Sie sind auf Seite 1von 29

Siehe auch: „ATP4 als Ersatz der RES164 ( B443S, L416D)“

und „ATP4 direkt umgesockelt als Ersatz der RES164“


 

Eine weitere interessante Ersatzröhre für die RES164 ist die 3B4. Es handelt sich, wie auch die
ATP4, um eine Senderöhre für tragbare Funkgeräte für Batteriebetrieb. Es scheinen noch viele
davon vorrätig zu sein und sie ist günstig erhältlich.

Die von der 3B4 vorgefundenen Daten beziehen sich hauptsächlich auf Klasse C- Betrieb als
HF- Verstärker :

Sockel B7G Miniatur-7-Stift

Beam Power Endröhre für HF- Anwendung

direkt geheizt, 2,5 V, 165 mA,

Betriebswerte im Klasse C- Betrieb:

Ua_ = 150 V

Ug2 = 135 V

Ug1 = -38 V

Ia = 25 mA

Ig2 = 6,2 mA

S = 1,7 mA/V

Ri = 70 kΩ

µG2/G1 = 3,7

Grenzwerte:

Pav = 3 W (Anoden-Verlustleistung)

Ua-max = 200 V

Ug2-max = 150 V

Ia-max = 25 mA

Aus diesen Daten ergibt sich, dass nur wenige Anwendungsmöglichkeiten für diese Röhre
bestehen, - davon aber, sehr erwünscht, der Ersatz für direkt geheizte Endröhren um ± 1930,
ganz besonders natürlich für die im VE301 verwendete RES164.

Die 3B4 lässt sich ohne Kompromisse an die Betriebswerte der RES164 anpassen, so wie sie im
VE301 auftreten, unter Beibehaltung der vollen Leistung und Aussteuerbarkeit wie original mit
der RES164, im Zweifelsfall sogar noch besser.

Wegen des Miniatur-7-Stift Sockels der 3B4 ist ein Zwischenadapter erforderlich, um die 3B4
in die B5 Europafassung einsetzen zu können. In diesem Zwischenadapter können dann leicht
Bauteile zur Anpassung untergebracht werden.

Anpassung der Heizung :


Das kleinste Problem ist die unterschiedliche Heizspannung. Die 2,5 V der 3B4 lassen sich
einfach über Vorwiderstände an die 4 V der RES164 anpassen, die man im Zwischenadapter-
Sockel unterbringt.
Um Brummentwicklung zu vermeiden, teilt man den Vorwiderstand möglichst symmetrisch auf
beide Heizfadenenden auf.
Durch die Auswahl der Widerstände R1 und R2 kann man die 3B4 optimal an die vorhandene
Heizspannung anpassen, die im Betrieb tatsächlich vorhanden ist. Für die ¼ W- Widerstände
R1 und R2 kann man daher je nach vorhandener Heizspannung wählen:

4,3 + 4,3 Ω bei 3,92 V


4,3 + 4,7 Ω bei 3,99 V
4,7 + 4,7 Ω bei 4,05 V
4,7 + 5,1 Ω bei 4,12 V
5,1 + 5,1 Ω bei 4,18 V
 

Die kleinen Asymmetrien wie 4,3 + 4,7 Ω sind kaum wahrnehmbar und lassen sich mit
dem „Entbrummer“ ausgleichen.
Anpassung der Betriebswerte (Anode + Schirmgitter)

Erfreulich ist die maximale Anoden-Verlustleistung von 3 W, die genau der RES164
entspricht.

Die Anodenspannungen 150 V Betrieb und 200 V maximal sind nicht so kritisch zu
sehen, zumal sie für Klasse C- Betrieb gedacht sind. Solange die Röhre gutes Vakuum
hat, ist kein Durchschlag zu befürchten, wenn sie an 200...220 V betrieben wird. Viel
wichtiger ist, dass die Anoden-Verlustleistung von 3 W eingehalten wird, also das
Produkt aus Anodenspannung * Anodenstrom !

Bei der Durchsicht von verschiedenen VE- Dokumenten wurden Betriebsspannungen


im Bereich 210...230 V DC, Anodenspannungen (an der RES164) im Bereich 190...220
V, Anodenströme im Bereich 11,5...14 mA vorgefunden.

