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HALFEN SANDWICHPLATTENANKER SP 16

FA S S A D E
HA LF E N S A N DWICHPLA TTE NANKE R
Allgemeines

Die HALFEN SP Sandwichplattenanker Die Vorteile von HALFEN SP

HALFEN bietet zur Verbindung der • leichte und schnelle Montage • hohe Nachhaltigkeit durch korrosions-
Trag- und Vorsatzschichten von • einfache Planung mit der kostenlosen beständigen Edelstahl
Sandwichplatten drei unterschiedliche HALFEN Software • Kombination der unterschiedlichen
Verbundankertypen an: • Sicherheit durch bauaufsichtlich Systeme für hohe Flexibilität bei z. B.
zugelassene Systeme schmalen Bauteilen, Öffnungen
• SP-SPA Sandwichplattenanker • EnEV-gerecht durch geringe Wärme-
• SP-FA Flachanker brücken
• SP-MVA Manschettenverbundanker

Zur einfachen Bemessung und Auswahl der richtigen Ankertypen bieten wir eine speziell abgestimmte Software an

Hauptvorteile der Software

• interaktive, einfach zu bedienende • nur statisch erforderliche Anker • geringere Windlasten erhöhen die
grafische Benutzeroberfläche bzw. Nadeln werden angeordnet Resttragfähigkeiten der Anker und
• Zeitersparnis, da nahezu beliebige • wirtschaftliche Bemessungsvor- führen somit zu wirtschaftlicheren
Plattengeometrien schnell und schläge Bemessungen
komfortabel eingegeben werden • prüffähiger Programmausdruck mit • U-Wert-Berechnung unter Berück-
können allen relevanten Einzelnachweisen sichtigung von Wärmebrücken
• Freie Platzierung der Traganker • positionierte Nadeln und Anker durch die verwendeten Befesti-
durch Anwender möglich lassen sich verschieben gungsmittel
• statische Berechnung jedes • variable Windlasteingabe möglich • ungünstige pauschale Ansätze nach
einzelnen Trag-, Horizontal- und • Berücksichtigung der tatsächlichen DIN 4108 werden durch die exakte
Halteankers ! Windlasten (projektbezogen / Berechnung der Wärmebrücken
N EU länderspezifisch) statt pauschaler vermieden
Optimierte Anker- Ansätze
i bemessung mit FE möglich!

Hinweis:
Sämtliche Angaben der Bemes- sind die bauaufsichtlichen Zulassungen und die Ergebnisse können unter
sungssoftware, insbesondere Z-21.8-1926 vom 04.04.16 sowie Umständen auf der unsicheren Seite
die statischen Werte, beziehen Z-21.8-1979 vom 28.01.14. liegen. Bei Einsatz von Fremdpro-
sich ausschließlich auf die dukten, die mit der HALFEN Software
HALFEN SP-Systeme. Scheinbar baugleiche Fremdprodukte berechnet wurden, übernimmt die
Grundlage für die Bemessung können hiervon erheblich abweichen HALFEN GmbH keine Haftung.

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines 2
Tragsysteme 4
Bemessungsgrundlagen 5
Übersicht verfügbarer Verbundanker 6

Verbundankertypen 8
Traganker 8
Torsionsanker / Horizontalanker 10
Halteanker 11
Bemessung der Verbundanker 12

Tragsysteme 20
Festpunkt der Sandwichplatten 21
Mischsysteme und Sonderlösungen 22
Darstellung der Tragsysteme 24
Tragsystem MVA 24
Tragsystem MVA-FA 24
Tragsystem FA-FA 25
Tragsystem SPA-SPA 26

Montage und Einbau 28


Einbau der Verbundanker bei Negativ-Verfahren 28
Einbau der Halteanker 29
Einbau der Wärmedämmschicht 30
Einbau der Verbundanker bei Positiv-Verfahren 31

Grundlagen 32
Produktionsverfahren 33
Verformung der Sandwichplatten 34
Geometrische Randbedingungen 36
Ausbildung der Vorsatzschicht 36
Ausbildung der Tragschicht 36
Eckausbildung 36
Plattenlänge 37

Weitere Produkte für Sandwichplatten 38


Transportankersysteme KKT und TPA 38
Fertigteilanschluss HVL 39
Betojuster HBJ-W 39

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Übersicht der Tragsysteme

Funktion der Verbundanker

Sandwichplatten mit dem Tragsystem


MVA haben einen Manschettenver-
bundanker als Traganker im Schwer-
punkt der Vorsatzschicht und einen 
Torsionsanker. Bei den Platten mit
dem Tragsystem MVA-FA gibt es
2 Traganker (MVA und FA), wobei
der Manschettenverbundanker gleich-
 
zeitig als Horizontalanker dient. 
Platten mit dem Tragsystem FA-FA

und SPA-SPA haben grundsätzlich 
2 Traganker bzw. Tragankergruppen
und 1 Horizontalanker (bei für den
Transport gedrehten Platten sind in  Traganker  Traganker
der Regel 2 Horizontalanker bzw.  Torsionsanker  Horizontalanker
Horizontalankergruppen anzuordnen).  Halteanker  Halteanker

Traganker siehe Seite 8

Die Traganker sind in erster Linie für


die Aufnahme der vertikalen Lasten
aus dem Eigengewicht der Vorsatz-
schicht zuständig.
Außerdem sind Lasten aus Ausmitten
(planmäßig oder unplanmäßig) sowie
Horizontallasten (z. B. aus Wind,
Verwölbung) zu berücksichtigen.

Torsionsanker/Horizontalanker siehe Seite 10

Bei dem System MVA hat der Torsions- Bei für den Transport gedrehten Platten
anker die aus Ausmitten (planmäßig sind die Horizontalanker für die bei
oder unplanmäßig) resultierenden diesem Lastfall auftretenden Kräfte zu
Kräfte aufzunehmen. Bei den Sys- dimensionieren.
temen FA-FA und SPA-SPA sind die
Horizontalanker dazu da, horizontal
wirkende Kräfte (z. B. aus schräg am
Kran hängenden Platten, Stoßkräfte
beim Transport oder Windkräfte auf
Laibungen) aufzunehmen.

Halteanker siehe Seite 11

Halteanker nehmen die senkrecht zur


Plattenebene wirkenden Kräfte aus
Temperaturverwölbung und Wind oder
Verbundnadel Verbundbügel Anstecknadel
Schalungshaftung auf.

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Bemessungsgrundlagen

Grundlagen

Die Bemessungswerte der Tragfähigkeiten VR,d, NR,d, MR,d NE,d (Horizontallasten z. B. aus Windlasten und Verwölbung)
sind Widerstandsgrößen, die die Teilsicherheitsbeiwerte auf und ME,d (nur für die Systeme MVA/FA und FA/FA) gemäß
der Materialseite berücksichtigen. den Bestimmungen der jeweiligen Zulassung gegenüberzu-
Den Widerständen VR,d, NR,d, MR,d sind die mit den entspre- stellen.
chenden Teilsicherheitsbeiwerten vergrößerten Einwirkungen Die Horizontallasten werden maßgeblich durch die Platten-
VE,d (Vertikallasten z. B. aus Eigengewicht der Vorsatzschicht geometrie, das Rasterverhältnis sowie die Lage der Anker
und ggf. aus vorhandenen zusätzlichen Auflasten), beeinflusst.

Lastannahmen für die HALFEN Software

1. Vertikallasten
Als einwirkende Vertikallasten sind das Eigengewicht der
Vorsatzschicht sowie ggf. vorhandene Zusatzlasten zu berück-
sichtigen.

2. Verwölbungskräfte
Standardmäßig werden die Verwölbungskräfte nach Utescher • Temperaturbeanspruchungen gemäß DIBt-Mitteilungen
ermittelt. Dabei werden folgende Einflussfaktoren berück- 5/1995: Temperaturgradient für Dreischichtplatte ohne
sichtigt: Luftschicht (dunkle Oberfläche) ΔT = ± 5°K
• Ankeranordnung auf Raster mit einem Seitenverhältnis
von 0,75 ≤ lX/lY ≤ 1,33 Alternative Ermittlung der Verwölbungskräfte mit FE
• Vorsatzschichtdicke f = 70–120 mm (für größere Vorsatz- i möglich!
schichtdicken ist ein gesonderter Nachweis zu führen)

3. Windlasten nach DIN EN 1991-1-4/ NA Deutschland für


SP-FA, SP-MVA und SP-SPA
Vorgegeben ist eine Sandwichplatte mit einem Raster der Berücksichtigte Kombinationen
Anker von max. lx × ly = 1,20 m × 1,20 m. Gebäude- Windzone 1 Windzone 2
Die in der Tabelle aufgeführten Windlasten [kN/m²] berück- höhe Normalbereich Randbereich Normalbereich Randbereich
sichtigen folgende Annahmen: wD,k = 0,50 wD,k = 0,50 wD,k = 0,65 wD,k = 0,65
≤ 10 m
wS,k = - 0,55 wS,k = - 0,85 wS,k = - 0,72 wS,k = - 1,11
• Vereinfachte Geschwindigkeitsdrücke für Bauwerke
wD,k = 0,65 wD,k = 0,65 wD,k = 0,80 wD,k = 0,80
bis 25 m Gebäudehöhe ≤ 18 m
wS,k = - 0,72 wS,k = - 1,11 wS,k = - 0,88 wS,k = - 1,36
• Gültig für Binnenland und Windzonen 1 und 2 wD,k = 0,75 wD,k = 0,75 wD,k = 0,90 wD,k = 0,90
≤ 25 m
• Windeinflussfläche ≤ 1 m² (ungünstige Annahme) wS,k = - 0,83 wS,k = - 1,28 wS,k = - 0,99 wS,k = - 1,53
• h/d ≥ 5 (ungünstige Annahme)
• „Normalbereich“ beinhaltet die Bereiche D (für Druck) In der HALFEN Bemessungs-Software sind die Windlasten für
und B (für Sog) eine Gebäudehöhe ≤ 18 m im Normalbereich der Windzone 2
• „Randbereich“ beinhaltet die Bereiche D (für Druck) voreingestellt (wD,k = 0,80 und wS,k = - 0,88).
und A (für Sog) Davon abweichende Windlasten können benutzerdefiniert
eingegeben werden.

