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1. Jeder Mensch ist ein kleiner Philosoph.

Da jeder eine bestimmte Vorstellung über das Leben


und über die Welt hat. Wir äußern Meinungen über die Natur, über Gesellschaftsordnung,
über das richtige Verhalten gegenüber anderen und schließlich über den Sinn des Lebens
überhaupt.

2. Das eigentlicher philosophieren beginnt jedoch erst wenn vorgegebene Vorstellungen von
der Welt und vom Leben In Frage gestellt und durch Erfahrung und kritische Vernunft
überprüft werden. Die Berufung auf religiöse Autoritäten kommt für die Philosophie ebenso
wenig in Frage wie die Berufung auf „höhere“ nicht grundsätzlich für jedermann zugänglicher
Einsichten.

3. Das Wort „Philosophie“ setzt sich aus den beiden griechischen Worten „philos“ (=Freund)
und „sophia“ (=Weisheit) zusammen. Philosophie meint daher ursprünglich „Freund der
Weisheit“ oder „Liebe zur Weisheit“. In dieser ursprünglichen Bedeutung sind zwei
Merkmale enthalten, die bis heute zum allgemeinen Begriff der Philosophie gehören. Dass
Philosophie zunächst nach Weisheit strebt, bedeutet, dass es in ihr um eine grundsätzliche
Welt- und Lebensorientierung geht, die mehr als nur „Faktenwissen“ ist, ist jedoch nicht in
erster Linie ihr Besitz, sondern die Liebe, das Streben nach Weisheit das Wesentliche.

4. Wer philosophiert, kann sich jedoch nicht nur auf seine eigenen Überlegungen verlassen,
sondern muss immer wieder die Diskussion mit anderen suchen und sich auch mit den Ideen,
Argumenten und Lehrgebäuden der großen Philosophen auseinander setzen. Dabei kommt
es in der Philosophie in ganz besonderem Maße darauf an, sich um eine möglichst klare
sprachliche Darstellung zu bemühen und seine Argumente „logisch“, d.h. folgerichtig und
widerspruchsfrei vorzutragen.

5. Gerade weil in der Philosophie die Gefahr groß ist, in einen unverständlichen Jargon zu
verfallen, ist es wichtig, dass sie sich selbst über ihre methodischen Grundlagen und ihre
Darstellungsweisen Gedanken macht. In der modernen Philosophie sind große
Anstrengungen darauf verwendet worden, um zu mehr Klarheit und Präzision des
philosophischen Fragens, Denkens und Redens zu gelangen.

6. 1. „Was kann ich wissen?“


2. „Was sollen wir tun?“
3. „Was darf ich hoffen?“
4. „Was ist der Mensch?“
5. „Gibt es Gott?“
6. „Was passiert nach dem Tod?“

7. Philosophie ist die Wahrheit. Die Frage, was die Wahrheit sei, hat die Menschen – und damit
auch die Philosophen – schon immer beschäftigt.