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Literature

Review:
Montag, 09. Mai 2011




Sven Ruoss
Schlusspräsenta;on
«Journalis;sche Rollen
Im Modul
«Social Media Journalism»

im Wandel»


Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011
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INTRO

Quelle: hJp://www.youtube.com/watch?v=0w3nPsYJ0F4
INTRO: Aktuelle Frage: Ist Sohaib Athar ein Journalist?
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

Interessante Ar4kel:
hDp://gigaom.com/2011/05/05/does-pos4ng-things-to-twiDer-
make-you-a-journalist/

hDp://www.poynter.org/latest-news/making-sense-of-news/
131135/why-the-man-who-tweeted-bin-laden-raid-is-a-ci4zen-
journalist/


Seite 3
Fragestellung für die Seminararbeit

Informa;ons-
filter
Radar
Informa;ons-
bewerter
Gatewatcher Gatekeeper
Informa;ons-
prüfer
Aggregator

Neue Medien, neue Rollen: Wie man am Beispiel der


Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

BerichterstaDung über die Studentenunruhen im Iran


Meinungs- eindrucksvoll sieht, spezialisiert sich der Beruf des MiJelsmann
führer
Journalismus immer stärker. So übernehmen
Journalisten heute unterschiedliche Funk;onen – sie
treten beispielsweise als Aggregatoren oder Broker Broker

Influen;als
auf oder übernehmen eine Radarfunk4on.
Informa;ons-
Opinion vermiJler
Leader Mediator
Experten Moderator
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Social Meida Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011
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Ergebnis der Seminararbeit


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Einleitung
Strukturierung Themengebiet



Strukturierung des Themengebiets:


Die Struktur des Journalismus

Journalis;sche Organisa;on Journalis;sche Rollen Journalis;sches Programm

§  Redak4onen §  Journalisten §  Ordnungsprogramme

§  Verlage, Sender §  Publikum / Rezipienten §  Darstellungsprogramme
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§  Beziehungen Journalisten und §  Informa4onssammelprogramme



Publikum §  Selek4onsprogramme
§  Prüfprogramme


Forschungsfragen im Bereich «Journalis;sche Rollen»:
§  Wie verändert sich das Rollenverständnis von Journalisten?
§  Wie gestalten sich die Tä4gkeitsprofile journalis4scher Arbeit?
§  Wie verändern sich Arbeitsbeziehungen in journalis4schen Organisa4onen?
§  Treten Prozesse der Professionalisierung oder der Entprofessionalisierung auf?
§  Welche Rollendifferenzierungen und –fusionen sind erkennbar?
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Auswahl der 10 Ar;kel

Autoren Titel Jahr S;chworte zum Inhalt


Bardoel & Deuze Network Journalism: Converging competences of old and new media 2001 - Zusammenspiel Produzenten & Konsumenten
professionals - Mediatoren
- Netzwerk-Journalisten
Bowman & Willis We media. How audiences are shaping the future of news and informa4on 2003 - The Emerging Media Ecosystem
The Future is Here, But Do News Media - Infrastrukturanbieter
Companies See It? 2005 - Zukünfige Veränderungen in der Medienlandschaf
Bucher & Büffel Vom Gatekeeper-Journalismus zum Netzwerk-Journalismus 2005 - Netzwerk-Journalismus
- Weblogs
- Informa4onsguide
Quandt (R)Evolu4on des Journalismus? Online Journalismus zwischen Tradi4on 2005 - Online-Journalist versus tradi4oneller Journalist
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