4. Abstand der Verbundanker zum Festpunkt e


Bei der Ermittlung der zulässigen Abstände e werden • Wärmedämmschichtdicke b
folgende Einflussfaktoren berücksichtigt: • Temperaturbeanspruchung gemäß DIBt-Mitteilungen 5/1995:
Tragschichttemperatur (innen, ganzjährig) ϑi = + 20°C
Temperatur der Vorsatzschicht im Sommer ϑa = + 65°C
Temperatur der Vorsatzschicht im Winter ϑa = - 20°C
Temperaturdifferenz gegenüber Einbauzustand △T = ± 45°K

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Übersicht verfügbarer Verbundanker

In den nachfolgenden Tabellen sind die verfügbaren Höhen und Durchmesser bzw. Längen der Verbundanker zusammengestellt.

Manschettenverbundanker MVA
Verfügbare Ankerdurchmesser D [mm]
Ankertyp Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.:
H = 150 mm H = 175 mm H = 200 mm H = 225 mm H = 260 mm
0770.010- 0770.010- 0770.010- 0770.010- 0770.010-

MVA ØD 00101 51 00107 51 00117 51 00127 51 00137 51


00102 76 00108 76 00118 76 00128 76 00138 76
00103 102 00109 102 00119 102 00129 102 00139 102
00104 127 00110 127 00120 127 00130 127 00140 127
00105 153 00111 153 00121 153 00131 153 00141 153
00106 178 00112 178 00122 178 00032 178 00042 178
H 00113 204 00123 204 00033 204 00043 204
00114 229 00124 229 00034 229 00044 229
00115 255 00125 255 00035 255 00045 255
00116 280 00126 280 00036 280 00046 280
Konstruktive Änderungen vorbehalten

Flachanker FA

Verfügbare Ankerlängen L [mm]


Ankertyp Best.-Nr.: H = 150 Best.-Nr.: H = 175 Best.-Nr.: H = 200 Best.-Nr.: H = 225
0771.010- mm 0771.010- mm 0771.010- mm 0771.010- mm

FA-1 00001 40 00011 40 00021 40 00031 40


L
00002 80 00012 80 00022 80 00032 80
00003 120 00013 120 00023 120 00033 120
00004 160 00014 160 00024 160 00034 160
00005 200 00015 200 00025 200 00035 200
00006 240 00016 240 00026 240 00036 240
H
00007 280 00017 280 00027 280 00037 280
00008 320 00018 320 00028 320 00038 320
1,5 mm 00009 360 00019 360 00029 360 00039 360
00010 400 00020 400 00030 400 00040 400
FA-2 Best.-Nr.: H = 175 Best.-Nr.: H = 200 Best.-Nr.: H = 225 Best.-Nr.: H = 260
0771.020- mm 0771.020- mm 0771.020- mm 0771.020- mm
L 00001 40 00011 40 00021 40 00031 40
00002 80 00012 80 00022 80 00032 80
00003 120 00013 120 00023 120 00033 120
00004 160 00014 160 00024 160 00034 160
00005 200 00015 200 00025 200 00035 200
H
00006 240 00016 240 00026 240 00036 240
00007 280 00017 280 00027 280 00037 280
2 mm 00008 320 00018 320 00028 320 00038 320
00009 360 00019 360 00029 360 00039 360
00010 400 00020 400 00030 400 00040 400
FA-3 Best.-Nr.: H = 260 Best.-Nr.: H = 280 Best.-Nr.: H = 300 Best.-Nr.: H = 350
L 0771.030- mm 0771.030- mm 0771.030- mm 0771.030- mm
00001 80 00010 80 00018 80 00026 80
00002 120 00011 120 00019 120 00033 120
00003 160 00012 160 00020 160 auf Anfrage 160
00004 200 00013 200 00021 200 00027 200
H
00005 240 00014 240 00022 240 00028 240
00006 280 00016 280 00023 280 00029 280
00007 320 00017 320 00024 320 00030 320
3 mm 00008 360 00039 360 00025 360 00031 360
00009 400 00040 400 auf Anfrage 400 00032 400
Konstruktive Änderungen vorbehalten Hinweis: Größere Ankerhöhen auf Anfrage

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Übersicht verfügbarer Verbundanker

Sandwichplattenanker SPA
Verfügbare Ankerhöhen H und Ankerlängen L [mm]
Ankertyp Rundstahl-Ø [mm] 05 Rundstahl-Ø [mm] 07 Rundstahl-Ø [mm] 09 Rundstahl-Ø [mm] 10
Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.:
SPA-1 0270. SPA-1 0270. SPA-1 0270. SPA-1 0270.
SPA-2 0271. H L SPA-2 0271. H L SPA-2 0271. H L SPA-2 0271. H L
SPA-1/SPA-2 010-00001 160 265 010-00003 160 260
010-00002 180 305 010-00004 180 300
010-00110 200 345 010-00005 200 340
L 010-00006 220 380 010-00138  220 375
010-00007 240 420 010-00139  240 415
010-00008 260 460 010-00111 260 455
010-00112 280 495
010-00113 300 535
H 010-00114 320 575
010-00115 340 615 010-00015 340 610
010-00116 360 655 010-00016 360 650
010-00103 380 690
010-00105 400 730
010-00107 420 770
010-00109 440 810
 gilt nur für SPA-1. Bestellnummern für SPA-2 siehe HALFEN Preisliste.

Verbundnadeln SPA-N, Verbundbügel SPA-B, Anstecknadeln SPA-A


Verfügbare Ankerhöhen H [mm]
Ankertyp Rundstahl-Ø [mm] 03 Rundstahl-Ø [mm] 04 Rundstahl-Ø [mm] 05 Rundstahl-Ø [mm] 06
Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.:
H H H H
0274.010- 0274.020- 0274.030- 0274.040-
SPA-N 00001 120
00002 140
00003 160 00001 160
00004 180 00002 180
00005 200 00003 200
00004 220
00005 240 00001 240
H 00002 260
00003 280
00004 300
00005 320
00001 340
00002 360
00003 380
00004 400
00005 420
SPA-B Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.:
H H H
0273.010- 0273.020- 0273.030-
00001 160 00001 160
00002 180 00002 180
00003 200
00004 220
H 00005 240 00001 240
00002 260
00003 280
00004 300
00005 320
SPA-A Best.-Nr.: Best.-Nr.: Best.-Nr.:
H H H
0272.010- 0272.030- 0272.050-
00001 120
00002 140
00003 160 00001 160
H 00004 180
00002 200 00001 200
00003 250 00002 250
00003 280
00004 320
Konstruktive Änderungen vorbehalten

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Verbundankertypen

Traganker

Manschettenverbundanker MVA

Artikelbezeichnung: SP-MVA - Höhe [mm] - Ø D [mm]

Der zylindrische Manschettenverbundanker hat eine Blech-


dicke von 1,5 mm. Die Enden sind mit runden und ovalen øD
Löchern versehen. Die runden Löcher dienen der Aufnahme
von Bewehrungsstäben und die ovalen der Verzahnung mit
dem Beton. Der Manschettenverbundanker wird bei den
Systemen MVA und MVA-FA als Traganker eingesetzt. Die H
Kennzeichnung der Anker erfolgt z. B. durch Aufprägen der
Ankerhöhe und des Durchmessers auf der Mantelfläche.

Material: Edelstahl A4

Bestellbeispiel:
Artikelgruppe
Ankertyp
Ankerhöhe H [mm]
Manschetten-
Durchmesser D [mm]
SP - MVA - 225 - 076

Flachanker FA

Artikelbezeichnung: SP-FA-1 - Höhe [mm] - Länge [mm]


SP-FA-2 - Höhe [mm] - Länge [mm]
SP-FA-3 - Höhe [mm] - Länge [mm]
L
Der Flachanker ist in folgenden Blechdicken t lieferbar:
1,5 mm / 2,0 mm / 3,0 mm
Zwei gegenüberliegende Seiten sind mit runden und ovalen H
Löchern versehen. Die runden Löcher dienen der Aufnahme
von Bewehrungsstäben und die ovalen der Verzahnung mit
dem Beton. Der Flachanker wird bei den Systemen MVA-FA
und FA-FA als Traganker eingesetzt. Die Kennzeichnung er-
folgt durch Aufprägen der Ankerhöhe, -länge und Blechdicke.

Material: Edelstahl A4
t
Bestellbeispiel:
Artikelgruppe
Ankertyp
Blechdicke t
Ankerhöhe H [mm]
Ankerlänge L [mm]

SP - FA - 2 - 225 - 240

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Verbundankertypen

Sandwichplattenanker SPA Farbkennzeichnung


Bezeichnung
Farbe Ankertyp Material
Rundstahl-Ø
Artikelbezeichnung: SP-SPA-1 - Ø [mm] - Höhe [mm]
rot SPA-1 SPA-2 05 A4
SP-SPA-2 - Ø [mm] - Höhe [mm]
blau SPA-1 SPA-2 07 A4
orange SPA-1 SPA-2 09 A4

Die Sandwichplattenanker SP-SPA-1 und SP-SPA-2 sind gelb SPA-1 SPA-2 10 A4


V-förmige Anker aus Rundstahl folgender Durchmesser:
5,0 mm / 6,5 mm / 8,5 mm / 10,0 mm.
Die abgebogenen Enden dienen der Verankerung im Beton
und der Befestigung der Bewehrungsstäbe. Die Sandwich-
plattenanker werden bei dem System SPA-SPA als Traganker
eingesetzt. Die Kennzeichnung der Anker erfolgt durch
farbige Aufkleber mit Angaben zu Typ, Durchmesser und
Höhe.

Material: Edelstahl A4

SPA-1 Bestellbeispiel:

Artikelgruppe
Ankertyp
Rundstahl-Ø [mm]
Ankerhöhe H [mm]

SP - SPA-1 - 09 - 220

SPA-2 Bestellbeispiel:

Artikelgruppe
Ankertyp
Rundstahl-Ø [mm]
Ankerhöhe H [mm]

SP - SPA-2 - 09 - 220

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Verbundankertypen

Torsionsanker / Horizontalanker

Folgende Ankertypen können bei Sandwichplatten als Torsions- bzw. Horizontalanker verwendet werden:

Sandwichplattenanker SPA

Der Sandwichplattenanker SP-SPA-1 wird bei dem System


SPA-SPA als Horizontalanker eingesetzt (falls erforderlich
kann auch der SP-SPA-2 als Horizontalanker eingesetzt
werden).

