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Die Inhalte dieser Zusammenfassung sind der Seite https://anonym.to/?https://privacy-handbuch.

de/
(CN!) entnommen.

Einführung:

Tor Onion Router nutzt ein weltweit verteiltes Netz von 6.000-7.000 Nodes. Aus diesem Pool werden
jeweils 3 Nodes für eine Route ausgewählt, die häufig wechselt. Die zwiebelartige Verschlüsselung
sichert die Anonymität der Kommunikation. Selbst wenn zwei Nodes einer Route kompromittiert
wurden, ist eine Beobachtung durch Dritte nicht möglich. Da die Route ständig wechselt, müsste ein
großer Teil des Netzes kompromittiert worden sein, um einen Nutzer zuverlässig deanonymisieren zu
können.

Prinzip des Onion-Router

Tor ist neben Surfen auch für IRC, Instant-Messaging, den Abruf von Mailboxen oder Anderes nutzbar.
Dabei versteckt TOR nur die IP-Adresse. Für die sichere Übertragung der Daten ist SSL- oder TLS-
Verschlüsselung zu nutzen. Sonst besteht die Möglichkeit, dass sogenannte "Bad Exit Nodes" die Daten
belauschen und an Userkennungen und Passwörter gelangen.

Der Inhalt der Kommunikation wird 1:1 übergeben. Für anonymes Surfen bedarf es weiterer
Maßnahmen, um die Identifizierung anhand von Cookies, HTTP-Header usw. zu verhindern. Das
TorBrowserBundle ist deshalb für anonymes Surfen zu nutzen.

Verschiedene Sicherheitsforscher demonstrierten, dass es mit schnüffelnden Bad Exit Nodes relativ
einfach möglich ist, Daten der Nutzer zu sammeln.

Das TorBrowserBundle enthält einen modifizierten Firefox als Browser sowie den Tor Daemon und ein
Control Panel. Die Webseite stellt das TorBrowserBundle für verschiedene Betriebssysteme und in
unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung.
HINWEIS: wir empfehlen, die englische Version des TorBrowsers (en-US) herunter zu laden. In den
letzten Jahren gab es immer wieder aufgrund von Bugs im TBB die Möglichkeit, Hinweise auf die
Lokalisierung des Browser zu finden, z.B via Javascript date.tolocale() Funktion (#5926) oder via
Informationen aus dem HTTP Accept-Language Header (#628) oder via ressource:// URI (#8725), wie der
Test Browserleaks demonstrierte:

TorBrowser Langauge Leak

Wenn man die deutsch lokalisierte Version des TorBrowsers nutzt, gibt man einen Hinweis auf eine
deutsche Herkunft, und das möchte man beim anonymen Surfen natürlich vermeiden.

Installation:

Die Installation ist einfach. Man lädt das passende Archiv von der Downloadseite herunter, entpackt es
und ruft das Startscript des TorBrowser auf. Eine Installation ist nicht nötig. Man kann das
TorBrowserBundle auf einen USB-Stick kopieren und unterwegs nutzen, die Software ist portabel. Eine
auführlichere Anleitung gibt es im Unterpunkt Installation.

TorBrowser verwenden:

Beim ersten Start öffnet sich zuerst das Kontrol Panel. Hier kann man bei Problemen Einstellungen zur
Umgehung von Firewalls konfigurieren (z.B. wenn eine Firewall nur Verbindungen zu bestimmten Ports
passieren lässt) oder man kann den Tor Daemon

mit Klick auf den Button "Verbinde" ohne weitere Konfiguration starten.

Tor Browser Bundle


Wenn eine Verbindung zum Tor Netzwerk hergestellt wurde, öffnet sich der TorBrowser.

Größe des Browserfensters

Der TorBrowser startet mit einer festgelegten Größe des Browserfensters. Die Fensterbreite sollte ein
Vielfaches von 200px sein (max. 1000px) und die Höhe ein Vielfaches von 100px. Die Fenstergröße wird
gleichzeitig als Bildschirmgröße via Javascript bereitgestellt.

Da die Größe des Browserfensters und die Größe des Bildschirms als Tracking-Feature genutzt wird,
sollte man die voreingestellte Größe des Browserfensters nicht(!) ändern.

