Sie sind auf Seite 1von 60

LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed

CT/MRI Core

CT/MRT LI-RADS® v2018


Unbehandelte Observation ohne histologischen Nachweis bei Patienten mit hohem HCC-Risiko

Bei fehlender Beurteilbarkeit aufgrund fehlender oder schlechter Bildgebung LR-NC

Bei definitivem Nachweis von Tumorinfiltration in die Vene (TIV) LR-TIV

Wenn definitiv gutartig LR-1

Wenn wahrscheinlich gutartig LR-2

Wenn wahrscheinlich oder definitiv maligne aber nicht


LR-M
HCC-spezifisch (z. B. Schießscheibenzeichen)

Andernfalls wenden Sie die CT/MRT-Diagnosetabelle unten an

Bei mittlerer Wahrscheinlichkeit für Malignität LR-3

Wenn wahrscheinlich HCC LR-4

Wenn definitiv HCC LR-5

CT/MRT Diagnosetabelle
Hyperenhancement in der arterielle Phase
Kein APHE APHE (kein Rim-Zeichen)
(APHE)

Größe der Observation (mm) < 20 ≥ 20 < 10 10-19 ≥ 20

Beachte Hauptmerkmale: Keines LR-3 LR-3 LR-3 LR-3 LR-4


• Anreichernde “Kapsel” Eines LR-3 LR-4 LR-4 LR-4 LR-5
• “Washout” (nicht peripher) LR-5
• Schwellenwachstum ≥ zwei LR-4 LR-4 LR-4 LR-5 LR-5

LR-4 Observationen in dieser Kategorie werden nach zusätzlichem Hauptmerkmal


LR-5 kategorisiert:
• LR-4 - bei anreichernder Kapsel
• LR-5 – bei nicht-peripherem Washout oder Schwellenwachstum

Bei Unsicherheit bezüglich des Vorliegens eines Hauptmerkmals: charakterisieren Sie das Merkmal als
nicht vorliegend

OPTN Anwender in den USA: Siehe Seite 15 für die Konvertierung von LI-RADS®-Kategorien in OPTN-Klassen
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Inhaltsverzeichnis
Seiten
Was ist LI-RADS® 2
Übersicht
LI-RADS® Algorithmen 3
Was ist neu? Was ist neu an v2018? 4
Warum erfolgt eine Überarbeitung in 2018? 5
Erste Schritte 6
Kategorien 7
Schritt 1. Die Anwendung des diagnostischen LI-RADS Algorithmus 8
Schritt 2: Erwägen Sie die Anwendung zusätzlicher Merkmale 9
Diagnose
Schritt 3. Wenden Sie Kollisionsregeln an, wenn erforderlich 10
Schritt 4. Endgültiger Check. 11
Schritt 1. Wenden Sie den LI-RADS Algorithmus für Ansprechen auf
11
Therapie- Behandlung an.
12
ansprechen Schritt 2. Messen Sie die Größe des vitalen Tumors (wenn anwendbar)
12
Schritt 3. Wenden Sie Kollisionsregeln an, wenn erforderlich
12
Schritt 4. Endgültiger Check
Technik LI-RADS Technische Empfehlungen 13
Vorgeschlagene Bildbearbeitungsoptionen und Zeitintervalle 14
Management
OPTN und LI-RADS 15
Überlegungen vor Anwendung eines LI-RADS-Befundes
16
Befundung
Befundung: Anforderungen und Inhalt
18
Bildgebende Phasen
19
Hauptmerkmale der Bildgebung
20
Tumorinfiltration in die Vene
21
LR-M-Kriterien
22
LR-M Befundung
23
Definitionen
Zusätzliche bildgebende Merkmale, die für Malignität sprechen
24
Zusätzliche bildgebende Merkmale, die für Benignität sprechen
25
LI-RADS-Eigenschaften Behandlungsansprechen
26
Beispiele von LR-1 und LR-2 Läsionen
27
Observationen mit infiltrativem Erscheinungsbild
28
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Inhaltsverzeichnis
Erste Schritte
29
Was ist neu?
31
LI-RADS® Diagnostische Kategorien
35
LI-RADS® Kategorien nach Therapieansprechen
37
Häufig Diagnosen
gestellte 28
Fragen Therapieansprechen
45
Technik
48
Management
50
Befundung
52
Bildgebungseigenschaften 55
Abkürzungen 58
CT/MRT Handbuch (mit Referenzen) (ausstehend)

Andere LI-RADS-Dokumente Ausstehend: US LI-RADS, CEUS LI-RADS, LI-RADS Downloads


LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Überblick
CT/MRI Core

Was ist LI-RADS®?

Das Liver Imaging Reporting And Data System (LI-RADS) ist:


• Ein verständliches System zur Standardisierung der Terminologie, der Technik, der
Interpretation, der Befundung und der Datensammlung bei der Bildgebung der Leber
• Ein dynamisches Dokument mit dem Ziel der Erweiterung und Verfeinerung bei Auftreten von
neuen Fakten und Feedback von Anwendern
• Erstellt zur Verbesserung der Kommunikation, Behandlung, Ausbildung und Forschung
• Unterstützt und befürwortet vom American College of Radiology (ACR)
• Entwickelt von einem multidisziplinären und internationalen Konsortium von diagnostischen und
interventionellen Radiologen, hepatobiliären Chirurgen, Hepatologen und Hepatopathologen
unter Mitwirkung von Wissenschaftlichern und Allgemeininternisten sowie Mitgliedern in
Ausbildung

LI-RADS kann für die klinische Versorgung, Ausbildung oder Forschung verwendet werden
durch:

• Rein klinisch tätige Radiologen und Radiologen in akademischen Einrichtungen


• Radiologen in Ausbildung
• Andere Fachkräfte des Gesundheitswesens, die Patienten mit Lebererkrankungen behandeln
• Wissenschaftler

LI-RADS ist im Einklang und vollständig eingearbeitet in:

• AASLD clinical practice guidance

LI-RADS im Einklang mit:

• NCCN guidelines

LI-RADS kann durch Lebertransplantationszentren in den USA verwendet werden.

• Die Umwandlung von LI-RADS Kategorien in OPTN Klassen ist unkompliziert. Siehe Seite 15

3
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Übersicht
CT/MRI Core
LI-RADS® Algorithmen

Zur Überwachung
Ultraschall Mittels konventioneller Sonographie
Bei Patienten mit Leberzirrhose und anderen Hochrisikopatienten
LI-RADS®

Zur HCC-Diagnostik
Mittels Kontrastmittel-Ultraschall (KMUS, contrast-enhanced
ultrasound, CEUS)
CEUS Bei Patienten mit Leberzirrhose und anderen Hochrisikopatienten
LI-RADS®

Zur HCC-Diagnostik und zum Staging

Bei Patienten mit Leberzirrhose und anderen Hochrisikopatienten


einschließlich Transplantationskandidaten mit HCC

Mittels CT, MRT mit extrazellulären Kontrastmittteln (extracellular


contrast agents, ECA), oder MRT mit hepatobiliären Kontrastmitteln
CT/MRI (hepatobiliary contrast agents, HBA)
Diagnostisches
LI-RADS®
Zur Beurteilung des HCC-Therapieansprechens auf lokoregionäre
Therapie

Bei Patienten mit Leberzirrhose und anderen Hochrisikopatienten


einschließlich Transplantationskandidaten mit HCC

CT/MRI Mittels CT, MRT mit extrazellulären Kontrastmittteln (extracellular


Therapie- agents, ECA), oder MRT mit hepatobiliären Kontrastmitteln
ansprechen (hepatobiliary agents, HBA)
LI-RADS®

Anmerkungen:
• Multiphasen-CT oder MRT werden gelegentlich zur HCC-Überwachung angewendet, abhängig von regionalen
Leitlinien, Institutsgepflogenheiten und anderen Faktoren. Weder verlangt LI-RADS nach diesen Anwendungen noch
spricht sich LI-RADS dagegen aus, aber das System kann zur Interpretation und Befundung einer solchen
Fragestellung angewendet werden.
• LI-RADS v2017 behandelt nicht die Beurteilung des Therapieansprechens mittels CEUS oder nach chirurgischen
Eingriffen. In der nächsten LI-RADS-Version wird darauf Bezug genommen werden.
4
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core
LI-RADS® v2018 - Was ist neu?

Überarbeitete, vereinfachte Definition des Schwellenwachstums

Definition des Schwellenwachstums: ≥ 50% Größenwachstum einer Läsion in ≤ 6 Monaten.

• Rationale: Vereinfachung; Erreichen einer Konkordanz mit den Definitionen, die durch die AASLD und
OPTN formuliert wurden.
• AASLD, OPTN, und LI-RADS haben jetzt die selbe Definition für das Schwellenwachstum

Hinweis: Die folgenden Kriterien erfüllen nicht mehr die Kriterien für TG, werden jedoch als unteres
Schwellenwachstum betrachtet:
⚠️ • Neue ≥ 10 mm Observationen in ≤ 24 Monaten
• ≥ 100% Größenwachstum in der Bildgebung in > 6 Monaten

Überarbeitete, vereinfachte Kriterien für LR-5:

• LR-5 Kriterien wurden überarbeitet, um mit den formulierten Kriterien der AASLD übereinzustimmen.
• Die Bezeichnungen -g und -us wurden der Einfachheit halber weggelassen.
• Neue LR-5 Kriterien sind unten aufgelistet und in der Diagnostischen Tabelle zusammengefasst (Seite 8):

Größe Kriterien Kommentare

Bietet keine Ausnahmepunkte für


Nicht-RIM APHE UND
die Lebertransplantation in den
• Nicht-peripheres “washout”
USA
Nicht-RIM-APHE UND folgende (beide!):
10-19 mm
• Nicht-peripheres “washout” Äquivalent zu OPTN 5A
• Hyperenhancement der Kapsel
Nicht RIM-APHE UND
Äquivalent zu OPTN 5A-g
• Schwellenwachstum
≥ 20 mm Kein-RIM APHE UND mind. eines der Folgenden:
• Nicht-peripheres “washout”
Äquivalent zu OPTN 5B or 5X
• Anreichernde Kapsel
• Schwellenwachstum

* Hinweis – verwende v2018 Definition für Schwellenwachstum:≥ 50% Größenwachstum einer Läsion in ≤ 6
Monaten

• Rationale: Vereinfachung; engere Konkordanz mit den AASLD und OPTN Kriterien.
• LI-RADS und AASLD haben jetzt identische Kriterien für die Definition HCC.
• LI-RADS und OPTN haben fast identische Kriterien für das HCC, mit einer Ausnahme (siehe unten).

⚠️ Ausnahme: 10-19 mm + APHE + nicht-peripheres “washout” = LR-5, entspricht nicht den


OPTN Klasse 5 Kriterien

v2018 enthält außerdem Erläuterungen, Korrekturen, neue FAQs und einige


Formatierungsänderungen. Die meisten davon sind eine Reaktion auf das Feedback der Nutzer seit der
Veröffentlichung von v2017.
4
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed What’s New
CT/MRI Core

Warum ist ein Update 2018 notwendig?

Die LI-RADS-Mission und die langfristige Vision sollen die diagnostischen HCC-Bildgebungskriterien
vereinheitlichen. Vor Kurzem wurde durch die Integration von LI-RADS in die HCC-Leitlinien der
American Association for Study of Liver Diseases (AASLD) 2018 ein Meilenstein erreicht. Diese
Implementierung erfordert aber Überarbeitungen zur Definition des Hauptmerkmals
Schwellenwachstums von LI-RADS und zur LI-RADS-Kategorie 5 (10-19 mm + arterielle s
Hyperenhancement + „Washout" = LR-5).

Obwohl unser geplanter Aktualisierungszyklus alle 3 bis 4 Jahre betragen soll, erforderte die
kürzliche Vereinheitlichung von LI-RADS mit den AASLD-Leitlinien eine Update (Version 2018), um
die obigen Änderungen einzuarbeiten.

Wir hoffen, das sie das vorzeitige Update begrüßen. Wir sind uns der Wichtigkeit eines stabilen
Instruments bewusst und planen zukünftig einen 3- bis 4-jährigen Zyklus für jedes Update. Das
nächste große und umfassende Update wird daher im Jahr 2021 erwartet. Vielen Dank für Ihr
Verständnis und für die Anwendung von LI-RADS!

Hochachtungsvoll

Das LI-RADS Steering Committee

Adrija Mamidipalli Jeff Weinreb


Alessandro Furlan, Chair, Rad-Path WG Jonathan Hooker
Alexander Towbin, Chair, Pediatrics WG Judy Wawira
Amit Singal Kathryn Fowler, Co-Chair, Management WG
Amol Shah Khaled Elsayes, Co-Chair, Outreach & Education
An Tang, Chair, International WG Lauren Hicks, ACR Staff
Andrej Lyshchik, Co-Chair, CEUS WG Marc Kohli, Chair, Tech & Apps WG
Ania Kielar, Co-Chair, Outreach & Education Matt McInnes, Chair, Evidence WG
Avinash Kambadakone, Chair, Technique WG Maxime Ronot, Chair, Benign Liver Lesions WG
Aya Kamaya, Chair, Ultrasound WG Mustafa Bashir, Chair, Gaps in Knowledge WG
Claude Sirlin, Chair, Steering Committee Mythreyi Chatfield, ACR Staff
Cynthia Santillan Reena Jha
Demetri Papadatos Richard Do
Donald Mitchell Rohit Loomba
Elizabeth Hecht, Co-Chair, Management WG Sasha Roudenko
Eric Ehman Soudabeh Fazeli
Evan Siegelman Tom Hope
Hero Hussain Victoria Chernyak, Vice-Chair, Steering Committee
Jason Birnbaum William Hong
Jay Heiken, Co-Chair, Hepatobiliary WG Yuko Kono, Chair, CEUS WG

5
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Erste Schritte
CT/MRI Core

CT/MRT LI-RADS® v2018

Wenden Sie LI-RADS an bei Patienten mit hohem HCC-Risiko, nämlich:

• Leberzirrhose ODER
✔ • Chronische Hepatitis B Virusinfektion
ODER
Einschließlich erwachsener
Lebertransplantationskandidaten und
• Bekanntes HCC oder vormals HCC- –empfänger
Erkrankung

Wenden Sie LI-RADS nicht an bei Patienten:

• Ohne o.g. Risikofaktoren

✘ •

< 18 Jahre
Mit Zirrhose aufgrund kongenitaler hepatischer Fibrose
• Mit Zirrhose aufgrund von Gefäßerkrankungen wie Hereditäre Hämorrhagische
Teleangiektasie, Budd-Chiari-Syndrom, chronischem Pfortaderverschluss,
kardialer Stauung oder Nodulär Regenerativer Hyperplasie

Wenden Sie Multiphasentechniken an:

✔ • CT oder MRT mit extrazellulären Kontrastmitteln (extracellular contrast agents,


ECM) ODER
• MRT mit hepatobiliären Kontrastmitteln (hepatobiliary contrast agents, HBA)

Wenden Sie LI-RADS-Kategorien nicht für Observationen an:

✘ • welche histologisch nachgewiesen maligne sind ODER


• welche histologisch nachgewiesen benigne sind, beispielsweise Hämangiome

Beachten Sie Seite 50 für Hinweise zur Befundung histologisch gesicherter Läsionen.