Material: Edelstahl A4

Flachanker FA

Der Flachanker wird bei dem System MVA als Torsionsanker


und bei dem System FA-FA als Horizontalanker eingesetzt.

Material: Edelstahl A4

Einbau eines SPA-FA-3 im Fertigteilwerk

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Verbundankertypen

Halteanker

Verbundnadeln (SPA-N)
Artikelbezeichnung: SP-SPA-N - Ø [mm] - Höhe [mm] Material: Edelstahl A4

Verbundnadeln sind U-förmig gebogene Drähte mit folgenden


Drahtdurchmessern: 3,0 mm / 4,0 mm / 5,0 mm / 6,5 mm.
Die Verankerung im Beton erfolgt über die gewellten Enden
bzw. durch die geschlossene Biegeform.

Bestellbeispiel:
Artikelgruppe
Ankertyp
Rundstahl-Ø [mm]
Nadelhöhe H [mm]
SP - SPA-N - 04 - 220

Verbundbügel (SPA-B)
Artikelbezeichnung: SP-SPA-B - Ø [mm] - Höhe [mm] Material: Edelstahl A4

Verbundbügel sind gebogene Drähte mit folgenden Draht-


durchmessern: 3,0 mm / 4,0 mm / 5,0 mm.
Die Verankerung im Beton erfolgt über das Umschließen der
Bewehrungsmatte bzw. über die geschlossene Biegeform.

Bestellbeispiel:
Artikelgruppe
Ankertyp
Rundstahl-Ø [mm] Hinweis:
Bügelhöhe H [mm] Die speziell geformte Spitze gewährleistet die Aufnahme
SP - SPA-B - 04 - 220 von Zug- und Druckkräften auch bei dünnen Tragschichten.

Anstecknadeln (SPA-A)
Artikelbezeichnung: SP-SPA-A - Ø [mm] - Höhe [mm] Material: Edelstahl A4

Anstecknadeln sind Verbundnadeln, bei denen das


geschlossene Ende um 90° abgebogen ist.
Drahtdurchmesser: 3,0 mm / 4,0 mm / 5,0 mm.
Die Verankerung im Beton erfolgt über die gewellten Enden
bzw. über das Umschließen der Bewehrungsmatte.

Bestellbeispiel:
Artikelgruppe
Ankertyp
Rundstahl-Ø [mm]
Nadelhöhe H [mm]
SP - SPA-A - 04 - 220

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HA LF E N S A N DWICHPLA TTE NANKE R
Bemessung der Verbundanker

Manschettenverbundanker MVA

Zur Ermittlung der Einwirkungen sind das Eigengewicht der


Vorsatzschale, ggf. Erddruck sowie Wind und Verwölbungs-
kräfte aus Temperatur (nur ΔT) zu berücksichtigen.

Eingangsgrößen für die Ermittlung der Tragwiderstände sind


Ankertyp, Wärmedämmschichtdicke b sowie die Vorsatz-
schalendicke f.

Für den MVA sind die folgenden Versagensarten nachzu-


weisen:
• Betonausbruch
• Betonversagen unter dem Anker
• Stahlversagen

Bemessungsgleichungen und Tragwiderstände finden Sie VEd


in der bauaufsichtlichen Zulassung für MVA/FA – Anlagen 6
und 8 bis 10.

Zur Ankerbemessung empfehlen wir die Verwendung


unserer HALFEN Sandwichplattenanker-Software
unter www.halfen.de
NEd,D

Material Sandwichplattenanker: NEd,Z


Edelstahl A4

Betongüte:
Vorsatzschicht ≥ C 30/37
Tragschicht ≥ C 30/37
f b c
Bewehrung:
Betonstahlmatten B500A, B500B
Betonrippenstahl B500A, B500B

Mindestbewehrung der Betonschalen:


Kreuzweise ≥ 1,88 cm²/m je Lage,
zweilagig für f, c ≥ 10 cm

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Bemessung der Verbundanker

Manschettenverbundanker MVA

ØD

b H
a
f Tragschicht

Wärmedämmschicht

Vorsatzschicht

Mindesteinbindetiefe der Manschetten- Mindesteinbindetiefe a, Mindestbetondeckung cnom [mm]

verbundanker MVA b = 30–90 mm b = 100–140 mm


f [mm]
Die Mindesteinbindetiefe (a) des a [mm] cnom [mm] a [mm] cnom [mm]

Manschettenverbundankers ist 60  50 10 50 10
70 55 15 60 10
abhängig von der Dicke der Vorsatz-
80 60 20 65 15
schicht (f) und der Wärmedämm-
90 – 120 60 30 70 20
schichtdicke (b).
Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm.

Wahl der Ankerhöhe für MVA Ankerhöhe H [mm]

Die Höhe (H) der Manschetten- b [mm]


f [mm]
verbundanker ist abhängig von der 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 140

Dicke der Wärmedämmschicht (b) 60  150 150 175 175 175 200 200 225 225 225 260 260
70 150 150 175 175 200 200 200 225 260 260 260 260
und der Einbindetiefe (a).
80 150 175 175 200 200 200 225 260 260 260 260 -
90 – 120 150 175 175 200 200 200 225 260 260 260 - -
H ≥ 2×a + b
Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm.

Zulagebewehrung
Zulagebewehrung für MVA
Manschetten- ØD Verankerungsstäbe
Die Verankerungsstäbe sind in der Symbol
verbundanker [mm] B500A, B500B
Vorsatz- und Tragschicht anzuordnen.
Die Anzahl und Länge der Bewehrungs- 51
2 × 2 Ø 6 mm
ØD 76
stäbe ist abhängig vom Durchmesser D l = 500 mm
l

102
des Manschettenverbundankers. t=1,5
SL = 40 mm

2 × 4 Ø 6 mm
127 l = 700 mm
SL

153
178 Zulagen:
H

2 × 4 Ø 8 mm
l = 700 mm
SL = 80 mm

Bitte beachten Sie die Über- 204 kreuzweise im


229 Ausschnittsbereich
sicht der verfügbaren Anker 255 der Mattenbeweh-
auf Seite 6. 280 rung

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Bemessung der Verbundanker

Flachanker FA

Zur Ermittlung der Einwirkungen sind das Eigengewicht der


Vorsatzschale, ggf. Erddruck sowie Wind und Verwölbungs-
kräfte aus Temperatur (nur ΔT) zu berücksichtigen.

Eingangsgrößen für die Ermittlung der Tragwiderstände sind


Ankertyp, Wärmedämmschichtdicke b sowie die Vorsatz-
schalendicke f.

Für den FA sind die folgenden Versagensarten nachzuweisen:


• Herausziehen
• Betonausbruch
• Betonversagen unter dem Anker
• Stahlversagen

VEd
Bemessungsgleichungen und Tragwiderstände finden Sie
in der bauaufsichtlichen Zulassung für MVA/FA – Anlagen 7
und 11 bis 14.

Zur Ankerbemessung empfehlen wir die Verwendung


unserer HALFEN Sandwichplattenanker-Software
NEd,D
unter www.halfen.de

NEd,Z
Material Sandwichplattenanker:
Edelstahl A4, L4

Betongüte:
Vorsatzschicht ≥ C 30/37
Tragschicht ≥ C 30/37 f b c

Bewehrung:
Betonstahlmatten B500A, B500B
Betonrippenstahl B500A, B500B

Mindestbewehrung der Betonschalen:


Kreuzweise ≥ 1,88 cm²/m je Lage,
zweilagig für f, c ≥ 10 cm

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Bemessung der Verbundanker

Flachanker FA

L
b H
a
Tragschicht
f

Wärmedämmschicht

Vorsatzschicht

Mindesteinbindetiefe der Mindesteinbindetiefe a, Mindestbetondeckung cnom [mm]

Flachanker FA b = 30–250 mm
f [mm]
Die Mindesteinbindetiefe (a) der Flach- a [mm] cnom [mm]

anker in die Trag- und Vorsatzschicht 60  50 10

entnehmen Sie der Tabelle rechts. 70 ‒ 120 55 15


Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm.

Wahl der Ankerhöhe für FA Ankerhöhe H [mm]

Die Höhe (H) des Flachankers ist ab- b [mm]


f [mm]
hängig von der Dicke der Wärmedämm- 30 40 50 60 70 80 90 100 120 140 160 180 200 230 250

schicht (b) und der Einbindetiefe (a). 60  150 150 175 175 175 200 200 225 225 260 280 300* 325* 350* 375*
70 ‒ 120 150 150 175 175 200 200 200 225 260 260 280 300* 325* 350* 375*

H ≥ 2×a + b Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm.


* auf Anfrage

Verankerung im Beton
Zulagebewehrung für FA
Die Verankerungsstäbe sind in der Flachanker
Länge
Symbol
Verankerungsstäbe
L [mm] B500A, B500B
Vorsatz- und Tragschicht anzuordnen.
Die Anzahl der Bewehrungsstäbe ist 80
2 × 4 Ø 6 mm
l = 400 mm
abhängig von der Länge der Flachanker. L
2 × 5 Ø 6 mm
120
l = 400 mm

2 × 6 Ø 6 mm
160, 200, 240, 280
H

l = 400 mm
Bitte beachten Sie die Über-
sicht der verfügbaren Anker 2 × 7 Ø 6 mm
320, 360, 400
auf Seite 6. l = 400 mm

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Bemessung der Sandwichplattenanker SP-SPA

Sandwichplattenanker SPA

Zur Ermittlung der Einwirkungen sind punkt emax sind abhängig von der VEd b
das Eigengewicht der Vorsatzschale, Wärmedämmschichtdicke b.
ggf. Erddruck sowie Wind und Verwöl- Beispielhaft wird nachfolgend für den
bungskräfte aus Temperatur (nur ΔT) SPA-1-09 bzw. SPA-2-09 die Stahltrag-
zu berücksichtigen. fähigkeit sowie die Grenzlinie für die
N Ed,D
Betontragfähigkeit dargestellt.
Eingangsgrößen für die Ermittlung Die Vorgehensweise zur Ermittlung 90°
der Tragwiderstände sind Ankertyp, der vertikalen Tragwiderstände wird
N Ed,Z
Wärmedämmschichtdicke b sowie die für eine Wärmedämmschichtdicke
einwirkenden Horizontallasten. b = 12 cm und eine einwirkende Hori-
Die zulässigen Abstände vom Ruhe- zontalkraft NEd = 3,0 kN aufgezeigt.