Sicherheitseinstellungen:

Die Tor-Entwickler haben den Tradeoff zwischen einfacher Benutzbarkeit und Sicherheit in den Default-
Einstellungen zugunsten der einfachen Benutzbarkeit entschieden. Es wird aber auch anerkannt, dass
diese Einstellungen ein Sicherheitsrisiko sind. In den FAQ steht:

There's a tradeoff here. On the one hand, we should leave JavaScript enabled by default so websites
work the way users expect. On the other hand, we should disable JavaScript by default to better protect
against browser vulnerabilities (not just a theoretical concern!).

Beim Start wird man darauf hingewiesen, dass man die Sicherheitseinstellungen anpassen kann.
TorBrowser startet standardmäßig mit dem niedrigsten Sicherheitslevel "gering", um das Surferlebnis
möglichst wenig einzuschränken. Bei Bedarf soll man den Sicherheitslevel erhöhen. Wir empfehlen den
umgekehrten Weg.

Tor Browser Bundle Start

Man sollte den Sicherheitslevel auf "hoch" setzen und nur auf "Mittel" verringern, wenn es unbedingt für
die Nutzung einer (vertrauenswürdigen) Webseite nötig ist und wenn diese Webseite via HTTPS oder als
Tor Hidden Service geladen wurde.

Fast alle Websites, die einen Login erfordern (E-Mail Provider u.ä.), kann man mit dem Level "Mittel"
problemlos nutzen. Wenn man die Sicherheit weiter verringert, könnten bösartige Exit Nodes unschöne
Dinge in den HTML Code von Webseiten einfügen, die über unverschlüsselte HTTP-Verbindung geladen
werden.

Cookies und EverCookies

Um das Surferlebnis möglichst möglichst wenig einzuschränken und trotzdem langfristiges Tracking zur
Erstellung von Persönlichkeitsprofilen zu verhindern, haben die Entwickler des TorBrowser folgendes
Sicherheitskonzept umgesetzt:

Die aufgerufenen Webseite kann alle HTML5 Features zum Setzen von Cookies und Evercookies nutzen
und den Surfer damit auch markieren. Drittseiten dürfen keine Cookies setzen.

Beim Neustart oder wenn man den Menüpunkt "Neue Identität" der Zwiebel in der Toolbar wählt,
werden alle Markierungen gelöscht und es wird einen neue Route durch das Tor Netzwerk mit neuem
Exit Node genutzt.

Neue Identität

Man sollte dem Anonymitätskonzept des TorBrowser folgen und gelegentlich alle Identifikations-
merkmale löschen. Insbesondere vor und nach dem Login bei einem Webdienst sollte man alle
Markierungen entfernen, um eine Verknüpfung des Surfverhaltens mit Accountdaten zu verhindern.
Außerdem sollte man sich nicht gleichzeitig bei unterschiedlichen Diensten anmelden.

PDFs und andere Dokumente

Auf der Downloadseite des TorBrowserBundles findet man unten einige Sicherheitshinweise, unter
anderem zu PDFs und anderen Dokumenten.
PDFs und andere Office Dokumente können Tracking Wanzen enthalten, die beim Öffnen des
Dokumentes von einem Server geladen werden. Wenn man sie in einem PDF-Reader öffnet, während
man online ist, dann kann man deanonymisiert werden.

Standardmäßig öffnet TorBrowser PDFs im eigenen Viewer PDF.js. Damit sollte man zwar nicht
deanonymisiert werden können, aber der Server kann zumindest das Öffnen des Dokumentes
registrieren, auch nicht schön. Außerdem gibt es immer wieder Bug in Mozillas PDF.js, die für einen
Exploit genutzt werden können (z.B. mfsa2015-69 vom Juli 2015).

Um nicht immer daran denken zu müssen, mit der rechten Maustaste auf einen PDF-Link zu klicken und
"Speichern unter..." zu wählen, kann man die Einstellung im TorBrowser für PDF-Dokumente ändern und
auf "Speichern" setzen.

PDF-Einstellungen

Die via Tor herunter geladenen Dokumente kann man in einem besonderen Ordner speichern. Dann
behält man den Überblick und weiss, dass man diese Dokumente nur öffnen darf, wenn man den
Netzwerkstecker gezogen hat oder die WLAN-Verbindung ausgeschaltet wurde.

