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Deutschsprachige

Anleitung für den


EMC NetWorker®
am Beispiel des

NetWorker® 7.5 für UNIX/Linux und Windows

Teil 1 - Grundlagen

Applikation, Verkauf und Service


für Computerperipherie

Carsten Reinfeld, Dipl.-Ing. (FH)

Am Hang 4
D-85235 Sittenbach
Tel. +49 (0)8134/99 112
Fax +49 (0)8134/99 113
E-Mail carsten_reinfeld@avus-cr.de
Web www.avus-cr.de

Version 7.5 - März 2009


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EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Vorwort
Sicherheit hat ihren Preis - dies gilt auch und besonders für die Datensicherung.
Aus diesem Grund werden immer mehr historisch gewachsene Insellösungen
abgeschafft und durch umfassende Sicherungheitskonzepte ersetzt. Dies
geschieht zum Teil sogar durch Outsourcing.

Allerdings werden die IT-Verantwortlichen in den Unternehmen laufend neu


gefordert, denn die Kurzlebigkeit der Hardware, die wachsende Festplatten-
kapazität und vor allem die damit verbundene Explosion der zu sichernden
Datenmengen stellen sie vor immer neue Aufgaben.

Hierbei sind die Investitionskosten das geringere Übel - große IT-Dienstleister,


wie zum Beispiel die Gartner Group, haben herausgefunden, daß für jeden
Euro, der hierfür investiert wird, weitere sechs für die Verwaltung, vor allem
für die Personalkosten, ausgegeben werden müssen.

Neben den Kosten ist die Zeit der weitere entscheidende Aspekt für die
Anschaffung und den Betrieb einer solchen umfassenden Sicherungslösung.
Machen wir uns nichts vor - die Wunschvorstellung für eine Datensicherungs-
lösung sieht allgemein so aus:

- Sicherungszeit möglichst gering


- Wiederherstellungszeit nach Möglichkeit noch kürzer
- Verwaltungszeit nur wenn unbedingt nötig

Es gibt also einen Anforderungenskatalog, der im Kern ungefähr so aussieht:

• Die Sicherungslösung muß netzwerkfähig sein.


In Netzwerken lassen sich teure Peripheriegeräte gemeinsam
besser nutzen. Da die Kosten hierdurch breiter verteilt werden
können, läßt sich die Anschaffung einer umfassenden Lösung
leichter begründen und rechtfertigen.

• Die Kopplung verschiedener Rechner- und Betriebssysteme


ist zwingend erforderlich.
Nicht alle Anwendungen stehen auf den firmenstrategischen
Plattformen zur Verfügung - dies ändert aber nichts an der
Tatsache, daß auch sie gesichert werden müssen.

• Die Software darf die Hardware nicht ausbremsen.


Nur auf diese Wiese können sich beide Produkte sinnvoll
ergänzen.

• Der Zugriff auf große Datenbanken muß auch während der


Sicherung gewährleistet sein.
Überall werden heute Datenbanken eingesetzt. Besonders im
Dienstleistungsgewerbe, wo die Anbieter immer mehr rund um
die Uhr tätig sein müssen, ist der Zugriff auf diese Daten von
entscheidender Bedeutung und muß jederzeit gewährleistet
sein.

Zum Glück verfügen fast alle modernen Datenbanken über


Mechanismen, die die on-line Sicherung und Wiederherstellung
ermöglichen. Ein intelligentes Datensicherungssystem muß
diese Schnittstellen unterstützen können.

Vorwort Seite iii


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

• Cluster-Rechner müssen als Clients unterstützt werden.


Die Software muß also so intelligent sein, daß sie mit virtuellen
Rechnern und Dateisystemen umgehen kann.

• Auch das Sicherungssystem selbst muß ausfallsicher sein.


Die interne Struktur der Software muß also in der Lage sein, im
Fehlerfall die problemlose Migration auf einen anderen Rechner
zu erlauben. Dies läßt sich mit speziellen Lösungsansätzen für
Cluster erreichen.

• Das System muß skalierbar sein.


Auf diese Weise ist müssen Sie nicht gleich 'mit Kanonen auf
Spatzen schießen', sondern Sie können Ihre Lösung Ihrem
aktuellen Bedarf anpassen. Dies ist auch unter betriebswirt-
schaftlichen Gründen wichtig, denn eine Erweiterung läßt
sich oft viel leichter genehmigen als ein völlig neues System.

• Die Einrichtung und Verwaltung in kleineren Netzwerken darf


nach Möglichkeit keinen besonderen Spezialisten erfordern.
Nur in größeren Unternehmen ist heute noch besonderes IT-
Personal zu finden - eine Sicherungslösung muß deshalb leicht
verständlich, einfach zu installieren und zu warten, aber auch
leistungsfähig sein.

Vor ca. 20 Jahren bot die kleine Firma Legato erstmalig den Legato
NetWorker® an, ein Client/Server Progamm zur automatischen, intelligenten
und schnellen Datensicherung und deren Wiederherstellung. Die Software
ist für unterschiedliche Rechner- und Betriebssysteme erhältlich und
ermöglicht so, ein umfassendes Datensicherungskonzept in heterogenen
Netzwerken zu realisieren. Mit ihr macht sich auch die Anschaffung großer
und teurer Hardware für die Datensicherung, wie zum Beispiel der Einsatz
eines Silos bezahlt, denn mit dem NetWorker® steht Ihnen eine umfassende
Lösung zur Datensicherung (fast) aller Rechner im Netzwerk zur Verfügung.

Der NetWorker® wurde so erweitert, daß das Programm auch den heutigen
Anforderungen nach Hochverfügbarkeits-Lösungen und der Unterstützung
der SAN/NAS Technologie gerecht wird. Das umfassende Lösungskonzept
war wohl auch der Grund dafür, daß die EMC2 Corporation Legato 2003
erwarb. Der Produktname selbst hat sich nicht geändert, der Firmenname
Legato ist heute jedoch bei der EMC so gut wie verschwunden. Deshalb
finde ich es umso bemerkennswerter, daß er sich bei den Kunden erhalten
hat. Sogar Neukunden sagen oft ' I use Legato' anstatt 'I use NetWorker'.

Der NetWorker® wird fortlaufend weiterentwickelt, um den ständig neuen


Anforderungen der Anwender gerecht zu werden. Besonders in den letzten
Jahren hat das Produkt, vor allem auch durch die Integration mit anderen EMC
Lösungen, einen Funktionsumfang erfahren, der es dem Systemverwalter
schwer macht, das klar strukturierte Konzept der NetWorker® Produktpalette
zu durchschauen und zu verfolgen.

In diesem Handbuch kann lediglich die grundlegende Funktionalität des


NetWorker® erklärt werden. Jedoch ist die detaillierte Erklärung des EMC
NetWorker® wichtig, wollen Sie als Systemverwalter oder als Anwender den
generellen Bezug zu den NetWorker® Lösungen finden und sie verstehen.
Aus diesem Grund möchte ich mich in diesem Handbuch auch ausschließlich
auf den intensiven Umgang mit dem EMC NetWorker®, dem Grundmodul,
beschränken.

Seite iv Vorwort
EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Über dieses Buch


Am Anfang war mein eigenes Unwissen. Als ich 1994 erstmals mit dem
NetWorker® in Kontakt kam, hatte ich doch einige Schwierigkeiten, ihn zu
verstehen. Ich denke, daß die hauptsächliche Ursache darin lag, daß ich bis
dahin 13 Jahre lang fast ausschließlich mit der Hardware zu tun hatte; von
Festplatten über SCSI Controller und Bandlaufwerke bis hin zu optischen
Plattenlaufwerken und Jukeboxen habe ich alles im Detail kennengelernt,
technisch unterstützt und oft sogar selbst repariert, zum überwiegenden Teil
direkt beim Hersteller.

Allerdings hatte ich während der ganzen Zeit noch zwei weitere 'Hobbies' -
ich schrieb gern und ich teilte mein Wissen auch gerne anderen mit. Fast
fünf Jahre war ich auf diesem Gebiet erfolgreich selbsständig tätig - ich
übersetzte amerikanische Software und Computer-Literatur oder erstellte
deutsche Handbücher für ein 'Stück' Hardware, die mir ein Kunde auf den
Tisch legte - so entstand die 'Firma' AVUS. Ich verband also das Angenehme
mit dem Nützlichen, bis mich einer dieser Aufträge schließlich wieder in ein
festes Anstellungsverhältnis zurückführte - meine Erfahrung im Support war
wieder gefragt.

Bei Legato schließlich erarbeitete ich mir die verschiedenen Details der
NetWorker® Software und hielt, wie üblich, meine Erkenntnisse in Wort und
Bild fest. Und weil ich der festen Überzeugung bin, daß deutsche Kunden
immer noch Dokumentation in ihrer Muttersprache bevorzugen - ich selbst
schließe mich davon nicht aus - fasse ich meine Erkenntnisse fast immer so
zusammen, daß die Dokumente von jedem gleichsprachigen Anwender
benutzt werden können. Bei der EMC2|Legato machte ich diese Dokumente
der Allgemeinheit über die German Support Page zugänglich; sie ist heute
leider nicht mehr über das EMC Websystem erreichbar.

Für den NetWorker® erreichte die Menge der einzelnen Dokumente


schließlich einen Umfang, den ich für die Windows Software in einer
Kurzbeschreibung zusammengefaßt habe. Der erste Schritt zu diesem
Buch war getan - ich denke es waren damals 80 Seiten. Mit meiner
wachsenden Erfahrung und dem inzwischen erworbenen Hintergrundwissen
nahm der Umfang immer weiter zu.

Schließlich fragte mich Legato, ob ich nicht Lust hätte, ein umfangreicheres
deutsches Handbuch zu entwickeln - es wurde fast 400 Seiten stark. Kurz
vor seiner Fertigstellung machte das Management einen Rückzieher, so
daß ich vor der Wahl stand, das Buch entweder zu vernichten oder es selbst
zu verkaufen. Ich entschied mich für letzteres - dies war ich auch meiner
Familie schuldig, die ich hierfür sehr vernachlässigt hatte. Seit dieser Zeit
habe ich, sofern es meine Freizeit als Trainer zuließ, meine technischen
Tips und Bücher ständig angepaßt und erweitert.

Durch dieses Buch profitieren Sie vor allem von meiner Erfahrung, denn
viele Details, die hier beschrieben sind, finden Sie nirgendwo sonst in der
NetWorker Literatur. Trotzdem bin ich nicht so vermessen, das Werk als
allumfassend anzupreisen - dafür ist die Software einfach zu umfangreich.

Mein Ziel mit diesem Buch ist, Ihnen den NetWorker® so zu


vermitteln, daß Sie ihn verstehen. Es ist aber kein Ersatz für
die Erfahrung, die Sie selbst erst über die Zeit und durch
den ständigen Umgang mit der Software sammeln müssen.

Über dieses Buch Seite v


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Waren die ersten Ausgaben noch so geschrieben, daß Sie detailliert durch
jedes einzelne Bild geführt wurden, habe ich den Inhalt mit der Version 5.7
entscheidend erweitert. Zwar ist das Buch immer noch eine genaue Anleitung,
jetzt aber erklärt es Ihnen auch, wie und warum das Programm so und nicht
anders funktioniert.

Mit der Version 6.0 hatte ich das Buch erstmalig in zwei Bände aufgeteilt, die
alle NetWorker Systemverwalter und Operatoren ansprechen sollten:

• Der erste Teil war eine Einführung und befaßte sich mit
den grundlegenden Schritten zur Einrichtung und Bedienung des
Systems. Er richtete sich vor allem an die NetWorker Neulinge.

• Der zweite Teil beschrieb wichtige Details und war vor allem
für den fortgeschrittenen Anwender gedacht.

Hierbei mußte ich diese Bücher doppelt ausführen, denn als 'visueller'
Mensch und integriere ich nach Möglichkeit gerne Abbildungen der grafischen
Verwaltungsoberflächen. Dies hilft vor allem Ihnen, denn so ist ein schneller
Zugang in ein bestimmtes Thema möglich. Leider gab es für den NetWorker
für Windows und den für UNIX/Linux grundsätzlich verschiedene grafische
Oberflächen.

Ich habe zwar immer erklärt, daß der NetWorker unter jedem Betriebssystem
quasi gleich arbeitet und sich die Betriebssystem-spezifischen Unterschiede
eigentlich nur auf diese Punkte beziehen:

• Die Installation

• Die genauen Pfadangaben

• Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) für den NetWorker®


Administrator (die UNIX/Linux Version war älter und längst nicht so
flexibel)

Trotzdem hatte ich mich, vor allem wegen der unterschiedlichen GUI, dazu
entschieden, Betriebssystem-spezifische Ausgaben zu erstellen.

Später folgten diese Betriebssystem-übergreifenden Ergänzungen:

• Der dritte Teil befaßte sich mit speziellen Umgebungen wie


zum Beispiel mit dem Hardware-Sharing (SAN), dem Sichern von
Filern über das NDMP Protokoll und dem Einsatz des NetWorker
in Cluster-Lösungen.

• Ein vierter Teil soll vor allem den Einsatz des NetWorker im SAN
beschreiben (PowerSnap, VMware VCB Backups usw.).

Leider ist meine Tätigkeit als Trainer fast immer mit Reisen verbunden. Dies
empfinde ich nicht als Belastung - ganz im Gegenteil - doch die notwendige
Hardware kann ich leider nicht mitnehmen. Bitte haben Sie dafür Verständnis,
daß ich bzgl. eines Erscheinungstermins für den vierten Band deshalb keine
konkreten Angaben machen kann.

Seite vi Über dieses Buch


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Die neue Gliederung

Im Rahmen dieser Neuauflage habe ich mich für die folgende Gliederung
entschieden:

Teil 1 Installation und Grundlagen


Dieses Buch soll versuchen, Ihnen den NetWorker so zu erklären,
daß Sie seine grundlegende Arbeitsweise verstehen
- Systemvoraussetzungen
- Installation am Beispiel für Solaris, Linux und Windows
- Installation der NetWorker Management Console
- Grundlegende Einrichtung zum Erstbetrieb
- Manuelle und automatische Sicherungen
- Client Data Recovery
- Control Data Recovery
- Installation von Einzellaufwerken und Jukeboxen
Nur dieser Teil wird noch, sofern nötig, Betriebssystem-spezifisch
sein!

Teil 2 NetWorker für Fortgeschrittene


Neben anderen Themen erfahren Sie wichtige Details zum Einsatz
des NetWorker. Behandelt werden u.a. Themen wie
- Lizensierung
- Sicherheitsaspekte
- Dynamic Drive- und Jukebox-Sharing
- Optimierung
- Index-Management
- Automatisierung von Prozessen

Teil 3 NetWorker für Kenner


Hier lernen Sie viele interessante Spezialaufgaben des NetWorker
kennen, u.a.:
- NDMP Sicherungen
- Cluster Sicherungen
- RAW Backups
- SnapImage Sicherungen

Im übrigen setze ich bei Ihnen ein umfangreiches EDV Grundwissen voraus.
Zwar werde ich wegen der einfacheren Darstellung den NetWorker zumeist
an Windows erklären, dies aber auch mit UNIX (vor allem mit Solaris) und
Linux mischen - Sie sollten also in der Lage sein, die Beispiele für Ihr
Betriebssystem entsprechend umzusetzen.

Das geschieht in voller Absicht, denn schließlich setzen auch die EMC
Zertifizierungen diese Universalität voraus.

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Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Der Aufbau der Kapitel folgt fast immer diesem Schema:

- Am Anfang befindet sich ein einleitender, allgemeiner Teil.


Er bildet die Grundlage für weiteren Erklärungen.

- Es folgen die technischen Details.


Nach Möglichkeit geschieht dies mit Hilfe von Beispielen. Diese
brauchen Sie nur selbst durchzuführen, um sich mit der genauen
Funktionsweise auch praktisch vertraut zu machen.

