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KÁLMÁN KÁLLAY

– Das Leben und Dienste des kirchenbauenden Professors –

Dr. Pótor Imre

4. DER LEHRER UND DER PÄDAGOGE

Kálmán Kállay hat seine Kirche hingebungsvoll als Lehrer und Pädagoge gedient.
Vorher war er Religionslehrer, dann Referent an der Theologischen Hochschule, später
aber Vizelehrer und ordnungsgemäßer Hochschullehrer, danach als Professor an der
Universität. Seine Vorlesungen waren einleuchtend, deutlich, anziehend, bedächtig
gewesen und sie haben Aufbaukraft. Seine Studenten mögen ihn gern hören und haben für
ihn unbedingte Achtung und Respekt bezeugt. Auch Professor Kállay hat für sie
weitgehende Gutartigkeit und väterliche Fürsorge. Von ihnen sind mehrere, die heute
ausgezeichnete Wissenschaftler unserer Ungarischen Reformierten Kirche.

September 1920 bis 25. April 1921 war er Vizehochschullehrer an der


Theologischen Akademie in Pápa gewesen. Im Jahr 1923 hat ihn die
Pfarrerbildungsanstalt in der Reformierten Kollegium in Debrecen seinem Lehrer gewählt.
Diese Anstalt wurde nach Beschluß der Vollversammlung des Kirchendistriktes
gegründet. /Die Nummer dieser Beschließung ist: 189/1914/. An 31. Oktober 1914 ist die
Pfarrerbildungsanstalt mit 108 Theologen aufgeschlossen. Bis ihr Bestehen ist Kállay ihr
Lehrer gewesen. Ihre Direktoren sind meistens von Reihen der theologischen Professoren
der Universität drausgekommen. Als Direktor in der Pfarrerbildungsanstalt ist bis längste
Zeit Kállay amtiert. Diese Anstalt hat bis Jahr 1950 funktioniert, weil die Theologische
Fakultät dann von Staatlicher Universität ausgeschieden ist. Die Pfarrerbildungsanstalt ist
als kirchliche Hochschule, Theologische Akademie ihre Betätigung fortgesetzt.

Im Jahr 1928 wurde Kálmán Kállay Professor für Altestestament an der


Theologischen Fakultät der Universität Debrecen. An dieser Fakultät hat er vorher als
Professor, dann aber als Hochschullehrer, bis seinem Tod gearbeitet. An 18. Oktober.
1928 hat der Direktor Lajos Tóth an der Theologischen Akademie Pápa, in Versammlung
des Professorenkollegiums erklärt: „Auf Vorlage des Herrn Ministers für Religion und
Kultus ist der Herr Landpfleger, seine Durchlaucht D. Dr. Kálmán Kállay, ehemaliger
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Professor unserer Hochschule als öffentlicher, ordentlicher Professor an Fakultät der István
Tisza Universität Debrecen an Lehrstuhl für Altestestament eingesetzt.

Das Amtsblatt von Budapest hat in seinem amtlichen Strich mit Signalisation des
Landpflegers Miklós Horthy und des Ministers für Religion und Kultur Graf Kuno
Klebelsberg diese Ernennung kundgemacht. Dreimal war Kállay in dieser Hochwertigkeit
der Dekan von ihrer Fakultät und auf Schuljahr 1941/42 haben die alle Professoren der
Universität ihn für Rector Magnificatus gewählt. Kállay hat das große geistige Zentrum mit
europäischem Anschauungskreis geleitet.
Im Jahren 1914-1950 hat die Theologische Fakultät 20 Professoren. Sie sind nach
Reihe ihre Ernennung: József Erdős, Béla Sass, Gyula Ferenczy, Jenő Zoványi, Géza
Lencz, Ferenc Kiss, Benjámin Csáky, Zsigmond Varga, József Pokoly, Sándor Csikesz,
Kálmán Kállay, Károly Erdős, Imre Révész, Sándor Makkai, Béla Vasady, Sándor
Czeglédy, István Török, Béla Soós, Márton László Pákozdy und Endre Tóth.

Während seines Lehrerberufs hat sich Kállay fortlaufend der Ausbildung der
Theologen ganz zu eigen gegeben. Schon hat er im Jahr 1925 gedrungen, da die Zeit der
vierjährigen Ausbildung der Theologen auf fünf Jahre anheben. Seine Ansicht hat sich nur
nach anderthalb Jahrzehnte verwirklicht. Neben seinen Vorlesungen für Altestestament
und östliche Sprache hat Kállay in der Anfangszeit auch rhetorische Übungen gehalten.

Seine ausnehmende Sprachbegabung und seine Kenntnisse der verschiedenen


Fremdsprachen haben ihm ausgezeichnete Erfolge versichert. Als Fachreferent hat er
arabische Sprache den Anfängern gelehrt und für die Fortgeschrittene hat er wöchentlich
drei Stunden gehalten. Bis Ende seines Lebens hat er auch moderne Sprache, vorher die
Deutsch und Holländisch, später nur Holländisch unterrichtet.

Kálmán Kállay hat sich immer mit den Jungen mit Liebe beschäftigt. Die
Angelegenheit der Hochschulen, das Los des Kollegiums und die geistliche Werkstätte der
Universität liegt ihm an Herz. Im Jahr 1942, wann man ihn für Rector Magnificatus gewählt
hat, ein Kollege hat von ihm ausgesagt: „Das ist bestimmt, da er beide Hochschule unter
den heutigen wildbewegten Wellenfallen mit starker Hand, in Gott vertrauende und mit
Ausgeprägtheit nach Aufblühen leitet.“

Seine persönlichen Verbindungen mit seinen Studenten haben dieselbe friedliche,


geduldige, tiefergreifende und wirklich demütige Liebe bezeichnet, wie er sich unter seiner
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Familie und unter seinen Mitarbeiter herumgedreht. Sein Freund, Professor Zsigmond
Varga hat von ihm gesagt: „Wenige Leute können so beschämende aufmerksam sein, in
streitigen Sachen so versöhnlich sprechen und so treulicher Anhänglichkeit Freund,
Erzieher und Vater sein, als Kálmán Kállay ist.“

Auf Aufmerksamkeit zu seinen Mitarbeitern und Studenten ist es sein Vorschlag


exemplarisch, was der Protokollführer im Jahr 1954 im Protokoll der Theologischen
Fakultät verewigt wurde. Weil der Kantus des Kollegiums an dem Fest der Reformation in
der Kirche der Strae Kalvin an 31. Oktober ausgezeichnete Leistung ausgeführt hat,
später aber das hat wiedergeholt in der evangelischen Kirche des Platzes Deák, wo die
Budapester Protestanten allgemeines Reformationsfest gehalten, hat Kálmán Kállay den
folgenden Vorschlag gemacht: „Mein Anliegen ist, da dem Professor Dr. Zsigmond Varga,
der Aufsichtslehrer des Kantus ist, der die Gastvorstellung unseres Kantus mit
unermüdlicher Fleißigkeit organisiert und verwickelt hat und ihnen brillanter Erfolg
vorbereitet hat, ihm das Professorenkollegium unserer Hochschule protokollarisch
aufrichtiger Dank und die Anerkennung zu bezeigen. Gleichzeitig schlage ich vor, da dem
Chefdirigent von Kantus, Herrn Gyula Szigeti, der mit Anlernen und künstlicher Vorstellung
der Gesangstücke verdiente Anerkennung und Respekt unserem altväterlichen Kantus in
Debrecen, sagen unseres Professorenkollegiums aufrichtiges Dankeswort aus.