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Quelle: WTD 81

Moderner Beruf, abwechslungsreiche Aufgaben, sichere Zukunft

Ingenieurin/Ingenieur in der
zivilen Bundeswehrverwaltung
Quelle: WTD 51

Gehobener technischer Dienst

www.bundeswehr-karriere.de Karriere mit Zukunft.


Inhaltsverzeichnis

Die zivile Bundeswehrverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) . . . . . . . . . . . . . . 4

Bundesamt für Informationsmanagement


und Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw) . . . . . . . . . . . . 6

Wehrmaterial der Bundeswehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Aufgaben im gehobenen technischen Dienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Einstellungsvoraussetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Traineeprogramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Karriere, Besoldung und Versorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Bewerbung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

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Willkommen in der zivilen Bundeswehrverwaltung

Interessante Aufgaben in einem modernen Als Beamtin/Beamter des gehobenen technischen


Arbeitsumfeld Dienstes wirken Sie bei der bedarfsgerechten Aus-
Die veränderte Weltlage wirkt sich signifikant auf stattung der Bundeswehr mit moderner und hoch-
die Sicherheitspolitik und auf die Einsatzschwer- wertiger Technik zu wirtschaftlichen Bedingungen
punkte unserer Streitkräfte aus. Die Bundeswehr mit. Ihr Arbeitgeber ist in diesen Bereichen das
wird daher auch verstärkt außerhalb der Landes- Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB)
und Bündnisgrenzen aktiv. Die Leistungsfähigkeit oder das Bundesamt für Informationsmanagement
unserer modernen Streitkräfte hängt dabei ganz und Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw).
entscheidend von der Qualität, Einsatzfähigkeit
und Verlässlichkeit ihrer Ausrüstung ab. Gegenüber der Industrie nehmen Sie als Vertreterin/
Vertreter des BWB und des IT-AmtBw die Rolle des
öffentlichen Auftraggebers ein. Ihre Tätigkeiten rei-
chen dabei von der Durchführung des Projektmanage-
ments bis hin zur Bearbeitung von fachtechnischen
Aufgaben und wehrtechnischen Vorhaben der For-
schung und Zukunftstechnologie.

Abgeleitet vom Bedarf der Streitkräfte werden


Projekte in fast allen Technikbereichen bearbeitet.
Übergeordnet sind zu nennen: Informationstechno-
logie sowie elektronisches Gerät aller Art, Land- und
Luftfahrzeuge, Schiffbau und Schiffsmaschinenbau,
Waffen- und Munitionstechnik, Bekleidung und
Truppengerät.
Streitkräfte Wehrverwaltung

BWB

IT-AmtBw

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 3


Das Bundesamt für Wehrtechnik und
Beschaffung (BWB)
Das BWB mit Hauptsitz in Koblenz ist als Bundes-
oberbehörde der Hauptabteilung Rüstung im
Bundesministerium der Verteidigung unterstellt.
Geleitet wird das BWB von einem Präsidenten und
einem Vizepräsidenten. Für alle organisatorischen
Funktionen sind ihnen ein Leitungsstab und das
Zentralcontrolling direkt zugeordnet.

Darüber hinaus sind vier Projektabteilungen jeweils


auf eine Produktgruppe spezialisiert. Hier werden

Quelle: BWB
Beschaffungsvorhaben in Projekten zusammenge-
fasst und mit modernen Methoden der Beschaffung
bearbeitet. Der Leiter eines Projekts ist – je nach
Bedeutung des Rüstungsvorhabens – Beamter des
höheren oder gehobenen technischen Dienstes. Er legen die technischen Forderunen für zu realisieren-
nimmt die Aufgaben des Projektmanagers wahr de Vorhaben fest, begleiten die Industrie bei der
und trägt die gesamte Verantwortung für sein Entwicklung und Produktion von Rüstungsprojekten
Projekt und seine Mitarbeiter. und sind kompetenter Partner der wehrtechnischen
Industrie. Sie beteiligen sich an nationalen und inter-
In übergreifenden Fragen werden die Projektabtei- nationalen Rüstungsgremien und helfen ausländischen
lungen von den Serviceabteilungen Wirtschaftlich- Partnern bei der Beschaffung und Nutzung von ein-
Technischer Service und Zentralservice unterstützt. geführtem Wehrmaterial.