- Oft endet das Kapitel mit Kontrollfragen.


Sie sollen das Detailwissen vertiefen, Sie auf die wirklich wichtigen
Punkte hinweisen und auf die Zertifizierungsprüfungen vorbereiten.

Vor allem aber kann ich meine persönlichen Erfahrungen, die ich als Trainer
laufend sammle, zu Ihrem Nutzen in die Bücher einfließen lassen.

Auf die Erstellung eines Index habe ich bewußt verzichtet -


dafür habe ich den Inhalt feiner gegliedert.

Hierdurch möchte ich Sie überzeugen, eine ganz bestimmte Antwort nicht
nur stichwortartig zu suchen, sondern alle entsprechenden Seiten eines
Kapitels zu lesen. Wie Sie sehr schnell merken werden, ist der NetWorker
ein sehr komplexes System - wenn Sie ihn an einer Stelle manipulieren oder
für einen bestimmten Prozeß optimieren, hat dies in der Regel fast immer
zwangsläufig auch Auswirkungen an anderen Stellen des Systems. Diese
Zusammenhänge aber müssen Sie erkennen, wollen Sie den NetWorker
richtig einsetzen - dies wird vor allem bei der Optimierung nützlich und wichtig
sein.

Seite viii Über dieses Buch


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Das ist mir wichtig


Ich möchte, daß Sie von meinem Wissen und vor allem von meiner Erfahrung
profitieren. Vor allem aber möchte ich mit diesem Buch ein Manko beheben,
das generell in Handbüchern existiert und deshalb auch bei den original
NetWorker Manuals vorzufinden ist: Zwar wird immer erklärt, wie etwas
einzurichten ist, aber fast nie wird gezeigt, was das Ergebnis ist. Das möchte
ich ändern. Deshalb enthält das Buch interessante Beispiele, Aufgaben und
Kontrollfragen.

Auf diese Weise möchte ich Ihnen vor allem die Angst vor dem NetWorker
nehmen und dazu beitragen, daß Sie ihn verstehen. Hierzu sind auch oft
Hintergrundinformationen sinnvoll, wobei auch oft der Vergleich mit älteren
Versionen hilft.

Auf den ersten Blick scheint die Software schwierig zu sein - ich kann Ihnen
jedoch versichern, das dies nicht der Fall ist; sie ist nur sehr, sehr umfangreich.
Und ich kann Ihnen dabei helfen, Ihre eigenen Erfahrungen schneller zu
sammeln.

Das ist mir nicht so wichtig


Natürlich lege ich Wert auf eine gepflegte deutsche Sprache - ich bin
allerdings auch kein Germanist. Eine Sprache ändert sich mit der Zeit und
nicht durch die Einführung einer 'neuen' Rechtschreibung. Gewachsene,
abgeleitete und historisch entstandene Begriffe sollten nicht der Logik
widersprechen. Das Buch wird mit Sicherheit nicht fehlerfrei sein, aber die
grammatikalische Perfektion war auch nie als Schwerpunkt angedacht.

Im Zweifelsfall werde ich dabei auf die alte Rechtschreibung zurückgreifen.

Ihre Meinung ist mir wichtig...

Ich habe mich bemüht, den Inhalt so verständlich wie möglich zu gestalten
und die jeweils aktuellen Versionen der Betriebssysteme zu berücksichtigen.
Möchten Sie darüber hinaus weitergehende Informationen erhalten oder
haben Sie Verbesserungsvorschläge und/oder Kritik, würde ich mich über Ihre
Anregung freuen.

Änderungen und Ergänzungen behalte ich mir jederzeit ohne Ankündigung


vor.

AVUS
Applikation, Verkauf und Service für Computerperipherie
Carsten Reinfeld
Am Hang 4
D-85235 Sittenbach

Telefon: +49 8134 99112


Telefax: +49 8134 99113
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Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Hinweise zur Darstellung


Soweit notwendig, werden die Bedienungsschritte durch Abbildungen
veranschaulicht. Ihre Darstellung wurde nach Möglichkeit im Format 800 x
600 Pixel gespeichert. Mir ist zwar bewußt, daß eine höhere Auflösung in
vielen Fällen eine bessere Darstellung zulassen würde - bei dem
gegenwärtigen Layout würde hierdurch allerdings die Lesbarkeit und des
Papierdokuments verschlechtert und der Umfangs der Dokumentdateien
würde sehr stark anwachsen.

Für dieses Buch gelten folgende Vereinbarungen:

‘Normaler Text’ wird in dieser Schrift - dünn und gerade - dargestellt. Solche Textblöcke
weisen auf wichtige
‘Wichtige Passagen’ werden durch Fettdruck hervorgehoben. Anmerkungen hin.

‘Tastatureingaben’ und 'Schlüsselbegriffe' erkennen Sie an diesem


Schriftbild - dünn und kursiv.

‘Rückmeldungen und Anzeigen’ erscheinen fett und kursiv.

Besonders wichtige Passagen sind so gekennzeichnet.

Vor Gefahrensituationen warnt dieses Zeichen.

Außerdem benutze Screenshots mit 'roten' Pfeilen:

Hierbei weisen gestrichelte Pfeile auf ein Detail hin; 'normale' Pfeile
verlangen eine Eingabe oder eine Aktion von Ihnen.

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EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Verwendete Warenzeichen
NetWorker® und andere sind eingetragene Warenzeichen der EMC2
Corporation. Alle anderen Warenzeichen gehören den jeweiligen
Besitzern.

Die Bezeichnungen solcher Erzeugnisse, die zugleich eingetragene


Warenzeichen sind, wurden im Buch nicht besonders gekennzeichnet.
Es kann also aus dem Fehlen der Markierung ® nicht geschlossen
werden, daß die Bezeichnung ein freier Warenname ist. Ebensowenig ist
zu entnehmen, ob ein Patent oder ein Gebrauchsmusterschutz vorliegt.

Copyright AVUS - Carsten Reinfeld


Dieses Handbuch, wie auch die bereits existierenden Versionen für die
älteren NetWorker Versionen, wurden von mir weder im Auftrag der EMC
Corporqation, noch auf Anweisung der EMC Deutschland GmbH erstellt.
Ich möchte deshalb darauf hinweisen, daß ich aus diesem Grund über
sämtliche Urheberrechte verfügt. Aus der Tatsache, daß ich zum Zeitpunkt
der Erstellung bei der EMC Deutschland GmbH beschäftigt war, kann
nicht automatisch daraus geschlossen werden, daß ich meine
Urheberrechte auf die Firma EMC übertragen hat.

Jedes Buch ist ein Original - es wird von mir neu gedruckt;
auf diese Weise ist eine gleichbleibende Druckqualität
gewährleistet.

Eine schlechtere Qualität wird deshalb in der Regel auf eine


nicht autorisierte Kopie zurückzuführen sein.

Gemäß dem Gesetz zum Schutze der Urheberrechte darf das Material
oder Teile davon - weder Handbücher noch andere Datenträger - ohne
vorherige, schriftliche Genehmigung der AVUS, weder kopiert, dupliziert,
übersetzt, noch mechanisch, elektronisch, akustisch oder auf eine
andere Weise vervielfältigt werden.

Überarbeitete und erweiterte Auflage

Version 7.5.x (März 2009)

Über dieses Buch Seite xi


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

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EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Inhaltsverzeichnis - Teil 1
1. NetWorker Grundlagen
1.1. Die NetWorker Funktionalitäten 1.1
1.1.1. Die NetWorker Data Zone 1.4
1.2. Die NetWorker Software Modularität 1.6
1.3. Was ist eine NetWorker Sicherung ? 1.9
1.3.1. Was ist ein Save Set / ein Save Stream ? 1.9
1.3.2. Wie viele Save Sets können gleichzeitig
gesichert werden ? 1.10
1.3.3. Wie viele Save Sets können gleichzeitig
wiederhergestellt werden ? 1.10
1.3.4. Wie schnell kann der NetWorker Daten sichern ? 1.11
1.3.5. Wie schnell kann der NetWorker Daten
wiederherstellen ? 1.11
1.4. Die NetWorker Datenbanken 1.12
1.4.1. Die automatische Kontrolle der NetWorker
Datenbanken 1.13
1.4.1.1. Die Zustände der Sicherungen auf
Magnetbändern 1.14
1.4.1.2. Die Zustände der Sicherungen auf
(Advanced) File Type Devices 1.16
1.4.1.3. Die Zustände der Medien 1.18
1.4.2. Das Füllen der Index Datenbanken 1.19
1.4.3. Das Benutzen der Datenbanken 1.21
1.4.4. Was ist wichtiger - der Datei- oder der Medien-Index ? 1.22
1.4.5. Die Vorteile der NetWorker Datenbankstruktur 1.22
1.5. Sichern und Wiederherstellen von Daten 1.23
1.5.1. Sichern 1.23
1.5.1.1. Sichern von Dateien 1.25
1.5.1.2. Sichern von Datenbanken 1.26
1.5.2. Wiederherstellen 1.27
1.5.2.1. Wiederherstellen von Dateien 1.27
1.5.2.2. Wiederherstellen von Datenbanken 1.28
1.5.3. Andere Sicherungsmethoden 1.28
1.6. Die generellen NetWorker Arbeitsmethoden 1.29
1.6.1. Sichern (Backup) 1.29
1.6.2. Archivieren (Archiving) 1.30
1.6.3. Kopieren (Cloning) 1.31
1.6.4. Umlagern (Staging) 1.32
1.6.4.1. Das manuelle Staging 1.32
1.6.4.2. Das automatische Staging 1.32
1.7. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 1.34

2. Was ist neu in der Version 7.5 ?


2.1. Funktionale Erweiterungen 2.1
2.2. Verbesserungen hinsichtlich der Bedienung 2.2
2.3. Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit 2.2
2.4. Lizensierungs-Änderungen 2.4
2.5. Support-spezifische Änderungen 2.3
2.6. Undocumented Features 2.4

3. Systemvoraussetzungen
3.1. Allgemeines 3.1
3.2. Anforderungen an das Netzwerk 3.2
3.3. Weitere Randbedingungen 3.3

Inhaltsverzeichnis Seite xiii


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

4. Vorbereitende Tätigkeiten
4.1. Allgemeines 4.1
4.2. Von NetWorker unterstützte Hardware 4.1
4.3. Weitere Bedingungen 4.2
4.4. Windows: Abschalten des Removable Storage Managers
(RSM) 4.2
4.4.1. Sperren der RSM Dienste 4.3
4.5. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 4.5

5. Herunterladen von Dokumenten und Software


5.1. Der Web Zugang 5.1
5.2. Die Produkt-Dokumentation 5.2
5.3. Herunterladen der Software 5.4

6. Die Installation der Software


6.1. Allgemeines 6.1
6.2. Die Installation unter Solaris 9 6.1
6.3. Die Installation unter Redhat AS 4 6.21
6.4. Die Installation unter Windows 6.27
6.5. Installations-Sonderfälle 6.40

7. NMC - Eine Einführung


7.1. Die Entstehungsgeschichte 7.1
7.2. Wie arbeitet die NMC Software ? 7.3
7.2.1. GST - Der Kern der NMC Software 7.4
7.3. Starten der NetWorker Management Console GUI 7.5
7.3.1. Ein NMC Update Problem 7.11
7.4. LDAP v3 Authentifizierung für NMC User 7.20
7.4.1. Allgemeines 7.20
7.4.2. Die Einrichtung des NMC Servers 7.20
7.5. Kein Standard-Paßwort beim NMC Login 7.24
7.6. Einrichten der NMC Applikation ‘NetWorker Adminstration’ 7.26
7.6.1. Starten der ‘NetWorker Adminstration’ GUI 7.30
7.6.2. Verbinden zu einem passiven NetWorker Server 7.33
7.6.3. Verbinden zu einem nicht vorhanden NetWorker
Server 7.34
7.6.4. Ordnen Ihrer (NetWorker) Server 7.35
7.7. Verschiedene Rechte für NMC User 7.36
7.7.1. Das User Management bis NMC 3.4.x 7.37
7.7.2. Das NMC User Management in NMC 3.5 7.42

8. Die Verzeichnisstruktur
8.1. Allgemeines 8.1
8.2. Der NetWorker Verzeichnisbaum 8.1
8.3. Der NMC Verzeichnisbaum 8.6

9. Daemons und Dienste


9.1. Allgemeines 9.1
9.1.1. Was sind Prozesse ? 9.1
9.1.2. Was sind DAEMONs ? 9.1
9.1.3. Was sind Services ? 9.2
9.1.4. Was sind Dienste ? 9.2
9.1.5. Und alles zusammen ? 9.2
9.2. NetWorker Dienste und Prozesse 9.2
9.2.1. NetWorker 7.5 Dienste/Services 9.3
9.2.2. Abhängigkeiten 9.4
9.2.3. NetWorker Prozesse/Daemons 9.5

Seite xiv Inhaltsverzeichnis


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

9.3. Überprufen der NetWorker Daemons 9.11


9.3.1. Überprufen der Daemons unter UNIX/Linux 9.11
9.3.2. Überprufen der Daemons unter Windows 9.12
9.4. Starten und Stoppen der NetWorker Prozesse unter
UNIX/Linux 9.13
9.4.1. Automatischen Starten und Stoppen der
NetWorker Prozesse 9.13
9.4.2. Die Systemscripts unter Solaris 9.14
9.4.3. Die Systemscripts unter Redhat 4 Linux 9.15
9.4.4. Manuelles Starten und Stoppen der Prozesse
mit dem networker Script 9.15
9.4.5. Manuelles Starten und Stoppen der Prozesse 9.18
9.5. Starten und Stoppen der NetWorker Prozesse unter
Windows 9.20
9.5.1. Automatischen Starten und Stoppen der Prozesse 9.20
9.5.2. Manuelles Starten und Stoppen der Prozesse 9.21
9.6. Wozu dient der NetWorker Power Monitor ? 9.24
9.7. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 9.25

10. Abschließende Tätigkeiten


10.1. Lizensieren der NetWorker Data Zone 10.1
10.2. Einrichten eines NetWorker Sicherungslaufwerks 10.1
10.3. Labeln und Mounten eines Mediums 10.3

11. Erste (lokale) Sicherungen


11.1. Sichern unter UNIX/Linux 11.1
11.1.1. Sichern von der Befehlszeile 11.1
11.1.2. Sichern von der GUI 11.1
11.2. Sichern unter Windows 11.2
11.2.1. Sichern von der Befehlszeile 11.2
11.2.2. Sichern von der GUI 11.3
11.3. Anmerkungen zum Sichern von der Befehlszeile 11.9
11.4. Sicherungsoptionen 11.12
11.4.1. Optionen für den Befehl ‘save’ 11.12
11.4.2. Optionen zum Sichern unter der ‘NetWorker
User’ GUI 11.12
11.5. Anzeigen der Sicherungen in der NetWorker
Administration GUI 11.22

12. Einrichten der Data Zone


12.1. Allgemeines 12.1
12.2. Historisches 12.2
12.2.1. Der Aufbau der Resource-Dateien bis zum
NetWorker 6.1.x 12.3
12.2.2. Der Aufbau der Resource-Dateien ab dem
NetWorker 6.2 bis zur Version 7.2.x 12.5
12.2.3. Der Aufbau der Resource-Dateien ab dem
NetWorker 7.3 12.7
12.2.4. Der Aufbau der Resource-Dateien ab dem
NetWorker 7.4 12.9
12.3. Wie werden die Resourcen angepaßt ? 12.10
12.3.1. nsradmin 12.10
12.3.2. Der NetWorker Administrator unter NMC 12.12
12.3.3. Das Programm nwadmin 12.14
12.3.4. Direktes Ändern der Dateien 12.18
12.4. 'simple' oder 'complex' ? 12.21
12.5. Der Diagnostic Mode 12.23

Inhaltsverzeichnis Seite xv
Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

