Sie sind auf Seite 1von 1

Die wichtigsten journalistischen Textsorten

1.) Die Nachricht: und Hintergrundinformationen werden


Eine Nachricht fasst ein neues und aktuelles gemischt.
Ereignis knapp zusammen. Sie beantwortet 6.) Das Interview
am Anfang die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Interviews sind ein wichtiges
Wo? Wie? Warum? Woher? Der Aufbau ist Recherchematerial im Journalismus.
hierarchisch, d.h. das Wichtigste steht direkt Interviews werden oft auch in Frage-
am Anfang des Artikels. Sie will in erster Linie Antwortform gedruckt. Üblicherweise gibt
informieren und soll daher für alle verständlich der/die Interviewte vor dem Druck sein/ihr
und immer objektiv sein. Sie ist meist nicht Einverständnis. Es gibt personenbezogene
länger als 20 Zeilen. Interviews, die den Menschen in den
2.) Der Bericht Mittelpunkt rücken, Sachinterviews, in denen
Ein Bericht ist länger und detaillierter als eine ein Thema mit einer Expertin/einem Experten
Nachricht. Für ihn gilt dasselbe wie für eine besprochen wird und Meinungsinterviews, in
Nachricht, d.h. er soll verständlich, denen Ansichten des Interviewpartners/ der
hierarchisch aufgebaut und objektiv sein und Interviewpartnerin im Fokus stehen.
die W-Fragen beantworten. Er enthält 7.) Die Glosse
manchmal auch Zitate und Eine Glosse ist wie der Kommentar eine
Hintergrundinformationen. journalistische Darstellungsform der
3.) Die Reportage Meinungsäußerung. Sie wirkt entspannt und
ReporterInnen befinden sich vor Ort und humorvoll und ist oft auch leicht zu lesen.
schildern ihre Erlebnisse: Sie berichten, was Trotzdem muss die Schreiberin/der Schreiber
sie mit ihren eigenen Sinnen wahrgenommen über große Sachkenntnis und ein gutes
haben. Eine Reportage ist also subjektiv Ausdrucksvermögen verfügen. Denn die
gefärbt, oft auch in Ich-Form verfasst. Die Glosse unterscheidet sich vom Kommentar
Leser/innen erleben das Ereignis aus der Sicht nicht so sehr durch ihr Thema als durch ihre
des Reporters/der Reporterin. Oft wird das sprachliche Form. Hier wird kämpferisch oder
Präsens verwendet, diese Zeitform gibt am satirisch eine aktuelle Nachricht aufs Korn
ehesten ein „live-feeling“ wieder. Eine genommen. Die Sprache ist elegant und
Reportage ergänzt einen Bericht, hat aber zeichnet sich durch überraschende Pointen
keinen so hohen Informationswert. aus. Das beliebteste Stilmittel der Glosse ist
4.) Das Feature die Ironie.
Eine Einleitung beschreibt eine Szene 8.) Der Kommentar
lebendig, erst dann folgen Gibt die subjektive Meinung einer
Hintergrundinformationen. Ein allgemeines Autorin/eines Autors, die/der mit
Thema wird anhand eines Einzelfalls ihrem/seinem Namen zeichnet, über ein
verdeutlicht. Ein Feature hat einen bestimmtes Thema wieder. Die
Spannungsbogen, das Wichtigste steht nicht Schreiberin/Der Schreiber will die LeserInnen
unbedingt zuerst. Wie die Reportage ist ein von ihrer/seiner Meinung überzeugen. Der
Feature eher subjektiv, die Beobachtungen Leitartikel ist eine Sonderform des
des Autoren/der Autorin fließen in den Text Kommentars, er ist länger und muss sich nicht
ein. Durch eine Mischung aus Fakten und unbedingt auf ein tagesaktuelles Thema
Szenen wirkt ein Feature lebendig. Das beziehen. Eine weitere Sonderform des
Feature ist eher als Unterhaltung denn als Kommentars ist der Pro- und Kontra-
Information gedacht. Kommentar, in dem zwei unterschiedliche
5.) Das Porträt Meinungen zu ein und demselben Thema
vertreten werden.
Im Mittelpunkt eines Porträts steht eine
Person oder eine Institution bzw. ein
Unternehmen. Zitate aus Interviews mit
der/dem Porträtierten bzw. mit Vertretern
einer Einrichtung oder eines Unternehmens