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BETRIEBSANLEITUNG

LEEB PT 330/350

VOR INBETRIEBNAHME SORGFÄLTIG LESEN!


BETRIEBSANLEITUNG AUFBEWAHREN!
ART.: 80910118
AUSGABE: 03/2016
EG-Konformitätserklärung
Selbstfahrende Maschine
(RL 2006/42/EG und 2009/127/EG)

Hiermit erklärt der Hersteller HORSCH LEEB Application Systems GmbH


Plattlinger Str. 21
D-94562 Oberpöring (Germany)

dass das Produkt,

Bezeichnung der Maschine: Selbstfahrendes Pflanzenschutzgerät


Maschinentyp: PT 330/350 ab Fahrgestellnummer: 82011257

auf das sich diese Erklärung bezieht, den einschlägigen grundlegenden Sicherheits- und Gesund-
heitsanforderungen der EG-Richtlinien 2006/42/EG und 2009/127/EG entspricht.
Zur sachgemäßen Umsetzung der in den EG-Richtlinien genannten Sicherheits- und Gesund-
heitsanforderungen wurden insbesondere folgende Normen und technische Spezifikationen
herangezogen:

EN 894-4 :11-2010
EN ISO 4254-1 :05-2011
EN ISO 4254-6 :10-2011
EN ISO 4413 :04-2011
EN 16119-2 :09-2013
EN 15695-1 :05-2010

Dokumentationsbevollmächtigter:
Manfred Köbler
HORSCH Maschinen GmbH
Sitzenhof 1
D-92421 Schwandorf

____________________
Oberpöring, 30.03.2015 Theodor Leeb

Ort und Datum (Entwicklung und Konstruktion)


Fahrzeugübergabeprotokoll
Bitte abtrennen und an die HORSCH Maschinen GmbH absenden oder dem Mitarbeiter der HORSCH Maschinen GmbH bei der Einweisung aushändigen

Fahrzeugvorbereitung durchgeführt
Unterschrift
durch Kundendienstwerkstatt am

Ölstand prüfen, ggf. berichtigen:


Motor, Achsantriebe, Getriebe, Ausgleichsgetriebe Vorder-
und Hinterachse, Nabentriebe, Hydraulikölkreisläufe

Flüssigkeitsstand prüfen, ggf. berichtigen:


Kühlsystem, Bremssysteme, Klimaanlage

Fahrzeug laut Schmierplan abschmieren,


Gelenke ölen

Lenkung und Vorspur kontrollieren


Reifendruck kontrollieren
Radmuttern auf festen Sitz überprüfen

Elektrische Anlage kontrollieren


Fehlerspeicher kontrollieren

Kraftstoff tanken

Bremsprobe

Erklärungen bei der Fahrzeugübergabe

Auf Sicherheitshinweise in der Betriebsanleitung und am


Fahrzeug aufmerksam machen

Hinweis auf Einhaltung landesspezifischer Vorschriften


für Geschwindigkeit und Anhängerbremssysteme

Folgende Funktionsmerkmale ausführlich erläutern und


ihre Bedienung zeigen:

Bedienungselemente, Vielfachanzeige,
Inbetriebnahme, Starten, Abstellen,
Störungsausgabe, Codetabelle

Hinweise zu Kundendienst und Wartung

Fahrzeugzubehör übergeben

Auf erforderliche Fahrzeuguntersuchungen aufmerk-


sam machen:
Haupt-, Zwischen- und Bremsensonderuntersuchung

Übergabe durchgeführt:
Empfangsbestätigung
Ohne Rücksendung dieser Empfangsbestätigung kein Gewährleistungsanspruch!
* Pflichtfeld

An
Händler
Kd. Nr.: ..................................................... Tel.: ..........................................................
Firma:........................................................*
Fax: ..........................................................
Straße: ......................................................*
E-Mail:.......................................................
PLZ.: .........................................................*
Ort: ............................................................*
Land: ........................................................*

Maschinentyp: ..........................................* Neumaschine endverkauft - Ersteinsatz*


Seriennummer:..........................................* Kundenmaschine - Standortwechsel*
Vorführmaschine - Ersteinsatz*
Servicetechniker
Vorführmaschine - Standortwechsel*
Name: .......................................................*
Vorführmaschine endverkauft - Einsatz*
Vorname: ..................................................*

Kunde I: Kunde II:


Name/Firma: .............................................* Name/Firma: .............................................*
Name Ansprechpartner: ...........................* Name Ansprechpartner: ...........................*
Vorname Ansprechpartner: ......................* Vorname Ansprechpartner: ......................*
Straße: ......................................................* Straße: ......................................................*
PLZ: ..........................................................* PLZ: ..........................................................*
Ort: ............................................................* Ort: ............................................................*
Land: ........................................................* Land: ........................................................*
Tel: ...........................................................* Tel: ...........................................................*
Fax: .......................................................... Fax: ..........................................................
E-Mail:.......................................................* E-Mail:.......................................................*

Ich bestätige hiermit den Empfang der Betriebsanleitung und der Ersatzteilliste für die oben an-
gegebene Maschine.
Über die Bedienung und die Funktionen sowie die sicherheitstechnischen Anforderungen der
Maschine wurde ich durch einen autorisierten Händler oder einen Servicetechniker der Firma
HORSCH unterrichtet und eingewiesen.
Mir ist bekannt, dass der Gewährleistungsanspruch nur wirksam wird, wenn dieses Formblatt
unmittelbar nach Ersteinweisung vollständig ausgefüllt und unterschrieben an den zuständigen
Händler zurückgesandt oder dem Servicetechniker ausgehändigt wird.

........................................................................* ........................................................................*
"

Ort, Datum der Ersteinweisung Unterschrift des Käufers


- Original der Betriebsanleitung -

Identifikation der Maschine


Bei der Übernahme der Maschine tragen Sie die entsprechenden Daten
in die nachfolgende Liste ein:

Seriennummer: ................................................
Maschinentyp: .................................................
Baujahr: .................................................
Ersteinsatz: ..................................................
Zubehör: ..................................................
..........................................................................
..........................................................................
..........................................................................




Ausgabedatum der Betriebsanleitung: 03/2016 80910118 Leeb PT 330/350 de


Letzte Änderung:

Händler-Adresse : Name: ......................................................................


Straße: ......................................................................
Ort: ......................................................................
Tel.: ......................................................................

Kd. Nr.: Händler: ......................................................................

Hersteller-Adresse: HORSCH LEEB Application Systems GmbH


Plattlinger Str. 21
D- 94562 Oberpöring (Germany)

Tel.: +49 (0) 99 37 - 95 96 30


Fax: +49 (0) 99 37 - 95 96 366
E-Mail: info.leeb@horsch.com

Kd. Nr.: HORSCH:


......................................................................
Vorwort Bitte beachten Sie:
Führen Sie diese Betriebsanleitung immer in
Sehr geehrte Kundin, der Kabine der Feldspritze mit. Die Betriebsan-
Sehr geehrter Kunde, leitung ist Bestandteil Ihrer Maschine.
Wir danken für Ihr Vertrauen, das Sie uns mit
Für Schäden und Betriebsstörungen, die sich
dem Kauf dieser Maschine entgegengebracht
aus der Nichtbeachtung der Betriebsanleitung
haben.
ergeben, übernimmt die HORSCH LEEB AS
Um die Feldspritze optimal nutzen zu können,
keine Haftung.
lesen Sie bitte diese Betriebsanleitung sorgfältig
durch, bevor Sie die Maschine einsetzen. Stellen Sie bitte beim Empfang der Maschine
fest, ob Transportschäden aufgetreten sind
Diese Betriebsanleitung enthält wichtige Infor- oder Teile fehlen! Prüfen Sie die Vollständig-
mationen für den sachgerechten Einsatz und keit der gelieferten Maschine einschließlich der
eine sichere Bedienung der Maschine. Mit dem bestellten Sonderausstattungen anhand des
Kauf der Pflanzenschutzspritze haben Sie ein Lieferscheins. Nur sofortige Reklamation führt
Qualitätsprodukt aus dem Hause HORSCH zum Schadenersatz!
LEEB AS erworben.
Die Betriebsanleitung ist von jeder Person zu
Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze lesen und anzuwenden, die mit Arbeiten an oder
PT 330/350 ist eine Spritzmaschine für das mit der Maschine beauftragt ist, z. B.:
Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und Flüs-
sigdünger gemäß den gesetzlichen Vorschriften • Betrieb (einschließlich Vorbereitung, Stö-
für Bodenkulturen. rungsbehebung im Arbeitsablauf, Pflege)
Ihr Inhalt ist so gegliedert, dass Sie ausführ-
• Instandhaltung (Wartung, Inspektion)
lich über die jeweils erforderlichen Tätigkeiten
nach dem arbeitstechnischen Ablauf informiert • Transport
werden.
Sie enthält umfassende Hinweise und Informati- Mit der Betriebsanleitung erhalten Sie eine Emp-
onen über die Wartung, die sichere Verwendung fangsbestätigung. Durch geschultes Personal
der Maschine, die sicheren Arbeitsmethoden, unserer Service- und Vertriebspartner werden
die besonderen Vorsichtsmaßnahmen und die Sie in die Bedienung und Pflege Ihrer Maschine
erhältlichen Zusatzausrüstungen. unterrichtet und eingewiesen. Danach schicken
Sie bzw. der Service- und Vertriebspartner die
Die Beachtung dieser Hinweise und Informatio- Empfangsbestätigung an HORSCH LEEB AS
nen sind notwendig, wichtig und nützlich für die zurück. Damit haben Sie die ordnungsgemäße
Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit und Werter- Übernahme der Maschine bestätigt.
haltung der Pflanzenschutzspritze. Die Gewährleistungszeit beginnt mit dem Lie-
fertermin.

Bedienen Sie die Maschine nur nach Einwei-


sung und unter Beachtung dieser Anleitung. Die-
se Feldspritze darf ausschließlich von Personen
genutzt werden, die mit dem Gerät vertraut und
über die von ihm möglicherweise ausgehenden
Gefahren informiert sind.
Beachten Sie unbedingt die Sicherheitshinwei-
se! Beachten Sie ebenso die einschlägigen Un-
fallverhütungsvorschriften sowie die sonstigen
allgemein anerkannten sicherheitstechnischen,
arbeitsmedizinischen und straßenverkehrsrecht-
lichen Regeln.

8
Alle Informationen, Abbildungen und tech- Service
nischen Angaben in dieser Betriebsanleitung
Die Firma HORSCH LEEB AS wünscht, dass
entsprechen dem neuesten Stand zum Zeitpunkt
Sie mit Ihrer Maschine und mit uns völlig zu-
der Veröffentlichung. Konstruktionsänderungen,
frieden sind.
technische und formale Änderungen an unseren
Produkten, die der Verbesserung dienen oder
geänderten gesetzlichen Vorschriften Rechnung Bei einem Problem wenden Sie sich bitte an
tragen, bleiben uns jederzeit und ohne Bekannt- Ihren Vertriebspartner.
gabe von Gründen vorbehalten. Die Kundendienstmitarbeiter unserer Vertriebs-
partner und die Kundendienstmitarbeiter der
Aktuelle Daten stellen wir auf Anfrage gern zur Firma HORSCH stehen zu Ihrer Unterstützung
Verfügung. bereit.

Alle Richtungsangaben in dieser Betriebsanlei- Um technische Mängel schnellstmöglich zu


tung sind immer in Fahrtrichtung gesehen. lösen, bitten wir Sie, uns zu unterstützen.

Die Abbildungen in dieser Betriebsanleitung Helfen Sie dem Kundendienstpersonal durch


zeigen unterschiedliche Ausführungen und folgende Angaben, unnötige Rückfragen zu
verschiedene Ausstattungsvarianten. vermeiden.

• Kundennummer
• Name des Kundenbetreuers
• Name und Anschrift
• Maschinenmodell und Seriennummer
• Kaufdatum und Betriebsstunden bzw.
Flächenleistung
• Art des Problems

Ein Anspruch auf Ersatz von Schäden, die nicht


an der Maschine entstanden sind, ist ausge-
schlossen. Hierzu gehört auch, dass eine Haf-
tung für Folgeschäden aufgrund von Fahr- und
Bedienungsfehlern ausgeschlossen ist.

Sachmängelbearbeitung
Sachmängelanträge müssen über Ihren
HORSCH Vertriebspartner bei der Serviceab-
teilung der HORSCH LEEB AS GmbH einge-
reicht werden.

HORSCH LEEB Application Systems GmbH


Plattlinger Str. 21
94562 Oberpöring
Telefon +49 (0) 99 37 . 95 96 30
Telefax +49 (0) 99 37 . 95 96 366
www.horsch.com

Alle Rechte vorbehalten


© 2015 HORSCH LEEB Application Systems GmbH

9
Inhaltsverzeichnis
Vorwort............................................................8

1. Sicherheit..................................... 16 1.13.3 Auswirkungen bei Verwendung .............


bestimmter Pflanzenschutzmittel........27
1.1 Hinweise zur Darstellung.........................16 1.13.4 Gefahrenbereich und Gefahrenstellen.. 28
1.2 Personalqualifikation und -schulung........16 1.13.5 Persönliche Schutzausrüstung...........29
1.13.6 Organisatorische Maßnahmen...........29
1.3 Arbeitsplatz des Bedieners......................17 1.13.7 Betriebsanleitung................................29
1.4 Gefahren bei Nichtbeachtung der ..............
1.14 Sicherheitshinweise an der Maschine...30
Sicherheitshinweise................................17
1.15 Instruktionsaufkleber.............................30
1.5 Sicherheitsbewusstes Arbeiten...............17
1.16 Sicherheitsaufkleber..............................30
1.6 Sicherheitshinweise für den Bediener.....17
1.6.1 Sicherheits- und 1.17 Lage der Sicherheitsaufkleber...............33
Unfallverhütungsvorschriften...............17
1.6.2 Einsatz der Maschine...........................18 2. Allgemeine Inbetriebnahme........ 35
1.6.3 Ausrüstungen wechseln.......................19
1.6.4 Hydraulikanlage....................................19 2.1 Eignung des Fahrzeugs überprüfen........36
1.6.5 Elektrische Anlage................................20 2.2 Sichern gegen unbeabsichtigtes Starten.36
1.6.6 Batterie.................................................20
1.6.7 Kühlsystem...........................................20 3. Beschreibung.............................. 37
1.6.8 Bremsanlage........................................20
1.6.9 Reifen...................................................21 3.1 Übersicht.................................................37
1.6.10 Selbstfahrende Arbeitsmaschine........21 3.2 Technische Daten Fahrzeug....................39
1.6.11 Automatische Lenkung (optional).......21 3.2.1 Typenschild...........................................40
1.6.12 Arbeitsgeräte......................................22 3.2.2 Technische Daten mit Aufbau...............42
1.6.13 Feldspritzenbetrieb.............................22 3.2.3 Reifenanzugsmoment..........................43
1.6.14 Wartung..............................................23 3.2.4 Bereifung / Reifendruck........................43
1.6.15 Notausstieg........................................23
3.3 Beleuchtung............................................44
1.7 Eigenmächtiger Umbau und ....................... 3.3.1 Verkehrstechnische Ausstattung..........44
Ersatzteilherstellung................................24 3.3.2 Arbeitsscheinwerfer..............................46
3.3.3 Rundumleuchte....................................47
1.8 Ersatz- und Verschleißteile sowie ..............
Hilfsstoffe................................................24 3.3.4 Gestängeausleuchtung........................47
3.3.5 NightLight (optional).............................47
1.9 Arbeiten im Bereich von .............................
Hochspannungsleitungen.......................25 3.4 Sicherheits- und Schutzeinrichtungen.....48
3.4.1 Transportsicherung Spritzgestänge......48
1.10 Telefon und Funkgeräte.........................25 3.4.2 Hangausgleich / Pendelsperre.............49
1.11 Gefahren durch Restenergie.................25 3.4.3 Anfahrsicherung...................................50

1.12 Reinigen und Entsorgen........................25


1.13 Bestimmungsgemäße Verwendung......26
1.13.1 Bestimmungsgemäße Ausrüstung.....26
1.13.2 Folgeschäden.....................................27

10
4. Kabine.......................................... 51 4.10 Dashboard.............................................66
4.10.1 Übersicht und Erklärung ....................66
4.1 Aufstiegsleiter zur Fahrerkabine..............51 4.10.2 Display................................................66
4.2 Kabinentür...............................................51 4.10.3 Bedienhinweise..................................67
4.10.4 Einstellungen Dashboard...................68
4.3 Übersicht.................................................52 4.10.5 Untermenüs........................................69
4.4 Fahrersitz................................................53 4.10.6 Symbole Fahrbetrieb..........................70
4.4.1 Übersicht..............................................53 4.10.7 Warnsymbole......................................73
4.4.2 Gewichtseinstellung.............................53
4.11 Bedienterminal.......................................74
4.4.3 Höheneinstellung..................................54
4.4.4 Stoßdämpfung......................................54 4.12 Dachkonsole..........................................75
4.4.5 Längshorizontalfederung......................54 4.12.1 Deckenleuchten..................................75
4.4.6 Dreheinrichtung....................................55 4.12.2 Radio..................................................75
4.4.7 Längseinstellung..................................55 4.13 Klimaanlage / Heizung............................ 76
4.4.8 Neigungs- und Tiefeneinstellung..........55 4.13.1 Ein-/Ausschalten des Bedienfelds......76
4.4.9 Armlehne..............................................56 4.13.2 Automatische Scheibenenteisung......76
4.4.10 Rückenlehne......................................56 4.13.3 Strömungsrichtung des
4.4.11 Lendenwirbelstütze.............................57 Gebläseluftstroms steuern..................76
4.4.12 Sitzheizung und -klimatisierung..........57 4.13.4 Außentemperaturanzeige...................77
4.4.13 Ablagetasche......................................57 4.13.5 Luftumwälzung in der Kabine.............77
4.4.14 Sicherheitsgurt...................................57 4.13.6 Regelautomatik der Klimaanlage.......78
4.13.7 Luftkühlung.........................................78
4.5 Einweisersitz...........................................58
4.5.1 Kühlfach...............................................58 4.13.8 Gebläsestärke einstellen....................78
4.5.2 Staufach...............................................58 4.13.9 Einstellen der Lufttemperatur
in der Kabine.......................................79
4.6 Zündschloss............................................59 4.13.10 Verwendung bei belastetem ................
Arbeitsumfeld...................................79
4.7 Konsolenschalter.....................................59
4.13.11 Fehlercodetabelle.............................80
4.8 Lenksäule................................................59
4.14 Bedieneinheit Arbeitsscheinwerfer........80
4.8.1 Lenksäuleneinstellung..........................59
4.8.2 Fahrtrichtungsvorwahlhebel.................60 4.15 Außenspiegel.........................................81
4.8.3 Standlicht..............................................61
4.16 Rückfahrkamera (optional)....................82
4.8.4 Fahrlicht................................................61
4.8.5 Fernlicht / Abblendlicht.........................61 4.17 Sonnenblende.......................................82
4.8.6 Lichthupe..............................................61
4.18 Warndreieck..........................................82
4.8.7 Signalhupe...........................................61
4.8.8 Blinker..................................................62 4.19 Nothammer............................................82
4.8.9 Warnblinkanlage...................................62
4.20 Elektrische Bordsteckdosen..................83
4.8.10 Scheibenwischer................................62
4.21 Ascher...................................................84
4.9 Multifunktionsbedienfeld..........................64

11
5. Prüfung vor Inbetriebnahme...... 85 7.5 Fahrmodi.................................................93
7.5.1 Straßenmodus......................................93
5.1 Motorhaube.............................................85 7.5.2 Feldmodus............................................93
5.2 Seitenverkleidung....................................85 7.5.3 Hydropneumatische ...............................
Einzelradfederung...............................94
5.3 Schmutzablagerungen im Motorraum.....85
7.6 Lenkungsarten.........................................94
5.4 Motorölstand............................................85
7.7 Begrenzung der Geschwindigkeit............94
5.5 Kraftstoffstand.........................................86
7.8 Tempomat................................................95
5.6 Hydraulikölstand......................................86
7.9 Straßenfahrt............................................96
5.7 Kühlflüssigkeit prüfen..............................86 7.9.1 Transportstellung..................................97
7.9.2 Notlösen der Feststellbremse...............99
5.8 Kühler......................................................86
7.9.3 Abschleppen.........................................99
5.9 Kontrollleuchten.......................................87 7.9.4 Fremdstarten / Starthilfe.....................100
5.10 Lichtfunktion..........................................87
8. Wartung Trägerfahrzeug........... 101
5.11 Reifen....................................................87
8.1 Wartung Motor.......................................101
5.12 Hydrostatanlage....................................87 8.1.1 Schmutz im Motorraum......................101
5.13 Bremsanlage.........................................87 8.1.2 Motoröl...............................................101

8.2 Kraftstoff................................................103
6. Motorbetrieb................................. 88 8.2.1 Kraftstoff einfüllen...............................103
6.1 Vor dem Anlassen des Motors.................88 8.2.2 Kraftstoffanzeige.................................103
6.1.1 Voraussetzung zum Motorstart.............88 8.2.3 Am Ende der Saison - Motorbereich..103
6.1.2 Zündung einschalten............................88 8.3 Motorkühlmittel......................................103
6.2 Motor starten...........................................88 8.3.1 Motorkühlmittel - Kontrolle..................104
8.3.2 Kühlsystem reinigen...........................104
6.3 Motor abstellen........................................89
6.3.1 Abwürgen des Motors...........................89 8.4 Luftfilter..................................................104
8.5 Wartung - Hydraulik...............................106
7. Fahrbetrieb................................... 90 8.5.1 Kennzeichnung von Hydraulik-.................
Schlauchleitungen.............................107
7.1 Allgemeine Hinweise...............................90
8.5.2 Wartungsintervalle..............................107
7.2 Vorwärtsfahren, Rückwärtsfahren...........90 8.5.3 Inspektionskriterien für Hydraulik-
7.2.1 Schnellreversierung..............................91 Schlauchleitungen.............................107
7.2.2 Beschleunigungsniveau.......................91 8.5.4 Ein- und Ausbau von Hydraulik-
7.2.3 Manuelle Drehzahlvorgabe..................92 Schlauchleitungen.............................108

7.3 Bremsen..................................................92 8.6 Hydrauliköl.............................................109


7.3.1 Feststellbremse....................................92 8.6.1 Spezifikation der Hydrauliköle............109
7.3.2 Betriebsbremse....................................92 8.6.2 Hydraulikölstand................................. 110
8.6.3 Hydraulikölfilter wechseln................... 111
7.4 Antriebsschlupfregelung..........................93 8.6.4 Hydraulikölkühler reinigen.................. 111

12
8.7 Hinweise zu Wartungsarbeiten 11. Spritzeinheit............................. 126
an Achsen und Bremsen....................... 112
11.1 Grundlegender Aufbau und Funktion....126
8.8 Achsen................................................... 112 11.1.1 Bedieneinheit....................................126
8.9 Wartung Radnabengetriebe.................. 112 11.1.2 Anschlüsse........................................126
11.1.3 Gestänge..........................................127
8.10 Reifenprüfung und Reifenpflege.......... 113 11.1.4 Düsen...............................................127
8.10.1 Luftdruck Bereifung.......................... 113
11.1.5 Spritzleitung......................................127
8.11 Radwechsel vorbereiten...................... 114 11.1.6 Flüssigkeitskreislauf - Bauelemente.128
11.1.7 Flüssigkeitskreislauf - Funktionsweise.....129
8.12 Keilrippenriemen................................. 116 11.1.8 Spritzbedienung................................131
8.13 Druckluftanlage prüfen........................ 116 11.1.9 Spritzpumpe......................................132
11.1.10 Kolbenmembranpumpe..................132
8.14 Druckluftaufbereitung.......................... 117
11.2 Befüllen................................................133
8.15 Scheibenwaschanlage........................ 117
11.2.1 Befüllen mit Wasser..........................133
11.2.2 Spritzbrühe ansetzen........................136
9. Wartung Elektrik.........................118
11.2.3 Präparate einspülen..........................137
9.1 Technische Daten.................................. 118 11.2.4 Handwaschbehälter..........................142

9.2 Batterien................................................ 118 11.3 Gestänge.............................................143


9.2.1 Gefahren beim Umgang mit Batterien... 118 11.3.1 Gestängesteuerung..........................143
9.2.2 Reinigung der Batterien...................... 119 11.3.2 BoomControl.....................................143
9.2.3 Flüssigkeitsstand der Batterien ............... 11.3.3 BoomControl Modi............................144
kontrollieren....................................... 119 11.3.4 Ein- und Ausklappen.........................144
9.2.4 Batterien einbauen und anschließen.. 119 11.3.5 Düsen montieren und reinigen..........145
11.3.6 Düsen wechseln...............................145
9.3 Drehstromgenerator.............................. 119
11.3.7 Düsen reinigen..................................145
9.4 Starter.................................................... 119 11.3.8 Ausbau des Membranventils bei ............
nachtropfenden Düsen......................145
9.5 Sicherungen..........................................120
11.4 Spritzbetrieb.........................................146
10. Wartung Klimaanlage / ................... 11.4.1 Besondere Hinweise für den ..................
Heizung...............................................122 Spritzbetrieb......................................147
11.4.2 Spritzbetrieb vorbereiten...................148
10.1 Spezielle Sicherheitshinweise.............122 11.4.3 Spritzhöhe einstellen........................149
10.2 Komponenten der Klimaanlage...........122 11.4.4 Spritzdruck, Düsengröße, Ausbringmen-
ge, Fahrgeschwindigkeit, Rührwerk...... 149
10.3 Kältemittel............................................123 11.4.5 Spritzen.............................................150
10.4 Sammler / Trockner.............................123 11.4.6 Entleeren des Spritzbrühebehälters
über den Druckabgang......................151
10.5 Druckschalter......................................124
11.5 Restmengen........................................152
10.6 Kondensator .......................................124 11.5.1 Technische Restmenge....................152
11.5.2 Beseitigung von Restmengen...........152
10.7 Kältemittelzustand und Füllmenge prüfen....124
11.5.3 Ablassen der technischen ......................
10.8 Frischluftfilter.......................................125 Restmengen......................................153
11.5.4 Verdünnte Restmengen....................153
10.9 Kabinenumluftfilter...............................125
11.6 Störungen............................................154

13
12. Reinigung, Wartung Spritze... 155 14.6 Periodische Wartung Feldspritze.........170
14.6.1 Wartung nach der ersten .......................
12.1 Reinigung............................................157 Belastungsfahrt.................................170
12.1.1 CCS - Kontinuierliche Innenreinigung 14.6.2 Tägliche Wartung.............................170
(Continuous cleaning system)...........158 14.6.3 Wartung nach 50 Betriebsstunden ........
12.1.2 Filter reinigen....................................159 bzw. einmal wöchentlich....................170
12.1.3 Reinigung der Spritze bei ...................... 14.6.4 Wartung nach 1000 Betriebsstunden
entleertem Behälter ..........................160 bzw. jährlich.......................................170
12.1.4 Reinigung der Spritze bei ...................... 14.6.5 Wartung je nach Bedarf....................170
gefülltem Behälter.............................161
12.1.5 Gestängereinigung mit Luftventil............ 14.7 Schmiervorschrift.................................171
„Air Ventil“ (optional).........................161
14.8 Schmierplan Übersicht Feldspritze......172

13. Einlagerung.............................. 162 14.9 Durchflussmesser kalibrieren..............178

13.1 Am Ende der Spritzsaison...................162 14.10 Hinweise zur Prüfung der Feldspritze.... 179
14.10.1 Prüfung der Pumpenleistung..........179
13.2 Entwässerung Pumpen.......................162 14.10.2 Prüfung des Durchflussmessers....179
13.2.1 Entwässerung Brühebehälter...........162 14.10.3 Prüfung des Manometers...............179
13.2.2 Entwässerung Spritzpumpe.............162
13.2.3 Entwässerung Frischwasserbehälter.... 162 15. Entsorgung der Feldspritze.... 180
13.2.4 Entwässerung Kolbenmembranpumpe .....
mit Saugfilter.....................................163 16. Anhang..................................... 181
13.3 Einwintern des Spritzsystems.............163
16.1 Gestänge-Klappvarianten....................181
13.4 Vor Beginn der neuen Saison..............165
16.2 Einfüll- / Nachfüllmengen berechnen....182
14. Periodische Wartung............... 166 16.3 Befülltabelle für Restflächen................183

14.1 Allgemein.............................................166 16.4 Düsenkörper........................................184


16.4.1 Einfachdüsenkörper mit .........................
14.2 Betriebsflüssigkeiten...........................166 pneumatischem Schaltventil.............184
14.3 Periodische Wartung Trägerfahrzeug.....166 16.4.2 Mehrfachdüsenkörper manuell 3-fach.....184
14.3.1 Wartung während der Einlaufzeit.....166 16.4.3 Mehrfachdüsenkörper pneumatisch....185
14.3.2 Wartung täglich bzw. alle .......................
16.5 Düsenauswahl.....................................186
10 Betriebsstunden...........................166
16.5.1 Allgemeines......................................186
14.3.3 Wartung während der ersten .................
16.5.2 Vorgehensweise...............................186
50 Betriebsstunden...........................166
16.5.3 Druckbereiche verschiedener Düsen.... 191
14.3.4 Wartung nach den ersten ......................
100 Betriebsstunden.........................166 16.6 Flüssigdüngerbetrieb...........................192
14.3.5 Wartung nach 500 Betriebsstunden...166
14.3.6 Wartung nach 1000 Betriebsstunden .......... 16.7 Umrechnungstabelle für das Spritzen ......
oder 1x jährlich..................................167 von Flüssigdünger AHL .......................193
14.3.7 Wartung nach Bedarf........................167 16.8 Anzugsdrehmomente..........................194
14.4 Betriebsstoffe Trägerfahrzeug.............168
Index............................................... 196
14.5 Zentralschmierung...............................169

14
15
1. Sicherheit 1.2 Personalqualifikation
und -schulung
1.1 Hinweise zur
Die Feldspritze darf nur von Personen benutzt,
Darstellung gewartet und instand gesetzt werden, die hiermit
vertraut und über die damit verbundenen Ge-
Warnhinweise fahren unterrichtet sind. Verantwortungsbereich,
In der Betriebsanleitung wird zwischen drei Zuständigkeit und die Überwachung des Perso-
verschiedenen Warnhinweisen unterschieden. nals müssen durch den Betreiber genau geregelt
sein. Der Selbstfahrer darf nur von Personen mit
Folgende Signalworte mit Warnsymbol wer- entsprechender Fahrerlaubnis gefahren werden.
den verwendet: Liegen bei dem Personal nicht die notwendigen
Kenntnisse vor, so ist dieses zu schulen und zu
GEFAHR unterweisen. Eine anzulernende Person darf nur
unter Aufsicht einer erfahrenen Person mit/an
Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Tod oder der Maschine arbeiten.
schwerer Verletzung führt, wenn sie nicht ver- Weiterhin ist durch den Betreiber sicherzustel-
mieden wird. len, dass der Inhalt der Betriebsanleitung durch
das Personal voll verstanden wird.

WARNUNG Instandsetzungsarbeiten, die nicht in dieser


Betriebsanleitung beschrieben sind, dürfen nur
Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Tod oder von autorisierten Fachwerkstätten durchgeführt
schwerer Verletzung führen kann, wenn sie werden.
nicht vermieden wird.
Für die
Tätigkeit Personen mit
Unterwiesener
VORSICHT speziell
Bediener
fachspezifischer
ausgebildete Ausbildung
Person
Kennzeichnet eine Gefahr, die zu Verletzungen
Verladen/
führen kann, wenn sie nicht vermieden wird. Transport
Inbetrieb-
Lesen Sie alle in dieser Betriebsanleitung ent- nahme
haltenen Warnhinweise! Einrichten

Instruktionen Betrieb

HINWEIS Wartung *
Störungssuche
Kennzeichnet wichtige Hinweise. und
-beseitigung

Handlungsanweisungen werden durch Pfeilspit- Entsorgung


zen angezeigt:

¾¾ ...
HINWEIS
* Wartungsarbeiten und Instandhaltung der
¾¾ Die Reihenfolge der Anweisungen einhalten. Maschine dürfen nur von einer Fachwerkstatt
Alternativ können die Anweisungen durchnum- durchgeführt werden, wenn diese Arbeiten mit
meriert sein. dem Zusatz „Werkstattarbeit“ gekennzeichnet
sind. Das Personal einer Fachwerkstatt verfügt
über erforderliche Kenntnisse und Hilfsmittel
Die Bezeichnungen rechts, links, vorn und hinten
zur sach- und sicherheitsgerechten Ausführung.
gelten in Fahrtrichtung gesehen.

16
1.3 Arbeitsplatz des Die auf den Warnbildzeichen aufgeführten An-
weisungen zur Gefahrenvermeidung befolgen.
Bedieners Die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvor-
schriften der zuständigen Berufsgenossenschaf-
Das Fahrzeug darf ausschließlich nur von einer ten sind bindend.
Person auf dem Fahrersitz der Maschine bedient
werden. Beim Verkehr auf öffentlichen Straßen müssen
die jeweiligen gesetzlichen Vorschriften einge-
halten werden.
1.4 Gefahren bei
Nichtbeachtung der Bei Benutzung öffentlicher Verkehrswege die
jeweiligen Bestimmungen beachten!
Sicherheitshinweise
Für den Notfall gerüstet sein. Das Warndreieck
Die Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise befindet sich in der linken Kabinenverkleidung
kann sowohl eine Gefährdung für Personen neben der Kabinentür. Notrufnummern für Ärzte
als auch für die Umwelt und der Maschine zur und Feuerwehr am Fernsprecher bereithalten.
Folge haben. Außerdem kann dies zum Verlust
jeglicher Schadensersatzansprüche führen.
1.6 Sicherheitshinweise
Im Einzelnen kann Nichtbeachtung folgende
Gefährdungen nach sich ziehen: für den Bediener
¾¾ Gefährdung von Personen durch nicht abge- WARNUNG
sicherte Arbeitsbereiche
Gefahren durch Quetschen, Schneiden, Er-
¾¾ Versagen wichtiger Funktionen der Maschine
fassen, Einziehen und Stoß durch fehlende
¾¾ Versagenvorgeschriebener Methoden zur Verkehrs- und Betriebssicherheit.
Wartung und Instandhaltung
¾¾ Gefährdung von Personen durch mecha- Vor jeder Inbetriebnahme ist die Maschine auf
nische und chemische Einwirkungen Verkehrs- und Betriebssicherheit zu überprüfen!

¾¾ Gefährdung der Umwelt durch Leckage von


Hydrauliköl 1.6.1 Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften
1.5 Sicherheitsbewusstes Neben den Hinweisen in dieser Betriebsan-
leitung die allgemeingültigen Sicherheits- und
Arbeiten Unfallverhütungsvorschriften beachten!
Die in dieser Betriebsanleitung aufgeführten ¾¾ Vor jeder Inbetriebnahme der Maschine müs-
Sicherheitshinweise, die bestehenden Unfall- sen alle Sicherheits- und Schutzeinrichtungen
verhütungsvorschriften sowie interne Arbeits-, sachgerecht angebracht und funktionsfähig
Betriebs- und Sicherheitsvorschriften sind zu sein. Alle Sicherheits- und Schutzeinrich-
beachten. tungen regelmäßig prüfen.
¾¾ Die angebrachten Warn- und Hinweisschilder
Neben den Sicherheitshinweisen in dieser Be- geben wichtige Hinweise für den gefahrlosen
triebsanleitung sind die nationalen, allgemein- Betrieb. Die Beachtung dient Ihrer Sicherheit!
gültigen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungs- ¾¾ Fehlerhafte oder demontierte Sicherheits- und
vorschriften bindend. Schutzeinrichtungen können zu gefährlichen
Situationen führen.

17
¾¾ Vor Arbeitsbeginn sich mit allen Einrichtungen ¾¾ Nicht im Dreh- und Schwenkbereich des Ge-
und Betätigungselementen sowie mit deren rätes aufhalten!
Funktionen vertraut machen. ¾¾ Das Gestänge darf nur betätigt werden, wenn
¾¾ Der Aufenthalt im Arbeitsbereich ist verboten! sich keine Personen im Schwenkbereich
¾¾ Zur Vermeidung von Brandgefahr Maschine aufhalten!
sauber halten! ¾¾ An fremdkraftbetätigten Teilen (z.B. Hydraulik)
¾¾ Vor dem Anfahren und vor Inbetriebnahme befinden sich Quetsch- und Scherstellen!
Nahbereich kontrollieren (Kinder)!. Auf aus- ¾¾ Bei Arbeiten am Selbstfahrer Maschine gegen
reichende Sicht achten! Wegrollen durch die Feststellbremse und durch
¾¾ Zulässige Achslasten, Gesamtgewicht und Unterlegkeile sichern!
Transportabmessungen beachten! ¾¾ Beim Kippen des Tankaufbaus eine geeignete
¾¾ Transportausrüstung wie z.B. Beleuchtung, Stützeinrichtung in die jeweilige Stellung bringen!
Warneinrichtungen und evtl. Schutzeinrich- ¾¾ Richten Sie Ihre Fahrweise so ein, dass Sie
tungen überprüfen und anbauen! das Fahrzeug jederzeit sicher beherrschen.
¾¾ Betätigungseinrichtungen (Seile, Ketten, Berücksichtigen Sie hierbei Ihre persönlichen
Gestänge usw.) fernbetätigter Einrichtungen Fähigkeiten, die Fahrbahn-, Verkehrs-, Sicht-
müssen so verlegt sein, dass sie in allen und Witterungsverhältnisse, die Fahreigen-
Transport- und Arbeitsstellungen nicht unbe- schaften der Maschine sowie die Einflüsse
absichtigte Bewegungen auslösen. durch den Spritzaufbau.
¾¾ Geräte für Straßenfahrt in vorgeschriebenen ¾¾ Verwenden Sie nur vorgeschriebene Kraft-
Zustand bringen und nach Vorschrift des stoffe nach DIN EN 590 bzw. DIN EN 14214
Herstellers verriegeln! für Biodieselkraftstoff.
¾¾ Die gefahrene Geschwindigkeit muss immer
den Umgebungsverhältnissen angepasst 1.6.2 Einsatz der Maschine
werden!
¾¾ Bei Berg- und Talfahrt bzw. Querfahrten zum ¾¾ Vor Arbeitsbeginn mit allen Einrichtungen und
Hang plötzliche Kurvenfahrten vermeiden! Betätigungselementen der Maschine sowie
mit deren Funktionen vertraut machen.
¾¾ Beim Fahren am Hang – Kippgefahr!
¾¾ Fahrverhalten, Lenk- und Bremsfähigkeit wer- ¾¾ Eng anliegende Kleidung tragen! Locker
den durch angebaute oder angehängte Ge- getragene Kleidung erhöht die Gefährdung
räte und Ballastgewichte beeinflusst. Daher durch Erfassen oder Aufwickeln an rotie-
auf ausreichende Lenk- und Bremsfähigkeit renden bzw. beweglichen Bauteilen.
achten! ¾¾ Die Maschine nur in Betrieb nehmen, wenn
¾¾ Bei Kurvenfahrt die weite Ausladung und/ alle Schutzvorrichtungen angebracht und in
oder die Schwungmasse des Gerätes be- Schutzstellung sind!
rücksichtigen! ¾¾ Die maximale Zuladung des Spritzaufbaus
¾¾ Geräte nur in Betrieb nehmen, wenn alle und die zulässigen Achslasten der Maschine
Schutzvorrichtungen angebracht und in beachten! Gegebenenfalls nur mit teilbe-
Schutzstellung sind! fülltem Vorratsbehälter fahren.
¾¾ Sicherheitseinrichtungen in guten Zustand erhal-
¾¾ Verbotenist der Aufenthalt von Personen im
ten. Fehlende oder beschädigte Teile ersetzen. Arbeitsbereich der Maschine!
¾¾ Während der Fahrt den Fahrerstand niemals
¾¾ Verbotenist der Aufenthalt von Personen im
verlassen!
Dreh- und Schwenkbereich der Maschine!
¾¾ Das Mitfahren während der Arbeit und der
Transportfahrt auf dem Arbeitsgerät ist nur ¾¾ Starten des Motors nur vom Fahrersitz aus.
auf dem angegebenen Beifahrersitz gestattet. Der Motor darf nicht durch Kurzschließen der
elektrischen Anschlüsse am Anlasser gestar-
¾¾ Verboten sind das Mitfahren und der Trans-
tet werden, da sich die Maschine dabei sofort
port von Personen auf der Maschine!
in Bewegung setzen kann.

18
¾¾ Aufstiegshilfen
und Trittflächen nur im Stand
Die jeweilige Bewegung muss automatisch
nutzen. Während des Betriebes ist das Mit-
stoppen, wenn Sie das entsprechende Stell-
fahren verboten! An fremdkraftbetätigten
teil loslassen.
Maschinenteilen (z.B. Hydraulik) befinden
sich Quetsch- und Scherstellen! Fremdkraft- Dies gilt nicht für Bewegungen von Einrich-
betätigte Maschinenteile dürfen nur betätigt tungen, die
werden, wenn Personen einen ausreichenden - kontinuierlich sind oder
Sicherheitsabstand zur Maschine einhalten! - automatisch geregelt sind oder
- funktionsbedingt eine Schwimm- oder
¾¾ Das Fahrzeug vor dem Verlassen gegen un-
Druckstellung erfordern
beabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes
¾¾ Vor Arbeiten an der Hydraulikanlage
Wegrollen sichern. Hierzu die Feststellbremse
anziehen, den Motor abstellen und den Zünd- - Maschine absetzen/abstellen
schlüssel abziehen. - Hydraulikanlage drucklos machen
- Motor abstellen
- Feststellbremse anziehen
1.6.3 Ausrüstungen wechseln - Zündschlüssel abziehen

¾¾ Die Maschine gegen unbeabsichtigtes Weg-


rollen sichern! ¾¾ Druckspeicher:
Je nach Ausstattung kann in der Hydrau-
¾¾ Angehobene Rahmenteile, unter denen Sie
likanlage ein Druckspeicher eingebaut
sich aufhalten, durch geeignete Stützen ab-
sein. Den Druckspeicher nicht öffnen oder
sichern!
bearbeiten (schweißen, bohren). Auch nach
¾¾ Vorsicht!Bei hervorstehenden Teilen (Ge- dem Entleeren ist der Behälter mit Gas-
stängeteile usw.) besteht Verletzungsgefahr! druck vorgespannt. Bei allen Arbeiten an
¾¾ Beim Aufsteigen auf die Maschine nicht auf der Hydraulik den Druckspeicher entleeren.
bewegliche oder andere drehbare Teile auf- Das Manometer (wenn vorhanden) darf kei-
steigen. Sie könnten sich durch einen Sturz nen Druck anzeigen. Der Manometerdruck
schwerste Verletzungen zuziehen. muss auf 0 bar abfallen. Erst dann darf an
der Hydraulikanlage gearbeitet werden.
¾¾ Hydraulik-Schlauchleitungen mindestens
1.6.4 Hydraulikanlage einmal jährlich durch einen Sachkundigen auf
ihren arbeitssicheren Zustand prüfen lassen!
WARNUNG ¾¾ Hydraulik-Schlauchleitungen bei Beschä-
digungen und Alterung austauschen! Nur
Infektionen der Haut durch Hydrauliköl!
Original HORSCH LEEB AS Hydraulik-
Schlauchleitungen verwenden!
¾¾ Die Hydraulikanlage steht unter hohem Druck!
¾¾ Die Verwendungsdauer der Hydraulik-
¾¾ Aufkorrekt angeschlossene Hydraulik-
Schlauchleitungen sollte sechs Jahre nicht
Schlauchleitungen achten!
überschreiten, einschließlich einer eventu-
¾¾ Die Hydraulikanlage muss vor dem An- ellen Lagerzeit von höchstens zwei Jahren.
schließen der Hydraulik-Schlauchleitungen Auch bei sachgemäßer Lagerung und zuläs-
drucklos sein! siger Beanspruchung unterliegen Schläuche
¾¾ Es ist verboten, Stellteile auf der Maschine zu und Schlauchverbindungen einer natürlichen
blockieren, die zum direkten Ausführen von Alterung, dadurch ist ihre Lagerzeit und
hydraulischen oder elektrischen Bewegungen Verwendungsdauer begrenzt. Abweichend
von Bauteilen dienen, z. B. Klapp-, Schwenk- hiervon kann die Verwendungsdauer entspre-
und Schiebevorgänge. chend den Erfahrungswerten, insbesondere
unter Berücksichtigung des Gefährdungs-
potentials, festgelegt werden. Für Schläuche
und Schlauchleitungen aus Thermoplasten
können andere Richtwerte maßgebend sein.

19
¾¾ Niemals undichte Hydraulik-Schlauchleitun- - Bei einer nachträglichen Installation von
gen mit der Hand oder den Fingern abdichten. elektrischen Geräten und/oder Komponenten
Unter hohem Druck austretende Flüssigkeit an der Maschine, mit Anschluss an das Bord-
(Hydrauliköl) kann durch die Haut in den netz, muss der Benutzer eigenverantwortlich
Körper eindringen und schwere Verletzungen prüfen, ob die Installation Störungen der Fahr-
verursachen! Bei Verletzungen durch Hy- zeugelektronik oder anderer Komponenten
drauliköl sofort einen Arzt aufsuchen! Infek- verursacht.
tionsgefahr!
- Darauf achten, dass die nachträglich instal-
¾¾ Wegen der möglichen schweren Infektionsge- lierten elektrischen und elektronischen Bau-
fahr müssen bei der Suche nach Leckstellen teile der EMV-Richtlinie (EMC) 2014/30/EU in
geeignete Hilfsmittel verwenden werden! der jeweils geltenden Fassung entsprechen
¾¾ Um Fehlbedienungen auszuschließen, sollten und das CE-Kennzeichen tragen.
Steckdosen und Stecker (elektrisch, pneuma-
tisch) farbig gekennzeichnet werden.
¾¾ Um Unfälle durch ungewollte oder durch
1.6.6 Batterie
Fremdpersonen (Kinder, Beifahrer) verurs- ¾¾ Wartungsarbeiten an der Batterie setzen aus-
achte Hydraulikbewegungen zu vermeiden, reichende Kenntnisse und vorschriftsmäßiges
müssen die Steuergeräte an der Maschine Werkzeug voraus!
bei Nichtgebrauch oder in Transportstellung
gesichert und verriegelt werden. ¾¾ OffenesFeuer, brennende Streichhölzer
und Funkenflug von der Batterie fernhalten!
Explosionsgefahr!
1.6.5 Elektrische Anlage
¾¾ Ladezustand der Batterie niemals durch
Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage Verbinden der beiden Pole mit einem Metall-
grundsätzlich Batterie (Minuspol) abklem- gegenstand prüfen. Voltmeter verwenden.
men! ¾¾ Einegefrorene Batterie nicht aufladen:
¾¾ Nur vorgeschriebene Sicherungen verwen- Explosionsgefahr! Vorher Batterie auf min-
den. Bei Verwendung zu starker Sicherungen destens 16° C erwärmen.
wird die elektrische Anlage zerstört. Brand- ¾¾ Batteriesäure kann zu schweren Verletzungen
gefahr! durch Verätzen von Haut und Augen führen.
¾¾ Auf richtig angeschlossene Batterie achten. Geeignete Schutzkleidung verwenden.
Zuerst den Pluspol und dann den Minuspol
anklemmen! Beim Abklemmen zuerst den
Minuspol und dann den Pluspol abklemmen!
1.6.7 Kühlsystem
¾¾ Den Pluspol der Batterie immer mit der vor- Erhitzte Kühlanlage steht unter Druck ! Daher
gesehenen Abdeckung versehen. Bei Masse- Kühlerverschlussdeckel grundsätzlich nur bei
schluss besteht Explosionsgefahr! abgestelltem und abgekühltem Motor abneh-
men. Verletzungsgefahr!
¾¾ Funkenbildung und offene Flammen in der
Nähe der Batterie vermeiden. Explosions-
gefahr! 1.6.8 Bremsanlage
¾¾ Die Maschine kann mit elektronischen Kom- ¾¾ Nur Fachwerkstätten oder anerkannte Brem-
ponenten und Bauteilen ausgestattet werden, sendienste dürfen Einstell- und Reparaturar-
deren Funktion durch elektromagnetische beiten an der Bremsanlage durchführen!
Aussendungen anderer Geräte beeinflusst
werden kann. Solche Beeinflussungen kön- ¾¾ Maschine bei allen Funktionsstörungen an der
nen zu Gefährdungen von Personen führen, Bremsanlage sofort anhalten. Funktionsstö-
wenn die folgenden Sicherheitshinweise nicht rungen umgehend beseitigen lassen!
befolgt werden.