12.6. 'Field Help' 12.25


12.7. Protokollieren von Änderungen 12.28
12.8. Wie oft müssen Sie Resourcen ändern ? 12.29

13. Die Resource 'Server'


13.1. Die wichtigsten 'Hidden Attributes' 13.5

14. Die Resource 'Archive Requests'


14.1. Allgemeines 14.1
14.2. Einrichten einer Archive Request Resource 14.1

15. Die Resource 'Directives'


15.1. Allgemeines 15.1
15.2. Verschlüsseln der NetWorker Daten 15.4
15.3. 'global' oder 'local' 15.5
15.4. Definieren von 'Global Directives' 15.6
15.5. Erstellen von 'Local Directives' 15.7
15.6. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 15.8

16. Die Resource 'Groups'


16.1. Erstellen einer neuen 'Group' 16.3
16.2. Der manuelle Start einer Gruppe von der Administration GUI 16.6
16.3. Weitere Parameter 16.7

17. Die Resource 'Local Hosts'


17.1. Allgemeines 17.1
17.2. So benutzen Sie die Resource 17.2
17.3. Die Speicherung der Zertifikate 17.4

18. Verschlüsseln mit Hilfe von ‘Lockboxes’


18.1. Allgemeines 18.1
18.2. Erstellen von NetWorker ‘Lockboxes’ 18.3
18.3. Speichern der Lockbox Information 18.6
18.4. Löschen von Lockbox Information 18.8

19. Die Resource 'Notifications'


19.1. Ändern einer vorhandenen oder erstellen einer neuen
Notification ? 19.3
19.1.1. Die Zuordnung von Events und Priorities 19.4
19.2. Ändern einer vorhandenen Notification 19.6
19.3. Erstellen einer neuen Notification 19.3

20. Die Resource 'Policies'


20.1. Erstellen einer neuen Policy 20.1

21. Bedingte Sicherungen (sog. ‘Probe-Based Backups’)


21.1. Erstellen des Scripts 21.1
21.2. Erstellen der Probe Resource 21.2
21.3. Anlegen der Probe Gruppe 21.5
21.4. Erstellen der Client Resource 21.8
21.5. Und so funktioniert’s 21.10

Seite xvi Inhaltsverzeichnis


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

22. Die Resource 'Registrations'


22.1. Allgemeines 22.1
22.2. Enablen und Autorisieren mit dem Programm
'NetWorker Administration' 22.2
22.2.1. Lizenzprobleme durch Enabler 22.7
22.2.2. Eintragen von Authorisierungscodes 22.9
22.2.3. Löschen von Enablern 22.11
22.3. Enablen und Autorisieren mit dem License Manager 22.13
22.4. Was kann die Lizenz beeinflussen? 22.18
22.5. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 22.19

23. Die Resource 'Schedules'


23.1. Was sind 'Level' ? 23.1
23.2. Was bedeutet 'Override' ? 23.3
23.3. Anlegen und ändern eines Schedules 23.4
23.4. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 23.12

24. Die Resource 'Snapshot Policies'

25. Die Resource 'Staging'


25.1. Allgemeines 25.1
25.2. Das automatische Staging 25.2
25.2.1. Einrichten eines Staging Devices 25.2
25.2.2. Einrichten einer Staging Policy 25.3
25.2.3. Vorbereitungen 25.6
25.2.4. Die Sicherung und das automatische Staging 25.12
25.3. Das Staging in der Praxis 25.15
25.4. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 25.29

26. Die Resource 'User Groups'


26.1. Allgemeines 26.1
26.2. Die Benutzerrechte 26.3
26.3. Erstellen weiterer 'User Groups' 26.6

27. Die Resource 'Clients'


27.1. 'Physikalisch' oder 'logisch' ? 27.1
27.1.1. Browse Policies bei mehreren logischen Clients 27.5
27.2. Anlegen eines neuen Clients 27.6
27.3. Die Parameter im einzelnen 27.9
27.4. Das neue Fenster 'Browse Directory' 27.17
27.5. Der neue ‘Client Backup Configuration Wizard’ 27.21
27.5.1. Einrichten einer neuen Client Resource 27.24
27.5.2. Ändern einer vorhandenen Resource 27.31
27.5.3. Ändern der Save Set Liste 27.35
27.6. Sichern umbenannter Verzeichnisse 27.36
27.6.1. ‘Backup renamed directories’ im Vergleich
zum MS Windows Change Journal 27.37
27.6.2. Ein praktisches Beispiel 27.38
27.7. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 27.43

28. Die Resource ‘Virtualization’


28.1. Einrichten der automatischen Abfrage der vCenter
Landschaft 28.2
28.2. Starten der ad-hoc Abfrage der vCenter Landschaft 28.5
28.3. Protokollieren der Auto-Detection Prozesse 28.7
28.4. Blättern durch das Datacenter 28.11
28.5. Erstellen einer neuen Client Resource 28.21
28.6. Neue Resource-Typen 28.24

Inhaltsverzeichnis Seite xvii


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

29. Die Resource 'Media Pools'


29.1. Allgemeines 29.1
29.1.1. Was sind Clone Pools ? 29.2
29.2. Wie funktioniert die Datentrennung ? 29.3
29.3. Was sind sinnvolle Pools ? 29.10
29.4. Einrichten von Pools 29.11
29.5. Der Widerspruch 29.19
29.6. Zuweisen von Devices zu Pools 29.20
29.7. Ein Pool für die NetWorker Datenbanken 29.22
29.8. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 29.24

30. Ein praktisches Konfigurationsbeispiel


30.1. Allgemeine Vorgehensweise 30.1
30.2. Die Aufgabenstellung 30.2
30.3. Der Lösungsansatz 30.3
30.3.1. Bestimmen des Durchsatzes und der
Sicherungszeiten 30.3
30.3.2. Zeitbetrachtungen 30.4
30.3.3. Herausfinden der Schedules 30.6
30.3.4. Einrichten der Clients 30.6
30.3.5. Einrichten der Pools 30.8
30.4. Berechnen der Index-Größen 30.8
30.5. Berechnen des Medienbedarfs 30.10
30.6. Berechnen der Jukebox Größe 30.10
30.7. Berechnen der Lizenzen 30.11

31. Automatische Sicherungen


31.1. Der Ablauf einer automatischen Sicherung 31.1
31.2. Was ist der 'Bootstrap' ? 31.6
31.2.1. Wie wird der 'Bootstrap' gesichert ? 31.6
31.2.2. Was steckt in der 'Bootstrap' Notification? 31.8
31.3. Was steckt in den 'Savegroup Completion Reports' ? 31.10
31.4. Hinweise zur Fehlersuche 31.10
31.5. Starten automatischer Sicherungen 31.11
31.5.1. Starten einer automatischen Sicherung unter
UNIX/Linux 31.12
31.5.2. Starten einer automatischen Sicherung unter
Windows 31.24
31.5.3. Starten der automatischen Sicherung vom
Programm 'NetWorker Administration' 31.28
31.6. Die neue Option 'savegroup log by job id' 31.37
31.7. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 31.45

32. Clonen von Sicherungen


32.1. Allgemeines 32.1
32.2. Automatisches Clonen von Sicherungen 32.5
32.3. Manuelles Clonen einzelner Sicherungen 32.24
32.4. Manuelles Clonen ganzer Medien 32.35
32.5. Clonen über mehrere Medien hinweg 32.28
32.5.1. Vorbereitungen 32.38
32.5.2. Clonen ganzer Medien 32.45
32.5.3. Clonen einer Medien-übergreifenden Sicherung 32.50
32.6. Wiederherstellen von einem Clone-Medium 32.53
32.7. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 32.57

Seite xviii Inhaltsverzeichnis


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

33. Wiederherstellen der Daten


33.1. Allgemeines 33.1
33.2. Die Rücksicherungsarten 33.2
33.2.1. Welche Methode sollten Sie wählen ? 33.4
33.3. Die Abläufe im Detail 33.6
33.4. Das Directed (File) Recovery 33.9
33.4.1. Das 'normale' Recovery als Abart des Directed
Recovery 33.11
33.5. Das Save Set Recovery 33.12
33.6. Das Directed Save Set Recovery 33.12
33.7. Das 'Automatic' Recovery 33.13
33.8. Parallele Recovery Prozesse 33.14
33.9. Wichtige Randbedingungen 33.14
33.10. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 33.10

34. Wiederherstellen von UNIX/Linux Client-Dateien


34.1. (Directed) File Revovery 34.1
34.1.1. Von der Befehlszeile 34.1
34.1.2. Von der GUI (nwrecover) 34.8
34.1.2.1. Starten der GUI 34.8
34.1.2.2. Der Verbindungsaufbau 34.10
34.1.2.3. Die Wiederherstellung 34.15
34.1.2.4. Windows Dateien wiederherstellen 34.39
34.2. Save Set Revovery 34.42
34.2.1. Von der Befehlszeile 34.43
34.2.2. Von der GUI 34.44
34.3. Directed Save Set Recovery 34.50
34.3.1. Von der Befehlszeile 34.50
34.3.1.1. Save Set eines fremden Clients
zurücklesen 34.52
34.3.1.2. Save Set eines Clients mit anderer
OS-Familie zurücklesen 34.53
34.3.1.3. Save Set eines Clients von gleicher
OS-Familie zurücklesen 34.54
34.3.2. Von der GUI 34.56
34.4. Automatic Recovery 34.58
34.4.1. Von der Befehlszeile 34.58
34.4.2. Von der GUI 34.59
34.5. Hilfestellung zu einigen Fehlern 34.67
34.6. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 34.71

35. Wiederherstellen von Windows Client-Dateien


35.1. (Directed) File Revovery 35.1
35.1.1. Von der Befehlszeile 35.1
35.1.2. Von der GUI (winworkr.exe) 35.8
35.1.2.1. Starten der GUI 35.8
35.1.2.2. Der Verbindungsaufbau 35.12
35.1.2.3. Die Wiederherstellung 35.18
35.1.3. UNIX/Linux Dateien wiederherstellen 35.37
35.2. Save Set Revovery 35.42
35.2.1. Von der Befehlszeile 35.44
34.2.2. Von der GUI 35.45

Inhaltsverzeichnis Seite xix


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

35.3. Directed Save Set Recovery 35.50


35.3.1. Von der Befehlszeile 35.50
35.3.1.1. Save Set eines fremden Clients
zurücklesen 35.51
35.3.1.2. Save Set eines Clients mit anderer
OS-Familie zurücklesen 35.52
35.3.1.3. Save Set eines Clients von gleicher
OS-Familie zurücklesen 35.53
35.4. Automatic Recovery 35.55
35.4.1. Von der Befehlszeile 35.55
35.4.2. Von der GUI 35.56
35.5. Hilfestellung zu einigen Fehlern 35.62
35.6. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 35.67

36. Wiederherstellen der NetWorker Kontrolldaten


36.1. Allgemeines 36.1
36.1.1. Sichern der NetWorker Datenbanken 36.2
36.1.2. Wiederherstellen der NetWorker Datenbanken 36.2
36.1.3. Generelle Tips 36.3
36.1.4. Warnung vor Datenverlust 36.4
36.2. Feststellen des Datenverlusts 36.5
36.3. Der 'Toolkit' 36.6
36.4. Fehlerhinweise 36.7
36.5. Wiederherstellen des Datei-Index 36.8
36.5.1. Bei Teilverlust 36.8
36.5.2. Bei Totalverlust 36.12
36.6. Wiederherstellen der Resource Dateien 36.17
36.7. Wiederherstellen des Medien-Index 36.21
36.7.1. Bei Teilverlust 36.21
36.7.2. Bei Totalverlust 36.28
36.8. 'Disaster Recovery' eines NetWorker Servers 36.30
36.8.1. Vorbereitungen 36.30
36.8.2. Das Disaster schlägt zu 36.35
36.8.3. Das Disaster Recovery 36.39
36.9. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 36.60

37. Installieren von Einzellaufwerken


37.1. Allgemeines 37.1
37.2. Feststellen vorhandener Sicherungslaufwerke 37.1
37.3. Die Auswahl der Installationsmethode 37.5
37.4. Welchen Laufwerkstyp sollen Sie auswählen ? 37.6
37.5. Die Anzeige der Medienauslastung 37.7
37.6. Was ist ein (Advanced) 'File Type Device' (AFTD) ? 37.8
37.6.1. Zur Entwicklungsgeschichte 37.8
37.6.2. Warum benutze ich selten AFTDs ? 37.9
37.7. Installieren von FTDs 37.14
37.8. Installieren von AFTDs 37.19
37.9. Manuelles Installieren von Bandlaufwerken 37.29
37.10. Wichtige Standard-Parameter 37.34
37.11. Wichtige versteckte Parameter 37.37
37.12. Die automatische Konfiguration 37.41
37.12.1. Die automatische Erkennung 37.41
37.12.2. Die automatische Konfiguration 37.46
37.13. Wie wählt der NetWorker Medien aus ? 37.47
37.14. Kontrollfragen zu diesem Kapitel 37.49

Seite xx Inhaltsverzeichnis
EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

38. Installieren von Autochangern


38.1. Allgemeines 38.1
38.2. Feststellen vorhandener Sicherungshardware 38.6
38.3. Die Auswahl der Installationsmethode 38.9
38.4. Die Installation einer SCSI Jukebox an einem Solaris 9
Rechner 38.10
38.4.1. Überprüfen der Peripherie am System 38.10
38.4.2. Überprüfen der Erkennung durch den NetWorker 38.12
38.4.3. Automatisches Erkennen der Laufwerke 38.13
38.4.4. Automatisches Konfigurieren der Jukebox 38.17
38.4.5. Manuelles Einrichten der Jukebox 38.19
38.4.6. Umkonfigurieren der Jukebox 38.23
38.5. Die Installation einer FC Jukebox an einem Windows
2003 Rechner 38.24
38.5.1. Überprüfen der Peripherie am System 38.24
38.5.2. Überprüfen der Erkennung durch den NetWorker 38.25
38.5.3. Automatisches Erkennen der Laufwerke 38.26
38.5.4. Automatisches Konfigurieren der Jukebox 38.29
38.5.5. Manuelles Einrichten der Jukebox 38.30
38.6. Die Jukebox Parameter 38.35
38.7. Wichtige versteckte Parameter 38.41
38.8. Inventarisieren der Jukebox-Medien 38.42
38.9. Labeln der Jukebox-Medien 38.46
38.10. Die vereinfachte Auswahl von Medien und Laufwerken
beim Inventory & Label 38.55
38.11. Laden/Entladen von Jukebox-Medien 38.60
38.12. Aus- und Einschalten von Jukebox-Laufwerken 38.70
38.13. Wie wählt der NetWorker Medien aus ? 38.72

Anhang
A. Antworten auf die Kontrollfragen
A.1. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 1 A.1
A.2. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 4 A.5
A.3. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 9 A.6
A.4. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 15 A.8
A.5. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 22 A.10
A.6. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 23 A.11
A.7. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 25 A.12
A.8. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 27 A.13
A.9. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 29 A.14
A.10. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 31 A.16
A.11. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 32 A.19
A.12. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 33 A.20
A.13. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 34 A.22
A.14. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 35 A.23
A.15. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 36 A.24
A.16. Antworten auf die Fragen zu Kapitel 37 A.26

B. NetWorker und das Windows 200x Change Journal


B.1. Allgemeines B.1
B.2. Wie benutzt der NetWorker das Change Journal? B.1
B.3. Einrichten des Change Journals B.3
B.4. Die Anwendung in der Praxis B.8

Inhaltsverzeichnis Seite xxi


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

C. Einführung in die NetWorker Lizensierung


C.1. Allgemeines C.1
C.2. Basislizenzen C.4
C.3. Client Connections C.5
C.4. NDMP Client Connections C.5
C.5. Autochanger Module C.6
C.6. (Dedicated) Storage Node Module C.6
C.7. Disk Backup Option C.7
C.8. Datenbank Module C.7

D. Planungshilfen
D.1. Die Zeitübersicht D.1
D.2. Das Client Formblatt D.2
D.3. Das Pools Formblatt D.3

E. Die wichtigsten NetWorker 7.5.x Befehle


E.1. Allgemeine Befehle E.1
E.2. Sichern und Wiederherstellen von Client-Daten E.2
E.3. Datenbank-Manipulationen E.3
E.4. Jukebox-Befehle E.4
E.5. nsr_render_log Parameter E.6

F. Protokolldateien
F.1. Allgemeines F.1
F.2. /nsr/logs/messages F.2
F.3. /nsr/logs/daemon.raw F.4
F.3.1. Logfile Rendering F.4
F.3.2. Anpassen an den Standort (und Filtern der
Informationen) von der Befehlszeile F.9
F.4. ..\nsr\logs\savegrp.log F.16
F.5. /nsr/logs/media.log F.18
F.6. /nsr/logs/summary F.18
F.7. /nsr/logs/index.log F.18
F.8. /nsr/logs/lgtolmd.log F.18
F.9. /nsr/logs/rap.log F.18
F.10. ..\nsr\logs\networkr.log F.19
F.11. /nsr/logs/nsrcpd.raw F.19
F.12. /nsr/logs/nsrtask.raw F.19

Seite xxii Inhaltsverzeichnis


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1. NetWorker Grundlagen

1.1. Die NetWorker Funktionalitäten


Beim EMC NetWorker handelt es sich um eine leistungsstarke und vielseitige
Software-Lösung zur Datensicherung und zu ihrer Wiederherstellung. Wegen
der umfangreichen Funktionalität spricht EMC auch von einem sog. Storage-
Management-System, also von einer intelligenten, umfassenden Lösung
zur Verwaltung des Speicherplatzes auf den Massenspeichern in einem
(firmenweiten) Computer-Netzwerk.

