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Wolf-Dieter Wichmann

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Wolf-Dieter Wichmann (2011)

Wolf-Dieter Wichmann (* 11. April 1948 in Marktredwitz) ist ein


deutscher Budōlehrer. Er trägt den 9. Dan Karatedō, 5. Dan Kendō, 3. Dan Jūdō, 3.
Dan Iaidō und den 1. Kyu Kyūdō. Er war 3-facher Vize-Weltmeister[1][2][3], 2-facher
Europameister[4][5] und Deutscher Meister[6] im Karatedō.

Inhaltsverzeichnis

 1Werdegang
 2Shōtōkan Fudōshin-Ryū
 3Literatur
 4Weblinks
 5Einzelnachweise

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wichmann studierte von 1969 bis 1972 an der Sporthochschule in Köln. Er schloss
als Diplom-Sportlehrer ab. 1966 begann er in Bad Godesberg mit dem Studium des
Karatedō unter Günter Sick und Siggi Trapp. Zwei Jahre später wurde er ins
deutsche Nationalteam berufen, in dem er von 1975 bis 1980 Kapitän war. [7][8]
Seine Dan-Prüfungen legte er bei verschiedenen Lehrern ab: [9][10]

1. Dan: Hirokazu Kanazawa (1970)
2. Dan: Hideo Ochi (1972)
3. Dan: Keigo Abe/Masataka Mori/Mikio Yahara (1975)
4. Dan: Nakayama Masatoshi (1980)
5. Dan: Hideo Ochi/Franz Bork/Günter Mohr (1989)
6. Dan: Taiji Kase (1996)
7. Dan: Taiji Kase (2002)
8. Dan: Fritz Nöpel/Rob Zwartjes/Shuzo Imai/Uli Heckhuis (2011)
Wichmann war auch des Öfteren im Fernsehen zu sehen. In der Sendung "Sport 3"
des NDR zeigte er einen Bruchtest, bei dem ein Splitter den als Gast
geladenen Günter Netzer traf, welcher daraufhin sein Wasserglas verschüttete. [11] Im
Jahre 2001 hatte Wichmann einen kurzen Auftritt als Karatelehrer in der
Fernsehreihe Tatort.[12] 2015 trat er als Kandidat in der NDR-Quizshow Leuchte des
Nordens auf.[13] Derzeit lebt er in Bremen und betreibt dort ein eigenes Dōjō. Darüber
hinaus werden bundesweit Lehrgänge veranstaltet, bei denen er Karate unterrichtet.
Zu den Besonderheiten zählen dabei etwa ein Lehrgang in Eckernförde (erstreckt
sich über zwei Wochen) und ein Lehrgang auf der Wewelsburg (umfasst neben
Karate auch Zazen und Go).[14] Am 4. Juni 2016 wurde er vom DKV mit der
Ehrennadel in Platin für seine Verdienste um den DKV und das Karate
ausgezeichnet.[15]

Shōtōkan Fudōshin-Ryū[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Ostern 2002 gründete er die Karatedo-Stilrichtung Shōtōkan Fudōshin-Ryū, die sich
zum Ziel gesetzt hat, das ursprüngliche Shōtōkan-Karatedō im DKV
wiederzubeleben.[16]
Ein wesentlicher Aspekt der Stilrichtung ist die präzise Ausführung von
Grundtechniken, denen Vorrang vor komplizierten Kombinationen eingeräumt wird.
[17]
 Um auch bei Anwendung mit einem Partner die gewünschte Präzision zu erhalten
und das Abstandsgefühl zu stärken, wird im Jiyu-Kumite auf eine Abwehr
im Chudan-Bereich verzichtet.[18] Die Verteidiger werden dadurch zusätzlich dazu
angehalten, eher durch Ausweichen denn primär durch Techniken einem Angriff zu
begegnen.
Mangels genügend Mitgliedern wurde das Shōtōkan Fudōshin-Ryū innerhalb
des Deutschen Karate Verbands dem Stiloffenen Karate zugeordnet. Ende 2011
wurde beschlossen, sich dem Japan Karate Dentokai Shoto-Ha anzuschließen und
dort eine eigene Untergruppe zu bilden.[19]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
 Wolf-Dieter Wichmann: Richtig Selbstverteidigen. BLV, München 1994, ISBN
3405138752.
 Wolf-Dieter Wichmann: Richtig Karate. BLV, München 1994, ISBN
3405146445.
 Wolf-Dieter Wichmann: Richtig Karate 2. BLV, München 1988, ISBN
3405132355.
 Wolf-Dieter Wichmann: Karate Kata 2 - Jion, Empi, Kanku-Dai,
Hangetsu. Budo-Medienverlag www.budowissen.de
 Wolf-Dieter Wichmann: Karate Kata 3 - Bassai-Sho, Kanku-Sho, Nijushiho,
Sochin. Budo-Medienverlag www.budowissen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
 Shōtōkan Fudōshin-Ryū
 Website der Stilrichtung Japan Karate Dentokai Shoto-Ha
 Literatur von und über Wolf-Dieter Wichmann im Katalog der Deutschen
Nationalbibliothek
 Video einer Vorführung auf der Karate-Weltmeisterschaft 2000
 Wolf-Dieter Wichmann Milleniums-Trainer anlässlich der Karate WM 2014 in
Bremen
 twitter account Wolf-Dieter Wichmann

