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Osterfeld Rundschau

Ihre Ansprechpartner • 3.OG: Durchwahl 231 Birgit Braun


4.OG: Durchwahl 241 Sylvia Urbanski
im Haus •

Verwaltung
Wir Damen von der Verwaltung stellen Heimleitung & Pflegedienstlei-
uns vor: tung
Unser Heimleiter Roland C. Penzenstad-
ler und unser Pflegedienstleiter Dirk
Pfennig stehen Ihnen gerne bei Fragen
und Anregungen zur Verfügung. Die Bü-
ros befinden sich im Erdgeschoss neben
der Verwaltung.
Claudia Burkhardt & Ludmilla Knauer
Unser Heimleiter ist auch samstagnach-
Wir sind für Sie zu folgenden Zeiten im mittags für Sie da!
Schichtdienst durchgehend für Sie da:
Durchwahl Heimleitung 111
Montag, Dienstag und Donnerstag von
8.00 bis 17.00 Uhr, mittwochs 8.00 bis Durchwahl Pflegedienstleitung 122
16.30 Uhr (12.30 bis 13.00 Uhr Mittags-
pause) und freitags von 8.00 bis 16.00 Sozialer Dienst
Uhr. Das Team des Sozialen Dienstes ist für
die Gruppenangebote, die Einzel- und die
Zu diesen Zeiten sind wir unter der zusätzliche Betreuung verantwortlich.
Nummer 07231 7820-0 oder hausintern Sollten Sie in diesem Bereich Fragen oder
unter der 100 zu erreichen. Anregungen haben, stehen wir Ihnen
gerne zur Verfügung. Unsere Durchwahl
Die Taschengeldausgabe findet nur
ist die 144 (Nicole Degenhart) oder 145
dienstags bis donnerstags statt. Ände- (Angela Reinbold).
rungen werden rechtzeitig am Verwal-
tungsbüro bekannt gegeben. Küche & Hauswirtschaft
Fragen und Anregungen bezüglich des
Wohnbereiche
Essens, der Wäsche und der Reinigung
Die Schichtleitungen sind unter folgen-
können Sie unter der Durchwahl 155 mit
den Nummern zu erreichen:
unserem Objektleiter Christopher Reule
07231 7820- besprechen.
• EG: Durchwahl 201 Annika Ros
• 1.OG: Durchwahl 211 Daniel Mun- Haustechnik
dinger Unser Haustechniker István Takács ist
unter der Durchwahl 112 zu erreichen.
• 2.OG: Durchwahl 221 Marcel Krzepek
Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

5 neue Auszubildende im Beruf des Al-


tenpflegers werden im September ihre
Ausbildung bei uns beginnen. Hierfür ist
es Frau Präll von der Siloah Altenpflege-
schule und uns gelungen, eine weitere
Kooperation zu vereinbaren, sodass wir
nun mit der Siloah Schule, der Johanna-
Wittum-Schule, dem Berufsfortbil-
dungswerk Karlsruhe und dem Diakoni-
schen Institut in Calw im Rahmen der
Grußwort Ausbildung zusammenarbeiten. Für uns
Liebe Freundinnen und eine sehr erfreuliche Nachricht ist, dass 3
Auszubildende, die ihr Examen erwerben,
Freunde des Hauses Oster- bei uns bleiben werden und ab Septem-
feld, ber unser Team vervollständigen.

in Pforzheim gibt es bei Casa Reha wie- Wir sind Sponsor des Jugendhauses
der einige Neuigkeiten, über die ich Sie in Pforzheim geworden und unterstützen
meinem Vorwort kurz informieren will. die Arbeit mit dem Spielmobil. Den Ju-
gendlichen und Kindern steht so ein Wa-
Herr Prof. Dr. Hemel hat eine neue Auf- gen zur Verfügung, der an verschiedenen
gabe übernommen und wird einen Ex- Plätzen und Veranstaltungen aufgestellt
pertenrat Pflege bei Casa Reha aufbauen. werden kann, mit Spielzeug, Hüpfburg
Wir hier freuen uns auf diesen Rat und und solchen Dingen. Wir wollen dabei
wollen bei dem Projekt mit voller Kraft sein, wenn Pforzheim groß wird und da-
mit dabei sein. Wir sind gespannt, welche für sind unsere Kinder da, für die wir tun
Entwicklungen Casa Reha für die Zukunft sollten, was wir können.
aufzeigen wird.
So bin ich mit den herzlichsten Grüßen
Wir nehmen am Werdenfelser Weg teil, gemeinsam mit meinem Team
mit zwei meiner Kollegen war ich in der
baden-württembergischen Landesvertre-
tung in Berlin. Dort haben wir an einer Ihr
Fortbildung teilgenommen, die uns die Roland C. Penzenstadler
Grundlagen schafft, ohne Bettgitter, Heimleiter
Bauchgurt und andere die Freiheit neh-
mende Hilfsmittel gut und sicher zu pfle- Dirk Pfennig
gen. Wir sind von dem Motto "Deine Pflegedienstleiter
Angst fesselt mich" begeistert und wol-
len nun im Kontakt mit dem Amtsgericht Nicole Degenhart
Pforzheim sehr ernst und eng an dieses Leitung der Therapie und Betreuung
Thema herangehen.

