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SIMATIC

S7-GRAPH V 5.6 Programmiersoftware für


Ablaufsteuerungen bei SIMATIC S7
Securityhinweise:
Siemens bietet Produkte und Lösungen mit Industrial Security-Funktionen an, die den
sicheren Betrieb von Anlagen, Systemen, Maschinen und Netzwerken unterstützen.
Um Anlagen, Systeme, Maschinen und Netzwerke gegen Cyber-Bedrohungen zu sichern, ist
es erforderlich, ein ganzheitliches Industrial Security-Konzept zu implementieren (und
kontinuierlich aufrechtzuerhalten), das dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Die
Produkte und Lösungen von Siemens formen nur einen Bestandteil eines solchen Konzepts.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, unbefugten Zugriff auf seine Anlagen, Systeme,
Maschinen und Netzwerke zu verhindern. Systeme, Maschinen und Komponenten sollten nur
mit dem Unternehmensnetzwerk oder dem Internet verbunden werden, wenn und soweit dies
notwendig ist und entsprechende Schutzmaßnahmen (z. B. Nutzung von Firewalls und
Netzwerksegmentierung) ergriffen wurden.
Zusätzlich sollten die Empfehlungen von Siemens zu entsprechenden Schutzmaßnahmen
beachtet werden. Weiterführende Informationen über Industrial Security finden Sie unter
http://www.siemens.com/industrialsecurity

Die Produkte und Lösungen von Siemens werden ständig weiterentwickelt, um sie noch
sicherer zu machen. Siemens empfiehlt ausdrücklich, Aktualisierungen durchzuführen, sobald
die entsprechenden Updates zur Verfügung stehen und immer nur die aktuellen
Produktversionen zu verwenden. Die Verwendung veralteter oder nicht mehr unterstützter
Versionen kann das Risiko von Cyber-Bedrohungen erhöhen.
Um stets über Produkt-Updates informiert zu sein, abonnieren Sie den Siemens Industrial
Security RSS Feed unter

http://www.siemens.com/industrialsecurity

Installations- und Benutzungshinweise


Diese Hinweise sind Aussagen in anderen Dokumenten in der Verbindlichkeit übergeordnet.
Bitte lesen Sie die Hinweise sorgfältig durch, da für Sie wichtige Informationen für die
Installation und Nutzung von S7-GRAPH V5.6 enthalten sind.
Die Version S7-GRAPH V5.6 wird im Text abgekürzt "S7-GRAPH" genannt.

Achten Sie bitte beim Ausdrucken der Datei darauf, dass die Ränder bei DIN A4-
Hochformat links und rechts auf etwa 25 mm Breite eingestellt sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Korrekturen und Änderungen zu S7-GRAPH
1.1 Änderungen aus S7-GRAPH V5.6
Installationshinweise
2 Lieferumfang
3 Hardware-Voraussetzungen
4 Software-Voraussetzungen
4.1 Ablaufumgebung
4.2 Speicherbedarf
4.3 Verträglichkeit mit STEP 7
4.4 Hochrüsten einer älteren S7-GRAPH-Version
5 Installation
5.1 Installation von S7-GRAPH
5.2 License Key für S7-GRAPH
5.3 Deinstallation von S7-GRAPH
Benutzungshinweise (Release Notes)
6 Hinweise zur Projektierung und zum Betrieb
6.1 Normerfüllung von S7-GRAPH
6.2 Allgemeines
6.3 Wechsel der verschiedenen S7-GRAPH-Versionen
6.4 Bibliotheken und Beispielprojekte
6.5 Version des jeweils erzeugten Funktionsbausteins
6.6 Meldenummernbehandlung beim Kopieren des Ablaufkettenbausteins
und des zugehörigen Instanz-DBs
6.7 Status von temporären Variablen
6.8 CPUs mit Bausteinpuffer <= 8KB
6.9 Verwendung von UDTs
6.10 Dialog Kette steuern
6.11 Einsprung in einen S7-GRAPH - Baustein aus einem WinCC-Bild
6.12 Aufrufe aktualisieren
6.13 Abbruchoperanden / Ausschlussoperanden
6.14 Einstellung Symbolvorrang
6.15 Ereignisabhängige Aktionen zum Aktivieren und Deaktivieren von
Schritten
1 Korrekturen und Änderungen zu
S7-GRAPH