Eigenes Verhalten

Nach einer Faustregel hängt die Anonymität nur zu 10% von der Technik ab, zu 30% vom Wissen des
Anwenders, wie man die Technik einsetzt, und zu 60% von der Disziplin, die notwendigen Regeln auch
einzuhalten.

Die meisten Leser werden neben dem TorBrowserBundle auch einen normalen Browser nutzen, der für
spurenarmes Surfen konfiguriert wurde. Mam muss sich darüber klar werden, wann man wirklich
anonym bleiben will, welche Identäten, welche Accounts anonym sind und zu welchen Themen man
anonym surfen will. Diese Regeln müssen dann strikt eingehalten werden. Ein einzelner Fehler kann
ausreichen, um ein Pseudonym zu deanonymisieren.

Referenzen zwischen anonymen Surfen mit TorBrowser und spurenarmen Surfen mit dem normalen
Browser sind unbedingt zu vermeiden, das kann zur Deanonymisierung führen. Insbesondere ist es ein
Epic Fail, Links zwischen den beiden Browsern zu kopieren. Links können individuelle IDs enthalten (wie
z.B. bei der Googlesuche) oder andere Merkmale.

Kompatibilität verschiedener Webseiten mit Tor

Es gibt viele Hinweise auf Webseiten, die Tor nicht mögen, sich mit Tor nicht nutzen lassen oder Tor
Nodes explizit sperren. Wikipedia erlaubt keine anonymen Edits mit Tor, einige E-Mail Provider sperren
Tor oder weisen E-Mails als Spam ab, die via Tor verschickt wurden, Suchmaschinen sperren temporär
immer mal wieder die Top Exit Nodes, Wordpress mag es nicht, wenn man via Tor Kommentare
schreibt....

Einige Hinweise von Lesern kann man verifizieren, andere sind scheinbar nur temporär oder betreffen
nur einige High Performance Exits. Man kann nicht ständig einzelne Webseiten zu prüfen. Das Problem
wird es immer geben und die Liste veraltet schneller, als man tippen kann.

Wenn ein Webdienst Tor nicht mag, dann sucht man am besten eine Alternative. Das Web ist groß und
es gibt für alles einen Ersatz, den man via Tor nutzen kann.

Auf den USB-Stick

Das TorBrowserBundle kann auch auf dem USB-Stick mitgenommen werden. Wird der TorBrowser vom
USB-Stick gestartet, hinterläßt er keine Spuren auf dem Rechner.

Unter Linux mounten einige Distributionen USB-Sticks, die mit dem Windows Filesystem vFAT formatiert
wurden, mit dem Attribut "noexec". Damit funktioniert natürlich auch das Startscript nicht mehr.
Entweder man formatiert den USB-Stick mit einem Linux-Filesystem (ext2|3|4) oder man ändert die
mount-Optionen für vFAT formatierte Datenträger.

Außerdem kann man USB-Sticks auch verschlüsseln. Für Windows empfehle ich Veracrypt, unter Linux
kann man ebenfalls Veracrypt verwenden oder das vorhandene dm-crypt.

Tor Bad Exits:

Ein sogenannter "Bad Exit Node" im Tor-Netz versucht den Traffic zu beschnüffeln oder zusätzliche
Inhalte in eine (nicht SSL-gesicherte) Website einzuschmuggeln. Bedingt durch das Prinzip des Onion
Routings holt der letzte Node einer Kette die gewünschten Inhalte. Diese Inhalte liegen dem Node im
Klartext vor, wenn sie nicht SSL- oder TLS-verschlüsselt wurden.

Durch einfaches Beschnüffeln wird die Anonymität des Nutzers nicht kompromittiert, es werden meist
Inhalte mitgelesen, die im Web schon verfügbar sind. Nur wenn Login Credentials unverschlüsselt
übertragen werden oder man-in-the-middle Angriffe erfolgreich sind, können die Bad Exit Nodes an
persönliche Informationen gelangen.

Persönliche Daten (bspw. Login Daten für einen Mail- oder Bank-Account) sollten nur über SSL- oder TLS-
gesicherte Verbindungen übertragen werden. Bei SSL-Fehlern sollte die Verbindung abgebrochen
werden. Das gilt für anonymes Surfen via Tor genauso, wie im normalen Web.