7
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Kategorien
CT/MRI Core

CT/MRT LI-RADS® v2018 Kategorien

Diagnostische Katgorien
Nicht kategorisierbar
LR-NC (aufgrund von fehlender Bildgebung
oder schlechter Qualität)

LR-1 Definitiv gutartig

LR-2 Wahrscheinlich gutartig

Mittelgradige Wahrscheinlichkeit für


LR-3
Bösartigkeit

LR-4 Wahrscheinlich HCC


Wahrscheinlich oder definitiv
maligne, nicht notwendigerweise LR-M
HCC LR-5 Definitiv HCC

LR-TIV Tumorinfiltration in die Vene

Kategorien Therapieansprechen

Behandelt, Ansprechen nicht


LR-TR Nicht beurteilbar beurteilbar (aufgrund fehlender
Bildgebung oder schlechter Qualität)

Behandelt, wahrscheinlich oder definitiv


LR-TR Avital
avital

LR-TR nicht eindeutig Behandelt, nicht eindeutig vital

Behandelt, wahrscheinlich oder definitiv


LR-TR vital
vital

Kategorien Behandlungsanprechen sind in 4 Schritten


Diagnostische Kategorien sind in 4 Schritten erläutert 8
erläutert
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Diagnose
CT/MRI Core

Schritt 1. Wenden Sie den diagnostischen Algorithmus CT/MRT


LI-RADS® an
Unbehandelte Observation ohne histologische Sicherung bei Patient mit hohem HCC-Risiko

Bei fehlender Beurteilbarkeit aufgrund fehlender oder schlechter Bildgebung LR-NC

Bei definitive Tumorinfiltration in die Vene (TIV) LR-TIV

Wenn definitiv gutartig LR-1

Wenn wahrscheinlich gutartig LR-2

Wenn wahrscheinlich oder definitiv maligne aber nicht


LR-M
HCC-spezifisch (z. B. Schießscheibenzeichen)

Andernfalls wenden Sie die CT/MRT-Diagnosetabelle unten an

Bei mittelgradiger Wahrscheinlichkeit für Malignität LR-3

Wenn wahrscheinlich HCC LR-4

Wenn definitive HCC LR-5

CT/MRT-Diagnosetabelle

Arterielle Hypervaskularisation (APHE) Kein APHE APHE (kein rim-Zeichen)

Größe der Observation (mm) < 20 ≥ 20 < 10 10-19 ≥ 20

Keines LR-3 LR-3 LR-3 LR-3 LR-4


Anzahl Hauptkriterien:
• Anreichernde “Kapsel” Eines LR-3 LR-4 LR-4 LR-5
• “Washout” (nicht peripher) LR-4
• Schwellenwachstum ≥ zwei LR-4 LR-4 LR-4 LR-5
LR-5 LR-5

Observationen in dieser Kategorie werden nach zusätzlichem Hauptmerkmal kategorisiert:


• LR-4 – bei anreichernder Kapsel
LR-4 • LR-5 – bei nicht-peripherem Washout oder Schwellenwachstum
LR-5
Bei Unsicherheit bezüglich des Vorliegens eines Hauptmerkmals: charakterisieren Sie das Kriterium als
nicht vorliegend
OPTN Anwender in den USA: Siehe Seite 15 zur Konversion von LI-RADS® in OPTN Klassen

Tumorinfiltration LR-1 & LR-2 LR-M


Kategorienn Hauptkriterien LR-NC Definition 9
in die Vene Beispiele Kriterien
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Diagnose
CT/MRI Core
Schritt 2. Optional: Anwendung zusätzlicher Merkmale
(ancilliary features, AFs)
Zusätzliche Merkmale können von Radiologen angewendet werden zur:
Verbesserten Detektion, Erhöhung der Zuverlässigkeit oder Kategorienanpassung.

Wenden Sie zusätzliche Merkmale zur Kategorienanpassung (upgrading, downgrading wie folgt an):

≥1 zusätzliches Merkmal, die für Malignität sprechen: upgrading von 1 Kategorie bis LR-4 (die
Abwesenheit dieser zusätzlichen Merkmale soll nicht zum Downgrading führen)

LR-1 LR-2 LR-3 LR-4 LR-5

≥1 zusätzliche Merkmale, die für Benignität sprechen: downgrading um eine Kategorie (die
Abwesenheit dieser zusätzlichen Merkmale soll nicht zum Upgrading führen).

Wenn ≥1 zusätzliches Merkmal für Bösartigkeit spricht und ≥zusätzliches Merkmal, für Gutartigkeit
spricht:
Keine Anpassung der Kategorie

Zusätzliche Merkmale können nicht zum Upgrade auf LR-5 genutzt werden.

Zusatzmerkmale, die für Bösartigkeit Zusatzmerkmale, die für Gutartigkeit


sprechen sprechen

Für Bösartigkeit im Allgemeinen, nicht HCC • Größenstabilität > 2 Jahre


im Besonderen • Größenreduktion
• Darstellbarkeit im Ultraschall als begrenzter • Simultane Anreicherung zu den Blutgefäßen
Knoten • Nicht gestörte Blutgefäße
• Signifikantes Wachstum • Höheres Eisensignal in der Läsion als in der
• Begrenzte Diffusion Leber
• Leichte bis mittelmäßige Hyperintensität • Betonte Hyperintensität in T2
• Corona-Anreicherung • Isointensität in der hepatobiliären Phase
• Fettarmut in solidem Knoten
• Fehlender Eisennachweis in solidem Knoten
• Hypointensität in Transitionalphase
• Hypointensität in hepatobiliärer Phase
Für HCC im Besonderen
• Nichtanreichernde “Kapsel”
• Knoten im Knoten
• Mosaik-Architektur
• Blutprodukte im Knoten
• Vermehrter Fettnachweis im Knoten
hinausgehende

Definition der Bildgebungsphasen Definition zusätzlicher Merkmale die Definition zusätzlicher Merkmale die für
(Seite 19) Bei Unklarheit gelten
für Bösartigkeit AF-Merkmale
sprechen (Seite 24) als nichtGutartigkeit
präsent. sprechen (Seite 25) 10
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Diagnose
CT/MRI Core

Schritt 3. Wenden Sie Kollisionsregeln an, wenn nötig


Bei Unsicherheit über das Vorliegen eines TIV-Stadiums erfolgt keine TIV-Kategorisierung

Keine TIV LR-TIV

Bei Zweifel bezüglich der Zuordnung soll diejenige mit dem geringeren Gewissheitsniveau gewählt
werden.

Niedrigere Gewissheit für Niedrigere Gewissheit für


Gutartigkeit Bösartigkeit

Niedrigere
LR-4 LR-5
Gewissheit
LR-1 LR-2 LR-3 für
hepatozellulären
LR-M Ursprung

Schritt 4. Finaler Check


Nach den Schritten 1, 2, und 3 –
hinterfragen Sie, ob die zugeordnete Kategorie vernünftig und angebracht erscheint

Wenn JA: Sie sind fertig, führen Sie die nächste Untersuchung durch (falls eine solche geplant ist)
Wenn NEIN: Die zugeordnete LI-RADS-Kategorie könnte ungeeignet sein, erwägen Sie eine Re-
Evaluierung.

11
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Therapieansprechen
CT/MRI Core

Schritt 1. Anwendung des LI-RADS® CT/MRT


Algorithmus Behandlungsansprechen

Behandelte Observation
Wenn das Behandlungsansprechen nicht
evaluiert werden kann aufgrund fehlender LR-TR nicht evaluierbar
oder fehlerhafter Bildgebung

Andernfalls wenden Sie die CT/MRT-


Diagnosetabelle unten an

Wenn wahrscheinlich oder definitiv nicht vital LR-TR nicht vital

Wenn unklar ob vital oder nicht vital LR-TR unklar

Wenn wahrscheinlich oder deftinitiv vital LR-TR vital

CT/MRT Tabelle Therapieansprechen

Kategorie
Kriterien
Ansprechen

• Keine Anreicherung in der Läsion ODER


LR-TR Nicht vital
• Behandlungsspezifisches erwartetes Anreicherunsmuster

Anreicherung atypisch für das behandlungsspezifische erwartete


LR-TR unklar Anreicherungsmuster und keine zu erwartetenden Kriterien für
wahrscheinlich oder definitiv vital

Knotiges, raumforderndes oder verdicktes irreguläres Gewebe in oder um


die behandelte Läsion mit einem der folgenden Kriterien:
LR-TR Vital • Mehranericherung in der arteriellen Phase ODER
• “Washout” ODER
• Anreicherung vergleichbar mit dem präinterventionellen Muster

Definitions of treatment response criteria


(Seite 26) 12
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Therapieansprechen
CT/MRI Core

Schritt 2. Messbare vitale Tumorgröße

Größe des unklar, wahrscheinlich


Wie dicker irregulärer vitaler Wie nodulärer vitaler Tumor oder definitiv vitalen Tumors
Tumor gemessen wird gemessen wird
Längste kontinuierliche Dimension
durch die anreichernde Region der
behandelten Läsion.
Nichtanreichern Nichtanreichernd
de Region e Region

Anreichernde Größte anreichernde


Region Region

Schritt 3. Anwendung der Kollisionsregeln wenn nötig

Bei Unsicherheit zwischen zwei Kategorien wählen Sie diejenige, welche die geringere Gewissheit
beinhaltet, wie unten dargestellt.

Niedrigere Gewissheit Niedrigere Gewissheit


für Avitalität für Vitalität

LR-TR Avitalität LR-TR unklar LR-TR Vital

Schritt 4. Finaler Check

Nach den Schritten 1, 2, und 3 -


Hinterfragen Sie, ob die zugeordnete Kategorie vernünftig und angebracht erscheint

Wenn JA: Sie sind fertig, führen Sie die nächste Untersuchung durch (falls eine solche geplant ist)
Wenn NEIN: Die zugeordnete LI-RADS-Kategorie könnte ungeeignet sein, erwägen Sie eine Re-
Evaluierung.

13
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Technique
CT/MRI Core

CT/MRI LI-RADS® v2018


Empfehlungen zur Untersuchungstechnik

CT

Scanner • Multidetector CT mit ≥ 8 Detektorzeilen


• Arterielle Phase (spät-arterielle Phase empfohlen)
Notwendige Aufnahmen • Portal-venöse Phase
• Späte Phase
• Nativ im Falle vorheriger loko-regionaler Behandlung
Empfohlene Aufnahmen
• Multiplanare Rekonstruktion

MRT mit extrazellulärem KM oder Gadobenate dimeglumine


• 1.5T oder 3T
Scanner
• Körperspule
• Native T1-w OP und IP Aufnahmen
• T2-w Aufnahmen (Fett-Suppression nach Abteilungsstandards)
• Multiphasen T1-w Aufnahmen
Notwendige Aufnahmen • Nativ
• Arterielle Phase (spät-arterielle Phase empfohlen)
• Portal-venöse Phase
• Späte Phase
• Diffusions-gewichtete Aufnahmen
• Subtraktion
• Multiplanare Aufnahmen
Empfohlene/optionale Aufnahmen
• 1 bis 3h hepatobiliäre Phase mit Gadobenate dimeglumine (die
gleiche Sequenz wie für die Multiphase, möglicherweise mit
höherem Flip-Winkel, um den T1 Kontrast zu erhöhen)

MRI with gadoxetate disodium


• 1.5T oder 3T
Scanner
• Körperspule
• Native T1-w OP und IP Aufnahmen
• T2-w Aufnahmen (Fett-Suppression nach Abteilungsstandards)
• Multiphasen T1-w Aufnahmen
• Nativ
• Arterielle Phase (spät-arterielle Phase empfohlen)
Notwendige Aufnahmen • Portal-venöse Phase
• Transitionale Phase (2 bis 5 Min. p.i.)
• Hepatobiliäre Phase (ca. 15 Min. p.i.) (die gleiche Sequenz wie
für die Multiphase, möglicherweise mit höherem Flip-Winkel,
um den T1 Kontrast zu erhöhen)

• Diffusions-gewichtete Aufnahmen
Empfohlene/optionale Aufnahmen • Subtraktion
• Multiplanare Aufnahmen

Definition der Phasen s. S. 19 14


LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Management
CT/MRI Core

CT/MRI LI-RADS®-basiertes Management:


Empfohlene Optionen zur Bildgebung & Zeitpunkte

Unbehandelte Observationen

Multiphase CT or MRI

Keine
Observation Kategorisiere jede unbehandelte endeteckte Observation

Negativ LR-NC LR-1 LR-2 LR-3 LR-4 LR-5 LR-M LR-TIV

Überwachung Wiederholung Überwachung Überwachung in Wiederholung Multidisziplinä HCC bestätigt Multidisziplinä Multidisziplinä
in 6 Monaten oder in 6 Monaten 6 Monaten oder re Diskussion re Diskussion re Diskussion
alternative alternative eines Multidisziplinär eines eines
Bildgebung in Berücksichtie: Bildgebung in zielgerichteten er Konsens für zielgerichteten zielgerichteten
≤ 3 Monaten Wiederholung 3-6 Monaten Work-ups weiteres Work-ups Work-ups
der Bildgebung (kann eine Management (beinhaltet oft (kann eine
in ≤ 6 Monaten
Biopsie eine Biopsie) Biopsie
enthalten) enthalten)

wenn Biopsie wenn Biopsie wenn Biopsie

Pathol. Pathol. Patholog.


Diagnose i Diagnose Diagnose

Behandelte Observationen
Multiphase CT or MRI

Kategorisiere jede entdeckte behandelte Observation

LR-TR nicht beurteilbar LR-TR avital LR-TR eindeutig LR-TR vital

Monitoring-Intervall ≤ 3 • Monitoring-Intervall ≤ 3 • Monitoring-Intervall ≤ 3 Multidisziplinärer Konsens


Monate mit: Monate mit: Monaten mit: für weiteres Management

• Gleiche Modalität, • Gleiche Modalität, • Gleiche Modalität,


ODER ODER ODER
• Andere Modalität • Andere Modalität • Andere Modalität Beinhaltet oft Re-therapie

14
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Management
CT/MRI Core

OPTN und LI-RADS® (für LI-RADS Anwender in den USA)

• Das OPTN (Organ procurement and transplantation network) System legt für Kandidaten mit HCC
Ausnahmeregeln für die Lebertransplantation fest (in den USA).
• CT/MRI LI-RADS kann für Lebertransplantationskandidaten angewendet werden, wenn die LI-RADS
Kriterien erfüllen werden (siehe Seite 6).
• Grundlegende Informationen bzgl. LI-RADS und OPTN sind unten dargestellt:

Bild-gebung Die technischen Erfordernisse für OPTN sind nahezu identisch zu LI-RADS, wobei
LI-RADS zusätzlich Empfehlung zur Verwendung von Gadoxetate disodium gibt.

Befun-dung Observationen bezogen auf OPTN staging (z.B. LR-5, LR-5g, histologisch
gesichtertes HCC) sollten mit folgenden Angaben berichtet werden:
• Größe oder Größe des vitalen Tumors im Behandlungsfall.
• Hauptkriterien die für die Kategorisierung verwendet wurden.

Auch wenn nicht den OPTN 5A oder 5B Kriterien entsprechend:


• LR-M und LR-TIV sollten angegeben werden, da u.U. das Workup vor
Transplantation und/oder die Transplantationseignung beeinflusst wird.
• LR-4 und 10-19 mm LR-5 Observationen ohne RIM-APHE und nicht peripherem “
Washout” aber mit Enhancement der Kapsel oder Schwellenwachstum sollten
angegeben werden, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit das Vorhandensein eines
HCC darstellen und das Vorliegen eines multifokalen HCC nahelegen.

Vorbehalte Unterschied zwischen OPTN und LI-RADS Definitionen für Schwellenwachstum

10-19 mm Observationen mit Nicht-RIM APHE + nicht-peripherem “washout”, aber ohne


Anreicherung der Kapsel oder Schwellenwachstum :

• OPTN: diese ist keiner OPTN Klasse zugeordnet .


• LI-RADS: diese ist als LR-5 klassifiziert (analog der AASLD).

Implikation:Einige LR-5-Beobachtungen zählen nicht zu OPTN 5.

OPTN- und LI-RADS-Populationen unterscheiden sich:

• OPTN: gilt für alle Transplantationskandidaten


• LI-RADS: gilt nur für Transplantationskandidaten, die die Zulassungskriterien erfüllen
(Seite 6)

Implikation: OPTN kann bei einigen Transplantationskandidaten angewendet werden, für


die LI-RADS aufgrund einer unvollständigen Validierung eines HCCs mittels Bildgebung
nicht empfohlen wird. Dies schließt pädiatrische Patienten und vaskuläre Ursachen einer
Zirrhose ein.

Weiter detaillierter Informationen zu OPTN Tumor Staging und LI-RADS in OPTN (Manual, in Arbeit)
16
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Report
CT/MRI Core

CT/MRT LI-RADS® v2017 Befundung:


Zu berücksichtigen bei der LI-RADS® Befunderstellung

Beurteilen Sie mit “gesundem Menschenverstand”.

Hat ein Patient mehrere Observationen:


• Entscheiden Sie ob die Observationen einzeln, zusammengefasst oder kombiniert dargestellt
werden, mit dem Ziel, den Befund möglichst klar und eindeutig darzustellen.
Stimmen Sie Ihren Befund individuell auf den Patienen ab:
• Seite 14 liefert Anweisungen für die bildgebende Diagnostik, dennoch mag das optimale
Management für einzelne Patietenn variieren.

Liegt für eine Observation schon eine bioptisch histopathologische Sicherung vor?

Wurde eine Observation schon biopsiert und die pathologische Diagnose ist eindeutig (z.B. bestätigt
die Pathologie ein HCC oder ein Hämangiom), dann muss die pathologische Diagnose anstatt der
LI-RADS Kategorie angegeben warden.
Wurde eine Observation schon biopsiert und die pathologische Diagnose ist nicht eindeutig oder legt
eine potentielle HCC Präkanzerose (z.B. regenerativer oder dysplastischer Knoten), geben Sie die
LI-RADS Kategorie und die pathologische Diagnose an.
Siehe Seite 31 für weitere Informationen.

Liegt ein venöser Tumoreinbruch vor?

Wenn ja, geben Sie die wahrscheinlichste Ätiologie an. Die meisten LR-TIV Observation sind HCC,
dennoch können iCCA, cHCC-CCA oder andere nicht-HCC Malignome vorkommen. Siehe Seite
121.

Haben wir eine LR-M Obsevation?