20
¾¾ Die Bremsanlage muss regelmäßig gründlich ¾¾ Beleuchtung einschalten, um Fahrzeug bes-
geprüft werden! ser kenntlich zu machen.
¾¾ VorArbeiten an der Bremsanlage die Ma- ¾¾ DieMaschine vor dem Einsatz auf Fahr- und
schine sicher abstellen und gegen unbeab- Betriebssicherheit prüfen.
sichtigtes Absenken und unbeabsichtigtes
¾¾ Beim Besteigen und Verlassen der Maschine
Wegrollen (Unterlegkeile) sichern!
sich am Geländer und Türgriff festhalten.
¾¾ Besondere Vorsicht bei Schweiß-, Brenn-
¾¾ DasBesteigen der Kotflügelflächen ist bei
und Bohrarbeiten in der Nähe von Bremslei-
abgenommenem Handlauf nicht gestattet.
tungen!
¾¾ Mitnahme von Personen auf der Plattform ist
¾¾ Nach allen Arbeiten zum Einstellen und
nicht gestattet.
Instandhalten an der Bremsanlage muss
grundsätzlich eine Bremsprobe durchgeführt ¾¾ BeiStraßenfahrten muss das Gestänge zu-
werden! sammengeklappt, in die Auflagen abgelassen
und entsprechend gesichert bzw. verriegelt
sein.
1.6.9 Reifen
¾¾ Die Maschine nur mit der jeweils länderspe-
¾¾ BeiArbeiten an den Reifen ist darauf zu zifisch vorgeschriebenen Geschwindigkeit
achten, dass das Gerät sicher abgestellt ist fahren.
und gegen Wegrollen und unbeabsichtigtes ¾¾ Arbeitsgerätesind für Straßenfahrt in Trans-
Absenken gesichert wurde (Feststellbremse, portstellung zu bringen und nach Vorschrift
Unterlegkeile). des Herstellers zu verriegeln.
¾¾ DasMontieren von Rädern und Reifen setzt ¾¾ Bei
Motorbetrieb in geschlossenen Räumen
ausreichende Kenntnisse und vorschriftsmä- Auspuffgase ableiten und für ausreichende
ßiges Montagewerkzeug voraus! Belüftung sorgen.
¾¾ Reparaturarbeitenan den Reifen und Rädern ¾¾ Beim Gebrauch von Startflüssigkeit Funken-
dürfen nur von Fachkräften und mit dafür geeig- bildung oder offene Flammen in der Nähe
netem Montagewerkzeug durchgeführt werden! vermeiden. Startflüssigkeit von Batterien und
¾¾ Luftdruck
regelmäßig kontrollieren! Vorge- elektrischen Leitungen fernhalten.
schriebenen Luftdruck beachten! ¾¾ Beim Durchfahren von Kurven immer die
¾¾ Radmuttern regelmäßig kontrollieren und alle Breite des Fahrzeuges und die Tatsache be-
Befestigungsschrauben und Muttern nach rücksichtigen, dass das Heck der Maschine
den Vorgaben von HORSCH LEEB AS GmbH ausschwenkt. Bodenverhältnisse beeinflus-
an- oder nachziehen! Versäumnis kann zum sen die Fahreigenschaften.
Radverlust und damit zum Umsturz der Ma- ¾¾ Vorsicht
bei Vertiefungen, Gräben und Hin-
schine führen. dernissen. Sie können ein Umkippen der
Maschine bewirken. Dies gilt besonders am
Hang.
1.6.10 Selbstfahrende
Arbeitsmaschine
1.6.11 Automatische Lenkung
WARNUNG (optional)
¾¾ Die automatische Lenkung darf nur zu dem ihr
Das Mitfahren auf der Maschine ist verboten!
zugedachten Zweck benutzt werden. Diese
darf grundsätzlich nur in der freien Feldflur,
¾¾ Beim Fahren auf öffentlichen Straßen sind die außerhalb öffentlicher oder halböffentlicher
Warnblinkleuchten bzw. die Rundumleuchte Straßen, abseits von Hofflächen, sowie fern-
entsprechend den landesspezifischen Ver- ab von zu gefährdenden Personen genutzt
kehrsbestimmungen zu benutzen. werden.

21
1.6.12 Arbeitsgeräte ¾¾ Durch gründliches Abwaschen des Spritz-
brühebehälters bzw. der zu reparierender
¾¾ Achtung! Nach dem Abschalten der Antriebe Teile mit Wasser kann diese Gefährdung
Gefahr durch nachlaufende Schwungmasse! beseitigt werden, da das Salz der Ammoni-
Während dieser Zeit nicht an das Gerät heran- trat-Harnstoff-Lösung wasserlöslich ist. Die
treten. Erst wenn die Maschine ganz stillsteht Feldspritze vor einer Reparatur gründlich mit
darf daran gearbeitet werden. Wasser reinigen!
¾¾ Reinigen, Schmieren oder Einstellen der ¾¾ Das Nennvolumen des Spritzbrühebehälters
Arbeitsgeräte nur bei abgeschaltetem An- darf beim Befüllen nicht überschritten werden!
trieb, abgestelltem Motor und abgezogenem ¾¾ Beim Vorgewende die Fahrgeschwindigkeit
Zündschlüssel! reduzieren und die Spritze dabei ausschalten.
¾¾ Durch zu starke ruckartige Lenkbewe-
1.6.13 Feldspritzenbetrieb gungen am Beginn und Ende einer Kurve
wird das Gestänge zu stark belastet.
¾¾ Die Empfehlungen der Pflanzenschutzmittel-
Hersteller in Bezug auf Schutzkleidung, Warn- ¾¾ Bei feinen Tröpfchen und starkem Wind kann
hinweise zum Umgang mit Pflanzenschutz- das Spritzmittel verwehen und damit Schäden
mitteln und die Dosier-, Anwendungs- und bei anderen verursachen!
Reinigungsvorschriften beachten. ¾¾ Wenn der Boden sehr trocken ist, kann das
¾¾ Die Hinweise aus dem Pflanzenschutzgesetz Spritzmittel mit Staub verwehen und Schäden
beachten! verursachen. Immer warten bis der Boden
genügend feucht ist!
¾¾ Niemals unter Druck stehende Leitungen
öffnen! ¾¾ VonZeit zu Zeit folgendes kontrollieren:
Dosiermenge, verstopfte Düsen, Beschädi-
¾¾ Nur Original HORSCH LEEB AS - Ersatz- gungen der Maschinenteile, Leckage und
schläuche verwenden, die den chemischen, Sauberkeit der Maschine.
mechanischen und thermischen Beanspru-
chungen standhalten. Bei der Montage ¾¾ Beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln kor-
grundsätzlich Schlauchklemmen aus V2A rekte Schutzkleidung (Handschuhe, Anzug,
verwenden! Reparaturarbeiten im Spritzbrü- Schutzbrille usw.) tragen.
hebehälter dürfen nur nach gründlicher Reini- ¾¾ BeiKabinen mit Belüftungsgebläsen Filter
gung und mit Atemschutzmaske erfolgen. Aus für Frischluftzufuhr durch Aktivkohlefilter
Sicherheitsgründen muss eine zweite Person ersetzen!
die Arbeiten von außerhalb des Spritzbrühe-
¾¾ Angaben zur Verträglichkeit von Pflanzen-
behälters überwachen!
schutzmitteln und Werkstoffen der Feldspritze
¾¾ Bei der Reparatur von Feldspritzen, die zur beachten!
Flüssigdüngung mit Ammonitrat-Harnstoff-
¾¾ Keine
Pflanzenschutzmittel ausspritzen, die
Lösung benutzt wurden ist zu beachten: Rück-
zum Verkleben oder Erstarren neigen!
stände von Ammonitrat-Harnstoff-Lösungen
können durch Verdunstung des Wassers auf ¾¾ Feldspritzen nicht mit Wasser aus offenen Ge-
oder in dem Spritzbrühebehälter Salz bilden. wässern befüllen - zum Schutz von Mensch,
Hierdurch entsteht reines Ammonitrat und Tier und Umwelt!
Harnstoff. In reiner Form ist Ammonitrat in ¾¾ Stets
ausreichend Wasser mitführen, um
Verbindung mit organischen Stoffen, z.B. im Notfall Pflanzenschutzmittel abspülen zu
Harnstoff explosiv, wenn bei Reparaturar- können.
beiten (z.B. Schweißen, Schleifen, Feilen) die
kritischen Temperaturen erreicht werden. ¾¾ Beim Einsatz der Präparate auf alle Ge-
brauchsanweisungen und aufgeführten
Vorsichtsmaßnahmen des Pflanzenschutz-
mittelherstellers achten!

22
¾¾ Daten zu aktuell verwendeten Präparaten ¾¾ Unterliegen Schutzeinrichtungen einem Ver-
müssen zur Information für Rettungsdienste schleiß, sind sie regelmäßig zu kontrollieren
bei Unfällen in einer Transportbox mitgeführt und rechtzeitig auszutauschen
werden.
¾¾ Ersatzteilemüssen mindestens den vom
¾¾ BeiKörperkontakt mit Pflanzenschutzmitteln Gerätehersteller festgelegten technischen
ggf. Arzt aufsuchen. Anforderungen entsprechen! Dieses wird
durch Original HORSCH LEEB AS - Ersatz-
¾¾ Feldspritzen
nur über Original HORSCH
teile gewährleistet!
LEEB AS - Befülleinrichtungen.
¾¾ Bei Gasspeicherung nur Stickstoff zum Auf-
¾¾ Düsenund andere Kleinteile nie mit dem
füllen verwenden - Explosionsgefahr!
Mund ausblasen.

1.6.14 Wartung 1.6.15 Notausstieg


In der Kabine befindet sich ein Nothammer.
¾¾ Handschuhe zum Schutz vor scharfkantigen
¾¾ Im Bedarfsfall mit dem Nothammer eine
Maschinenteilen tragen.
Kabinenscheibe einschlagen (siehe Kapitel
¾¾ Instandsetzungs-,Wartungs- und Reini- „Kabine“).
gungsarbeiten sowie die Beseitigung von
Funktionsstörungen grundsätzlich nur bei
ausgeschaltetem Antrieb und stillstehendem
Motor vornehmen! Maschinenstecker vom
Bordcomputer abstecken. Zündschlüssel
abziehen!
¾¾ Die vorgeschriebenen Einstell-, Wartungs- und
Inspektionsarbeiten fristgemäß durchführen.
¾¾ Alle
Betriebsmedien wie Druckluft und Hy-
draulik gegen unbeabsichtigte Inbetriebnah-
me sichern.
¾¾ Die angehobene Maschine bzw. angeho-
bene Maschinenteile gegen unbeabsich-
tigtes Absenken sichern, bevor Wartungs-,
Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten
vorgenommen werden!
¾¾ Größere Baugruppen beim Austausch sorgfältig
an Hebezeugen sichern und befestigen.
¾¾ Muttern und Schrauben regelmäßig auf festen
Sitz prüfen und ggf. nachziehen!
¾¾ BeimAuswechseln von Arbeitswerkzeugen
geeignetes Werkzeug und Handschuhe be-
nutzen!
¾¾ Öle, Fette und Filter ordnungsgemäß entsorgen!

¾¾ VorArbeiten an der elektrischen Anlage stets


Stromzufuhr trennen!
¾¾ Vor elektrischen Schweißarbeiten am Fahrzeug
das Kabel an Generator und Batterie abklem-
men! Die Masseverbindung möglichst nahe an
der Schweißstelle anbringen.

23
1.7 Eigenmächtiger 1.8 Ersatz- und
Umbau und Verschleißteile sowie
Ersatzteilherstellung Hilfsstoffe
Maschinenteile in nicht einwandfreiem Zu-
WARNUNG stand sofort austauschen.
Nur Original HORSCH LEEB AS Ersatz- und
Gefahren durch Quetschen, Schneiden,
Verschleißteile verwenden, damit die Betriebs-
Erfassen, Einziehen und Stoß durch Bruch
erlaubnis nach nationalen und internationalen
von tragenden Teilen.
Vorschriften ihre Gültigkeit behält.
Grundsätzlich verboten ist
Bei Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen
¾¾ das Bohren am Rahmen bzw. Fahrgestell von Drittherstellern ist nicht gewährleistet, dass
¾¾ das Aufbohren bestehender Löcher am Rah- sie beanspruchungs- und sicherheitsgerecht
men bzw. Fahrgestell konstruiert und gefertigt sind.
¾¾ das Schweißen an tragenden Teilen Die HORSCH LEEB AS GmbH übernimmt keine
Haftung für Schäden aus der Verwendung von
nicht freigegebenen Ersatz- und Verschleißtei-
Umbau oder Veränderungen der Maschine sind len oder Hilfsstoffen.
nur nach Absprache mit dem Hersteller zulässig.
Originalersatzteile und vom Hersteller autorisier-
tes Zubehör dienen der Sicherheit.
Dies gilt auch für das Schweißen an tragenden
Teilen.
Die Verwendung anderer Teile kann die Haftung
für die daraus entstehenden Folgen aufheben.

Nur die von HORSCH LEEB AS GmbH freige-


gebenen Umbau- und Zubehörteile verwenden,
damit die Betriebserlaubnis nach nationalen
und internationalen Vorschriften ihre Gültigkeit
behält.

Folgende Maschinen müssen sich in dem Zu-


stand befinden, der durch die jeweilige Erlaubnis
bzw. Genehmigung bestimmt ist:
¾¾ Fahrzeuge mit einer behördlichen Betriebs-
erlaubnis.
¾¾ mit einem Fahrzeug verbundene Einrich-
tungen und Ausrüstungen mit einer gültigen
Betriebserlaubnis bzw. Genehmigung für den
Straßenverkehr.

24
1.9 Arbeiten im 1.10 Telefon und
Bereich von Funkgeräte
Hochspannungsleitungen Nicht an eine Außenantenne angeschlossene
Telefon- und Funkgeräte können zu Funktions-
Besondere Vorsicht ist beim Arbeiten unter störungen an der Fahrzeugelektronik führen und
bzw. im Bereich von Hochspannungsleitungen dadurch die Betriebssicherheit des Fahrzeuges
geboten. gefährden.

WARNUNG 1.11 Gefahren durch


Gefahr von Stromunfällen durch Berühren von Restenergie
Hochspannungsleitungen oder Spannungsüber-
schlag mit dem Spritzgestänge! Beachten Sie das Auftreten mechanischer,
hydraulischer, pneumatischer und elektrischer/
¾¾ Beider Feldarbeit kann die Gesamthöhe von elektronischer Restenergien an der Maschine.
4 m wesentlich überschritten werden. Dies Entsprechende Maßnahmen bei der Einweisung
kann bei angehobenem Parallelogramm und des Bedienpersonals treffen. Detaillierte Hinwei-
gleichzeitig angewinkelten Gestängeflügeln se werden nochmals in den jeweiligen Kapiteln
auftreten. dieser Betriebsanleitung gegeben.
Die Lage vor Arbeitsbeginn beurteilen.
¾¾ Müssen Freileitungen unterquert werden, so 1.12 Reinigen und
hat sich der Bediener über Nennspannung
und Mindesthöhe der Freileitungen beim Entsorgen
Betreiber der Freileitungen zu informieren.
Verwendete Materialien und Stoffe sachgerecht
¾¾ DieSicherheitsabstände nach der Tabelle handhaben und entsorgen (siehe Kapitel „Ent-
dürfen in keinem Falle unterschritten werden. sorgung Feldspritze“). Insbesondere bei Arbei-
ten an Schmiersystemen und -einrichtungen und
Nennspannung Sicherheitsabstand beim Reinigen mit Lösungsmitteln.
von Freileitungen
[kV] [m] HINWEIS

bis 1 1 Neumaschinen nicht mit einem Dampfstrahler


oder Hochdruckreiniger waschen. Der Lack ist
1 bis 110 2 erst nach ca. 3 Monaten ausgehärtet und könnte
110 bis 220 3 vorher beschädigt werden.
220 bis 380 4

25
1.13 Bestimmungsgemäße Befahren werden können Hanglagen in
¾¾ Schicht-Linie
Verwendung Fahrtrichtung nach links 15 %
Fahrtrichtung nach rechts 15 %
Die Verwendung des PT Selbstfahrers gilt als
¾¾ Fall-Linie
bestimmungsgemäß, wenn beim Betrieb der
Maschine die folgenden Punkte berücksichtigt Hang aufwärts
15 %
werden. Für aus nicht bestimmungsgemäßer Hang abwärts 15 %
Verwendung resultierende Schäden haftet der
Hersteller nicht. Das Risiko hierfür trägt allein Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört
der Benutzer. auch:
¾¾ das Beachten aller Hinweise dieser Betrieb-
¾¾ Der Selbstfahrer ist vorgesehen für die Ap- sanleitung.
plikation von Pflanzenschutzmitteln (Insekti-
¾¾ die Einhaltung der Inspektions- und War-
zide, Fungizide, Herbizide, etc.) in Form von
Suspensionen, Emulsionen und Gemischen tungsarbeiten.
sowie von Flüssigdüngern. ¾¾ die ausschließliche Verwendung von Original
HORSCH LEEB AS Ersatzteilen.
¾¾ Die Spritze ist ausschließlich für den landwirt-
schaftlichen Einsatz zur Behandlung von Flä-
chenkulturen vorgesehen. Sie entspricht dem Andere Verwendungen als oben aufgeführt sind
Stand der Technik und sichert bei korrekter verboten und gelten als nicht bestimmungsgemäß.
Geräteeinstellung und richtiger Dosierung den
biologischen Erfolg. Für Schäden aus nicht bestimmungsgemäßer
Verwendung
¾¾ Die Maschine nur in technisch einwandfreiem
Zustand sowie bestimmungsgemäß, sicher- ¾¾ trägt der Betreiber die alleinige Verantwortung!
heits- und gefahrenbewusst unter Beachtung ¾¾ übernimmt die HORSCH LEEB AS GmbH
der Betriebsanleitung nutzen. keinerlei Haftung.
¾¾ Die Arbeitsmaschine wird von einer Person
in der Kabine bedient.
1.13.1 Bestimmungsgemäße
¾¾ Der selbstfahrende Pflanzenschutzspritze ist Ausrüstung
eine Arbeitsmaschine und darf auf öffentlichen
Straßen nur unter Einhaltung der zulässigen Die bestimmungsgemäße Ausrüstung der Feld-
Achslasten betrieben werden. spritze entsteht durch die Kombination von
¾¾ Störungen, die die Betriebssicherheit beein-
trächtigen können, müssen sofort beseitigt ¾¾ Grundgerät und Fahrgestell
werden! ¾¾ Bereifung
¾¾ Defekte oder überbeanspruchte Teile müssen ¾¾ Druckarmatur
sofort ausgetauscht werden. Die Maschine
¾¾ Pumpenausrüstung
darf ansonsten nicht mehr betrieben werden.
¾¾ Spritzgestänge
¾¾ Für Reparaturen nur Original HORSCH LEEB
AS Ersatzteile verwenden. Andere Ersatzteile ¾¾ Spritzleitungen
mit Teilbreitenschaltung und
sind von HORSCH LEEB AS nicht geprüft und Sonderausstattungen
freigegeben und können die Maschineneigen-
Werden von einer Vertriebsstelle weitere, nicht
schaften negativ beeinflussen bzw. schwere
aufgeführte Einzeltypen geschaffen, so muss die
Sicherheitsbeeinträchtigungen hervorrufen.
Vertriebsstelle dafür die, nach § 25 des Pflan-
¾¾ Veränderungen an der Maschine, die die zenschutzgesetzes vom 15.09.1986 geforderte
Sicherheit beeinträchtigen können, dürfen Erklärung gegenüber dem Julius-Kühn-Institut
nur mit Zustimmung des Herstellers vorge- abgeben.
nommen werden.

26
Die dazu erforderlichen Vordrucke können be- 1.13.3 Auswirkungen bei
zogen werden von:
Verwendung bestimmter
Julius Kühn-Institut Pflanzenschutzmittel
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Zum Zeitpunkt der Herstellung der Feldspritze
Messeweg 11/12
sind dem Hersteller nur wenige von der BBA
D-38104 Braunschweig
(Biologische Bundesanstalt für Land- und Forst-
wirtschaft) zugelassene Pflanzenschutzmittel
1.13.2 Folgeschäden bekannt, die schädliche Einwirkungen auf die
Werkstoffe der Pflanzenschutzgeräte haben
Die Maschine wurde von HORSCH LEEB
können.
Application Systems GmbH mit Sorgfalt her-
gestellt. Trotzdem können auch bei bestim-
Wir weisen darauf hin, dass z. B. uns bekannte
mungsgemäßer Verwendung Abweichungen
Pflanzenschutzmittel wie Lasso, Betanal und
bei der Ausbringmenge bis zum Totalausfall
Tramat, Stomp, Iloxan, Mudecan, Elancolan
verursacht werden. z. B. durch:
und Teridox bei längerer Einwirkungszeit
¾¾ unterschiedliche Zusammensetzung der (20 Stunden) Schäden an den Schläuchen
Pflanzenschutzmittel (Insektizide, Fungizide, und Schaltmenbranen verursachen. Die aufge-
Herbizide, etc.) in Form von Suspensionen, führten Beispiele erheben keinen Anspruch auf
Emulsionen und Gemischen sowie von Flüs- Vollständigkeit.
sigdüngern
¾¾ Verstopfungenund Brückenbildungen (z. B. Gewarnt wird insbesondere vor unzulässigen
Verkleben oder Ausflocken der Pflanzen- Mischungen aus zwei oder mehr verschiedenen
schutzmittel) Pflanzenschutzmitteln. Nicht ausgebracht
werden dürfen Stoffe, die zum Verkleben oder
¾¾ Abnutzung von Verschleißteilen Erstarren neigen.
¾¾ Beschädigung durch äußere Einwirkung
(wie z. B. Durchflussmesser) Beim Einsatz solch aggressiver Pflanzenschutz-
mittel wird das unverzügliche Ausbringen nach
¾¾ mechanische Schäden (z. B. defekte Pumpe)
dem Ansetzen der Spritzbrühe und die an-
¾¾ falsche Ausbringmengen und Fahrgeschwin- schließende gründliche Reinigung mit Wasser
digkeiten empfohlen.
¾¾ falsche Einstellungen der Spritze und Nichtbe-
Die für HORSCH LEEB AS - Feldspritzen ver-
achten der „Guten fachlichen Praxis im Pflan-
wendeten Werkstoffe und Bauteile sind flüssig-
zenschutz - Grundsätze für die Durchführung“
düngerfest.
¾¾ Reaktionvon Pflanzenschutzmitteln durch
unzulässige Mischungen aus zwei oder
mehreren Pflanzenschutzmitteln (z. B. durch
Ausflocken der Spritzbrühe)

27
1.13.4 Gefahrenbereich und Im Gefahrenbereich der Maschine dürfen sich
keine Personen aufhalten,
Gefahrenstellen
Der Gefahrenbereich ist die Umgebung der Ma- ¾¾ solange der Motor des Fahrzeugs läuft.
schine, in der Personen erreicht werden können ¾¾ solange die selbstfahrende Pflanzenschutz-
spritze nicht gegen unbeabsichtigtes Starten
¾¾ durch arbeitsbedingte Bewegungen der Ma- und unbeabsichtigtes Wegrollen gesichert ist.
schine und seiner Arbeitswerkzeuge.
¾¾ durch aus der Maschine herausgeschleuderte Die Bedienperson darf die Maschine nur bewe-
Materialien oder Fremdkörper. gen oder Arbeitswerkzeuge von Transport- in
¾¾ durch unbeabsichtigt absinkende, angeho- Arbeitsstellung und von Arbeits- in Transportstel-
bene Arbeitswerkzeuge. lung überführen oder antreiben, wenn sich keine
Personen im Gefahrenbereich der Maschine
¾¾ durch unbeabsichtigtes Wegrollen des Fahr-
aufhalten.
zeugs.
Gefahrenstellen bestehen:
Die rote Fläche kennzeichnet den Gefahrenbe-
reich der Maschine: ¾¾ im Bereich beweglicher Bauteile.
¾¾ auf der fahrenden Maschine.
¾¾ im Schwenkbereich des Spritzgestänges.
¾¾ im Spritzbrühebehälter durch giftige Dämpfe.

¾¾ unterangehobenen, nicht gesicherten Ma-


schinenteilen.
¾¾ beimAus- und Einklappen des Spritzgestän-
Im Gefahrenbereich der Maschine befinden sich ges im Bereich von Freilandleitungen durch
Gefahrenstellen mit permanent gegenwärtigen das Berühren von Freilandleitungen.
oder unerwartet auftretenden Gefährdungen.
Warnbildzeichen kennzeichnen diese Gefah-
renstellen und warnen vor Restgefahren, die
konstruktiv nicht zu beseitigen sind. Hier gelten
die speziellen Sicherheitsvorschriften der ent-
sprechenden Kapitel.

28
1.13.5 Persönliche
HINWEIS
Schutzausrüstung
Die Kabine nicht mit kontaminierter Schutz-
WARNUNG ausrüstung betreten!
Die Schutzausrüstung ausziehen und in der
Gefährdungen der Gesundheit durch unbe- Staubox links neben der Einspülschleuse
absichtigten Kontakt mit Pflanzenschutzmit- aufbewahren.
teln oder Spritzbrühe!

Persönliche Schutzausrüstung tragen:


¾¾ beim Ansetzen der Spritzbrühe 1.13.6 Organisatorische
¾¾ beim Reinigen / Auswechseln der Spritzdü- Maßnahmen
sen, beim Spritzbetrieb, bei allen Arbeiten,
zum Reinigen der Feldspritze und nach dem
HINWEIS
Spritzbetrieb.
Der Betreiber muss die erforderlichen persön-
Zum Tragen der erforderlichen Schutzkleidung lichen Schutzausrüstungen nach Angaben des
immer die Herstellerangaben, die Produktinfor- Herstellers des zu verarbeitenden Pflanzen-
mation, die Gebrauchsanleitung, das Sicher- schutzmittels bereitstellen.
heitsdatenblatt oder die Betriebsanweisung
des zu verarbeitenden Pflanzenschutzmittels
beachten.
1.13.7 Betriebsanleitung
Erforderliche Ausrüstung:
¾¾ Die Betriebsanleitung immer am Einsatzort
¾¾ chemikalienfeste Handschuhe der Maschine aufbewahren!
¾¾ chemikalienfester Overall ¾¾ Die Betriebsanleitung muss jederzeit für Bedie-
¾¾ wasserfestes Schuhwerk ner und Wartungspersonal frei zugänglich sein!
¾¾ Gesichtsschutz

¾¾ Atemschutz HINWEIS
¾¾ Schutzbrille
Die Betriebsanleitung der Maschine und die
¾¾ Hautschutzmittel etc. Fremddokumentation befinden sich in der Kabine
in einem dafür vorgesehenen Fach. Bitte beach-
Schutzhandschuhe anziehen: ten Sie die beiliegenden Fremddokumentationen!

¾¾ vor Verarbeitung des Pflanzenschutzmittels


¾¾ vor Arbeiten an der kontaminierten Feldspritze HINWEIS
oder
¾¾ vor der Reinigung der Feldspritze. In regelmäßigen Abständen alle vorhan-
denen Sicherheitseinrichtungen überprüfen!

Schutzhandschuhe mit klarem Wasser aus


dem Frischwasserbehälter abwaschen:
¾¾ direkt
nach jedem Kontakt mit Pflanzen-
schutzmitteln
¾¾ vor dem Ausziehen der Schutzhandschuhe.

29
1.14 Sicherheitshinweise Anzugsdrehmoment der Radschau-
ben / Radmuttern - 650 Nm 650 Nm
an der Maschine 00385781

Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze ist


mit Sicherheits- und Schutzeinrichtungen aus- Das Drehmoment der Schraubver-
gestattet. bindung beträgt 510 Nm.
Nicht alle Gefahrenstellen an dieser Maschi- 00385489
ne lassen sich im Hinblick auf die Erhaltung
der Funktionsfähigkeit der Maschine gänzlich Verladehaken
sichern. An der Maschine finden sich entspre- bei Verladearbeiten Lastauf-
chende Gefahrenhinweise, die auf die verblie- nahmemittel (Ketten, Seile usw.)
benen Restgefahren hinweisen. hier einhängen.
Die Gefahrenhinweise sind in Form von Warnbild-
zeichen bzw. Sicherheitsaufklebern angebracht. 00380880
Die Lage und Bedeutung bzw. Ergänzung sind
nachfolgend dargestellt! CE-Zeichen signalisiert, dass die
Maschine den grundlegenden Si-
cherheits- und Gesundheitsanfor-
HINWEIS
derungen entspricht!
Mit der Aussage der nebenstehenden Warn- 00380067
bildzeichen vertraut machen.
Teile und Abdeckungen, die mit
Der nebenstehende Text und der gewählte diesen Aufkleber versehen sind,
Anbringungsort an der Maschine, geben dürfen nicht betreten werden!
Hinweis auf die speziellen Gefahrenstellen
an der Maschine.
04001548
Alle Warnbildzeichen der Maschine sind sau-
ber und in gut lesbarem Zustand zu halten.
Unlesbare Warnbildzeichen sind zu erneuern!

1.16 Sicherheitsaufkleber
Sicherheitsaufkleber an der Maschine warnen
1.15 Instruktionsaufkleber vor Gefährdungen an Gefahrenstellen und sind
wichtiger Bestandteil der Sicherheitsausrüstung
der Maschine. Fehlende Sicherheitsaufkleber
Regelmäßig die Radmuttern bzw. erhöhen das Risiko von schweren und tödlichen
Radschrauben kontrollieren und Verletzungen für Personen.
nachziehen - siehe Wartungsü-
bersicht! ¾¾ Verschmutzte Sicherheitsaufkleber reinigen.
00380359

00380359 ¾¾ Beschädigte und unkenntlich gewordene Si-


cherheitsaufkleber sofort erneuern.
Maximal zulässiger Reifenluft- ¾¾ Ersatzteile mit den vorgesehenen Sicherheits-
druck! aufklebern versehen.
Reifendruck regelmäßig kontrol-
lieren und ggf. anpassen - siehe 3,2 bar

Wartungsübersicht. 00385780

00385780

30
Vor Wartungs- und Reparaturar- Gefährdung durch unbeabsichtigte
beiten Motor abstellen und Schlüs- Fortbewegung der Maschine!
sel abziehen!

04002983 04002983

Vor Inbetriebnahme der Maschine Druckspeicher steht unter Gas- und


die Betriebsanleitung lesen und Öldruck. Ausbau und Reparatur nur
beachten! nach Anweisung im technischen
Handbuch vornehmen!

04002983 04001686

Das Mitfahren auf der Maschine ist Schutzeinrichtungen bei laufendem


verboten! Motor nicht öffnen oder entfernen!

04001455 04002983

Vorsicht bei austretender Hoch- Ausreichenden Abstand zu elekt-


druckflüssigkeit. Hinweise in der rischen Hochspannungsleitungen
Betriebsanleitung beachten! halten!

04001682 04002983

Niemals in den Quetschgefahren- Motor nur vom Fahrersitz aus


bereich greifen, solange sich dort staren!
Teile bewegen können!

04001683 04003744

31
Verbrennungsgefahr durch heiße Ausreichenden Sicherheitsabstand
Oberflächen. zum Schwenkbereich der Maschine
Genügend Abstand von heißen einhalten!
Flächen halten!

04001453 04001454

Vergiftungsgefahr - Niemals in den Kontakt mit gesundheitsgefähr-


Behälter steigen! denden Stoffe vermeiden!
Gefährdung durch Einatmen ge- Schutzkleidung tragen
sundheitsgefährdender Stoffe!

04001456 04003745

Vergiftungsgefahr - Kein Trinkwasser! Handwaschbehälter nur mit klarem


Wasser befüllen!

04002623 04002628

Nicht im Schwenkbereich der Ma- Vor Inbetriebnahme der Maschine


schine aufhalten! die Betriebsanleitung lesen und
beachten!

i
04002625 04003747

Nicht im Bereich einer angeho- Schutzeinrichtungen bei laufendem


benen ungesicherten Last aufhal- Motor nicht öffnen oder entfernen!
ten!



04002626 04001457

32
1.17 Lage der
Sicherheitsaufkleber



33


34
2. Allgemeine
Inbetriebnahme
Dieses Kapitel enthält Informationen für die all-
gemeine Inbetriebnahme der Maschine.

HINWEIS
Vor Inbetriebnahme der Maschine muss der
Bediener die Bedienungsanleitung gelesen und
verstanden haben.

Kapitel „Sicherheit“ beachten, beim:


¾¾ Transportierender Maschine
¾¾ Einsatz der Maschine

HINWEIS
Die Maschine muss den Vorschriften der natio-
nalen Straßenverkehrsvorschriften entsprechen.
Fahrzeughalter (Betreiber) wie auch Fahrzeug-
führer (Bedienpersonal) sind für das Einhalten
der gesetzlichen Bestimmungen der nationalen
Straßenverkehrsvorschriften verantwortlich.

WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren,
Schneiden, Aufwickeln, Einziehen und Fan-
gen im Bereich hydraulisch oder elektrisch
betätigter Bauteile.

Keine Stellteile auf der Maschine blockieren, die


zum direkten Ausführen von hydraulischen oder
elektrischen Bewegungen von Bauteilen dienen,
z. B. Klapp-, Schwenk- und Schiebevorgänge.
Die jeweilige Bewegung muss automatisch
stoppen, wenn der Bediener das entsprechende
Stellteil loslässt. Dies gilt nicht für Bewegungen
von Einrichtungen, die
• kontinuierlich sind oder
• automatisch geregelt sind oder
• funktionsbedingt eine Schwimmstellung oder
Druckstellung erfordern.

35
2.1 Eignung des 2.2 Sichern gegen
Fahrzeugs überprüfen unbeabsichtigtes Starten
WARNUNG WARNUNG
Unfallgefahr durch Gefahren durch Quetschen, Scheren,
Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Auf-
¾¾ nichtbestimmungsgemäße Verwendung
wickeln, Einziehen, Fangen und Stoß bei
der Maschine!
Eingriffen an der Maschine durch
¾¾ unzureichende Standfestigkeit!
¾¾ unbeabsichtigtes Absenken angehobener,
¾¾ unzureichende Lenk- und Bremsfähigkeit!
ungesicherter Maschinenteile!
¾¾ unbeabsichtigtes Starten und unbeabsich-
Voraussetzungen für die Eignung der Maschine
tigtes Wegrollen der Maschine!
sind insbesondere:
¾¾ optimale Funktion der Bremse (Bremsprobe)
Sichern des Fahrzeugs gegen unbeabsichtigtes
¾¾ die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts
Starten und unbeabsichtigtes Wegrollen, vor
¾¾ die Reifentragfähigkeiten
allen Eingriffen an der Maschine.
Verboten sind alle Eingriffe an der Maschine,
Weitere Angaben sind auf dem Typenschild oder
wie (z. B. Montieren, Einstellen, Beseitigen von
im Fahrzeugschein.
Störungen, Reinigen, Warten und Instandhalten)
Berechnen der tatsächlichen Werte für ¾¾ bei angetriebener Maschine.
Gesamtgewicht, Achslasten und Reifen-
¾¾ wenn Fahrzeug nicht mit Feststellbremse
tragfähigkeiten, sowie der erforderlichen
und/oder Unterlegkeilen gegen unbeabsich-
Mindestballastierung
tigtes Wegrollen gesichert ist.
¾¾ wenn bewegliche Teile nicht gegen unbeab-
HINWEIS sichtigte Bewegung blockiert sind.

Das zulässige Gesamtgewicht des Tracs, das


im Fahrzeugschein angegeben ist, muss größer
sein als die Summe aus Fahrzeug-Leergewicht
und Fahrzeug-Gesamtgewicht.

36
3. Beschreibung
3.1 Übersicht
Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Über- Lesen Sie diese Kapitel möglichst direkt an der
blick über den Aufbau der Maschine und liefert Maschine. So machen Sie sich optimal vertraut
die Bennenungen der einzelnen Baugruppen mit der Maschine.
und Stellteile.

1
5

2
6

1. Spritzgestänge mit Transportsicherung


2. Spritzbrühe- und Frischwasserbehälter
3. Kraftstofftank
4. Radgetriebe
5. Kabine
6. Dieselmotor
7. Aufstiegsleiter

37
2

4 5

1. Wartungsöffnung Spritzbrühebehälter
2. Transportsicherung, Gestängeablage,
Arbeitsbeleuchtung
3. Parallelogrammaufhängung
4. Staufach
5. Bedieneinheit, Einspülschleuse, Handwasch-
behälter

6. Außenbedienterminal
7. Befüllanschlüsse
8. schwenkbare Einspülschleuse

38
3.2 Technische Daten
Fahrzeug

Leergewicht [kg] 14000


max. zul. Gesamtgewicht Straße [kg] 18000
max. zul. Gesamtgewicht Feld [kg] 20000
max. zul. Achslast Straße [kg] vorne / hinten 8000 / 10000
max. zul. Achslast Feld [kg] 10000 / 11000
Bodenfreiheit [mm] 1400 - 1600
Radstand [mm] 4600
Spurbreiten [mm] 2250 - 3000 stufenlos
Länge [mm] 8700
Höhe [mm] 3990

HINWEIS: • Abweichungen infolge technischer Weiterentwicklungen vorbehalten.


• Das Gewicht der Maschine ist abhängig von der Ausstattung; Angabe in Minimalausstattung
• Die zulässigen Transporthöhen und Transportbreiten im öffentlichen Straßenverkehr können von Land zu Land unter-
schiedlich sein. Die nationalen Zulassungsvorschriften beachten.

39
3.2.1 Typenschild

Maschinentyp max. Arbeitsdruck


Seriennummer Nennvolumen Wasser
Baujahr Nennvolumen Brühe
zul. Gesamtgewicht
Leergewicht Achslast vorne
Leistung Achslast hinten
Fahrzeug - Identifi- Art der Maschine
zierungsnummer

Motor
Mercedes-Benz Diesel OM 926 LA.E3A/1
Leistung [kW/PS] 240 / 326
Zylinderzahl / Kühlung 6 / Wasser / Turbo mit Ladeluftkühlung
Hubraum [cm³] 7200
Nenndrehzahl [U/min] 2200
Drehmoment [Nm] bei Drehzahl [U/min] 1300 / 1300-1600
Ansteuerung elektronisch J1939
Tankinhalt [L] ca. 630

Getriebe
Getriebetyp Hydrostatisch
Arbeitsbereiche Feld / Straße
Übersetzung hydrostatisch stufenlos
Geschwindigkeiten Feld: 0 - 30 km/h
Straße: 0 - 60 km/h (länderspezifisch)
Allrad permanenter Allradantrieb

40
Fahrwerk / Achsen
Vorderachse Einzelradantrieb hydraulisch Planetengetriebe
Hinterachse
Federung hydropneumatische Einzelradfederung

Lenkung
Vorderachse hydraulisch
Hinterachse hydraulisch-elektrisch
automatische Zentrierung und Verriegelung bei
Straßenfahrt
Lenkungsarten nur VA / Allradlenkung selbsttätig zentrierend

Bremsanlage
Betriebsbremse VA: HLB + Scheibenbremse
HA: HLB
Feststellbremse Nasslamelle Federspeicher an allen 4 Rädern

Hydraulikanlage
Hauptpumpe Verstellpumpe mengengesteuert LS
Leistung [L/min] 210
Arbeitsdruck [bar] 200
Zusatzpumpen Zahnradpumpe Lenkung

Bordelektronik
Betriebsspannung [V] 12 / 24 (Starter)
Batterie [V] 1x 12 / 2x 12 (24)
Drehstromgenerator 12V 150A / 24V 100A
Anlasser 24V 5,5 kW

41
3.2.2 Technische Daten mit
Aufbau
Gesamtlänge [mm] 8700
Gesamthöhe [mm] 3990
Gesamtbreite [mm] 3000
Spritzbrühebehälter
¾¾ Ist-Volumen [L] 5400
¾¾ Nenn-Volumen [L] 5000
Volumen Frischwasserbehälter [L] 500
Einfüllhöhe: Boden - Dom [mm] 3600
Einfüllhöhe: Boden - Befüllanschluss [mm] 1500
Volumen Handwaschbehälter [L] 20
Zulässiger Systemdruck [bar] 10
Technische Restmenge inkl. Pumpe [L]
¾¾ in der Ebene 48
¾¾ 8,5° Schicht-Linie (Fahrtrichtung links) 50
¾¾ 8,5° Schicht-Linie (Fahrtrichtung rechts) 50
¾¾ 8,5° Fall-Linie (Hang aufwärts) 48
¾¾ 8,5° Fall-Linie (Hang abwärts) 53
Zentralschaltung elektrisch, pneumatische Düsenschaltung
Spritzdruckverstellung elektrisch
Spritzdruck-Einstellbereich [bar] 0,8 - 10
Spritzdruckanzeige digitale Spritzdruckanzeige
Druckfilter 50 (80) Maschen
Rührwerk 4 Stufen / abschaltbar
Aufwandmengen-Regelung geschwindigkeitsabhängig über Jobrechner
Düsenhöhe [mm] 500 - 3000

HINWEIS
Nutzlast = zulässiges Gesamtgewicht - Grundgewicht

GEFAHR
Die Überschreitung der zulässigen Nutzlast ist verboten. Es droht Unfallgefahr durch instabile Fahrsituation!
Ermitteln Sie sorgfältig die Nutzlast und somit die zulässige Befüllung Ihrer Maschine. Nicht alle
Befüllmedien erlauben eine komplette Befüllung des Behälters.

42
3.2.3 Reifenanzugsmoment
Anzugsdrehmoment vorne [Nm] 650 ± 65
Anzugsdrehmoment hinten [Nm] 650 ± 65

3.2.4 Bereifung / Reifendruck


Zulässiger Reifendruck

zul. V max Reifendruck Max. zul. Reifenlast in [kg] bei


Reifentyp
[km/h] [bar]
10 km/h 30 km/h 50 km/h 65 km/h

1,8 5550 4260 4050 3700

2,2 6240 4780 4560 4160

Serienbereifung 2,4 6560 5030 4750 4375


vorne / hinten
60 2,6 6840 5240 4990 4560
Alliance
480/80 R50
165 D 2,8 7140 5470 5210 4760

3,0 7440 5700 5430 4960

3,2 7730 5920 5600 5150

zul. V max Reifendruck Max. zul. Reifenlast in [kg] bei


Reifentyp
[km/h] [bar]
65 km/h

1,8 5150

2,0 5365

vorne / hinten 2,2 5690

Michelin 60 2,4 5800


VF420/95 R50
177 D 2,8 6350

3,0 6625

3,2 6900

43
3.3 Beleuchtung

HINWEIS
Durch länderspezifische Vorschriften für den 6
Straßenverkehr können sich je nach Land
Abweichungen in einzelnen Punkten ergeben.

3.3.1 Verkehrstechnische
Ausstattung 6 Blinker und Seitenbegrenzungsleuchten vorne

7
1

1 Blinker
2 Frontscheinwerfer für Fahrlicht und Fernlicht 7 Rundumleuchte

3
4

3 Unterlegkeil
4 Rückleuchte, Rückfahrscheinwerfer, Bremslicht, Blinker
5 Warntafel

44
8 10

8
8

8 Seitenreflektoren

10 Rückfahrkamera und Kennzeichenhalterung hinten mit


Kennzeichenbeleuchtung

9
11
11
12

9 Kennzeichenhalterung vorne

11 Seitenbegrenzungsleuchten
12 Heckbegrenzungsleuchten

HINWEIS
Weitere Erklärungen und die Bedienung der
Beleuchtungselemente ist dem Kapitel „Kabine“
zu entnehmen.

45
3.3.2 Arbeitsscheinwerfer Arbeitsscheinwerfer Kabine vorne

Die Bedieneinheit für die Arbeitsscheinwerfer


befindet sich in der rechten Dachkonsole. 2
Das gesamte Bedienfeld kann über die Taste
(1) ein- und ausgeschaltet werden.

Durch Drücken der belegten Tasten werden die


Scheinwerfer eingeschaltet. Erneutes Drücken
schaltet die Scheinwerfer wieder aus.

Arbeitsscheinwerfer vorne (2)

1 4
2
2 3

Arbeitsscheinwerfer vorne (2) im Feldeinsatz

1 Bedieneinheit EIN/AUS
Arbeitsscheinwerfer Kabine hinten
2 Arbeitsscheinwerfer Kabinendach vorne EIN/AUS
3 Scheinwerfer Kabinendach hinten EIN/AUS (nur zu 3
Reparaturzwecken)
4 Rundumleuchte EIN/AUS

Scheinwerfer hinten (3) (nur zu Reparaturzwecken)

Arbeitsscheinwerfer hinten (5) im Feldeinsatz

46
3.3.3 Rundumleuchte 3.3.5 NightLight (optional)
Die Rundumleuchte (4) kann per Hand zur Seite Stark gebündeltes Licht (LED-Strahler) für die
oder nach unten verstellt werden. Ausleuchtung der Spritzkegel.
NightLight wird über die Software des Bedien-
terminals gesteuert.