Der NetWorker arbeitet nach dem sog. Client/Server Prinzip, das heißt
nach dem Prinzip der Aufgabenverteilung. Hierbei verwaltet ein Computer,
der Server, die Daten, die ein anderer Rechner, der Client, mit Hilfe des
Servers sichert oder sie über ihn anfordert. Durch diese Trennung läßt sich
der gleiche Server auch von mehreren Client-Rechnern nutzen, wodurch
Client/Server Lösungen für den Einsatz in Netzwerken geradezu ideal sind.

Bei einer NetWorker Lösung also ist der NetWorker Server der primäre
Service-Rechner für die Sicherungslösung - in diesem Fall handelt es
sich also um einen 'Backup Server'.

Clients (Client-Rechner) sind die 'Kunden' des Servers, also die Computer,
die eine Dienstleistungs-Anforderung an den Server stellen. NetWorker
Clients wollen so mit Hilfe des NetWorker Servers ihre lokalen Daten sichern
bzw. wiederherstellen. Die zunehmende Größe der Netzwerke und das
explodierende Datenvolumen führen immer öfter dazu, daß NetWorker
Clients kaum noch Arbeitsstationen sind, sondern fast ausschließlich andere
Server im Unternehmen.

Bei dem NetWorker wurde das Client/Server-Prinzip konsequent umgesetzt.


Dies bedeutet aber auch, daß bei einem NetWorker Server auch die Client-
Software installiert sein muß, damit er seine eigenen Daten sichern und
wiederherstellen kann.

Wie oben erwähnt, eignet sich die Client/Server Software optimal zum
Einsatz in Netzwerken. Für die Datensicherung aller Rechner braucht jetzt
nicht mehr jeder einzelne Computer mit entsprechender Hard- und Software
ausgestattet zu werden - wenige Backup-Server (oft reicht sogar nur ein
einziger Rechner aus) übernehmen diese Aufgabe zentral. Dies bringt, vor
allem bei der Konzeption umfassender, firmenweiter Sicherungslösungen,
folgende Vorteile mit sich:

• Verschiedene Sicherungskonzepte innerhalb einer Firma werden


vereinheitlicht und vereinfacht.

• Verwaltungskosten, die in der Regel um den Faktor 6 höher liegen


als die Anschaffungskosten, werden eingespart.

• Durch die zentrale Nutzung der Hardware lassen sich hohe


Anschaffungskosten besser rechtfertigen.

• Die Zugangskontrolle wird zentralisiert.

NetWorker Grundlagen Seite 1.1


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Durch die Portierung des EMC NetWorkers auf wichtige Standard-


Betriebssysteme wie, wie zum Beispiel

• Sun Solaris
• IBM AIX
• Hewlett-Packard HP-UX
• Microsoft Windows 2008 Server
• Linux

sowie durch die Ergänzung dieser Palette durch ca. 20 namhafte OEM-
Kunden, wie zum Beispiel Fujitsu-Siemens oder Sun Microsystems und
durch die Integration von Client-Lösungen von Drittherstellern werden fast
alle Betriebssysteme in einem firmenweiten Netzwerk abgedeckt.

Eine weitere herausragende Eigenschaft des NetWorker ist seine extrem


hohe Geschwindigkeit. Bei den rapide wachsenden Datenmengen, besonders
von Datenbankanwendungen, und den immer kürzer werdenden Zeitfenstern
für deren Sicherung ist dies von entscheidender Bedeutung. Besonders
vorteilhaft ist hierbei die NetWorker Eigenschaft, mehrere Sicherungs-
laufwerke gleichzeitig mit Daten versorgen zu können (sog. Concurrent
Device Support), die ihrerseits Daten über mehrere Kanäle (sog. Streams)
von einem oder von mehreren Client-Rechnern gleichzeitig erhalten können
(sog. Client Parallelism).

Seit der Version 5.1 kennt der NetWorker auch den Einsatz sog. Storage-
Nodes. Hierbei handelt es sich um NetWorker Client Rechner, an denen
mindestens ein Sicherungslaufwerk betrieben wird. Auf diese Weise
können Sicherungen auch lokal am NetWorker Client durchgeführt werden,
wodurch wird das Netzwerk entscheidend entlastet wird, denn es müssen
nur noch die Kontrollinformationen, die sog. Metadaten, mit dem NetWorker
Server ausgetauscht werden (sog. LAN-free Backups).

Durch die besondere Eigenschaft des Parallelism können jedoch auch


Datenströme von mehreren Client-Rechnern gleichzeitig auf ein Medium
gelenkt werden (sog. Multiplexing), um die Daten selbst dann mit maximaler
Transferrate schreiben zu können, wenn ein Rechner allein dies nicht
erreichen kann. Dies ist ein wichtiges Mittel zur Durchsatz-Optimierung. In
Einzelfällen wurden schon Installationen realisiert, bei denen auch extrem
großen Datenmengen in sehr kurzer Zeit (viele TB/h) gesichert wurden.
Durch die gute Abstimmung der Faktoren Concurrent Device Support,
Parallelism und Multiplexing und natürlich durch eine ausreichende Anzahl
von schnellen Sicherungslaufwerken lassen sich sehr hohe Sicherungs-
geschwindigkeiten erzielen.

Sind mehrere Sicherungsgeräte vorhanden, kann der NetWorker entweder


gleichzeitig auf alle Laufwerke sichern oder aber im gemischten Betrieb
gleichzeitig Daten sichern und andere wiederherstellen. Es spielt also beim
Concurrent Device Support und beim Parallelism keine Rolle, für welche
Betriebsarten diese Resourcen benötigt werden.

Selbstverständlich unterstützt der NetWorker auch die neuen und extrem


schnellen Bandlaufwerke und natürlich auch die noch schnelleren EMC
Plattenspeicher sowie die auf ihnen basierenden Lösungen wie zum Beispiel
virtuelle Jukeboxen.

Seite 1.2 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Die NetWorker Client/Server Struktur läßt sich auch mit dieser sehr einfachen
Zeichnung beschreiben:

NetWorker
Storage
Node

NetWorker Server
NetWorker
Client

NetWorker Data Zone

• Der NetWorker Client


Er liefert die zu sichernden Daten und nimmt die Daten bei
der Wiederherstellung auf.

• Der NetWorker Storage Node


Dies ist ein NetWorker Client, an dem mindestens ein
Sicherungslaufwerk angeschlossen ist, um vor allem seine
lokalen Daten schnell zu sichern und dabei des Netzwerk
nicht zu belasten.

• Der NetWorker Server


Er steuert die einzelnen Aufgaben und führt vor allem die
internen Datenbanken, ohne die die schnelle Wiederher-
stellung der Daten nicht möglich wäre.

Wie die Abbildung zeigt, muß am NetWorker Server zwingend mindestens


ein Sicherungslaufwerk installiert sein - die Installation eines NetWorker
Servers ohne Sicherungslaufwerk ist nicht möglich.

Das macht Sinn, denn es müssen ja auch die internen Datenbanken des
NetWorker Servers selbst gesichert werden - nur so ist nach einem Disaster
die schnelle und einfache (lokale) Wiederherstellung dieser Daten möglich.

Prinzipiell spielt es keine Rolle, ob die einzelnen Funktionen von einem oder
mehreren Netzwerk-Rechnern ausgeführt werden - im einfachsten Fall,
beim NetWorker Server selbst, sind alle drei Funktionalitäten auf dem
gleichen physikalischen Rechner anzutreffen:

- Der NetWorker Server ist auch sein eigener Client.


Er sichert seine Daten und stellt sie bei Bedarf wieder her.

- Der NetWorker Server ist aber auch ein Storage Node.


Denn nach der Aussage oben muß er über mindestens ein
lokales Sicherungslaufwerk verfügen.

NetWorker Grundlagen Seite 1.3


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.1.1. Die NetWorker Data Zone


Diesen Begriff sehen Sie bereits in dem Bild von der letzten Seite, und zwar
in der linken unteren Ecke. Hier die Erklärung:

• Die NetWorker Data Zone


Dieser Begriff beschreibt die Menge aller NetWorker Clients
und Storage Nodes, die von einem NetWorker Server aus
gesichert und deren Laufwerke durch ihn kontrolliert werden.

Aus den Erkenntnissen der letzten Seite folgt, daß bereits der NetWorker
Server selbst bereits die kleinste NetWorker Data Zone repräsentiert.
Sofern Sie sich also immer daran erinnern, daß Client- und Storage Node
prinzipiell auch auf anderen Rechnern arbeiten können, reicht es in der
Regel völlig aus, wenn die Beispiele ausschließlich am NetWorker Server
selbst gezeigt werden. Genau dies werde ich in diesem Buch tun.

Bei sehr großen Strukturen ist jedoch oft auch der Einsatz von mehreren
Data Zones notwendig - einige Gründe hierfür sind zum Beispiel:

- Eine räumliche Aufteilung ist notwendig.


Das macht zum Beispiel Sinn, wenn mehrere Rechenzentren auf
verschiedenen Kontinenten betrieben werden.

- Eine einzige Data Zone würde den NetWorker Server überlasten.


Zwar bringt diese Aufteilung mehr Verwaltungsaufwand mit sich,
die Leistung und die Skalierbarkeit aber wird im allgemeinen
besser.

Dürfen sich NetWorker Data Zones überlappen ? - Das ist möglich und wird
auch in der Praxis auch eingesetzt - es bezieht sich allerdings ausschließlich
auf die NetWorker Clients, die für mehrere Data Zones definiert werden
dürfen. Ein solches Beispiel zeigt diese Abbildung:

NetWorker Data Zone 2

NetWorker Data Zone 1

Da ein NetWorker Server auch die Laufwerke seiner Storage Nodes


überwacht, darf ein Sicherungslaufwerk immer nur von einem einzigen
NetWorker Server kontrolliert werden.

Wollen Sie die gleiche Hardware, zum Beispiel eine große Jukebox, in Das Prinzip einer
mehreren Data Zones nutzen, läßt sich dies mit der NetWorker Software AlphStor Lösung
allein nicht mehr erreichen; hierfür benötigen Sie zusätzlich die Software beschreibe ich im
AlphaStor - ihre Beschreibung ist jedoch nicht Bestandteil dieses Buchs. Kapitel 38.

Seite 1.4 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Die Aufteilung in Data Zones bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich - wichtig
sind vor allem diese:

• Das Konzept der NetWorker Data Zone ist leicht verständlich.


Sie läßt sich leicht in die Node-Funktionalitäten aufteilen.
Hierdurch läßt sich die NetWorker Data Zone bei Bedarf
gut strukturieren und einfach erweitern.

• Die NetWorker Data Zone arbeitet sicher.


Die Daten eines NetWorker Clients werden an seinem
bevorzugten Storage Node gesichert. Sollte dieser, egal aus
welchem Grund, ausfallen, kann automatisch ein anderer
einspringen. Die Reihenfolge läßt sich selbstverständlich
konfigurieren.

Sicherlich ist der NetWorker Server das Herz der Lösung - fällt
er aus, geht nichts mehr. Allerdings läßt sich der NetWorker
Server ab der Version 6.0 auch clustern, so daß er immer zur
Verfügung steht.

• Die NetWorker Data Zone ist performant.


- Jeder NetWorker Storage Node läßt sich für seine spezielle
Sicherungsaufgabe optimieren. Hierdurch können auch
Rechner unterschiedlicher Ausstattung und Leistungs-
fähigkeit miteinander kombiniert werden.

- Obwohl ein Storage Node auch Daten anderer Rechner


sichern kann, wird der primäre Einsatzzweck die Sicherung
seiner lokalen Daten sein.

- Die lokale Datensicherung und ihre Wiederherstellung ist


die schnellste Methode der Datenübertragung. Hierdurch
wird das Netzwerk entscheidend entlastet, denn es
brauchen nur noch die Kontrolldaten zum NetWorker
Server übertragen werden (sog. LAN-free Backup).

- Für den optimalen Durchsatz sollten Sie lokale Sicherungen


nicht mit solchen anderer Clients auf einem Medium
mischen. Führen Sie solche Sicherungen nach Möglichkeit
nacheinander durch oder benutzen Sie mehrere Laufwerke,
zu denen Sie die Datenströme entsprechend verteilen.

- Der NetWorker Server muß nicht zwangsläufig auch der


leistungsfähigste Rechner in Ihrer Data Zone sein.

• Die NetWorker Data Zone ist skalierbar.


Das ist nichts anderes als die logische Konsequenz der hier
gemachten Aussagen.

NetWorker Grundlagen Seite 1.5


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.2. Die NetWorker Software Modularität


Die Struktur der NetWorker Software entspricht genau der Funktionalität der
Rechner - prinzipiell gibt es diese Module, die bei der Installation installiert
werden müssen:

• Die NetWorker Client Software


Hierbei handelt es sich um das umfangreichste und das
wichtigste Paket - die Intelligenz der NetWorker Software
steckt vor allem im NetWorker Client!

• Die NetWorker Storage Node Software


Sie erweitert die NetWorker Client Software mit den
Programmen, die notwendig sind, die Sicherungshardware
anzusteuern.

• Die NetWorker Server Software


Zusätzlich zu den ersten beiden Paketen muß diese Software
auf dem Rechner installiert werden, der die Funktion des
NetWorker Servers übernehmen soll. Sie kontrolliert die Data
Zone und führt die internen Datenbanken.

• Die NetWorker License Manager Software


Sofern Sie mehrere NetWorker Server (mehrere Data Zones)
installiert haben, erleichtert Ihnen diese Software die
Verwaltung der Lizenzen, denn mit ihr können Sie sie zentral
für alle NetWorker Data Zones an einen einzigen Rechner
verwalten.

Verschiedene zusätzliche Module setzen die Installation (und


evtl. auch die Benutzung) der License Manager Software
voraus - abgesehen davon erweitert sie die Funktionalität der
NetWorker Software aber nicht. Deshalb werde sie zwar
installieren, jedoch nicht einsetzen.