und Innova4on - Keine Produk4on mul4medialer Inhalte


- Distribu4ons-Journalisten
Bruns Vom Gatekeeping zum Gatewatching – Modell der journalis4schen 2009 - Gatekeeper versus Gatewatcher
VermiDlung im Internet - Bedrohung Gatekeeping bei der Eingangsstufe
- Öffentlichmachen versus Öffentlicher-Machen
Steensen What’s stopping them? Toward a grounded theory of innova4on in online 2009 - Online Zeitungen
journalism - “Grounded Theory” bezüglich Innova4on in Online Newsrooms
- Autonomie, Arbeitskultur, Rolle des Management, Relevanz neuer Technologien und innova4ve
Individuen
Neuberger & Quandt Internet-Journalismus: Vom tradi4onellen Gatekeeping zum par4zipa4ven 2010 - Online-Journalismus
Journalismus - Tradi4onelle Inhaltsherstellung wird übernommen
- Verschmelzung zwischen Journalismus und Online-Journalismus
- Disintermedia4on
- Nachträgliche Selek4on wird bedeutender
- Gatekeeping in den klassischen Massenmedien bleibt bedeutsam
Ebermann et al. Die Rolle von Journalisten in Sozialen Medien am Beispiel TwiDer 2010 - Two-Step Flow of Communica4on
- Fallstudie
- Netzwerkanalyse
- TwiDer
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Mast Zeitungsjournalismus im Internetzeitalter –Umfrage und Analysen 2011 - Befragung


- Zeitungsjournalismus
- Vier Dimensionen publizis4scher Leistungen von Zeitungen in der Zukunf
Bardoel & Deuze, 2001

«Four journalis;c tasks: selec;ng, researching (or: gathering), wri;ng (or: processing) and edi;ng news.»

Methodik / Vorgehen: §  Vier Schlüsselcharakteris4ken, mit welchen das Internet


§  Analyse klassifiziert werden kann:

Erkenntnisse:
Inter-
§  Das Internet verändert den Beruf des Journalisten mindestens
ak4vität
in drei Richtungen:
§  Riesiges Ressourcenfeld für professionelle
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Journalisten
§  Neue technologische Möglichkeiten für die Arbeit
§  Internet kreiert ein eigener Journalisten-Typus:
«Digital Journalism» oder «Online Journalism»
Indivi-
Mul4-
§  Tradi4onelle Top-Down-Ansatz muss überdacht werden.
§  Dadurch dass das Publikum selbstbewusst und besser
medialität Internet dualisierte
Inhalte
ausgebildet sein wird, wird die MiDlerrolle abgebaut.
§  Bedarf nach Orien4erung steigt mit der steigenden
Informa4onsmenge.

Würdigung:
§  Präzise Beschreibung der Rollenveränderung bereits vor 10
Hypertext
Jahren.
§  Argumenta4on teilweise auch mit Berufsethos der
Journalisten à Rela4vierung
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Quelle: Eigene Darstellung
Bowman & Willis, 2003 und 2005

«We don’t own the news anymore!»

Methodik / Vorgehen: §  The Emerging Media System


§  Analyse

Erkenntnisse:
§  Die meisten Bürger haben kein Bedürfnis, selber Journalisten
zu sein. Doch sie möchten gerne in kleiner und sinnvollen Art
und Weise mitwirken.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

§  Grösster Unterschied zwischen Bürgerjournalismus und


tradi4onellem Journalismus: Unterschiedliche Strukturen und
Organisa4onen, in welchen Inhalte produziert werden.
§  In der Zukunf wird die Wertschöpfung der Medien verstärkt
im Anbieten und Pflegen von Infrastrukturen und
Communi4es sein.
§  Empfehlungen: Mit kon4nuierlichen Updates die Beziehungen
pflegen, die Inhalte in Netzwerkbeziehungen als Plavorm
anbieten, soziale Interak4onsmöglichkeiten den Partner
anbieten, Newsroom für Wandel verantwortlich machen, den
Journalisten höhere Autonomie geben, Publikum als
wertvollen Partner und Innovator behandeln.

Würdigung:
§  Keine empirische Untermauerung
§  Interessanter Ansatz, dass Journalisten mehr zu
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Quelle: Bowman & Willis, 2003, S. 12.


Infrastrukturanbieter werden.
Bucher & Büffel, 2005

The order of things in broadcast is «filter, then publish». The order in communi;es is «publish, then filter».

