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Hardware und Projektierung

DF4-... Frequenzumrichter
DE4-KEY-1 Bedieneinheit

03/01 AWB823-1278D Alle Marken- und Produktnamen sind Waren-


zeichen oder eingetragene Warenzeichen der
1. Auflage 1997, Redaktionsdatum 04/97
jeweiligen Titelhalter.
2. Auflage 1998, Redaktionsdatum 07/98
3. korrigierte Auflage 1999, Redaktions- Alle Rechte, auch die der Übersetzung,
datum 07/98 vorbehalten.
4. Auflage 2001, Redaktionsdatum 03/01 Kein Teil dieses Handbuches darf in
siehe Änderungsprotokoll im Kapitel irgendeiner Form (Druck, Fotokopie,
„Zu diesem Handbuch“ Mikrofilm oder einem anderen Verfahren)
© Moeller GmbH, Bonn ohne schriftliche Zustimmung der Firma
Moeller GmbH, Bonn, reproduziert oder
Autoren: Rainer Günzel
unter Verwendung elektronischer Systeme
Jörg Randermann
verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet
Redaktion: Michael Kämper
werden.
Änderungen vorbehalten.
Vorsicht!

Gefährliche elektrische Spannung!

Vor Beginn der Installationsarbeiten


● Gerät spannungsfrei schalten ● Schwankungen bzw. Abweichungen der
● Gegen Wiedereinschalten sichern Netzspannung vom Nennwert dürfen die
in den technischen Daten angegebenen
● Spannungsfreiheit feststellen Toleranzgrenzen nicht überschreiten,
● Erden und kurzschließen andernfalls sind Funktionsausfälle und
Gefahrenzustände nicht auszuschließen.
● Benachbarte, unter Spannung stehende
Teile abdecken oder abschranken. ● NOT-AUS-Einrichtungen gemäß
IEC/EN 60 204-1 müssen in allen
● Die für das Gerät angegebenen Betriebsarten der Automatisierungs-
Montagehinweise (AWA) sind zu einrichtung wirksam bleiben. Entriegeln
beachten. der NOT-AUS-Einrichtungen darf keinen
● Nur entsprechend qualifiziertes Personal unkontrollierten oder undefinierten
darf Eingriffe an diesem Gerät/System Wiederanlauf bewirken.
vornehmen. ● Einbaugeräte für Gehäuse oder
● Achten Sie bei Installationsarbeiten Schränke dürfen nur im eingebauten
darauf, dass Sie sich statisch entladen, Zustand, Tischgeräte oder Portables nur
bevor Sie das Gerät berühren. bei geschlossenem Gehäuse betrieben
und bedient werden.
● Anschluss- und Signalleitungen sind so
zu installieren, dass induktive und ● Es sind Vorkehrungen zu treffen, dass
kapazitive Einstreuungen keine nach Spannungseinbrüchen und
Beeinträchtigung der Automatisierungs- -ausfällen ein unterbrochenes Programm
funktionen verursachen. ordnungsgemäß wieder aufgenommen
werden kann. Dabei dürfen auch kurz-
● Einrichtungen der Automatisierungs- zeitig keine gefährlichen Betriebs-
technik und deren Bedienelemente sind
zustände auftreten. Ggf. ist NOT-AUS
so einzubauen, dass sie gegen unbeab-
zu erzwingen.
sichtigte Betätigung geschützt sind.
● Während des Betriebes können
● Damit ein Leitungs- oder Aderbruch auf
Frequenzumrichter ihrer Schutzart
der Signalseite nicht zu undefinierten entsprechend spannungsführende,
Zuständen in der Automatisierungs- blanke, gegebenenfalls auch
einrichtung führen kann, sind bei der
bewegliche oder rotierende Teile,
E/A-Kopplung hard- und softwareseitig
sowie heiße Oberflächen besitzen.
entsprechende Sicherheitsvorkehrungen
zu treffen. ● Das unzulässige Entfernen der erforder-
lichen Abdeckung, die unsachgemäße
● Bei 24-Volt-Versorgung ist auf eine Installation und falsche Bedienung von
sichere elektrische Trennung der Motor oder Freqenzumrichter, kann
Kleinspannung zu achten. Nur nach
zum Ausfall des Gerätes führen und
IEC 60 364-4-41 bzw. HD 384.4.41 S2
schwerste gesundheitliche Schäden
(VDE 0100 Teil 410) hergestellte Netz- oder Materialschäden verursachen.
geräte verwenden.
Sicherheitshinweise
Moeller GmbH

I
● Bei Arbeiten an unter Spannung ● Der Anwender muss in seiner Maschi-
stehenden Frequenzumrichtern sind die nenkonstruktion Maßnahmen berück-
geltenden nationalen Unfallverhütungs- sichtigen, die die Folgen bei Fehlfunktion
vorschriften (z. B. VBG 4) zu beachten. oder Versagen des Antriebsreglers (Er-
● Die elektrische Installation ist nach den höhung der Motordrehzahl oder plötzli-
einschlägigen Vorschriften durchzu- ches Stehenbleiben des Motors) begren-
führen (z. B. Leitungsquerschnitte, zen, so dass keine Gefahren für
Absicherungen, Schutzleiteranbindung). Personen oder Sachen verursacht wer-
den können, z. B.:
● Alle Arbeiten zum Transport, zur
Installation, zur Inbetrietriebnahme und – Weitere unabhängige Einrichtungen
zur Instandhaltung dürfen nur von zur Überwachung sicherheitsrelevan-
qualifiziertem Fachpersonal durch- ter Größen (Drehzahl, Verfahrweg,
geführt werden. (IEC 60 364 bzw. Endlagen usw.)
HD 384 oder DIN VDE 0100 und – Elektrische oder nichtelektrische
nationale Unfallverhütungsvorschriften Schutzeinrichtungen (Verriegelungen
beachten). oder mechanische Sperren)
● Anlagen, in die Frequenzumrichter systemumfassende Maßnahmen.
eingebaut sind, müssen ggf. mit – Nach dem Trennen der Frequenz-
zusätzlichen Überwachungs- und umrichter von der Versorgungs-
Schutzeinrichtungen gemäß den jeweils spannung dürfen spannungsführende
gültigen Sicherheitsbestimmungen, z. B. Geräteteile und Leistungsanschlüsse
Gesetz über technische Arbeitsmittel, wegen möglicherweise aufgeladener
Unfallverhütungsvorschriften usw. Kondensatoren nicht sofort berührt
ausgerüstet werden. Veränderungen der werden. Hierzu sind die entsprechen-
Frequenzumrichter mit der Bediensoft- den Hinweisschilder auf dem
ware sind gestattet. Frequenzumrichter zu beachten.
● Während des Betriebes sind alle
Abdeckungen und Türen geschlossen
zu halten.

II
Inhalt

Zu diesem Handbuch 3
Änderungsprotokoll 3
Abkürzungen und Symbole 4
1 Zu den Baureihen 5
Systemübersicht 5
Auswahlkriterien 8
Bestimmungsgemäße Verwendung 12
Lagerung, Transport, Entsorgung 14
2 Projektierung 17
EMV-Maßnahmen 17
Netzformen 25
Leistungsanschluss 26
Motoranschluss 30
Anschlussarten 35
Reglerteil anschließen 50
3 Parametrierung 61
Grundlagen der Bedienung 61
Werkseinstellung des Grundgerätes 61
Bedienfunktionen 62
Steuer- und Regelfunktionen 66
Anzeigefunktionen 95
Überwachungsfunktionen 100
4 Montage/Installation 109
Lieferumfang 109
Im Schaltschrank einbauen 109
5 Betrieb 121
Inbetriebnahme 121
Einschalten 122
Betrieb 123
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1
Inhalt

6 Diagnose 127
Fehlersuche 127
Fehlermeldung und Behebung 129
Überwachungsmeldungen 130
Fehlermeldungen beim Netzeinschalten 131
Fehlermeldungen während des Betriebs 132
7 Bedieneinheit DE4-KEY-1 135
Montage 136
Funktion und Anzeige 136
Aufbau des Bedienungsprogramms 139
Parameter ändern und abspeichern 142
Anhang 147
Normen 147
Technische Daten DF4-120 148
Technische Daten DF4-340 149
Technische Daten DF4-341 151
Steuer-Eingänge/-Ausgänge 153
Parameter/Ausstattung 155
Parametertabelle 156
Sicherungen/Leitungsquerschnitte 166
Netzfilter/Netzschütze 167
Ableitströme 169
Montage/Installation 170
Abmessungen 170
Stichwortverzeichnis 175 03/01 AWB823-1278D

2
Zu diesem Handbuch

In diesem Handbuch stehen die speziellen Informa-


tionen die Sie benötigen, um den Frequenzumrichter
richtig anzuschließen und mit den Parametern auf
Ihre Anforderungen einzustellen.
Die Angaben in diesem Handbuch beziehen sich auf
die angegebenen Hard- und Software Versionen.
Das Handbuch ist in zwei Teile geteilt. Teil 1 besteht
aus der Beschreibung der Frequenzumrichter der
Reihen DF4-120, DF4-340 und DF4-341. Die
Baureihen der Frequenzumrichter werden nicht
getrennt betrachtet. Unterscheidungen und Beson-
derheiten einer Frequenzumrichterreihe sind durch
die Bezeichnung der Frequenzumrichterreihe kennt-
lich gemacht.
In Teil 2 wird die Bedieneinheit behandelt. Die
Bedieneinheit gehört nicht zum Lieferumfang des
Frequenzumrichters DF4. Sie wird hier trotzdem
beschrieben, weil Sie mit ihr die beschriebenen
Parameter verändern können.

Änderungsprotokoll

Redaktionsdatum Seite Stichwort neu Änderung entfällt


03/01 168, 169 Tabelle ҂
07/98 mit Druckdatum 09/99 22/23, Legende/Grafik ҂
26/27
32 Grafik ҂
39 Grafik ҂
41 Grafik ҂
03/01 AWB823-1278D

60 Grafik ҂
80 Tabelle ҂

3
Zu diesem Handbuch

Redaktionsdatum Seite Stichwort neu Änderung entfällt


07/98 mit Drdassmussschlus- 105 Hinweis ҂
sProzessuckdatum 09/99
115 Grafik ҂
132/133 Tabelle: CCR/Tabelle: H05 ҂
155 PTC-Eingang: T1, T2 ҂
173 Tabelle: Spalte a1 ҂

Abkürzungen und In diesem Handbuch werden Symbole und Abkür-


Symbole zungen eingesetzt, die folgende Bedeutung haben:
PNU: Parameternummer
WE: Werkseinstellung

 macht Sie aufmerksam auf interessante Tips und


Zusatzinformationen

Hinweis!
warnt vor Sachschaden. Produkte, etwas in
seiner Umgebung oder Daten können
beschädigt werden

Vorsicht!
warnt vor schwerem Sachschaden. Produkte,
etwas in seiner Umgebung oder Daten können
schwer beschädigt oder zerstört werden;
Personen können verletzt werden oder zu Tode
kommen
03/01 AWB823-1278D

4
1 Zu den Baureihen

Systemübersicht Die Frequenzumrichter haben ihre Typenbezeich-


nung nach folgendem Typenschlüssel erhalten. Die
Typenbezeichnung beinhaltet folgende Daten:

DF4 - x x x - yyy
Motorleistungscode
Bezug: EU-Bemessungsspannung
Zählziffer für Version und Ausführung

Netzanschluß-Spannungscode (EU-Bemessungswert)
2 = 230 V (190 ... 260 V ±0 %)
4 = 400 V (320 ... 510 V ±0 %), 460/480 V (USA)
Netzanschluß-Phasencode
1 = ein-/zweiphasig
3 = dreiphasig
Familienname:
D rives F requency Inverter, Generation 4

Abbildung 1: Typenschlüssel

Das nachfolgende Beispiel zeigt Ihnen, wie Sie die


Typenbezeichnung dieser Baureihen handhaben
müssen.

DF4 - 1 2 0 - 075
Motor-Anschlußleistung: 0,75 kW bei 230 V

Zählziffer: 0

230 V , Netzanschluß-Spannung

1 = ein-/zweiphasig Netzanschluß
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Familienname:
Drives Frequency Inverter, Generation 4

Abbildung 2: Typenschlüssel Frequenzumrichter

5
Zu den Baureihen

Frequenzumrichter der Reihe DF4 wandeln die


Spannung und Frequenz eines vorhandenen Dreh-
stromnetzes in eine Gleichspannung um und
erzeugen aus dieser Gleichspannung ein Drehstrom-
netz mit einstellbarer Spannung und Frequenz.
Dieses variable Drehstromnetz ermöglicht die
stufenlose Drehzahlverstellung von Drehstrom-
Asynchronmotoren.

햳 햴 햵
햲 햶
M
ⵑ 3
˜

Abbildung 3: Funktionsschema des Frequenzumrichters


햲 Netzspannung (ULN):
1(2)  230 V, 50/60 Hz (DF4-120)
3  400 V, 50/60 Hz (DF4-340, DF4-341)
3  460 V, 50/60 Hz (DF4-340)
3  480 V, 50/60 Hz (DF4-341)
햳 Dreiphasige Gleichrichterbrücke wandelt die Wechsel-
spannung in eine Gleichspannung um.
햴 Gleichspannungs-Zwischenkreis mit Ladewiderstand
und Glättungskondensator.
Gleichspannung (UZK) = 2  Netzspannung (ULN)
햵 IGBT-Wechselrichter wandelt die Gleichspannung
in eine variable dreiphasige Wechselspannung mit
variabler Frequenz um.
햶 Ausgangsspannung (U2):
dreiphasige, variable Wechselspannung, 0 bis 100 %
der Netzspannung (ULN)
Ausgangsfrequenz (f2):
variable Frequenz, 0 bis 480 Hz
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6
Systemübersicht

Ausgangsnennstrom (I2N):
2,4 bis 180 A; mit 1,5fachem Anlaufstrom bei einer
maximalen Umgebungstemperatur von 40 °C
Motor-Wellenleistung (P2):
0,37 bis 2,2 kW bei 230 V
0,75 bis 90 kW bei 400 V
햷 Programmierbare Steuerteile sind Baugruppen zur
Steuerung und Regelung des Leistungsteils. Hier
werden die Steuerbefehle, Soll- und Istwerte aufge-
schaltet.

Merkmale der Frequenzumrichter

DF4-... ...-120 ...-340 ...-341


Kompakte Bauform ✓ ✓ ✓
1 min bis 150 % IN belastbar ✓ ✓ ✓
Kurzschlussfeste Wechselrichterausgänge ✓ ✓ ✓
Erdschlussüberprüfung beim Netzeinschalten ✓ ✓ ✓
Erdschlussfest in allen Betriebszuständen – – ✓
Schaltfrequenz 9,2 kHz ✓ – –
Schaltfrequenz – ✓ ✓
wahlweise 4 kHz, 8 kHz, 12 kHz, 16 kHz
U/f-Kennliniensteuerung mit konstanter Umin-Anhebung oder Auto-Boost ✓ – –
Motorstromregelung oder U/f-Kennliniensteuerung wahlweise – ✓ ✓
Netzspannungskompensation ✓ ✓ ✓
Schlupfkompensation ✓ ✓ ✓
Einstellbare Strombegrenzung mit U/f-Beeinflussung ✓ ✓ ✓
Pulswechselrichter mit IGBT-Endstufen ✓ ✓ ✓
Anschluss für DC-Verbund und Bremseinheit ✓ ✓ ✓
Potentialfreier Analog-Eingang/-Ausgang ✓ ✓ ✓
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7
Zu den Baureihen

DF4-... ...-120 ...-340 ...-341


Relais-Ausgänge (Wechsler) 1 1 2
Potentialfreie Digital-Eingänge mit programmierbaren Funktionen 4 4 4
Bis zu 3 Festfrequenzen pro Parametersatz ✓ ✓ ✓
Gleichstrombremse ✓ ✓ ✓
TRIP-Set und TRIP-Reset Funktion ✓ ✓ ✓
Motorpotentiometer ✓ ✓ ✓
Ausgangsfrequenz bis 240 Hz (480 Hz mit Einschränkungen) ✓ – –
Ausgangsfrequenz bis 480 Hz – ✓ ✓
Fangschaltung ✓ ✓ ✓
2 Parametersätze ✓ ✓ ✓
Betriebs- und Einschaltstundenzähler ✓ ✓ ✓
Temperaturabhängige Lüfterschaltung – – ✓
PTC-Motorüberwachung durch integrierte Auswertung – – ✓
Aufsteckbares Zubehör zur Steuerung und Parametrierung
Bedieneinheit DE 4-KEY-1 mit Parameterspeicher ✓ ✓ ✓
RS 232/485 Schnittstellenmodul DE 4-COM-2X ✓ ✓ ✓
InterBus-S-Feldbusmodul DE 4-NET-S ✓ ✓ ✓
PROFIBUS-DP-Feldbusmodul DE 4-NET-DP ✓ ✓ ✓
Suconet-K-Feldbusmodul DE 4-NET-K – ✓ ✓

Auswahlkriterien Die Auswahl des Frequenzumrichters erfolgt nach


dem Motorbemessungsstrom. Dabei musss der
Ausgangsbemessungsstrom des Frequenzumrich-
ters größer oder gleich dem Motorbemessungsstrom
sein.
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8
Auswahlkriterien

Folgende Motordaten werden als bekannt voraus-


gesetzt:
Art des Motors (Drehstrom-Asynchronmotor),
Netzspannung = Anschlussspannung des Motors
(3 AC; 400 V),
Motorbemessungsstrom (Richtwert, abhängig
von der Schaltungsart und Anschlussspannung),
Lastmoment (quadratisch, konstant, mit
1,5-fachem Anlaufmoment),
Umgebungstemperatur (max. Temperatur 40 °C).

 Bei der Parallelschaltung mehrerer Motoren am


Ausgang eines Frequenzumrichters addieren
sich die Motorströme geometrisch, d. h. getrennt
nach Wirk- und Blindstromanteil. Bemessen Sie
den Frequenzumrichter so groß, dass sowohl der
Gesamtscheinstrom wie auch der Blindstroman-
teil vom Frequenzumrichter geliefert werden
können.

 Schalten Sie während des Betriebs einen Motor


an den Ausgang des Frequenzumrichters, nimmt
der Motor ein mehrfaches seines Nennstromes
auf. Dimensionieren Sie den Frequenzumrichter
so, dass der Anlaufstrom plus die Summe der
Ströme der laufenden Motoren den Ausgangs-
bemessungsstrom des Frequenzumrichters
nicht überschreitet.
Den Ausgangsbemessungsstrom des Frequenz-
umrichters finden Sie im Anhang Technische Daten.
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Zu den Baureihen

Verlustleistung PV
Die Verlustleistung PV des Frequenzumrichters hängt
vom Betriebszustand des angeschlossenen Motors
ab. Die Werte in der nachfolgenden Tabelle beziehen
sich auf den Nennbetrieb der Motorgrößen (Motor-
nennleistung, 4-polige ASM) bei einer Umgebungs-
temperatur von 40 °C.
Typ Verlustleistung PV Motornennleistung
in W in kW
bei ULN = 230 V
DF4-120-037 30 0,37
DF4-120-075 50 0,75
DF4-120-1K5 70 1,5
DF4-120-2K2 100 2,2
bei ULN = 400/460 V
DF4-340-075 55 0,75
DF4-340-1K5 75 1,5
DF4-340-2K2 90 2,2
DF4-340-3K0 100 3
DF4-340-4K0 150 4
DF4-340-5K5 200 5,5
DF4-340-7K5 280 7,5
DF4-340-11K 400 11
bei ULN = 400/460/480 V
DF4-341-15K 430 15
DF4-341-22K 640 22
DF4-341-30K 810 30
DF4-341-45K 1100 45
DF4-341-55K 1470 55
DF4-341-75K 1960 75
DF4-341-90K 2400 90
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Auswahlkriterien

Zulässige Umgebungseinflüsse
Schutzart:
IP20 bei einer Betriebsumgebungstemperatur von
0 bis 40 °C.
Aufstellunghöhe:
Bis 1000 m über NN; darüber hinaus mit einer Strom-
reduzierung von 5 % pro 1000 m Höhenunterschied.
Temperatur:
Betrieb Ta = 0 bis 40 °C mit Nennstrom I2N.
Über 40 °C bis Tmax = 50 °C verrin-
gert sich der Ausgangsstrom um 2,5 %
pro Kelvin Temperaturerhöhung (besser
als Klasse 3K3 gemäß EN 50 178).
Lagerung Ta = –25 °C bis 55 °C
(Klasse 1K4 gemäß EN 50 178)
Transport Ta = –25 °C bis 70 °C
(Klasse 2K3 gemäß EN 50 178)
relative Luftfeuchte:
Betrieb 5 % bis 80 %, 1 g/m3 bis 25 g/m3 ohne
Betauung oder Vereisung
(Klasse 3K3 gemäß EN 50 178)
Lagerung 5 % bis 95 %, 1 g/m3 bis 25 g/m3 ohne
Betauung oder Vereisung
(Klasse 1K3 gemäß EN 50 178)
Transport 95 %, größte relative Luftfeuchte, wenn
sich die Temperatur langsam um 40 K
erhöht oder wenn das Gerät unmittelbar
von –25 °C auf 30 °C gebracht wird.
60 g/m3, größte absolute Luftfeuchte,
wenn das Gerät unmittelbar von 70 °C
auf 15 °C gebracht wird.
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11
Zu den Baureihen

Luftdruck:
Betrieb 86 kPa bis 106 kPa
(Klasse 3K3 gemäß EN 50 178)
Lagerung 86 kPa bis 106 kPa
(Klasse 1K4 gemäß EN 50 178)
Transport 70 kPa bis 106 kPa
(Klasse 2K3 gemäß EN 50 178)

Bestimmungsgemäße Frequenzumrichter der Reihe DF4 sind elektrische


Verwendung Betriebsmittel zum Einbau in Schaltschränke von
elektrischen Anlagen oder Maschinen.
Die Geräte der Reihe DF4 sind als Komponenten zur
Steuerung von drehzahlveränderbaren Antrieben mit
Drehstrommotoren, zum Einbau in eine Maschine
oder zum Zusammenbau mit anderen Komponenten
zu einer Maschine oder Anlage bestimmt.
Bei Einbau in Maschinen ist die Inbetriebnahme der
Frequenzumrichter solange untersagt, bis festge-
stellt wurde, dass die zugeordnete Maschine die
Schutzanforderungen der Maschinenrichtlinie
89/392/EWG entspricht; EN 60 204 ist zu beachten.
Die Inbetriebnahme ist nur bei Einhaltung der
EMV-Richtlinie (89/336/EWG) erlaubt.
Die Frequenzumrichter erfüllen die Anforderungen
der Niederspannungsrichtlinie 73/23/EWG.
Die harmonisierten Normen der Reihe
EN 50 178/DIN VDE 0160 in Verbindung mit
EN 60 439-1/DIN VDE 0660 Teil 500 und EN 60 146/
DIN VDE 0558 werden für die Frequenzumrichter
angewendet.
03/01 AWB823-1278D

12
Bestimmungsgemäße
Verwendung

Am Ausgang des Frequenzumrichters


(Klemmen U, V, W) dürfen Sie
keine Spannung und keine kapazitive Last
(z. B. Phasenausgleichskondensatoren)
anschließen
nicht mehrere Frequenzumrichter parallel
anschließen
keine direkte Verbindung zum Eingang (Bypass)
herstellen
Halten Sie die technischen Daten und Anschluss-
bedingungen ein. Die Angaben dazu befinden sich
auf dem Leistungsschild und in der Dokumentation.
Die Geräte der Reihe DF4 sind
für den Betrieb an öffentlichen und nichtöffent-
lichen Netzen geeignet
keine Haushaltsgeräte, sondern als Kompo-
nenten ausschließlich für die Weiterverwendung
zur gewerblichen Nutzung bestimmt
keine Maschinen im Sinne der EG-Maschinen-
richtlinie
in den beschriebenen Systemkonfigurationen
einsetzbar im Industriebereich und im Wohn-
und Geschäftsbereich.
entsprechen in typischer Antriebskonfiguration
der EG-EMV-Richtlinie der EG-Niederspan-
nungsrichtlinie den angegebenen Normen.
03/01 AWB823-1278D

13
Zu den Baureihen

Die Verantwortung für die Einhaltung der EG-Richt-


linien in der Maschinenanwendung liegt beim Weiter-
verwender.
Wegen des Erdpotentialbezugs der Funkentstörfilter
ist das beschriebene CE-typische Antriebssystem
nicht für den Anschluss an IT-Netzen (Netze ohne
Bezug zum Erdpotential) geeignet.
Jede andere Verwendung gilt als sachwidrig.