• Die NetWorker Manual Pages (Manpages) Die Manual Pages


Manual Pages sind ergänzende Beschreibungen für die sind die NetWorker
Anwendung eines Befehls von der Befehlszeile - sie tragen 'Bibel'.
aber ebenfalls nicht zur Erweiterung des Funktionsumfangs der
Software bei. Ein NetWorker
Problem wird nur dann
Manpages existieren auschließlich für NetWorker UNIX/Linux anerkannt, wenn es
Rechner, denn nur diese Betriebssysteme kennen überhaupt den in den Manual
Manpages. Für NetWorker/Windows Rechner müssen Sie die Pages gemachten
entsprechende PDF Datei lesen. Angaben widerspricht.

• Die NetWorker Management Console (NMC) Software


Seit der Version 7.3 wird sie standardmäßig mitgeliefert.
Ursprünglich ausschließlich für Verwaltung von NetWorker
Data Zones entwickelt, dient sie heute quasi als 'generelles
Portal für NMC Anwendungen', von denen die NetWorker
Administration GUI nur noch eine ist. Aus diesem Grund geht
EMC mehr und mehr dazu über, nur noch von der Management
Console zu sprechen.

Die NMC Software verfügt außerdem über ein ausgefeiltes


Reporting-System für ihre Anwendungen.

Seite 1.6 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Übertragen Sie diese Aussagen auf die NetWorker Data Zone, so ergibt sich
die folgende Notwendigkeit zur Installation der einzelnen Software-Pakete:

Server Node

Node Client NetWorker


Storage
Client Node

NetWorker Server
NetWorker
Client Client

NetWorker Data Zone

• Beim NetWorker Client müssen Sie installieren ...


- Die Client Software

• Beim NetWorker Storage Node müssen Sie installieren ...


- Die Client Software
- Die Storage Node Software

• Beim NetWorker Server müssen Sie installieren ...


- Die Client Software
- Die Storage Node Software
- Die Server Software

Die NetWorker Management Console (NMC) Software kann prinzipiell auf


jedem dieser Rechner installiert werden - sie benötigt lediglich die NetWorker
Client Software.

Seit der Version 7.4.0 gibt es für den NetWorker außerdem noch

• Die NetWorker Language Packs


Hierbei handelt es sich um optionale Module, die Sie benötigen,
um mit dem NetWorker bzw. mit der NetWorker Administration
GUI in einer anderen Sprache als Englisch zu kommunizieren.

Momentan gibt es 4 nicht-englische Sprachen:


• Französisch
• Japanisch
• Koreanisch
• Vereinfachtes Chinesisch

Der NetWorker 7.5 ist jedoch bislang ausschließlich in


englischer Sprache verfügbar!

NetWorker Grundlagen Seite 1.7


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Bei der Installation müssen sie wegen interner


Abhängigkeiten die Reihenfolge einhalten !

Dies läßt sich sehr einprägsam mit Hilfe einer Pyramide erklären. So sah sie
bis zur NetWorker Version 7.3.x aus:
Sie ist vor allem bei
der Installation unter
UNIX/ Linux wichtig -
unter Windows ist
Server dieses Prinzip so gar
Software nicht mehr erkennbar;
on

Ins
ti

hier geben Sie nur


lla

Storage Node

tal
sta

lat
Software noch an, welche
-In

ion
Funktionalität der
De

NMC Software
NetWorker Rechner
bekommen soll.
Client Software

Und so ändert sich die Pyramide mit dem NetWorker Version 7.4.0 durch
die Einführung der Language Packs:

Server
Software
ion

Ins
lat

tal
l
sta

Storage Node
lat
-In

Software
ion
De

NMC Software
Language Packs
Client Software

Da das NetWorker Management Console Software Paket sehr groß ist


(ca. 300 MB), macht es Sinn, sie auszugliedern und sie nicht mit jedem
NetWorker Client zu installieren.

Seite 1.8 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.3. Was ist eine NetWorker Sicherung ?


Eine NetWorker Sicherung umfaßt alle die Daten, die von einem einzigen
Sicherungsbefehl (mit dem NetWorker Befehl save) gesichert werden
können.

1.3.1. Was ist ein Save Set / ein Save Stream ?


• Ein Save Set ist die sich aus der Sicherung ergebende
Datenmenge auf dem Sicherungsmedium.
Dies erscheint logisch und bedarf eigentlich keiner weiteren
Erklärung. Allerdings müssen Sie die Randbedingungen kennen:

- Ein Save Set umfaßt mindestens eine Datei


Das liegt auf der Hand - wo nichts zu sichern wird, wird
auch keine Sicherung erstellt werden.

- Ein Save Set kann nur so groß werden wie ein


Dateisystem
Sind mehrere Dateisysteme (Partitionen) vorhanden, wird
für die Sicherung jeder einzelnen ein neuer Sicherungs-
vorgang gestartet.

• Ein Save Stream bezeichnet den Datenstrom, der aktiv ist, um


die Daten eines Save Sets zu erzeugen.
Dieser Begriff bezeichnet also mehr den Vorgang einer
Datensicherung als die darin enthaltene Datenmenge. Der
Unterschied ist allerdings marginal, so daß er Save Stream und
Save Set auch oft verwechselt werden - ich selbst schließe mich
davon nicht aus.

Zur leichten Identifizierung tragen Sicherungen immer einen, prinzipiell


beliebigen Namen - geben Sie keinen an, vergibt der NetWorker Server ihn
automatisch. In diesem Fall ist es immer der nächsthöhere, gemeinsame
Pfadname. Sichern Sie also

D:\TEST und
D:\BEST erscheint der Save Set unter dem Namen
D:\

Sichern Sie jedoch

D:\TEST und
E:\TEST erscheint der Save Set unter dem Namen
/

Prinzipiell jedoch können Sie jeden beliebigen Namen vergeben - der


NetWorker macht dies sogar selbst, damit Sie die eigenen Sicherungen
leichter finden. So benutzt er beim Sichern seiner eigenen Datenbanken
Save Set Namen wie index bzw. bootstrap. Ich komme natürlich später
noch darauf zurück.

NetWorker Grundlagen Seite 1.9


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.3.2. Wie viele Save Sets können gleichzeitig


erstellt werden ?
Prinzipiell ist die Frage einfach zu beantworten:

Die maximale Zahl gleichzeitig aktiver Streams für eine Data Zone
wird vor allem auch durch die NetWorker Lizenzen bestimmt - das
oberste Limit liegt bei 512 Streams je Data Zone.

Ob Sie diesen Wert jedoch auch in der Praxis erreichen, hängt allerdings
dann auch von der Konfiguration Ihrer NetWorker Data Zone ab. Hierfür sind
vor allem diese Faktoren entscheidend:

• Die Geschwindigkeit des Netzwerks


Ein langsames Netzwerk kann nicht so viele Daten übertragen.
Folglich macht der NetWorker weniger aktive Streams auf.

• Die Anzahl der NetWorker Sicherungslaufwerke


Sicherlich ist es sinnvoll, nicht alle Streams zu einem Laufwerk
zu senden, sondern sie auf mehrere zu verteilen. Sie können
sie selbstverständlich auch an mehrere Storage Nodes verteilen.

• Die NetWorker Konfiguration


Auch sie muß stimmen - ist das nicht der Fall, limitiert sie das
theoretisch mögliche Maximum.

1.3.3. Wie viele Save Sets können gleichzeitig


wiederhergestellt werden ?
Die Antwort ist einfach:

Dem NetWorker ist egal, wozu Sie die Save Streams benutzen -
Schreiben oder Lesen sind für ihn letztendlich, bis auf die
Übertragungsrichtung, die gleichen Vorgänge.

Das ist auch logisch - ein Stream ist nichts weiter als ein Datenkanal - in
welche Richtung er die Daten überträgt, ist letztendlich egal.

Natürlich ist es auch möglich, Schreib- und Lesevorgänge gleichzeitig


ablaufen zu lassen - in den häufigsten Fällen aber werden Sie dazu mehrere
Laufwerke benutzen müssen, denn ein Laufwerk mit einem sequentiellen
Medium (also zum Beispiel ein Bandlaufwerk) läßt sich gleichzeitig entweder
nur zum Schreiben oder zum Lesen nutzen.

Beim Einsatz des neuen Laufwerkstyps Advanced File Device (also beim Technisch ist dies
Sichern auf eine Festplatte) ist es allerdings auch möglich, auf das gleiche allerdings nicht ganz
physikalische Medium zu schreiben und gleichzeitig von ihm zu lesen. richtig - jedoch wäre
es viel zu früh, diese
Details bereits jetzt zu
besprechen.

Seite 1.10 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.3.4. Wie schnell kann der NetWorker Daten


sichern ?
Die Notwendigkeit liegt auf der Hand:

Für die optimale Geschwindigkeit müssen Ihre Laufwerke


ausreichend schnell mit Daten 'gefüttert' werden. Ist die
maximale Datenrate Ihrer Laufwerke erreicht, kann auch eine
schnellere Umgebung den Durchsatz nicht weiter verbessern.

Der NetWorker versucht also, vor allem die Bandlaufwerke so schnell mit
Daten zu beliefern, daß sie beim Schreiben am Streamen gehalten werden.
Dies erreicht er auch mit dem sog. Multiplexing:

Ist ein NetWorker Client nicht dazu in der Lage, ausreichend Daten
zu liefern, holt sich der NetWorker einfach Daten von einem anderen
Client und 'mischt' sie so auf dem Medium, daß es nach Möglichkeit
im sog. Streaming-Mode gehalten werden kann.

Die Optimierung des Ob dies aber ausreicht, hängt ebenfalls wieder von der Konfiguration Ihrer
Durchsatzes ist in der NetWorker Lösung ab. Hierfür sind prinzipiell wieder die gleichen Faktoren
Regel kompliziert, entscheidend:
denn hierbei spielen
viele Einzelfaktoren • Die Geschwindigkeit des Netzwerks
zusammen. Generelle Ein langsames Netzwerkmedium kann schnelle Laufwerke nicht
Hinweise zur ausreichend unterstützen.
Durchsatzoptimierung
und hilfreiche Tests • Die Anzahl der NetWorker Sicherungslaufwerke
beschreibe ich im Werden die Daten auf zuviele Laufwerke verteilt, ist es
zweiten Teil des wahrscheinlich, daß nicht alle von ihnen im Streaming-Mode
Buches. gehalten werden können.

• Die NetWorker Konfiguration


Auch sie muß stimmen - werden zum Beispiel die Daten auf
mehr Medien verteilt als Laufwerke eingerichtet sind, können
nicht alle Datenträger gleichzeitig mit Daten versorgt werden.

1.3.5. Wie schnell kann der NetWorker Daten


wiederherstellen ?
Prinzipiell gilt:

Der NetWorker kann die Daten genauso schnell wiederherstellen


wie er sie gesichert hat.

Befindet sich ein Bandlaufwerk erst einmal im Streaming Mode,


ist die hierbei erreichbare Datenrate die Obergrenze.

Allerdings wird wahrscheinlich nie der Fall eintreten, daß Sie von einem
Medium alle gemultiplexten Sicherungen gleichzeitig wiederherstellen
müssen. In einem solchen Fall jedoch muß das Laufwerk auch Daten lesen,
die nicht zu den wiederherzustellenden Sicherungen gehören - in diesem
Fall ist die wiederherzustellende Datenmenge (viel) geringer als die tatsächlich
gelesene Datenmenge und der reale Durchsatz der Wiederherstellung
verringert sich entsprechend.

NetWorker Grundlagen Seite 1.11


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.4. Die NetWorker Datenbanken


In ihnen stecken die entscheidenden NetWorker Informationen - um ihre
Wiederherstellung nach einem Disaster so einfach wie möglich zu gestalten,
setzt der NetWorker auf ein konsolidiertes Datenbank-System:

Alle NetWorker Datenbanken werden ausschließlich auf dem


NetWorker Server gespeichert - so gibt es zwar für den Betrieb
einen 'Single Point of Failure', aber auch nur einen einzigen
Rechner, für den ein Disaster Recovery notwendig ist - den
NetWorker Server selbst.

Und hier die NetWorker Datenbanken im Überblick:

Datei-Indexe

NetWorker
Storage
Node

Konfigurationsdateien

NetWorker Medien-Index
Server NetWorker
Client

• Die Datei-Indexe (Client File Index, CFI) Den technischen


Sie speichern die Namen der gesicherten Dateien, und zwar Aufbau der einzelnen
getrennt für jeden einzelnen Client, hier angedeutet durch Datenbanken
mehrere Zylinder. beschreibe ich
detailliert im zweiten
• Der Medien-Index (Media Index, MI) Teil des Buches.
Er enthält 3 Informationen:
- Save Set Informationen
Informationen über jede Sicherung
- Volume Informationen
Informationen über die Medien (Volumes)
- Client-ID Informationen
Informationen über die sog. Client-ID, eine eindeutige
Nummer für jeden Client-Rechner. Sie spielt heute
nur noch eine untergeordnete Rolle.

• Die NetWorker Konfigurationsdateien (Resource Files)


Sie speichern die Information über die aktuelle NetWorker
Konfiguration sowie wichtige Zustandsinformationen.

Die getrennte Speicherung der Konfigurationsdaten erscheint logisch -


warum aber sind die Informationen zur Wiederherstellung der gesicherten
Dateien in unterschiedlichen Datenbanken zu finden? - Auf den ersten Blick
scheint die Trennung überflüssig - Sie werden aber gleich sehen, daß diese
Aufteilung durchaus sinnvoll ist.

Seite 1.12 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.4.1. Die automatische Kontrolle der NetWorker


Datenbanken
Die in der Größe kritische Datenbank ist der NetWorker Client File
Index - er enthält einen Eintrag je gesicherter Datei. Zwar liegt die technische
Grenze bei etwa 18 Exabytes und ist damit vorerst 'hinreichend' groß
ausgelegt - vor Erreichen dieses Limits gibt es aber praktische Grenzen.
Eine davon ist zum Beispiel, daß ohne Überwachung die Partition auf dem
NetWorker Server überlaufen würde. Um dies zu verhindern, gibt es zwei
Parameter, die für jeden Save Set definiert werden müssen:

• Die Browse Policy


Sie definiert, wie lange die Dateinamen im Client File Index
gespeichert bleiben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne werden
diese Informationen automatisch vom NetWorker Server gelöscht.

• Die Retention Policy


Sie bestimmt, wann der NetWorker die Sicherung wieder
automatisch überschreiben darf.

Entsprechend dieser Policies gibt es verschiedene Zustände für die


NetWorker Sicherungen und die Medien. Und natürlich ist auch wichtig, die
mögliche Konsequenz für die Sicherung zu betrachten.

Hier macht der NetWorker tatsächlich Unterschiede - dies hängt vor allem
damit zusammen, welches Medium er benutzt:

• Bei einem sequentielles Medium (einem Magnetband)


ist es nicht möglich, eine einzelne Sicherung, vor allem nicht
bei gemischten Daten, zu löschen.

Bei sequentiellen Medien (Bändern) kann eine Sicherung


natürlich nie einzeln gelöscht werden - hierfür muß immer
das ganze Band neu gelabelt werden.

• Bei einem Medium mit wahlfreiem Zugang (einer Festplatte)


ist jede Sicherung in einer separaten Datei gespeichert, die
natürlich individuell gelöscht werden kann.

Aus diesem Grund müssen beide Medientypen getrennt voneinander


betrachtet werden.

Ich habe den Aufbau der nächsten 4 Seiten bewußt so gestaltet, daß ein
direkter Vergleich für Sie einfacher wird.

NetWorker Grundlagen Seite 1.13


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.4.1.1. Die Zustände der Sicherungen auf


Magnetbändern
Den Lebenslauf einer Sicherung beschreibt das folgende Diagramm recht
gut - es ist leider in keiner NetWorker Literatur mehr zu finden:

Backup
Band wird
überschrieben
browsable Der gestrichelte Pfeil
deutet an, daß
einzelne Sicherungen
bereits mit dem
Zustand recoverable
recyclable Browse Policy erstellt werden; hierzu
läuft ab zählen zum Beispiel
die Sicherungen der
NetWorker Server
Datenbanken. Das ist
Ret. Policy sinnvoll, denn von
läuft ab solchen werden Sie
niemals eine einzelne
Datei wiederherstellen.
recoverable
Save Set Status

• Der Zyklus eines Save Sets beginnt mit der Sicherung selbst.
Zu diesem Zeitpunkt erhält die Sicherung den Zustand (Status)
browsable.