Tor Good Exits:

Im Abschnitt Tor Bad Exits sind einige Nodes genannt, denen man nicht trauen sollte. Diese Aufzählung
kann nicht abschließend und vollständig sein.

IT-Sicherheitsforscher haben mehrfach nachgewiesen, dass es recht einfach möglich ist, mit
schnüffelnden Exits Informationen über die Nutzer zu sammeln (D. Egerstad 2007, C. Castelluccia 2010).
Man kann davon ausgehen, dass verschiedene Organisationen mit unterschiedlichen Interessen im Tor
Netz nach Informationen phishen. Auch SSL-verschlüsselte Verbindungen sind nicht 100% geschützt. C.
Soghoian und S. Stamm haben in einer wiss. Arbeit gezeigt, dass Geheimdienste wahrscheinlich in der
Lage sind, gültige SSL-Zertifikate zu faken.

Als Verteidigung könnte man in der Tor-Konfiguration Exit Nodes angeben, denen man vertraut und
ausschließlich diese Nodes als Exit-Nodes nutzen. Welche Nodes vertrauenswürdig sind, muss jeder
Nutzer selbst entscheiden. Die folgende kurze Liste soll Anregungen zum Nachdenken liefern. Man sollte
möglichst viele Tor Exit Nodes verwenden.

Torservers.net ist eine vertrauenswürdige Organisation, die mehrere Exit-Nodes betreibt.

Die von der Swiss Privacy Foundation betriebenen Tor Nodes sind vertrauenswürdig.

Der CCC betreibt zur Zeit acht Tor Nodes (siehe Liste im Tor Atlas).

Der Tor Node Digitalcourage3ip1 wird vom Verein Digitalcourage e.V. betrieben.

Die Heinlein Support GmbH betreibt den Tor Node mailboxorg und empfiehlt die Konfiguration von
MapAdresses in der torrc, so dass dieser Node als Exit Node für alle Mailbox.org Dienste genutzt wird.

… bitte selbst erweitern

Bei der Auswahl der Server sollte man nicht einfach nach dem Namen im TorStatus gehen. Jeder Admin
kann seinem Server einen beliebigen Namen geben und den Anschein einer vertrauenswürdigen
Organisation erwecken. Die Identität des Betreibers sollte verifiziert werden, beispielsweise durch
Veröffentlichung auf einer Website.

Konfiguration in der torrc

In der Tor Konfigurationsdatei "/etc/tor/torrc" bzw. für das TorBrowserBundle in der Datei
"<TorBrowserBundleVerzeichnis>/Browser/TorBrowser/Data/Tor/torrc" kann man die gewünschten Exit
Nodes mit folgenden Optionen konfigurieren:
StrictExitNodes 1

ExitNodes $9BDF3EEA1D33AA58A2EEA9E6CA58FB8A667288FC,
$1A1DA6B9F262699A87F9A4F24EF48B50148EB018,
$31A993F413D01E68117F76247E4F242095190B87,
$A07FF746D9BA56C3F916BBD404307396BFA862E0,
$A3279B1AC705C9F3478947598CF0557B81E12DE1,
$AB176BD65735A99DCCB7889184E62EF0B2E35751,
$B7BE1D35762155FEB2BC9DAE0A157C706D738FE5,
$85D4088148B1A6954C9BFFFCA010E85E0AA88FF0,
$39659458160887CC8A46FAE627EE01EEDAAED07F,
$0111BA9B604669E636FFD5B503F382A4B7AD6E80,
$AD86CD1A49573D52A7B6F4A35750F161AAD89C88,
$DC41244B158D1420C98C66F7B5E569C09DCE98FE,
$B060482C784788B8A564DECD904E14CB305C8B38,
$88487BDD980BF6E72092EE690E8C51C0AA4A538C,
$9EAD5B2D3DBD96DBC80DCE423B0C345E920A758D,
$95DA61AEF23A6C851028C1AA88AD8593F659E60F,
$95DA61AEF23A6C851028C1AA88AD8593F659E60F,
$487092BA36F4675F2312AA09AC0393D85DAD6145

Die erste Option gibt an, dass nur die im folgenden gelisteten Nodes als Exit verwendet werden dürfen.
Für die Liste der Exits nutzt man die Fingerprints der Nodes, beginnend mit einem Dollar-Zeichen. Die
Fingerprints erhält man beim Tor Atlas.

