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Antrieb

Diagnose
Automatisches Getriebe

Bildquelle: BMW

Automatisches Getriebe

Diagnose

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L:\Kurse\ab 2012\AM 4.1\1 Theorien\2013.09_AM_AT_Automat_Diagnose.doc 01.10.2013
Antrieb
Diagnose
Automatisches Getriebe

INHALTSVERZEICHNIS

GRUNDLAGEN ..................................................................................................................................... 3
Diagnose-Ablauf ......................................................................................................................................................4

DIAGNOSE............................................................................................................................................ 5
Diagnoseablauf........................................................................................................................................................5

DIAGNOSEHILFSMITTEL .................................................................................................................... 8
Vereinfachte Darstellungsart ...................................................................................................................................8
Übersicht der Steuerungsbauteile ...........................................................................................................................9
Zuordnungstabelle Lamellen-Kupplungen und -Bremsen .....................................................................................10
Eingangs- und Ausgangssignale ...........................................................................................................................10
Schmierung und Kühlung ......................................................................................................................................11
Systemübersicht ....................................................................................................................................................12
Diagnose-Plan .......................................................................................................................................................13

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Grundlagen

1. Drehmomentwandler (Krafteingang)
2. Wandlerüberbrückungskupplung
3. Automatenölpumpe
4. Radsätze mit Kupplungen und Bremse
5. Kraftabgabe
6. Parksperre
7. Gangwählhebel
8. Schieberkasten
9. Getriebesteuergerät
10. Magnetventile

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Diagnose-Ablauf

nach Vorlage SVBA Tabellenbuch

1 Kundenempfang und Kundenbefragung Dieser Teil ist sehr wichtig und wird
- Was ist das Problem bei der Übergabe des Fahrzeuges in
- Wann tritt das Problem auf die Garage durchgeführt. Ev.
- Fahrbedingungen, Temperatur, Betriebsbedingungen; Probefahrt mit Kunde, es kann von
- Was ist eingeschaltet Vorteil sein wenn der Kunde fährt. auf
- Was zeigen die Instrumente, Kontrolllampen? Schaltvorgänge, Geräusche,
Vibrationen… achten

2 Grundkontrollen Je nach Hersteller gibt es auch


- Sichtkontrolle durchführen, Ölstand, Flüssigkeitsverlust, spezifische Fehlersuch- oder
- Grundeinstellungen überprüfen, ev. Öltemperatur… Prüfanleitungen.
- Mechanischer Zustand prüfen, Ölzustand Farbe, Geruch
- Lockere oder oxidierte Steck- und Masseverbindungen
- defekte Unterdruckschläuche, Seilzüge…
orten

3 Eigendiagnose Kommt der Fahrerwunsch bei der


- Fehlerspeicher auslesen, notieren, speichern, löschen Getriebesteuerung an?
Werden die Aktoren angesteuert?

4 Reproduktion Evtl. Stellglieddiagnose durchführen.


- Versuchen die Störung herbeizuführen
- Angaben der Kundenbefragung berücksichtigen

5 Information sammeln z. B. Drücke messen, Istwerte


- Mess und Diagnosegeräte einsetzen, Fehler erneut auslesen ausmessen und mit Soll-
auslesen Werte vergleichen.
- Notizen machen Evtl. angelernte Werte zurücksetzen.

6 Isolieren, Ausschliessen z. B. mechanischer oder elektrischer


- Was kommt als Ursache nicht in Frage Fehler,
- Welche Bauteile könnten die Ursache verursachen Sehr oft sind Gesamtübersichten von
Systemen eine grosse Hilfe um
Messungen oder Signalaufnahmen
durchzuführen.

7 Reparatur Bei mechanischen Reparaturen wird


- Defekte Bauteile und Systeme in Stand stellen in der Regel das Automatenöl auch
- Angaben in Werkstattunterlagen berücksichtigen ersetzt.
- Fehlersuchpläne berücksichtigen Auf Sauberkeit achten.

