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Lehrgang

Management in
Nonprofit-
Organisationen

EB Zürich
Managen, statt nur verwalten!
Dieter Pfister schreibt in seiner Studie «Sozialmarkt
Managen statt verwalten 3 Schweiz zwischen Unter- und Überversorgung»: «Ohne
einen Abbau übertriebener Selbstverwirklichungsvorstel- 2 |3
Übersicht 4 lungen bei vielen Führungskräften sozialer Organisatio-
nen sind Angebotsbündelungen nicht denkbar.»
Ziele des Lehrgangs 5 In der Tat. Den sozial Tätigen bläst ein kalter Wind ins
Gesicht. Der Kampf um Sein oder Nichtsein im Sozial-
Themen und Gliederung 6 wesen ist voll im Gange.
Der Staat muss sparen und finanziert nicht mehr ein-
Zielpublikum 10 fach alles, was ihm vorgelegt wird. Er reagiert mit Sub-
ventionskürzungen im Sozial-, Kultur- und Bildungsbe-
Die Modalitäten 11 reich. Need to have statt nice to have heisst die Devise.
Nicht mehr diejenigen, die am lautesten schreien,
Lehrgangsleitung Referent/ sondern nur noch jene, welche am kompetentesten und
innen 12 günstigsten anbieten, werden subventioniert. Und man-
che erhalten gar nichts mehr. Sie müssen ihre Leistungen
Kursdaten und -kosten 13 auf dem freien Markt verkaufen. Das verlangt Manage-
ment- und Marketingfähigkeiten, Führungsqualitäten
Weitere Kurse zum Thema 14 sowie betriebs- und volkswirtschaftliche Kenntnisse.
Der Lehrgang «Management in Non-Profit-Organisatio-
Die EB Zürich 15 nen» will dieses Wissen vermitteln.
Allein im Kanton Zürich gibt es über 3000 Non-
Profit-Organisationen. In der ganzen Schweiz sind es
rund 10 000. Sie alle befassen sich mit irgendwelchen
«Fragen». Mit Frauen-, Ehe- und Scheidungsfragen,
mit Kinder- und Erziehungsfragen, mit Alters- und mit
Jugendfragen, mit Drogen-, Aids-, Gesundheitsfragen,
mit Ausländer- und mit Flüchtlingsfragen, mit Umwelt-,
Dritt- und Viertweltfragen, mit Schwulen- und mit
Lesbenfragen und nicht zuletzt mit Fragen der Freizeit-
gestaltung, des Sports und der Kultur. Fraglos wichtige
Fragen. Fragt sich nur: Wo bleiben die Antworten und
wie wirkungsvoll arbeiten solche Organisationen?
Sind sie gut gemanagt oder genügt es, die Probleme
lediglich zu verwalten?
Bis jetzt hat es genügt. Subventionen und Spenden
waren nicht an Effizienzkriterien oder klare Leistungsauf-
träge gebunden. Damit ist es jedoch vorbei.
Im Lehrgang
stehen die
Teilnehmerinnen Übersicht Ziele des Lehrgangs
und Teilnehmer
im Mittelpunkt. Ziel des Lehrgangs ist es, die Teilnehmerinnen und
Sozialmarketing und Marktforschung
Sie haben Teilnehmer zu befähigen, eine Non-Profit-Organisation
Gelegenheit, den PR und Werbung in einer Zeit des schnellen sozialen und wirtschaftlichen 4 |5
Lehrgang nach Wandels erfolgreich zu managen (nicht zu verwalten).
Betriebswirtschaft
der Devise «lear- Der Lehrgang vermittelt den Teilnehmenden wir-
ning by doing» Volkswirtschaft kungsvolle Managementinstrumente, die der Führung
aktiv mitzu- von sozialen Institutionen dienen.
Organisationsentwicklung und Projektmanagement
gestalten. Nun hat das Wort managen in Zusammenhang mit
Führen bei der Arbeit sozialen Tätigkeiten immer noch einen negativen Bei-
geschmack. Im Sozialbereich managt man nicht, man hilft
Kommunikation
hier ein bisschen, da ein bisschen und dort ein wenig,
oft ziemlich ziel- und wirkungslos vor sich hin.
Der Lehrgang vermittelt ein anderes Denken.
Management als ein Werkzeug zur wirksamen Führung
Ein Marketinggrundsatz lautet: Der Kunde steht im von sozialen Institutionen.
Mittelpunkt. Im Lehrgang stehen die Teilnehmenden im
Mittelpunkt. Das verlangt volles Engagement, denn wir
langweilen Sie nicht mit akademisch verbrämten Sozial-
theorien, sondern orientieren uns an der Lebenspraxis.
Wir zeigen Zusammenhänge auf, regen zu selbstständi-
gem Denken und zielgerichtetem Handeln an. Sie haben
Gelegenheit, den Lehrgang nach der Devise «learning by
doing» aktiv mitzugestalten…

