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KÁLMÁN KÁLLAY

- Das Leben und Dienste des kirchenbauenden Professors –

Dr. Pótor Imre

6. DIE JÜNGER

Endlich bekennen Briefteile, als die Zeugen der Vergangenheit davon, wie der
Kollege, der ehemalige Jünger, den Meister beachtet hat? Beziehungsweise wie erinnern
sich an seinen Professor die Studenten, die als Stipendiaten ihren Dank für die Meister
ausgesagt, der sie auf wissenschaftlichen Weg entsendet hat.

Der ehemalige Jünger und schon im Jahr 1950 der Dekan Endre Tóth hat im
Namen des Professorenkollegiums den Professor Kállay an seinem 60. Geburtstag
begrüßt. Darauf hat Kállay ihm brieflich geantwortet: „Das Halb meines Lebens ist in
dieser brüderlichen Gemeinschaft und in dem Arbeitskreis vergangen, wo ich auch heute
mit Gottes Gnade arbeiten darf. Während dieser langen Zeit hat mir Gott erlassen hat, daß
an der Reihe der Jahre einige von meinem herzlichen und ehemaligen Studenten heute
meine Kollegen, Mitarbeiter – und was davon viel mehr ist – auch meine herzinnigliche,
aufrichtige Freude wurden sind. Dazwischen darf ich Gott sein Dank auch Deine
Hochwürden einstufen, davon ich als Eintausch für meine, auch ich immer nur
Verständigkeit, Gütlichkeit und Bruderliebe bekommen habe. Ich habe dazu Möglichkeit,
die letzte Jahrzehnten von den Protokollen der Professorenversammlungen zu studieren.
Das darf ich einmütig aussagen: Solche und so ähnliche Einzelteile in den Protokollen
ernst wenig man auffinden darf, welche so tiefe von Menschheit, Nächstenliebe und
Respekt bekennen.

Franz Tamás, der Stipendiat in Elberfeld gewesen war, im Jahr 1936 hat in seinem
Brief Seinen Dank so ausgesagt hat: „Fünf Jahre sind von Gottes Gnade ausreichende
Zeit, daß man Strahlung der echten, christlichen der Nächstenliebe anspüren kann. Vom
Herz des Herrn Professors haben immer viel Studenten bekommen, aber ich bin noch viel
mehr dankbar, weil ich davon sehr viel bekommen habe. An den Beispielen des Herrn
Professors möchte auch ich später handeln dort, wohin mich die Gnade Gottes setzt.“
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Von Aberdeen im Jahr 1933 hat Paul Farkas an seinen Professor über seinem
Leben und wissenschaftlichen Erfolgen brieflich berichtet. Farkas hat nach zwei jährlichen
Arbeiten theologisches Doktorat angeschafft. Vor Heimkehr hat er seinem Professor
geschrieben: „Es wäre jetzt mir so gut, zu Herrn Professor einzugehen, an der Schwelle zu
stehen uns zu zeigen, daß die Nächstenliebe nicht an einen verlorenen Sohn gefunden ist.
Aber ich kann mich ihnen nur in diesem Brief für die Aschenpogatsche als Proviant
bedanken. Der alte Student beugt seinen den Kopf hinab.“ Dann hat er auch derselbe
gemacht, wann an 18 Juli 1959 auf Ansuchen der Familie über dem Sarg seinem
geliebten, hochschätzbaren Professor der ehemalige Student das Evangelium der
Zusprache und Auferstehung nach dem Psalm 103 predigt hat.“

Das Dokument der Nächstenliebe und Respekt der Studenten ist das
Grußschreiben, als wohlbehütetes Erinnerungsstück der Familie Kállay, was der Professor
an seinem Namenstag von seiner Jüngerschaft bekommen hat: „Sehr geehrter Herr
Professor! Lassen Sie uns bitten, daß die ganze theologische Jugend brieflich unsere
Glückwünsche auszusagen dürfen. Den Gottessegen wünschen wir auf Leben und Arbeit
unseres Herrn Professors. Das unerschöpfliche Gottessegen läßt es Ihnen, daß Herr
Professor noch jahrelang auf Aufkommen unserer Kirche und auf Ruhm Gottes ihre
opfervolle, erziehende Arbeit auf den Gewinn der erwachsenen Nachwüchse der
Theologen verwirklichen können.“

Vásárosnamény, 26. 01. 2004. /Dr. Imre Pótor/