Lagerung, Transport, Der Frequenzumrichter DF4 wird sorgfältig verpackt


Entsorgung und zum Versand gegeben. Der Transport darf nur in
der Originalverpackung, mit geeigneten Transport-
mitteln (siehe Gewichtsangaben) erfolgen. Beachten
Sie die Aufdrucke und Anweisungen auf der Verpak-
kung. Das gilt auch für das ausgepackte Gerät.
Prüfen Sie nach Anlieferung,
ob die Verpackung äußerlich beschädigt ist
ob die Angaben auf dem Lieferschein Ihrer
Bestellung entsprechen
Öffnen Sie die Verpackungen mit dem geeigneten
Werkzeug und überprüfen Sie, ob
während des Transportes Teile beschädigt
wurden
das Gerät dem bestellten Typ entspricht
die Montageanweisung beiliegt.
03/01 AWB823-1278D

14
Lagerung, Transport,
Entsorgung

Bei Beschädigung, unvollständiger oder falscher


Lieferung reklamieren Sie die Lieferung bitte direkt
beim zuständigen Vertriebsbüro.
Wenn der Frequenzumrichter mehr als 2 Jahre lagert,
ist die Kapazität der Zwischenkreiskondensatoren
beeinträchtigt. Legen Sie den Frequenzumrichter vor
der Inbetriebnahme für zwei Stunden, ohne Last an
Spannung, damit sich die Kondensatoren regene-
rieren.
Sie können die Frequenzumrichter der Reihe DF4
entsprechend den zur Zeit geltenden, nationalen
Bestimmungen als Elektronikschrott entsorgen.
03/01 AWB823-1278D

15
16
03/01 AWB823-1278D
2 Projektierung

EMV-Maßnahmen

 Seit dem 01.01.1996 ist für den europäischen


Wirtschaftsraum (EG und EFTA) die EG-Richtlinie
89/336/EEC gültig. Darin sind in Bezug auf die
Norm EN 55 011 die Funkstörgrenzwerte für
geregelte Antriebe festgelegt. Die entsprechende
EMV-Produktnorm (EN 61 800-3) betrachtet
dabei Kombination von Frequenzumrichter,
Leitungen und Motor.
EMV = Elektro-Magnetische-Verträglichkeit.
EN 55 011 ist eine Produktfamiliennorm für
industrielle, wissenschaftliche und medizinische
Geräte.
Zur Sendebegrenzung der Funkstörungen nach
EN 55 011 Grenzwertklasse A und B müssen neben
der netzseitigen Filterung auch konstruktive
Maßnahmen beim Aufbau und in der Verdrahtung
berücksichtigt werden. Schlechte Erdung und
Schirmung mindern die Wirkung des Entstörfilters.
Nur die Kombination von Entstörmittel und richtigem
Aufbau führen zu dem geforderten Ergebnis.
03/01 AWB823-1278D

17
Projektierung

Aufbau
Verbinden Sie alle metallischen Teile eines Gerätes
oder Schrankes großflächig und Hf-mäßig sehr gut
leitend miteinander. Dabei sollten Sie auf lackierte
Oberflächen (Eloxal, gelb chromatiert) verzichten,
und wo es nicht anders möglich ist, setzen Sie
Kontakt- und Kratzscheiben ein. Mehrere Montage-
platten miteinander und Schranktüren mit dem
Schrank über großflächig kontaktierte und kurze
Hf-Litzen verbinden.
Bauen Sie Netzfilter und Frequenzumrichter
möglichst nahe beieinander und auf einer Metall-
platte (Montageplatte) auf (siehe Abbildung 4).
Führen Sie die Kabel im Schaltschrank möglichst
dicht am 0-V-Potential. Frei schwebende Leitungen
wirken wie Antennen.
Entstörte Leitungen (z. B. Netzzuleitung vor dem
Filter) und Signalleitungen mit möglichst großem
Abstand (min. 30 cm) zu stark HF-führenden
Leitungen (z. B. Netzzuleitung hinter dem Filter,
Motorzuleitung) verlegen, damit ein Überstrahlen
elektromagnetischer Energie verhindert wird.
Benutzen Sie keinesfalls dafür denselben Kabel-
kanal.
Steuer- und Signalleitungen nicht in einem Kanal mit
den Leistungsleitungen verlegen. Analoge Signal-
leitungen (Messwerte, Soll- und Korrekturwerte)
müssen Sie abgeschirmt verlegen.
03/01 AWB823-1278D

18
EMV-Maßnahmen

Erdung
Verbinden Sie die Grundplatte (Montageplatte) über
eine kurze Leitung mit dem Schutzleiter. Alle leit-
fähigen Komponenten (Frequenzumrichter, Netz-
filter, Motorfilter, Netzdrossel) müssen Sie mit
Hf-Litze verbinden und von einem zentralen
Erdungspunkt aus den Schutzleiter sternförmigen
verlegen. Damit erzielen Sie das beste Ergebnis
(siehe Abbildung 4).

Filterung
Motordrosseln und Sinusfilter dämpfen speziell den
höheren Frequenzbereich und werden direkt am
Ausgang des Frequenzumrichters angeschlossen.
Stimmen Sie die Sinusfilter auf die Taktfrequenz des
Wechselrichters ab.
Verwenden Sie nur die den Geräten zugeordneten
Netzfilter bzw. Funkentstörfilter und Netzdrosseln.
Funkentstörfilter reduzieren unzulässige hoch-
frequente Störgrößen auf ein zulässiges Maß. Netz-
drosseln reduzieren niederfrequente Störgrößen.
Netzfilter vereinen die Funktion von Netzdrossel und
Funkentstörfilter.
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19
Projektierung

Schirmung
Die Wirksamkeit einer abgeschirmten Leitung ist
bestimmt durch eine gute Schirmanbindung und
einen niedrigen Schirmwiderstand. Verwenden Sie
nur Schirme mit verzinntem oder vernickeltem
Kupfergeflecht; Schirme aus Stahlgeflecht sind
ungeeignet. Der Überdeckungsgrad des Schirm-
geflechts muss mindestens 70 % bis 80 % sein und
einen Überdeckungswinkel von 90° haben.
Halten Sie die Leitungen zwischen Frequenz-
umrichter und Motor möglichst kurz. Zur Einhaltung
der Grenzwerte nach EN 55 011 müssen Sie die
Leitungen abgeschirmt verlegen. Verbinden Sie den
Schirm der Motorleitung beidseitig und großflächig
mit der Masse. Das Aufflechten der Schirmung und
die Kontaktierung über „Kabelschwänze (Pig-Tails)“
ist unzulässig (siehe Abbildung 4).
Den Schirm der Steuer- und Signalleitungen dürfen
Sie nur einseitig auflegen. Achten Sie dabei auf groß-
flächige und niederohmige Verbindung. Den Schirm
digitaler Signalleitungen müssen Sie beidseitig, groß-
flächig und niederohmig auflegen. Sind Potential-
unterschiede vorhanden, sollten Sie eine zusätzliche
Potentialausgleichsleitung verlegen; besonders zu
entfernten oder anderen Anlagen bzw. Anlageteilen.
Beschalten Sie bei Einflüssen von schaltenden
Schützen, Magnetventilen usw. auf Steuer- und
Signalleitungen die jeweiligen Spulen mit einem
RC-Glied (AC-Betrieb) oder einer Freilaufdiode
(DC-Betrieb).
03/01 AWB823-1278D

20
EMV-Maßnahmen

Wenn sich Schütze, Motorschutzschalter oder


Klemmen in der Motorleitung befinden, verbinden
Sie die Schirme der dort angeschlossenen Leitungen
durch und kontaktieren sie großflächig mit der
Montageplatte.
Ist die Leitung zwischen Netzfilter und Frequenz-
umrichter länger als 300 mm, müssen Sie die Leitung
beidseitig abschirmen und großflächig mit der
Montageplatte verbinden (siehe Abbildung 4).
Wenn Sie eine Bremseinheit einsetzen, verbinden Sie
den Schirm der Bremswiderstandsleitung direkt am
Bremsmodul und am Bremswiderstand großflächig
mit der Montageplatte. Verbinden Sie den Schirm der
Leitung zwischen Frequenzumrichter und Brems-
einheit beidseitig und großflächig mit der Montage-
platte.
Wollen Sie die Frequenzumrichter der Reihe DF4-34x
in Wohngebieten einsetzen, müssen Sie zur Begren-
zung der Störstrahlung zusätzliche Schirmdämpfung
10 dB vorsehen. Die wird in der Regel durch den
Einbau in handelsübliche, geschlossene, metallische
und geerdete Schaltschränke oder Schaltkästen
erreicht.
Das Verändern von Isolationsabständen oder das
Entfernen von Isolationen und Abdeckungen ist nicht
zulässig, da Sie sonst die EMV- bzw. Niederspan-
nungsrichtlinie nicht einhalten.
Die Verantwortung für die Einhaltung der EMV-Richt-
linie in der Maschinenanwendung liegt beim Weiter-
verwender.
03/01 AWB823-1278D

21
Projektierung

Legende zu Abbildung 4:
햲 Leitungssicherung
햳 Frequenzumrichter
햴 Motorfilter
햵 Motor
햶 Funkentstörfilter
03/01 AWB823-1278D

햷 Netzdrosse

22
EMV-Maßnahmen
l

L1
L2
L3
PE


LINE

LOAD


03/01 AWB823-1278D

Abbildung 4: Schematischer Aufbau

23
Projektierung

CE-Anforderungen an die Installation des


Antriebssystems
Werden in der Nähe des Frequenzumrichters Geräte
betrieben, die der CE-Anforderung hinsichtlich der
Störfestigkeit EN 50 082-2 nicht genügen, können
diese Geräte durch die Frequenzumrichter elektro-
magnetisch beeinträchtigt werden.
Bei abweichender Installation, wie
Verwendung ungeschirmter Leitungen,
Verwendung von Sammelentstörfiltern statt
zugeordneten Funkentstörfilter,
Entfall der Netzdrosseln
ist für die Bewertung der Konformität zur EMV-Richt-
linie die Überprüfung der Maschine oder Anlage auf
Einhaltung der EMV-Grenzwerte erforderlich.

Schutz von Personen und Nutztieren nach


DIN VDE 0100 mit Fehlerstrom-Schutzeinrich-
tungen
Die Geräte verfügen intern über einen Netzgleich-
richter. Nach einem Körperschluss kann ein Fehler-
gleichstrom die Auslösung der klassischen Fehler-
strom-Schutzeinrichtung blockieren. Deshalb
empfehlen wir den Einsatz:
„pulsstromsensitiver FI-Schutzschalter“ in
Anlagen mit Geräten DF4-120.
„allstromsensitiver FI-Schutzschalter“ in Anlagen
mit Geräten DF4-340 und DF4-341.
03/01 AWB823-1278D

24
Netzformen

Beachten Sie bei der Bemessung des Auslöse-


stroms, dass betriebsmäßig auftretende kapazitive
Ausgleichsströme der Leitungsschirme und Entstör-
filter zu Fehlauslösungen führen können.

Netzformen Nicht alle Frequenzumrichter der Reihe DF4 lassen


sich uneingeschränkt bei jeder Netzform betreiben.
Bei der Netzform
mit geerdetem Mittelpunkt ist der Betrieb von
Frequenzumrichtern der Reihe DF4 uneinge-
schränkt möglich. Halten Sie die technischen
Daten der Frequenzumrichter der Reihe DF4 ein.
mit geerdetem Mittelpunkt im Verbundbetrieb
ergibt sich für den Frequenzumrichter der Reihe
DF4-120 eine Einschränkung. An einem Netz
3 AC/N/P und symmetrischer Aufteilung auf die
drei Außenleiter, müssen Sie die Belastung des
gemeinsamen N-Leiters (Netzeffektivstrom)
berücksichtigen. Gegebenenfalls vergrößern Sie
den Leitungsquerschnitt des N-Leiters.
mit isoliertem Sternpunkt (IT-Netze) ist der Betrieb
mit den empfohlenen Netzfiltern ist nicht möglich.
Der Netzfilter wird beim Fehler „Erdschluss“
zerstört. Halten Sie Rücksprache mit dem Liefe-
ranten.
mit geerdetem Außenleiter ist der Betrieb mit den
Grundgeräten nicht möglich. Halten Sie Rück-
sprache mit dem Lieferanten.
mit DC-Einspeisung über UG/–UG muss die
Gleichspannung symmetrisch zu PE verlaufen.
Die Frequenzumrichter der Reihe DF4 werden
zerstört, wenn der UG-Leiter oder –UG-Leiter
03/01 AWB823-1278D

geerdet ist.

25
Projektierung

Leistungsanschluss

Legende zu Abbildung 5:
햲 Leitungssicherung
햳 Drossel
햴 Funkentstörfilter
햵 Frequenzumrichter
햶 Motorfilter
햷 Motor
햸 Bremseinheit
03/01 AWB823-1278D

26
Leistungsanschluss

L1
L2
L3
PE

햴 ⵑ

U V W
PE
햸 RB1 RB2 PE
+UG +UG 햵
–UG –UG

PE
U2 V2 W2

PE


M
3
˜
03/01 AWB823-1278D

Abbildung 5: Leistungsanschluss

27
Projektierung

Am Ausgang des Frequenzumrichters


(Klemmen U, V, W) dürfen Sie
keine Spannung und keine kapazitive Last
(z. B. Phasenausgleichskondensatoren)
anschließen
nicht mehrere Frequenzumrichter parallel
anschließen
keine direkte Verbindung zum Eingang (Bypass)
herstellen
Die Absicherung des Leistungsteils erfolgt
entsprechend der verwendeten Anschlussform.
Leitungs- und Geräteschutz auf der Wechsel-
spannungsseite:
Eingang AC..., über handelsübliche Leitungs-
schutz-Sicherungen
Sicherungen in UL-konformen Anlagen müssen
UL-approbiert sein
Bemessungsspannungen der Sicherungen
müssen Sie entsprechend der Netzspannung vor
Ort auslegen. Die Auslösecharakteristik ist mit
H oder k5 definiert
Leitungs- und Geräteschutz auf der Gleich-
spannungsseite:
Eingang DC..., über empfohlene
DC-Sicherungen.
03/01 AWB823-1278D

28
Leistungsanschluss

Sie können beim DC-Verbundbetrieb oder der


Einspeisung durch eine DC-Quelle die Sicherungen
F4, F5 durch eine Parallelschaltung von Sicherungen
realisieren. Entsprechend können Sie parallele
Anschlussleitungen einsetzen.

 Beim Anschluss einer Bremseinheit an die


Klemmen UG/–UG gelten nicht die
Sicherungen und Querschnitte, die im Anhang
aufgeführt sind. Diese gerätetypischen Daten
sind der technischen Dokumentation der
Bremseinheit zu entnehmen.

Leitungen, Schütze, Netzfilter


Die verwendeten Leitungen müssen den geforderten
Approbationen am Einsatzort genügen.
Wie Sie die Schirmung EMV-gerecht aufbauen und
anschließen steht im Kapitel Projektierung EMV. Die
richtige Zuordnung von Netzfiltern, Netzdrosseln,
Funkentstörfiltern und Netzschützen zu den
Frequenzumrichtern finden Sie im Anhang Netzfilter/
Netzschütze.

 Verbinden Sie den Frequenzumrichter immer mit


dem Erdstromkreis über die gekennzeichneten
PE-Anschlussklemmen und über das Gehäuse.
Halten Sie die Vorschriften über Mindest-
querschnitte von PE-Leitern unbedingt ein
(EN 50 178, VDE 0160). Der Querschnitt des
PE-Leiters muss mindestens so groß sein wie der
Querschnitt der Leistungsanschlüsse
(10 mm2).
03/01 AWB823-1278D

29
Projektierung

Welche Sicherungen und welche Leitungsquer-


schnitte Sie für die Ein- und Ausgangsleitungen
wählen müssen, finden Sie im Anhang Sicherungen/
Leitungsquerschnitte.
Eingangsleitungen AC: L1, L2, L3, N, PE
(typenabhängig)
Eingangsleitungen DC: UG, –UG, PE (alle Typen)
Ausgangsleitungen: U, V, W, PE
Die Angaben im Anhang beziehen sich auf
den Einsatz in Schaltschränken und Maschinen
die Installation im Leitungskanal
die max. Umgebungstemperatur 40 °C.
Die Sicherungen und Leitungsquerschnitte hängen
von der Leistung des Frequenzumrichters und der
Betriebsart ab.

 Berücksichtigen Sie bei der Auswahl des


Leitungsquerschnittes den Spannungsabfall bei
Belastung. Die Berücksichtigung weiterer
Normen (z. B. VDE 0113, VDE 0289) liegt in der
Verantwortung des Anwenders.

Motoranschluss Die Frequenzumrichter der Reihe DF4 sind für


Anwendungen mit Drehstrom-Asynchronmotoren
vorgesehen. Der Anschluss von polumschaltbaren
Drehstrommotoren (Dahlander), Läufer- Drehstrom-
motoren (Schleifringläufer) oder Reluktanz-,
Synchron- und Servo-Motoren ist auch möglich.
Bei diesen Motoren müssen es die Applikation
(Maschine) und der Hersteller der Motoren zulassen.
03/01 AWB823-1278D

30
Motoranschluss

Schaltgeräte auf der Motorseite müssen für


Gleichspannungen bemessen werden bei:
DF4-120 mit UDC max. 400 V
DF4-34x mit UDC max. 800 V

 Sie erreichen Motorvollschutz nach VDE durch


Überstromrelais und Temperaturüberwachung.
Er ist erforderlich bei Gruppenantrieben (parallel
geschaltete Motoren an einem Frequenz-
umrichter). Zur Temperaturüberwachung des
Motors sind Kaltleiter oder Temperaturschalter
mit PTC-Charakteristik am besten geeignet.

Hinweis!
Beim Einsatz von Motoren, deren Isolation nicht
für den Betrieb mit Frequenzumrichtern geeignet
ist, besteht die Gefahr der Zerstörung des
Motors. Sprechen Sie mit Ihrem Motoren-
lieferanten. Generell ist ein Betrieb mit zuge-
ordneten Motorfiltern möglich.

Die Frequenz bestimmt die Drehzahl des Drehstrom-


motors. Wollen Sie den Motor oberhalb seiner Nenn-
drehzahl/Nennfrequenz betreiben, berücksichtigen
Sie aus Gründen der Mechanik (Lager, Unwucht, ...)
die Angaben des Motorherstellers. Auch beim Dauer-
betrieb mit einer Frequenz unter 25 Hz müssen Sie
die Angaben des Motorherstellers berücksichtigen.
Eine zu geringe Motorbelüftung kann zu Überhitzung
03/01 AWB823-1278D

31
Projektierung

führen. Gegenmaßnahmen sind z. B. die Überdimen-


sionierung oder das Einsetzen eines Fremdlüfters.
Hinweis!
Am Frequenzumrichter können Sie über die
PNU 011 eine max. Ausgangsfrequenzen bis zu
480 Hz einstellen. Fragen Sie den Motorhersteller,
ob Ihr Motor für solche Frequenzen geeignet ist,
denn beim Betrieb ungeeigneter Motoren kann
sich eine gefährliche Überdrehzahl einstellen und
den Motor bzw. die Maschine zerstören.
Drehstrommotoren können Sie mit verschiedenen
Schaltungsarten betreiben. Die Schaltungsart ist
abhängig von der Leistung des Motors. Am Netz mit
3  400 V werden Motoren betrieben
bis ca. 4 kW in Sternschaltung (230/400 V)
über 4 kW in Dreieckschaltung (400/690 V)

U1 V1 W1 U1 V1 W1

W2 U2 V2 W2 U2 V2

Abbildung 6: Schaltungsart 03/01 AWB823-1278D

32
Motoranschluss

In der Werkseinstellung hat der Frequenzumrichter


der Reihe DF4 ein Rechtsdrehfeld. Die Rechts-
drehung der Motorwelle erreichen Sie, indem Sie die
Klemmen des Motors und des Frequenzumrichters
wie folgt verbinden:
Motor DF4
U1 U
V1 V
W1 W

U1 V1 W1 U1 V1 W1

W2 U2 V2 W2 U2 V2

Abbildung 7: Drehrichtung

Die Drehrichtung der Motorwelle können Sie


umkehren, indem Sie
zwei Anschlussphasen am Motor vertauschen
die Klemme E4 = LOW (Rechtslauf) setzen
die Klemme E4 = HIGH (Linkslauf) setzen
die Polarität des Sollwertes über die serielle
Schnittstelle verändern
03/01 AWB823-1278D

33
Projektierung

Länge Motorleitung und zulässige Betriebsart


Aus Gründen der EMV-Sicherheit dürfen Sie nur
geschirmte Motorleitungen einsetzen. Die Länge der
Motorleitung und der damit verbundene Einsatz
weiterer Komponenten hat Einfluss auf die
Betriebsart und das Betriebsverhalten. Die
Betriebsart können Sie über die PNU 014 einstellen.
Bei Gruppenantrieben (mehrere Motoren an einem
Gerät) muss die resultierende Leitungslänge lres
berechnet werden:

lres = Summe aller Motorleitungslängen  Anzahl der Motorleitungen

 Bei langen Motorleitungen und Betrieb von


Geräten kleinerer Ausgangsleistung können die
Ableitströme über parasitäre Leitungskapazitäten
die Fehlermeldung „OCx“ auslösen. In diesen
Fällen Motorfilter einsetzen.
Halten Sie die Motorleitung möglichst kurz, da es
sich positiv auf das Antriebsverhalten auswirkt.
Sprechen Sie mit dem Lieferanten, wenn durch die
Anschlussbedingungen für den Motor die absoluten
oder resultierenden Leitungslängen 200 m sind.
Beim Einsatz ungeschirmter Motorleitungen gelten
die Angaben in der Tabelle für die doppelten Motor-
leitungslängen.
03/01 AWB823-1278D

34
Anschlussarten

Zulässige Betriebsart (PNU 014)

Motorleitungslänge bis 15 m bis 25 m bis 50 m bis 100 m bis 200 m


geschirmt
DF4-120 0, 1, 2, 3 2, 3 2, 3  2, 3 
DF4-340-1K5 2, 3, 4 2, 3 Motorfilter Sinusfilter

DF4-340-2K2 2, 3, 4
DF4-340-3K0 bis 2, 3, 4
DF4-340-11K
DF4-341-15K, 2, 3
DF4-341-22K
DF4-341-30K bis 2, 3
DF4-341-90K

Anschlussarten Standardanschluss
Der Frequenzumrichter wird im Standardbetrieb mit
interner Spannungsversorgung und Werksein-
stellung angesteuert. Abschirmung und Aufbau
müssen EMV-gerecht sein und sind im Kapitel
Projektierung EMV-Maßnahmen beschrieben.
03/01 AWB823-1278D

35
36
Projektierung

L01

S0
NOT-AUS K0

S1
Aus

Abbildung 8: DF4-120
S2 K1M
Ein/Start

K0 K1M Z2

L00
NOT-AUS Ein/Aus
Start/Stop

03/01 AWB823-1278D
03/01 AWB823-1278D

L1
L2
L3
N
PE
F1
1
K1M 2

Z1 K1M

E1 E2 E3 E4 28 20 39

Abbildung 9: DF4-120
L1 N PE
EN

REV
0 V1

+12 V

E1: 20 Hz
E2: 30 Hz
DC-BRAKE

E1+E2: 40 Hz

G1
K1
+5 V
0V

MONITOR
REF

+UG –UG U V W PE K12 K14 K11 62 9 8 7


Anschlussarten

PES
PES

M R1
M1 2k
3h

37
38
Projektierung

L01

S0
NOT-AUS K0

S1
Aus

Abbildung 10: DF4-340


S2 K1M
Ein/Start

K0 K1M Z2

L00
NOT-AUS Ein/Aus
Start/Stop

03/01 AWB823-1278D
03/01 AWB823-1278D

L1
L2
L3
N
PE
F1 3 Q1

I> I> I>


1 3 5
K1M 2 4 6
L1
Z1 K1M

L1 L2 L3 PE E1 E2 E3 E4 28 20 39

Abbildung 11: DF4-340


EN

REV
0 V1

+15 V

E1: 20 Hz
E2: 30 Hz
DC-BRAKE

E1+E2: 40 Hz

G1
K1
+5 V
0V

MONITOR
REF

+UG –UG U V W PE K12 K14 K11 62 9 8 7


Anschlussarten

PES PES

M R1
M1 3 2k
˜

39
40
Projektierung

L01

S0
NOT-AUS K0

S1
Aus

Abbildung 12: DF4-341


S2 K1M
Ein/Start

K0 K1M Z2

L00
NOT-AUS Ein/Aus
Start/Stop

03/01 AWB823-1278D
03/01 AWB823-1278D

L1
L2
L3
N
PE
F1 3 Q1

I> I> I>


1 3 5
K1M 2 4 6
L1
Z1 K1M

L1 L2 L3 PE E1 E2 E3 E4 28 20 39

Abbildung 13: DF4-341


EN

REV
0 V1

+15 V

E1: 20 Hz
E2: 30 Hz
DC-BRAKE

E1+E2: 40 Hz

G1
K1 K2
+5 V
0V

MONITOR
REF

+UG –UG U V W PE T1 T2 K12 K14 K11 K22 K24 K21 62 9 8 7


Anschlussarten

PES PES

M R1
M1 2k
3
˜

41
Projektierung

Motoren an einem Frequenzumrichter


parallelschalten
Der Frequenzumrichter DF4 kann mehrere parallel-
geschaltete Motoren steuern. Werden unterschied-
liche Motordrehzahlen gefordert, muss das über die
Polpaarzahl und/oder Getriebeübersetzungen
erfolgen.

K1M K2M K3M

F1 F2 F3
U1 V1 W1 U1 V1 W1 U1 V1 W1

M M M
M1 3 M2 3 M3 3
˜ ˜ ˜
Abbildung 14: Parallelschalten mehrerer Motoren
03/01 AWB823-1278D

42
Anschlussarten

Hinweis!
Schalten Sie mehrere Motoren an einem
Frequenzumrichter parallel, müssen Sie die
Netzschütze der einzelnen Motoren nach AC-3
auslegen. Sie dürfen nicht die Netzschütze aus
der Tabelle im Anhang Netzfilter/Netzschütze
verwenden. Diese Netzschütze gelten nur für die
Netzseite des Frequenzumrichters. Es kann bei
falschem Einsatz zum Verschweißen der Kontakte
kommen.
Durch die Parallschaltung der Motoren verringert
sich der Anschlusswiderstand am Ausgang des
Frequenzumrichters. Die Gesamtstatorinduktivität
wird geringer und die Streukapazität der Leitungen
größer. Dadurch wird die Stromverzerrung gegen-
über dem Einzelmotoranschluss größer. Um die
Stromverzerrung zu verkleinern, können Sie Drosseln
oder Sinusfiltern im Ausgang des Frequenz-
umrichters einsetzen.

 Die Stromaufnahme aller angeschlossenen


Motoren darf den Ausgangsbemessungsstrom
I2N des Frequenzumrichters nicht überschreiten.

 Bei der Parallelschaltung mehrerer Motoren


können Sie den elektronische Motorschutz nicht
verwenden. Sie müssen jeden Motor einzeln mit
Thermistoren und/oder Bimetallrelais schützen.
03/01 AWB823-1278D

43
Projektierung

Sind Motoren mit großen Leistungsunterschieden


(z. B. 1,5 kW und 11 kW) am Ausgang eines
Frequenzumrichters parallelgeschaltet, können
während des Starts und bei niedrigen Drehzahlen
Probleme auftreten. Unter Umständen kann der Motor
mit geringerer Motorleistung das geforderte Dreh-
moment nicht aufbringen. Ursache sind die relativ
großen ohmschen Widerstandswerte im Stator
dieser Motoren. Sie benötigen während des Starts
und bei niedrigen Drehzahlen eine höhere Spannung.

Betrieb mit DC-Zwischenkreisverbund


Der Zwischenkreisverbund von Frequenzumrichtern
ermöglicht einen Energieaustausch zwischen den
angeschlossenen Geräten auf der DC-Spannungs-
ebene. Arbeiten ein oder mehrere Frequenzumrichter
generatorisch (Bremsbetrieb), wird die gewonnene
Energie in den gemeinsamen Gleichspannungs-
zwischenkreis bzw. an die DC-Quelle abgegeben.
Die Energie steht dann den motorisch arbeitenden
Frequenzumrichtern im Verbund zur Verfügung. Der
Einsatz von Bremseinheiten und die Energie-
aufnahme aus dem Netz kann dadurch verringert
werden.
Betreiben Sie die Frequenzumrichter mit DC-
Zwischenkreisverbund, dürfen Sie nur Frequenz-
umrichter verbinden, die den gleichen Bereich der
Zwischenkreisspannung haben; z. B. DC 270 bis
360 V oder DC 320 bis 510 V. Die Leitungsverbin-
dungen zur gemeinsamen DC-Schiene müssen kurz
sein.
03/01 AWB823-1278D

44
Anschlussarten

Wählen Sie aus der Tabelle im Anhang Sicherungen/


Leitungsquerschnitte für +UG/–UG den Leitungs-
querschnitt aus.
Eine niedrige Leitungsinduktivität können Sie
erreichen, indem Sie die DC-Schiene über parallel
verlegte Stromschienen realisieren und die Leitungen
zwischen Gerät und DC-Schiene parallel verlegen,
evtl. verdrillen.
Verwenden Sie nur zugeordnete Netzdrossel/
Netzfilter, sowie zugeordnete Zwischenkreis-
sicherungen.
Gewährleisten Sie, das gleichzeitiges Einschalten
aller im Verbund betriebenen Frequenzumrichter an
die Netzversorgung möglich ist.