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

Inhalt: Termine und


Grußwort Seite 1 Veranstaltungen
Hier unsere vorläufig geplanten Veran-
CASA REHA Inhalt Seite 2 staltungen für dieses Jahr. Sie sind herz-
Termine und lich eingeladen, sich diese Termine frei zu
Veranstaltungen Seite 2 halten und mit uns gemeinsam zu feiern.
Neues Projekt Seite 3 • 5. Oktober – Tag der offenen Tür mit
Sommerfest, gemeinsam mit dem
Rückblick Netzwerk Pforzheim-Ost

Ausflug Seite 4 • 06. Dezember – Nikolausfeier


Grillfest Seite 5
• 19. Dezember - Weihnachtsfeier
Was war denn noch mal.. Seite 6
Bitte beachten Sie auch die Aushänge an
den Speisesälen, falls sich Termin-
Bewohnerbeitrag
änderungen ergeben sollten. Weiterhin
Portrait Willy Brand Seite 8 können Sie den aktuellen Aushängen die
Interview Termine für die Monatsgeburtstagsfeiern
entnehmen. Die Wochenpläne enthalten
Chris Reule Seite 10 die jeweiligen aktuellen Veranstal-
Grit Zibell Seite 11 tungen, die vom Sozialen Dienst des
Hauses angeboten werden.
Willkommen Seite 12
Friseursalon Seite 13
Unser Nachwuchs Seite 14
Die Werke unserer Bewohner
Seite 15
Im Gedenken Seite 16
Impressum Seite 17

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

Neues Projekt Überzeugung, dass es auch „ohne“


geht.
• Kontinuierliche Schulungen während
Eure Sorge fesselt mich! der Berufsausübung sind notwendig,
um diese Sensibilität sowie das Prob-
Fixierungen müssen nicht sein.
lembewusstsein aufrecht zu erhalten
• Freiheitsentziehende Maßnahmen sind
und der Gleichgültigkeit entgegenzu-
ein wichtiges Thema in der Altenpfle-
wirken.
ge. Der Pflegealltag ist geprägt durch
hohe Arbeitsbelastung, knappe Perso- Neue Wege.
nalressourcen und eng bemessene • Gewalt beginnt im Kopf: es geht um
Pflegezeiten. Bewohner mit hohem eine grundsätzliche Einstellungsverän-
Bewegungsdrang, Sturzgefährdung derung. Fesselungen müssen in der
und herausforderndem Verhalten er- Pflege eine extreme Ausnahme sein.
fordern besondere Aufmerksamkeit. • An unserem Fachtag zeigen Exper-
Gurte, Bettgitter und Medikamente ten/innen Lösungsmöglichkeiten auf
sind scheinbar sichere Lösungen. Ist und diskutieren mit den Teilneh-
das Recht auf körperliche Unversehrt- mern/innen.
heit oder das Recht auf freie Entfaltung • Wir wollen die Pflegenden ermutigen,
höher zu werten? Eine Zwickmühle! den Umgang mit freiheitsentziehen-
• Unsicherheit, Überbelastung und den Maßnahmen zu überdenken und
Angst etwas falsch zu machen, führen neue Wege zu gehen – die Bedürfnisse
noch viel zu oft zu Fixierungen und der Bewohner und der Pflegekräfte
Fesselungen. Eine „pflegerische Maß- immer im Blick!
nahme“, die für die Betroffenen eine Die Fortbildung „Eure Angst fesselt mich“
Qual ist und die häufig bei den direkt fand in Berlin in der Landesvertretung
beteiligten Pflegekräften, Angehörigen Baden-Württemberg unter der Leitung
oder Betreuern zu erheblichem Unbe- von Dr. Sebastian Kirsch, Amtsrichter am
hagen führt. Dabei ist den Beteiligten Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen
oft gar nicht klar, was als Fixierung statt. Unser Heimleiter Roland C. Pen-
(freiheitsentziehende Maßnahme) an- zenstadler, Daniel Mundinger und Marcel
zusehen ist. Ist es wirklich notwendig Krzepek wollen diesen Weg in enger Zu-
zu fesseln, um sich juristisch gegen sammenarbeit mit Betreuungsrichter
mögliche Haftungsansprüche abzusi- Jörg Westhauser vom Amtgericht Pforz-
chern? heim umsetzen.
Es gibt Alternativen Quelle: Pflege in Not, Beratungsstelle bei Konflikt
• Oft helfen bereits ein waches Bewusst- und Gewalt in der Pflege älterer Menschen
sein und eine gute Kenntnis der juristi-
schen Rahmenbedingungen. Und die

