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Agentur für Arbeit Magdeburg

Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge


Impressum

Frauke Haveland
Trainee der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen
Agentur für Arbeit Magdeburg, Juni 2016

Aktualisierung
Florian Mager
Arbeitsvermittler – Schwerpunktaufgabe Fachausbilder
Agentur für Arbeit Magdeburg, November 2016
Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 05

2. Rechtsgrundlagen 06
2.1. Personenkreise 06
2.2. Aufenthaltstitel und –papiere 11

3. Der Ablauf eines Asylverfahrens 13

4. Das Integrationsgesetz 14
4.1. Übersicht - Änderungen durch das Integrationsgesetz 15

5. Arbeitsmarktzugang 15
5.1. Arbeitsmarktzugang für Asylberechtigte 15
5.2. Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber/innen und Geduldete 16
5.2.1. Besonderheiten Praktika 18
5.2.2. Antrag auf Erlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung 19
5.3. Besonderheiten im Arbeitsmarktzugang 20

6. Förderangebote 21
6.1. Fördermöglichkeiten nach dem SGB III 21
6.2. Fördermöglichkeiten nach dem SGB II 23
6.3. Fördermöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene 24

7. Sprachförderung und Sprachmittlung 25


7.1. Kurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge 25
7.2. Feststellung der Deutschkenntnisse durch die BA 26
7.3. Kostenlose Onlineangebote 26
7.4. Sprachmittler 27

8. Regionale Zuständigkeiten 27
8.1. Besonderheiten in den Abläufen und Zugangssteuerung 27
8.2. Zuständige Behörden 29
8.2.1. Ansprechpartner Agentur für Arbeit und Jobcenter 29
8.2.2. BAMF-Außenstelle 30
8.2.3. Ausländerbehörden 30
8.2.4. Sozialämter / Fragen zum Asylbewerberleistungsgesetz 31
8.2.5. Bildungskoordinatorin – Landeshauptstadt Magdeburg 32
8.3. Fördermöglichkeiten der Jugendhilfe 33
8.4. Weitere Akteure und Beratungsstellen 34
8.4.1. IQ Netzwerk 34
8.4.2. Regionales Übergangsmanagement SA (RÜMSA) 35
8.4.3. Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA) 36
8.4.4. Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in SA (LAMSA) 37
8.4.5. Jobbrücke PLUS 38
8.4.6. Ehrenamtliche Unterstützung 38

9. Anhang 39
9.1. Tabellarische Übersichten 39
9.2. Mustervordrucke / Formulare 42
9.3. Literatur- und Quellenverzeichnis 45
9.4. Weiterführende Informationen 46

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender 06


Abb. 2 Ankunftsnachweis 07
Abb. 3 Aufenthaltsgestattung 08
Abb. 4 Duldung 09
Abb. 5 Aufenthaltserlaubnis 10
Abb. 6 Ablauf Asylverfahren 13
Abb. 7 Nebenbestimmungen 17
Abb. 8 Wege in Arbeit für geflüchtete Menschen 28
1. Einleitung

Die Integration von Flüchtlingen stellt die Gesellschaft, die Behörden, Arbeitgeber sowie die vielen
Helferinnen und Helfer vor große und teilweise neue Herausforderungen. Sowohl der kurzfristigen
Versorgung und Unterbringung der Menschen als auch deren nachhaltige und langfristige Integration kommt
dabei besondere Bedeutung zu.
Der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es Anliegen und Anspruch für diese Menschen frühzeitig einen Beitrag
zur Integration in den Arbeitsmarkt und damit zur gesellschaftlichen Integration zu leisten.
Die vorliegende Übersicht und Arbeitshilfe soll Transparenz schaffen über den Arbeitsmarktzugang von
Flüchtlingen in Magdeburg und dessen Umland. Sie soll allen Akteuren als Unterstützung dienen, die an
dieser Aufgabe beteiligt sind.
Auf den folgenden Seiten finden sich Hinweise zum Asylverfahren sowie aufenthaltsrechtliche Hintergründe
zusammenfassend erläutert; eine Übersicht zum Arbeitsmarktzugang sowie Informationen zu
Fördermöglichkeiten und Ansprechpartner/innen und Akteuren vor Ort.
Auch die Themen Flucht und Asyl bestätigen, dass „nichts so beständig wie der Wandel ist“1. Zu beachten
ist daher, dass Gesetzesänderungen (z.B. die Einführung des Integrationsgesetzes (IntG)), neue
Verfahrensregelungen oder auch Veränderungen vor Ort jederzeit eine Überarbeitung dieser Arbeitshilfe
erfordern können.

Für Neuerungen zum Thema lohnt sich stets ein Blick auf die Internetseiten der BA www.arbeitsagentur.de
und des BAMF www.bamf.de.

1
Zitat von Heraklit von Ephesus
5
2. Rechtsgrundlagen

2.1. Personenkreise
a. Asylsuchende
 sind eingereist und registriert
 haben jedoch noch keinen Asylantrag beim BAMF gestellt
 erhalten eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (kurz: BÜMA) nach §
63a AsylG (Abb.1)
 ab 28. Januar 2016 Einführung des fälschungssicheren Ankunftsnachweises (Abb.2)

Die BÜMA unterscheidet sich regional. Ein Vordruck oder auch nur ein kurzzeiliger Bescheid ist möglich. Die
nachfolgende Abbildung ist exemplarisch.

Abb.1: Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BÜMA)

Quelle: Fachliche Hinweise für den (gemeinsamen) Arbeitgeber-Service-


Beschäftigung von geflüchteten Menschen, siehe Anhang

6
Mit der Einführung des Ankunftsnachweises für Asylsuchende erhält die bisher formlose und von
Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltete "Bescheinigung über die Meldung als
Asylsuchender" (BüMA) eine neue bundeseinheitliche Ausgestaltung, die zudem Sicherheitsmerkmale
enthält.

Abb.2: Ankunftsnachweis (AKN)

Quelle: BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

7
b. Asylbewerberinnen und Asylbewerber
 haben einen Asylantrag beim BAMF gestellt und befinden sich im laufenden Asylverfahren
 erhalten eine Aufenthaltsgestattung zur Durchführung des Asylverfahrens nach § 55
AsylG

Abb. 3: Aufenthaltsgestattung

Quelle: Fachliche Hinweise für den (gemeinsamen) Arbeitgeber-Service-


Beschäftigung von geflüchteten Menschen, siehe Anhang

8
c. Geduldete
 Der Asylantrag wurde abgelehnt, die Abschiebung ist gegenwärtig jedoch nicht möglich.
 erhalten daher eine Duldung nach § 60a AufenthG

Abb. 4: Duldung

Quelle: Fachliche Hinweise für den (gemeinsamen) Arbeitgeber-Service-


Beschäftigung von geflüchteten Menschen, siehe Anhang

9
d. Asylberechtigte / anerkannte Flüchtlinge
 Der Antrag wurde anerkannt bzw. positiv beschieden.
 erhalten eine befristete Aufenthaltserlaubnis nach Kap. 2, Abschnitt 5 des AufenthG (aus
völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen)

Abb. 5: Aufenthaltserlaubnis

Quelle: Fachliche Hinweise für den (gemeinsamen) Arbeitgeber-Service-


Beschäftigung von geflüchteten Menschen, siehe Anhang

10
2.2. Aufenthaltstitel und -papiere

a. Die Aufenthaltserlaubnis (AE)


 erhalten anerkannte Flüchtlinge, deren Asylantrag positiv beschieden wurde
 ist ein befristeter Aufenthaltstitel und wird zu den im Aufenthaltsgesetz genannten
Zwecken erteilt, z.B.:
 zum Zweck der Ausbildung nach §§ 16-17a AufenthG
 zum Zweck der Erwerbstätigkeit nach §§ 18, 20, 21 AufenthG
 aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen nach §§ 22- 26,
104a, 104b AufenthG
 Aufenthalt aus familiären Gründen nach §§ 27-36 AufenthG
Im Folgenden wird im Zusammenhang mit der Aufenthaltserlaubnis von jenen Personen
ausgegangen, die aus völkerrechtlichen, humanitären und politischen Gründen einen
Aufenthaltstitel erhielten.

