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BezirksgerichtDöbling
Obersteinergasse
1 1 9 0W i e n
20-22
Tel.: *43 (0X 360033120
DVR:0000485063
BitteobigeGeschäftszahl
in allenEingaben
anführen

0 1 51 0 P 1 1 8 / 1 0 -h I
Mag. Jane Bürgermeister
Gentzgasse1419112
1 1 8 0W i e n

PFLEGSCHAFTSSAGHE:

Betrcflene Percon:
Mag.Jane Bürgermeister
Gentzgasse14/9112
1160Wien

EINSTELLUNG
DESSACHWALTERSCHAFTSVERFAHRENS
($ 122AuBStrG)

BESCHLUSS

DasVerfahren,in dem die Notwendigkeit der BestellungeinesSachwalters


fär Mag.JaneB0rgermeister, geb.am: 19.01.19ö6,
Gentzgasse 14/st12,
A-1190wien,
geprüftwird, wird eingestellt.

Begründung

Das bisherigeVerfahrenhat ergeben,dassMag.JaneBürgermeister in der Lageist,alle ihre Angele-


genheitenohne Gefahreines Nachleilstür sich selbstzu besorgen.

Bereitsbei Einfühntngdes Sachwalterrechts durchBGBI1983/136 wurrlemit Abs 2 letzterSatzdes


"Ein
$ 273(heuteS 26E)ABGBklargestellt: Sachwalterdarf nichtnur deshalbbestelttwerden,um einen
Drittenvor der Verfolgungeines,wennauch bloBvermeintlichen, Anspruchszu schi.itzen."
Sogenannten Querulanten kannnur dannein Sachrvalter bestelltwerden,wennsie zufolgepsych-
ischerKrankheitoder geistigerBehinderungsichselbstRechtsnachteile zuziehen,zB durehkostenäuf-
wendigemutwitligeoder offenbaraussichtslose ProzerBführung (Stabentheiner in Rumme13 g 223ABGB
Rz 4 mwN).
In der Anregungder Sachwalterschaft durchdas BG Hietzingwird dazununausgefühd,es bestünde
die Gefahr.
'dass eine solsheSelbctschärJigurrgdadurclreirrtritt,Clss CieBetrofienes!:änrtigneueSchärzungen rler
Liegenschaften des Erblassersbeantragt,obwohldiesebereitsgeschätztwurden;
- dassweitereKostenentstehen, weil eine Einigungder Erbenaufgrunddes Verhaltensder Betroffeiren
nichtabsehbarist;
- sowie(7 Nc 8/10h)ein auchvon der Betroffenen selbstmehrfach(AS353u.a.)vorgelegtesE-Mailihres
Brudersund MiterbenMichaelBürgermeister vom 14.11.2009 zur Kenntnisgebracht,in welchemdieser
der Betroffenen tatsächlich(auchselbst-)schädigendes Verhaltenvorwirft,fieilich in einerzugleichgegen
den professionellen ehemaligenSachwalterdes Erblassers(gemeinsames Feindbild)gerichtäten, ein--
deutigvom eigenenKonfliktstandpunkt geprägtenund wenigsachlichenpolemik.
Aus den der Sachwalteranregung beigelegtenUnterlagenkanndas Sachwaltergericht indesdie Ge-
fahr,die BetroffenewerdeständigneueSchätzungen beantragen, nichtableiten.Vielmehrgeht aus ihnen
hervor,dasses die beidenBrüderund Miterbender Betroffenen waren,welcheein vorliegendes, dem
Standpunkt der Betroffenenentgegenkommendes Gutachten, den Werteiner Liegenschaft (Gentzgasse)
betreflend,nichtanerkennenwolltenund die Neuschätzung forderten.Lediglichin Reaktiondaraul- und
nachdemsie einerseitsloggl klarstellte,gerichtlicheSchätzungen geltenlassenzu wollen(AS 31,37)-
behardedie BetroffeneDIESFALLS dannAUCH(AS 33,39,41,53,57)auf einer Schätzungder anderen
Nachlassliegenschaft Nästlbergergasse (derenihrerAnsichtnachebenfallszu niedrigerbisheriger
Schätzwert ihrzum Nachteilgereichthätte,wobeisie an einerStellenochden sie begünstigenden Fehler
der erstenSchätzung- im von der Betroffenen selbstvorgelegtenBeschwerdebrief an die Vblksanwalt-
schaftzweimalauf AS 119- einräumte,was bei sonsttatsächlicheinzuräumenden Aspektenquerulatori-