8 Kontrolle, Fahrzeugübergabe - Schaltvorgänge, Geräusche,


- Ist das Problem behoben Vibrationen…
- Fehlerspeicher abfragen und löschen
- Reparatur und Rechnung dem Kunden erklären

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Diagnose

Getriebeautomaten und deren Steuerung werden immer komplexer. Die Vielfalt der Steuersysteme
und die rasante Entwicklung neuer Komponenten machen die Diagnose bei einem Fehlverhalten des
Aggregates nicht immer einfach. Es gibt natürlich auch keinen allgemeingültigen und überall
anwendbaren Kriterien für eine umfassende Diagnose. Trotzdem lassen sich einige Grundsätze für
die Beurteilung des Zustandes eines Getriebeautomaten zusammenstellen. Gehen Sie methodisch
vor.

Wichtig für eine Diagnose sind folgende Fakten:


• Um welchen Automatentyp handelt es sich? 3-, 4-, 5-, 6-, 7-Gang oder 8-Gang?, mit oder ohne
Wandlerüberbrückungskupplung?
• Wie ist die Automatensteuerung? Kabelzug, Vakuum-Membrane, kombiniert, oder elektronisch?

Eine Probefahrt sollte mit sehr viel Fingerspitzengefühl durchgeführt werden, um das möglichst
genaue Fahrverhalten des Fahrzeuges oder die Kundenbeanstandung zu eruieren oder
nachzuprüfen. Bevor sie auf eine Probefahrt gehen, prüfen Sie jedoch mit Vorteil die nachfolgenden
Punkte:

Diagnoseablauf

1. Ölniveau
Das richtige Niveau ist wichtig.
Mit wenigen Ausnahmen wird das Ölniveau auf ebener Fläche bei laufendem Motor in Stellung P (N)
gemessen.

Messen Sie möglichst bei betriebswarmem Öl und mehrmals

• kalt untere Markierung (Bereich)


• betriebswarm obere Markierung (Bereich)

Neuere Automaten haben teilweise keinen Ölmessstab mehr und weisen ein Überlaufrohr oder eine
Niveauschraube auf. Temperatur beachten!

Typische Probleme bei falschem Ölstand sind:


• Kein Antrieb, wenn kalt und (oder) Fahrzeug nicht auf ebener Fläche.
• Das Fahrzeug verliert Gang in der Kurve (besonders wenn das Fahrzeug kalt ist).
• Öl schäumt, Ölverlust bei Gehäuseentlüftung bei zu hohem Ölstand.

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2. Ölqualität:
Der Zustand des Automatenöls kann sehr viel über den mechanischen Zustand des Automaten
aussagen, daher immer Öl-Zustand beurteilen.

• Sauberes rotes Öl = Automat ist in der Regel mechanisch gesund, je nach Marke kann das Öl auch
goldgelb sein. Der Geruch ist leicht süsslich, nicht unangenehm.

• Verbrauchtes, altes Automaten-Öl ist braun bis dunkelbraun, riecht alt, stinkt aber nicht. Öl ist durch
viele Aufheizzyklen gealtert. Die Viskosität stimmt nicht mehr, die Schmierwirkung ist durch Abbau
der Additive und Feuchtigkeitsaufnahme stark reduziert.

• Ein Automaten-Service kann hier noch sinnvoll sein (Ölwechsel, Bremsband-Einstellung, etc.)

• Verbranntes Automaten-Öl riecht stechend bitter, bei starker Beschädigung des Automaten stinkt
das Öl regelrecht unangenehm und kann mitunter schwarz und mit Metallabrieb durchsetzt sein.
Entscheidende Elemente wie Bremsbänder, Kupplungen oder einzelne mechanische Komponenten
sind hier mit Sicherheit zerstört, die Diagnose ist einfach, das Aggregat muss ausgebaut und
revidiert oder ersetzt werden. Ein Automaten-Service ist hier zwecklos und nur noch Zeit- und
Geldverschwendung.

3. Kabelzug- , Unterdruck- und elektronische Steuerung

Typische Fehler bei Kabelzugsteuerung:


• Kabelzug ist geknickt, ausgefranst oder korrodiert, Automat schaltet spät und hart, auch bei der
Herunterschaltung, da Kabelzug nicht in Ruhestellung zurückgeht.
• Kabelzug abgerissen oder Einrasterung defekt, Automat schaltet schleifend.

