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Arbeitsblatt Filmstuktur

STORYDREIECK
Laut Robert McKee gibt es drei Hauptkategorien von
Filmen: der Archeplot, der Miniplot und der Antiplot.

Der Archeplot hat eine klassische Struktur und wird am


häufigsten verwendet. Der Miniplot hat eine minimale
Struktur und wird nicht oft in der reinen Form verwen-
det. Der Antiplot hat eine Antistruktur gegenüber der
klassischen Struktur. Sie wird ebenfalls selten verwen-
det. Die beiden letzteren Kategorien werden häufiger
gemischt mit der klassischen Struktur, vor allem der
Antiplot gewinnt zunehmend an Popularität.

DER ARCHEPLOT (KLASSISCHE STRUKTUR)

MERKMALE Anfang Mitte Ende


• zusammenhängend
• lineare Zeit
• eine Geschichte
SPANNUNGSAUFBAU

BEISPIEL
Spiderman

MINUTEN 1 2 3 4 5

DER MINIPLOT (MINIMALE STRUKTUR)


MERKMALE Anfang Mitte Ende

• offenes Ende
• mehrere ineinander verwobene Perspek-
tiven/Geschichten/Geschichtsteile
SPANNUNGSAUFBAU

BEISPIEL
How I met your Mother

MINUTEN 1 2 3 4 5

DER ANTIPLOT (ANTISTRUKTUR)


MERKMALE Anfang Mitte Ende

• Zufall
• nicht lineare Zeit
• widersprüchliche, unbeständige
SPANNUNGSAUFBAU

Realitäten

BEISPIEL
Monty Python and the holy Grail
MINUTEN 1 2 3 4 5
Arbeitsblatt Inhalt

ZUSAMMENFASSUNG
WAS BRAUCHT JEDER FILM?
• TITEL Einblenden eines Titels am Anfang
• KONZEPT Der Clipaufbau folgt der beherrschenden Idee
• BILDSPRACHE Der Film folgt einer einheitlichen Bildsprache
• TON Der Film enthält eine passende Audiospur (Musik, Sprache, Geräusch)
• ABSPANN Am Schluss folgt ein Abspann mit Quellenangaben und Nennung der
Mitwirkenden

DIE GRUNDIDEE
WAS WILLST DU ERZÄHLEN?
• Alles was im Film passiert, wird der Grundidee untergeordnet
• Die Grundidee lässt sich in einem Satz zusammenfassen
• Sie ist der rote Faden der Arbeit
• An ihr richtet man den ganzen Film aus

MÖGLICHE THEMEN

MENSCHLICHE ERFAHRUNG Nullpunkt


Polaritäten
Krise
Entwicklung
Lebensmodell
Wendepunkt
Höhepunkt
Verhaltensmuster

FIKTION Spektakel
Imagination
Reinkarnation
Metapher
Vision

DIVERSES Natur
Kulturspezifischer Ausdruck
Wahrheit
Fakten
Gleichgewicht
Komposition
Abstraktion
Grafische Gestaltung
Arbeitsblatt Filmthorie

ALLGEMEIN
KAMERAFÜHRUNG
Kamera möglichst wenig schwenken und zoomen, sondern ruhig halten. Für den Zuschauer ist es
angenehmer und man wackelt weniger.

EINSTELLUNGSGRÖSSEN
Wide Shot Der Mensch ist von seiner Umgebung dominiert, betont ist der Raum
Medium Shot zeigt meistens den menschlichen Oberkörper, betont ist die Handlung
Close up zeigt meistens das menschliche Gesicht, betont sind Emotionen

BILDAUSSCHNITT
Bildkomposition Gestaltung von Vorder- und Hintergrund, um Bildtiefe zu erzeugen. Dinge,
die man nicht sehen sollte, grosszügig wegräumen.
Schärfe/Unschärfe Das Auge fokusiert den Bildteil, der scharf ist. Damit kann man den Blick des
Zuschauers steuern. Schärfeeinstellung via tippen auf den Bildschirm.
Bildkonsistenz Wenn verschiedene Winkel eines Raums gefilmt wird, muss dem Zuschauer
einmal der ganze Raum gezeigt werden, damit er ihn als Ganzes
wahrnimmt.

REALFILM
Reale Szenen (tatsächliche Bewegungen), die von einer Videokamera abgefilmt werden.

In kurzer Zeit sind viele Aufnahmen möglich.

STOPMOTION (FOTOGRAFIE)
Vortäuschung von Bewegung durch Abfotografieren der einzelnen Bewegungsabläufe mit einer Fo-
tokamera. Dadurch können Gegenstände belebt oder physikalisch unmögliche Dinge vorgetäuscht
werden.

Eine Sekunde hat 16 bis 30 Bilder (Frames). Je mehr Bilder, desto flüssiger die Bewegung. Jedes
Bild muss einzeln prepariert und fotografiert werden. Durch diesen erhöhten Aufwand sind nur
kurze Filme möglich.

ANIMATION (ZEICHENTRICK)
Der Animationsfilm täuscht die Bewegung künstlicher Figuren nur vor, er basiert tatsächlich auf
unbelebten Zeichnungen und Gegenständen. Hier ist die Darstellungsfreiheit am grössten.