 Achten Sie bei der Frequenzumrichterreihe


DF4-120 auf phasengleichen Anschluss.

 Wenn Sie Frequenzumrichter unterschiedlicher


Reihen im Verbundbetrieb betreiben wollen,
nehmen Sie Rücksprache mit dem Lieferanten.
03/01 AWB823-1278D

45
Projektierung

Verbundbetrieb DF4-120
L1
L2
L3
N
PE
F1 F2

K1M K2M

L1 L1
Z1 Z1

L1 N PE L1 N PE

G1 G2
+UG –UG U V W PE +UG –UG U V W PE

F11 M F21 M
3~ 3~
M1 M2
+UG
–UG

Abbildung 15: DC-Zwischenkreisverbund

F1, F2 Leitungsschutz, bei Einspeisung mit 2 AC; PE;


190 bis 260 V 0 %; 45 bis 65 Hz 0 %
einphasig ausführen
Z1 Netzfilter
K1M, Netzschütz, bei Einspeisung mit 2 AC; PE;
K2M 190 bis 260 V 0 %; 45 bis 65 Hz 0 %
einphasig ausführen
G1, G2 Frequenzumrichter
F11, F21Geräteschutz auf der DC-Ebene laut Tabelle
03/01 AWB823-1278D

46
Anschlussarten

Hinweis!
Die Kontakte aller Netzschütze müssen gleich-
zeitig schalten. Andernfalls kommt es wegen der
Vervielfachung der Ladeströme zur Zerstörung
des Eingangsgleichrichters.

Verbundbetrieb DF4-34x
Hinweis!
Der kombinierte Betrieb der Frequenzumrichter
DF4-340 und DF4-341 ist nur erlaubt, wenn die
Netzspannungsbereiche der Frequenzumrichter-
reihe DF4-340 nicht überschritten werden. Die
technischen Daten finden Sie im Anhang.

Hinweis!
Die Kontakte aller Netzschütze müßen gleich-
zeitig schalten. Andernfalls kommt es wegen der
Vervielfachung der Ladeströme zur Zerstörung
des Eingangsgleichrichters.
03/01 AWB823-1278D

47
Projektierung

L1
L2
L3
N
PE
F1 F2

K1M K2M

L1 L1
Z1 Z1

L1 L2 L3 PE L1 L2 L3 PE

G1 G2
+UG –UG U V W PE +UG –UG U V W PE

F11 M F21 M
3~ 3~
M1 M2
+UG
–UG
Abbildung 16: DC-Zwischenkreisverbund

F1, F2 Leitungsschutz
K1M, K2M Netzschütz
Z1 Netzfilter
G1, G2 Frequenzumrichter
F11, F21 Geräteschutz auf der DC-Ebene
03/01 AWB823-1278D

48
Anschlussarten

Versorgung mit Gleichspannung


Vorsicht!
Wenn Sie die Geräte über eine Gleichspan-
nungsquelle versorgen, muss der Spannungs-
verlauf zwischen UG und PE, sowie –UG und
PE symmetrisch sein. Ist UG oder –UG
geerdet, werden die Frequenzumrichter zerstört.

 Sie erhalten Frequenzumrichter der Reihe


DF4-120 für die Versorgung über Gleich-
spannung nur auf Anfrage.

Geräte DF4-340 und DF4-341

L1
L2
L3
N
PE

L1 L2 L3 PE L1 L2 L3 PE PE

G1 G2 G3
+UG –UG U V W PE +UG –UG U V W PE +UG –UG

F4 F5

+UG
–UG

Abbildung 17: Verbundbetrieb für Gleichspannungsnetz

F4, F5 Geräteschutz auf der DC-Ebene


G1, G2 Frequenzumrichter
03/01 AWB823-1278D

G3 Bremseinheit

49
Projektierung

Reglerteil anschließen Geräteinterne Spannungen


Die Frequenzumrichter der Reihe DF4 stellen intern
zwei Spannungen zur Verfügung, die Sie an
folgenden Klemmen abgreifen können:
Klemme 9 – für die analoge Sollwertvorgabe
Klemme 20 – für die Freigabesignale
Klemme 7 – für beide Signale das 0-V-Potential

Klemme Ausgangsspannung Belastbarkeit


9 5,2 V 6 mA
20 12 V für DF4-120 20 mA
15 V für DF4-34x

+UG 20

–UG 7 0V
9 +5.2 V
DF 4-...

Abbildung 18: Interne Spannung

03/01 AWB823-1278D

50
Reglerteil anschließen

0-V-Potential erden (Klemme 39)


Betreiben Sie den Frequenzumrichter im Standard-
betrieb, müssen Sie für die Steuer-Eingänge die
Klemme 39 (0-V-Potential) erden. Wählen Sie für die
Leitung einen Leitungsquerschnitt von min. 1,5 mm2.
Werden die Klemmen E1 bis E4 und die Klemme 28
über die interne Spannung (Klemme 20) versorgt,
muss das 0-V-Potential des Spannungsreglers
(Klemme 7) und das 0-V-Potential der
Steuer-Eingänge (Klemme 39) miteinander
verbunden werden. Legen Sie eine Brücke von
Klemme 7 auf Klemme 39.

20

7 0V
1.5 mm2
9

8
0V
2.5 mm2
E1
E2
E3
E4
28 EN
39 0V

DF 4-...

Abbildung 19: Klemmenbeschaltung für 0-V-Potential


03/01 AWB823-1278D

51
Projektierung

Wenn Sie mehrere Frequenzumrichter oder Automa-


tisierungsgeräte in einer Anlage einsetzen, führen Sie
die 0-V-Potentiale der einzelnen Geräte sternförmig
zusammen. Erden Sie die Geräte gemeinsam beim
„schwächsten“ Teilnehmer; z. B. einer SPS.

39 7 39 7

1.5 mm2 1.5 mm2 1.5 mm 2

 6 mm 2

 10 mm2

Abbildung 20: Sternförmige Erdung

03/01 AWB823-1278D

52
Reglerteil anschließen

Digital-Eingänge, SPS-Kopplung
Die Digital-Eingänge der Frequenzumrichter der
Reihe DF4 sind optoentkoppelt und galvanisch
getrennt. Dadurch ist eine direkte Verbindung mit
einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS)
möglich. Um die Störsicherheit zu erhöhen, können
Sie das 0-V-Potential der Steuer-Eingänge
(Klemme 39) über einen ungepolten Kondensator
(0,1 F, 250-V-DC) erden.
Werden die Klemmen E1 bis E4 und die Klemme 28
über die externe Spannung einer SPS versorgt, muss
das 0-V-Potential der SPS und das 0-V-Potential der
Steuer-Eingänge (Klemme 39) miteinander
verbunden werden.

E1
Q...
E2
Q...
E3
Q...
E4
Q...
28 EN Q...
39 0V
0V

+24 V

0.1 F 1.5 mm 2
250 V H

Abbildung 21: Beschaltung für SPS-Kopplung


03/01 AWB823-1278D

53
Projektierung

Wenn in einer Anlage mehrere Frequenzumrichter


von einer SPS angesteuert werden, führen Sie die
0-V-Potentiale der einzelnen Geräte sternförmig
zusammen. Erden Sie die Geräte gemeinsam beim
„schwächsten“ Teilnehmer; der SPS. Zusätzlich
müssen Sie bei jedem Frequenzumrichter die
Klemme 39 kapazitiv erden. Das 0-V-Potential der
SPS können Sie direkt erden.

39 39

Q... (+24 V)

1.5 mm 2
0.1 F 0.1 F
250 V DC 1.5 mm 2 250 V DC 1.5 mm 2
 2.5 mm2

Abbildung 22: Erdung bei SPS-Kopplung


03/01 AWB823-1278D

54
Reglerteil anschließen

Eingang für analogen Sollwert


Sie können den Sollwert analog über die Eingänge
Klemme 7 und Klemme 8 vorgeben. Dabei ist der
Analogsollwert auf Klemme 8 und das 0-V-Potential
auf Klemme 7. Die Art der Sollwertvorgabe wählen
Sie aus, indem Sie die Brücke (Jumper) auf der
Gerätevorderseite umstecken.

1.5 mm 2
20 0V
2.5 mm 2
7 0V
9 +5.2 V
R1
8 REF 2k

DF 4-... S1: 0 ... +5 V

Abbildung 23: Sollwertvorgabe aus einem Potentiometer


mit interner Versorgung

1.5 mm2
20 0V
2.5 mm2
7 0V
9 +5.2 V
0V
8 REF QAx.x

SPS
DF 4-... S1: 0 ... +10 V

Abbildung 24: Sollwertvorgabe aus einer SPS


03/01 AWB823-1278D

55
Projektierung

9 8 7 8 7

+5.2 V

R1 0 ... +5.2 V
2k

1.5 mm 2 1.5 mm 2

 2.5 mm2

Abbildung 25: Leitsollwert für mehrere Frequenzumrichter

03/01 AWB823-1278D

56
Reglerteil anschließen

Drehzahlsollwertvorgabe mit Stromsignal


Über die Parameternummer PNU 034 stellen Sie den
Leitstrom von 0 bis 20 mA auf 4 bis 20 mA um. Der
interne Bürdewiderstand beträgt 250 .

1.5 mm 2
20 0V
2.5 mm 2
7 0V
9 +5.2 V 0/4 – 20 mA

8 REF

DF 4-... S1: 0 ... +20 mA

Abbildung 26: Sollwertvorgabe mit Stromsignal


03/01 AWB823-1278D

57
Projektierung

Drehzahl-Leitsollwertvorgabe mit Stromsignal

Hinweis!
Das 0-V-Potential (Klemme 7) der internen
Versorgungsspannung darf bei dieser Geräte-
anordnung nicht geerdet werden, da sonst der
Sollwert kurzgeschlossen wird.

8 7 8 7

 2.5 mm 2

Abbildung 27: Drehzahl-Leitsollwert mit Stromsignal


03/01 AWB823-1278D

58
Reglerteil anschließen

Analog-Ausgang
An Klemme 62 können Sie ein analoges Messinstru-
ment anschließen. Über die PNU 111 legen Sie fest,
welches Monitorsignal angezeigt werden soll. Als
Standard wird die Ausgangsfrequenz angezeigt. Die
max. Ausgangsspannung an Klemme 62 beträgt
0 bis 6 V.

20

7 0V 1.5 mm2
9 +5.2 V
0V

2.5 mm2
D 62 Monitor

A
P1
DF 4-...

Abbildung 28: Anschluss an das Monitorsignal

Relaiskontakte
Die Frequenzumrichter der Reihe DF4-120/DF4-340
verfügen über ein Relais K1 mit Wechslerkontakt.
Frequenzumrichter der Reihe DF4-341 verfügen über
ein zweites Relais K2 mit Wechslerkontakt. Die
Signalbelegung ist programmierbar. Die Relais sind
galvanisch vom Frequenzumrichter getrennt.
03/01 AWB823-1278D

59
Projektierung

Wenn Sie an einem Wechslerkontakt extern Schütze


oder Relais anschließen, können Sie die Stör-
festigkeit erhöhen, indem Sie bei
Wechselspannung einen RC-Filter
parallelschalten
Gleichspannung eine Freilaufdiode
parallelschalten

K12 K14 K11


햲 햳

L01 L+

Kx Ky

L00 L–

Abbildung 29: Relaisanschluss für Gleich- oder


Wechselspannung
햲 Wechselspannung
햳 Gleichspannung

Klemme Belegung Bedeutung Belastbarkeit


DF4-120/DF4-34x
K11 Öffner von K1 Programmierbarer 24 V AC/3 A oder
K12 Wurzel von K1 Wechslerkontakt 60 V DC/0,5 A

K14 Schließer von K1


Zusätzlich bei DF4-341
K21 Öffner von K2 Programmierbarer 250 V AC/3 A oder
Wechslerkontakt 60 V DC/0,5 A
K22 Wurzel von K2
K24 Schließer von K2
03/01 AWB823-1278D

60
3 Parametrierung

Grundlagen der Mit der Parametrierung des Frequenzumrichters


Bedienung können Sie den Frequenzumrichter an Ihre Anwen-
dungen anpassen. Die möglichen Einstellungen sind
in Parametern organisiert.
Die Parametrierung der Geräte erfolgt entweder über
die Tastatur der Bedieneinheit DE4-KEY-1 oder über
Schnittstellenmodule. Die Bedieneinheit und die
Schnittstellenmodule sind als Zubehör erhältlich.

Werkseinstellung des Die Frequenzumrichter der Reihe DF4 sind vom Werk
Grundgerätes so eingestellt, dass Sie für die Standardanwendung
keine Einstellungen vornehmen müssen. In der nach-
folgenden Tabelle sind die wichtigsten Einstellungen
aufgeführt.

 Alle Möglichkeiten, die in den nachfolgenden


Abschnitten beschrieben sind, können Sie nur
mit Hilfe der Bedieneinheit oder der seriellen
Schnittstelle inkl. Bediensoftware ändern.

Klemme WE
E1, E2 Auswahl der drei Festfrequenzen:
E1 = HIGH: 20 Hz
E2 = HIGH: 30 Hz
E1  E2 = HIGH: 40 Hz
E3 E3 = HIGH: Gleichstrombremsung einleiten
mit U = 1 % Nennspannung
E4 E4 = LOW: Rechtsdrehfeld
E4 = HIGH: Linksdrehfeld
Kennlinie DF4-120: 230 V/50 Hz
DF4-34x: 400 V/50 Hz
03/01 AWB823-1278D

Sollwert 0 bis 10 V

61
Parametrierung

Klemme WE
Rampenzeiten a: 5s
–a: 5s
fmax: 50 Hz
Strombegren- Imax: 150 % Gerätenennstrom
zung ImaxGen: 80 % Gerätenennstrom
Monitorsignal aktuelle Ausgangsfrequenz
Relais K1 schaltet bei TRIP-Meldung
Relais K2 schaltet bei Betriebsbereit
(nur DF4-341)
Startbedingung Automatischer Start, wenn Klemme 28 = HIGH,
keine Motorfangschaltung
Bedienungsart Sollwertvorgabe und Steuerung über Klemmen
Schaltfrequenz 8 kHz
Fehler-Reset LOW-Flanke an Klemme 28 (EN)

Bedienfunktionen Bedienungsart
Sie legen bei der Bedienungsart fest, über welchen
Kanal die Steuerung, die Sollwertvorgabe und die
Parametrierung erfolgen soll.
Der Sollwert des Gerätes wird bei einer Netz-
unterbrechung gespeichert.

 Wenn die Freigabe an Klemme 28 anliegt, kann


es beim Umschalten der Bedienart und erneutem
Netzzuschalten zum automatischen Start des
Frequenzumrichters kommen.
03/01 AWB823-1278D

62
Bedienfunktionen

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


001 Bedienungsart 0 Sollwertvorgabe über Klemme 8, 0
Steuerung über Klemmen,
Parametrierung über Bedieneinheit
1 Sollwertvorgabe über Bedieneinheit,
Steuerung über Klemmen,
Parametrierung über Bedieneinheit
2 Sollwertvorgabe über Klemme 8,
Steuerung über Klemmen,
Parametrierung über Schnittstelle
3 Sollwertvorgabe über Schnittstelle,
Steuerung über Schnittstelle,
Parametrierung über Schnittstelle

Parametersatztransfer
Über die PNU 002 können Sie die Parametersätze
verwalten. Je nach Wert von PNU 002 wird ein Para-
metersatz mit der Werkseinstellung überschrieben
oder von/zu der Bedieneinheit DE4-KEY-1 über-
tragen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


002 Parametersatz 0 Funktion ausgeführt 0
1 PAR1 mit Werksabgleich überschreiben
2 PAR2 mit Werksabgleich überschreiben
3 PAR1, PAR2 mit Daten der Bedieneinheit
überschreiben
4 PAR1 mit Daten der Bedieneinheit überschreiben
5 PAR2 mit Daten der Bedieneinheit überschreiben
6 PAR1, PAR2 zur Bedieneinheit übertragen
03/01 AWB823-1278D

63
Parametrierung

Parametersatzumschaltung
Die Reihe DF4 verfügt über zwei Parametersätze, die
Sie während des Betriebes umschalten können.
Dadurch werden zusätzliche Beschleunigungs- und
Verzögerungszeiten bzw. drei zusätzliche Fest-
frequenzen verfügbar. Jeder Parametersatz enthält
sämtliche Parameter. Mit einigen Ausnahmen
können alle Parameter der beiden Parametersätze
verschiedene Werte annehmen. Die Ausnahmen
finden Sie im Anhang unter Parameter/Ausstattung.
Um zwischen den Parametersätzen 1 und 2 umzu-
schalten, verwenden Sie die Klemmenkonfiguration
aus der Tabelle (siehe Abschnitt Klemmenkonfigu-
ration).

 Haben Sie die Betriebsart (PNU 014) in beiden


Parametersätzen unterschiedlich eingestellt,
schalten Sie den Parametersatz nur bei Regler-
sperre um.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
4, 8, 15, 17, 18 *) HIGH *) *) Umschaltung auf Parametersatz 2. Bei LOW wird
1, 3, 6, 7, 12 *) *) HIGH *) Parametersatz 1 wieder aktiviert.

*) Belegung abhängig vom Wert


03/01 AWB823-1278D

64
Bedienfunktionen

Geräteadresse, Baudrate
Vernetzen Sie mehrere Antriebe über eine
RS 485-Schnittstelle miteinander, wird jeder einzelne
Teilnehmer auf diesem Strang mit einer bestimmten
Adresse angesprochen. Diese Adresse können Sie
hier einstellen. Die möglichen Adressbereiche für die
verschiedenen Bus-Schnittstellen entnehmen Sie
dem jeweiligen Handbuch zur Schnittstelle.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


009 Geräteadresse 1 bis 99 nur für serielle Schnittstelle 1
125 Baudrate 0 = 9600 die Baudrate ist abhängig von den Schnittstellen 0
1 = 4800 (RS 232/RS 485).
2 = 2400
3 = 1200
4 = 19200

Kommunikationsverhalten
Betreiben Sie den Frequenzumrichter mit einer
Schnittstellenbaugruppe, können Sie mit der
PNU 126 festlegen, wie sich der Frequenzumrichter
verhalten soll, wenn die Kommunikation mit der
Schnittstelle abbricht (Schnittstelle defekt oder
abgezogen).
03/01 AWB823-1278D

65
Parametrierung

 Diese Funktion steht für die Frequenzumrichter


DF4-120 nicht zur Verfügung. Im Fehlerfall muss
die übergeordnete Steuerung eine entspre-
chende Reaktion auslösen (Fehler melden oder
Frequenzumrichter abschalten).

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


126 Kommunika- 0 Bei Fehler in der Übertragung zwischen 0
tionsverhalten Frequenzumrichter und Schnittstelle erfolgt
keine Reaktion
1 Bei Fehler in der Übertragung zwischen
Frequenzumrichter und Schnittstelle erfolgt
eine Abschaltung mit Fehlermeldung CEO

Steuer- und Klemmenkonfiguration


Regelfunktionen
Über die PNU 007 können Sie die Belegung der
Digital-Eingänge programmieren. Die Werksein-
stellung ist 0. Es gibt 23 Kombinationsmöglichkeiten,
die in ihren Einzelfunktionen beschrieben sind.
Verwenden Sie die Klemmenkonfiguration aus der
Tabelle, um die einzelnen Eingänge einzustellen.
Andere Belegungen sind nicht möglich. Beachten
Sie auch, dass nicht alle Funktionen gleichzeitig zur
Verfügung stehen und sich verschiedene Funktions-
kombinationen gegenseitig ausschließen.
03/01 AWB823-1278D

66
Steuer- und
Regelfunktionen

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
0 FF1, FF2, FF3 DCB R/L FF1 = Festfrequenz 1
1 PAR R/L FF2 = Festfrequenz 2
FF3 = Festfrequenz 3
2 QSP R/L DCB = Gleichstrombremsung
3 FF1 DCB PAR R/L R/L = kombinierte Drehrichtungsvorwahl
4 PAR QSP R/L PAR = Parametersatzwahl
QSP = Quickstop
5 EF DCB R/L EF = Externer Fehler
6 PAR R/L DOWN = Motorpotentiometer, Wert verringern
UP = Motorpotentiometer, Wert vergrößern
7 EF DCB R/L R/QSP = Rechtslauf, bei Fehlbedienung Quickstop
8 PAR QSP R/L L/QSP = Linkslauf, bei Fehlbedienung Quickstop
9 FF1 EF R/L
10 DOWN UP EF R/L
11 DCB R/L
12 PAR R/L
13 QSP R/L
14 FF1 DCB R/QSP L/QSP
15 PAR R/QSP L/QSP
16 FF1, FF2, FF3 R/QSP L/QSP
17 DCB PAR R/QSP L/QSP
18 EF R/QSP L/QSP
19 DCB R/QSP L/QSP
20 FF1 EF R/QSP L/QSP
21 DOWN UP R/QSP L/QSP
22 FF1 R/QSP L/QSP

Steuerwort
Das Steuerwort (STW) ist ein 16-Bit-Wort mit der
PNU 135. Es enthält bitkodierte Steuerbefehle für
den Frequenzumrichter. Mit dem Steuerwort können
Sie den Frequenzumrichter komplett steuern.
Entnehmen Sie die einzelnen Funktionen der nach-
03/01 AWB823-1278D

folgenden Tabelle.

67
Parametrierung

Bit Funktion bei DF4-120 Funktion bei DF4-34x


0,1 Bit 0 Bit 1 Sollwert
0 0 Frequenzsollwert (PNU 046)
1 0 Festfrequenz 1 (PNU 037)
0 1 Festfrequenz 2 (PNU 038)
1 1 Festfrequenz 3 (PNU 039)
2 0 = Rechtslauf
1 = Linkslauf
3 0 = Quickstop nicht aktivieren
1 = Quickstop aktivieren
4 reserviert 0 = Hochlaufgeber freigeben
1 = Hochlaufgeber anhalten
5 0 = Hochlaufgeber freigeben
1 = Hochlaufgeber an Rampe –a (PNU 013)
auf Sollwert Null fahren.
6 0 = Motorpotentiometer UP nicht aktivieren
1 = Motorpotentiometer UP aktivieren
7 0 = Motorpotentiometer DOWN nicht aktivieren
1 = Motorpotentiometer DOWN aktivieren
8 reserviert
9 0 = Reglerfreigabe (Enable)
1 = Reglersperre
10 reserviert reserviert
11 Flanke von 0 auf 1 löst TRIP-Reset aus
12 0 = Parametersatz 1 aktivieren
1 = Parametersatz 2 aktivieren
13 reserviert
14 0 = Gleichstrombremsung nicht aktivieren
1 = Gleichstrombremsung aktivieren
151) 0 = Prozessausgangsdaten dauernd erneuern reserviert
1 = Prozessausgangsdaten einfrieren
1) Sie können die Aktualisierung der Status- und Istwert-
informationen sperren, um Steuerinformationen zeit-
03/01 AWB823-1278D

genauer übertragen zu können.

68
Steuer- und
Regelfunktionen

Reglerfreigabe Klemme 28 (EN)/PNU 040


Die Reglerfreigabe ist erforderlich, da Sie sonst den
Frequenzumrichter nicht starten können. Sie können
die Reglerfreigabe über Klemme 28 setzen:
LOW = Regler gesperrt
HIGH = Regler freigegeben
Den Frequenzumrichter DF4-120 können Sie nur bei
Reglersperre parametrieren. Beim DF4-34x ist es
auch möglich die Parameter bei freigegebenem
Regler zu ändern.
Wenn Sie die Bedieneinheit DE4-KEY-1 benutzen,
liegen die Klemme 28 und die RUN/Stop-Taste
logisch in Reihe. Setzen Sie das Signal auf Stop
(Bedieneinheit) oder LOW (Klemme 28), kann
solange nicht wieder gestartet werden, bis die
Signale HIGH (Klemme 28) und RUN (Bedieneinheit)
gesetzt sind.
Haben Sie den Frequenzumrichter über die Bedien-
einheit abgeschaltet und die Bedieneinheit entfernt,
so können Sie den Frequenzumrichter erst wieder
starten, wenn Sie
das Netz aus und wieder einschalten
die Bedieneinheit wieder aufstecken und die
RUN-Taste drücken
Zusätzlich zur Hardwarefreigabe an Klemme 28
müssen Sie die Softwarefreigabe setzen, wenn der
Frequenzumrichter über eine Schnittstelle gesteuert
wird.
03/01 AWB823-1278D

69
Parametrierung

Die Softwarefreigabe (EN) geschieht über die


PNU 040. Beim Parameter ist
0 = Reglersperre (NEN)
1 = Reglerfreigabe (EN)
Die Reglerfreigabe können Sie auch über das
Steuerwort STW (Bit 9) verändern.

Fangschaltung, Automatischer Wiederanlauf


Über die PNU 142 können Sie das Startverhalten des
Frequenzumrichters bestimmen. Dabei synchro-
nisiert die Fangschaltung einen laufenden Motor
(z. B. nach einer Netzunterbrechung). Der Frequen-
zumrichter ermittelt die Drehzahl des trudelnden
Motors, schaltet sich dann auf und beschleunigt/
verzögert auf den vorgegebenen Sollwert mit den
eingestellten Beschleunigungs-/Verzögerungszeiten.
Der automatische Wiederanlauf führt bei Regler-
freigabe an Klemme 28 sofort zum Start (z. B. nach
einer Netzunterbrechung oder einem Fehler). Ist die
Funktion deaktiviert, erwartet der Frequenzumrichter
einen LOW/HIGH-Wechsel, bevor er wieder anläuft.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


142 Startbedingung 0 Automatischer Start gesperrt, 1
Fangschaltung deaktiviert
1 Automatischer Start, wenn Klemme 28 = HIGH,
Fangschaltung deaktiviert
2 Automatischer Start gesperrt,
Fangschaltung aktiviert
3 Automatischer Start, wenn Klemme 28 = HIGH,
Fangschaltung aktiviert
03/01 AWB823-1278D

70
Steuer- und
Regelfunktionen

Drehrichtungsumschaltung
Über die Steuerklemmen E3 und E4 wählen Sie die
Drehrichtung vor. Je nach Klemmenkonfiguration
(PNU 007) erfolgt die Drehrichtungsvorwahl draht-
bruchsicher oder nicht drahtbruchsicher.

