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Kreuzwerkstatt Sitzung 1

Eine übergewichtige Frau, die vor kurzem mit Versuchen begonnen hat, ihr 
Gewicht zu verringern, sagt anlässlich einer Kontrolluntersuchung zum 
Arzt: „Ich weiß, dass ich es schaffen kann, wenn ich es wirklich will.“ 

Welchem der nachfolgenden Konzepte entspricht dieses 
Konzept am ehesten? 

(A) externale Kontrollattribuierung 
(B) kognitive Dissonanz 
(C) Resilienz
(D) Selbstwirksamkeit 
(E) soziale Verstärkung

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positive Einfachauswahl‐Aufgaben
• Aufgabenstamm muss als wahr angenommen werden 
und soll nicht auf Richtigkeit hin überprüft werden
• Aufgabenstamm kann einen Patientenfall oder einen 
theoretischen Sachverhalt darstellen
• Ausdrücke wie „am ehesten“, „am geeignetsten“, „am 
wahrscheinlichsten“ etc. signalisieren, dass eine 
Abwägung zwischen konkurrierenden Optionen zu 
treffen ist
• Fünf Antwortmöglichkeiten von (A) bis (E)

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Stressoren können als irrelevant, 
günstig/positiv oder belastend eingeschätzt 
werden. 
Nach  dem  Coping‐Modell  von  Lazarus  et  al.  
fällt  diese  Einschätzung  unter  den  Begriff  
(das Begriffspaar) 
(A) Aggravieren – Dissimulieren 
(B) Eustress – Distress 
(C) Kausalattribution 
(D) primäre Bewertung 
(E) sekundäre Bewertung 

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Der  Erfolg  einer  Verhaltensänderung  hängt  nach 
Bandura  ganz  wesentlich  davon  ab,  dass  der Patient 
persönliche Veränderungsmöglichkeiten wahrnimmt und 
erwartet,  in der Problemsituation effizientes Verhalten 
zeigen zu können. 
Welche der nachfolgenden Theorien erfassen diesen 
Sachverhalt am zutreffendsten? 
(A) Anforderungs‐Kontroll‐Modell 
(B) Dissonanztheorie
(C) Modell des sozialen Vergleichsprozesses 
(D) Theorie der gelernten Hilflosigkeit 
(E) Theorie der Selbstwirksamkeit

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Normbegriffe unterscheiden sich darin, nach welchem 
Kriterium operationalisiert wird, was als „normal“ zu 
bewerten ist. Für den arteriellen Blutdruck wurde eine 
therapeutische Norm festgelegt. 
Welches Kriterium ist hierbei maßgeblich? 
(A)  Beeinträchtigung des Patienten im Alltag 
(B)  psychisches Wohlbefinden 
(C)  Risikosenkung für Folgekrankheiten 
(D)  statistische Abweichung vom 
Bevölkerungsmittelwert 
(E)  WHO‐Definition der Gesundheit 

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Ein Patient schreibt seine Lungenerkrankung
ausschließlich der berufsbedingten Exposition mit
Gefahrstoffen zu, sieht aber keinen Zusammenhang mit
einem bestehenden Nikotinabusus.

Dies bezeichnet man als

(A) externale Attribution


(B) fundamentalen Attributionsfehler
(C) internale Attribution
(D) Positivitätsfehler
(E) variable Attribution

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Das Health-Belief-Model ist eines der ältesten Modelle des
Gesundheitsverhaltens und benennt einige wichtige Einfluss-
faktoren auf das Gesundheitsverhalten. Allerdings fehlt in
diesem Modell ein Faktor, der sich später als ebenfalls sehr
bedeutsam für die Ausführung eines Gesundheitsverhaltens
herausgestellt hat.
Welcher der folgenden Faktoren ist das?
(A) das Ausmaß, in dem man glaubt, dass die Krankheit
schwerwiegende Folgen haben kann
(B) das Ausmaß, in dem man sich für anfällig für die
Krankheit hält
(C) der subjektiv erlebte Nutzen des Verhaltens
(D) die subjektiv erlebten Kosten oder Barrieren, die dem
Verhalten entgegenstehen
(E) die Überzeugung, dass man das gewünschte Verhalten
auch unter widrigen Umständen durchführen kann
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Für die Klassifikation von psychischen Krankheiten sind zwei
Systeme in Gebrauch, die International Classification of Diseases
(ICD) und das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders
(DSM). Die aktuelle Version des DSM ist ein textrevidiertes DSM-IV,
das 2000 englischsprachig und 2003 als deutsche Übersetzung
veröffentlicht wurde.
Durch welche Merkmale ist das (aktuelle) DSM gekennzeichnet?
(A) Es beschränkt sich auf Krankheiten, die mit stationären
Behandlungen verbunden sind.
(B) Es beschreibt das genaue therapeutische Vorgehen bei
psychischen Erkrankungen.
(C) Es handelt sich um eine alphabetische Auflistung aller
psychischen Krankheiten.
(D) Es ist ein Diagnosesystem mit fünf Achsen (multiaxiales
System).
(E) Es nennt Indikationen für Therapien.

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Frau B. ist stark übergewichtig und leidet unter Angina pectoris.
Ärzte hatten ihr mehrfach dringend geraten, ihr Gewicht zu
reduzieren. Bisher hat sie die Ratschläge nicht befolgt. Ihrem Mann
gegenüber, der sie ebenfalls dazu auffordert, erklärt sie: "Wenn ich
abnehme, verliert mein Körper seine Widerstandskraft. Ich werde
dann bestimmt häufig an Infektionskrankheiten leiden."
Diese Aussage lässt sich am besten kennzeichnen als ein Beispiel
für
(A) Aggravieren
(B) Kompetenzerwartung
(C) Konversion
(D) Reduktion kognitiver Dissonanz
(E) Reaktionsbildung

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Was versteht man unter evidenz‐basierter Medizin? 