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schenVerhaltenswie Häufigkeitund Umfangvon Eingaben,Neigungzu Verschwörungstheorien uvm


durchausauch Fähigkeit zu-sachlicher Distanz beweist). Richtig ist, dass sie in AS 59 vorwirft, der Notar
wolleentwedernur die Gentzgasse oder gar nichts(neu)schätzenlassen,alsooffenbardochauchdie
,,garnichts"-Variante ablehnt,ähnlichin ÄS 63 (Vorwurf,keinezweiteSchätzungbeiderLiegenschaften zu
bäabsichtigen) und in AS E3.Aber auchletztgenannte Passagensind im Lichtihresaus AS 53 hervorge-
hendenStändpunktes zu sehen,wonachtetztlichbeidezu erkennenvermeintenSchätzfehler einanderim
Ergebniskompensierten. Mag der stillschweigend vorausgesetzte Gedanke,neueSchätzwerte würdenin
jtäi"n*m Maßein die gleiche(gemeint:"richtige",undzwar nachoben gehende)Richtungabweiche-n,
äuchanfechtbarsein,Io ist er'äochnachvollziLtrbar. Auf keinenFallkanndarausbzw.überhauptauf dem
gen"rr"n auf der Überprüfung einesGutachtens durchein neuerliches, wie es ja den Verfahrensord-
nungenkeinesfallsfremOist, Oaraufgeschlossen werden,es wtlrdenständigneueGutachtengefordert
werden.
Was mangelndeBereitschaft zur Einigungbetrifft,so ist einerseitsvom Gesetzfilr den Fallder
Nichteinigung Voisorgegetroffen(wasbeiEigentumswohnungen, wo ideellesMiteigentum von drei Per-
sonenzu-ie e-inem Orittet rechtlictr nicht möglich ist, freitich die von der Betroffenen ungeliebte, aber nicht
schädigende Varianteeiner gerichtlichen Feilbietungbedeutenwürde),andererseits ist die diesbezüg-
liche Bäfürchtung des Verlaslenschaftsgerichts durchdas Protokolldes Gerichtskommissärs vom
11.8.2010 (AS 4Sd-469)und den jilngstenE-Mail-Verkehr der Betroffenen mit ihrem BruderMichaelnach-
träglichentkräftet.
Die Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit der nunmehrigen Sachwalteranreg.ung (sie
i a ? , r
stündeim Zusammenhang a a m m a h h ' n d H i t i r ^
mit von ihr n i h r als
r l c Journalistin
. l n r r r n a l i c . l i n frühzeitig
f r i i h z e i t i o erkannter
e r k a n n t e r und
u n d aufgedeckter
a u f o e d e C k t e f U b e f Zzeich-
e i Ch
nungder SchweinegrippelGefahr d,rrchdie Pharmaindustrie) übertrifftzwar nochin ihrer Realitätsferne
frühäreVerschwörungiiheorien der Betroffenen, wie sie schonmit ausschlaggebend für die sachwalter-
anregungwaren.Alle-rdings darf nichtvergessenwerden,dassgeradebei Menschenvom Persönlichkeit-
stypu-s där Betroffenen dei bevormundend-entmündigende AspeK einer Sachwalterschaft als geradezu
existenzbedrohend, an den Grundfesten ihres Dasein"s rättelnü empfunden werden muss, was Überreak'
tionendieserArt erkläft,welchewiederumfür ihre Umweltbelastend,letztendlich aber nichtselbstschä-
d i g e n ds i n d .
Aus all diesenGründenwar das sachwalterverfahren einzustellen.

Döbling
Bezirksgericht
10,am 31. August 2010
Gerichtsabteilung
Dr. HannesWinge
(RTcHTER)

Rechtsmittelbelehru ng

Rekurs Sie könnendiesenBeschlussmit Rekursanfechten.


