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Zusammengestellt von I.

Bulgacova,
den 14.04.2020
Thema: Übersetzung appellativer Texte

Arbeitsblatt 1

I. Lesen Sie den Text (Lesezeit 20 Min.)

Werbetexte als primär appellative Texte. Übersetzungstipps

Appellative Texte wollen den Adressaten in seinem Denken, Fühlen beeinflussen und
ihn zum entsprechenden Handeln auffordern. Zu diesem Texttyp werden Werbetexte,
Einladungen und politische Propaganda gezählt. Eine besondere Bedeutung wird in der Zeit der
wirtschaftlichen und sozialen Globalisierung und des zunehmenden Reiseverkehrs der Werbung
beigemessen.
Die Übersetzung der Werbetexte hat im Vergleich zur Übersetzung anderer Texttypen
gewisse Besonderheiten, die zu beachten sind.
Bei diesen Texten ist es sehr wichtig, sich am Zieltext als Anfangspunkt der Übersetzung
zu orientieren. Manchmal unterscheiden sich kultur- und sozial bedingte Vorstellungen des
Zieltextlesers so stark von denen des Ausgangstextlesers, dass der Übersetzer den Werbetext
komplett ändern muss. Nur so kann die auffordernde Funktion des Textes während der
Translation erhalten bleiben.
Der Übersetzer muss jedes appellative Element des Textes erkennen, denn die
Aufforderung kann auch indirekt ausgedrückt werden, z.B. nicht durch Imperativsätze, sondern
mit Hilfe anderer Mittel. So kann etwa die Aussage „Zigaretten sind was für Verlierer“, die
keine imperativischen Konstruktionen enthält, indirekt dazu auffordern, das Rauchen
aufzugeben.
Werbetexte zeichnen sich durch emotional gefärbte Wörter und Fachausdrücke aus, die
eine zur entsprechenden Handlung anregende Wirkung schaffen müssen. Die Übersetzung dieser
Elemente muss im Zieltext die ähnlichen Emotionen und die gleiche Wirkung hervorrufen. Die
äquivalenten Fachwörter können beim Übersetzen nur dann verwendet werden, wenn sie im
Zieltext die gleiche Wirkung haben. Wenn ein zielsprachliches Fachwort zur Allgemeinsprache
gehört, geht ein Teil der appellativen Wirkung verloren. Das gleiche geschieht, falls das
Fachwort dem Leser nicht bekannt ist und ihn verwirrt, statt ihn zu überzeugen und zu
motivieren.
Auch zahlreiche stehende Redewendungen, Metaphern und Anspielungen, Wortspiele,
Bilder, Vergleiche und Metaphern, an denen die Sprache der Werbetexte reich ist, sind oft
schwer zu übersetzen, da sie in der Zielsprache nicht unbedingt den gleichen Effekt auslösen.
Weitere Schwierigkeiten beim Übersetzen bereiten Slogans. Sie verlangen oft kein
lexikalisches Äquivalent, da nicht der Inhalt sondern der Rhythmus sie wirkungsvoll macht.
Bei den aufgezählten möglichen Übersetzungsproblemen muss der Übersetzer immer die
Beweggründe des Zieltextlesers richtig einschätzen und gegebenenfalls den Zieltext so anpassen,
damit er seine appellative Wirkung nicht verliert. Für den Übersetzer eines appellativen Textes
ist es auch wichtig, die Aufmerksamkeit des Ziellesertextes zu erhalten. Zu diesem Zweck sollte
der Translator eine Reihe von syntaktischen und lexikalischen Mittel verwenden:
 kurze Sätze, die die Aufmerksamkeit des Lesers schneller fesseln und einprägsamer wirken;
 emotionale und expressive Wörter, die den Leser an sich binden;
 Fachwörter, die wissenschaftlich und überzeugend wirken;
 Vergleiche, Metaphern, Bilder, Wortspiele, die den Text auflockern und den Leser
unterhalten können.

II. Antworten Sie auf die Fragen zum Text. (15 Min.)

1. Worin besteht die Hauptfunktion appellativer Texte?


Die Hauptfunktion besteht darin, den Adressaten in seinem Denken, Fühlen zu beeinflussen
und ihn zum entsprechenden Handeln aufzufordern.
2. Welche Textsorten gehören zu diesem Texttyp?
Zu diesem Texttyp gehören folgende Textsorten: Werbetexte, Einladungen, politische
Propaganda und Werbung.
3. Unterscheidet sich die Übersetzung der Werbetexte von der Übersetzung anderer Textypen?
Die Übersetzung der Werbetexte hat im Vergleich zur Übersetzung anderer Texttypen
gewisse Besonderheiten. Bei diesen Texten ist es sehr wichtig, sich am Zieltext als
Anfangspunkt der Übersetzung zu orientieren.
4. Was ist bei der Übersetzung der Werbetexte besonders wichtig?
Bei diesen Texten ist es besonders wichtig, sich am Zieltext als Anfangspunkt der
Übersetzung zu orientieren.
5. Warum muss der Übersetzer manchmal den Werbetext völlig ändern?
Manchmal unterscheiden sich kultur- und sozial bedingte Vorstellungen des Zieltextlesers so
stark von denen des Ausgangstextlesers, dass der Übersetzer den Werbetext komplett ändern
muss. Nur so kann die auffordernde Funktion des Textes während der Translation erhalten
bleiben.

6. Wodurch zeichnen sich appellative Texte auf lexikalischer Ebene aus?


Sie verlangen oft kein lexikalisches Äquivalent, da nicht der Inhalt sondern der Rhythmus sie
wirkungsvoll macht.
7. Was ist für die Syntax von Werbetexten typisch?
 kurze Sätze, die die Aufmerksamkeit des Lesers schneller fesseln und einprägsamer wirken;
 emotionale und expressive Wörter, die den Leser an sich binden;
 Fachwörter, die wissenschaftlich und überzeugend wirken;
 Vergleiche, Metaphern, Bilder, Wortspiele, die den Text auflockern und den Leser
unterhalten können.

8. Was muss der Übersetzer bei der Übersetzung appellativer Texte immer berücksichtigen?
Der Übersetzer muss immer die Beweggründe des Zieltextlesers richtig einschätzen und
gegebenenfalls den Zieltext so anpassen, damit er seine appellative Wirkung nicht verliert.

III. Sprechen Sie zum Thema „Übersetzung der Werbetexte“. Berücksichtigen Sie
dabei folgende Inhaltspunkte: (Vorbereitungszeit: 15 Min.)
1. Die Hauptfunktion der Werbetexte.
Ein Werbetext muss eine zur entsprechenden Handlung anregende Wirkung schaffen.
2. Sprachliche Merkmale der Werbetexte:
- Syntax,
- Lexik,
- Stilistische Mittel
3. Besonderheiten bei der Übersetzung von Werbetexten.
Bei diesen Texten ist es sehr wichtig, sich am Zieltext als Anfangspunkt der Übersetzung
zu orientieren. Der Übersetzer muss jedes appellative Element des Textes erkennen und während
der Translation erhalten. Die Übersetzung dieser Elemente muss im Zieltext die ähnlichen
Emotionen und die gleiche Wirkung hervorrufen. Der Übersetzer muss immer die Beweggründe
des Zieltextlesers richtig einschätzen und gegebenenfalls den Zieltext so anpassen, damit er seine
appellative Wirkung nicht verliert. Für den Übersetzer eines appellativen Textes ist es auch
wichtig, die Aufmerksamkeit des Ziellesertextes zu erhalten. Zu diesem Zweck sollte der
Translator eine Reihe von syntaktischen und lexikalischen Mittel verwenden.