HINWEIS
In einigen Ländern ist das Einschalten der Rund-
umleuchte bei Straßenfahrten vorgeschrieben.
Die jeweiligen länderspezifischen Bestim-
mungen beachten und einhalten!

3.3.4 Gestängeausleuchtung
Zur Ausleuchtung des seitlichen Arbeitsbereichs
sind auf dem Tank zwei Strahler (5) angebracht. 6
Die Bedienung der Gestängeausleuchtung er-
folgt über das Terminal.

NightLight (6) im Feldeinsatz


5
Die Leuchten (6) werden am Vorgewende auto-
matisch über eine Wascheinrichtung gereinigt.
Die Steuerung der LED-Strahler erfolgt über
das Terminal.

47
3.4 Sicherheits- und
Schutzeinrichtungen
3.4.1 Transportsicherung
Spritzgestänge

WARNUNG
7 Gefährdungen durch Quetschen und Stoß
für Personen, wenn das in Transportstellung
eingeklappte Gestänge bei Transportfahrten
Reinigungsdüse (7)
unbeabsichtigt ausklappt!
Verriegelung des Gestängepakets über die
Der Reinigungszyklus wird automatisch beim Transportsicherung in Transportstellung vor
Ausschalten der Düsen (z.B. am Vorgewende) Transportfahrten.
aktiviert. Bei jedem Zyklus wird die Pumpe (8) für
ca. 4 Sekunden aktiviert und fördert dabei ca. 0,4
Liter Frischwasser mit 2,5 bar durch den Filter (9) Paketverriegelung
zur Reinigungsdüse (7).

HINWEIS
Der Reinigungszyklus wird auch tagsüber,
wenn das NightLight ausgeschaltet ist aktiviert.
Dadurch werden Ablagerungen an der Streu-
1
scheibe auch tagsüber vermieden.

Paketverriegelung (1) geöffnet

8 1

Pumpe NightLight Reinigung (8)

Paketverriegelung (1) geschlossen

Filter NightLight Reinigung (9)

48
Gestängeablage

Parallelogrammverriegelung (3) geschlossen

HINWEIS
Gestängeablage (2) in Ablageposition
(Transportstellung) Vor Beginn der Straßenfahrt darauf achten, dass
das Gestänge in der Gestängeauflage sicher
aufliegt, die Paketverriegelung und die Paralle-
Parallelogrammverriegelung logrammverriegelung geschlossen sind.

3.4.2 Hangausgleich /
Pendelsperre

Hangausgleich / Pendelsperre (4) verriegelt

Die Verriegelung erfolgt automatisch beim Ein-


klappen.

Eine gleichmäßige Querverteilung wird nur bei


entriegeltem Hangausgleich erreicht.
Parallelogrammverriegelung (3) geöffnet

HINWEIS
Auf verriegelten Hangausgleich achten:

¾¾ vor Transportfahrten!
¾¾ vor dem Aus- und Einklappen des Gestänges!

49
3.4.3 Anfahrsicherung
Die Anfahrsicherung schützt das Gestänge vor
Beschädigungen, wenn diese auf ein festes
Hindernis treffen. Der Gelenkmechanismus er-
möglicht ein Ausweichen in Fahrtrichtung und
entgegen der Fahrtrichtung.

Anfahrsicherung

Nach dem Auslenken schwenkt die Anfahrsiche-


rung wieder in die Ausgangslage zurück.

HINWEIS
Anfahrsicherung nur bei voller Arbeitsbreite. Bei
reduzierter oder zweifach reduzierter Arbeits-
breite auf Hindernisse im Außenbereich achten!

50
4. Kabine ¾¾ Bei Betätigung darauf achten, dass sich nie-
mand im Gefahrenbereich befindet!
¾¾ Beim Auf- und Abstieg stets Handlauf und
4.1 Aufstiegsleiter zur vorhandene Haltegriffe benutzen!
¾¾ Im Störungsfall ist die Aufstiegsleiter auch
Fahrerkabine manuell per Hand klappbar.

WARNUNG
4.2 Kabinentür
Verletzungsgefahr durch Quetschungen an
beweglichen Teilen.
Das Mitfahren auf Trittflächen oder Plattformen
HINWEIS
ist verboten. Trittflächen / Trittstufen stets sau-
ber halten! Vor Fahrtantritt und während des gesamten
Betriebs muss die Kabinentür geschlossen sein.

HINWEIS
¾¾ Mitdem Schlüssel aufsperren und am Griff
Die Aufstiegsleiter klappt ab einer Fahrgeschwin- anziehen
digkeit von 3 km/h automatisch nach oben.

Türgriff von außen

a ¾¾ Türöffnerhebel hochdrücken
b

¾¾ Aufstiegsleiterklappbar über Taster in der


Kabine (Taster jeweils gedrückt halten)
Taster (a) = Aufstiegsleiter heben
Taster (b) = Aufstiegsleiter senken
¾¾ Ausklappen nur bei Stillstand der Maschine Türgriff von innen
möglich.

51
4.3 Übersicht

1 Stufenlos einstellbare Lenksäule


2 Multifunktionshebel mit Bedieneinheit
3 Bedienterminal / Steuerung Spritzbetrieb
4 Dachkonsole mit Schaltergruppe für Beleuchtung,
Klimaanlage, Arbeitsscheinwerfer und Radio
5 Monitor für Rückfahrkamera (Option)
6 Zündschloss 6
7 Konsolenschalter für Warnblinkanlage, Feststellbremse 7
und Hinterachslenkung

52
4.4 Fahrersitz WARNUNG
Für den Erhalt der Gesundheit ist ein stets
Gefährdungen für Personen durch miss-
funktionierender und individuell eingestellter
bräuchliche Verwendung der Sitzbelegungs-
Fahrersitz Voraussetzung. Durch regelmäßige
erkennung.
Pflege und Funktionsprüfungen wird die Funk-
tionsfähigkeit des Fahrersitzes gewährleistet. Fahrersitz niemals mit schweren Gegenstän-
Die Funktionsüberprüfungen sind mindestens den auf der Sitzfläche belasten, da sich das
den Wartungsintervallen des Fahrzeugs anzu- Fahrzeug sonst führerlos in Bewegung setzen
passen. kann. Bei normaler Benutzung führt das Ent-
Verschleißteile wie Rollen, Stoßdämpfer und die lasten der Sitzfläche während der Fahrt zum
Befestigungen sind von Zeit zu Zeit zu prüfen. Fahrzeugstillstand.

VORSICHT
4.4.1 Übersicht
Gefährdungen für Personen durch zu gerin-
gen Schwingbereich wegen falsch einge- 2
stellten Fahrersitz.
¾¾ Vor jeder Inbetriebnahme des Fahrzeuges 1
und bei jedem Fahrerwechsel die Gewichts-
einstellung auf das individuelle Gewicht des
Fahrers einstellen. Keine Gegenstände im
Schwingbereich des Fahrersitzes lagern.
¾¾ Vor Inbetriebnahme prüfen, ob alle Einstell-
vorrichtungen richtig eingerastet sind. Ein-
stellvorrichtungen während des Betriebes 3
nicht betätigen. 4

1 rechte Armlehne und Multifunktionsbedienfeld


2 Kopfstütze/Rückenverlängerung
WARNUNG 3 Sitzfläche
Gefährdungen für Personen bei Unfällen 4 linke Armlehne mit einstellbarer Armlehnenneigung
durch nicht angelegte Sicherheitsgurte.
¾¾ Vor Inbetriebnahme des Fahrzeuges Sicher- 4.4.2 Gewichtseinstellung
heitsgurt anlegen.
Nach einem Unfall müssen Sicherheitsgurte Die Gewichtseinstellung erfolgt automatisch
ausgetauscht werden. bei Belasten des Sitzes durch den Fahrer.
Beim automatischen Gewichtseinstellvorgang
Zusätzlich nach einem Unfall den Fahrersitz
nivelliert sich der Sitz selbst in die Mittellage
und die Befestigung des Fahrersitzes durch
des Federweges. Der Einstellvorgang beginnt
Fachpersonal überprüfen lassen.
selbstständig nach ca. 3 Sekunden.

53
HINWEIS
Kurzzeitiges Verlassen des Fahrersitzes von
weniger als 8 Sekunden wird nicht als Fahrer-
wechsel wahrgenommen und es erfolgt keine
erneute automatische Gewichtseinstellung.
2
Der Einstellvorgang muss vor Fahrtbeginn
abgeschlossen sein.
Während des Einstellvorgangs unbedingt ruhig • Stufe 1: Sehr weiche Einstellung
auf dem Fahrersitz sitzen. Die Einstelldauer
• Stufe 2: Weiche Einstellung
kann variieren.
(empfohlene Standardeinstellung)
• Stufe 3: Mittlere Einstellung
Nachnivellierungen erfolgen während der Fahrt. • Stufe 4: Harte Einstellung
Dazu wird der Kompressor des Federsystems
• Stufe 5: Sehr harte Einstellung
automatisch eingeschaltet.
Das mehrmalige Anlaufen des Kompressors
ist normal! 4.4.5 Längshorizontalfederung
Die Horizontalfederung ist bei bestimmten Be-
4.4.3 Höheneinstellung triebsbedingungen für den Fahrer vorteilhaft.
Stoßbelastungen in Fahrtrichtung können bes-
ser abgefangen werden.

¾¾ Den Höheneinstellgriff (1) nach unten drücken b


oder nach oben ziehen, um die Sitzhöhe stu- a
fenlos zu verändern.
¾¾ Nach Erreichen der gewünschten Sitzhöhe
den Griff (1) loslassen.

HINWEIS Position a = Horizontalfederung AUS


Position b = Horizontalfederung EIN
Der Einstellvorgang sollte nach Abschluss der
automatischen Gewichtseinstellung erfolgen Nach Einstellung von Position (b) muss der
und muss vor Fahrtbeginn abgeschlossen sein. Verriegelungshebel in der gewünschten Position
einrasten.
¾¾ Sitz bis zum hörbaren Einrasten nach hinten
4.4.4 Stoßdämpfung drücken
Nach dem Verriegeln darf sich die Horizontal-
Die vertikale Dämpfung des Fahrersitzes kann federung in keine andere Position bewegen
den Fahrbahn- bzw. den Geländebeschaffen- lassen.
heiten angepasst werden.
Der Federungskomfort ist über den Drehgriff (2)
in 5 Stufen individuell einstellbar.

54
4.4.6 Dreheinrichtung

VORSICHT
Unfallgefahr durch Betätigung der Drehein- 5
richtung während der Fahrt. Verriegelungs-
hebel für die Dreheinrichtung nicht während
der Fahrt betätigen!

Durch Ziehen des Verriegelungshebels (4) wird


die Dreheinrichtung freigegeben. Sie ermöglicht
ein freies Schwenken des Fahrersitzes bis zu
einem Anschlag nach rechts.
HINWEIS
Nach der Einstellung muss der Verriegelungs-
hebel hörbar einrasten. Der Fahrersitz darf sich
in keine andere Position verschieben lassen.
4
Den Verriegelungshebel nicht mit Bein oder
Wade anheben.

4.4.8 Neigungs- und


Tiefeneinstellung
Die Längsneigung und die Sitztiefe der Sitzflä-
che kann individuell angepasst werden.
HINWEIS
Zur Einstellung der Sitzneigung den linken Griff
Nach der Einstellung muss der Verriegelungs- (6) nach oben ziehen. Durch gleichzeitiges Be-
hebel hörbar einrasten. Der Fahrersitz darf sich oder Entlasten der vorderen oder hinteren Sitz-
in keine andere Position drehen lassen. fläche neigt sich diese in die gewünschte Lage.

Zur Einstellung der Sitztiefe den rechten Griff (7)


4.4.7 Längseinstellung nach oben ziehen. Wird die Sitzfläche gleichzei-
tig nach vorne oder nach hinten geschoben, wird
die gewünschte Position erreicht.
VORSICHT
Unfallgefahr durch Betätigung der Längsein-
stellung während der Fahrt. Verriegelungs-
hebel nicht während der Fahrt betätigen!

Durch Ziehen am Betätigungshebel (5) nach


oben wird die Längsverriegelung freigegeben 7
und der Fahrersitz lässt sich nach vorne oder 6
hinten verschieben.

55
4.4.9 Armlehne 4.4.10 Rückenlehne
Die linke Armlehne kann bei Bedarf nach hinten
geklappt und in der Höhe angepasst werden. VORSICHT
Zur Verstellung der Armlehnenhöhe die runde
Verletzungsgefahr bei Unfällen durch falsch
Kappe (8) aus der Abdeckung hebeln und die
eingestellte Kopfstütze und Rückenlehne!
dahinter liegende Sechskantmutter (Schlüs-
Nur mit richtig eingestellter Kopfstütze
selweite 13 mm) lösen. Armlehne in die ge-
fahren.
wünschte Stellung bringen (5-stufiges Raster)
und Sechskantmutter festziehen (25 Nm). Ab-
deckkappe wieder anbringen. Zum Einstellen der Rückenlehne den Hebel (10)
nach oben ziehen. Beim Entrasten nicht gegen
Die Längsneigung der Armlehne kann durch die Rückenlehne drücken.
Drehen des Handrades (9) verändert werden. Durch gleichzeitiges Be- oder Entlasten der
Bei Drehung nach außen (+) wird die Armlehne Rückenlehne wird die gewünschte Position er-
vorne angehoben, bei Drehung nach innen (-) reicht. Zum Verriegeln Hebel wieder loslassen.
wird sie vorne abgesenkt.

9
- +
10

HINWEIS
Nach dem Verriegeln darf sich die Rückenlehne
in keine andere Position bewegen lassen.

Die Rückenverlängerung (Kopfstütze) kann in


der Höhe durch Herausziehen oder Hineinschie-
ben individuell angepasst werden.

56
4.4.11 Lendenwirbelstütze 4.4.13 Ablagetasche
Durch Betätigung des oberen (1) und unteren An der Rückseite der Rückenlehne ist eine Ab-
(2) Schalters kann die Stärke der Wölbung im lagetasche angebracht.
oberen und unteren Bereich des Rückenpolsters Diese ist mit Druckknöpfen befestigt und lässt
individuell angepasst werden. sich bei Bedarf abnehmen.
Die Wölbung der Lendenwirbelstütze wird durch
Drücken des jeweiligen Schalters auf „+“ vergrö-
ßert und auf „-“ verkleinert. 4.4.14 Sicherheitsgurt
Maximale und minimale Einstellung der Lenden-
wirbelstütze ist erreicht, wenn sich die Wölbung Sowohl der Fahrersitz als auch der Einweisersitz
des Rückenpolsters bei Betätigung des Schal- ist mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet.
ters nicht mehr ändert.
¾¾ Sicherheitsgurte immer anlegen!
¾¾ Sicherheitsgurte nie während der Fahrt
lösen
¾¾ Die jeweiligen länderspezifischen Bestim-
mungen und Vorschriften beachten und
einhalten!
1
HINWEIS
2
Alle weiteren Einstellungen, Hinweise und ins-
besondere Sicherheitshinweise sind der mitge-
lieferten Betriebsanleitung des Sitzherstellers
zu entnehmen.

4.4.12 Sitzheizung und


-klimatisierung
Die Sitzheizung und -klimatisierung werden
durch Betätigung des Schalters ein- bzw. aus-
geschaltet.

2
1

In Mittelstellung Sitzheizung und -klimatisierung AUS


Sitzheizung EIN (1)
Sitzklimatisierung EIN (2)

57
4.5 Einweisersitz 4.5.1 Kühlfach
Unter der Sitzfläche des Einweisersitzes befin-
HINWEIS det sich ein Kühlfach für Getränke. Die Kühlung
ist an die Klimaautomatik gekoppelt und läuft
Der Einweisersitz darf ausschließlich während automatisch.
der Einweisungsfahrt benutzt werden. Ansonsten
darf sich, außer dem Fahrer, keine weitere Per-
son während des Betriebs (im Feldeinsatz) auf
der Maschine bzw. in der Fahrerkabine aufhalten.

Der Sicherheitsgurt ist immer anzulegen!

Staufach mit integrierter Kühlfunktion unter der


Sitzfläche des Einweisersitzes.

4.5.2 Staufach
Hinter dem Einweisersitz befindet sich ein
Staufach. Durch Drücken und Ziehen am Druck-
knopf (1) lässt sich der Deckel öffnen.
Zudem kann das gesamte Staufach durch He-
Einweisersitz
rausziehen entnommen werden.
Die Rückenlehne des Einweisersitzes kann nach
vorne geklappt werden.

An der Rückseite der Rückenlehne befindet sich


ein Staufach für diverse Dokumente 1

58
4.6 Zündschloss 4.8 Lenksäule
Übersicht der Zündstellungen 4.8.1 Lenksäuleneinstellung

WARNUNG
Unfallgefahr! Die Lenksäule darf nur bei
4
1 Stillstand der Maschine verstellt werden.
Niemals während der Fahrt die Einstellungen
2 3 der Lenksäule vornehmen!

Die Lenksäule lässt sich in der Höhe und in der


1 Startstellung Neigung auf den Fahrer abgestimmt einstellen.
2 Stromkreis für Elektronik ist eingeschaltet
3 Zündung aus
4 nicht belegt

4.7 Konsolenschalter
Übersicht der Konsolenschalter

8 5
7
6

5 Kippschalter für Warnblinkanlage


6 Kippschalter für Feldmodus / Straßenmodus*
7 Kontrollleuchte für Unterspannungsschutz
Übersicht der Verstellmöglichkeiten
8 Kippschalter für Parksperre/Handbremse

¾¾ *Umschaltung von Straßenmodus auf Feld-


modus.
¾¾ Aktivierung der Hinterachslenkung ist nur im
Feldmodus möglich
¾¾ Straßenmodus nur bei zentrierter Hinter-
achslenkung, abgelassener Federung und
eingefahrener Spur möglich!

59
4.8.2 Fahrtrichtungsvorwahlhebel
Nach dem Starten des Motors und dem Lösen
der Feststellbremse muss die Fahrtrichtung
vorgewählt werden.
Dies erfolgt über den Fahrtrichtungsvorwahl-
hebel.

Höheneinstellung der Lenksäule

¾¾ Den Entriegelungshebel rechts an der Lenk-


säule nach vorne ziehen und die Lenksäule
in die gewünschte Stellung bringen. Anschlie-
ßend den Entriegelungshebel wieder nach
hinten drücken. ¾¾ Hebel nach vorne = Vorwahl für Vorwärtsfahrt
¾¾ Hebel nach hinten = Vorwahl für Rückwärtsfahrt

Nach der ausgewählten Vorwahl springt der


Hebel automatisch in die Mittelstellung zurück.

HINWEIS
Weitere Bedienhinweise siehe Kapitel „Motor-
betrieb“.

Fußpedal zur Lenksäulenverstellung

¾¾ Das Lenkrad festhalten, bevor das Fußpedal


für die Lenksäulenverstellung betätigt wird.
Die Lenksäule in die gewünschte Position
bringen und das Fußpedal loslassen.

60
4.8.3 Standlicht 4.8.5 Fernlicht / Abblendlicht
¾¾ Den Wählhebel links an der Lenksäule auf ¾¾ Um das Fernlicht zu betätigen muss der
Stellung (1) drehen. Wählhebel in Stellung (2) nach vorne gedrückt
Bei eingeschaltetem Standlicht leuchten zu- werden.
sätzlich die Front-, Seiten- und Heckbegren- Zum Abblenden den Wählhebel nach hinten
zungsleuchten. ziehen.

Drehschalter in Stellung 1
4.8.6 Lichthupe
4.8.4 Fahrlicht
¾¾ Um die Lichthupe zu betätigen den Wählhebel
¾¾ Den Wählhebel an der Lenksäule auf Stellung heranziehen
(2) drehen.
Zusätzlich zur Beleuchtung bei Standlicht
leuchten die Front- und Heckscheinwerfer
sowie die Nummernschildbeleuchtung.

4.8.7 Signalhupe
¾¾ ZumBetätigen der Hupe den Kopf am linken
Wählhebel drücken.

Drehschalter in Stellung 2

HINWEIS
Das Fahrlicht kann nur bei eingeschalteter Zün-
dung aktiviert werden.

61
4.8.8 Blinker 4.8.10 Scheibenwischer
¾¾ Wählhebel links am Lenkrad betätigen da- ¾¾ Die Scheibenwischer regelmäßig auf ihre
mit Blinkleuchten vorne und hinten aktiviert Reinigungswirkung überprüfen. Klare Sicht
werden. ist für sicheres Fahren unerlässlich.
Hebel nach oben = Blinker rechts ¾¾ Spätestens nach einem Jahr die Wischerblät-
Hebel nach unten = Blinker links ter austauschen.
¾¾ Bei verschmutzten Scheiben vor dem Wischen
die Scheibenwaschanlage (2) betätigen
¾¾ Scheibenwischer bei vereisten Scheiben nicht
betätigen, da die Wischlippen oder der Schei-
benwischmotor beschädigt werden können.

Frontscheibenwischer

¾¾ Zum Betätigen des Frontscheibenwischers


den Wählhebel rechts an der Lenksäule
betätigen.
Stufe (I) = Intervall
Lenksäule mit Wählhebel Stufe (II) = Dauerbetrieb
¾¾ Zum Deaktivieren des Scheibenwischers den
Hebel (1) zurück in die Ausgangsposition
4.8.9 Warnblinkanlage drücken.
¾¾ Durch Drücken des Kippschalters (a) werden
alle Blinkleuchten vorne und hinten gleichzei-
tig aktiviert.
1

I
II
a

¾¾ Zum Aktivieren der Scheibenwaschanlage


den Knopf (2) am Wählhebel drücken

62
Heckscheibenwischer Scheibenwischwasser

¾¾ Durch Drehen des Wählhebels nach hinten Der Einfüllstutzen des Vorratsbehälters für das
wird der Heckscheibenwischer aktiviert und Scheibenwischwasser befindet sich hinter der
ist im Dauerbetrieb. Fahrerkabine und ist über das Aufstiegspodest
¾¾ Deaktivierung durch Zurückdrehen des Wähl- zu erreichen.
hebels.

Den Behälter für das Scheibenwischwasser bei


Bedarf auffüllen. Nur sauberes Wasser verwen-
den, da sonst die Düsen verstopfen können.
Heckscheibenheizung
Im Winter zusätzlich Scheibenfrostschutzmittel
verwenden.
¾¾ Durch Drücken des Kippschalters (4) in der
Dachkonsole wird die Heckscheibenheizung
aktiviert bzw. deaktiviert. Gefrierschutz Mischungsverhältnis
bis Frostschutzmittel
zu
Seitenscheibenwischer
Wasser
¾¾ Aktivierung des Seitenscheibenwischers - 5 °C 1:3
durch Drücken des Kippschalters (3) in der
- 10 °C 1:2
Dachkonsole. Durch erneutes Drücken wird
der Seitenscheibenwischer wieder deaktiviert. - 20 °C 1:1
- 30 °C 2:1

Den Deckel des Behälters nach dem Befüllen


rundum fest über den Bördelrand drücken.
3 4

¾¾ Füllmenge: max. 4 Liter

63
4.9 Die Armauflage (c) kann nach oben aufgeklappt
werden. Darunter befindet sich ein Staufach.
Multifunktionsbedienfeld
In der Kabine rechts neben dem Fahrersitz be-
findet sich das Multifunktionsbedienfeld und die
Armlehne, die zusammen eine Einheit bilden.

HINWEIS c

Nach der Einstellung des Fahrersitzes und der


Lenksäule, überprüfen, ob der Multifunktions-
hebel optimal bedient werden kann. Falls nicht,
muss die Einstellung angepasst werden.
Staufach unter der Armauflage

¾¾ Längseinstellung der Armlehne durch Lösen


der Handschraube (a) rechts am Multifunkti-
onsbedienfeld.
¾¾ Multifunktionsbedienfeld nach vorne oder hin-
ten bewegen und Handschraube (a) wieder
festziehen.

¾¾ Stufenlose Höheneinstellung der Armlehne


durch Betätigung des Hebels (b).
¾¾ Hebel (b) ziehen und Höhe einstellen.

64
Übersicht der Bedienfunktionen
Am Mulitfunktionsbedienteil werden Funktionen
für den Fahrbetrieb, die Spritzfunktionen und
weitere Bedienungen der selbstfahrenden Pflan-
zenschutzspritze gesteuert:

1 Aufstieg / Motor
2 Joystick für Fahrbetrieb / Tempomat / Spritzfunktionen
3 Steuerung Dashboard
4 Gestängesteuerung
5 Beschleunigungsverhalten / Geschwindigkeit

HINWEIS
Die genauen Funktionen der einzelnen Taster
und Schalter werden jeweils in den dazugehö-
rigen Kapiteln erklärt!

65
4.10 Dashboard 4.10.2 Display

4.10.1 Übersicht und Erklärung 4 3 1


Beim Einschalten der Zündung leuchten die mei-
sten Kontrollleuchten als Funktionstest kurz auf.
2

8 6
1 2 5

7
1 Geschwindigkeitsanzeige
3 4
2 Geschwindigkeitsanzeige digital
3 Fahrtrichtungsanzeiger
4 Anzeige für Tempomat (im aktivierten Zustand grün)
5 6 5 Drehzahlanzeige digital
6 Drehzahlanzeige
1 Fernlicht
2 Arbeitsscheinwerfer
3 Fahrlicht
4 Standlicht
Symbol Beschreibung
5 Anhängerkontrolle
6 Blinker links Fahrtrichtungsanzeige
7 Kraftstoff / linke Anzeige für AdBlue® vorwärts
8 Display
Fahrtrichtungsanzeige
Neutralgang
11 12
Fahrtrichtungsanzeige
rückwärts
9 13 14
Anzeige
Feststellbremse
10 15 16
Fahrersitz nicht belegt

9 Kühltemperatur
Anzeigen zu Punkt (3) im Display
10 Druckluftspeicher
11 Batterie 1
12 Batterie 2
13 Öldruck / Ölstand *
14 Feststellbremse
15 Blinker rechts
16 Störung Display

* Öldruckanzeige bei laufendem Motor


Ölstandsanzeige bei ruhendem Motor

66
¾¾ Durch Drehen (1) kann ein gewünschtes
Menü angewählt werden. Angezeigt wird dies
7 mit dem weißen Fokusrahmen (4).

10 4
11

7 Fahrwerk - Straßenmodus
8 Fahrwerk - Feldmodus
9 Hinterachslenkung
10 Auswahl Tempomat
11 Warnmeldungen / Infomationen ¾¾ Soll
in das angewählte Menü gesprungen
werden, muss der Knopf (1) gedrückt werden.

4.10.3 Bedienhinweise
Die Bedienung des Displays erfolgt über
das Multifunktionsbedienfeld. Das Display
wird zentral über den Dreh-/Druckknopf (1)
gesteuert.
¾¾ Durch Drehen werden die Einstellungsebenen 5
ausgewählt.
¾¾ Durch Drücken werden die Einstellungen
bestätigt.
¾¾ ESC-Taste (2) drücken, um in jeder Einstel- ¾¾ Sindin einem Untermenü die jeweiligen
lungsebene einen Schritt zurück zu gelangen. Funktionen aktiviert, wird das entsprechende
¾¾ Durch Drücken der Taste (3) können weitere Symbol grün im Display angezeigt (5).
Untermenüs aufgerufen werden.

2
1

1 Dreh-/Drückknopf
2 ESC-Taste
3 Aufruf Untermenüs

67
4.10.4 Einstellungen Dashboard
Umschalten auf Straßenmodus
5

Die Maschine ist auf Feldmodus umgestellt.


2
Aktivieren der Allradlenkung
Nach der Umstellung auf Feldmodus kann die
Menü Straßenmodus Hinterachslenkung aktiviert werden.

¾¾ Dazu das Fahrwerk vollständig absenken.


Das Symbol leuchtet grün, wenn dieser Vor-
gang abgeschlossen ist (1). Während des
Vorgangs leuchtet das Symbol gelb. 6
¾¾ Die Spur komplett einfahren. Das Symbol
leuchtet grün, wenn der Vorgang abgeschlos-
sen ist. Während des Vorgangs leuchtet das
Symbol gelb (2).
¾¾ Sind im Menü Straßenmodus alle Vorgänge Menü Allradlenkung
abgeschlossen und leuchten grün, so ändert
sich auch das Menüsymbol auf grün. ¾¾ Während des Vorgangs leuchtet das Symbol
gelb (6). Ist die Allradlenkung aktiv, leuchtet
Umschalten auf Feldmodus das Symbol grün.
¾¾ Sind im Menü Allradlenkung alle Vorgänge
abgeschlossen und leuchten grün, so ändert
sich auch das Menüsymbol auf grün.
3
¾¾ Damit von Feldmodus wieder auf Straßen-
modus umgeschalten werden kann, muss die
Hinterachslenkung gesperrt werden!
4 ¾¾ Steht die Hinterachse nicht gerade, sind die
Bedingungen zur Arretierung der Hinterachse
nicht erfüllt. Das Symbol leuchtet rot.
Menü Feldmodus

¾¾ Die gewünschte Höhe des Fahrwerks einstel-


len. Das Symbol leuchtet grün, wenn dieser
Vorgang abgeschlossen ist (3). Während des
Vorgangs leuchtet das Symbol gelb.
¾¾ Die gewünschte Spurbreite einstellen. Das
Symbol leuchtet grün, wenn der Vorgang
abgeschlossen ist. Während des Vorgangs
leuchtet das Symbol gelb (4).
¾¾ Sind im Menü Feldmodus alle Vorgänge
abgeschlossen und leuchten grün, so ändert
sich auch das Menüsymbol auf grün (5).

68
Aktivieren des Tempomaten 4.10.5 Untermenüs

11

7 12

13
9

8 10

Menü Tempomat
Übersicht Untermenüs

¾¾ Es kann zwischen zwei Tempomaten gewählt


¾¾ Über die Taste „Aufruf Üntermenüs“ gelangt
werden.
man zu dieser Übersicht.
¾¾ Wird ein Tempomat angewählt, kann durch
¾¾ Hier kann die Helligkeit (11), Zeit/Datum (12) und
Drehen des Knopfes die gewünschte Ge-
schwindigkeit eingestellt werden. der Fahrantriebmodi (13) eingestellt werden.
¾¾ Durch Drehen des Knopfes können verschie-
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
lung gespeichert und übernommen. dene Einstellungsmenüs ausgewählt werden.
Durch Drücken des Knopfes springt man in
¾¾ Der Beschleunigungsvorgang des Tempo-
das jeweilige Untermenü.
maten kann am Balken (9) über den Dreh-
knopf eingestellt werden.
Helligkeit
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
lung gespeichert und übernommen.
¾¾ Die Verzögerung beim Bremsvorgang des
14 15 16
Tempomaten kann am Balken (10) über den
Drehknopf eingestellt werden.
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
lung gespeichert und übernommen. 17
¾¾ Ist ein Tempomat aktiv, leuchtet das Symbol
grün (7) und das Menüsymbol ändert sich
ebenfalls auf grün (8). Menü Helligkeit

¾¾ Es kann zwischen 3 Einstellmöglichkeiten


gewählt werden:
• automatische Helligkeitsanpassung (14)
• Fahrten bei Tag (15)
• Fahrten bei Nacht (16)
¾¾ Durch Drehen des Knopfes kann die ge-
wünschte Einstellung ausgewählt werden.
Durch Drücken des Knopfes wird die Auswahl
übernommen.
¾¾ Das Symbol der ausgewählten Stufe leuchtet
grün.
¾¾ Über den Drehknopf kann am Balken (17)
jede Helligkeitsstufe nach Bedarf nachgere-
gelt werden.
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
lung gespeichert und übernommen.

69
Zeit/Datum ¾¾ Das Symbol des ausgewählten Modus leuch-
tet grün.
¾¾ Es kann mit einer max. Drehzahl (23) ge-
fahren werden. Diese kann über den Dreh-
knopf eingestellt und durch Drücken des
18 Knopfes übernommen werden.
¾¾ Die Anfahrhilfeautomatik (24) für hügeliges
und steiles Gelände kann hier aktiviert/deak-
19 tiviert werden. Nur wenn die Anfahrhilfeauto-
matik aktiviert ist, schaltet sich die Anfahrhilfe
automatisch ein.
¾¾ Ist die Anfahrhilfeautomatik (24) aktiviert,
Menü Zeit/Datum leuchtet das Symbol grün.

¾¾ Wird die Uhrzeit (18) angewählt, kann durch


Drehen des Knopfes die gewünschte Zeit
eingestellt werden.
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
lung gespeichert und übernommen.
¾¾ Wird das Datum (19) angewählt, kann durch
Drehen des Knopfes das gewünschte Datum 4.10.6 Symbole Fahrbetrieb
eingestellt werden.
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel- Beschreibung der Symbolfarben
lung gespeichert und übernommen.
Beschreibung
Fahrantriebsmodi Ist eine Funktion inaktiv, leuchtet das
Symbol weiß.

20 21 22 Wird in einem Menü eine Funktion


umgeschalten, leuchtet das Symbol
während des Vorgangs gelb.
Ist eine Funktion aktiviert, leuchtet das
23
Symbol grün.

24 Sind die Bedingungen um eine Funk-


tion zu aktivieren nicht erfüllt, leuchtet
das Symbol rot.
Menü Fahrantrieb

¾¾ Es kann zwischen 3 Fahrantriebsmodi ge-


wählt werden:
• Fahrt gerades Gelände (20)
• Fahrt hügeliges Gelände (21)
• Fahrt steiles Gelände (22)
¾¾ Durch Drehen des Knopfes kann der ge-
wünschte Fahrantriebmodus ausgewählt
werden. Durch Drücken des Knopfes wird die
Auswahl übernommen.

70
Beschreibung Beschreibung
Menüauswahl zur Einstellung der Hel-
Fahrwerk Federung ligkeit des Dashboard.

Die automatische Helligkeitsanpas-


Fahrwerk Spureinstellung sung ist inaktiv. Das Symbol leuchtet
weiß.
Die automatische Helligkeitsanpas-
Feldmodus sung ist aktiv. Das Symbol leuchtet
grün.

Straßenmodus Helligkeitsstufe für Fahrten bei Tag


inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß.

Hinterachslenkung aktiv Helligkeitsstufe für Fahrten bei Tag


(bei Feldmodus) aktiv. Das Symbol leuchtet grün.

Hinterachslenkung inaktiv Helligkeitsstufe für Fahrten bei Nacht


(bei Straßenmodus) inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß.

Automatische Hinterachslenkung Helligkeitsstufe für Fahrten bei Nacht


aktiv. Das Symbol leuchtet grün.

Manuelle Hinterachslenkung Menüauswahl zur Einstellung des


Datum und der Uhrzeit.

Tempomat Vorwahl
Einstellung der Uhrzeit.

Tempomat 1
Einstellung des Datums.

Tempomat 2 Menüauswahl zur Einstellung des


Fahrantriebes.

Fahrantrieb für flaches Gelände ist


inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß.

Fahrantrieb für flaches Gelände ist


aktiv. Das Symbol leuchtet grün.

71
Beschreibung Beschreibung
Fahrantrieb für hügeliges Gelände ist Die Allradlenkung ist inaktiv. Das Sym-
inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß. bol leuchtet weiß.

Fahrantrieb für hügeliges Gelände ist Während auf die Allradlenkung um-
aktiv. Das Symbol leuchtet grün. geschalten wird, leuchtet das Symbol
gelb.
Fahrantrieb für steiles Gelände ist Ist die Allradlenkung aktiv, leuchtet das
inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß. Symbol grün. Das Fahrzeug befindet
sich im Feldmodus.
Fahrantrieb für steiles Gelände ist
Die Bedingungen zur Arretierung der
aktiv. Das Symbol leuchtet grün.
Hinterachse sind nicht erfüllt. Die Ach-
se steht nicht gerade.
Der Fahrbetrieb mit max. Drehzahl
ist inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß.

Die Automatische Berganfahrtshilfe Beschreibung


ist inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß. Die Arretierung der Hinterachse ist
inaktiv. Das Symbol leuchtet weiß.
Die Automatische Berganfahrtshilfe ist
aktiv. Das Symbol leuchtet grün. Während auf die Arretierung der Hin-
terachse umgeschalten wird, leuchtet
das Symbol gelb.
Ist die Arretierung der Hinterachse aktiv,
leuchtet das Symbol grün. Das Fahr-
Beschreibung zeug befindet sich im Straßenmodus.
„Straßenmodus“ ist inaktiv. Das Sym-
bol leuchtet weiß.
Beschreibung
Während das Fahrwerk auf „Straßen-
modus“ umgeschalten wird, leuchtet Die Höheneinstellung ist inaktiv. Das
das Symbol gelb. Symbol leuchtet weiß.
Ist das Fahrwerk für den Straßenmo-
dus komplett abgesenkt und einge- Während die Höhe verstellt wird,
fahren, leuchtet das Symbol grün. leuchtet das Symbol gelb.

„Feldmodus“ ist inaktiv. Das Symbol Ist die Höheneinstellung abgeschlos-


leuchtet weiß. sen, leuchtet das Symbol grün.

Während das Fahrwerk auf „Feldmo- Die Spureinstellung ist inaktiv. Das
dus“ umgeschalten wird, leuchtet das Symbol leuchtet weiß.
Symbol gelb.
Sind die gewünschten Endpositionen Während die Spur verstellt wird, leuch-
des Fahrwerks für Feldmodus erreicht, tet das Symbol gelb.
leuchtet das Symbol grün.
Ist die Spureinstellung abgeschlossen,
leuchtet das Symbol grün.

72
Beschreibung 4.10.7 Warnsymbole

Die Feststellbremse ist eingelegt.

Die Feststellbremse ist eingelegt.

mögliche Warnmeldungen

Beschreibung
Warnmeldungen können in zwei verschiedenen
Vorwahl Tempomat ist inaktiv. Das Stufen/Farben erscheinen.
Symbol leuchtet weiß. • Rot = Gefahr! Wichtige Erinnerung
• Gelb = Warnung, Störung, Hinweis
Der Tempomat 1 ist inaktiv. Das Sym-
Zusätzlich erscheint unten im Dialogfeld ein
bol leuchtet weiß.
entsprechender Hinweistext zu der angezeigten
Warnmeldung.
Der Tempomat 1 ist aktiv. Das Symbol
leuchtet grün.

Der Tempomat 2 ist inaktiv. Das Sym-


bol leuchtet weiß.

Der Tempomat 2 ist aktiv. Das Symbol


leuchtet grün.
Beschreibung
Der Beschleunigungsvorgang des
Tempomaten kann eingestellt werden. Motorkühlwasser Temperatur hoch

Die Verzögerung beim Bremsvorgang


des Tempomaten kann eingestellt Motorkühlwasser Temperatur zu hoch
werden.

Status Fahrantrieb / Notbetrieb

Motor prüfen

Motor Aus, Fahrzeug anhalten

Füllstand Kraftstoff niedrig

73
Beschreibung 4.11 Bedienterminal
Der Spritzbetrieb wird über das Terminal in der
Motorölstand gering
Kabine gesteuert.
Auf der grafischen Bedienoberfläche werden
Motoröl zu gering / Wert ungültig aktuelle Einstellungen und Messwerte im Spritz-
Motorölgrenzwert unterschritten betrieb angezeigt und gesteuert:

Füllstand Hydraulik kritisch • Eingabe und Überwachung der Daten beim


Motoröldruck niedrig / zu gering Spritzbetrieb
Motoröldruck außerhalb des Be-
reichs Serienmäßig wird bei der selbstfahrenden Feld-
spritze das ISOBUS-fähige Terminal „Topcon
Lenkung: Druck Vorderachse fehler- X30“ verwendet.
haft
Federung: Druck zu hoch

Fehlfunktion Sicherheitsventil Fede-


rung vorne links

Gestänge nicht eingefahren

Betriebsbremse Speicherladedruck
zu gering

Beschreibung
Alternativ können auch andere ISOBUS-fähige
Alarm Terminals verwendet werden. Hierzu muss
jedoch vor der Verwendung Rücksprache mit
dem HORSCH-LEEB Service gehalten werden.
mehrere Warnungen / Störungen
HINWEIS

mehrere Alarme Bei Verwendung eines alternativen Terminals ist


die jeweilige Betriebsanleitung des Herstellers
zu beachten!
Informationen
Die ausführliche Beschreibung ist der mitgelie-
ferten Betriebsanleitung des Bedienterminals
zu entnehmen!

Die Bedienung der Spritzensoftware ist der


mitgelieferten Kurzanleitung von HORSCH zu
entnehmen!

74
4.12 Dachkonsole Die Beleuchtung (6) dient als Kabinenbeleuch-
tung

¾¾ Den Schalter (4) auf Position (c) stellen, damit


die Beleuchtung (6) beim Öffnen der Tür ein-
geschaltet wird. Beim Schließen der Tür bleibt
diese noch einige Sekunden eingeschaltet.
¾¾ Den Schalter (4) auf Position (d) stellen, um
die Beleuchtung (6) dauerhaft einzuschalten.
1 ¾¾ Den Schalter (4) in Mittelstellung zwischen
Position (c) und (d) stellen, um die Beleuch-
tung (6) dauerhaft auszuschalten.

Der Lesespot (5) ist beweglich.


¾¾ Den Schalter (3) auf Position (b) stellen, um
Dachkonsole links (1) mit Staufach und
den Lesespot (5) einzuschalten.
Deckenbeleuchtung
¾¾ Den Schalter (3) auf Position (a) stellen, um
den Lesespot (5) auszuschalten.

4.12.2 Radio

Dachkonsole rechts (2) mit Radio und


Deckenbeleuchtung

4.12.1 Deckenleuchten
Das Radio befindet sich in der rechten Dach-
Die Deckenleuchten befinden sich auf beiden konsole.
Seiten der Dachverkleidung in der Kabine. Nur Alle weiteren Informationen, sowie Einstellungen
die linke Deckenleuchte ist mit Schaltern aus- sind der mitgelieferten Anleitung des Radios zu
gestattet. Diese dienen zur Betätigung beider entnehmen.
Leuchten.

5
a c

3 4

b d
6

75
4.13 Klimaanlage / Heizung 4.13.3 Strömungsrichtung des
Gebläseluftstroms steuern
4.13.1 Ein-/Ausschalten des
¾¾ Taste (2) kurz drücken, um die Richtung des
Bedienfelds Luftstroms zu ändern.
¾¾ Taste (1) drücken, um Klimaautomatik zu
aktivieren/deaktivieren.
Taste (1) leuchtet im aktivierten Zustand grün
und im deaktivierten Zustand weiß.
2
Beim Ausschalten werden die aktiven Para-
metereinstellungen vom System gespeichert.
Beim Wiedereinschalten werden diese vorher
aktiven Parameter wieder aufgerufen.

2
Das Gebläse kann in drei verschiedene Strö-
4
3 mungsrichtungen eingestellt werden:
(I), (II), (III)
Durch kurzes Drücken der Taste (2) wechselt
der Zustand des Gebläses zum nächsten Zu-
stand.

II

4.13.2 Automatische
Scheibenenteisung
¾¾ Taste (2) länger als 2 Sekunden gedrückt hal- III IIII
ten, um die automatische Scheibenenteisung
zu aktivieren/deaktivieren. I
Die Symbole (3) und (4) werden am Display
angezeigt. Die Strömungsrichtung des Luft-
stroms (4) kann nicht ohne Deaktivierung des
automatischen Enteisungsmodus geändert wer-
den. In diesem Modus kommt die Gebläseluft Kurzes Antippen der Taste (2) deaktiviert die
von außen. Die Klimaanlage kann deaktiviert Klimaautomatik oder die automatische Schei-III
werden, wird jedoch 10 Minuten später wieder benenteisung, sofern eine dieser Funktionen
eingeschaltet. aktiviert wurde.
Bei deaktivierter automatischer Scheibenentei-
sung speichert das System alle aktiven Parame- Der Luftstrom in der Kabine kann über die
ter und übernimmt die Parameter des vorherigen Luftdüsen (5) in der Lenksäule bzw. Armatu-
Betriebszustands. rentafel und über die Luftdüsen in den Konsolen
Bei aktivierter automatischer Scheibenenteisung links und rechts zum Fahrer gerichtet werden.
steht die Lüftung auf maximaler Gebläsestärke. Öffnungsgrad und Strömungsrichtung dieser
Die Klimaanlage ist aktiviert und der Tempera- Luftdüsen können manuell beliebig verändert
tursollwert ist auf den größten Wert eingestellt. werden.

76
4.13.4 Außentemperaturanzeige

6
1
5

Luftdüsen in der Lenksäule (5) und in den Konsolen (6)

7 Die Außentemperatur wird mittels eines Sensors


gemessen. Der von diesem Sensor erfasste
8 Wert wird ebenfalls von der Regelautomatik der
Klimaanlage verwendet
¾¾ Taste (1) kurz drücken (antippen), um die
Außentemperatur am Display des Bedienfelds
(2) anzuzeigen.

Die Anzeige der anderen Informationen auf dem


Luftdüsen im Armaturenbereich (7) und in der Kabine (8) Bedienfeld wird nicht verändert. Erneutes Antip-
pen der Taste (1) bzw. jeder anderen Taste, die
Zum Trocknen der Scheiben die Belüftung wie die Klimaanlage betrifft, führt zum Ausblenden
folgt einstellen: der Außentemperaturanzeige.
¾¾ Die Taste (2) auf Position (III) stellen
¾¾ Die Luftdüsen (5) und (6) schließen
¾¾ Gegebenenfalls die Luftmenge und die Tem-
4.13.5 Luftumwälzung in der
peratur einstellen Kabine

Für eine gleichmäßige Temperatur in der ge- 1


samten Kabine die Belüftung wie folgt einstellen:
¾¾ Die Taste (2) auf Position (III) stellen
2
¾¾ Die Luftdüsen (5) und (6) öffnen
¾¾ Die Luftdüsen (5) und (6) manuell wie ge-
wünscht ausrichten

Zur Optimierung der Lufterwärmung im Fußbe-


reich die Belüftung wie folgt einstellen:
¾¾ Die Taste (2) auf Position (I) stellen ¾¾ Taste (1) drücken, um die Luftumwälzung in
¾¾ Die Luftdüsen (5) schließen
der Kabine zu aktivieren, zu verändern oder
zu deaktivieren.
¾¾ Die Luftdüsen (6) öffnen
Bei jedem Tastendruck (1) wird die Umwälzung
¾¾ Gebläsestärke und Temperatur nach Wunsch
um 25% erhöht. Wenn die Luftumwälzung bei
einstellen
100% steht, führt erneutes Drücken (1) zur De-
aktivierung der Luftumwälzung. Die Anzeige der
Symbole (2) ändert sich bei jedem Tastendruck.