Die Aufgaben in den Projektabteilungen Die Abteilungen im Einzelnen


Die Projektabteilungen unterstützen die Streitkräfte 1. Die Projektabteilung Land-Kampf projektiert
in der Bereitstellung und Nutzung ihrer Waffensyste- und beschafft
me. Sie planen und steuern die notwendigen system- 3 Kampffahrzeuge
technischen Forschungs- und Technologiearbeiten, 3 Artillerie-Waffensysteme
3 Flugabwehr-Waffensysteme
3 Infanteriebewaffnung und Panzerabwehrsysteme
3 Luftverteidigungs-Waffensysteme
3 Pionierkampfmittel, Such- und Räumsysteme
Präsident 3 landgestützte Flugkörper
PRL
Präsidialbüro 3 Brücken und Übersetzmittel
Vizepräsident
Pressestelle von der Analysephase bis zur Übernahme in die
Nutzung.
ZC
PB LS
Zentral- 2. Die Geschäftsfelder der Projektabteilung Land-
Projektbereich Leitungsstab controlling
Unterstützung unterteilen sich in
3 Einsatzunterstützungssysteme
3 Unterbringung im Feld und Ausstattung
PA K PA U PA L PA S SAbt. T* SAbt. Z SAbt. E
Projektabteilung Projektabteilung Projektabteilung Projektabteilung Serviceabteilung Serviceabteilung Serviceabteilung 3 System Soldat
Land-Kampf Land- Luft See Wirtsch. -Tech. Zentralservice Strategischer
Unterstützung Service Einkauf Bw 3 Aufklärungssysteme und Systeme der
„Elektronischen Kampfführung“
3 Ausbildungssysteme/Simulationssysteme.
Die Struktur des Bundesamts für
Wehrtechnik und Beschaffung

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3. Die Projektabteilung Luft ist verantwortlich für 3 das Auftragnehmercontrolling (z.B. Bewertung
3 das Projektmanagement fliegender Waffen- und und Bestätigung von auftragnehmerseitigen
Aufklärungssysteme einschließlich raumgestützter Qualitätsmanagementsystemen und Zulassung
Systeme von Luftfahrtsystemen).
3 die Systemtechnik und Integration von Subsys-
temen einschließlich Bewaffnung. 6. In der Abteilung Zentralservice vereinen sich viel-
schichtige Aufgaben der übergreifenden und
4. Die Projektabteilung See projektiert und beschafft grundsätzlichen Verwaltungsangelegenheiten.
für die Marine Das Dienstleistungsspektrum reicht von der Ver-
3 Überwasserkampfschiffe sorgung des Amtes mit Geschäftsbedarf über
3 Uboote Personalbearbeitung bis zur Erarbeitung von
3 Minenkampfsysteme Grundsatzregelungen für die Auftragsvergabe
3 Einsatzunterstützungs- und Hilfsschiffe einschließ- und den ärztlichen Dienst.
lich aller zugehörigen schiffstechnischen Subsys-
teme, Waffen und Sensoren und 7. Das Beschaffungsnetzwerk der Bundeswehr ist
3 trägt durch Unterstützung ausländischer Marinen ein virtueller Verbund der großen bundeswehrei-
beim Bau von Schiffen und bei der Beschaffung genen Beschaffungsorganisationen. Die Abteilung
von Ausrüstung in Deutschland zum Erhalt wichti- Strategischer Einkauf der Bundeswehr (StratEK Bw)
ger industrieller Kernfähigkeiten in Deutschland bei. koordiniert das Beschaffungsnetzwerk der Bundes-
wehr mit dem Ziel, die Umsetzung des 7-Punkte-
5. Die Unterstützungsabteilung Wirtschaftlich-Tech- Programms der Bundesregierung (d.h., stärkere
nischer Service nimmt technische und wirtschaftli- Bedarfsbündelung auf Konzernebene Bund) zu
che Querschnittsaufgaben wahr. Hierzu gehören unterstützen. Orientiert an industrieller Best Practice
insbesondere unter Nutzung der hohen Bedarfsdeckungskompe-
3 die Preis- und Kostenprüfung nach öffentlichem tenz in allen Marktbereichen bietet StratEK Bw
Preisrecht wirtschaftliche Bündelungsverträge in allen Pro-
3 Umweltschutz, Arbeitssicherheit und technische duktgruppen für Interessenten der Bundeswehr
Sicherheit auf Systemebene sowie und anderer Ressorts.
3 ein Kosten-Kompetenz-Center
(Kostenschätzfähigkeit).
Quelle: Dörendahl

