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ODE AN DiE FREUDE


Ode to Joy Schiller/Beethoven

                       
Freu de, schö ner Göt ter fun ken, Toch ter aus E ly si um, wir be tre ten feu er trun ken,

           
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Himm li sche, dein Hei lig thum! Dei ne Zau ber bin den wie der was die Mo de

   
    
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streng ge teilt; al le Men schen wer den Brü der, wo dein sanf ter Flü gel weilt.

Freude, schöner Götterfunken, Wem der große Wurf gelungen,


Tochter aus Elysium, Eines Freundes Freund zu sein;
Wir betreten feuertrunken, Wer ein holdes Weib errungen,
Himmlische, dein Heiligthum! Mische seinen Jubel ein!
Deine Zauber binden wieder Ja, wer auch nur eine Seele
Was die Mode streng geteilt; Sein nennt auf dem Erdenrund!
Alle Menschen werden Brüder, Und wer's nie gekonnt, der stehle
Wo dein sanfter Flügel weilt. Weinend sich aus diesem Bund!
Freude trinken alle Wesen Seid umschlungen, Millionen!
An den Brüsten der Natur; Diesen Kuß der ganzen Welt!
Alle Guten, alle Bösen Brüder, überm Sternenzelt
Folgen ihrer Rosenspur. Muß ein lieber Vater wohnen.
Küsse gab sie uns und Reben, Ihr stürzt nieder, Millionen?
Einen Freund, geprüft im Tod; Ahnest du den Schöpfer, Welt?
Wollust ward dem Wurm gegeben, Such' ihn überm Sternenzelt!
Und der Cherub steht vor Gott. Über Sternen muß er wohnen.

Komponist: Ludwig van Beethoven


Text: Friedrich Schiller, Rein Sepp