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Methodenlehre

Vorlesung 2 - Die Wortlautauslegung

I. Terminologie

Wortlautauslegung: Zerlegen in grammatisches, logisches, historisches und systematisches um die


Bestandteile eines Wortlautes zu untersuchen.

Bemühung der Verständlichkeit der Begrifflichkeiten (Beispiel Paragraph 1 BGB).

Drei wichtigste Quellen zur Feststellung eines wortlautes:


Vokabeln: Semantik - Bedeutung der Worte
Syntax - Zusammenhang der Worte im Satz
Pragmatik (20 Jhr.) - Äußerungskontext des Satzes

Äußerung ist individuallisierbar (Beispiel zwei mal das selbe Wort an der Tafel an anderen Stellen).
Wort unterscheidet sich von Äußerung da es immer die selbe Bedeutung hat (Wort rechts gleich Wort
links, auch in anderen Sprachen).
Begriff umfasst Bedeutung eines Wortes, egal wie oft und in welcher Sprache geschrieben!

In der Wortlautauslegung geht es also um das konkrete Wort und dessen Bedeutung, die Begrifflichkeit.

II. Die Feststellung des Wortlautes

Wortlauterkennung anhand der deutschen Sprache, zB Duden und


durch empirische Untersuchungen (Beispiel Rechtsfähigkeit).

Ergänzend werden (auch) in der Juristerei Legaldefinitionen genutzt. Diese wurden durch den
Gsetzgeber festgelegt (Beispiel Kfz, Paragraph 2 II StVG)

Hinweis: Bei der Hausarbeit Wörterbuch (Wikipedia) nutzen um den Sinn der Begriffe zu verstehen.

Vorausgesetzte Bedeutung am Beispiel des Eigentums. Allg. heißt es "meins". Im juristischen


Sprachgebraucht heißt es anders vgl. 854 I BGB.
Rechtsprechung und Literatur können eine etablierte Bedeutung eines Begriffes schaffen. Beispiel
körperliche Misshandlung Paragraph 223 I StGB.

III. Die Relevanz des Wortlautes

Wortlaut ist der Ausgangspunkt der gesamten Auslegung.

Abgrenzung von:
Vokabeln: Analogie (insbesondere im StGB)
Richterlicher Rechtsfortbildung (Richterliche Einheitlichkeit / Richter dürfen Recht
weiterentwickeln)
Teleologischer Extension / Restriktion (Ausdehnung oder Einschränkung des Wortlautes)
Beispiel Spielzeugauto Kfz laut Paragraph 2 II StVG?

Begründungspflicht bei Wortlautauslegung. Je näher die Auslegung am Worlaut, desto geringer die
Argumentationspflicht.

IV. Die Grenzen der Wortlautauslegung

1) Versprecher und Ungenauigkeiten, zB in der Religion durch Fundamentalisten.


2) Doppeldeutigkeit oder Abstraktheit, zB das Wort “ungefähr”.
3) Lücken, zB die Formulierung "aus wichtigem Grund".
4) Widersprüche, zB gleiche Normen in unterschiedlichen Gesetzen die unterschiedliche Lösungen
anbieten.

V. Die Folge der Wotlautauslegung

Siehe Folien, Gewichtung zwischen Gesetzgeber und Richtern.