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
1. ↑ Vize-Weltmeister Kumite (Mannschaft), 1975 in Los Angeles, vgl. Fritz
Wendland: WM '75 in Los Angeles. Deutschland Vizeweltmeister. In: Karate.
Offizielles Fachorgan des Deutschen Karate Bundes e.V. Nr. 5, 1975, S. 8–13
(PDF-Datei; 3,7 MB (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet
Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte
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2. ↑ Vize-Weltmeister Kumite (Mannschaft), 1977 in Tokyo, vgl. Peter
Betz: Tokyo '77. I.A.K.F. 2nd World Karate-do championship. In: Karate.
Offizielles Fachorgan des Deutschen Karate Bundes e.V. Nr. 7, 1977, S. 4–12
(PDF-Datei; 5,9 MB (Memento des Originals vom 13. Dezember 2014
im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht
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3. ↑ Vize-Weltmeister Kumite (Mannschaft), 1980 in Bremen, vgl. Andreas
Fecker: 3. Karate-Do Weltmeisterschaft Bremen '80. In: Karate. Offizielles
Fachorgan des Deutschen Karate Bundes e.V. Nr. 5, 1980, S. 10–29 (PDF-
Datei; 6,6 MB (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet
Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte
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4. ↑ Europameister (All-Style-Karate) Kumite (Mannschaft), 1975 in Mailand, vgl.
o. V.: Deutschland-Europameister '75. In: Karate. Offizielles Fachorgan des
Deutschen Karate Bundes e.V. Nr. 3, 1975, S. 6–7 (PDF-Datei;
4,2 MB (Memento des Originals vom 23. Februar 2016 im Internet Archive)   
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original-
und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.).
5. ↑ Europameister (Shōtōkan) Kumite (Mannschaft), 1975 in Brüssel, vgl.
Reinhard Neukam: 8. European Karate Tournament Brüssel. In: Karate.
Offizielles Fachorgan des Deutschen Karate Bundes e.V. Nr. 6, 1975, S. 6–8
(PDF-Datei; 4,2 MB (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet
Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte
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6. ↑ Deutscher Meister Kumite (Halbschwergewicht), 1978 in Königstein, vgl.
Peter Betz: 1. offizielle Deutsche Karate Einzelmeisterschaft am 1. April 1978
in Königstein. In: Karate. Offizielles Fachorgan des Deutschen Karate Bundes
e.V. Nr. 3, 1978, S. 6–11 (PDF-Datei; 7,1 MB (Memento des Originals vom 4.
März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt
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dann diesen Hinweis.).
7. ↑ Vgl. Wolf-Dieter Wichmann: Karate. Mein Leben. (PDF-Datei; 2,4 MB) 20.
Oktober 2009.
8. ↑ Speziell zum Amt des Kapitäns (ohne Zeitraum) vgl. Frank Miener: Zwei
Bremer Karate-Urgesteine. In: Karate. Fachzeitschrift des Deutschen
Karateverbandes e.V. Nr. 1, 2012, S. 38 (PDF-Datei;
6,6 MB (Memento des Originals vom 2. Dezember 2012 im Internet
Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte
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9. ↑ Vgl. Wolf-Dieter Wichmann: Neue Dane.
10. ↑ Zum 8. Dan vgl. Frank Miener: Zwei Bremer Karate-Urgesteine. In: Karate.
Fachzeitschrift des Deutschen Karateverbandes e.V. Nr. 1, 2012, S. 38 (PDF-
Datei; 6,6 MB (Memento des Originals vom 2. Dezember 2012 im Internet
Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte
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11. ↑ owi: bruchtestreaktion Guenter Netzer trifft karate schlag. 28. September
2008, abgerufen am 25. Mai 2016.
12. ↑ Tatort Nr. 481, Kalte Wut vom 21. Oktober 2001, vgl. o. V.: Tatort. Kalte
Wut.
13. ↑ NDR: Die NDR Quizshow. In: www.ndr.de. Abgerufen am 25. Mai 2016.
14. ↑ Vgl. Wolf-Dieter Wichmann: Lehrgangsübersicht.
15. ↑ Bericht des BKV zur Verleihung der Ehrennadel in Platin: [1]
16. ↑ Vgl. Wolf-Dieter Wichmann: Gründungsprotokoll. 31. März 2002.
17. ↑ Vgl. Wolf-Dieter Wichmann: Allgemeines.  Das  Grundschul-
(Kihon)training  im  Shotokan  Fudoshin-Ryu.
18. ↑ Vgl. Wolf-Dieter Wichmann: Kumite-Regeln.
19. ↑ Vgl. o. V.: Info. In: Karate. Fachzeitschrift des Deutschen Karateverbandes
e.V. Nr. 6, 2011, S. 62 (PDF-Datei; 7,2 MB (Memento des Originals vom 4.
März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt
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