Wenn ja, nenne die Ätiologie, falls möglich. Die Differentialdiagnose von LR-M beinhaltet ein iCCA,
ein cHCC-CCA und andere nicht HCC-Malignome, sowie ein HCC mit atypischem Verhalten in der
Bildgebung (siehe Seite 23).

Vermeiden Sie Formulierungen, die eine Biopsie oder anderweitig invasive Abklärung
erzwingen

• Falls eine Leberbiopsie angezeigt erscheint, verwenden Sie folgende Formulierungen:


• “Optionen für die diagnostische Ausarbeitung beinhalten ____ und ggf. eine Biopsie.”
• “die Unterscheidung eines HCC und ___ kann bei diesem Patieten nicht durch die Bildgebung
alleine erfolgen. In diesem Fall sollte eine Biopsie in Betracht gezogen werden.”
• “Eine Biopsie ist notwendig um zwischen HCC und ___ zu differenzieren.”
• “…wahrscheinlich HCC. Für die endgültige Diagnose muss eine Biopsie in Betrach gezogen
werden.”

17
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Report
CT/MRI Core

CT/MRT LI-RADS® v2017 Befundung:


Zu berücksichtigen bei der LI-RADS®
Befunderstellung
Ist Ihr Patient ein Lebertransplantationskandidat in den USA?

Wenn ja, muss die LI-RADS-Kategorie vom Radiologen oder Transplantationsteam in die OPTN-
Klasse konvertiert werden. Die Umwandlung ist einfach, wenn Folgendes angegeben wird: Größe,
Hauptmerkmale und Anzahl der LR-5* Oberservationen und ein gesichertes HCCs - oder die vitale
Tumorgröße, falls behandelt. Bei fortgeschrittener Erkrankung berichten sie das Vorhandensein von
Lymphknoten- oder Fernmetastasen und LR-TIV-Beobachtungen. Berichten Sie auch über LR-M-
Beobachtungen, da dieses die Eignung der Transplantation beeinflussen können.

* Denken Sie daran, dass LR-5 Beobachtungen mit einer Größe von 10-19 mm und zusätzlichem
Hauptmerkmal „APHE ohne RIM-Zeichen und mit nicht-peripherem „Washout" in den USA nicht als
OPTN-Klasse 5A für HCC-Ausnahmepunkte betrachtet werden.

18
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Report
CT/MRI Core
CT/MRI LI-RADS® v2018 Befundung
Unbehandelte Observation Befunderfordernis Empfohlener Befundinhalt

Soll ausdrücklich angegeben


Keine Observation “Es gibt keine LI-RADS Observationen.”
werden.

Erläuterung der technischen Limitationen


Muss ausdrücklich angegeben
LR-NC oder Artefakte, Empfehlung für weiteres
werden.
Vorgehen.

Gesamtbefund ODER Angabe des Kategorie-Umfangs und


ungefähre Anzahl der Observationen
LR-1 Bericht des Gesamteindruckes
wenn: verdächtiger Knoten im Im Falle eines Downgrading gegenüber
vorhergehenden US oder wenn früherer Untersuchung, Angabe der
LR-2 LR-4, -5, oder früher -M Begründung.

Bericht des Gesamteindruckes


Angabe von Hauptkennzeichen, Größe,
LR-3 wenn: keine Observationen
zusätzliche relevante Befunde. Relevante
höherer Kategorie oder wenn LR-
Änderungen zu früheren Befunden.
4, -5, oder früher -M.

Bericht der Einzelbefunde und des Angabe von Hauptkennzeichen, Größe,


LR-4 zusätzliche relevante Befunde. Relevante
Gesamteindruckes.
Änderungen zu früheren Befunden.
LR-5 Zusammenfassung zur klaren
Bei LR-M: Benenne die Ätiologie, falls
Darstellung.
LR-M möglich (siehe Seite 23)

Angabe wahrscheinlicher Ätiologie (siehe S.


LR-TIV Bericht der Einzelbefunde und des 21); Angabe von Gefäßbeteiligung(en) und
Gesamteindruckes. kategorisiere falls nötig die parenchymatöse
Läsion

Behandelte
Befunderfordernis Empfohlener Befundinhalt
Observation

LR-TR nicht beurteilbar Erläuterung der technischen Limitationen


Bericht der Einzelbefunde und des
oder Artefakte, Empfehlung für weiteres
Gesamteindruckes.
Vorgehen.
LR-TR avital
Angabe von Kategorie und Größe vor
LR-TR unklar Bericht der Einzelbefunde und des Therapie, sowie Response Kategorie.
Gesamteindruckes.
Für TR vital oder unklar: Angabe der vitalen
LR-TR vital Zusammenfassung zur klaren Tumorgröße (oder zusammenfassend für
Darstellung. mehrere), Vitalitätskriterien und
Veränderung zu Voruntersuchungen.

Alle berichteten Observationen sollten forlgende Angaben beinhalten:


• Identifier: sequentielle Bild- und/oder Seriennnummer oder andere eindeutige Identifizierung.
• Serien- und Bildnummer zur Größenmessung. Wenn möglich, speichern der Schlüsselbilder im PACS.

19
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

LI-RADS® CT/MRT Phasen


Arterielle phase Bei LI-RADS bezieht sich arterielle Phase (AP) auf die hepatische arterielle
(AP) Phase, solange nicht anders angegeben. Die AP umfasst nach
Kontrastmittelinjektion folgenden Zeitraum:
• Leberarterien und Seitäste sind vollständig kontrastiert.
Frühe AP Späte AP • Die Lebervenen sind über antegraden Fluss noch nicht kontrastiert.
2 Subtypen:
• Frühe AP: Die Pfortader ist nicht kontrastiert.
• Späte AP: Die Pfortader ist schon kontrastiert.
Die späte AP ist zur Diagnose und Staging des HCC eindeutig zu bevorzugen,
da der Grad der Kontrastierung eines HCC in der späten Phase meist deutlich
höher ist als in der frühen. Einige HCC zeigen sogar nur in der späten Phase
ein Hyperenhancement.

Extrazelluläre Phase Diejenige Phase nach Kontrastmittelgabe, in der die Leberkontrastierung im


(ECP) Wesentlichen durch die Verteilung des Kontrastmittels im Extrazellulärraum
bestimmt ist. Dies entspricht:
• PVP und DP bei Verwendung von Röntgen-KM oder Gadobenate
• PVP bei Verwendung von Gadoxetate.

Portal-venöse Phase Nach Kontrastmittelinjektion Zeitraum mit folgenden Charakteristika:


(PVP) • Pfortaderäste sind vollständig kontrastiert.
• Lebervenen sind durch antegraden Fluss kontrastiert.
• Das Leberparenchym zeigt in der Regel die höchste Kontrastierung.

Verzögerte Phase Postkontrastmittel-Phase bei extrazellulären Röntgenkontrastmitteln oder


(DP) Gadobenate nach der PVP mit folgenden Charakteristika:
• Portal- und Lebervenen sind weniger kontrastiert als in der PVP.
• Das Leberparenchym ist geringer kontrastiert als in der PVP.
Typischer Aufnahmezeitpunkt ist 2 bis 5 Minuten p.i..

Transitional Phase Postkontrastmittel-Phase für hepatobiliäre KM nach der extrazellulären Phase


(TP) aber vor der hepatobiliären Phase mit folgenden Charakteristika:
• Lebergefäße und –parenchym in gleicher Dichte bzw. Signalintensität.
• Intra- und extrazelluläre KM-Pools tragen zur Kontrastierung bei.
Typischer Aufnahmezeitpunkt ist 2 bis 5 Minuten p.i. von Gadoxetate.
Üblicherweise nicht angewendet bei extrazellulären KM.

Hepatobiliäre Phase Postkontrastmittel-Phase für hepatobiliäre KM:


(HBP) • Leberparenchym hyperkontrastiert gegenüber Lebergefäßen.
• KM-Elimination über das biliäre System.
Typischer Aufnahmezeitpunkt ist ca. 15 bis 20 Minuten p.i. von Gadoxetat und
1-3 Stunden nach Gadobenate. Nicht angewendet bei extrazellulären KM.
Suboptimale HBP falls Parenchymkontrastierung nicht hyperintens im
Vergleich zu den Lebergefäßen.
20
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

LI-RADS® Wesentliche bildgebende Charakteristika

Nicht-RIM APHE Nicht-randartige Mehranreicherung einer Läsion im Vergleich zum Leberparnchym.


Die Kontrastmittelaufnahme muss höher sein als die der Leber in der AP.
Kontrastierung mit Rand APHE (Einschlußkriterium für LR-M, S. 22).

Nicht-peripheres Nicht-periphere zeitliche Abnahme der Kontrastierung der gesamten Läsion oder
“Washout” von Teilbereichen relativ zum Leberparenchym von früherer zu späterer Phase mit
relativer Hypokontrastierung in der extrazellulären Phase:
• PVP oder DP im Falle von EC-KM oder Gadobenate
• PVP im Falle von Gadoxetate
Kann auf jede KM-aufnehmende Observation auch ohne APHE angewendet
werden. Kontrastierung mit peripherem “washout” (Einschlusskriterium für LR-M,
S. 22) oder TP oder HBP Hypointensität (Ergänzende Befunde können für
Malignität sprechen, S. 24).

Kontrastierte “Kapsel” Glatte, gleichförmige und scharfe, vollständige oder teilweise Berandung einer
Observation, deutlich dicker oder deutlicher als die den Tumor umgebende
Fibrose, während PVP, DP oder TP als ringartige Kontrastierung erkennbar.
Kontrastierung ohne Kapselkontrastierung (Ergänzende Befunde können für HCC
sprechen, S. 24) oder Corona-Kontrastierung (Ergänzende Befunde können für
Malignität sprechen, S. 24).

Größe Größter äußerer Durchmesser eine Observation:


• Messung schließt “Kapsel” ein.
• Messung in der Phase, in der die Grenzen am besten beurteilt werden können.
• Wenn möglich keine Messung in AP oder in DWI Aufnahmen, sofern die
Grenzen in anderen Untersuchungsphasen gut erkennbar sind (Überschätzung
der Größe in der AP wegen Summation mit Umgebungskontrastierung und
methodenbedingt unzuverlässiger Messung in der DWI).

Schwellenwachstum Größenzunahme eines Herdes ≥ 50% Größenzunahme in ≤ 6 Monaten

• Wenden Sie Schwellenwachstum nur an, wenn die Observation


eindeutig eine Läsion ist. Verwenden Sie kein Schwellenwachstum,
wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es sich um eine
Pseudoläsion, wie z.B. eine Perfusionsinhomogenität handelt. Eine
Erläuterung, wie eine Läsion von einer Pseudoläsion unterschieden
wird, finden Sie auf Seite 57.
• Wenden Sie das Schwellenwachstum nur an, wenn eine frühere CT
oder MRT in ausreichender Qualität und Technik vorliegt und eine
Beurteilung eines Größenwachstums erlaubt. Ein Vergleich von CT/MRT
zu früherem US oder CEUS lässt keine Beurteilung von
Schwellenwachstum zu.
• Messungen in identischer Phase, Aufnahmesequenz und Schicht bei
seriellen Untersuchungen (verwende wenn möglich die gleiche
Modalität)
21
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

LI-RADS® Tumorinfiltration in die Vene

Tumorinfiltration
in die Vene
Eindeutige Anreicherung von Weichteilgewebe in einer Vene, unabhängig
von der Darstellbarkeit einer parenchymatösen fokalen Läsion.

Zusätzliche Hinweise für die Diagnose einer Tumorinfiltration in die Vene:


Bildgebende Merkmale, die auf eine Tumorinfiltration in die Vene hindeuten, aber nicht beweisen, sind
unten aufgelistet:
• Verschlossene Vene mit unscharfer Gefäßwand.
• Verschlossene Vene mit eingeschränkter Diffusion.
• Verschlossene oder unscharfe Abgrenzbarkeit einer Vene in Nachbarschaft zu einer malignen
parenchymatösen fokalen Läsion.
• Heterogene Anreicherung in der Vene, die keinem Artefakt entspricht.

Bei Nachweis dieser Merkmale untersuchen Sie die Vene auf anreicherndes Weichteilgewebe.

Kategorisierung:
Kategorisieren Sie als LR-TIV.

Dokumentation:
Geben Sie im Bericht die wahrscheinlichste ätiologische Zuordnung an.
Anleitung siehe unten:

LR-TIV

Wenn benachbart zu zielscheibenartiger Läsion LR-TIV, wahrscheinlich Nicht-HCC


Malignom
Wenn benachbart zu LR-5 “”LR-TIV, definitiv HCC”

Andernfalls “LR-TIV, wahrscheinlich HCC”

22
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

LR-M Kriterien

Zielscheibenartige fokale Läsion (Definition und bildgebendes Erscheinungsbild siehe unten)

ODER

Nicht-zielscheibenartige fokale Läsion mit einem oder mehreren der folgenden Zeichen:

• Infiltratives Erscheinungsbild. Siehe Seite 28.


• Deutliche “Diffusionseinschränkung”. Siehe Anleitung (ausstehend).
Keine Tumorinfiltration in die
• Nekrose oder ausgeprägte Ischämie. Siehe Anleitung (ausstehend).
Vene.
• Anderes Merkmal, welches in der radiologischen Bewertung ein Non-
Keine LR-5 Kriterien.
HCC Malignom nahe legt. (im Bericht zu spezifizieren). Siehe Anleitung
(ausstehend).

Zielscheibenartig, Definition

Zielscheibenartige Bildmorphologie. Konzentrische Anordnung der inneren Komponenten, was wahrscheinlich


eine periphere Hyperzellularität und eine zentrale Stromafibrose oder Ischämie darstellt.

Typisch für
• Intrahepatisches Cholangiozelluläres Karzinom (iCCA)
• Kombiniertes HCC-Cholangiokarzinom (kombiniertes HCC-CCA oder cHCC-CCA)
• Andere Nicht-HCC-Malignome
Kann bei einem HCC mit atypischem Erscheinungsbild auftreten.
Daher ist ein zielscheibenartiges Erscheinungsbild verdächtig für ein Non-HCC-Malignom, schließt aber ein
HCC nicht aus.

Zielscheibenartige fokale Läsion, Erscheinungsbild in der Bildgebung in verschiedenen


Phasen und Sequenzen
Zielscheibenartige dynamische Anreicherung:

Arterielle Räumlich definierter Subtyp einer „APHE“, bei der die Anreicherung in der arteriellen Phase in der
Ringmehranreicherung Peripherie der Observation am ausgeprägtesten ist.

Peripheres Räumlich definierter Subtyp einer "Auswaschung", bei der die offensichtliche Auswaschung in der
“Auswaschen” Peripherie der Observation am ausgeprägtesten ist.

Verspätete zentrale
Zentrales Areal, in dem es in der postarteriellen Phase zu einer zunehmenden Anreicherung kommt
Anreicherung

Zielscheibenartige Darstellung in der DWI oder TP/HBP:

Zielscheibenartige Konzentrisches Muster in der DWI, charakterisiert durch eine eingeschränkte Diffusion in der
“Begrenzung” Peripherie und einer weniger eingeschränkten Diffusion im Zentrum der Observation.

Zielscheibenartige
Konzentrisches Muster in der TP oder HBP, charakterisiert durch eine mäßige bis ausgeprägte
Darstellung in der
Hypointensität in der Peripherie und geringer Hypointensität im Zentrum der Observation.
TP/HBP
23
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitions
CT/MRI Core

LR-M Kriterien

Befundung:

Die Differentialdiagnose von LR-M beinhaltet

• Häufiger: HCC mit atypischen Merkmalen in der Bildgebung, iCCA, cHCC-CCA


• Seltener: andere primäre oder metastasierte Malignome, benigne Entitäten wie sklerosiertes
Hämangiom oder Abszesse.

Wenn möglich, sollte der Radiologe für jede LR-M Observation die wahrscheinlichste Ätiologie in der
Befundung angeben, da diese das Management und insbesondere die Frage nach der Dringlichkeit
einer Biopsie beeinflussen kann.

Der folgende Algorithmus bietet auf Basis der Bildgebung eine Anleitungen zur Bestimmung und
Befundung der wahrscheinlichsten Ätiologie unter Berücksichtigung der häufigsten Entitäten. Ein
Anstieg der zirkulierenden Tumormarker, wie AFP und CA 19-9 können die Differentialdiagnose
ebenfalls beeinflussen (siehe FAQs Seite 39).