77
4.13.6 Regelautomatik der 4.13.7 Luftkühlung
Klimaanlage

2 1

2 3 ¾¾ Taste (1) drücken, um Luftkühlung zu aktivie-


ren/deaktivieren.
Taste (1) kurz drücken, um die Regelautomatik
der Klimaanlage zu deaktivieren.
¾¾ Taste (1) drücken, um die Regelautomatik Bei aktivierter Luftkühlung wird Symbol (2) am
der Klimaanlage zu aktivieren/deaktivieren. Display angezeigt.
Bei deaktivter Luftkühlung wird Symbol (2) nicht
Für optimalen Fahrkomfort werden folgende mehr angezeigt, wenn die Solltemperatur ohne
Parameter vom System geregelt: Luftkühlung erzielt werden kann. Ist dies nicht
• Die Gebläseluftmenge
der Fall, blinkt Symbol (2).
• Die Kühlung bzw. Erwärmung der Luft
• Die Ausrichtung des Luftstroms I
• Der Anteil der Luftumwälzung (standardmäßig 4.13.8 Gebläsestärke einstellen
75%)
Gewünschte Kabinentemperatur in das System
eingeben: 1 2
¾¾ Taste (2) drücken, um Temperatursollwert zu
verringern III
¾¾ Taste (3) drücken, um Temperatursollwert
zu erhöhen 3
Die Regelautomatik der Klimaanlage wird bei
der Änderung folgender Einstellungen deakti-
¾¾ Taste (1) drücken, um die Gebläsestärke um
viert:
• Gebläsestärke
je eine Stufe (3) zu verringern.
¾¾ Längere Betätigung von Taste (1) schaltet
• Luftkühlung aktivieren
das Gebläse innerhalb von 2 Sekunden auf
• Luftumwälzung aktivieren
Stufe 0 (0%).
• Änderung der Strömungsrichtung
¾¾ Taste (2) drücken, um die Gebläsestärke um
Die Regelautomatik der Klimaanlage wird nach je eine Stufe zu erhöhen
Betätigung der Taste (1) erneut aktiviert. Bei De- ¾¾ Längere Betätigung von Taste (2) schaltet
aktivierung werden alle Parameter gespeichert. das Gebläse innerhalb von 2 Sekunden auf
Stufe 7 (100%).

Gebläsestärke 0 (links) und 7 (rechts)

78
4.13.9 Einstellen der Die Steuerung der Luftumwälzung erfolgt wie-
der automatisch. Das System versucht, durch
Lufttemperatur in der Kabine
Veränderung der Umwälzquote und der Geblä-
sestärke ständig einen Überdruck in der Kabine
aufrecht zu erhalten.

In diesem Modus arbeitet das System vollstän-


1 2 dig autonom. Das System benötigt lediglich den
Temperatursollwert in der Kabine.
¾¾ Taste (4) drücken, um den Temperatursoll-
wert zu verringern
¾¾ Taste (5) drücken, um den Temperatursoll-
Taste (1) drücken, um den Temperatursollwert
wert zu erhöhen.
in der Kabine zu verringern.
Eine längere Betätigung der Taste (1) verringert
den Temperatursollwert innerhalb von 3 Sekun- Das System steuert folgende Parameter:
den von 32°C (89,6°F) auf 15°C (59°F). • die Gebläsestärke
Der niedrigste Temperatursollwert wird erzielt, • das Öffnen des Heizventils
wenn das Display im Bedienfeld „LO“ anzeigt. • das Kühlungssystem
• das Öffnen der Luftumwälzklappen (Lüftungs-
Taste (2) drücken, um den Temperatursollwert klappen für die Strömungsrichtung und die
in der Kabine zu erhöhen. Luftumwälzung)
Eine längere Betätigung der Taste (2) erhöht den
Temperatursollwert innerhalb von 3 Sekunden
von 15°C (59°F) auf 32°C (89,6°F). Ist der Überdruck unzureichend, leuchtet das
Der höchste Temperatursollwert wird erzielt, Warnsymbol (2) an der Armaturentafel auf.III
wenn das Display im Bedienfeld „HI“ anzeigt. Das System versucht dann, das Problem durch
Veränderung der Umwälzquote in der Kabine
zu beheben. Falls dies nicht gelingt, wird das
Warnsymbol (2) weiter angezeigt.
4.13.10 Verwendung bei Um den Funktionsmodus „Chemical“ zu deak-
belastetem Arbeitsumfeld tivieren, muss der Aktivkohlefilter durch einen
Standardluftfilter ausgetauscht werden.

Die vor der Montage des Aktivkohlefilters aktiven


Parameter werden vom System gespeichert.
2 Die Steuerung der Luftumwälzung erfolgt wieder
1
im manuellen Modus.

4 5

Wenn im System zur Filterung der Kabinen-


luft ein Aktivkohlefilter (Kategorie 3) erkannt
wird, leuchten am Armaturenbrett die Symbole
„Chemical“ (1) und „Auto“ (3) auf.

Die vor der Montage des Aktivkohlefilters aktiven


Parameter werden vom System gespeichert.

79
4.13.11 Fehlercodetabelle 4.14 Bedieneinheit
Bei einer Fehlfunktion der Klimaautomatik wird Arbeitsscheinwerfer
im Display der Bedientafel ein Fehlercode (6)
angezeigt. Der Fehlercode erscheint im Wech- In der Dachkonsole rechts befindet sich das
sel mit dem gespeicherten Temperaturwert. Bedienfeld für die Arbeitsscheinwerfer.
Der Fehlercode verschwindet in der Anzeige,
sobald die Ursache für die Fehlfunktion nicht
mehr vorhanden ist.

1 3

2 4

Fehlercode
Störung
1 Bedienfeld EIN/AUS
E0 Raumtemperaturfühler (offener Kreis)
2 Arbeitsscheinwerfer vorne EIN/AUS
E1 Ausblastemperaturfühler (offener Kreis) 3 Rundumleuchte EIN/AUS
E2 Sonnenlichtsensor (offener Kreis) 4 Arbeitscheinwerfer hinten EIN/AUS

E3 Außentemperaturfühler (offener Kreis)


Nach der Aktivierung des Bedienfeldes durch I
E4 Vereisungssensor (offener Kreis) Drücken der Taste (1) können die Arbeitsschein-
E5 Raumtemperaturfühler (Kurzschluss) werfer vorne (2), hinten (4) sowie die Rundum-
leuchte (3) durch Drücken der jeweiligen Taste
E6 Ausblastemperaturfühler (Kurzschluss) eingeschaltet und durch erneutes Drücken
E7 Sonnenlichtsensor (Kurzschluss) wieder ausgeschaltet werden.
Alle weiteren Taster sind nicht belegt und habenIII
E8 Außentemperaturfühler (Kurzschluss)
keine Funktion
E9 Vereisungssensor (Kurzschluss)

EA Stellmotor Heizventil (blockiert)

EB Stellmotor Ausblasklappe (blockiert)

EC Stellmotor Luftumwälzklappe (blockiert)

EE Stellmotor der Heizung


(Anschlussklemmen vertauscht)

EF Stellmotor Ausblasklappe
(Anschlussklemmen vertauscht)

EH Stellmotor Luftumwälzklappe
(Anschlussklemmen vertauscht)

80
4.15 Außenspiegel ¾¾ Schalter
(3) nach links oder rechts drehen,
um Seite des Außenspiegels auszuwählen.

¾¾ Schalter (3) nach oben, unten und seitlich


Linker Außenspiegel (1) und Anfahrspiegel bewegen bis Außenspiegel optimal einge-
stellt ist:

Rechter Außenspiegel (2) und Anfahrspiegel


HINWEIS
Spiegeleinstellung
Die beiden Anfahrspiegel manuell so einstellen,
Beide Außenspiegel sind elektrisch verstellbar. dass der Bodenbereich neben dem rechten bzw.
Der Schalter (3) befindet sich in der rechten linken Vorderrad vor dem Anfahren kontrolliert
Dachkonsole werden kann.

Bedienschalter für die Außenspiegelverstellung (3)

81
4.16 Rückfahrkamera 4.18 Warndreieck
(optional) Das Warndreieck ist auf der Innenseite der lin-
ken Kabinenverkleidung angebracht.

1 2

Monitor für Rückfahrkamera in der Kabine

HINWEIS
Gesetzliche Bestimmungen einzelner Länder
bezüglich der Mitnahme verkehrssicherheits-
relevanter Ausrüstungen beachten!
Rückfahrkamera

1 Menüeinstellung der Kamera Ein Erste-Hilfe-Kasten ist im Lieferumfang


2 Verstellung der Kameraansichten der Maschine nicht enthalten!
3 Mögliche Position der Kamera Auf dem Kabinenboden unter dem Fahrersitz
befindet sich eine Halterung zur Befestigung
eines Erste-Hilfe-Kastens.
4.17 Sonnenblende
Stellung der Sonnenblende je nach Sonnenein- 4.19 Nothammer
strahlung anpassen.

Sonnenblende soweit wie gewünscht herunterziehen

Nothammer

Der Not-/Rettungshammer ist in Fahrtrichtung


links an der hinteren Kabinensäule angebracht.
Im Notfall den Rettungshammer aus der Hal-
terung nehmen und mit der Metallspitze eine
Kabinenscheibe einschlagen.
Zum Lösen der Sonnenblende den Knopf betätigen
(Sonnenblende dabei festhalten)

82
4.20 Elektrische 8
Bordsteckdosen

7
1 3
Bordsteckdosen rechts unterhalb des Fahrersitzes
7 Bordsteckdose 12 Volt - 2 polig
4 8 Bordsteckdose 12 Volt - 3 polig

Bordsteckdosen rechts unten in der Kabine


1 Bordsteckdose 12 Volt - 3 polig 11
2 keine Belegung 9
3 12 Volt - Zubehörsteckdose
4 ISOBUS - In-cabin 10

Bordsteckdosen rechts neben dem Fahrersitz


9 Bordsteckdose für Diagnose Motor
10 Bordsteckdose für Software und Diagnose Spritze
11 Anschlussmöglichkeit für ein zweites Terminal

5 HINWEIS
Steckdosen nicht durch ungeeignete Stecker
beschädigen!
Zubehörsteckdose links hinter dem Fahrersitz
5 12 Volt - Zubehörsteckdose Angeschlossenes elektrisches Zubehör muss
bezüglich der elektromagnetischen Verträglich-
keit der DIN VDE 40 839 entsprechen.
Bei den Zubehörsteckdosen darf die maximale
Leistungsaufnahme der angeschlossenen Ge-
räte 120 Watt nicht überschreiten. Kein Strom
abgebendes Zubehör (z.B. Ladegeräte oder
Batterien) anschließen.

HINWEIS
6
Bei Anschluss von elektrischen Zubehör in Fahr-
zeugen mit stehendem Motor wird die Batterie
Aschenbecher und Zigarettenanzünder entladen.
6 Zigarettenanzünder

83
4.21 Ascher
Der Aschenbecher befindet sich in der rechten
Seitenkonsole neben dem Zigarettenanzünder.
Die Ascherdose kann zum Entleeren herausge-
nommen werden.

HINWEIS
Nur für Asche, nicht für brennbare Abfälle ver-
wenden.

84
5. Prüfung vor 5.3 Schmutzablagerungen
Inbetriebnahme im Motorraum
VORSICHT
HINWEIS
Eine Mischung aus Staub, Öl und pflanz-
Die in diesem Kapitel aufgeführten Komponen- lichen Rückständen im Motorraum ist ein
ten müssen vor jedem Einsatz der Maschine Brandherd und stellt eine erhöhte Feuerge-
vom Bediener überprüft werden! fahr dar.
¾¾ Den Motor und den Motorraum stets sauber
5.1 Motorhaube halten.
¾¾ Wenn nötig Verschmutzungen und Ölablage-
In Fahrtrichtung links befindet sich der Knopf rungen beseitigen.
zum Öffnen der Motorhaube.

5.4 Motorölstand
Den Motor nicht in Betrieb setzen, wenn der
Motorölstand zu gering ist.

¾¾ Motorhaube während des Öffnen festhalten


¾¾ Die Motorhaube wird mit Hilfe einer Gasdruck-
feder nach oben gedrückt und gehalten.
¾¾ Zum Schließen der Motorhaube an den dafür
vorgesehenen Gurt anziehen und nach unten Ölmessstab
drücken bis die Motorhaube im Schloss ein-
gerastet ist. ¾¾ Für eine korrekte Messung sollte der Motor
warm gelaufen sein.
5.2 Seitenverkleidung ¾¾ Maschine auf einer ebenen Fläche abstel-
len, um ein korrektes Messergebnis zu
Für Wartungs- oder Inspektionsarbeiten muss erzielen.
die Seitenverkleidung der Motorabdeckung ¾¾ Der Ölstand am Ölmessstab sollte immer
entfernt werden. zwischen den Markierungen min. und max.
liegen.
Dazu den Hebel betätigen und Seitenverklei-
dung abnehmen.

Einfüllöffnung für Motoröl

85
¾¾ Bei zu niedrigem Ölstand an der Einfüllöffnung
Motoröl nachfüllen!
5.7 Kühlflüssigkeit prüfen
¾¾ Bei zu niedrigem Öldruck erfolgt ein akus-
tisches Warnsignal. Motor abstellen und VORSICHT
Ursache feststellen.
Verbrennungsgefahr durch Öffnen des Ver-
schlussdeckels bei heißem Motor. Motor
5.5 Kraftstoffstand abstellen und warten bis der Motor abgekühlt
ist. Verschlussdeckel ganz entfernen!
Bei eingeschalteter Zündung den Kraftstoffstand
am Dashboard kontrollieren. Motorkühlflüssigkeit durch Abnehmen des Ver-
schlusses prüfen. Die Kühlflüssigkeit muss am
oberen Rand sichtbar sein.

Kraftstoffanzeige
Verschlussdeckel für Kühlflüssigkeit
5.6 Hydraulikölstand Bei geringem Füllstand erscheint im Display des
Spritzgestänge einklappen und Motor abstellen. Dashboards ein Warnhinweis.
Das Schauglas befindet sich auf der linke Seite
des Hydrauliktanks (1). ¾¾ Beizu hoher Kühlmitteltemperatur erfolgt
ein akustisches Warnsignal. Motor sofort
abstellen und abkühlen lassen. Ursache der
Überhitzung feststellen.

5.8 Kühler
Die Kühlernetze im Frontbereich vor jedem
1 Fahrtantritt auf Verschmutzungen kontrollieren
und bei Bedarf mit Druckluft reinigen.

Hydraulikölstandskontrolle

Ölkontrolle:
¾¾ Öl muss im Schauglas (1) sichtbar sein.
¾¾ Schauglas befindet sich in Fahrtrichtung links
vor dem Hydrauliköltank.
¾¾ Bei geringem oder zu geringem Ölstand
erscheint im Display des Dashboards ein
Warnhinweis.

86
5.9 Kontrollleuchten
Nach dem Starten des Motors führt das System
automatisch einen Kontrollleuchtentest durch.
Die Anzeigen im Dashboard leuchten kurzzeitig
auf und die LEDs am Terminal leuchten für ein
paar Sekunden (bei Topcon X 30).

5.10 Lichtfunktion
Vor jeder Transportfahrt und vor dem Feldein-
satz muss sich der Bediener über den ordnungs-
gemäßen Zustand der Beleuchtung versichern. Bereich des Unterbodens

5.11 Reifen 5.13 Bremsanlage


Die Reifen täglich oder vor jeder Fahrt auf ¾¾ Vor jeder Fahrt Sichtkontrolle der Brems-
Schnitte oder Brüche und offensichtlich nied- anlage insbesondere der Bremssättel auf
rigen Luftdruck kontrollieren. Verschmutzungen.
Mindestens einmal wöchentlich den Reifendruck ¾¾ Verschmutzungen vor Fahrtantritt beseitigen.
mit einem genau arbeitenden Prüfgerät messen.
¾¾ Nach kurzer Fahrtstrecke bei geringer Ge-
Kontrollieren, ob die Radmuttern festsitzen.
schwindigkeit eine Bremsprobe durchführen.
¾¾ Angaben zum Reifendruck siehe Kapitel ¾¾ Auf Scheuerstellen (im gekennzeichneten
„Beschreibung“ Bereich) an den Bremsschläuchen achten!

5.12 Hydrostatanlage
¾¾ Vor jedem Fahrtantritt den gesamten Unter-
boden auf offensichtliche Leckagen kontrol-
lieren.

Bereich des Unterbodens

87
6. Motorbetrieb 6.1.2 Zündung einschalten
Das Zündschloss hat vier Stellungen:
6.1 Vor dem Anlassen des
Motors
WARNUNG
¾¾ Stets vergewissern, dass sich niemand
im Arbeitsbereich der Maschine aufhält. 1
Gegebenfalls hupen. 4
¾¾ Motor niemals ohne Absauganlage in ge-
2
schlossenen Räumen laufen lassen.
¾¾ Für ausreichende Belüftung sorgen. 3

6.1.1 Voraussetzung zum


1 Startstellung
Motorstart 2 Zündung EIN / Stromkreis ist eingeschaltet
3 Zündung / Motor AUS
4 nicht belegt

6.2 Motor starten


HINWEIS
Den Motor nur vom Fahrersitz aus anlassen.

Das Starten des Motors kann auf zwei Arten


erfolgen.
Hauptschalter für Stromversorgung
Möglichkeit 1 - Zündschlüssel
Hinter der linken Seitenverkleidung befindet sich
der Hauptschalter für die Stromversorgung. ¾¾ Zündschlüssel nach Stellung (1) drehen und
halten bis der Motor startet.
¾¾ Den Hauptschalter für die Stromversorgung ¾¾ Sobald der Motor läuft, Schlüssel loslassen.
einschalten Den Schlüssel niemals länger als 20 Sekun-
den in Anlassstellung (1) halten.

HINWEIS
Wird der Zündschlüssel in Stellung (2) zurück-
gedreht, bevor der Motor gestartet ist, mit dem
neuen Startvorgang solange warten, bis der
Motor stillsteht. Zündschlüssel in diesem Fall
vorher auf Stellung (3) zurückdrehen und den
Vorgang dann wiederholen.

88
HINWEIS
6.3 Motor abstellen
Das Abstellen des Motors kann auf zwei Arten
Falls der Motor nicht innerhalb von 20 Sekun-
erfolgen.
den anspringt, bis zum nächsten Startvorgang
mindestens zwei Minuten warten.
Möglichkeit 1 - Zündschlüssel
¾¾ Den Zündschlüssel auf Stellung (3) drehen
Möglichkeit 2 - Bedienfeld
Möglichkeit 2 - Bedienfeld
¾¾ Zündschlüssel nach Stellung (2) drehen, da-
mit der Stromkreis eingeschaltet ist. ¾¾ Stoppknopf (b) am Multifunktionsbedienfeld
¾¾ Betriebsbremse betätigen und halten bis der drücken
Motor läuft.
¾¾ Startknopf (a) am Multifunktionsbedienfeld
drücken bis der Motor läuft.
¾¾ Danach kann die Betätigung der Betriebs-
bremse und des Startknopfes aufgehoben
werden.

a
HINWEIS
In jedem Fall gilt: Vor dem endgültigen Abstel-
len der Maschine den Motor 1 - 2 Minuten im
unteren Drehzahlbereich laufen lassen, um alle
wichtigen Motorteile abzukühlen.

HINWEIS
6.3.1 Abwürgen des Motors
Falls der Motor nicht innerhalb von 20 Sekun-
den anspringt bis zum nächsten Startvorgang
mindestens zwei Minuten warten. HINWEIS
Um übermäßigen Hitzestau an funktionswich-
tigen Teilen zu vermeiden, muss ein unerwartet
abgewürgter Motor sofort wieder gestartet wer-
den. Den Motor anschließend vor dem endgül-
tigen Abstellen etwa 1 - 2 Minuten im unteren
Drehzahlbereich laufen lassen.

Bei jedem Motorstopp wird automatisch die


Handbremse eingelegt!

Hinweise zur Wartung des Motors, siehe


Kapitel „Wartung Trägerfahrzeug“

89
7. Fahrbetrieb 7.2 Vorwärtsfahren,
Rückwärtsfahren
7.1 Allgemeine Hinweise
HINWEIS
WARNUNG Der Fahrer kann jederzeit zwischen dem
Fußpedal und dem Joystick wechseln. Die
Lebensgefahr oder schwere Verletzungen Umstellung erfolgt vollautomatisch.
durch Verlust über die Kontrolle des Fahr-
zeugs!
Vorwärts Anfahren aus dem Stillstand
Nach dem Starten des Motors befindet sich das
HINWEIS
Getriebe im Neutralstellung.
Bei kaltem Hydrauliköl ist die Fahrgeschwindigkeit
auf 30 km/h und die Drehzahl auf 1200 1/min ¾¾ Feststellbremse lösen
begrenzt. ¾¾ Fahrtrichtungsvorwahlhebel nach vorne be-
tätigen und wieder loslassen. Hebel springt
selbstständig in die Mittelposition zurück.
¾¾ Bei Anzeige einer Warnmeldung (rot) am Sollte nicht innerhalb von 3 Sekunden das
Dashboard anhalten und den Fehler beseiti- Fahrpedal oder der Joystick betätigt werden,
gen. Ist dies nicht möglich, Kundendienst oder erlischt die Richtungsvorwahl.
Vertragshändler kontaktieren.
¾¾ Achtung! Fahrzeug schwenkt bei Kurven-
fahrten aus.
¾¾ Das Fahrverhalten der selbstfahrenden Pflan-
zenschutzspritze erfordert wegen der Fahr-
zeugabmessungen eine gewisse Einübung.
¾¾ Im Bereich der Fußpedale dürfen keine Ge-
genstände abgelegt werden, um den vollen
¾¾ Betätigen des Fahrpedals (1), um die Ma-
Pedalweg zu gewährleisten
schine in Bewegung zu setzen und zu be-
¾¾ Aufstehen vom Fahrersitz während der Fahrt
schleunigen.
führt zum Abbremsen bzw. Stillstand des
¾¾ Geschwindigkeit durch Regulierung des Fahr-
Fahrzeugs (Sitzbelegungserkennung).
pedals (1) verändern.
¾¾ Fahrgeschwindigkeit der Maschine auf Straße
und Feld stets den gegebenen Bedingungen
anpassen.
¾¾ Auf abschüssigem Gelände oder glattem
Untergrund kann das Fahrzeug beim Ab-
bremsvorgang von der beförderten Last
angeschoben werden. 1

oder:
¾¾ Aktivierungsknopf (2) drücken
¾¾ Joystick am Multibedienfeld nach vorne be-
wegen, um die Maschine in Bewegung zu
setzen und zu beschleunigen.

90
2
2

¾¾ Durch Loslassen kehrt der Hebel in die Mit-


¾¾ Durch Loslassen kehrt der Hebel in die Mit- telstellung zurück. Die Geschwindigkeit bleibt
telstellung zurück. Die Geschwindigkeit bleibt konstant.
konstant. ¾¾ Hebel nach vorne drücken, um die Maschine
¾¾ Hebel zurückziehen, um die Maschine abzu- abzubremsen. Fahrzeug wird bis zum Still-
bremsen. Fahrzeug wird bis zum Stillstand stand abgebremst.
abgebremst.

Rückwärts Anfahren aus dem Stillstand HINWEIS

Nach dem Starten des Motors befindet sich das Beim Rückwärtsfahren ertönt ein akustisches
Getriebe im Neutralgang. Warnsignal.

¾¾ Feststellbremse lösen
¾¾ Fahrtrichtungsvorwahlhebel nach hinten be- HINWEIS
tätigen und wieder loslassen. Hebel springt
selbstständig in die Mittelposition zurück. Für Vorwärts- und Rückwärtsfahrten gilt:
Sollte nicht innerhalb von 3 Sekunden das Wird das Fahrpedal betätigt, übernimmt das
Fahrpedal oder der Joystick betätigt werden, Fahrpedal die Geschwindigkeitsvorgabe. Wird der
erlischt die Richtungsvorwahl. Joystick betätigt, übernimmt dieser die Geschwin-
digkeitsvorgabe.

7.2.1 Schnellreversierung
Durch Drücken der Aktivierungstaste kann
schnellreversiert werden. Das heißt, das Fahr-
zeug bleibt nicht bei 0 km/h stehen, sondern
wechselt selbstständig die Fahrtrichtung. Ein
¾¾ Betätigen des Fahrpedals (1), um Maschine in
Geschwindigkeitslimit gibt es nicht.
Bewegung zu setzen und zu beschleunigen.
¾¾ Geschwindigkeit durch Regulierung des Fahr-
pedals (1) verändern.
7.2.2 Beschleunigungsniveau
An dem Drehrad kann bei Bedarf während der
Fahrt das Beschleunigungsverhalten eingestellt
und verändert werden (gilt nur im Joystick-
Fahrbetrieb).

oder:
¾¾ Aktivierungsknopf (2) drücken
¾¾ Joystick am Multibedienfeld nach hinten be-
wegen, um Maschine in Bewegung zu setzen
und zu beschleunigen.

91
7.2.3 Manuelle Drehzahlvorgabe
Manuelle Drehzahlvorgabe im Stillstand bei
eingelegter Handbremse möglich. Drehzahl 2
kann über die Plustaste (3) erhöht und über die
Minustaste (4) reduziert werden.

3
Die Anzeige (2) im Dashboard wechselt von
4
zur Anzeige

Zudem kann die Drehzahl bei eingelegter Hand- Feststellbremse aktivieren


bremse und Getriebe in Neutralstellung manuell ¾¾ Konsolenschalter (1) betätigen
mit dem Fußpedal verändert werden.
Die Anzeige (2) im Dashboard wechselt von

7.3 Bremsen zur Anzeige

7.3.1 Feststellbremse 7.3.2 Betriebsbremse


Vor Straßenfahrten oder vor dem Losfahren im
Feldbetrieb die Feststellbremse lösen. WARNUNG
Fahrbetrieb mit aktivierter Feststellbremse ist
nicht möglich! Lebensgefahr oder schwere Verletzungen
Der Freigabeschalter für die Feststellbremse durch Verlust über die Kontrolle des Fahr-
befindet sich auf der rechten Seite in der Kabine. zeugs! Vor Beginn jeder Fahrt die Funktion der
Betriebsbremse prüfen!

¾¾ Fahrpedal loslassen
1 ¾¾ Bremspedal (3) drücken, um das Fahrzeug
zu verzögern bzw. abzubremsen.

Feststellbremse lösen
3
¾¾ Konsolenschalter (1) betätigen.

HINWEIS
Je nach Last und Geschwindigkeit erforder-
liche Sicherheitsabstände einhalten!

92
7.4 Antriebsschlupfregelung 7.5.1 Straßenmodus
Die selbstfahrende Maschine verfügt über eine Bei aktiviertem Straßenmodus ist die Hinter-
voll automatisch arbeitende Antriebsschlupfre- achse starr. Gelenkt wird ausschließlich mit der
gelung (ASR). Vorderachse. Die maximal zulässige Geschwin-
digkeit kann angefahren werden.

HINWEIS
HINWEIS
Ein manueller Eingriff bei schwierigem Gelände
ist nicht nötig! Nur wenn das Fahrwerk voll abgesenkt, die Spur
komplett eingefahren ist und sich die Hinterach-
se in Mittelstellung befindet, ist die Aktivierung
des Straßenmodus möglich!
7.5 Fahrmodi
Bei der selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze 7.5.2 Feldmodus
wird zwischen zwei Fahrmodi unterschieden.
Bei aktiviertem Feldmodus kann die Hinterachs-
Es kann zwischen dem Straßenmodus und dem
lenkung eingeschalten, die Spur ausgefahren
Feldmodus gewechselt werden.
und das Fahrwerk in der Höhe verstellt werden.
Die Steuerung zur Einstellung des Fahrwerks, der
Spur sowie der Hinterachslenkung erfolgt über
den Dreh-/Druckknopf (a) am Multifunktionsbe-
dienfeld und wird am Dashboard angezeigt. Die
Umschaltung in den gewünschten Fahrmodus
erfolgt über den Konsolenschalter (b).
c

Taster für Aktivierung der Hinterachslenkung (c)

Die Hinterachslenkung kann über den Taster (c)


a oder den Dreh-/Druckknopf (a) am Multifunkti-
onsbedienfeld aktiviert bzw. deaktiviert werden
und wird am Dashboard angezeigt.
¾¾ Drücken des Tasters (c) zur Aktivierung der
Dreh-/Druckknopf (a) zur Bedienung des Dashboards
Hinterachslenkung.
¾¾ Weiteres Drücken des Tasters (c) deaktiviert
die Hinterachslenkung wieder.
¾¾ Bei Fahrgeschwindigkeiten unter 5 km/h muss
der Taster (c) gedrückt und gehalten werden,
b bis die Hinterachse die Zielposition erreicht hat.
Dies dient als Sicherheitsschaltung gegen
Personenschäden.

HINWEIS
Funktion und Einstellung der Fahrmodi siehe
Konsolenschalter zur Umschaltung Straßen-/Feldmodus
Kapitel „Kabine -> Dashboard“.

93
7.5.3 Hydropneumatische 7.7 Begrenzung der
Einzelradfederung
Geschwindigkeit
Die Fahrwerkshöhe kann zwischen der minima-
len und der maximalen Einstellung um 200 mm Während des Fahrbetriebs mit dem Fahrpedal
(0 - 100 %) variiert werden. kann die Geschwindigkeit begrenzt werden. Da-
¾¾ Bei der Straßenfahrt muss das Fahrwerk auf
durch erreicht man ein feinfühligeres Fahren bei
die minimale Einstellung abgelassen werden. langsamen Geschwindigkeiten (beispielsweise
beim Rangieren).
¾¾ Im Feld kann die Fahrwerkshöhe eingestellt
Durch Verschieben des Reglers wird die ma-
werden. ximal mögliche Geschwindigkeit, die über das
Die empfohlene Einstellung liegt bei 50 %. Fahrpedal erreicht werden kann, nach unten
So steht in beide Richtungen der maximale gesetzt.
Federweg zur Verfügung.

7.6 Lenkungsarten HINWEIS

Das Fahrzeug verfügt über eine Hinterachs- Wird die Begrenzung der Fahrgeschindigkeit
lenkung. Der Lenkeinschlag der Hinterräder ist über das Fahrpedal nicht mehr benötigt, den
abhängig von der Fahrgeschwindigkeit. Regler in seine Ausgangsstellung zurückstellen!

• Bei Fahrgeschwindigkeiten unter 10 km/h ist


der Einschlagwinkel von Vorder- und Hinter-
achse gleich.
• Bei Fahrgeschwindigkeiten zwischen 10 und
20 km/h wird der Lenkwinkel der Hinterachse
zunehmend reduziert.
• Ab 20 km/h ist die Hinterachslenkung abge-
schaltet. Die Achse bleibt in Mittelposition.

Die Lenkungsart kann sowohl mit dem Schalter


(c), als auch über das Dashboard, Untermenü
„Hinterachslenkung“, gewählt werden.

94
7.8 Tempomat Einstellung über Display
¾¾ Durch Drehen am Knopf (3) den gewünschten
Tempomat auswählen und durch Drücken
WARNUNG
aktivieren.
Unfallgefahr durch unsachgemäße Bedie- ¾¾ Drehen, um die gewünschte Geschwindigkeit
nung der Tempomatfunktion! Fahrassi- einzustellen.
stenzsysteme wurden zur Unterstützung ¾¾ Erneutes Drücken bestätigt die gewünschte
der Fahrer entwickelt. Sie können deren Geschwindigkeit. Die Einstellung wird sofort
Aufmerksamkeit aber nicht ersetzen! übernommen.
Der Fahrer übernimmt beim Führen des Fahr- ¾¾ Der Beschleunigungsvorgang des Tempo-
zeugs die volle Verantwortung und muss stets maten kann am Balken (4) über den Dreh-
die aktuelle Verkehrssituation berücksichtigen! knopf eingestellt werden.
¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
Die Tempomateinstellungen können über das lung gespeichert und übernommen.
Display und über den Joystick am Multifunkti- ¾¾ Die Verzögerung beim Bremsvorgang des
onsbedienteil eingestellt und verändert werden. Tempomaten kann am Balken (5) über den
Drehknopf eingestellt werden.
HINWEIS ¾¾ Durch Drücken des Knopfes wird die Einstel-
lung gespeichert und übernommen.
Es können jeweils im Straßenmodus als auch im ¾¾ Verlassen der Einstellungsebene mit der
Feldmodus zwei Geschwindigkeiten eingestellt ESC-Taste.
und gespeichert werden.

Einstellung über Joystick


¾¾ Auf die gewünschte Geschwindigkeit be-
schleunigen. 4
¾¾ Taste (1) betätigen und gedrückt halten bis
ein akustisches Signal ertönt. Die gewünschte 5
Geschwindigkeit für Tempomat 1 ist somit
gespeichert.
Einstellungsebene Tempomat.
¾¾ Identische Vorgehensweise für Tempomat 2.
¾¾ Beenden der Tempomateinstellung durch
Abbremsen, Betätigung des Gaspedals oder
1 Joysticks.
2
Wenn kein Tempomat gesetzt ist, erscheint am
Display das Vorwahlsymbol. Sobald ein Tempo-
mat ausgewählt und aktiviert ist, erscheint zu-
sätzlich die Nummer des gewählten Tempomats.

Joystick und Bedienbereich für Dashboard

¾¾ Beenden der Tempomateinstellung durch


Abbremsen, Betätigung des Gaspedals oder
Joysticks.

95
Symbol Beschreibung
WARNUNG
Vorwahl Tempomat Gefahren durch Quetschen, Schneiden,
weiß = deaktiviert Erfassen, Einziehen oder Stoß durch unzu-
reichende Standfestigkeit und Umkippen.
Tempomat 1 ¾¾ Die persönliche Fahrweise so einrichten, dass
grün = aktiviert das Fahrzeug jederzeit sicher beherrscht
weiß = deaktiviert werden kann.
Berücksichtigen Sie hierbei Ihre persönlichen
Tempomat 2 Fähigkeiten, die Fahrbahn-, Verkehrs-, Sicht-
grün = aktiviert und Witterungsverhältnisse sowie die Fahrei-
weiß = deaktiviert genschaften der Maschine.
Übersicht der Anzeigen am Dashboard

WARNUNG
Sturzgefahr von der Maschine bei uner-
7.9 Straßenfahrt laubtem Mitfahren!
Verboten ist das Mitfahren von Personen auf
der Maschine und/oder das Besteigen von lau-
HINWEIS fenden Maschinen.
Verweisen Sie Personen aus dem Gefahren-
Bei Transportfahrten zusätzlich das Kapitel
bereich, bevor Sie mit der Maschine anfahren.
„Sicherheitshinweise“ beachten!

Vor Transportfahrten zu überprüfen:


WARNUNG
¾¾ den ordnungsgemäßen Verschluss der Ver-
sorgungsanschlüsse Gefahren durch Bruch beim Betrieb, unzurei-
¾¾ die Lichtanlage auf Beschädigungen, Funkti- chende Standfestigkeit und unzureichende
on und Sauberkeit Lenk- und Bremsfähigkeit des Fahrzeugs bei
¾¾ die Brems- und Hydraulikanlage auf augen- nicht bestimmungsgemäßem Einsatz!
fällige Mängel ¾¾ Diese Gefährdungen verursachen schwerste
¾¾ die Funktion der Bremsanlage Verletzungen bis hin zum Tod.
¾¾ die gesamte Maschine auf Sauberkeit ¾¾ Die maximale Zuladung und die zulässigen
Achslasten der Maschine beachten.
¾¾ Das zulässige Gesamtgewicht der Maschine
WARNUNG beachten.
¾¾ Gegebenenfalls nur mit teilbefülltem Behälter
Gefahren durch Quetschen, Scheren, fahren.
Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Einzie-
hen, Fangen und Stoß durch unbeabsichtigte
Bewegungen der Maschine. VORSICHT
¾¾ Bei klappbaren Maschinen das korrekte
Verriegeln der Transportverriegelungen ¾¾ Zur Einhaltung eines ausreichenden
kontrollieren. Sicherheitsabstandes zu elektrischen
Freileitungen darf die Gesamthöhe der
¾¾ Die Maschine gegen unbeabsichtigte Be-
Maschine 4 m (13 ft) nicht übersteigen.
wegungen sichern, bevor Transportfahrten
durchgeführt werden. ¾¾ Beim Fahren oder Abschleppen auf öffent-
lichen Straßen die örtlichen Verkehrsbe-
stimmungen beachten.

96
7.9.1 Transportstellung Transportsicherung Gestängeablage

HINWEIS
Auf öffentlichen Straßen ist das Fahren
nur mit eingeklapptem und abgelegtem
Gestänge zulässig!

1
Vor Beginn der Transport- bzw. Straßenfahrt
darauf achten, dass das Gestänge sicher in der
Gestängeablage (1) aufliegt und die Paketver-
riegelung (2) geschlossen ist.
Die Parallelogrammverriegelung (3) und die
Pendelsperre (4) müssen geschlossen sein. Gestängeablage (1) in Ablageposition
(Transportstellung)

2 3
1

4 1

Übersicht der Transporteinrichtungen

1 Gestängeablage
2 Paketverriegelung
3 Parallelogrammverriegelung
4 Pendelsperre

Gestängeablage und Anschlagschutz (1) bei


ausgeklapptem Gestänge

97
Transportsicherung Paketverriegelung Transportsicherung Parallelogrammver-
riegelung

3
2

Paketverriegelung (2) bei eingeklappten Gestänge Parallelogrammverriegelung (3) geschlossen


geschlossen

Paketverriegelung (2) bei ausgeklappten Gestänge


geöffnet

Parallelogrammverriegelung (3) geöffnet

Transportsicherung Pendelsperre

Pendelsperre (4)

98
7.9.2 Notlösen der Feststellbremse 7.9.3 Abschleppen

GEFAHR GEFAHR
Gefahr von schweren Verletzungen durch Gefahr von schweren Verletzungen durch
ungesichertes Wegrollen der Maschine bei Wegrollen der Maschine! Bei Stillstand immer
gelöster oder notgelöster Feststellbremse! die vorhandenen Unterlegkeile verwenden!
Bei Stillstand der Maschine immer die vor-
handenen Unterlegkeile verwenden!
Das Fahrzeug kann über vier am Rahmen an-
gebrachte Ösen abgeschleppt werden.
Wenn das Fahrzeug den nötigen Öldruck für das
Diese befinden sich jeweils vorne und hinten
Lösen der Feststellbremse nicht aufbaut, kann
an den Achsen.
die Feststellbremse manuell gelöst werden.

HINWEIS
Die aktive Stillstandsbremse ist deaktiviert.
Maschine während der Wartungsarbeiten
mit Unterlegkeile gegen unbeabsichtigtes
Wegrollen sichern!

¾¾ Notbetätigung an der Hydraulikpumpe lösen.


Dazu Handrad (a) nach rechts herum zudrehen.
Abschleppöse
¾¾ Handpumpe (b) betätigen, bis merklich ein
Widerstand zu spüren ist. Dann ist die Fest- ¾¾ Vor dem Abschleppen den Spritzbrühetank
stellbremse gelöst. durch Umpumpen entleeren.
¾¾ Durch Leckage kann ein späteres Nachpum- ¾¾ Handpumpe betätigen, um Feststellbremse
pen nötig sein. zu lösen.
¾¾ Nach dem Abschleppen Ventil (a) wieder öffnen. ¾¾ Maximal zulässige Geschwindigkeit beim
Abschleppen: 5 km/h.
¾¾ Das Fahrzeug darf maximal 2 km bis zur näch-
b sten Abstellmöglichkeit geschleppt werden!
¾¾ Während des Abschleppvorgangs muss
der Dieselmotor laufen, damit die Lenkung
und die Betriebsbremse voll funktionsfähig
bleiben.
¾¾ Bei stehenden Motor ist keine Bremswir-
a kung gewährleistet und die Lenkung ist in
der Notlenkfunktion sehr schwergängig.
Das Abschleppen darf in jedem Fall nur
mit Hilfe einer Zugstange erfolgen.
¾¾ Beim Abschleppvorgang sollte stets im Drei-
eck angehängt werden.

Handhebel zum Pumpen (unter der Batteriehalterung) Beispiel für Dreiecksanhängung

99
7.9.4 Fremdstarten / Starthilfe ¾¾ Bei Starthilfe zuerst das Pluskabel an den
Pluspol der Starthilfebatterie und dann an
Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze ver- der entladenen Batterie anschließen. An-
fügt über zwei unabhängige Bordnetze. Ein schließend das Minuskabel am Minuspol der
24-Volt-Bordnetz ist für den Motorstart und den Starthilfebatterie und das Ende des Minus-
Motorbetrieb zuständig. Ein 12-Volt-Bordnetz ist kabels an einen Massepunkt des Fahrzeugs
für die gesamte Elektronik, die Kabine und den anschließen.
Fahrzeugaufbau zuständig.
¾¾ Abnehmen der Kabel nach erfolgreichem
Startvorgang in umgekehrter Reihenfolge.
HINWEIS
Technische Daten der Bordnetze und allgemei- Fremdstarten 24-Volt-Bordnetz
ne Hinweise siehe Kapitel „Wartung Elektrik“. Sollte sich der Motor nicht starten lassen, weil
die Batterien des 24-Volt-Bordnetzes entladen
sind, so müssen diese mit einem Ladegerät oder
VORSICHT durch Starthilfe geladen werden.

Explosionsgefahr durch unsachgemäße La-


devorgänge mit Starthilfekabel oder Ladege-
räten! Berührungen der Batterie mit Haut und
Textilien sowie Augenkontakt vermeiden!

Nachfolgende Hinweise sind zum Fremdstar-


ten des Fahrzeugs zwingend zu beachten
und einzuhalten!
¾¾ Funkenbildung oder offene Flammen in der
Nähe von Batterien vermeiden.
¾¾ Beim Umgang mit Batterien Augenschutz und
24-Volt-Bordnetz (rechte Kabinenseite)
Schutzkleidung tragen.
¾¾ Starthilfebatterie gleicher Spannung verwen-
Fremdstarten 12-Volt-Bordnetz
den. Ihre Kapazität (Ah) darf nicht wesentlich
unter der, der entladenen Fahrzeugbatterie Wenn sich der Motor starten lässt, jedoch keine
liegen. Anzeigen in der Kabine (Terminal, Dashboard,
¾¾ Entladene Batterie nicht vom Bordnetz trennen.
etc.) erscheinen, so ist das 12-Volt-Bordnetz
entladen. In diesem Fall muss die 12-Volt-Bat-
¾¾ Eingefrorene Batterie vor dem Anklemmen
terie mit einem Ladegerät oder durch Starthilfe
der Starthilfekabel auftauen (siehe Kapitel kurzzeitig geladen werden.
„Sicherheit“).
¾¾ Unnötige Stromverbraucher abschalten.
¾¾ Während des Vorgangs nie über die Batterie
beugen.
¾¾ Bei Fremdstarten dürfen sich die Fahrzeuge
nicht berühren.
¾¾ Die Polklemmen der einzelnen Kabel dürfen
sich nie berühren.

12-Volt-Bordnetz (linke Kabinenverkleidung)

100
8. Wartung HINWEIS
Trägerfahrzeug Die Einhaltung des erforderlichen Ölstandes
ist für den Motor unerlässlich.
8.1 Wartung Motor ¾¾ Ölstandskontrolle nur bei waagrecht ste-
hender Maschine vornehmen.
8.1.1 Schmutz im Motorraum ¾¾ Falls sich Ölstand unterhalb der Min.- Mar-
kierung befindet, den Motor nicht in Betrieb
setzen.
WARNUNG
¾¾ Öl bis zur Max.-Markierung des Ölmess-
Eine Mischung aus Staub, Öl und pflanz- stabs auffüllen.
lichen Rückständen im Motorraum ist ein ¾¾ Umgebung des Ölmessstabs vor dem He-
potenzieller Brandherd und bedeutet erhöhte rausziehen gründlich sauberwischen.
Feuergefahr! ¾¾ Der Ölstand muss sich bei der Kontrolle zwi-
Den Motor und den Motorraum stehts sauber- schen der Min.- und Max.-Markierung des
halten. Wenn notwendig Verschmutzungen und Ölmessstabs befinden.
Ölablagerungen beseitigen.
¾¾ Nach erfolgter Ölstandskontrolle den Ölmess-
stab wieder hineinstecken.

Motorölwechsel
Intervalle und durchzuführende Arbeiten sind
dem HORSCH - Wartungsheft zu entnehmen!

Motorraum Ansicht rechts

8.1.2 Motoröl
Ölstandkontrolle
Damit der Motor auch bei Schräglage ge- Einfüllöffnung für Motoröl
schmiert wird, ist ein Mindestölstand in der
Ölwanne erforderlich.
HINWEIS
Nicht zu viel Öl einfüllen! Bei zu hohem Öl-
stand kann der Motor beschädigt werden!

Hierzu immer die aktuellen Bestimmungen


des Motorherstellers beachten!

Ölmessstab

101
Motoröl- und Filterwechsel Dieselvorfilter reinigen
Kraftstofffilterwechsel 10.Bereich um das Filtergehäuse reinigen.
1. Unten am Wasserabscheider das Ventil öff- 11.Deckel mit einem Ringschlüssel Schlüssel-
nen, um Wasser und/oder Diesel aus dem weite 22 mm öffnen.
Filter abzulassen. 12.Filter entnehmen, Sichtprüfung auf Ver-
2. Steckverbindung des Sensors vom Wasser- schmutzungen und Beschädigungen durch-
abscheider lösen. führen.
3. Mit einem Filterschlüssel das Filterelement 13.Filter reinigen oder bei Bedarf erneuern.
links herum lösen und abschrauben. 14.Filter montieren und Deckel verschließen.
4. Das Schauglas am Filterelement abschrauben. 15.Dieselhauptfilter wechseln. Bereich um das
5. Das Schauglas reinigen, mit neuem O-Ring Filtergehäuse reinigen.
versehen (liegt dem neuen Filter bei) und
das Schauglas auf das neue Filterelement
schrauben.
6. Den Dichtring an der Oberseite des Filterele-
ments mit Öl benetzen und das Filterelement
an den oberen Teil des Filters handfest an-
schrauben (keinen Filterschlüssel verwen-
den)!
7. Steckverbindung des Sensors verbinden
und darauf achten, dass das Ablassventil
geschlossen ist.
16.Filtergehäuse mit Schraubenschlüssel
8. Den neuen Filter durch Betätigung der Hand- Schlüsselweite 36 mm öffnen.
pumpe füllen (Wiederholt schwarzen Knopf
17.Gehäusedeckel und Filterelement abneh-
betätigen).
men.
18.Den Schmutzauffangbehälter an den schwar-
zen Laschen aus dem Gehäuse entnehmen,
reinigen und wieder montieren.
19.Das Filterelement durch leichtes Ziehen vom
Gehäusedeckel lösen.
20.O-Ring am Gehäusedeckel ersetzen.
21.Das neue Filterelement durch leichtes Drü-
cken in den Gehäusedeckel einrasten.
22.Gehäusedeckel inklusive Filter in das Ge-
häuse einschrauben.
9. Beim Pumpen muss der Filter entlüftet wer- 23.Deckel mit 25 Nm festziehen.
den. Nach mehrfachen Pumpen den Knopf 24.Etwa 5 mal die Pumpe am Wasserabscheider
gedrückt halten und die Entlüftungsschrau- betätigen, um das System neu zu füllen.
be öffnen (Schlüsselweite 12 mm). Diesen
Vorgang so lange wiederholen bis nur noch 25.Motor starten und das System auf Dichtheit
Diesel an der Entlüftungsschraube austritt prüfen.
(austretenden Diesel auffangen).

