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Theoretische Informatik und Logik

Hinweise für die Klausur am 07.08.2020

Bitte beachten Sie, dass in der Klausur keine Vorlesungsunterlagen (wie Fo-
lien, Skript, Musterlösungen) zugelassen sind. Dies erfordert es, dass Sie zum
Bearbeiten der Klausur die wesentlichen Definitionen, Resultate und Kon-
struktionen aus der Vorlesung sowie die Lösungen der Übungsaufgaben im

Kopf“ haben müssen. Es ermöglicht uns aber auch, leichte Wissensfragen zu
stellen. Bei einer Klausur mit Unterlagen müssten die Aufgaben schwieriger
sein.
Die Klausuraufgaben orientieren sich an den Übungsaufgaben, das heißt,
dass nur Aufgaben gestellt werden, die in ähnlicher Form auf einem der
Übungsblätter zu finden sind. Bei der Beantwortung der Fragen können
Sie sich daher auch an den Musterlösungen orientieren. Natürlich erwar-
ten wir nicht, dass Sie Nummern von Definitionen und Theoremen auswen-
dig können. Diese wurden in den Musterlösungen angegeben, um Ihnen das
Nachschlagen zu erleichtern. Sie können also z.B. statt Nach Satz 2.4 der

Vorlesung gilt . . .“ sagen: In der Vorlesung wurde gezeigt, dass . . . gilt.“

Natürlich muss es sich dann auch tatsächlich um ein Resultat handeln, das
in der Vorlesung (oder in den Übungen) direkt so gezeigt wurde.
In den Übungen wurden auch Aufgaben behandelt, die sich in dieser Form
nicht als Muster für Klausuraufgaben eignen. Dies waren zum einen Aufga-
ben, deren Bearbeitung sehr aufwändig war, und zum anderen Aufgaben,
die hauptsächlich das Verständnis erhöhen sollten (z.B. einen in der Vorle-
sung weggelassenen Beweis ausarbeiten oder ein interessantes zusätzliches
Resultat zeigen, das in der Vorlesung nicht im Detail behandelt wurde). Um
Ihnen die Unterscheidung zwischen diesen beiden Aufgabentypen zu erleich-
tern, geben wir hier eine Liste von Aufgaben aus den Übungen, die für eine
Klausur geeignet wären.
Zunächst umfasst dies alle wahr/falsch-Aufgaben, die eine kurze Begründung
haben (2–3 Sätze). Zusätzlich sind die meisten ∗-Aufgaben von diesem Typ,
mit Ausnahme der Wiederholen Sie die Begriffe . . .“-Aufgaben und der sehr

aufwändigen Programmieraufgaben (Aufgabe 6 und 7 im Repetitorium 1).
Darüber hinaus sind folgende Aufgaben für eine Klausur geeignet:

Ü1A2 Konstruktion von TM, entweder durch Angabe der Übergangsrela-


tion oder mit informeller Beschreibung der Arbeitsweise (die Aufga-
benstellung sagt, was erwartet wird)

Ü2A2 Zeigen, dass Funktionen primitiv rekursiv sind

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Ü3A1 LOOP-Programme schreiben

Ü3A2 WHILE-Programme schreiben, µ-Rekursivität nachweisen

Ü3A3 Den µ-Operator auf gegebene Funktionen anwenden

Ü4A3 Unentscheidbarkeit nachweisen, durch Reduktionen zwischen Pro-


blemen oder Anwendung des Satzes von Rice

Ü4A4 TM/WHILE-Programme analysieren und bestimmen, auf welchen


Eingaben sie halten

Ü5A1 Bestimmen, ob ein gegebenes PKP eine Lösung hat (außer Aufga-
benteil c, wo dies viel zu aufwändig wäre)

Ü5A2b Verständnisfrage zum PKP

Ü6A1, Ü6A3 Einfacher Nachweis, dass ein Problem in NP liegt

Ü6A2, Ü7A2 Einfache polynomielle Reduktionen

Ü7A1 NP-vollständige Probleme für Graphen (Färbbarkeit, Mengenüber-


deckung und Clique) an konkretem Beispiel lösen

Ü8A1 Erfüllbarkeit und Gültigkeit von QBF

Ü8A2 Konstruktion von TM für Schnitt, Konkatenation (für Kleene-Stern


eher zu aufwändig)

Ü9A1, Ü9A2 Aufgaben zur Syntax und Semantik von Prädikatenlogik

Ü9A3 Prädikatenlogische Formeln angeben, die gewisse Eigenschaften for-


malisieren

Ü10A3, Ü11A1 Umformungen von prädikatenlogischen Formeln in Pränex-


form oder Skolemform

Ü10A5 Konjunktive Anfragen für relationale Datenbanken schreiben

Ü11A2 Konstruktion aus einem Beweis an einem Beispiel nachvollziehen


(eher anspruchsvolle Aufgabe)

Ü12A2 Herbrand-Modell konstruieren, Herbrand-Expansion angeben

Ü13A1 Allgemeinste Unifikatoren berechnen

Ü13A3 Prädikatenlogische Resolutionsregel anwenden (außer d)

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Zu Beweisen ist zu sagen, dass wir keine längeren Beweise aus der Vorle-
sung reproduzieren lassen. Aber kurze Beweise, bei denen einfache Zusam-
menhänge und bekannte Resultate verknüpft werden sollen (wie z.B. bei
den Begründung in den wahr/falsch-Aufgaben) können durchaus verlangt
werden.
Die zur Verfügung gestellte Musterklausur sollte Ihnen einen guten Eindruck
vermitteln, wie die Klausur aussehen könnte. Bitte ignorieren Sie etwa vor-
handene Altklausuren aus anderen Jahren, da diese nicht auf der in diesem
Semester gehaltenen Vorlesung beruhen.