Uboot 212

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 5


Das Bundesamt für Informationsmanagement und
Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw)
Das IT-AmtBw ist eine Bundesoberbehörde im Rüs- stützt. Die Konzeptionsaufgaben obliegen der
tungsbereich der Bundeswehrverwaltung mit Haupt- Abteilung A. Die Aufgabenbereiche Realisierung
sitz in Koblenz und der Abteilung Modernisierung der Projekte und Nutzungsverantwortung werden
im Bundesministerium der Verteidigung unterstellt. in den Abteilungen C, D und der im Jahr 2007 neu
eingerichteten Abteilung F bearbeitet. Weiterhin
Aufgabe des IT-AmtBw wurde 2007 die Realisierungsorganisation SASPF
ist die Ausstattung und eingerichtet. Die Aufgaben der Vertragsgestaltung,
Ausrüstung der Bundes- des Haushalts und der Wirtschaftlichkeit nimmt die
wehr mit aufgabenge- Abteilung B wahr.
rechten, modernen
und wirtschaftlichen IT- Abteilung A
Verfahren und –Syste- Die Abteilung A bildet den konzeptionellen Kern
men. Es ist damit zen- des IT-AmtBw und ist insbesondere für die Ausge-
traler Dienstleister für staltung des IT-Systems der Bundeswehr, in dem alle
die Streitkräfte und die IT-Anteile im Gesamtsystem dargestellt sind, verant-
Bundeswehrverwaltung. wortlich. Dies umfasst Aufgaben des Informations-
Dies umfasst die Kon- managements und der Interoperabilität ebenso wie
zeption, die Analyse, die Festlegung von IT-Standards und Sicherheitsar-
Quelle: WTD 51

die Projektierung und chitekturen. Ziel ist es, durch den Verbund Aufklä-
die Einführung sowie rung – Führung – Wirkung ein System zur Vernetz-
die Nutzung. Das IT- ten Operationsführung zu schaffen.
AmtBw schafft so die Voraussetzungen für ein zeitge-
mäßes Informationsmanagement in der Bundeswehr.

Die Struktur des IT-AmtBw orientiert sich an seinem


komplexen und anspruchsvollen Aufgabenspek-
trum. Sie ist konsequent auf Bedarfsermittlung,
Bedarfsdeckung und das Nutzungsmanagement
von Informationstechnik (IT) in der Bundeswehr
ausgerichtet und stellt die notwendige enge Ver-
zahnung der querschnittlichen Aufgaben Konzep-
tion, Vertrag, Finanzen und Wirtschaftlichkeit mit
den Aufgaben der Realisierung und des Nutzungs-
managements sicher.

