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DEUTSCHE NORM April 2000

Parkett und andere Holzfußböden


Bestimmung des Eindruckwiderstandes (Brinell) D
Prüfmethode
Deutsche Fassung EN 1534:2000 EN 1534
ICS 79.080

Wood and parquet flooring — Determination of resistance


to indentation (Brinell) — Test method;
German version EN 1534:2000
Parquets et planchers en bois — Détermination de la résistance
au poinçonnement (Brinell) — Méthode d’essai;
Version allemande EN 1534:2000

Die Europäische Norm EN 1534:2000 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Diese Europäische Norm wurde von der Arbeitsgruppe 3 „Spezielle Nutzeranforderungen“ (Sekretariat: Schweden) des
Technischen Komitees 175 „Rund- und Schnittholz“ (Sekretariat: Frankreich) erarbeitet.
Der zuständige Arbeitsausschuss im DIN ist der NHM AA 1.14 „Spiegelausschuss CEN/TC 175 und ISO/TC 218“.

Fortsetzung 4 Seiten EN

Normenausschuss Holzwirtschaft und Möbel (NHM) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
— Leerseite —
EUROPÄISCHE NORM EN 1534
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE März 2000

ICS 79.080

Deutsche Fassung

Parkett und andere Holzfußböden

Bestimmung des Eindruckwiderstandes (Brinell)


Prüfmethode

Wood and parquet flooring — Determination of Parquets et planchers en bois — Détermination de la


resistance to indentation (Brinell) — Test method résistance au poinçonnement (Brinell) — Méthode
d’essai

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 2. Mai 1999 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographi-
schen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Fran-
zösisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in eigener
Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentral-
sekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch-
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen Repu-
blik und dem Vereinigten Königreich.

CEN
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 2000 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref.-Nr. EN 1534 : 2000 D
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EN 1534 : 2000

Inhalt
Seite Seite

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 6.2 Probenahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3


1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 6.3 Klimatisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2 Normative Verweisungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 6.4 Möglichkeiten der Prüfungsvorbereitung . . . . . 3

3 Definitionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 7 Prüfverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
7.1 Genauigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
4 Prinzip . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
7.2 Aufbringen der Kraft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5 Prüfgerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 7.3 Messung des Eindrucks . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.1 Eindringkörper . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
8 Darstellung der Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.2 Messvorrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
8.1 Härte für jeden Eindruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
5.3 Druckkopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
8.2 Härte für ein Los . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
6 Prüfkörper . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
9 Prüfbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
6.1 Maße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 175 „Rund- und Schnittholz“ erarbeitet, dessen Sekre-
tariat von AFNOR gehalten wird.
Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identi-
schen Textes oder durch Anerkennung bis September 2000, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis
September 2000 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder gehal-
ten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.
Diese Norm ist Teil einer Reihe von Normen, die Parkett und andere Holzfußböden sowie Wand- und Deckenverkleidungen
aus Holz behandeln.

1 Anwendungsbereich 3.1
Element
Diese Europäische Norm legt ein auf der Brinell-Prüfung
beruhendes Verfahren zur Bestimmung der Eindruck- das kleinste Einzelteil (z. B. eine Lamelle, ein Stab) eines
festigkeit von Parkett und anderen Holzfußböden fest. Holzfußbodens.

3.2
2 Normative Verweisungen Los
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder un- innerhalb einer Lieferung oder in einem Lager eine Menge
datierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publi- an Holzfußböden und Innen- und Außenwandbekleidun-
kationen. Diese normativen Verweisungen sind an den je- gen sowie Deckenbekleidungen aus Holz mit den glei-
weiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind chen Merkmalen.
nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen
gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen die- 3.3
ser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls Aufbau
sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet Beschreibung der Zusammensetzung des Elementes.
sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe
der in Bezug genommenen Publikation. 3.4
prEN 13756 Eindruck
Holzfußbodenbelag — Terminologie konkave Verformung der Oberfläche eines Prüfkörpers
unter dem Einwirken eines Eindringkörpers.