Er zeigt an, daß der Datei-Index zur die Wiederherstellung zur


Verfügung steht - mit den Benutzeroberflächen können Sie
durch ihn blättern (engl.: browse) und auf diese Weise einzelne
Dateien zur Wiederherstellung markieren.

• Die erste Änderung erfolgt, wenn die Browse Policy abläuft.


Zu diesem Zeitpunkt geschehen zwei Dinge:
- Der Zustand der Sicherung wird in recoverable geändert.
- Die Datei-Index Informationen für diese Sicherung werden
aus der Datenbank entfernt.

Beim Wiederherstellen werden Sie einzelne Dateien dieser


Sicherungen nicht mehr finden.

• Die zweite Änderung geschieht, wenn die Retention Policy


abläuft.
Zu diesem Zeitpunkt erlischt der Schreibschutz für die Sicherung
- sie wird als recyclable markiert - sie wird jedoch nicht aus
dem Medien-Index gelöscht.

Jetzt darf der NetWorker die Sicherung überschreiben - dies ist


natürlich nur dann zulässig, wenn alle Sicherungen auf dem
Medium den Zustand recyclable aufweisen.

Seite 1.14 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Im Zustand recoverable und recyclable haben Sie nicht mehr die


einfache Möglichkeit, einzelne Dateien über die grafische
Schnittstelle wiederherzustellen, sondern nur noch die ganze
Sicherung. Allerdings gibt es auch Auswege aus diesem
offensichtlichen Nachteil:

- Sie lesen die ganze Sicherung in ein temporäres Verzeichnis


zurück und holen sich einzelne Dateien von dort.

- Sie bauen die Client File Index für die Sicherung wieder auf
und überführen so die Sicherung wieder in den Zustand
browsable.

- Sie weisen den NetWorker direkt an, ganz bestimmte


Dateien zurückzulesen - hierzu müssen Sie aber deren
genauen Pfadnamen kennen.

• Erst wenn das Medium erneut gelabelt wird, verschwinden


alle bisherigen Verweise für die auf ihm gespeicherten
Sicherungen.
Allerdings überschreibt der NetWorker das Medium nur dann,
wenn er es wirklich braucht - die Tatsache daß er das Band
überschreiben darf, löst den Label Vorgang selbst noch nicht aus.
So können Sie die Daten bis zu diesem Moment wiederherstellen.

Wegen des besonderen Aufzeichnungsformates ist der NetWorker


sogar in der Lage, Daten von irrtümlich gelabelten Bändern
wiederherzustellen. Dies beschreibe ich ausführlich im zweiten
Teil des Buches.

NetWorker Grundlagen Seite 1.15


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.4.1.2. Die Zustände der Sicherungen auf


(Advanced) File Type Devices
Den Lebenslauf einer Sicherung beschreibt das folgende Diagramm recht
gut - es ist leider in keiner NetWorker Literatur mehr zu finden:

Backup
Sicherung wird
gelöscht
browsable Der gestrichelte Pfeil
deutet an, daß
einzelne Sicherungen
bereits mit dem
Zustand recoverable
recyclable Browse Policy erstellt werden; hierzu
läuft ab zählen zum Beispiel
die Sicherungen der
NetWorker Server
Datenbanken. Das ist
Ret. Policy sinnvoll, denn von
läuft ab solchen werden Sie
niemals eine einzelne
Datei wiederherstellen.
recoverable
Save Set Status

• Der Zyklus eines Save Sets beginnt mit der Sicherung selbst.
Zu diesem Zeitpunkt erhält die Sicherung den Zustand (Status)
browsable.

Er zeigt an, daß der Datei-Index zur die Wiederherstellung zur


Verfügung steht - mit den Benutzeroberflächen können Sie
durch ihn blättern (engl.: browse) und auf diese Weise einzelne
Dateien zur Wiederherstellung markieren.

• Die erste Änderung erfolgt, wenn die Browse Policy abläuft.


Zu diesem Zeitpunkt geschehen zwei Dinge:
- Der Zustand der Sicherung wird in recoverable geändert.
- Die Datei-Index Informationen für diese Sicherung werden
aus der Datenbank entfernt.

Beim Wiederherstellen werden Sie einzelne Dateien dieser


Sicherungen nicht mehr finden.

• Die zweite Änderung geschieht, wenn die Retention Policy


abläuft.
Zu diesem Zeitpunkt erlischt der Schreibschutz für die Sicherung
- sie wird als recyclable markiert - und sie wird physikalisch
gelöscht.

Das macht auch Sinn, denn ein solches Laufwerk soll 'nur als
Cache-Speicher' eingesetzt und niemals voll werden.

Seite 1.16 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

Im Zustand recoverable und recyclable haben Sie nicht mehr die


einfache Möglichkeit, einzelne Dateien über die grafische
Schnittstelle wiederherzustellen, sondern nur noch die ganze
Sicherung. Allerdings gibt es auch Auswege aus diesem
offensichtlichen Nachteil:

- Sie lesen die ganze Sicherung in ein temporäres Verzeichnis


zurück und holen sich einzelne Dateien von dort.

- Sie bauen die Client File Index für die Sicherung wieder auf
und überführen so die Sicherung wieder in den Zustand
browsable.

- Sie weisen den NetWorker direkt an, ganz bestimmte


Dateien zurückzulesen - hierzu müssen Sie aber deren
genauen Pfadnamen kennen.

• Natürlich können Sie auch ein solches Medium erneut labeln -


in diesem Fall verschwinden natürlich auch alle auf ihm
gespeicherten Sicherungen.

NetWorker Grundlagen Seite 1.17


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.4.1.3. Die Zustände der Medien


Einen ähnlichen Zyklus wie für die Sicherungen gibt es für die NetWorker
Medien:

Medium wird
gelabelt
Medium wird Der gestrichelte Pfeil
neu gelabelt deutet an, daß das
appendable Medium nicht voll sein
muß, um recyclable zu
werden. Das ist zum
Beispiel dann der Fall,
wenn Sie es nach
recyclable einer Sicherung durch
Sicherungen ... Auslagern in einem
Safe dem direkten
Zugriff durch den
NetWorker entziehen.
Ret. Policies
laufen ab

full
Volume Status

• Damit es zum Sichern benutzt werden kann, muß das Medium


gelabelt werden.
Es erhält den Zustand appendable - Daten sind 'anfügbar'.

• Wurde das Medium bis zur Kapazitätsgrenze gefüllt, markiert


der NetWorker es als full .
Damit der NetWorker es neu verwenden kann, müssen die
Retention Policies aller auf ihm gespeicherten Sicherungen
abgelaufen sein. Die Sicherung mit dem am längsten vordatierten
Ablaufdatum ist hier entscheidend.

• Ist der Schreibschutz für alle Sicherungen abgelaufen, erhält


auch das Medium den Zustand recyclable - es ist jetzt zum
Überschreiben freigegeben.
Wie bereits gesagt, labelt der NetWorker ein Medium
automatisch nur dann, wenn er es wirklich braucht. Bis dahin
können Sie die Daten immer noch zurücklesen.

• Wird das Medium neu gelabelt, startet der Zyklus erneut.

Bitte beachten Sie:

Eine einzige Sicherung mit einer längeren Retention Policy reicht


bereits aus, um das ansonsten frei werdene Medium daran zu
hindern, den Zustand recyclable anzunehmen.

Aus diesem Grund sollten sie solche Sicherungen physikalisch


voneinander trennen und auf ein anderes Medium sichern. Dies
erreichen Sie durch die Sicherung in einen anderen Pool (siehe
Kapitel 29).

Seite 1.18 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.4.2. Das Füllen der Index Datenbanken


Dies geschieht üblicherweise beim Sichern:

• Der NetWorker Client füllt den Datei-Index


Nur der Client kennt die gesicherten Dateien, weshalb er diese
Information an den NetWorker Server weiterleitet.

• Der NetWorker Storage Node füllt den Medien-Index


Der Storage Node kennt die genaue Anfangsposition der
Sicherung auf dem Sicherungsmedium - er gibt diese
Information an den NetWorker Server weiter.

Der NetWorker Client baut die File Index Daten in den Datenstrom ein und
leitet sie so aufbereitet an den Storage Node weiter. Bei diesem Vorgang
'hört' der NetWorker Server mit und filtert die Daten für den Datei-Index aus
dem Datenstrom heraus:

Index
Daten

save Index
Daten
Server
Save
Stream
Client

Save
Stream
Storage Node

Die Speicherung der Index Daten geschieht synchron zur


Datensicherung!

Als logische Konsequenz muß die Netzwerkanbindung zwischen NetWorker


Client und dem Server schnell genug sein, damit auch bei einem lokalen
Bandlaufwerk am Storage Node der Streaming Mode erreicht wird - ist dies
nicht der Fall, muß das Laufwerk öfter zurückspulen, was wiederum den
Durchsatz entscheidend senkt. Anders ausgedrückt:

• Die lokale Sicherung weniger großer Dateien an einem Storage


Node gestaltet sich auch bei einem langsamen Netzwerk
problemlos.

• Das lokale Sichern vieler kleiner Dateien an einem Storage Node


wird beim Einsatz eines langsamen Netzwerks selbst dann zu
Durchsatzproblemen führen, wenn die Daten lokal gesichert
werden.

Im zweiten Teil des Buches habe ich in einer Fallstudie dieses Verhalten
genauer untersucht.

NetWorker Grundlagen Seite 1.19


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Wie Sie dem Bild auch noch entnehmen können, wird der 'gemischte'
Datenstrom, also einschließlich der Index-Informationen, direkt auf das
Sicherungsmedium geschrieben.

Diese 'embedded Metadata' führen zu einem entscheidenden NetWorker


Vorteil:

• Generell läßt sich jeder einzelne Datenblock wiederherstellen.

• Die Informationen für beide Datenbanken können beim Lesen des


Mediums zurückgewonnen werden (sog. selbst-extrahierende
Archive). Auf diese Weise lassen sich auch fremde Medien
(solche aus einer anderen Data Zone) problemlos in Ihre eigene
integrieren.

Würde diese Information auf dem Medium fehlen, wäre das einfach nicht
möglich. Merke:

You can only recover what you have backed up.

So offensichtlich 'blöd' dieser Spruch auch scheint - er sagt eigentlich alles


aus: Notfalls können Sie alle Sicherungen und ihre Index Daten durch
das Lesen all Ihrer Medien zurückgewinnen.

Im Fall der Wiederherstellung der Datenbanken nach einem Disaster würde


das Lesen eines jeden Mediums allerdings viel zu lange dauern. Aus diesem
Grund ist es wichtig, daß der NetWorker Server seine Datenbanken in
regelmäßigen Abständen selbständig konsolidiert sichert - dies senkt den
Zeitaufwand für den Wiederaufbau der Datenbanken auf einen Bruchteil.

Trotzdem ist die Information, daß es keiner Index-Daten bedarf, um wieder


an alle Sicherungen heranzukommen, nicht ganz unwichtig. Das einzige,
was der NetWorker, außer der kompatiblem Hardware benötigt, sind Ihre
Sicherungsmedien.

Wie Sie in Kapitel 36 erfahren werden, ist die Rücksicherung der NetWorker
Datenbanken der einfachste und schnellste Wiederherstellung überhaupt.

Seite 1.20 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.4.3. Das Benutzen der Datenbanken


Die geschieht spätestens bei der Datenrücksicherung. Hierbei haben Sie
prinzipiell zwei Möglichkeiten:

Client File
Datei
Index
Info
Ze
it NetWorker
Storage
Save Set Volume Node
Info Info

Sav
e Se
NetWorker t Re
cove
Server ry NetWorker
File
Rec Client
over
y

• Bei einer dateiweisen Wiederherstellung (File Recovery)


benötigen Sie den Client File Index und den Medien Index.

Diese Methode ist also nur für browsable Save Sets


anwendbar.

Zunächst blättern durch den File Index des NetWorker Clients


und markieren die wiederherzustellenden Dateien.

Starten Sie den Vorgang, ermittelt der NetWorker Server


zunächst, zu welcher Sicherung diese Daten gehören. Diese
Angabe befindet indirekt im Datei-Index, denn dort sind
auch die Sicherungszeiten gespeichert (selbstverständlich
haben alle Dateien einer Sicherung die gleiche Zeit!).

Mit der Save Set Information findet er über die Abfrage des
Medien-Index den Aufenthaltsort der Sicherung heraus - mit ihr
kann er jetzt der Storage Node anweisen, das richtige Medium
zu laden und zu positionieren.

Schließlich werden die Dateien aus der NetWorker Sicherung


zurückgelesen und am NetWorker Client gespeichert.

• Bei der Wiederherstellung ganzer Sicherungen (Save Set


Recovery) benötigen Sie nur den Medien Index.

Folglich ist diese Methode immer anwendbar.

Prinzipiell wird der gleiche Mechanismus benutzt, nur der


Ansatz ist ein anderer.

Bei einem solchen Vorgang interessieren Sie einzelne Dateien


nicht - Sie wollen ja die ganze Sicherung. Folgerichtig können
Sie direkt den Medien-Index benutzen.

NetWorker Grundlagen Seite 1.21


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.4.4. Was ist wichtiger - der Datei- oder der


Medien-Index ?
Die Antwort ist eindeutig und logisch - es ist der Medien Index:

Informationen über die gesicherten Dateien wären absolut


nutzlos, wenn der NetWorker nicht wüßte, wo genau und auf
welchem Medium die Sicherung zu finden wäre!

1.4.5. Die Vorteile der NetWorker


Datenbankstruktur
Zur Speicherung von Datei- und Medien-Index benutzt der NetWorker eine
modifizierte WISS Datenbank (WISS = Wisconsin Storage Systems, eine
Datenbank, die vor Jahren an der University of Wisconsin entwickelt wurde).
Auf ihre Details werde ich im zweiten Teil des Buchs bei der Besprechung
der Datenbank-Strukturen genauer eingehen.

Wichtig ist allerdings, daß seit dem NetWorker 6.0 die Daten des
Datei-Index für jede Sicherung in einem Satz von jeweils 3
Dateien gespeichert wird.

Dieser Trennung ist vor allem aus folgenden Gründen vorteilhaft:

• Jede Sicherung hat ihren eigenen Datei-Index.


Durch diese Trennung wird ein eventueller Schaden begrenzt.
Fällt zum Beispiel der Strom aus, sind die Index-Dateien dieser
Sicherungen defekt - dies hat jedoch keinen Einfluß auf die
Datei-Indexe anderer Sicherungen.

• Der Datei-Index einer Sicherung läßt sich leicht löschen.


Bei 'richtigen' SQL Datenbanken ist das Löschen ein Problem -
es läßt sich nur umständlich über die Komprimierung der ganzen
Datenbank erreichen. Dies aber ist ein langwieriger Vorgang, der
außerdem ausreichend freien Festplattenplatz benötigt (die
benutzten Bereiche der Datenbank müssen kopiert werden).

Der NetWorker jedoch braucht nur die 3 Index-Dateien der


Sicherung zu löschen - eine Sache von Sekunden(bruchteilen).

• Nach einem Disaster Recovery ist die Rücksicherung alter


Datei-Indexe nicht erforderlich, um neue Sicherungen
durchführen zu können.
Der NetWorker Server ist sofort für neue Sicherungen bereit.
Sicher ist die Wiederherstellung alter Datei-Indexe für die
Wiederherstellung sinnvoll - dies kann jedoch auch zu einem
späteren Zeitpunkt und nach Ihren Prioritäten stattfinden.