(A) die Akzeptanz medizinischer Maßnahmen in der 
Allgemeinbevölkerung 
(B) die Anwendung medizinischer Maßnahmen, deren 
Wirksamkeit nach derzeitigem  Kenntnisstand 
bestmöglich belegt ist 
(C) die Durchführung medizinischer Maßnahmen aus 
Gründen der Tradition 
(D) die Plausibilität biologischer Erklärungsmodelle für 
medizinische Maßnahmen 
(E) die unmittelbar einleuchtende Nützlichkeit 
medizinischer Maßnahmen 

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Eine unter depressiven Symptomen leidende Patientin wird im Rahmen der 
Sozialanamnese vom Arzt nach ihrer Lebenssituation befragt. Die Depression 
steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Tod ihres Mannes, der vor 
einigen Monaten erfolgte. Die Patientin gibt an, niemanden zu haben, der ihr 
dabei hilft, den Verlust zu verarbeiten. 
Welches der folgenden Modelle eignet sich am ehesten, um den 
geschilderten Zusammenhang zwischen Belastungserfahrung, fehlendem 
emotionalen Rückhalt und psychischer Krankheit zu beschreiben? 

(A)  Anforderungskontrollmodell 
(B)  Haupteffektmodell sozialer Unterstützung 
(C)  Modell des Risikoverhaltens 
(D)  Modell des sozialen Vergleichsprozesses 
(E)  Stresspuffer‐Modell sozialer Unterstützung

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Der Hausarzt eines 46‐jährigen Patienten, der an chronischen 
Rückenschmerzen leidet, will diesen für eine stationäre medizinische 
Rehabilitation motivieren. Er stellt ihm in Aussicht, dass er nach der 
Rehabilitation wieder in der Lage sein werde, seine Alltagsaktivitäten 
auszuführen und an seinen Arbeitsplatz zurückzukehren.
Auf welchen Normbegriff nimmt der Arzt am ehesten Bezug?

(A) diagnostische Norm
(B) funktionale Norm
(C) Idealnorm
(D) statistische Norm
(E) therapeutische Norm

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Welches Konzept gilt am ehesten als 
unmittelbarer Bestandteil des transaktionalen 
Stressmodells? 

(A)  Resilienz
(B)  Stressmanagement, z. B. Stressimpfung 
(C)  primäre Bewertung 
(D)  Kampf‐oder‐Flucht‐Reaktion 
(E)  Kohärenzsinn 
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negative Einfachauswahl‐Aufgaben 
• Aufgabenlösung ist die nicht zutreffende oder 
schlechteste der Antwortoptionen

• Deutlich markiertes Negationssignal in der 
Fragestellung durch Fettdruck und 
Unterstreichung: „nicht“, „am wenigsten“, etc.

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Welche Aussage trifft auf das Modell der WHO zur Klassifikation der 
Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) nicht zu?
(A) Es bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen der körperlichen, 
psychischen und sozialen Dimension von chronischer Krankheit und 
Behinderung.
(B) Es berücksichtigt, dass Krankheiten nicht nur somatische, sondern 
auch funktionale Einschränkungen und Beeinträchtigungen zur Folge 
haben.
(C) Es erfasst mögliche Beeinträchtigungen in Bereichen der Funktionen 
und Strukturen des menschlichen Organismus, der Aktivitäten einer 
Person und der Partizipation an Lebensbereichen.
(D) Es berücksichtigt als Kontextfaktoren ausdrücklich auch 
Umweltfaktoren.
(E) Es klassifiziert die Ursachen der Entstehung von chronischen 
Gesundheitsstörungen und Behandlungsstrategien.

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Diagnostische Klassifikationssysteme wie die 
ICD‐10 werden zu mehreren Zwecken 
eingesetzt. 
Was gehört nicht dazu? 
(A) Ableitung von Therapieempfehlungen (Leitlinien) 
(B) bessere Vergleichbarkeit von Patientengruppen 
(C) erleichterte Dokumentation der Diagnose 
(D) präzisere Kommunikation über Diagnosen 
(E) verbesserte intuitive Diagnose (Blickdiagnose) 

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Welches der folgenden Konzepte wird nicht zu 
den psychischen Schutzfaktoren gegenüber 
Krankheitsrisiken gezählt? 

(A)  dispositionaler Optimismus 
(B)  internale Kontrollüberzeugung 
(C)  Reduktion kognitiver Dissonanz 
(D)  Resilienz 
(E)  Selbstwirksamkeitserwartung 

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In welcher Aussage kommt das Haupteffekt‐
Modell der sozialen Unterstützung am besten 
zum Ausdruck? 
(A) Der Zusammenhang zwischen belastenden Lebensereignissen und der 
Sterblichkeit wird durch emotionale Unterstützung abgeschwächt. 
(B) Durch soziale Unterstützung werden Stresseffekte abgemildert und damit 
Krankheitsrisiken reduziert. 
(C) Erwachsene, die sozial unterstützt werden, haben eine günstigere 
gesundheitliche Prognose, z.B. geringere Sterblichkeit. 
(D) Frauen erfahren mehr soziale Unterstützung als Männer. 
(E) Männer profitieren von sozialer Unterstützung durch ihre Partnerin mehr 
als Frauen von sozialer Unterstützung durch ihren Partner. 

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