LR-M

Bei infiltrativem Erscheinungsbild “wahrscheinlich HCC”

Falls mindestens ein Bildmerkmal auf einen hepatozellulären Ursprung hindeutet:


• Fett in der Läsion
• Eisen in der Läsion
• Blutbestandteile in der Läsion “Kann auf HCC mit atypischem
• “Knoten in Knoten” Architektur Verhalten oder cHCC-CCA
• Mosaik-Architektur hindeuten”
• Fehlendes Enhancement der Kapsel
• Intrinsische T1_Hyperintensität
• HBP-Hyperintensität > Leber (wenn HBP adäquat)

“Sehr wahrscheinlich iCCA, cHCC-


Wenn zielscheibenartig CCA, or HCC mit atypischem
Verhalten”

Andernfalls “Ätiologie unklar”

Der obige Algorithmus beleuchtet nur die häufigeren diagnostischen Überlegungen bei
⚠️ Risikopatienten.
23
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

LI-RADS® Zusatzmerkmale der Bildgebung, die Malignität favorisieren


& Bildmodalitäten, in welchen diese darstellbar sind

Zusatzmerkmale, die im Besonderen ein Nicht-HCC-Malignom favorisieren


MRT MRT
Merkmal Definition CT ECA HBA
Sonographische
Nativ-sonographische Darstellbarkeit als diskreter Knoten oder fokale
Darstellbarkeit als + + +
Läsion korrespondierend zur CT- oder MRT-Observation.
diskreter Knoten
Eindeutiges Größenwachstum einer fokalen Läsion, welches geringer
Unterschwelliges
als das Schwellenwachstum ist. Siehe Seite 20 für die Defintion eines + + +
Wachstum
Schwellenwachstums.
Randständige Anreicherung in der Observation in der späten arteriellen
Ringanreicherung Phase oder frühen PVP, die durch eine venöse Drainage aus dem + + +
Tumor bedingt ist.
Relativer Fettmangel in einer soliden fokalen Läsion in Relation zur
Minderverfettung in einer
steatotischen Leber ODER im zentralen Anteil des Knotens in Relation +/– + +
soliden fokalen Läsion
zum steatotischen Aussenrand.
Intensität in der DWI, welche nicht alleine der T2-Gewichtung
Eingeschränkte Diffusion zuzuschreiben ist, aber eindeutig höher als die Leber und/oder die ADC — + +
eindeutig niedriger als die der Leber ist
Geringe bis mäßige T2 Intensität in den T2WI gering oder mäßiggradig höher als die Leber und
— + +
Hyperintensität gleich oder weniger als die Eisen-überladene Milz ist.
Vermindertes Eisen in Eisenmangel in einer soliden fokalen Läsion in Relation zur Eisen-
einer soliden fokalen überladenen Leber ODER im zentralen Anteil des Knotens in Relation — + +
Läsion zum eisenhaltigen Aussenrand
Hypointensität in der Intensität in der transitionalen Phase eindeutig geringer als in der Leber,
— — +
transitionalen Phase entweder ganz oder teilweise.
Hypointensität in der Intensität in der hepatobiliären Phase eindeutig geringer als in der
— — +
hepatobiliären Phase Leber, entweder ganz oder teilweise.

Zusatzmerkmale, die im Besonderen ein HCC favorisieren


MRT MRT
Merkmal Definition CT ECA HBA
Nichtanreichernde Die Kapsel stellt sich nicht als anreichernder Ring dar. Siehe Seite 20
+ + +
“Kapsel” für die Definition der Anreicherung der "Kapsel".
Knoten-in Knoten Vorhandensein eines kleineren inneren Knotens mit anderen
+ + +
Architektur Bildgebungsmerkmalen als der größere äußere Knoten.
Vorhandensein von zufällig verteilten inneren Knoten oder
Mosaik Architektur + + +
Kompartimenten, meist mit unterschiedlichen Bildgebungsmerkmalen.
Fetthaltige fokale Läsion,
deren Ausmass über das Übermäßiger Fettnachweis in der fokalen Läsion, ganz oder teilweise, in
+/– + +
der angrenzenden Leber Relation zur angrenzenden Leber.
liegt
Blutung in der fokalen Nicht durch Leberbiopsie, Trauma oder Intervention verursachte intra-
+/– + +
Läsion oder periläsionale Hämorrhagie.

+ regelhaft auswertbar – nicht auswertbar + / – fakultativ auswertbar


ADC = offensichtlicher Diffusionskoeffizient, DWI = Diffusions-gewichtete Bildgebung, ECA = Extrazelluläres KM, HBA =
Hepatobiliäres KM, PVP = Portal-venöse Phase, T2WI = T2-gewichtete Bildgebung.

25
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

LI-RADS®® Zusatzmerkmale in der Bildgebung, die Benignität favorisieren


& die Bildmodalitäten, in welchen diese darstellbar sind

Zusatzmerkmale, die Benignität favorisieren


MRT MRT
Merkmal Definition CT ECA HBA
Keine signifikante Größenänderung einer unbehandelten
Größenkonstanz
Observation während verschiedener Untersuchungen im + + +
≥ 2 Jahre
Zeitraum von ≥ 2 Jahren.
Eindeutige spontane Größenregredienz über die Zeit,
welche weder Artefakten, Messfehlern, Unterschieden in
Größenregredienz + + +
der angewandten Technik noch einer Resorption von
Blutbestandteilen zuzuschreiben ist.
Zeitabhängiges Verhalten, in dem die KM-Anreicherung
Gleichzeitige Blut-
schließlich die des Blutpools erreicht und mit diesem + + +
Pool-Anreicherung
übereinstimmt.
Nicht beeinträchtigte Gefäße die eine Observation ohne Verlagerung,
+ + +
Gefäße Verformung oder anderen Störungen durchziehen.
Eisennanteil in der
Übermäßiger Eisenanteil in der fokalen Läsion in Relation
fokalen Läsion höher +/– + +
zur umgebenden Leber.
als in der Leber
Deutlich höhere Intensität in der T2WI als in der Leber und
Deutliche T2
ähnlich der der Gallengänge und flüssigkeitsgefüllten — + +
Hyperintensität
Strukturen.
Isointensität in der
Intensität in der hepatobiliären Phase nahezu identisch zur
hepatobiliären — — +
Leber.
Phase

+ regelhaft – nicht
+ / – fakultativ auswertbar
auswertbar auswertbar
ECA = Extrazelluläres KM, HBA = Hepatobiläres KM, T2WI = T2-gewichtete Bildgebung.

26
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitions
CT/MRI Core

LI-RADS® Merkmale für Therapieansprechen

Vitalität Vorhandensein von lebenden Tumorzellen innerhalb oder entlang des


Randes einer behandelten Läsion.

Die radiologisch beurteilte Vitalität ist nicht gleichbedeutend mit der


histologischen Vitalität, da die Bildgebung für mikroskopisch kleine
Residualtumoren keine ausreichende Sensitivität besitzt.

Zu erwartende Therapie- Erwartetes zeitliches und räumliches Anreicherungsverhalten nach


spezifische Anreicherung einer Therapie, die auf die Therapie-spezifischen Veränderungen in
der Parenchymperfusion zurückzuführen sind.
Bei einigen Therapien können frühzeitige erhobene post-
therapeutische Anreicherungsverläufe nicht zuverlässig zwischen
vitalem und avitalen Tumor unterscheiden. Für diese Therapien
könnte in der frühen postprozeduralen Phase „LR-TR nicht eindeutig“
die geeignete Kategorie für das Ansprechen sein.

Keine läsionale Anreicherung Keine Anreicherung innerhalb oder am Rande der behandelten
Läsion.

Hinweis: Das vollständige Verschwinden nach lokoregionaler


Behandlung gilt als gleichbedeutend mit dem Ausbleiben eines
Enhancements

APHE Eine noduläre, raumfordernde oder verdickte und unregelmäßige


nach Therapie APHE, die innerhalb oder entlang des Randes einer behandelten
Läsion nachweisbar sind, lassen auf eine Tumorvitalität auch nach
einer Behandlung schließen.

“Auswaschen” nach Therapie Noduläres raumforderndes oder größeres und irreguläres


“Auswaschen”, welches innerhalb oder entlang des Randes einer
behandelten Läsion nachweisbar ist lässt auf eine Tumorvitalität auch
nach einer Behandlung schließen.

Gleiche Anreicherung vor- und Noduläre, raumfordernde, oder großflächige und


nach Therapie irreguläre Anreicherung innerhalb oder entlang des Randes einer
behandelten Läsion unverändert zum Therapiebeginn in allen Post-
Kontrastphasen, lässt auf eine Tumorvitalität auch nach einer
Behandlung schließen, auch wenn weder ein APHE noch ein
„Auswaschen“ nachweisbar ist.

27
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed LR-1 and LR-2
CT/MRI Core

Beispiele für LR-1 und LR-2 Entitäten

Definitiv:
• Zyste.
• Hämangiom.
LR-1 • Perfusionsänderung (z.B. arterio-portaler Shunt).
• Mehr- oder Minderverfettungzone.
• Hypertrophe Pseudoläsion.
• Konfluierende Fibrose oder Narbe.

Spontanes Verschwinden.

Die obige Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wahrscheinlich :
• Zyste.
• Hämangiom.
LR-2 • Perfusionsänderung (z.B., arterio-portaler Shunt).
• Mehr- oder Minderverfettungzone.
• Hypertrophe Pseudoläsion.
• Konfluierente Fibrose oder fokale Narbe.

Auffälliger Knoten ohne bildgebende Malignitätszeichen (siehe unten).

Die obige Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Solider Knoten < 20 mm auffällig im bildgebenden Erscheinnungsbild im


Vergleich zu umgebenden Knoten UND ohne ein Hauptmerkmal für ein
HCC, kein Merkmal für LR-M, und keine Zusatzmerkmale für Malignität.

Typische Beispiele :
Auffälliger Knoten ohne
Malignitätszeichen • T1 hyperintens Keine APHE, WO, keine Kapsel,
• T2 hypointens kein Wachstum
• Siderotisch Kein Merkmal für LR-M (siehe
• HBP hyperintens Seite 22)
• Eine Kombination der oben Keine Zusatzmerkmale für
genannten Beispiele Malignität (siehe Seite 24)

wenn ≥ 20 mm, kategorisieren Sie als LR-3 oder höher in Abhängigkeit


der Merkmale in der Bildgebung

Achtung: Knoten mit Merkmalen, die für eine fokal-noduläre


Hyperplasie (FNH) oder ein hepatozelluläres Adenom (HCA) sprechen,

⚠️ sollten als LR-3 kategorisiert werden. Sie können mit Vorsicht als LR-2
und sollten nie als LR-1 kategorisiert werden. Hintergrund: Es handelt
28
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Definitionen
CT/MRI Core

Observation mit infiltrativem Erscheinungsbild

Observation mit infiltrativem Observation mit nicht umschriebenem Rand (unscharfer Übergang) vermutlich
Erscheinungsbild einer Malignität mit durchwanderndem Wachstumsmuster entsprechend.

Terminologie:
• Malignitäten mit durchwanderndem Wachstumsmuster werden gewöhnlich als “infiltrativ” bezeichnet.
• LI-RADS bevorzugt den Begriff “infiltratives Erscheinungsbild”. Hintergrund: Diese Wortwahl erläutert deutlicher die
Infiltration von Tumorzellen in das Leberparenchym oder das Auftreten von konfluierenden winzigen Knoten (oder
Beides). Die Unterscheidung ist schwierig.

Differentialdiagnose für Malignitäten mit infiltrativem Erscheinungsbild im CT und MRT


• Häufig: HCC.
• Selten: ICCa, cHCC-CCA, Metastasierung in die Leber durch einen extrahepatischen Primärtumor, Lymphom.

CT- und MRT-Detektion von Malignitäten mit infiltrativem Erscheinungsbild:


• Kann sich als diffuse unscharf-definierte fokale Läsion manifestieren, häufig mehr als ein Segment einnehmend.
• Trotz der Größe kann es schwierig sein, sie zu detektieren:
• Native Bildgebung vor Kontrastgabe kann hilfreich sein.
• Nötig ist eine regelmäßige sorgfältige Befundung aller verfügbarer Bilder.
• Verdächtige Merkmale können sein (inkomplette Liste):
• Tumorinfiltration in die Vene (oft der erste und hilfreiche Hinweis).
• Verdrängte oder nicht darstellbare Venen, die nicht einem chronisch bedingten Verschluss zugeordnet werden
können.
• Heterogene Abschwächung/Signalintensität.
• Milde bis moderate T1 Hypointensität, T2 Hyperintensität, eingeschränkte Diffusion.
• Heterogene Anreicherung in einer oder mehreren Phasen.
• Nachweis von multiplen schlecht abgrenzbaren und unscharf-definierten Knoten.
• Architektonische Verziehung.

Pitfall: Einige gutartige Prozesse können ein infiltratives Aussehen haben und als maligne fehlnterpretiert werden.
Beispiele: Fokale oder regionale Perfusionsstörung, Areale zonaler Mehr-/Minderverfettung, Eisenablagerung. Hinweis:
Diese Prozesse infiltrieren weder die Vene, noch verdrängen sie Gefäße oder verformen die normale
Parenchymarchitektur.

LI-RADS Kategorisierung von unscharf definierten Observationen:

Unscharf definierte Observation ohne bioptische Sicherung bei Patienten mit hohem HCC-Risiko

Bei Tumorinfiltration in die Vene LR-TIV

Wenn der Verdacht auf eine benigne fokal oder regionale Perfusionsstörung,
Fett, Eisen oder eine anderer nicht-neoplastischer parenchymatöser Prozess besteht.
LR-2

Wenn die Kriterien für LR-5 erfüllt sind (z.B. APHE + “Auswaschen”) LR-5

Andernfalls LR-M

29
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Erste Schritte
Was ist eine LI-RADS-Observation (Beobachtung)?
Eine Observation ist ein markanter Bereich im Vergleich zur Hintergrundleber bei der Bildgebung. Es kann
eine Läsion (Masse oder Knoten) oder Pseudoläsion (z. B. Perfusionsveränderung, hypertrophe Pseudoläsion
oder Artefakt) sein.

Der Begriff „Observation" klingt unförmig. Kann ich einen anderen Begriff verwenden?
Der Begriff „Observation" gilt allgemein für jede scheinbare Anomalie, die in der Bildgebung entdeckt wird.
Als allgemein verwendeter Term ist er im Vergleich zu "Läsion" oder "Knoten" zutreffender, da er
Pseudoläsionen, wie z. B. Perfusionsveränderungen und Artefakte einschließt. Aus diesem Grund verwendet
der LI-RADS-Algorithmus den Begriff „Observation". Im Rahmen der klinischen, wissenschaftlichen und
lehrenden Tätigkeit kann zur Vermeidung von Missverständnissen eine treffendere aber den Kontext
berücksichtigende Terminologie verwendet werden. Wenn zum Beispiel klar ist, dass eine Observation sicher
eine echte Läsion darstellt, kann der Begriff „Läsion“ verwendet werden. Wenn klar ist, dass die Observation
sicher ein Knoten ist, dann ist der Begriff "Knoten" akzeptabel. Weitere Informationen finden Sie unter
Anleitung (ausstehend).

Warum gilt LI-RADS nicht für Patienten ohne Risikofaktoren, für Patienten <18 Jahre oder für
Patienten mit Leberzirrhose aufgrund einer kongenitalen Leberfibrose?
Der positiv prädiktive Wert der Bildgebung für HCC ist bei solchen Patienten möglicherweise nicht
ausreichend hoch.

Warum gilt LI-RADS nicht für Patienten mit Zirrhose aufgrund einer vaskulären Störung wie erblicher
hämorrhagischer Teleangiektasie, Budd-Chiari-Syndrom, chronischem Pfortaderverschluss,
Herzinsuffizienz oder nodulärer regenerativer Hyperplasie?
Solche Zustände sind mit der Bildung von benignen hyperplastischen Knötchen verbunden, die dem HCC bei
der Bildgebung ähneln und möglicherweise falsch positive Diagnosen verursachen können.

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Patient eine Zirrhose hat. Kann ich CT / MRI LI-RADS anwenden?
Sie können LI-RADS anwenden und eine bedingte Kategorie bereitstellen. Zum Beispiel: "25 mm Läsion mit
APHE und Washout. Wenn der Patient eine Zirrhose oder eine chronische Hepatitis B hat, erfüllt dies
Kriteriem LR-5 (definitiv HCC).

Meine Einrichtung ist ein Transplantationszentrum und benötigt das OPTN-System. Kann ich LI-RADS
anstelle von oder zusätzlich zu OPTN verwenden?
Ja, Sie dürfen LI-RADS bei Patienten mit Zirrhose, chronischer Hepatitis B oder aktuellem oder Zustand nach
HCC anwenden. Dies schließt Lebertransplantationskandidaten und/oder Empfänger mit einem dieser
Risikofaktoren ein.

30
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Erste Schritte

Mein Patient hat ein extrahepatisches primäres Malignom. Kann ich LI-RADS verwenden?
Ja. LI-RADS kann angewendet werden, aber die Zuordnung von LR-5 sollte mit Vorsicht erfolgen, da LI-
RADS-Bildgebungskriterien und Beobachtungskategorien für diese Situation nicht entwickelt oder validiert
wurden. Das Bestehen eines extrahepatischen Malignoms reduziert den positive prädiktiven Wert von LR-5
für HCC, insbesondere wenn der Primärtumor hypervaskularisiert ist. Im Zweifelsfall als LR-M und nicht als
LR-5 kategorisieren. Berücksichtigen Sie zusätzliche Bildgebung und eine multidisziplinäre Diskussion.