• Der wichtigere Medien-Index bleibt relativ klein.


Ich habe zwar schon von Medien-Indexen im Bereich von 1 GB
gehört, in der Regel beträgt er aber nur etwa 50 ... 100 MB,
wodurch er schnell zu sichern und wiederherzustellen ist.

Seite 1.22 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.5. Sichern und Wiederherstellen von Daten


Um den NetWorker zu verstehen, sollten Sie wissen, wie der NetWorker
beim Sichern und Wiederherstellen prinzipiell arbeitet.

1.5.1. Sichern
Der NetWorker arbeitet beim Sichern grundsätzlich nach dem unten
aufgezeigten Schema - hierbei interessiert momentan die Erstellung der
Index-Daten sowie die Steuerung durch den NetWorker Server nicht:

NetWorker Client NetWorker Storage Node

save

*asm nsrmmd
XDR
Format OpenTape Format

Daten ASM = Application Specific Module

Zur dateiweisen Sicherung benutzt der NetWorker grundsätzlich den Befehl


save , der letztendlich ein Anwendungs-spezifisches Programm (Application
Specific Module, ASM) aufruft. Das ASM Programm hat zwei grundlegende
Aufgaben zu erfüllen:

- Es weiß genau, wie die Daten zu behandeln sind - es arbeitet


Anwendungs-spezifisch.

- Es wandelt die Daten in das XDR Format um.


XDR = External Data Representation

Anschließend wird der Datenstrom an den Storage Node weitergeleitet, wo


ihn das Programm nsrmmd aufbereitet und auf dem Medium speichert - bei
Magnetbändern geschieht dies im sog. Open Tape Format .

NetWorker Grundlagen Seite 1.23


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Das XDR Format

Es wurde von der Firma Sun Microsoystems entwickelt und zur


Standardisierung vorgeschlagen.

Zweck des Formats ist es, die Daten Betriebssystem-unabhängig


zur Verfügung zu stellen. Das Bild stellt den Vorteil allerdings nicht
heraus - er ist erst dann relevant, wenn Sie gleichzeitig mehrere
Sicherungen von Clients mit unterschiedlichen Betriebssystemen
sichern:

Nur die Verwendung eines Betriebssystem-unabhängigen


Datenformats ermöglicht das Mischen dieser Save Streams.
Wäre dies nicht der Fall, müßte jedes Betriebssystem zu einem
anderen Zeitpunkt gesichert werden.

Das Open Tape Format Format

Hierbei handelt es sich um ein NetWorker spezifisches, ein sog.


proprietäres Datenformat. Zwar wurde es niemals standardisiert, es hat
sich jedoch durch die weite Akzeptanz bei den NetWorker Kunden und
durch die OEM Kunden zu einem de-facto Standard entwickelt.

Es gibt viele Vorteile für den Einsatz des Open Tape Formats. Einige
von ihnen sind:

• Es ist erprobt und zuverlässig


Jeder einzelne Datenblock läßt sich genau identifizieren, Ein Beispiel, wie Sie
zuordnen und wiederherstellen. Das ist sogar möglich, Daten von einem
nachdem das Medium gelabelt wurde. irrtümlich gelabelten
Band wiederherstellen,
• Mehrere Datenströme lassen sich miteinander auf einem zeige ich im zweiten
Medium 'mischen' Teil des Buchs.
Diese Eigenschaft wird Multiplexing genannt. Voraussetzung
dafür ist aber die Eigenschaft, daß die einzelnen Datenblöcke
genau identifiziert und zugeordnet werden können.

• Es ist nicht an ein Betriebssystem gebunden


Jedes NetWorker Medium läßt sich an jedem NetWorker
Storage Node lesen. Sie müssen also vorher nicht wissen,
ob es sich um ein UNIX, ein Windows oder um ein NetWare
Band handelt. Auf diese Weise sind Sie in der Lage, auch
unbekannte Medien 'zu importieren'.

• Die Migration der Daten ist nicht notwendig


Wollen Sie das Betriebssystem Ihres NetWorker Servers
oder eines Storage Nodes wechseln, müssen Sie die alte
Version nicht weiter zur Wiederherstellung bereithalten.

• Doppelte Sicherungshardware wird überflüssig


Aus der letzten Aussage ergibt sich auch, daß Sie für die
Wiederherstellung keine reservierte Hardware benötigen.

Wie Sie sehen, ergänzen sich XDR Format und Open Tape Format in idealer
Weise.

Seite 1.24 NetWorker Grundlagen


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1.5.1.1. Sichern von Dateien


Haben Sie erst einmal das Prinzip verstanden, ist die Erklärung der speziellen
Sicherungsmethoden einfach - sie bleiben prinzipiell gleich, nur werden die
'allgemeinen' Programme durch spezielle ausgetauscht:

NetWorker Client NetWorker Storage Node

save

uasm nsrmmd
XDR
Format OpenTape Format

Daten uasm Der ASM, der das Dateisystem


zu lesen und zu schreiben
versteht

Der einzige Unterschied zum Bild auf der Seite 1.23 liegt darin, daß jetzt der
ASM verwendet wird, der für die Anwendung "Sichern von Dateien" richtig ist
- uasm .

Die Abkürzung uasm stand ursprünglich für UNIX ASM - seitdem allerdings
auch NetWorker Clients für andere Betriebssysteme existeren, benutzt EMC
lieber die Bezeichnung Universal ASM. Dieser Begriff ist jedoch mit Vorsicht
zu genießen, denn das Programm ist nicht ganz so universell, wie es auf den
ersten Blick scheint:

Denken Sie daran, daß die ASMs auf dem NetWorker Client arbeiten -
ASMs sind also Betriebssystem-spezifisch.

Folgerichtig können Sie heute nicht Dateien zwischen Client-Rechnern


unterschiedlicher Betriebssystem-Familien übertragen, also zum
Beispiel nicht von einem NetWorker/Windows Client zu einem NetWorker
Client für UNIX/Linux - und umgekehrt.

Zwar besteht prinzipiell die Möglichkeit, die uasm Programme entsprechend


universell zu gestalten - die Übertragung der Daten selbst wäre damit kein
Problem. Weil hierbei allerdings andere Eigenschaften wie Rechte und
Zugriffslisten nicht richtig übersetzt werden und so Sicherheitsmechanismen
ausgehebelt werden, wurde auf die Implementierung einer solchen Lösung
verzichtet.

NetWorker Grundlagen Seite 1.25


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1.5.1.2. Sichern von Datenbanken


Auch hier gibt es, im Vergleich zur allgemeinen Funktionsweise, keine
grundsätzliche Änderung.

Prinzipiell ist es möglich, die Datenbank auf zwei verschiedene Arten zu


sichern:

• Im 'abgeschalteten' Zustand (sog. cold backup)


Das ist jedoch nichts anderes als eine Dateisicherung.

• Im aktiven Zustand (sog. hot backup)


Hier sind dann aber in der Regel noch zusätzliche Schritte
auszuführen.

Für den Umgang mit Datenbanken ist es aber wichtig, die


Daten über die vom Datenbank-Hersteller spezifische
Schnittstelle (zum Beispiel RMAN oder XBSA) zu lesen - nur
solche Lösungen werden auch von Herstellern selbst
unterstützt.

Das Sicherungsprogramm macht also im Prinzip nichts


anderes, als die Datenbank zu veranlassen, die Daten über die
Schnittstelle zu senden, wo sie von ihm erfaßt werden.

Die Schnittstelle ersetzt quasi den ASM und ist fest definiert.
Sie muß jedoch über spezielle Befehle angesprochen werden -
save wäre falsch, denn dieser Befehl würde ja nichts weiter
als eine Dateisicherung einleiten. Genau dieses Schema zeigt
die Abbildung:

NetWorker Client NetWorker Storage Node

db_save

DB Interface nsrmmd
XDR
Format OpenTape Format

Daten Der Datenbank-spezifische save


Befehl steuert die DB-Schnittstelle an.
Sie “enthält“ quasi den ASM.

Ist eine DB-spezifische Schnittstelle zum Sichern/Wiederherstellen


der Daten nicht vorhanden, ist ein bestimmter ASM erforderlich. Dies ist
zum Beispiel beim NetWorker selbst der Fall - sein Medien-Index wird mit
Hilfe des Programms nsrmmdbasm gesichert, wie Sie später noch sehen
werden.

Seite 1.26 NetWorker Grundlagen


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1.5.2. Wiederherstellen
Die Wiederherstellung der Daten ist nichts weiter als die Umkehrung der
Richtung mit dem Befehl recover, unter der Beibehaltung der gleichen
Mechanismen:

NetWorker Client NetWorker Storage Node

recover

*asm nsrmmd
XDR
Format OpenTape Format

Daten NetWorker benutzt genau den gleichen


Mechanismus wie bei der Sicherung

Der Rest ist einfache Logik ...

1.5.2.1. Wiederherstellen von Dateien


Nach den zuvor angestellten Überlegungen weist der Befehl recover das
Programm uasm an, die Übertragungsrichtung umzukehren:

NetWorker Client NetWorker Storage Node

recover

uasm nsrmmd
XDR
Format OpenTape Format

Daten uasm Der ASM, der das Dateisystem


zu lesen und zu schreiben
versteht

NetWorker Grundlagen Seite 1.27


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1.5.2.2. Wiederherstellen von Datenbanken


Auch hier gibt es keine wesentliche Änderung - der Datenbank-spezifische
recover Befehl stößt die Wiederherstellung über die Datenbank-interne
Schnittstelle an:

NetWorker Client NetWorker Storage Node

db_recover

DB Interface nsrmmd
XDR
Format OpenTape Format

Daten Der Datenbank-spezifische recover


Befehl steuert die DB-Schnittstelle an.
Sie “enthält“ quasi den ASM.

1.5.3. Andere Sicherungsmethoden


Zusätzlich zu diesen allgemeinen Methoden unterstützt der NetWorker eine
Reihe weiterer Methoden. Zu ihnen zählen unter anderem:

• Sichern und Wiederherstellen von RAW Laufwerken


Diese Methode ist relativ unproblematisch, denn hierfür gibt es
den speziellen rawasm. Er existiert als 'interner' ASM; das
bedeutet, daß er nicht als eigene Programmdatei vorhanden ist.

Ich behandle diese Methode im zweiten Teil.

• Sichern und Wiederherstellen über NDMP


Diese Methode ist bei lokalen Sicherungen von NDMP Filern
erforderlich, wo sich keine Software (nicht einmal der NetWorker
Client) installieren läßt.

Auch dieses Thema beschreibe ich im zweiten Teil des Buchs


detailliert.

• Anlegen, Sichern und Wiederherstellen von Snapshots


Diese Methode dient dazu, Sicherungen von einem aktiven
Dateisystem anzulegen, obwohl die Dateien benutzt werden -
eventuelle Änderungen während der Sicherungen werden in einem
Cache-Speicher gepuffert und später nachgeführt.

Snapshots beschreibe ich im dritten und vierten Teil.

Seite 1.28 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.6. Die generellen NetWorker Arbeitsmethoden


DerNetWorker verfügt über verschiedene 'Betriebsarten', auf die in diesem
Handbuch immer wieder Bezug genommen werden. Zur Klärung der Begriffe
sollen hier die einzelnen Modi kurz vorgestellt werden.

1.6.1. Sichern (Backup)


Beim Sichern handelt es sich um das Kopieren von Dateien auf das
Sicherungsmedium. Dieses Verfahren benötigt nur einem einzigen
Arbeitsschritt.

Tape
Device

Optical
Device

Dateisystem
File
Device

Schreiben
- Entweder durch ein manuelles (ad-hoc) Backup oder
- Durch einen automatischen Sicherungsvorgang

NetWorker Index
- Der Datei-Index wird mitgeführt
- Der Medien-Index wird mitgeführt

Lesen
- Manuell über den NetWorker Befehl recover

Vorteile
- Es existiert mindestens ein Duplikat der Datei(en)
- Das Sicherungsmedium ist beliebig
- Das Original wird nicht verändert

Einschränkungen
- Keine

NetWorker Grundlagen Seite 1.29


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.6.2. Archivieren (Archiving)


Beim Archivieren handelt es sich um das Auslagern von Dateien auf einem Das Archivieren von
besonderen Sicherungsmedium, wobei insgesamt drei Schritte durchgeführt Dateien mit dem
werden sollten: NetWorker spielt heute
nur noch eine sehr
- Kopieren der Dateien auf das Archivierungsmedium geringe Rolle - eher
- Vergleichen der Kopie mit dem Original (Option) verwendet der Kunde
- Löschen der Quelldateien nach erfolgreichem Vergleich (Option) eine Sicherung und
weist ihr eine sehr
lange Retention Policy
zu.

en
rüf Tape
3. Löschen berp Device
Ü
2.

1. Sichern Optical
Device

Dateisystem File
Device

Schreiben
- Entweder durch einen manuellen (ad-hoc) oder
- Durch einen automatischen Archivierungsvorgang

NetWorker Index
- Der Datei-Index kann mitgeschrieben werden
- Der Medien-Index wird mitgeführt

Lesen
- Manuell über den NetWorker Befehl nsrretrieve

Vorteile
- Festplattenspeicher kann freigegeben werden
- Das Sicherungsmedium ist beliebig

Einschränkungen
- Die Datei wird von der Festplatte gelöscht
- Ohne zusätzliche Sicherung existiert nur 1 Kopie
- Durch die Überprüfung ist die Archivierung eher langsam
- Sie benötigt eine besondere Lizenz

Seite 1.30 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

1.6.3. Kopieren (Cloning)


Hiermit ist das Kopieren einer oder mehrerer NetWorker Sicherungen
(Save Sets) auf ein weiteres Medium gemeint. Es ist also ein Arbeitsgang,
der nicht auf die Quelldateien, sondern auf die vorhandenen NetWorker
Sicherungen angewandt wird.

Technisch gesehen ist das Clonen nichts anderes als das Lesen einer
ganzen Sicherung (Save Set Recover) bei gleichzeitigem Schreiben (Write).

Tape Tape
Device Device

Optical Optical
Device Device

File File
Device Device

Schreiben
- Manuell oder
- Automatisch nach einem Sicherungs- oder Archivierungsvor-
gang

NetWorker Index
- Der Datei-Index wird mitgeführt
- Der Medien-Index wird mitgeführt

Lesen
- Manuell über einen NetWorker Befehl recover

Vorteile
- Es gibt mehrere Instanzen einer Sicherung (höhere Sicherheit)
- Die Daten lassen sich konsolidieren (neu ordnen).
Hierdurch wird die Datenwiederherstellung einer Sicherung in
der Regel schneller.
- Das Clone-Medium kann beliebig sein.

Einschränkungen
- Bei aktivierter Konsolidierung ist das Clonen langsamer, je
höher der Parallelism für das Sicherungslaufwerk eingestellt
wurde.

NetWorker Grundlagen Seite 1.31


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1.6.4. Umlagern (Staging)


Mit dem Begriff Staging ist das Umlagern (die Migration) einzelner Sicherungen
auf ein anderes Medium gemeint. Prinzipiell unterscheidet sich das Staging
nicht vom Cloning - allerdings wird der Verweis auf den Save Set im Medien
Index entsprechend umgelenkt.

1.6.4.1. Das manuelle Staging


Wie oben erwähnt, unterscheidet sich das Staging prinzipiell nicht vom
Cloning - die schematische Darstellung bleibt also die gleiche:

Tape Tape
Device Device

Optical Optical
Device Device

File File
Device Device

Diese Methode werden Sie ausschließlich zu Service-Zwecken anwenden.


Haben Sie zum Beispiel Sicherungen mit unterschiedlich großen Retention
Policies auf einem Medium gespeichert, könnten Sie sie später umlagern,
um diesen Fehler zu beheben.

