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Neolithische Revolution, Ҫatal Hüyük, Ur, Babylon – Stadt und


Klimawandel
Während des Paläolithikums, was für Altsteinzeit steht, waren die Menschen Jäger und
Sammler. Auf die ständige Suche nach Nahrungsquellen führten sie ein nomadisches Leben.
Ihre Unterkünfte müssten also leicht zu transportieren und schnell auszubauen sein. Wenn
sie keine Höllen oder Felsenvorsprünge schnell finden könnten, übernachteten sie in Zelten
oder in Verschläge zwischen Bäumen, die Asthütten.
Solche Lebensgewohnheiten werden erst ca. 12 000 Jahre v. Chr. in den sogenannten
„Neolithische Revolution“ aufgrund der Klimawandel geändert. Es wird immer wärmer also
fangen die Menschen in der Jungsteinzeit (oder Neolithikum) mit der Viehzucht und
Ackerbau an. Solche Tätigkeiten nahmen viel Zeit und hielten die Menschen an bestimmten
Orten fest. Meistens in die Nähe des Flusses. Dies führte wiederum dazu, dass sich die
damaligen Menschen in ersten Siedlungen niedergelassen haben. Solche primitiven
Siedlungen waren weder befestigt, noch verfügten sie über Sozial- und Rechtsstrukturen.
Selbst die Religion unterscheidete sich von Haushalt zu Haushalt.
Mehr über die ersten Häuser oder „Urhütten“ schreiben, Filarete im Buch „Trattato
d’architettura“, Vitruv in sein Buch „De Architektura Libri Decem“ und die von Claude
Perrault, „Les Dix d’Architecture de Vitruve Corrigez et Traduits novellement en Francois“ wo
vermutet wird , dass die erste Form eines Hauses eine Überdachung mit drei Stäbe war.
Mit der Zeit entwickelten sich aus solchen Siedlungen die ersten Städten der frühen
Hochkulturen. Als die Siedlungen gewachst haben, spezialisierten sich die Bewohner in
bestimmten Tätigkeiten dessen Produkte sie dann zwischen einander in der ersten Linie
austauschen und später verkaufen konnten. So musste in der Siedlung auch ein Platz zum
Handeln gemacht werden. Dank dem Handel und dem zunehmenden Bedarf die Stadt zu
verwalten entsteht die Schrift. Mit der Vermögenszunahme und immer größeren Vielfalt an
Produkte stellten diese Siedlungen ein leichtes Ziel für andere Gruppen von Menschen dar.
Zum Schutz von Eindringlingen und Plünderer mussten die Bewohner ihr Zuhause befestigen
und gut verteidigen können. Um sowas erfolgreich durchführen zu können, musste die
Gemeinde innerlich gestärkt werden, und dafür sorgte eben eine zentrale Kultstatt die den
Bewohnern ein Gefühl zu der Gemeinde dazu zu gehören erteilte.
Die erste bekannte erbaute neolithische Siedlung, Ҫatal Hüyük, wurde ca. 600 Jahren v. Ch.
in der Türkei erbaut und im Jahr 1961 von James Mellart in Südostanatolien entdeckt und
ausgegraben. Es gab keine Straßen. Häuser wurden dicht nebeneinander gebaut, sodass man
sie nur vom Dach beträten konnte. Das ganze Haus bestand aus nur ein Zimmer mit
unterschiedlichen Nutzungsbereiche. Solche cellenartige Bauweise heißt „agglutinierende
Bauweise“.
Ein weiteres Beispiel der Städte die frühen Hochkulturen ist der sumerischer Stadtstaat Ur.
Dieser Stadt befand sich im heutigen Irak zwischen 2 000 und 3 000 Jahre v. Ch. Selbst die
älteste Schrift, das Keilschrift wurde in dieser Region erfunden.
Die Zikkurat ist eine spezifische Bauanlage aus mehreren übereinander liegenden, immer
kleineren Podien und einen Tempel als Bekrönung. Es verfügt über massiven Außentrappen,
und soll ein Gefühl von Übermacht des fast Göttlichen Königs zu den man empor steigt
ermitteln. Aus einem Relief lässt sich herausfinden, dass der Baumeister des Urs der König
Urnammas war, der wahrscheinlich um die Jahr 2 100 v. Ch. herrschte. Auch in Babylon, eine
Stadt der zwischen 3 000 – 500 Jahren v. Ch. stand, gab es eine Zikkurat. Die Zikkurat ist als
Tempelanlage eins der 4 Aspekte der Monumentalbau der frühen Hochkulturen.
Als Beispiel für Stadt- und Grenzmauer kann man den Ischtar Tor nehmen. Es sollte ca. 600
Jahren v. Ch. gebaut sein, und ist heute im Berlin im Pergamonmuseum zu sehen. Zum
anderen 2 Aspekten gehören Grabanlagen und Bewässerungssysteme (Wasserbauwerke).