Kann ich den LI-RADS-Diagnosealgorithmus bei einem Patienten mit Zirrhose und Herzinsuffizienz
anwenden?

Ja. LI-RADS kann bei Patienten mit Zirrhose und Herzinsuffizienz angewendet werden, sofern die Zirrhose
nicht durch das Herzversagen oder anderen vaskulären Störungen verursacht ist (siehe Seite 4).

Warum gilt LI-RADS nicht für einphasige CT- oder MRT-Untersuchungen?


Die Charakterisierung aller wichtigen Bildgebungsmerkmale von LI-RADS ist nur möglich, wenn mehrere
Bildgebungsphasen erfasst werden. Technische Empfehlungen zu LI-RADS siehe Seite 13

Wie interpretiere und berichte ich Beobachtungen bei einphasiger CT oder MRT bei Risikopatienten?
Stellen Sie Ihre beste Diagnose oder Differenzialdiagnose zur Verfügung. Sie sollten ein Multiphasen-CT oder
MRT vorschlagen, wenn eine formelle LI-RADS-Kategorisierung bei der Patientenbehandlung helfen würde.

Warum sollte ich keine LI-RADS-Kategorie für histologisch gesicherte Malignome und für histologisch
gesicherte gutartige Läsionen nicht-hepatozellulären Ursprungs zuordnen?
LI-RADS soll die Kommunikation verbessern. Das Zuweisen einer LI-RADS-Kategorie zu einer histologisch
gesicherten Läsion (bei der Gewissheit über die Diagnose besteht) kann insbesondere bei LI -RADS-
Kategorien, die eine gewisse Unsicherheit vermitteln (z.B. LR-2, LR-3, LR-4 oder LR-M), zu Verwirrung
führen.

Sollte ich histologisch gesicherte gutartige Läsionen hepatozellulären Ursprungs (z.B. regenerative
oder dysplastische Knoten) eine LI-RADS-Kategorie zuweisen?
Dies sind Ausnahmen von der vorherigen Regel. Bei pathologisch nachgewiesenen regenerativen oder
dysplastischen Knoten ordnen Sie zusätzlich zur histologisch gesicherten Diagnose eine LI-RADS-Kategorie
zu. Die Zuweisung von LI-RADS-Kategorien mindert möglichen Schaden durch falsch-negative histologische
Diagnosen, erleichtert die Überwachung von Knoten hinsichtlich einer möglichen Progression und ermöglicht
Therapieentscheidungen.

31
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Was ist neu?

Warum hat LI-RADS die LR-5-Kriterien geändert?

Um eine Übereinstimmung mit den neuen AASLD-Kriterien von 2018 zu erreichen.

Wie wird sich dies auf die Spezifität von LR-5 für die Diagnose von HCC auswirken?

Die überarbeiteten Kriterien sind etwas weniger stringent; ein geringer Verlust der Spezifität kann
erwartet werden. Der Verlust wird jedoch gering sein, da frühere Studien bereits zeigen konnten, dass
bei Hochrisikopatienten die Kombination aus 10-19 mm Größe, Kein-Rim--APHE und nicht-peripheres
„Washout" eine Spezifität von> 90% für ein HCC liefert.

Warum hat LI-RADS die Bezeichnungen -us und -g gestrichen?

Aus Gründen der Einfachheit und basierend auf Rückmeldungen von internationalen Anwendern.
Außerhalb der Vereinigten Staaten sind sie irrelevant und führen zu unnötiger Komplexität.

Warum hat LI-RADS v2018 die Definition des Schwellenwachstums geändert?

Zur Vereinfachung und Übereinstimmung mit den AASLD- und OPTN-Kriterien.

31
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Was ist neu

Wie beeinflusst die Änderung der Definition die Charakterisierung des Wachstums?

Die Auswirkungen auf die Kategorisierung sind im Folgenden zusammengefasst:


LI-RADS LI-RADS
Voruntersuchung Aktuelle Untersuchung v2017 v2018

≤6
Monate
früher
≥ 50%
Größen-
=
wachstum Schwellen-
Schwellen-
wachstum wachstum

>6
≥ 100%
Monate
früher Größen-
=
wachstum Schwellen- Unteres
wachstum Schwellen-
wachstum
≤ 24
Monate
früher
neu
≥ 10 mm
=
Schwellen- Unteres
wachstum Schwellen-
wachstum

Wie wirken sich die in v2018 eingeführten Änderungen auf die Kategorisierung aus?
Die Auswirkungen auf die Kategorisierung sind im Folgenden zusammengefasst :
LI-RADS LI-RADS
v2017 v2018

Sichtbar im
letzten LR-5us LR-5
Überwachungs-US
+ +

Größe Nicht-RIM Nicht-peripheres Alle anderen LR-4 LR-5


10-19 mm APHE “Washout”

+ + LR-5g LR-5

Größe Nicht-RIM ≥ 50% Größen-.


10-19 mm APHE zunahme
in 6 Monaten 32
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Was ist neu

Wie wirken sich die in v2018 eingeführten Änderungen auf die Kategorisierung aus?
Die Auswirkungen auf die Kategorisierung sind im Folgenden zusammengefasst :

LI-RADS LI-RADS
v2017 v2018

+ + + LR-5 LR-4

Größe Nicht-RIM Anreicherung ≥ 100% Größen-


10-19 mm APHE der wachstum
> 6 Monaten
“Kapsel”

+ + + LR-5 LR-4

Größe Nicht-RIM Anreicherung Neue


10-19 mm APHE der Observation
“Kapsel”” ≥ 10 mm

+ + LR-5 LR-4

Größe Nicht-RIM ≥100% Größen-


≥ 20 mm APHE Wachstum in
> 6 Monate

+ + LR-5 LR-4

Größe Nicht-RIM Neu


≥ 20 mm APHE ≥ 10 mm

33
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Was ist neu

Ich bin Radiologe in einem Transplantationszentrum in den USA. Was sind die Hauptunterschiede
zwischenLI-RADS 5 und OPTN Klasse 5?

Es gibt nur einen wesentlichen Unterschied zwischen LI-RADS 5 und OPTN Class 5:

LI-RADS
v2018 OPTN

Nicht definitiv HCC


+ + = LR-5
(Nicht Klasse 5)
Größe Nicht-RIM Nicht-peripheres
10-19 mm APHE “Washout”

Was sind weitere Unterschiede?

Andere Unterschiede in Abhängigkeit zur Nomenklatur. Beispiel:

Merkmale LI-RADS v2018 OPTN

10-19 mm + APHE + TG LR-5 OPTN 5A-g

10-19 mm + APHE + nicht-peripheres “Washout” +


LR-5 OPTN 5A
Anreicherung der “Kapsel”

20-50 mm + APHE + 1 oder mehrere zusätzliche


LR-5 OPTN 5B
Hauptmerkmale

> 50 mm + APHE + 1 oder mehrere zusätzliche


LR-5 OPTN 5X
Hauptmerkmale

Enhancement von Weichteilgewebe in der Vene LR-TIV OPTN 5X

Erfüllt nicht die


Ein oder mehrere Merkmale von LR-M LR-M
Kriterien für HCC

34
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

LI-RADS® Diagnostische Kategorien

Was sind die diagnostischen Kategorien von LI-RADS?

Es handelt sich um Kategorien, die die Wahrscheinlichkeit von HCC, Nicht-HCC-Malignomen oder Benignität
widerspiegeln.

Stimmen die diagnostischen Kriterien von LI-RADS exakt mit den histologischen Kategorien überein?

Nein, die Kategorien reflektieren Wahrscheinlichkeiten; sie entsprechen nicht exakt den histologischen
Kategorien.

Beispielsweise sind zwar alle LR-1-Beobachtungen benigne, aber nicht alle benignen Entitäten können als LR-
1 eingestuft werden. Insbesondere Regeneratknoten und niedriggradige dysplastische Knoten können nicht als
LR-1 klassifiziert werden, da die Bildgebung Malignität in derartigen Läsionen nicht sicher ausschließen kann.

Analog sind zwar alle LR-5 HCCs, aber nicht alle HCCs können LR-5 zugeordnet werden. Insbesondere
können HCCs <10 mm, HCCs ohne APHE und HCCs mit atypischen Merkmalen (z. B. randständiges APHE)
nicht LR-5 zugeordnet werden.

What is the differential diagnosis of each diagnostic category?


Alle LR-1s sind benigne, nicht hepatozelluläre Läsionen und Pseudoläsionen
Der größte Anteil von LR-2 sind benigne; ein geringer Anteil ist dysplastisch
oder maligne
LR-3s variieren zwischen benignen und dysplastischen Knoten bis zum HCC

Die meisten aber nicht alle LR-4s sind HCCs

Fast alle LR-5s sind HCCs

Die meisten, aber nicht alle TIVs sind HCCs

Die meisten LR-Ms sind Nicht-HCCs


Malignität,
kein HCC
Einige LR-Ms sind HCCs
HCC mit atypischen Merkmalen

HGDN

LGDN Viele LR-3s sind vaskuläre Pseudoläsionen

RN
Ein geringer Anteil LR-Ms
Benigne,
sind ungewöhnliche benigne Läsione
nicht HC
(z.B., sklerosierende Hämangiome)
LR-1 LR-2 LR-3 LR-4 LR-5 TIV LR-M

HC = hepatozellulär. HGDN = hochgradiger dysplastischer Knoten. LGDN = niedriggradiger dysplastischer Knoten. RN = Regeneratknoten
35
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

LI-RADS® Diagnostische Kategorien

Wie ist der prozentuale Anteil von HCC und Malignität in Assoziation mit jeder LI-RADS-Kategorie?

Der Prozentsatz (mit 95% -Konfidenzintervall), der mit LR-1, LR-2, LR-3, LR-4, LR-5 und LR-M assoziiert ist,
ist nachstehend zusammengefasst:

100 LR-5
95% HCC
98% Malignom
90
LR-4
80
74% HCC
81% Malignom
70

60
Prozent (HCC)

50 LR-M
LR-3

40
37% HCC
39% Malignom
30 LR-2

37% HCC
20 94% Malignom
16% HCC

10
18% Malignom ⚠️
Schätzungen können durch
LR-1 Selektionsbias histologisch
0% HCC gesicherter Läsionen
0
0% Malignom angehoben werden
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
Prozent (alle Malignome)
Die Abbildung zeigt Daten aus der Literatur unter Berücksichtigung der Fassungen von 2014
⚠️ and 2017. Daten aus der Fassung von 2018 sind noch nicht verfügbar.

Literatur

CB van der Pol et al. ILCA 2018: 12th Annual Conference of the International Liver Cancer Association.
2018.
36
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

LI-RADS® Kategorien zum Therapieansprechen

Was sind die LI-RADS-Kategorien zum Therapieansprechen?

Es handelt sich um Kategorien, die die Wahrscheinlichkeit von Vitalität nach lokoregionärer
Behandlung widerspiegeln.

Entsprechen die LI-RADS-Kategorien der histologisch nachweisbaren Vitalität ?

Nein, die Kategorien reflektieren Wahrscheinlichkeiten, sie entsprechen nicht exakt der histologisch
nachweisbaren Vitalität.

Zum Beispiel kann durch die nicht-invasive Bildgebung die Vitalität in kleinen Arealen nicht ausschlossen
werden. Daher bedeutet „LR-TR nicht vital“, dass es zwar keinen Hinweis auf die Vitalität des
Gesamttumors gibt, aber eine histologisch nachweisbare Vitalität nicht sicher ausgeschlossen werden
kann.

37
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose

Warum hat LI-RADS nicht analog zu BI-RADS 6 eine Kategorie für ein histologisch-gesichertes
HCC?

Die Biopsie spielt eine geringe Rolle bei der Aufarbeitung und Behandlung eines HCC bei
Risikopatienten als bei Brustkrebs. Dennoch kann eine solche Kategorie in einigen Situationen nützlich
sein, und eine Kategorie für histologisch gesicherte HCCs ist für das nächste große Update von LI-RADS
in 2021 oder 2022 geplant.

Wie kann ich feststellen, ob eine Beobachtung nicht kategorisierbar ist (LR-NC)?

Eine Beobachtung wird als nicht kategorisierbar angesehen, wenn sie nicht sinnvoll kategorisiert werden kann,
da wichtige Phasen weggelassen wurden, was die Bewertung eines oder mehrerer Hauptmerkmale verhindert.
Folglich reichen die Kategorien von „Karzinom ist unwahrscheinlich (LR-1 oder LR2) bis zu „Karzinom ist
wahrscheinlich (LR-4, LR5, LR-M)

Weisen Sie LR-NC nicht zu, wenn die Kategorie zwischen LR-1 vs. LR-2 oder LR-4 vs. LR-5 vs. LR-M liegt.

Weisen Sie die Kategorie LR-NC nicht zu, wenn die Kategorisierung nur durch ungewöhnliche
Bildgebungsmerkmale oder durch die Unfähigkeit zur Charakterisierung von Hilfsmerkmalen in Frage gestellt
wird.

Was ist der Unterschied zwischen LR-5 und LR-M?

LR-5 zeigt 100 %ige Sicherheit für das Vorliegen eines HCC an. LR-M weist auf eine hohe
Malignitätssicherheit hin, aber die Merkmale sind nicht spezifisch für ein HCC.

Warum hat LI-RADS eine LR-M-Kategorie?

LR-M wurde entwickelt, um Observationen zu klassifizieren, die höchstwahrscheinlich maligne sind, denen
aber HCC-spezifische Bildgebungsmerkmale fehlen. Die Differentialdiagnosen für solche Beobachtungen
umfassen HCC mit atypischen Merkmalen und Nicht-HCC-Malignome wie das iCCA und das cHCC-CCA. Die
Unterscheidung zwischen diesen verschiedenen Malignitäten ist aus prognostischer und therapeutischer Sicht
relevant. Eine Lebertransplantation ist beispielsweise bei Patienten mit iCCA oder cHCC-CCA kontraindiziert,
wohingegen die Lebertransplantation bei Patienten mit typischem HCC eine kurative Behandlung darstellt. Die
kategorisierung in LR-M warnt das Behandlungsteam vor der Möglichkeit eines Nicht-HCC-Malignom, was für
das therapeutische Management des Patienten entscheidend sein kann

Schließt LR-M ein HCC aus?

LR-M schließt ein HCC nicht aus. Die Differentialdiagnosen für die Kategorie LR-M berücksichtigen das
HCC mit unspezifischen Bildgebungsmerkmalen, das cholangiozelluläre Karzinom und andere
Malignome. Basierend auf aktuellen Daten sind ca. 1/3 der LR-M Observationen HCCs, ca. 2/3 sind
Nicht-HCC-Malignome und ca. 5% sind benigne.

38
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose

Wenn die Unterscheidung zwischen HCC, iCCA und cHCC-CCA klinisch relevant ist, warum existiert
dann nicht für jeden Tumortyp eine separate LI-RADS-Kategorie?

Es gibt noch nicht ausreichend wissenschaftliche Evidenz, ob mittels Bildgebungskriterien und -kategorien eine
eindeutige Zuordnung dieser Tumorarten gelingt. Daher verwendet LI-RADS eine einzige Kategorie „M“, um
die Wahrscheinlichkeit hochzuhalten.

Wie auf Seite XX erwähnt, gibt es jedoch Situationen, die dem Radiologen erlauben, die wahrscheinlichen
Tumorarten einzugrenzen. Hierdurch kann das Management des Patienten verbessert werden, wenn auch
keine 100%ige Sicherheit besteht. Hinweise zur Befundung von LR-M finden Sie auf Seite 23.

Wie kategorisiere ich eine Läsion mit infiltrativer Erscheinung, die nicht den Kriterien für LR-TIV oder
LR-5 entspricht?

LR-M. Ein infiltratives Erscheinungsbild deutet auf Malignität hin, bietet jedoch keine 100%ige diagnostische
Sicherheit für ein HCC. Nicht-HCC-Malignome und einige gutartige Prozesse können ein infiltratives
Erscheinungsbild haben. Siehe Seite 28. Darüber hinaus sind die Kriterien der Bildgebung zur zuverlässigen
Unterscheidung von infiltrativ-wachsendem HCC und nicht-HCC-Malignomen noch nicht validiert. Daher ist LR-
M die Kategorie, die eine solche Läsion am besten beschreibt.

Da die meisten Läsionen mit infiltrativem Erscheinungsbild bei Hochrisikopatienten einem HCC entspricht,
sollte im Befund vermerkt sein, dass die wahrscheinlichste Ätiologie ein HCC ist.

- Zum Beispiel: "LR-M mit infiltrativem Aussehen, am ehesten einem HCC entsprechend, welches die LR-5-
Kriterien nicht erfüllt." Siehe Seite 28.

