Sie sind auf Seite 1von 2

Beratungsleitfaden

Exokrine Funktionsstörung
der Bauchspeicheldrüse 1

Definition
Die Fähigkeit, Verdauungsenzyme (Lipasen, Proteasen und Amylasen) zu bilden, fällt teilweise oder komplett aus
mit der Folge, dass unvollständig verdauter Nahrungsbrei in tiefere Darmabschnitte gelangt und die Nahrung nur
unvollständig verwertet werden kann.

Symptome
Voluminöse Durchfälle, übelriechende glänzende Fettstühle, meist hell-gelb gefärbt (Steatorrhoe), Völlegefühl, Blähungen,
Bauchkrämpfe, ständige oder in Schüben wiederkehrende starke Schmerzen im Bereich des Oberbauchs, ggf. gürtel-
förmiges Ausstrahlen bis in den Rücken. Aufgrund mangelnder Nahrungsresorption stetige Gewichtsabnahme, Mangel
lebenswichtiger Vitamine und Funktionsstörungen anderer Organe.

Fragen für das Beratungsgespräch


Für wen ist das Mittel? Wie äußern sich die Beschwerden? Wie lange bestehen die Beschwerden?
Was haben Sie bereits unternommen? Wurden die Beschwerden schon einmal ärztlich abgeklärt?

Wann zum Arzt?


Blutiger oder schleimiger Stuhl, häufiger Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, starke Schmerzen,
in andere Extremitäten ausstrahlende Schmerzen.

Therapie in der Selbstmedikation


Substitution der fehlenden Enzyme durch Pankreaspulver vom Schwein mit entsprechender Lipase-, Amylase- und
Proteaseaktivität. Die Dauer der Anwendung ist nicht eingeschränkt und richtet sich nach dem Krankheitsbild.

Dosieren und Anwenden – das Wichtigste in Kürze


Stand: September 2019; Fotos: © Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG / reineg – stock.adobe.com

Richtig dosieren Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad der Pankreasinsuffizienz.
Empfohlener Richtwert: 2.000 Ph.Eur.-Einheiten Lipase pro g Nahrungsfett
Einstiegsdosierung: 20.000–40.000 Ph.Eur.-Einheiten pro Hauptmahlzeit;
10.000–20.000 Ph.Eur.-Einheiten pro Zwischenmahlzeit
Der Therapieerfolg sollte nach 4–6 Wochen anhand der Symptome und klinischer Parameter überprüft
werden. Eine Erhöhung der Dosis sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Richtig Arzneimittel unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit zum Essen einnehmen. Schlucken, nicht Kauen!
einnehmen Pankreatinpräparate enthalten aktive Enzyme, die durch Zerkauen zu Schleimhautschäden führen können.
Die Hartkapseln können zur leichteren Einnahme bei Bedarf geöffnet und nur der Kapselinhalt unzerkaut
eingenommen werden.

Weitere Hinweise Zusätzliche Versorgung mit Calcium, Magnesium, Eisen und fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K)
zur Verdauungs- • Substitution von Vitamin B12
insuffizienz • Unterstützung der Magenfunktion (Enzynorm f)

Fortsetzung }

In Kooperation mit Mit freundlicher Unterstützung der


Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG
Beratungsleitfaden

Exokrine Funktionsstörung
der Bauchspeicheldrüse 2

Produktsteckbrief: Pankreatan® 10.000 / 20.000 / 25.000 / 36.000 /


Pankreatin 40.000 Nordmark®
Wirkstoff: Pankreaspulver vom Schwein mit entsprechender Lipase-, Amylase- und Proteaseaktivität
Wirkstärke: Lipaseaktivität entspricht jeweiliger Wirkstärke, z. B. Pankreatan®
36.000 I.E. = Lipaseaktivität 36.000 Ph.Eur.- Einheiten/Kapsel, jeweilige Amylase- und
Proteaseaktivität siehe Pflichttext
Indikation: Therapie bei Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer
Maldigestion einhergehen: Chronische Pankreatitis, Pankreasresektion, Mukoviszidose,
Gastrektomie
Weitere Informationen: www.pankreatan.de
Stand: September 2019; Fotos: © Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG / reineg – stock.adobe.com

Pankreatan® 10.000 / 25.000 / 36.000 / Pankreatan® 20.000 Ph.Eur.-Einheiten / Pankreatin 40.000 Nordmark® Wirkstoff: Pankreas-Pulver vom Schwein. Zusammensetzung: Pankreatan 10.000 / 20.000 /
25.000 / 36.000 – 1 magensaftresistente Hartkapsel enthält 97,6 / 195,2 / 244 / 303,5 mg Pankreas-Pulver vom Schwein (Lipaseaktivität 10.000 / 20.000 / 25.000 / 36.000 Ph.Eur.-Einh., Amylaseaktivität mind.
7.500 / 15.000 / 18.750 / 22.000 Ph.Eur.-Einh., Proteaseaktivität mind. 450 / 900 / 1.125 / 1.200 Ph.Eur.-Einh.). Sonstige Bestandteile: Crospovidon, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid,
Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Dispersion 30 % (Ph.Eur.), Polysorbat 80, Wasser, Triethylcitrat, Talkum, Simeticonemulsion (Simeticon / Methylcellulose / Sorbinsäure
(Ph.Eur.) / Wasser), Montanglycolwachs, Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisenoxide und -hydroxide (E 172) [Eisenoxide nicht in Pankreatan 20.000], Natriumdodecylsulfat. Pankreatin 40.000 Nordmark –
57000061 ZLT 062 01

1 magensaftresistente Hartkapsel enthält 319,05–414,35 mg Pankreas-Pulver vom Schwein (Lipaseaktivität: 40.000 Ph.Eur.-Einh., Amylaseaktivität: mind. 25.000 Ph.Eur.-Einh., Proteaseaktivität: mind. 1.500
Ph.Eur.-Einh.). Sonstige Bestandteile: Gelatine, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) Dispersion 30% (Ph.Eur.), Simeticonemulsion (Simeticon, Methylcellulose, Sorbinsäure (Ph.Eur.), Wasser),
Talkum, Triethylcitrat, Titandioxid (E 171), Eisenoxide und -hydroxide (E 172), Natriumdodecylsulfat. Anwendungsgebiete: Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einerMaldigestion einhergehen.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Pankreatin, Schweinefleisch/-proteine oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Bauchschmerzen, Verstopfung, Stuhlanomalien,
Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsstörung, Schnupfen, Sodbrennen, Mundschleimhautentzündung, Unwohlsein, allergische Reaktionen vom Soforttyp: Hautausschlag,
Juckreiz, Niesen, Tränenfluss, Atemnot, allergische Reaktionen des Verdauungstraktes. Bei Patienten mit Mukoviszidose Verengungen im Dünn- oder Dickdarm (Literaturfälle bei Hochdosistherapie). Weitere
Informationen: siehe Fach- und Gebrauchsinformation. Stand: Februar 2019. Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG, Pinnauallee 4, 25436 Uetersen. Mitvertrieb: Nordix Pharma Vertrieb GmbH, Pinnauallee 4,
25436 Uetersen. Ein Unternehmen der Nordmark-Gruppe.

In Kooperation mit Mit freundlicher Unterstützung der


Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG