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A very murray christmas – Rezensionen

www.thatsmusical.de, 22.12.11

A very Murray Christmas - Chris Murray (CD)


Mit "A very Murray Christmas" hat Chris Murray seine erste Weihnachts-CD vorgelegt. Der
charismatische Musicaldarsteller, der durch Hauptrollen in Musicals wie "Les Misérables",
"Jesus Christ Superstar" und "The Scarlet Pimpernel" bekannt wurde und in der Regel auf
dramatische Rollen abonniert ist, wagt sich mit seiner weihnachtlichen Soloscheibe auf
neues Terrain.

Auf die Frage, warum er sich ausgerechnet für ein Weihnachtsalbum entschieden hat,
obwohl doch jeder Sänger schon ein solches aufgenommen hat, schreibt Murray im
Booklet: „Die anderen sind nicht ich!“ Und damit liegt er vollkommen richtig. Trotz der recht
konventionellen Titelauswahl (19 Tracks) überrascht die CD vor allem mit erfrischenden
und teils sehr witzigen Arrangements von Philipp Polzin, der mit "Winter Love" auch ein
wundervolles Pianostück beisteuert.

Melancholische Weihnachtslieder hat Chris Murray auf seinem Weihnachtsalbum


vermieden. Dafür verbreitet er gute Laune mit den im Swing- und Jazzsound arrangierten
Songs "Here Comes Santa Claus" und "Rudolph, the Red-nosed Reindeer", aber auch mit
einem englischen Klassiker wie "Jingle Bells". Seine komödiantische Seite stellt er in
"Grandma Got Run Over by a Reindeer" vor, während er Songs wie "Believe" und "The
Christmas Song" sehr gefühlvoll mit gewohnt klassischer Stimmfarbe interpretiert.

Und selbst aus dem viel zu oft gehörten und normalerweise eher langweilig anmutenden
"Stille Nacht" haben Murray und sein Arrangeur eine coole Swingnummer gemacht, die
sich auch perfekt als Dinnermusik eignen würde. Insgesamt also eine sehr stimmige und
empfehlenswerte Weihnachts-CD, die nicht nur Fans von Chris Murray gefallen dürfte,
sondern zur weihnachtlichen Grundausstattung eines jeden CD-Regals gehören sollte.

Text: Dominik Lapp

www.musicalzirkel.de, 23.12.11

„A very Murray Christmas“ - Mit Chris Murray durch die


Vorweihnachtszeit
Chris Murray ist kein Unbekannter und sein Name im Programmheft steht für
ein Maß an Qualität, das erfüllt wird.
Nun hat Chris Murray sein erstes Weihnachtsalbum („A very Murray
Christmas“) herausgebracht. Der bunte Mix an bekannten Weihnachtsliedern,
arrangiert von Philipp Polzin, ist reich an unterschiedlichen Stimmungen und
Stilen, so daß wohl auch für den größten Weihnachtsmuffel etwas dabei sein
dürfte.
Mit der CD hat der erfahrene Darsteller wieder einmal bewiesen, daß er
wirklich für Qualität steht und gerne mal mit einer ganz eigenen Interpretation
überrascht.
Wer also von der seichten Berieselung der Kaufhaussender genug hat, der
kommt an dieser CD nicht vorbei.

Die CD gibt es bei Sound of Music

Bewertung: (5 von 5)

www.unitedmusicals.de, 23.12.11
Eine Herzensangelegenheit - Verry Murray Christmas
Gemeinsam mit Komponist, Arrangeur und Musicaldarsteller Philipp Polzin ('Der fliegende
Holländer') hat Chris Murray ein ungewöhnliches Weihnachtsalbum mit 19 Titeln
aufgenommen, das ihm während der Arbeit im Studio immer mehr zur
Herzensangelegenheit wurde. Jedem sein ganz persönliches Weihnachtsgefühl stärken
möchte der Sänger und Musicaldarsteller mit 'A Very Murray Christmas'. Traditionell
deutsche, amerikanische, internationale Weihnachtslieder und besinnliche Titel finden sich
hier in eher klassischen und auch mal eher gewagten Arrangements. So platt das klingen
mag, es ist wirklich für jeden etwas dabei.
Dem einen sind die amerikanischen Weihnachtslieder wie Winter Wonderland, Jingle
Bells, Here Comes Santa Claus, Rockin' Around the Christmas Tree oder Rudolph, the
Red-nosed Reindeer näher, wo es locker swingt und zuweilen auch mit Genuss von
Sänger und Pianist gegrooved wird.