1.1 Änderungen aus S7-GRAPH V5.6


Die Betriebssysteme MS Windows 10 Pro und Enterprise, MS Windows Server
2012 sowie MS Windows Server 2016 werden unterstützt.
2 Installationshinweise
Die Installationshinweise enthalten wichtige Informationen, die Sie für die
Installation der Software S7-GRAPH benötigen. Lesen Sie diese Hinweise bitte vor
der Installation.
3 Lieferumfang
Diese DVD beinhaltet eine komplette S7-GRAPH-Version V5.6.
Diese Version ist 5-sprachig und ablauffähig unter den in Kapitel 4.1 genannten
Betriebssystemen:
Die S7-GRAPH Version V5.6 wird als DVD "S7-GRAPH V5.6" im nachfolgend
dargestellten Lieferumfang einer Floating oder Upgrade License ausgeliefert:

S7-GRAPH V5.6 (Floating License),


Bestellnummer: 6ES7811-0CC07-0YA5
Der Lieferumfang dieses Paketes umfasst:
 1 DVD S7-GRAPH V5.6
 1 License Key Stick
 1 Certificate of License

S7-GRAPH V5.6 Upgrade (Floating License)


(V3/V4/V5/V5.1/V5.2/V5.3-> V5.6)
Bestellnummer: 6ES7811-0CC07-0YE5
Der Lieferumfang dieses Paketes umfasst:
 1 DVD S7-GRAPH V5.6
 1 License Key Stick (Upgrade License)
 1 Certificate of License

Inhalt der DVD S7-GRAPH V5.6


 S7-GRAPH V5.6
 Hinweise zum Produkt "Was ist neu?"
 Elektronisches Handbuch "Erste Schritte mit S7-GRAPH"
 Elektronisches Handbuch "S7-GRAPH für S7-300/400"
 Konverter zur Umsetzung von GRAPH5-Programmen nach S7-GRAPH
 Automation License Manager

Die Handbücher sind nach der Installation auf Ihrem Rechner verfügbar.
4 Hardware-Voraussetzungen
Um mit der S7-GRAPH-Software arbeiten zu können, müssen die
Voraussetzungen für den Betrieb von STEP 7 erfüllt sein (siehe Liesmich-Datei
STEP 7).
5 Software-Voraussetzungen

5.1 Ablaufumgebung

Betriebssysteme
Der Einsatz von S7-GRAPH V5.6 ist auf folgenden Betriebssystemen freigegeben:
 MS Windows 7 Ultimate, Professional und Enterprise (64 Bit), mit SP1
 MS Windows 10 Pro und Enterprise (64 Bit)
 MS Windows Server 2008 R2 (64 Bit) mit SP1 (Standard Edition als
Arbeitsplatzrechner)
 MS Windows Server 2012 R2 (64 Bit) (Standard Edition als
Arbeitsplatzrechner)
 MS Windows Server 2016 (64 Bit) (Standard Edition als Arbeitsplatzrechner)
Die Ablauffähigkeit von S7-GRAPH auf allen weiteren Betriebssystemen ist nicht
sichergestellt, der Einsatz erfolgt auf eigene Verantwortung.

5.2 Speicherbedarf
S7-GRAPH belegt ca. 40 MB Speicherplatz auf Ihrer Festplatte.
Die Regeln für den Speicherbedarf von STEP 7 sind auch hier zu beachten (siehe
Liesmich-Datei von STEP 7).

5.3 Verträglichkeit mit STEP 7


S7-GRAPH V5.6 setzt mindestens eine der folgenden Versionen von STEP 7
voraus:
 STEP 7 V5.5 SP1
 STEP 7 V5.6

5.4 Hochrüsten einer älteren S7-GRAPH-Version


Voraussetzung für die Installation des Upgradepaketes ist eine gültige Lizenz von
S7-GRAPH V3.x, V4.x, V5.0, V5.1, V5.2 oder V5.3.
Hinweis
Beachten Sie, dass ein Upgrade einen Betriebssystemwechsel erfordern kann,
da ab S7-GRAPH V5.6 ältere Betriebssysteme (z.B. MS Windows XP) nicht
mehr unterstützt werden (vgl. Kap. 4.1). Weitere Hinweise zum Upgrade sind in
der Produktinformation angegeben.
Vor dem Wechsel des Betriebssystems muss die bestehende Autorisierung /
License Key mit dem Programm AuthorsW / Automation License Manager auf
Diskette / USB Memory Stick gesichert werden.
6 Installation