Methodik / Vorgehen: §  Vier-Felder Matrix von Online-Journalismus


§  Analyse
§  Beispiel: Weblogs

Erkenntnisse:
§  Sie verstehen unter Online-Journalismus sowohl eine
Ausdifferenzierung des klassischen Journalismus als auch eine
der öffentlichen Kommunika4on.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

§  Gegenüberstellung der Organisa4onsformen der klassischen


Medien mit den tradi4onellen Medien
Netzwerk-Journalismus Tradi;oneller Journalimus
Flexibilität Effizienz, schnelle
Instrumentalisierbarkeit
Dezentralisierung Zentralisierung
§  ...
§ Horizontale Strukturen
… Ver4kale Strukturen §  Mainstream Newssites: Hochgradig moderiert und
Flache Hierarchien Steile Hierarchien Konzentra4on im Edi4eren von Nachrichten
§  Vom Gatekeeper wird der Journalist zum Informa4ons-Guide. §  Index and Categorysites: Präsenta4on von Linkssammlungen
und Anbieten von interak4ven Kommunika4onsangeboten
Würdigung: §  Meta and Commentsites: Journalismus über Journalismus
§  Interessante Forschungsfragen: Wie verändert sich die Rolle Angebote wie Media-Watch-Angebote
von Journalisten durch die Netzwerkorien4erung konkret? §  Share and Discussionssites: Unmoderiertes Angebot und
Welche neuen Anforderungen müssen heu4ge Journalisten Kommunika4onsorien4erung
mitbringen?
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Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Deuze, 2001).


Quandt, 2004

Online-Journalismus ist eine Modula;on bereits bekannter (journalis;scher) Grundelemente, wenngleich mit gewissen Eigenheiten.

Methodik / Vorgehen: §  Anteile Handlungskriterien an der jeweiligen Gesamtdauer in


§  Empirische Beobachtungsstudie bei Online-Redak4onen Prozent

Erkenntnisse:
§  Online-Journalisten weisen eine extrem hohe
Handlungsfrequenz auf. Eine durchschniDliche
Arbeitshandlung dauert 2 Minuten 14 Sekunden.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

§  Ein Grossteil der Arbeitszeit wird für journalis4sche Tä4gkeiten


wie Kommunika4on, Such- und Selek4onstä4gkeiten sowie
das Schreiben aufgewendet.
§  Jedoch: Mehr als die Hälfe der für das Schreiben
aufgebrachten Zeit wird für das Umarbeiten und Redigieren
verwendet. Man erkennt den Trend, dass Online-Journalisten §  Textproduk4on: Aufeilung der 22% Textproduk4on auf die
vermehrt zu Distribu4ons-Journalisten werden. verschiedenen Tä4gkeiten
§  Die Studie zeigt auch deutlich, dass die Journalisten keine
mul4medialen Inhalte produzieren. Lediglich 6% der
Gesamtarbeitszeit wird für Produk4onstä4gkeiten
aufgewendet.

Würdigung:
§  Die Beobachtung liegt schon einige Jahre zurück. Es wäre
interessant, diese Beobachtung zu wiederholen und zu
schauen, wie sich die Rollen in den letzten Jahren verändert
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hat. Quelle: Eigene Darstellung (In Anlehnung an Quandt, 2005, S. 177.)



Bruns, 2009

Im Internet sind Bandbreitenbeschränkungen für die Produzenten irrelevant geworden.

Methodik / Vorgehen: §  Der tradi4onelle Nachrichtenprozess mit seinen drei


§  Analyse Gatekeeping-Stufen

Erkenntnisse:
§  Iden4fika4on von Unterschieden zwischen Gatekeeper- und
Gatewatcherprozess
§  Besonders bei der Eingangsstufe ist das Gatekeeping am
meisten bedroht.
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§  Journalisten beobachten, welches Material interessant sein


könnte und verwandeln dieses Rohmaterial in strukturierte
und aktuelle Berichte.
§  Technische Mo4v für Gatekeeping an der Ausgangsstufe
en{ällt, da keine Notwendigkeit besteht, Seitenzahl oder
Sendezeit einzuhalten. §  Der Gatewatcher-Nachrichtenprozess
§  Journalisten haben nicht mehr die Rolle des
Öffentlichmachens, sondern die des Öffentlicher-Machens.
§  Journalisten fällt es einfacher, auf die redak4onelle Kontrolle
bei der Eingangsstufe zu verzichten als bei der Ausgangs- und
Antwortstufe. MiDels Qualitätskontrolle wird journalis4sche
Qualitätskontrolle eingehalten.