Andere horchen bei der schlichten, fast ehrfürchtigen Interpretation von den Klassikern
Stille Nacht leicht swingend, aber absolut stimmig arrangiert und Leise rieselt der Schnee
auf, mit Triplets am Klavier und Einsatz elektrischer Violine, oder genießen die
instrumentale Version von Still, still, still, bei der fallender Schnee die Geräuschkulisse
bildet.

Etwas gewöhnungsbedürftig und synthesizerlastig ist dagegen das auch rein


instrumentale Medley von Morgen, Kinder – Gloria, das mit Klängen von elektrischer
Gitarre und Percussion angereichert ist. Geschmackssache ist – wie immer, wenn andere
Arrangements und Tempi genutzt werden – die flottere Version von White Christmas mit
den etwas dominanten Percussionklängen, während der Sänger eher sanft singt. Chris
Murray kommentiert das folgendemaßen: "Why, so sad … mh, much better." The
Chrismas Song dagegen ist ganz im Stil von Frank Sinatra oder Bing Crosby interpretiert,
wobei zur Klavierbegleitung eine Jazz-Combo hinzukommt.

Mary's Boy Child ist ein Gospel mit viel Rhythmus und Blues. Chris Murrays
Eigenkomposition, für die er zudem den Text schrieb, Just a Baby, geht schon in Richtung
Reggae und holt die frohe Botschaft von der Geburt des göttlichen Kindes auf die
menschliche Ebene. Es ist auch ein Baby, „a small and tiny boy“ und so wie jedes
Neugeborene für seine stolzen Eltern „a packet of joy“.

Auch Philipp Polzins Soli – allen voran seine Komposition Winter Love – sind dazu
angetan, eine unaufdringliche Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Wie es die
Geräuschkulisse am Anfang des instrumentalen Stücks impliziert, kommt man von
draußen wie aus einem Schneesturm ins Zimmer und zündet in der Stille eine Kerze an.
Zu den Liedern, die einen zur Ruhe kommen lassen, und die Weihnachtshektik vergessen
lassen, gehört auch das ungemein sanft gesungene schwedische Weihnachtslied
Koppången, das zeigt, wie schön die Powerstimme von Chris Murray auch hier klingen
kann. In die Begleitung sind allein Glockenspiel und Violine eingearbeitet. Aus dem
Polarexpress kommt die zu Herzen gehende Ballade Believe, die im Original Josh Groban
singt. Etwas sanfter, aber nicht minder intensiv interpretiert Chris Murray das Lied über die
Magie der Weihnachtszeit, die einem helfen kann, an sich zu glauben. Um die wunderbare
Adventszeit geht es auch in Rolf Zuckowskis Lied Dezemberträume, das den Einzelnen
fragt, was Weihnachten für ihn ist, und ihn auffordert, sich auf die Magie von Kerzenlicht
ein- und Melodien, wie so manche auf diesem gelungenen Album, ins Herz
hineinzulassen.

Barbara Kern

www.musicals-unlimited.net, 22.12.11

Last minute Geschenktipp: „A very murray christmas“ (Eine etwas andere


Rezension)

Kennen Sie das auch: die langen Schlangen mit Briefen, Päckchen und Paketen
beladener Leute, die in der Post mehr oder weniger geduldig darauf warten, ihre
Aufmerksamkeiten für die Lieben noch rechtzeitig auf den Weg zu bringen? Erleben Sie in
diesen Tagen auch die Briefträger und Paket-Zusteller, die es besonders eilig haben, ihr
Zustell-Pensum zu erledigen? Durch die Verspätungen, die in diesem Trubel trotz aller
Bemühungen entstehen, erreichte die Musicals Unlimited-Redaktion erst gestern, drei
Tage vor Heiligabend, ein Rezensionsexemplar von „A Very Murray Christmas“.