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

Rückblick auf unseren


Ausflug
Senioren schaffen Schönes
Vom 10. bis 15. Juni jährt sich die Aus-
stellung „Senioren schaffen Schönes“
zum 34. Mal.

Die Ausstellung bietet den Senioren, die Unsere Bewohner bewunderten die Aus-
sich künstlerisch und handwerklich betä- stellungsstücke der Mitaussteller/innen,
tigen, die Möglichkeit, ihre Werke der diese bestanden aus: textilen Arbeiten,
Öffentlichkeit darzubieten. Es ist immer Puppenreparaturen, Bildern, Holzarbei-
wieder ein Höhepunkt der teilnehmen- ten, Tonwaren, Schmuckstücken, Wachs-
den Bewohner von Altenpflegeeinrich- kerzen, Karten zum Verschicken oder
tungen, die hier die Gelegenheit erhal- Verschenken – alles Kunstwerke, die mit
ten, die geschaffenen Werke auszustel- viel Liebe gefertigt worden waren.
len.

Von unserem Haus stellten mehrere Be-


wohner ihre Werke aus und besuchten
gemeinsam die Ausstellung mit dem So-
zialen Dienst. Bei Kaffee und Kuchen
wurden sie von der Theatergruppe „Eu-
lenspielereien“ mit Texten und Gedich-
ten unterhalten, dazwischen wurden
Stücke auf dem Akkordeon gespielt.
Alles in allem war die Ausstellung durch
den Einfallsreichtum und die Kreativität
der ausstellenden Senioren sehr gut ge-
lungen. Die Bewirtung wurde unterstützt
durch die Schüler der Gustav-
Heinemann-Schule, der Grund- und
Werkrealschule Nordstadt und der Fach-
schule für Altenpflege und Altenpflege-
hilfe.

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

Rückblick auf unser


Grillfest
Bei wunderschönem Wetter genossen
wir am Sonntag, den 7. Juli die Klänge
des Mallet Duo mit ihrem Marimbaphon
und ihrem Xylophon. Die beiden Musiker
waren bereits bei unserem Osterbrunch
im Haus, um unsere Bewohner und deren
Angehörige mit ihrem abwechslungsrei-
chen Programm zu unterhal-
ten.

An diesem Nachmittag wurde auch unser


Friseursalon offiziell eingeweiht, nach-
dem Frau Etzbauer verschiedene Reno-
vierungsarbeiten hat vornehmen lassen.
Auch in ihrem kleinen Salon gab es ver-
Dass Grillfest wurde eröffnet mit Kaffee
schiedene Leckereien und ein Gläschen
und Kuchen, später gab es leckere Salate,
Sekt.
frische Brötchen und Gegrilltes.
Die Musiker spielten im Garten und un-
terhielten die Gäste mit klassischen Lie-
dern. Auch eine Bewohnerin unseres
Hauses nutzte die Gelegenheit, ihre ge-
sanglichen Fähigkeiten unter Beweis zu
stellen.

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

30. Juni: Christian Wulff (CDU) wird von


Was war denn noch der Bundesversammlung zum zehnten
mal im Jahr… Bundespräsidenten der Bundesrepublik
Deutschland gewählt. Er erhält im dritten
Wahlgang 625 Stimmen gegenüber
Kurzer Rückblick auf die Joachim Gauck (parteilos) mit 494 Stim-
Jahre 2010 bis 2012 men.