HINWEIS
Nach dem Wechsel des Kraftstofffilters den Motor
starten und kurzzeitig laufen lassen!

102
8.2 Kraftstoff • Nur im Freien tanken. Verschütteten Kraftstoff
immer beseitigen.
• Den Tankvorgang beenden, nachdem die
VORSICHT Zapfpistole abgeschalten hat.
Niemals bei laufendem Motor Kraftstoff
auftanken. Qualität und Sauberkeit des Kraft- 8.2.2 Kraftstoffanzeige
stoffs sind von grundlegender Bedeutung für
eine gleichbleibende gute Leistung und lange Bei eingeschalteter Zündung kann der Kraft-
Lebensdauer des Motors. stoffstand an der Kraftstoffanzeige abgelesen
Täglich nach Betriebsende auftanken, um werden.
Bildung von Feuchtigkeit und Einfrieren der
Kraftstoffanlage zu vermeiden.
Nähere Informationen zu diesem Themenbe-
reich sind der mitgelieferten Betriebsanleitung
des Motorherstellers zu entnehmen.

8.2.1 Kraftstoff einfüllen

VORSICHT
Kraftstoffanzeige
Explosionsgefahr beim Umgang mit Kraft-
stoffen. Motor abstellen. Während des Auf- 8.2.3 Am Ende der Saison -
tankens gilt striktes Rauchverbot! Achten
Motorbereich
Sie darauf, dass kein Öl / Benzin in den
Boden gelangt! Dieseltank kompett mit Kraftstoff füllen. Motor
reinigen und nach Wartungsplan vorgehen.

Sollte die Maschine längere Zeit stillgelegt


werden, sind nähere Informationen der mitgelie-
ferten Betriebsanleitung des Motorenherstellers
und dem entsprechenden Kapitel zu entnehmen.

8.3 Motorkühlmittel
Das Kühlsystem ist ab Werk mit speziellem
Kühlmittel gefüllt. Diese Kühlflüssigkeit schützt
vor Korrosion und bietet Gefrierschutz bis -30°C.
Kraftstofftank

HINWEIS
• Vor dem Tanken den Motor abstellen
• Vor dem Öffnen des Tankdeckels die Um- Das Kühlsystem muss, unabhängig von der
gebung von pflanzlichen Rückständen und Jahreszeit, immer mit Motorkühlflüssigkeit
Staub/Schmutz säubern. gefüllt sein. Kontrolle und Wartung sind dem
• Vorsicht im Umgang mit leicht entzündlichen mitgelieferten HORSCH Wartungsbuch zu ent-
Kraftstoffen. Während des Tankvorgangs nehmen!
nicht rauchen, offene Flammen und Zünd- Zwingend die Spezifikation des Motorherstellers
quellen vermeiden. beachten und einhalten!
• Brände vermeiden, indem die Maschine frei von Nähere Informationen zu diesem Themenbe-
Verschmutzungen und Fettresten gehalten wird. reich sind der mitgelieferten Betriebsanleitung
des Motorherstellers zu entnehmen.

103
8.3.1 Motorkühlmittel - Kontrolle 8.4 Luftfilter
WARNUNG WARNUNG
Verbrühungsgefahr! Verschlussdeckel nie Verbrennungsgefahr durch heiße Bauteile
bei heißem Motor öffnen. Motor abstellen des Motors. Alle Wartungsarbeiten am
und warten bis dieser abgekühlt ist. Luftsaugsystem nur bei abgestelltem und
abgekühlten Motor durchführen.
¾¾ Motorkühlflüssigkeitsstand täglich prüfen.
¾¾ Kühlflüssigkeitsstand muss am oberen Rand Der Luftfilter muss je nach Bedarf gereinigt oder
sichtbar sein (a). getauscht werden. Einsatzelemente müssen
¾¾ Fällt der Flüssigkeitsstand des Motorkühlmit- spätestens alle zwei Jahre erneuert werden.
tels unter die Mindestmarkierung, wird dies Leuchtet das Warnsymbol am Display auf, muss
über ein Warnsymbol am Dashboard in der das Hauptelement gewechselt werden.
Kabine angezeigt.

8.3.2 Kühlsystem reinigen


Lufteinlässe und Kühlernetze stets sauberhal- HINWEIS
ten. Zum Säubern den Motor abstellen. Ge-
gebenenfalls mit Pressluft oder Wasserstrahl Ist der Luftfilter stark verschmutzt, wird dies
säubern. durch ein Warnsymbol am Dashboard ange-
zeigt.
HINWEIS
¾¾ Die Kühlerlamellen des Hydraulikölkühlers,
des Wasserkühlers, des Ölkühlers und des
Klimakühlers sind stets sauber zu halten!
¾¾ Zur Reinigung keinen Hochdruckreiniger
verwenden!
¾¾ Nicht quer zu den Lamellen reinigen!
¾¾ Weitere Informationen zu diesem Themenbe-
reich sind der mitgelieferten Betriebsanleitung
des Motorherstellers zu entnehmen.
Störung Luftfilter im Display

104
Übersicht der Bauteile
HINWEIS
Der Luftfilter besteht aus folgenden Bauteilen:
Hauptelement (b) keinesfalls auswaschen oder
a ausbürsten. Beim Ausblasen darf kein Staub auf
die Innenseite des Hauptelements gelangen. Kein
beschädigtes Element weiterverwenden. Im Zwei-
felsfall neues Hauptelement einsetzen.
Sollte nach dem Reinigen die Verschmutzungs-
b
c anzeige am Display noch immer vorhanden
sein, das Hauptelement wechseln!

Luftfilter einbauen

d
5 6

(a) Gehäusedeckel mit Befestigungsclips


(b) Hauptelement / Primärfilter
(c) Sicherheitselement
(d) Gehäuse

8
Luftfilter ausbauen / reinigen 7
Vor Arbeiten am Luftfilter den Motor der Maschi-
ne abstellen. Bei allen Arbeiten darauf achten,
dass keine Dichtungen beschädigt werden
HINWEIS
und keine Verschmutzungen in das Gehäuse
gelangen. Hauptelement (b) vor dem Einbau auf Schäden,
Risse und Schnitte kontrollieren.

5. Sicherheitselement (c) einbauen.


6. Hauptelement (b) in das Gehäuse einsetzen
1 2
und leicht schräg unter einen Winkel von 5°
nach hinten schieben.
7. Gehäusedeckel (a) auf das Gehäuse aufset-
3 4
zen und die Clips schließen.
8. Optische Begutachtung durchführen.

HINWEIS
1. Clips am Gehäusedeckel (a) öffnen und De-
ckel abnehmen. Wechsel Sicherheitselement:
2. Hauptelement (b) leicht schräg unter einen
Winkel von 5° nach vorne schieben. Das Sicherheitselement (c) bei jedem dritten
Wechsel des Hauptelements austauschen! Die
3. Hauptelement (b) entnehmen. Nachweise sind dem HORSCH Wartungsheft zu
4. Sicherheitselement (c) entnehmen. entnehmen und bei einem Tausch einzutragen!

105
8.5 Wartung - Hydraulik Auch bei sachgemäßer Lagerung und zuläs-
siger Beanspruchung unterliegen Schläuche
und Schlauchverbindungen einer natürlichen
WARNUNG Alterung. Dadurch ist ihre Lagerzeit und Ver-
wendungsdauer begrenzt.
Infektionsgefahr durch in den Körper ein-
dringendes, unter hohem Druck stehendes Abweichend hiervon kann die Verwendungs-
Hydrauliköl der Hydraulikanlage! dauer entsprechend den Erfahrungswerten,
Gefahr von schweren Verletzungen! insbesondere unter Berücksichtigung des
Gefährdungspotentials, festgelegt werden. Für
Bei Verletzungen durch Hydrauliköl sofort Schläuche und Schlauchleitungen aus Thermo-
einen Arzt aufsuchen! plasten können andere Richtwerte maßgebend
sein.
¾¾ Nur eine Fachwerkstatt darf Arbeiten an der
Hydraulikanlage durchführen! Die Verwendungsdauer der Hydraulik-
¾¾ Die Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Schlauchleitungen sollte sechs Jahre nicht
mit den Arbeiten an der Hydraulikanlage überschreiten, einschließlich einer eventu-
begonnen wird! ellen Lagerzeit von höchstens zwei Jahren.
¾¾ Unbedingt geeignete Hilfsmittel bei der Suche
nach Leckstellen verwenden! Je nach Einsatzbedingungen (z.B. Witterungs-
¾¾ Niemals versuchen, undichte Hydraulik-
einflüsse) oder bei erhöhter Beanspruchung
Schlauchleitungen mit der Hand oder den kann jedoch ein früherer Wechsel notwendig
Fingern abzudichten! werden.
¾¾ Auf korrekten Anschluss der Hydraulik-
¾¾ Altölvorschriftsmäßig entsorgen. Die jewei-
Schlauchleitungen achten. ligen Landesvorschriften beachten. Bei Ent-
¾¾ Regelmäßig alle Hydraulik-Schlauchleitungen sorgungsproblemen mit Ihrem Öl-Lieferanten
und Kupplungen auf Beschädigungen und Rücksprache halten!
Verunreinigungen überprüfen. ¾¾ Hydrauliköl sicher vor Kindern aufbewahren!
¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen mindestens
¾¾ Darauf achten, dass kein Hydrauliköl ins Erd-
einmal jährlich durch einen Sachkundigen auf reich oder Wasser gelangt!
ihren arbeitssicheren Zustand prüfen lassen!
¾¾ Zusätzlich die länderspezifischen Vorgaben und
¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen bei Be-
Vorschriften beachten.
schädigungen und Alterung austauschen!
Nur Original HORSCH LEEB AS-Hydraulik-
Schlauchleitungen verwenden! HINWEIS
Für weitere Angaben zur Hydraulikanlage
(Schaltpläne etc.) wenden Sie sich an die Ser-
viceabteilung bei HORSCH LEEB AS.

106
8.5.1 Kennzeichnung von 8.5.3 Inspektionskriterien für
Hydraulik-Schlauchleitungen Hydraulik-Schlauchleitungen
Die Hydraulikschläuche nach 6 Jahren aus-
wechseln. Dazu das Herstelldatum auf der HINWEIS
Schlauchleitung (Jahr/Monat) und am Schlauch
Beachten Sie die folgenden Inspektionskriterien
(Quartal/Jahr) beachten!
zu Ihrer eigenen Sicherheit und zum Reduzieren
von Umweltbedingungen!

Schläuche ersetzen, wenn der jeweilige


Schlauch mindestens ein Kriterium aus der
Schlauchleitung Schlauch folgenden Auflistung aufweist:

8.5.2 Wartungsintervalle - Beschädigungen der Außenschicht bis


zur Einlage (z.B. Scheuerstellen, Schnitte,
Nach den ersten 10 Betriebsstunden und in Risse).
Folge alle 100 Betriebsstunden - Versprödung der Außenschicht (Rissbil-
dung des Schlauchmaterials).
¾¾ Alle Bauteile der Hydraulikanlage auf Dich- - Verformungen, die der natürlichen Form
tigkeit prüfen. des Schlauchs nicht entsprechen. So-
¾¾ Gegebenenfalls Verschraubungen nachziehen. wohl im drucklosen als auch im druckbe-
aufschlagten Zustand oder bei Biegung
(z.B. Schichtentrennung, Blasenbildung,
Vor jeder Inbetriebnahme
Quetschstellen, Knickstellen).
¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen auf augen- - Undichte Stellen.
fällige Mängel prüfen. - Anforderungen an den Einbau nicht be-
¾¾ Scheuerstellen an Hydraulik-Schlauchleitun- achtet.
gen und Rohren beheben. - Die Verwendungsdauer von 6 Jahren ist
¾¾ Verschlissene oder beschädigte Hydraulik- überschritten.
Schlauchleitungen sofort austauschen. Entscheidend ist das Herstelldatum der
Hydraulik-Schlauchleitung auf der Armatur
plus 6 Jahre. Beträgt das auf der Armatur
angegebene Herstelldatum „2009“, endet
die Verwendungsdauer im Februar 2015.
Hierzu siehe „Kennzeichnung von Hydrau-
lik-Schlauchleitungen“.

HINWEIS
Undichte Schläuche / Rohre und Verbindungs-
stücke werden häufig verursacht durch:
- fehlende O-Ringe oder Dichtungen
- beschädigte oder schlecht sitzende O-Ringe
- spröde oder deformierte O-Ringe bzw.
Dichtungen
- Fremdkörper
- nicht festsitzende Schlauchschellen

107
8.5.4 Ein- und Ausbau von
Hydraulik-Schlauchleitungen

HINWEIS HINWEIS
Nur Original-HORSCH LEEB AS Ersatzschläu- Bei Anschluss einer Hydraulik-Schlauchleitung
che verwenden. an sich bewegende Teile muss die Schlauch-
Diese Ersatzschläuche halten den chemischen, länge so bemessen sein, dass in dem gesam-
mechanischen und thermischen Beanspru- ten Bewegungsbereich der kleinste zulässige
chungen stand. Biegeradius nicht unterschritten und/oder die
Hydraulik-Schlauchleitung zusätzlich nicht auf
Beim Ein- und Ausbau von Hydraulik-Schlauch- Zug beansprucht wird.
leitungen unbedingt die folgenden Hinweise
beachten.

Grundsätzlich auf Sauberkeit achten.


Hydraulik-Schlauchleitungen müssen grund-
sätzlich so eingebaut werden, dass in allen
Betriebszuständen

• eine Zugbeanspruchung entfällt, ausgenom-


men durch Eigengewicht.
• bei kurzen Längen eine Stauchbelastung
entfällt.
• die zulässigen Biegeradien nicht unterschrit-
ten werden.
• äußere mechanische Einwirkungen auf die
Hydraulik-Schlauchleitungen vermieden
werden.
• Scheuern der Schläuche an Bauteilen oder
untereinander durch zweckmäßige Anord-
nung und Befestigung verhindert wird.
• sie ggf. durch Schutzüberzüge gesichert sind.
• scharfkantige Bauteile abgedeckt sind.

¾¾ Die Hydraulik-Schlauchleitungen an den vor-


gegebenen Befestigungspunkten befestigen.
¾¾ Vermeiden Sie dort Schlauchhalterungen, wo
sie die natürliche Bewegung und Längenän-
derung des Schlauches behindern.
¾¾ Verboten ist das Überlackieren von Hydraulik-
Schlauchleitungen!

108
8.6 Hydrauliköl

HINWEIS
ACHTUNG! Niemals verschiedene Öle mi-
schen. Nur vorgeschriebene Spezifikation
verwenden!
Vor Wechseln der Ölsorte Rücksprache mit
dem Kundendienst halten.

ACHTUNG! Es wird dringend davon abgera-


ten, Biohydrauliköle zu verwenden.
Sollte im Einzelfall der Einsatz von Biohy-
draulikölen notwendig sein, ist mit dem Kun-
dendienst unbedingt Rücksprache zu halten.

8.6.1 Spezifikation der


Hydrauliköle
Folgende Hydrauliköle sind für den Einsatz
zugelassen:

HLP DIN 51524-2 Viskositätsklasse ISO-VG 46

HLP-D DIN 51524-2 Viskositätsklasse ISO-VG 46

HVLP DIN 51524-3 Viskositätsklasse ISO-VG 46

HVLP-D DIN 51524-3 Viskositätsklasse ISO-VG 46

HINWEIS
Wir empfehlen den Einsatz von HVLP.
Diese Öle zeichnen sich gegenüber HLP durch
eine verbesserte Wasser- und Schmutzaufnah-
me sowie einen größeren Temperaturbereich
aus.

Geforderte Reinheitsklasse: ISO 4406 18/16/13

109
8.6.2 Hydraulikölstand
HINWEIS
Gestänge einklappen und Motor abstellen.
Es können kurzzeitig Geräusche der Pumpe zu
Ölkontrolle hören sein. Wenn diese nach kurzer Zeit nicht
verschwinden, Motor abstellen und Kundendienst
• Zeitintervall: bei Servicetätigkeiten verständigen!
• Öl muss im Schauglas (1) sichtbar sein
• Bei Bedarf Öl nachfüllen (2)

1 3
1

Ölablassschraube (3) unterhalb des Hydrauliktanks

Ölwechsel
¾¾ Fassungsvermögen: ca. 150 Liter
Der erste Ölwechsel und die weiteren Intervalle
sind dem HORSCH Wartungsheft zu entnehmen.

¾¾ Geeignetes Auffanggefäß unter der Ablass-


schraube platzieren.
¾¾ Ölablassschraube (3) öffnen.
¾¾ Öl in Auffanggefäß ablassen.
¾¾ Ölablassschraube schließen.
¾¾ Neues Öl einfüllen (2).
¾¾ Ölniveau (Öl muss im Schauglas (1) sichtbar
sein).
¾¾ Motor starten und im Leerlauf etwa zwei Mi-
nuten laufen lassen.
¾¾ Ölstand nochmals kontrollieren.

110
8.6.3 Hydraulikölfilter wechseln 8.6.4 Hydraulikölkühler reinigen
Die beiden seitlichen Kühlerlamellen (5) des
Hydraulikölkühlers sind stets sauber zu halten.
HINWEIS Zum Säubern der Lamellen muss der Motor
abgestellt werden.
Bei Filterwechsel auf Sauberkeit achten!

Filterelement ersetzen
¾¾ Filter
bei jedem Hydraulikölwechsel austau-
schen.
¾¾ Bereich um den Filter säubern.
5

1. Vier Schrauben am Filtergehäuse öffnen (4).


2. Filter herausnehmen.
3. Dichtungsring austauschen.
4. Neuen Filter wieder einsetzen.
5. Gehäusedeckel montieren.
6. Filter bei laufendem Motor auf Dichtheit
prüfen.

HINWEIS
¾¾ Zur Reinigung keinen Hochdruckreiniger
verwenden!
¾¾ Nicht quer zu den Lamellen reinigen!

Hydraulikölfilter unter der linken Seitenverkleidung

HINWEIS
Es können kurzzeitig Geräusche der Pumpe zu
hören sein. Wenn diese nach kurzer Zeit nicht
verschwinden, Motor abstellen und Kundendienst
verständigen!

111
8.7 Hinweise zu 8.9 Wartung
Wartungsarbeiten an Radnabengetriebe
Achsen und Bremsen Ölwechsel der Radnabengetriebe nach den
ersten 100 Betriebsstunden und im Anschluss
WARNUNG alle 500 Betriebsstunden.
Zwischen den Wartungsintervallen alle 250 Be-
Reparatur- und Einstellarbeiten an der Betriebs- triebsstunden das Öl in den Radnabengetrieben
bremsanlage darf nur ausgebildetes Fachper- kontrollieren.
sonal durchführen.
HINWEIS
Besondere Vorsicht ist bei Schweiß-, Brenn- und
Bohrarbeiten in der Nähe von Bremsleitungen Ölwechsel nur bei betriebswarmen Getriebe
geboten. durchführen!
Führen Sie nach allen Einstell- und Instandhal-
tungsarbeiten an der Bremsanlage grundsätz- ¾¾ Maschine auf ebener Fläche abstellen.
lich eine Bremsprobe durch. ¾¾ Ölablassschraube (1) an tiefste Stellung brin-
Führen Sie eine allgemeine Sichtprüfung der gen und öffnen.
Bremsanlage durch. ¾¾ Öl in geeignetem Behälter auffangen und

Folgende Kriterien sind dabei zu beachten: Schraube (1) schließen.


¾¾ Einfüllschraube (2) öffnen und neues Öl bis
• Rohr-, Schlauchleitungen und Kupplungs- zur Einfüllöffnung eingießen.
köpfe dürfen äußerlich nicht beschädigt oder
¾¾ Nach ca. 5 Minuten den Ölstand kontrollieren
korrodiert sein.
und ggf. nachfüllen.
¾¾ Einfüllschraube (2) schließen

HINWEIS
Die Bremsen laufend auf Verschleiß und die
2
Funktion überprüfen!

8.8 Achsen
Das Öl in den Planetengetrieben muss regel-
mäßig gewechselt werden.
1

HINWEIS
Darstellung eines Radnabengetriebes
Alle Wartungs- und Reparaturarbeiten dürfen
nur von fachkundigen Personen durchgeführt HINWEIS
werden. Alle Sicherheitsvorschriften sind einzu-
halten! Ausschließlich vorgeschriebenes Getriebeöl mit
richtiger Viskosität verwenden.
Füllmenge je Radnabengetriebe: ca. 2,6 Liter
Einmal täglich alle Verschmutzungen an den
Achsschenkeln entfernen. Hierzu die Lenkung
Freigegebene Ölsorten:
jeweils ganz nach links und rechts einschlagen.
• Fuchs Titan Sintopoid LS SAW 75W-140
• Shell Spirax S3 AS 80W-140

112
8.10 Reifenprüfung und 8.10.1 Luftdruck Bereifung
Reifenpflege Der erforderliche Luftdruck der Reifen ist
abhängig von:
• Täglich die Bereifung auf Schäden prüfen
und den Luftdruck kontrollieren, da die Le- • Reifengröße
bensdauer der Reifen vom Luftdruck abhängt. • Tragfähigkeit der Reifen
• Schnitte oder Brüche in der Bereifung schnell- • Fahrgeschwindigkeit
stens reparieren oder Bereifung wechseln.
• Reifen keinen Ölen, Fetten, Kraftstoffen oder Verringert wird die Laufleistung der Rei-
Chemikalien sowie zu langer Sonneneinstrah- fen durch:
lung aussetzen.
• Überlastung
• Vorsichtig fahren! Das Überfahren von scharf-
• zu geringen Luftdruck der Reifen
kantigen Steinen oder Kanten möglichst
vermeiden. • zu hohen Luftdruck der Reifen

• Verwenden Sie nur die vorgeschriebenen


Reifen und Felgen (hierzu siehe Kapitel 1).
HINWEIS
• Reparaturarbeiten dürfen nur Fachkräfte mit
dafür geeignetem Montagewerkzeug durch- Kontrollieren Sie den Luftdruck der Bereifung
führen. regelmäßig vor der Fahrt, also bei kalten Reifen
• Die Montage setzt ausreichende Kenntnisse (siehe Kapitel 1).
und vorschriftsmäßiges Werkzeug voraus. Der Unterschied des Luftdrucks in den Reifen
einer Achse darf nicht größer als 0,1 bar sein.
Der Luftdruck kann sich bei schneller Fahrt oder
warmer Umgebungstemperatur um bis zu 1 bar
650 Nm erhöhen. Keinesfalls den Luftdruck reduzieren,
da dieser sonst beim Abkühlen zu gering wird!

Luftdruck der Reifen

Alliance 480/80 R50 165D 3,2 bar


Michelin VF420/95 R50 177D 2,6 bar

HINWEIS
Nach der ersten und nach 20 Betriebsstunden
die Radbefestigungsschrauben nachziehen.
Anschließend regelmäßige Kontrolle!

Festsitz der Radmuttern:

Vorne [Nm] 650 ± 65


Hinten [Nm] 650 ± 65

113
8.11 Radwechsel 7. Das Adaptereil 1 an der ersten Führungsstan-
ge ansetzen und an der Oberseite verkanten.
vorbereiten
WARNUNG
Lebensgefahr durch Quetschungen und
Stoß bei unsachgemäßer oder falscher Be-
dienung.
¾¾ Die Arbeitsschritte unbedingt beachten.
¾¾ Personen während der Arbeiten an der
Maschine aus dem Arbeits- bzw. Gefahren-
bereich verweisen!

HINWEIS
¾¾ Der Radwechsel ist von min. 2 Mann durch-
zuführen!
¾¾ Den Radwechsel nur bei ausreichenden Wagenheberadapter Teil 1
Fachkenntnissen und mit vorschriftsmäßigem
Montagewerkzeug durchführen.
¾¾ Für den Radwechsel den mitgelieferten Wa-
genheberadapter benutzen. Den Adapter vor
Verwendung auf Risse und Beschädigungen
prüfen.
¾¾ Nur auf ebenem und tragfähigem Untergrund
arbeiten.

1. Federung komplett absenken.


2. Am Terminal das Untermenü Prüfprogramm
aufrufen und die Federung komplett bis auf Wagenheberadapter Teil 1 angesetzt und verkantet
Anschlag absenken.
8. Das Adapterteil 2 an der zweiten Führungs-
3. Motor abstellen und Zündschlüssel abziehen. stange ansetzen und an der Oberseite ver-
4. Maschine mit Unterlegkeilen gegen Wegrol- kanten. Gleichzeitig die beiden Adapterteile
len sichern. zusammenfügen.
5. Radverkleidung demontieren.
6. Führungen am Fahrzeug und am Adapter
säubern.

Wagenheberadapter Teil 2

114
Wagenheberadapter Teil 2 angesetzt, verkantet und
zusammengefügt

9. Wagenheber unter der Platte platzieren und


anheben.

Ansetzpunkt Wagenheber

HINWEIS
¾¾ Den Radwechsel unter Beachtung der Unfall-
verhütungsvorschriften durchführen.
¾¾ D i e R a d b e f e s t i g u n g s s c h r a u b e n m i t
650 ± 65 Nm anziehen.

VORSICHT
Quetschgefahr! Bei Motorstart fährt Federung
automatisch auf voher eingestellte Höhe zurück!
Vor dem Motorstart deshalb den Wagenhebera-
dapter komplett entfernen und es müssen alle
Personen den Gefahrenbereich verlassen!

115
8.12 Keilrippenriemen Diese müssen täglich vor Arbeitsbeginn durch
Betätigen des Ventils auf Wasserinhalt geprüft
werden!
VORSICHT
Keilriemen nur bei Motorstillstand prüfen /
spannen / wechseln. Sicherstellen, dass der
Zündschlüssel abgezogen ist und sich keine
weitere Person in der Kabine befindet.

Ein Keilrippenriemen für:


• Lüfter / Wasserpumpe
• 2 Stück Generator
Luftkessel
• Klimakompresser

Entwässerungsventil

Keilrippenriemen

HINWEIS
Nähere Informationen zu diesem Themenbe-
reich sind der mitgelieferten Betriebsanleitung
des Motorherstellers zu entnehmen.

8.13 Druckluftanlage
prüfen Regenerationsbehälter und Lufttrockner

Der Luftkessel befindet sich am hinteren Ende


HINWEIS
des Brühetanks an der linken Maschinenhälfte.
An der rechten hinteren Seite befindet sich Sollte sich im Luftkessel Wasser angesammelt
hierfür ein Regenerationsbehälter, darüber ein haben, muss die Trocknerpatrone gewechselt
Ölabscheider mit Lufttrockner. werden!

116
8.14 Druckluftaufbereitung 8.15 Scheibenwaschanlage
¾¾ Den Ölstand alle 50 Betriebsstunden bzw. Zum Befüllen der Scheibenwaschanlage den
einmal wöchentlich kontrollieren. Deckel (1) des Behälters öffnen.
¾¾ Bei Bedarf den Öler mit Pneumatiköl füllen. Der Behälter befindet sich hinter der Fahrerkabine
und ist über den Aufstieg zur Kabine zu erreichen.
Füllmenge max. 4 Liter.

Scheibenwaschbehälter

Um eine bessere Reinigungswirkung zu erzie-


len, empfiehlt es sich Scheibenreinigungsmittel
Öler
beizufügen.

HINWEIS
HINWEIS
Der Öler befindet sich im Bereich des
Gestängemittelteils! Im Winter die Waschanlage entleeren oder
spezielles Frostschutzmittel einfüllen (siehe
Kapitel „Kabine“).
Pneumatiköl
(ISO VG 32; ohne Additive)

Hersteller Bezeichnung

ARAL Vitam GF 32

ESSO Teresso 32

SHELL Tellus 32

BP HLP 32 oder THB 32

CASTROL Hyspin VG 32

TOTAL Azolla 32

MOBIL Turbinenöl 32 D.T.E. Light

117
9. Wartung Elektrik 9.2 Batterien

9.1 Technische Daten


Die selbstfahrende Pflanzenschutzspritze ver-
fügt über zwei Bordnetze.

Das 24-Volt-Bordnetz ist für den Motorstart und


den Motorbetrieb zuständig.

24-Volt-Stromversorgung 24-Volt-Bordnetz hinter der rechten Kabinenverkleidung

Generatorenleistung 28 V / 100 A

Anzahl Batterien 2

Batteriespannung 24 V

Batteriekapazität 135 Ah

12-Volt-Bordnetz hinter der linken Kabinenverkleidung

Das 12-Volt-Bordnetz ist für die gesamte Elek- 9.2.1 Gefahren beim Umgang mit
tronik, die Kabine und den Fahrzeugaufbau
zuständig.
Batterien

12-Volt-Stromversorgung VORSICHT

Generatorenleistung 14 V / 150 A ¾¾ Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und


Reinigungsarbeiten ausschließlich bei stillste-
Anzahl Batterien 1 hender Maschine ausführen. Motor abstellen.
Zündschlüssel abziehen. Maschine gegen
Batteriespannung 12 V Wegrollen sichern.
¾¾ Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten
Batteriekapazität 110 Ah dürfen nur durch autorisierte Fachkräfte
durchgeführt werden.
¾¾ Funkenbildung oder offene Flammen in der
Nähe der Batterien vermeiden.
¾¾ Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage oder
HINWEIS am Motor stets das Massekabel abklemmen
bzw. den Batteriehauptschalter ausschalten.
Für weitere Angaben zur elektrischen Anlage
¾¾ Vor dem Ausbau der Batterie immer zuerst
(Schaltpläne etc.) wenden Sie sich an die
das Minuskabel und danach das Pluskabel
Serviceabteilung bei HORSCH LEEB AS.
von der Batterie trennen.
¾¾ Gefahrenhinweise des Herstellers auf den
Batterien beachten!

HINWEIS
Allgemein gilt: Batterien stets von Staub und
pflanzlichen Rückständen sauber halten!

118
9.2.2 Reinigung der Batterien
HINWEIS
¾¾ Batterien bei Bedarf säubern.
Weitere Informationen zu diesem Thema der
¾¾ Mögliche Oxidationen an den Polklemmen mit
mitgelieferten Betriebsanleitung des Motorher-
einer Bürste entfernen.
stellers entnehmen.
¾¾ Polfett bei Bedarf lediglich an der Übergangs-
kante zwischen Pol und Batteriegehäuse
auftragen
¾¾ Entlüftungslöcher der Verschlussstopfen offen
9.4 Starter
halten ¾¾ Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage zuerst
die Minusleitungen an den Batterien demon-
9.2.3 Flüssigkeitsstand der tieren, um Schäden zu verhindern.
¾¾ Die Kabelkontakte der Plusleitungen vor un-
Batterien kontrollieren
gewollter Berührung mit Batteriekontakten
¾¾ Flüssigkeitsstand
/ Säurestand der Batterien schützen.
regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf auf-
füllen. Mögliche Fehler und Vorschläge für die
Behebung
9.2.4 Batterien einbauen und Lockere, verschmutzte oder korrodierte Ka-
anschließen belanschlüsse:
• Kabelanschlüsse am Starter reinigen und
¾¾ Batterien immer polrichtig anschließen. Verbindungen anziehen.
¾¾ Bei Einbau einer Batterie immer zuerst das
• Massekabel am Motor reinigen und Verbin-
Pluskabel an den Pluspol, dann das Minus- dungen fest anziehen.
kabel an den Minuspol anschließen.
¾¾ Bei Nichtbeachtung der richtigen Polarität zwi-
Zu niedrige Batterieleistung
schen Batterien und Drehstromgeneratoren
• Spannungsabfall an den Batterien prüfen und
entstehen schwerwiegende Schäden.
wenn nötig Batterie nachladen.

9.3 Drehstromgenerator Entladene Batterie


• Batterie laden.
¾¾ Bei Arbeiten an der elektrischen Anlage zuerst
die Minusleitungen an den Batterien demon-
Verwendung falscher Motoröl-Viskosität
tieren, um Schäden zu verhindern.
• Richtiges Motoröl laut Spezifikation verwenden.
¾¾ Die Kabelkontakte der Plusleitungen vor un-
gewollter Berührung mit Batteriekontakten
schützen. Startersicherheitsrelais defekt:
• Relais erneuern

HINWEIS
Führen die aufgezeigten Vorschläge nicht
zur Behebung des Schadens, kontaktieren
Sie den HORSCH-LEEB Service!

Einer der beiden Drehstromgeneratoren

119
9.5 Sicherungen Nr. Strom- Funktion
stärke
1. Die Sicherungen auf der Platine PRF be-
F021 10 A Scheibenwischer vorne
finden sich unter einer Klappe rechts hinter
dem Sitz: F022 5A nicht belegt
F023 20 A nicht belegt
F024 25 A Steckdose Kabine Kl. 30
F 023
F 034
F 033
F 014
F 015
F 003
F 007
F 009
F 012
F 008
F 013
F 010
F025 5A Steckdose Kabine Kl. 15
F 005
F 004 F026 25 A Steckdose Kabine Kl. 30
F 006
F 031 F027 5A Steckdose Kabine Kl. 15
F 022 F028 10 A Steckdosen 12 V Kabine
F 042
F 026

F 024
F 032
F 018
F 041
F 016
F 039
F 040
F 027
F 021
F 025

F 043 F029 10 A Steckdosen 12 V Kabine


F 017
F031 15 A Sitz, Sitzschalter
F 019
F 002 F032 5A Lenkstockschalter links
F 029
F033 10 A Standlicht rechts
F 036
F034 10 A Standlicht links
F 044
F 001
F 035
F 020
F 028

F 037
F035 15 A Bremsleuchten
F036 15 A Blinkanlage
Nr. Strom- Funktion F037 40 A Gebläse Kabine
stärke
F039 15 A Kupplung Klimakompressor
F001 15 A nicht belegt F040 15 A nicht belegt
F002 10 A Zigarettenanzünder F041 15 A nicht belegt
F003 15 A Arbeitsscheinwerfer Aufbau 1 F042 15 A nicht belegt
F004 15 A Völkel X11-47 F043 5A Völkel
Fahrtrichtungsschalter
F044 10 A Steuergerät Klima, Sensor
F005 15 A Hecu X13-5 Kabine
F006 15 A nicht belegt
F007 15 A Hecu X13-6
F008 15 A Hecu X13-25
F009 15 A Hecu X14-2
F010 15 A Völkel X11-46
F012 15 A Hecu X14-5
F013 15 A Völkel X11-23
F014 15 A Hecu X13 EB04
F015 15 A Hecu X13 EB05
F016 5A Armlehne/Terminal Kl. 30
F017 5A Armlehne/Terminal Kl.15
F018 5A Dashboard Kl. 30
F019 5A Dashboard Kl. 15
F020 10 A Lenkstockschalter rechts

120
2. Die Sicherungen auf der Platine HDC befin- Nr. Strom- Funktion
den sich unter einer Klappe in der rechten stärke
vorderen Ecke des Kabinendachs:
F021 10 A nicht belegt
F022 5A nicht belegt

F 034 F023 5A nicht belegt


F 035 F 033
F 018 F 011 F024 5A WLP Kl. 30
F 005 F 012
F 006 F025 5A WLP Kl. 15
F 004
F026 10 A Scheibenwischer hinten
F 009
F 007 F027 10 A Scheibenwischer rechts
F 008 F 020 F 010
F 021 F 030 F 016 F028 5A Innenbeleuchtung Spot
F 014 F 031 F 022
F 032 F 029 F029 5A Innenbeleuchtung Tür
F 036 F 024
F 013 F 017 F 015 F030 10 A nicht belegt
F 027 F 002 F 003
F 026 F 001 F031 10 A nicht belegt
F 019 F 025
F 028 F032 15 A nicht belegt
F 023
F033 15 A nicht belegt
F034 15 A nicht belegt
Nr. Strom- Funktion F035 15 A nicht belegt
stärke
F036 7,5 A nicht belegt
F001 5A Rückleuchte links
F002 5A Rückleuchte rechts
F003 20 A nicht belegt
F004 10 A Arbeitsscheinwerfer Dach vorne innen

F005 10 A Arbeitsscheinwerfer Dach vorne außen

F006 10 A Arbeitsscheinwerfer Dach vorne Mitte

F007 10 A Arbeitsscheinwerfer Dach hinten innen

F008 10 A Arbeitsscheinwerfer Dach hinten außen

F009 10 A Arbeitsscheinwerfer Dach hinten außen

F010 40 A Heckscheibenheizung
F011 5A Spiegelheizung links
F012 5A Spiegelheizung rechts
Deckel des Sicherungskastens mit Ersatzsicherungen
F013 10 A Spiegelverstellung
F014 10 A nicht belegt
F015 7,5 A nicht belegt
F016 15 A GPS System Kl. 30
F017 10 A GPS System Kl. 15
F018 10 A nicht belegt
F019 10 A Radio Kl. 75
F020 10 A Radio Kl. 30

121
10. Wartung 10.2 Komponenten der
Klimaanlage / Heizung Klimaanlage
• Kompressor
am Motor in Fahrrichtung links, angetrieben
10.1 Spezielle über Keilriemen
Sicherheitshinweise • Kondensator
vor Kühlmittelkühler
VORSICHT • Trockner/Sammler
in Fahrtrichtung links am Motor
¾¾ Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und • Verdampfer
Reinigungsarbeiten ausschließlich bei stillste- unter dem Fahrersitz
hender Maschine ausführen. Motor abstellen. • Druckschalter
Zündschlüssel abziehen. Maschine gegen am Trockner, in Fahrtrichtung links am Motor
Wegrollen sichern. angebaut
¾¾ Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und • Expansionsventil
Reinigungsarbeiten dürfen nur durch autori- am Eingang des Verdampfers
sierte Fachkräfte durchgeführt werden.
• Klimabedienteil
¾¾ Bei Instandsetzungs-, Pflege-, Wartungs- und in Kabine, Dachkonsole
Reinigungsarbeiten am Kältemittelkreislauf
können Kältemittelemissionen auftreten,
diese Emissionen können sowohl flüssig oder
gasförmig auftreten und stellen eine Gefahr
für Mensch und Umwelt dar. Geeignete
Schutzmaßnahmen ergreifen (Schutzbrille
und Schutzhandschuhe tragen).
¾¾ Bei Kältemittelverbrennungen unbedingt
einen Arzt aufsuchen und das Datenblatt
mitnehmen.
¾¾ Für ausreichende Belüftung sorgen. Bei Ar-
beiten an der Kälteanlage.
¾¾ Kältemittel bei Füll- oder Reparaturarbeiten
nicht entweichen lassen, sondern in Recy-
clingbehälter entsorgen.
¾¾ Die verwendeten Ersatzteile müssen den
technischen Anforderungen des Maschi-
nenherstellers entsprechen. Verwenden Sie
aus diesem Grunde nur HORSCH LEEB AS-
Originalersatzteile.

122
10.3 Kältemittel 10.4 Sammler / Trockner
HINWEIS HINWEIS
Die Klimaanlage wird mit Kältemittel R134a Die Umgebungstemperatur muss oberhalb
(Tetrafluorethan) betrieben. Dieser Stoff der eingestellten Thermostattemperatur
enthält keine Chloratome und ist somit (i.d.R. +1°C) liegen, damit der Kompressor
unschädlich für das in der Erdatmosphäre einschaltet.
befindliche Ozon.
Das Kältemittel darf nicht einfach abgelas-
sen, sondern muss fachmännisch entsorgt Da in dem Kältemittelsammler ein Betriebsüber-
werden. Verbindungsleitungen deshalb nicht druck herrscht, unterliegt dieser in der Herstel-
trennen. Wartungs- und Reparaturarbeiten lung und Prüfung der Druckbehälterverordnung.
an der Klimaanlage nur von Ihrem HORSCH In dieser Vorschrift werden die Druckbehälter
Vertriebspartner mit geeigneter Entsor- entsprechend dem zulässigen Betriebsüber-
gungs- und Recyclingeinrichtung ausführen druck p in bar, dem Rauminhalt l in Litern und
lassen. dem Druckinhaltsprodukt p x l in Prüfgruppe II
eingereiht.

Diese Druckbehälter sind nach § 10 der Druck-


Datenblatt Kälteschutzmittel R 134 a behälterverordnung einer wiederkehrenden
Prüfung durch einen Sachkundigen nach § 32 zu
Kältemittel R 134a unterziehen. Wiederkehrende Prüfungen beste-
hen in diesem Falle aus äußeren Prüfungen, in
Chemische Bezeichnung: 1,1,1,2-Tetrafluorethan der Regel an im Betrieb befindlichen Behältern.
Chemische Formel: CH2F CF3 Der Kältemittelsammler ist in Verbindung mit der
Inspektion zweimal jährlich einer Sichtkontrolle
Molekulargewicht: 102,0 g/mol zu unterziehen. Hierbei muss besonders auf
Siedepunkt: (bei 1,013 bar) -26,1°C Korrosion und mechanische Beschädigung ge-
Gefrierpunkt: -101,0°C
achtet werden. Sollte sich der Behälter nicht in
einem ordnungsgemäßen Zustand befinden, so
Kritische Temperatur: -101,1°C muss dieser aus sicherheitstechnischen Grün-
Kritischer Druck: 40,60 bar den ausgetauscht werden, damit zum Schutze
Dichte (flüss. bei +25°C): 1206 kg/m3
der Betreiber und Dritter wegen der Gefährlich-
keit im Umgang bzw. Betrieb mit Druckbehältern
Eigenschaften: ungiftig, nicht brennbar, ausreichend Vorsorge getroffen ist.
ozonschonend
Wichtigster erstickend in hohen
Sicherheitsaspekt: Konzentrationen, kann
Erfrierungen bewirken

Umweltdaten FKW 134a

ODP Ozonabbau-Potential ODP = 0


CLP Chlorbelastungs-Potential CLP = 0
HGWP Treibhauseffekt HGWP = 0,26
PCR Photochemische Reaktivität PCR = 0,5

Motorbereich in Fahrtrichtung links

123
10.5 Druckschalter 10.6 Kondensator
Die Klimaanlage ist mit einem Druckschalter ¾¾ Kondensator (3) auf Verschmutzungen über-
(1) ausgerüstet, der die Anlage bei Über- oder prüfen.
Unterdruck abschaltet.
¾¾ Reinigen des Kondensators nach Verschmut-
Dieser ist am Sammler/Trockner (2) angebaut.
zungsgrad, jedoch mind. einmal pro Monat
¾¾ Den Kondensator mit Druckluft durchblasen,
dabei beachten, dass die Lamellen nicht be-
schädigt werden.

HINWEIS
¾¾ Der Kondensator ist stets sauber zu halten!
¾¾ Zur Reinigung keinen Hochdruckreiniger
verwenden!
¾¾ Nicht quer zu den Lamellen reinigen!

10.7 Kältemittelzustand
und Füllmenge prüfen
Wartung einmal jährlich
Klimaanlage von einer autorisierten Fachwerk-
stätte prüfen und ggf. instandsetzen lassen.

HINWEIS
Wartungsarbeiten an der Klimaanlage, bei
denen ein Eingriff in den Kältemittelkreislauf
erforderlich ist (z. B. Nachfüllen von Kältemittel,
Austausch des Sammeltrockners), dürfen nur
von einer autorisierten Fachwerkstätte über-
nommen werden! Diese sind in das Wartungs-
heft einzutragen!

124
10.8 Frischluftfilter 10.9 Kabinenumluftfilter
In Fahrtrichtung links befindet sich im oberen Hinter dem Fahrersitz befindet sich unter der
Außenbereich der Kabine ein Frischluftfilter mit Abdeckung der Kabinenumluftfilter.
Aktivkohle (1). Dieser Filter schützt den Fahr-
zeugführer in der Kabine vor Staub und schwe-
benden Verunreinigungen, die sich außerhalb
der Kabine befinden.
1

Abdeckung durch Drehen an der Verriegelung


(1) öffnen und Filterelement (2) herausnehmen.

Zum Reinigen, Wechseln bzw. zur Begutach-


tung die Abdeckung (2) öffnen. Die Filterzelle
nach Lösen der beiden Schrauben aus dem
Gehäuse nehmen. Der Aktivkohlefilter sollte
vor jedem Fahrantritt auf Verunreinigungen
gesichtet werden. 2

2 HINWEIS
Filterelement nur durch Ausklopfen reinigen und
nie mit Druckluft ausblasen!

HINWEIS
Der Filter lässt sich durch Ausklopfen mehrere
Male reinigen.
Nicht mit Pressluft ausblasen!
Bei unzureichender Wartung kann der Filter
zu stark verschmutzen und muss gewechselt
werden.

125
11. Spritzeinheit 11.1.2 Anschlüsse
Übersicht der Anschlüsse

11.1 Grundlegender
Aufbau und Funktion
11.1.1 Bedieneinheit
In Fahrtrichtung links befindet sich das Außen-
terminal und die Einspülschleuse:

2
5

3 4

1 Druckfilter
2 Saugfilter Kreiselpumpe
3 Sauganschluss Brühebehälterfüllung
4 Befüllanschluss Frischwassertank
5 Restablass Spritzbrühetank

Außenbedienterminal und Einspülschleuse

HINWEIS
Links daneben befindet sich eine Staubox. Hier
die persönliche Schutzausrüstung unterbringen!

126
11.1.3 Gestänge 11.1.5 Spritzleitung
Das Gestänge ist 9-teilig. ¾¾ Die Spritzleitung ist als Edelstahlrohr Ø 25 mm
Es kann in drei verschiedenen Arbeitsbreiten ausgeführt.
(voll, reduziert und zweifach reduziert) betrieben
¾¾ In
den Gestängeabschnitten ist das Rohr
werden.
durchgehend.
¾¾ Die Abschnitte sind mit Schläuchen gekop-
pelt, so dass eine, über die gesamte Gestän-
gebreite durchgehende Leitung entsteht.
¾¾ DieDüsenschaltung ist bei allen Ausfüh-
rungen als pneumatische Einzeldüsenschal-
tung ausgeführt.
¾¾ Die Teilbreitenaufteilung geschieht durch das
Zusammenfassen der Ansteuerung mehrerer
Düsenkörper.