Beispiel: Tragfähigkeit für SP-SPA mit Ø 8,5 mm

Tragwiderstände F VR,d [kN] Beispiel:


b emax SP-SPA-1-09 SP-SPA-2-09 Wärmedämmschichtdicke = 12 cm
[cm] [cm] VRd,s = NRd,s,D VRd,s = NRd,s,D Maßgebende Horizontalkraft NEd = 3,0 kN
6 102 26,59 53,18 Traganker SPA-1-09
7 132 25,29 50,57
8 166 24,02 48,03
1. Vertikale Stahltragfähigkeit
9 204 22,78 45,56
10 246 21,58 43,16
→ VRd,s = 19,30 − 3,0 = 16,30 kN (a)
11 292 20,42 40,84 2. Vertikale Betontragfähigkeit
(a) 12 342 19,30 38,61 → VRd,c = 9,0 kN (b)
13 395 18,23 36,46
14 453 17,21 34,41 → Die Betontragfähigkeit ist maßgebend!
15 515 16,23 32,47
VRd = 9,0 kN
16 580 15,31 30,62

Betontragfähigkeitslinie SPA-09
NRd,c [kN]
14,0 13,6
13,0 SPA-1-09 Zur Ankerbemessung em-
12,0 SPA-2-09 pfehlen wir die Verwendung
11,0
10,0
unserer HALFEN Sandwich-
9,0 plattenanker-Software unter
8,0 7,5 www.halfen.de.
7,0
6,0
5,0 Hinweis:
4,0 Die in der Software erbrachten
(b) 3,0
2,0 Nachweise entsprechen den
1,0 15,0 28,6 Gleichungen der bauaufsichtlichen
0,0
Zulassung und weichen formal
0 2 4 6 8 9 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30
VRd,c [kN] vom hier aufgeführten Beispiel ab.
Diese und alle weiteren Tabellen und Diagramme finden Sie Das Ergebnis ist identisch.
in der bauaufsichtlichen Zulassung für SPA – Anlagen 6 bis 10

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Bemessung der Sandwichplattenanker SP-SPA

Sandwichplattenanker SPA

Material Sandwichplattenanker: f b
Edelstahl A4 r s

Betongüte:
Vorsatzschicht ≥ C 30/37
Tragschicht ≥ C 30/37

Bewehrung: L Werte L
90°
Betonstahlmatten B500A, B500B → siehe Seite 7
Betonrippenstahl B500A, B500B

Mindestbewehrung der Vorsatzschicht:


Kreuzweise 1,3 cm2 / m
av aT
H

Mindesteinbindetiefe a und Wahl der Ankerhöhe H:


Mindesteinbindetiefe der
Bezeichnung
Sandwichplattenanker SPA
Typ SP-SPA-1-05 SP-SPA-1-07 SP-SPA-1-09 SP-SPA-1-10
Die Mindesteinbindetiefen aV bzw. aT
SP-SPA-2-05 SP-SPA-2-07 SP-SPA-2-09 SP-SPA-2-10
in die Vorsatz- bzw. Tragschicht sind
Ø 5,0 6,5 8,5 10,0
abhängig von den Drahtdurchmessern
b 30 – 70 40 – 150 60 – 250 200 – 300
der Traganker.
aV ≥ 49 ≥ 50 ≥ 53 ≥ 54
aT ≥ 55 ≥ 55 ≥ 55 ≥ 55
H av + b + aT av + b + aT av + b + aT av + b + aT
f ≥ 60 ≥ 60 ≥ 60 ≥ 60
Alle Maße in [mm].
Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm.

Zulagebewehrung
Zulagebewehrung für SPA
Die Verankerungsstäbe sind in der Typ SPA-1-05 SPA-1-07 SPA-1-09 SPA-1-10
Vorsatz- und Tragschicht anzuordnen.
1Ø8 1Ø8 1Ø8 1Ø8
Die Länge und der Durchmesser der r
l = 450 l = 450 l = 700 l = 700
Bewehrungsstäbe ist abhängig von der
1Ø8 1Ø8 1 Ø 10 1 Ø 10
Ankergröße. s
l = 700 l = 700 l = 700  l = 700 

Typ SPA-2-05 SPA-2-07 SPA-2-09 SPA-2-10

2Ø8 2Ø8 2Ø8 2Ø8


r
l = 450 l = 450 l = 700 l = 700

Bitte beachten Sie die Über- 2Ø8 2Ø8 2 Ø 10 2 Ø 10


s
sicht der verfügbaren Anker l = 700 l = 700 l = 700  l = 700 
Alle Maße in [mm].
auf Seite 7.
 für L > 500 mm ist l = 900 mm, für L > 800 mm ist l = 1100 mm zu wählen (Werte L → siehe Seite 7)

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Bemessung der Halteanker

Halteanker (Verbund- und Anstecknadeln bzw. Verbundbügel)

Die Eingangsgröße für die Ermittlung der zulässigen horizontalen Tragwiderstände NRd sowie
der maximal zulässigen Abstände emax (→ Tabelle Seite 19) ist die Wärmedämmschichtdicke b.

Material: Edelstahl A4 Bewehrung:


Betonstahlmatten B500A, B500B, Betonrippenstahl B500A, B500B
Betongüte: Vorsatzschicht/Tragschicht ≥ C 30/37
Mindestbewehrung der Vorsatzschicht:
Kreuzweise 1,3 cm2/m

f ≥ 60
 b ≥ 100
Verbundnadeln SPA-N

Ø 3,0 Bezeichnung SP-SPA-N-03


Ø 4,0 Bezeichnung SP-SPA-N-04
Ø 5,0 Bezeichnung SP-SPA-N-05
Ø 6,5 Bezeichnung SP-SPA-N-06

Alle Maße in [mm].


 Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt Ø
für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm. ≥5 ≥ 55 ≥ 50 ≥ 50

f ≥ 60
 b ≥ 100
Verbundbügel SPA-B 17 Ø

Ø 3,0 Bezeichnung SP-SPA-B-03 27


Ø 4,0 Bezeichnung SP-SPA-B-04
Ø 5,0 Bezeichnung SP-SPA-B-05

10
Alle Maße in [mm].
 Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt
für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm.
 ≥ 35 für f ≥ 70 mm ≥ 30  ≥ 30  ≥ 65 ≥ 35

f ≥ 60
Anstecknadeln SPA-A  b ≥ 100
Ø

Ø 3,0 Bezeichnung SP-SPA-A-03


Ø 4,0 Bezeichnung SP-SPA-A-04
Ø 5,0 Bezeichnung SP-SPA-A-05

Alle Maße in [mm].


 Gemäß EN 1992-1-1/NA:2013-04 gilt
für die Plattendicke: fmin ≥ 70 mm. ≥ 30  ≥ 30  ≥ 55 ≥5
 ≥ 35 für f ≥ 70 mm

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Bemessung der Halteanker für f ≥ 70 mm

e max [cm] SPA-N, SPA-B, SPA-A


SPA-N-03 SPA-N-04 SPA-N-05
SPA-A-03 Ø 3 mm SPA-A-04 Ø 4 mm SPA-A-05 Ø 5 mm SPA-N-06 Ø 6,5 mm
SPA-B-03 SPA-B-04 SPA-B-05
NRd [kN] 1,5 2,4 3,0 3,8 3,0 3,6 4,3 5,1 6,6 3,9 4,5 5,1 5,8 6,7 7,2 4,3 5,1 5,8 6,6 7,2
b [cm]
3 162 155 146 135 144 141 138 135 129 139 138 137 136 135 132
4 265 253 238 220 230 226 221 216 206 218 216 215 213 210 206
5 392 375 353 327 336 329 322 315 301 313 311 309 306 303 297
6 545 520 490 454 462 453 443 434 414 426 423 421 417 412 404
7 722 690 650 602 608 596 583 570 545 557 553 549 544 539 528
8 925 883 832 770 774 758 742 726 694 705 699 695 689 682 668
9 1000 1000 998 960 960 940 920 900 860 870 863 858 850 842 825
10 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 998
11 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
12 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
13 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
14 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
15 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
16 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
17 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
18 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
19 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
20 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
21 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
22 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
23 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
24 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
25 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
26 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000
27 1000 1000 1000 1000 1000
28 1000 1000 1000 1000 1000
29 1000 1000 1000 1000 1000
30 1000 1000 1000 1000 1000
e
31 1000 1000 1000 1000 1000
32 1000 1000 1000 1000 1000
SPA-B
33 1000 1000 1000 1000 1000
34 1000 1000 1000 1000 1000
35
SPA-N 1000 1000 1000 1000 1000
Festpunkt F
36 1000 1000 1000 1000 1000
37 SPA-A 1000 1000 1000 1000 1000
38 1000 1000 1000 1000 1000
39 1000 1000 1000 1000 1000
40 1000 1000 1000 1000 1000
Die Werte in den dunkelgrauen Feldern, weiße Ziffer sind nur bei Zugbeanspruchung zulässig!
Tragfähigkeiten NRd, emax für 6 cm ≤ f ≤ 7 cm: siehe allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

f b f b f b

SPA-B SPA-N SPA-A

Bitte beachten Sie die Über-


sicht der verfügbaren Anker
auf Seite 7.

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Tragsysteme

Regeln für die Anordnung der Verbundanker

Symbole für Sandwichankertypen


1. Traganker und Torsions- bzw. Horizontalanker

Für die Anordnung der Traganker und der Torsions- bzw. MVA
Horizontalanker sind folgende Randbedingungen zu be-
achten:
FA
• die Anker jeder Tragrichtung müssen auf einer Achse
(Ankerquerachse) liegen
• die Mindestankerzahl und die Anordnung der Anker zum
Schwerpunkt ergibt sich aus dem gewählten Tragsystem SPA-2
(siehe Seite 21 ff.)
• Traganker möglichst in Rasterpunkte setzen
• zul. Abstand e der Anker zum Festpunkt beachten SPA-1
• zul. Rand- und Achsabstände beachten

2. Halteanker
SPA-B

Für die Anordnung der Halteanker sind folgende


Randbedingungen zu beachten:
SPA-N
• Halteanker möglichst in Rasterpunkte setzen
• zul. Abstand e der Halteanker zum Festpunkt beachten
• zul. Rand- und Achsabstände beachten
SPA-A
• in hochbelasteten Rasterpunkten 2 Halteanker im Abstand
von ca. 20 cm setzen (z. B. bei Überständen)

Ankerquerachse des 100 – 300 mm


lx ≤ 1200 mm Horizontalankers
(Empfehlung)
100 – 300 mm
(Empfehlung)
ly ≤ 1200 mm

 

Ankerquerachse
der vertikalen
Traganker

 Traganker
 Horizontalanker
Das Seitenverhältnis lx/ly sollte möglichst zwischen 0,75 und 1,33 liegen!  Halteanker

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Tragsysteme

Festpunkt der Sandwichplatten

HALFEN bietet zur Verbindung der Anwendungsregeln zu beachten.