Die 3B4 ist also nun so zu betrieben, dass sie unter den Bedingungen des VE
ordnungsgemäß arbeitet. Dabei soll versucht werden, die negative Gittervorspannung
von -10...11 V beizubehalten, die mit dem 700 Ω- Widerstand erzeugt wird, ebenso soll
der 100 kΩ Schirmgitter-Vorwiderstand unverändert bleiben.

Zunächst wurde die 3B7 nur mit den Heizungs- Vorwiderständen im Adapter- Sockel
betrieben, ohne die sonstige Beschaltung zu ändern. Dabei stellte sich ein Anodenstrom
von ca. 16 mA ein, der natürlich zu hoch war.
Da der Anodenstrom durch die Schirmgitterspannung bestimmt wird, kann man einen
zu hohen Anodenstrom durch verringern der Schirmgitterspannung herabsetzen. Dies
war einfach zu realisieren durch einen Widerstand R3 von 100 kΩ, ¼ W, parallel zum
Schirmgitter, wodurch sich der Anodenstrom auf 13...13,5 mA verringert, was den
Betriebswerten im VE entspricht. Als Bezugspunkt liegt R3 auf der Heizfadenmitte,
wodurch das Problem der Symmetrie gelöst ist.

Andere Anwendungen als im VE301:


Die hier gezeigte sehr einfache Anpassung an die RES164 mit dem 100 kΩ Widerstand
parallel zum Schirmgitter ist nur möglich, wenn das Schirmgitter im Gerät über
ebenfalls 100 kΩ von einer Anodenspannung von ca. 220 V gespeist wird. In anderen
Geräten, bei denen das Schirmgitter der RES164 auf andere Weise gespeist wird, ist
auch eine andere Anpassung erforderlich.

Verwendung als End-Triode:


Da die 3B4 einen sehr niederen µG2/G1 von nur 3,7 hat, ist sie auch als End-Triode gut
geeignet, indem man G2 mit Anode verbindet.
Damit wäre sie als Ersatz für einige RE- End-Trioden-Typen geeignet, wie z. B. RE134
und RE144. Wegen dem Grenzwert des Schirmgitters darf die Betriebsspannung dabei
jedoch max. 135 V, im äußersten Fall 150 V betragen. Andererseits dürfte die 3B4 als
End-Triode sogar mit einer gesamten Anoden-Verlustleistung von ca. 4 W betrieben
werden, da sich hier die Schirmgitter-Verlustleistung hinzu addiert.
Rein elektrisch gesehen wäre sie demnach als ideale Endröhre für Uralt- Empfänger
geeignet, die mit Anodenbatterien von maximal 120 V betrieben wurden, würde nicht
die Optik dagegen sprechen. Wegen ihrer geringen Größe könnte man jedoch erwägen,
sie in den Kolben einer ausgehöhlten älteren Röhre einzubauen.

Stellungnahme zum Beitrag „Ersatz der Röhre RES164"


(mit der 3B4) - Idee von Arthur Bauer

Erst nach Abschluss meiner Untersuchungen über die Eignung der 3B4 als Ersatz der
RES164, die in den obigen Beitrag mündeten, entdeckte ich diesen Beitrag von Arthur
Bauer, der von unserem Kollegen Thomas Lebeth gepostet wurde. Alle Gedanken und
Hintergründe, die zu meinem obigen Beitrag führten, entstanden in völliger Unkenntnis
des Artikels von Herrn Arthur Bauer, der leider nicht mehr unter uns weilt.

Nachdem ich diesen Text entdeckte, wurde mir schnell klar, dass diese Lösung der
Anpassung der 3B4 an die RES164 wenig sinnvoll ist. Arthur Bauer hatte offensichtlich
nicht die Natur und Charakteristik von Pentoden verstanden !

Pentoden funktionieren wie Konstantstromquellen. Der Anodenstrom wird ganz


wesentlich bestimmt durch die Spannungen an Gitter 1 und Gitter 2, - Änderungen der
Anodenspannung haben nur sehr wenig Einfluss auf den Anodenstrom. Es ist daher die
am Wenigsten geeignete Methode, den „Arbeitspunkt“ einer Pentode zu verändern,
indem man die Anodenspannung ändert, in diesem Falle über den Kondensator-
überbrückten 3,9 kΩ Widerstand.