Das IT-AmtBw wird von einem Präsidenten geleitet,


ein Vizepräsident vertritt ihn. Die Leitung des IT-
AmtBw wird unmittelbar durch den Leitungsstab/
Controlling sowie die Zentrale Unterstützung bei
der Wahrnehmung administrativer Aufgaben unter-

6 www.bundeswehr-karriere.de
Abteilung B
Die Abteilung B ist verantwortlich für die vertrag-
liche Umsetzung der Projekte des IT-AmtBw. Sie Präsident
sichert die Wirtschaftlichkeit der Beschaffung und
führt die Planung, Bewirtschaftung und Abrech-
nung der Haushaltsmittel durch.
Vizepräsident
Abteilung C
Die Abteilung C ist u.a. verantwortlich für die Pro-
jektrealisierung und Nutzungssteuerung von Funk- ZU LSC
Zentrale Unterstützung Leistungsstab /Controlling
kommunikationssystemen, Data Link Systemen,
Satellitenkommunikationssystemen und verlege-
fähigen Netzen für den Einsatz der Streiträfte. Abteilung A Abteilung B Abteilung C Abteilung D Abteilung F
Realisierungsor-
Informations- Vertrag, Kommuni- Anwendungen InfoSys ganisation
Abteilung D management Wirtschaftlich- kationsplatt- zur Führungs- Unterstützung,
Innovation keit, Haushalt form Einsatz unterstützung Grundbetrieb SASPF
Die Abteilung D realisiert Informationssysteme zur Konzeption IT-SysBw

Führungsunterstützung der Streitkräfte und stellt Nachgeordneter Bereich


diese mit dem Ziel bereit, einen Informationsverbund IT-Zentrum BW

zwischen Sensoren, Aufklärungs- und Auswertesys-


Die Struktur des Bundesamts für Informationsmanagement
temen, Waffensystemen und den sie anwendenden und Informationstechnik der Bundeswehr
Soldaten – insbesondere im Einsatz – zu schaffen.

Abteilung F
Die Abteilung F ist verantwortlich für das auftragge-
berseitige Projektmanagement und -controlling von
HERKULES (einem Partnerschaftsprojekt zwischen
öffentlicher Hand und privater Wirtschaft), das Pro-
duktmanagement SASPF (Standard-Anwendungs-
Software-Produkt-Familien) und die Bw-spezifischen
IT- Systeme im Bereich Administration und Logistik.

Die Realisierungsorganisation SASPF – ein temporäres


Organisationselement – ist verantwortlich für die
Realisierung von SASPF in der Bundeswehr. Mit Ein-
führung von SASPF für administrative und logistische
Aufgaben werden die bisherigen Systeme soweit wie
möglich durch eine organisationsbereichsübergreifen-
de SAP R/3-basierte Lösung schrittweise abgelöst.
Quelle: BWB

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 7


Modernste Technik:
das Wehrmaterial der Bundeswehr
Die Beschaffung von Wehrmaterial erfolgt bedarfs-
gerecht, d. h., das BWB und das IT-AmtBw rüsten
die Streitkräfte mit modernem Gerät aus.

Die Projektabteilungen des BWB und des IT-AmtBw


erarbeiten die hierfür notwendigen technischen
Konzepte und beauftragen die Industrie mit der
Realisierung. Zudem begleiten sie die Realisierung

Quelle: Eurocopter
bis zur Übergabe an die Streitkräfte.

Immer auf dem neuesten Stand


In technischen Fragen werden die Projektabteilun- Hubschrauber TIGER
gen des BWB durch wehrtechnische und wehrwis-
senschaftliche Dienststellen unterstützt. Diese hal-
ten das Know-how in den wehrtechnischen Fachge- fung und der Abnahme von fertigen Produkten
bieten auf dem modernsten Stand der Technik. Im beteiligt. Hierfür sind die wehrtechnischen Dienst-
Rahmen von Forschungs- und Technologieaufgaben stellen mit technischen Erprobungseinrichtungen
werden hier mögliche technische Zukunftsfelder ausgestattet, die teilweise zu den größten und
untersucht. Im konkreten Beschaffungsgang des modernsten in Europa gehören.
BWB sind die wehrtechnischen Dienststellen an der
technischen Bewertung von Angeboten, der Lösung Dem IT-AmtBw nachgeordnet ist das Zentrum für
von technischen Problemen während der Beschaf- Informationstechnik der Bundeswehr (IT-ZentrumBw)
mit betrieblichen Durchführungsaufgaben. Die Fach-
gruppen des IT-ZentrumBw nehmen insbesondere
EMV-Vermessung am Hubschrauber Aufaben der IT-Sicherheit, der Systemintegration,
der Projektunterstützung sowie der konkreten IT-
Unterstützung für den Einsatz wahr.

