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HINWEIS: Das zur Verfügung gestellte Material ist nicht von Herrn Kähler geprüft.

Es handelt sich lediglich um den Versuch eines Protokolls. Folgende Zeilen wurden nicht nachbearbeitet,
lediglich die Rechtschreibung habe ich nochmals überfolgen.
In den Vorlesungen schaue ich so gut wie gar nicht (es lässt sich teils aus Interesse oder Fragenhäufung nicht
vermeiden) auf die Präsentation von Herrn Kähler. Was man sieht ist also wirklich komplett von mir und in
schneller Mitschrift entstanden.

Warum gehe ich darauf ein?! Heute in der Vorlesung gab es 2-3 Nachfragen an Herrn Kähler, ihr erinnert euch?!
Auf eure Frage, ob das letzte Protokoll seinen Anforderungen entspricht zitiere ich:

”Sehr geehrter Herr Fourman,

die Einzelheiten zu den Protokollen stelle ich noch vor. Ihr Protokoll
ist gut strukturiert, sollte aber für die Prüfung noch etwas
ausführlich sein.

Beste Grüße,

Lorenz Kähler”

Damit ist alles gesagt denke ich. Seiner Reaktion heute zufolge denke ich, dass er es sich aber nie angesehen hat.
Möchte da aber nichts unterstellen, lasse das ganze einfach mal so stehen.

Warum ich das hochlade? Nun, zum einen hilft es euch evtl. und zum anderen bekomme ich Feedback. Ich wäre
nie von 100 und mehr Downloads ausgegangen, finds aber cool. Sollte es Fragen oder Anmerkungen geben wäre
ich sehr dankbar! Ich sitze immer in vorderster Reihe und habe mein iPad immer dabei, sollte also erkennbar
sein.

Will jetzt nicht noch mehr schreiben, freue mich aber immer auf Leute die ernsthaft bei der Sache sind und mich
ansprechen/schreiben. Habe selber auch einige Fragen! Meet me @ Facebook :)

Hoffe es hilft, viel Erfolg im Studium!

Methoden 3
Die historische Auslegung

I. Relevanz der historischen Auslegung


Warum Historie relevant ist

1) Demokratie
Wer soll über Rechtsprechung entscheiden? Gesetzgebung stärker legerimiert als einzelner Richter.
Was wurde im Parlament diskutiert? Quelle eines Gesetzes hier zu finden.
Normen können besser umgesetzt werden indem man nach dem Willen des Gesetzgebers fragt.
Ziel der Auslegung nicht gleich Umsetzung"zwang"

2) Konflikte vermeiden
Befriedung durch Gesetze. Im Einzellfall immer der anlassgebende Konflikt wichtig.
Verhaltensweisen festlegen die ohne Normen zu Konflikten führen würden.

3) Unbestimtheit des Wortlautes


Wortlaut oft mehrdeutig, zB "Rechtsfähigkeit"
Bedeutung des Wortes kontextabhängig. Was wollte der Gesetzgeber damit ausdrücken?
Bsp. Art. 5 GG Rundfunk, damals gab es Radio und Fernsehn, könnte aber auch Internet meinen.
Tragweite der Worte nicht feststellbar ohne gesetzgeberischen Kontext.
Gesetzgebungsmaterialien im Internet für alle im Netz erhältlich.

II. Ziel der historische Auslegung


Sinn und Bedeutung des Gesetzes erkennen

1) Verständnis des gesetzgeberischen Willens


Wessen Wille ist wichtiger, aktuell oder historisch? Problematik BGB, zum Entstehungsdatum hatten wir
einen Kaiser.
Frage. Soll der damalige gesetzgeberische Wille für uns relevant sein?
Problem der wechselnden Mehrheiten, Gesetzgeber heute evtl. wichtiger?
Bsp. Parteistreitigkeiten, aktueller Wille wichtiger oder was damals gesetzlich verabschiedet wurde da
damals noch nicht vorhanden (spez. Problem)

2) Sicherheit der Auslegung soll nicht über dem wechselnden Wertewandel Leiden
Ursprünglicher gesetzeswillen oder den alten?
Wertewandel, damalige Werte mit heutigen abgleichen.
Historischer Wille kann infrage gestellt werden (folgende Vorlesungen).
Frage? Welcher Konflikt lag der Norm zugrunde. Und was hat die Norm in ihrer Anwendung dann
bezweckt?

III. Feststellung der Normgeschichte


Woher bekommt man diese Daten

1) Primäre Materialien
Bundestag und Rat stellen gesetzgebungsentwurf ins Netz, Paragraphenerläuterung.
Änderungsanträge.

Europäische Richtlinien, Hintergündige Materialien.


Weißbuch, Zusammenfassung mit konkretem Vorschlag.
Grünbuch, Erster Entwurf, Art Brainstorming.
Beide nicht so relevant da "geschwätzig".

2) Sonstige Materialien
Ähnliche Gesetze heranziehen.
Kommentare zu damaligen Gesetzen selten.
Keine damaligen Verhöre und Aussagen da ungenau.

Folge. Als Jurist nimmt man nur einen begrenzten Abschnitt der Historie wahr!

IV. Grenzen der Normgeschichte


Warum die geschichte nicht immer hilft

1) Häufiger genetischer Fehlschluss


Genesis = Entstehung.
Zwischen historischen und aktuellen Grunden abwägen.
Bsp. damaliger Flughafen aus militärischen Gründen, heute aber keine militärischen Einsätze. Historische
also wichtig?

2) Normgeschichte begrenzt
Viele Materialien zu den Normen nicht vollständig da der Gesetzgeber selbst nicht genau wusste was er
wollte.
Einigung auf Aufschub. Bsp in Verträgen.

3) Zusammenspiel zwischen Gesetzgeber und Richter


Normgeschichte wird berücksichtigt, somit Gefahr falschen Wortlaut nicht zu korrigieren.
Richter soll nur Gesetzestext nehmen und den auslegen, nur danach handeln.

Gesetzgeber muss zu klaren Formulierungen gezwungen werden. Problem, einzelfall nicht mehr klar
einzuordnen.
Perfektion ist illusorisch, da man nicht so viel lesen kann wie Gesetze verabschiedet werden. Stärkere
Fehler können passieren!

4) Konflikt zwischen abstrakt und konkret


Bsp Sittenwidrig (abstrakt), was genau ist damit gemeint?
Homoerotik (konkret) sittenwidrig? Laut Geschichte ja, heute nein.
Konkrete Vorstellung von damals also irrelevant.
Bsp Ehe, was ist ehe? 1949 lebenslange Gemeinschaft von Mann und Frau.
Heute wird meist nur die abstrakte Form des Gesetzes herangezogen.

5) Folge: Normgeschichte unverzichtbar aber nicht maßgeblich


BVerfG sagt obiges.
Entstehungsgeschichte allein reicht nicht, muss im Gesetz irgendwo Anwendung gefunden haben.

V. Historische Rechtsschule
(folgende Vorlesung)