Der einzige Wirkung, die durch diesen Widerstand erzielt wird, ist die verringerte
Anodenspannung, wodurch sich die Anoden-Verlustleistung der Röhre entsprechend
verringert, - allerdings verringert sich dabei die Ausgangsleistung jedoch auf weniger
als die Hälfte !

Eine besondere Schonung für die Röhre entsteht durch diesen Widerstand nicht, da auch
ohne ihn die Anodenverlustleistung von 3 W eingehalten wird, dafür aber
uneingeschränkt die volle original Leistung verfügbar ist, genau wie bei der RES164!

Diese vermeintliche Methode der Anpassung der 3B4 an die RES164 ist nicht zu
empfehlen, dagegen ist der mechanische Aufbau des Zwischenadapters und dessen
Beschreibung vorbildlich und zur Nachahmung sehr empfohlen.

Vergleich ATP4 – 3B4

die ATP4 und die 3B4 sind beide ursprünglich Senderöhren für tragbare Funkgeräte für
Batteriebetrieb. Beide sind direkt geheizt, was ein besonderer Vorteil als RES164-
Ersatzröhre darstellt. Beim Einschalten des Gerätes nehmen sie sofort Strom auf, so wie
die ebenfalls direkt geheizte Gleichrichterröhre RGN354 Spannung liefert.

Wenn jedoch indirekt geheizte Ersatzröhren für die RES164 verwendet werden, wie z.
B. die PL95 oder gar Trioden der PC- Serie, entstehen wegen der verzögerten
Aufheizung hohe Überspannungen, die für die Kondensatoren gefährlich werden
können. 
Die ATP4 ist im klassischen Baustil mit Quetschfuß-Aufbau, weshalb sie in den
Volksempfängern optisch gut zwischen die Gleichrichterröhre RGN354 und die
Audion- Röhre REN904 oder AF7 passt. 

Als Miniatur- Röhre mit dem Pico-7 Sockel B7G ist die 3B4 um mehrere Generationen
moderner als die Röhren des VE und ist daher optisch weniger passend zu diesen. Sie ist
aber noch in größeren Mengen günstig erhältlich und daher für den Alltagsgebrauch
„ohne Reue“ geeignet. Besser als die PL95 und dergleichen ist sie auf jeden Fall.
 

 
 
Entradas: 3379     Réplicas: 0
ATP4 direkt umgesockelt als Ersatz der RES164

Jacob   1
ATP4 direkt umgesockelt als Ersatz der RES164 
Roschy
22.Aug.  Ersatz für die RES164 ( B443S, L416D) : für Profis - die direkte
11 Umsockelung der ATP4 :

Wer über entsprechende Erfahrung verfügt, kann den original- Sockel


der ATP4 von der Röhre entfernen und einen neuen 5-Stift- Europasockel
direkt ankleben, in dem auch wieder die Heiz- Vorwiderstände untergebracht
werden.

Hierzu geht man nach den folgenden Arbeitsschritten vor:

Mit einem geeigneten Stift, z. B. einem abgeflachten Nagel, die Anschlussdrähte


durch die Sockel- Hohlstifte nach innen drücken. Dabei mit dem Lötkolben das Zinn
verflüssigen und, wenn möglich, absaugen.
 

Lässt sich der Sockel nicht lösen, so ist dieser möglichst weit unten rundum seitlich
einzusägen.
Dazu eine Metallsäge in einen Schraubstock spannen und die Röhre vorsichtig über
das Sägeblatt bewegen. Niemals tief einsägen, ständig beobachten !

Nun noch einen schräg verlaufenden Schnitt vornehmen. In diesen wird eine
Schraubendreherklinge eingesetzt, welche vorsichtig verdreht wird und somit den
Sockel auseinandersprengt.
An die Heizfadenanschlüsse wird jeweils ein Widerstand 2,7 / 0,3 W gelötet, die
anderen Drähte sind um ca. 50 mm zu verlängern.
Anschlussdrähte mit Pinzette oder Telefonzange vorsichtig glätten und anschließend
im Quetschfußraum so vorbiegen, dass sie entsprechend dem 5-Stift- Europasockel
richtig ausgerichtet sind.