Attraktiv: internationale Aufgabenbereiche


IT- und Rüstungsvorhaben werden verstärkt im Rah-
men internationaler Kooperationen durchgeführt.
Vor diesem Hintergrund vertreten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des BWB und des IT-AmtsBw in
multinationalen Organisationen (z. B. der NATO),
Dienststellen und Projektbüros im Ausland (z. B. Ver-
bindungsstelle des Rüstungsbereiches USA/ Kanada)
deutsche Interessen bei der internationalen Projekt-
arbeit und in fachtechnischen Gremien. Eine befris-
tete Tätigkeit im Ausland ist daher möglich und
erwünscht.
Quelle: WTD 81

8 www.bundeswehr-karriere.de
Ihre Aufgaben als Beamtin/Beamter im
gehobenen technischen Dienst
Mit dabei – von A bis Z Sie arbeiten sehr oft auch mit Vertretern der Part-
Von der ersten konzeptionellen Vorstellung und der nerstaaten in Europa, den USA und Kanada sowie
ersten technischen Idee über die Beschaffung bis zur der ausländischen Industrie zusammen. Sprach-
Aussonderung sind Sie in die Materialversorgung kenntnisse gehören daher auch zu Ihren wichtigen
der Bundeswehr einbezogen. Während der Beschaf- Qualifikationen, wenn Sie im Rüstungsbereich und
fungsphasen legen Sie technische Forderungen und in internationalen Einrichtungen der Rüstungs-
den Leistungsumfang der zu beschaffenden Ausrüs- kooperation tätig werden wollen.
tung fest. Sie lenken deren Entwicklung bei der
Industrie, erproben und bewerten die Prototypen
und begleiten die Realisierung bis hin zur Abnahme
des fertigen Produktes. In der Güteprüfung beob-
achten und kontrollieren Sie die Vorbereitung der
Produktion, die laufende Serienfertigung sowie das
fertige Material.

Während der Nutzung betreuen Sie die Ausrüstung


und halten sie auf dem neuesten Stand der Technik.
Qualitätsbewusstsein, wirtschaftliches Denken und
Handeln in Verbindung mit soliden Fachkenntnissen
sind dabei wichtige Anforderungen an Ingenieurin-
nen und Ingenieure.

