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KÁLMÁN KÁLLAY

– Das Leben und Dienste des kirchenbauenden Professors –

Dr. Pótor Imre

3. DER WISSENSCHAFTLER

Kálmán Kállay hat erste mal in Pápa wissenschaftlicher Grad erworben. In 1920 hat
man ihn als theologischer Privatdozent an der Theologischen Akademie in Pápa habilitiert.
Sein Hauptforschungsgebiet ist die prophetischen Schriften. Von Leben und Buch von
Jeremias hat er seine Dissertation für Privatdozentwürde. Seine Probevorlesung hat er mit
dem Titel – von Verhältnissen der Gottesbegriffen von Propheten Ezekiel und Jeremias -
gehalten. Im Jahr 1922 hat er von Philosophie in Budapest an der Peter Pázmány
Universität Doktorexamen bestanden. Seine Dissertation hat er von östlichen Sprachen
geschrieben und er hat mit Ergebnis summa cum laude Rigorosum absolviert. Mit genauso
Ergebnis hat er im Jahr 1926 in an der Theologischen Universität in Debrecen Doktorwürde
beschaffen. In diesem Jahr hat man ihm auch in Debrecen zwei wissenschaftliche Arbeiten
ausgegeben mit Titeln: „Die Auffassung des Alten Testaments von Leben nach dem Tod“
und „Hebräische Profession und Berufen in Abschnitt Jesu“.

Als wissenschaftlicher Theologe ist er Anhänger des geschichtlichen Kritizismus.


/Dazu gehören besonders Kuenen und Chantapie de la Saussayas./ Kálmán Kállay ist
anerkannte Experte sowohl dem Alten Testament, als auch den hebräischen, aramischen
und arabischen Sprachen. Er ist ausgezeichneter Linguist. In seiner Geburtsstadt hat er
gleichzeitig die ungarische, deutsche und slowakische Sprache. In Holland hat er auf
holländisch, während seiner Fahrten in England auf englisch, aber in Bukarest auf
rumänisch und in Kórógy auf slowenisch erlernt. Mit seiner Begabtheit und Fleißigkeit - die
er Gott bekommen hat – hat er während seiner Studien auch die lateinische, hebräische
aramische und arabische Sprachen erkennt. Bis Ende seines Lebens hat er die hebräische
Sprache an der Theologischen Hochschule gelehrt, aber er hat jedem Jahr auch arabische
Kurse den interessierten Theologen vorgegeben. Als Schriftausleger hat er an Traditionen
der Schule von Wellhausen aufgebracht werden ist, aber ihm ist sowohl in seinen
exegetischen Vorlesungen, als auch in seinen Predigtdiensten immer mehr wichtiger
geworden, die aktualische Botschaft der Heiligen Schrift zu betonen.
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Neben den prophetischen Schriften ist es ihm die Lieblingsbeschäftigung die


Literatur von Psalmen gewesen. Von diesem Thema hat er seine meisten Vorlesungen
gehalten. Im Jahr 1941 hat er in Debrecen eigene Psalmübersetzungen als theologischer
Kurs ausgegeben. Ursprünglich hat er dazu auch Kommentar geplant. In allgemeinen ist es
für alle seine Schriften kennzeichnend: ausgebreitete Kenntnis seines Fachgebietes,
offenes Bekenntnis und bestimmte Verteidigung der individuellen Gesinnung und
Überzeugung und die Treue zu Glaubensbekenntnissen. Seine Schreiben sind dauerhaft in
ihren Erfolgen.
Als Sprachgelehrte war er richtunggebend in unserer Kirche. Im Jahr 1940 hat er
auf Ersuchen von László Ravasz ein Gutachten von hebräischen Theologie Henrik Róths
abgegeben. Nach seiner Arbeit hat ihm Bischof Ravasz geschrieben: „Du war zu mir
geneigt gewesen, daß du mir einen Krug der ergiebige Quelle deiner Wissenschaft
geschöpft und davon hast du mich degustieren lassen.“

In der ungarischen protestantischen Bibelübersetzung, die man nach dem zweiten


Weltkrieg angefangen ist, ist er vom Anfang, aus Liebe zur Sache und mit ausgezeichneter
Aktivität teilgenommen. Er war nicht nur ein Mitglied, sonder auch er war der Vorsitzende
der Altestestamentlichen Fachkommission der Ungarischer Bibelübersetzung. Die Arbeit
der Fachkommission hat er organisiert und leitete. Dies Arbeitsfeld hat er am liebsten
gemocht. Das war ihm majestätisch, daß sich in inhaltlichen und sprachlichen Teilen der
ursprünglichen Texte gewissenhaft vertiefen.

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