6.1 Installation von S7-GRAPH


Sie können S7-GRAPH V5.6 über eine bestehende Installation von S7-GRAPH
überinstallieren. Ältere Versionen brauchen nicht deinstalliert zu werden.
Vor Start des Setups beenden Sie bitte alle Applikationen (z. B. MS Word usw.)
und schließen Sie das Fenster "Systemsteuerung".
Legen Sie die S7-GRAPH-DVD in das Laufwerk ein. Die Installation von S7-
GRAPH erfolgt über ein benutzergeführtes Setup. Das Installationsprogramm
startet nach dem Einlegen der S7-GRAPH-DVD automatisch. Haben Sie diese
Funktion bei Ihrem Rechner ausgeschaltet, starten Sie das Setup-Programm mit
dem MS Windows Explorer durch Doppelklick auf das Programm SETUP.EXE im
Root-Verzeichnis.

Hinweis
STEP 7 und S7-GRAPH registriert sich in Windows -Systemdateien. Sie dürfen mit
MS Windows-Werkzeugen wie dem Explorer keine STEP 7 bzw. S7-GRAPH-
Dateien und -Ordner verschieben oder umbenennen oder STEP 7 bzw. S7-
GRAPH-Daten in der MS Windows-Registry modifizieren. Nach solchen
Modifikationen ist es möglich, dass der Programmablauf nicht mehr korrekt erfolgt.
Für den Betrieb von STEP 7 werden während der Installation Anpassungen an den
Sicherheitseinstellungen Ihres Systems durchgeführt: In der Windows Firewall wird
der Port 4410 für TCP als Ausnahme eingetragen.

