Sie sind auf Seite 1von 1

Grundlagen GRU

net); Gewinn aus betriebswirtschaftlicher Sicht sie für Bier gleich dem der Ausgabe für Wein ist, ist der
he Kapitel 7. Gesamtnutzen am größten.
Gewinnmaximierung, Ziel der unternehmeri Grenzertrag, der Zuwachs des Ertrags, der durch
schen Tätigkeit in einer marktwirtschaftlichen den Einsatz einer jeweils weiteren Einheit eines Pro
Wirtschaftsordnung. Die Differenz zwischen den duktionsfaktors erzielt wird. Nach dem Ertragsge
Erlösen aus dem Verkauf von Erzeugnissen und setz (siehe dort) nimmt der Grenzertrag eines Pro
Leistungen und den Kosten für deren Erstellung soll duktionsfaktors unter sonst gleichen Bedingungen
möglichst groß sein (siehe auch Kapitel 2). stetig ab.
Gewinnquote, der Anteil der Einkommen aus un Grenznutzen, die Zunahme des Nutzens (siehe
ternehmerischer Tätigkeit und Vermögen am Volks dort), die beim Konsum einer zusätzlichen weiteren
einkommen; Gegenteil: Lohnquote (siehe dort). Einheit eines Gutes entsteht. Nach dem ersten gos
Gleichgewichtstheorie, Bezeichnung für eine senschen Gesetz (siehe dort) nimmt mit steigendem
volkswirtschaftliche Sichtweise, die sich damit be Konsum eines Gutes der Grenznutzen dieses Gutes
fasst, wie und unter welchen Bedingungen die Ak immer mehr ab. Ein Beispiel: Das erste Eis, das an
tionen der am Wirtschaftsleben beteiligten Perso einem heißen Sommertag verzehrt wird, bringt ei
nen und Einrichtungen abgestimmt werden können, nen hohen Genuss, beim zweiten, dritten und vier
sodass sich als angestrebtes Ziel z. B. der Haushalt ten Eis am gleichen Tag ist der Nutzen des Eiskon
im Gleichgewicht befindet, das Marktgleichgewicht sums bereits geringer und er sinkt mit jedem weite
erreicht wird oder in der Volkswirtschaft das ge ren verzehrten Eis ständig.
samtwirtschaftliche Gleichgewicht verwirklicht
Grundbedürfnisse, Existenzbedürfnisse, Be
werden kann.
dürfnisse, die befriedigt werden müssen, damit der
gossensche Gesetze, nach dem deutschen Natio Mensch sein berleben sichern kann. Dazu zählen
nalökonomen Hermann Heinrich Gossen z. B. Ernährung, Unterkunft und Bekleidung, aber
(* 1810, † 1858) benannte wirtschaftliche Zusam auch lebenswichtige Dienstleistungen wie Trink
menhänge zwischen dem Verbrauch und dem Nut wasser, sanitäre Einrichtungen, Transportmittel,
zen, den Güter stiften. Gesundheits und Bildungseinrichtungen, die eine
Nach dem ersten gossenschen Gesetz (Sättigungs Lebensqualität (siehe dort) ausmachen, die mindes
gesetz) nimmt der Nutzen, den ein Gut dem Ver tens erreicht werden sollte. Mit der Sicherung der
braucher stiftet, mit jeder zusätzlichen Einheit, die
von diesem Gut konsumiert wird, ständig ab, bis GOSSENSCHE GESETZE
Sättigung eintritt. Dieser zusätzliche Nutzen wird Gesamtnutzen
auch als Grenznutzen (siehe dort) bezeichnet. Ein 10
Beispiel: Trinkt der Genießer ein Glas Wein, nimmt
durch die fortwährende Sättigung der Nutzen jedes
weiteren Glases Wein ab, bis er am Ende keinen
Grenznutzen
Wein mehr mag. Das erste gossensche Gesetz heißt
auch Gesetz des abnehmenden Grenznutzens, weil 5 5

jede zusätzliche Einheit eines Gutes dem Verbrau


cher einen geringeren Nutzen stiftet als die vorher
gehende.
Das zweite gossensche Gesetz (Genussausgleichs
gesetz) besagt, dass der Gesamtnutzen in einem 0 1 2 3 4 5 0 1 2 3 4 5
Haushalt dann am größten ist, wenn der Nutzen, Menge Menge
den die zuletzt gekauften Güter stiften, gleich groß
ist. Ein Beispiel: Wenn der Nutzen bei der Ausgabe gossensche Gesetze. Nach dem 1. gossenschen Gesetz wird
die Tatsache, dass der Gesamtnutzen bei zunehmender
von zusätzlichen 5 für Bier größer ist als bei der konsumierter Menge eines Gutes in immer geringerem Maße
Ausgabe dieses Betrags für Wein, ist es sinnvoll, steigt (links), durch die abwärts verlaufende Grenznutzen
Bier zu kaufen. Erst wenn der Nutzen der letzten kurve dargestellt (rechts).

21