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Schwere Kompanie

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Die schwere Kompanie ist die Panzerabwehr- und Feuerunterstützungskompanie eines Infanteriebataillons der
Fallschirmjäger, Gebirgsjäger und Jägertruppe in der Bundeswehr. Die schwere Kompanie unterstützt die
(leichten) Infanteriekompanien mit Steilfeuer, weitreichenden Panzerabwehrwaffen, Feuer der 20-mm-
Maschinenkanonen sowie mit Aufklärungsmitteln des Aufklärungszuges.

Joint Fire Support Teams, als Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung (STF) oder auch Joint Fire,
sind im Artilleriebataillon 131 (Weiden i. d. Oberpfalz), dem Artilleriebataillon 295 (Stetten am kalten Markt)
und dem Artillerielehrbataillon 325 (Munster) sowie dem Artillerielehrbataillon 345 (Idar-Oberstein) und in den
schweren Jäger- (5./1, 5./292, 5./91), schweren Fallschirmjäger- (7./26, 7./31) und den schweren
Gebirgsjägerkompanien (5./231, 5./232, 5./233) vorgesehen.

Als Panzerabwehrkompanie kann sie je nach Ausstattung und Motorisierung den Kampf gegen gepanzerte
Feindkräfte in der Verzögerung und Verteidigung, nicht jedoch im Angriff führen. In der Feuerunterstützung
verstärkt sie die Jägerkompanien des Bataillons in der Panzerabwehr, mit „schwerem“ Feuer flankierend in der
Verteidigung, aber auch im Angriff gegen feindliche Infanterie, auch und besonders um Feldstellungen durch
die Feldkanonen MK 20 Rh 202 und durch das Feuer der Mörser mit Sprengsplitter und vor allem Nebel.

Bis zur Heeresstruktur V bestanden diese schweren Kompanien auch in der damals noch zur Infanterie
gehörenden Panzergrenadiertruppe. Dort aus einem Mörserzug (M113 Panzermörser 120 mm) und einem
Panzerjägerzug HOT oder TOW Jaguar, die jedoch nachfolgend aufgelöst wurden. Die Unterstützung soll
zukünftig durch die Artillerietruppe erfolgen.

Gliederung heute

Kompanieführungsgruppe

Aufklärungszug (Wiesel 1 als Luftlandeaufklärungsfahrzeug (LLAufklFz) oder Spähwagen Fennek) vormals nur
Aufklärungs- und Erkundungszug in der Stabs- und Versorgungskompanie

Joint Fire Support Trupps (JFST; u. a. mit dem Spähwagen Fennek) zur Einbindung in die
Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung (STF).

Mörserzug (8 × 120-mm-Mörser auf Wolf oder M113)[1]

Panzerabwehrzug (6 × Wiesel 1 TOW mit Panzerabwehrlenkwaffen)

Kampfunterstützungszug (6 × Wiesel 1 MK mit 20-mm-Maschinenkanone Rheinmetall Rh 202)

In früheren Heeresstrukturen waren der schweren Fallschirmjägerkompanie unterstellt

zwei Panzerabwehrzüge TOW Kraka nachfolgend Wiesel bis Heeresstruktur 5

Feldkanonenzug Kraka mit 20-mm-Maschinenkanonen Rheinmetall Rh 202

Mörserzug

Die Mörser waren zeitweilig auf Brigadeebene in einer selbständigen Luftlande-Mörserkompanie


zusammengefasst und sollten die nicht aufgestellte Brigadeartillerie ersetzen, da die Artillerietruppe es durch
den Fokus auf die mechanisierte Gefechtsführung immer vermieden hatte, eine auf die Jägertruppe
ausgerichtete Feuerunterstützung durch Artillerie aufzustellen bzw. diese durch Feldartillerie der Divisions- und
zeitweilig Korpsartillerieregimenter erfolgen sollte.

wikipedia