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Die

Rechte des Käufers gem. § 437 Werkrechtliche Gewährleistungsprüfung gem. § 634


Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung, Schadensersatz, Aufwendungsersatz Nacherfüllung, Aufwendungen bei Selbstvornahme, Rücktritt, Minderung, Schadensersatz, Ersatz
vergeblicher Aufwendungen

- Regelt sämtliche rechtliche Möglichkeiten, die dem Besteller zur Verfügung stehen, wenn
das hergestellte Werk nicht frei von Rechts- und Sachmängeln ist
- Keine eigene Anspruchsgrundlage —> Rechtsgrundverweisung

Voraussetzungen:
- Werk mangelhaft + zusätzlich die Voraussetzungen der jeweiligen Nummer des § 634 BGB
—> dies zusammen ergibt dann erst die AGL
- Nachfolgenden Rechte aus den Nummern 1 – 4 —> wenn die Voraussetzungen der
folgenden Vorschriften vorliegen!

Vorbehaltloser Abnahme - § 640 II BGB: Ausschluss der Rechte aus § 634 Nr. 1 – 3 BGB
Kein Ausschluss des § 634 Nr.4 BGB —> Der Besteller kann trotz vorbehaltloser Annahme immer
noch die Rechte auf Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen aus den § 634. Nr.4
BGB verlangen.
Nun ist jedoch im Unterschied zu den sonstigen Rechten des § 634, ein Verschulden
(Vertretenmüssen) des UN erforderlich!

§ 437 listet zwar die möglichen Rechte des Käufers auf, aber hat dennoch keine eigene
Anspruchsgrundlage, sondern stellt nur eine sogenannte Rechtsgrundverweisung dar
„Rechtsgrundverweisung bedeutet, dass die Norm nur unter Hinzuziehung anderer Vorschriften, die
dann den eigentlichen Rechtsgrund des Anspruchs ausmachen, zur Anspruchsgrundlage wird.“


§477 — Zum Zeitpunkt des - Sachmangel nachweisen
Gefahrübergangs mangelhaft - Verkäufer muss beweisen, dass Sachmangel bei Lieferung noch nicht
vorlag
- Auch gebrauchte Sachen
- Egal ob Verkäufer Mangel nicht erkannt hat
Vertretenmüssen Bei §§ 280 I, III, 281 I, 437 Nr.3 Fall 1 BGB: zwei Pflichtverletzungen:
1. Die Lieferung einer mangelhaften Sache und
2. Nichtvornahme der Nacherfüllung
h.M.: beide Pflichten hat man zu vertreten
Angemessene Frist Nach § 281 I S.1 BGB, § 323 I BGB, muss der Gläubiger dem Schuldner immer auch
noch eine angemessene Frist zur Leistung oder Nacherfüllung bestimmt haben. —>
Recht zur zweiten Andienung —> Soll den KP nachträglich „verdienen“

Abgrenzung zwischen Nichterfüllung Wenn die vom Verkäufer gelieferte Sache aus der Sicht des Käufers nicht zur
und Schlechtleistung Erfüllung der Verkäuferpflicht aus § 433 I S.1 BGB bestimmt ist, es sich also vom
Empfängerhorizont her gesehen nicht einmal um den Vreusch einer
Vertragserfüllung handelt, findet Nichterfüllungsrecht - §§ 280 I, 281, 283, 286 ff.
BGB – und nicht das Mängelgewährleistungsrecht - §§ 434 ff. BGB Anwendung
§ 437 – Mangelhaftigkeit der „Des Weiteren erforderlich ist gem. § 437 BGB die Mangelhaftigkeit der Kaufsache.
Kaufsache Liegt diese vor, so ist gleichzeitig auch das Merkmal der Pflichtverletzung aus § 280
Wichtiger Satz! I S.1 BGB erfüllt, denn bei der Lieferung einer mangelhaften Sache hat der
Schuldner stets seine Pflicht aus dem KV verletzt.