HINWEIS
Anfahrsicherung nur bei voller Arbeitsbreite.
Bei reduzierter oder zweifach reduzierter
Arbeitsbreite auf Hindernisse im Außenbe-
reich achten!

¾¾ Mögliche Gestängevarianten siehe Anhang.

11.1.4 Düsen
Am Gestänge können Einfach- und Mehrfach-
düsen montiert werden.
Die Düsen sind in einem Abstand von 50 cm /
25 cm am Gestänge angebracht.

Beispiel Mehrfachdüsenkörper

¾¾ Weitere Düsenarten siehe Anhang

127
11.1.6 Flüssigkeitskreislauf - Bauelemente

1
15
2 6
4

5
7

11
10 16 8
12
13

14

1 Spritzbrühebehälter
2 Rührwerk
3 Innenreinigung
4 Frischwasserbehälter
5 Drucksensor
6 Elektronische Schalteinheit
7 Durchflussmesser
8 Kolbenmembranpumpe
9 „Air-Ventil“
10 Saugfilter Kreiselpumpe
11 Kreiselpumpe
12 Druckfilter
13 Einfüllschleuse
14 Eco-Fill
15 Injektor
16 Saugfilter Kolbenmembranpumpe

128
11.1.7 Flüssigkeitskreislauf - Funktionsweise

i n
d
c

a
g

1) Befüllen 2) Ansaugen
Die extern angesaugte Flüssigkeit wird im Füll- Die Spritzpumpe (a) saugt Flüssigkeit über die
betrieb über die Spritzpumpe (a) Saugarmatur (b) (elektrischer Kugelhahn) aus
entweder dem Brühebehälter (c) (Spritzbetrieb) bzw. aus
• direkt in den Brühebehälter (c) dem Frischwasserbehälter (d) (Reinigung des
oder Spritzsystems).
• zum Rührwerk des Brühebehälters (n)
oder l
• zur Innenreinigung des Brühebehälters (o)
oder m
• zum Injektor (i) und zur Einfüllschleuse (k)
geleitet. k
Dadurch werden Präparate aus der Einfüll-
schleuse in den Brühebehälter gesaugt.
Die Flüssigkeit versorgt die Ringspülleitung (l),
die Stoßdüse (m) und die Kanisterspülung der
Einfüllschleuse. Funktion der Einfüllschleuse
erst ab 100 Liter Tankinhalt (c) möglich!

129
Fortsetzung - Funktionsweise

i n
d
c

f
r

1 2

a
g

3) Spritzbetrieb 4) Zirkulation
Die angesaugte Flüssigkeit wird im Spritzbetrieb Bei ausgeschalteten Düsen ist das Zirkulati-
über den Druckfilter (e) und den Durchflussmes- onsventil (r) in Stellung (2), so dass die Spritz-
ser (f) in die Düsenleitung (g) geleitet. flüssigkeit über die Düsenleitung zurück in den
Tank fließt. Dadurch werden Ablagerungen
Das Zirkulationsventil (r) ist in Stellung (1), so vermieden. Beim Einschalten steht sofort Spritz-
dass sich Druck in der Düsenleitung aufbaut flüssigkeit an den Düsen an.
und die Spritzflüssigkeit von beiden Seiten in Durch die permanente Zirkulation der Wirk-
die Düsen gedrückt wird. stofflösung durch das komplette Düsenrohr bei
abgeschalteter Spritze befindet sich ständig
Spritzflüssigkeit an der Düse.
Auch beim erstmaligen Einschalten von einzel-
nen Teilbreiten oder der gesamten Spritzleitung
steht die Wirkstofflösung unmittelbar und durch-
gemischt zur Verfügung.
Ablagerungen und Verstopfungen werden durch
die Zirkulation erfolgreich verhindert.

130
Spritzen CCS - Kontinuierliche Innenreinigung
(Continuous cleaning system)
DV = Druckversorgung
HINWEIS
Schneller Reinigungsvorgang der Spritze
Gestänge links Mitte Gestänge rechts ohne Abzusteigen.

Der komplette Reinigungsvorgang wird von der


Fahrerkabine aus gesteuert.
Zirkulation
Funktionsweise:
DV = Druckversorgung Verdrängungsprinzip anstatt Verdünnungs-
RT = Rücklauf Tank prinzip

Zusätzliche Reinigungspumpe speist Klarwas-


ser direkt in die Innenreinigungsdüsen ein. Die
Gestänge links Mitte Gestänge rechts Spritzpumpe saugt dieses aus dem Brühebehäl-
ter an, und drückt damit die Restbrühe durch die
Düsen aus dem Leitungssystem.
Reinigung Düsenrohr und Düsen Dies bedeutet schnelle, gründliche wasserver-
brauchsoptimierte Reinigung.
Durch das Zirkulationssystem wird die Spritz-
leitung gereinigt. Hierzu wird die Saugseite der 11.1.8 Spritzbedienung
Spritze auf Frischwasser gestellt – jetzt wird die
Düsenleitung mit Klarwasser gespült. Die gesamte Steuerung des Spritzengestänges
Um die Düsen selbst zu reinigen, genügt es, und die Bedienung erfolgt über das Terminal in
diese ca. 3 Sek. zu aktivieren. der Fahrerkabine.

Für die ausführliche Bedienung siehe Bedie-


nungsanleitung für den Spritzbetrieb.

Desweiteren wird über das Außenbedienter-


minal die Einspülung, der Befüllvorgang, die
Arbeitsbeleuchtung und die Außenreinigung
gesteuert.

131
11.1.9 Spritzpumpe ¾¾ Saugseite auf Brühe- bzw. Frischwasserbe-
hälter schalten
Die Pflanzenschutzspritze PT330 verfügt über ¾¾ Haupthahn öffnen.
eine Kreiselpumpe (1) für das Spritzsystem. ¾¾ Flüssigkeit läuft selbstständig in die Pumpe
Diese Pumpe wird hydraulisch über ein Propor-
tionalventil angetrieben und stellt sich auf die
benötigte Menge ein. Wird die Einfüllschleuse Um Frostschäden zu vermeiden, muss die Rest-
oder die Innenreinigung aktiviert, läuft die Pum- flüssigkeit abgelassen werden. Hierzu Schraube
pe automatisch mit 100% der Maximalleistung. (2) lösen.

1 11.1.10 Kolbenmembranpumpe
Die Kolbenmembranpumpe (1) befindet sich un-
ter dem Brühetank in der Nähe der Hinterachse.

Funktionen der Pumpe:


• Saugt bei kontinuierlicher Innenreinigung
(CCS) das Frischwasser an.
2
• Ansaughilfe beim Befüllvorgang

Die Spritzpumpe ist nahezu wartungsfrei und


befindet sich zwischen den Achsen vor der
Einspülschleuse.
Die Pumpe darf niemals ohne Flüssigkeit be-
trieben werden!
1
¾¾ Druck am Manometer der Pumpe kontrollieren.
¾¾ Falls der Druck abfällt, auf Undichtigkeit kon-
trollieren.
¾¾ Den Dichtflüssigkeitsstand kontrollieren.

Technische Daten:
Typ ACE - FMC-750F-HYD
l/min bei 0 bar 1000
l/min bei 5 bar 550
Maximaldruck in bar 10,3
Kolbenmembranpumpe (1)

¾¾ Reifenfüller an der Membranpumpe 1x jährlich


kontrollieren.
HINWEIS
Vor Erstinbetriebnahme und nach jedem Entwäs-
sern muss die Pumpe vor dem Einschalten mit
Flüssigkeit gefüllt werden.

132
11.2 Befüllen ¾¾ BeimBefüllen des Spritzbrühebehälters nie-
mals die zulässige Nutzlast der Feldspritze
11.2.1 Befüllen mit Wasser überschreiten.
¾¾ Das jeweilige spezifische Gewicht der einzu-
HINWEIS füllenden Flüssigkeit beachten.
¾¾ BeimBefüllen ständig die Füllstandsanzeige
Beim Befüllen die zulässige Nutzlast der Feld- beobachten, um ein Überfüllen des Spritzbrü-
spritze beachten! hebehälters zu vermeiden.
Beim Befüllen der Feldspritze unbedingt die ¾¾ Beim Befüllen des Spritzbrühebehälters auf
verschiedenen spezifischen Dichten [kg/l] der versiegelten Flächen darauf achten, dass
einzelnen Flüssigkeiten berücksichtigen! keine Spritzbrühe in das Abwassersystem
gelangen kann.
¾¾ Beim Befüllen darf kein Schaum aus dem
Flüssigkeit Dichte [kg/l] Spritzbrühebehälter austreten.
Wasser 1 Ein Trichter mit großem Querschnitt, der bis
Harnstoff 1,11 auf den Spritzbrühebehälterboden reicht,
AHL 1,28 verhindert wirkungsvoll die Schaumbildung.
NP-Lösung 1,38 Die Zugabe eines Schaumstopp-Präparates
verhindert ebenfalls ein Überschäumen des
Spritzbrühebehälters.
Beispiel: Bei 4000 l AHL wird der Spritzbrü-
hebehälter mit einer Masse von ¾¾ Beim Befüllen des Spritzbrühebehälters
4000 l x 1,28 kg/l = 5120 kg befüllt! niemals eine direkte Verbindung zwischen
Füllschlauch und dem Inhalt des Spritzbrü-
hebehälters herstellen!
WARNUNG
Nur so wird ein Zurücksaugen oder Zurück-
Gefährdungen für Personen / Tiere durch drücken von Spritzbrühe in die Trinkwasser-
unbeabsichtigten Kontakt mit Spritzbrühe leitung verhindert.
beim Befüllen des Brühebehälters! ¾¾ DasEnde des Füllschlauches mindestens
¾¾ Persönliche Schutzausrüstung bei Verar- 10 cm über der Einfüllöffnung des Spritzbrü-
beitung von Pflanzenschutzmitteln oder hebehälters fixieren.
Ablassen von Spritzbrühe aus dem Spritz- Der so entstehende freie Auslauf bietet das
brühebehälter tragen. Höchstmaß an Sicherheit gegen das Zurück-
Die erforderliche persönliche Schutzausrü- fließen von Spritzbrühe in die Trinkwasser-
stung richtet sich nach den Angaben des leitung.
Herstellers, der Produktinformation, der Ge-
¾¾ Befüllen
Sie den Spritzbrühebehälter nur mit
brauchsanleitung, dem Sicherheitsdatenblatt
oder der Betriebsanweisung des zu verarbei- eingesetztem Einfüllsieb.
tenden Pflanzenschutzmittels.
¾¾ DieFeldspritze vor jeder Befüllung auf Be- HINWEIS
schädigungen überprüfen, z.B. auf undichte
Behälter und Schläuche sowie auf korrekte Am ungefährlichsten ist das Befüllen am
Positionen aller Bedienelemente. Feldrand aus dem Wasserwagen (möglichst
natürliches Gefälle ausnutzen).
¾¾ DieFeldspritze beim Befüllen nie unbeauf-
Diese Art der Befüllung ist in Abhängigkeit
sichtigt lassen.
von dem verwendeten Spritzmittel in Was-
¾¾ DenSpritzbrühebehälter niemals über das serschutzzonen nicht erlaubt! In jedem Fall
Nennvolumen hinaus befüllen. die „Untere Wasserbehörde“ befragen!

133
11.2.1.1 Fremdbefüllanschluss 11.2.1.2 Befüllen über den Einfülldom
(optional)
Bei der selbstfahrenden Pflanzenschutzsprit-
An dem Fremdbefüllanschluss kann Flüssigkeit ze ist das Befüllen über den Einfülldom nicht
direkt aus einem externen Behälter in den Brü- erlaubt!
hetank gedrückt werden.
WARNUNG
HINWEIS
Absturzgefahr beim Besteigen des Spritzbrü-
Gefahr durch Überfüllen des Spritzbrühebe- hebehälters. Nur bei eingeklappten Gestän-
hälters. Keine automatische Abschaltung bei ge und mit äußerster Vorsicht durchführen!
vollem Tank vorhanden!
¾¾ Der Dom auf dem Spritzbrühebehälter dient
lediglich Wartungszwecken.
¾¾ Aufmaxmial zulässigen Durchfluss achten.
¾¾ Das Domsieb muss einmal jährlich gereinigt
Dieser darf 1 m3/min nicht überschreiten.
werden!

Fremdbefüllanschluss

134
11.2.1.3 Spritzbrühebehälter befüllen 11.2.1.4 Frischwasserbehälter befüllen
über Befüllanschluss über Befüllanschluss

Beachten Sie die einschlägigen Vorschriften bei


der Befüllung des Spritzbrühebehälters über WARNUNG
den Saugschlauch aus offenen Wasserentnah-
Unzulässige Kontamination des Frischwas-
mestellen (hierzu siehe auch Kapitel „Einsatz
serbehälters mit Pflanzenschutzmitteln oder
der Maschine“).
Spritzbrühe vermeiden!

¾¾ Beim Befüllen ständig die Füllstandsanzeige


beobachten. HINWEIS
¾¾ Das Befüllen des Spritzbrühebehälters spä-
testens stoppen Den Frischwasserbehälter nur mit klarem
- wenn die Befüllgrenze erreicht wird. Wasser befüllen, niemals mit Pflanzen-
- bevor die zulässige Nutzlast der Feldspritze schutzmittel oder Spritzbrühe!
durch die eingefüllte Flüssigkeitsmenge über-
schritten wird.

Befüllanschluss für Frischwasserbehälter


Befüllanschluss für Spritzbrühebehälter
1. Befüllschlauch anschließen.
1. Im Terminal gewünschten Behälterinhalt 2. Frischwasserbehälter über Befüllanschluss
eingeben. befüllen.
2. Saugschlauch an Befüllanschluss anschließen. Füllstandsanzeige beobachten.
3. Befüllhahn öffnen
4. Befüllvorgang über Terminal starten Beim Einsatz der Feldspritze immer genügend
5. Saugarmatur schaltet automatisch bei Errei- klares Wasser mitführen. Bei der Befüllung des
chen des gewünschten Füllstandes um. Spritzbrühebehälters auch den Frischwasser-
Der Befüllvorgang kann jederzeit unterbro- behälter kontrollieren und befüllen.
chen werden
6. Saugschlauch abkuppeln.
7. Kugelhahn mit Kappe verschließen.

135
11.2.2 Spritzbrühe ansetzen
HINWEIS
Neben den hier aufgeführten, allgemein gültigen
GEFAHR Hinweisen auch die in den Gebrauchsanwei-
sungen der Pflanzenschutzmittel beschriebenen,
Gefährdungen durch unbeabsichtigten produktspezifischen Vorgehensweisen beachten!
Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln und/oder
Spritzbrühe!
¾¾ Die vorgeschriebenen Wasser- und Präparat-
Beim Ansetzen der Spritzbrühe besteht das aufwandmengen der Gebrauchsanweisung
größte Risiko, mit dem Pflanzenschutzmittel in des Pflanzenschutzmittels beachten.
Berührung zu kommen. ¾¾ Die Gebrauchsanweisung des Präparates und
Unbedingt Schutzhandschuhe und entspre- aufgeführte Vorsichtsmaßnahmen beachten!
chende Schutzkleidung tragen!
¾¾ Die benötigte Einfüll- bzw. Nachfüllmenge zur
Vermeidung von Restmengen sorgfältig ermit-
teln, da eine umweltschonende Beseitigung
¾¾ Die Pflanzenschutzmittel grundsätzlich über von Restmengen schwierig ist.
den Einspülbehälter in den Spritzbrühebehäl- Zur Berechnung der benötigten Nachfüllmen-
ter einspülen. ge für die letzte Spritzbrühebehälter-Füllung
¾¾ Die Einfüllschleuse in die Befüllposition die „Befülltabelle für Restflächen“ benutzen.
schwenken, bevor Pflanzenschutzmittel in die Hierbei die technische, unverdünnte Reste-
Einfüllschleuse eingefüllt werden. menge aus dem Spritzgestänge von der
¾¾ Beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und
errechneten Nachfüllmenge abziehen.
beim Ansetzen der Spritzbrühe Schutzvor- Ø Siehe hierzu Kapitel „Befülltabelle für
schriften beachten: Dazu die Gebrauchsan- Restflächen“
leitung der Pflanzenschutzmittel lesen.
¾¾ Die Spritzbrühe nicht in der Nähe von Brunnen ¾¾ EntleertePräparatbehälter sorgfältig aus-
oder Oberflächengewässern ansetzen. spülen (z.B. mit Kanisterspülung) und das
¾¾ Leckagen und Kontaminationen mit Pflanzen- Spülwasser der Spritzbrühe beimengen!
schutzmitteln und / oder Spritzbrühe durch
sachgerechtes Verhalten und einen entspre- Allgemeine Vorgehensweise
chenden Körperschutz vermeiden.
¾¾ Die angesetzte Spritzbrühe, unverbrauchte 1. Die erforderliche Wasser- und Präparatauf-
Pflanzenschutzmittel, ungereinigte Pflanzen- wandmenge aus der Gebrauchsanweisung
schutzmittel-Kanister und die ungereinigte des Pflanzenschutzmittels ermitteln.
Feldspritze nicht unbeaufsichtigt lassen, um 2. Die Einfüll- bzw. Nachfüllmengen für die zu
Gefahren für dritte Personen abzuwenden. behandelnde Fläche berechnen.
¾¾ Die verunreinigte Pflanzenschutzmittel-Ka-
3. Den Spritzbrühebehälter halb mit Wasser
nister und die verunreinigte Feldspritze vor
befüllen.
Niederschlag schützen.
¾¾ Auf ausreichende Sauberkeit bei und nach 4. Rührwerk einschalten.
dem Ansetzen der Spritzbrühe achten, um die 5. Berechnete Präparatmenge zugeben.
Risiken so gering wie möglich zu halten (z. B.
6. Fehlende Wassermenge auffüllen.
benutzte Handschuhe vor dem Ausziehen
gründlich abwaschen und entsorgen. Das 7. Die Spritzbrühe vor dem Spritzbetrieb nach
Waschwasser und die Reinigungsflüssigkeit Anweisungen der Spritzmittel-Hersteller
ordnungsgemäß entsorgen). aufrühren.

136
11.2.3 Präparate einspülen
4
11.2.3.1 Einspülschleuse 5

GEFAHR
Zum Einspülen der Präparate entsprechende 3
Schutzkleidung tragen.
Vorschriften des Pflanzenschutzmittel-Her-
stellers beachten!
2

HINWEIS
6
Das Rührwerk bleibt normalerweise vom Be- 1
füllen bis zum Ende des Spritzbetriebes ein-
geschaltet.
Maßgebend sind hierbei die Angaben der Prä- Einspülschleuse
parathersteller. 1 Umschaltarmatur
2 Handgriffe zum Verschwenken des Einspülbehälters
Das jeweilige Präparat über die Einfüllschleuse 3 Parallelogrammarm zum Verschwenken der Schleuse
in das Wasser des Spritzbrühebehälters einspü- 4 Verriegelbarer Klappdeckel
len. Unterschieden wird hierbei zwischen dem 5 Umschalthahn „absaugen“und Anschluss für Ecofill
Einspülen von flüssigen und pulverförmigen 6 Waschpistole
Präparaten bzw. Harnstoff.

In der Einspülschleuse werden Pflanzenschutz- 11


mittel und Harnstoff eingeschüttet, aufgelöst und
eingesaugt.
Die Einspülschleuse durch Ziehen an den 10 9
Handgriffen nach unten schwenken:
7

Einspülschleuse innen
7 Füllstandskala
8 Trennsteg im Absaugbereich
9 Ringspülleitung zum Auflösen und Einspülen
10 Druckplatte
11 Rotierende Düse zum Ausspülen (Kanister, etc.)

HINWEIS
Wenn die Druckplatte (10) nach unten gedrückt
wird, tritt Wasser aus der Spüldüse (11) aus.

137
11.2.3.2 Einspülen mit ECOFILL
(optional)
a
b
HINWEIS c
d
Die Betriebsanleitung/Datenblätter für die
ECOFILL-Ausrüstung beachten.

1. Spritzbrühebehälter halb mit Wasser füllen.


2. Saugseite auf Brühebehälter stellen.
3. Befüllhahn schließen.
4. Injektor einschalten, Spritzpumpe startet
automatisch.
Armatur Einfüllschleuse
5. ECOFILL-Kupplung an Anschlussstutzen
anschließen (f). (a) Kanisterspülung
6. Umschalthahn öffnen (e). (b) Waschpistole
(c) Ringspülleitung
7. Den für die Behälterbefüllung berechneten und
abgemessenen Präparatbedarf einsaugen. (d) Stoßdüse

8. Umschalthahn wieder schließen (e).


9. ECOFILL-Armatur vom ECOFILL-Gebinde
abkuppeln und an Spülfuß (g) anschließen.
10.Umschalthahn auf ECOFILL stellen und e
Schlauch/Armatur mit Klarwasser spülen. AUF
11.Umschalthahn schließen und Schlauch ab-
nehmen.
12.Injektor ausschalten. ZU
13.Gewünschte Rührleistung einstellen.
14.Befüllhahn öffnen. ECOFILL - AUF
15.Die fehlende Wassermenge auffüllen. Umschalthahn
16.Schnellbefüllhahn schließen. (e) Hahn „Absaugen“ AUF/ZU

ECOFILL

138
11.2.3.3 Flüssige Präparate einspülen
während des Befüllvorgangs

1. Im Terminal gewünschten Behälterinhalt


eingeben
2. Saugschlauch an Befüllanschluss anschließen.

Befüllanschluss
e
3. Befüllvorgang über Terminal starten. AUF
4. Füllschleuse einschalten.
5. Injektor einschalten. ZU
6. Deckel der Einfüllschleuse öffnen.
7. Den für die Behälterbefüllung berechneten
und abgemessenen Präparatbedarf in die ECOFILL - AUF
Einfüllschleuse füllen (max. 45l).
8. Umschalthahn (e) öffnen und den Inhalt voll- Zu Beginn des Befüllvorgangs steht an der
ständig aus der Einfüllschleuse absaugen Einfüllschleuse das über den Saugschlauch
lassen. angesaugte Wasser an.
Nach Erreichen des gewünschten Behälterin-
9. Umschalthahn wieder schließen. Vorgang
halts schaltet die Saugarmatur automatisch auf
ggf. wiederholen, wenn mehr als 45 l Präparat
den Brühebehälter um. An der Einfüllschleuse
benötigt wird.
steht dann Brühe an.
10.Einfüllschleuse mit Ringspülleitung (c) vor- Um die Einfüllschleuse zu reinigen, Saugarma-
reinigen. tur auf Frischwasserbehälter stellen.
11.Umschalthahn öffnen und Inhalt absaugen
lassen. Um alle verbleibenden Reste an der Einspül-
schleuse zu entfernen, die Waschpistole ver-
12.Umschalthahn wieder schließen.
wenden. Dazu Hebel (b) ziehen und die Pistole
13.Füllschleuse ausschalten. betätigen.
14.Fehlende Wassermenge auffüllen. Darauf achten, dass keine unerwünschten
Punkteinträge von Präparaten entstehen!
15.Gewünschte Rührleistung einstellen.

139
11.2.3.4 Flüssige Präparate einspülen 11.2.3.5 Pulverförmige Präparate und
bei voll oder teilweise befülltem Harnstoff einspülen
Brühebehälter
HINWEIS
Besondere Vorsicht im Umgang mit pulverför-
a migen Präparaten oder Harnstoff! Unbedingt
die Schutzausrüstung und Schutzmaske
b tragen!

c
Den Harnstoff vor dem Spritzen durch Umpum-
d pen von Flüssigkeit vollständig auflösen. Beim
Auflösen größerer Harnstoffmengen kommt es
zu starker Temperaturabsenkung der Spritzbrü-
he, hierdurch löst sich der Harnstoff nur langsam
auf. Je wärmer das Wasser ist, desto schneller
und besser löst sich der Harnstoff auf.

e 1. Spritzbrühebehälter mit ca. 500 Liter Wasser


AUF füllen.
2. Einfüllschleuse einschalten.
3. Saugseite auf Brühebehälter stellen.
ZU 4. Deckel der Einfüllschleuse öffnen.
5. Injektor einschalten.
ECOFILL - AUF 6. Umschalthahn öffnen (e).
7. Ringspülleitung einschalten (c).
1. Deckel der Einfüllschleuse öffnen.
8. Stoßdüse einschalten (d).
2. Einfüllschleuse einschalten.
9. Den für die Behälterbefüllung berechneten
3. Den für die Behälterbefüllung berechneten und abgemessenen Präparatbedarf in die
und abgemessenen Präparatbedarf in die Füllschleuse einfüllen (max. 45l).
Einfüllschleuse einfüllen (max. 45l).
10.Umschalthahn wieder schließen (e).
4. Umschalthahn (e) öffnen und den Inhalt voll-
ständig aus der Einfüllschleuse absaugen 11.Injektor ausschalten.
lassen. 12.Bis zum gewünschten Behälterinhalt auf-
5. Umschalthahn wieder schließen. Vorgang füllen.
ggf. wiederholen, wenn mehr als 45 l Präparat 13.Rührwerk aktivieren.
benötigt wird. 14.Befüllhahn öffnen.
6. Einfüllschleuse mit Ringspülleitung (c) vor- 15.Die fehlende Wassermenge auffüllen.
reinigen.
16.Befüllhahn schließen.
7. Umschalthahn öffnen und Inhalt absaugen
lassen.
8. Umschalthahn wieder schließen (e).
9. Einfüllschleuse ausschalten.
10.Gewünschte Rührleistung einstellen.

140
11.2.3.6 Kanister vorreinigen mit 11.2.3.7 Kanister reinigen mit
Spritzbrühe Frischwasser

HINWEIS
Das Reinigen der Kanister mit Spülwasser ver-
dünnt die Konzentration der Spritzbrühe!

a 1. Saugseite auf Frischwasser stellen.


2. Deckel der Einfüllschleuse öffnen.
b
3. Füllschleuse einschalten, Spritzpumpe startet
c automatisch.
4. Umschalthahn öffnen (e).
d
5. Kanisterspülung einschalten (a).
6. Den Kanister oder sonstige Behältnisse über
die Kanisterspülung stülpen und mindestens
30 Sek. nach unten drücken und drehen.
7. Umschalthahn wieder schließen.
8. Füllschleuse ausschalten.
e
AUF
HINWEIS

ZU Wasser bzw. Brühe tritt aus der Kanisterspülung


aus, wenn die Druckplatte nach unten gedrückt
wird.
ECOFILL - AUF
1. Saugseite auf Brühebehälter stellen. Leere Präparatbehälter
2. Deckel der Einfüllschleuse öffnen. ¾¾ Leere Präparatbehälter sorgfältig spülen, un-
3. Füllschleuse einschalten, Spritzpumpe startet brauchbar machen, sammeln und vorschrifts-
automatisch. mäßig entsorgen. Nicht für andere Zwecke
4. Umschalthahn öffnen (e). wiederverwenden.
¾¾ Steht zum Spülen der Präparatbehälter nur
5. Kanisterspülung einschalten (a).
Spritzbrühe zur Verfügung, hiermit zunächst
6. Den Kanister oder sonstige Behältnisse über eine Vorreinigung vornehmen.
die Kanisterspülung stülpen und mindestens
Eine sorgfältige Spülung dann vornehmen,
30 Sek. nach unten drücken und drehen.
wenn klares Wasser verfügbar ist, z. B. vor
7. Umschalthahn wieder schließen. dem Ansetzen der nächsten Spritzbrühe-
8. Füllschleuse ausschalten. behälter-Füllung bzw. beim Verdünnen der
Restmenge der letzten Spritzbrühebehälter-
Füllung.
HINWEIS
Wasser bzw. Brühe tritt aus der Kanister-
Spüldüse aus, wenn die Druckplatte nach unten
gedrückt wird.

141
11.2.4 Handwaschbehälter

HINWEIS
Nur klares Wasser in den Handwaschbehäl-
ter füllen!

WARNUNG
Vergiftungsgefahr durch unreines Wasser
im Handwaschbehälter!
Das Wasser im Handwaschbehälter niemals
trinken.

Handwaschbehälter mit Ablasshahn

Der Handwaschbehälter befindet sich rechts


neben der Einspülschleuse.
Der Ablasshahn für das Wasser befindet sich
unterhalb des Handwaschbehälters.

142
11.3 Gestänge 11.3.2 BoomControl
Weiterentwicklung der automatischen Ge-
11.3.1 Gestängesteuerung stängeführung zur Beibehaltung der exakten,
möglichst niedrigen Arbeitshöhe auch bei ho-
WARNUNG her Fahrgeschwindigkeit und sehr kupiertem
Gelände.
Gefahr durch unerwartete Bewegungen Dadurch wird die Vorraussetzung für minimale
im Automatikbetrieb. Sich niemals den Abdrift geschaffen.
Ultraschallsensoren nähern, während sich
BoomControl im Automatikmodus befindet.

Der ordnungsgemäße Zustand des Spritzge-


stänges sowie die Aufhängung haben einen
erheblichen Einfluss auf die Verteilgenauig-
keit der Spritzbrühe.
Eine vollkommene Überlappung wird bei
richtig eingestellter Spritzhöhe des Gestän-
ges zum Bestand erreicht.

Das Gestänge passt sich den Abstand zum


Bestand durch eine automatische Höhen- und
Neigungsregelung an.

Ultraschallsensor am Gestänge
Aktive Anpassung des Gestänges über die
Höhenführung des Mittelteils; unabhängige
Anwinkelung von beiden Gestängearmen (An-
steuerung durch 4 Sensoren, verteilt über das
ganze Gestänge);

HINWEIS
Beim Abschalten des Spritzgestänges am
Vorgewende hebt sich das Spritzgestänge au-
tomatisch um einen vorher definierten Wert an.
Beim Einschalten senkt sich das Spritzgestänge
auf die eingestellte Höhe zurück.

143
11.3.3 BoomControl Modi 11.3.4 Ein- und Ausklappen
Es stehen sechs verschiedene Ausstattungs-
varianten zur Verfügung. Abhängig vom Modus WARNUNG
gibt es je zwei Ausführungen.
Gefährdungen durch Quetschen, Einziehen,
Fangen oder Stoß für Bediener und dritte
BoomControlECO Personen, wenn sich diese beim Aus- und Ein-
Ausführung mit 2 oder 4 Sensoren für Höhen- klappen des Gestänges im Schwenkbereich
verstellung und Hangausgleich. des Gestänges aufhalten und von den beweg-
lichen Teilen des Gestänges erfasst werden!
BoomControlPRO Diese Gefährdungen können schwerste Verlet-
Ausführung mit 4 oder 6 Senoren für Höhen- zungen mit möglicher Todesfolge verursachen.
verstellung, Hangausgleich und Anwinkelung. Ausreichenden Sicherheitsabstand zu beweg-
lichen Teilen der Maschine halten, solange der
BoomControlPRO+ Motor läuft.
Darauf achten, dass Personen einen ausrei-
Ausführung mit 6 oder 10 Sensoren für Höhen-
chenden Sicherheitsabstand zu beweglichen
verstellung, Hangausgleich und Anwinkelung
Teilen der Maschine einhalten.
der Innenflügel sowie Außenflügel.
Personen aus dem Schwenkbereich der Ma-
schine verweisen.
HINWEIS Das Stellteil zum Aus- und Einklappen des Ge-
stänges sofort loslassen, wenn eine Person den
Bei unregelmäßigen Beständen und/oder Be-
Schwenkbereich des Gestänges betritt.
standslücken muss die Gestängesteuerung
deaktiviert oder manuell übersteuert werden, um
ein unbeabsichtigtes Absenken des Gestänges
GEFAHR
zu vermeiden!
Beim Aus- und Einklappen des Spritz-
gestänges immer genügend Abstand zu
Freilandleitungen halten! Ein Kontakt mit
Freilandleitungen kann zu tödlichen Verlet-
zungen führen.

VORSICHT
An allen hydraulisch betätigten Klappteilen
befinden sich Scher- und Quetschstellen!
Verboten ist das Ein- und Ausklappen des
Spritzgestänges während der Fahrt!
Nur in verriegelter Transportstellung mit der
Maschine fahren.

HINWEIS
Die Bedienung des Gestänges erfolgt über das
Terminal.
Im ein- und ausgeklappten Zustand halten die
Hydraulikzylinder der Gestängeklappung die
jeweiligen Endpositionen (Transport- und Ar-
beitsstellung).

144
11.3.5 Düsen montieren und 11.3.6 Düsen wechseln
reinigen
¾¾ Düsen zum Abnehmen und Einsetzen jeweils
ca. 45° drehen (bis Endstellung)
VORSICHT ¾¾ Dazu das mitgelieferte Werkzeug verwenden:

VORSICHT Auslaufende Spritzbrühe!


Geeignete Schutzausrüstung verwenden.
Spritzbrühe mit geeignetem Behälter auffangen
und entsorgen.

1. Den Düsenfilter (optional) (1) von unten in


den Düsenkörper (2) einsetzen.
2. Die Düse (3) in die Bajonettmutter (4) einlegen.
3. Gummidichtung (5) oberhalb der Düse ein- 11.3.7 Düsen reinigen
legen.
4. Gummidichtung in den Sitz der Bajonettmut- Zum Reinigen bzw. Ausblasen der Düsen ist
ter eindrücken. eine Luftpistole an der Maschine angebracht.
5. Bajonettmutter auf den Bajonettanschluss ¾¾ Die Düsen bei Bedarf reinigen.
ansetzen. ¾¾ Beim Reinigen die Düsen und Düsenfilter
6. Bajonettmutter bis zum Anschlag verdrehen. nicht beschädigen.

11.3.8 Ausbau des


7
6 Membranventils bei
2 nachtropfenden Düsen
Ablagerungen am Membransitz (6) sind die
8
Ursache für Nachtropfen der Düsen beim Ab-
schalten des Gestänges
1
In diesem Fall die entsprechenden Membrane
5 wie folgt reinigen:
1. Das Schaltventil (7) vom Düsenkörper (2)
abschrauben.
4
2. Die Membrane (8) herausnehmen.
3. Den Membransitz (6) reinigen.
3 4. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge.
Beispiel einer Düse in Einzelteilen

VORSICHT
VORSICHT Auslaufende Spritzbrühe!
Geeignete Schutzausrüstung verwenden.
Spritzbrühe mit geeignetem Behälter auffangen
und entsorgen.

145
11.4 Spritzbetrieb
HINWEIS WARNUNG
Die separate Betriebsanleitung für das Be- Gefahren durch Quetschen, Schneiden,
dienterminal beachten. Abschneiden, Einziehen, Fangen und Stoß
durch unzureichende Standfestigkeit und
Beim Einsatz der Maschine die Hinweise der Umkippen der Maschine!
folgenden Kapitel beachten: Die Fahrweise so einrichten, dass das Fahrzeug
¾¾ Warnbildzeichen und sonstige Kennzeichen mit Spritzaufbau jederzeit sicher beherrscht
an der Maschine werden kann. Hierbei die persönlichen Fähig-
keiten, die Fahrbahn-, Verkehrs-, Sicht- und
¾¾ Sicherheitshinweise für den Bediener
Witterungsverhältnisse, die Fahreigenschaften
der Maschine sowie die Einflüsse durch den
Spritzaufbau berücksichtigen.
WARNUNG
Gefahren durch Bruch beim Betrieb, unzurei- WARNUNG
chende Standfestigkeit und unzureichende
Lenk- und Bremsfähigkeit des Fahrzeugs Gefahren durch Quetschen, Scheren,
bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Einzie-
der Maschine. hen, Fangen und Stoß durch
Die maximale Zuladung des Spritzaufbaus ¾¾ unbeabsichtigtes Absenken angehobener,
und die zulässigen Achslasten der Maschine ungesicherter Maschinenteile.
beachten. Gegebenenfalls nur mit teilbefülltem ¾¾ unbeabsichtigtes Starten und unbeabsich-
Vorratsbehälter fahren. tigtes Wegrollen des Fahrzeugs.
Das Fahrzeug gegen unbeabsichtigtes Starten
und unbeabsichtigtes Wegrollen sichern, bevor
Störungen an der Maschine behoben werden.
Vor dem Betreten des Gefahrenbereichs den
vollständigen Stillstand der Maschine abwarten.

146
11.4.1 Besondere Hinweise für ¾¾ Zusätzliche
Maßnahmen zur Abdriftminde-
rung bei Windgeschwindigkeiten von 3 m/s
den Spritzbetrieb
ergreifen.
¾¾ Die Feldspritze durch Auslitern kontrollieren → Hierzu siehe Kapitel „Maßnahmen zur Ab-
• vor Saisonbeginn. driftminderung“!
• bei Abweichungen zwischen dem tatsächlich
angezeigten Spritzdruck und dem nach der ¾¾ Behandlungen bei durchschnittlichen Windge-
Spritztabelle erforderlichen Spritzdruck. schwindigkeiten von über 5 m/s (Blätter und
dünne Zweige bewegen sich) unterlassen.
¾¾ Vor Spritzbeginn die erforderliche Aufwand-
menge exakt anhand der Gebrauchsanlei- ¾¾ Das Spritzen nur während der Fahrt ein- und aus-
tung des Pflanzenschutzmittel-Herstellers schalten, um Überdosierungen zu vermeiden.
ermitteln.
¾¾ Überdosierungen durch Überlappungen ver-
¾¾ Die erforderliche Aufwandmenge (Sollmenge) meiden
vor Spritzbeginn am Terminal eingeben. • bei nicht exaktem Anschlussfahren von
Spritzbahn zu Spritzbahn und/oder
¾¾ Die erforderliche Aufwandmenge [l/ha] beim • bei Kurvenfahrten auf dem Vorgewende mit
Spritzbetrieb exakt einhalten, eingeschaltetem Spritzgestänge!
• um einen optimalen Behandlungserfolg der
Pflanzenschutzmaßnahme zu erreichen. ¾¾ Beim Spritzbetrieb ständig den tatsäch-
• um unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden.
lichen Verbrauch der Spritzbrühe in Bezug
zur behandelten Fläche kontrollieren. Den
Durchflussmesser bei Abweichungen zwi-
¾¾ Den erforderlichen Düsentyp vor Spritzbe- schen der tatsächlichen und der angezeigten
ginn aus der Spritztabelle auswählen – unter Ausbringmenge z.B. mittels „Tankmethode“
Berücksichtigung kalibrieren (siehe Betriebsanleitung für den
• der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit Spritzbetrieb).
• der erforderlichen Aufwandmenge
• der erforderlichen Zerstäubungscharakteri- ¾¾ Den Wegsensor (Impulse pro 100 m) bei
stik (fein-, mittel oder grobtropfig) des für die Abweichungen zwischen der tatsächlichen
und der angezeigten Wegstrecke kalibrieren,
durchzuführende Pflanzenschutzmaßnahme
(siehe Betriebsanleitung für den Spritzbe-
eingesetzten Pflanzenschutzmittels
trieb). Diese Tätigkeit sollte immer im Feld
• von Abstandsauflagen durchgeführt werden.
→ Hierzu siehe Kapitel „Düsenauswahl“.
¾¾ Beiwitterungsbedingter Unterbrechnung
Die erforderliche Düsengröße vor Spritzbeginn des Spritzbetriebs unbedingt die Filter,
aus der Spritztabelle auswählen – unter Berück- die Pumpe, die Armatur und die Spritzlei-
sichtigung tungen reinigen!
• der vorgesehenen Fahrgeschwindigkeit
• der erforderlichen Aufwandmenge
• dem angestrebten Spritzdruck

→ Hierzu siehe Kapitel „Düsenauswahl“.

¾¾ Eine langsame Fahrgeschwindigkeit und


einen niedrigen Spritzdruck zum Vorbeugen
von Abdriftverlusten wählen!
→ Hierzu siehe Kapitel „Düsenauswahl“.

147
11.4.2 Spritzbetrieb vorbereiten ¾¾ Die Feldspritze grundsätzlich reinigen, bevor
ein anderes Pflanzenschutzmittel ausge-
bracht wird
HINWEIS
Grundvoraussetzung für eine sachgerechte ¾¾ Düsenleitung spülen:
Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln ist • bei jedem Düsenwechsel
die ordnungsgemäße Funktion der Feld- • vor dem Einbau anderer Düsen
spritze. • vor dem Verdrehen des Dreifach-Düsen-
kopfes auf eine andere Düse

¾¾ Die Feldspritze regelmäßig auf dem Prüfstand ¾¾ Entsprechende Maßnahmen ergreifen, wenn
testen lassen. Eventuell auftretende Mängel im Spritzbetrieb eine Fehlermeldung auf dem
sofort beheben. Die vorgeschriebenen Sprit- Display erscheint.
zenprüfungen durchführen lassen.
¾¾ Den angezeigten Spritzdruck beim Spritzbe-
¾¾ Vor Spritzbeginn folgende Maschinendaten trieb kontrollieren.
am Bedienterminal kontrollieren:
• den zulässigen Spritzdruckbereich der im ¾¾ Darauf achten, dass der angezeigte Spritz-
Spritzgestänge eingebauten Spritzdüsen. druck in keinem Fall um mehr als ± 25%
von dem angestrebten Spritzdruck aus der
¾¾ Alle vorgesehenen Filter benutzen. Spritztabelle abweicht, z.B. beim Verändern
der Aufwandmenge
¾¾ DieFilter regelmäßig reinigen.
Eine störungsfreie Arbeit der Feldspritze wird ¾¾ Größere Abweichungen von dem angestreb-
nur durch einwandfreie Filtrierung der Spritz- ten Spritzdruck erlauben keinen optimalen
brühe erreicht. Eine einwandfreie Filtrierung Behandlungserfolg der Pflanzenschutzmaß-
beeinflusst in erheblichem Maße den Behand- nahme und/oder führen zu Umweltbela-
lungserfolg der Pflanzenschutzmaßnahme. stungen.

¾¾ Die zulässigen Kombinationen der Filter bzw. ¾¾ Die Fahrgeschwindigkeit so lange verringern
der Maschenweiten beachten. oder erhöhen, bis der zulässige Spritzdruck-
Die Maschenweiten vom Druckfilter und den Bereich (des angestrebten Spritzdruckes)
Düsenfiltern müssen immer kleiner sein als wieder erreicht wird.
die Düsenöffnung der verwendeten Düsen.
Der serienmäßig eingebaute Druckfiltereinsatz Den Spritzbrühebehälter nie ganz leer sprit-
des Druckfilters besitzt eine Maschenweite zen (gilt nicht am Ende des Spritzbetriebes).
von 0,18 mm bei einer Maschenzahl von 80 Den Spritzbrühebehälter spätestens bei
Maschen/Zoll. Geeignet ist dieser Druckfilter- einem Füllstand von ca. 50 Liter nachfüllen.
einsatz für eine Düsengröße ab ‚02‘.
Erforderlich für die Düsengröße ‚015‘ und ‚01‘
ist der Druckfiltereinsatz mit 100 Maschen/Zoll
(Sonderausstattung).

¾¾ Beachten Sie, dass es bei Verwendung der


Druckfiltereinsätze mit 100 Maschen/Zoll bei
einigen Pflanzenschutzmitteln zu Wirkstoff-
ausfilterungen kommen kann. Erkundigen Sie
sich im Einzelfall beim Pflanzenschutzmittel-
Hersteller.

148
11.4.3 Spritzhöhe einstellen Wird die Fahrgeschwindigkeit bei gleicher Dü-
sengröße und gleichbleibendem Spritzdruck
erhöht, verringert sich die Ausbringmenge.
WARNUNG
Wird die Fahrgeschwindigkeit bei gleicher Dü-
Gefährdungen durch Quetschen und Stoß
sengröße und gleichbleibendem Spritzdruck
für Personen, beim Anheben oder Absenken
verringert, erhöht sich die Ausbringmenge.
der Höhenverstellung vom Spritzgestänge!
Verweisen Sie Personen aus dem Gefahren- Die Fahrgeschwindigkeit ist frei wählbar, auf-
bereich der Maschine, bevor Sie das Spritz- grund der automatischen, flächenbezogenen
gestänge über die Höhenverstellung anheben Ausbringmengen-Regelung über den Spritz-
oder absenken. computer.

Das Rührwerk bleibt normalerweise vom Be-


füllen bis zum Ende des Spritzbetriebes einge-
HINWEIS schaltet. Maßgebend sind hierbei die Angaben
der Präparat-Hersteller.
Die Spritzhöhe (Abstand zwischen Düsen
und Bestand) nach den aktuellen Richtlinien
einstellen.
Beispiel
Das Spritzgestänge immer parallel zum
Boden ausrichten, nur dann wird die vor- Erforderliche Aufwandmenge: 200 l/ha
geschriebene Spritzhöhe an jeder Düse Vorgesehene
erreicht. Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
Düsentyp: AI / ID
Alle Einstellarbeiten am Spritzgestänge ge- Düsengröße: 03
wissenhaft durchführen.
Zulässiger Druckbereich der 3 bar (min.) -
eingebauten Spritzdüsen: 8 bar (max)

11.4.4 Spritzdruck, Angestrebter Spritzdruck: 3,7 bar


Zulässige Spritzdrücke: 3,7 bar ±25%
Düsengröße, Ausbringmenge,
2,8 bar (min.) -
Fahrgeschwindigkeit, Rührwerk 4,6 bar (max.)
Der Spritzbrühebehälter ist leer, wenn der
Spritzdruck plötzlich deutlich abfällt.

Saug- oder Druckfilter sind verstopft, wenn der


Spritzdruck bei sonst unveränderten Bedin-
gungen abfällt.

Spritzdruck und Düsengröße beeinflussen die


Tropfengröße und das ausgespritzte Flüssig-
keitsvolumen.
Je höher der Spritzdruck, desto kleiner der
Tröpfchendurchmesser der ausgespritzten
Spritzbrühe. Die kleineren Tröpfchen unterliegen
einer verstärkten, unerwünschten Abdrift!
Wird der Spritzdruck erhöht, erhöht sich auch die
Ausbringmenge - wird der Spritzdruck verringert,
verringert sich auch die Ausbringmenge.