Würdigung:
§  Interessante Forschungsgebiet «Qualität» mit zwei Fragen:
Wie verändert sich die Qualität von Informa4onen mit dem
Wegfall der journalis4schen Kontrollmechanismen? Wie
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verändert sich die Qualität von Berichten, wenn immer mehr Quelle: Bruns, 2009, S. 3 & 9.
nicht-professionelle Akteure sich als Produzenten versuchen.
Steensen, 2009

«Every employee (= journalist) had as much influence as the boss.» (Interview, dagblatet.no)

Methodik / Vorgehen: §  Fünf relevante Faktoren für Innova4on in Online Newsrooms


§  Fallstudie
§  Beispiel: Norwegische Online Zeitung dagblatet.no
Autonomie im
§  Ziel: Theoriegenerierung Newsroom

Erkenntnisse:
§  «Grounded Theory» bezüglich Innova4on im Online
Newsroom. Innova;ve Arbeitskultur
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

§  Arbeit baut auf der Erkenntnis von Boczkowski auf: «The Individuen im Newsroom
rela)onships between the print and online newsrooms as
either close or distant, the representa)on of the intended user
as either consumer or producer of informa)on and either
technically savvy or unsavvy, and the character of online
newsroom prac)ces as either reproduzing editorial Relevanz von
gatekeeping or genera)ong alterna)ves to it. Different Rolle des
neuen
combina)ons of these factors have led to different path in Management
Technologien
online newsrooms.» (Boczkowski, 2004. p. 171-172)
§  Macht der individuellen Journalisten wurden in früheren
Forschungen im Innova4onsprozess unterschätzt.

Würdigung:
§  Die Arbeit von Steensen zeigt eindrücklich auf, dass der
Wandel der journalis4schen Rolle nicht losgelöst von der
journalis4schen Organisa4on und umgekehrt betrachtet
werden darf.
Seite 14

§  Erster Ansatz einer «grounded theory», welche jedoch Quelle: Eigene Darstellung (in Anlehnung an Steensen, 2009
empirisch bestä4gt werden muss.

Neuberger & Quandt, 2010

Es herrscht nicht mehr Knappheit an Verbreitungskapazität, sondern Knappheit an Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen auf
Seiten der Rezipienten.
Methodik / Vorgehen:
§  Drei Typen der VermiDlung öffentlicher Kommunika4on
§  Analyse

Erkenntnisse:
§  Häufig wurde die etablierte Inhaltsherstellung mit Redak4onen in
den Online-Journalismus übernommen, obschon die klassische
Redak4onsstruktur für die Her- und Bereitstellung von News nicht
mehr notwendig ist.
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§  Der professionelle Internet-Journalismus unterscheidet sich nicht


grundsätzlich vom tradi4onellen Journalismus.
§  Verschmelzung und Weiterentwicklung der beiden Bereiche wird
iden4fiziert.
§  Rezipienten sind teilweise quan4ta4v und qualita4v mit der
Informa4onsflut überfordert. Leistung einer nachträglichen Professionell- Technische
Par4zipa4ver
Selek4on und Prüfung des bereits Publizierten wird bedeutender. redak4oneller VermiDlungs-
Journalismus
Da Journalisten immer weniger Informa4onen selber produzieren Journalismus leistungen
werden, bleibt mehr Zeit, die Rolles eines Organisators und
Moderators zu übernehmen.
§  Gatekeeping bleibt in den klassischen Massenmedien von
entscheidender Bedeutung.