b. Die Niederlassungserlaubnis (NE) ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel und berechtigt zur
Ausübung selbstständiger und nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit. Die Voraussetzungen
zur Erteilung der NE finden sich in § 9 AufenthG.

c. Der Daueraufenthalt EU ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel. Mit der deutschen Erlaubnis
zum Daueraufenthalt-EU kann man sich auch in den meisten anderen EU-Staaten dauerhaft
niederlassen, dort wohnen und arbeiten.

d. Die Blaue Karte EU ist ein neuerer Aufenthaltstitel, den es seit 01. August 2012 gibt. Er gilt
speziell für Hochqualifizierte mit einem Mindesteinkommen2 von 49.600 Euro
(Hochschulabsolventen) € bzw. 38.688 Euro (in sogenannten Mangelberufen), die in
Deutschland einen entsprechenden Job gefunden haben.

e. Die Fiktionsbescheinigung nach § 81 AufenthG ist der Nachweis des legalen


Aufenthaltes, während ein gestellter Antrag auf Erteilung oder Verlängerung eines
Aufenthaltstitels noch bearbeitet wird.
 ist kein Aufenthaltstitel

2 Mindesteinkommen für das Jahr 2016


11
f. Die Aufenthaltsgestattung nach § 55 AsylG
 erhalten Asylbewerberinnen und –bewerber, die sich noch in einem laufenden
Asylverfahren befinden
 ist kein Aufenthaltstitel

g. Die Duldung nach § 60a AufenthG


 ist die Aussetzung der Abschiebung von ausreisepflichtigen Ausländerinnen und
Ausländern
 wird Personen ausgestellt, über deren Antrag negativ beschieden wurde, die aber nicht
abgeschoben werden dürfen (da bspw. kein Pass vorhanden ist, die Person nicht
reisefähig ist, das Leben bedroht ist, etc.)
 ist kein Aufenthaltstitel

Hinweis zur geänderten Rechtsauffassung des BMAS von November 2016:

hier: arbeitsuchenden/arbeitslosen Personen aus dem Westbalkan

In diesem Kontext gibt es mittlerweile eine geänderte Rechtsauffassung des BMAS, nach der das

Erfordernis der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis im Herkunftsland, wie § 26 Abs. 2 BeschV es

vorsieht, nur für die Ersterteilung gilt. Es besteht also für diesen Personenkreis nicht mehr die

zwingende Notwendigkeit der Ausreise, wenn das Beschäftigungsverhältnis endet. Personen aus

dem Westbalkan müssen sich in diesem Fall zwar nach wie vor bei der zuständigen

Ausländerbehörde melden, können aber hier in Deutschland nach einer Anschlussbeschäftigung

suchen; ggf. besteht Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die zuständige Ausländerbehörde kann

diesem Personenkreis eine Übergangsfrist zur Arbeitsuche einräumen und eine neue

Aufenthaltserlaubnis nach § 18 Aufenthaltsgesetz i. V. m. § 26 Abs. 2 BeschV erteilen, wenn die

Person eine neue Beschäftigung gefunden hat.

Die Agenturen für Arbeit haben diesen Personenkreis demnach ab sofort als arbeitsuchend bzw.

arbeitslos zu führen und die entsprechenden Dienstleistungen anzubieten. Wichtig ist auch

weiterhin der Verweis an die Ausländerbehörde.

12
3. Der Ablauf des Asylverfahrens

Die folgende Abbildung zeigt den idealtypischen Ablauf eines regulären Asylverfahrens.

Abb. 6 Ablauf Asylverfahren

Quelle: BAMF
http://refugees.rlp.de/fileadmin/_processed_/csm_Grafik_Bamf_Ablauf_eines_Asylverfahrens_e6018e8f4e.jpg

Grundsätzlich lässt sich folgendes festhalten:


 Personen mit einer Aufenthaltsgestattung (laufendes Asylverfahren ohne Entscheidung) oder eine
Duldung (Ablehnung aber Aussetzung der Abschiebung) beziehen Leistungen zum Lebensunterhalt
aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Für Leistungen der Arbeitsförderungen ist dann
die Agentur für Arbeit (SGB III) zuständig.
 Sobald eine Positiventscheidung über den Antrag auf Asyl getroffen wurde (Asylberechtigte),
übernimmt das Jobcenter (SGB II) die Leistungen sowohl zum Lebensunterhalt als auch zur
Arbeitsförderung.

13
4. Das Integrationsgesetz

Zusammenfassung:
Das Integrationsgesetz, die hierzu erlassene Verordnung zum Integrationsgesetz und die Vierte
Verordnung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung (BeschV) sind am 6. August 2016 in Kraft
getreten (siehe Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 39, Seiten 1939 ff, 1950 ff. und 1953 ff.).

Um Personen mit einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung die Beschäftigungsaufnahme zu erleichtern,


wird für einen Zeitraum von drei Jahren (bis 05.08.2019) für Beschäftigungen in festgelegten
Agenturbezirken auf die Vorrangprüfung verzichtet. Dies ergibt sich aus § 32 Abs. 5 Nr. 3 der BeschV
(neu). Mit dem Aussetzen der Vorrangprüfung wird grundsätzlich auch die Tätigkeit in Leiharbeit
ermöglicht.

Insgesamt wird in 133 Agenturbezirken die Vorrangprüfung ausgesetzt. Die Bezirke, in denen die
regionale Arbeitsmarktsituation die Aussetzung zulässt, wurden in enger Abstimmung mit den
Bundesländern festgelegt. In Sachsen-Anhalt entfällt befristet die Vorrangprüfung.

Die Prüfung der Vergleichbarkeit der Beschäftigungsbedingungen bleibt hiervon unberührt.

Mit dem Aussetzen der Vorrangprüfung für drei Jahre kann Personen mit einer Aufenthaltsgestattung
oder Duldung grundsätzlich nach einer mindestens 3-monatigen Wartezeit der Zugang zu einer
Beschäftigung in den benannten Regionen ermöglicht werden.

Die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit zur Beschäftigung von Personen mit einer
Aufenthaltsgestattung oder Duldung ist entsprechend der neuen Regelung des § 34 Absatz 1 Nr. 3
BeschV auf den Agenturbezirk, in dem die Beschäftigung ausgeübt werden darf, zu beschränken.

14
4.1. Übersicht - Änderungen durch das Integrationsgesetz

5. Arbeitsmarktzugang3

5.1. Arbeitsmarktzugang für Asylberechtigte

 Anerkannten Flüchtlingen, Asylberechtigten und bei subsidiärem Schutz muss die Ausländerbehörde
eine Aufenthaltserlaubnis erteilen, die den uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht.
 Sie dürfen demnach jede legale Arbeit und jede Berufsausbildung aufnehmen.
 Bei der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen benötigt die
4
Ausländerbehörde keine Zustimmung der BA zur Erlaubnis der Beschäftigung.

