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Römische

Münzen
(Hintergrundbild)

Die numismatische Sammlung

Auch interessante numismatische Sammlungen


haben in vielen österreichischen Klöstern die
In der ursprünglichen St. Blasier Sammlung
Jahrhunderte überdauert. Die St. Pauler
waren die Römer und Brakteaten stark
Kollektion setzt sich vor allem aus den
vertreten; letztere, und wohl überhaupt die
Beständen des ehemaligen Stiftes St. Blasien
Mehrzahl der Kleinmünzen, gingen schon in
zusammen. Man könnte diese Bestände an
älterer Zeit verloren. Nach der
Münzen und Medaillen geradezu ein Dokument
Wiederbesiedelung St. Pauls 1809 hat sich
der Geisteshaltung des 17. und 18 Jahrhunderts
Fürstabt Dr. Berthold Rottler, der selbst einige
nennen. Abt Martin Gerbert, der historisch
Jahre Numismatik an der Universität von
ungemein versiert war, versuchte viele
Freiburg lehrte, besonders um eine
geschichtliche Begebenheiten durch Münzen
Erweiterung der Sammlung bemüht. Ihm ging
und Medaillen zu veranschaulichen. Zu dieser
es vor allem um die didaktische Nutzbarkeit
Zeit gab es in St. Blasien eine ganze Riege von
der Münzen, mit deren Hilfe er Geschichte und
begabten Gelehrte, die sich um den Fürstabt
historische Begebenheiten anschaulich vor
scharten, allen voran Marquard Herrgott und
Augen führen konnte. Um 1840 erfolgte die
Ru stensu s Heer, d i e b ei m Au M b a u d es
Aufstellung der Münzsammlung in zwei großen
Münzkabinetts treibende Kräfte waren.
Schränken, wobei die Anordnung dem
Ursprünglich umfasste die numismatische
gewohnten Schema folgte: Griechen, Römer,
Sammlung etwa 35.000 Stück. Nach der
römisch-deutsche Kaiser, Könige; geistliche und
Übersiedlung nach St. Paul waren es wesentlich
weltliche Fürsten, Städte, berühmte Männer
weniger, so dass heute etwa 20.000 Münzen und
und Frauen sowie schließlich die „Miscellanea“.
Medaillen den Bestand bilden. Einseitige Medaille auf den Tod Philipps I.
(des Schönen) -1506