3 Definitionen 3.5
Für die Anwendungen dieser Europäischen Norm gelten Eindruck unter Einwirkung
die in prEN 13756 angegebenen sowie die folgenden Defi- Verformung der Oberfläche des Prüfkörpers während des
nitionen: Einwirkens des Eindringkörpers.
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EN 1534 : 2000

3.6 6.3 Klimatisierung


Resteindruck Die Prüfung muss an Prüfkörpern durchgeführt werden,
Verformung der Oberfläche des Prüfkörpers nach einer die nach den Anweisungen des Herstellers klimatisiert
Erholungszeit. wurden.
ANMERKUNG: Die Erholungszeit wird in 7.3 spezifiziert.
6.4 Möglichkeiten der Prüfungsvorbereitung
4 Prinzip An der Unterseite der Prüfkörper befindliches weiches
oder sprödes Material muss entfernt werden, um ein Ver-
Die Eindruckfestigkeit wird bestimmt, indem ein belasteter
schieben während der Prüfung zu vermeiden.
Eindringkörper auf die Stirnfläche des Prüfkörpers auf-
gebracht wird. Der Durchmesser des Resteindrucks wird
verwendet, um die Eindruckfestigkeit des Prüfkörpers zu
beurteilen. 7 Prüfverfahren
7.1 Genauigkeit
Alle Ablesungen müssen mit der in Abschnitt 5 für die
5 Prüfgerät Messgeräte festgelegten Genauigkeit erfolgen.
5.1 Eindringkörper
Eine gehärtete Stahlkugel mit einem Durchmesser von 7.2 Aufbringen der Kraft
…10 ± 0,01† mm.
Der Prüfkörper muss von allem befreit sein, was die
Ergebnisse beeinflussen kann. Der Prüfkörper ist auf dem
5.2 Messvorrichtung Tisch des Druckkopfes anzubringen. Der Eindringkörper
Eine Vorrichtung, mit der der Durchmesser des Restein- ist auf die Oberfläche des Prüfkörpers zu senken. Die auf-
drucks auf der Stirnfläche des Prüfkörpers auf ± 0,1 mm gebrachte Kraft ist so zu steigern, dass der Nennwert von
gemessen werden kann. 1 kN nach …15 ± 3† s erreicht wird. Diese Kraft ist für
…25 ± 5† s aufrechtzuerhalten. Danach ist der Eindringkör-
5.3 Druckkopf per vollständig zurückzunehmen.
Ein sich senkrecht zu einem flachen, festen Tisch bewe- Um sicherzustellen, dass die Probe fest gehalten wird,
gender Druckkopf mit einer Kraftmessdose, mit der die muss die Vorrichtung während der gesamten Prüfung
aufgebrachten Kräfte auf ± 2 % bestimmt werden können. vibrations- und stoßfrei gehalten werden.
Die Kraft und die Geschwindigkeit des Druckkopfes
müssen innerhalb festgelegter Grenzen einstellbar sein. 7.3 Messung des Eindrucks
Nach dem Entfernen des Eindringkörpers ist mindestens
3 min zu warten. Mit der Messvorrichtung sind zwei Durch-
6 Prüfkörper messer des Resteindrucks im Winkel von 90° zueinander
6.1 Maße zu messen: einer längs zum Faserverlauf d1 und der an-
Die Prüfung muss an Prüfkörpern durchgeführt werden, dere quer zum Faserverlauf d2 , mit einer Genauigkeit von
die entweder Elemente oder von Elementen abgeschnit- ± 0,2 mm.
tene quadratische Prüfkörper sein können und vorzugs- Um die Kanten der Eindruckstelle besser sichtbar zu ma-
weise eine Seitenlänge von etwa 50 mm haben. chen, kann eine entsprechende Beleuchtung und/oder
Bleigraphit verwendet werden.
6.2 Probenahme
6.2.1 Innerhalb eines Prüfkörpers
8 Darstellung der Ergebnisse
Die Eindrücke müssen entweder in der Mitte der
Prüfkörper erfolgen oder über die gesamte Stirnfläche des 8.1 Härte für jeden Eindruck
Elementes verteilt werden. Die Brinellhärte HB wird mit der folgenden Gleichung auf
Wenn bei einem Element ein Holzstück länger als 200 mm zwei signifikante Stellen berechnet:
ist, können auf diesem Holzstück bis zu zwei Eindruckver- 2F
suche erfolgen. Wenn dies nicht der Fall ist, kann nur ein HB =  ÿ   …1†
g · p · D D ­ D2 ­ d 2 1=2
Eindruckversuch erfolgen.
Der Abstand zwischen dem Eindruckmittelpunkt und jeder Dabei ist:
Kante eines Prüfkörpers, Elementes oder Astes muss min- HB die Brinellhärte in Gewichtskraft je Quadratmilli-
destens 20 mm betragen. Ist der Prüfkörper jedoch weni- meter;
ger als 40 mm breit, muss der Eindruckpunkt auf seiner
g die Erdbeschleunigung, in Meter je Sekunden-
Längsachse liegen.
quadrat;
Besteht ein Element aus mehreren Bestandteilen, so kann
p der Faktor „pi“ (. 3,14);
jedes Teil der Eindruckprüfung unterzogen werden.
F die Nominalkraft, in Newton;
Innerhalb der oben angegebenen Grenzen müssen die
Eindruckpunkte willkürlich verteilt werden. D der Kugeldurchmesser, in Millimeter;
d der Durchmesser des Resteindrucks, in Millimeter.
6.2.2 Innerhalb eines Loses
Um HB in Newton je Quadratmillimeter auszudrücken,
Die Anzahl der Prüfkörper, von denen Proben zu nehmen streicht man g aus der Gleichung.
sind, wird von der Anzahl der an jedem Prüfkörper vorzu-
Der Durchmesser des Resteindrucks d wird aus den nach
nehmenden Eindruckversuche bestimmt. Diese Zahl muss
7.3 durchgeführten Messungen mit der folgenden Glei-
so gewählt sein, dass insgesamt mindestens 50 Eindruck-
chung berechnet:
versuche erfolgen.
Die Prüfkörper müssen willkürlich aus dem Los entnom- d1 + d2
d= …2†
men werden. 2
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EN 1534 : 2000