Vorsicht!
Bei der Konfiguration PNU 007 = 0 bis 13 – nicht
drahtbruchsichere Drehrichtungsvorwahl – kann
es bei einem Drahtbruch zu einer ungewollten
Drehrichtungsumkehr kommen.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
0 bis 13 *) *) *) LOW Rechtsdrehfeld
HIGH Linksdrehfeld
14 bis 22 *) *) HIGH LOW Rechtsdrehfeld
LOW HIGH Linksdrehfeld
LOW Quickstop
HIGH HIGH aktueller Zustand bleibt unverändert. Zuerst anliegende
Signal bestimmt im laufenden Betrieb die Drehrichtung.
Beim Netzeinschalten und HIGH an E3 und E4, führt
Regler Quick-Stop aus.

*) Belegung abhängig vom Wert


03/01 AWB823-1278D

71
Parametrierung

Frequenzsollwert
Mit dem Frequenzsollwert geben Sie die gewünschte
Drehzahl vor.
Bei allen Gerätereihen wird die tatsächliche
Ausgangsfrequenz durch die Einstellung von fmax
nach oben begrenzt.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


046 fSoll 0,0 bis 480,0 Hz (DF4-120) Frequenzsollwert 0
0,0 bis fmax Hz (DF4-34x)

Geben Sie bei der Reihe DF4-34x einen Wert größer


fmax ein, so wird der Sollwert selbst auf fmax
begrenzt. Der DF4-120 akzeptiert den höheren
Frequenzsollwert in PNU 046, begrenzt aber die
Ausgangsfrequenz auf die Vorgabe durch fmax.

Motorpotentiometerfunktion
Die Sollwertvorgabe über die Funktion „Motorpoten-
tiometer“ ist nur bei entsprechender Einstellung der
PNU 007 aktiv. Die Änderung des Sollwertes erfolgt
mit den eingestellten Beschleunigungs- und
Verzögerungszeiten.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
10, 11, 12, 13, 21 LOW LOW *) *) Sollwert = 0 Hz
HIGH Sollwert verkleinern bis fmin
LOW HIGH Sollwert vergrößern bis fmax
HIGH aktuellen Wert konstant halten (einfrieren)

*) Belegung abhängig vom Wert


03/01 AWB823-1278D

72
Steuer- und
Regelfunktionen

Der Motorpotentiometersollwert wird bei folgenden


Ereignissen gespeichert:
Netzausschalten
Reglersperre
TRIP-Meldungen
Durch Aktivierung der Quickstop-Funktion wird beim
DF4-34x das Motorpotentiometer auf 0 Hz zurück-
gesetzt.
Motorpotentiometerfunktion in Kombination mit
Festfrequenzwert
Die Änderung des Sollwertes erfolgt mit den einge-
stellten Beschleunigungszeiten. Bei der Reihe
DF4-120 wird die Verzögerungszeit verwendet, bei
DF4-34x wird die Quick-Stop-Rampenzeit
verwendet.
Bei einer Fehlbedienung (z. B. E2 = HIGH = Up und
E3 = HIGH = Down) fährt der Frequenzumrichter auf
den Sollwert 0 Hz.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
22 *) *) HIGH LOW Sollwert verkleinern bis fmin
LOW Rechtslauf
HIGH HIGH Linkslauf
LOW HIGH LOW LOW Sollwert vergrößern bis fmax
LOW aktuellen Wert konstant halten (einfrieren)
HIGH *) Festfrequenz 1 anfahren (PNU 037)

*) Belegung abhängig vom Wert


03/01 AWB823-1278D

73
Parametrierung

Den Sollwert, den Sie über die Motorpotentiometer-


funktion eingestellt haben, begrenzt den Fest-
frequenzwert 1. Haben Sie die Festfrequenz 1 höher
programmiert als den aktuellen Motorpotentiometer-
sollwert, fährt der Frequenzumrichter nur bis zum
Sollwert des Motorpotentiometers hoch. Ist die Fest-
frequenz 1 kleiner als der aktuelle Motorpoten-
tiometersollwert, so wird die Festfrequenz 1 unein-
geschränkt angefahren.
Bei Netzausschalten wird der letzte Motorpoten-
tiometersollwert nicht abgespeichert; der neue
Startwert beträgt immer 0 Hz.

Festsollwert
Sie können drei Festfrequenzen auf Frequenzen
zwischen 0 bis 480 Hz einstellen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


037 Festfrequenz 1 0,0 bis 480,0 Hz fest vorgegebene Sollwerte 20 Hz
038 Festfrequenz 2 30 Hz
039 Festfrequenz 3 40 Hz

03/01 AWB823-1278D

74
Steuer- und
Regelfunktionen

Je nachdem welchen Parameter Sie unter der


PNU 007 gewählt haben und auf welchen Wert Sie
die Klemme E1 und E2 (HIGH/LOW) gesetzt haben,
können Sie den Festsollwert direkt anwählen.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
3, 4, 5, 6, 9, HIGH *) *) *) aktiviert Festfrequenz 1. Bei LOW zurückschalten auf
14, 15, 20, 22 programmierten Standardsollwert
0, 1, 2, 16 LOW LOW schaltet auf programmierten Standardsollwert zurück
HIGH Festfrequenz 1 wird aktiviert.
LOW HIGH Festfrequenz 2 wird aktiviert.
HIGH Festfrequenz 3 wird aktiviert.

*) Belegung abhängig vom Wert

Bei Festfrequenz-Sollwerten ist die fmin-Einstellung


nicht wirksam; nur die fmax-Einstellung wirkt immer.
Falls Sie einen Festfrequenz-Sollwert größer als fmax
eingestellt haben, fährt der Frequenzumrichter
maximal bis zum eingestellten fmax-Wert.

Sollwertvorgabe
Den analogen Sollwert geben Sie über Klemme 7 und
8 vor. Je nach Signalbereich müssen Sie auf der
Vorderseite des Frequenzumrichters die Brücke S1
umstecken. Es gibt 3 Positionen auf die Sie die
Brücke stecken können:
5-6 5-6 für den Sollwert von 0/4 bis 20 mA
3-4 3-4 für den Sollwert von 0 bis 5 V
1-2 1-2 für den Sollwert von 0 bis 10 V
03/01 AWB823-1278D

75
Parametrierung

Vom Werk aus ist die Brücke auf Position 1-2 einge-
stellt, d. h. ein Sollwert von 0 bis 10 V.
Um den Sollwert 4 bis 20 mA zu verwenden, müssen
Sie zusätzlich über die PNU 034 den Wert 1 einstellen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


034 Sollwertvorgabe 0 Sollwert 0 bis 5 V, 0 bis 10 V oder 0 bis 20 mA 0
1 Sollwert 4 bis 20 mA

Quickstop –aQuick
Sie können den Quickstop über die Klemmen E3 und
E4 einstellen, unabhängig davon welche Bedie-
nungsart (PNU 001) Sie gewählt haben.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
2, 4, 8, 9, 13 *) *) LOW *) Quickstop aktivieren
14 bis 22 LOW Quickstop im laufenden Betrieb aktivieren
HIGH HIGH Quickstop bei Netzeinschalten aktivieren

*) Belegung abhängig vom Wert

03/01 AWB823-1278D

76
Steuer- und
Regelfunktionen

DF4-120
Wird die Funktion Quickstop aktiviert, fährt der
Frequenzumrichter an der eingestellten Verzöge-
rungsrampe bis zum Stillstand herunter. Unterhalb
von f = 0,1 Hz wird die Gleichstrombremsung
aktiviert.
DF4-34x
Frequenzumrichter der Reihe DF4-34x haben
zusätzlich zur Verzögerungsrampe eine „Quick-
Stop-Rampe“. Aktivieren Sie die Quickstop-Funk-
tion, fährt der Frequenzumrichter an der „Quick-
Stop-Rampe“ herunter. Die Rampenzeit für den
Quickstop können Sie über die PNU 105 einstellen.
Die einstellbare Zeit liegt zwischen 0 bis 999 s. Vom
Werk aus ist eine Rampenzeit auf 5 s eingestellt.
Bei zu kurzer Rampenzeit im Bremsbetrieb erfolgt
die Fehlermeldung OU und es wird automatisch die
Impulssperre gesetzt.
Die Gleichstrombremsung wird aktiviert, wenn der
eingestellte Wert (Ansprechschwelle Automatische
Gleichstrombremsung) unterschritten wird. Die
Ansprechschwelle Automatische Gleichstrom-
bremsung stellen Sie mit der PNU 019 ein.
03/01 AWB823-1278D

77
Parametrierung

DC-Bremsung
Mit der Gleichstrombremsung kann der Frequen-
zumrichter schnell bis zum Stillstand abbremsen,
ohne eine Bremseinheit zu benötigen. Dabei wird die
gesamte Bremsenergie im Motor in Wärme umge-
setzt. Indirekt können Sie die Höhe des Brems-
stromes über die PNU 036 (Spannung für Gleich-
strombremsung) einstellen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


DF4-120
036 Spannung für Gleich- 0,00 bis bestimmt indirekt Bremsstrom über typabhängig
strombremsung 40,00 % Motorwiderstand
106 Zeit für Gleichstrom- 0,00 bis beendet Gleichstrombremsung nach 0,00 s
bremsung 50,00 s eingestellter Zeit, vermeidet so
Überhitzung des Motors
DF4-34x
019 Ansprechschwelle 0,1 bis aktiviert automatisch Gleichstrombremsung 0,1 Hz
Auto-Gleichstrom- 5,0 Hz unterhalb des eingestellten Wertes
bremsung
036 Spannung für Gleich- 0,00 bis bestimmt indirekt Bremsstrom über typabhängig
strombremsung 40,00 % Motorwiderstand
106 Zeit für Gleichstrom- 0,00 bis beendet Gleichstrombremsung nach 0,02 s
bremsung 999,00 s eingestellter Zeit, vermeidet so
Überhitzung des Motors

03/01 AWB823-1278D

78
Steuer- und
Regelfunktionen

Mit dem Aufschalten des Signals HIGH an den


Klemmen E2 und E3 aktivieren Sie die
DC Bremsung.

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
3, 7, 14, 19 *) HIGH *) *) Solange E2, E3 = HIGH, wird DC-Bremsung ausgeführt
0, 5, 11 *) HIGH

*) Belegung abhängig vom Wert

Automatische Gleichstrombremsung
Unterschreitet der Sollwert die eingestellte Schwelle
(PNU 019), wird die Gleichstrombremsung für die
eingestellte Zeit (PNU 106) aktiviert. Anschließend
setzt der Frequenzumrichter die Reglersperre.

 Nur bei Frequenzumrichtern der Reihen


DF4-34x können Sie die Schwelle (PNU 019)
einstellen. Beim DF4-120 ist die Schwelle
konstant 0,1 Hz.

Externer Fehler
Die Funktion ermöglicht, einen externen Fehler in die
Steuerung des Frequenzumrichters mit einzubeziehen
und die Reglersperre zu setzen. Lesen Sie in der
Tabelle nach bei welchen Werten (PNU 007) und
welcher Klemmenbelegung der externe Fehler
auslöst.

 Bei der Frequenzumrichterreihe DF4-120 können


Sie die Funktion über die Klemmen nicht akti-
vieren, wenn Sie die Bedienungsart
„Steuerung über Schnittstelle“ (PNU 001 = 3)
eingestellt haben. Die Frequenzumrichterreihen
03/01 AWB823-1278D

DF4-34x sind von der Bedienungsart unabhängig.

79
Parametrierung

PNU 007 = Klemme Funktion


E1 E2 E3 E4
7, 8, 18, 19 LOW *) *) *) Externer Fehler löst aus und setzt Reglersperre bei
LOW-Signal an entsprechender Klemme und Konfiguration
5, 6, 9, 20 *) LOW
10 *) LOW

*) Belegung abhängig vom Wert

Betriebsart
Mit der Betriebsarteinstellung passen Sie den
Frequenzumrichter an die jeweilige Anwendung an.
Sie müssen im Einzelfall prüfen, ob Sie von der
Werkseinstellung abweichen können.

PNU Bezeichnung Wert Funktion DF4-120 DF4-34x


014 Betriebsart 0 Lineare Kennlinie mit Auto-Boost ✓ (WE) –
(U/f = konst.)
1 Quadratische Kennlinie mit Auto-Boost ✓ –
(U ~ f 2)
2 Lineare Kennlinie mit konstanter ✓ ✓
Umin-Anhebung (U/f = konst.)
3 Quadratische Kennlinie mit konstanter ✓ ✓
Umin-Anhebung (U ~ f 2)
4 Motor-Stromregelung – ✓ (WE)

 In der Betriebsart 4 dürfen nur die dem Frequen-


zumrichter zugeordneten Motorleistungen ange-
schlossen werden;
minimal zwei Leistungsklassen kleiner.
03/01 AWB823-1278D

80
Steuer- und
Regelfunktionen

Lineare Kennlinie/Quadratische Kennlinie


Die lineare Kennlinie bietet den besten Drehmoment-
verlauf. Er verläuft über den gesamten Drehzahl-
bereich linear. Bei Frequenzumrichtern mit quadra-
tischer Kennlinie, d. h. quadratischem
Lastmomentverhalten (z. B. Pumpen und Lüftern)
sind die Ummagnetisierungsverluste geringer und
das Geräuschverhalten besser. Jedoch kann bei
großen Trägheitsmomenten das erforderliche Dreh-
moment nicht bereitgestellt werden.

U U
UNetz UNetz

fN f fN f

Abbildung 30: Lineares und quadratisches Frequenz-


verhalten
03/01 AWB823-1278D

81
Parametrierung

Konstante Umin-Anhebung/Automatischer Boost


Um bei Frequenzen nahe Null ein Drehmoment im
Motor aufzubauen, ist eine Spannungsanhebung
(Boost, PNU 016) erforderlich. Bei konstanter Umin-
Anhebung startet die Kennlinie ab dem angegebenen
Wert und verläuft linear bis zur Nennfrequenz fN
(PNU 015). Da dieser Wert für den Betrieb unter Last
eingestellt wird, hat der Motor im Leerlauf erhöhte
Verluste. Dieses Verfahren eignet sich vorzugsweise
für
Mehrmotorenanwendungen
Drehstrom-Reluktanzmotoren
Drehstrom-Verschiebeankermotoren
Spezialmotoren
Hubantriebe und Antriebe mit hoher Dynamik
(z. B. Positionier- und Zustellantriebe)
Der automatische Boost passt die erforderliche
Spannungsanhebung an die Last an und verringert
dadurch die Verluste. Dieses Verfahren eignet sich
vorzugsweise für Einzelantriebe mit Normmotoren.
Die Höhe der Spannungsanhebung Umin können Sie
über die PNU 016 bestimmen. Die Spannungs-
anhebung wird durch den Auto-Boost an die jeweilige
Last angepasst. 03/01 AWB823-1278D

82
Steuer- und
Regelfunktionen

U U
UNetz UNetz

Umin Umin

fN f fN f

Abbildung 31: Spannungsanhebung konstant und


automatisch

Umin-Anhebung
Umin gibt die Spannungsanhebung bei Frequenz Null
an. Über die PNU 016 können Sie den Wert von 0 bis
40 % einstellen. Die Werkseinstellung ist beim
DF4-120 typabhängig und beim DF4-34x ist sie auf
0 % eingestellt.
Mit der Spannungsanhebung über PNU 016 wird die
U/f-Kennlinie korrigiert, um damit den ohmschen
Widerstand des Motors zu kompensieren. Dadurch
wird erreicht, dass ab Drehzahl Null ein hohes
Drehmoment zur Verfügung steht.
03/01 AWB823-1278D

83
Parametrierung

Betriebsartenabhängige Einstellung von Umin


Vorsicht!
Zu hohe Werte von Umin führen zu erhöhter
thermischer Belastung des Motors und können
ihn zerstören.

PNU 014 = Funktion von Umin


0, 1 Umin-Wert wirkt als Verstärkungsfaktor der
Auto-Boost-Funktion. Die tatsächliche Anhebung
ist lastabhängig.
Ein Abgleich ist vorteilhaft bei Antrieben mit
sehr hohen Anlaufmomenten, bei Antrieben mit
quadratischem Lastmoment und bei Sondermotoren
2, 3 Die U/f-Kennlinie wird bis zur Nennfrequenz mit
Umin korrigiert
4 In Betriebsart „Motor-Stromregelung“ wird die
Einstellung von Umin nicht verwendet.

Motor-Stromregelung
Die Motor-Stromregelung erreicht im Vergleich zur
U/f-Kennliniensteuerung ein höheres Drehmoment
und niedrigere Leerlaufströme, dadurch hat der
Frequenzumrichter eine hohe Dynamik. Dieses
Verfahren eignet sich vorzugsweise für
Einzelantriebe mit starken Lastschwankungen
Einzelantriebe mit Schweranlauf
die hochgenaue Drehzahlsteuerung von
Drehstrom-Normmotoren, in Verbindung mit
Schlupfkompensation
03/01 AWB823-1278D

84
Steuer- und
Regelfunktionen

Die Betriebsart Motor-Stromregelung ist nicht


möglich, wenn
an einem Frequenzumrichter mehrere Antriebe
mit unterschiedlicher Belastung arbeiten
mehrere Antriebe mit unterschiedlichen
Nennleistungen betrieben werden
zusätzliche Induktivitäten im Motorkreis einge-
setzt werden (Motordrosseln, Sinusfilter o. ä.)
Hinweis!
Schalten Sie von U/f-Kennliniensteuerung auf
Motor-Stromregelung nur bei Reglersperre um.

U/f-Nennfrequenz

 Der Kennlinienpunkt PNU 015 wird durch die


Nenndaten des Motors und die Bemessungs-
spannung des Frequenzumrichters bestimmt.
Bei fehlangepasster Kennlinie kann es zu Dreh-
momentverlusten oder zur Überhitzung des
Motors kommen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


DF4-120
015 U/f-Nennfrequenz 30,0 bis 960,0 Hz Kennlinienpunkt der Bemessungsspannung 50 Hz
230 V- × f
= ------------ NMot
UNMot
DF4-34x
015 U/f-Nennfrequenz 7,5 bis 960,0 Hz Kennlinienpunkt der Bemessungsspannung 50 Hz
400 V- × f
= ------------ NMot
UNMot
03/01 AWB823-1278D

85
Parametrierung

Beispiel:
Für die Frequenzumrichter der Reihe DF4-34x mit
der Bemessungsspannung UNetz = 3 AC 400 V und
mit den Motordaten UNMot = 380 V und fNMot = 50 Hz
erhalten Sie folgende Kennlinienpunkte:

PNU 015 = 400


------------V × 50 Hz = 52,6 Hz
380 V

UNetz = 400 V

UNMot = 380 V

f NMot = 50 Hz f
f PNU 015 = 52.6 Hz

Abbildung 32: Berechnung des Kennlinienpunktes


PNU 015

Maximale und minimale Frequenz


Die maximale und minimale Frequenz beeinflussen
die U/f-Kennlinie nicht, begrenzen aber den Bereich,
in dem Sie den Frequenzumrichter im Dauerbetrieb
betreiben können. Dabei ist fmin die untere und fmax
die obere Grenze.
03/01 AWB823-1278D

86
Steuer- und
Regelfunktionen

Vorsicht!
Haben Sie fmax zu hoch eingestellt, kann der
Motor durch zu hohe Fliehkräfte mechanisch
zerstört werden.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


DF4-120
010 fmin 0,0 bis 480,0 Hz minimale Sollwert-Frequenz für analoge 0
Sollwerte
011 fmax 30,0 bis 480,0 Hz maximale Sollwert-Frequenz für analoge 50
Sollwerte
DF4-34x
010 fmin 0,0 bis 480,0 Hz minimale Sollwert-Frequenz für analoge 0
Sollwerte
011 fmax 7,5 bis 480,0 Hz maximale Sollwert-Frequenz für analoge 50
Sollwerte

Wenn der Frequenzumrichter von 0 Hz startet, wird


der Bereich bis fmin (PNU 010) nicht übersprungen,
sondern mit der Rampenzeit durchfahren. Im statio-
nären Betrieb können Sie keinen Wert zwischen 0 Hz
und fmin ansteuern; der Frequenzumrichter fährt dann
automatisch auf fmin. Der Parameter fmax (PNU 011)
ist die obere Grenze, die auf keinen Fall überschritten
werden darf. fN ist die Nennfrequenz, die mit der
PNU 015 eingestellt wird. fmax wird zur Normierung
des Sollwertes herangezogen und beträgt immer
100 % Sollwert (Rechtsanschlag beim Potentiometer),
fmin entspricht immer 0 %. Je nach Einstellung von
fmax wird bereits bei kleinen analogen Sollwerten die
Bemessungsdrehzahl des Motors erreicht.
03/01 AWB823-1278D

87
Parametrierung

 Wollen Sie den Motor mit höherer Drehzahl


betreiben als der Bemessungsdrehzahl, müssen
Sie mit dem Motorhersteller sprechen.

 fmax begrenzt zu hoch programmierte Fest-


frequenzen auf den Wert von fmax. Ändern Sie
fmax nur bei Reglersperre.

 Bei DF4-120 und f2  240 Hz kann die


Überstromabschaltung ansprechen
(z. B. bei niederinduktiven Motoren).
Bei DF4-34x und f2  300 Hz Schaltfrequenzen
 8 kHz vermeiden.

 fmin wirkt nur auf den analogen Sollwert, nicht auf


die Festfrequenzen.

U
UNetz

Umin

f min fN fmax f

햳 햴

Abbildung 33: Drehzahlbereich


햲 nutzbarer Drehzahlbereich
햳 M = konstant
03/01 AWB823-1278D

햴 M ~ 1/f

88
Steuer- und
Regelfunktionen

Motordaten

PNU 088

ϕ PNU 091

PNU 015

Abbildung 34: Typenschild eines Motors

DF4-34x
PNU Bezeichnung Wert Funktion WE
088 Motor-Bemessungs- 0,0 bis 1,2 × IN Anpassung der Motorengröße an Ausgangsbemessungs-
strom den Frequenzumrichter strom
091 Motor-cos 0,4 bis 1,0 geräteabhängig

Motor-Bemessungsstrom und Motor-cos


optimieren die Motor-Stromregelung (PNU 014 = 4).
Eine Anpassung ist nur dann erforderlich, wenn Sie
nicht den leistungsmäßig zugeordneten 4-poligen
Asynchron-Normmotor verwenden. Für diesen
Motor sind Daten in der Werkseinstellung hinterlegt.
03/01 AWB823-1278D

89
Parametrierung

Rampenzeiten
Der Hochlaufgeber verzögert zeitlich die Sollwert-
änderung und damit das definierte Beschleunigen
oder Verzögern des Frequenzumrichters.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


012 a 0,0 bis 999,0 s Beschleunigungszeit von 0 Hz auf fmax 5s
013 –a 0,0 bis 999,0 s Verzögerungzeit von fmax auf 0 Hz 5s

Unter normalen Bedingungen können Sie den


Frequenzumrichter der Reihe DF4 im Dauerbetrieb
an der Stromgrenze betreiben (Trip-free Funktion).
Dazu senkt der Frequenzumrichter automatisch den
Sollwert ab, um den Antrieb dann bei kleiner Dreh-
zahl mit kleinerer Last zu betreiben. Das hat zur
Folge, dass beim Erreichen der Stromgrenze die
Drehzahlveränderungen nicht mehr mit den einge-
stellten Zeiten durchgeführt werden kann. Sinkt die
Last nicht schnell genug mit der Drehzahl ab, und
sind zu kurze Zeiten eingegeben, kann der Frequen-
zumrichter den Fehler OC5 auslösen (extreme Last).

f
fmax
(PNU 0011)

fmin
(PNU 0010)

+a –a
(PNU0012) (PNU0013)

Abbildung 35: Rampenzeiten


03/01 AWB823-1278D

90
Steuer- und
Regelfunktionen

Strom-Grenzwerte
Die Frequenzumrichter verfügen über eine Strom-
grenzwertregelung, die das dynamische Verhalten
unter Last bestimmt. Die gemessene Auslastung
wird mit den eingestellten Werten für die motorische
Last (PNU 022) und für die generatorische Last
(PNU 023) verglichen.
Ist die Stromgrenze erreicht, wird bei Beschleu-
nigungsvorgängen die Rampenzeit verlängert. Bei
steigender Last und konstanter Drehzahl wird der
Frequenzsollwert abgesenkt (10 Hz bei DF4-120 und
0 Hz bei DF4-34x). Steht weiterhin ein Überstrom an,
löst der I2t-Rechner nach einiger Zeit mit einer Über-
strommeldung aus.
Erreicht der Frequenzumrichter die generatorische
Stromgrenze, wird der Frequenzsollwert solange
angehoben, bis der Strom wieder unter die einge-
stellte Grenze fällt (bis max. fmax).
Optimal kann der Strom geregelt werden, wenn eine
Bremseinheit angeschlossen ist oder der Frequen-
zumrichter im Verbundbetrieb arbeitet.

 Beim Betrieb mit Schaltfrequenzen  8 kHz


müssen Sie die Strombegrenzung reduzieren
(Derating bei höheren Schaltfrequenzen).
Entnehmen Sie die Werte von Imax für 60 s aus
dem Anhang Technische Daten.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


022 Imax 30 bis 150 % Stromgrenze motorischer Betrieb 150 %
023 ImaxGen 30 bis 110 % Stromgrenze generatorischer Betrieb 80 %
03/01 AWB823-1278D

91
Parametrierung

Schlupfkompensation
Durch die Belastung des Antriebs wird der Schlupf
vergrößert und die Motordrehzahl sinkt. Durch die
Einstellung von PNU 021 wird dieser Schlupf teil-
weise kompensiert. Die Einstellung ist in allen
Betriebsarten (PNU 014) wirksam.
Um den Schlupf zu kompensieren, müssen Sie den
Motor unbelastet betreiben und die sich einstellende
Drehzahl ermitteln. Anschließend fahren Sie den
Motor mit Belastung und stellen die Leerlaufdrehzahl
über die Schlupfkompensation wieder her.