2010 1. August: Das SWIFT-Abkommen, das es


9. Februar: das deutsche US-amerikanischen Terrorfahndern er-
Bundesverfassungsgericht verkündet möglicht, Einsicht in EU-Konten zu be-
sein Urteil über die sog. Hartz-4-Gesetze kommen, tritt in Kraft
und erklärt insbesondere das Zustande-
kommen der Regelsätze für verfas- 30. September: In Stuttgart wird der
sungswidrig. Mittlere Schlossgarten von der Polizei
geräumt. Mehrere Schwerverletzte, dar-
2. März: Das deutsche unter auch Schüler
Bundesverfassungsgericht erklärt die
Vorratsdatenspeicherung in der bisheri- 1. November: Bundesweite Einführung
gen Form für verfassungswidrig. Es for- des elektronischen Personalausweises in
dert strengere Vorkehrungen zur Daten- Deutschland.
sicherheit, zur Transparenz und für den
Datenabruf durch Sicherheitsbehörden. 2. November: Oberstaufen ist der erste
deutsche Ort, der im unter Datenschutz-
6. April: Baubeginn der Erdgas-Pipeline aspekten umstrittenen Zusatzdienst
Nord Stream durch die Ostsee nach Google Street View straßenweise im In-
Deutschland. ternet betrachtet werden kann.

8. April: US-Präsident Barack Obama und 5. November: Der zwölfte Castor-


der russische Präsident Dmitri Medwe- Transport startet in Nordfrankreich mit
dew unterzeichnen einen neuen START- dem Ziel Gorleben.
Vertrag zur atomaren Abrüstung.
20./21. November: Papst Benedikt XVI.
25. April: Beim Gipfeltreffen der kreiert beim Konsistorium am Christkö-
Weltbank beschließen die 186 Mitglied- nigsfest 24 neue Kardinäle.
staaten die Neuverteilung der Stimm-
rechte und geben Schwellen- und 2011
Entwicklungsländern gegenüber den 13. Januar: Havarie des Tankmotorschiffs
Industriestaaten mehr Mitspracherecht. Waldhof auf dem Rhein nahe der Loreley,
in der Folge kommt der Schiffsverkehr
31. Mai: Horst Köhler erklärt den soforti- auf der wichtigsten Wasserstraße Euro-
gen Rücktritt vom Amt des deutschen pas für Wochen zum Erliegen.
Bundespräsidenten.

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

29. Januar: Bei dem Zugunglück von Hor- Nuklearkatastrophe von Fukushima – der
dorf kommen zehn Menschen ums Leben zukünftige Umgang mit der Atomkraft.

13. Februar: Volksentscheid in Berlin über 2012


die Veröffentlichung der Verträge zur 1. Januar: 10. Jahrestag der Einführung
Privatisierung der Berliner Wasserbetrie- des Zahlungsmittels Euro in zwölf Staa-
be ten der Europäischen Union

1. Juli: Aussetzung der Wehrpflicht in 2. Februar – 5. Februar: Münchner Si-


Deutschland cherheitskonferenz

17. September: Beginn des Bundeskon- 17. Februar: Der deutsche Bundespräsi-
gresses der Vereinten Dienstleistungs- dent Christian Wulff tritt vom Amt des
gewerkschaft ver.di in Leipzig Bundespräsidenten zurück. Im Vorfeld
geriet er wegen einer Kredit- und Me-
18. September: Wahl zum Berliner Abge- dienaffäre in die Kritik.
ordnetenhaus
23. Februar: Berlin Gedenkveranstaltung
10. Oktober: Brandanschläge auf Bahn- für die Opfer rechtsextremistischer Ge-
anlagen in Berlin walt

27. November: Volksabstimmung zu 11. März: Frankfurt am Main, Wahl zum


Stuttgart 21 Oberbürgermeister

4. Dezember: Evakuierung in Koblenz, bei 13. März und 14. März: Düsseldorf,
der etwa 45.000 Bewohner wegen der "Nationale Armutskonferenz"
Entschärfung bzw. Sprengung von
Kampfmitteln aus dem Zweiten Welt- 18. März: Wahl von Joachim Gauck zum
krieg in Sicherheit gebracht werden 11. Bundespräsidenten der Bundesrepu-
mussten. blik Deutschland

14. Dezember: Bundesratswahlen 2011 1. April: 25. Jahrestag der Einführung


maschinenlesbarer Personalausweise in
November 2011: Seit Beginn der Wet- der Bundesrepublik Deutschland
teraufzeichnungen im Jahre 1881 war es
in einem November in Deutschland noch 6. Mai: 1000-jähriges Weihejubiläum des
nie so trocken. Bamberger Doms