Trag- und Vorsatzschichten drei unter- Grundsätzlich ist das Verankerungs- e
schiedliche Verbundankertypen an: system so zu wählen, dass sich bei e
• Manschettenverbundanker SP-MVA der Vorsatzschicht ein einziger Punkt
• Flachanker SP-FA als so genannter Festpunkt ergibt, um F
e e
• Sandwichplattenanker SP-SPA den sich die Platte in alle Richtungen
Daraus können vier unterschiedliche dehnen kann. Damit entstehen nahezu e
Tragsysteme gebildet werden keine Zwängungskräfte, die zu Rissen
(MVA, MVA-FA, FA-FA, SPA-SPA). in der Vorsatzschicht führen könnten.
F
Die zulässigen Abstände (e) vom Fest-
Um die Vorsatzschicht möglichst punkt zu den Verbundankern sind bei
e
zwängungsarm an der Tragschicht der Ankerpositionierung zu berücksich-
zu verankern, sind bestimmte tigen. F = Festpunkt
Symbolerläuterung: siehe Seite 20

Festpunkt bei Systemen mit SP-MVA

Der Festpunkt ist bei Systemen mit Dies bedeutet auch, dass Sandwich- sowohl bei Platten mit Transportlage
Manschettenverbundanker (MVA, platten mit Manschettenverbundanker gleich Einbaulage als auch bei Platten,
MVA-FA) immer die Position des MVA. immer genau einen MVA enthalten, die beim Transport gedreht werden.

MVA MVA-FA

F F
F
Platte
F = Festpunkt 90°
gedreht
Symbolerläuterung: siehe Seite 20

Festpunkt bei Systemen mit SP-FA und SP-SPA

Platten mit den Systemen FA-FA und Der Festpunkt befindet sich immer
SPA-SPA enthalten immer mindestens im Schnittpunkt der beiden Anker- FA-FA
F
2 Traganker und 1 Horizontalanker, die querachsen.
auf 2 senkrecht zueinander stehenden
Achsen angeordnet werden.

SPA-SPA SPA-SPA

F
F

Platte
90°
gedreht
F
F Platte
90°
gedreht
F = Festpunkt
Symbolerläuterung: siehe Seite 20

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Tragsysteme

Mischsysteme und Sonderlösungen

Sehr niedrige bzw. schmale Platten


Bei sehr niedrigen Platten ist der Einbau von SP-FA als zu bevorzugen (bei sehr schmalen, hohen Platten kann
Traganker und SP-SPA als Horizontalanker aufgrund der analog verfahren werden).
Ankerhöhe bzw. der Richtung der Verankerungsbewehrung

Lösung:

günstig ungünstig günstig

ungünstig günstig ungünstig

Die Halteanker sollten bei sehr niedrigen bzw. schmalen Bei schmalen Plattenbereichen (z. B. neben Türöffnungen)
Platten auch dann paarweise oder versetzt angeordnet ist analog vorzugehen.
werden, wenn dadurch die Mindestachs- bzw. Randabstände
unterschritten werden müssen.

Platten mit niedrigen Sturzbereichen Platten mit Pfosten neben Öffnungen mit niedrigem Sturz

l l

Konstruktiver Traganker für


Symbolerläuterung: siehe Seite 20 Sx das Pfeilergewicht bemessen

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Tragsysteme

Mischsysteme und Sonderlösungen (Fortsetzung)

Platten mit seitlichen Laibungen


Bei seitlichen Laibungen u ≤ 450 mm ist darauf zu achten, Bei u > 450 mm sind in der Laibung Halteanker anzuordnen.
dass in der Laibung keinerlei Verbindungselemente (weder In diesem Fall entfällt der Horizontalanker und der Abstand e
Traganker noch Halteanker) angeordnet werden. ist ab der Laibung zu messen.

Halteanker statt
Horizontalanker e
anordnen
F

e e

weiche
Dämmung
u > 450 mm
u ≤ 450 mm

Symbolerläuterung: siehe Seite 20 Hinweis: Analog bei Tragsystem FA-FA möglich. Bei Systemen
mit SP-MVA ist die Anordnung von Halteankern in
der Laibung nicht möglich (Zwängungen).
Vorsatzschicht mit großem Überstand
Große Überstände u der Vorsatzschicht
(ca. 300 bis 900 mm) bewirken hohe
Kräfte infolge von Windlasten in der
äußersten Halteankerreihe. ≥ 70
Zur Aufnahme dieser Kräfte sollten
je zwei Halteanker pro Rasterpunkt Wd + Ws
im Abstand von ca. 20 cm zueinander u
angeordnet werden.
Windlasten führen bei großen Über-
ständen zur Verdrehung der Vorsatz-
schicht im Bereich von deren End- Z
auflager (letzte Halteankerreihe) und
dadurch zu vergleichsweise großen
Verschiebungen am Rand der Vorsatz-
schicht. Wd,Ws
Als Gegenmaßnahme empfehlen wir,
das Maß „Z“ im ersten an den Über-
stand angrenzenden Feld geringer als
das maximal zulässige Maß zu wählen.

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Tragsysteme

Darstellung der Tragsysteme

Nachfolgend werden die unterschiedlichen Tragsysteme dargestellt und deren Besonderheiten anhand von Beispielen erläutert.

Tragsystem MVA

1 SP-MVA als Traganker (Anordnung im Schwerpunkt der Vorsatzschicht)


1 SP-FA als Torsionsanker
Alternativ kann auch ein SP-SPA als Torsionsanker eingesetzt werden.
Hinweis: Für gedrehte Platten sind keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Rechteckige Platte

Sy

Sy
Sx
90° Platte gedreht
Sx/Sy = Schwerpunkt
Sx
Symbolerläuterung: siehe Seite 20

Tragsystem MVA-FA

1 SP-MVA und 1 SP-FA als Traganker (Anordnung in der Regel asymmetrisch zur Schwerachse im Verhältnis 1:2).
Ein zusätzlicher Horizontalanker ist nicht erforderlich.
Hinweis: Für gedrehte Platten ändert sich das Tragsystem (Anordnung der Traganker auf horizontaler Schwerachse Sy).

Rechteckige Platte mit Türöffnung Rechteckige Platte mit großer Fensteröffnung


Sx Sx

∼l ∼l
∼l ∼ 2l

Achtung: Sonderfall:
Große Abstände e, da Festpunkt der Platte Symmetrische Anordnung der Traganker.
außermittig liegt.

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Tragsysteme

Tragsystem FA-FA

2 SP-FA als Traganker (Anordnung in der Regel symmetrisch zur Schwerachse)


1 SP-FA als Horizontalanker
Alternativ kann auch ein SP-SPA als Horizontalanker eingesetzt werden.
Hinweis: Für gedrehte Platten sind die Horizontalanker wie die Traganker zu dimensionieren.

Rechteckige Platte ∼ l2 ∼ l2

Sx Platte
90°
gedreht

∼ l1

∼l ∼l Sy ∼ l1

Sx/Sy = Schwerpunkt
Symbolerläuterung: siehe Seite 20
Sx

Sockelplatte Schmale, hohe Platte

Sonderfall:
1 Traganker in der Schwerachse
2 Horizontal- bzw. Torsionsanker

Platte mit Fensteröffnung Platte mit Toröffnung

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Tragsysteme

Tragsystem SPA-SPA

2 SP-SPA als Traganker bzw. 2 Tragankergruppen (Anordnung in der Regel symmetrisch zur Schwerachse)
1 SP-SPA als Horizontalanker
Alternativ kann auch ein SP-FA als Horizontalanker eingesetzt werden.
Hinweis: Für gedrehte Platten sind die Horizontalanker wie die Traganker zu dimensionieren.

Rechteckige Platte
∼ l2 ∼ l2

Sx

∼ l1

∼ l1
Sy
∼l ∼l

Sx/Sy = Schwerpunkt Sx
Symbolerläuterung: siehe Seite 20 90° Platte gedreht

Großformatige Platte: 2 Tragankergruppen

∼ l1

∼l ∼l
∼ l1

∼ l2 ∼ l2
90° Platte gedreht

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Tragsysteme

Tragsystem SPA-SPA (Fortsetzung)

Sockelplatte Schmale, hohe Platte

Sonderfall:
1 Traganker in der
Schwerachse
2 Horizontal- bzw.
Torsionsanker

Platte mit Fensteröffnung Platte mit Toröffnung

Asymmetrische Platte

Sx

∼l ∼l
Symbolerläuterung: siehe Seite 20

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Montage und Einbau

Einbau der Verbundanker bei Negativ-Verfahren= Vorsatzschicht unten (Regelfall)

Die Verbundanker werden beim Verlegen der Vorsatzschichtbewehrung eingebaut.  Erläuterungen siehe Seite 33.
Manschettenverbundanker MVA Flachanker FA Traganker SPA-1 und SPA-2
• Verankerungsstäbe in untere Rund- • Zwei in ihrer Mitte um ca. 30° Tragschicht
lochreihe des MVA einführen, sodass abgebogene Verankerungsstäbe
diese parallel zur unteren Beweh- (L=400 mm) in die äußeren Löcher
øs
rungslage der Baustahlmatte liegen. der obersten Rundlochreihe des
• Verankerungsstäbe in oberer Rund- Flachankers schieben.
lochreihe senkrecht zur unteren Lage • Flachanker an vorgegebener Stelle
bzw. parallel zur oberen Lage der auf Baustahlmatte auflegen. ør
Baustahlmatte einbauen. • Verankerungsstäbe unter der Vorsatzschicht
• Drehen des MVA um 45°, sodass unteren Stablage der Bewehrungs-
die unteren Verankerungsstäbe matte durch untere Rundlochreihe • Traganker auf Baustahlmatte setzen
unter die untere Stabreihe und die des Flachankers schieben. und mittels eines bzw. zweier Be-
oberen über die obere Stabreihe der wehrungsstäbe (ø r entspr. Ankertyp,
Baustahlmatte rutschen. Seite 17) unter der Matte verriegeln.
• Verrödeln mit Baustahlmatte nicht øs
notwendig. øs
• Einbau der so vorgefertigten Be-
wehrung der Vorsatzschicht in die
Schalung.
ør

• Die nach oben gerichteten abgebo- ør


genen Verankerungsstäbe nach unten
in die Waagerechte drehen und En- øs
den mit der Baustahlmatte verrödeln.