149
11.4.5 Spritzen 11.4.5.1 Maßnahmen zur
Abdriftminderung
1. Das Terminal einschalten.
¾¾ Die Behandlungen in die frühen Morgen- bzw.
2. Rührwerk einstellen.
in die Abendstunden verlegen (im allgemei-
3. Spritzbrühe vorschriftsmäßig nach Angaben nen weniger Wind).
des Pflanzenschutzmittel-Herstellers anset-
¾¾ Spritzdruck verringern.
zen und aufrühren.
¾¾ Größere Düsen und höhere Wasser-Aufwand-
4. Das Spritzgestänge ausklappen.
mengen wählen.
5. Die Arbeitshöhe des Spritzgestänges (Ab- ¾¾ Gestänge-Arbeitshöhe exakt einhalten, da mit
stand zwischen Düsen und Bestand) in Ab- zunehmendem Düsenabstand die Abdriftge-
hängigkeit der verwendeten Düsen nach der fahr stark ansteigt.
Spritztabelle einstellen.
¾¾ Fahrgeschwindigkeit reduzieren (auf unter
6. Im Terminal den Wert „Impulse pro 100 m“ 8 km/h).
kontrollieren.
¾¾ Einsatz sogenannter Antidrift (AD)-Düsen
7. Im Terminal die Werte „min. Druck“ und „max. oder Injektor (ID)-Düsen (Düsen mit hohem
Druck“ für den zulässigen Spritzdruckbereich Grobtropfenanteil).
(der eingebauten Spritzdüsen) kontrollieren. ¾¾ Abstandsauflagen der jeweiligen Pflanzen-
8. Den Wert „Sollmenge“ für die erforderliche schutzmittel beachten.
Aufwandmenge in das Terminal eingeben
bzw. den gespeicherten Wert kontrollieren.
9. Spritzen über das Terminal einschalten. 11.4.5.2 Spritzen mit 25 cm
Düsenteilung und verringertem
Zielflächenabstand
HINWEIS
¾¾ Die Abdriftgefahr kann durch Reduzieren des
Es sind die länderspezifischen Vorgaben zu Zielflächenabstandes auf unter 50 cm stark
beachten! Abstandsauflagen insbesondere verringert werden.
zu Gewässern und angrenzenden Flächen
¾¾ Die Reduzierung des Zielflächenabstandes
sind einzuhalten!
ist nur bei durchgängiger 25-cm-Düsenteilung
möglich. Ansonsten besteht die Gefahr von
Streifenbildung durch fehlende Überlappung
Fahrt zum Feld mit eingeschaltetem Rührwerk:
der Spritzkegel.
¾¾ Rührwerk über Terminal einschalten und ¾¾ Eine Abstandsreduzierung ist nur möglich,
Intensität einstellen. wenn alle gleichzeitig verwendeten Düsen
demselben Typ und derselben Größe ent-
sprechen.
Nach dem Befüllen kann das Rührwerk auf
maximale Intensität eingestellt werden, um bei ¾¾ Der minimale Zielflächenabstand entspricht
längeren Transportfahrten ein Entmischen zu dem halben minimalen Zielflächenabstand bei
vermeiden! entsprechender 50 cm Düsenteilung
Die für die Fahrt eingestellte Rührintensität → siehe Angaben Düsenhersteller.
vor dem Spritzbetrieb wieder zurückstellen,
wenn diese von der erforderlichen Rührin-
tensität für den Spritzbetrieb abweicht!

¾¾ Weitere Informationen aus der Spritzanleitung


entnehmen.

150
11.4.6 Entleeren des
Spritzbrühebehälters über den
Druckabgang

Druckabgang mit Kugelhahn

1. Einen Entleerungsschlauch mit 2″-Camlock-


Kupplung auf das Vaterteil in der Drucklei-
tung kuppeln.
2. Den Kugelhahn öffnen.
3. Im Terminal den Spritzenhauptschalter betä-
tigen.

Bedienmaske Terminal - Spritzenhauptschalter

4. Den Spritzenhauptschalter nach dem Ent-


leeren erneut betätigen, um die Pumpe
auszuschalten.
5. Den Kugelhahn schließen und den Entlee-
rungsschlauch abnehmen.

151
11.5 Restmengen 11.5.2 Beseitigung von
Restmengen
Unterschieden werden zwei Arten von Rest-
mengen:
HINWEIS
¾¾ Überschüssige Restmenge bei Beendigung
des Spritzbetriebes, z.B. durch Fehler in der Beachten Sie, dass die Restmenge in der Spritz-
Berechnung der Aufwandmenge, in der Be- leitung noch in unverdünnter Konzentration
füllung oder im Spritzbetrieb. ausgespritzt wird.
¾¾ Technische Restmenge, die nach deutlichem
Spritzdruckabfall noch in Spritzbrühebehälter,
Saugarmatur und Spritzleitung verbleibt. Die ¾¾ Die Restmenge in der Spritzleitung unbedingt
Saugarmatur besteht aus den Baugruppen auf eine unbehandelte Fläche ausspritzen.
Umschalthähne und Pumpe. ¾¾ Aus Kapitel „Anhang“ die benötigte Fahrstre-
cke zum Ausspritzen der Restmenge in der
11.5.1 Technische Restmenge Spritzleitung entnehmen.
¾¾ Das Rührwerk zum Leerspritzen des Spritz-
Beachten Sie, dass die Restmenge in der Spritz- brühebehälters ausschalten, wenn die Rest-
leitung noch in unverdünnter Konzentration aus- menge im Spritzbrühebehälter nur noch 100
gebracht wird, wenn bei angeschalteten Düsen Liter beträgt.
auf Frischwasser umgeschaltet wird.
Bei eingeschaltetem Rührwerk erhöht sich
Spritzen Sie diese Restmenge der Spritzleitung
die technische Restmenge gegenüber den
unbedingt auf eine unbehandelte Fläche aus.
angegebenen Werten.
Die Restmenge der Spritzleitung ist von der
Gestängebreite abhängig. ¾¾ Die Maßnahmen zum Anwenderschutz gelten
beim Entleeren von Restmengen; die Anord-
Benötigte Fahrstrecke in [m] für das Ausspritzen nungen der Pflanzenschutzmittel-Hersteller
der unverdünnten Restmenge in der Spritzlei- beachten und geeignete Schutzkleidung
tung für alle Arbeitsbreiten: tragen.
¾¾ Die aufgefangene Spritzbrühe-Restmenge
[l/ha] [m] nach den einschlägigen, rechtlichen Vor-
schriften entsorgen.
100 83
¾¾ Die Spritzbrühe-Restmengen in geeigneten
150 55 Behältern sammeln.
200 41 ¾¾ Die Spritzbrühe-Restmengen eintrocknen
lassen.
250 33
¾¾ Die Spritzbrühe-Restmengen der vorge-
300 28 schriebenen Abfallbeseitigung zuführen.
400 20

Beispiel:
Bei einer Aufwandmenge von 200 l/ha beträgt
die Fahrstrecke zum Ausspritzen der unver-
dünnten Restmenge ca. 41 m.

152
11.5.3 Ablassen der technischen
HINWEIS
Restmengen
Den Anschluss nach jedem Öffnen mit der Ver-
Zum Restablass der technischen Restmenge ist schlusskappe wieder verschließen!
links neben der Einspülschleuse ein Absperr-
hahn und ein Anschluss angebracht.

11.5.4 Verdünnte Restmengen


Das Verdünnen und Ausspritzen der Restmen-
ge im Spritzbrühebehälter bei Beendigung des
Spritzbetriebes wie folgt durchführen:

Vorgehensweise
1. Die unverdünnte Restmenge aus der Spritz-
leitung auf eine unbehandelte Restfläche
ausspritzen.
2. Die Restmenge im Spritzbrühebehälter mit
200 Liter Frischwasser verdünnen.
Anschluss mit Verschlusskappe 3. Die verdünnte Restmenge ebenfalls auf eine
unbehandelte Restfläche ausspritzen.
¾¾ Die Verschlusskappe abnehmen. 4. Die Schritte 2 und 3 ein zweites (ggf. auch
¾¾ Die Restmenge in geeignetes Auffanggefäß ein drittes) Mal wiederholen.
ablassen. Dazu mechanischen Absperrhahn
öffnen.
Verdünnen der Restmenge
¾¾ Am Außenbedienterminal auf Seite 3 die
1. Im Hauptbedienterminal das Reinigungsme-
Funktion Restablass aktivieren.
nü aufrufen.
2. Das Untermenü Spritzbrühe verdünnen bzw.
Frischwasser in den Spritzbrühetank umpum-
pen auswählen.
3. Das Verhältnis Frischwasser zur Spritzbrühe
auswählen.
4. Starten des Vorganges.

Bei Mehrfachdüsensystemen müssen beim


Reinigen alle vorhandenen Düsen geöffnet
werden. Bei Nichtbeachtung besteht die
Gefahr von Ablagerungen!

Mechanischer Absperrhahn

¾¾ Nach dem Ablassen die Funktion am Terminal


deaktivieren und den Absperrhahn wieder
schließen.
¾¾ Die aufgefangene Restmenge vorschriftsge-
mäß entsorgen (siehe Kapitel 11.5.2)!

153
11.6 Störungen
WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schneiden, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln, Ein-
ziehen, Fangen und Stoß durch

¾¾ unbeabsichtigtes Absenken angehobener, ungesicherter Maschinenteile.


¾¾ unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Wegrollen der Maschine.

Maschine gegen unbeabsichtigtes Starten und unbeabsichtigtes Wegrollen sichern, bevor Stö-
rungen an der Maschine behoben werden. Den Stillstand der Maschine abwarten, bevor der
Gefahrenbereich betreten wird.

Störung Ursache Abhilfe


Pumpe saugt nicht an. Verstopfung auf der Saugseite Die Verstopfung beseitigen.
(Saugschlauch)/Armatur
Pumpe saugt Luft an. Die Schlauchverbindung am Saug-
schlauch auf Dichtheit prüfen.
Pumpe bringt keine Verklemmte oder beschädigte Die Kugelhähne austauschen.
Leistung. Kugelhähne.
Pumpe saugt Luft an, erkenn- Die Schlauchverbindungen am
bar an Luftblasen im Spritzbrü- Saugschlauch auf Dichtheit über-
hebehälter. prüfen.
Flattern des Spritzkegels Unregelmäßiger Förderstrom Saug- und druckseitige Ventile über-
der Pumpe. prüfen bzw. austauschen.
Die erforderliche, einge- Hohe Fahrgeschwindigkeit; Die Fahrgeschwindigkeit reduzieren
gebene Aufwandmenge niedrige Pumpen-Antriebs- und die Pumpen-Antriebsdrehzahl
wird nicht erreicht. drehzahl solange erhöhen, bis die Fehlermel-
dung und das akustische Alarmsi-
gnal erlöschen.
Die erforderliche, einge- Verstopfte Düsen/Düsenfilter Düsen/Düsenfilter mit Druckluft reini-
gebene Aufwandmenge gen. Dazu Düsen abschrauben und
wird nicht erreicht. mit Druckluftpistole (am Gestänge-
mittelteil) ausblasen. Bei häufigerem
Auftreten Druckfilter kontrollieren.
Der zulässige Spritz- Vorgegebene Fahrgeschwin- Die Fahrgeschwindigkeit verändern,
druckbereich der einge- digkeit verändert, die sich auf so dass der für den Spritzbetrieb
bauten Spritzdüsen wird den Spritzdruck auswirkt. festgelegte Fahrgeschwindigkeits-
verlassen. bereich wieder erreicht wird.
Spritzdruck lässt sich Spritzdruck zu hoch Außenbedienterminal kontrollieren;
nicht nach unten regeln. ggf. Innenreinigung und Einfüll-
schleuse ausschalten.
Spritzdruck hält Sollwert Spritzdruck zu gering - Den Schnellbefüllhahn schließen.
nicht ein. - Filter reinigen.
- Die Motordrehzahl erhöhen.

154
12. Reinigung, Vor jeder Inbetriebnahme

Wartung Spritze 1. Schläuche, Rohre und Verbindungsstücke


auf augenfällige Mängel und undichte An-
schlüsse kontrollieren.
2. Scheuerstellen an Schläuchen und Rohren
WARNUNG beheben.
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schnei- 3. Verschlissene oder beschädigte Schläuche
den, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln, Ein- und Rohre sofort austauschen.
ziehen, Fangen und Stoß durch 4. Undichte Anschlüsse sofort beseitigen.
¾¾ unbeabsichtigtes Absenken angehobener,
ungesicherter Maschinenteile
¾¾ unbeabsichtigtes Starten und unbeabsich-
tigtes Wegrollen der Maschine
Das Fahrzeug gegen unbeabsichtigtes Starten
und unbeabsichtigtes Wegrollen sichern, bevor
an der Maschine Arbeiten zum Reinigen, Warten
oder Instandhalten ausgeführt werden.

WARNUNG
Gefahren durch Quetschen, Scheren, Schnei-
den, Abschneiden, Erfassen, Aufwickeln,
Einziehen und Fangen durch ungeschützte
Gefahrenstellen!
¾¾ Schutzeinrichtungen, die zum Reinigen, War-
ten und Instandhalten der Maschine entfernt
wurden wieder anbringen.
¾¾ Defekte Schutzeinrichtungen durch neue
ersetzen.

GEFAHR
¾¾ Bei der Durchführung von Wartungs-, Instand-
setzungs- und Pflegearbeiten die Sicherheits-
hinweise beachten!
¾¾ Wartungs- und / oder Instandhaltungsarbeiten
unter angehobenen, beweglichen Maschinen-
teilen dürfen nur durchgeführt werden, wenn
diese gegen unbeabsichtigtes Absenken mit-
hilfe geeigneter formschlüssiger Sicherungen
gesichert sind.

155
Pflege und Wartung ¾¾ Reparaturarbeiten an der Feldspritze immer
bei nicht angetriebener Pumpe ausführen.
¾¾ Bei allen Pflege- und Wartungsarbeiten das
HINWEIS
Maschinenkabel und die Stromzufuhr vom
Eine regelmäßige und sachgemäße Wartung Bordcomputer trennen.
hält die Pflanzenschutzspritze lange einsatz- Dies gilt besonders bei Schweißarbeiten an
bereit und verhindert frühzeitigen Verschleiß. der Maschine. Die Masseverbindung mög-
Eine regelmäßige und sachgemäße Wartung lichst nahe an der Schweißstelle anbringen.
ist Voraussetzung für unsere Garantiebestim- ¾¾ Bei Pflege- und Wartungsarbeiten gelöste
mungen. Schraubenverbindungen wieder festziehen.

¾¾ Vorgeschriebene oder in der Betriebsanlei- Spezielle Fachkenntnisse sind die Voraus-


tung angegebene Fristen für wiederkehrende setzung für die Ausführung von Prüf- und
Prüfungen oder Inspektionen einhalten. Wartungsarbeiten. Diese Fachkenntnisse
werden im Rahmen dieser Betriebsanleitung
¾¾ Für Wartungs- und Pflegearbeiten die Maschi-
nicht vermittelt!
ne auf ebenem und tragfähigem Untergrund
abstellen und gegen Wegrollen sichern. Grundsätzlich verboten ist:
¾¾ Nur Original-HORSCH LEEB AS-Ersatzteile
verwenden (hierzu siehe Kapitel „Ersatz- und • das Bohren am Fahrgestell
Verschleißteile sowie Hilfsstoffe“). • das Aufbohren bestehender Löcher am Fahr-

¾¾ Nur Original-HORSCH LEEB AS-Ersatz-


rahmen
schläuche und bei der Montage grundsätzlich • das Schweißen an tragenden Bauteilen
Schlauchklemmen aus V2A verwenden.
¾¾ Umweltschutzmaßnahmen bei der Durchfüh-
rung von Reinigungs- und Wartungsarbeiten
beachten.
¾¾ Gesetzliche Vorschriften bei der Entsorgung
von Betriebsstoffen wie z.B. Öle und Fette
beachten. Ebenfalls von diesen gesetzlichen
Vorschriften betroffen sind Teile, die mit die-
sen Betriebsstoffen in Berührung kommen.
¾¾ Abschmierdruck von 400 bar beim Abschmie-
ren mit Hochdruckschmierpressen nicht
überschreiten.
¾¾ Schutzmaßnahmen einleiten (z.B. Abdecken
der Leitungen oder Ausbau der Leitungen an
besonders kritischen Stellen)
- bei Schweiß-, Bohr- und Schleifarbeiten
- bei Arbeiten mit Trennscheiben in der Nähe
von Kunststoffleitungen und elektrischen
Leitungen.
¾¾ Die Feldspritze vor jeder Reparatur oder
Wartung gründlich reinigen (z.B. mit Hoch-
druckreiniger), vor allem die mit Spritzbrühe
verunreinigten Teile.

156
12.1 Reinigung Reinigen mit Hochdruckreiniger / Dampf-
strahler
VORSICHT HINWEIS
Verunreinigung mit Pflanzenschutzmitteln. Neumaschinen nicht mit einem Dampfstrahler
Beim Reinigen der Feldspritze unbedingt oder Hochdruckreiniger waschen.
Schutzausrüstung verwenden! Siehe Kapitel Der Lack ist erst nach ca. 3 Monaten ausgehär-
„ Einsatz der Maschine“. tet und könnte vorher beschädigt werden.

¾¾ Brems-, Luft- und Hydraulik-Schlauchleitun-


gen besonders sorgfältig überwachen. Bei der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger/
¾¾ Brems-, Luft- und Hydraulikschlauchleitungen Dampfstrahler unbedingt die folgenden Punkte
niemals mit Benzin, Benzol, Petroleum oder beachten:
Mineralölen behandeln.
¾¾ Nach der Reinigung alle Hydraulikleitungen ¾¾ Keine elektrischen Bauteile reinigen.
auf Undichtigkeiten und gelockerte Verbin- ¾¾ Keine verchromten Bauteile reinigen.
dungen prüfen. ¾¾ Vor dem Reinigen der Maschine alle Öff-
¾¾ Die Maschine nach der Reinigung abschmie- nungen abdecken, in die aus Sicherheits- und
ren, insbesondere nach der Reinigung mit Funktionsgründen kein Wasser, Dampf oder
einem Hochdruckreiniger / Dampfstrahler Reinigungsmittel eindringen darf.
oder fettlöslichen Mitteln. ¾¾ Den Wasserstrahl nie direkt auf elektrische
¾¾ Die gesetzlichen Vorschriften für die Handha- oder elektronische Bauteile und Lager richten.
bung und Beseitigung von Reinigungsmitteln ¾¾ Den Reinigungsstrahl des Hochdruckreini-
beachten. gers/Dampfstrahlers nie direkt auf Schmier-
¾¾ Scheuerstellen und Beschädigungen untersu- und Lagerstellen, Leitungen und Aufkleber
chen. Festgestellte Mängel sofort beheben! halten.
¾¾ Vor Arbeiten an der elektrischen Anlage diese ¾¾ Immer einen Mindestabstand von 300 mm
von der Stromzufuhr trennen. zwischen Reinigungsdüse und Maschine
einhalten.
¾¾ Die Verwendung von Dreckfräsen am Hoch-
druckreiniger vermeiden, ggf. größeren Ab-
stand halten.
¾¾ Die Sicherheitsbestimmungen beim Umgang
mit Hochdruckreinigern beachten.

157
Reinigen der Feldspritze 12.1.1 CCS - Kontinuierliche
Innenreinigung (Continuous
cleaning system)
HINWEIS
Der komplette Reinigungsvorgang wird von der
Das regelmäßige Reinigen der Feldspritze ist Fahrerkabine aus gesteuert.
Voraussetzung für eine sachgerechte Wartung Funktionsweise: Verdrängungsprinzip anstatt
und erleichtert das Bedienen der Maschine. Verdünnungsprinzip.
Die zusätzliche Kolbenmembranpumpe speist
Klarwasser über die Innenreinigungsdüsen di-
Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Feldsprit- rekt in den Brühebehälter ein. Die Spritzpumpe
ze hängen im Wesentlichen von der Einwirkdau- saugt dieses an und drückt damit die Restbrühe
er der Pflanzenschutzmittel auf die Werkstoffe durch die Düsen aus dem Leitungssystem.
der Feldspritze ab.

¾¾ Die Einwirkdauer der Spritzbrühe so kurz wie HINWEIS


möglich halten, z. B. durch tägliches Reinigen
nach Beendigung des Spritzbetriebes. Die am Anfang ausgebrachte Restmenge ist
unverdünnt (bis zu 40 l). Die Restmenge auf
¾¾ Die Spritzbrühe nicht unnötig lange Zeit im
unbehandelter Fläche ausbringen!
Spritzbrühebehälter lassen, z.B. nicht über
Nacht.
¾¾ Die Feldspritze grundsätzlich reinigen, bevor
¾¾ Die CCS-Reinigung ist im automatischen
ein anderes Pflanzenschutzmittel ausge- Reinigungsprogramm enthalten.
bracht wird.
¾¾ Nur durch Starten des automatischen Reini-
¾¾ Die Restmenge im Spritzbrühebehälter
gungsprogrammes, ist die Durchführung einer
verdünnen und die verdünnte Restmenge CCS-Reinigung möglich.
anschließend ausspritzen.
¾¾ Die CCS-Reinigung kann nach gründlicher
¾¾ Vor der eigentlichen Reinigung eine Vorrei-
Reinigung manuell beendet werden oder sie
nigung der Feldspritze auf dem Feld durch- endet automatisch, wenn sich kein Wasser
führen. mehr im Frischwasserbehälter befindet.
¾¾ Nach jeder Reinigung der Feldspritze die
¾¾ Start des Automatischen Reinigungspro-
anfallenden Reinigungsrückstände umwelt- grammes mit CCS-Reinigung, siehe „12.1.3
gerecht entsorgen. Hauptreinigung“.
¾¾ Die Spritzdüsen mindestens einmal pro Sai-
son ausbauen.
¾¾ Die Verschmutzung der ausgebauten Spritz- HINWEIS
düsen kontrollieren, evtl. die Spritzdüsen mit
weicher Bürste reinigen. Die Dauer des Vorgangs „Kontinuierliche In-
nenreinigung“ richtet sich nach dem Maß der
¾¾ Die Spritzleitungen ohne eingebaute Spritz-
Verunreinigung der Feldspritze durch die ver-
düsen spülen. wendeten Pflanzenschutzmittel.
Die CCS-Funktion solange betätigen, bis aus
der Düsen nur noch Frischwasser austritt.
Hierzu Herstelleranweisungen der Pflanzen-
schutzmittel-Hersteller beachten.

158
12.1.2 Filter reinigen 1. Den Absperrhahn unter dem Brühebehälter
schließen.
Für Arbeiten am Druck- und am Saugfilter wird 2. Den Filter entwässern. Dazu Hahn öffnen.
ein Ringschlüssel mitgeliefert. 3. Den Filter abschrauben.
4. Den Filter reinigen. Die Ablagerungen mit ge-
eignetem Behälter auffangen und entsorgen.
5. Den gereinigten Filter wieder einschrauben
und Absperrhahn öffen.

Saugfilter

VORSICHT
Auslaufende Spritzbrühe! Geeignete Schutz-
ausrüstung verwenden.

¾¾ Filter
nach dem Ansaugen von verschmutz-
tem Wasser täglich reinigen.

Druckfilter

VORSICHT
Auslaufende Spritzbrühe! Geeignete Schutz-
ausrüstung verwenden.

Der Wert für den Druck am Gestänge wird am


Terminal angezeigt.
¾¾ Die Werte vergleichen und den Filter ab einem
Druckunterschied von 1,5 bar bzw. täglich Saugfilter Kreiselpumpe
reinigen.
1. Den Absperrhahn unten am Fass schließen.
2. Den Filter abschrauben.
3. Den Filter reinigen. Die Ablagerungen mit ge-
eignetem Behälter auffangen und entsorgen.
4. Den gereingten Filter wieder einschrauben
und den Absperrhahn unten am Fass öffnen.

Druckfilter

Absperrhahn

159
5. Starten des Programmes.
¾¾ Beim Ablauf des Programmes werden
automatisch das Gestänge, der Schnell-
befüllhahn, der Druckfilter, das Rührwerk
und der Innentank gereinigt.
¾¾ Am Terminal erscheint die Meldung, dass
die Restmenge auf eine unbehandelte
Restfläche ausgespritzt werden soll.
¾¾ Die CCS-Reinigung startet.
6. Die CCS-Reinigung kann nach gründlicher
Reinigung manuell beendet werden oder sie
endet automatisch, wenn sich kein Wasser
Saugfilter Kolbenmembranpumpe mehr im Frischwasserbehälter befindet.
7. Die Restmenge ausspritzen.
1. Den Filter abschrauben. Dieser befindet sich
an der Unterseite, auf Höhe der hinteren
Achse der Maschine. Waschprogramm:
2. Den Filter reinigen. Die Ablagerungen mit ge- 1. Den Brühebehälter mit ca. 400 l Wasser
eignetem Behälter auffangen und entsorgen. befüllen.
3. Den gereingten Filter wieder einschrauben. 2. Am Terminal das Reinigungsmenü aufrufen.
3. Im Untermenü die Funktion Waschprogramm
auswählen.
12.1.3 Reinigung der Spritze bei 4. Starten des Programmes.
entleertem Behälter 5. Die Reiningung der Einspülschleuse akti-
vieren.
HINWEIS 6. Den Umschalthahn an der Einfüllschleuse
öffnen.
Die am Anfang ausgebrachte Restmenge
7. Die Kanisterspüldüse einschalten und mit
ist unverdünnt. Daher die Restmenge auf
einem geeignetem Behälter den Kanister-
unbehandelter Fläche ausbringen!
spüler solange betätigen bis nur noch klares
Spritzbrühebehälter nach Benutzung reinigen!
Wasser austritt.
8. Die Ringspülleitung solange anschalten bis
Hauptreinigung: nur noch klares Wasser austritt.
1. Den Brühebehälter vollständig entleeren. 9. Die Stoßdüse für ca. 10 Sek. einschalten.
2. Der Frischwassertank muss mit min. 300 Liter 10. Die Spritzpistole anschalten und in den
Wasser gefüllt sein. Behälter spritzen bis klares Wasser austritt.
3. Am Terminal das Reinigungsmenü aufrufen. 11. Die Einspülschleuse ausschalten.
4. Im Untermenü die Funktion „automatische 12. Reinigung nach gewünschter Zeitdauer
Reinigung“ auswählen. beenden.
13. Zirkulation einschalten.
14. Die Restmenge auf eine unbehandelte
Restfläche ausspritzen.
15. Die „Air-Ventil“-Funktion aktivieren, um das
Gestänge mit Luft zu reinigen (optional).
16. Die Schritte 1-15 ein zweites Mal (ggf. ein
drittes Mal) wiederholen (Verdünnungsprinzip).
17. Saug- und Druckfilter reinigen.

160
HINWEIS HINWEIS
Bei Mehrfach-Düsensystemen müssen beim Bei Mehrfach-Düsensystemen müssen beim
Reinigen alle vorhandenen Düsen geöffnet Reinigen alle vorhandenen Düsen geöffnet
werden. Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr werden.
von Ablagerungen! Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr von
Ablagerungen!

12.1.4 Reinigung der Spritze bei


gefülltem Behälter
12.1.5 Gestängereinigung mit
HINWEIS Luftventil „Air Ventil“ (optional)
Die am Anfang ausgebrachte Restmenge
ist unverdünnt. Daher die Restmenge auf Bei dieser Funktion wird die technische Rest-
unbehandelter Fläche ausbringen! menge, die sich nach dem Reinigungsvorgang in
Unbedingt die Saugarmatur (Pumpen, den Gestängeleitungen befindet, ausgeblasen.
Druckregler) und die Spritzleitung bei witte-
rungsbedingter Unterbrechung des Spritz- Ablagerungen in den Düsen und Gestängelei-
betriebes reinigen! tungen werden reduziert.

Ausblasvorgang
¾¾ DieReinigung auf dem Feld mit Wasser aus
1. Luftkessel des Fahrzeugs muss gefüllt sein.
dem Frischwasserbehälter durchführen.
¾¾ Benötigte Fahrstrecke zum Ausspritzen dieser
2. Alle Spritzenfunktionen ausschalten. Druck-
unverdünnten Restmenge berechnen. rührwerk, Innenreinigung, Injektor und Spritz-
pumpe ebenfalls ausschalten.

Vorgehensweise 3. Am Terminal das Reinigungsmenü aufrufen.


4. Im Untermenü die „Air-Ventil“-Funktion aus-
1. Die Düsen abschalten.
wählen.
2. Am Terminal das Reinigungsmenü aufrufen.
5. Starten des Programmes.
3. Im Untermenü die Funktion Gestängereini-
6. Der Ausblasvorgang endet automatisch.
gung auswählen.
4. Starten des Programmes.
5. Über eine Meldung am Terminal wird an- HINWEIS
gezeigt, dass die benötigte Fahrstrecke mit
angeschalteten Düsen (auf unbehandelter Die „Air-Ventil“-Funktion darf nur bei langsamer
Restfläche) abgefahren werden kann. Fahrt im Feld benutzt werden!
6. Der Reinigungsvorgang endet automatisch.
7. Die „Air-Ventil“-Funktion aktivieren, um das
Gestänge mit Luft zu reinigen (optional).

161
13. Einlagerung 13.2 Entwässerung
Pumpen
13.1 Am Ende der 13.2.1 Entwässerung Brühebehälter
Spritzsaison 1. Alle Funktionen ausschalten.
¾¾ Nach Möglichkeit, die selbstfahrende Pflan- 2. Den Saugfilter öffnen.
zenschutzspritze an einer geschützten, tro- 3. Den Restablass öffnen um den Brühetank
ckenen Stelle abstellen. restlos zu entleeren.
¾¾ Dieseltank kompett mit Kraftstoff füllen. Motor
reinigen und nach Wartungsplan vorgehen.
¾¾ Die Maschine innen und außen gründlich
13.2.2 Entwässerung Spritzpumpe
reinigen. Spreu und Schmutz ziehen Feuch-
Ablasschraube lösen bzw. Kugelhahn öffnen
tigkeit an, was zu Korrosion führt.
und Flüssigkeit restlos ablassen. Anschließend
Schraube/Kugelhahn wieder schließen.

HINWEIS
13.2.3 Entwässerung
Wird zur Reinigung ein Hochdruckreiniger Frischwasserbehälter
verwendet, den Wasserstrahl nicht auf Lager,
Elektrik-/Elektronikkomponenten sowie auf 1. Die Kupplung zur Befüllung des Frischwas-
empfindliche Verkleidungen richten. sertanks abnehmen. Den Hahn öffnen bis der
Behälter leergelaufen ist.
¾¾ Die Filtereinsätze von Saug- und Druckseite 2. Die beiden Schläuche an der tiefsten Stelle
reinigen. abmontieren (am T-Stück vor dem Rück-
schlagventil) und das Frischwasser vollstän-
¾¾ Das Fahrzeug gemäß Schmierplan abschmieren.
dig ablaufen lassen.
¾¾ Die Gewinde der Einstellschrauben etc. ein-
fetten.
¾¾ Die blanken Kolbenstangen aller Zylinder gut
einfetten und soweit wie möglich einziehen.
¾¾ Alle Hebelgelenke und Lagerstellen ohne
Schmiermöglichkeit mit Öl benetzen.

Sollte die Maschine längere Zeit stillgelegt


werden, sind nähere Informationen der mit-
gelieferten Betriebsanleitung des Motoren-
herstellers und dem entsprechenden Kapitel
zu entnehmen.

HINWEIS
Alle bis zur nächsten Saison durchzuführenden
Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten notie-
ren und frühzeitig bei Ihrem HORSCH Vertrieb-
spartner in Auftrag geben. Ihr HORSCH Händler
kann außerhalb der Saison den Wartungsdienst 3. Das Rückschlagventil zurückdrücken, um
und eventuell notwendige Reparaturen besser den 3-Wege-Hahn zu entwässern.
durchführen. 4. Die Schläuche wieder anschließen.

162
13.2.4 Entwässerung
Kolbenmembranpumpe mit
Saugfilter
1. Filter öffnen und komplett leer laufen lassen
2. Schlauch von Pumpe lösen.
3. Kolbenmembranpumpe aktivieren und
Entwässerungsvorgang ca. 20 Sekunden
durchführen.

Spritzpumpe mit Entwässerungsschraube

13.3 Einwintern des ¾¾ Handwaschbehälter und dazugehörige Lei-


tung entleeren.
Spritzsystems
Maschine mit Frischwasser reinigen Einwintern
¾¾ Siehe Kapitel „Reinigung“. ¾¾ Am Terminal das Reinigungsmenü öffnen und
im Untermenü das automatische Reinigungs-
programm mit ca. 300 Liter Frischwasser
Maschine restlos entleeren ablaufen lassen.
¾¾ Das Air-Ventil betätigen und Düsen öffnen.
¾¾ Die Saugfilter entwässern.
¾¾ Den Frischwasserbehälter und dazugehörige
Leitungen entleeren.
¾¾ Restablass öffnen, um den Brühebehälter zu
entleeren.
¾¾ Im Reinigungsmenü das Waschprogramm
¾¾ Den Hochdruckreiniger betätigen, bis kein mit Reinigung der Einspülschleuße ebenfalls
Wasser mehr kommt (optional). ablaufen lassen.
¾¾ Das „NightLight“ (optional) zum Entwässern
betätigen.
¾¾ Den Druckfilter entleeren.
¾¾ Schlauch am Druckfilter abmontieren und
Druckabgang öffnen. Am Terminal im Rei-
nigungsmenü die Funktion Maschine ent-
¾¾ Danach die Maschine entleeren.
wässern aktivieren. Es werden alle Hähne
entleert. ¾¾ Außenhähne an der Maschine öffnen, um

¾¾ Spritzpumpe mit vorgesehener Entwässe-


Restmengen zu entfernen; danach die Hähne
rungsschraube entleeren und anschließend wieder schließen (siehe Abbildungen).
wieder verschließen:

Links an der Einspülschleuse

163
¾¾ Am Terminal „NightLight“ Reinigung aktivieren
bis ein Frostschutzgemisch austritt (optional).
¾¾ Hochdruckreiniger aktivieren und betätigen
bis ein Frostschutzgemisch austritt (optional).
¾¾ Am Terminal im Befüllmenü die Unterfunktion
Frischwasser umpumpen einschalten. Das
Frostschutzgemisch im Frischwasserbehälter
wird in den Brühebehälter gepumpt.

Linke Maschinenseite unterhalb des Luftkessels

¾¾ Die Einfüllschleuse am Außenbedienterminal


¾ ¾ AmAußenbedienterminal die Funktion
aktivieren.
Restablass auswählen und Kugelhahn öffnen
um den Tankinhalt vollständig abzulassen.

¾¾ Ringspülleitung,Stoßdüse, Kanisterspülung
¾¾ Fremdbefüllanschluss vorne am Aufstieg und Reinigungspistole jeweils solange mit
entwässern (optional) Druck beaufschlagen bis ein Frostschutzge-
¾¾ Handwaschbehälter vollständig entleeren. misch austritt.
¾¾ Frostschutzmittel und Frischwasser mischen. ¾¾ Am Terminal das Druckrührwerk auf Stufe
Es werden ca. 200 Liter gemischte Flüssigkeit eins, danach zwei und zum Schluss drei
benötigt. einschalten.

HINWEIS
Die Angaben des verwendeten Frostschutzmit-
tels beachten, um die gewünschte Konzentrati-
on anzumischen!
Nur zugelassene Frostschutzmittel verwenden!

¾¾ Über den Sauganschluss (Brühebehälter)


das Frostschutzgemisch in den Tank saugen.
¾¾ Zum Ansaugen die Kappe entfernen und den
Hahn öffnen. Mit einem Schlauch (3-Zoll-An- ¾¾ Bei diesem Flüssigkeitsstand im Brühebehäl-
schluss) die Flüssigkeit in den Tank saugen. ter deaktiviert sich diese Funktion nach kurzer
Dazu den Motor starten und am Außenbe- Zeit von selbst.
dienterminal die Ansaugfunktion einschalten.
¾¾ Frischwassertank mit etwa 100 Liter Frost-
schutzgemisch befüllen.

164
¾¾ Die Zirkulation auf 3 bar Druck einstellen und
für 5 Minuten einschalten. Bevor die Zirkulati-
13.4 Vor Beginn der neuen
on wieder ausgeschalten wird, sollte für jeden Saison
Düsensatz der Düsenhauptschalter kurz be-
tätigt werden. Das Frostschutzgemisch muss Vor Beginn der Saison sollte die Maschine einer
an jeder Düse austreten. eingehenden Überprüfung unterzogen werden.
Ein technisch einwandfreier Zustand schließt
während der Saison kostspielige Betriebsstö-
rungen aus.
Die Maschine gründlich innen und außen rei-
nigen.

¾¾ Das Frostschutzmittel über den Restablass in


¾¾ Die Randdüsen kurz einschalten (optional). geeignetes Auffanggefäß ablassen.
¾¾ Der Frostschutzgehalt des Gemisches in
¾¾ Das Frostschutzmittel aufbewahren bzw.
der Maschine überprüfen. Hierfür die Einfüll-
schleuse kurz aktivieren, jedoch ohne etwas vorschriftsmäßig nach Herstellerangaben
davon abzusaugen. Mit einen Frostschutz- entsorgen.
prüfer lässt sich bei dieser Menge feststellen, ¾¾ Dievorhandenen Reinigungsprogramme
wie frostsicher das Gemisch in der Maschine der Maschine mehrmals mit Frischwasser
ist. Sollte die Frostsicherheit nicht ausrei- ablaufen lassen. Nur so ist sicherzustellen,
chend sein, muss eine entsprechende Menge dass sich kein Frostschutzgemisch mehr in
Frostschutzmittel nachgefüllt werden. Um ein der Maschine befindet.
gutes Durchmischen der Flüssigkeitsmenge
sicherzustellen, müssen alle Vorgänge die
¾¾ Eventuell abgenommene Riemen und Keilrie-
in Verbindung mit dem Frostschutzgemisch
men wieder auflegen und Riemenspannung
stehen wiederholt werden.
überprüfen.
¾¾ Am Terminal alle Funktionen ausschalten.
¾¾ Abdeckungen der Motoröffnungen entfernen.
¾¾ Den Luftkessel entleeren.
¾¾ Nach Schmierplan Maschine vollständig ab-
¾¾ Am Mittelteil des Gestänges den Öler kontrol- schmieren.
lieren und falls nötig mit Pneumatiköl füllen.
¾¾ Kontrollieren, ob alle Bolzen angezogen und
¾¾ Den Wasserabscheider des Druckminderven- alle Splinte vorhanden sind.
tils entleeren.
¾¾ Alle Abdichtungen sowie die Füllmenge der
Kühlanlage überprüfen. Das Frost- und Kor-
rosionsschutzmittel muss in der Kühlanlage
Einwintern des Hochdruckreinigers (op- auch in den Sommermonaten verbleiben, da
tional) es die Anlage vor Korrosion schützt.
1. Schlauchanschluss Wasserzufuhr lösen. ¾¾ Allgemeinzustand der Batterien kontrollieren.
Ladezustand bzw. Batteriespannung prüfen;
2. Max. 5 Sekunden entwässern durch Ein-
wenn erforderlich, Batterien aufladen.
schalten des Hochdruckreinigers. Während
des Vorgangs Griff der Lanze betätigen, um ¾¾ Reifendruck kontrollieren.
auch den Schlauch zu entwässern. ¾¾ Alle Ölstände (Motoröl, Hydrauliköl, etc.) kon-

3. Schlauchanschluss Wasserzufuhr Pumpe trollieren und bei Bedarf auffüllen.


wieder anschließen.

165
14. Periodische Wartung ¾¾ Motoröl-und Kühlflüssigkeitsstand überprü-
fen. Auf Leckagen achten.
(Trägerfahrzeug und ¾¾ Beim Nachfüllen von Motoröl die Ölviskosität
entsprechend den jahreszeitlichen Erforder-
Spritze) nissen anpassen und den Hinweisen des
Motorenherstellers folgen.
¾¾ Schläuche und Schlauchklemmen des Luft-
14.1 Allgemein ansaugsystems auf festen Sitz prüfen.
¾¾ Antriebsriemen überprüfen.
HINWEIS
¾¾ Wartungsintervalle nach der zuerst erreichten 14.3.2 Wartung täglich bzw. alle
Frist durchführen. 10 Betriebsstunden
¾¾ HORSCH Wartungsheft beachten!
¾¾ Ölstandskontrolle am Motor.
¾¾ Ölstandskontrolle an der Hydraulikanlage.

14.2 Betriebsflüssigkeiten ¾¾ Reifendruck prüfen.


¾¾ Radschrauben prüfen.
¾¾ Abschmieren nach Schmierplan.
HINWEIS
¾¾ Kontrollleuchtentest.
Flüssigkeiten und Öle von anderen Marken stets ¾¾ Lichtfunktionen testen.
erst nach Rücksprache mit HORSCH Service
verwenden. Eine schriftliche Bestätigung ist hier
notwendig. 14.3.3 Wartung während der
Bei Verwendung von nicht vorgeschriebenen ersten 50 Betriebsstunden
Ölen erlischt die Gewährleistung der Maschi-
ne sofort! ¾¾ Radbefestigungen mit 650 ± 65 Nm nach-
ziehen.

14.3 Periodische Wartung 14.3.4 Wartung nach den ersten


Trägerfahrzeug 100 Betriebsstunden
¾¾ Motoröl und Filterelemente prüfen.
WARNUNG
¾¾ Hydrauliköl und Filterelemente prüfen.
Unbedingt die Gefahrenhinweise für alle War- ¾¾ Getriebeölder Radgetriebe wechseln.
tungsarbeiten an der Brems- und Hydraulikan-
¾¾ Kühlsystem prüfen.
lage der selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze
beachten!
Siehe Kapitel „Wartung und Pflege Trägerfahr- 14.3.5 Wartung nach 500
zeug“. Betriebsstunden
¾¾ Motoröl und Filterelemente wechseln.
14.3.1 Wartung während der
¾¾ Neues Motoröl einfüllen.
Einlaufzeit
¾¾ Kraftstofffilter und Kraftstoffvorfilter erneuern.
Während der ersten 100 Betriebsstunden:
¾¾ AndereIntervalle gemäß Betriebsanleitung
¾¾ Motor nicht unnötig im Leerlauf laufen lassen. des Motorherstellers.
¾¾ Kühlflüssigkeitstemperatur ständig kontrol- ¾¾ Trockenluftfiltereinsatz
reinigen und Sicher-
lieren. heitselement des Luftfilters reinigen.

166
¾¾ Lüfterriemen auf Beschädigungen prüfen und 14.3.7 Wartung nach Bedarf
bei Bedarf austauschen.
¾¾ Luftfilterelemente reinigen / austauschen.
¾¾ Schläuche und Schlauchklemmen des Luftan-
saug- und Kühlsystems auf festen Sitz prüfen. ¾¾ Kabinenluftfilter reinigen / austauschen.
¾¾ Kraftstoffsystem entlüften.
¾¾ Radbefestigungen mit 650 ± 65 Nm nach-
ziehen. ¾¾ Reifendruck prüfen.

¾¾ Frostschutzgemisch des Kühlsystems prüfen


und ggf. Gefrierschutzmischung nachfüllen. HINWEIS
¾¾ Betriebsbremse auf Funktion prüfen.
Genaue Wartungshinweise sind der Betriebs-
¾¾ Schraubverbindungen und Schlauchanschlüs- anleitung des Motorenherstellers und dem War-
se am Turbolader auf festen Sitz prüfen. tungsnachweis von HORSCH zu entnehmen.
¾¾ Filterelemente
der Kabine reinigen und bei
Bedarf erneuern.
¾¾ Radgetriebe auf Dichtigkeit prüfen.

14.3.6 Wartung nach 1000


Betriebsstunden oder 1x jährlich
¾¾ Getriebeöl der Radgetriebe wechseln.
¾¾ Motoröl und Filterelement wechseln.
¾¾ Kraftstofffilter und Vorfilter erneuern.
¾¾ Schlauchverbindungen des Luftansaugsy-
stems überprüfen.
¾¾ Keilrippenriemen auf Verschleiß, Beschädi-
gungen und Spannung prüfen.
¾¾ Klimaanlage überprüfen.
¾¾ Hydraulikschläuche auf Scheuerstellen und
Undichtigkeiten prüfen.
¾¾ Batterien reinigen.

167
14.4 Betriebsstoffe Trägerfahrzeug
Füllstellen Füll- Sorte *** Wechselzeit **
menge *
Motor ca. 29 l 10W40 „MB228.5“ nach 500 Betriebsstd. und
(mit Filter) anschließend nach 500
Betriebsstd. (mind. 1x jährlich)

Radgetriebe ca. Synthetisches Getriebeöl nach 100 Betriebsstd. und


4 x 2,6 l 75W140 anschließend nach 500
Betriebsstd. (mind. 1x jährlich)
Scheibenwischer ca. 4 l auffüllen bis max.

Hydraulikanlage ca. 150 l Hydrauliköl HVLP-46 nach 500 Betriebsstd. und


Wechselmenge anschließend nach 1500
bei max. Füllung Betriebsstd. (mind. 1x jährlich)
Kraftstoffbehälter ca. 680 l Dieselkraftstoff **** nach dem Arbeitseinsatz
DIN EN 14214 und nach Bedarf auffüllen

Kühlsystem ca. 43 l Mischung aus klarem, wei- nach 3 Jahren


chem Wasser und Kühlflüssig- Motorkühlmittel erneuern
keit „MB 135.0“

Druckluftanlage Öler täglich auf Wasserinhalt


prüfen

Klimaanlage 1,3 kg R 134a alle 3 Jahre

Schmierstellen ge- bis max. Lithiumverseiftes Fett, gemäß Schmierplan; alle


mäß Schmierplan NLGI-Klasse2 (Walkpenetrati- übrigen Lager- und Gelenk-
onszahl 265-295) stellen regelmäßig ölen

* Maßgebend für die jeweilige Füllmenge ist die Kontrolle mittels Peilstab oder sonstiger Flüssigkeitsstandmesseinrichtungen

** Zeitraum begrenzt durch jeweils zuerst erreichten Wert

*** Zulässige Handelsbezeichnungen, soweit festgelegt. Siehe aktuelle Betriebsstofflisten, die den Vertragswerkstätten als
Kundendienstmitteilung vorliegen.

**** Bei mehr als 1% Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff sind die Ölwechselzeiten zu halbieren. Empfohlen wird ein Schwefel-
gehalt 0,05%, jedoch muss eine ausreichende Schmierfähigkeit (z.B. durch Additive) vom Kraftstofflieferanten bestätigt werden.
Alternative Kraftstoffe, z.B. RME, nur nach Rücksprache mit Vertragswerkstatt.

168
14.5 Zentralschmierung Die Anlage ist für handelsübliche Mehr-
zweckfette NLGl-Klasse 2 für Sommer- und
Das Trägerfahrzeug (ohne Aufbau) des PT 330 Winterbetrieb ausgelegt.
verfügt über zwei Schmierkreisläufe, die von der
Zentralschmierpumpe geschmiert werden. ¾¾ Fette mit Hochdruckzusätzen (EP-Fette)
Die Dosierung erfolgt automatisch nach einem verwenden.
fest eingestellten Zeitintervall. ¾¾ Nur Fett gleicher Verseifungsart verwenden.
¾¾ Schmierstoff mit Festschmierstoffen dürfen
Die Zentralschmierpumpe befindet sich hinter nicht eingesetzt werden!
der linken Kabinenabdeckung.