Würdigung:
§  Interessant für weitere Forschungsfrage: Worin liegt bzw. wo sollte
der Mehrwert von professionellen Journalismus im Internet liegen?
Seite 15

Quelle: Eigene Darstellung


Ebermann et al., 2010

Durch die starke Personalisierung der Kanäle im Internet ist es möglich, dass der Journalist stärker in den Fokus rückt.

Methodik / Vorgehen: §  Robert Mackey als Broker für die New York Times Journalisten
§  Fallstudie mit explora4ver Inhaltsanalyse
§  Beispiel: TwiDer

Erkenntnisse:
§  Thema: Zusammenspiel zwischen nichtprofessionellen und
professionellen Akteuren bei der Erstellung von medialen
Inhalten.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

§  Robert Mackey (Journalist bei New York Times) nimmt in der


Gruppe der am Thema Iran interessierten Journalisten eine
Opinion-Leader-Rolle ein. Seine Berufskollegen nutzen ihn als
Aggregator von Iranquellen.
§  Bei der Gruppe der am Thema Iran interessierten (Nicht-
Journalisten) wird er als eine von vielen Quellen
wahrgenommen, jedoch weist er keine Merkmale eines
Opinion Leaders auf.
§  Er nimmt eine MiDlerrolle zwischen nutzergenerierten
Inhalten und vernetzter Leserschaf ein.

Würdigung:
§  Interessante Technik (Netzwerkanalyse) wurde ausgewählt
§  Hypothesen für weitere Forschungen konnten entwickelt
werden.
§  Als Limi4erung ist das Untersuchungsdesign zu wählen:
Fallzahl ist eine Person, Extremsitua4on (Unruhen im Iran) und
Seite 16

Auswahl der Person (berühmter Journalist und Blogger). Quelle: Ebermann et al., 2011, S. 21
Mast, 2011

Ihr Weg führt vom Nachrichtenmedium zum glaubwürdigen Analysemedium, das erklärt und kommen;ert. Orien;erung durch
Einordnung.
Methodik / Vorgehen:
§  Vier Quellen der publizis4schen Leistungen von Zeitungen
§  Umfragen bei Chefredakteuren deutscher Tageszeitungen
über mehrere Jahre
§  Subjek4ve Einschätzungen der Interviewten zur Zukunf der
Zeitungen

Erkenntnisse:
§  Internet und Crossmedialität ist in der Umfrage von 2009
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endgül4g bei den Befragten angekommen.


§  Trends: Einbeziehung redak4onsexterner Experten (75%),
Ressortübergreifende Bearbeitung von Themen (73%),
Erklärung komplexer Sachverhalte durch Bilder und Grafiken
(66%), Exklusive Themen/Exklusivnachrichten (64%),
Schreiben von Magazinstory (51%)
§  Zeitungen können eine «Star-Posi4on» einnehmen, d.h. eine
Posi4on mit vielen Kommunika4onsbeziehungen in der
heu4gen Netzwerkkommunika4on, unter der Bedingung, dass
sie moderieren, SchniDstellen bieten, relevante Informa4onen
den Netzwerken liefern und publizis4sche Leistungen von
hohem Wert und Qualität bieten.

Würdigung:
§  Direkte Abholung der Einschätzung der involvierten
Journalisten durch Befragungen

Seite 17

Quelle: Eigene Darstellung (In Anlehnung an Mast, 2011, S. 64).


Zusammenfassung

Bardoel und Deuze beschrieben die grundsätzlichen Veränderungen basierend


auf den Schlüsselcharakteris4ken des Internet: Interak4vität, individualisierte
Inhalte, Hypertext und Mul4medialität

Bowman und Willis fokussierten sich auf den Bürgerjournalismus und


stellten ihre Erkenntnisse in einem Modell (Media Ecoysystem) dar.

