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Geschäftsordnung des Koordinierungsrates

1. Der Koordinierungsrat ist das einheitliche Vertretungsorgan des belarusischen Volkes. Die
Gründung des Rates wurde von Swiatlana Tsichanouskaya initiiert. Ziel des Rates ist es, den
Prozess zur Lösung der politischen Krise zu organisieren und den sozialen Zusammenhalt zu
gewährleisten sowie die Souveränität und Unabhängigkeit der Republik Belarus zu schützen. Der
Rat arbeitet im Einklang mit den Grundprinzipien der Verfassung der Republik Belarus. Der Rat
zielt nicht darauf ab, die Staatsmacht auf verfassungswidrige Weise an sich zu reißen, noch fordert
er dazu auf, Aktionen zu organisieren und vorzubereiten, die die öffentliche Ordnung stören.
2. Die Mitglieder des Rates erkennen an, dass während des Wahlkampfes und der Auszählung
der Stimmen unannehmbare Verstöße begangen wurden. Sie erkennen die offiziell bekannt
gegebenen Wahlergebnisse nicht an, betrachten die gewalttätigen Aktionen der Vollzugsbeamten als
kriminell und treten für die Freilassung der politischen Gefangenen ein.
3. Die Mitglieder des Rates sind bereit, die unmissverständliche Position der Zivilgesellschaft zu
den Ereignissen in Belarus zum Ausdruck zu bringen.
4. Frau Kavalkova und Herr Znak (Kernmitglieder des Koordinierungsrates) nehmen im Namen
von Sviatlana Tsikhanouskaya Anträge auf Mitgliedschaft im Koordinierungsrat entgegen und
führen eine erste Prüfung durch. Anträge von Mitgliedern des erweiterten Koordinierungsrates, die
Kernmitglieder des Rates werden möchten, werden anschließend von Computersystemen bearbeitet.
Solche Systeme stellen sicher, dass Kandidaten aus dem erweiterten Koordinierungsrat, die
zuverlässige Informationen über sich selbst liefern und/oder zu den im Rat unterrepräsentierten
gesellschaftlichen Gruppen gehören, durch Abstimmung oder durch Zufallsziehung ausgewählt
werden können. Eine große Zahl von Wählern kann an dem Auswahlverfahren teilnehmen. Auch die
Aufnahme in die Kernmitgliedschaft ist auf Beschluss des Rates möglich.
5. Die Kernmitgliedschaft des Koordinierungsrates umfasst 110 Personen. Weitere Bewerber
treten dem erweiterten Koordinierungsrat bei. Die Kernmitgliedschaft des Rates muss so gestaltet
werden, dass sie prominente Belarusen umfasst, die von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen
respektiert werden.
6. Alle Mitglieder des Rates sind belarusische Staatsbürger und bereit, nach Minsk zu kommen,
um an seinen Sitzungen teilzunehmen. Unter der Voraussetzung, dass es eine gültige
Entschuldigung gibt, ist es den Kernmitgliedern des Rates und des Vorstands gestattet, an Sitzungen
aus der Ferne teilzunehmen. Allerdings müssen die Mitglieder während dieser Sitzungen in Belarus
anwesend sein.
7. Mitglieder des Vorstands werden aus den Reihen der Kernmitglieder des Koordinierungsrats
gewählt. Jedes Kernmitglied des Koordinierungsrates nominiert 7 Kandidaten für den Vorstand.
Dem Vorstand gehören diejenigen Nominierten an, die die meisten Stimmen erhalten.
8. Die Wiederwahl des Vorstands und Änderungen der Geschäftsordnung werden durch
Mehrheitsbeschluss beschlossen, wofür die Unterstützung der Ratsmitglieder unter ¾ erforderlich
ist. Der Rat kann beschließen, seine Mitgliedschaft zu beenden, wenn ein Mitglied sich nicht an die
festgelegten operativen Grundsätze hält, gegen die Geschäftsordnung verstößt oder Handlungen
begeht, die den Rat in Misskredit bringen.
9. Der Rat und der Vorstand treffen Entscheidungen mit einfacher Mehrheit auf der Grundlage
der Gesamtmitgliederzahl. Die Vorstandsmitglieder stimmen für die Annahme aller Entscheidungen
des Rates. Wenn der Vorstand keine Entscheidung treffen kann (einschließlich der Fälle, in denen
Vorstandsmitglieder verhaftet werden oder sich im Ausland befinden), werden die Entscheidungen
unverzüglich durch Abstimmung auf dem offiziellen Weg des Rates getroffen. Ratsmitglieder können
nach Beratungen (mindestens 4 Stunden) im offiziellen Kanal über Beschlussentwürfe abstimmen.
Die Beschlussentwürfe müssen ausreichende Informationen enthalten und so abgefasst sein, dass
eine Entscheidungsfindung möglich ist. Sie dürfen der Geschäftsordnung und der Entschließung
des Rates nicht widersprechen. Über Beschlussentwürfe wird innerhalb von 24 Stunden
abgestimmt. Der Beschluss gilt als angenommen, wenn über 50% der Kernmitglieder (diejenigen,
die nicht inhaftiert sind und sich in Belarus befinden) ihre Stimme abgegeben haben. Der Rat bildet
für verschiedene Arbeitsbereiche Arbeitsgruppen, denen die Kernmitglieder des Rates sowie
eingeladene Experten und Fachleute angehören.
10. Dem erweiterten Koordinierungsrat gehören alle Bürger der Republik Belarus an, die
Anträge eingereicht haben und den allgemeinen Grundsätzen des Rates folgen. Sie arbeiten über
virtuelle Plattformen, um Entwürfe für Dokumente und Beschlüsse des Koordinierungsrates
vorzubereiten und Ideen für die künftige Arbeit zu generieren. Experten, Fachleute, Freiwillige und
belarusische Bürger, auch im Ausland, können über diese virtuellen Plattformen an den Aktivitäten
der Arbeitsgruppen teilnehmen. Diese Personen sollten bereit sein, dem Rat und seinen
Arbeitsgruppen zu helfen und ihre Initiativen zu unterstützen.
11. Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen, prominente Belarusen, die derzeit nicht nach
Belarus reisen können, und andere Personen können eingeladen werden, als Beobachter des Rates
zu dienen. Beobachter haben das Recht, an Sitzungen teilzunehmen und/oder einige der Unterlagen
des Rates einzusehen.

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