– bei Übungen zu ausgewählten Problemen


des Organisationsalltags
– mit Analysen von Arbeitsabläufen
und Organisationsstrukturen
– in Rollenspielen zum Führungsverhalten
von Vorgesetzten und Vorständen
– bei Round-Table-Diskussionen zu heiligen
Kühen der Sozialarbeit
– mit Recherchen zu «heissen» Themen
im Sozialwesen
– bei Projektarbeiten aus dem
beruflichen Alltag
– bei der Präsentation der Recherchen
und Projektarbeiten
Subventionen wer-
den immer mehr
durch Leistungs- Themen und inhaltliche Gliederung
aufträge abgelöst.
Die meisten
Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
Organisationen
Sozialmarketing Betriebswirtschaft Volkswirtschaft Organisationsentwicklung
kennen jedoch 6 |7
nicht einmal die Walter Fischer Albin Reichmuth Regine Umbricht Samuels Hans Peter Gächter
Kosten ihrer An- 8 Halbtage 5 Halbtage 5 Halbtage 5 Halbtage
gebote.
Wir analysieren im Fach Subventionen werden im- Im Fach Volkswirtschaft Das Parkinsonsche Gesetz
Sozialmarketing verschie- mer mehr durch Leistungs- werden die Grundlagen besagt: Organisationen
dene Finanzierungsmodel- aufträge abgelöst. Die der Ökonomie in leicht mit weniger als 1000 Mit-
le und fragen uns: Warum meisten Organisationen verständlicher Form be- arbeitenden sind auf den
muss man zur Finanzierung kennen jedoch nicht handelt: Verkehr mit der Öffentlich-
sozialer Angebote in der einmal die Kosten ihrer keit angewiesen. Bei über
Schweiz immer noch bet- Angebote. Was ist Ökonomie? 1000 Angestellten können
teln? Gäbe es nicht sie sich mit sich selbst
Finanzierungsmodelle, die Darum wird in der Wie funktionieren klassi- beschäftigen. Bei manchen
den immer kritischer wer- Betriebswirtschaft Wert sche Märkte? Non-Profit-Organisationen
denden Geldgebern zei- gelegt auf effizientes besteht manchmal das
gen, was die subventio- Kostenmanagement. Marktversagen Gefühl, sie schafften das
nierte Arbeit in Franken Zeit- und Kostenerfassung Parkinsonsche Gesetz
und Rappen wert ist bezie- sollen Kosten transparent Staatsversagen (mit Hilfe der Supervision)
hungsweise was es die All- machen, um bei einem schon ab drei Personen.
gemeinheit kosten würde, Leistungsauftrag kosten- Konjunktur Schuld sind oft überholte
wenn diese Arbeit nicht deckende Preise anbieten Strukturen einer Organi-
mehr subventioniert wür- zu können. Arbeitslosigkeit sation. Da müssen Fragen
de. Oder noch moderner, gestellt werden: Sind Auf-
Finanzierungsmodelle, die Geld- und Finanzmärkte bau- und Ablauforga-
aus fremd bestimmten nisation zweckmässig?
Hilfeempfänger/innen Welche Aufgaben haben
selbst bestimmte Kundin- Vorstand oder Stiftungs-
nen und Kunden machen. rat? Funktioniert die Zu-
Anschliessend werden die- sammenarbeit Vorstand –
jenigen Marketingtechni- Geschäftsleitung – Mitar-
ken beleuchtet, die es beitende? Was sind ei-
braucht, um soziale Pro- gentlich die (wahren)
dukte am Markt durchzu- Motive der Vorstandsmit-
setzen. Das bedeutet: glieder, in einer Non-Pro-
Sozialmarketingziele fest- fit-Organisation (unbe-
legen, Marketing-Strate- zahlt) mitzuarbeiten?
gien entwickeln und den Mischt der Vorstand sich
«richtigen» Marketing-Mix ins Tagesgeschäft ein oder
bestimmen. führt er strategisch?
Organisationen
mit weniger als
1000 Mitarbeiten- Themen und inhaltliche Gliederung
den sind auf den
Verkehr mit der
Öffentlichkeit an- Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8
gewiesen. Bei über Führen bei der Arbeit Kommunikation PR und Werbung Projekttage 8 |9
1000 Angestellten
Massimiliana Speidel Ruth Groth Walter Fischer Walter Fischer
können sie sich
5 Halbtage 5 Halbtage 7 Halbtage 2 Ganztage
mit sich selbst
beschäftigen.
Personal: Was sind die Gesprächstraining, Ver- Am Schluss des Lehrgangs An zwei zusätzlichen
Motive der Mitarbeiter handlungs- und Argu- wenden wir uns der Projekttagen lernen die
und Mitarbeiterinnen? mentationstechnik: Öffentlichkeitsarbeit und Teilnehmenden ein be-
Arbeiten die richtigen Anhand konkreter Beispie- der Werbung zu. stimmtes Führungsmittel
Leute am richtigen Platz? le trainieren die Teilneh- kennen. Am ersten Pro-
Sind sie für ihre Aufgaben merinnen und Teilnehmer Beginnend mit PR nach jekttag üben sie diese
genügend qualifiziert? ihr Gesprächsverhalten in innen untersuchen wir die Technik und erhalten den
Wie werden sie bezahlt? verschiedenen Situationen, internen Voraussetzungen Auftrag, diese in ihrer ei-
um schliesslich mit ge- für erfolgreiche PR. Dann genen Organisation einzu-
Führung: Welcher Füh- konnter Verhandlungs- erarbeiten wir ein PR-Kon- führen.
rungsstil herrscht vor? und Argumentations- zept. Wir beurteilen Am zweiten Projekttag
Wird mit Zielen geführt technik soziale Anliegen Drucksachen und Internet- präsentieren sie die Resul-
oder werden Anweisungen besser verkaufen zu auftritte und lernen mit tate und Erfahrungen, die
erteilt? Und wie werden können. den Medien professionell sie bei der Einführung die-
unbezahlte freiwillige umzugehen. Und weil PR ser Technik in der eigenen
Mitarbeitende geführt und nicht gratis ist, behandeln Organisation gemacht
in die Arbeitsabläufe wir auch die Finanzierung haben.
integriert? von PR-Konzepten.