Bucher und Büffel setzten ihren Fokus bei der Veränderung der
journalis4schen Organisa4onen & Prozesse. Sie zeigten am Beispiel Weblogs
auf, wie ein nicht-ins4tu4onalisierter Journalismus entstanden ist.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

Quandt zeigte auf, dass Online-Journalisten immer noch journalis4sch


arbeiten, sie jedoch vermehrt zu Distribu4ons-Journalisten werden.

Bruns zeigte die Veränderung der Rollenbilder anhand der Gatekeeper- und
Gatewatcher-Modelle auf. Die Qualitätskontrolle verschiebt sich laut ihm auf
die Ausgangsstufe.

Steensen iden4fizierte fünf Faktoren, welche bezüglich Innova4on im Online


Newsroom relevant sind: Autonomie des Newsroom, Arbeitskultur im Newsroom,
Rolle des Management, Relevanz neuer Technologien und innova4ve Individuen.

Neuberger und Quandt legten dar, wie die Leistung einer nachträglichen
Selek4on und Prüfung des bereits Publizierten bedeutender wird.

Ebermann et al. zeigten anhand eines Fallbeispiels, dass Journalisten von


Berufskollegen als Aggregatoren von spezifischen Quellen verwendet
werden.
Seite 18

Mast iden4fizierte vier Leistungen von Zeitungen in der Zukunf: Wächterfunk4on,


Orien4erung, Bündelung und Vernetzung. Die Umfragen zeigten auf, dass
Zeitungen sich von einem Nachrichten- zu einem Analysemedium verändern.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011
Seite 19

Quelle: hJp://www.youtube.com/watch?v=RVUCp7YXad0
Journalismus in einem neuen Informa;onszeitalter
Diskussion

«Aus Angst vor dem Sterben


nicht Selbstmord begehen!»

Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

Mathias Döpfner
Vorstandsvorsitzender des deutschen Medienunternehmens Axel Springer AG
Seite 20
Literaturverzeichnis I/II

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Review, Vol. 23 (2), pp. 91 – 103.
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nachrichten/poli4k/schweiz/_1.9607572.html
§  Blöbaum, B. (2005). Wandel und Journalismus – Vorschlag für einen analy4schen Rahmen. In Behmer, M., Blöbaum, B., Scholl, A. & Stöber, R. (Hrsg.),
Journalimus und Wandel – Analaysedimensionen, Konzepte, Fallstudien (S. 41 - 60). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschafen.
§  Blood. R. (2003). Weblogs and Journalism: Do they connect? Nieman Reports, Vol. 57, No. 3, Fall 2003, p. 61 – 63.
§  Boczkowski, P. (2004). Digi4zing the News: Innova4on in Online Newspapers, Cambridge, MA: MIT Press.
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

§  Bowman, S. & Willis, C. (2003). We Media. How audiences are shaping the future of news and informa4on. Thinking Paper, July 2003, The Media Center
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§  Bowman, S. & Willis, C. (2005). The Future Is Here, But Do News Media Companies See It? Nieman Reports; Winter 2005, Vol. 59, No. 4, pages 6 – 10.
§  Bruns, A. (2009). Vom Gatekeeping zum Gatewatching. Modelle der journalis4schen VermiDlung im Internet. Gefunden am 09. April unter hDp://
snurb.info/files/2008_DFG_Vom%20Gatekeeping%20zum%20Gatewatching_preprint.pdf
§  Bucher, H.J. & Büffel, S. (2005). Vom Gatekeeper-Journalismus zum Netzwerk-Journalismus – Weblogs als Beispiel journalis4schen Wandels unter den
Bedingungen globaler Medienkommunika4on. In Behmer, M., Blöbaum, B., Scholl, A. & Stöber, R. (Hrsg.), Journalimus und Wandel –
Analaysedimensionen, Konzepte, Fallstudien (S. 85 - 121). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschafen.
§  Deuze, M. (01. Oktober 2001). Online Journalism: Modelling the first Genera4on of News Media on the World Wide Web. Firstmonday, Vol. 6, No. 10,
gefunden am 25. April 2011 unter hDp://firstmonday.org/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/ar4cle/view/893/802
§  Döpfner, M. (20. Mai 2008). Aus Angst vor dem Sterben nicht Selbstmord begehen. Tagesanzeiger. Gefunden am 30. April 2011 unter hDp://
sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaf/871925.html
§  Ebermann, J., Fleck, M., Meckel, M., Plotkowiak, T. & Stanoevska-Slabeva, K. (2010). Die Rolle von Journalisten in Sozialen Meiden am Beispiel TwiQer.
Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaf für Kommunika4ons- und Medienwissenschaf (SGKM). Luzern. Gefunden am 02. April 2011 unter hDp://
www2.unine.ch/webdav/site/ajm/shared/documents/German_TwiDer_Paper_Final_2010_03_31_comments.pdf
§  Lazaroiu, G. (2010). The Development of Online News Produc4on and The Empowering of the Audience in Digital Media. Economics, Management, and
Financial Markets, Vol. 5(4), 2010, pp. 194 – 201.
Seite 21