3 Vgl. Tabelle 1 sowie Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber und Flüchtlinge im Anhang


4 Vgl. § 31 BeschV
15
5.2. Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber/innen und Geduldete5

 Nach Ablauf einer 3-monatigen Wartefrist kann die Ausländerbehörde Asylbewerber/innen und
Geduldeten eine Beschäftigung gestatten, wenn die BA ihre Zustimmung erteilt hat.
 Für Geduldete ist die Aufnahme einer anerkannten schulischen Berufsausbildung bereits ab dem
ersten Tag der Duldung möglich.
 Eine Beschäftigungsaufnahme ist jedoch nicht möglich, solange sie verpflichtet sind, in einer
Aufnahmeeinrichtung zu wohnen. Diese Wartezeit kann bis zu 6 Monate dauern.
 Für Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten6, die nach dem 31.08.2015 einen Asylantrag gestellt
haben, gilt ein generelles Beschäftigungsverbot.
 Die Zustimmung der BA setzt grundsätzlich voraus, dass keine vorberechtigten Arbeitnehmer/innen
(deutsche Staatsangehörige, Bürger eines EU- oder EWR-Staates oder sonstige bevorrechtigte
ausländische Arbeitnehmer) für diese konkrete Beschäftigung zur Verfügung stehen (Vorrangprüfung
und der Ausländer bzw. die Ausländerin nicht zu ungünstigeren Arbeitsmarktbedingungenbeschäftigt
werden soll als vergleichbare inländische Arbeitnehmerinnen.7 (befristeter Wegfall der
Vorrangprüfung)

Die Vorrangprüfung entfällt, wenn Asylbewerber (befristeter Wegfall der Vorrangprüfung):


o eine Beschäftigung fortsetzen wollen, die sie seit mindestens 12 Monaten bei demselben
Arbeitgeber ausüben,
o sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen erlaubt, geduldet oder gestattet im
Bundesgebiet aufhalten oder
o eine Beschäftigung in einem Mangelberuf aufnehmen wollen, der aus der Positivliste
hervorgeht, wenn ein entsprechender anerkannter Ausbildungsabschluss vorliegt
 Halten sich Asylbewerber/innen oder Geduldete seit 4 Jahren ununterbrochen im Bundesgebiet auf,
dann erteilt die Ausländerbehörde die Genehmigung zur Beschäftigung ohne Zustimmung der BA.
 Welche Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit/Beschäftigung eine Person erhält, findet sich in den
Nebenbestimmungen der Aufenthaltstitel oder –papiere. Vermerke sind i.d.R. „Erwerbstätigkeit
gestattet“, „Beschäftigung nur mit Erlaubnis der Ausländerbehörde gestattet“ oder „Erwerbstätigkeit
nicht gestattet“.

5 Vgl. Tabelle 3 im Anhang


6 Sichere Herkunftsstaaten entsprechend Anlage II zu § 29a AsylG sind aktuell Albanien, Bosnien & Herzegowina,
Ghana, Kosovo; Mazedonien (ehemalige jugoslawische Republik), Montenegro, der Senegal und Serbien.
7 Zur Vorrangprüfung vgl. auch Tabelle 2 im Anhang

16
Abb. 7 Nebenbestimmungen

Quelle: Fachliche Hinweise für den (gemeinsamen) Arbeitgeber-Service-


Beschäftigung von geflüchteten Menschen, siehe Anhang

17
5.2.1. Besonderheiten „Praktika“8

Neben der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind auch bei anderen
Beschäftigungsformen vor der Einstellung von Asylbewerberinnen/bewerbern und Geduldeten Regelungen
zu beachten: Praktikantenverhältnisse gelten i.d.R. als Beschäftigung (§ 7 Abs. 2 SGB IV i.V.m. § 2 Abs. 2
AufenthG) und unterliegen damit grundsätzlich der Zustimmungspflicht durch die Bundesagentur für Arbeit
(BA) nach § 17 i.V.m. § 39 AufenthG sowie der Erlaubnis der Ausländerbehörde. Eine Beschäftigung
unterliegt ab dem ersten Tag dem Mindestlohn, z.B.:
 reguläres Praktikum zur Kenntniserweiterung in praktischer Anwendung in einem Unternehmen als
Vorbereitung auf eine künftige berufliche Tätigkeit oder Ausbildung
 Berufs- oder Orientierungspraktika länger als 3 Monate
 berufs- oder studienbegleitende Praktika länger als 3 Monate
 Probebeschäftigungen
Bestimmte Beschäftigungen dürfen Asylbewerber nach Ablauf einer Wartefrist von 3 Monaten dennoch ohne
Zustimmung der BA ausüben. Dazu zählen zum Beispiel auch mindestlohnfreie Tätigkeiten:
 Hospitationen
 Pflichtpraktika für Schule oder Studium
 Berufs- oder Orientierungspraktika bis zu 3 Monaten
 berufs- oder studienbegleitende Praktika bis zu 3 Monaten
 Einstiegsqualifizierungen
o Asylbewerber und Geduldete müssen für die Tätigkeit die Genehmigung der
Ausländerbehörde einholen
 Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Arbeitgeber

8 Vgl. Tabelle 4 sowie „Praktika“ und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen im Anhang
18
5.2.2. Antrag auf Erlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung

Bei jeder Aufnahme einer Beschäftigung (Arbeit; Ausbildung, verschiedene Arten von Praktika) ist ein Antrag
auf Genehmigung durch die Ausländerbehörde durch den ausländischen Beschäftigten oder mit Vollmacht
durch den Arbeitgeber zu stellen. Hierfür sind ein Arbeitsvertrag / eine Einstellungszusage, eine vom
Arbeitgeber ausgefüllte Stellenbeschreibung sowie ein Arbeitgeberdatenblatt notwendig.9
Die Ausländerbehörde entscheidet, ob eine Zustimmung der BA erforderlich ist. Das Zustimmungsverfahren
wird von den Teams Arbeitsmarktzulassung (AMZ) in ausgewählten Operativen Services (OS) durchgeführt.
Die regionale Zuständigkeit der AMZ-Teams ist im Internet10 veröffentlicht.
Das AMZ-Team prüft die rechtlichen Voraussetzungen des Einreisetatbestands und fordert ggf. hierfür
benötigte weitere Unterlagen an. Für die Arbeitsmarktprüfung (Vorrangprüfung (befristeter Wegfall) und
Prüfung der Arbeitsbedingungen) schaltet es den Arbeitgeber-Service (AG-S) der Agentur für Arbeit (AA)
ein, in deren Bezirk der Betriebssitz des Arbeitgebers liegt.11

§ 36 Abs. 2 Beschäftigungsverordnung (BeschV) sieht vor, dass die Zustimmung der BA als erteilt gilt, wenn
das AMZ-Team der Ausländerbehörde bzw. Auslandsvertretung nicht innerhalb von zwei Wochen
 eine Entscheidung übermittelt oder
 mitteilt, dass noch weitere Unterlagen von der Ausländerbehörde bzw. der Auslandsvertretung
benötigt werden oder
 die BA vom Arbeitgeber noch erforderliche Auskünfte einholen muss.
Deshalb gilt grundsätzlich eine Reaktionszeit von 48 Stunden.

Wird eine Erlaubnis ausgesprochen, ist diese ausschließlich für das im Antrag gestellte Unternehmen sowie
die angegebene Tätigkeit gültig. Bei Wechsel des Arbeitgebers oder bei Wechsel der Tätigkeit (auch intern)
ist eine neue Erlaubnis der Ausländerbehörde einzuholen. Ist ein Arbeitgeber an der Einstellung eines
Flüchtlings interessiert, dem laut Nebenbestimmungen die Erwerbstätigkeit nicht gestattet ist, empfiehlt sich
erfahrungsgemäß ein erneuter Antrag bei der Ausländerbehörde.
Mit der sogenannten Vorabprüfung12 durch die BA ist es Arbeitgebern möglich den Entscheidungsprozess,
ob die arbeitsmarktlichen Voraussetzungen für eine spätere Zustimmung zur Beschäftigung einer
ausländischen Arbeitnehmerin bzw. eines ausländischen Arbeitnehmers vorliegen, erheblich zu verkürzen.