Hinweis!
Wird der Wert zu groß eingestellt, kann es zu
einem instabilen Verhalten des Frequenz-
umrichters führen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


021 Schlupfkompen- 0 bis 12 % (DF4-120) Ausgleich lastabhängiger 0%
sation 0 bis 20 % (DF4-34x) Drehzahlschwankung

Schaltfrequenz (nur DF4-34x)

 Die Schaltfrequenz bei Frequenzumrichter


DF4-120 ist mit 9,2 kHz fest eingestellt.
Mit dieser Funktion wird die Schaltfrequenz des
Wechselrichters eingestellt. Sie brauchen normaler-
weise die Werkseinstellung nicht verändern.
03/01 AWB823-1278D

92
Steuer- und
Regelfunktionen

In folgenden Fällen kann eine Änderung jedoch


sinnvoll sein:
Schaltfrequenz  8 kHz:
verbessertes Drehmomentverhalten bei kleinen
Sollwerten
Schaltfrequenz  8 kHz:
geringere Geräuschentwicklung im Motor
gute Sinusform des Motorstromes bei Applikationen
mit Sollwerten über 150 Hz
Hinweis!
Die Einstellung der Schaltfrequenz (PNU 018)
verändert die Stromgrenzen nicht automatisch.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


018 Schaltfrequenz 0 4 kHz 1
1 8 kHz
2 12 kHz
3 16 kHz
4 12 kHz, geräuschoptimiert
5 16 kHz, geräuschoptimiert
144 Schaltfrequenz- 0 keine Schaltfrequenzabsenkung 1
absenkung 1 automatische Schaltfrequenzabsenkung bei
Kühlkörpertemperatur max –10 °C

 Durch höhere Schaltfrequenzen vergrößern sich


die Verluste im Frequenzumrichter. Daher ist bei
höheren Schaltfrequenzen unbedingt ein
Derating des zulässigen Stromes nötig.
03/01 AWB823-1278D

93
Parametrierung

Die Schaltfrequenzabsenkung (PNU 144) bestimmt


das Geräteverhalten bei den Schaltfrequenzen
12 kHz und 16 kHz.
PNU 144 = Funktion
0 Bei Schaltfrequenzen von 12 kHz/16 kHz und
Überschreitung von max wird der Wechselrichter
gesperrt, die TRIP-Meldung gesetzt. Der Motor
trudelt aus.
1 Bei Schaltfrequenzen von 12 kHz/16 kHz und
Überschreitung von max –10 °C wird die
Schaltfrequenz automatisch auf 8 kHz abgesenkt.
Der Betrieb wird aufrecht erhalten. Die Schalt-
frequenzabsenkung führt zu einer höheren
Geräuschentwicklung im Motor.

Pendeldämpfung (nur DF4-341)


Durch die Einstellung der Pendeldämpfung
optimieren Sie das Laufverhalten. Bei Motoren,
deren Ausgangsbemessungssleistung kleiner ist, als
die des Frequenzumrichters, kann eine Anpassung
erforderlich sein; z. B. bei höherpoligen Motoren und
Sondermotoren. Ebenso kann das Verhalten bei
Resonanzerscheinungen im Frequenzumrichter
verbessert werden.

 Diesen Wert können Sie nicht über die


Bedieneinheit DE4-KEY-1 übertragen.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


079 Pendeldämpfung 0 bis 80 Unterdrückung von Leerlaufschwingungen 5
03/01 AWB823-1278D

94
Anzeigefunktionen

Frequenzmeldung
Die Frequenzmeldung stellen Sie über die PNU 017
ein. Die Frequenz f1, die Sie einstellen, kann dabei
einen Wert zwischen 0,0 und 480,0 Hz annehmen.
Überschreitet die Ausgangsfrequenz f2 den einge-
stellten Wert f2  f1, zieht das Relais an. Vom Werk
ist die Frequenz auf 0 Hz eingestellt.

Anzeigefunktionen Statuswort
Mit dem 16-Bit-Statuswort können Sie den aktuellen
Gerätestatus prüfen. Er steht in bitkodierter Form
unter der PNU 150. Welche einzelnen Funktionen
hierüber abgebildet werden, entnehmen Sie der
nachfolgenden Tabelle.
Funktionen der Bits
Bit Funktion DF4-120 Funktion DF4-340, DF4-341
0 reserviert 0 = Parametersatz 1 aktiv
1 = Parametersatz 2 aktiv
1 Impulssperre (IMP)
0 = Wechselrichter freigegeben
1 = Wechselrichter gesperrt
2 0 = Betrieb unterhalb der Stromgrenze
1 = Stromgrenze erreicht
3 reserviert 0 = (f2 fSoll)
1 = (f2 = fSoll)
4 0 = (f2 fSoll) Hochlaufgeber (HLG)
1 = (f2 = fSoll) 0 = (HLG-Eingang HLG-Ausgang)
1 = (HLG-Eingang = HLG-Ausgang)
03/01 AWB823-1278D

95
Parametrierung

Bit Funktion DF4-120 Funktion DF4-340, DF4-341


5 0 = Meldeschwelle nicht erreicht (f2  f1)
1 = Meldeschwelle erreicht (f2  f1)
6 0 = (f2 0)
1 = (f2 = 0)
7 0 = Reglerfreigabe (EN)
1 = Reglersperre (NEN)
8 Gerätezustand Gerätezustand
0 = keine Störung 0 = Geräteinitialisierung
9
8 = Störung 1 = Einschaltsperre (Autostart Lock)
10 15 = Grundgerät abgeschaltet (Meldung 3 = Betrieb gesperrt (Reglersperre)
11 nur bei extern versorgter Schnittstelle) 4 = Fangschaltung aktiv
5 = Gleichstrombremse aktiv
6 = Betrieb freigegeben
7 = Meldung aktiv (IMP ist dynamisch gesetzt,
z. B. bei Meldung OU)
8 = Störung
15 = Grundgerät abgeschaltet
(Meldung nur bei extern versorgter Schnittstelle)
12 0 = Kühlkörpertemperatur unterhalb der Warnschwelle
1 = Warnschwelle der Kühlkörpertemperatur erreicht ( max –10 °C)
13 0 = Zwischenkreisspannung UZKmax normal
1 = Überspannung im Zwischenkreis
14 0 = Rechtslauf
1 = Linkslauf
15 0 = nicht betriebsbereit
1 = betriebsbereit (Es liegt keine Störung, Unter- oder Überspannung an)

Anzeigewerte
Einige Parameter, die während des Betriebes vom
Frequenzumrichter gemessen werden, können Sie
sich an der Bedieneinheit DE4-KEY-1 anzeigen
lassen.
03/01 AWB823-1278D

96
Anzeigefunktionen

 Bei Frequenzumrichtern der Reihe DF4-34x


können Sie den Anzeigewert auf eine Prozess-
größe beziehen.

PNU Bezeichnung Wert


050 Drehfeldfrequenz 0 bis 480 Hz
052 Motorspannung 0 bis 260 V bei DF4-120
0 bis 510 V bei DF4-340
0 bis 530 V bei DF4-341
054 Motorstrom 0 bis 2  IN [A] 20 %
056 Geräteauslastung 0 bis 200 % 20 %
061 Temperatur Kühlkörper 0 bis 100 °C 5 %

Analog-Ausgang
Um den Frequenzumrichter zu überwachen, können
Sie über den Analog-Ausgang (Klemme 62) verschie-
dene Prozessgrößen als normierte Spannung
ausgeben.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


DF4-120
111 Monitorsignal 0 Ausgangsfrequenz 0
1 Geräteauslastung (Wirkstrom)
2 Motorstrom
3 Zwischenkreisspannung
108 Verstärkung zu PNU 111 0 bis 255 entspricht 40 % bis 110 % 220
DF4-34x
111 Monitorsignal 0 Ausgangsfrequenz 0
1 Geräteauslastung (Wirkstrom)
2 Motorstrom
3 Zwischenkreisspannung
03/01 AWB823-1278D

108 Verstärkung zu PNU 111 0 bis 255 entspricht 0 % bis 200 % 128

97
Parametrierung

 Die Verstärkung des Analog-Ausgangs


(PNU 108) können Sie ONLINE abgleichen.
Die Zuordnung von Spannungen an Klemme 62 und
den Prozessgrößen entnehmen Sie der folgenden
Auflistung.
PNU 111 = Funktion
DF4-120 mit PNU 108 = 220 (WE)
0 6 V, wenn f2 = fmax
1 3 V, wenn PNU 056 = 100 %
2 3 V, wenn PNU 054 = Gerätenennstrom
3 6 V bei UG = 380 V DC
DF4-34x mit PNU 108 = 128 (WE)
0 6 V, wenn f2 = fmax
1 3 V, wenn PNU 056 = 100 %
2 3 V, wenn PNU 054 = Gerätenennstrom
3 6 V bei UG = 1000 V DC

Einschaltanzeige
Die ausgewählte Anzeige ist nach dem Netz-
einschalten aktiv und kann auf der Bedieneinheit
abgelesen werden.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


004 Einschaltanzeige 0 Ausgangsfrequenz f2 0
1 Geräteauslastung
2 Motorstrom
03/01 AWB823-1278D

98
Anzeigefunktionen

Absolute Anzeige einer Prozessgröße


Hier werden die drehfeldfrequenzbezogenen Para-
meter der PNU 010, PNU 011, PNU 017, PNU 019,
PNU 037, PNU 038, PNU 039 und PNU 050 an eine
zu regelnde Prozessgröße angepasst; z. B. eine
Geschwindigkeit. Die Parameter zeigen dann den
absoluten Wert der Prozessgröße an.
DF4-34x
PNU Bezeichnung Wert Funktion WE
500 Anzeigefaktor 1 bis 25000 Umrechnungsfaktor (Zähler) von physikalischem 2000
Zähler Wert auf eine Prozessgröße
501 Anzeigefaktor 1 bis 25000 Umrechnungsfaktor (Nenner) von physikalischem 10
Nenner Wert auf eine Prozessgröße

Abgleich
Der Anzeigewert berechnet sich aus:

fPNU XXX
-  PNU
Anzeige PNU XXX = ---------------- 500-
------------------
200 PNU 501

Beispiel:
Änderung der Anzeige von Frequenz in Drehzahl.
Bei fmax = 50 Hz wird die Anzeige 1500 gewünscht.
Die Anzeige erscheint ohne Maßeinheiten.

fPNU XXX
-  PNU
Anzeige PNU 011 = ---------------- 500-
------------------
200 PNU 501

50-  ------------------
1500 = ------- PNU 500-
200 PNU 501
z. B. PNU 500 = 6000, PNU 501 = 1

 Diese Funktion steht der Frequenzumrichterreihe


03/01 AWB823-1278D

DF4-120 nicht zur Verfügung.

99
Parametrierung

Betriebsstundenzähler
Der Betriebsstundenzähler zeigt die Dauer an,
die der Frequenzumrichter freigegeben ist
(Betriebsstunden PNU 178)
die das Gerät am Netz ist
(Netzeinschaltstunden PNU 179)
Es wird eine Dauer von 0 bis 65000 Stunden
angezeigt.

Überwachungs- Relaisausgang K1
funktionen
Um den Frequenzumrichter zu überwachen, können
Sie den Wechslerkontakt des Relais K1 – Klemmen
K11, K12, K14 – mit verschiedenen Funktionen
belegen. Sie bestimmen die Schaltbedingung über
die PNU 008.

PNU Bezeichnung Wert Schaltbedingung WE


008 Funktion Relais K1 0 Betriebsbereit 1
1 TRIP-Meldung
2 Motor läuft
3 Motor läuft/Rechtslauf
4 Motor läuft/Linkslauf
5 Ausgangsfrequenz f2 = 0
6 fSoll erreicht
7 f2  f1
8 Imax erreicht
9 Übertemperatur ( max –10 °C)
10 TRIP oder f2  f1 oder IMP
03/01 AWB823-1278D

100
Überwachungsfunktionen

Was sich hinter den einzelnen Schaltbedingungen


verbirgt, und wie das Relais reagiert, geht aus der
Tabelle hervor.

Schaltbedingung Relais K1
Betriebsbereit zieht an: Umrichter bereit
fällt ab: TRIP-Meldung
Unter-/Überspannung
Gerät im Programmiermodus (nur bei DF4-120)
TRIP-Meldung zieht an: TRIP-Meldung
Motor läuft zieht an: f2 0 Hz
Motor läuft/Rechtslauf; zieht an: f2 0 Hz, Drehrichtung über Klemme
Motor läuft/Linkslauf Rechtslauf: f2  0 Hz, Linkslauf: f2  0 Hz
Drehfeldfrequenz f = 0 zieht an: f2 = 0 Hz, weil fSoll = 0 Hz
Gleichstrombremsung (DCB) aktiv
Regler gesperrt
fSoll erreicht zieht an: f2 = fSoll
f2  f1 zieht an: f2  f1 (PNU 017)
Imax erreicht zieht an: Motorstrom = Imax motorisch (PNU 022)
Imax generatorisch (PNU 023)
Übertemperatur zieht an: max –10 °C
TRIP, f2  f1 oder IMP fällt ab: TRIP-Meldung
f2 f1
Impulssperre durch Reglersperre, Über- oder Unterspannung
03/01 AWB823-1278D

101
Parametrierung

Relaisausgang K2 (nur DF4-341)


Um den Frequenzumrichter zu überwachen, können
Sie den Wechslerkontakt des Relais K2 – Klemmen
K21, K22, K24 – mit verschiedenen Funktionen
belegen. Sie bestimmen die Schaltbedingung über
die PNU 117.

PNU Bezeichnung Wert Schaltbedingung WE


117 Funktion Relais K2 0 Betriebsbereit 0
1 TRIP-Meldung
2 Motor läuft
3 Motor läuft/Rechtslauf
4 Motor läuft/Linkslauf
5 Ausgangsfrequenz f2 = 0
6 fSoll erreicht
7 f2  f1
8 Imax erreicht
9 Übertemperatur ( max –10 °C)
10 TRIP oder f2  f1 oder IMP
11 PTC-Warnung

 Bei den Frequenzumrichtern DF4-120/DF4-340


steht der Relaisausgang K2 nicht zur Verfügung.
Was sich hinter den einzelnen Schaltbedingungen
verbirgt, und wie das Relais reagiert, geht aus der
Tabelle hervor.
03/01 AWB823-1278D

102
Überwachungsfunktionen

Schaltbedingung Relais K2
Betriebsbereit zieht an: Frequenzumrichter bereit
fällt ab: TRIP-Meldung
Unter-/Überspannung
TRIP-Meldung zieht an: TRIP-Meldung
Motor läuft zieht an: f2 0 Hz
Motor läuft/Rechtslauf; zieht an: f2 0 Hz, Drehrichtung über Klemme
Motor läuft/Linkslauf Rechtslauf: f2  0 Hz
Linkslauf: f2  0 Hz
Drehfeldfrequenz f = 0 zieht an: f2 = 0 Hz, weil fSoll = 0 Hz
Gleichstrombremsung (DCB) aktiv
Regler gesperrt
fSoll erreicht zieht an: f2 = fSoll
f2  f1 zieht an: f2  f1 (PNU 017)
Imax erreicht zieht an: Motorstrom = Imax motorisch (PNU 022)
Imax generatorisch (PNU 023)
Übertemperatur zieht an: max –10 °C
TRIP, f2  f1 oder IMP fällt ab: TRIP-Meldung
f2 f1
Impulssperre durch Reglersperre, Über- oder Unterspannung
PTC-Warnung fällt ab: PTC-Schalter hat Motorübertemperatur erkannt

Thermische Überwachung I2t


Mit der I2t-Überwachung können Sie eigenbelüftete
Drehstrommotoren sensorlos thermisch über-
wachen. Sie stellen über die PNU 120 die Lastgrenze
zwischen 0 bis 100 % ein. Die Werkseinstellung ist
0 %.
03/01 AWB823-1278D

103
Parametrierung

Abgleich
Geben Sie eine Lastgrenze für den angeschlossenen
Motor ein. Wird dieser Wert einen längeren Zeitraum
überschritten, schaltet der Frequenzumrichter mit
dem Fehler OC6 ab.
Die Stromgrenzen, die Sie über die PNU 022 und
PNU 023 einstellen, haben auf die I2t-Berechnung
nur indirekten Einfluß. Sie können einen Betrieb mit
maximaler Auslastung des Frequenzumrichter
(PNU 056) verhindern.
Bei einem fehlangepassten Frequenzumrichter ist
der Ausgangsbemessungsstrom viel größer als der
Motorbemessungstrom. Verringern Sie den Para-
meter der PNU 120 um den Faktor der Fehlan-
passung.

f2= 0 Hz 20 Hz > 40 Hz
Auslösezeit [s]

360

300

240

180

120

60

0
0 0.5 1.0 1.5 (PNU 056) : (PNU 120)

Abbildung 36: I2t-Überwachung


03/01 AWB823-1278D

104
Überwachungsfunktionen

Beispiel:
Bei PNU 120 = 100 % und einer Last
PNU 056 = 150 % schaltet das Gerät bei f2  40 Hz
nach 60 s ab, bzw. entsprechend früher bei f2  40 Hz.
Hinweis!
Nach dem Netzeinschalten wird der berechnete
I2t-Wert immer auf „0“ gesetzt. Der Frequenz-
umrichter besitzt kein thermisches Gedächtnis.
Der Wert PNU 120 = 0 deaktiviert die Funktion.

PTC-Eingang
Der Eingang ist für den Anschluss von PTC-Wider-
ständen nach DIN 44 081 und DIN 44 082. Mit dem
PTC kann die Motortemperatur erfaßt werden und in
die Überwachung des Frequenzumrichters einge-
bunden werden. Sie können den Eingang auch zum
Anschluss eines Temperaturschalters (Öffner)
nutzen.

 Der PTC-Eingang steht nur bei der Frequenz-


umrichterreihe DF4-341 zur Verfügung. Der
Eingang ist am Frequenzumrichter als Klemme
T1 und T2 gekennzeichnet.

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


119 Funktion PTC 0 PTC-Eingang inaktiv 0
1 PTC-Eingang aktiv, TRIP- und Regler-Sperre
werden gesetzt
2 PTC-Eingang aktiv, Warnung erfolgt
03/01 AWB823-1278D

105
Parametrierung

Fehlermeldungen anzeigen
Die letzten vier Fehler werden im Frequenzumrichter
gespeichert. Die Meldungen werden wie in einem
Stapelregister gespeichert. Kommt ein neuer Fehler
hinzu, fällt der drittletzte Fehler aus dem Stapel. Die
Fehler finden Sie unter folgenden Parameter-
nummern:
PNU Bezeichnung Wert Funktion
161 Aktueller Fehler 0 bis 255 Speichert den
162 Letzter Fehler angegebenen Fehler

163 Vorletzter Fehler


164 Drittletzter Fehler

Wenn Sie die Bedieneinheit benutzen, erscheinen die


Fehlermeldungen als Textkürzel. Bei Schnittstellen-
betrieb wird die Fehlernummer übertragen.

Fehlerkodierung

Fehlernummer Fehlerkürzel Fehlername


0 --- kein Fehler
11 OC1 Kurzschluss
12 OC2 Erdschluss
13 OC3 Überlast Gerät (im Hochlauf) oder Kurzschluss
14 OC4 Überlast Gerät (beim Verzögern)
15 OC5 Überlast
16 OC6 Überlast Motor
20 OU Überspannung
22 OUE Überspannung (nur DF4-120)
03/01 AWB823-1278D

106
Überwachungsfunktionen

Fehlernummer Fehlerkürzel Fehlername


30 LU Unterspannung
50 OH Übertemperatur Kühlkörper
51 OH1 Übertemperatur Versorgung (nur DF4-120)
52 OH2 Übertemperatur Leistungsteil (nur DF4-120)
53 OH3 Übertemperatur Motor (nur DF4-341)
54 OH4 Übertemperatur der Innenraumtemperatur
61 CE0 Kommunikationsfehler DF4 ↔ Schnittstelle
71 CCr Systemfehler
72 Pr, Pr1 fehlerhafte Parameterübertragung, Parametersatz 1 falsch übertragen
(nur DF4-340, DF4-341)
73 Pr2 Parametersatz 2 falsch übertragen (nur DF4-340, DF4-341)
76 rST Fehler bei Auto-TRIP-Reset
91 EEr Externer Fehler
105 H05 interne Störung CPU

Fehlermeldung zurücksetzen (TRIP-Reset)


Sie können auswählen, ob aufgetretene Fehler
manuell oder automatisch zurückgesetzt werden
sollen. Auto-TRIP-Reset setzt Fehler automatisch
zurück und zwar nach der eingestellten Zeit in
PNU 171. Es werden nur die Fehler automatisch
zurückgesetzt, die in der Tabelle aufgeführt sind.
Hinweis!
Netzschalten führt immer einen TRIP-Reset
durch. Bei mehr als 8 Auto-TRIP-Resets inner-
halb von 10 Minuten, setzt das Gerät TRIP mit
der Meldung rST (Zähler überschritten). Diese
Meldung erscheint auf der Tastatur der
Bedieneinheit.
03/01 AWB823-1278D

107
Parametrierung

PNU Bezeichnung Wert Funktion WE


043 TRIP-Reset 0 (lesen) kein aktueller Fehler
(DF4-34x)
0 (schreiben) Fehler rücksetzen
1 Fehler steht an
170 TRIP-Reset Verfahren 0 TRIP-Reset manuell: 0
über STP-Taste auf der Bedieneinheit
über LOW-Signal an Klemme 28
1 Auto-TRIP-Reset automatisch:
OC3 Überlast im Hochlauf
OC4 Überlast im Ablauf
OC5 Überlast
OC6 I 2t-Abschaltung
OH Übertemperatur
OUE Überspannung im
Zwischenkreis
171 Verzögerung für 0 bis 60 s Zeit, die nach einem Fehler abläuft, bevor 0
Auto-TRIP-Reset ein Auto-TRIP-Reset ausgeführt wird.

03/01 AWB823-1278D

108
4 Montage/Installation

Lieferumfang Wenn Sie den Frequenzumrichter erhalten haben,


prüfen Sie ob der Inhalt des Beipacks vollständig
und korrekt ist. Sollten Teile fehlen oder kaputt sein,
wenden Sie sich an Ihr Vertriebsbüro.

Teile des Beipacks DF4-120 DF4-340 DF4-341


7-polige Federleisten für Steuerleitungen 2 2 2
3-polige Federleiste für Relaisausgang K2 – – 1
Befestigungsschiene 2 2 –
Befestigungswinkel, 4 Schrauben – – 4
Membrandurchführungstülle PG 21 – – 1
Schirmblech für Steuerleitungen, Schraube M4  10 – – 1
Schirmblech für Motorleitung, 2 Schrauben – – 1
Sechskantmutter M6, Unterlegscheibe, Federring – – 10
Montageanweisung 1 1 1

Im Schaltschrank
einbauen

 Berücksichtigen Sie bei der Montage das Gewicht


und die Abmessungen des Frequenzumrichters.
Setzen Sie dazu die erforderlichen technischen
Hilfsmittel (Hubwagen bzw. Kran bei großen
Gewichten) und Werkzeuge ein. Unsachgemäße
Handhabung und Einsatz falscher Werkzeuge
können den Frequenzumrichter beschädigen.
03/01 AWB823-1278D

109
Montage/Installation

Hinweis!
Verwenden Sie die Frequenzumrichter nur als
Einbaugeräte.
Treffen Sie ausreichende Gegenmaßnahmen bei
verunreinigter Kühlluft wie Staub, Flusen,
Fetten. Sie können Kurzschlüsse auf den
Platinen verursachen (Einbau von Filtern,
separate Luftführung)
aggressiven Gasen. Sie können Leiterbahnen
verätzen (Einbau von Filtern, separate
Luftführung)
ungereinigten Filtern. Sie können zur
Temperaturüberhitzung führen
(regelmäßige Reinigung)
Um einen Wärmestau zu vermeiden,
sorgen Sie für ungehinderten Zutritt der Kühlluft
und ungehinderten Austritt der Abluft
montieren Sie kein Gerät mit größerer Wärme-
entwicklung in die Nähe des Frequenzumrichters
halten Sie die Einbaufreiräume von 100 mm ober-
und unterhalb des Frequenzumrichters ein, da
sonst die Temperatur der Kühlluft auf über 40 °C
ansteigt und der Frequenzumrichter abschaltet.

 Für den Frequenzumrichter der Reihe DF4-341


müssen Sie zur Vorderseite einen Einbaufreiraum
von 50 mm einhalten.
03/01 AWB823-1278D

110
Im Schaltschrank einbauen

 100 mm

mm
50


 100 mm

Abbildung 37: Einbaufreiräume der DF4 Reihe

 Setzen Sie den Frequenzumrichter dort ein, wo


dauerhaft Schwingungen oder Erschütterungen
sind, sollten Sie den Einsatz von Schwingungs-
dämpfern prüfen.
03/01 AWB823-1278D

111
Montage/Installation

Mögliche Einbaulagen
Der max. zulässige Neigungswinkel für alle
Frequenzumrichter beträgt 30°.

F 30º
F 30º
F 30º
F 30º

DF4

Abbildung 38: Neigungswinkel für DF4

DF4-120 und DF4-340


Die Frequenzumrichter können in zwei verschiedenen
Lagen eingebaut werden:
an der Schaltschrankrückwand, Klemmen zeigen
nach vorne. Benutzen Sie die beiliegendenden
Befestigungsschienen oder spezielle Halterungen
für die Hutschienen
seitlich flach auf der Schaltschrankrückwand
Klemmen zeigen zur Seite. Benutzen Sie die
beiliegendenden Befestigungsschienen oder
spezielle Halterungen für die Hutschienen und
stecken Sie sie seitlich in die Führung am
03/01 AWB823-1278D

Kühlkörper

112
Im Schaltschrank einbauen

Abbildung 39: Einstecken der Befestigungsschienen

M6
03/01 AWB823-1278D

Abbildung 40: Befestigen auf Montageplatte

113
Montage/Installation

 Der Einbau auf Schwenkrahmen ist auch


möglich. Er ist beim Einsatz mit Einbautiefen
198 mm gut geeignet und ermöglicht eine
leichte Bedienung und Installation an den
Schnittstellen.
DF4-341
Die Frequenzumrichter werden mit den beiliegenden
Befestigungswinkeln auf der Montageplatte befe-
stigt; Klemmen zeigen nach vorne.

M6 M5  10

Gr. 2
1.5 Nm

Abbildung 41: Befestigen auf Montageplatte


(DF4-341-15K bis 30K)
03/01 AWB823-1278D

114
Im Schaltschrank einbauen

M10
M8  16

13 mm
4 Nm

Abbildung 42: Befestigen auf Montageplatte


(DF4-341-45K bis 90K)

Die Montageanweisungen liegen den Frequenz-


umrichtern bei.
03/01 AWB823-1278D

115
Montage/Installation

Anschlüsse

 Die steckbaren Anschlussklemmen nur im


spannungslosen Zustand aufstecken oder
abziehen.

 Der Frequenzumrichter DF4-341 hat Anschlüsse


(Klemmenbügel) für die Temperaturüberwachung.
Die Anschlüsse des Temperaturschalters (PTC)
befinden sich im Anschlussbereich des Motors
(Klemmen U, V, W)

Hinweis!
Die Geräte enthalten elektrostatisch gefährdete
Bauelemente. Vor Arbeiten im Bereich der
Geräteanschlüsse muss sich das Personal von
elektrostatischen Aufladungen befreien
(Entladung durch Berühren der PE-Befesti-
gungsschraube oder einer anderen geerdeten
Metallfläche im Schaltschrank).