Alternativer MVA-Einbau ør
(grundsätzlich empfohlen bei dünnen
Vorsatzschichten): • Betonieren der unteren Vorsatz-
• Einbau nachträglich von oben auf schicht, Verlegung der Wärme-
der schon eingebrachten Bewehrung. dämmung und Einbau der unteren
• Kein nachträgliches Verschieben der Bewehrungslage für die Tragschicht.
Verankerungsstäbe unter Baustahl- Alternativer FA-Einbau • Bauseits 1 bzw. 2 Bewehrungsstäbe
matte. (durch Verrödeln mit der Baustahl- (ø s entsprechend Ankertyp, siehe
• Lagesicherung durch Verrödeln mit matte): Tabelle Seite 17) durch die oberen
der Baustahlmatte. • Flachanker von oben auf die Schlaufen des Tragankers ziehen.
zuvor eingebrachte Baustahlmatte • In mittiger Lage fixieren.
aufsetzen und verrödeln.
Beim Abheben von Sandwich-
fertigteilen von der Schalung
Achtung: Zulässige Abstände e der
soll die Haftung so gering wie
FA vom Festpunkt beachten (siehe
möglich gehalten werden.
Tabelle in Allgemeiner bauaufsichtlicher
Insbesondere nicht parallel
Zulassung).
zum Kipptisch abheben!

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Montage und Einbau

Einbau der Halteanker

Verbundnadel SPA-N Verbundbügel SPA-B Anstecknadel SPA-A

Tragschicht Tragschicht Tragschicht

Vorsatzschicht Vorsatzschicht Vorsatzschicht

• Verbundnadel durch die Wärme- • Einhängen wie dargestellt unter • Anstecknadel unter den oberen
dämmung in den noch weichen dem oberen Bewehrungsstab. Bewehrungsstab führen und in
Beton der Vorsatzschicht mindestens senkrechte Lage schwenken.
55 mm tief hineindrücken (unter
Berücksichtigung der erforderlichen
Einbindtiefe des Bogens).

• Anstecknadel nach links über unteren


Bewehrungsstab drehen.

• In senkrechte Lage schwenken.

• Anstecknadel am Mattenkreuz fest-


klemmen.

• Unter gleichzeitigem Zusammen- Alternativ:


drücken der Schenkel mit Rechts- Anstecknadel im Mattenkreuz unter
drehung auf unterem Bewehrungs- oberen und über unteren Bewehrungs-
stab einschnappen lassen. stab führen. Schenkel leicht nach links
drücken und Nagel in Biegung unter
oberen Bewehrungsstab schieben.

Einbau im Fertigteilwerk: SPA-A

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Montage und Einbau

Einbau der Wärmedämmschicht

Manschettenverbundanker MVA

Die Dämmung kann einfach über den Wichtig: Der runde ausgestanzte Teil Anderenfalls sind später die entste-
Manschettenverbundanker gedrückt der Wärmedämmung muss im In- henden Wärmebrücken als feuchte
(durchgestanzt) werden. neren des Manschettenverbundankers runde Stellen auf der Vorsatzschicht
ergänzt werden. sichtbar.

Flachanker FA

Die Flachanker können sehr einfach in Alternativ kann die Stoßfuge der
die Dämmung gedrückt werden. Dämmung genau auf die Lage der
Flachanker abgestimmt werden.

Sandwichplattenanker SPA

Traganker SPA-1

Der Traganker SPA-1 ermöglicht einen


sehr einfachen Einbau der Wärme-
dämmschicht durch Teilen der Dämm-
stoffplatten in Längsachse des Ankers.

Traganker SPA-2 mittels geschlitzter Platten

Die Dämmstoffplatte wird über der


Mitte des Sandwichtragankers geteilt.
Im Abstand der Stäbe des Ankers
werden zwei Schnitte in die Dämm-
stoffplatte gemacht. Beide Hälften
werden nun von der Seite über die
Stäbe des Ankers geschoben.

Verbundnadel SPA-N Verbundbügel SPA-B Anstecknadel SPA-A

Die Verbundnadeln werden durch die Styropor® -Platten lassen sich einfach Die Dämmung lässt sich leicht über die
zuvor verlegte Dämmschicht durchge- über die Bügel drücken. Wellenenden drücken.
stoßen. Bei Verwendung von extrudiertem
Hartschaum sollte die Wärme-
dämmschicht zur Vermeidung des
Verbiegens der Bügel an der Anker-
position eingeschnitten werden.

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Montage und Einbau

Einbau der Verbundanker bei Positiv-Verfahren  = Vorsatzschicht oben

Der Einbau von Manschettenverbundankern MVA und Flachankern FA bleibt unverändert wie im Negativ-Verfahren.
 Erläuterungen siehe Seite 33.

Traganker SPA-1 und SPA-2

Vorsatzschicht
Für die Herstellung der Sandwich- Nach dem Betonieren und dem Ein-
ør
platten im Positiv-Verfahren werden bringen der Isolierung wird die Matte
die Traganker werksseitig mit ange- der Vorsatzschicht mit einem Querstab
schweißten Rundstäben Ø 4 × 300 mm in den Winkel des Ankers gelegt und
versehen (Sonderanfertigung auf mit den Zulagestäben verriegelt. y
Anfrage). Für die Horizontalverankerung werden
Zum Einbau setzt man die Traganker Verbundnadeln Typ SPA-N verwendet.
Tragschicht
auf die obere Baustahlmatte der
Tragschicht. Die angeschweißten Wichtig: ø 4 × 300 mm
Stäbe werden mit der Matte verrödelt Bei Bestellungen Maß y (Lage der angeschweißt
(Sonderausführung)
und mit den Zulagestäben (ø s siehe angeschweißten Stäbe Ø 4 × 300 mm)
Tabelle Seite 17) verriegelt. angeben.

Mattenstab
der Vorsatzschicht ør

Ø 4 x 300 mm
am Verbundanker SPA-1
werksseitig angeheftet
(Sonderausführung)

øs

ør

Mattenstab
der Vorsatzschicht ør

Beim Abheben der Sandwich-


fertigteile von der Schalung
Ø 4 x 300 mm soll die Haftung so gering wie
am Verbundanker SPA-2
werksseitig angeheftet möglich gehalten werden.
(Sonderausführung) Insbesondere nicht parallel
øs zum Kipptisch abheben!
øs

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Grundlagen

Aufbau einer Sandwichplatte

Sandwichplatten sind mehrschichtige, Zwischen der Wärmedämmschicht und Verbundanker (Traganker, Torsions-
großformatige Stahlbeton-Fassaden- der Vorsatzschicht kann aus bau- anker bzw. Horizontalanker und
elemente. Sie bestehen aus einer Vor- physikalischen Gründen eine Luftschicht Halteanker) verbinden die Vorsatz-
satzschicht, einer Wärmedämmschicht angeordnet sein (4-Schicht-Platte). schicht mit der Tragschicht.
und einer Tragschicht (3-Schicht-Platte).

Typischer Aufbau einer Sandwichplatte ohne Luftschicht Sandwichplatte mit Luftschicht


3-Schicht-Platte 3-Schicht-Platte 4-Schicht-Platte

Dampf

Tragschicht

Ortbetondecke

Dämmschicht
Vorsatzschicht Lüftung

Anforderungen an das Verankerungssystem

Die HALFEN Sandwichplattenanker- Bei der Bemessung der Verankerungen Die HALFEN Sandwichplatten-
systeme haben die Aufgabe, die Trag- sind folgende Einwirkungen zu berück- ankersysteme SPA, FA und MVA sind
und Vorsatzschicht von Sandwich- sichtigen: bauaufsichtlich zugelassen.
platten miteinander zu verbinden.
• Eigengewicht der Vorsatzschicht
tlich
sich
Dabei sind zum einen die auf die • Windlast uf
26
a
Bau

Vorsatzschicht einwirkenden Beanspru- • Temperaturgefälle innerhalb der . 8 -19 tlich


- 21 sich
chungen an die Tragschicht weiterzu- Vorsatzschicht (Verwölbung) Z uf
l. Nr t 79
a

DIB
Bau

leiten und zum anderen Zwängungen Zu 19


.8-
n

• Änderung der Mitteltemperatur der


se

las -2
1
in der Vorsatzschicht zu vermeiden. zuge Z
Vorsatzschicht (Längenänderung)
l. Nr t
Zu DIB
n
se

Die Verbundmittel sind korrosiven • Schalungshaftung las


zuge
Umwelteinflüssen ausgesetzt und • Transport- und Montagezustände
müssen aus nicht rostendem Stahl
• Zul. Abstände e der Trag- bzw.
(Edelstahl A4, L4) bestehen.
Halteanker zum Festpunkt F

Die Zulassungen können Sie kostenlos


unter www.halfen.de herunterladen.