Quelle: WTD 52

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 9


Und das bringen Sie mit

Fachgebiete im gehobenen technischen Dienst Weitere Einstellungsvoraussetzungen


Für den Einstieg in die Laufbahn des gehobenen Eine Einstellung setzt weiterhin voraus, dass Sie
technischen Dienstes in der Bundeswehrverwaltung 3 Deutsche/Deutscher im Sinne des Artikels 116 des
– Fachrichtung Wehrtechnik - haben Sie ein für das Grundgesetzes sind
jeweilige Fachgebiet geeignetes Studium an einer 3 die Gewähr dafür bieten, jederzeit für die frei-
Fachhochschule abgeschlossen oder verfügen über heitliche demokratische Grundordnung im Sinne
einen anderen als gleichwertig anerkannten Studien- des Grundgesetzes einzutreten
abschluss (z. B. akkreditierter Bachelorabschluss). 3 persönlich und fachlich für die Aufgabe geeignet
sind
In der folgenden Tabelle ist die Laufbahn in Fachge- 3 die Einstellungsaltershöchstgrenze nicht über-
biete untergliedert, denen maßgebliche Studien- schreiten, die grundsätzlich bei der Vollendung
gänge zugeordnet sind. Die endgültige Zuordnung des 32. Lebensjahres liegt
zum jeweiligen Fachgebiet erfolgt jedoch erst nach 3 uneingeschränkt versetzungsbereit sind.
Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen.
Die Einstellungsaltershöchstgrenze wird in folgen-
den Situationen verlängert:
3 für schwerbehinderte Menschen mit einem Grad
der Behinderung von 50 Prozent bzw. Gleichge-
stellte bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres
3 beim Vorliegen von Betreuungszeiten, z. B. Eltern-
Wehrtechnisches Fachgebiet Maßgebliche Studiengänge zeit, häusliche Pflege eines Angehörigen
Informationstechnik Elektrotechnik mit Schwerpunkt 3 für Soldatinnen und Soldaten auf Zeit (mind.
und Elektronik Nachrichtentechnik/Hochfrequenztechnik/ zwölf Jahre): ohne Altersbegrenzung, wenn die
Elektronik/Mikrosystemtechnik, technische
Informatik ( oder vergleichbar ) Bewerbung innerhalb von sechs Monaten nach
Beendigung des Dienstverhältnisses oder der
Elektrotechnik und Elektrotechnik mit Schwerpunkt
Fachausbildung erfolgt oder Sie im Besitz eines
Elektroenergiewesen Starkstromtechnik/Energietechnik,
Automatisierungstechnik ( oder vergleichbar ) Eingliederungs- bzw. Zulassungsscheines sind.

Luftfahrzeugbau und Luft- und Raumfahrttechnik,


Luftfahrzeugantriebe Flugzeugbau/Flugtriebwerkbau,
Maschinenbau mit Schwerpunkt instationäre
Strömungsmaschinen ( oder vergleichbar )

Schiffbau und Schiffstechnik/Schiffbau, Schiffsmaschinenbau,


Schiffsmaschinenbau Maschinenbau mit Schwerpunkt Kraft- und Ar-
beitsmaschinen/Fördertechnik (o. vergleichbar)

Kraftfahr- und Kraftfahrzeugtechnik, Maschinenbau


Gerätewesen mit Schwerpunkt Kolbenmaschinen/Kraft- und
Arbeitsmaschinen/Thermodynamik
( oder vergleichbar )

Waffen- und Maschinenbau mit Schwerpunkt


Munitionswesen Thermodynamik, Feinwerktechnik,
Physikalische Technik ( oder vergleichbar )

10 www.bundeswehr-karriere.de
Ihre Laufbahnausbildung in Form eines Traineeprogramms

Zur Vorbereitung auf die künftigen Aufgaben 3 Lehrgang „Fachgebietsbezogene Wehrtechnik“


