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Athen, Polis und Akropolis, Wohnhaus und


Parthenon, Milet
Ca. 500 Jahre v. Chr. Wurde eins der bekanntesten antiken Städte der Welt gegründet –
Athen. Dank der Felsen und Stadtmauer hatte die in Landschaft eingebettete Athen eine
gute Lage und konnte gut geschützt werden. Sogar die Wege zum Hafen waren von Mauern
umarmt. Es ist also nicht überraschend das diese sichere Hafenstadt das Epizentrum der
damaligen Wissenschaft und Kultur geworden ist. Naturverständnis, Gärten,
Jenseitsvorstellungen, Anbeten von Göttern… all das wurde aus der ägyptischen Hochkultur
übernommen und konnte in die griechische Welt durch die Architektur zum Vorschein
gebracht werden. Athen war eine Polis, da es eine Einheit aus sämtlichen Siedlungs- und
autonomen politischen Formen darstellt. Als Siedlungsform, muss eine Polis über einer
Stadtmauer, öffentlichen Gebäuden, Verwaltung, Kultbauten und ein räumlich definiertes
Umland verfügen. In die Politik dürften nur freie Männer teilnehmen, also bildete sich die
Demokratie auf Basis der Sklaverei heraus. Diese stellte eine politische Selbstverwaltung des
griechischen Stadtstaates dar. Später wird die antike Polis als Leitmotiv (Freiheit macht
Stadt) für die europäische Städte genommen.
Die Polis hatte eine Rasterstruktur aus Straßen und Blöcken, die dank der geometrischen
Ordnung über eine hohe Funktionalität und Vielfalt verfügten. Allerdings wurde die
Topografie in die Stadtplanung nicht berücksichtigt. Hinter dieser Idee steht Hippodamos
von Milet der zwischen 500 und 400 Jahren v. Chr. lebte, und nach dem auch solches Raster
„hippodamisches System“ benannt wurde. Auch die Römer haben die Vorteile von der
Erschließung bei solcher Blockbildung und Parzellierung erkannt und später übernommen.
Die Wohnhäuser waren dicht an einander gebaut. Jedes Haus hatte seinen Innenhof das für
genug Licht und Luftzufuhr sorgte. Je 8 Häuser bildeten die Blöcke. Mit Aussparung solcher
Baublöcke, wurde platz für die öffentliche Plätze und Bauten ermöglicht.
Akropolis ist ein befestigter Hügel der erst als Zufluchtsort benutzt wurde, und später als,
Versammlungs- und Tempelbezirk mit Altäre Monumenten und Vorratshäusern. Vor allem
wird Akropolis als ein heiliger Ort, und mit Hilfe der Monumentalität der Architektur als Sitz
der Götter empfunden. Dies prägt und stärkt der Glaube und das gesellschaftliche
Miteinander der Bewohner. Bei den Tempelbauten ist Kult der Sonne, auf Grund der Ost
zum West Ausrichtung gut zu erkennen. Zu der Akropolis gelang man durch dem Propläen,
den Eingangsbauwerk wo eine Kontrolle der Besichtigter möglich war. Neben dem
Parthenon, des Haupttempels der Sitz der Stadtschutzpatronin Athena war, befand sich auf
der Akropolis auch Erechtheion, ein kleinerer Tempel der Poseidon und Athena gewidmet
war. Er diente auch als ein Schatzhaus.
Der Parthenon wurde von Architekten Iktinos zwischen 447 und 432 Jahren v. Chr. gebaut.
Im Grunde sieht der Parthenon wie ein überdimensioniertes Wohnhaus aus. Auf der Spitze
befindet sich der Giebel, ein Dreieck über dem Eingang, der auf die Triglyphe,
Reliefskulpturen, die das Leben der Götter darstellten, und der Metope, Reliefornament das
den Alltagsleben beschreibt, ruht. Solche Reliefs dienten der Übermittlung von Mythen und
Legenden an die analphabetischen Bewohner. Unter dem Gebälk standen die Säulen. Diese
bestehen wiederum aus drei Teile: den Abakus – den Säulenanschluss an dem Gebälk,
Kapitel, und Säulenschaft, den Stamm einer Säule. Die Säulen standen auf dem Sockel fest.
Wenn man den Tempel betretet, gelangt man zuerst in die Ringhalle. Von dort steigt man in
die Vorhalle, die weiter in die Cella führt. Die Cella ist der Hauptraum des Tempels, wo sich
der Altar oder ein Kultbild befindet. Der Tempel war komplett aus Marmor ohne Mörtel
gebaut.