Bei zu niedrigem Füllstand der Zentralschmier-


pumpe erscheint im Terminal ein Warnhinweis.

Zentralschmierpumpe

HINWEIS
Den Füllstand der Zentralschmierpumpe wö-
chentlich kontrollieren und rechtzeitig nachfüllen.
Nicht über max. Fettstand auffüllen!

Auffüllen der Zentralschmierpumpe mit der


mitgelieferten Pumpe über die Füllkupplung
(1) oder mit einer herkömmlichen Fettpresse
über den Schmiernippel (2).

Pumpe zur Befüllung der Zentralschmierung über die


Füllkupplung (1)

169
14.6 Periodische Wartung 14.6.4 Wartung nach 1000
Betriebsstunden bzw. jährlich
Feldspritze
¾¾ Durchflussmesser kalibrieren.
14.6.1 Wartung nach der ersten ¾¾ Feldspritze auslitern und Querverteilung prü-
Belastungsfahrt fen. Verschlissene Düsen austauschen.

¾¾ Hydraulikanlage auf Dichtigkeit prüfen.


¾¾ Spritzpumpe auf Dichtigkeit prüfen.
14.6.5 Wartung je nach Bedarf
¾¾ Gestängeeinstellungen korrigieren (Werk-
14.6.2 Tägliche Wartung stattarbeit).
¾¾ Defekte Beleuchtungen wechseln.
¾¾ Spritzpumpe, Spritzbrühebehälter, Spritzdü-
sen, Druck- und Leitungsfilter reinigen und
spülen.
¾¾ Sichtkontrolle der ganzen Maschine auf au-
genfällige Mängel.

14.6.3 Wartung nach 50


Betriebsstunden bzw. einmal
wöchentlich
¾¾ Wassersystem / Verschlauchung auf Dich-
tigkeit prüfen.
¾¾ Alle Schmierstellen am Gestänge nach
Schmierplan (Kapitel 14.8) abschmieren.
¾¾ Saugfilter / Druckfilterelement reinigen und
bei Bedarf beschädigte Elemente ersetzen.
¾¾ Sichtkontrolle der Klappgelenke auf Spielfrei-
heit, Verschleiß und augenfällige Mängel. Bei
Spiel oder gelockerten Bauteilen Kontakt
mit HORSCH LEEB Kundendienst aufneh-
men und beheben lassen (Werkstattarbeit).
¾¾ Hydraulikanlage auf Dichtigkeit prüfen lassen
(Werkstattarbeit).
¾¾ Öler kontrollieren und bei Bedarf mit Pneu-
matiköl auffüllen.

170
14.7 Schmiervorschrift
HINWEIS HINWEIS
Alle Schmiernippel abschmieren (Dichtungen Schmierstellen am Gestänge alle 50 Betriebs-
sauber halten). stunden oder einmal wöchentlich abschmieren!

Die Maschine in den angegebenen Abständen


abschmieren / fetten. Schmierstellen und Fett-
presse vor dem Abschmieren sorgfältig reinigen,
damit kein Schmutz in die Lager gepresst wird.
Das verbrauchte Fett in den Lagern vollständig
herauspressen und gegen neues ersetzen!

Schmierstoffe

HINWEIS
Verwenden Sie für die Abschmierarbeiten
ein lithiumverseiftes Mehrzweckfett mit EP-
Zusätzen.

Nur gereinigtes Hydrauliköl nach erforderlicher


Reinheitsklasse verwenden:
• Reinheitsklasse 9 nach NAS 1638
• Reinheitsklasse 18/16/13 nach ISO 4406

Marke Schmierstoff-Bezeichnung
Normale
Einsatzbedingungen
ARAL Aralub HL 2
FINA FINA Marson L2
ESSO ESSO Beacon 2
SHELL SHELL Ratinax A

Marke Schmierstoff-Bezeichnung
Extreme
Einsatzbedingungen
ARAL Aralub HLP 2
FINA FINA Marson EPL-2
ESSO ESSO Beacon EP 2
SHELL Tetinax AM

171
14.8 Schmierplan Übersicht Feldspritze

HINWEIS
Schmierstellen am Gestänge alle
50 Betriebsstunden oder einmal wöchentlich
abschmieren!

172
HINWEIS
Schmierstellen am Gestänge alle
50 Betriebsstunden oder einmal wöchentlich
abschmieren!

173
HINWEIS
Schmierstellen am Gestänge alle
50 Betriebsstunden oder einmal wöchentlich
abschmieren!

Laufflächen schmieren!

174
HINWEIS
Schmierstellen am Gestänge alle
50 Betriebsstunden oder einmal wöchentlich
abschmieren!

beidseitig

beidseitig

beidseitig

2x
beidseitig

175
HINWEIS
Schmierstellen am Gestänge alle
50 Betriebsstunden oder einmal wöchentlich
abschmieren!

beidseitig
beidseitig

176
HINWEIS
Schmierstellen am Gestänge alle
50 Betriebsstunden oder einmal wöchentlich
abschmieren!

beidseitig

beidseitig

Schmierleiste
beidseitig

beidseitig
oben/unten

177
14.9 Durchflussmesser Beispiel:

kalibrieren Die Zahlenwerte im Beispiel sind willkürlich


gewählt und können in der Praxis abweichen.
Der Durchflussmesser wird mit Hilfe der Tank- • Maschine mit 36 m Arbeitsbreite.
methode kalibriert. Dabei wird über eine be- • Einstellung im Terminal: 2.100 Impulse / 100 l
stimmte Zeit eine größere Menge Wasser aus
dem Tank ausgebracht. ¾¾ Als Ausbringmenge 200 l / ha einstellen.
¾¾ Als simulierte Fahrgeschwindigkeit 10 km/h
Mit Hilfe einer simulierten Fahrgeschwindigkeit einstellen.
und der Spritzdauer kann die Wegstrecke der ¾¾ Den Füllstand der Tank-Control notieren.
Maschine errechnet werden. ¾¾ Den Wert unter Parameter 457 (Impulse/100 l)
im Terminal ablesen und notieren.
Wegstrecke = Fahrgeschwindigkeit x Spritz-
¾¾ Die Spritze einschalten und für 15 Minuten
dauer
laufen lassen.
Multipliziert mit der Arbeitsbreite erhält man die
Fläche, die bei der simulierten Fahrgeschwin- Die Wegstrecke beträgt demnach:
digkeit und der Spritzzeit bearbeitet würde.
10 km/h x 0,25 h = 2.500 m
Bearbeitete Fläche = Wegstrecke x Arbeitsbreite
Multipliziert man diese mit der Arbeitsbreite
Anschließend kann die benötigte Menge Spritz- erhält man die bearbeitete Fläche:
brühe berechnet und mit der tatsächlich ausge-
brachten Menge verglichen werden. 2.500 m x 36 m = 90.000 m2 = 9 ha

Benötigte Ausbringmenge = bearbeitete Fläche Das Produkt aus dieser Fläche und der ein-
x Ausbringmenge gestellten Ausbringmenge ergibt die benötigte
Menge an Spritzbrühe:
Hierbei wird der Korrekturfaktor für die ein-
gestellten Impulse/100 l ermittelt. Dies ist die 9 ha x 200 l/ha = 1.800 l
benötigte Menge geteilt durch die tatsächlich
ausgebrachte Menge. Dieser Wert wird nun ins Verhältnis zur tatsäch-
lich ausgebrachten Menge gesetzt. Die tatsäch-
benötigte Menge lich ausgebrachte Menge ist die Differenz aus
Korrekturfaktor = dem Füllstand der Tank-Control vor und nach
ausgebrachte Menge
der Kalibrierung.
¾¾ Abschließend den Wert unter Paramter 457
korrigieren und eine erneute Kalibrierung mit Der tatsächlich ausgebrachte Wert beträgt hier:
den neuen Werten durchführen. 1.850 l
Beim PT 330 beträgt der Standardwert
Der Korrekturfaktor beträgt dann:
2.100 Impulse/100 l.
1.800 l
Korrekturfaktor = = 0,973
1.850 l

Die ausgebrachte Menge ist zu groß, also muss


der Wert unter Parameter 457 korrigiert werden.

Neuer Wert (Impulse/100 l):



2.100 x 0,973 = 2.043

178
14.10 Hinweise zur 14.10.1 Prüfung der
Pumpenleistung
Prüfung der Feldspritze
1. Prüfschlauch auf Druckabgang stecken
Nur autorisierte Stellen dürfen die Spritzenprü- (2“ Camlock-Kupplung erforderlich)
fung durchführen. Gesetzlich vorgeschrieben
sind folgende Intervalle: 2. Bedienterminal:
- Zirkulation „AUF“
¾¾ spätestens sechs Monate nach Inbetriebnahme - Rührwerk, Injektor und Innenreinigung „ZU“
(wenn bei Kauf nicht durchgeführt),
¾¾ danach nach den gesetzlichen vorgeschrie-
benen Prüfintervallen.
14.10.2 Prüfung des
Durchflussmessers
Schlauchanschluss für Pumpen- und Durch-
1. Klemmschelle lösen
flussmesserprüfung
(vom Hersteller zu beziehen) 2. Prüfvorgang
3. Schlauchanschluss für Durchflussmesser
4. Klemmschelle festziehen
5. Pumpe einschalten

14.10.3 Prüfung des Manometers


¾¾ Prüfmanometer in das Innengewinde 1/4 Zoll
einschrauben

Prüfanschluss

179
15. Entsorgung der
Feldspritze
HINWEIS
Die gesamte Feldspritze sorgfältig innen und
außen reinigen, bevor sie entsorgt wird!

Folgende Bauteile können der energetischen


Verwertung* zugeführt werden:

¾¾ Spritzbrühebehälter
¾¾ Einspülbehälter
¾¾ Handwaschbehälter
¾¾ Frischwasserbehälter
¾¾ Schläuche und Kunststoff-Fittings.

Metallteile können verschrottet werden. Die


jeweiligen gesetzlichen Vorschriften zum Ent-
sorgen der einzelnen Wertstoffe befolgen.

* Energetische Verwertung
ist die Rückgewinnung der in den Kunststoffen enthaltenen Energie durch Verbrennung bei gleichzeitiger Nutzung dieser Energie zur
Erzeugung von Strom und/oder Dampf bzw. Bereitstellung von Prozesswärme. Die energetische Verwertung ist geeignet für vermischte
und für verschmutzte Kunststoffe, insbesondere für schadstoffbelastete Kunststofffraktionen.

180
16. Anhang
16.1 Gestänge-
Klappvarianten
Gestänge 9-teilig: 36/27/18 m Gestänge 9-teilig: 32/27/18 m

Gestänge: 9-teilig
36 m Gestänge: 9-teilig
32 m

Gestänge: 9-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite


27 m Gestänge: 9-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite
27 m

Gestänge: 9-teilig mit zweifach reduzierter Arbeitsbreite 18 m Gestänge: 9-teilig mit zweifach reduzierter Arbeitsbreite 18 m

Gestänge 9-teilig: 34/27/18 m Gestänge 9-teilig: 30/24/18 m

Gestänge: 9-teilig
34 m Gestänge: 9-teilig
30 m

Gestänge: 9-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite


27 m Gestänge: 9-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite
24 m

Gestänge: 9-teilig mit zweifach reduzierter Arbeitsbreite 18 m Gestänge: 9-teilig mit zweifach reduzierter Arbeitsbreite 18 m

Gestänge 9-teilig: 33/27/18 m

Gestänge: 9-teilig
33 m

Gestänge: 9-teilig mit reduzierter Arbeitsbreite


27 m

Gestänge: 9-teilig mit zweifach reduzierter Arbeitsbreite 18 m

181
16.2 Einfüll- / Beispiel 2: Präparatzugabe, Fläche
Gegeben sind:
Nachfüllmengen Behälter-Nennvolumen 1000 l
berechnen Restmenge im Behälter 200 l
Wasseraufwand 500 l/ha
Empfohlene Konzentration 0,15 % l/l bzw. kg/l
HINWEIS
Zur Berechnung der benötigten Nachfüllmenge für
Frage 1:
die letzte Spritzbrühebehälter-Füllung die „Befüll- Wieviel l bzw. kg Präparat müssen für eine Be-
tabelle für Restflächen“ benutzen (Kapitel 16.3). hälterfüllung zugeteilt werden?

Berechnungsformel und Lösung zu


Beispiel 1: Einfüllmengen Frage 1:
Gegeben sind:
Wassernachfüllmenge [l] x Konzentration [%]
Behälter-Nennvolumen 1000 l
Restmenge im Behälter 0 l 100
Wasseraufwand 400 l/ha = Präparatzugabe [l] bzw. [kg]

Präparatbedarf je ha
Mittel A 1,5 kg (1000-2000) [l] x 0,15 [% l/l bzw. kg/l]
Mittel B 1,0 l
100

Frage: = 1,2 [l] bzw. [kg]

Wieviel l Wasser, wie viel kg vom Mittel A und


wieviel l vom Mittel B müssen Sie einfüllen, wenn
die zu behandelnde Fläche 2,5 ha groß ist?
Frage 2:
Berechnungsformel und Lösung Wie groß ist die Fläche in ha, die sich mit einer
Fassfüllung bespritzen lässt, wenn der Behälter
Komponente [Menge/ha] x Fläche [ha]
bis auf eine Restmenge von 20 l leer gespritzt
= benötigte Menge [l] bzw. [kg] werden kann?

Berechnungsformel und Lösung zu


Wasser: 4 00 l/ha x 2,5 ha = 1000 l Frage 2:
Mittel A: 1
,5 kg/ha x 2,5 ha = 3,75 kg
Mittel B: 1
,0 l/ha x 2,5 ha = 2,5 l Verfügbare Brühemenge [l] - Restmenge [l]
Wasseraufwand [l/ha]
= Fläche [ha]

1000 [l] (Nennvolumen) - 20 [l] (Restmenge)


500 [l/ha] (Wasseraufwand)
= 1,96 [ha]

182
16.3 Befülltabelle für
Restflächen
HINWEIS
• Zur Berechnung der benötigten Nachfüllmen-
ge für die letzte Spritzbrühebehälter-Füllung
die „Befülltabelle für Restflächen“ benutzen.
• Ziehen Sie von der errechneten Nachfüllmen-
ge die Restmenge aus der Spritzleitung ab!
• Hierzu siehe Kapitel „Spritzleitung“.

• Die angegebenen Nachfüllmengen gelten für


eine Aufwandmenge von 100 l/ha.
• Für andere Aufwandmengen erhöht sich die
Nachfüllmenge um ein Mehrfaches.

Arbeitsbreite[m] 18 m 20 m 21 m 24 m 27 m 28 m 30 m 32 m 33 m 36 m
Fahrweg [m]

10 2 2 2 2 3 3 3 3 3 4
20 4 4 4 5 5 6 6 6 7 7
30 5 6 6 7 8 8 9 10 10 11
40 7 8 8 10 11 11 12 13 13 14
50 9 10 11 12 14 14 15 16 17 18
60 11 12 13 14 16 17 18 19 20 22
70 13 14 15 17 19 20 21 22 23 25
80 14 16 17 19 22 22 24 26 26 29
90 16 18 19 22 24 25 27 29 30 32
100 18 20 21 24 27 28 30 32 33 36
200 36 40 42 48 54 56 60 64 66 72
300 54 60 63 72 81 84 90 96 99 108
400 72 80 84 96 108 112 120 128 132 144
500 90 100 105 120 135 140 150 160 165 180

Beispiel: Nachfüllmenge
Verbleibende Reststrecke: 100 m
Aufwandmenge: 100 l/ha
Arbeitsbreite: 21 m
Restmenge Spritzleitung: 5,2 l

1. Errechnen Sie die Nachfüllmenge mit Hilfe der


Befülltabelle.
Für das Beispiel beträgt die Nachfüllmenge 21 l.
2. Ziehen Sie von der errechneten Nachfüllmen-
ge die Restmenge aus der Spritzleitung ab.
Erforderliche Nachfüllmenge: 21 l - 5,2 l = 15,8 l

183
16.4 Düsenkörper 16.4.2 Mehrfachdüsenkörper
manuell 3-fach
16.4.1 Einfachdüsenkörper mit
Der 3-fach Düsenkörper wird empfohlen, wenn
pneumatischem Schaltventil mehr als ein Düsentyp zum Einsatz kommt.
Liegt am Druckluftanschluss (4) mehr als 4 Es wird jeweils die senkrecht stehende Düse
bar an, öffnet das Ventil und Flüssigkeit kann gespeist.
austreten. Drucklos ist das Ventil geschlossen. Durch Verdrehen des Düsenkörpers wird eine
andere Düse zum Einsatz gebracht.
In den Zwischenpositionen ist der Düsenkörper
1 3 abgeschaltet.
2
4 HINWEIS
Spülen Sie die Spritzleitungen vor dem Ver-
8 drehen des 3-fach Düsenkopfes auf einen
anderen Düsentyp.
5
Liegt am Druckluftanschluss (4) mehr als 4 bar
an, öffnet das Ventil und Flüssigkeit kann aus-
6 treten. Drucklos ist das Ventil geschlossen.

9 1 4
2 3

1. Düsenkörper 8
2. Membrane
5
3. pneumatisches Schaltventil
4. Druckluftanschluss 6
5. Düsenfilter (optional)
9
6. Gummidichtung
7. Düse
7
8. Bajonett-Anschluss
9. Bajonett-Kappe 1. Düsenkörper
2. Membrane
3. pneumatisches Schaltventil
4. Druckluftanschluss
5. Düsenfilter (optional)
6. Gummidichtung
7. Düse
8. Bajonett-Anschluss
9. Bajonett-Kappe

184
16.4.3 Mehrfachdüsenkörper
pneumatisch
Diese Mehrfachdüsenkörper werden als 2-fach
oder 4-fach Ausführung verbaut.
Hier ist es möglich, die gewünschte Düse vom
Terminal aus zu bedienen. Es können auch
mehrere Düsen gleichzeitig angeschaltet wer-
den. Die pneumatischen Schaltventile sind im
Düsenträger integriert. Liegt am Druckanschluss
(4) mehr als 4 bar an, öffnet das Ventil und Flüs-
sigkeit kann austreten. Drucklos ist das Ventil
geschlossen.

1
4

10 2

3
8
5

1. Klappschelle
2. Membrane
3. pneumatisches Schaltventil
4. Druckluftanschluss
5. Düsenkörper (optional)
6. Gummidichtung
7. Düse
8. Bajonett-Anschluss
9. Bajonett-Kappe
10. Düsenkörper

185
16.5 Düsenauswahl 16.5.2 Vorgehensweise
¾¾ Tabellengelten für 50 cm Düsenabstand.
¾¾ Düsengrößen und Farbkennzeichnung nach
HINWEIS ISO 10625
Zur Auswahl und Anwendung der Düsen zu-
sätzlich die Angaben und Empfehlungen des 16.5.2.1 Mit Diagramm und
jeweiligen Düsenherstellers beachten! Universaltabelle

1. Aufwandmenge, Fahrgeschwindigkeit und


Zerstäubungscharakteristik festlegen.
16.5.1 Allgemeines
Düsentyp Diagramm (a):
In diesem Kapitel werden zwei Möglichkeiten 2. Den Betriebspunkt bestimmen. Der Be-
zur Ermittlung der passenden Düsen und deren triebspunkt ist der Schnittpunkt aus Fahr-
Kennwerte nach ISO 10625 erläutert. geschwindigkeit und Aufwandmenge.
3. Vom Betriebspunkt aus nach unten loten.
4. Den passenden Düsentyp für die erforder-
liche Zerstäubungscharakteristik auswählen.
HINWEIS
Dazu Einteilung links im Diagramm beach-
Alle in den Spritztabellen aufgeführten ten (fein-, mittel-, grobtropfig). Mögliche
Aufwandmengen (in l/ha) gelten für Wasser. Düsengrößen beachten.
Für Flüssigdünger die angegebenen Aufwand-
mengen zuerst umrechnen:
Die Aufwandmenge zur Umrechnung auf AHL Kennwerte Universaltabelle:
mit 0,88 multiplizieren. Zur genaueren Ermittlung der Kennwerte in
Die Aufwandmenge zur Umrechnung auf NP- Universaltabelle wechseln.
Lösung mit 0,85 multiplizieren. 5. In der Spalte mit der festgelegten Auf-
wandmenge die Zeile mit der festgelegten
x 0,88 x 0,85 Fahrgeschwindigkeit aufsuchen (ggf. Nähe-
H 2O AHL H 2O NP-Lösung
x 1,14 x 1,18 rungswert verwenden).
6. In der Zeile rechts den Düsenausstoß, und
die geeigneten Düsengrößen mit dem je-
Das Diagramm (a) dient zur Auswahl des ge- weils zugehörigen Druck ablesen.
eigneten Düsentyps.
Der Düsentyp wird bestimmt durch Beispiel:
¾¾ die vorgesehene Fahrgeschwindigkeit,
¾¾ die erforderliche Aufwandmenge zu 1. Aufwandmenge: 200 l/ha
und Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
¾¾ die erforderliche Zerstäubungscharakteristik
Zerstäubungscharakteristik: grobtropfig
(fein-, mittel- oder grobtropfig) des für die zu 2./3. Siehe Diagramm (a)
durchzuführende Pflanzenschutzmaßnahme zu 4. Düsentyp: ID/AL
eingesetzten Pflanzenschutzmittels. mögliche Düsengrößen: -025 oder -03
zu 5. Siehe Universaltabelle
Die Universaltabelle (b) dient zur Ermittlung zu 6. Düsenausstoß: 1,35 l/min
¾¾ der Düsengröße, Düsen: Größe 025 mit 5,5 bar
¾¾ des erforderlichen Spritzdrucks Größe 030 mit 3,8 bar
und
¾¾ des erforderlichen Einzeldüsenausstoßes
zum Auslitern der Feldspritze.

186
Diagramm (a) mit Beispiel

187
Aufwandmenge l/ha Düsen- Düsengröße
ausstoß
l/min

Fahrgeschwindigkeit km/h Druck bar

Fahrgeschwindigkeit km/h Druck bar

Universaltabelle (b) für Feldspritzgeräte mit 50 cm Düsenabstand (mit Beispiel)


Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen.
Werte vor Anwendungsbeginn mit Messgefäß überprüfen.

188
16.5.2.2 Mit Aufwandmengentabelle

1. Aufwandmenge und Fahrgeschwindigkeit


festlegen.
2. In der Aufwandmengentabelle die Spalte
mit der erforderlichen Fahrgeschwindigkeit
aufsuchen.
3. Die Zeile(n) mit der erforderlichen Aufwand-
menge aufsuchen (ggf. Näherungswerte
verwenden).
4. Düsengröße, Druck und Düsenausstoß
ablesen.

Beispiel:

1. Aufwandmenge: 200 l/ha


Fahrgeschwindigkeit: 8 km/h
2. Siehe Aufwandmengentabelle
3. Siehe Aufwandmengentabelle
4. Düsen: a) Größe: 025
Druck 5,0 bar
Düsenausstoß: 1,29 l/min

b) Größe: 03
Druck: 4,0 bar
Düsenausstoß: 1,39 l/min

189
Type Druck Ausbringmenge in l/ha bei km/h Type Druck Ausbringmenge in l/ha bei km/h
l/min l/min
Farbe bar Farbe bar

-01 -05
orange braun

-015 -06
grün grau

-02 -08
gelb weiß

-025 -10
lila schwarz

-12
türkis
-03
blau

-16
violett

-04
-20
rot
hellblau

Universaltabelle für Feldspritzgeräte mit 50 cm Düsenabstand (mit Beispiel)


Werte gelten für Wasser bei 20°C, Druck unmittelbar an der Düse gemessen.
Werte vor Anwendungsbeginn mit Messgefäß überprüfen.

190
16.5.3 Druckbereiche verschiedener Düsen

Düsentyp Düsengröße Zulässiger Druckbereich [bar]


min. Druck max. Druck
LU / XRC - Düsen 015 1 1,5

LU / XRC - Düsen 02 1 2,5

LU / XRC - Düsen 03 1 3,0

LU / XRC - Düsen 04 - 08 1 5,0

AD / DG / TT alle Größen 1,5 6

AI alle Größen 2 8

ID alle Größen 2 8

Air Mix-Düsen alle Größen 1 6

IDK / IDKN alle Größen 1 6

TTI alle Größen 1 6

AVI alle Größen 2 8


Zulässige Druckbereiche verschiedener Düsentypen und Düsengrößen

191
16.6 Flüssigdüngerbetrieb Für alle nachfolgend aufgeführten 3-Strahl-
Düsen ausschließlich die schwarzen Bajonett-
Zur Flüssigdüngung stehen derzeit im Wesent- muttern verwenden.
lichen zwei verschiedene Flüssigdüngersorten
zur Verfügung: Verschiedene 3-Strahl-Düsen und ihre
Einsatzbereiche (bei 8 km/h)
¾¾ Ammonitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) mit 28 kg
3 - Strahl - gelb 50 - 80 l/ha (AHL)
N pro 100 kg AHL.
¾¾ Eine NP-Lösung 10-34-0 mit 10 kg N und
3 - Strahl - rot 80 - 126 l/ha (AHL)
34 kg P2O5 pro 100 kg NP-Lösung. 3 - Strahl - blau 115 - 180 l/ha (AHL)
3 - Strahl - weiß 155 - 267 l/ha (AHL)
Bei Verwendung von Flachstrahldüsen die
entsprechenden Werte für die Aufwandmen-
ge (l/ha) aus der Spritztabelle bei AHL mit
0,88 und bei NP-Lösungen mit 0,85 multipli- HINWEIS
zieren. Die aufgeführten Aufwandmengen
(l/ha) gelten nur für Wasser. Nach jedem Flüssigdüngerbetrieb muss die
Spritzpumpe mit Klarwasser gespült werden.
Grundsätzlich gilt: Bei Unterlassung des Spülvorgangs mit Klar-
wasser kann es zu Beschädigungen der Pum-
Flüssigdünger grobtropfig ausbringen, um Ver- pendichtungen führen!
ätzungen an Pflanzen zu vermeiden. Zu große
Tropfen rollen vom Blatt ab und zu kleine ver-
stärken den Brennlupeneffekt.
Zu hohe Düngergaben können aufgrund von
Salzkonzentration des Düngers zu Verätzungs-
erscheinungen auf den Blättern führen.

3-Strahl-Düsen (Option)
Die Verwendung von 3-Strahl-Düsen zur Flüs-
sigdüngerausbringung ist vorteilhaft, wenn der
Flüssigdünger mehr über die Wurzel als über
das Blatt in die Pflanze gelangen soll.

Die in der Düse integrierte Dosierblende sorgt


über ihre Öffnung für eine fast drucklose, grob-
tropfige Verteilung des Flüssigdüngers. Hier-
durch wird der nicht erwünschte Spritznebel und
die Bildung kleiner Tropfen verhindert. Die von
der 3-Strahl-Düse gebildeten groben Tropfen
treffen mit geringer Energie auf die Pflanzen
und rollen von ihrer Oberfläche ab.

Obwohl hierdurch weitestgehend Ätzschä-


den vermieden werden, bei der Spätdüngung
auf den Einsatz von 3-Strahl-Düsen verzich-
ten und Schleppschläuche verwenden.

192
16.7 Umrechnungstabelle
für das Spritzen von
Flüssigdünger AHL
(Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung)

HINWEIS
Beim Befüllen die verschiedenen Dichten [kg/l]
der einzelnen Flüssigkeiten und die zulässige
Nutzlast der Feldspritze beachten!

N Sol. N Sol. N N Sol. N Sol. N N Sol. N Sol. N


kg liter kg kg liter kg kg liter kg
10 27,8 35,8 70 194,5 250,0 130 361,0 465,0
12 33,3 42,9 72 200,0 257,2 132 367,0 471,0
14 38,9 50,0 74 204,9 264,2 134 372,0 478,0
16 44,5 57,1 76 211,6 271,8 136 378,0 485,0
18 50,0 64,3 78 216,5 278,3 138 384,0 493,0
20 55,5 71,5 80 222,1 285,8 140 389,0 500,0
22 61,6 78,5 82 227,9 292,8 142 394,0 507,0
24 66,7 85,6 84 233,3 300,0 144 400,0 515,0
26 75,0 92,9 86 233,3 307,5 146 406,0 521,0
28 77,8 100,0 88 242,2 314,1 148 411,0 529,0
30 83,4 107,1 90 250,0 321,7 150 417,0 535,0
32 89,0 114,2 92 255,7 328,3 155 431,0 554,0
34 94,5 121,4 94 261,2 335,8 160 445,0 572,0
36 100,0 128,7 96 266,7 342,7 165 458,0 589,0
38 105,6 135,9 98 272,0 350,0 170 472,0 607,0
40 111,0 143,0 100 278,0 357,4 175 486,0 625,0
42 116,8 150,0 102 283,7 364,2 180 500,0 643,0
44 122,2 157,1 104 285,5 371,8 185 514,0 660,0
46 127,9 164,3 106 294,2 378,3 190 527,0 679,0
48 133,3 171,5 108 300,0 386,0 195 541,0 696,0
50 139,0 178,6 110 305,6 393,0 200 556,0 714,0
52 144,6 186,0 112 311,1 400,0
54 150,0 193,0 114 316,5 407,5
56 155,7 200,0 116 322,1 414,3
58 161,1 207,3 118 328,0 421,0
60 166,7 214,2 120 333,0 428,0
62 172,3 221,7 122 339,0 436,0
64 177,9 228,3 124 344,0 443,0
66 183,4 235,9 126 350,0 450,0
68 188,9 243,0 128 356,0 457,0
Dichte: 1,28 kg/l, d.h. ca. 28 kg N auf 100 kg Flüssigdünger bzw.
36 kg N auf 100 Liter Flüssigdünger bei 5 - 10 °C

193
16.8 Anzugsdrehmomente
HINWEIS
• Die Drehmomente sind nur ein Anhalt und
gelten allgemein. Vorrang haben konkrete
Angaben an den entsprechenden Stellen in
der Betriebsanleitung.
• Die Schrauben und Muttern dürfen nicht mit
Schmiermitteln behandelt werden, da diese
den Reibwert verändern.

Metrische Schrauben
Anzugsdrehmomente - Metrische Schrauben in Nm
Größe Steigung Ausführung der Schrauben - Festigkeitsklassen Radmuttern
ø mm mm 4.8 5.8 8.8 10.9 12.9
3 0,50 0,9 1,1 1,8 2,6 3,0
4 0,70 1,6 2,0 3,1 4,5 5,3
5 0,80 3,2 4,0 6,1 8,9 10,4
6 1,00 5,5 6,8 10,4 15,3 17,9
7 1,00 9,3 11,5 17,2 25 30
8 1,25 13,6 16,8 25 37 44
8 1,00 14,5 18 27 40 47
10 1,50 26,6 33 50 73 86
10 1,25 28 35 53 78 91
12 1,75 46 56 86 127 148
12 1,25 50 62 95 139 163
14 2,00 73 90 137 201 235
14 1,50 79 96 150 220 257
16 2,00 113 141 214 314 369
16 1,50 121 150 229 336 393
18 2,50 157 194 306 435 509
18 1,50 178 220 345 491 575 300
20 2,50 222 275 432 615 719
20 1,50 248 307 482 687 804
22 2,50 305 376 502 843 987
22 1,50 337 416 654 932 1090 510
24 3,00 383 474 744 1080 1240
24 2,00 420 519 814 1160 1360
27 3,00 568 703 1000 1570 1840
27 2,00 615 760 1200 1700 1990
30 3,50 772 995 1500 2130 2500
30 2,00 850 1060 1670 2370 2380

194
Zollschrauben

Anzugsdrehmomente - Zollschrauben in Nm
Schrauben- Festigkeit 2 Festigkeit 5 Festigkeit 8
durchmesser Keine Markierung am Kopf 3 Markierungen am Kopf 6 Markierungen am Kopf
Zoll mm Grobgewinde Feingewinde Grobgewinde Feingewinde Grobgewinde Feingewinde
1/4 6,4 5,6 6,3 8,6 9,8 12,2 13,5
5/16 7,9 10,8 12,2 17,6 19,0 24,4 27,1
3/8 9,5 20,3 23,0 31,2 35,2 44,7 50,2
7/16 11,1 33,9 36,6 50,2 55,6 70,5 78,6
1/2 12,7 47,5 54,2 77,3 86,8 108,5 122,0
9/16 14,3 67,8 81,3 108,5 122,0 156,0 176,3
5/8 15,9 95,0 108,5 149,1 169,5 216,0 244,0
3/4 19,1 169,5 189,8 271,1 298,3 380,0 427,0
7/8 22,2 176,3 196,6 433,9 474,5 610,0 678,0
1 25,4 257,6 278,0 650,8 718,6 915,2 1017
1 1/8 28,6 359,3 406,8 813,5 908,4 1302 1458
1 1/4 31,8 508,5 562,7 1139 1261 1844 2034
1 3/8 34,9 664,4 759,3 1491 1695 2414 2753
1 1/2 38,1 881,3 989,8 1966 2237 3128 3620

195
Index
A B
Abblendlicht 61 Bajonettmutter 145
Abdrift 143,147,150 Batterie 20,41,118,119
Ablagetasche 57 Batterieleistung 119
Abschleppen 99 Baugruppen 37
Abschmierdruck 156 Bedieneinheit 126
Absperrhahn f. Restmenge 153 Bedieneinheit Arbeitsscheinwerfer 80
Abstandsreduzierung 150 Bedienfeld 89
Abwürgen 89 Bedienfunktionen 65
Achsen 112 Bedien-Terminal 74,146
Achslast Feld 39 Befüllanschluss 135,139
Achslast Straße 39 Befüllanschlüsse 38
AHL 133,186,192,193 Befüllanschluss Frischwassertank 126
Air-Funktion 158 Befüllen 129,133,139
Air-Ventil 161 Begrenzung 94
Aktivierungsknopf 90,91 Beispiele, Einfüll-/Nachfüllmengen 182
Allgemeine Inbetriebnahme 35 Beleuchtung 44
Allradlenkung 68 Bereifung 43,113
Anfahrsicherung 50 Beschleunigungsniveau 91
Anhang 181 Bestimmungsgemäße Verwendung 26
Anlasser 41 Betriebsbremse 92
Ansaugen 129 Betriebsflüssigkeiten 166
Anschlüsse 126 Betriebsspannung 41
Antriebsschlupfregelung 93 Betriebsstoffe Trägerfahrzeug 168
Anzugsdrehmomente 194 Blinker 44,62
Arbeitshöhe 150 Bodenfreiheit 39
Arbeitsscheinwerfer 46 Bohren 156
Armauflage 64 BoomControl 143
Armlehne 56,64 BoomControl Modi 144
Ascher 84 Bordnetz 100
Aufbau der Maschine 37 Bordsteckdosen 83
aufkleber 33 Bremsanlage 20,87
Aufstiegsleiter 37,51 Bremse 36,112
Aufwandmenge 136,147,186 Bremsen 92
Aufwandmenge, Störung 154 Bremsfähigkeit 36
Ausblasvorgang 161 Bremspedal 92
Ausbringmenge 149
C
Ausklappen 144
Auslitern 147 CCS - Kontinuierliche Innenreinigung 131,158
Außenbedienterminal 38,126,154
Außenspiegel 81
Außentemperaturanzeige 77
Automatische Lenkung 21
Automatische Scheibenenteisung 76

196
D
Dachkonsole 75 Einwintern des Spritzsystems 163
Dampfstrahler 157 Elektrische Anlage 20,157
Dashboard 66 Empfangsbestätigung 8
Daten 39,42 Energetische Verwertung 180
Deckenleuchten 75 Entleeren über Druckabgang 151
Dichte 133 Entsorgen 25
Dichtung, Düse 145 Entsorgung 156,180
Dieselmotor 37 Entwässerung 162
Dieselvorfilter 102 Ersatzteile 156
Display 66,67 Erste-Hilfe-Kasten 82
Dreheinrichtung 55 F
Drehmoment 40
Drehstromgenerator 41,119 Fahrantriebsmodi 70
Drehzahlanzeige 66 Fahrbetrieb 90
Drehzahlvorgabe 92 Fahrerkabine 51
Druck 147,148,150,159 Fahrersitz 53
Druckabgang 151 Fahrgeschwindigkeit 147,186,189
Druckbehälter 123 Fahrlicht 44,61
Druckfilter 126,149,159 Fahrmodi 93
Druckluftanlage 116 Fahrpedal 90,91
Druckplatte 137,141 Fahrstrecke 152
Druckschalter 124 Fahrtrichtungsanzeiger 66
Durchflussmesser 147 Fahrtrichtungsvorwahlhebel 60
Durchflussmesser kalibrieren 178 Fehlercodetabelle 80
Düsen 127,147,186,192 Feldmodus 68,93
Düsenauswahl 186 Feldspritzenbetrieb 22
Düsenhöhe 42 Fernlicht 44,61
Düsenkörper 184 Festsitz der Radmuttern 113
Düsen montieren und reinigen 145 Feststellbremse 36,92,99
Düsenrohr 131 Filter reinigen 159
Düsenschaltung 127 Flüssigdüngerbetrieb 192
Flüssige Präparate 140
E Flüssigkeit 129
ECOFILL 138 Flüssigkeitskreislauf 128
Einfülldom 134 Flüssigkeitskreislauf - Funktionsweise 129
Einfüllmenge 136 Flüssigkeitsstand 119
Einfüllschleuse 139,140,141 Fremdbefüllanschluss 134
Einfüllschleuse, Armatur 138 Fremdstarten 12 Volt Bordnetz 100
Einlagerung 162 Fremdstarten 24 Volt Bordnetz 100
Einspülbehälter 180 Frischluftfilter 125
Einspülen 140 Frischwasser 141,163
Einspülschleuse 38,126,137 Frischwasserbehälter 135,139,180
Ein- und Ausklappen 144 Frontscheibenwischer 62
Einweisersitz 58 Füllmenge 124
Einwintern des Hochdruckreinigers 165 Füllstandskala 137
Funkgerät 25
Fußpedal 60

197
G I
Garantie 8,156 Inbetriebnahme 107
Gebläseluftstrom 76 Injektor 138,139,141
Gebläsestärke 78 Innenreinigung 139,158
Gebläsestärke einstellen 78 ISOBUS 74
Gefahrenbereich und Gefahrenstellen 28 ISOBUS - In-cabin 83
Gefahrenstellen 28
J
Gelenkmechanismus 50
Gesamtgewicht 39 Joystick 65,90,91
Geschwindigkeit 147,186,189
K
Geschwindigkeitsanzeige 66
Geschwindigkeitsanzeige Digital 66 Kabine 37,46,51
Gestänge 127,143 Kabinenbeleuchtung 75
Gestängeablage 49,97 Kabinentür 51
Gestängeausleuchtung 47 Kabinenumluftfilter 125
Gestänge-Klappvarianten 181 Kabinenverkleidung 82
Gestängesteuerung 65,143 Kältemittel R134a 123
Getriebetyp 40 Kältemittelzustand 124
Gewichtseinstellung 53 Kanister reinigen mit Frischwasser 141
Gurt 85 Kanisterspülung 138,141
Kanister vorreinigen mit Spritzbrühe 141
H Keilrippenriemen 116
Handpumpe 99 Klappdeckel 137
Handwaschbehälter 142 Klappvarianten 181
Hangausgleich 49 Klimaanlage 76,78,122
Hangausgleich / Pendelsperre 49 Kolbenmembranpumpe 132
Harnstoff 140 Komponenten der Klimaanlage 122
Hauptpumpe 41 Kondensator 124
Heckscheibenheizung 63 Konsolenschalter 59
Heckscheibenwischer 63 Kontrollleuchten 87
Heizung 76 Kontrollleuchtentest 87
Helligkeit 69 Kraftstoff 103
Hinweisaufkleber 30 Kraftstoffanzeige 103
Hochdruckreiniger 157 Kraftstoff einfüllen 103
Hochspannungsleitungen 25 Kraftstofffilterwechsel 102
Höhe 39 Kraftstoffstand 86
Höheneinstellung 54 Kraftstofftank 37
Hubraum 40 Kreiselpumpe 132
Hydraulik 106,107 Kühlersieb 86
Hydraulikanlage 19 Kühlfach 58
Hydraulik, Ein- und Ausbau 108 Kühlflüssigkeit 86
Hydrauliköl 109 Kühlsystem 20
Hydraulikölfilter 111
L
Hydraulikölkühler 111
Hydraulikölstand 86,110 Ladegeräte 100
Hydraulik, Reinigung 157 Länge 39
Hydrostatanlage 87 Längseinstellung 55
Längshorizontalfederung 54
Leere Präparatbehälter 141

198
Leergewicht 39 P
Leistung 40
Paketverriegelung 48,98
Lendenwirbelstütze 57
Parallelogramm-Arm 137
Lenksäule 52,59
Parallelogrammaufhängung 38
Lenksäuleneinstellung 59
Parallelogrammverriegelung 49,98
Lenk- und Bremsfähigkeit 36
Pendelsperre 49
Lenkung 94
Periodische Wartung 166,170
Lesespot 75
Periodische Wartung Trägerfahrzeug 166
Lichtfunktion 87
Persönliche Schutzausrüstung 133
Lichthupe 61
Pflanzenschutzmittel ,147,150,152,135
Luftdruck 87,113
Pneumatiköl 117
Luftdruck Bereifung 113
Präparate 140
Luftfilter 104
Präparate einspülen 137
Luftkühlung 78
Prüfung der Pumpenleistung 179
Lufttemperatur 79
Prüfung vor Inbetriebnahme 85
Luftumwälzung in der Kabine 77
Luftventil 161 R
M Radgetriebe 37
Radio 75
Maschine restlos entleeren 163
Radnabengetriebe 112
Membrane 145
Radstand 39
Membranventils 145
Regelautomatik der Klimaanlage 78
Mindestabstand 157
Reifen 21,87
Motorbetrieb 88
Reifenanzugsmoment 43
Motorhaube 85
Reifendruck 43
Motorkühlmittel 103
Reifenprüfung 113
Motoröl 101
Reifentyp 43
Motorölstand 85
Reinigung 157,158
Motorölwechsel 101
Reinigung, entleerter Behälter 160
Motorraum 85,101
Reinigung, (teil)gefüllter Behälter 161
Multifunktionsbedienfeld 64
Restablass Spritzbrühetank 126
Multifunktionshebel 52
Restenergie 25
N Restfläche 183
Restmenge 152
Nachfüllmenge 136,183
Restmenge, verdünnt 153
Nachfüllmengen 182
Rettungshammer 82
Neigungs- und Tiefeneinstellung 55
Ringspülleitung 137,138,139,140
Nenndrehzahl 40
Rohre 127
NightLight 47
Rückenlehne 56
Notausstieg 23
Rückfahrkamera 82
Notbetätigung 99
Rückwärtsfahren 90
Nothammer 82
Rührwerk ,149,137
Notlösen der Feststellbremse 99
Rundumleuchte 44,47
NP-Lösung 133,186,192
Nutzlast 133,193
O
Öldruck 86
Öler 117
Ölmessstab 101
Ölstand 86,101

199
S Spritzleitung 127
Spritzpumpe 132,163
Sachmängelbearbeitung 9
Spritzsaison 162
Sammler 123
Spritztabelle 150
Sauganschluss Brühebehälterfüllung 126
Spurbreiten 39
Saugfilter 126,149,159
Standfestigkeit 36
Schauglas 86
Standlicht 61
Schaum 133
Starter 119
Scheibenenteisung 76
Starthilfe 100
Scheibenwaschanlage 117
Starthilfekabel 100
Scheibenwischer 62
Startstellung 59,88
Scheibenwischwasser 63
Staufach 38,58
Schläuche 106,107
Störungen 154
Schlauchklemmen 156
Stoßdämpfung 54
Schmierplan 172
Stoßdüse 138,140
Schmiervorschrift 171
Straßenfahrt 96
Schmutzablagerungen 85
Straßenmodus 68,93
Schnellbefüllhahn 138
Straßenverkehr 24
Schnellreversierung 91
Strömungsrichtung 76
Schrauben 194
Symbole Fahrbetrieb 70
Schraubenverbindungen 156
Schutzausrüstung 29 T
Schutzeinrichtungen 48
Tabelle 186,188,189,190
Schweißen 156
Tankinhalt 40
Seitenbegrenzungsleuchten 44,45
Technische Daten 39,42
Seitenscheibenwischer 63
Technische Daten, Spritzleitung 152
Seitenverkleidung 85
Telefon 25
Sensor 147
Tempomat 65,69,95
Service 9
Terminal 131,139,147,148,144
Sicherheitsaufkleber 30,33
Tiefeneinstellung 55
Sicherheitselement 105
Transport 49
Sicherheitsgurt 57
Transportsicherung 97,98
Sicherheits- und Schutzeinrichtungen 48,156
Transportsicherung Spritzgestänge 48
Sicherungen / Relais 120
Transportstellung 97
Signalhupe 61
Trockner 123
Sitzbelegungserkennung ,53
Typenschild 40
Sitzheizung und -klimatisierung 57
Sonnenblende 82 U
Spezifikation der Hydrauliköle 109 Ultraschallsensor 143
Spiegeleinstellung 81 Umbau 24
Spritzbedienung 131 Umrechnungstabelle 193
Spritzbetrieb 74,130,146 Umschaltarmatur 137
Spritzbetrieb vorbereiten 148 Umschalthahn 138,139,140,141
Spritzbrühe 136,133 Untermenüs 69
Spritzbrühebehälter 135,138,140,148,160,182
Spritzdruck 147,148,149,150,154
Spritzdruck, Störung 154
Spritzeinheit 126
Spritzen 150
Spritzgestänge 150
Spritzhöhe 149
Spritzkegel, Störung 154

200
V
Verdünnen 153
Verkehrstechnische Ausstattung 44
Verriegelung 49
Verschlussdeckel 86
Verschmutzung 158
Vorgewende 147
Vorwärtsfahren 90
W
Wagenheberadapter 114
Warnblinkanlage 62
Warndreieck 82
Warnsymbole 73
Warnung 133
Wartung 156
Wartung Elektrik 118
Wartung Klimaanlage / Heizung 122
Wartungsintervalle 107
Wartungsöffnung 38
Wartung Trägerfahrzeug 101
Waschpistole 137,138,139
Wegsensor 147
Windgeschwindigkeit 147
Z
Zeit/Datum 70
Zentralschmierung 169
Zielflächenabstand 150
Zigarettenanzünder 83
Zirkulation 130
Zulässiger Reifendruck 43
Zündschloss 52,59
Zündschlüssel 88
Zündung 88
Zylinderzahl 40

201
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