Die Gruppe der Acht trafen sich vom 26. Zusammengestellt von unserer Bewohnerin Fr. I.
bis 27. Mai zum 37. G8-Gipfel in Girrbach
Deauville. Wichtige Themen des Treffens
waren die Unterstützung des Arabischen Quelle: www.wikipedia.org
Frühlings, sowie – angesichts der

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

geswanderung des Schülers ab. Regel-


Portrait berühmter mäßiger veröffentlichte er politische Tex-
Persönlichkeiten te von 1929 bis 1931 im Volksboten, über
dessen Chefredakteur Julius Leber er spä-
ter sagte, dieser habe ihn entscheidend
Teil 13 „Willy Brandt“ beeinflusst. 1930 trat er der SPD bei.
Willy Brandt, ursprünglich Herbert 1931 brach er mit Leber und der SPD und
Frahm, wurde am 18. Dezember 1913 als schloss sich der Sozialistischen Arbeiter-
Sohn von Marta Frahm und dem aus partei Deutschlands (SAPD) an, einer
Hamburg stammenden John Möller in linkssozialistischen Gruppe.
Lübeck geboren. Den Namen des Vaters Nach Hitlers Machtergreifung 1933 wur-
nannte Martha Frahm nicht, als die Ge- de die SAPD verboten. Die Partei be-
burt ihres Sohnes beim Standesamt ein- schloss, im Untergrund gegen die Natio-
getragen wurde. Brandt wuchs bei seiner nalsozialisten zu kämpfen. Willy Brandt
Mutter und seinem Stiefgroßvater Lud- erhielt im März 1933 den Auftrag, die
wig Frahm auf. In seinem Abiturzeugnis Ausreise des SAPD-Leitungsmitgliedes
wurde Ludwig Frahm als Vater genannt. Paul Fröhlich nach Oslo zu organisieren.
Seine nichteheliche Geburt, die von Zeit- Fröhlich wurde jedoch festgenommen, so
genossen vielfach als Makel angesehen dass Brandt dessen Aufgabe übernahm,
wurde, benutzten politische Gegner bis in Oslo eine Zelle der Organisation auf-
in sein Erwachsenenleben, um ihn herab- zubauen. Brandt emigrierte über Däne-
zusetzen. Er wehrte sich nicht dagegen, mark nach Norwegen und begann 1934
doch bekannte er, „Herkunft und üble in Oslo ein Geschichtsstudium, das er
Nachrede“ hätten ihm einen „Stachel jedoch wegen seiner publizistischen Tä-
eingepflanzt“. Nach der Hochzeit seiner tigkeit für norwegische Zeitungen und
Mutter im September 1927 mit dem seines politischen Einsatzes nicht zu ei-
Maurerpolier Emil Kuhlmann und der nem Abschluss brachte. Brandt war 1937
Geburt des Sohnes Günther im Februar Berichterstatter für mehre norwegische
1928 blieb Herbert bei seinem Stiefgroß- Zeitungen im Spanischen Bürgerkrieg.
vater und dessen zweiter Frau. Ludwig Während der deutschen Besetzung Nor-
Frahm gehörte der SPD an und kandierte wegens im 2. Weltkrieg geriet er 1940
1926 und 1929 auf der SPD–Liste für die vorübergehend in deutsche Gefangen-
Lübecker Bürgerschaft. schaft. Da er aber bei seiner Ergreifung
Brandt besuchte die St. Lorenz–Knaben- eine norwegische Uniform trug und nicht
Mittelschule, ab 1927 die Von Großheim- enttarnt wurde, konnte er nach seiner
sche Realschule und wechselte 1928 zum baldigen Freilassung nach Schweden
Johanneum zu Lübeck, an dem er 1932 fliehen. Brandt war von 1941 bis 1948
sein Abitur ablegte. Publizistisch betätig- mit Carlota Thorkildsen verheiratet und
te er sich bereits als 13–Jähriger. Der Lü- hatte mit ihr eine gemeinsame Tochter.
becker Volksbote, die örtliche SPD– Nach seiner Scheidung heiratete er Rut
Zeitung, druckte im Februar 1927 einen Bergaust, aus dieser Beziehung gingen
Aufsatz mit 2 Zeichnungen über eine Ta- drei Söhne hervor. Nach 32 Jahren Ehe
ließen sich Rut und Willy Brandt 1980