Beurteilung der Mitarbei-


tenden: Sind Qualifika-
tionsgespräche Einbahn-
strassen? Vorgesetzte qua-
lifizieren «Untergebene»?
Oder qualifizieren «Unter-
gebene» auch Vorgesetzte?
Und wer qualifiziert die
unbezahlten Freiwilligen?
Sehr gut eignet
sich der Lehr-
gang auch für Zielpublikum Die Modalitäten
Politikerinnen
und Politiker, die Der Lehrgang richtet sich in erster Linie an Vorstands- Voraus- Der Lehrgang lebt mindestens zur Hälfte
den Wunsch mitglieder und Geschäftsführer/innen aus Vereinen, setzungen von der aktiven Mitarbeit der Teilneh-
verspüren, über- Verbänden und Stiftungen. Ferner an Mitarbeiterinnen merinnen und Teilnehmer. Vorausgesetzt 10 | 11
kommene Denk- und Mitarbeiter mit Führungsfunktionen. Weiter an werden darum ein Engagement von länger
muster zu Kaderleute aus Verwaltungen von Bund, Kantonen und als einem Jahr und die Bereitschaft, im
verlassen. Gemeinden, inklusive Kirchgemeinden, sowie an Lehrgang aktiv mitzuwirken.
Personen aus Industrie, Gewerbe und Handel, die ihre
berufliche Zukunft im Non-Profit-Bereich sehen. Aufnahme- Zusätzlich zu den Informationsveranstal-
Sehr gut eignet sich der Lehrgang auch für Politiker und verfahren tungen finden Aufnahmegespräche statt.
Politikerinnen, die den Wunsch verspüren, überkommene
Denkmuster zu verlassen. Diplom Sie haben die Möglichkeit, den Lehrgang
mit oder ohne Diplomarbeit abzuschliessen.
Wer mindestens 90 Prozent der Lektionen
und beide Projekttage besucht hat und eine
Diplomarbeit abliefert erhält das Diplom
der EB Zürich. Das Diplom enthält den Titel
der Diplomarbeit, die Zahl der Lektionen
sowie Angaben zu Fächern und Themen.
Wer den Lehrgang ohne Diplomarbeit
beendet, jedoch 90 Prozent der Lektionen
und beide Projekttage besucht hat, erhält
das EB-Zertifikat.
Lehrgangsleitung und Referent/innen Kursdaten und Kurskosten

