer Einrichtung oder Maschine mit
dem selben Schmierstoff zu warten, so kann an gut sichtbarer Stelle eine gelbe
Kunststoffolie mit den betreffenden DIN- oder Firmenkennzeichen angebracht werden.

Beispiele für eine werksinterne Kennzeichnung nach Farben, Kurzzeichen, Kennbuchstaben und
Symbolen :

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Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Schmierdienst BA 822-0001-06

Seite 1 von 3

Inhalt Seite

1. Planung und Organisation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

2. Um- und Abfüllung von Schmierstoffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

1. Planung und Organisation


Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

Entsprechend den betrieblichen Gegebenheiten soll überprüft


werden,ob und in welchen Umfang eine besonders geschulte
Schmierdienstgruppe eingesetzt werden kann.

Der Einsatz einer besonderen Schmierdienstgruppe gewährlei-


stet eine ordnungsgemäße Wartung der Maschinen und Anla-
gen.

Für jede Maschine und Anlage ist eine Schmieranweisung zu


erstellen. Die Schmieranweisung ist Bestandteil der Betriebsan-
leitung. i

Ein Schmierterminplan gewährleistet einen reibungslosen


Schmierdienst zu festgelegten Zeitpunkten.

Die mit der Schmierung beauftragte Person muß eine genaue


Änderungen in dieser Ausgabe:

Anweisung erhalten für die Schmiervorgänge die von ihr durch-


zuführen sind.

Mängel an Schmiereinrichtungen und ggf.Maschinenschäden


sind schriftlich zu melden (Mängelmeldung).
Seite 2 von 3; BA 822-0001-06

Schmierdienst

Schmierwagen erleichtern den Transport der Schmierstoffe und evtl.Werkzeuge an die Schmier-
stellen.

In festgelegten Zeitabständen ist der Zustand der -Schmier-


stoffe (Beschaffenheit,Menge), -Schmiereinrichtungen und -
Schmiergeräte zu prüfen.

Die Schmierstoffkosten sind zu erfassen und zuzuordnen. Je


nach den betrieblichen Verhältnissen bzw.nach den Wert der
einzelnen Maschine oder Anlage sind die Kosten der Schmie-
rung für die Einzelmaschine, für die Maschinengruppe oder für
einen Betriebsbereich zu erfassen. Die Einzelerfassung hat den
Vorteil,daß bereits nach kurzer Zeit erkennbar wird,für welche
Maschine hohe bzw.niedrige Schmierungskosten anfallen. Die
Höhe der Schmierungskosten wird hauptsächlich beeinflußt

• vom Schmierungszyklus,
• von der Qualität des Schmierstoffes,
• von der Schmierstoffauswahl und
• vom Zustand der Maschine und Anlage.

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BA 822-0001-06; Seite 3 von 3

Schmierdienst

2. Um- und Abfüllung von Schmierstoffen

Nur dafür vorgesehene Abfüllgeräte (Faßhähne,Faßpumpen)


verwenden.

Auf strengste Sauberkeit achten. Verschmutzungen des


Schmierstoffes vermeiden.

Geöffnete Gebinde nach Entnahme des Schmierstoffes sofort


wieder schließen.

Schmierstoffvermischungen vermeiden.

Durchflußmesser verwenden. Die Ölabfüllung wird erleichtert.

Abfüllgeräte für Fett und Öl nicht vertauschen.

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Technische Maschinendokumentation Stand: 11.2010

Altöl-Entsorgung BA 822-0001-07

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1. Altöl-Entsorgung

Altöle sind gebrauchte halbflüssige oder flüssige Stoffe,die ganz oder teilweise aus Mineral-
öl oder synthetischem Öl bestehen einschließlich ölhaltiger Rückstände aus Behäl-
tern,Emulsionen und Waser-Öl-Gemische.
In der Bundesrepublik Deutschland gilt das Verursacherprinzip,d.h.der Altöl-Besitzer ist für
die ordnungsgemäße Entsorgung verantwortlich.
Frühere Ausgabe:
BA 822-0001

Altölkategorien
Getrennt zu lagern und zu sammeln sind :

Kategorie 1
Altöle die wiederaufgearbeitet werden können
• Verbrennungsmotoren und Getriebeöle
• mineralische Maschinen,Turbine, Metallbearbeitungs-
und Hydrauliköle, soweit diese nicht mehr als 4 ppm PCB
(Polyvenylchlorid) und/oder 0,2 % Ges.Halogene
enthalten

Kategorie 2
Altöle die verunreinigt sind,aber in den dafür zugelassenen
Anlagen verbrannt werden dürfen
• Metallbearbeitungsöle und Isolieröle auf
Mineralölbasismit höheren Schadstoffgehalten
• pflanzliche Schmieröle

Kategorie 3
Altöle die als Sonderabfall entsorgt werden müssen
• alle aus dem Steinkohlebergbau stammenden
Hydraulikflüssigkeiten sowie andere gebrauchte Öle,
soweit sie nicht den Kategorien 1 und 2 angehöhren
(z.B.feste ölhaltige Rückstände, Wasser-Öl-Gemische,
Inhalte von Ölabscheidern, Ölfilter)
• Öle unbekannter Herkunft, deren Analyseergebnis keine
Zuordnung zu Kategorie 1 und 2 erlaubt

Vermischungsverbot beachten.
Verwertbare Altöle der Kategorien 1 und 2 nicht vermischen 1

2
Änderungen in dieser Ausgabe:

Sammelstellen

Altöle und andere Abfälle dürfen nur an Sammler, die von den
zuständigen Behörden zugelassen sind, abgegeben werden.
Der Abfallbesitzer muß sich davon überzeugen,daß
• der Sammler über eine Sammlungs- und
Transportgenehmigung verfügt (Genehmigung nach
§ 12 AbfG)
• das Fahrzeug für den Transport nach § 6 Abs.7 der
Gefahrstoffverordnung Straße (GGVS) zugelassen ist.
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Altöl-Entsorgung

Anforderungen nach Abfallgesetz, Altölverordnung und Verord-


nung über das Einsammeln und Befördern sowie über die Über-
wachung von Abfällen und Reststoffen (AbfRestÜberwV)

Die Altölentsorgung erfolgt durch Altölsammelunternehmen. In

§
diesem Zusammenhang bestehen für den Altölbesitzer fol-
gende Verantwortlichkeiten:
• Pflicht zur Nachweisführung und richtigen Deklaration
des Altöls
• Pflicht zur Nachweisführung im Rahmen
derAbfRestÜberwV und
• Pflicht zur Beachtung des Vermischungsverbotes.

Anforderungen nach der Gefahrgutverordnung Straße (GGVS)


Bei der Übergabe des Altöls zur Beförderung an das Entsor-
gungsunternehmen bestehen für den Alölbesitzer folgende Ver-
ladeverantwortlichkeiten :
• Vorliegen der Prüfbescheinigung
• Hinweispflicht
• Angabe des höchstzulässigen Füllungsgrades und
• Übergabe der Unfallmerkblätter.

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