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Der Generalsekretär der Vereinten Nationen nimmt die Front Polisario

wegen Menschenrechtsverletzungen unter Beschuss

New York-Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat


in seinem rezenten Bericht an den Sicherheitsrat über die marokkanische Sahara
die Führer der Front Polisario wiederholt wegen schwerwiegender und
systematischer Menschenrechtsverletzungen in den Lagern Tinduf unter
Beschuss genommen.

Herr Guterres hat daher die zahlreichen Berichte aufgezählt, die der
Hochkommissar für Menschenrechte (OHCHR) über den massiven und
großangelegten Rückgriff der Front Polisario auf „Belästigung, Verhaftung und
Misshandlung von Bloggern und Ärzten sowie von Krankenschwestern in den
Lagern Tinduf“ erstattet hat.

In dem Bericht wird die Angabe aufgestellt, dass sich diese schwerwiegenden
Verstöße in den letzten Monaten gegen alle Personen vervielfacht haben, die
"eine Beteiligung an der Dokumentation von COVID-19-Fällen in den Lagern
Tinduf aufweisen".

Diese neue Welle der Unterdrückung durch die Front Polisario ist nur ein
aktuelles Beispiel für die massiven und anhaltenden Verstöße dieser
separatistischen bewaffneten Gruppe, um die Stimmen von Dissidenten,
Bloggern, Journalisten, Aktivisten und allen, die dem Despotismus der Führer
der Front Polisario die Stirn gebieten, mundtot zu machen.

Diese Verstöße richteten sich diesmal gegen die Ärzteschaft und


Menschenrechtsaktivisten, die nur die Verfälschungen der Informationen der
Front Polisario über die COVID-19-Pandemie aufgedeckt und deren
alarmierende Ausbreitung unter den sequestrierten Bevölkerungsgruppen in den
Lagern Tinduf angeprangert haben, denen jeglicher Schutz und die Freiheit der
Bewegung, der Vereinigung, des Ausdrucks und der Versammlung entzogen
wurden.

Der UNO-Chef äußerte sich daher besorgt im Hinblick auf die beim OHCHR
eingegangenen Berichte über die "negativen Folgen der Grenzschließungen, der
Unterbindung der humanitären Hilfe und der Verringerung der wirtschaftlichen
Aktivitäten in den Lagern Tinduf und im Hinblick auf die Auswirkungen der
COVID-19-Krise auf die Menschenrechtssituation in diesen Lagern,
insbesondere im Hinblick auf „die wirtschaftlichen und sozialen Rechte“.
Die katastrophale Menschenrechtssituation in den Lagern Tinduf und die
massiven Verstöße, denen die vor Ort inhaftierten Bevölkerungsgruppen
ausgeliefert sind, sind das Ergebnis des Rücktritts des Gastlandes Algeriens von
seiner Hauptverantwortung, nämlich vom Schutz der Menschenrechte auf
seinem Hoheitsgebiet.

Die Situation in diesen weltweit beispiellosen Lagern, wo das Gastland seine


Verantwortung zugunsten einer bewaffneten Separatistengruppe übertragen hat,
wurde vor kurzem vom Generalsekretär und den Menschenrechtsorganisationen
der Vereinten Nationen zur Kenntnis genommen.

Tatsächlich hob die UNO-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung in ihrer


Stellungnahme vom Mai 2020 die Beschwerde des Gegners der Front Polisario
El Fadel Breica gegen den algerischen Staat nach seiner Entführung durch die
Front Polisario in den Lagern Tinduf hervor. Die Verantwortung Algeriens liegt,
soweit diese Verstöße auf algerischem Hoheitsgebiet und damit unter
algerischer Hoheitsmacht zustande kommen. Desgleichen bekräftigte der
Menschenrechtsausschuss in dessen Feststellungen vom März 2020 die
uneingeschränkte und vollständige Verantwortung Algeriens für die Entführung
und das Verschwindenlassen des Dissidenten der Front Polisario, Khalil Ahmed,
dessen Fall im Bericht des Generalsekretärs von 2019 zur Sprache gebracht
wurde.

Überdies bekundete der Menschenrechtsausschuss im Juli 2018 seine tiefe


Besorgnis über die Übertragung der Macht, insbesondere der Justizmacht, an die
Front Polisario in den Lagern Tinduf und hielt es für „besorgniserregend“, dass
Algerien der Ansicht ist, dass ein Teil seines Hoheitsgebiets nicht in seinem
Ressort liegt und sich auf die Front Polisario und auf die internationalen
Organisationen verlässt, um diese Vorwürfe aufzuklären und von den
Verantwortlichen Rechenschaftspflicht einfordern zu können.“

Zu guter letzt führte der Generalsekretär den Brief auf, den Marokkos UNO-
Botschafter Omar Hilale am 24. August 2020 an ihn ausrichtete, in dem Herr
Hilale die Aufmerksamkeit des UNO-Chefs auf Einzelheiten und Belege lenkte,
und zwar auf massive und systematische Menschenrechtsverletzungen in den
Lagern Tinduf, welche durch eine doppelte Dimension gekennzeichnet sind,
nämlich sowohl individuell als auch kollektiv.

Quellen:
http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com