9 Links zu den Formularen für die Arbeitsmarktzulassung im Anhang


10Vgl. Arbeitsmarktzulassung-Standortübersicht:
https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ArbeitundBeruf/ArbeitsJobsuche/ArbeitinDe
utschland/Arbeitsmarktzulassung/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI531395
11 Vgl. Fachliche Hinweise zur Zusammenarbeit zwischen Arbeitsmarktzulassungs-Teams und Arbeitgeber-Services
12 Notwendige Unterlagen sowie der Verfahrensweg im Anhang

19
Von dieser Möglichkeit kann ein Arbeitgeber Gebrauch machen, wenn er rechtzeitig klären möchte, ob seine
Stelle mit einer ausländischen Person besetzt werden kann.

Benötigt werden eine detaillierte Stellenbeschreibung mit Angaben zu den Arbeitsbedingungen sowie
Anforderungen an die Qualifikation der Bewerberin/ des Bewerbers sowie grundsätzlich der Nachweis der
Qualifikation der Bewerberin/des Bewerbers.

5.3. Besonderheiten im Arbeitsmarktzugang

Mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung ist eine Beschäftigung in Zeit- und Leiharbeit ab dem 16.
Monat möglich, die Erlaubnis der Ausländerbehörde muss weiterhin eingeholt werden. Eine Beschäftigung
in Zeitarbeit ist in Engpassberufen, die auf der Positivliste stehen, bereits nach 3monatigem Aufenthalt
möglich (befristet ausgesetzt – siehe Integrationsgesetz)

Asylsuchende, -bewerber/innen und Geduldete unterliegen i.d.R. einer Wohnsitzauflage. Bei Verstößen
gegen diese Auflage kann der Aufenthaltsstatus erlöschen. Mit einer Arbeitsaufnahme verbundene mögliche
Montagetätigkeiten sollten daher bereits bei Antragsstellung auf eine Beschäftigungserlaubnis unbedingt
mit angegeben werden.

Ein Grenzübertritt ist generell nicht zulässig. Überschreitet eine geflüchtete Person die deutsche Grenze zu
einem anderen Staat, verliert er seinen Aufenthaltstitel/-status.13. Dies gilt auch, wenn die Person nur die
Grenze überschreitet, um auf kürzestem Weg den Arbeitsplatz in Deutschland zu erreichen (z.B. durch das
Elsass).

Asylbewerber/innen können eine Ausbildung nach 3 Monaten, Geduldete bereits ab dem 1. Tag ihrer
Duldung beginnen, wenn diese zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Die Genehmigung der
Ausbildung erfolgt durch die Ausländerbehörde, die Zustimmung durch die BA ist nicht notwendig.

13
gilt hier also auch für anerkannte Flüchtlinge
20
6. Förderangebote

Anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte mit Aufenthaltserlaubnis sind inländischen Arbeitnehmer/innen


gleichgestellt. Sie können, vorbehaltlich Fördervoraussetzungen und ermessenslenkenden Weisungen,
durch alle verfügbaren Förderinstrumente unterstützt werden. Hinsichtlich der Arbeitsmarktförderung wenden
sie sich an die Jobcenter.
Beziehen Kunden Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (i.d.R.
Asylbewerber/innen und Geduldete), stehen ihnen Leistungen aus dem SGB II nicht zur Verfügung.
Sofern für Asylbewerber/innen und Geduldete kein Beschäftigungsverbot vorliegt, können
Fördermöglichkeiten der Agenturen (SGB III) Anwendung finden. In jedem Fall entscheidet jedoch die
Beratungs- und Vermittlungsfachkraft über Anspruch, Notwendigkeit und Umfang der
Unterstützungsleistung. Das auf der BÜMA vermerkte Einreisedatum ist maßgeblich für geforderte Fristen.

6.1. Fördermöglichkeiten nach dem SGB III

Die Agentur für Arbeit Magdeburg unterstützt ihre Kunden durch Beratung und Vermittlung. Unabhängig vom
Aufenthaltsstatus bietet sie jeder Person eine individuelle Beratung zum Arbeitsmarkt, zu Förderangeboten
und Möglichkeiten der beruflichen Integration. Zudem informiert sie über weitere Hilfsangebote von
Netzwerk- und Kooperationspartnern.
Fördermöglichkeiten der aktiven Arbeitsförderung nach dem SGB III können unter anderem sein:

a. Vermittlungsbudget nach § 44 SGB III


 für notwendige Leistungen zur Aufnahme oder Anbahnung eines Beschäftigungsverhältnisses, z.B.
Bewerbungskosten, Anerkennungen von Berufsabschlüssen
 ab dem 4. Monat des Aufenthaltes
 für Asylbewerber/innen mit hoher Bleibeperspektive14 ab dem 1. Tag möglich

b. Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Träger nach §
45 SGB III
 Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt
 Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen,
 Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung,
 Heranführung an eine selbständige Tätigkeit oder
 Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme
 ab dem 4. Monat des Aufenthaltes
 für Asylbewerber/innen mit hoher Bleibeperspektive ab dem 1. Tag möglich
 ggf. vorherige Abstimmung mit Ausländerbehörde

14 Syrien, Irak, Iran, Eritrea, Somalia


21
c. Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Arbeitgeber
nach § 45 SGB III
 Kenntnisvermittlung und Eignungsfeststellung
 Erweiterung der Sprachkenntnisse im beruflichen Kontext
 max. 6 Wochen
 ab dem 4. Monat des Aufenthaltes möglich
 für Asylbewerber/innen mit hoher Bleibeperspektive ab dem 1. Tag möglich
 ggf. vorherige Abstimmung mit Ausländerbehörde

d. Förderung der beruflichen Weiterbildung nach § 81 ff. SGB III


 Qualifizierungen sowie Weiterbildungen zum Abbau/ Ausgleich von Qualifikationsdefiziten
 Eignung zur Maßnahme muss zu Beginn vorliegen (unter Umständen Feststellung über
Psychologische Begutachtung sowie Feststellung der Deutschkenntnisse)
 ab dem 4. Monat Aufenthalt möglich
 ggf. vorherige Abstimmung mit Ausländerbehörde

e. Eingliederungszuschuss für Arbeitgeber nach §§ 88 ff. SGB III


 Arbeitgeber können zur Eingliederung von förderbedürftigen Arbeitnehmer/innen, deren Vermittlung
wegen in ihrer Person liegender Gründe erschwert wird, einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt zum
Ausgleich einer Minderleistung erhalten.
 ab dem 4. Monat möglich

22
6.2. Fördermöglichkeiten nach dem SGB II

Grundsätzlich entspricht das Förderangebot im SGB II im Wesentlichen dem des SGB III. Ergänzend sollen
folgende Förderinstrumente erwähnt sein:

a. Arbeitsgelegenheiten (AGH) nach § 16 d SGB II


 (Wieder-) Herstellung und (Aufrecht-) Erhaltung bzw. Stabilisierung der Beschäftigungsfähigkeit von
(arbeitsmarktfernen) erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
 Mittelfristige Brücke zum allgemeinen Arbeitsmarkt durch Teilhabe am Arbeitsleben und Erzielung
von Integrationsfortschritten
 Durchführung von zusätzlichen, im öffentlichen Interesse liegenden und wettbewerbsneutralen
Arbeiten durch geeignete Maßnahmeträger.
 Max. 24 Monate innerhalb eines 5-Jahres-Zeitraums
 Ergänzende Leistung für Flüchtlinge: Dolmetscherdienste und Sozialpädagogische Begleitung
o entweder Finanzierung über Landesmittel, Antragstellung durch den Träger
o oder begleitende Förderung über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS), den
die Integrationsfachkraft des Jobcenters ausstellt

b. Einstiegsgeld (ESG) nach § 16 b SGB II


 Förderung der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit zur Überwindung der
Hilfebedürftigkeit
 zeitlich befristeter, anrechnungsfreier Zuschuss zur Aufnahme und zum Erhalt einer
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit

Exkurs:
Gemäß § 5 AsylbLG ist es den regionsangehörigen Kommunen möglich Arbeitsgelegenheiten für Personen
im Bezug des Asylbewerberleistungsgesetzes einzurichten.15

15 Ansprechpartner siehe 7.3.5 Weitere Ansprechpartner der Landeshauptstadt Magdeburg


23
6.3. Gesonderte Förderungen für Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Ziel Ausbildungsmarkt

24
7. Sprachförderung und Sprachmittlung

Entscheidend für die Auswahl geeigneter Förderinstrumente und die Integration in den Arbeitsmarkt ist die
vorherige Einstufung und ggf. der Ausbau deutscher Sprachkenntnisse. Zu diesem Zweck stehen
verschiedene Instrumente zur Verfügung:

7.1. Kurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

a. Integrationskurs16
 besteht aus einem Sprach- und einem Orientierungskurs mit insgesamt 660 Unterrichtsstunden (600
Stunden Sprachkurs, 60 Stunden Orientierungskurs)
 Der Antrag auf den Integrationskurs ist von der Person selbst zu stellen und ans BAMF nach Nürnberg
zu schicken.
 Unterstützung bei der Antragstellung ist durch die BAMF-Kursträger vor Ort möglich

Kombimodell des BAMF und der BA- Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und
Spracherwerb- KompAS
 Kombimaßnahme im Rahmen des § 45 SGB III für Asylberechtigte im Rechtskreis SGB II
 Verbindung aus Integrationskurs und arbeitsmarktlicher Maßnahme, die im Ausschreibungsverfahren
an einen Träger vergeben wird

b. ESF-BAMF-Programm Deutsch für den Beruf17


 berufsbezogene Deutschförderung: Deutschunterricht, berufliche Qualifizierung, Praktika
 730 Unterrichtsstunden, 6 Monate in Vollzeit (12 Monate in Teilzeit)
 Teilnahmevoraussetzung: Sprachniveau A1
Zu beachten ist hier die Umwandlung der BAMF-ESF-Förderung für die berufsbezogene
Deutschsprachförderung in ein Regelinstrument des Bundes. Ab 1.7.2016 wird sie ausschließlich aus
Bundesmitteln finanziert. Die entsprechende Verordnung sieht eine engere Verknüpfung des Spracherwerbs
mit Beschäftigung, Ausbildung und Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik vor:
 Berufsbezogene Deutschsprachförderung gem. § 45a AufenthG18
 Sie wird vom BAMF umgesetzt und baut unmittelbar auf den Integrationskursen auf

16 Vgl. Zugangsvoraussetzungen
http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/Integrationskurse/integrationskurse-node.html
17 Vgl. Zugangsvoraussetzungen: http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/DeutschBeruf/Deutschberuf-

esf/deutschberuf-esf.html?nn=7900400
18 Vgl. Zugangsvoraussetzungen:

http://www.bamf.de/DE/Willkommen/DeutschLernen/DeutschBeruf/Bundesprogramm-45a/bundesprogramm-45a-
node.html

25
c. Spezielle Kursarten, z.B. Alphabetisierungskurs
 umfasst insgesamt 900 Unterrichtsstunden
 für Teilnehmer, die das Lesen und Schreiben lateinischer Buchstaben nicht gelernt haben

7.2. Feststellung der Deutschkenntnisse durch den Berufspsychologischen


Service (BPS) der BA

 Neben den Kompetenzen und Potenzialen von Zuwanderern kann der BPS der BA auch deren
Deutschkenntnisse einstufen (bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren)
 Verfahren zur Einstufung der Deutschkenntnisse mit Bezug zum Gemeinsamen Europäischen
Referenzrahmen für Sprachen (GER)
 geeignet für Kundinnen und Kunden, die am Anfang des Deutschlernprozesses stehen und bisher
über geringe oder keine schriftlichen Deutschkenntnisse verfügen
 Niveau von mündlichen und schriftbasierten Deutschkenntnissen getrennt feststellbar

7.3. Kostenlose Online-Angebote (exemplarisch)

a. Online-Angebote der BA
 „Ankommen“ Service- und Lernapp für Flüchtlinge zum Download auf das Mobiltelefon
 Planet-Beruf.de - Mein Start in die Ausbildung (auch für junge Geflüchtete) unter http://www.planet-
beruf.de/schuelerinnen/
 Ausgabe der Zugangsdaten für die LERNBÖRSE durch die Beratungs- und Vermittlungsfachkraft
 Auf der Plattform für Bildungsangebote KURSNET werden nun auch die örtlichen Integrations- und
Sprachkurse von den Trägern eingestellt

b. Goethe Institut
 Willkommen- Deutschlernen für Flüchtlinge unter https://www.goethe.de/de/spr/flu.html
 Selbstlernkurse, Sprechübungen und Videos sowie Informationen zum Umgang mit Behörden, im
Alltag oder bei der Arbeitssuche.

c. Deutscher Volkshochschulverband
 Ich-will-Deutsch-lernen: https://www.iwdl.de/cms/lernen/start.html
 Instrument zur Unterstützung der sprachlichen, gesellschaftlichen und beruflichen Integration von
Zugewanderten

d. Sprachkurslizenzen von McDonald´s und Lingua TV


 kostenloses Online-Lernprogramm, Registrierung unter www.linguatv.com/af/dff
 sowie kostenloser Einstufungstest unter www.linguatv.com/Einstufungstest
 Bereitstellung eines generischen Lizenzschlüssels zur Verteilung durch die Agenturen und Jobcenter
an Flüchtlinge

26
e. Verständigungshilfen des Bundessprachenamtes:

 PDF-Dateien zum Download in neun verschiedenen Sprachen


 sollen Hilfsmittel für alle Helferinnen und Helfer sein
 http://www.bundessprachenamt.de/deutsch/wir_ueber_uns/nachrichten/2015/20151103/20151103.h
tm

7.4. Sprachmittler der BA/ der Jobcenter und Dolmetscherdienste

Zur besseren sprachlichen und kulturellen Verständigung werden i.d.R. Sprachmittler oder
Dolmetscher eingesetzt.

8. Regionale Zuständigkeiten

8.1. Besonderheiten in den Abläufen und Zugangssteuerung 19

Bei Fragen der Arbeitsvermittlung stehen in den Jobcentern sowie der Agentur für Arbeit
Ansprechpartner bzw. Spezialteams zur Verfügung.
Für sämtliche Fragen rund um das Thema Ausbildung und Berufsberatung unterstützt die Agentur für
Arbeit.
Arbeitgeber können Ihre Ansprechpartner des gemeinsamen Arbeitgeberservice
(AG-S) nutzen.