durchlaufen Sie ein attraktives Traineeprogramm. Dauer: ca. fünf Wochen
Hier ergänzen Sie das durch Ihr Studium erworbene 3 Lehrgang „Allgemeine Rechts- und Verwaltungs-
Wissen um die Besonderheiten der Wehrtechnik grundlagen“ an einer Bundeswehrverwaltungs-
und der Bundeswehrverwaltung. Durch eine gründ- schule
liche praktische und theoretische Ausbildung wer- Dauer: ca. sechs Wochen
den Ihnen die erforderlichen allgemeinen und fach-
lichen Kenntnisse für den gehobenen technischen Praxis im Traineeprogramm
Dienst vermittelt. Sie haben dabei die Gelegenheit, In der praktischen Ausbildung beim BWB oder IT-
das Wehrmaterial in der Entwicklung, Erprobung AmtBw sowie an den Wehrtechnischen Dienststel-
und Fertigung sowie das technische Projektma- len nehmen Sie zunehmend selbstständig am Pro-
nagement kennen zu lernen. jektmanagement und an Untersuchungen von
wehrtechnischem Material teil. Dadurch werden Sie
In dieser Phase sind Sie im Beamtenverhältnis auf mit den wichtigsten Erprobungsmitteln, Methoden
Widerruf und besonderen Verfahren in Ihrem Fachgebiet ver-
Technische Regierungsoberinspektoranwärterin traut und auf spätere Aufgaben vorbereitet.
bzw. Darüber hinaus werden Sie durch Besuche bei ver-
Technischer Regierungsoberinspektoranwärter. schiedenen Dienststellen des Rüstungsbereichs (z. B.
Marinearsenalbetrieben, Wehrtechnischen Dienst-
Das Traineeprogramm dauert 18 Monate und kann stellen, Güteprüfstellen und IT-Zentrum der Bundes-
auf Antrag auf zwölf Monate gekürzt werden, wenn wehr) über Organisation, Aufgaben und Gerät
Sie Zeiten einer geeigneten berufspraktischen Aus- informiert.
bildung (z. B. Lehrzeit, Praktikantenzeit) oder für die
Ausbildung förderliche Zeiten einer beruflichen Ihre Laufbahnprüfung
Tätigkeit nachweisen. Das Traineeprogramm schließen Sie mit einer Lauf-
bahnprüfung ab. Sie besteht aus einem schriftlichen
Der Ablauf des Traineeprogramms und einem mündlichen Teil.
Das Traineeprogramm beginnt mit einem wehrtech-
nischen Einführungslehrgang, in dem Ihnen erste
Grundlagen über Arbeitsweise, Struktur und Bedin-
gungen des Rüstungsbereiches vermittelt werden.

In weiteren Lehrgängen an der Bundesakademie


für Wehrverwaltung und Wehrtechnik in Mannheim
werden zunächst notwendige theoretische Grund-
lagen gelegt. Im Einzelnen sind dies:
3 Einführung in den Rüstungsbereich
Dauer: ca. zwei Wochen
3 informatorische Ausbildung bei Dienststellen der
Wehrverwaltung
Dauer: bis zu zwei Wochen
3 Lehrgang „Allgemeine Wehrtechnik, Wirtschaft-
lichkeit, Projektmanagement“
Dauer: ca. zehn Wochen
Quelle: Andrzej Burak

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 11


Karriere, Besoldung und Versorgung

Karriere Ihr weiterer beruflicher Werdegang richtet sich


Nach bestandener Laufbahnprüfung können Sie in nach Ihrer Eignung, Befähigung und fachlichen
das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen Leistung. Beförderungsämter sind:
werden. In der Probezeit führen Sie die Dienstbe-
zeichnung Beförderungsämter Besoldungsgruppe

Technische
Technische Regierungsoberinspektorin zur Anstellung Regierungsamtfrau/
A 11
bzw. Technischer
Regierungsamtmann
Technischer Regierungsoberinspektor zur Anstellung
(Besoldungsgruppe A 10). Technische
Regierungsamtsrätin/
A 12
Die Probezeit beträgt zwei Jahre und sechs Monate Technischer
Regierungsamtsrat
und kann unter bestimmten Bedingungen gekürzt
werden, jedoch höchstens um ein Drittel. Haben Sie Technische
Regierungsoberamtsrätin/
sich in der Probezeit bewährt und das 27. Lebens- A 13
Technischer
jahr vollendet, werden Sie zur Beamtin/zum Beamten
Regierungsoberamtsrat
auf Lebenszeit ernannt.

Bei besonderer Eignung und vorliegendem dienst-


lichem Interesse haben Sie die Möglichkeit, in den
höheren technischen Dienstes aufzusteigen.
Quelle: ZNBw

