Sie sind auf Seite 1von 2

DAS INTERVIEW

Was ist ein Interview?


Das Interview ist:
· eine Sonderform unter den Textsorten der Massenkommunikation
· eine spezifische Mischform aus:
- Informationsvermitlung
- Meinungsdarstellung/Apellfunktion
 ein "Frage - Antwort Gespräch"
· eine für die Öffentlichkeit bestimmte Unterredung von Berichterstattern mit
Persönlichkeiten über aktuelle Tagesfragen oder sonstige Fragen.

1. Globalziel: soll informieren, doch oft will der der Interviewte die Hörer/Leser auch von
seiner Meinung überzeugen
Textfunktion: - informativ
- appelativ
- argumentativ

2. Thema: Was steht im Vordergrund des Interviews?


· der Sachverhalt, zu dem der Interviewte Informationen gibt aufgrund besonderer
Kenntnisse, Kompetenzen,
· Die Sache, das Thema ist in Verbindung mit der Person
· die Person selbst ist wichtig (Persönlichkeit) oder das Thema

3. Medium: die meisten Interviews werden mündlich gehalten, dann aber in schriftlicher Form
verbreitet. Der Interviewte hat oft das Recht zu Korrekturen.

3.1 Schrittlänge: -der Interviewer, stellt Fragen und gibt Anreize (Stimuli) zur
Informationsabgabe durch den Interviewten. Er erscheint als der aktive Teil, der durch
seine Fragen das Gespräch steuert.
- Der Interviewte, erscheint als der reagierende Teil, der nur auf Fragen, Anregungen und
Rezimpulse eingeht.
- Der Interviewte kann in den meisten Fällen antworten, wie und soviel er will; manchmal wird
jedoch um die Kürze der Antworten gebeten.

4. Handlungsbereich: Umstände der Textentstehung:


 sie sind im allgemeinen für die Öffentlichkeit bestimmt
 häufig inhaltlich vorbereitet
 das Interview verspricht ihm Informationen aus erster Hand, die Möglichkeit sensationeller
Offenbarung
 Interviewer und Interviewter kenne schon vor dem Gespräch die Erwartungen des
Publikums und können sie in ihre Interview-Strategie einbauen.
 Das Gespräch im Interview hat einen zusätzlichen, oft nicht
anwesenden Partner, das Publikum. Die Adressaten sind die Rezipienten des Interviews.
 Der Dialog wird also nicht aus privaten kommunikativen Bedürfnissen geführt und aus dem
Anliegen der Beteiligten heraus, sondern seine Funktion ist ausgerichtet auf die Rezeption
durch ein Publikum.

5. Sprachliche Charakteristiken
 bei schriftlich wiedergegebenen Interviews wird oft ein Hinweis auf den Gesamtinhalt oder
dessen Schwerpunkt gegeben in Form eines kurzen Vorspanns und/oder einer
entsprechenden Überschrift. Sie können als Eröffnungssignale bezeichnet werden.
 Schlussignale sind gewöhnlich Verabschiedungsformeln/Dankesworte, das Schlussignal
kann jedoch auch gänzlich fehlen
 Der Sprecherwechsel ist durch die Fragen des Interviewers und die Antworten des
Interviewten geregelt. Die Fragen sind wesentlich kürzer als die Antworten.
 Bei der ersten Frage wird der Interviewte meist direkt angesprochen
 bei mündlichen Interviews sind die Äusserungen nicht besonders lang, bei schriftlichen
Interviews sind sie erheblich länger.
 Im Interview wird oft nicht alles Gedachte ausformuliert, Man mus "zwischen den Zeilen
lesen "
 Wenn Verständnisschwierigkeiten entstehen, kann der Interviewer um Klärung bitten (Wie
meinen Sie das bitte / Das heist also...)
 ebenso kann man um zusätzliche Erläuterungen und Konkretisierungen bitten