Hinweis!
Die elektrische Installation und Inbetriebnahme
darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal vorge-
nommen werden. Sie sind dafür verantwortlich,
dass gemäß den örtlichen und nationalen
Bestimmungen eine geeignete Erdung und ein
Leitungsschutz für die Einspeisung besteht. Der
Motor muss gegen Überlast geschützt werden.
03/01 AWB823-1278D

116
Im Schaltschrank einbauen

Motorleitung anschließen

 Alle Leitungen möglichst getrennt von der


Motorleitung verlegen.
Die Leitungsquerschnitte gelten für die Leitungen
L1, L2, L3, N, PE, U, V, W, UG, –UG. Welche
Leitungsquerschnitte Sie für die Frequenzumrichter
benötigen, und mit welchem Anzugsmoment Sie
arbeiten dürfen, steht im Anhang Sicherungen/
Leitungsquerschnitte.

Motorleitung schirmen
DF4-120-037 bis DF4-340-3K0
Verbinden Sie den Schirm der Motorleitung mit dem
Frequenzumrichter über den FAST-ON-Stecker am
Frequenzumrichter.
DF4-340-4K0 bis DF4-340-11K
Schließen Sie den Schirm der Motorleitungen auf der
Metallfläche an, die sich auf der Vorderseite des
Frequenzumrichters befindet.
DF4-341
Befestigen Sie die Schirme der Motorleitung auf dem
internen Schirmblech und schrauben es im Frequen-
zumrichter auf der PE-Fläche an.
Die Schirmung der Motorleitung bei Geräten erfolgt
über die Anbindung des Schirmes über internes
Schirmblech, in der Nähe der Anschlussklemmen
U, V, W.
03/01 AWB823-1278D

117
Montage/Installation

Gr. 1

PE

U V W

0.7 Nm

Abbildung 43: Befestigen der Schirmung

Hinweis!
Bei DF4-341-15K bis 30K kann das
Schirmblech nicht als Zugentlastung
verwendet werden.

Steuerleitungen anschließen
Die Werte der Tabelle gelten für alle Frequenz-
umrichter der Reihe DF4.
Typ Nm Leitungsquerschnitt
DF4 0,5 bis 0,6 1,5 mm2 (AWG 14)

Die Steuerklemmen besitzen einen Verpolungs-


schutz. Er verhindert die Fehlbeschaltung der
internen Steuereingänge. Mit großem Kraftaufwand
ist es jedoch möglich, den Verpolungsschutz zu
03/01 AWB823-1278D

überwinden. Das Gerät läßt sich dann nicht frei-


geben.

118
Im Schaltschrank einbauen

 Nur die Frequenzumrichterreihe DF4-341 hat


zusätzlich die Steuerklemmen K21, K22 und
K24.

K21

K22

K24

62 20

7 28

8 E1

9 E2

K11 E3

K12 E4

K14 39

Abbildung 44: Aufstecken der Steuerklemmen

Bei Unterbrechungen der Steuerleitungen (Klem-


menleisten, Relais) die Abschirmungen auf kürzestem
Wege leitend weiterverbinden. Die Befestigungs-
schraube des Sollwertpotentiometers ebenfalls mit
PE verbinden.

Steuerleitung schirmen

 Die Länge der Schrauben zum Anschluss der


Schirmleitung/-blechs bei den Geräten
03/01 AWB823-1278D

DF4-340-4K0 bis DF4-341-90K darf nicht länger


als 12 mm sein.

119
Montage/Installation

Schirmen Sie die Leitungen für analoge Signale


immer. Binden Sie den Schirm einseitig an, um
Signalverfälschungen zu vermeiden.
DF4-120/DF4-340-075 bis DF4-340-3K0
Schließen Sie die Schirme der Steuerleitungen für
analoge Signale auf die Fast-On-Stecker an, die sich
auf der Vorderseite des Frequenzumrichters
befinden.
DF4-340-4K0 bis DF4-340-11K
Schließen Sie die Schirme der Steuerleitungen für
analoge Signale auf der Metallfläche an, die sich auf
der Vorderseite des Frequenzumrichters befindet.
DF4-341
Befestigen Sie die Schirme der Steuerleitungen für
analoge Signale auf dem mitgelieferten Schirmblech
und schrauben es auf der Metallfläche auf der
Vorderseite des Frequenzumrichters an.

M4  10

Gr. 1

15 mm
03/01 AWB823-1278D

Abbildung 45: Befestigen der Schirmung

120
5 Betrieb

Inbetriebnahme DF4-120
Die Frequenzumrichter sind vom Werk aus so einge-
stellt, dass Sie einen leistungszugeordneten,
4-poligen Normmotor 230/400 V, 50 Hz, betreiben
können.
DF4-34x
Sie können die Frequenzumrichter der Reihen
DF4-34x mit einem leistungszugeordneten,
4-poligen Normmotor, ohne weitere Einstellungen
betreiben. Das Werk hat die Frequenzumrichter für
diesen Standardbetrieb eingestellt.
Hinweis!
Stellen Sie vor dem Einschalten des Frequen-
zumrichters fest, ob die zulässigen Umgebungs-
einflüsse nicht überschritten sind und dass der
Frequenzumrichter keine Feuchtigkeit innerhalb
des Gerätes aufweist. Feuchtigkeit kann
auftreten, wenn Sie den Frequenzumrichter in
kühlen Räumen lagern. Ist Feuchtigkeit in das
Gerät eingedrungen, lassen Sie es vollständig
trocknen.

Hinweis!
Die elektrische Installation und Inbetriebnahme
darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal vorge-
nommen werden. Sie ist dafür verantwortlich,
dass gemäß den örtlichen und nationalen
Bestimmungen eine geeignete Erdung und ein
Leitungsschutz für die Einspeisung besteht. Der
Motor muss gegen Überlast geschützt werden.
03/01 AWB823-1278D

121
Betrieb

 Es dürfen keine Durchschlagfestigkeitsprü-


fungen auf Teile des Frequenzumrichters
ausgeführt werden. Für Messung von Signal-
spannungen ist ein geeignetes Meßinstrument
(Innenwiderstand mindestens 10 k/V) zu
verwenden.

Einschalten Sie haben bei der Installation folgendes berücksichtigt:


bei interner Versorgungsspannung die Klemmen
7 und 39 gebrückt
die Netzspannung zugeschaltet, das Gerät ist
nach ca. 2 Sekunden betriebsbereit
die Drehrichtung vorgegeben, bei Rechtslauf
Klemme E4 LOW-Signal (0 bis 3 V)
bei Linkslauf Klemme E4 HIGH-Signal (12 bis 30 V)
Sollwert vorgegeben, Klemme 8 einstellbares
Sollwertsignal
Geben Sie jetzt den Frequenzumrichter mit dem
HIGH-Signal an Klemme 28 frei.

 Wollen Sie die Parameter des Frequenzum-


richters an spezielle Anwendungen anpassen,
ist die Bedieneinheit (DE4-KEY-1) oder ein
Schnittstellenmodul erforderlich. 03/01 AWB823-1278D

122
Betrieb

Betrieb Wenn Sie auf laufende Motoren schalten, aktivieren


Sie die Funktion „Motorfangschaltung“.
Das Schalten auf der Motorseite ist zur Sicherheits-
abschaltung (Not-Aus) zulässig. Es können beim
betriebsmäßigen Schalten des Motors bei freigege-
benem Regler Überwachungsmeldungen anspre-
chen.
Bei zyklischem Netzschalten den Frequenzumrichter
maximal alle 3 Minuten einschalten, weil sonst die
interne Einschaltstrombegrenzung überlastet werden
kann.
Die Frequenzumrichter DF4-341 haben eine tempe-
raturabhängige Lüfterschaltung.
Die Gerätelüfter sind nur in Betrieb, wenn die werks-
seitig fest eingestellte Temperatur überschritten
wird.
Beim Schalten mit freigegebenen Regler kann die
Fehlermeldung „OCx“ (Kurzschluss/Erdschluss im
Betriebsfall x) auf der Tastatur der Bedieneinheit
angezeigt werden. (siehe Kapitel Diagnose Fehler-
meldungen)

 Alle Frequenzumrichter der Reihe DF4 müssen


mit zugeordneter Netzdrossel/Netzfilter
betrieben werden.
03/01 AWB823-1278D

123
Betrieb

Vorsicht!
Alle Leistungsklemmen führen bis zu 3 Minuten
nach Netz-Ausschalten Spannung, auf keinen
Fall vorher an den Anschlüssen oder im Gerät
arbeiten. Auf keinen Fall das Gerät öffnen, wenn
die Netz-Versorgungsspannung eingeschaltet
ist. Es kann zum Tode führen.

Vorsicht!
Auf keinen Fall das Gerät öffnen, wenn die
Netz-Versorgungsspannung eingeschaltet ist.
Nach dem Ausschalten mindestens drei Minuten
warten, bevor Sie an den Anschlüssen oder im
Gerät arbeiten. Es besteht Lebensgefahr.

Vorsicht!
Frequenzumrichter sind elektrische Betriebsmittel
zum Einsatz in industriellen Starkstromanlagen.
Während des Betriebes hat der Frequenzum-
richter gefährliche, spannungsführende, gegebe-
nenfalls auch bewegliche oder rotierende Teile,
sowie heiße Oberflächen. Es besteht die Gefahr
schwerer Verletzungen.

Vorsicht!
Das unzulässige Entfernen der erforderlichen
Abdeckung, die unsachgemäße Installation und
falsche Bedienung von Motor oder Frequenz-
umrichter, kann zum Ausfall des Gerätes führen
und schwerste gesundheitliche Schäden oder
Materialschäden verursachen.
03/01 AWB823-1278D

124
Betrieb

Hinweis!
Wenn Sie die Drehrichtungsvorgabe in der
Konfiguration PNU 007 = 0 bis 13 verwenden,
kann sich bei Drahtbruch oder bei Ausfall der
Steuerspannung die Drehrichtung umkehren.

Hinweis!
Wenn der Antrieb im Stillstand nicht vom Netz
getrennt wird (Netzschütz, Hauptschalter), kann
er bei einer Störung unbeabsichtigt anlaufen.

Hinweis!
Wenn Sie die Funktion „Fangschaltung“
(PNU 142 = 2, 3) bei Maschinen mit geringem
Massenträgheitsmoment und geringer Reibung
verwenden, kann der Motor nach Reglerfreigabe
im Stillstand kurzzeitig anlaufen oder kurzzeitig
die Drehrichtung umkehren.

 Wenn der Frequenzumrichter mehr als 2 Jahre


lagert, ist die Kapazität der Zwischenkreis-
kondensatoren beeinträchtigt. Legen Sie den
Frequenzumrichter vor der Inbetriebnahme für
zwei Stunden ohne Last an Spannung, damit
sich die Kondensatoren regenerieren.
03/01 AWB823-1278D

125
126
03/01 AWB823-1278D
6 Diagnose

Vorsicht!
Alle Anschlussklemmen führen bis zu 3 Minuten
nach Netz-Ausschalten Spannung, auf keinen
Fall vorher an den Anschlüssen oder im Gerät
arbeiten. Auf keinen Fall das Gerät öffnen, wenn
die Netz-Versorgungsspannung eingeschaltet
ist. Es kann zum Tode führen.

 Wechseln Sie die Sicherungen nur gegen die


vorgeschriebenen Typen aus.

Fehlersuche Motor dreht nicht


Mögliche Ursachen:
Zwischenkreisspannung zu niedrig
Regler gesperrt
Sollwert = 0
Gleichstrombremsung aktiv
Quickstopfunktion aktiv
FF-Sollwert aktiviert und FFx = 0
TRIP-Meldung liegt vor
Mechanische Motorbremse ist nicht gelöst
03/01 AWB823-1278D

127
Diagnose

Motor dreht ungleichmäßig


Mögliche Ursachen:
Motorleitung defekt
Maximalstrom PNU 022 und PNU 023 zu gering
eingestellt
Motor unter- bzw. übererregt
(Parametrierung kontrollieren)
Motor nimmt zuviel Strom auf
Mögliche Ursachen:
Einstellung von PNU 016 zu groß gewählt
Einstellung von PNU 015 zu klein gewählt
Überdrehzahl des Motors
Mögliche Ursachen:
Frequenzumrichter erzeugen eine Ausgangs-
frequenz bis 480 Hz. Ist ein ungeeigneter Motor
angeschlossen kann es zu einer gefährlichen
Überdrehzahl kommen.
Überstromabschaltung beim DF4-120
Mögliche Ursachen:
kann ansprechen, wenn Frequenzen 240 Hz
Überhitzung des angeschlossenen Motors
Mögliche Ursachen:
längerer Betrieb der Gleichstrombremse
längerer Betrieb von eigenbelüfteten Motoren bei
kleineren Drehzahlen
03/01 AWB823-1278D

128
Fehlermeldung und
Behebung

Fehlermeldung und
Behebung
Hinweis!
Die Frequenzumrichter enthalten elektrostatisch
gefährdete Bauelemente. Vor Montage- und
Servicearbeiten im Bereich der Gerätean-
schlüsse muss sich das Personal von elektro-
statischen Aufladungen befreien. Die Entladung
kann durch vorheriges Berühren der PE-Befes-
tigungsschraube oder einer anderen geerdeten
Metallfläche im Schaltschrank erfolgen.

LED-Anzeige
Der Frequenzumrichter ist mit zwei Leuchtdioden
ausgestattet, die im Betrieb den Betriebszustand
anzeigen.

grün rot Betriebszustand


ein aus Umrichter freigegeben
ein ein Netz eingeschaltet, automatischer Start gesperrt (AS_LC)
blinkend aus Umrichter gesperrt
aus blinkend (1-Sekunden-Takt) Fehlermeldung
aus blinkend (0,4-Sekunden-Takt) Unterspannungsabschaltung
aus aus Programmiermodus
03/01 AWB823-1278D

129
Diagnose

Überwachungs- Während einer Überwachungsmeldung wird die


meldungen Impulssperre gesetzt. Die Impulssperre wird auto-
matisch wieder aufgehoben, wenn die Störung
beseitigt ist.
Die in den folgenden Tabellen stehenden Meldungen
werden auf der Bedieneinheit ausgegeben.

Meldung Fehler Ursache Abhilfe


LU Unterspannung Netzspannung zu niedrig Versorgungsspannung kontrollieren
OU Überspannung Netzspannung zu hoch Versorgungsspannung kontrollieren
Rückspeisebetrieb Ablaufzeiten verlängern
Bremsbetrieb Betrieb mit Bremseinheit:
Dimensionierung und Anschluss des
Bremswiderstandes prüfen
Schleichender Erdschluss Motorzuleitung und Motor auf Erdschluss prüfen
auf der Motorseite (Motor vom Frequenzumrichter trennen)

Spannungsschwellen für die Unter- und Über-


spannungsmeldung. Messwerte für die Zwischen-
kreisspannung UGmin und UGmax.

Meldung Fehler DF4-120 DF4-340 DF4-341


LU Unterspannung 240 bis 180 VDC 429 bis 340 VDC 430 bis 330 VDC
OU Überspannung 375 bis 395 VDC 751 bis 772 VDC 784 bis 794 VDC

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130
Fehlermeldungen beim
Netzeinschalten

Fehlermeldungen beim Nach dem Netzschalten wird ein kompletter Test der
Netzeinschalten Hardware und der Einstellungen durchgeführt.

 Beim Schalten mit freigegebenen Regler kann


die Fehlermeldung „OCx“ (Kurzschluss/
Erdschluss im Betriebsfall ausgelöst werden.
Bei langen Motorleitungen und Betrieb von
Geräten kleinerer Ausgangsleistung können die
Ableitströme über parasitäre Leitungskapazitäten
die Fehlermeldung „OCx“ auslösen. In diesen
Fällen Motorfilter einsetzen.

Meldung Fehler Ursache


OC1* Kurzschluss Klemmenkurzschluss motorseitig durch:
defekte Motorleitung
Windungsschluss im Motor
OC2* Erdschluss Körperschluss im Motor oder in der Motorleitung
EEr Externer Fehler angeschlossener Geber hat ausgelöst
H02 Überlast Klemme 20 Kurzschluss, Überlastung der Klemme, Verdrahtung prüfen

* Überprüfen Sie die Verdrahtung vor dem Rücksetzen


der Fehlermeldung, wenn diese Störmeldungen beim
Netzeinschalten auftreten.
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131
Diagnose

Fehlermeldungen Beim Auftreten einer Fehlermeldung wird der Regler


während des Betriebs gesperrt und der Fehler wird automatisch auf dem
Display der Bedieneinheit angezeigt.
Zurückgesetzte Fehlermeldungen werden gespei-
chert. Die Fehler werden angezeigt, wenn Sie die
Parameter PNU 161 bis PNU 164 wählen. Maximal
vier Fehlermeldungen werden gespeichert, wobei
der zuletzt quittierte Fehler unter PNU 162 erscheint.

Meldung Fehler Ursache Abhilfe


--- kein Fehler – –
CCR Systemstörung starke Störkopplungen auf Steuerleitung abgeschirmt verlegen
Steuerleitungen
Masse- oder Erdschleifen in der –
Verdrahtung
OC1 Kurzschluss Motor defekte Motorleitung Motorleitung auf Kurzschluss prü-
Windungschluss im Motor fen
Motor überprüfen
OC3 Überlast Gerät im zu kurz eingestellte Hochlaufzeit Hochlaufzeit verlängern (PNU 012)
Hochlauf, Kurzschluss defekte Motorleitung Verdrahtung überprüfen
Windungsschluss im Motor Antriebsauslegung prüfen
OC4 Überlast Gerät im zu kurz eingestellte Ablaufzeit Ablauf verlängern (PNU 013)
Ablauf Auslegung des Bremswiderstands
prüfen
Bremseinheit anschließen
OC5 Überlast Gerät Häufige oder zu lange Geräteeinstellung überprüfen,
Beschleunigungsvorgänge Antriebsauslegung überprüfen
mit Überstrom
zu große Last bei konstanter
Drehzahl
OC6 Überlast Motor unzulässigen Dauerstrom Antriebsauslegung prüfen,
(thermisch) häufige oder zu lange Einstellung von PNU 120 prüfen
Beschleunigungsvorgänge
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132
Fehlermeldungen
während des Betriebs

Meldung Fehler Ursache Abhilfe


OH Übertemperatur Umgebungstemperatur 40 °C für bessere Belüftung sorgen
Kühlkörper Kühlkörper stark verschmutzt Umgebungstemperatur im
Schaltschrank prüfen
Kühlkörper reinigen
OH31) PTC-Überwachung Motor zu heiß Motorbelastung reduzieren
Motor auf Windungsschluss prüfen
Verdrahtung PTC-Eingang prüfen
OH42) Übertemperatur Gerät Innenraum des Geräts zu heiß Gerätebelastung senken
Kühlung verbessern
Gerätelüfter prüfen
rSt Fehler bei Mehr als 8 Fehlermeldungen entsprechend der aufgetretenen
Auto-TRIP-Reset in 10 min. Fehlermeldung
EEr Externer Fehler Signal über den digitalen Eingang Externen Geber prüfen
„TRIP-Set“
OUE Überspannung Netzüberspannung länger als 5 s Netzspannung prüfen
Pr fehlerhafte Para- fehlerhafter Datentransfer Vor Reglerfreigabe unbedingt
meterübertragung mit dem Bedienmodul den Datentransfer wiederholen
PAR1 und PAR2 sind defekt oder Werkseinstellung laden
Pr1 PAR1 falsch fehlerhafter Datentransfer Vor Reglerfreigabe unbedingt
übertragen mit dem Bedienmodul den Datentransfer wiederholen
PAR1 ist defekt oder Werksabgleich laden
Pr2 PAR2 falsch fehlerhafter Datentransfer Vor Reglerfreigabe unbedingt
übertragen mit dem Bedienmodul den Datentransfer wiederholen
PAR2 ist defekt oder Werkseinstellung laden
H02 Überlast Klemme 20 Kurzschluss, Überlastung Verdrahtung prüfen
H05 Checksummenfehler starke Elektromagnetische Ein- Setzen Sie sich mit Ihrem
wirkungen, Störspannungen usw. Kundendienst in Verbindung
1) nur bei DF4-341, Option bei DF4-120 und DF4-340
2) nur bei DF4-341
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133
134
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7 Bedieneinheit DE4-KEY-1

Mit der Bedieneinheit DE4-KEY-1 können Sie den


Frequenzumrichter Ihren Anforderungen anpassen.
Über die 5-stellige LCD-Anzeige lassen sich die
Istwerte und Statusmeldungen anzeigen. Die
Bedieneinheit DE4-KEY-1 hat 6 Funktionstasten, mit
denen Sie die Parameter des Frequenzumrichters
verändern können. Da die Bedieneinheit die einge-
stellten Parameter speichert, können Sie die Para-
meter auf einen anderen Frequenzumrichter der glei-
chen Reihe übertragen.

 Die Parameterübertragung zwischen DF4-120,


DF4-340 und DF4-341 ist wegen der unter-
schiedlichen Parametersätze der Frequenz-
umrichter nicht möglich.
Erleichtert wird die Parameterübertragung auch
dadurch, dass Sie die Bedieneinheit während des
Betriebs aufstecken und abziehen können.
Einstellung der Sollwertvorgabe, sowie das Sperren
und Freigeben des Reglers über Tastatur ist auch
möglich.
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135
Bedieneinheit DE4-KEY-1

Montage

CLICK!

Abbildung 46: Bedieneinheit aufstecken

 Die Bedieneinheit ohne Gewaltanwendung


aufstecken und abziehen.
Die Abmessungen der Bedieneinheit befinden sich
im Anhang Montage/Installation.

Funktion und Anzeige Tastenfunktionen

PAR2 OV LV IMAX DB TE MP
PA R 1 A
%
Hz
SET
LOAD

Abbildung 47: Displaysymbole der Bedieneinheit

Die Angabe „SH “ bedeutet, dass Sie die Taste SH


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drücken, halten und eine weitere Taste betätigen.

136
Funktion und Anzeige

PRG Wechsel zwischen Betriebs- und


Parameterebene
SH Wechsel zwischen Parameter- und
Werteebene
쑿 Anzeigewert vergrößern
쑼 Anzeigewert verkleinern
SH  쑿 Anzeigewert schnell vergrößern
SH  쑼 Anzeigewert schnell verkleinern
SH  PRG Änderung abspeichern
STP Regler sperren
RUN Regler freigeben

Statusanzeigen
Statusmeldungen auf der Bedieneinheit oberhalb der
LCD-Anzeige geben Auskunft über den aktuellen
Gerätestatus.
OV Überspannung
LV Unterspannung
IMAX Eingestellte Stromgrenze überschritten
TEMP Kühlkörpertemperatur nahe
Abschaltung ( max –10 °C)
PAR1 Parametersatz 1 aktiv, PAR1 blinkend:
Programmierung möglich
PAR2 Parametersatz 2 aktiv, PAR2 blinkend:
Programmierung möglich
SET Sollwertvorgabe über Tastatur
DB DC-Brake
Gleichspannungsbremsung
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137
Bedieneinheit DE4-KEY-1

Anzeigen mit der fünfstelligen LCD-Anzeige


In der fünfstelligen LCD-Anzeige werden Meldungen
angezeigt, die durch Bedienaktionen ausgelöst
wurden oder – je nachdem in welcher Ebene Sie sich
befinden – die Parameternummer oder dessen Wert.
OFF Regler gesperrt durch ein LOW-Signal
an Klemme 28
STOP Regler gesperrt (durch STP-Taste oder
Quickstop-Funktion oder f2 = 0 Hz)
AS_LC Autostart-Lockout, Reglerfreigabe erst
nach LOW-HIGH-Flanke an Klemme 28
STO Parameter wird abgespeichert
dC_b Gleichstrombremse aktiv
LU Unterspannung
SET1 Parametersatz 1 wird mit Werksein-
stellung überschrieben
SET2 Parametersatz 2 wird mit Werksein-
stellung überschrieben
rEAd1 Parametersatz 1 wird mit Daten des
Bedienmoduls überschrieben
rEAd2 Parametersatz 2 wird mit Daten des
Bedienmoduls überschrieben
STOE Parametersätze PAR1 und PAR2
werden zum Bedienmodul übertragen
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138
Aufbau des
Bedienungsprogramms

Lastanzeige
Die unterste Zeile der LCD-Anzeige stellt graphisch
die Geräteauslastung dar.

generatorische Last: LOAD

keine Last: LOAD

20 % Last: LOAD

40 % Last: LOAD

60 % Last: LOAD

80 % Last: LOAD

100 % Last: LOAD

160 % Überlast: LOAD

Abbildung 48: Lastanzeige

Aufbau des Das Bedienprogramm enthält 3 Programmebenen –


Bedienungsprogramms Betriebsebene, Parameterebene und Werteebene.
Die Parametrierung des Frequenzumrichters erfolgt
in der Parameterebene und der Werteebene.
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139
Bedieneinheit DE4-KEY-1

Betriebsebene
Nach jedem Netzeinschalten befindet sich das Gerät
in der Betriebsebene. Die Einschaltanzeige
(PNU 004) zeigt die Ausgangsfrequenz. Sie ist so
vom Werk eingestellt. Wenn sie die Taste PRG
drücken, wechseln Sie in die Parameterebene.

Parameterebene
In der Parameterebene wählen Sie mit den Tasten 쑿
oder 쑼 eine Parameternummer aus. Haben Sie die
entsprechende Parameternummer gefunden,
können Sie mit der Taste SH in die Werteebene
wechseln.