Leitung Walter Fischer Kursdaten Der Lehrgang ist berufsbegleitend. Er


Marketingfachmann mit Erfahrungen dauert zwei Semester, jeweils einen halben
im Profit- und im Non-Profit-Bereich Tag pro Woche plus zwei zusätzliche Pro- 12 | 13
jekttage, insgesamt rund 200 Lektionen.
Referent/innen Walter Fischer Die Klasse besteht aus maximal 16 Teil-
Sozialmarketing, Marktforschung, nehmerinnen und Teilnehmern.
PR und Werbung Der Lehrgang beginnt im Herbst, bei
Albin Reichmuth genügend Anmeldungen auch im Frühling.
Betriebswirtschaft Die genauen Daten finden Sie auf dem
Regine Umbricht Samuels Datenblatt.
Volkswirtschaft
Hans Peter Gächter Kurskosten Die genauen Kurskosten finden Sie auf dem
Organisationsentwicklung Datenblatt. Nicht inbegriffen sind Lehr-
und Projektmanagement bücher, alle anderen Kursunterlagen sind im
Massimiliana Speidel-Pagliaro Kursgeld inbegriffen.
Führen bei der Arbeit Die Höhe des Kursgeldes ist im Reglement
Ruth Groth der Bildungsdirektion verbindlich für alle
Kommunikation: Gesprächstraining, Berufsschulen festgelegt. Die Angaben in
Verhandlungs- und Argumentations- diesem Prospekt gelten vorbehältlich allfäl-
technik liger Änderungen durch die kantonalen
Behörden.
Änderungen vorbehalten.
Die EB Zürich
gehört zu den
Berufsschulen Die EB Zürich Datenblatt Lehrgang
des Kantons Management in Non-Profit-Organisationen
Zürich. Bei der Die EB Zürich bietet seit 1973 Kurse zur beruflichen
Entwicklung der und allgemeinen Weiterbildung in verschiedenen
Kursangebote Bereichen an. Sie ist einer modernen und zeitgerechten
orientiert sich Erwachsenenbildung verpflichtet. Dazu gehören die Beginn Lehrgang A Aufnahmebedingungen und
die EB Zürich Sprachschulung in der Muttersprache Deutsch und in Dienstag, 19. Oktober 2004 -verfahren
laufend an den vielen Fremdsprachen, aber auch die Informatik, die jeweils 13.30–17.30 Uhr Für eine Teilnahme am Lehrgang
sich wandeln- Medienkunde, die Persönlichkeitsbildung und die wird die Bereitschaft zu aktiver
den Ansprüchen Betriebsführung. Mit über 350 Kursleiterinnen und Kurs- Beginn Lehrgang B Mitarbeit vorausgesetzt.
der Berufswelt. leitern und jährlich 13 000 Teilnehmerinnen und Teilneh- Mittwoch, 20. Oktober 2004 Am 23./25./26. August 2004
mern ist die EB Zürich die grösste von der öffentlichen jeweils 8.30–12.30 Uhr finden Aufnahmegespräche
Hand getragene Weiterbildungsschule in der Schweiz. statt. Über die definitive
Bei der Entwicklung der Kursangebote orientiert Während der Volksschulferien Aufnahme in den Lehrgang wird
sich die EB Zürich laufend an den sich wandelnden der Stadt Zürich findet kein spätestens Mitte September
Ansprüchen der Berufswelt. Nach dem Motto «Die Unterricht statt. entschieden.
Sachen klären und den Menschen stärken» vermittelt
die EB Zürich Wissen und Praxis für ein breites Publikum. Kursort Diplom/Zertifikat
Die EB Zürich gehört zu den Berufsschulen des Zürich Sie haben die Möglichkeit, den
Kantons Zürich. Sie ist EduQua-zertifiziert. Dies Lehrgang mit einer Diplom-
bedeutet, dass sich alle Kurse und Lehrgänge der Schule Informationsveranstaltungen arbeit abzuschliessen und
anerkannten Qualitätskriterien unterwerfen. Lernziele Di, 25. Mai 2004, 18 Uhr erhalten dann das EB-Lehr-
werden ständig überprüft und neuen Anforderungen Di, 1. Juni 2004, 18 Uhr gangs-Diplom. Wer ohne
angepasst. Schulhaus Wolfbach Diplomarbeit abschliesst, erhält
Kantonsschulstr. 3, Zürich ein Lehrgangszertifikat, das
die Teilnahme am Lehrgang
Anmeldeschluss bestätigt.
13. August 2004

Kurskosten
Fr. 1300.– pro Semester
Lehrbücher zusätzlich

Weitere Auskünfte
EB Zürich
Kantonsschulstrasse 3
Telefon 01 267 80 40
8090 Zürich
oder direkt bei Walter Fischer
Telefon 01 267 80 40
(Lehrgangsleiter)
Telefax 01 267 80 31
Telefon 056 664 30 72
www.eb-zuerich.ch

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