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BRU Kapitel 1

Bruttoinvestitionen, Begriff der volkswirtschaftli Bruttoinlandsprodukt misst demgegenüber die wirt


chen Gesamtrechnung, der den Wertzuwachs an schaftliche Leistung eines Landes von der Produkti
Sachgütern wie Ausrüstungen, Bauwerken oder La onsseite her und wird in der Wirtschaftsstatistik in
gerbeständen in der Volkswirtschaft während einer zwischen bevorzugt verwendet.
bestimmten Zeitspanne angibt. Bruttoinvestitionen Unterschieden wird zwischen nominalem und rea
setzen sich aus Anlageinvestitionen (siehe dort) und lem Bruttosozialprodukt. Beim nominalen BSP sind
Vorratsinvestitionen (siehe dort) zusammen. Zieht alle produzierten Güter und Dienstleistungen mit
man von den Bruttoinvestitionen der Volkswirt den Preisen des Erstellungsjahres (d. h. zu laufen
schaft die Abnutzung (Abschreibungen) ab, erhält den Preisen) bewertet. Beim realen BSP liegen da
man die Nettoinvestitionen. gegen Preise eines bestimmten Basisjahres (d. h.
konstante Preise) der Berechnung zugrunde; die In
Bruttosozialprodukt, Abk. BSP, die Summe aller flationsrate ist herausgerechnet. Die Berechnungs
Güter und Dienstleistungen in der jeweiligen Lan art des realen BSP bewirkt, dass Erhöhungen des
deswährung (z. B. oder US $), die in einer Volks Bruttosozialproduktes, die auf Preissteigerungen
wirtschaft innerhalb eines Jahres hergestellt bzw. zurückgehen, unberücksichtigt bleiben (Preisberei
bereitgestellt werden. Bei der Berechnung des BSP nigung).
wird vom Bruttoinlandsprodukt (siehe dort) ausge
gangen. Von diesem werden diejenigen Erwerbs BSP, Abkürzung für Bruttosozialprodukt (siehe
und Vermögenseinkommen abgezogen, die an das dort).
Ausland geflossen sind, und diejenigen Einkommen ceterisparibus, siehe ökonomisches Modell.
hinzugefügt, die von Inländern aus dem Ausland be
zogen worden sind. Das BSP stellt somit eher auf dezentrale Wirtschaftsplanung, grundlegendes
Einkommensgrößen ab und wird in der volkswirt Element einer marktwirtschaftlichen Wirtschafts
schaftlichen Gesamtrechnung neuerdings auch als ordnung, das allen Wirtschaftsteilnehmern die Frei
Bruttonationaleinkommen (BNE) bezeichnet. Das heit lässt, eigene, individuelle Wirtschaftspläne auf

BR UTTOINLANDSPRODUKT

Entstehung Verwendung Verteilung

Land-, Forstwirt- 1475,2 Konsumausgaben 1319,9 Arbeitnehmerentgelt


schaft, Fischerei der privaten 67,2%
1,0% Haushalte und Volksein-
privaten kommen
Organisationen 1964,3
Produzierendes Unternehmens- Mrd. €
Gewerbe 25,6% ohne Erwerbszweck 644,4 und Vermögens-
57,4% einkommen 32,8%
Baugewerbe
4,4%
Bruttowert- Brutto- Konsumausgaben Brutto-
501,8 des Staates 19,5% Brutto-
schöpfung Handel, Gastro- inlands- inlands- Produktions und Im-
nomie und Verkehr produkt produkt 264,6 portabgaben abzüg- sozialprodukt
2296,8
15,2% 2570,0 2570,0 lich Subventionen (Bruttonational-
Mrd. €
Mrd. € Mrd. € einkommen)
2609,9 Mrd. €
Finanzierung,
Vermietung,
Unternehmens- 459,5 Investitionen 17,9% 381,0 Abschreibungen
dienstleister
31,3%

öffentliche und Saldo der Primär-


private Dienst- 133,5 Außenbeitrag 5,2% einkommen aus
leister 22,5% (Export- Import) –39,9 der übrigen Welt

Gütersteuern ab-
züglich Gütersub-
ventionen
273,2 Mrd. € Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 2011.

Bruttoinlandsprodukt. Entstehung, Verwendung und Verteilung des BIP in Deutschland (Angaben in Mrd. )

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