Gut, schieben wir die alljährliche Vorweihnachtshektik zur Seite, legen die CD ein und
hören, was uns innerhalb einer knappen Stunde (59:45 Min.; 19 Tracks) erwartet. Doch
Moment - zuerst einen Blick in das kleine, klar und zweisprachig in Deutsch/Englisch
gestaltete Booklet (Grafikdesign: Elixirion) werfen! Klar, der Audio-Weihnachtssilberling ist
von Chris Murray, dem bekannten Musical-Künstler, der auf dieser CD nicht nur singt,
sondern für sie die künstlerische Leitung übernommen hat. Entstanden ist die Aufnahme in
enger Zusammenarbeit mit Philipp Polzin, der für die Arrangements und die Produktion
gesorgt hat. Beide Künstler begründen im Booklet, warum sie eine Weihnachts-CD auf
den Markt bringen. - Es gibt wohl Menschen, die das für überflüssig halten...
Jetzt aber den Play-Button drücken und die Aufnahme abspielen! Von Anfang an klingt sie
interessant. Hm, kann ein Rolf Zuckowski-Titel richtig erwachsen klingen? - Ja, er kann!
„Dezemberträume“ (Track 3) beweist das. (Zum Glück wurde auf Zuckowskis
„Weihnachtsbäckerei“ verzichtet, mit der man in schier sämtlichen TV-Weihnachtsgalas
traktiert wird. Puh! - Nun gut, das war jetzt ein wenig übertrieben. Nix für ungut, Herr
Zuckowski!)
Zurück zur Sache: Auf Track 4 kommt mit „Rockin’ Around The Christmas Tree“, dem
ersten von zwei auf der CD enthaltenen Christmas Song-Standards des jüdischen (!) New
Yorker Komponisten Johnny Marks(1909 - 1985) amerikanische Weihnachtsstimmung auf.
Lieder mit US-Herkunft gibt es auf „A Very Murray Christmas“ noch mehr zu hören: So
erlebt man beispielsweise eine rasante musikalische Schlittenfahrt mit „Jingle Bells“ und
sieht bei „Grandma Got Run Over By A Reindeer“ ländliche Gegenden und hohe
Nadelbäume vor dem inneren Auge. Eine helle Freude ist es, wie der amerikanische
Muttersprachler Murray auf seinem Album mit verschiedenen sprachlichen Akzenten spielt.
Unter den Titeln internationaler Komponisten geht es vielseitig und durchaus
überraschend zu. Die Arrangements sind kein Einheitsbrei; sie klingen im besten Sinne
handgemacht, und man merkt ihnen an, dass die Künstler sich a) etwas dabei gedacht
haben und b) ihren Spaß bei der Produktion hatten. Je eine Eigenkomposition - Philipp
Polzins instrumentale, atmosphärisch dichte „Winter Love“ sowie das rhythmisch
überraschende „Just A Baby“ von Chris Murray - ist auch auf der CD zu finden.
Es mag nicht jedermanns Geschmack treffen, das traditionelle „Gloria“ im E-Gitarrensound
und mit „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ kombiniert oder ein mit „Ave Maria“
unterlegtes „Leise rieselt der Schnee“ zu hören; kreativ und musikalisch stimmig sind
diese Arrangements auf jeden Fall! Spannende Kombinationen gibt es noch weitere auf „A
Very Murray Christmas“ zu entdecken; so wird ein mit einem schneereichen Winter
assoziierter Titel wie „White Christmas“ leicht sonnig-lateinamerikanisch verpackt.
Aber keine Angst, die gefühl- und stimmungsvollen Lieder sind auch mit Titeln wie
„Believe“ (Ballard/Silvestri) oder „The Christmas Song“ (Tormé, Wells/Tormé) vertreten. Zu
guter Letzt erklingt „Stille Nacht“, und bei dieser gelungenen Fassung hört man noch
einmal klar Chris Murrays biografischen Hintergrund heraus, vereinen sich hier doch
deutsche und amerikanische Tradition.
Der CD-Player surrt; gut 59 Minuten musikalischer Weihnachtsstimmung sind vorbei, aber
diese CD wurde garantiert nicht zum letzten Mal gehört! Auf „A Very Murray Christmas“
nimmt man einige Weihnachtsklassiker wieder ganz neu wahr. Den Gegnern der x-ten
Weihnachts-CD sei also gesagt, dass diese Aufnahme nicht beliebig klingt; der Hörer
erlebt eben „A Very Murray Christmas“.
Haben Sie schon alle Geschenke für das diesjährige Weihnachtsfest besorgt, so denken
Sie ruhig daran, dass nach dem Weihnachtsfest gleichzeitig vor dem Weihnachtsfest ist. In
diesem Sinne: „Murray... äh... Merry Christmas!“ und „Frohes Fest!“