6.2 License Key für S7-GRAPH


Bevor Sie mit S7-GRAPH arbeiten können, müssen Sie den License Key
(Nutzungsberechtigung) vom License Stick auf den Rechner übertragen. Sie haben
dazu zwei Möglichkeiten:
 Sie erhalten während der Installationsphase von S7-GRAPH vom Programm
"Setup" einen Hinweis, wenn Sie auf Ihrem Rechner keinen passenden License
Key installiert haben. Sie können dann wählen, ob Sie den License Key vom
Programm "Setup" installieren lassen oder ob Sie die Lizenzierung erst später
mit dem Programm Automation License Manager vornehmen wollen.
 Falls beim Setup der License Key nicht installiert werden kann, setzen Sie bitte
das Setup fort, ohne den License Key zu installieren. Führen Sie danach einen
Neustart des Rechners durch und installieren Sie dann den License Key über
den Startmenüeintrag Siemens Automation \Automation License Manager.
Hinweis
Der License Key kann auf allen lokalen Laufwerken installiert werden.
Der Automation License Manager verhindert die Installation von License Keys auf
unzulässigen Laufwerken bzw. Medien wie z. B. RAM-Laufwerken, Disketten oder
komprimierten Laufwerken (z. B. DBLSPACE). Wird die Festplatte eines Geräts mit
Wechselrahmen als "Wechselmedium" angemeldet und nicht wie üblich als
"Festplatte", wird sie wie eine DVD behandelt, somit können keine License Keys
darauf installiert werden.
Bei komprimierten Laufwerken können Sie auf das zugehörige Hostlaufwerk
installieren.
Beachten Sie unbedingt die Hinweise in der Datei almliesmich.rtf zum Automation
License Manager auf der STEP 7-Installations-DVD unter "InstData\Automation
License Manager\ALM32\".
Im Ordner "<Laufwerk, auf dem der License Key installiert ist>:\AX NF ZZ" sind
verborgene Dateien enthalten. Diese Dateien und der Ordner dürfen nicht gelöscht,
verschoben oder kopiert werden. Sie beinhalten Daten, die zur Lizenzierung Ihrer
Software benötigt werden!
Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr, dass der License Key unwiderruflich
verloren geht.
Hinweise zur fehlerfreien Nutzung des License Keys
 Der License Key Stick darf nicht schreibgeschützt sein. Da der License Key
Stick ohne Schreibschutz betrieben wird, besteht die Gefahr, dass ein
Virenaustausch von Festplatten auf Diskette stattfindet. Sie sollten deshalb vor
jeder Installation/Deinstallation eines License Keys Ihr PG / Ihren PC auf Viren
überprüfen.
 Wenn Sie ein Optimierungsprogramm verwenden, das die Möglichkeit anbietet,
feste Blöcke zu verschieben, so dürfen Sie diese Option nur verwenden, wenn
Sie vorher den License Key von der Festplatte auf den License Key Stick
zurückübertragen haben.
 Mit dem License Key entsteht auf dem Ziellaufwerk ein speziell
gekennzeichneter Cluster. Manche Prüfprogramme zeigen diesen Cluster als
"defekt" an. Versuchen Sie nicht, diesen wiederherzustellen.
 Vergessen Sie nicht, vor dem Formatieren, Komprimieren oder Restaurieren
Ihres Festplattenlaufwerks oder vor dem Installieren eines neuen
Betriebssystems zuvor den License Key auf den License Key Stick zu
übertragen.
 Enthält ein Backup Ihrer Festplatte Kopien von License Keys, besteht die
Gefahr, dass beim Zurückschreiben der Backup-Daten auf die Festplatte die
noch gültig installierten License Keys überschrieben und dadurch zerstört
werden. Wegen der Gefahr eines License Key-Verlustes durch Überschreiben
eines lizenzierten Systems mit einem Backup wird dringend empfohlen,
entweder vor dem Anlegen einer Sicherungs-Kopie alle License Keys zu
entfernen oder sie aus der Sicherung auszuschließen.
Nutzung der Trial-License
Wenn für S7-GRAPH kein gültiger License Key installiert ist, wird ein Trial-License
Key verwendet, der mit S7-GRAPH standardmäßig mitgeliefert und installiert wird.
Mit diesem License Key kann S7-GRAPH allerdings nur 21 Tage genutzt werden.
Mit dem ersten Start von S7-GRAPH ohne einen gültigen License Key wird die
Trial License nach Rückfrage aktiviert.

6.3 Deinstallation von S7-GRAPH

Hinweis
Die Deinstallation von Software-Produkten muss Windows-konform erfolgen.
Dazu entfernen Sie Ihr Software-Paket über die Deinstallationsfunktion des
Windows-Betriebssystems (in der Task-Leiste über Start > Einstellung >
Systemsteuerung > Programme und Funtkionen).
Alternativ können Sie auch über das Setup-Programm eine Deinstallation
durchführen.
7 Benutzungshinweise (Release Notes)
Diese Hinweise sind Aussagen in den Handbüchern und der Online-Hilfe in der
Verbindlichkeit übergeordnet.
8 Hinweise zur Projektierung und
zum Betrieb

8.1 Normerfüllung von S7-GRAPH


Die genaue Definition der Normerfüllung finden Sie in der Datei NORM_TAB.RTF
(Deutsch) oder in der Datei NORM_TLB.RTF (Englisch) in dem Unterverzeichnis,
das Sie beim SETUP gewählt haben (Voreinstellung:
C:\Programme\SIEMENS\STEP7 ). Dieses Dokument ist ebenfalls im WordPad-
Format gespeichert.

8.2 Allgemeines
Auch hier gelten die allgemeinen Hinweise zu Projektierung und Betrieb von
STEP 7 (siehe Liesmich-Datei STEP 7). Insbesondere sind folgende Punkte zu
beachten:

Umlaute und Sonderzeichen dürfen in Datei-, Ordner- oder Projektnamen nicht


benutzt werden.

Bildschirmschoner: Bei Einsatz eines Bildschirmschoners ist zu beachten, dass


die Bearbeitung CPU-Zeit kostet und damit zu Überlast des Systems führen kann.
Es sind Bildschirmschoner bekannt, bei denen Hauptspeicheranteile nicht mehr
freigegeben werden. Dadurch reduziert sich kontinuierlich der nutzbare
Hauptspeicher.