Es gibt 2 verschiedene Ausführungen der ATP4, eine normale mit 4 Drähten aus dem
Quetschfuß, sowie eine mit 5 Drähten, wobei das Gitter 1 zwei mal herausgeführt
ist. Diese beiden Drähte sind zusammen parallel auf den g1-Stift anzuschließen. Das
Bild zeigt von beiden Versionen die Ansicht von unten in den Quetschfußraum.
In den hohlen Anodenstift lötet man einen ca. 160 mm langen Zuleitungsdraht zur
Anode. Dieser wird durch einen seitlichen Durchlass am Sockel herausgeführt.

Die richtig ausgerichteten Drähte werden nun in die entsprechenden Hohlstifte des
Europasockels eingefädelt. Wenn erforderlich, ist Isolierschlauch vorzusehen.

Wenn man sich völlig sicher fühlt, dass die Drähte richtig und ohne Kurzschluss
eingefädelt wurden, kann der Glaskolben mit dem Sockel verklebt werden, z. B. mit
Silikon-Kleber. Von unelastischem 2-Komponenten- und Sekunden-Kleber ist
dringend abzuraten !

Nach Aushärtung des Klebers werden die aus den Stiften herausragenden Drähte
gekürzt und verlötet, ebenso der Draht zur Anodenkappe.
 So kann die zur „RES164E“ umgesockelte ATP4 aussehen.

ATP4 als RES364 / 374 ?

Da die ATP4 eine Anodenverlustleistung von 5 W hat, kann sie in vielen Fällen auch
als Ersatz der Röhren RES364 oder RES374 dienen, sofern die Anodenverlustleistung
eingehalten wird, z. B. bei 250 V, 20 mA. Allerdings weichen die Spannungen von g1
und g2 stark ab, so dass Anpassungen erforderlich sind. Diese werden am Besten
unter Betriebsbedingungen mit Hilfe von Sinusgenerator und Oszilloskop ermittelt.
Die Schirmgitter- Spannung und die negative Vorspannung für g1 sollen jeweils so
nieder gewählt werden, dass der Anoden-Ruhestrom eine volle Durchsteuerung
ermöglicht, aber die maximale Anodenverlustleistung nicht überschritten wird.

Siehe auch:  „3B4 (DL98, 3B4WA) als Ersatz der RES164“


und „ATP4 als Ersatz der RES164 ( B443S, L416D)“
 

 
 
Entradas: 3547     Réplicas: 0
ATP4 als Ersatz der RES164 ( B443S, L416D)
  1
Jacob ATP4 als Ersatz der RES164 ( B443S, L416D) 
Roschy
22.Aug.11  ATP4 als Ersatz der RES164 ( B443S, L416D)

Die englische Militär- Senderöhre ATP4 ist als Ersatz für die RES164 im VE301
gut geeignet. Mit den im VE eingebauten Widerständen zur Erzeugung von
Schirmgitter- und Steuergitter- Vorspannung nimmt sie einen Arbeitspunkt an,
der sehr nahe bei der RES164 liegt. (ATP = Army Transmit Pentode)

Sie ist im klassischen Baustil mit Quetschfuß-Aufbau, wodurch sie äußerlich gut
zur Epoche der RES164 passt. Sie ist wie die RES164 direkt geheizt und ist oft
günstig erhältlich.

Die ermittelten Heizdaten sind 2,3 Volt / 0,34 Ampere, daher muss der
Heizfaden symmetrisch über zwei Vorwiderstände von je 2,7 Ω / 0,3 W an die 4
V Heizspannung der RES164 angepasst werden, um Brummentwicklung zu
vermeiden.

Da sie den unüblichen englischen Mazda-Octal-Sockel besitzt, muss sie


entweder umgesockelt werden, oder es muss ein Adaptersockel angebaut
werden. Hier kann man auch die Heiz-Vorwiderstände unterbringen, so dass am
Gerät keine Änderungen vorgenommen werden müssen.