Eine Sekunde hat 16 bis 30 Bilder (Frames). Je mehr Bilder, desto flüssiger die Bewegung. Jedes
Bild muss einzeln gezeichnet werden. Der Aufwand ist hier am grössten. Deshalb sind nur ganz
kurze Filme möglich (weniger als eine Minute).
Arbeitsblatt Vorgehen

PREPRODUCTION
VORBEREITUNG
Zeitaufwand
IDEENFINDUNG
Die Idee und der grobe Ablauf des Films soll unbedingt festgehalten werden. Das Ausformulieren
der Idee dient zur Fehlerkontrolle und als Hilfsmittel beim Arbeiten.

Mögliche Formen Storyboard


Begriffsliste
Text
Dramaturgie-Diagramm
Fotostrecke

ORGANISATION
Darsteller/-innen anfragen, Material besorgen/herstellen, Kulisse (Ort) bestimmen und herrichten,
Drehzeit bestimmen (wichtig wegen Lichtverhältnisse), Aufgaben verteilen (Filmer, Assistenz,
Bühnenbildner, Darsteller, etc.)

SMARTPHONE
Apps downloaden, Speicherplatz schaffen, Akku aufladen

PRODUCTION
FILMDREH
Zeitaufwand
SMARTPHONE
Am besten wird mit EINEM Smartphone gearbeitet, damit man die gleichen Einstellungen und
Bildqualität hat. Beim Dreh sollte das Smartphone auf Flugmodus geschaltet sein, damit man nicht
gestört wird während der Arbeit.

DREH
Von einer Szene sollten mehrere Takes (Versuche) gemacht werden, damit man beim Film schnei-
den Auswahlmöglichkeiten hat. Bei jeder Aufnahme sollte am Anfang und Ende 2 Sekunden länger
gefilmt werden, damit man beim Schneiden genügend Raum hat.

POSTPRODUCTION
NACHBEARBEITUNG
Zeitaufwand

FILMSCHNITT
Filmschnitte trennen bzw. verbinden die Videoszenen miteinander. Man kann mit und ohne Über-
gangseffekte arbeiten (harter Schnitt - weicher Schnitt). Ein Schnitt ist dann gut, wenn der Zu-
schauer ihn nicht bemerkt.

TON
Hinzufügen von Musik, Sprache und Geräuschen. Hierbei ist die Harmonie zwischen Bild- und
Tonspur wichtig (Rhythmus).

VOR-/ABSPANN
Nennung aller Beteiligten und Quellenangabe: Es ist ein Zeichen der Anerkennung und Wertschät-
zung der Mitwirkenden und dient gleichzeitig als rechtliche Absicherung.
Arbeitsblatt formale
Bedingungen

TEILNAHMEBEDINGUNGEN
FÜR DEN WETTBEWERB KATEGORIE MOBILE MOVIE

WER Jugendliche bis 25


FILMDAUER maximal 5 Minuten
FILME maximal 3 Filme können eingereicht werden
EINSENDESCHLUSS 2. März 2014
JURY Eine ausgewählte Jury entscheidet, wer gewinnt
PREISE Sachpreise

PROGRAMME
IPHONE

SPLICE Filmschnitt, Sound, Titel, Vor-/Abspann


STOPMOTION Fotoanimation, Sound
ANIMATION EXPRESS Zeichentrick, Collage

ANDROID

???

FORMATE

BILDFORMATE
16:9 / 4:3 / HD

DATEIFORMATE
MP4 H264
Arbeitsblatt Rechte

URHEBERRECHT UND PERSÖNLICHKEITSSCHUTZ


Wer Menschen im öffentlichen Raum filmt oder fotografiert ohne deren Einwilligung, missachtet
deren Rechte auf Privatshäre. Es ist nur dann ohne Einwilligung der Betroffenen zulässig, wenn
sie auf dem Bild unkenntlich sind oder nicht herausgehoben werden aus der Menge.

CREATIVE COMMONS
Creative Commons steht für schöpferisches Gemeingut. Es bezeichnet eine seit 2001 bestehende
Form von unkomplizierten Lizenzen, die kreative Werke rechtlich auf eine bestimmte Weise schüt-
zen aber gleichzeitig auch die kreative Weiternutzung der Werke flexibel gestalten. Frei nutzbare
Werke haben folgende CC-Lizenz-Icons:

CC – Lizence- by name
Das Werk darf genutzt und bearbeitet werden,
jedoch muss der Name der Urherberin, des
Urhebers genannt werden.

CC – Lizenz- by name & share alike


Das Werk darf genutzt werden, jedoch muss
der Name der Urheberin, des Urhebers genannt
werden. WICHTIG: Es darf nicht verändert
werden.

PUBLIC DOMAIN
Public Domain bedeutet öfftntliches Gemeingut. Das sind lizenzfreie Werke ohne Copyright die zur
Nutzung und Bearbeitung freigegeben sind.

CC – Lizenz- Public Domain


Das Werk frei genutzt und verändert werden. Es
besteht kein Copyright drauf.
Vorlage Storyboard
Anfang Mitte Ende
Vorlage Dramaturgie

SPANNUNGSAUFBAU
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