Tor Hidden Services:

Das Tor Netzwerk ermöglicht nicht nur den anonymen Zugriff auf herkömmliche Angebote im Web
sondern auch die Bereitstellung anonymer, zensurresitenter und schwer lokalisierbarer Tor Onion
Services bzw. Tor Onion Sites. Diese Dienste sind nur via Tor erreichbar.

Eine kryptische Adresse mit der Top-Level Domain .onion dient gleichzeitig als Hashwert für ein System
von Schlüsseln, welches sicherstellt, dass der Nutzer auch wirklich mit dem gewünschten Dienst
verbunden wird. Die vollständige Anonymisierung des Datenverkehrs stellt sicher, dass auch die
Betreiber der Angebote nur schwer ermittelt werden können.
Es gibt zwei Versionen für Tor Onion Services:

Onion Services v2 werden derzeit standardmäßig verwendet. Diese Onion Service verwenden
kryptografische Funktionen, die teilweise veraltet sind. Es wird SHA1 verwendet, DH-Schlüsseltausch und
Public Key Kryptografie auf Basis von RSA mit 1024 Bit langen Schlüsseln. Die Onion Adressen sind 16
Zeichen lang:

vwakviie2ienjx6t.onion

Onion Services v3 stehen ab Tor Version 3.2 zur Verfügung (Stable Release v3.2.9 Jan. 2018). Die Onion
Services V3 verwenden aktuelle kryptografischen Funktionen (SHA3, ECDHE mit ed25519 und Public Key
Kryptografie auf Basis elliptischer Kurven mit curve25519). Die Onion-Adressen sind mit 56 Zeichen
wesentlich länger:

4acth47i6kxnvkewtm6q7ib2s3ufpo5sqbsnzjpbi7utijcltosqemad.onion

In der Übergangszeit sollten Administratoren beide Versionen der Onion Services für einen Dienst
bereitstellen, um einen sanften Wechsel für Nutzer zu ermöglichen.

Hidden Services als Alternative

Es gibt mehrere Angebote im normalen Web, die zusätzlich als Tor Hidden Service anonym und
unbeobachtet erreichbar sind. Wenn man Tor nutzt, sollte man diese Hidden Services den normalen
Webadressen vorziehen, da dann keine Gefahr durch Bad Tor Exit Nodes besteht.

Suchmaschinen: DuckDuckGo ist unter http://3g2upl4pq6kufc4m.onion zu finden. Für Firefox gibt es


bei Mycroft das Add-on "DuckDuckGo (TOR)" für die Suchleiste. Metager (deutsche Suchmaschine) ist
unter http://b7cxf4dkdsko6ah2.onion zu finden.

Webseiten: folgenden Webseiten können als Tor Onion Sites aufgerufen werden:

TorProject.org ist unter expyuzz4wqqyqhjn.onion erreichbar. Weitere Onion Sites von TorProject.org
findet man auf der Übersichtsseite onion.torproject.org bzw. auf der Tor Onion Site
yz7lpwfhhzcdyc5y.onion.

Das Debian Projekt bietet eine Tor Onion Site für die Hauptseite unter sejnfjrq6szgca7v.onion und
weitere Tor Onion Sites für einige Projekte an. Eine Übersicht findet man unter onion.debian.org bzw.
5nca3wxl33tzlzj5.onion.
Die Wikileaks Submission Plattform ist unter http://wlupld3ptjvsgwqw.onion zu finden (für Uploads)
und ein Web-Chat unter http://wlchatc3pjwpli5r.onion.

Heise.de bietet einen sicheren Briefkasten auf Basis von Secure Drop für Tippgeber (sogenannte
Whistleblower) unter http://sq4lecqyx4izcpkp.onion.

Das BKA (Bundeskriminalamt) bietet u.a. ein Kontaktformular und Fahndungsinformationen und ist
anonym unter http://h5zalmg25nhz3iqp.onion erreichbar.

...

