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Quadratische Funktionen (Parabeln)

- die Funktionsformen -

Die Form a(x-d)²+e

Diese Form wird Scheitelpunktsform genannt, da man an ihr den Scheitelpunkt ablesen kann. d ist nämlich die x-Koordinate des Scheitelpunkts (Vorzeichen „umdrehen“) und e ist die y-Koordinate des Scheitelpunkts. Die Funktion 3(x-2)²+4 hätte den Scheitelpunkt (2|4) und die Funktion 7(x+2)²-3 hätte den Scheitelpunkt (-2|-3). Man kann auch sagen: d verschiebt nach rechts/links und e nach oben/unten.

Die Zahl a gibt mir Auskunft darüber ob der Funktionsgraph nach oben oder unten geöffnet ist, und ob der Funktionsgraph enger oder weiter als die Normalparabel (x²) ist.

Wenn a negativ ist, ist die Parabel nach unten geöffnet. Wenn a positiv ist, ist die Parabel nach oben offen. Wenn der Betrag von a kleiner ist als 1, ist die Parabel weiter als die Normalparabel. Wenn der Betrag von a größer ist als 1, ist die Parabel enger als die Normalparabel.

Aufgabe: Was kann ich aus der Funktionsvorschrift f(x)=-0,5(x-3)²-4 alles ablesen?

Der Scheitelpunkt ist (3|-4)

→ also ist die Parabel um 3 Einheiten nach rechts und 4 Einheiten nach unten verschoben.

Die Parabel ist nach unten geöffnet und weiter als die Normalparabel.

Die Form ax²+bx+c

In dieser Scheitelpunktsform hat man ja eine binomische Formel. Wenn man diese Formel auflöst, mit a multipliziert und dann alles ordnet, kommt man zur sogenannten allgemeinen Form. im Fall von oben wäre das f(x)=-0,5x²+3x-9,5. Einfach alles auflösen. Aus dieser Funktion kann man nicht soo viel ablesen wie aus der Scheitelpunktsform. Man braucht sie eher um Sachen auszurechnen.

Eine Sache die man aber ablesen kann, ist der sogenannte y-Achsenabschnitt bzw. y-Achsenschnittpunkt. Dieser ist die Zahl die in der Funktionsvorschrift alleine steht (also ohne x dahinter). Also die Zahl c. Der Graph schneidet die y-Achse im Punkt (0|c). Für Experten f(0)=c.

Von der allgemeinen Form zur Scheitelpunktsform – Die Quadratische Ergänzung

Der Weg von der Scheitelpunktsform zur allgemeinen Form war ja relativ einfach. In deiner Klausur wird dir aber eine Funktion in allgemeiner Form gegeben, von der du den Scheitelpunkt bestimmen sollst. Dabei geht das aber ja nur mit der Scheitelpunktsform. Wie komme ich nun von der allgemeinen Form in die Scheitelpunktsform? Folgendermaßen: nehmen wir f(x)=4x²-8x-12

4x²-8x-12 Zuerst muss immer die Zahl vor dem x² ausgeklammert werden. 4(x²-2x-3) Jetzt muss in dieser Klammer das Quadrat der Hälfte der Zahl vor dem x ergänzt und wieder abgezogen werden. Die Hälfte von 2 ist 1, das Quadrat von 1 ist 1. also |+1 |-1 4(x²-2x+1-1-3) Die ersten beiden Zahlen und die, die gerade ergänzt wurde, kann man nun zu einer binomischen Formel zurückverwandeln Die erste Zahl dabei ist x, das Rechenzeichen ist dasselbe wie hinter dem x² und die zweite ist die Wurzel der Zahl die ergänzt wurde.

4[(x-1)²-1-3]

Die Zahlen hinter der binomischen Formel kann man zusammenfassen.

4[(x-1)²-4]

Nun muss alles ausmultipliziert werden.

4(x-1-16

Jetzt kann man den Scheitelpunkt an den grünen Zahlen ablesen. S(1|-16)

Aufgabe: Welchen Scheitel hat die Funktion? a) -x²+8x

b)1,5u²-12u+24

c) 3-¼x²