Die einfachere Methode: Anbau eines Adaptersockels

Da der original- Sockel der ATP4 nicht sehr hoch ist, kann man einfach einen
zusätzlichen 5-Stift- Europasockel als Adapter darunter bauen, der mit dem
original- Sockel verklebt wird.
Von den 8 Stiften des ATP4- Sockels werden nur 4 benutzt; an den beiden
unteren (1 & 8) liegt der Heizfaden, an den beiden oberen sind Schirmgitter
(Stift 4) und Steuergitter (Stift 5). Die nicht verwendeten Stifte werden
entfernt (abgebrochen), um Platz für die beiden Heiz- Vorwiderstände zu
erhalten. Der Anodenanschluss befindet sich oben an der Kappe.

Von einer defekten Europa-Röhre entnimmt man den 5-Stift- Sockel. Ein Sockel
von einer RENS1374d ist besonders vorteilhaft, denn wenn man den seitlichen
Schraubanschluss entfernt, hat man einen Durchlass, um den Verbindungsdraht
zur Anode herauszuführen zu können; ansonsten muss dieser gebohrt oder
einfach am Rand eingesägt werden.

In den hohlen Anodenstift lötet man einen ca. 170 mm langen Zuleitungsdraht
zur Anode, der seitlich am Sockel herausgeführt wird.

An die Heizfadenstifte (1 & 8) werden die beiden Vorwiderstände 2,7 Ω / 0,3 W


gelötet. Sie werden so angebracht, dass ihre Anschlussdrähte genau in die
Heizungsstifte des 5-Stift- Sockels passen.  

 An die beiden oberen Stifte (4 & 5) werden 2 je ca. 70 mm lange Drähte
gelötet. Diese werden so ausgerichtet, dass sie genau in die Stifte für
Schirmgitter bzw. Steuergitter des 5-Stift- Sockels passen.
Die 4 richtig ausgerichteten Drähte werden nun in die entsprechenden
Hohlstifte des Europasockels eingefädelt.

Wenn man sich vollkommen sicher fühlt, dass die Drähte richtig und ohne
Kurzschluss eingefädelt wurden, können nun die Berührungsflächen zwischen
Original- und Adaptersockel miteinander verklebt werden. Vorher sollten diese
gut gereinigt bzw. aufgeraut werden. Hier kann man einen kräftigen 2-
Komponenten- Kleber verwenden. 

Mit Klebeband werden Original- und Adaptersockel fixiert. Zur optischen


Verbesserung kann man auch beide Sockel mit einem breiten schwarzen Band
umgeben.

Die aus den Stiften herausragenden Drähte werden nun gekürzt und verlötet,
ebenso der Draht zur Anodenkappe.

Die nun zur„RES164E“ gewordene ATP4 kann spielbereit in den VE301


eingesetzt werden.
 

Siehe auch „ATP4 direkt umgesockelt als Ersatz der RES164“


und „3B4 (DL98, 3B4WA) als Ersatz der RES164“

 
 
Entradas: 3657     Réplicas: 5
RES164 (RES 164) mit Spitze

Bernhard   1
RES164 (RES 164) mit Spitze 
Nagel
23.Jul.07 In meiner Sammlung befindet sich diese Röhre RES164 mit obenliegender
Pumpspitze.

Es handelt sich offensichtlich um eine professionell vorgenommene Röhren-


Reparatur der damaligen Fernseh-GmbH, Taufkirchen/Vils. Zeitlich m.E.
wohl zwischen 1945 und 1948 einzuordnen.

Die Röhre zeigt einen deutlich verkürzten Kolben, der Anodenkasten berührt
fast schon die Glaskuppel. Zur Reparatur wurde der Röhrenkolben knapp
oberhalb des Sockels aufgeschnitten. Der Heizfaden wurde wohl ersetzt, denn
die Röhre trägt einen Hinweis auf den nun neuen Heizstrom von 0,3A, für
Serienheizung nicht geeignet. Nach dem Aufschmelzen der (verkürzten)
Kolbenhaube musste die Röhre evakuiert werden. Da der originale
Pumpstutzen dafür nicht mehr verwendbar war, wurde ein neuer Stutzen mit
glasbläserischer Kunstfertigkeit auf der Röhrenoberseite mitten ins
Telefunken-Logo gesetzt, oder besser gesagt durch Unterdruck ausgestülpt.