1.6.4.2. Das automatische Staging


Sie können allerdings auch ein automatisches Staging einrichten:

- Zuerst werden Dateien auf einem (Advanced) File Type Device,


also auf einer 'Cache'-Platte gesichert

- Von dort aus erfolgt dann das automatische Umlagern der


Sicherungen auf ein anderes Medium gemäß den Einstellungen

- Schließlich werden die Dateien vom (A)FTD gelöscht

Tape
Device
3. Löschen

1. Sichern 2. Clonen Optical


Device

File Device
Dateisystem File
Device

Seite 1.32 NetWorker Grundlagen


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Der Einsatz dieser Methode ist relativ häufig, und zwar aus den folgenden
Gründen:

• Sicherungen auf ein File Device sind sehr schnell


So läßt sich die Sicherungszeit minimieren - zur späteren
Migration der Sicherungen ist der Zugriff auf den Client nicht
mehr erforderlich.

• Auf die Daten des File Devices läßt sich wahlfrei zugreifen
Hiermit eignet sich die Methode ideal als Puffer, um die Daten
von zu 'sammeln', bevor sie dann später auf Magnetband
migriert werden.

Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Daten der Client
Rechner nur so langsam eintreffen, daß das Bandlaufwerk
beim Sichern nicht im Streaming Mode gehalten werden kann -
beim Bandlaufwerk dauert das Re-positionieren des Bandes
einige Sekunden, bei einem File Device sind die Köpfe nach
weniger als 1 ms wieder an der gleichen Stelle.

Schreiben
- Über einen manuellen Sicherungsvorgang oder
- Durch ein automatisches Backup auf eine Festplatte mit
späterer automatischer Auslagerung der Sicherungen auf ein
anderes Medium

NetWorker Index
- Der Datei-Index wird mitgeführt
- Der Medien-Index wird mitgeführt

Lesen
- Manuell über den NetWorker Befehl recover

Vorteile
- Es existiert mindestens eine Kopie des Originals
- Die Sicherung auf die lokale Festplatte kann sehr schnell
erfolgen, wodurch die notwendige 'Downtime' von
Anwendungen und Datenbanken am NetWorker Client
minimiert wird
- Das Auslagern ist nur noch bedingt zeitkritisch
- Beim Auslagern können die Daten konsolidiert werden
- Während der Verweildauer auf dem 'Cache'-Laufwerk ist ein
sehr schnelles Recovery mit wahlfreiem Zugriff möglich

Einschränkungen
- Eine ausreichend große Festplatte als Zwischenspeicher ist
erforderlich
- Solange sich die Dateien ausschließlich auf dem Staging-
Device befinden, sind sie nur bedingt sicher
- NetWorker File Devices benötigen zusätzliche Lizenzen

NetWorker Grundlagen Seite 1.33


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

1.7. Kontrollfragen zu diesem Kapitel


1. Wie lauten die drei grundlegenden NetWorker Funktionalitäten ?

2. Was verstehen Sie unter einer NetWorker Data Zone ?

3. An welchem NetWorker Rechner muß mindestens ein


Sicherungslaufwerk installiert werden ?

4. Darf ein NetWorker Client von mehreren NetWorker Servern


gesichert werden ?

5. Warum können Sicherungslaufwerke an Storage Nodes nicht für


mehr als eine NetWorker Data Zone definiert werden ?

6. Welche NetWorker Software Pakete kennen Sie ?

7. Warum müssen Sie bei der Installation/De-Installation die Einhaltung


der richtigen Reihenfolge beachten ?

8. Mit welchen Befehl starten Sie eine NetWorker Sicherung ?

9. Wie schnell können Sie beim Sichern werden ?

10. Wie schnell können Sie beim Wiederherstellen werden ?

11. Welche NetWorker Datenbanken kennen Sie ?

12. Welche Informationen werden neben denen zu einer Sicherung in


welcher Datenbank festgehalten ?

13. Welche Parameter bestimmen die Zustände der NetWorker


Sicherungen ?

14. Welche Zustände für NetWorker Sicherungen kennen Sie ?

15. Welche Zustände für NetWorker Medien kennen Sie ?

16. Wann darf der NetWorker ein Medium selbständig überschreiben ?

17. Können Daten nach dem Labeln eines NetWorker Bandes noch
wiederhergestellt werden ?

Seite 1.34 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

18. Welches ist die wichtigere Index Datenbank ?

19. Welche Datenbanken benötigen Sie bei der dateiweisen


Wiederherstellung ?

20. Welche Datenbanken brauchen Sie, wenn Sie ganze Sicherungen


wiederherstellen möchten ?

21. Welcher Begriff wird durch die Buchstabenkombination 'ASM'


abgekürzt ?

22. Welcher ASM wird zur Dateisicherung benutzt ?

23. Mit welchem ASM sichert der NetWorker den Medien Index ?

24. Welchen Vorteil hat die Anwendung des XDR Formats ?

25. Nennen Sie mindestens 3 Vorteile des NetWorker Open Tape


Formats

26. Wie sichert der NetWorker fremde Datenbanken ?

27. Welche anderen Methoden der Datensicherung unterstützt der


NetWorker ?

28. Was ist für den Einsatz der Datenmigration zwingend erforderlich ?

29. Auf welche Weise stellen Sie Dateien wieder her, die mit Hilfe der
Migration gesichert wurden ?

30. Wann wird das manuelle Staging einsetzt ?

31. Wozu wird das automatische Staging benutzt ?

32. Was bezeichnet der Begriff 'Unterstützte Sicherungshardware' ?

33. Welche englische Begriff bezeichnet den gleichzeitigen Einsatz


mehrerer Sicherungslaufwerke ?

34. Wozu dient das Multiplexing primär ?

35. Welche Treiber benötigen Legato Sicherungslaufwerke ?

NetWorker Grundlagen Seite 1.35


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

Diese Seite wurde absichtlich nicht beschrieben.

Seite 1.36 NetWorker Grundlagen


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

2. Was ist neu in der Version 7.5 ?


Fast alle Erweiterungen und Verbesserungen der NetWorker Version 7.5
beziehen auf alle unterstützten Betriebssysteme. Ich ordne sie diesen
Gruppen zu:

• Neue funktionale Eigenschaften


• Verbesserungen hinsichtlich der Bedienung
• Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit

2.1. Funktionale Erweiterungen


Diese neuen und verbesserten Eigenschaften wurden mit dem EMC NetWorker
7.5.0 eingeführt:

• Der NMC Web Server läuft jetzt als Daemon/Service


Mit dem NetWorker 7.5.0 wurde der bisherige TCL Web Server
für die NMC GUI durch den Apache Web Server abgelöst.
Damit ändert sich natürlich auch der Name des ausführenden
Programms und in diesem Fall auch seine Funktion innerhalb
des Betriebssystems.

• Sichern umbenannter Verzeichnisse


Mittels einer neuen, eigenen Methode ist der NetWorker 7.5
jetzt in der Lage, umbenannte Verzeichnisse auch bei inkre-
mentellen und differentiellen Sicherungen sicher zu erkennen
und diese mitzusichern.

• Das ‘Directed Recovery’ ist jetzt auch für Save Sets möglich
Für das sog. Directed Recovery mußten bislang Sicherungen
zwingend den Zustand browsable besitzen - diese Operationen
waren also nur bei vorhandenem Client File Index möglich.

Mit der Version 7.5 kann der NetWorker jetzt auch ein Directed
Recovery für Sicherungen mit dem Zustand recoverable bzw.
recyclable durchführen. Dies spart den notwendigen Scan-
Vorgang.

• Bedingte Sicherungen (sog. ‘Probe-Based Backups’)


Der NetWorker 7.5 kann jetzt, zusammen mit einem entsprech-
enden Skript, den Start einer Sicherungsgruppe in Anhängigkeit
einer Bedingung durchführen. Damit kann er eine Gruppe jetzt
nicht nur zu einer bestimmten Uhrzeit starten.

• Virtual ‘Path-to-Tape’ Unterstützung für NDMP Cloning


Diese neue Funktionalität ermöglich die direkte Kopie von
NDMP Sicherungen, die auf einer VTL gespeichert sind, auf die
Bänder einer direkt an ihr angeschlossenen Jukebox.

• Die Unterstützung von ‘Volume Replication’ für VTLs


Mit dieser neuen Eigenschaft können Sie jetzt Medien zwischen
zwei AFTD Laufwerken bzw. zwischen AFTD und VTL Medien
sehr leicht synchronisieren.

Was ist neu beim NetWorker 7.5? Seite 2.1


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

• Der ‘Savegroup Parallelism’


Mit dieser Eigenschaft können Sie die Anzahl der Save Streams
für jede Sicherungsgruppe begrenzen.

• Erweiterung für den ‘scanner’ Befehl


Neue Optionen ermöglichen jetzt eine schnellere Positionierung
des Mediums beim Scannen.

2.2. Verbesserungen hinsichtlich der


Bedienung
• Änderungen bei der Benachrichtigung von Lizenzproblemen
Der NetWorker 7.5 informiert Sie jetzt abgestuft über bald
ablaufende Lizenzen.

• Der neue ‘License Conformance Summary Report’


Dieser Report verschafft ihnen nun einen schnellen Überblick
über alle Lizenzen und zeigt Ihnen eine eventuelle Unterlizen-
sierung auf.

• Die Option ‘Savegroup log by job id’


Mit dieser Option haben Sie es jetzt leichter, die Protokolle der
einzelnen Sicherungen einer Gruppe zu lokalisieren und ihre
spezifischen Protokolle einzusehen.

• Die Änderung der ‘Bootstrap Notification’


Auch der NetWorker Server für Windows informiert Sie jetzt
standardmäßig per Email über die Bootstrap-Sicherung.

• Neue Optionen für den Befehl 'nsrclone'


Drei neue Optionen für diesen Befehl machen seinen Einsatz
jetzt noch flexibler, so daß Sie wahrscheinlich jetzt beim Clonen
ohne ein spezielles Script auskommen werden.

• Der neue ‘Client Backup Configuration Wizard’


Er ist jetzt besser in die NetWorker Administration GUI
integriert und in seiner Bedienung noch einfacher und flexibler
geworden.

• Die neue VMware Integration


Das NetWorker 7.5 Administration Programm ist jetzt in der
Lage, über einen vCenter Server die Struktur virtueller
Datacenter automatisch zu ermitteln. Von hier aus können Sie
dann mit Hilfe des neuen Client Backup Configuration Wizard
Ihre virtuellen NetWorker Clients einrichten.

2.3. Verbesserungen hinsichtlich der


Sicherheit
• Verschlüsseln mit Hilfe von ‘Lockboxes’
Die neue Resource Lockboxes ermöglicht Ihnen jetzt, Login-
Paßworte, die zum Beispiel von NetWorker Datenbank-Modulen
benötigt werden, verschlüssselt zu übertragen.

Seite 2.2 Was ist neu beim NetWorker 7.5?


EMC NetWorker, Release 7.5.x Deutsche Anleitung - Teil 1

• Unterstützung des IPv6 Protokolls


Der NetWorker 7.5 unterstützt jetzt auch die Datenübertragung
über das IPv6 Protokoll.

• LDAP v3 Authentifizierung für NMC User


Mit dem NetWorker 7.5 ist es möglich, nicht nur die integrierte
sog. native Authentifizierung zu verwenden, sondern hierzu
auch einen anderen Authentifizierungs-Server (z.B. LDAP) zu
benutzen. Somit ist die Anmeldung als User in der Domäne
ausreichend - eine weitere Anmeldung am NMC Server entfällt.

• Kein Standard-Paßwort beim NMC Login


Beim erstmaligen Anmelden am NMC Server wird jetzt
automatisch der Standard-Account administrator/administrator
benutzt - Sie müssen das Paßwort nur noch ändern.

• Verschiedene Rechte für NMC User


Mit Hilfe von 3 sog. Roles können Sie jetzt jedem NMC User
unterschiedliche Rechte zuweisen.

2.4. Lizensierungs-Änderungen
• Beim Update von einem älteren NetWorker Server brauchen
Sie den entsprechenden Update Enabler
Andernfalls steht Ihr NetWorker Server sofort. Der NetWorker
7.5 Update Enabler lautet ea7e6c-a61631-bf0db0.

2.5. Support-spezifische Änderungen


• Die Installation eines NetWorker Servers oder Storage
Nodes auf einem virtuellen Rechner wird nicht unterstützt
Hierzu gibt es jetzt eine klare Aussage in den Release Notes.

• Änderungen bei den Meldungen können Änderungen an


Ihren Scripts erfordern
Wenn Sie in Ihren Scripts NetWorker Meldungen auswerten,
könnten neue bzw. geänderte Eigenschaften evtl. die
Anpassung Ihrer Scripts erfordern.

• Vor der Installation der NetWorker 7.5 NMC Software müssen


Sie jetzt die JRE Software installieren
Die Java Runtime Environment (JRE) Software gehört jetzt
nicht mehr zum Lieferumfang der NetWorker Software. Bei
Bedarf müssen Sie sie separat installieren.

• JRE auf Rechnern mit IPv6 Adressen


Für bestimmte Installationen gibt Einschränkungen. Bitte lesen
Sie die Hinweise in Kapitel 8.4.

• Setzen von NetWorker Umgebungsvariablen in einem


SUN Cluster
Wollen Sie bei SUN Cluster Lösungen Umgebungsvariable
setzen, müssen Sie dies in der richtigen Reihenfolge tun.
Details hierzu finden Sie im Abschnitt 8.5.

Was ist neu beim NetWorker 7.5? Seite 2.3


Deutsche Anleitung - Teil 1 EMC NetWorker, Release 7.5.x

• Unterstützung von ‘Persistent Bindings’ für Windows und


Linux Rechner
Der NetWorker 7.5 unterstützt jetzt für Windows und Linux
auch solche Persistent Bindings, die auf Betriebssystem-Ebene
definiert wurden.

• Das DXUL-spezifische ‘save’ Programm wurde entfernt


Wegen einer Inkompatibilität wurde dieses Programm ersatzlos
gestrichen.

• Nicht mehr unterstützte Umgebungen


Mit dem NetWorker 7.5 wurden einige wenige, ältere
Umgebungen nicht mehr getestet und folglich auch nicht mehr
freigegeben. Details hierzu finden Sie in Kapitel 8.8.

2.6. Undocumented Features


Darunter verstehe ich Erweiterungen und Änderungen, die nicht als solche in
den Release Notes aufgeführt sind.

• Änderungen bzgl. ‘nwrecover’


Die Recover GUI für UNIX & Linux Rechner wurde geändert
und erweitert, um jetzt vor allem auch das grafische Directed
Recovery ganzer Sicherungen zu unterstützen.

• Field Help
Mit einem neuen Symbol haben Sie jetzt in der NetWorker
Administration GUI die Möglichkeit, direkt die spezielle Hilfe
zum aktiven Fenster aufzurufen.

• Starten der User GUI von der Admin GUI


Jetzt können Sie diese grafische Oberfläche auch vom Kontext-
Menü der Client-Configuration starten.

• Drucken und exportieren von Tabellen


In der NetWorker Administration GUI können Sie jetzt jede
Tabelle auf vier verschiende Arten exportieren oder drucken.

• Die ‘Backup Config’ Liste der Clients


Hierbei handelt es sich um ein neues Element der NetWorker
Client Resource. Ihre genaue Bedeutung hat sich mir noch
nicht erschlossen. Laut Field Help benutzt sie der NetWorker
lediglich für interne Zwecke.

• Änderungen an den ‘Notifications’


Zwei neue Notifications unterstützen die automatische
Erkennung Ihrer VMware Umgebung.

• Änderungen am nsrlic Befehl


Durch den neuen License Conformance Summary Report
stellt sich die Ausgabe zu diesem Befehl jetzt anders dar.

• Der neue ‘Security Configuration Guide’


Dieses neue Handbuch enthält Details zur Zugriffssteuerung, zu
den Logdateien, zur Benutzung der TCP/IP Ports sowie zum
Verschlüsseln der Sicherungsdaten.

Seite 2.4 Was ist neu beim NetWorker 7.5?