Virenscanner: Der Einsatz eines Virenscanners im laufenden Betrieb kann zur


Störung von Hardware-Erweiterungen führen. Beim Betrieb von WinCC kann es zu
einer Blockade der Verbindung von Baugruppen zur Prozesskopplung führen.
Deshalb ist besonders der dynamische Virenschutz über Gatekeeper-
Mechanismen nicht möglich. Es wird empfohlen, Virentests offline auszuführen und
danach erst nach Hardware-Reset eine Prozesskopplung zu aktivieren. Weiterhin
sollten keine ungeprüften Daten auf eine Station kopiert werden.

Anwenderdaten (z.B. MS-Word-Dokumente) sollten nicht in STEP 7 Projekt-


Verzeichnissen abgelegt werden, da beim Löschen eines STEP 7 Projektes aus
dem SIMATIC Manager heraus auch diese Anwenderdaten endgültig gelöscht
werden. Eine Funktion "Rückgängig" über den Windows-Papierkorb ist nicht
möglich!

8.3 Wechsel der verschiedenen S7-GRAPH-


Versionen
 Die als V3-Projekte mit S7-GRAPH V3.0/4.0/V5.0/V5.1/V5.2/V5.3
eingerichteten und bearbeiteten Projekte können mit S7-GRAPH V5.6
unverändert als (aktuelle) Projekte weitergeführt werden.
 Die Projektdaten von S7-GRAPH V2.0 können in einem V2-Projekt in
S7-GRAPH V5.6 weitergenutzt werden.
 Verschiedene SW-Versionen von S7-GRAPH können aber nicht gleichzeitig
auf einem PG/PC betrieben werden.
8.4 Bibliotheken und Beispielprojekte
In S7-GRAPH V5.6 werden verschiedene Bibliotheken und Beispielprojekte
mitgeliefert. Diese Bibliotheken und Projekte sind im SIMATIC Manager löschbar.
Um sie neu zu installieren, ist das Programm Setup von S7-GRAPH V5.6 neu
auszuführen.

Hinweis
Von S7-GRAPH V5.6 mitgelieferte Beispiele und Bibliotheken werden bei einer S7-
GRAPH-Installation immer kopiert. Falls Sie mitgelieferte Beispiele oder
Bibliotheken bearbeitet haben, werden bei einer erneuten S7-GRAPH V5.6-
Installation die von Ihnen geänderten Beispiele/Bibliotheken mit dem Original
überschrieben. Deswegen sollten Sie mitgelieferte Beispiele/Bibliotheken vor
Änderungen kopieren und nur die Kopie bearbeiten.

8.5 Version des jeweils erzeugten


Funktionsbausteins
S7-GRAPH V5.x bietet Ihnen einige neue Funktionen, die jedoch von S7-GRAPH
V4.0 oder älter nicht interpretierbar sind. Es wird selbstständig dafür gesorgt, dass
der erzeugte Funktionsbaustein einen möglichst niedrigen Versionsstand erhält.
Daraus ergibt sich, dass im einfachsten Fall ein Baustein der Version 3 erzeugt
wird. Falls Sie die Synchronisationsmöglichkeit oder die Verwendung eines
Standardbausteins für das Laufzeitsystem angewählt haben, wird mindestens
Version 4 generiert. Die Einstellung der anwenderdefinierten Schnittstelle oder
Editieraktionen (Hinzufügen oder Löschen) in der Schnittstelle, die Verwendung
von Timern, Zählern, Arithmetik oder Zuweisungen in Aktionen oder auch das
Einschalten der Betriebsartenwahlsperre führen zwangsläufig zur Version 5.
Erkennen können Sie den eingestellten Stand bei einem übersetzten Baustein
unter Eigenschaften im Feld Bausteinkommentar.
Beachten sollten Sie die Auswirkung dieser Einstellung im Falle der Verwendung
eines der mitgelieferten Standardbausteine. Falls Sie mit S7-GRAPH V4 ein
Programm erstellt haben, in dem Sie die FC70 oder FC71 einsetzen, können Sie
dies auch bei Änderungen so beibehalten, es sei denn, Sie nutzen nun neue, erst
ab V5.0 / V5.1 zur Verfügung stehende Funktionalität. Dann müssen Sie die FC70
oder FC71 durch die FC72 ersetzen und auch die zugehörige Compileroption
anpassen. Alternativ können Sie natürlich auch in Ihrem Baustein-Ordner die FC70
durch die FC72 ersetzen (umbenennen).
Ab S7-GRAPH V5.1 wurde die Funktionalität der FC70/71 erweitert. Es ist nun
möglich bei Verwendung von Timern, Zählern, Arithmetik oder Zuweisungen in
Aktionen diese neuen Funktionsbausteine einzusetzen.
Beim Speichern des Bausteins werden Sie auf eine falsche FC-Verwendung
hingewiesen.
8.6 Meldenummernbehandlung beim Kopieren
des Ablaufkettenbausteins und des zugehörigen
Instanz-DBs
Beim Kopieren des FB/I-DB-Paars in einen neuen Baustein-Ordner werden
selbständig die Meldungen mit neuer Nummer an der Kopie der Instanzdaten
erzeugt. Anschließend muss jedoch der S7-GRAPH-FB im neuen Baustein-Ordner
geöffnet und nochmals gespeichert werden und zusätzlich die Funktion
"Instanz-DB erzeugen" ausgeführt werden.