Werteebene
In der Werteebene ändern Sie mit den Tasten 쑿 oder
쑼 den eingestellten Wert, der in der 7-Segment-
Anzeige erscheint. Je nachdem um welchen Para-
meter oder Frequenzumrichter es sich handelt, gibt
es verschiedene Verfahren den Wert zu speichern.
Frequenzumrichter der Reihe DF4 haben zwei
Parametersätze; PAR1 und PAR2. Mit der Taste SH
wechseln Sie von PAR1 nach PAR2. Jeder
Parametersatz enthält alle Parameter, mit denen Sie
Ihren Antrieb einstellen können. Das Blinken der
Statusanzeige PAR1 oder PAR2 zeigt an, in welchem
Parametersatz Sie sich befinden.
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140
Aufbau des
Bedienungsprogramms

Es gibt 4 verschiedene Parameterarten:


absolute Werte einer physikalischen Größe
(z. B. 400 V, 10 s)
relative Werte von Gerätegrößen
(z. B. 50 % Sollwert)
Zahlenschlüssel für bestimmte Zustände
(z. B. 0 = Regler gesperrt, 1 = Regler freigegeben)
Anzeigewerte, können angezeigt aber nicht
verändert werden (z. B. Motorstrom)
Die absoluten und relativen Werte können Sie in
diskreten Schritten verändern. Dabei können unter
einer Parameternummer verschiedene Schrittweiten
auftreten. Diese Schrittweiten können von Ihnen
nicht gewählt oder verändert werden.
Bei der Beschleunigungszeit a mit der Parameter-
nummer PNU 012 haben Sie 3 Schrittweiten.
a von 0,01 s bis 1 s: Schrittweite 0,01 s
a von 1 s bis 10 s: Schrittweite 0,1 s
a von 10 s bis 100 s: Schrittweite 1 s
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141
Bedieneinheit DE4-KEY-1

Parameter ändern Jeder Parameter, dessen Wert Sie ändern können,


und abspeichern hat eine Werkseinstellung. Um einen Wert zu ändern,
gibt es bis zu drei Möglichkeiten:
Übernahme und Abspeichern ohne Bestätigung
(in der Parametertabelle mit ONLINE
gekennzeichnet)
Übernahme und Abspeichern mit SH  PRG
bestätigen (in der Parametertabelle mit
SH  PRG1) gekennzeichnet)
Übernahme und Abspeichern bei Reglersperre
mit SH  PRG bestätigen (in der Parameter-
tabelle mit SH  PRG2) gekennzeichnet)
DF4-120
Beim Frequenzumrichter DF4-120 können die Para-
meter nur bei Reglersperre geändert werden. Legen
Sie dazu an die Klemme 28 ein LOW-Signal oder
betätigen Sie die STP-Taste der Bedieneinheit. Die
einzige Ausnahme bildet die Verstärkung des
Monitorausganges (PNU 108). Sie wird ONLINE
übernommen.
DF4-34x
Die Parameter können Sie bei freigegebenem Regler
ändern. Die Änderungen der Betriebsparameter
werden ONLINE übernommen. Die Parameter, die
die Initialisierung des Reglers beeinflussen, müssen
mit SH  PRG bestätigt werden. Die Parametersätze
(PNU 002) können Sie nur bei Reglersperre
überschreiben.
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142
Parameter ändern
und abspeichern

Die Übernahme ohne Bestätigung (ONLINE)


(in der Parametertabelle mit ONLINE gekennzeichnet)
Das Gerät übernimmt die geänderten Parameter
sofort.
Wechseln Sie aus der Betriebsebene mit der
Taste PRG in die Parameterebene.
Wählen Sie mit 쑿 oder 쑼 den Parameter.
Wechseln Sie mit SH in die Werteebene von
Parametersatz PAR1. Sie kommen in den
Parametersatz PAR2, wenn Sie erneut auf SH
drücken.
Wenn in der Anzeige PAR1 bzw. PAR2 blinkt,
ändern Sie mit der Taste 쑿 oder 쑼 den Para-
meter, auch während der Antrieb läuft. Der
Frequenzumrichter arbeitet sofort mit dem
geänderten Parameter.
Wechseln Sie mit SH in die Parameterebene
zurück.
Drücken Sie die Taste PRG, um in die
Betriebsebene zu wechseln.
Der geänderte Parameter ist dauerhaft gespeichert.
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143
Bedieneinheit DE4-KEY-1

Übernahme mit Bestätigung (SH  PRG)


(in der Parametertabelle mit SH  PRG1)
gekennzeichnet)
Das Gerät übernimmt die geänderten Parameter erst
nach Drücken der Tastenkombination SH  PRG.
Wechseln Sie aus der Betriebsebene mit der
Taste PRG in die Parameterebene.
Wählen Sie mit 쑿 oder 쑼 den Parameter.
Wechseln Sie mit SH in die Werteebene von
Parametersatz PAR1. Sie kommen in den
Parametersatz PAR2, wenn Sie erneut auf SH
drücken.
Wenn in der Anzeige PAR1 bzw. PAR2 blinkt,
ändern Sie mit der Taste 쑿 oder 쑼 den Para-
meter, auch während der Antrieb läuft.
Drücken Sie die Tasten SH  PRG. Für ca. 1 s
erscheint STO in der Anzeige. Das Programm
springt danach in die Parameterebene zurück.
Erst jetzt arbeitet der Frequenzumrichter mit dem
neuen Parameter.
Wechseln Sie mit der Taste PRG in die
Betriebsebene.
Der geänderte Parameter ist dauerhaft gespeichert.
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144
Parameter ändern
und abspeichern

Übernahme mit Bestätigung bei Reglersperre


(SH  PRG) (in der Parametertabelle mit
SH  PRG2) gekennzeichnet)
Das Gerät übernimmt nur bei gesperrtem Regler die
geänderten Parameter nach Drücken der Tasten-
kombination SH  PRG.
Sperren Sie den Regler in der Betriebsebene mit
der Taste STP.
Wechseln Sie aus der Betriebsebene mit der
Taste PRG in die Parameterebene.
Wählen Sie mit 쑿 oder 쑼 den Parameter.
Wechseln Sie mit SH in die Werteebene von Para-
metersatz PAR1. Sie kommen in den Parameter-
satz PAR2, wenn Sie erneut auf SH drücken.
Wenn in der Anzeige PAR1 bzw. PAR2 blinkt,
ändern Sie mit der Taste 쑿 oder 쑼 den Para-
meter.
Drücken Sie die Tasten SH  PRG. Für ca. 1 s
erscheint STO in der Anzeige. Das Programm
springt danach in die Parameterebene zurück.
Wechseln Sie mit der Taste PRG in die
Betriebsebene.
Geben Sie den Regler mit der Taste RUN wieder
frei. Erst jetzt arbeitet der Frequenzumrichter mit
dem neuen Parameter.
Der geänderte Parameter ist dauerhaft gespeichert.
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146
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Anhang

Normen

Normenart Norm Titel Grenzwerte


Bauart IP20 nach VDE 0470 (EN 60 529)
Störfestigkeit IEC 801-2 /91 Elektrostatische Entladung auf Schärfegrad 3
Gehäuse und Kühlkörper 6 kV bei Kontakt,
8 kV Luftstrecke
IEC 1000-4-3 Elektromagnetische Felder Schärfegrad 3
Frequenzbereich 26 bis 1000 MHz 10 V/m
ENV 50 140 /93 Hochfrequenzfeld Frequenzbereich Schärfegrad 3
80 bis 1000 MHz, 80 % amplituden- 10 V/m
moduliert
Festfrequenz 900 MHz mit 200 Hz, 10 V/m
100 % moduliert
IEC 801-4 /88 Schnelle Transienten, Schärfegrad 3
Burst auf Leistungsklemmen 2 kV/5 kHz
Burst auf Bus- und Steuerleitungen Schärfegrad 4
2 kV/5 kHz
IEC 801-5 Stoßspannungsprüfung (Surge) Installationsklasse 3
(nur DF4-340) Netzleitungen
Störaussendung EN 55 022 7/92 Funkstörungen Gehäuse und Netz Klasse B
Frequenzbereich 0,15 bis 1000 MHz für Einsatz in
Wohn- und Geschäfts-
bereichen
EN 55 011 7/92 Funkstörungen Gehäuse und Netz Klasse A
(zusätzlich zu den Frequenzbereich 0,15 bis 1000 MHz für Einsatz im
Anforderungen der Die Störaussendung im Industrie- Industriebereich
IEC 22G verwendet) bereich ist in IEC 22G nicht limitiert.
Funkentstörung EN 50 081-2, EN 55 011 (mit Netzfilter oder Netzdrossel  Funkentstörfilter)
Überspannungs- Klasse I nach EN 50 178
festigkeit
Isolationsfestigkeit Überspannungskategorie III nach VDE 0110
Zulässige Verschmutzungsgrad 2 nach VDE 0110, Teil 2
Verschmutzung
Zulässige Feuchte- relative Luftfeuchtigkeit 80 %, keine Kondensation
beanspruchung
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Rüttelfestigkeit konstruiert nach den Bedingungen des Germanischen Lloyd, Vibrationsprüfung

147
Anhang

Technische Daten
DF4-120

Typ DF4-120-... ...-037 ...-075 ...-1K5 ...-2K2


Allgemeines
Netzsspannung Standard 1 AC 230 V; 50/60 Hz
zulässiger Bereich 190 bis 260 V 0 %; 45 bis 65 Hz 0 %
Alternative I 2 AC 230 V; 50/60 Hz
zulässiger Bereich 190 bis 260 V 0 %; 45 bis 65 Hz 0 %
Alternative II 2 DC 325 V
zulässiger Bereich 270 bis 360 V 0 %
Ausgangsspannung1) 3 AC; 0 bis UNetz; 0 bis 50 Hz, wahlweise bis 480 Hz
Netzeffektivstrom2)
mit Netzdrossel/-filter 4,2 A 7,5 A 12,5 A 17 A
Verlustleistung3) 30 W 50 W 70 W 100 W
Schaltfrequenz bis 9,2 kHz
Genauigkeit Ausgangsfrequenz
– Auflösung 0,05 Hz absolut
– digitale Sollwertvorgabe 0,05 Hz
analoge Sollwertvorgabe
– Linearität 0,5 % (max. ausgewählter Signalpegel, 5 V oder 10 V)
– Temperaturgang 0 bis 40 °C 0,4 % (max. ausgewählter Signalpegel, 5 V oder 10 V)
– Offset 0,3 % (max. ausgewählter Signalpegel, 5 V oder 10 V)
Gewicht 1 kg 1,3 kg 2,2 kg 2,2 kg
1 AC 230 V; 50/60 Hz
Motornennleistung, 4-polige ASM 0,37 kW 0,75 kW 1,5 kW 2,2 kW
0,5 HP 1 HP 2 HP 3 HP
Ausgangsstrom 2,6 A 4A 7A 9,5 A
Max. Ausgangsstrom für 60 s 3,9 A 6A 10,5 A 14,2 A
Ausgangsleistung 1 kVA 1,5 kVA 2,7 kVA 3,6 kVA
1) Mit Netzdrossel/-filter: max. Ausgangsspannung
= ca. 96 % der Netzspannung
2) N-Leiter Belastung bei symmetrischer Netzaufteilung
mehrerer Umrichter beachten
(siehe elektrische Installation)!
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3) Bei Nennstrom

148
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Technische Daten DF4-340

Typ DF4-340-... ...-075 ...-1K5 ...-2K2 ...-3K0 ...-4K0 ...-5K5 ...-7K5 ...-11K
Allgemeines
Netzspannung Standard 3 AC 460 V; 50/60 Hz
zulässiger Bereich 320 V bis 510 V 0 %; 45 bis 65 Hz 0 %
Alternative 2 DC 650 V
zulässiger Bereich 450 V bis 715 V 0 %
Ausgangsspannung1) 3 AC; 0 bis UNetz; 0 bis 50 Hz, wahlweise bis 480 Hz
Netzeffektivstrom2)
mit Netzdrossel/-filter 2,5 A 3,9 A 5A 7A 8,8 A 12 A 15 A 20,5 A
Verlustleistung3) 55 W 75 W 90 W 100 W 150 W 200 W 280 W 400 W
Schaltfrequenz fCH einstellbar 4 kHz, 8 kHz, 12 kHz, 16 kHz/Derating beachten!
Genauigkeit Ausgangsfrequenz
– Auflösung 0,02 Hz absolut
– digitale Sollwertvorgabe 0,05 Hz
analoge Sollwertvorgabe
– Linearität 0,5 % (Bezug fmax)
– Temperaturgang 0 bis 40 °C 0,4 %
– Offset 0 %
Gewicht 2,2 kg 2,2 kg 2,2 kg 2,2 kg 5,3 kg 5,3 kg 5,3 kg 5,3 kg

1) Mit Netzdrossel/-filter: max. Ausgangsspannung = ca. 96 % der Netzspannung


2) Daten für Betrieb bei Werkseinstellung mit Schaltfrequenz 8 kHz
3) Bei Nennstrom und 8 kHz Schaltfrequenz
Technische Daten DF4-340

149
Typ DF4-340-... ...-075 ...-1K5 ...-2K2 ...-3K0 ...-4K0 ...-5K5 ...-7K5 ...-11K

150
3 AC 400 V; 50/60 Hz
Motorleistung, 4-polige ASM 0,75 kW 1,5 kW 2,2 kW 3 kW 4 kW 5,5 kW 7,5 kW 11 kW
Anhang
Ausgangsstrom 4/8 kHz 2,4 A 3,9 A 5,5 A 7,3 A 9,4 A 13 A 16,5 A 23,5 A
12 kHz 2,0 A 3,3 A 4,6 A 6,1 A 7,9 A 10,9 A 13,9 A 19,7 A
16 kHz 1,8 A 2,9 A 4,1 A 5,5 A 7,0 A 9,7 A 12,3 A 17,6 A
geräuschoptimiert 12 kHz 1,9 A 3,1 A 4,4 A 5,8 A 7,5 A 10,4 A 13,2 A 18,8 A
16 kHz 1,6 A 2,5 A 3,6 A 4,7 A 6,1 A 8,4 A 10,7 A 15,3 A
Max. Ausgangsstromm 4/8 kHz 3,6 A 5,9 A 8,3 A 11 A 14,1 A 19,5 A 24,8 A 35,3 A
für 60 s 12 kHz 3,0 A 4,9 A 6,9 A 9,2 A 11,9 A 16,4 A 20,8 A 29,6 A
16 kHz 2,7 A 4,4 A 6,2 A 8,2 A 10,6 A 14,6 A 18,6 A 26,5 A
geräuschoptimiert 12 kHz 2,9 A 4,7 A 6,6 A 8,8 A 11,3 A 15,6 A 19,8 A 28,2 A
16 kHz 2,4 A 3,8 A 5,4 A 7,1 A 9,1 A 12,7 A 16,1 A 22,9 A
Ausgangsleistung 4/8 kHz 1,6 kVA 2,7 kVA 3,8 kVA 5,2 kVA 6,5 kVA 9 kVA 11,4 kVA 16,3 kVA
3 AC 460 V; 50/60 Hz
Motorleistung 4-polige ASM 1 HP 2 HP 3 HP 3 HP 5 HP 7,5 HP 10 HP 15 HP
Ausgangsstrom 4/8 kHz 2,4 A 3,9 A 5,5 A 7,3 A 9,4 A 13 A 16,5 A 23,5 A
12 kHz 1,9 A 3,0 A 4,3 A 5,7 A 7,4 A 10,3 A 13,0 A 18,5 A
16 kHz 1,7 A 2,7 A 3,8 A 5,1 A 6,6 A 9,1 A 11,6 A 16,5 A
geräuschoptimiert 12 kHz 1,8 A 2,9 A 4,1 A 5,4 A 7,0 A 9,7 A 12,4 A 17,6 A
16 kHz 1,5 A 2,3 A 3,3 A 4,4 A 5,6 A 7,8 A 9,9 A 14,1 A
Max. Ausgangsstrom 4/8 kHz 3,6 A 5,9 A 8,3 A 11 A 14,1 A 19,5 A 24,8 A 35,3 A
für 60 s 12 kHz 2,8 A 4,6 A 6,6 A 8,7 A 11,1 A 15,4 A 19,6 A 27,9 A
16 kHz 2,5 A 4,1 A 5,8 A 7,7 A 9,8 A 13,6 A 17,4 A 24,7 A
geräuschoptimiert 12 kHz 2,7 A 4,4 A 6,2 A 8,2 A 10,6 A 14,6 A 18,6 A 26,4 A
16 kHz 2,1 A 3,5 A 5,0 A 6,6 A 8,5 A 11,7 A 14,9 A 21,1 A

03/01 AWB823-1278D
03/01 AWB823-1278D

Technische Daten DF4-341

Typ DF4-341-... ...-15 K ...-22 K ...-30 K ...-45K ...-55K ...-75K ...-90K


Allgemeines
Netzspannung Standard 3 AC 480 V; 50/60 Hz
zulässiger Bereich 320 V bis 530 V 0 %/45 bis 65 Hz 0 %
Alternative 2 DC 680 V
zulässiger Bereich 450 V bis 752 V 0 %
Ausgangsspannung1) 3 AC; 0 bis UNetz/0 bis 50 Hz, wahlweise bis 480 Hz
Netzeffektivstrom2)
mit Netzdrossel/-filter 29 A 42 A 55 A 80 A 100 A 135 A 165 A
Verlustleistung3) 430 W 640 W 810 W 1100 W 1470 W 1960 W 2400 W
Schaltfrequenz fCH einstellbar 4 kHz, 8 kHz, 12 kHz, 16 kHz, Derating beachten!
Genauigkeit Ausgangsfrequenz
– Auflösung 0,02 Hz absolut
– digitale Sollwertvorgabe 0,05 Hz
analoge Sollwertvorgabe
– Linearität 0,5 % (Bezug fmax)
– Temperaturgang 0 bis 40 °C 0,4 %
– Offset 0 %
Gewicht 15 kg 15 kg 15 kg 33,5 kg 36,5 kg

1) Mit Netzdrossel/-filter: max. Ausgangsspannung = ca. 96 % der Netzspannung


2) Daten für Betrieb bei Werkseinstellung mit Schaltfrequenz 8 kHz
3) Bei Nennstrom und 8 kHz Schaltfrequenz
Technische Daten DF4-341

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Typ DF4-341-... ...-15 K ...-22 K ...-30 K ...-45K ...-55K ...-75K ...-90K

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3 AC 400 V; 50/60 Hz
Motorleistung, 4-polige ASM 15 kW 22 kW 30 kW 45 kW 55 kW 75 kW 90 kW Anhang
Ausgangsstrom 4/8 kHz 32 A 47 A 59 A 89 A 110 A 150 A 180 A
12 kHz 27 A 40 A 50 A 75 A 92,4 A 126 A 151 A
16 kHz 24 A 35 A 44 A 67 A 82,5 A 112 A 135 A
geräuschoptimiert 12 kHz 25 A 37 A 47 A 71 A 88,0 A 120 A 144 A
16 kHz 21 A 30 A 38 A 58 A 71,5 A 97 A 117 A
Max. Ausgangsstrom 4/8 kHz 48 A 70,5 A 96 A 143 A 165 A 225 A 270 A
für 60 s 12 kHz 40 A 59 A 76 A 112 A 138 A 189 A 227 A
16 kHz 36 A 53 A 68 A 100 A 124 A 168 A 202 A
geräuschoptimiert 12 kHz 38 A 56 A 73 A 107 A 132 A 180 A 216 A
16 kHz 31 A 46 A 59 A 87 A 107 A 146 A 175 A
Ausgangsleistung 4/8 kHz 22,2 kVA 32,6 kVA 41,6 kVA 61,7 kVA 76,2 kVA 103,9 kVA 124,7 kVA
3 AC 480 V; 50/60 Hz
Motorleistung 4-polige ASM 20 HP 30 HP 40 HP 60 HP 75 HP 100 HP 125 HP
Ausgangsstrom 4/8 kHz 32 A 47 A 56 A 84 A 110 A 150 A 180 A
12 kHz 25 A 37 A 47 A 70 A 87 A 118 A 142 A
16 kHz 22 A 33 A 41 A 62 A 77 A 105 A 126 A
geräuschoptimiert 12 kHz 24 A 35 A 44 A 67 A 82 A 112 A 135 A
16 kHz 19 A 28 A 35 A 53 A 66 A 90 A 108 A
Max. Ausgangsstrom 4/8 kHz 48 A 70,5 A 96 A 133 A 156 A 214 A 256 A
für 60 s 12 kHz 38 A 56 A 72 A 105 A 130 A 177 A 213 A
16 kHz 33 A 49 A 64 A 93 A 115 A 15 7 A 189 A
geräuschoptimiert 12 kHz 36 A 53 A 68 A 100 A 123 A 168 A 202 A
16 kHz 92 A 42 A 54 A 80 A 99 A 135 A 162 A

03/01 AWB823-1278D
Steuer-Eingänge/
-Ausgänge

Steuer-Eingänge/
-Ausgänge

Klemme Funktionen WE Stromaufnahme/Belastbarkeit


Digital-Eingänge DF4-120/DF4-34x
E1 Rechtslauf Festfrequenzen 12 V/4 mA (DF4-120)
E2 Linkslauf 20 Hz, 30 Hz, 40 Hz 15 V/5 mA (alle Typen)
Gleichstrombremsung E1 = 20 Hz 24 V/8 mA (alle Typen)
Festfrequenz 1 bis 3 E2 = 30 Hz
Schnellhalt E1  E2 = 40 Hz
E3 Externer Fehler Gleichstrom-
Motorpotentiometer
bremsung
Parametersatzumschaltung HIGH = Aktiv
E4 Rechtslauf/
Linkslauf
LOW = Rechtslauf
HIGH = Linkslauf
20 Versorgungsspannung für 12 V/20 mA (DF4-120)
Digital-Eingänge 15 V/20 mA (DF4-34x)
28 Reglerfreigabe 12 V/4 mA (DF4-120)
15 V/5 mA (alle Typen)
24 V/8 mA (alle Typen)
39 0-V-Bezugspunkt
Analog-Eingänge DF4-120/DF4-34x
7 0-V-Bezugspunkt für
Klemme 8, 9, 62
8 Drehzahlsollwert 0 bis 10 V 5 V/0,05 mA
0/4 bis 20 mA 10 V/0,1 mA
0 bis 5 V 10 Bit Auflösung
0 bis 10 V Linearität 0,5 %
Temperaturfehler: 0,4 %
(0 bis 40 °C)
Bürdewiderstand für Stromsollwert
= 250 
9 Versorgungsspannung für 5,2 V/6 mA
Sollwertpotentiometer
03/01 AWB823-1278D

153
Anhang

Klemme Funktionen WE Stromaufnahme/Belastbarkeit


Analog-Ausgang DF4-120/DF4-34x
62 Monitorausgang Ausgangsfrequenz 0 bis 6 V/2 mA
Ausgangsfrequenz 10 Bit Auflösung
Geräteauslastung
Motorstrom
Zwischenkreisspannung
Relais-Ausgänge DF4-120/DF4-34x
K11 Relais K1 Öffner, Relais schaltet, Fehlermeldung 24 V AC/3 A
wenn die programmierte Funktion oder
erfüllt ist: 60 V DC/0,5 A
Betriebsbereit
TRIP-Meldung
Motor läuft, läuft rechts,
läuft links
Ausgangsfrequenz = 0
Sollwert erreicht
Minimale Drehzahl erreicht
Stromgrenze erreicht
Übertemperatur
K12 Relais K1 Wurzel
K14 Relais K1 Schließer
Relais-Ausgänge DF4-341
K21 Relais K2 Öffner, Relais schaltet, Betriebsbereit 250 V AC/3 A
wenn die programmierte Funktion oder
erfüllt ist: 60 V DC/0,5 A
Betriebsbereit
TRIP-Meldung
Motor läuft, läuft rechts,
läuft links
Ausgangsfrequenz = 0
Sollwert erreicht
Minimale Drehzahl erreicht
Stromgrenze erreicht
Übertemperatur
Thermistor Warnung/Fehler
K22 Relais K2 Wurzel
K24 Relais K2 Schließer
03/01 AWB823-1278D

154
Parameter/Ausstattung

PTC-Eingang
Bei den Frequenzumrichtern der Reihe DF4-341 ist
eine Temperaturüberwachung eingebaut. Sie über-
wacht die Temperatur des Motors über die Klemmen
T1 und T2. Für die Frequenzumrichter der Reihen
DF4-120 und DF4-340 ist die Temperaturüber-
wachung erhältlich.
Hinweis!
Wenn Sie die Temperaturüberwachung nicht
benutzen, setzen Sie PNU 119 = 0.

Parameter/Ausstattung Abkürzung Bedeutung


PNU Parameternummer
PNU 000 (PAR1) Parameter kann verschiedene Werte in PAR1
und PAR2 haben.
PNU 000* (PAR1) Parameter hat immer den gleichen Wert in PAR1
und PAR2, wird nur in PAR1 angezeigt.
✓ vorhanden
– nicht vorhanden
ON LINE Wertübernahme direkt
SH  PRG Wertübernahme nach Drücken von SH  PRG
SH  PRG1) Wertübernahme bei gesetzter Reglersperre
und Drücken von SH  PRG
SH  PRG2) Wertübernahme für DF4-120 bei gesetzter
Reglersperre und Drücken von SH  PRG
nur Anzeige Den Parameter können Sie nicht verändern,
er erscheint nur auf der Anzeige
nicht Der Parameter steht nicht über die Bedieneinheit
Bedieneinheit nicht zur Verfügung

 Im Schnittstellenbetrieb ist die Parameter-


nummer 4stellig. Die PNU in PAR1 beginnt mit
03/01 AWB823-1278D

0 und in PAR2 mit 2.