19 Vgl. Darstellung des Kundenzugangs auf der folgenden Seite


27
Abb. 8 Wege in Arbeit für geflüchtete Menschen

28
8.2. Zuständige Behörden20

8.2.1. Ansprechpartner Agentur für Arbeit und Jobcenter

Agentur für Arbeit Magdeburg


Kontakt:
Hohepfortestraße 37, 39104 Magdeburg
E-Mail: Magdeburg.Migration@arbeitsagentur.de

Jobcenter Landeshauptstadt Magdeburg


Kontakt:
Otto-von-Guericke-Straße 12a, 39104 Magdeburg
E-Mail: Jobcenter-Landeshauptstadt-Magdeburg.433-Flucht@jobcenter-ge.de

Jobcenter Landkreis Börde


Kontakt:
Gerikestr. 3, 39340 Haldensleben
E-Mail: Jobcenter-Boerde.MuI-HDL-526@jobcenter-ge.de
Julius-Bremer-Str. 10, 39326 Wolmirstedt
E-Mail: Jobcenter-Boerde.MuI-WMS-529@jobcenter-ge.de
Die Lange Straße 11, 39164 Wanzleben
E-Mail: Jobcenter-Boerde.MuI-WZL-521@jobcenter-ge.de
Triftstr. 9-10 (Haus 4), 39387 Oschersleben (2 Teams)
E-Mail: Jobcenter-Boerde.MuI-OC-522@jobcenter-ge.de
Jobcenter-Boerde.MuI-OC-525@jobcenter-ge.de (U25)

Jobcenter Jerichower Land


Kontakt:
Martin-Luther-Str. 21, 39288 Burg
Brandenburger Straße 100, 39307 Genthin
E-Mail: Jobcenter-Jerichower-Land@jobcenter-ge.de

20Vgl. für Magdeburg: www.magdeburg.de ; für das Jerichower Land: www.lkjl.de., für den Bördekreis:
www.boerdekreis.de
Behörden-Hotline: 115

29
8.2.2. BAMF Außenstelle

Ankunftszentrum und Außenstelle Halberstadt


Friedrich-List-Straße 3, 38820 Halberstadt
Telefon: 03941 676 -0, Fax: 03941 676 -199
Email: HAL-Posteingang@bamf.bund.de

8.2.3. Ausländerbehörden

Ausländerbehörde Magdeburg
Fachbereichsleiterin Frau Ines Rudolph
Breiter Weg 222, 39104 Magdeburg
Telefon: 0391 540 -4389, Fax: 0391 540 -4350
E-Mail: Abh@ewo.magdeburg.de

Weitere Ansprechpartner der Landeshauptstadt Magdeburg:


Koordinator für Integration und Zuwanderung
Herr Adoul Coulibaly
Wilhelm-Höpfner-Ring 4
39116 Magdeburg
Telefonnummer: 0391 540 -6629

Integrationsbeauftragte
Frau Polina Ivanova
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: 0391 540 -2382
Fax: 0391 540 -2988
E-Mail: Polina.ivanova@stadt.magdeburg.de

Ausländer- / Asylbehörde im Landkreis Börde


Fachdienst Migration
Gerikestraße 104
39340 Haldensleben
Telefon: 03904 7240 2301
E-Mail: Migration@boerdekreis.de
Nebenstelle:
Farsleber Str. 19
39326 Wolmirstedt
Telefon: 03904 7240 -4243

30
Amt für Ausländer und Flüchtlinge LK Jerichower Land
Sachgebiet Ausländerangelegenheiten
In der Alten Kaserne 9
39288 Burg
03921 949 3314
Abh@lkjl.de

Sachgebiet Integration
Standort Burg – Integrationskoordinator Marcus Wolff
In der Alten Kaserne 9
39288 Burg
03921 949 3350
Marcus.Wolff@lkjl.de

Standort Genthin – Integrationskoordinatorin Stefanie Glomm


Marktplatz 3
39307 Genthin
03933 876 213
Stefanie.Glomm@lkjl.de

8.2.4. Sozialämter / Fragen zum AsylbLG

Magdeburg
50.5 Zuwanderung
Wilhelm-Höpfner-Ring 4
39116 Magdeburg
Telefon: 0391 540 -3670
E-Mail: sozial-und-wohnungsamt@magdeburg.de

Landkreis Börde
Asylbewerber Leistungsbehörde / Sozialamt
Gerikestr. 5
39340 Haldensleben
Telefon: 03904 7240 -2502
E-Mail: sozialamt@boerderkreis.de
Nebenstelle:
Farsleber Str. 19
39326 Wolmirstedt
Telefon: 03904 7240 -4106

31
Landkreis Jerichower Land
In der Alten Kaserne 4 bzw. 9
39288 Burg
E-Mail: sozialamt@lkjl.de
Nebenstelle:
Brandenburger Straße 100
39307 Genthin

8.2.5 Bildungskoordinatorin – Landeshauptstadt Magdeburg

Landeshauptstadt Magdeburg
- Der Oberbürgermeister -
Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte
Dagmar Bremer
Altes Rathaus, Alter Markt 6, Zi. 231
39104 Magdeburg
Tel. 0391/ 5 40 2803
E-Mail: dagmar.bremer@ob.magdeburg.de

32
8.3 Fördermöglichkeiten der Jugendhilfe

Für minderjährige Flüchtlinge sowie Flüchtlinge bis zum vollendeten 26. Lebensjahr bestehen
grundsätzlich, unabhängig von der Aufenthaltsberechtigung21, Fördermöglichkeiten im Rahmen der
Jugendhilfe nach dem SGB VIII. Insbesondere im Rahmen des § 13 SGB VIII, Jugendsozialarbeit.
Im Bezirk der AA Magdeburg werden verschiedene Projekte im Rahmen der Jugendsozialarbeit
umgesetzt, die grundsätzlich auch jungen Flüchtlingen offen stehen. Eine vollständige Aufzählung
aller Angebote, die von öffentlichen und freien Trägern umgesetzt werden, kann an dieser Stelle nicht
erfolgen. Im Folgenden werden daher flächendeckende zentrale Angebote exemplarisch vorgestellt.22

Kontakt
Jugendamt Magdeburg
Abteilung Jugendförderung
Wilhelm-Höpfner-Ring 4, 39116 Magdeburg
Telefon: 0391 540-3135, Fax: 0391 540-3189
E-Mail: jugendamt@magdeburg.de

Landkreis Börde- Fachdienst Jugend


Gerikestraße 104, 39340 Haldensleben
E-Mail: jugend@boerdekreis.de
Telefon: Telefon: 03904 7240-0
Nebenstellen:
Farsleber Straße 19, 39326 Wolmirstedt
Triftstraße 10, 39387 Oschersleben

Landkreis Jerichower Land- Fachdienst Jugend


In der Alten Kaserne 4, 39288 Burg
Telefon: 03921 949-5183 oder 03921 949-5186
E-Mail: jugendamt@lkjl.de

21Ausnahmen möglich!
22Vgl. http://www.magdeburg.de/Start/B%C3%BCrger-Stadt/Leben-in-Magdeburg/Kinder-Jugend-Familie/Beratung-
Hilfe

33
a. Jugendwerkstätten
Jugendwerkstätten kümmern sich um Jugendliche, denen es schwer fällt, ihren Schulabschluss zu
schaffen, eine Ausbildung zu beginnen oder in einen Beruf einzusteigen. Sie unterstützen den
Prozess der Berufs- und Lebenswegplanung junger Menschen und erarbeiten mit ihnen gemeinsam
konkrete Schritte und Zielstellungen, geben ihnen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. In einer
Kombination aus Arbeiten und Lernen werden berufliche Grundkenntnisse sowie allgemein- und
berufsbildende Inhalte vermittelt. Individuelle Förderung und Persönliche Qualifizierung werden
sozialpädagogisch begleitet.

b. Jugendmigrationsdienste
Jugendmigrationsdienste unterstützen junge Zugewanderte durch kontinuierliche Beratung und
Betreuung bei der Orientierung und Integration in die Aufnahmegesellschaft. Dabei beantworten sie
schulische, persönliche und berufliche Fragen, bieten modulare Gruppenangebote (z.B. Sprach- und
Kommunikationskurse, Mädchentreff) und Unterstützung bei Behördengängen. Durch die Einbindung
in verschiedene Projekte und Kooperation mit diversen Akteuren am Markt fungieren sie außerdem
als Vermittler zu passgenauen Förderangeboten.