8.7 Status von temporären Variablen


In den Aktionen wird als Status der Wert am Zykluskontrollpunkt angezeigt. Dies
führt zwangsläufig dazu, dass zu temporären Variablen keine Statusangabe
erfolgen kann.

8.8 CPUs mit Bausteinpuffer <= 8KB


Falls Sie eine CPU einsetzen, die nur 8 KB große Bausteine bearbeitet, können
Sie die FC72 nicht verwenden. Wählen Sie dann bei Verwendung von V5-
Funktionalität die Übersetzungsoption "eigenständig lauffähig".

8.9 Verwendung von UDTs


Ab S7-GRAPH V5.1 ist die Verwendung von anwenderdefinierten Datentypen
(UDT) für Variablen in Bedingungen oder Aktionen möglich. Die Erstellung von
UDTs erfolgt über das STEP 7-Basispaket. Lesen Sie bitte dazu den
entsprechenden Abschnitt der Online-Hilfe des STEP 7-Programmeditors
("KOP/AWL/FUP: Bausteine programmieren").
Wenn Sie eine UDT-Definition ändern, die in einem S7-GRAPH-Baustein
verwendet wird, zeigt S7-GRAPH beim Öffnen eines solchen Bausteins einen
Zeitstempelkonflikt an. Dieser Zeitstempelkonflikt wird bei einem einfach
strukturierten UDT selbständig aufgelöst und die durch die Änderung nun
ungültigen Zugriffe werden als fehlerhaft gekennzeichnet.
Werden Änderungen in einem unterlagerten UDT vorgenommen, kann dies zu
einem Zeitstempelkonflikt im übergeordneten, geschachtelten UDT führen. Ein
automatischer Abgleich ist dann nicht mehr möglich. Aktualisieren Sie deshalb
zunächst diesen geschachtelten UDT mit Hilfe des STEP 7-Programmeditors oder
verwendeten sie dazu die Funktion "Bausteinkonsistenz prüfen" des SIMATIC
Managers.

8.10 Dialog Kette steuern


Wird die Betriebsart der Kette über den Dialog Kette steuern geändert (z.B. von der
Betriebsart AUTOMATIK nach HAND), so sollte eine Schrittanwahl ebenso über
diesen Dialog erfolgen.
Eine Anwahl über die Bausteinparameter S_NEXT/S_PREV/S_SEL ist nicht in
jedem Fall möglich. Im HAND-Betrieb kann beispielsweise ein Schritt nur aus der
Menge der aktiven Schritte angewählt werden.