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Produktionsverfahren

Bei der Herstellung von Die daraus resultierende Erhöhung Wichtig:


Sandwichplatten werden zwei der Verbundankertragkraft ermög- Bei Verwendung einer Rüttelflasche ist
Produktionsverfahren unterschieden: licht die Verwendung von Tragankern ein Kontakt zwischen dieser und den
geringerer Laststufen. Dämmstoffe Verbundankern zu vermeiden. Es kann
• Negativ-Fertigung (siehe auch S. 28) mit geringer Wasseraufnahmefähigkeit sonst zu Entmischungen des Vorsatz-
• Positiv-Fertigung (siehe auch S. 31) wirken sich günstig auf das Schwinden schichtbetons kommen, die zu farblichen
des Betons aus. Kontrasten führen und die Konturen der
Verbundanker erkennen lassen.
Negativ-Fertigung Verlegen der Trennfolie
(Vorsatzschicht bei Produktion unten) Die Trennfolie verhindert das Einlaufen Positiv-Fertigung
der Betonschlämme in die Stoßfugen (Vorsatzschicht bei Produktion oben)
Tragschicht der Wärmedämmung. Die Haftung
zwischen Wärmedämmschicht und Vorsatz-
Wärme- Tragschicht (wichtig bei Verwendung schicht
dämmschicht
von rauen, expandierten Polystyrol- Wärme-
Vorsatz- dämmschicht
schicht dämmstoffen) wird vermieden.
Um eine optimale Beweglichkeit der Tragschicht
Vorsatzschicht zu gewährleisten, sollte
Herstellung der Vorsatzschicht zwischen Vorsatzschicht und Dämm-
• Einlegen der Bewehrung in die schicht ebenfalls eine Folie vorgesehen Die Herstellung einer Sandwichplatte
Schalung und Montage der Traganker werden. Die Folie kann entfallen, im Positiv-Verfahren erfolgt umge-
sowie der Verbundbügel SP-SPA-B wenn ein hochwertiger Dämmstoff mit kehrt wie in der zuvor beschriebenen
bzw. der Anstecknadeln SP-SPA-A glatter Oberfläche verwendet wird. Vorgehensweise der Negativ-Fertigung.
• Der Beton ist gleichmäßig in die Bei der Fertigung wird zuerst die
Schalung einzubringen Herstellung der Tragschicht Tragschicht betoniert. Es sind Verbund-
• Verdichtung des Betons • Einbau der Bewehrung der Tragschicht nadeln zu verwenden. Bei Verwendung
(mit Außenrüttlern) • Ein begehbarer Dämmstoff erleichtert der Verbundanker SP-SPA sind die Hin-
das Verlegen weise für Sandwichplatten in Positiv-
Verlegen der Wärmedämmschicht • Der Beton ist gleichmäßig in der Fertigung zu beachten (siehe Seite 31).
Dämmstoff im Bereich der Verbund- Schalung zu verteilen und zu ver-
anker durchdrücken. Bei hochwertigen dichten
druckfesten Dämmstoffen sind die Sandwichplatte als Halbfertigteil
Bereiche der Verbundanker sauber Hinweis bei Verwendung von
auszuschneiden. Es dürfen keine Hohl- Verbundnadeln SP-SPA-N Hier wird eine werksseitig hergestellte
räume entstehen, die sich mit Beton Die Verbundnadeln SP-SPA-N werden „Vorsatzschicht“ mit Verbundankern
füllen und Kältebrücken und/oder über ein Bewehrungskreuz der Trag- und Wärmedämmung versehen und
Zwangspunkte erzeugen. schichtbewehrung durch die Wärme- als verlorene Schalung benutzt.
dämmschicht in den noch weichen Die „Tragschicht” wird bauseitig in
Empfehlung: Beton der Vorsatzschicht auf die Ortbeton erstellt.
Die Wärmedämmschicht ist in zwei erforderliche Einbindtiefe eingesteckt. Vorsatzschicht als
Lagen einzubauen. Die Stoßfugen sind zu Anschließend ist der Beton der Fertigteil
versetzen. Bei einlagiger Wärmedämm- Vorsatzschicht erneut zu verdichten.
schicht sind die Fugen als Stufenfalz Ortbeton
auszubilden oder mit Klebeband abzu-
dichten. So wird verhindert, dass Beton
in die Fugen läuft. Bei Verwendung von
hochwertigen Dämmstoffen (niedrige
Wärmeleitfähigkeit und geringe Wasser-
aufnahmefähigkeit) kann die Dicke der
Wärmedämmschicht reduziert werden.

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Verformung der Sandwichplatten

Verwölbung infolge Schwinden

Bei Sandwichelementen sind häufig Weiterhin können betontechnolo- Bei im Negativ-Verfahren hergestellten
Verwölbungen festzustellen. gische Maßnahmen ergriffen werden, Sandwichelementen addiert sich in
Vor allem große Platten mit mehr als um das Schwinden und die daraus der tragenden Schicht die Verwöl-
6 m Länge sind von solchen Verfor- resultierenden nachteiligen Auswir- bungstendenz aus zeitlich bedingtem
mungen betroffen. kungen so gering wie möglich zu Schwinden ( Austrocknung) und
halten. So ist mit einem geringen strukturell bedingtem Schwinden
Schwinden ist maßgeblich vom Aus- Wasser-Zementwert zu arbeiten. ( Entmischung). In der Vorsatzschicht
trocknen des Betons abhängig. Dieses Die Sieblinie des Zuschlaggemisches wirken die Verwölbungstendenzen
Austrocknen erfolgt von außen nach sollte im günstigen Bereich liegen. aus  und  entgegengesetzt .
innen. Die Vorsatz- und Tragschicht Das Größtkorn ist entsprechend Verar- Sie bleibt daher nahezu eben. Die Ver-
eines Sandwichelements verwölben beitung, Bewehrung und Abmessung formung der steiferen Tragschicht führt
sich somit gegenläufig. Diese Ver- der Sandwichplatte zu wählen. zu einer Verwölbung der Vorsatz-
formungen sind umso stärker, je Zementleim- und Mehlkornanteil sind schicht, da diese durch die Verbund-
schneller der Austrocknungsprozess gering zu halten. anker miteinander verbunden sind .
außen und je langsamer er im
Platteninneren vonstattengeht. Bei Aus hohem Zementleim- und Mehl-
Sandwichelementen, die in den kornanteil resultiert ein großes
ersten Tagen nach der Produktion Schwindmaß. Die Verwendung von gefertigt
ungeschützt Sonneneinstrahlung oder Betonzusatzmitteln (wie Betonver- montiert    
Windeinflüssen ausgesetzt werden, flüssiger, Luftporenbildner, Betonver- (+)
sind Verformungen zu erwarten. dichtungsmittel und Erstarrungsver-
Das schnelle Austrocknen des Betons zögerer) kann sich ggf. nachteilig auf Bei im Positiv-Verfahren hergestellten
muss durch Feuchthalten vermieden das Schwindverhalten des Betons aus- Sandwichplatten wirken bei der Trag-
werden. Zudem sollte ein hochwer- wirken. Beim Verdichten des Betons schicht die Verwölbungstendenzen 
tiger Dämmstoff mit einer geringen kann es zu Entmischungen kommen. und  entgegengesetzt, die Trag-
Wasseraufnahmefähigkeit verwendet Große und schwere Zuschlagskörner schicht bleibt daher nahezu eben .
werden. sinken beim Rüttelvorgang nach Die Verwölbungstendenzen der Vor-
unten. Die kleineren, leichteren und satzschicht aus  und  addieren sich.
Dämmstoffe mit hoher Wasserauf- wasserreichen Teile steigen nach Die Verwölbung der Vorsatzschicht wird
nahme geben die Feuchtigkeit beim oben. Dies bewirkt oben ein größeres durch die Verbundanker behindert .
Austrocknungsvorgang an den Beton Schwindmaß als unten („oben“ und
ab. Dadurch wird das unterschied- „unten“ bezeichnen die Lage der
liche Austrocknen der äußeren und Platte während des Betonierens).
inneren Schichten der Sandwich- gefertigt
elemente gefördert.
montiert    
(+)

Die Behinderung der Verwölbung einer


Sandwichplatte durch die Verbundanker
schnelles Austrocknen erzeugt Zwängungen, die zu Rissen
entmischter Beton in der Vorsatzschicht führen können.
Daher ist darauf zu achten, dass
Verwölbungen weitgehend vermieden
langsames Austrocknen Die Art und Stärke der Verwölbung werden. Neben den zuvor beschrie-
einer Sandwichplatte ist auch davon benen fertigungstechnischen Maß-
abhängig, ob das Fertigteil im Negativ- nahmen können bei der Planung der
oder Positiv-Verfahren hergestellt Fertigteile entsprechende konstruktive
worden ist (siehe auch Seite 33). Maßnahmen ergriffen werden.

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Ver formung der Sandwichplatten

Verwölbung infolge Temperaturdifferenz

Bei schnellem Temperaturanstieg Die Größe der dabei entstehenden Bild 1


schnelle
(z. B. durch direkte Sonneneinstrahlung Zwangskräfte ist abhängig von
Erwärmung
im Winter, Bild 1) oder plötzlicher folgenden Faktoren: im Winter
Abkühlung (z. B. bei Gewitterregen im • Temperaturgradient innerhalb der
Sommer, Bild 2) erfährt die bewit- Vorsatzschicht
terte Außenfläche der Vorsatzschicht • Dicke der Vorsatzschicht
größere Längenänderungen als die an • Betongüte bzw. E-Modul der
der Dämmschicht liegende Innenfläche. Vorsatzschicht
• Geometrie der Vorsatzschicht
Bild 2
Die daraus resultierende Verkrümmung • Art und Anordnung (Raster) der plötzliche
der Vorsatzschicht wird aufgrund der Verbundanker Abkühlung
Verbundanker durch die steifere Trag- im Sommer
schicht weitgehend zurückgehalten. Günstig wirken sich aus:
• Helle Vorsatzschichten
• Geringe Vorsatzschichtdicken
(f = 70 – 80 mm)
• Regelmäßiges Raster der Verbundanker
(Verhältnis ∼ 1:1)

Fenster- und Türbefestigung

Die Vorsatzschicht muss frei be-


weglich an der Tragschicht befestigt
sein. Zusätzliche Festpunkte wie z. B.
Fenster- oder Türbefestigungen an der
Vorsatzschicht führen zu Zwängungen,
die Risse zur Folge haben können.

Einbauteile wie Fenster und Türen


dürfen grundsätzlich nur an einer
Schicht befestigt werden (im Regelfall
an der Tragschicht).

Laibungen

Verbindungen aus Beton zwischen Laibungen an Plattenrändern, Fenster-


Trag- und Vorsatzschicht sind grund- und Türrahmen sind durch mindestens
sätzlich zu vermeiden. 5 mm dicke Fugen von der Tragschicht
zu trennen, um Zwängungen wirksam 5 mm
zu verhindern.

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Geometrische Randbedingungen

Ausbildung der Vorsatzschicht

Die Mindestdicke der Vorsatzschicht a s = 1,88 cm²/m (MVA, FA) vorzu- nehmen (siehe auch Seiten 13–17).
beträgt nach DIN EN 1992-1-1/NA sehen.
(Abschnitt 10.9.9) 7 cm. Die erforderliche Zulagebewehrung Bei Vorsatzschichten mit f bzw. c
Als Mindestbewehrung ist kreuzweise der Vorsatzschicht im Verbundanker- ≥ 10 cm ist die Bewehrung zweilagig
a s = 1,31 cm²/m (SPA) bzw. bereich ist der Zulassung zu ent- auszuführen.