12 www.bundeswehr-karriere.de
Quelle: ZNBw
Besoldung/Versorgung Urlaub
Die Besoldung und die Versorgungsansprüche Der Urlaub richtet sich nach der Erholungsurlaubs-
ergeben sich aus dem Bundesbesoldungsgesetz verordnung. Die Urlaubsdauer beträgt je nach Alter
bzw. dem Beamtenversorgungsgesetz. zwischen 26 und 30 Arbeitstagen. Beamtinnen/
Beamte mit einem anerkannten Grad der Behinde-
Beihilfen rung ab 50 Prozent erhalten Zusatzurlaub von jähr-
Da Beamtinnen/Beamte nicht in der gesetzlichen lich fünf Arbeitstagen.
Krankenversicherung krankenversicherungspflichtig Unter bestimmten Voraussetzungen kann Sonder-
sind, werden ihnen für notwendige Aufwendungen urlaub gewährt werden.
in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen nach Maß-
gabe der Beihilfevorschriften des Bundes Beihilfen Soziale Leistungen
gewährt. Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach Ruhegehalt, Unfallfürsorge, Hinterbliebenenversor-
den persönlichen Verhältnissen des Beihilfeberech- gung und weitere soziale Leistungen werden jeweils
tigten und seiner berücksichtigungsfähigen Ange- nach den gesetzlichen Bestimmungen gewährt.
hörigen. Sie beträgt in der Regel 50 bis 80 Prozent
der beihilfefähigen Aufwendungen. Verbleibende Für weitergehende Informationen wenden Sie sich
Kosten sollten über eine private Krankenversiche- bitte an uns.
rung abgedeckt werden.

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 13


Bewerben Sie sich für einen Beruf
mit Zukunft!
Ihre Bewerbungsunterlagen Vor der Entscheidung über die Einstellung prüfen
Ihre Bewerbung sollte dem BWB vier bis sechs wir in einem Auswahlverfahren, ob Sie aufgrund
Monate vor dem gewünschten Einstellungstermin Ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und persönlicher Eig-
vorliegen. nung für den Vorbereitungsdienst der Laufbahn
geeignet sind.
Der Bewerbung fügen Sie bitte bei:
3 selbstverfassten, tabellarischen und eigenhändig Einstellungstermine
unterschriebenen Lebenslauf Einstellungen erfolgen in der Regel zum 1. Werktag
3 ggf. Abschlusszeugnis der Sekundarstufe I und im März, Juli und November jeden Jahres. Vorab-
der Lehrzeit einstellungen sind grundsätzlich möglich
3 Kopie des Fachhochschulreife- bzw. Abiturzeug-
nisses Bewerbungsadresse
3 Kopie des Vordiploms- und Abschlusszeugnisses Ihre Bewerbung richten Sie bitte an das
einer Fachhochschule (ggf. aktueller Notenspiegel) Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung
3 Nachweis über bisherige praktische Tätigkeiten Personalgewinnung
3 gegebenenfalls eine Kopie des Schwerbehinder- Postfach 30 01 65
tenausweises oder des Bescheides über die 56057 Koblenz
Gleichstellung als schwerbehinderter Mensch
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung
Zeugnisse und Dokumente sollten als beglaubigte (BWB) ist gleichzeitig auch Einstellungsbehörde für
Kopien eingereicht werden. Weitere Unterlagen das Bundesamt für Informationsmanagement und
sind nur nach besonderer Aufforderung notwendig. Informationstechnik der Bundeswehr (IT-AmtBw).

Fragen? Rufen Sie uns an !


Allgemeine Fragen:
(0261) 400 - 3617 oder - 2125

Bewerbung:
(0261) 400 - 3624 oder - 3618

Stipendium, Praktikum, Diplomarbeit:


(0261) 400 - 3622

Oder besuchen Sie uns im Internet !


www. bwb.org
Quelle: ZNBw

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Für Ihre Notizen:

Ingenieurin/Ingenieur in der zivilen Bundeswehrverwaltung 15


Weiteres Informationsmaterial erhalten Sie beim

Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung


Personalgewinnung Telefon (02 61) 400 - 2125 oder - 3617
Postfach 30 0165 E-Mail BWBNachwuchswerbung@bwb.org
56057 Koblenz Internet www. bwb.org

Herausgeber und Redaktion:


Bundesministerium der Verteidigung
Abteilung Personal-, Sozial- und
Zentralangelegenheiten
Referat Personalmarketing
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