8.4. Weitere Akteure und Beratungsstellen

8.4.1. IQ Netzwerk23
Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für
Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der
Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die
Bundesagentur für Arbeit (BA). Das Projekt zielt auf die nachhaltige Verbesserung der
Arbeitsmarktintegration von Personen mit Migrationshintergrund ab.
In enger Zusammenarbeit mit Migrationsberatungs- und Anerkennungsstellen unterstützen die
Servicestellen IQ „Anerkennungs-. und Qualifizierungsberatung“ bei Anerkennungsverfahren und
öffnen Migrant/innen den Weg auf den Arbeitsmarkt entsprechend ihrer Qualifikation.

Kontakt:
Frau Elena Schmidt, Herr Nguyen Tien Duc, Frau Julia Hansch
Servicestelle IQ „Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung“ Sachsen-Anhalt Nord
Interkulturelles Beratungs- und Begegnungszentrum der Caritas
Karl-Schmidt-Straße 5c, 39104 Magdeburg
Telefon: 0391 40805 -14 / -10 / -13, Fax: 0391 40805 -20
E-Mail: elena.schmidt@caritas-ikz-md.de
duc@caritas-ikz-md.de
julia.hansch@caritas-magdeburg.de

23Vgl. http://www.netzwerk-iq.de/
34
8.4.2. RÜMSA- Regionales Übergangsmanagement in Sachsen-Anhalt24

Das Förderprogramm des BMAS -mit ESF-Mitteln umgesetzt- dient der Gestaltung einer
transparenten und dauerhaften Kooperations- und Unterstützungsstruktur für Jugendliche am
Übergang Schule-Beruf. Jungen Menschen soll der Berufseinstieg erleichtert werden, indem die
vielfältigen Angebote des Jugendamtes, des Jobcenters, der Arbeitsagentur, der Schulen sowie
weiterer Einrichtungen stärker aufeinander abstimmt werden. Dadurch erhalten junge Menschen
leicht und unkompliziert Zugang zu Möglichkeiten und Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt.
Die regionalen Unterstützungsangebote im Handlungsfeld „Übergang Schule-Beruf“ werden
rechtskreisübergreifend unter dem Dach einer zentralen Koordinierungsstelle gebündelt und mit
regionalen Partnern weiterentwickelt. Öffentliche und freie Träger sowie Schulen und Betriebe
werden miteinander vernetzt und können unmittelbar mitgestalten.

Für die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle und die Entwicklung weiterer
Unterstützungsangebote können Kommunen aus dem Förderprogramm RÜMSA Mittel beantragen.
Dabei berät und unterstützt sie die Landesnetzwerkstelle RÜMSA.

Kontakt:
Frau Sylvia Lietz
Telefon: 0391 531 -4307
E-Mail: Lietz@isw-institut.de

24Vgl. http://ruemsa.sachsen-anhalt.de/#
35
8.4.3 KAUSA- Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration25

Die KAUSA ist Teil des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER beim Bundesinstitut für
Berufsausbildung, welches sich aus Fördermitteln des BMBF und des ESF finanziert. Ziel ist mehr
Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund für die Berufsausbildung zu
gewinnen, die Ausbildungsbeteiligung von jungen Migrant/innen zu erhöhen und deren Eltern über
die berufliche Ausbildung zu informieren. Seit 2016 werden nun auch junge Flüchtlinge über das duale
Ausbildungssystem informiert und Ausbildungsmöglichkeiten für sie geschaffen.
Die KAUSA ist Mittler verschiedener Akteure am Arbeitsmarkt und berät bundesweit in Servicestellen
vor Ort.

Kontakt:
KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Nord
KAUSA Team- Standort Magdeburg (inkl. JL, SLK, Börde)
Schwiesaustraße 11, 39124 Magdeburg
für Unternehmen und Einrichtungen
Telefon: 0391 18613 -0
für Teilnehmer/innen und Eltern
Telefon: 0152 26110157
E-Mail: info@abv-magdeburg.de

25Vgl. http://www.jobstarter.de/de/kausa-21.php
36
8.4.4. LAMSA-Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt26
Bereits im November 2008 schlossen sich die Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt in
Dessau-Rosslau in einem „Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt" zusammen;
im März 2014 folgte die Vereinsgründung in Magdeburg.
Ziel ist die Vertretung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der
Bevölkerung mit Migrationshintergrund auf Landesebene,
die Beteiligung von Migrantenorganisationen am gesellschaftlichen Leben in Sachsen-Anhalt sowie
die Förderung der Vernetzung zwischen den Akteuren der Integrationsarbeit.
In diesem Zusammenhang entstand auch das ausbildungsvorbereitende Kooperationsprojekt
MiiDU27. Das Projekt bereitet junge Migrant/innen auf eine duale Ausbildung vor. Handlungsfelder
liegen zum einen in der Sensibilisierung von Eltern und Unternehmen, um den jungen Menschen den
Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Zum anderen geht es konkret um die
Ausbildungsvorbereitung und Ausbildungsbegleitung junger Migrant/innen von 18 bis 35 Jahren bei
ihrer Suche nach einem Ausbildungsplatz und begleitet sie während der Ausbildung.

Kontakt Servicestelle LAMSA:


Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V.
Frau Mika Kaiyama
Bernburger Straße 25a, 06108 Halle (Saale)
Telefon: 0340 8705 -8832
E-Mail: mika.kaiyama@lamsa.de
E-Mail: info@lamsa.de

Kontakt für MiiDU:


Frau Monika Kubrova
Telefon: 0345 1719 -4053, Fax: 0345 5159 -4155
E-Mail: monika.kubrova@lamsa.de

26
Vgl. http://www.lamsa.de/
27
Ein Projekt in Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit, LAMSA und Deutschen Angestellten Akademie
GmbH, die Kooperationsvereinbarung mit der AA Magdeburg wird aktuell erarbeitet.
37
8.4.5. Jobbrücke PLUS- Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in
Arbeit und Ausbildung in / für Sachsen-Anhalt28

Das von ESF und BMAS geförderte Projekt bietet eine auf den Arbeitsmarkt bezogene individuelle
Beratung, berufsbezogene Qualifizierungen mit Sprachanteil, und Kompetenzfeststellungen bei
Arbeitgebern sowie die Vermittlung in ESF-Sprachkurse, in Arbeit und Ausbildung.

Kontakt:
Projektkoordinatorin Frau Larissa Heitzmann
AWO SPI - Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH
Klausenerstraße 24, 39112 Magdeburg
Telefon: 0391 7279 -8827
Mobil: 01577 3500 273
E-Mail: L.heitzmann@spi-ost.de

8.4.6. Ehrenamtliche Unterstützung

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Angeboten gibt es eine Vielzahl an Vereinen, Initiativen sowie
freiwilligen Helferinnen und Helfern, die sich für Flüchtlinge engagieren und ehrenamtlich beteiligen.
Eine exemplarische Übersicht zeigt die Broschüre unter:
http://freiwilligenagentur-magdeburg.de

28 Vgl. http://www.jobbruecke-chance.de

38
9. Anhang

9.1. Tabellarische Übersichten

Tab. 1: Zusammenfassende Übersicht Arbeitsmarktzugang und Zuständigkeiten nach


Rechtskreisen

Quelle: Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen

39
Tab. 2: Arbeitsmarktzugang nach Dauer des Aufenthaltes bei Aufenthaltsgestattung und
Duldung

Aufenthalt Vorrangprüfung Prüfung der Erlaubnis der


Beschäftigungsbe- Ausländerbehörde
dingungen

< 3 Monate Kein AM-Zugang Kein AM-Zugang Kein AM-Zugang

4 bis 15 Monate
durchgängiger Nein (befristet) Ja Ja
Aufenthalt in
Deutschland
15 bis 48 Monate
durchgängiger Entfällt Ja Ja
Aufenthalt in
Deutschland

> 48 Monate Entfällt Entfällt Ja

eigene Darstellung

Tab. 3. :Beschäftigung von Asylbewerber/innen und Geduldeten im Überblick

Beschäftigungsform Erlaubnis der Zustimmung der BA Mindestlohnpflichtig?