8.2 Härte für ein Los Tabelle 1: Student-Koeffizient für einen Wertebereich
8.2.1 Allgemeines von n
Es wird von einer Normal-Verteilung ausgegangen. Anzahl der
Student-Koeffizient
Der Mittelwert, die Standardabweichung und der Kenn- Prüfanordnungen
t05
wert der Brinellhärte müssen berechnet werden. n

8.2.2 Mittelwert 6 2,02


n
X 7 1,94
Pi
1
m= …3† 8 1,90
n
Dabei ist: 9 1,86

m der Mittelwert der Leistungsfähigkeit der Probe; 10 1,83


Pi die Leistungsfähigkeit des „i-ten“ Eindruckpunktes
in der Probe; 11 1,81
n die Anzahl der in der Probe ausgeführten Eindruck- 12 1,80
versuche.
13 1,78
8.2.3 Standardabweichung
14 1,77
n   1=2
2 3
X
6 Pi ­ m2 7 15 1,76
4 1 5
s= …4† 16 1,75
n­1

Dabei ist: 17 1,75

s die Standardabweichung. 18 1,74


Alle anderen Parameter sind unter 8.2.2 festgelegt. 19 1,73

8.2.4 Kennwert 20 1,73


Ein Kennwert ist definiert als das 5. Perzentil der ange- 21 1,72
nommenen Normalverteilung.
Ein Kennwert ergibt sich aus der folgenden Gleichung: 22 1,72
Xk = m ­ … t05 × s† …5† 23 1,72
Dabei ist: 24 1,71
Xk der Kennwert;
25 1,71
t05 der Student-Koeffizient für eine einseitige 5 %-
Belastung. 26 1,71
Tabelle 1 gibt den Student-Koeffizienten für einen Werte-
bereich von n an. 27 1,71
Alle anderen Parameter sind in 8.2.2 und 8.2.3 festgelegt. 28 1,70

29 1,70
9 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss die folgenden Angaben enthalten: 30 1,70
– Name und Anschrift des Laboratoriums; 40 1,68
– Name und Anschrift der auftraggebenden Firma;
– Verfahren der Probenahme und Kennzeichnung der 60 1,67
Probe;
120 1,66
– das Bereitstellungsdatum;
– Datum der Zeitspanne der Prüfung(en); Z 1,645
– die Art (eventuell die Marke, falls vorhanden) und die
vollständige Beschreibung der Prüfkörper (Schichten, – Verweis auf dieses Prüfverfahren und, falls vorhan-
Beschichtung, Klassifizierung nach dem Aussehen...), den, die Abweichungen;
Stirnflächen-Ansicht und Querschnitte in einem geeig- – eine kurze Beschreibung der bei der Prüfung verwen-
neten Maßstab; deten Geräte;
– falls erforderlich, ihre Merkmale zum Zeitpunkt der – jedes einzelne Ergebnis mit Angabe des Prüfver-
Lieferung; fahrens;
– die Konditionierung der Prüfkörper vor der Prüfung; – den Mittelwert, die Standardabweichung des Loses,
– die klimatischen Bedingungen innerhalb des Labora- aus dem die Probe entnommen wurde nach den Fest-
toriums während der Prüfung; legungen in dieser Norm und den Kennwert der Härte.