§  Lazaroiu, G. (2010). The World-Changing Poten4al of Crowdsourced Journalism in a Corporate-Dominated Mass-Communica4ons Environment.
Geopoli4cs, History, and Interna4onal Rela4ons, Volume 2 (2), 2010, pp. 224 – 255.
Literaturverzeichnis II/II

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April 2011 unter hDp://opus.ub.uni-hohenheim.de/volltexte/2011/591/pdf/Zeitungsjournalismus_Endfassung2011.pdf
§  Mejias, J. (07.02.2011). Onlinedienst übernimmt Onlinezeitung- Hoffnungskauf eines alternden Riesen. In Frankfurter Allgemeine FAZ.NET. Gefunden am
22. April 2011 unter hDp://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/
Doc~E2DC02C27D4D546CD84C2EE4B46C23163~ATpl~Ecommon~Scontent.html
§  Neuberger, Ch. & Quandt, T. (2010). Internet-Journalismus: Vom tradi4onellen Gatekeeping zum par4zipa4ven Journalismus. In Schweiger, W. & Beck,
K. (Hrsg.). Handbuch Online-Kommunika4on. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschafen / Springer-Fachmedien
Social Media Journalism: Journalis4sche Rollen im Wandel, Schlusspräsenta4on, Sven Ruoss, 09. Mai 2011

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(Hrsg.) Public Sen4nel: News Media & Governance Reform, p. 379 – 394).
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hDp://www.shirky.com/wri4ngs/music_flip.html
§  Steensen, S. (2009). What’s stopping them? Towards a grounded theory of innova4on in online journalism. In Journalism Studies, Vol. 10:6, p. 821 – 836.
§  Tages-Anzeiger (16.12.2010). Newsnetz-Autorinnen sind Journalis)nnen des Jahres. Gefunden am 22. April 2011 unter hDp://www.tagesanzeiger.ch/
schweiz/standard/NewsnetzAutorinnen-sind-Journalis4nnen-des-Jahres/story/27805549
§  Tamedia. (14.05.2011). Espace Media führt Tageszeitung der Bund weiter und plant Einsparungen – Tages-Anzeiger organisiert Redak)on neu.
MedienmiDeilung. Gefunden am 22. April 2011 unter hDp://www.tamedia.ch/de/mediencorner/medienmiDeilungen/Seiten/Espace%20Media%20f
%C3%BChrt%20Tageszeitung%20Der%20Bund%20weiter%20und%20plant%20Einsparungen%20%E2%80%93%20Tages-Anzeiger%20organisiert
%20Redak4on%20neu.aspx
Seite 22

§  Unterreiner, V. (01.02.2011). Murdoch will mit erster iPad-Zeitung punkten. Die Welt-Online. Gefunden am 22. April 2011 unter hDp://www.welt.de/
wirtschaf/webwelt/ar4cle12412055/Murdoch-will-mit-erster-iPad-Zeitung-punkten.html
§  Woo, W. F. (2005). Defining a Journalist’s Func)on. Nieman Reports, Winter 2005, Vol. 59, No. 4, pages 31 – 33.