Ausländerbehörde erforderlich?
erforderlich?
Arbeit
SV-pflichtig Ja Ja Ja
Minijob Ja Ja Ja
Ausbildung
betriebliche Ja Nein Nein
schulische Nein Nein -
eigene Darstellung

40
Tab. 4: Übersicht Zustimmungsnotwendigkeit bei „Praktika“29

Beschäftigung Anmerkung Beschäfti- Mindest- Erlaubnis Zustimmung


gungs- lohn? Ausländer- BA
verhältnis? behörde notwendig?
notwendig?
Hospitation Ohne Eingliederung
in den Nein Nein Nein Nein
Betriebsablauf
Praktika Mindestmaß an
Eingliederung in Ja Ja Ja Ja
den Betrieb
Pflichtpraktika Verpflichtend durch
(hoch-)
schulrechtliche
Bestimmung,
Ausbildungsordnun Nein Nein Nein Nein
g, Berufsakademie
oder
Anerkennungs-
verfahren
Berufsorientier Praktika zur
ung Berufsorientierung
< 3 Monate Nein Nein Ja Nein

Praktika zur
Berufsorientierung Ja Ja Ja Ja
> 3 Monate

Ausbildungs- < 3 Monate Nein Nein Ja Nein


begleitende
Praktika > 3 Monate Ja Ja Ja Ja

Maßnahmen Zur Aktivierung und Beantragung


der Arbeits- beruflichen notwendig,
förderung Eingliederung bei Nein Nein Nein aber keine
(MAG) einem Arbeitgeber Formalzustim
< 6 Wochen mung
Einstiegs- Heranführung an
qualifizierung eine Ausbildung
(EQ) benachteiligter Ja Nein Ja Nein
junger Menschen
6-12 Monate
Probe- Vorübergehende Tarifliches /
beschäftigung Eignungs- orts-
feststellung für eine Ja übliches Ja Ja
Arbeitsstelle zur Entgelt
langfristigen
Besetzung
eigene Darstellung

29Die Tabelle bietet nur eine Übersicht und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die
dargestellten Regelungen gelten nur für Asylbewerber/innen und Geduldete. Vgl. auch „Praktika“ und
betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen

41
9.2. Mustervordrucke / Formulare

1. Stellenbeschreibung für die Genehmigung einer Beschäftigung durch die


Ausländerbehörde

42
2. Vordruck zur Vorabprüfung (befristeter Wegfall)

Arbeitsmarktzulassung Standortübersicht
https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ArbeitundBeruf/ArbeitsJobsu
che/ArbeitinDeutschland/Arbeitsmarktzulassung/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI5313
95

Formulare Arbeitsmarktzulassung / internationaler Arbeitsmarkt:


https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Formulare/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DS
TBAI516421

43
3. Antrag Beschäftigung Duldung Gestattung

44
9.3. Literatur- und Quellenverzeichnis

Ausländerrecht (AuslR), Textausgabe, 30. überarbeitete Auflage, Stand: 4. April 2016, Beck-Texte im dtv;
darunter:
Asylgesetz (AsylG)
Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
Aufenthaltsgesetz (AufenthG)
Beschäftigungsverordnung (BeschV)
Sozialgesetzbuch III (SGB III) auszugsweise
Sozialgesetzbuch II (SGB II) auszugsweise

Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge, Agentur für Arbeit Hannover, Jobcenter Region Hannover, Region
Hannover: www.arbeitsmarkt-fluechtlinge.de
Stand: 28.11.2016

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Asyl und Flüchtlingsschutz


http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFluechtlinge/asylfluechtlinge-node.html
Stand 28.11.2016

Landeshauptstadt Magdeburg- Flüchtlinge


http://www.magdeburg.de/Start/B%C3%BCrger-Stadt/Leben-in-
Magdeburg/Fl%C3%BCchtlinge/index.php?NavID=37.907&object=tx|37.12807.1&La=1
Stand: 28.11.2016

Merkblatt 7- Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland


https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdqx/~edisp/l6019022dstbai37
7667.pdf#page=19
Stand: 28.11.2016

Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz: Abbildung zum
Ablauf eines Asylverfahrens
http://refugees.rlp.de/fileadmin/_processed_/csm_Grafik_Bamf_Ablauf_eines_Asylverfahrens_e6018e8f4e.jpg
Stand: 28.11.2016

Positivliste zu Engpassberufen der Bundesagenut für Arbeit:


https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ArbeitundBeruf/ArbeitsJobsuche/Ar
beitinDeutschland/Arbeitsmarktzulassung/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI779131
Stand: 28.11.2016

Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen


https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mjc3/~edisp/l6019022dstbai772
426.pdf
Stand: 28.11.2016

Willkommen in Magdeburg- Möglichkeiten freiwilligen Engagements zur Unterstützung von Flüchtlingen


http://freiwilligenagentur-magdeburg.de/0cms/wp-content/uploads/2016/04/%C3%9Cbersicht_Engagement-fuer-
Fl%C3%BCchtlinge_MD_Stand-vom-14.04.2016.pdf
Stand: 28.11.2016

Zugang von Förderinstrumenten des SGB III und SGB II für Asylbewerber und Flüchtlinge
http://ggua.de/fileadmin/downloads/arbeitserlaubnis/160531_Massnahmeportfolio.pdf
Stand: 28.11.2016

45
9.4. Weiterführende Informationen

Anerkennung in Deutschland- Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung von Abschlüssen


https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/

Bundesagentur für Arbeit: Arbeit und Ausbildung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber
https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/ArbeitundBeruf/ArbeitsJobsuche/ArbeitinDe
utschland/Asylbewerber/index.htm

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge


www.bamf.de

Integrationsgesetz: http://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2016/integrationsgesetz.html

Integrationsportal Sachsen-Anhalt
http://www.integriert-in-sachsen-anhalt.de/

IQ Netzwerk- Integration durch Qualifizierung


http://www.netzwerk-iq.de/

Jobbrücke PLUS- Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung in / für Sachsen-
Anhalt
http://www.jobbruecke-chance.de/

KAUSA- Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration


http://www.jobstarter.de/de/kausa-21.php

LAMSA- Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt


http://www.lamsa.de/

Landeshauptstadt Magdeburg- Flüchtlinge


http://www.magdeburg.de/Start/B%C3%BCrger-Stadt/Leben-in-
Magdeburg/Fl%C3%BCchtlinge/index.php?NavID=37.907&object=tx|37.12807.1&La=1

Potentiale nutzen- geflüchtete Menschen beschäftigen. Information für Arbeitgeber.


https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdu5/~edisp/l6019022dstbai77
1709.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI771708

RÜMSA- Regionales Übergangsmanagement in Sachsen-Anhalt


http://ruemsa.sachsen-anhalt.de/#

Statistische Sonderberichte der Bundesagentur für Arbeit- Migration und Arbeitsmarkt


http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistische-Analysen/Statistische-Sonderberichte/Migration-
Arbeitsmarkt/Migration-Arbeitsmarkt-Nav.html

46

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