Mastodon: die Twitter-Alternative gibt es als Onion Server bei:

Sergal.org unter http://izeljfc5nxetw7dm.onion" oder als Onion Service v3:

http://kcmykvkkt3umiyx4xouu3sjo6odz3rolq...jgqd.onion

E-Mail: die folgenden Provider bieten POP3, IMAP und SMTP als Hidden Service an:

Mailbox.org unter "kqiafglit242fygz.onion" oder als Onion Service v3:

xy5d2mmnh6zjnroce4yk7njlkyafi7tkrameybxu43rgsg5ywhnelmad.onion

Riseup.net unter "zsolxunfmbfuq7wf.onion" oder als Onion Service v3:

5gdvpfoh6kb2iqbizb37lzk2ddzrwa47m6rpdueg2m656fovmbhoptqd.onion

ProtonMail ist unter https://protonirockerxow.onion als Tor Onion Site erreichbar.

XMPP: die folgenden Jabber-Server sind als Tor Hidden Service erreichbar:

jabber-germany.de unter "dbbrphko5tqcpar3.onion"

Mailbox.org unter "kqiafglit242fygz.onion" oder als Onion Service v3:

xy5d2mmnh6zjnroce4yk7njlkyafi7tkrameybxu43rgsg5ywhnelmad.onion

systemli.org unter "x5tno6mwkncu5m3h.onion"

Riseup.net unter "4cjw6cwpeaeppfqz.onion" oder als Onion Service v3:

jukrlvyhgguiedqswc5lehrag2fjunfktouuhi4wozxhb6heyzvshuyd.onion

securejabber.me unter "giyvshdnojeivkom.onion" oder als Onion Service v3:

sidignlwz2odjhgcfhbueinmr23v5bubq2x43dskcebh5sbd2qrxtkid.onion

jabber.otr.im unter "5rgdtlawqkcplz75.onion"

jabber.so36.net unter "s4fgy24e2b5weqdb.onion"


creep.im unter "creep7nissfumwyx.onion"

Draugr.de unter "jfel5icoxf3nmftl.onion"

Trashserver.net unter "m4c722bvc2r7brnn.onion"

Jabber.cat unter "sybzodlxacch7st7.onion" oder als Onion Service v3:

7drfpncjeom3svqkyjitif26ezb3xvmtgyhgplcvqa7wwbb4qdbsjead.onion

tchncs.de unter "duvfmyqmdlyvc3mi.onion"

SILC: silc.c3d2.de des CCC Dresden ist unter "t3oisyiugzgvxph5.onion" erreichbar.

IRC: das Freenode Netzwerk kann als Tor Hidden Service unter der Adresse "p4fsi4ockecnea7l.onion "
(Port: 6667) genutzt werden (nur mit registriertem Nick!)

HKP-Keyserver für OpenPGP Schlüssel sind unter folgenden Adressen erreichbar:

SKS Keyserver Pool: hkp://jirk5u4osbsr34t5.onion

keys.indymedia.org: hkp://qtt2yl5jocgrk7nu.onion (ein SKS-Keyserver)

TorBirdy verwendet: hkp://qdigse2yzvuglcix.onion (ein SKS-Keyserver)

Tor Onion Services für E-Mail Kommunikation

Für unbeobachtete E-Mail Kommunikation gibt es folgenden Dienste, die ausschließlich aus Tor Onion
Service genutzt werden können:

Mail2Tor (kostenfrei, Gateway ins normale Web ist vorhanden)

TorBox (kostenfreier Hidden-only E-Mail Service)

Secmail.pro (kostenfrei)

AnonMail (1,5 Dollar pro Monat, SMTP und IMAP aber kein POP3)

Hinweis: Einige Tor Hidden E-Mail Provider bieten ein Gateway ins normale Web, um E-Mails auch mit
Nutzern aus dem normalen Internet austauschen zu können. Diese Gateways bieten aber nur eine
schlechte TLS Konfiguration, die Transportverschlüsselung zu den Mailservern der normalen E-Mail
Provider ist durchgehend sehr schlecht. Deshalb würde ich Tor Hidden Mail Provider nur für
Kommunikation mit Onion-Adressen nutzen und für den Kontakt mit normalen E-Mail Adressen ein
sicheren Provider aus dem normalen Netz.