Erstaunlich, was für ein Aufwand betrieben wurde um verbrauchte Röhren


wieder einer Verwendung zuzuführen. Die damals herrschende Knappheit an
Röhren machte diese Art von Reparaturen erforderlich.
Sind ähnliche Arbeiten bekannt, gibt es weitere Hintergründe zum
Röhren-Reparaturbetrieb der Fernseh-GmbH? Andere Firmen, die sich
mit dieser Thematik befasst haben?

Das hier gezeigte Exemplar ist übrigens noch funktionsfähig, die Emission
beträgt aber nur noch wenige mA.

In der Anlage finden sich weitere Ansichten dieser ungewöhnlichen Röhre.

Viele Grüße,
Bernhard Nagel

Anexos

 RES164 Ansicht 1 (22 KB)


 RES164 Ansicht 2 (25 KB)
 RES164 Ansicht 3 (25 KB)
 RES164 Ansicht 4 (25 KB)
 RES164 Ansicht 5 (22 KB)
 RES164 TFK Logo (24 KB)

 RES164 Etikett 1 (21 KB)


Wolfram   2
Sin asunto 
Zylka Herr Nagel, Ihr Beitrag hat mich erinnert, dass ich auch so ein Exemplar mit
23.Jul.07 Spitze in meinem T 121 habe.
Hier die Banderole. Hier wurde augenscheinlich ein vorgefertigter Aufkleber
überschrieben.
Interessant ist das Datum. Könnte die 60 noch für 1960 stehen?
Gruß
Wolfram Zylka
 
Ps. Meine Röhre hat noch 30 von 50 mA
    

Bernhard   3
Fernseh - GmbH Taufkirchen / Vils, Röhrenreparatur 
Nagel
23.Jul.07 Hallo Herr Zylka,

schön, dass sich gleich eine zweite solcherart reparierte Röhre einfindet
(RE134?). Wobei ich aus verschiedenen Gründen nicht annehme, dass
die Fernseh-GmbH noch 1960 so etwas gemacht hat.
Der Firmensitz lag nur zwischen 1945 und 1949 in Taufkirchen, danach war
Darmstadt das neue und entgültige Domizil.

Die Taufkirchener Zeit galt nicht der Fernseh-Technik da durch alliierte


Kontrollratsbeschlüsse untersagt, es wurden eher Meßgeräte für das
Reparaturwesen entwickelt und gefertigt (z.B. Farvimeter). Anscheinend
hatte aber auch die Röhrenreparatur zu dieser Zeit ihre Blüte, mit Glas konnte
man bei der Fese ja schon früher umgehen.

Haben Sie diese reparierte Röhre mal auf die entsprechende Seite geladen?
Eine komplette Ansicht würde mich interessieren.

Viele Grüße,
Bernhard Nagel
Hans M.   4
Fernseh G.m.b.H in Niederbayern 1960? 
Knoll
23.Jul.07 Hallo Herr Zylka,
 

1960 ist sehr unwahrscheinlich, vorsichtig formuliert.

Siehe hier:    hersteller

Gruss Knoll

Hallo Herr Nagel, Sie waren zwar schneller, haben aber mehr Text
geschrieben als ich, daher eine Dublette.

Gruss knoll
Wolfram   5
Danke 
Zylka  
23.Jul.07  
Danke Herr Nagel und Herr Knoll.
 
Meine Röhre trägt kein Firmenzeichen mehr. Es ist eine RE 134  Hier ein
Anblick der gesamten Röhre Ihre Antworten sind schlüssig. Vielleicht ist das
scheinbare Datum  22/5.  60 ja auch ein Code  Gruß
Wolfram Zylka
Ps. Die Größe ist mit 72 mm Kolbenhöhe eher im normalen Bereich
Thomas   6
RES164 - repariert 
Lebeth
14.Aug.0 Hallo die Herren,
7
ich hatte das Glück, heute an eine reparierte RES 164 zu gelangen. Wie bei
den anderen Röhren auch, wurde der Glaskolben offenbar aufgeschnitten
(rotes Dreieck unten) und nach der Reparatur mittels Pumpstutzen in der
Mitte des TFK-Logos wiederum evakuiert (rotes Dreieck oben).