ErhebenSie keinenRekurs,wird der Beschluss14Tagenach der Zustellungrechts'
urirksam.

ttirkung Der Rekurshal grundsätzlich


aufschiebende Wirkung.
Hat das Gerichfeinem Beschlussaber vorläufigeVerbindlichkeit oder Vollstreck-
barkeitzuerkannt,so kanner auchdann,wenn Sie Rekurserheben,ausgeführtund
vollstrecktwerden.
GegenEntscheidungen über die vorläufigeVerbindlichkeit ist
oder Vollstreckbarkeit
nicht
ein Rechtsmittel zulässig.

Einbringung Der Rekursist immer beim GerichtersterInstanz,also bei jenem Gericht,von dem
der Beschlussstammt,einzubringen.

Frlst Der Rekursist binnen14TagennachZustellungdiesesBeschlusses einzubringgn'


Achtung:Auch eine Hinterlegung beim Postamtgilt grundsätzlichals Zustellung,Für
den Friitenlaufist in einemsolchenFalldie Hinterlegungundnichterst die Abholung
maßgeblich. WarenSie überdie 14-tägige Fristhinausabwesend undwollenSieden
Beschluss anfechten, so wendenSie sich bitte an
unverzüglich das Gericht.

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Der Rekursist grundsätzlich schriltlicheinzubringenund muss von thneneigenhän-
dig unterschriebensein (E-MailoderFarreicnt niätrt;.
sie müssenauch eine ausreichende Anzahlan Äui'rertigungen
legen,damitdas Gerichtjeder anderenverfahrenrpurt"i"inä lhres Rekursesbei-
kann. öteicnscnriftzustellen
Der Rekurskann auch mündlichzu Protokollerklärt
ten sind. werden,wenn sie nicht vedre-
lm Rekursverfahren könnensie sich durcheine Rechtsanwältin/einen
in bestimmtenFällenauchdurcheine Notarin./einen Rechtsanwalt,
ruoiäiveäi.ten lassen,müssen
dies aber nicht.wenn sie sich vertretenlassen*oir"",
Rechtsanwärtin/ei oä"n'äour.nur durch eine
nen Rechtsanwalt oder eine Notarinleinen t iotar.
DerRekursmusshinreichend erkennenlassen,auswelchenGrünclen
angefochtenwird und wercheandere Entscheidung der Beschluss
sie anstreben.wenn sie nur
einenTeildes Beschlusses anfechten woilen,so ist diesgenauanzugeben,
fallsgilt der Beschluss andern_
als zur Gänzeangefochten.
Rekurs- wird.einRekursgegeneinenBeschluss
beantwortung erhoben,mit dem über die sacheoder über
die Kostendes Verfahrensentschieoenwiro, so wird
Parteieine Gleichschrift leoer anoärenaktenkundigen
(Kopie)des Rekurseszugestellt.Diesekönnen
14Tagenab Zustellungder Rekursschrift dann binnen
eine Re-kursu.int*ortungeinbringen.Wird
eine Rekursbeantwortung-eingebracht,so erhaltensie oiesevoÄ Gerichtzugestellt.
Der Rekursund allfälligeRekürsbeant*ättungen werden-dann
Gerichtzur weiterenEntscheidung dem übergeordneten
vorgete!t.
Verfahrenshilfe sie kÖnnenbinnender obengenannten14-tägigen Fristauchdie vorläufigkostenlose
Beigebungeiner Rechtsanwältin/eines Rectrtsänwaltes iui iinoringung des Rekur-
ses und für die Vefiretung_im nachfolgenden Verfahrununt"r ÄnschlusseinesVer-
mögensbekenntnisses (ZpForm l)
- sie außerstandesind,diese beäntragen, wenn
Kostenonnä gäeintiacntigung des notwendigen Un_
terhalts- also des unterhalts,den sie füi sich und
lhre F"ririä-.u einer einfachen
Lebensführung benötigen- zu bestreilenund
- die Erhebungdes Rechtsmittels
nicht als offenbarmutwilligoder aussichtslos
erscheint.
wie ein solcherAntragauf verfahrenshilfe zu stellenist, erfahrensie entwederauf
der Homepagedes Bundesministeriums für Justiz untäi www.bmi.gv.atoder am
Amtstagdes zuständigenBezirksgerichts.

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