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

scheiden. Am 9. Dezember 1983 heirate- Helmut Schmidt eine Koalition mit der
te Brandt die Historikerin und Publizistin FDP. Der Bundestag wählte Brandt im
Brigitte Seebacher. Oktober 1969 zum 4. Bundeskanzler in
1945 kehrte Brandt als Korrespondent der Geschichte der Bundesrepublik.
für skandinavische Zeitungen nach Der weltweit beachtet Kniefall von War-
Deutschland zurück und berichtete über schau am 7. Dezember 1970 am Mahn-
die Nürnberger Prozesse. Seine politische mal des Ghetto–Aufstandes 1943 leitete
Karriere im Nachkriegsdeutschland be- symbolisch die Entspannungspolitik ein,
gann 1949 als Berliner Abgeordneter für die später in die Ostverträge mit Polen
die SPD im 1. Deutschen Bundestag. und der Sowjetunion mündete. Hinzu
Brandt gehörte dem Bundestag insge- kam der Grundlagenvertrag mit der DDR.
samt 31 Jahre an. 1950 wurde er auch 1970 hatte Brandt sich in Erfurt mit dem
Mitglied des Abgeordnetenhauses von Vorsitzenden des Ministerrates der DDR
Berlin. Er legte dieses Mandat erst am 6. Willi Stoph zunächst zum ersten
April 1971 nieder, knapp zwei Jahre nach deutsch–deutschen Gipfeltreffen und
seiner Wahl zum Bundeskanzler. 1957 dann in Kassel getroffen. Die Erfurter
wurde Brandt zum Regierenden Bürger- „Willy, Willy“–Rufe waren eindeutig auf
meister von Berlin gewählt. In diesem Brandt bezogen und irritierten die DDR–
Amt erlangte Brandt aufgrund seines Machthaber. Es folgte ein Abkommen
entschlossenen Handels während des mit der Tschechoslowakei. Für seine Ost-
Berlin–Ultimatums 1958 und nach dem politik erhielt Brandt 1971 den Friedens-
Mauerbau 1961 große Popularität. In die nobelpreis.
Zeit Brandts als Regierender Bürgermeis-
Die gewonnene Bundestagswahl 1972
ter fiel 1963 der Besuch von Präsident
stellte zwar den politisch größten Erfolg
John F. Kennedy in West–Berlin. Bekannt
Brandts dar, jedoch sind sich zeitgenössi-
wurde Kennedys Rede mit dem berühm-
sche Beobachter darin einig, dass dieser
ten Zitat „Ich bin ein Berliner“.
„Höhepunkt eindeutig auch der Scheitel-
1962 übernahm Brandt auf Initiative von punkt war – von da an ging es bergab“.
Herbert Wehner den stellvertretenden Politische Ermüdungserscheinungen
Parteivorsitz, 1964 den Bundesvorsitz der Brandts paarten sich mit hohen Erwar-
SPD, den er bis 1987 innehatte. Bei der tungen an seine 2. Regierungszeit. Den-
Bundestagswahl 1965 unterlag der Bun- noch kam sein Rücktritt für die Öffent-
deskanzler Ludwig Erhard. Nach Erhards lichkeit überraschend.
Rücktritt wurde Kurt Georg Kiesinger
Willy Brandt starb am 8. Oktober 1992 an
(CDU) zum Bundeskanzler gewählt, der
Krebs. Das Ehrengrab Willy Brandts be-
eine Große Koalition mit der SPD bildete.
findet sich auf dem Berliner Waldfried-
Brandt trat von seinem Berliner Amt zu-
hof Zehlendorf.
rück, übernahm das Amt des Außenmi-
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt
nisters und wurde Stellvertreter des Zusammengestellt von unserer Bewohnerin I. Werner
Bundeskanzlers. Nach der Bundestags-
wahl 1969 bildete Willy Brandt gegen
den Willen von Herbert Wehner und

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

Interview
Unsere Bewohnerin Fr.
Werner hat dem Küchen-
leiter Christopher Reule ei-
nige Fragen gestellt.
Wann sind Sie geboren?
20. April 1988

Was sind Sie von Beruf? Was ist Ihre Stärke?