Ausbildung der Tragschicht

Damit die Tragschicht den Verfor-


mungen der Vorsatzschicht entgegen-
wirken kann, empfehlen wir, diese
mindestens mit der 1,5-fachen Dicke konsolartige
Plattenränder
der Vorsatzschicht auszubilden.

Durch konsolartige Ausbildung


der Tragschichtränder (angeformte
Fensterbank, Konsolenauflager) kann
bei besonderen Anforderungen die
Steifigkeit zusätzlich erhöht werden.
f ≥1,5f

Eckausbildung

Wenn an Gebäuderandbereichen bzw.


an Fenster- oder Türöffnungen die Vor-
satzschicht von Sandwichplatten um
(> 0,45 m, s. Seite 23)

die Ecke geführt wird, sind folgende Dämmung


zweilagig
Punkte zu beachten:
≤ 0,45 m

• Zwischen Vorsatzschicht und Wärme-


dämmschicht ist im Bereich des um
die Ecke geführten Schenkels ein
Luftspalt anzuordnen.
Alternativ kann dieser Bereich der Luftspalt oder weiche Dämmung Luftspalt evtl. Scheinfuge
Wärmedämmung aus Weichfaser oder weiche
Dämmung
(z. B. Mineralwolle) bestehen.

• Verbundnadeln dürfen nicht im


Bereich des um die Ecke geführten
Schenkels angeordnet werden.

Luftspalt oder weiche


Dämmung
Luftspalt oder Luftspalt
weiche Dämmung oder weiche
Dämmung
Tragschicht

Stufenfalz
Wärme-
dämmschicht
Vorsatzschicht

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Geometrische Randbedingungen

Plattenlänge

Um Rissweiten klein zu halten, werden


in der Fachliteratur (z. B. BK 88 T2,
Seite 413 ff.) folgende Maximal-
abmessungen für die Wetterschalen
von Sandwichelementen empfohlen:
Für strukturierte Wetterschalen sollten
Lmax ≤ 8,0 m bzw. A ≤ 15 m² betragen.
Bei glatten Oberflächen kann die Flä-
chengröße von 15 m² beibehalten, die
Länge sollte aber auf 5 – 6 m reduziert
werden.
L ≤ 6,00 m L ≤ 6,00 m
Sind aus konstruktiven Gründen
längere Elemente nicht zu vermeiden,
empfiehlt es sich, die Vorsatzschicht zu
trennen. Die Tragschicht kann aber in
einem Stück hergestellt werden.

Sind aus architektonischen Gründen  Folgende Maßnahmen wirken sich günstig aus:
längere Platten nicht zu vermeiden, • Niedriger w/z-Wert des Betons • Anordnung einer Trennschicht
kann von dieser empfohlenen Aus- • Fachgerechte Lagerung und Nach- (Folie) zwischen Vorsatzschicht
führung unter Beachtung besonderer behandlung der Fertigteile und Wärmedämmschicht
Maßnahmen  abgewichen werden. • Verwendung von hellen Vorsatz- • Ausreichende Dicke der Wärme-
Diese Maßnahmen sollen das schichten dämmschicht
Schwinden sowie Längenänderungen • Einbau der Wärmedämmschicht • Verstärkung der Tragschicht
durch Temperaturdifferenzen und die in zwei Lagen mit versetzten • Ausbildung ausreichend breiter
daraus resultierenden Zwängungskräfte Stößen Dehnfugen
gering halten.

Bei üblichen Dämmschichtdicken Große Wärmedämmschichtdicke b


(b ≥ 80 mm) werden die möglichen
Δl

Abmessungen der Vorsatzschicht meist  Geringe Dehnung der Verbundanker


nicht durch die zulässigen Abstände e bei Längenänderungen der Vorsatz-
der Verbundanker begrenzt schicht
Dehnung

(siehe Allgemeine bauaufsichtliche  Großer zulässiger Abstand e


Zulassung). der Verbundanker zum Festpunkt F

Ausschlaggebend für die Unterteilung


werden dann in der Regel die oben ge-
nannten Empfehlungen für die Abmes- Bei dauerelastisch verfugten Platten
sungen von Wetterschalen sowie die ist DIN 18540 zu beachten.
erforderliche Fugenausbildung Fugen müssen so ausgebildet sein,
(Fugenbreite und Füllmaterial). dass eine zwängungsfreie Dehnung der
Vorsatzschicht möglich ist.
b

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Weitere Produkte für Sandwichplatten

Für den Transport von Sandwichplatten bietet HALFEN zwei spezielle Transportankersysteme an.

Kugelkopf-Transportanker, gekröpft

Der gekröpfte Kugelkopf-Transport- Beim Aufrichten gem. Abbildung


anker unterscheidet sich vom werden Abplatzungen des Betons
normalen Kugelkopf-Transportanker vermieden.
nur durch seine gebogene Form. Das Anordnen einiger Verbundnadeln
Die besondere Form ermöglicht den im Ankerbereich hat sich als sehr vor-
Einsatz dieses Ankers speziell in Sand- teilhaft erwiesen.
wichplatten. Der Ankerkopf befindet Bei Positivfertigung (oben liegende
sich nach dem Einbau an der Innen- Vorsatzschicht → S.33) darf nur mit
seite der Tragschicht annähernd in der Kipptisch abgehoben werden.
Schwerachse der Sandwichplatte und Die Ankerkopfausbildung ist auf das
der Fuß zur sicheren Lasteinleitung in KKT-Zubehörprogramm abgestimmt.
der Tragschichtmitte.
Die Sandwichplatten können auf diese
Weise nahezu senkrecht transportiert
und montiert werden (die Verwendung d/2 d/2
d
einer Traverse wird empfohlen).

Weitere Informationen zu den gekröpften Kugelkopf-Transportankern


können der Produktinformation Technik KKT entnommen werden.

Transportanker TPA-FX
2 × er
Zulagebewehrung

≤ 90°

Bewehrungsstahl
B500A, B500B

Durch die schräg angestanzte Kopfform Transport und der Montage nahezu
kann der Sandwichplatten-Transport- gerade hängt (die Verwendung einer
anker Typ TPA-FX annähernd in der Traverse wird empfohlen).
Schwerachse großformatiger Sandwich- Der TPA-FX kann zum Aufrichten von
≤ 30°
platten eingebaut werden. Hierdurch Sandwichplatten (bei Negativ- und
wird erreicht, dass die Platte beim Positivfertigung → S.33) verwendet l2
werden.

Weitere Informationen zu den Sandwichplatten-Transportankern


Typ TPA-FX finden Sie in der Produktinformation Technik TPA. FRIMEDA TRANSPORTANKER
BETON
TPA 16

Dieser Katalog entspricht


der Einbau- und Verwendungs-
anleitung gemäß
Richtlinie VDI/BV-BS 6205

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Weitere Produk te für Sandwichplatten

HALFEN bietet Ihnen weitere Produkte für die Befestigung von Sandwichplatten an.

Fertigteilanschluss HVL

Mit dem HALFEN Fertigteilanschluss Lasche HVL-M


HVL können Wandelemente (z. B. (Montageteil)
Tragschichten von Sandwichplatten)
zwischen vorhandenen Stützen be-
festigt werden.
Halfenschiene
HVL-E
Montage: (Einbauteil 1)
Im Lieferzustand ist
die Verbindungs- anzuschließendes
Halfenschiene
lasche HTA-CE 38/17 - 150
Betonfertigteil
einbaufertig: (Einbauteil 2)
Die Schrauben-
befestigungssätze
und die Gegenplatte sind vormontiert!

Betojuster HBJ-W

Der HALFEN HBJ-W Betojuster ist


Vorteile:
eine Neuentwicklung von HALFEN.
Mit seiner Hilfe bietet sich die • Einfache, schadenfreie Höhen -
Möglichkeit einer handlichen und justierung durch Schrauben
schnellen Schraubjustierung und
Ausrichtung von Betonfertigteilen, • Optimierte Kranbelegung:
insbesondere für Wände. Der Kran ist nach dem Absetzen und
Sichern durch Schrägstützen wieder
Er bietet dem ausführenden Unter- frei für das nächste Betonelement
nehmen eine einfache und dabei
sichere Möglichkeit, die Wände • Verstellbereich bis 35 mm
nach dem Versetzen in der Höhe
millimetergenau auszurichten, ohne • Benötigt kein Spezialwerkzeug
Verletzungsgefahr für den Monteur
• Minimierung des Kraftaufwandes
und ohne Gefahr zu laufen, durch
Werkzeugeinsatz die Betonbauteile
• Ideale Lösung bei beengten
zu beschädigen.
Verhältnissen

Das Ausrichten kann mit handels- • Verschließen der Schlitze ist nicht
üblichem Werkzeug ohne großen notwendig
Kraftaufwand erledigt werden.

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ADRESSEN

VERTRIEB
HALFEN Vertriebsgesellschaft mbH · Liebigstr. 14 · 40764 Langenfeld
Telefon: 02173/970 - 0, Telefax: 02173/970 - 225, E-Mail: info@halfen.de

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VERANKERUNGSTECHNIK Telefon: 02173/970 - 9020 • Halfenschienen HTA-CE, HZA und Zubehör


Telefax: 02173/970 - 225 • HGB Geländerbefestigung
E-Mail: ti.stahlbeton@halfen.de • HB Dübelsysteme
• HCW Curtain Wall
• DEMU Hülsenanker

MONTAGETECHNIK Telefon: 02173/970 - 9021 • HALFEN Montageschienen und Halfenschrauben


Telefax: 02173/970 - 225 • HALFEN Flexible Rahmenkonstruktionen
E-Mail: ti.stahl@halfen.de • HALFIX System 53/34
• Montagetechnik ‒ Zubehör

HALFEN POWERCLICK MONTAGESYSTEM Telefon: 02173/970 - 9021 • HALFEN PC Powerclick System 63 + 41 + 22


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DETAN STABSYSTEME Telefon: 02173/970 - 9020 • DETAN Zugstabsystem S460


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gilt auch für auszugsweise Vervielfältigung


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• HIT Iso-Element
• ISI Schalldämmprodukte
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