Typische Probleme bei der Unterdrucksteuerung:


• Vakuumleitung beschädigt und undicht, Automat schaltet spät und hart
• Öl in der Vakuum-Leitung = der Automat schaltet schwammig und unpräzise

Bei elektronischer Steuerung:


Die meisten Systeme sind mit einer Eigendiagnose oder mit einem Diagnosestecker versehen. Im
System gespeicherte Fehlercodes sind wertvolle Hinweise für das Auffinden von Fehlfunktionen,
daher in jedem Fall, wenn immer möglich, vor der Probefahrt die abgelegten Fehlercodes auslesen,
notieren und löschen.
Natürlich produziert ein defektes Getriebe, eben weil es schleift oder weil irgendwo der Druck verloren
geht, auch Fehlercodes, daher gilt auch hier die Devise:

Ein Automat mit schwarzem Öl und (oder) Metallabrieb im System braucht nicht länger diagnostiziert
zu werden, es muss ausgebaut und revidiert oder ersetzt werden.

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Jedes System hat natürlich seine Eigenheiten, trotzdem gibt es gewisse Gemeinsamkeiten.
Schaltvorgänge werden durch Magnetventile ausgelöst. Es gibt Schaltventile, Druckregel-Ventile,
Schub- und Abstimmventile etc. Jedes Getriebe hat seine Schaltlogik (leider nicht immer die gleiche).

Hier ein Beispiel:

Aus dieser Tabelle ist auch ersichtlich, dass jedes Getriebe ein «Notprogramm» besitzt. Bei
Problemen mit dem Automaten oder in der Elektronik schaltet die Zentraleinheit die Schaltventile auf
0, in unserem Beispiel wäre dies dann der 3. Gang.
Schaltbefehle werden durch die Zentraleinheit erteilt, diese sammelt Informationen von den diversen
Sensoren und wertet diese aus.
Die gebräuchlichsten Sensoren sind: Drehzahl-Sensoren, (Speed-Sensor, Turbinen-Sensor), MAP-
oder MAF-Sensor, Temperatur-Sensor, Drosselklappen-Potentiometer, Wählhebel-Positions-Sensor
etc. Bei Fehlverhalten einer oder mehrerer dieser Sensoren kann das Getriebe in die «Notschaltung»
fallen. Optisch wird dies zum Teil mit einer Diagnose-Lampe angezeigt.

5. Automatenöl
Ältere ATF Öle waren weitgehend organischen Ursprungs, es hat lange Zeit gedauert, bis die
synthetisch hergestellten Öle deren Qualität übertreffen konnten. Synthetische Öle sollten nicht mit
älteren organischen Ölen gemischt werden.

Moderne vollsynthetische Öle sind für höhere Standzeiten, höhere mechanische Belastungen und
höhere Betriebstemperaturen ausgelegt. Diese Öle lassen sich nicht ohne Nachteile durch ältere
Typen ersetzen.

Die optimale aber meist nicht kostengünstige Lösung ist die Verwendung des vom Hersteller des
Automaten empfohlenen ATFs. Die Aggregate sind in jeder Hinsicht darauf getestet und Sie
vermeiden das Risiko eines Garantieverlustes.
Quelle: www.crag.ch

6. Abschleppen
Beim Abschleppen wird bei vielen Fahrzeugen die ATF-Pumpe nicht angetrieben, wodurch die
Schmierung der rotierenden Bauteile ausfällt.
Um schwere Getriebeschäden zu vermeiden, sind die Hinweise in der Bedienungsanleitung genau zu
einzuhalten:

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Diagnosehilfsmittel
Vereinfachte Darstellungsart

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Übersicht der Steuerungsbauteile

Viele Sensoren und Aktoren befinden sich im Schieberkasten des Automaten

Beispiel eines Multifunktionsschalters am

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Zuordnungstabelle Lamellen-Kupplungen und -Bremsen

Eingangs- und Ausgangssignale

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Schmierung und Kühlung

Die ATF-Pumpe erzeugt den Arbeitsdruck für


– die Lamellen-Kupplungen und Lamellen-Bremsen
– den Schmierkreislauf und
– den Kühlkreislauf.

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Systemübersicht

Getriebesteuerung

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Diagnose-Plan Schaltqualitätsbeanstandungen Automatisches Getriebe (Beispiel Mercedes)

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