Auf Seite 23 zeigt LI-RADS, dass erhöhte Konzentrationen von zirkulierenden Biomarkern wie AFP und
CA 19-9 helfen können, die Differentialdiagnose von LR-M einzugrenzen. Wie lautet die Definition für
ein erhöhtes AFP und CA 19-9 und wie interpretiere ich diese Erhöhung?

Es gibt keine eindeutigen Schwellenwerte für die Interpretation von AFP- oder CA 19-9-Spiegel. Die
Normwerte für diese Biomarker betragen ≤ 10 ng/ml bzw. ≤ 37 Einheiten/ml, aber die Interpretation von Werten
oberhalb dieser Grenzen kann schwierig sein. Sie hängen von der Ätiologie der zugrunde liegenden
Lebererkrankung ab und können mit der Erkrankungsaktivität schwanken. Aus diesen Gründen ist der positive
Vorhersagewert für ein HCC oder CCA niedrig. Umgekehrt zeigen sehr hohe Werte, wie z.B. ein AFP> 400 ng
/ ml eine hohe Spezifität bei geringer Sensitivität. Oft ist der Verlauf über die Zeit hilfreicher als ein einmalig
bestimmter Wert. Zum Beispiel deutet ein Anstieg des AFP-Spiegels von 20 auf 60 ng/ml auf ein HCC hin,
während ein einmalig bestimmter Wert von 60 ng/ml keine hohe Aussagekraft besitzt. Darüber hinaus ist
aktuell unklar, wie gut diese Biomarker ein cHCC-CCA von einem HCC oder iCCA diskriminieren können. Die
Interpretation von erhöhten Biomarkern kann auch schwierig sein, wenn ein Patient mehrere Läsionen mit
unterschiedlichen bildmorphologischem Verhalten aufweist, da im Prinzip auch synchrone Karzinome, wie z.B.
HCC in einer LR-5-Läsion und iCCA in einer LR-M-Läsion möglich sind. Um die Interpretation von AFP, CA 19-
9 und anderer zukünftiger Biomarker besser zu verstehen, sind weitere wissenschaftl. Untersuchungen
notwendig.

Trotz der obigen Einschränkungen sind einige Hinweise nützlich und auf der nächsten Seite angegeben.

39
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose

Im Folgenden finden Sie eine Anleitung für die Interpretation von AFP-Erhöhungen:

▪ Deutliche AFP-Erhöhung (≥ 200 ng/ml) ➔ hohe HCC-Wahrscheinlichkeit

▪ Moderate AFP-Erhöhung (≥ 100 ng/ml) ➔ moderate bis hohe HCC-Wahrscheinlichkeit

Nachfolgend finden Sie eine Anleitung zur Interpretation der CA 19-9 Elevation:

▪ Deutliche CA 19-9-Erhöhung (≥ 200 U/ml) ➔ hohe iCCA-Wahrscheinlichkeit

▪ Moderate CA 19-9-Erhöhung (≥ 100 U/ml) ➔ moderate bis hohe iCCA-Wahrscheinlichkeit

Radiologen werden angehalten, die Höhe der Biomarker im Kontext interdisziplinärer Diskussionen zu
berücksichtigen.

Wie kategorisiere ich einen Tumor in Vene?

LR-TIV. Ein Tumor in der Vene zeigt Malignität an. Obwohl das HCC die häufigste Ursache darstellt, können
andere Tumoren wie das iCCA, das cHCC-CCA und selten Metastasen in der Leber in Gefäße infiltrieren.

Untersuchen Sie die Bilder auf eine zusammenhängende parenchymatöse Läsion. Die LI-RADS-Kategorie
einer zusammenhängenden Läsion (falls vorhanden) kann hilfreich sein, die wahrscheinlichste Ätiologie des
Tumors in die Vene zu benennen. Diese Angabe ändert zwar nicht die Kategorie, kann jedoch das
Patientenmanagement beeinflussen und sollten daher, wenn möglich, befundet werden.

Beispiele:

• “LR-TIV zusammen mit LR-4-Läsion, wahrscheinlich HCC."


• "LR-TIV zusammen mit LR-5 Läsion, definitiv HCC."
• "LR-TIV, welches an eine LR-M-Läsion angrenzt, kann ein Nicht-HCC-Malignom Siehe Seite 21
sein.“
• "LR-TIV zusammen mit infiltrativ erscheinender parenchymatöser Masse,
wahrscheinlich HCC."

Warum hat LI-RADS LR-5V in LR-TIV geändert?

Weil auch Nicht-HCC-Malignome (z.B. iCCA, cHCC-CCA) eine Tumorinfiltration in die Vene verursachen
können und damit eine generelle Kategorisierung als LR-5V (d. H. definitiv HCC mit Tumor in der Vene) falsch
ist.

Die LI-RADS-Diagnosetabelle inkludiert Observationen ohne APHE oder ein zusätzliches


Hauptmerkmal. Ich bin irritiert. Wie könnte sich eine solche Observation überhaupt darstellen?

Beobachtungen ohne APHE oder irgendein zusätzliches Hauptmerkmal können durch andere zusätzliche
Merkmale, die Malignität oder Benignität begünstigen oder durch andere Bildgebungsmerkmalen sichtbar sein
(z. B. T1-Hyperintensität, T2-Hypointensität, DWI-Hypointensität, HBP-Hyperintensität).
40
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose

Können Sie erklären, wie Sie charakteristische Knoten <20 mm ohne zugehörige Hauptmerkmale oder
LR-M-Merkmale kategorisieren können?

Ein charakteristischer Knoten <20 mm ohne zugehörige Hauptmerkmale oder LR-M-Merkmale wird
üblicherweise als LR-2 kategorisiert. Hierzu zählen zum Beispiel siderotische Knoten, T1 hyperintense Knoten,
T2 hypointense Knoten, DWI hypointense Knoten und HBP hyperintense Knoten.

Wenn der Knoten eine oder mehrere Zusatzmerkmale (AFs) aufweist, die Malignität begünstigen und keine
zusätzlichen Merkmale die Benignität begünstigen, sollte er auf LR-3 hochgestuft werden. Beispiele hierfür
wären steatotische Knoten, T2-hyperintense Knoten, diffusionsbegrenzende Knoten und HBP-hypointense
Knoten.

Der folgende Algorithmus erläutert, wie solche Knoten basierend auf dem Vorhandensein von
Zusatzmerkmalen (AF) kategorisiert werden.

Charakteristischer Knoten <20 mm:


• Keine art. Hypervaskularisation, “Washout”, “Kapsel”, oder Schwellenwachstum
• Kein LR-M Merkmal
Beispiele Kommentare
• siderotische Knoten,
• T1 hyperintense Knoten, Dies ist ein
Keine AF • T2 hypointense Knoten, charakteristischer LR-2
LR-2 • DWI hypointense Knoten Knoten ohne Kriterien für
für Malignität
• HBP hyperintense Knoten Malignität (siehe Seite 20,
Seite 22, Seite24).

≥ 1 AF für Knoten mit beiden Kriterien


• Intraläsionalem Fett (AF für Das Vorhandensein von
Malignität
Malignität widersprüchlichen AFs
UND LR-2
UND schließt eine
≥ 1 AF für • Spontaner Größenregress Kategorieanpassung aus.
Benignität (AF für Benignität)

Das Vorhandensein eines


≥ 1 AF für • Knoten mit einem oder oder mehrerer Malignitäts-
mehreren der folgenden: AF schließt eine LR-2-
Malignität
• Intraläsionales Fett Kategorisierung aus und
UND LR-3
• T2 Hyperintensität beschreibt den Knoten als
keine AF für • Diffusionseinschränkung LR-3 in der CT / MRI-
Benignität • HBP-Hypointensität Diagnosetabelle (siehe
Seite 8) - d. H. LR-3.
AF = Hilfsmerkmal

41
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose

Können Sie erklären, wie Sie auffällige Knoten ≥ 20 mm ohne assoziierte Hauptmerkmale oder LR-
M-Merkmale kategorisieren?

Es hängt davon ab, ob solche Knoten Zusatzmerkmale (AFs) aufweisen.

Wenn sie keine AFs haben oder wenn der Radiologe sich entscheidet, keine AFs anzuwenden, werden
diese Knoten als LR-3 kategorisiert, da sie in die zweite Zelle von links in der oberen Reihe der CT/MRI-
Diagnosetabelle eingeordnet werden:

CT/MRI Diagnostic Table

Arterielle Phase Hyperenhancement (APHE) Kein APHE Nicht-RIM APHE

Observation Größe (mm) < 20 ≥ 20


LR-3 < 10 10-19 ≥ 20

Zählen Sie zusätzliche wichtige LR-4


Kein LR-3 LR-3 LR-3 LR-3 LR-4
Funktionen: LR-5

• Nicht-peripheres “Washout” 1 LR-3 LR-4 LR-4 LR-5


• Anreichernde “Kapsel”
• Schwellenwachstum ≥2 LR-4 LR-4 LR-4 LR-5 LR-5

Dazu gehören T1 hyperintense Knoten, T2 hypointensen Knoten, DWI hypointensen Knoten und HBP
hyperintensen Knoten.

Wenn der Knoten ein oder mehrere Zusatzmerkmale (AFs) hat, die Malignität begünstigen und keine, die
für Benignität sprechen, und der Radiologe diese anwendet, dann entspricht die Observation LR-4.
Beispiele sind steatotische Knoten, T2-hyperintense Knoten, diffusionsbegrenzende Knoten und HBP-
hypointense Knoten.

Warum werden auffällige Knoten mit <20 mm als LR-2 oder LR-3 kategorisiert (wenn
Zusatzmerkmale Malignität begünstigen), während solche mit ≥ 20 mm LR-3 oder LR kategorisiert
werden -4 (wenn Zusatzmerkmale Malignität begünstigen), wenn diese weder Hauptmerkmale
noch LR-M-Merkmale aufweisen?

Wegen des Größenunterschieds. Knoten ≥ 20 mm sind eher maligne als Knoten <20 mm und sollten
daher einer höheren Kategorie zugeordnet werden.

42
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose
Warum können Zusatzmerkmale nicht für ein Upgrade auf LR-5 verwendet werden?

Zusätzliche Merkmale erhöhen die diagnostische Sicherheit und beeinflussen die Wahrscheinlichkeit
von Malignität. Die Merkmale haben jedoch keine ausreichende Spezifität für ein HCC, um ein
Upgrade auf LR-5 zu ermöglichen.

Warum sind die LI-RADS Zusatzmerkmale neuerdings optional?

Zusatzmerkmale sind in v2017 optional, um mehr Radiologen zu ermutigen, das dadurch weniger
komplexe LI-RADS anzuwenden. Wenn sich neue Anwender mit LI-RADS vertraut machen, können
sie Zusatzmerkmale nutzen, um ihre Diagnosen weiter zu verbessern.

Was sollte ich tun, wenn einige Zusatzmerkmale für Benignität und andere für Malignität
sprechen?
Ändern Sie nicht die Kategorie (siehe Seite 9).

Was soll ich tun, wenn mehr Zusatzmerkmale für Malignität als für Benignität sprechen?

Ändern Sie nicht die Kategorie (siehe Seite 9).

Warum wählt die Tie-Break-Regel die Kategorie mit geringerer Sicherheit?

Dies hält 100 % Sicherheit für LR-5 und LR-1 aufrecht. Wenn zum Beispiel Zweifel darüber
bestehen, ob eine Beobachtung definitiv oder wahrscheinlich gutartig ist, kann sie nicht als definitiv
gutartig angesehen werden. Die Regel hilft auch 100 % positiven Vorhersagewert von LR -5 für HCC
zu erreichen. Wenn zwischen LR-5 und LR-4 oder zwischen LR-5 und LR-M Unsicherheit besteht,
wählt die Tie-Break-Regel LR-4 bzw. LR-M.

Beinhaltet eine Kategorie von LR-3 oder LR-4 ein nicht-HCC-Malignom?

Die Kriterien für LR-3 und LR-4 sind nicht spezifisch für einen hepatozellulären Ursprung und
schließen daher ein nicht-HCC-Malignom nicht aus. Daher kann eine kleine Minderheit von LR-3-
oder LR-4-Beobachtungen ein nicht-HCC-Malignom sein.

Schritt 4 des LI-RADS-Diagnosealgorithmus besteht darin, zu beurteilen, ob die zugewiesene


Kategorie angemessen und angemessen erscheint, und gegebenenfalls neu zu bewerten.
Können Sie ein Beispiel geben?

Ein Beispiel wäre eine Observation mit randständigem APHE, die sich bei Serienuntersuchungen
ohne Behandlung eindeutig verkleinert hat und bei der die Größenreduktion nicht auf die Resorption
von Blutprodukten zurückzuführen ist. Obwohl eine randständige APHE üblicherweise eine
Kategorisierung von LR-M veranlasst, wäre die spontane Größenreduktion für eine maligne
Neoplasie ungewöhnlich und schlägt eine alternative Diagnose wie z.B. ein sklerosierendes
Hämangiom vor. In diesem Fall wäre die beste Kategorie LR-1, LR-2 oder LR-3, abhängig von dem
Konfidenzniveau.

44
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Diagnose

LR-4 Wie kategorisiere ich eine Observation, die in die Diagonale von ” LR-4”/ LR-5–
LR-5 fällt?

Observationen in diesem Bereich sollten als LR-4 ODER LR-5 wie folgt kategorisiert
werden:

10-19 mm Observationen mit Nicht-RIM APHE und genau einem zusätzlichen Hauptmerkmal

wenn anreichernde der “Kapsel” LR-4

wenn “Washout” LR-5

wenn Schwellenwachstum
LR-5
(äquivalent zu OPTN 5A-g)

Wie werden 10-19 mm Observationen mit Nicht-RIM APHE und genau einem zusätzlichen
Hauptmerkmal nach LI-RADS v2018, AASLD 2018 und OPTN kategorisiert?

Exakt 1 zusätzliches
Hauptmerkmal LI-RADS AASLD OPTN
v2018 2018

+ + LR-4 LR-4

Größe Nicht-RIM Anreichernde


10-19 mm APHE “Kapsel”

Erfüllen keine
+ + LR-5 LR-5
HCC ´Kriterien
Größe Nicht-RIM Nicht-peripheres
10-19 mm APHE “Washout”

+ + LR-5 LR-5 OPTN 5A-g

Größe Nicht-RIM Schwellen-


10-19 mm APHE wachstum
44
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Therapieansprechen
Was ist eine behandelte Beobachtung?

Eine Beobachtung, die durch lokoregionäre Therapien wie Radiofrequenzablation, perkutane


Äthanolablation, Kryoablation, Mikrowellenablation, transarterielle Embolisation oder
Chemoembolisation, Doxorubicin-freisetzende Chemoembolisation, transarterielle
Radioembolisation und externe Strahlentherapie behandelt wurde. Siehe Handbuch (ausstehend).
Was ist mit Beobachtungen, die mit systemischer Therapie behandelt werden?

LI-RADS v2018 befasst sich nicht mit dem Therapieansprechen nach systemischer Therapie .

Kann ich den LI-RADS Algorithmus für das Therapieansprechen bei einem Patienten
anwenden, der sowohl eine lokoregionäre Therapie als auch eine systemische Therapie
erhielt?

Ja. Bei Patienten, die sich einer systemischen Therapie unterziehen, können Radiologen nach
eigenem Ermessen den Algorithmus für das Therapieansprechen anwenden, um Läsionen nach
einer lokoregionären Therapie zu beurteilen. Die Radiologen können diesen Algorithmus jedoch
nicht anwenden, um das Therapieansprechen anderer Läsionen bei diesen Patienten zu beurteilen.

Wie kann ich feststellen, ob eine behandelte Beobachtung nicht kategorisierbar ist?
Eine Kategorie von LR-TR „nicht kategorisierbar“ sollte zugewiesen werden, wenn das
Therapieansprechen aufgrund einer ungeeigneten Bildgebungstechnik oder einer unzureichenden
Bildqualität nicht sinnvoll bewertet werden kann. Weisen Sie bei einer ausreichenden Bildqualität
nicht die Kategorie "nicht kategorisierbar" zu, selbst wenn die Bildgebungsmerkmale schwer zu
charakterisieren oder zu interpretieren sind. Siehe Handbuch (ausstehend).
Was ist, wenn die arterielle Phase unzureichend ist, aber die portalvenöse Phase eine eindeutige KM-
Anreicherung zeigt? Ist das nicht kategorisierbar oder zweifelhaft (unklar)?
Ordnen Sie die Kategorie LR-TR „unklar“ zu. Ziehen Sie eine zeitnahe Wiederholung der Bildgebung oder
alternative Bildgebungsmethoden in Erwägung, um eine adäquate arterielle Phase zu gewährleisten.
Was ist das optimale Follow-up-Intervall zur Beurteilung der Behandlung?
Die optimalen Follow-up-Intervalle hängen von der Behandlung, den institutionellen Richtlinien und der
Kostenerstattung ab. Im Allgemeinen wird eine Follow-up-CT oder MRT alle 3 Monate empfohlen, obwohl eine
anfängliche Bildgebung nach 1 Monat nach bestimmten Behandlungen hilfreich sein kann. Siehe Seite 14.

