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Grundlagen BRU

(z. B. Bücher lesen oder Musikkonzerte hören). Lu Branche, Bezeichnung für einen Wirtschaftsbe
xusbedürfnisse müssen nicht unbedingt befriedigt reich oder Wirtschaftszweig (siehe dort) wie die Me
werden, sie verbessern jedoch die Lebensqualität tallindustrie, das Baugewerbe oder die Banken und
und erhöhen das soziale Ansehen (z. B. ein exklusi Versicherungen.
ves Auto fahren, eine teure Armbanduhr tragen).
Nach der Art der Befriedigung lassen sich Indivi brutto, Bezeichnung für eine Gesamtheit vor oder
dual und Kollektivbedürfnisse unterscheiden. Indi ohne Abzug anderer Größen im Gegensatz zu netto.
vidualbedürfnisse sind Bedürfnisse des einzelnen So sind beim Bruttoeinkommen aus unselbstständi
Menschen, die er für sich selber befriedigen kann, ger Arbeit weder Lohnsteuer noch Sozialversiche
wie Trinken oder Lesen. Kollektivbedürfnisse sind rungsbeiträge abgezogen, beim Bruttosozialpro
Notwendigkeiten oder Wunschvorstellungen, die dukt noch sämtliche Steuern und volkswirtschaftli
von vielen Menschen empfunden werden, z. B. Um chen Abschreibungen enthalten. Beim Einkaufen
weltschutz oder innere Sicherheit. enthält der Rechnungsbetrag brutto auch die Um
satzsteuer.
Bergbau, die Gesamtheit aller Unternehmen zur
Aufsuchung und Gewinnung von Bodenschätzen
Bruttoinlandsprodukt, Abk. BIP, Wert aller Gü
wie Steinkohle, Braunkohle, Torf, Erdöl, Erdgas,
ter und Dienstleistungen, die in einem Jahr inner
Erze aller Metalle, Kali und Steinsalz, Edelsteine halb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft er
sowie Steine und Erden aller Art (Gewinnungsberg wirtschaftet werden. Das BIP Deutschlands enthält
bau), daneben heute auch zur Wiedernutzbarma auch die Leistungen der Ausländer, die innerhalb
chung und Verwahrung stillgelegter Bergbauanla unseres Landes arbeiten, während die Leistungen
gen (Sanierungsbergbau) und zur umweltverträgli
der Inländer, die im Ausland arbeiten, nicht berück
chen Verbringung (Deponie, Endlagerung) von
sichtigt werden. Inzwischen wird in der Wirtschafts
Reststoffen und Abfällen (Entsorgungsbergbau).
statistik eher das BIP und nicht mehr das Bruttoso
Der Wirtschaftsbereich Bergbau zählt zur Urpro
zialprodukt oder Sozialprodukt (siehe dort) herange
duktion und in der Wirtschaftsstatistik zum produ zogen, um sich ein Bild über den Wohlstand eines
zierenden Gewerbe (siehe dort). Landes und die Leistungsfähigkeit einer Volkswirt
Beschäftigtenstatistik, Statistik aller sozialversi schaft zu machen. Wie beim Bruttosozialprodukt
cherungspflichtig Beschäftigten zur Beurteilung ak (siehe dort) wird ein nominales und ein reales In
tueller Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. landsprodukt berechnet.
Bei der Ermittlung des BIP wird zwischen Entste
Betriebswirtschaftslehre, siehe Kapitel 7. hungs , Verteilungs und Verwendungsrechnung un
BIP, Abkürzung für Bruttoinlandsprodukt (siehe terschieden. Bei der Entstehungsrechnung wird das
dort). BIP in den Wirtschaftsbereichen seiner Entstehung
(z. B. Land und Forstwirtschaft, produzierendes
BNE, Abkürzung für Bruttonationaleinkommen Gewerbe, Handel, Gastgewerbe und Verkehr, öf
(siehe Bruttosozialprodukt). fentliche und private Dienstleister) gemessen. Aus
gangspunkt dabei ist die Wertschöpfung (siehe dort)
Boden, ursprünglicher (originärer), nicht ver
mehrbarer Produktionsfaktor. Im Rahmen der Pro der Wirtschaftsbereiche. Die Verwendungsrech
duktion wird Boden als Standort des Betriebes, zum nung ermittelt das BIP als Summe aus privatem und
Abbau von Bodenschätzen (Rohstoffquelle) und staatlichem Konsum (Konsumausgaben der priva
ten Haushalte und der privaten Organisationen oh
auch als land und forstwirtschaftliche Nutzfläche
ne Erwerbszweck sowie Staatsverbrauch), Investi
betrachtet.
tionen und Außenbeitrag. Bei der Verteilungsrech
Bodeneinkommen, Bodenrente, Grundrente, nung wird das BIP aus der Summe der Lohn und
Entschädigung für die Nutzung des Bodens in Form Gehaltseinkommen der Arbeitnehmer, der Unter
eines Kaufpreises, eines Pachtzinses oder einer Er nehmensgewinne und der Vermögenserträge in der
tragsbeteiligung, z. B. bei landwirtschaftlicher Bear Volkswirtschaft berechnet. Ausgangspunkt ist dabei
beitung. Das Bodeneinkommen ist abhängig von meist das Volkseinkommen (siehe dort) – Grafik
der Qualität und der Lage des Bodens. S. 14.

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