Koch, Küchen- und Objektleiter Ich bin offen für alles, selbstkritisch.
Was wären Sie sonst noch gerne gewor-
Was ist Ihre Schwäche?
den?
Ich bin zu gutmütig
Sportreporter
Welche Ereignisse haben Sie im Jahr 2013
Was sind Ihre Hobbies?
sehr bewegt?
Fußball, Campen
der Finaleinzug des VFB im DFB-Finale
Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Welche drei Wünsche hätten Sie an die
Sauerbraten, Pizza
Zauberfee?
Was ist Ihre Lieblingsmusik? Ich glaube nicht an die Zauberfee
Rock
Welche Menschen bewundern Sie?
Was ist Ihr Lieblingsfilm? Menschen mit Behinderung
Disney
Wie lautet Ihr Lieblingssatz?
Was ist Ihr Lieblingstier? „Schurz wackle lasse“
Hund, Reptilien

Wo würden Sie gern Urlaub machen?


Brasilien

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

Interview
Unsere Bewohnerin Fr.
Werner hat der stellvertre-
tenden Küchenleiterin Grit
Zibell einige Fragen ge-
stellt.
Wann sind Sie geboren?
11. September 1989

Was sind Sie von Beruf?


Köchin

Was wären Sie sonst noch gerne gewor- Was ist Ihre Schwäche?
den? Ich kann nicht „Nein“ sagen.
KFZ-Mechanikerin
Welche drei Wünsche hätten Sie an die
Was sind Ihre Hobbies? Zauberfee?
Fußball An eine Zauberfee glaube ich nicht.

Was ist Ihr Lieblingsgericht? Welche Menschen bewundern Sie?


Thüringer Klöße Behinderte und alte Menschen

Was ist Ihre Lieblingsmusik? Wie lautet Ihr Lieblingssatz?


Drum N Bass Ich lebe jeden Tag, als ob er der letzte ist.

Was ist Ihr Lieblingsfilm?


ich geh nicht ins Kino.

Was ist Ihr Lieblingstier?


Hund

Wo würden Sie gern Urlaub machen?


Neuseeland

Was ist Ihre Stärke?


Ich kann gut zuhören.

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

Willkommen bei uns Wir gratulieren zum


Geburtstag
Wir begrüßen alle neuen Bewohner un-
seres Hauses recht herzlich!
Wir wünschen den Jubilaren in unserem
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Haus, die in den Monaten August, Sep-
Aufenthalt und hoffen, dass Sie sich bei tember und Oktober Geburtstag haben,
uns zu Hause fühlen. alles Liebe und Gute, vor allem Gesund-
heit! Genießen Sie den Ehrentag im Kreis
Ihrer Familie und mit Ihren Mitbewoh-
nern!

Schenken

Schenke groß oder klein,


Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.


Schenke dabei
Was in dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Hu-
mor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.


Sei eingedenk,
Dass dein Geschenk
Du selber bist.

Joachim Ringelnatz

Textquelle: www.lyrik-
lesezeichen.de/gedichte/ringelnatz.php
Bildquelle: http://www.hochzeit-feiern.de/herzlich-
willkommen-auf-hochzeit-feiern/
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/299016
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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

Friseursalon Hobby: Anlegen und Pflanzen von Stein-


gärten

Liebe Heimbewohner,
sie kennen mich vom Friseursalon im
Erdgeschoss des Casa Reha.

In Rubi (Spanien) wurde ich geboren und


kam 1962 nach Deutschland, in NRW
Bonn ging ich zur Schule, dort machte ich
meine Ausbildung als Friseurin.

1990 kam ich nach Pforzheim.

Hier betreibe ich seither in der Westli-


chen–Karl–Friedrich-Straße mein Haupt-
geschäft.

Meine Mutter ist ebenfalls, wie Sie,


Heimbewohnerin und so konnte ich dem
Wusch der Heimleitung folgen, Ihnen
direkt im Haus einen Friseurservice zu
bieten.

Sie sind mir als Kundinnen und Kunden


herzlich willkommen. Ich freue mich auf
unsere Begegnung.

Lebenslauf:

Isabel Etzbauer

Geboren am 14. März 1952

1987 Ausbildung zur Friseurmeisterin in


Köln

Farb-, Produkt-, und Schneidetrainerin


für die italienische Firma Previa

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

Unser Nachwuchs stellt abschließen und was dann passiert, ent-


scheidet sich. Ich überlege, nach meiner
sich vor Ausbildung Weiterbildungen zu machen.

Marco Eucker
Würden Sie sich bitte kurz vorstellen.

Mein Name ist Marco Eucker, ich bin 21


Jahre alt und wohne in Pforzheim.

In welcher Funktion sind Sie hier im Haus


tätig?