46
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Therapieansprechen
Gibt es Fallstricke bei der Beurteilung des Therapieansprechens, wenn die Bildgebung zu früh
nach der Behandlung durchgeführt wird?

Behandlungsbedingte Veränderungen der Parenchymperfusion können der Tumorperfusion ähneln oder


diese verschleiern, was möglicherweise zu einer falsch positiven oder falsch negativen Beurteilung führt.
Dieser „Pitfall“ ist besonders relevant für die Radioembolisation oder externe Strahlentherapie, wo
Läsionen ein APHE beibehalten und sogar in den Folgemonaten gering wachsen können.

Was sollte ich tun, wenn ich unsicher bin, ob die Tumoren vital sind oder nicht?

Kategorisieren Sie als LR-TR „unklar“, wenn die Bildqualität ausreichend ist. Siehe Seite 12.

Schließt LR-TR „nicht vital“ mikroskopisch vitale Anteile aus?

Nein. LR-TR „nicht vital“ bedeutet, dass es keinen Hinweis auf einen vitalen Tumor gibt. Kleine Herde
von vitalen Tumorzellen können durch nichtinvasive Bildgebung nicht ausgeschlossen werden.

Wie kann ich den Resttumor von einem neuen Tumor neben einer behandelten Beobachtung
unterscheiden?

Im Gegensatz zu einem neuen Tumor in der angrenzenden Leber tritt ein Resttumor gewöhnlich
innerhalb oder am Rand der behandelten Beobachtung auf. Das Vorhandensein von gesundem
Leberparenchym zwischen der Läsion und dem Parenchymdefekt erlaubt die Differenzierung zwischen
einer neuen Läsion und einem Rezidiv. Treffen Sie eine Entscheidung und wenden Sie den
entsprechenden LI-RADS-Algorithmus an (CT / MRT Therapieansprechen oder Diagnose). Beispiel:
Eine neue Beobachtung weist Merkmale auf, die für einen de novo Ursprung sprechen (z. B. Knoten im
Knoten) und/oder eine Metastase aus der behandelten Läsion ausschließen (z. B. Unterschiede in Fett,
Eisen, HBP-Gehalt). Dann sollte die Läsion als neuer Tumor betrachtet werden.

Wie bewerte ich die Reaktion des Tumors in der Vene auf die Behandlung?

Dies kann eine Herausforderung sein. Wenden Sie die LI-RADS-Therapieansprechen-Kriterien so gut
wie möglich an.

Wie kategorisiere und Befunde ich einen neuen Tumor in der Vene, der neben einer behandelten
Observation auftritt?

Der neue Tumor in der Vene sollte als LR-TIV kategorisiert werden und als "neuer LR-TIV“ neben einer
behandelten Observation" befundet werden. Die behandelte Observation sollte, wie jede andere
behandelte Observation, kategorisiert und befundet werden.
Rationale: Der Nachweis eines neuen Tumors in der Vene sollte den behandelnden Ärzten als LR-TIV
mitgeteilt werden, da dieser neue Befund das Management des Patienten bezüglich der behandelten
Observation unabhängig von den Kategorien nach Therapieansprechen beinflussen kann.
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Therapieansprechen

Muss ich das Ansprechen jeder Observation beurteilen, wenn ich eine große Anzahl an
Observationen habe?

Wenn es eine große Anzahl von behandelten Observation, die ähnliche Bildgebungsmerkmalen
nach der Behandlung zeigen und davon ausgegangen werden kann, dass das Ansprechen ähnlich
ist, können Sie das Therapieansprechen in der Summe bewerten

Wie kategorisiere ich das Therapieansprechen einer Observation, die nach der Behandlung
vollständig verschwindet?

Als „nicht vital“ - d.h. als LR-TR avital

Wie beurteile ich das Therapieansprechen einer Observation, die sich entlang eines
Resektionsrandes entwickelt?

Neue Observationen, die entlang des Resektionsrandes lokalisiert sind, sollten analog des LI-
RADS-Algorithmus für Therapieansprechen als „nicht beurteilbar“, als „avital“, als „nicht eindeutig“
oder als „vital“ kategorisiert werden.

Wie beurteile ich eine Observation, die sich fern vom Resektionsrandes entwickelt?

Eine Observation, die sich nach einer Hepatektomie fern vom Operationsrand entwickelt, sollte
analog des LI-RADS Algorithmus für Ansprechen als LR-NC, LR-TIV, LR-1, LR-2, LR-3, LR-4, LR-5
oder LR-M kategorisiert werden.

47
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Technik
Welche Modalität und welchen Kontrastmitteltyp empfiehlt LI-RADS zur Diagnose oder zum Staging?

LI-RADS liefert eine Anleitung zur korrekten Anwendung der Bildgebungstechnik für die Modalität (CT, MRT) und der
Kontrastmittel (ECA, HBA), empfiehlt jedoch keine bestimmte Modalität und kein bestimmtes Kontrastmittel. Die Wahl
der Modalität und des Kontrastmittels hängt von der Präferenz, Toleranz und der Sicherheit des Patienten ab, von
zahlreichen Faktoren, die die Bildqualität oder die Durchführbarkeit der Untersuchung beeinflussen können, von
bisher angewandter Bildgebungsmodalität und bisher angewandtem Kontrastmittel und von der Expertise der
Institution und des Radiologen. Radiologen sollen die Modalität und das Kontrastmittel individuell auf den Patienten
abstimmen.

Besonderheiten bei der Beurteilung des Therapieansprechens?

Obwohl das Therapieansprechen mit CT oder MRT und mit jedem Kontrastmittel beurteilt werden kann:
• Die MRT kann der CT nach einer jodierten Öl-TACE vorgezogen werden, da dichtes Öl innerhalb eines
embolisierten Tumors eine Tumorresiduum oder ein Tumorrezidiv maskieren kann.
• Eine MRT mit extrazellulärem Kontrastmittel kann gegenüber einer MRT mit Gadoxetat bevorzugt werden, da es
bei diesem zu Bewegungsartefakten in der arteriellen Phase kommen kann. Bei Patienten, bei denen der
Nachweis neuer Läsionen als wichtiger angesehen wird als die Beurteilung des Therapieansprechens der
behandelten Läsionen, kann eine Gadoxetat-MRT geeigneter sein.

Radiologen sollten die Modalität und das Kontrastmittel individuell an den Patienten und die durchgeführte Therapie
anpassen.

Kann ich LI-RADS zur Interpretation und zur Berichterstellung verwenden, wenn empfohlene
Bilder/Sequenzen weggelassen werden?

Ja. Eine bestimmte LI-RADS-Kategorie kann oft zugewiesen werden, selbst wenn empfohlene Bilder/Sequenzen
weggelassen werden. Zum Beispiel würde eine Untersuchung mit Bilder der arteriellen und späten
Kontrastmittelphase eine sichere LR-5-Kategorisierung ermöglichen, wenn diese Bilder eine Observation mit APHE,
„wash-out" und "Kapsel" zeigen.

Sind die technischen Empfehlungen von LI-RADS für CT und MRT konsistent mit OPTN?

Ja. Eine kurze Übersicht über OPTN & LI-RADS finden Sie auf Seite 15. Siehe Handbuch (ausstehend) für eine
detaillierte Überprüfung.

Warum verwendet LI-RADS "Übergangsphase" anstatt „Spätphase" für Gadoxetat?

Für eine Gadoxetat-verstärkte MRT stellt der Zeitraum von 2-5 Minuten nach der Kontrastmittel-Injektion einen
Übergang von extrazellulär-dominanter (d.h. portalvenöser Phase) zu intrazellulär-dominanter (d.h. hepatobiliärer
Phase) dar und wird daher als "Übergangsphase" bezeichnet. Während dieses Zeitraums tragen sowohl die
intrazellulären als auch die extrazellulären Anteile von Gadoxetat wesentlich zur Parenchymanreicherung bei. Dies
unterscheidet sich grundlegend von der herkömmlichen Spätphase unter Verwendung anderer KM, bei denen die
Kontrastmittelanreicherung die extrazelluläre Verteilung des Kontrastmittels widerspiegelt.

49
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Technik

Warum wird die spätarterielle Phase ausdrücklich bevorzugt? Und was ist der optimale Scan-
Zeitpunkt?

Die spätarterielle Phase wird ausdrücklich bevorzugt, da das HCC-Enhancement in der spätarteriellen
gewöhnlich höher ist als in der früharteriellen Phase und einige HCCs nur in der spätarteriellen Phase
anreichern. Der optimale Scan-Zeitpunkt hängt von der Modalität (CT / MRT), der Art, des Volumens
und der Konzentration des Kontrastmittels, der Flussrate der Kontrastmittelinjektion, der Timing-
Methode (Fix, Bolus-Tracking, Testbolus) und der Zeit bis zur K-Raum-Zentrum-Füllung (für MRI) ab.
Siehe Handbuch (ausstehend).

Wie kann ich beurteilen, ob die Anreicherung in der Leber während der hepatobiliären Phase
(HBP) ausreichend ist?

Das Leber-Enhancement während des HBP ist ausreichend, wenn das Parenchym im Vergleich zu
den hepatischen Blutgefäßen eindeutig hyperintens ist. Ansonsten ist es suboptimal. Der
Mechanismus für ein suboptimales HBP-Enhancement ist nicht gut verstanden, spiegelt jedoch
wahrscheinlich eine verringerte Anzahl funktionstüchtiger Hepatozyten oder eine Dysfunktion der
zellulären Transportmechanismen wider. Fallstrick: Die sichtbare Ausscheidung von Gadoxetat in die
Gallengänge deutet nicht auf ein ausreichendes Leber-Enhancement hin. Siehe Handbuch
(ausstehend).

Sollte ich den Scan-Zeitpunkt verzögern oder den Flip-Winkel erhöhen wenn die HBP
suboptimal ist?

Das Verzögern des Scan-Zeitpunkts der HBP kann die Bildqualität bei einer zirrhotischen Leber mit
verminderter Funktion verbessern, die Auswirkungen auf die diagnostische Genauigkeit sind jedoch
nicht bekannt. Die Erhöhung des Flip-Winkels verbessert das Kontrast-zu-Rausch-Verhältnis von
Läsionen zum Leberparenchym bei Metastasen in normalen Lebern, hat jedoch unbekannte
Auswirkungen auf die Bildqualität und die diagnostische Genauigkeit bei Leberzirrhose mit
verminderter Funktion.

Wie kann ich hypointense, isointense oder hyperintense Observationen im Vergleich zur Leber
beurteilen, wenn das Enhancement in der Leber während des HBP suboptimal ist?

Siehe FAQ / Imaging-Funktionen auf Seite 56.


LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Management
LI-RADS weist darauf hin, dass es angemessen sein kann eine alternative Bildgebung
innerhalb von weniger als sechs Monaten zu empfehlen, wenn keine Observation gemacht
worden ist. Was ist hierzu die Rationale?

In den meisten Fällen ohne nachweisbare Observation im Multiphasen-CT oder MRT, erfolgt eine
Routineüberwachung in 6 Monaten. Bei anderweitig positivem Screening-Test (z. B. ein definitiver
solider Knoten im Ultraschall oder ein hochpositives AFP) kann eine alternative Bildgebung nützlich
sein, um ein falsch negatives Resultat im initialen CT oder MRT auszuschließen. In solchen Fällen
benutzen Sie Ihre eigene Einschätzung um das angemessene alternative Verfahren und Zeitintervall
zu empfehlen. CEUS kann insbesondere hilfreich sein, falls in einem Screening-Ultraschall ein für
CT oder MRT nicht darstellbare Läsion detektiert wurde.

Lässt sich das optimale Patientenmanagement direkt von der LI-RADS-Kategorie ableiten?

Nein, das optimale Patientenmanagement wird bestimmt durch die LI-RADS-Kategorie und durch
die klinische Einschätzung, welche die Vorstellungen und Komorbiditäten des Patienten, die
Tumorlast, die Verfügbarkeit der Lebertransplantation, den sozioökonomischen und
Versicherungsstatus, und die Zuweisungsmöglichkeiten integriert. Da Radiologen möglicherweise
nicht alle relevanten Faktoren zur Verfügung stehen kann eine multidisziplinäre Diskussion mit
einem Konsensus-basierten Management in schwierigen Fällen hilfreich sein.

Wenn man der Ansicht ist, dass eine Biopsie nötig ist, sollte dies dann auch empfohlen
werden?

Es ist vernünftig anzugeben das seine Biopsie zur Bestätigung der Diagnose nötig ist, aber es
existieren auch Faktoren neben dem bildgebenden Befund selbst, die die Entscheidung zur Biopsie
beeinflussen könnten. Es ist empfehlenswert den Kliniker nicht zur Biopsie zu zwingen, da
unbekannte Gründe vorliegen könnten, warum dies für den speziellen Patienten kein angemessenes
Vorgehen ist.

Ich bin besorgt, dass meine klinischen Kollegen nicht wünschen, dass für die Bildgebung
Follow-up-Intervalle in meinen Befunden angegeben werden. Bin ich gezwungen diese
Informationen in meine Befunde zu integrieren?

Nein, die Follow-up-Intervalle auf Seite 13 sind typische Zeiträume, aber benutzen Sie Ihre
persönliche Einschätzung ob spezifische Zeitintervalle in Ihren Befunden eingeschlossen werden
sollen.

51
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Management

Das Management für LR-3 ist im CEUS- und CT/MRT-Algorithmus unterschiedlich. Was ist die
Begründung?

Wie von zwei kürzlichen Studien1,2 gezeigt sind LR-3-Observationen im CT oder MRT gutartige
Perfusionsänderungen oder indolente Läsionen, welche sicher ohne multidisziplinäre Diskussion
nachverfolgt werden können (Anhang, ausstehend). Weniger ist über den natürlichen Verlauf von
LR-3-Observationen im CEUS bekannt, aber indirekte Hinweise deuten an, dass solche
Observationen engmaschige Kontrollen verlangen. Per Definition sind alle CEUS-Observationen
bereits im B-Bild nachweisbar. In der zirrhotischen Leber haben sonographisch sichtbare Läsionen
eine hohe Vortestwahrscheinlichkeit für ein HCC, außer die CEUS-Kriterien sind typisch für ein
Hämangiom oder eine andere benigne Entität. Eine kürzlich publizierte retrospektive Studie³ zeigte,
dass 60% (45/75) aller CEUS-LR-3-Observationen HCCs sind (siehe CEUS-Manual, ausstehend).

Referenzen

1. J-Y Choi et al. Indeterminate observations (Liver Imaging Reporting and Data System
Category 3) on MRI in the cirrhotic liver: fate and clinical implications. AJR 2013. PMID
24147469
2. M Tanabe et al. Imaging outcomes of Liver Imaging Reporting and Data System Version 2014
Category 2, 3, and 4 observations detected at CT and MR Imaging. Radiology 2016. PMID
27115054
3. E Terzi, L. De Bonis, S. Leoni, et al. Dig Liv Dis, 2017; 49, Suppl 1, e22
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core
Befundung

Wieviele Observationen soll ich beschreiben?

Entscheiden Sie nach Ihrer Erfahrung, wieviele der Observationen Sie als individuelle Observation
(Läsion), als Gruppe von Befunden oder kombiniert beschreiben.

Was soll ich beschreiben, wenn keine auffälligen Observationen vorliegen?

LR-1 und LR-2 Observationen können im Befund zusammengefasst werden. Die Beurteilung sollte
eine einfache Zusammenfassung , wie “keine malignitätsverdächtigen LI-RADS Observationen”
enhalten.

Wie soll ich eine schon behandelte Observation beschreiben?

Geben Sie die aktuelle Respons-Kategorie und, sofern möglich die Größe des vitalen Tumors an.
Geben Sie möglichst auch die LI-RADS Kategorie und Größe vor Therapie an.
• LR-TR avital, (vor Therapie LR-5, 22 mm)
Beispiel: • LR-TR vital 20 mm, (vor Therapie, LR-5, 32 mm)
• LR-TR unklar 15 mm, (vor Therapie, histologisch gesichertes HCC, 21 mm)

Was muss bei HCC Transplantationskandidaten berücksichtigt werden?