8.11 Einsprung in einen S7-GRAPH - Baustein


aus einem WinCC-Bild
 In einem WinCC-Bedienbild kann (je nach Konfiguration) die STEP 7-
Querverweisliste zu einem Operanden gestartet werden, in der die STEP 7-
seitigen Verwendungsstellen des Operanden angezeigt werden. Nachdem Sie
sich über Doppelklick für eine Verwendungsstelle entschieden haben, wird der
Baustein-Editor für die Erstellungssprache (z.B. S7-GRAPH, KOP/FUP/AWL,
etc.) mit dem entsprechenden Baustein gestartet. Der Cursor wird auf die
entsprechende Stelle innerhalb des Bausteins positioniert.
1. WinCC übergibt S7-GRAPH den Modus, in dem der Baustein
geöffnet wird (schreibgeschützt oder nicht schreibgeschützt). Wenn in WinCC
der schreibgeschützte Modus projektiert wurde, kann der Baustein auch Offline
nicht geändert werden. Alle weiteren Bausteine werden nur in diesem
eingestellten Modus geöffnet.
2. Beim Öffnen im schreibgeschützten Modus wird S7-GRAPH mit
aktiviertem Status und Positionierung auf den aktiven Schritt gestartet.
 Sie können den S7-GRAPH Baustein ebenso direkt aus einem WinCC-
Bedienbild heraus öffnen. Die Vorgehensweise zum Öffnen des Bausteins ist
abhängig von der Konfiguration (z.B. innerhalb eines WinCC-Scriptes über eine
geeignete Funktion). Dadurch ist es möglich, S7-GRAPH-Bausteine im
schreibgeschützten Modus/Status zu öffnen.

o Aufrufe aktualisieren
Die Menüfunktion "Aufruf Aktualisieren", ermöglicht das Aktualisieren eines ungültig
gewordenen Bausteinaufrufs.
Sie kann nur verwendet werden, falls vorher die STEP 7-
Bausteinkonsistenzprüfung (SIMATIC Manager) gestartet wurde. Soweit möglich,
werden hier Inkonsistenzen automatisch bereinigt und die Bausteine übersetzt. Ist
eine automatische Bereinigung nicht möglich, erfolgt eine Fehlermeldung im
Ausgabenfenster. Nun können Sie mit dem Befehl "Fehler anzeigen", den Baustein
öffnen und die zu ändernde Stelle im Programm anzeigen.
Falls ungültig gewordene Bausteinaufrufe noch nicht bereinigt wurden, können Sie
dies nun mit dem Menübefehl Bearbeiten > Aufruf aktualisieren durchführen.

8.12 Abbruchoperanden / Ausschlussoperanden


Beim Erreichen eines Abbruchoperanden wird das Einsetzen von Hilfsnetzwerken
für die Kriterienanalyse abgebrochen (S7-PDIAG).
Variablen eines S7-GRAPH-Bausteins können in dessen Schnittstelle auch als
Abbruchoperanden definiert werden. Dies hat innerhalb eines S7-GRAPH
Bausteins keine Auswirkung, da für S7-GRAPH Bausteine keine
Operandenersetzung durchgeführt wird.
In S7-GRAPH-Quellen sind die Spalten Abbruchoperand/Ausschlussoperand
ausgeblendet und können damit nicht editiert werden.
Wird aus einem S7-GRAPH-Baustein eine Quelle erzeugt, so werden eventuell
vorhandene Abbruch-/Ausschlussoperanden nicht abgespeichert. Das heißt, beim
Neuanlegen des Bausteins müssen Sie diese Attribute im generierten Baustein
nachtragen.

8.13 Einstellung Symbolvorrang


Für S7-GRAPH V5.3 wurde nur folgende Einstellung zum Operandenvorrang
realisiert: "Verhalten wie in STEP 7 < V5.2".

8.14 Ereignisabhängige Aktionen zum Aktivieren


und Deaktivieren von Schritten
Die Anzahl der ereignisabhängigen Aktionen zum Aktivieren und Deaktivieren von
Schritten (z.B. S1 OFF) ist begrenzt. Die Grenze berechnet sich aus der Anzahl der
Simultanzweige im Baustein.
Beispiel:
Ihr Baustein ist folgendermaßen strukturiert:
 Der gesamte Baustein enthält zwei Ketten.
 Jede Kette enthält eine Simultanverzweigung mit 3 Zweigen. Somit enthält der
Baustein insgesamt 6 Simultanzweige.
Sie können in diesem Baustein innerhalb eines Schrittes sechs ereignisabhängigen
Aktionen zum Aktivieren und Deaktivieren von Schritten verwenden.
Abhilfe: Aufteilung der Aktionen auf mehrere Schritte.

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