www.musical-total.de, 24.12.11
A very murray christmas (2011) – Chris Murray, Philipp Polzin
Eine neue Weihnachts-CD in schwarz-weiß-goldenem Outfit ist seit Jahresende im Handel
zu haben. Eine Neue unter vielen? Chris Murray („Les Misérables“, „Elisabeth - Legende
einer Heiligen“) setzte dieser Frage im CD-Booklet von „A Very Murray Christmas“ gleich
ein sehr sympathisches Statement entgegen:
„Ich wurde allen Ernstes gefragt, wieso ich in dieser übersättigten Welt ein
Weihnachtsalbum machen wollte, wo schon jeder und sein Bruder Weihnachtslieder
eingespielt hat. Meine Antwort? A) Die sind nicht ich! Und B) Warum nicht! Und Bah
Humbug an alle Scrooges da draußen.
(…) Es mag sich kitschig anhören, aber ich glaube wirklich daran, dass, wenn nur eine
Person da draußen (…) einen kleinen Funken Weihnachtsfreude mehr verspürt, weil sie
dieses Album gehört hat, es sich für mich gelohnt hat, die CD zu machen. (…) “
Genau diesen Geist vermittelt auch die CD. Zusammen mit Philipp Polzin („Jesus Christ
Superstar“, Komponist „Der fliegende Holländer“) kreierte Murray eine stimmungsvolle
Zusammenstellung an weihnachtlichen Songs. 19 bekannte und beliebte deutsche und
englische Weihnachtslieder vorwiegend im Big Band/Swing Style sowie in stillen
Pianoklängen bringen Weihnachtsstimmung mitten ins Wohnzimmer. Darunter unter
anderem „Stille Nacht“, „Winterwonderland“ und „Jingle Bells“. Vier instrumentale Stücke
sind ebenso auf der CD enthalten, wie z.B. „Morgen Kinder – Gloria“.
Bei schnelleren Stücken, wie z.B. „Ruldolph, the Red-nosed Reindeer“ oder „Rockin‘
around the Christmas tree“ ist der Spaß und die Freude, die der kraftvolle Sänger beim
Einspielen der Lieder hatte, klar herauszuhören und dennoch liegt die eigentliche Stärke
der CD in den ruhigeren, stimmungsvollen Liedern. Ein Highlight der CD ist zum Beispiel
„Believe“ von Alan Silvestri, bekannt aus dem Animationsfilm „Der Polarexpress“, das
Murray mit sanfter Stimme einfühlend interpretiert. Einmal mehr zeigt Chris Murray, was
für ein hervorragender Sänger er ist. Mit seiner umfangreichen Tenorstimme zaubert er mit
dieser CD sicher nicht nur dem Musicalfan ein weihnachtliches Lächeln aufs Gesicht. Auch
eine Eigenkomposition Murrays ist auf der CD vertreten: „Just a Baby“.
Und nicht zu vergessen: Unter den instrumentalen Stücken ist besonders „Winter Love“
von Philipp Polzin hervorzuheben - ein besinnliches, wunderschön klangvolles Stück, das
die Gedanken in ruhige Winterlandschaften fortschweben lässt.
Erhältlich ist die CD bei Sound of Music und Amazon (Deutschland, USA, England,
Frankreich und Japan). Wenn es also noch schnell gehen muss und die Songs unter dem
Weihnachtsbaum liegen sollen, bietet sich ein Download bei Amazon oder itunes an.
In diesem Sinne: A Very Murray Christmas. (jg)