Der standardisierte CT/MRT LI-RADS Befund beschreibt die notwendigen Informationen für
Transplantationskandidaten mit HCC: Anzahl und Größe der LR-5 Observationen, LR-5g
Observationen und histopathologisch gesicherte HCC, sowie die Größe deren vitalen Anteils im
Falle einer stattgehabten loko-regionären Therapie. Nennen Sie die Hauptmerkmale für jede LR-5
Observation, um die Konvertierung in OPTN-Klassen zu ermöglichen. Denken Sie daran, dass
kategorisierte LR-5-, 10-19 mm-Beobachtungen mit APHE und Wasout als einziges zusätzliches
Hauptmerkmal in den USA nicht als OPTN-Klasse 5A für HCC-Ausnahmepunkte bei
Lebertransplantationen gelten. Geben Sie auch LR-M und LR-TIV Observationen an, da diese
Einfluss auf die Vorbereitung vor Transplantation und die grundsätzliche Transplantationseignung
haben können.

Was muss bei biopsierten, histo-pathologisch gesicherten Observationen befundet werden?


Dies ist abhängig von der pathologischen Diagnose:
• Maligne oder benigne ohne hepatozellulären Ursprung (z.B. Hämangiom): Geben Sie die
pathologische Diagnose, klinisch relevante, bildmorphologische Eigenschaften und die evtl.
Größenänderung im Vergleich zu Voruntersuchungen an: z.B., ”histologisch gesichertes
Hämangiom, unverändert bzgl. Größe und übriger Bildgebungseigenschaften zu Voraufnahmen”.
• Benigne hepatozellulären Ursprungs (z.B. regenerativer oder dysplastischer Knoten): Geben Sie
die LI-RADS Kategorie, pathologische Diagnose, bildmorphologische Eigenschaften und die evtl.
Größenänderung im Vergleich zu Voruntersuchungen an: z.B., “histologisch dysplastischer LR-4
Knoten mit neu aufgetretenem APHE und Intervallwachstum von 12 auf 16 mm”.
53
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Befundung

Was muss berichtet werden im Fall einer Diskrepanz von pathologischer Diagnose und LI-RADS
Kategorie?

Beschreiben Sie die Diskrepanz unter Angabe der LI-RADS Kategorie und der pathologischen Diagnose.
Erklären Sie knapp warum die Diskrepanz vorliegt. Berücksichtigen Sie dabei eine multidisziplinäre Diskussion
(“Tumorboard”) mit konsensueller Begutachtung von Histologie, Bildgebung und übriger Befunde, um die
Diskrepanz zu rechtfertigen.

Wenn pathologisch gesicherte Observationen keiner LI-RADS Kategorie zugeordnet werden sollen,
warum soll ich dann deren Bildgebungseingeschaften und Verlaufsänderung beschreiben?

Radiologen sollen weiterhin typische und kritische zusätzliche Befunde von pathologisch gesicherten
Observationen beschreiben, da eine Verlaufsveränderung dieser Befunde klinisch relevant sein kann: z.B.,
“Pathologisch gesichertes Cholangiokarzinom mit bildgebend Intervallwachstum von 22 mm auf 28 mm” oder
“Pathologisch gesichertes HCC mit bildgebend venösem Tumoreinbruch im Intervall”.

Wie soll ich LR-TIV befunden?

Geben Sie die am wahrscheinlichste zugrundeliegende Ätiologie (HCC, Nicht-HCC Malignom, unklar) an.
Siehe Seite 21 für Hinweise. Beschreiben Sie auch die beteiligten Gefäße sowie das Vorhandensein und die
Größe einer zugehörigen parenchymatösen Läsion.

Warum sollte ich, wenn möglich, die wahrscheinlichste zugrundeliegende Ätiologie von TIV befunden?

Eines der Hauptziele von LI-RADS ist es, eine klare Kommunikation zu ermöglichen. Manchmal ermöglichen
bestimmte Bildgebungsmerkmale dem Radiologen, die wahrscheinlichen TIV-Ätiologien einzugrenzen. Unter
diesen Umständen kann die Einschätzung des Radiologen helfen, das Management des Patienten zu
verbessern, auch wenn keine absolute Gewissheit vorliegt. Hinweise zur Befundung von LR-TIV finden Sie
auf Seite 21.

Wie sollte ich LR-M befunden?

Befunden Sie Hauptmerkmale, Wachstum, existente Zusatzmerkmale und andere Merkmale. Geben Sie
relevante Änderung zum Vorbefund an. Geben Sie möglichst die wahrscheinlichste zugrundleliegende
Ätiologie an. Siehe Seite 23 für Hinweise.

Wenn die Bildgebung die verschiedenen LR-M-Tumorarten nicht eindeutig unterscheiden kann, warum
soll ich die wahrscheinlichste zugrundeliegende Ätiologie befunden?

Eines der Hauptziele von LI-RADS ist es, eine klare Kommunikation zu ermöglichen. Manchmal ermöglichen
bestimmte Bildgebungsmerkmale dem Radiologen, die wahrscheinlichen Tumorarten einzugrenzen. Unter
diesen Umständen kann die Einschätzung zum wahrscheinlichsten Tumortyp(en) dazu beitragen, das
Management des Patienten zu verbessern, auch wenn keine absolute Gewissheit vorliegt. Hinweise zur
Befundung von LR-M finden Sie auf Seite 23.
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Befundung

Was sollte ich befunden, wenn eine Observation in der aktuellen Untersuchung die Kriterien
für das Schwellenwachstum nicht erfüllt, aber in der Voruntersuchung erfüllt hat?

Wie auf Seite 57 diskutiert, sollte eine Läsion, die Kriterien für das Schwellenwachstum zu
irgendeinem Zeitpunkt erfüllt hat, auch in allen nachfolgenden Untersuchungen das
Schwellenwachstum voraussetzen (d.h. die Präsenz des Schwellenwachstums wird auf alle
zukünftige Untersuchungen übertragen). Daher sollte das Schwellenwachstum weiterhin als
gegeben vorausgesetzt werden. Befunden Sie die Änderung der Größe zum letzten Vorbefund und,
falls möglich, auch das Datum, an dem die Kriterien für das Schwellenwachstum zuletzt erreicht
wurden. Siehe Seite 57

Was soll ich tun, wenn die LI-RADS-Kategorie, die unter Verwendung von LI-RADS-Kriterien
zugewiesen wurde, die tatsächliche Wahrscheinlichkeit von Malignität auf der Grundlage
meiner Beurteilung nicht angemessen vermittelt?

Befunden Sie die LI-RADS-Kategorie und Ihre Beurteilung: z. B. "LR-4, höchstwahrscheinlich HCC."

Was sollte ich bei LR-NC-Beobachtungen angeben?

Befunden Sie mögliche technische Limitationen oder Artefakte und geben Sie Vorschläge zur
Aufarbeitung. Geben Sie insbesondere an, ob die verursachende technische Limitation oder das
Artefakt unter Verwendung derselben Bildgebungsmethode zu beheben ist oder ob eine andere
Modalität oder ein anderes Kontrastmittel benötigt wird, um in Zukunft eine qualitativ hochwertige
Untersuchung zu ermöglichen.

Was sollte ich befunden, wenn es keine relevanten Observationen gibt, und gleichzeitig die
Qualität der Untersuchung durch eine oder mehrere erforderliche Sequenzen oder durch
Artefakte wesentlich beeinflusst sind?

Befunden Sie, dass keine Observation darstellbar ist. Geben Sie darüber hinaus aber an, dass die
Untersuchung technische Limitationen aufweist, weswegen die Sensitivität insbesondere für kleine
Läsionen herabgesetzt ist. Schlagen Sie eine Wiederholung derselben Bildgebung (wenn die
technische Limitation zu beheben ist) oder eine anderen Methode vor.

Wo finde ich Befundungsvorlagen für meine Praxis und Beispiele für LI-RADS-Befunde?

Diese können hier heruntergeladen werden (ausstehend).

54
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Bildgebungsmerkmale
Gibt es eine minimale Größe für die Anwendung der Begriffe “Mehranreicherung in der
arteriellen Phase”, “washout” oder “Kapsel”?

Nein. Es ist ausreichend, wenn der Untersucher die Begriiffe für anwendbar hält.

In welcher Ebene sollte die Messung der Läsion durchgeführt werden?

Aus Standardiserungsgründen sollte die axiale Ebene vorgezogen werden. Wie auch immer, man
kann auch in einer anderen Ebene mit guter Darstellbarkeit und Abgrenzbarkeit der Läsion messen.
Es sollte dann bei zukünftigen Untersuchungen die gleiche Ebene zur Verlaufsbeurteilung
eingesetzt werden.

Kann “Washout” nur bei Läsionen mit “Mehranreicherung in der arteriellen Phase” auftreten?

Nein, “Washout” kann auch ohne Mehranreicherung in der arteriellen Phase auftreten, solange
überhaupt Anreicherung nachgewiesen werden kann.

Müssen “Washout” und “Mehranreicherung in der arteriellen Phase” notwendigerweise im


gleichen Anteil der Läsion auftreten?

Nein, Mehranreicherung in der arteriellen Phase und Washout müssen nicht notwendigerweise im
gleichen Teil der Läsion auftreten. Beispielsweise kann eine 25 mm Läsion eine Mehraneicherung in
der arteriellen Phase in einem Abschnitt und Washout in einem anderen Abschnitt als LR-5
kategorisiert werden.

Warum erfordert Washout ein Vergleich mit dem umgegenden Lebergewebe und nicht mit
Knoten?

Historisch wurde in der diesbezüglichen Literatur das Washout einer Observation mit dem
Hintergrundlebergewebe verglichen. Dies interpretieren wir als umgebendes Lebergewebe. Bis sich
ein alternativer Vergleichsort nachweislich als vorteilhafter erweist hat, behalten wir das aktuelle
Vorgehen bei.

Warum kann ich das “Washout” nicht in der Übergangsphase beim Gadoxetate-MRT
anwenden?

Mit dem Gadoxetate-MRT ist die portalvenöse Phase relativ spezifisch für ein HCC. Allerdings weist
eine Hypointensität in der Übergangsphase eine unzureichende Spezifität auf, da die KM-Aufnahme
des Hintergrundlebergewebes ausreichend hoch ist, dass cholangiozelluläre Karzinome und andere
Nicht-HCC-Malignome hypointens erscheinen können. ➔ Manual (ausstehend)

56
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed
CT/MRI Core

Bildgebungsmerkmale

Warum macht LI-RADS eine Unterscheidung zwischen Merkmalen, die für Malignität und
Merkmalen die besonders für ein HCC sprechen?

Die meisten Kriterien, die für Malignität sprechen sind unspezifisch und treten sowohl bei HCCs, als
auch bei anderen Malignomen auf. Einige für Malignität sprechende Kriterien sind HCC-spezifisch
und können helfen zwischen HCC und Nicht-HCC-Malignomen zu unterscheiden.

Wenn die Anreicherung des Lebergewebes in der hepatobiliären Phase suboptimal ist, wie
kann ich hypointense, isointense oder hyperintense Observationen im Vergleich zum
umgebenden Lebergewebe charakterisieren?

Wenn eine Observation hypointens in der hepatobiliären Phase ist, kann sie auch bei suboptimalem
Enhancement des Parenchyms so charakterisiert werden. Wenn die Läsion iso- oder hyperintens ist,
kann die Charakterisierung der hepatobiliären Phase unzuverlässig sein.

Siehe ähnliche Fragen in FAQ/Technik auf Seite 49

LR-M-Kriterien scheinen gut bei intrahepatischen cholangiozellulären Karzinom (iCCA)


anwendbar zu sein. Wie ist die Situation bei anderen Nicht-HCC-Malignomen?

LR-M-Kriterien wurden auf der Basis von eingeschränkter Evidenz formulliert, die meisten wurden im
Rahmen der Charakterisierung von HCC gegen CCC erfasst. Eine solche Evidenz liegt nicht für
andere Nicht-HCC-Läsionen vor. Glücklicherweise sind solche Läsionen selten.

Wie werden HCC, CCA und Hepatocholangiokarzinom differenziert?

Einige bildgebende Kriterien weisen auf einen hepatozellulären Ursprung hin (siehe unten). Das
Vorliegen solcher Kriterien schließt maligne Läsionen nicht hepatozellulären Ursprungs aus, wie das
intrahepatische cholangiozelluläre Karzinom (iCCA), aber nicht Hepatocholangiokarzinome (cHCC-
CCAs), welche beide Elemente enthalten. Implikation: Für maligne Läsionen mit hepatozelulären
Eigenschaften kommen die Differenzialdiagnosen HCC und cHCC-CCA in Frage. Eine
Differenzierung zwischen HCC und cHCC-CCA ist bildgebend nicht möglich.

Welche Kriterien sprechen für eine hepatozelluläre Genese?

Fett oder Blutanteile in der Läsion, Knoten im Knoten, Mosaikarchitextur, intrinsische T1-
Hyperintensität, HBP-Iso- oder Hyperintensität, anreichernde oder nicht-anreichernde Kapsel.
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed FAQs
CT/MRI Core

Bildgebungsmerkmale

Warum ist das „Wachstum“ nur auf Läsionen anwendbar?

Konzeptionell bezieht sich Wachstum auf die Vergrößerung einer Läsion durch Ausbreitung oder
Ausdehnung. Nicht-raumfordernde Läsionen wie die fokale Fettverteilungsstörung können sich
aufgrund der Einlagerung von Fett in benachbarten Hepatozyten vergrößern, dies bedeutet jedoch
keine Ausbreitung oder Expansion der zuvor schon steatotischen Hepatozyten. Durch diese
Berücksichtigung bleibt die Spezifität für das HCC bewahrt. Außerdem wird hierdurch berücksichtigt,
dass arterielle Phaseneinstellungen und andere technische Faktoren arterielle
Perfusionsveränderungen produzieren und eine Läsion als fälschlich existent angeben. Die
Festlegung, dass Wachstum nur für Läsionen gilt, verhindert eine falsche Kategorisierung dieser
gutartigen vaskulären Pseudoläsionen in LR-5.

Wie kann ich eine Läsion mit arteriellem Hyperenhancement und Schwellenwachstum von
einer benignen vaskulären Pseudoläsion unterscheiden, die zwischen zwei Untersuchungen
an Größe zugenommen hat?

Merkmale, die eine echte Läsion begünstigen, sind Sichtbarkeit in anderen Phasen und/oder
Sequenzen und der raumfordernde Effekt (z.B. eine Konturanomalie; Verschiebung oder
Verdrängung von Gefäßverläufen oder Gangstrukturen). Zu den Merkmalen, die eine vaskuläre
Pseudoläsion begünstigen, gehören die fehlende Darstellbarkeit in allen anderen Phasen und
Sequenzen, eine periphere Lokalisation, landkartenartige oder keilförmige Konfiguration (auf den
ursprünglichen -oder den multiplanaren reformatierten Bilder) und das Fehlen eines raumfordernden
Effekt.

Die MRT mit hepatobiliären Kontrastmittel kann helfen, eine Läsion mit arteriellem
Hyperenhancement von einer vaskulären Pseudoläsion zu unterscheiden. Die erstgenannte
Veränderung unterscheidet sich in der hepatobiliären Phase von der Leber durch die
Signalintensität, die Textur oder anderen Merkmalen.

Siehe Handbuch (ausstehend).

Wenn eine Läsion die Kriterien für ein Schwellenwachstum in einer früheren aber nicht mehr
in der aktuellen Untersuchung erfüllt, ist dann weiterhin von einem Schwellenwachstum
auszugehen?

Wenn eine Läsion zu irgendeinem Zeitpunkt die Kriterien für das Schwellenwertwachstum erfüllt hat,
wird das Schwellenwachstum bei allen nachfolgenden Untersuchungen als vorhanden dokumentiert.
Begründung: Wachstumsraten von malignen Tumoren können schwanken, weswegen nicht in jeder
Untersuchung die Kriterien für Schwellenwachstum erfüllt sein müssen. Informationen zur
Befundung finden Sie auf Seite 54.

57
LI-RADS® v2017 Diagnostic Algorithm Treatment Response Last Viewed Abkürzungen
CT/MRI Core

Abkürzungen
AASLD American Association for the Study of Liver Diseases
ACR American College of Radiology
ADC Apparent diffusion coefficient
AF Ancillary features (s)
AFP Alpha-fetoprotein
AP Arterial phase
APHE Arterial phase hyperenhancement
CEUS Contrast-enhanced ultrasound
cHCC-CCA Combined hepatocellular carcinoma-cholangiocarcinoma
DP Delayed phase
DWI Diffusion-weighted imaging
ECA Extracellular agent
ECP Extracellular phase
FNH Focal nodular hyperplasia
HBA Hepatobiliary agent
HBP Hepatobiliary phase
HC Hepatocellular
HCA Hepatocellular adenoma
HCC Hepatocellular carcinoma
HGDN High-grade dysplastic nodule
iCCA Intrahepatic cholangiocarcinoma
LGDN Low-grade dysplastic nodule
MDD Multidisciplinary discussion
NCCN National Comprehensive Cancer Network
OPTN Organ Procurement and Transplantation Network
PVP Portal venous phase
T2WI T2-weighted imaging
TACE Transcatheter arterial chemoembolization
TIV Tumor in vein
TP Transitional phase
WO “Washout” or washout appearance

33