Eher unüblich ist die mit silberner Farbe am Quetschfuß angebrachte


Nummer 360, die kopfsteht. Üblicherweise ist der Quetschfuss mit der
weißen Masse bestrichen, die langsame Sekundärelektronen ableiten soll, so
daß bei Fabriksröhren meist keine Beschriftung am Quetschfuß vorhanden
ist. Im Falle wo eine solche existiert, ist dies meist mit schwarzer Farbe
(Tusche?) und aufrecht bei Telefunkenröhren angebracht.
 
Entradas: 6962     Réplicas: 0
Ersatz der Röhre RES164

Thomas   1
Ersatz der Röhre RES164 
Lebeth
Professioneller Umbau mit 3B4 (DL98)
14.Feb.0
7 Idee von Arthur
Bauer                                                                                                                 
 
Im Jahr 1927 wurde die Endpentode in den Philips Laboratorien von Gilles
Holst und Bernard Tellegen entwickelt. Bereits im September 1927 erschien
die B443 am Markt. In den folgenden Jahren verdrängte die Endpentode
schließlich beinahe alle Trioden aus den Endstufen von Radioapparaten –
lediglich in High-End-Geräten wurden Endtrioden weiterhin eingesetzt.
Die RES164d war die erste Endpentode aus dem Haus Telefunken und
erschien im Juli 1928 - beinahe ein Jahr später als die B443 von Philips. Sie
hatte noch vier Sockelstifte und eine Seitenklemme für das Schirmgitter. Erst
1930 kam die RES164 mit fünf Sockelstiften auf den Markt.
In billigen Einkreisempfängern fand die RES164 dann im Laufe der 30-er
Jahre ihren Platz in der Endstufe. Höchste Stückzahlen erreichte die RES164
jedoch durch den Einsatz in allen Wechselstromversionen des Volksem-
pfängers VE301. Aus diesem Grund, und vor allen Dingen weil die
Produktion der RES164 zugunsten der Rüstung noch während des Krieges
eingestellt wurde, ist diese Röhre heute nur mehr selten in neuwertigem
Zustand zu finden.
Ein zeitgemäßer Ersatz der RES164 mittels der Batteriepentode 3B4 (DL98)
wird im folgenden beschrieben. Die notwendige Bastelarbeit dafür ist nicht
sehr aufwändig. Zuerst betrachten wir kurz die Unterschiede zwischen der
RES 164 und der 3B4. Die 3B4 besitzt eine Heizspannung Uf von 2,5V bei
einem Heizstrom If von 165mA. Die maximale Anodenspannung Ua beträgt
135V. Diese Werte weichen von den Betriebswerten der RES164 z.T. erheb-
lich ab. Die RES 164 besitzt 4V-Heizung bei einem Heizstrom If von 100mA.
Die Anodenspannung Ua beträgt 250V. Es wird daher eine Zusatzbeschaltung
notwendig. Für die Anpassung der Heizspannung ist ein Vorwiderstand
notwendig, den man wegen der direkten Heizung am besten je zur Hälfte an
beiden
Bild 1: Schaltung für den Umbau
Heizfadenenden einfügt. Der zusätzliche Gesamtwiderstand errechnet sich für
die Heizspannungsdifferenz von 1,5V wie folgt:

Wir teilen den Widerstand in zwei gleiche Teile und wählen Widerstände mit
4,7 aus der Widerstandsnormreihe wobei hier für die Leistung ¼W aus-
reichend sind.
Da beide Röhren unterschiedliche Arbeitspunkte besitzen (Gittervorspannung,
Schirmgitterspannung und Anodenspannung) läßt sich der notwendige
Anodenwiderstand nicht so einfach ermitteln. Durch Probieren wurde ein
Widerstand von 3,9k ermittelt, bei dem die 3B4 sowohl von der Steilheit,
dem Anodenstrom und der Gittervorspannung als auch unter Berücksichti-
gung der Anodenverlustleistung (3W) ähnlich einer RES164 arbeitet. Da der
zusätzliche Widerstand  im Anodenkreis ja nur die Betriebsspannung für die
Anode herabsetzen soll, die NF-Wechselstromleistung aber auch weiterhin
voll dem Lautsprecher zu Gute kommen soll müssen wir parallel zum
Anodenwiderstand noch einen Kondensator mit 0,5 – 1F/100V schalten, der
den Anodenwechselstrom gut passieren läßt. Die Schaltung, die sich dadurch
ergibt ist im Bild 1 zu sehen.
Bild 2: Einzelteile für den Umbau
Am besten erfolgt der Umbau der 3B4 zur Verwendung als RES164 über
einen Sockeladapter, der gleichzeitig alle zusätzlichen Schaltelemente im
Adapter Platz finden sollen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, das an der
Schaltung des Radioapparates nichts verändert werden muss. Zu einem
späteren Zeitpunkt kann der 3B4-Ersatz wieder gegen einn Originalröhre
ausgetauscht und werden.
Folgende Einzelteile werden benötigt:
- 1 3B4 (DL98) Batteriepentode
- 2 Widerstände 4,7  / ¼W
- 1 Widerstand 3,9 k / 2W
- 1 Kondensator 0,5 – 1 F / 100V
- 1 Fassung für 3B4 (Miniatur)
- 1 Europasockel (5-Stift)
- 1 Stück Perinax 4 x 4 cm
  0,5 – 0,8 mm Dicke
- div. Kleinmaterial (Schaltdraht, Schrau
  ben, Muttern, etc.
Bild 2 zeigt alle notwendigen Einzelteile.
Bild 3: Beschaltung der 3B4-Fassung
Zunächst wird der Europasockel gesäubert und eventuell vorhandene Draht-
reste werden aus den Sockelstiften ausgelötet. Danach wird aus Pertinax die
Abdeckung für den Europasockel gefertigt. Diese Abdeckung dient gleich-
zeitig zur Aufnahme der Fassung für die 3B4. Das Pertinax wird zunächst
rund ausgesägt, und mit einer Mittelöffnung versehen. Danach werden noch
die Löcher für die Befestigung der Miniaturfassung gebohrt. Als nächster Ar-
beitsschritt erfolgt nun die Montage der Fassung in der Pertinaxabdeckung,
und das Anlöten der Bauelemente. Hierbei ist es sinnvoll die optimalste
Platzeinteilung auszuprobieren, bevor mit dem Löten begonnen wird. Die
Widerstände sind von der Größe her problemlos unterzubringen. Lediglich der
Kondensator benötigt mehr Platz. Mit ein biss-chen Geduld läßt sich aber eine
geeignete Bauform und –größe finden.
Zu beachten ist, dass auch die Miniaturfassung bzw. deren Lötfahnen Platz
einnehmen. Im Bild 3 ist die fertige Beschaltung zu sehen, wobei die Draht-
enden die in die Stifte des Europasockels geschoben werden Überlänge
besitzen. Vor dem Zusammenbau sind die einzelnen blanken Drähte noch mit
Bougierschlauch zu überziehen, um einen etwaigen Kurzschluss zu vermei-
den. Die Drähte werden nach dem Einlöten in den Sockel abgezwickt, und die
Sockelstifte mit Schleifpapier oder einer feinen Feile entgratet und gerundet.
Unser Zwischensockel ist fertig (Bild 4).

Bild 4: Fertiger Zwischensockel


Nun kann die 3B4 aufgesteckt werden, und unser Röhrenersatz findet nun
Platz im Apparat. Gerade im VE301 dyn fehlen immer wieder die RES164.
Wie in Bild 5 zu sehen ist, findet die 3B4 dort ganz bequem Platz – ein
Unterschied in der Empfindlichkeit der Rückkopplung, oder der Klangqualität
ist im direkten Vergleich mit einer guten Originalröhre nicht zu hören. Zu
guter Letzt darf natürlich nicht vergessen werden, den Restbrumm mittels des
Entbrummerpotentiometers wieder auf hörbares Minimum einzuregeln.
Bild 5: Die 3B4 mit Zwischenadapter im VE301

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der österreichischen


Sammlerzeitschrift. Information über die Zeitschrift
'RADIOBOTE' sowie die Bezugsquelle finden sich unter
folgendem Link:  Radiobote
 
RES164
Fin de las contribuciones al foro de válvula

[rmxtube-en]
  
rmXorg
 Acerca de Radiomuseum.org
 
 |
 
 Contactos
 
 |
 
 Prensa
 
 |
 
 Seguridad de datos
 
 |
 
 Copyright
 
 |
 
 Logos
 
 |
 
 Enviar a un amigo