155
Parametertabelle

156
PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite
-120 -34x
Anhang

001 Bedienungsart 0 - Sollwertvorgabe über Klemme 8 0 0 SH+PRG 63


Steuerung über Klemmen SH+PRG2)
Parametrierung über DE4-KEY-1
1 - Sollwertvorgabe über DE4-KEY-1
Steuerung über Klemmen
Parametrierung über DE4-KEY-1
2 - Sollwertvorgabe über Klemme 8
Steuerung über Klemmen
Parametrierung über Schnittstelle
3 - Sollwertvorgabe über Schnittstelle
Steuerung über Schnittstelle
Parametrierung über Schnittstelle
002* Parametersatz 0 - Funktion ausgeführt 0 0 SH+PRG1) 63
1 - PAR1 mit Werksabgleich überschreiben
2 - PAR2 mit Werksabgleich überschreiben
3 - PAR1 und PAR2 mit den Daten des Bedienmoduls
überschreiben
4 - PAR1 mit den Daten des Bedienmoduls
überschreiben
5 - PAR2 mit den Daten des Bedienmoduls
überschreiben
6 - PAR1 und PAR2 zum Bedienmodul übertragen
004 Einschaltanzeige 0 - Ausgangsfrequenz f2 0 0 SH+PRG 98
1 - Geräteauslastung SH+PRG2)
2 - Motorstrom

03/01 AWB823-1278D
03/01 AWB823-1278D

PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite


-120 -34x
007* Klemmen- E4 E3 E2 E1 0 0 SH+PRG1) 64
konfiguration 0 - R/L DCB FF1/2/3
1 - R/L PAR FF1/2/3
2 - R/L QSP FF1/2/3
3 - R/L PAR DCB FF1
4 - R/L QSP PAR FF1
5 - R/L DCB EF FF1
6 - R/L PAR EF FF1
7 - R/L PAR DCB EF
8 - R/L QSP PAR EF
9 - R/L QSP EF FF1
10 -R/L EF UP DOWN
11 -R/L DCB UP DOWN
12 -R/L PAR UP DOWN
13 -R/L QSP UP DOWN
14 -L/QSP R/QSP DCB FF1
15 -L/QSP R/QSP PAR FF1
16 -L/QSP R/QSP FF1/2/3
17 -L/QSP R/QSP PAR DCB
18 -L/QSP R/QSP PAR EF
19 -L/QSP R/QSP DCB EF
Parametertabelle

20 -L/QSP R/QSP EF FF1


21 -L/QSP R/QSP UP DOWN
22 -L/QSP R/QSP UP FF1

157
PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite

158
-120 -34x
008 Funktion Relais K1 0 - Betriebsbereit 1 1 SH+PRG 100 Anhang
1 - TRIP-Meldung SH+PRG2)
2 - Motor läuft
3 - Motor läuft/Rechtslauf
4 - Motor läuft/Linkslauf
5 - Ausgangsfrequenz f2 = 0
6 - fSoll erreicht
7 - f2  f1
8 - Imax erreicht
9 - Übertemperatur ( max –10 °C)
10 -Trip oder f2  f1 oder IMP
009* Geräteadresse 1 bis 99 1 1 ONLINE Nur für 65
SH+PRG2) Schnittstelle
010 fmin 0,0 bis 480,0 Hz 0,0 Hz 0,0 Hz ONLINE 87
SH+PRG2)
011 fmax 7,5 bis 480,0 Hz (DF4-34x) 50 Hz 50 Hz ONLINE 87
30,0 bis 480,0 Hz (DF4-120) SH+PRG2)
012 a 0,0 bis 999,0 s 5,0 s 5,0 s ONLINE 90
SH+PRG2)
013 –a 0,0 bis 999,0 s 5,0 s 5,0 s ONLINE 90
SH+PRG2)

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PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite


-120 -34x
014 Betriebsart 0 - lineare Kennlinie U/f mit Auto-Boost ✓ (WE) – SH+PRG 80
1 - quadratische Kennlinie U/f 2 mit Auto- Boost ✓ – SH+PRG2)
2 - lineare Kennlinie U/f mit konstanter ✓ ✓
Umin-Anhebung
3 - quadratische Kennlinie U/f 2 mit konstanter ✓ ✓
Umin-Anhebung
4 - Motor-Stromregelung – ✓ (WE)
015 U/f-Nennfrequenz 7,5 bis 960,0 Hz (DF4-34x) 50 Hz 50 Hz ONLINE 85
30,0 bis 960,0 Hz (DF4-120) SH+PRG2)
016 Umin 0 bis 40 % – 0% ONLINE bei DF4-120 82
SH+PRG2) typabhängig3)
017 f2  f1 0,0 bis 480,0 Hz 0 Hz 0 Hz ONLINE 95
SH+PRG2)
018 Schaltfrequenz 0- 4 kHz – 1 SH+PRG 93
1- 8 kHz
2- 12 kHz
3- 16 kHz
4- 12 kHz geräuschoptimiert
5- 16 kHz geräuschoptimiert
Parametertabelle

159
PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite

160
-120 -34x
019 Ansprechschwelle 0,1 bis 5,0 Hz – 0,1 Hz ONLINE 78 Anhang
Auto-DCB
021 Schlupfkompen- 0 bis 20 % (DF4-34x) 0% 0% ONLINE 92
sation 0 bis 12 % (DF4-120) SH+PRG2)
022 Imax 30 bis 150 % 150 % 150 % ONLINE 91
SH+PRG2)
023 ImaxGen 30 bis 110 % 80 % 80 % ONLINE 91
SH+PRG2)
034* Stromleitwert 0 - 20 mA; 0 bis 5 V; 0 bis 10 V 0 0 ONLINE 76
1 - 4 bis 20 mA SH+PRG2)
036 Spannung für DCB 0,00 bis 40,00 % – – ONLINE typabhängig3) 78
SH+PRG2)
037 FF 1 0,0 bis 480,0 Hz 20 Hz 20 Hz ONLINE 74
SH+PRG2)
038 FF 2 0,0 bis 480,0 Hz 30 Hz 30 Hz ONLINE 74
SH+PRG2)
039 FF 3 0,0 bis 480,0 Hz 40 Hz 40 Hz ONLINE 74
SH+PRG2)
040 Reglerfreigabe ✓ ✓ nicht 69
Bedieneinheit

03/01 AWB823-1278D
03/01 AWB823-1278D

PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite


-120 -34x
043 TRIP-Reset – ✓ nicht 108
Bedieneinheit
046 fSoll 0 0 nicht 72
Bedieneinheit
050* Ausgangsfrequenz ✓ ✓ Anzeige 97
f2
052* Motorspannung ✓ ✓ Anzeige 97
054* Motorstrom ✓ ✓ Anzeige 97
056* Geräteauslastung ✓ ✓ Anzeige 97
061* Temperatur ✓ ✓ Anzeige 97
Kühlkörper
079 Pendeldämpfung 0 bis 80 – 5 nur DF4-341 94
nicht
Bedieneinheit
088 Motorbemes- 0,0 bis 1,2  IN – ✓ ONLINE typabhängig 89
sungsstrom
091 Motor cos 0,4 bis 1,0 – ✓ ONLINE typabhängig 89
105 -aQuick 0 bis 999 s – 5s ONLINE 66
106 Haltezeit für 0,00 bis 999,00 s (DF4-34x) 0,00 s 0,02 s ONLINE 78
Auto-DCB 0,00 bis 50,00 s (DF4-120)
108* Verstärkung zu 0 bis 255 220 128 ONLINE 97
PNU 111
Parametertabelle

161
PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite

162
-120 -34x
111 Monitorsignal 0 - Ausgangsfrequenz 0 0 SH+PRG 97 Anhang
1 - Geräteauslastung SH+PRG2)
2 - Motorstrom
3 - Zwischenkreisspannung
117 Funktion Relais K2 0 - Betriebsbereit – 0 SH+PRG nur DF4-341 102
1 - TRIP-Meldung
2 - Motor läuft
3 - Motor läuft/Rechtslauf
4 - Motor läuft/Linkslauf
5 - Ausgangsfrequenz f2 = 0
6 - fSoll erreicht
7 - f2  f1
8 - Imax erreicht
9 - Übertemperatur ( max –10 °C)
10 -Trip oder f2  f1 oder IMP
11 -PTC-Warnung
119 Funktion PTC 0 - PTC-Eingang inaktiv – 0 SH+PRG nur DF4-341 105
1 - PTC-Eingang aktiv, Trip und IMP-Sperre
werden gesetzt
2 - PTC-Eingang aktiv, Warnung erfolgt
120 I 2t- Abschaltung 0 bis 100 % 0% 0% SH+PRG 103
SH+PRG2)

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03/01 AWB823-1278D

PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite


-120 -34x
125* Baudrate 0 = 9600 3 = 1200 0 0 SH+PRG 65
1 = 4800 4 = 19200 SH+PRG2)
2 = 2400
126 Kommunika- 0 - bei Fehler keine Reaktion – 0 nicht 66
tionsverhalten 1 - bei Fehler Abschaltung mit Fehlermeldung CEO Bedieneinheit
135 Steuerwort ✓ ✓ nicht 67
Bedieneinheit
142 Startbedingung 0 - Automatischer Start gesperrt, Fangschaltung inaktiv 1 1 SH+PRG 70
1 - Automatischer Start, wenn Klemme 28 HIGH, SH+PRG2)
Fangschaltung inaktiv
2 - Automatischer Start gesperrt, Fangschaltung aktiv
3 - Automatischer Start, wenn Klemme 28 HIGH,
Fangschaltung aktiv
144 Schaltfrequenz- 0 - keine Schaltfrequenzabsenkung – 1 SH+PRG 93
absenkung 1 - automatische Schaltfrequenzabsenkung
bei max –10 °C
150 Statuswort ✓ ✓ nicht 95
Bedieneinheit
161* Aktueller Fehler ✓ ✓ Anzeige 106
162* Letzter Fehler ✓ ✓ Anzeige 106
163* Vorletzter Fehler ✓ ✓ Anzeige 106
164* Drittletzter Fehler ✓ ✓ Anzeige 106
Parametertabelle

163
PNU Bezeichnung Wertebereich WE: DF4- Übernahme Bemerkung Seite

164
-120 -34x
170 Fehler-Reset- 0 - Trip-Reset durch STP-Taste oder LOW Flanke an EN 0 0 SH+PRG 108 Anhang
Auswahl (Klemme 28) SH+PRG2)
1 - Auto-Trip-Reset
171 Verzögerung für 0 bis 60 s 0s 0s ONLINE 108
Auto-Trip-Reset SH+PRG2)
178* Betriebsstunden ✓ ✓ Anzeige 100
179* Netzeinschalt- ✓ ✓ Anzeige 100
stunden
377 Verstärkung – ✓ Darf nur Moeller-
Zk-Spannungs- Service ändern;
erfassung nur DF4-341
500* Anzeigefaktor 1 bis 25000 – 2000 ONLINE 99
Prozessgröße
Zähler
501* Anzeigefaktor 1 bis 25000 – 10 SH+PRG 99
Prozessgröße
Nenner

* Parameter hat immer den gleichen Wert in PAR1 und PAR2, wird nur in PAR1 angezeigt
1) Wertübernahme bei gesetzter Reglersperre und Drücken von SH  PRG
2) Wertübernahme für DF4-120 bei gesetzter Reglersperre und Drücken von SH  PRG
3) Siehe Tabelle „Typenabhängige Parameterwerte“

03/01 AWB823-1278D
Parametertabelle

Typenabhängige Parameterwerte
PNU 016 = Umin
PNU 036 = Spannung für DCB

Frequenzumrichter PNU 016 PNU 036 Schrittweite für


Typ PNU 016 und PNU 036
DF4-120-037 8,00 % 5,35 % 0,05 %
DF4-120-075 8,00 % 5,35 % 0,05 %
DF4-120-1K5 6,00 % 4,00 % 0,05 %
DF4-120-2K2 6,00 % 4,00 % 0,05 %
DF4-340-075 0% 7,50 % 0,02 %
DF4-340-1K5 0% 7,00 % 0,02 %
DF4-340-2K2 0% 6,00 % 0,02 %
DF4-340-3K0 0% 5,50 % 0,02 %
DF4-340-4K0 0% 2,50 % 0,02 %
DF4-340-5K5 0% 2,25 % 0,02 %
DF4-340-7K5 0% 2,00 % 0,02 %
DF4-340-11K 0% 2,00 % 0,02 %
DF4-341-15K 0% 1,75 % 0,02 %
DF4-341-22K 0% 1,75 % 0,02 %
DF4-341-30K 0% 1,50 % 0,02 %
DF4-341-45K 0% 1,25 % 0,02 %
DF4-341-55K 0% 1,25 % 0,02 %
DF4-341-75K 0% 0% 0,02 %
DF4-341-90K 0% 0% 0,02 %
03/01 AWB823-1278D

165
Anhang

Sicherungen/ Eingangsleitungen AC: L1, L2, L3, N, PE


Leitungsquerschnitte (typenabhängig)
Eingangsleitungen DC: UG, -UG, PE (alle Typen)
Ausgangsleitungen: U, V, W, PE

Typ AC-Betrieb DC-Betrieb


Sicherung max. möglicher Sicherung F4, F5 Leitungsquerschnitt
F1, F2, F3 Leitungsquerschnitt 700 V DC!
mm2 AWG mm2 AWG
DF4-120-...
...-037 FAZN B10 1,5 14 6A 1,5 14
...-075 FAZN B16 2,5 12 8A 2,5 12
...-1K5 FAZN B20 4 10 12 A 4 10
...-2K2 FAZN B20 4 10 16 A 4 10
DF4-340-...
...-075 PKZM 0-6,3 1,0 16 6,3 A 1,0 16
...-1K5 PKZM 0-6,3 1,0 16 6,3 A 1,0 16
...-2K2 PKZM 0-10 1,5 14 8A 1,5 14
...-3K0 PKZM 0-10 1,5 14 12 A 1,5 14
...-4K0 PKZM 0-16 2,5 12 16 A 2,5 12
...-5K5 PKZM 0-20 4 10 20 A 4 10
...-7K5 PKZM 0-25 4 10 32 A 6 8
...-11K PKZ2/ZM 32 6 8 40 A 6 8
DF4-341-...
...-15K PKZ2/ZM 40 10 6 50 A 16 4
...-22K NZM 7-63N 16 4 80 A 25 2
...-30K NZM 7-63N 25 2 100 A 25 2
...-45K NZM 7-80N 50 0 160 A1) 2  16 24
(1  50)
...-55K NZM 7-100N 70 2/0 200 A1) 2  25 22
(1  70)
...-75K NZM 7-160N 95 3/0 240 A1) 3  16 34
(1  95)
...-90K NZM 7-200N 120 4/0 300 A1) 3  25 32
(1  120)
03/01 AWB823-1278D

1) F4, F5 können Sie auch durch eine Parallelschaltung


von Sicherungen realisieren. Dabei können Sie
parallele Anschlussleitungen einsetzen.

166
Netzfilter/Netzschütze

Netzfilter/Netzschütze

 Die EMV-Grenzwerte für leitergebundene


Störungen sind in der EN 61 800-3, der Produkt-
norm für drehzahlveränderbare elektrische
Antriebe, festgelegt. Die entsprechenden
Messverfahren und Grenzwerte sind in der
EN 55 011, der Produktfamiliennorm für industri-
elle, wissenschaftliche und medizinische Geräte,
definiert.

Grenzwertklassen der EN 55 011


Frequenzumrichter sind Geräte der Gruppe 1, in
denen absichtlich erzeugte und/oder benutzte
leitergebundene HF-Energie vorkommt, die für
die Funktion des Gerätes erforderlich ist.

Klasse A
Gebrauch in allen Bereichen außer dem
Wohnbereich und solchen Bereichen, die direkt
an ein Niederspannungsnetz angeschlossen
sind, das (auch) Wohngebäude versorgt.

Klasse B
Gebrauch auch im Wohnbereich und solchen
Bereichen, die direkt an ein Niederspannungs-
netz angeschlossen sind, das (auch) Wohn-
gebäude versorgt.
Zur Einhaltung der Grenzwerte ist ein EMV-gerechter
Anschluss und Aufbau erforderlich. Der netzseitige
Geräteanschluss erfolgt über Netzdrosseln und
Funkentstörfilter.
Netzfilter sind eine Kombination aus Netzdrossel und
Funkentstörfilter. Die Funktionen der Einzelkompo-
nenten sind hier zusammengefasst und bieten als
03/01 AWB823-1278D

167
Anhang

Vorteil einen reduzierten Montage- und Verdrah-


tungsaufwand.
Typ Netzfilter Netz- max. zulässige
schütz abgeschirmte
Motorleitungslänge
EN 55 011A EN 55 011B
DF 4-120-...
...-037 DE 4-LZ1-004 DIL 00M 50 m 30 m
...-075 DE 4-LZ1-008 DIL 00M 50 m 30 m
...-1K5 DE 4-LZ1-013 DIL 00M 50 m 30 m
...-2K2 DE 4-LZ1-017 DIL 00M 50 m 30 m
DF 4-340-...
...-075 DE 4-LZ3-003 DIL 00M 50 m 30 m
...-1K5 DE 4-LZ3-004 DIL 00M 50 m 30 m
...-2K2 DE 4-LZ3-005 DIL 00M 50 m 30 m
...-3K0 DE 4-LZ3-007 DIL 00M 50 m 30 m
...-4K0 DE 4-LZ3-009 DIL 00M 50 m 30 m
...-5K5 DE 4-LZ3-012 DIL 00M 50 m 30 m
...-7K5 DE 4-LZ3-015 DIL 00M 50 m 30 m
...-11K DE 4-LZ3-021 DIL 00M 50 m 30 m
DF 4-341-...
...-15K DE4-LZ3-15K DIL 0M 50 m –
...-22K DE4-LZ3-22K DIL 1M 50 m –
...-30K DE4-LZ3-30K DIL 1M 50 m –
...-45K DE4-LZ3-45K DIL 2M 50 m –
...-55K DE4-LZ3-55K DIL 3M 50 m –
...-75K DE4-LZ3-75K DIL 4M 50 m –
...-90K DE4-LZ3-90K DIL 6M 50 m –
03/01 AWB823-1278D

168
Ableitströme

Ableitströme Eingangsspannung
DF4-120:
1 AC/N 230 V (einphasiger Netzanschluss)
DF4-34x:
3 AC 400 V (dreiphasiger Netzanschluss)
Typ Ableitstrom (mA) zur Erde (PE)1)
DF4-120-037 2,4
DF4-120-075
DF4-120-1K5
DF4-120-2K2
DF4-340-075 4,5
DF4-340-1K5 4,6
DF4-340-2K2 4,8
DF4-340-3K0 3,2
DF4-340-4K0
DF4-340-5K5 3,1
DF4-340-7K5
DF4-340-11K 5,1
DF4-341-15K 27
DF4-341-22K
DF4-341-30K
DF4-341-45K
DF4-341-55K
DF4-341-75K
DF4-341-90K 30

1) Messwerte ohne angeschlossenem Motor


03/01 AWB823-1278D

169
Anhang

Montage/Installation Anzugsmoment der Leistungsleitungen


Typ Nm
DF4-120-037 0,5 bis 0,6
DF4-120-075
DF4-120-1K5
DF4-120-2K2
DF4-340-075
DF4-340-1K5
DF4-340-2K2
DF4-340-3K0
DF4-340-4K0
DF4-340-5K5
DF4-340-7K5
DF4-340-11K
DF4-341-15K 4
DF4-341-22K
DF4-341-30K 7
DF4-341-45K
DF4-341-55K 12
DF4-341-75K
DF4-341-90K

Abmessungen

 Berücksichtigen Sie bei der Montage das Gewicht


und die Abmessungen des Frequenzumrichters.
Setzen Sie dazu die erforderlichen technischen
Hilfsmittel (Hubwagen bzw. Kran bei großen
Gewichten) und Werkzeuge ein. Unsachgemäße
Handhabung und Einsatz falscher Werkzeuge
können den Frequenzumrichter beschädigen.
03/01 AWB823-1278D

170
Abmessungen

b1
b

a1 d
a c
c1

Abbildung 49: Maßbild DF4-120/340

Typ a a1 b b1 c c1 d e  kg
mm mm mm mm mm mm mm mm
DF4-120-037 64 29 210 190 158 72 6,5 30 M6 1
DF4-120-075 198 110 1,3
DF4-120-1K5 83 38 283 263 211 100 2,2
DF4-120-2K2
DF4-340-075
DF4-340-1K5
DF4-340-2K2
DF4-340-3K0
DF4-340-4K0 125 62 283 263 218 62 5,3
03/01 AWB823-1278D

DF4-340-5K5
DF4-340-7K5
DF4-340-11K

171
Anhang

d1
e d

b2

b1
b

a2 c
a1
a

Abbildung 50: Maßbild DF4-341

Typ a a1 a2 b b1 b2 c d d1 e  kg
mm mm mm mm mm mm mm mm mm mm
DF4-341-15K 250 206 14 402 370 8 250 11 6,5 24 M6 15,3
DF4-341-22K
DF4-341-30K
DF4-341-45K 340 283 580 532 10 285 18 11 28 M10 33,5
DF4-341-55K 672 624 36,5
DF4-341-75K 450 393 748,5 702 59
DF4-341-90K
03/01 AWB823-1278D

172
Abmessungen

60
60.5 12
21

Abbildung 51: Maßbild Bedieneinheit


03/01 AWB823-1278D

173
174
03/01 AWB823-1278D
Stichwortverzeichnis

A
+a ................................................................................... 90
–a ................................................................................... 90
Ableitströme ................................................................. 169
Abmessungen .............................................................. 170
Absicherung des Leistungsteils ..................................... 28
absolute Anzeige ............................................................ 99
allstromsensitiver FI-Schutzschalter .............................. 24
Analog-Ausgang ...................................................... 59, 97
Anzeigewerte ................................................................. 96
–aQuick .......................................................................... 76
Ausgangsfrequenz ................................................... 97, 98
Auto-Gleichstrombremsung ........................................... 78
automatischer Wiederanlauf .......................................... 70
Auto-TRIP-Reset .......................................................... 108

B
Baudrate ........................................................................ 65
Bedieneinheit ................................................................. 69
Bedieneinheit DE 4-KEY-1 ........................................... 135
Bedienungsart ................................................................ 63
Beschleunigungszeit ...................................................... 90
Betriebsart ..................................................................... 80
Betriebsstundenzähler ................................................. 100
Boost .............................................................................. 82

C
cos ϕ ............................................................................. 89
03/01 AWB823-1278D

175
Stichwortverzeichnis

D
DC-Bremsung ................................................................ 78
DC-Zwischenkreisverbund ............................................. 44
Digital-Eingänge ............................................................. 53
Drehfeldfrequenz ............................................................ 97
Drehmomentverhalten .................................................... 93
Drehrichtungsumschaltung ............................................ 71
Drehstrom-Reluktanzmotoren ........................................ 82
Drehstrom-Verschiebeankermotoren ............................. 82
Drehzahlbereich ............................................................. 88

E
EEr ........................................................................ 131, 133
Einbaulagen .................................................................. 112
Einschaltanzeige ............................................................. 98
EMV-Maßnahmen ........................................................... 17
EMV-Produktnorm .......................................................... 17
EN 50082-2 .................................................................... 24
EN 55011 ........................................................................ 17
EN 61800-3 .................................................................... 17
Erdschluss .................................................................... 131
Externer Fehler ....................................................... 79, 131

F
Fangschaltung ................................................................ 70
Fehlerkodierung ............................................................ 106
Fehlermeldung .............................................................. 129
Fehlermeldung zurücksetzen ....................................... 107
Fehlermeldungen anzeigen .......................................... 106
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen .................................. 24
Fehlersuche .................................................................. 127
Festfrequenz ................................................................... 74
Festsollwert .................................................................... 74
Feuchtebeanspruchung ............................................... 147
Frequenzmeldung ........................................................... 95
Frequenzsollwert ............................................................ 72
Funkentstörfilter ............................................................. 29
Funkentstörung ............................................................ 147
Funkstörgrenzwerte ........................................................ 17
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176
Stichwortverzeichnis

G
Geräteadresse ................................................................ 65
Geräteauslastung ..................................................... 97, 98
Geräteinterne Spannungen ............................................ 50
Gleichstrombremsung ................................................... 77
Gruppenantriebe ............................................................ 31

H
H02 ....................................................................... 131, 133
Hubantriebe ................................................................... 82

I
I2t-Überwachung ......................................................... 103
Imax ............................................................................... 91
ImaxGen ......................................................................... 91
Inbetriebnahme ............................................................ 121
Isolationsfestigkeit ....................................................... 147

K
Kennlinie ........................................................................ 85
Kurzschluss .................................................................. 131

L
lange Motorleitungen ..................................................... 34
LED-Anzeige ................................................................ 129
Leitsollwert ..................................................................... 56
Leitungen ....................................................................... 29
Lieferumfang ................................................................ 109
Lineare Kennlinie ............................................................ 81
LU ................................................................................. 130
03/01 AWB823-1278D

177
Stichwortverzeichnis

M
maximale Frequenz ........................................................ 86
Mehrmotorenanwendungen ........................................... 82
minimale Frequenz ......................................................... 86
Monitorsignal .................................................................. 97
Motoranschluss .............................................................. 30
Motor-Bemessungsstrom .......................................... 8, 89
Motor-cos ϕ ................................................................... 89
Motoren parallelschalten ................................................ 42
Motorpotentiometerfunktion .................................... 72, 73
Motorspannung .............................................................. 97
Motorstrom ............................................................... 97, 98
Motor-Stromregelung ..................................................... 84

N
Nennfrequenz ............................................... 82, 84, 85, 87
Netzdrossel .................................................................... 29
Netzfilter ......................................................................... 29
Netzform ......................................................................... 25
Niederspannungsrichtlinie .............................................. 21
Normen ......................................................................... 147

O
OC1, OC2, OC3 ............................................................ 131
OH ................................................................................ 133
OU ................................................................................ 130
OUE .............................................................................. 133

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178
Stichwortverzeichnis

P
Parallelschaltung mehrerer Motoren ................................ 9
Parameterliste .............................................................. 155
Parametersatz ................................................................ 63
Parametersatztransfer .................................................... 63
Parametersatzumschaltung ........................................... 64
PE-Leiter ........................................................................ 29
Pendeldämpfung ............................................................ 94
polumschaltbare Drehstrommotoren (Dahlander) .......... 30
Positionierantriebe ......................................................... 82
Potential 0 V ................................................................... 51
Potentialausgleichsleitung ............................................. 20
Pr .................................................................................. 133
Prozessgröße ................................................................. 99
PTC-Eingang ................................................................ 105
pulsstromsensitiver FI-Schutzschalter ........................... 24

Q
Quadratische Kennlinie .................................................. 81
Quickstop ....................................................................... 76

R
Rampenzeiten ................................................................ 90
Reglerfreigabe ................................................................ 69
Relaisausgang ...................................................... 100, 102
Relaiskontakte ............................................................... 59
Reluktanzmotoren .......................................................... 30
rSt ................................................................................ 133
Rüttelfestigkeit ............................................................. 147
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179
Stichwortverzeichnis

S
Schaltfrequenz ............................................................... 93
Schaltfrequenzabsenkung .............................................. 93
Schaltfrequenzen ........................................................... 91
Schleifringläufer .............................................................. 30
Schlupfkompensation .................................................... 92
Schütze .......................................................................... 29
Servo-Motoren ............................................................... 30
Sinusfilter ........................................................................ 43
Sollwertvorgabe ....................................................... 55, 75
Sollwertvorgabe aus einem Potentiometer .................... 55
Spannungsanhebung ............................................... 82, 83
Spezialmotoren .............................................................. 82
SPS-Kopplung ................................................................ 53
Standardanschluss ......................................................... 35
Startbedingung ............................................................... 70
Statusanzeigen ............................................................. 137
Statuswort ...................................................................... 95
Steuerwort ...................................................................... 67
Störaussendung ........................................................... 147
Störfestigkeit ................................................................ 147
Stromgrenze ................................................................... 91
generatorisch .............................................................. 91
motorisch .................................................................... 91
Strom-Grenzwerte .......................................................... 91
Synchronmotoren ........................................................... 30

T
Temperatur Kühlkörper .................................................. 97
Thermische Überwachung ........................................... 103
TRIP-Reset ................................................................... 108
TRIP-Reset Verfahren ................................................... 108
Typenbezeichnung ........................................................... 5
Typenschlüssel ................................................................. 5
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180
Stichwortverzeichnis

U
U/f-Nennfrequenz .......................................................... 85
Überlast ........................................................................ 132
Überlast Klemme 20 .................................................... 131
Überspannung ............................................................. 130
Überspannungsfestigkeit ............................................. 147
Umin-Anhebung ............................................................. 85
Unterspannung ............................................................ 130

V
Verlustleistung ................................................................ 10
Verzögerungzeit ............................................................. 90

W
Werkseinstellung ............................................................ 61
Wirkstrom ....................................................................... 97

Z
zulässige Verschmutzung ............................................ 147
Zustellantriebe ............................................................... 82
Zwischenkreisspannung ................................................ 97
Zwischenkreisverbund ................................................... 44
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181