Derzeit mache ich eine Ausbildung zum


examinierten Altenpfleger im Casa Reha
Osterfeld.

Wie sind Sie zu Ihrem Berufswunsch ge-


kommen?

Durch meinen Freundeskreis bin ich zu


diesem Beruf gekommen, da ich gern mit
Menschen zusammen arbeite.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Ar-


beit?

Mir gefällt an meiner Arbeit, dass wir


zusammen im Team arbeiten und ich
gern mit Menschen zusammen arbeite.

Welche Stärken bringen Sie bei Ihrer Ar-


beit ein?

Meine Stärken sind: Hilfsbereitschaft,


Flexibilität, Freundlichkeit und Pünktlich-
keit.

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Erstmal möchte ich meine Ausbildung

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

Die Werke unserer Be- zu lernen. Dies ist eine Durchbruchstick-


Technik, die erstmals in Persien ange-
wohner… wendet wurde.

Frau Bubser stellt ihre


Handarbeiten vor
Frau Bubser hat das Stricken als Kind von
ihrer Mutter gelernt, „spielend“ sagt sie
selbst darüber, während die Mutter ne-
benbei kochte. Auch das Häkeln hat ihr
die Mutter beigebracht. Doch beides
wurde in der Schule im Handarbeitsun-
terricht noch mal wiederholt und gefes-
tigt.
Häkeln hat sie zwar auch gelernt, doch
dies mache sie „nervös“, rege sie auf.

Frau Bubser findet es sehr schade, dass


junge Leute heutzutage kaum noch Stri-
cken lernen, da es ihr selbst so viel Spaß
macht und es eine Tätigkeit ist, bei der
man am Ende ein Ergebnis hat, auf das
man stolz sein kann. Sie selbst strickt
Socken mittlerweile „blind“.

Ihre Lieblingsstücke verschenkt sie meist.


Sie macht gern Menschen in ihrem Um-
feld kleine Geschenke, wenn sie weiß,
dass der Beschenkte auch wertschätzen
kann, wie viel Zeit und Mühe sie inves-
tiert hat. Ein Kissen, das sie mit der Har-
danger-Technik gestickt hat, liegt ihr be-
sonders am Herzen, es ist eben ein „Ein-
zelstück“ und die Beschenkte weißt die
Mühe zu schätzen, die Frau Bubser in
Das Sticken hat Frau Bubser so interes- diese wunderbare Arbeit gesteckt hat.
siert, dass sie einen Volkshochschul-Kurs
besuchte, um die „Hardanger“- Technik

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Osterfeld Rundschau Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013

Im Gedenken
Wir verabschieden uns
Wir gedenken der Bewoh-
nerinnen und Bewohner, die
in den vergangenen Wochen
von uns gegangen sind und
wünschen den Hinterbliebe-
nen Kraft für die Zeit der
Trauer.
Bildquelle: http://grabschmuck.geliebt-und-
unvergessen.de/geliebtundunvergessen-p274h12s16-
Grabherz-In-stiller-Trauer.html

Fenster zur Ewigkeit


Meine Tränen öffnen mir Fenster zur Ewigkeit.
Da sehe ich mich selber mit meiner Fähigkeit,
über mich selbst hinauswachsen zu können.
Da sehe ich meine Mitmenschen mit ihrer
inneren Quelle, die nie versiegt.
Da sehe ich Verstorbene, die dank der
unzerstörbaren Kraft der Liebe uns zum
Vertrauen ins Leben bestärken.
Da sehe ich unser Eingebundensein
in Schöpfung und Kosmos,
das zum Genießen im Augenblick ermutigt.

Simone Weil

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Ausgabe Aug • Sept • Okt 2013 Osterfeld Rundschau

IMPRESSUM
Ausgabe August/ September/ Oktober
2013
Auflage 400 Exemplare

Herausgeber
CASA REHA Seniorenpflegeheim
Osterfeld
Grenzstraße 12
75172 Pforzheim
www.casa-reha.de/Osterfeld

Redaktionsteam
Roland Penzenstadler, Nicole Degenhart,
Angela Reinbold

Verteiler
In Wartezimmern der Arztpraxen,
in Apotheken, umliegenden Kranken-
häusern, Beratungsstellen und in unserer
Einrichtung

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Hauszeitung sind immer herzlich will-
kommen.
Artikel aus der Leserschaft werden
in Eigenverantwortlichkeit der Verfasser
veröffentlicht.

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