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ERDKUNDE

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Der Superkontinent Pangäa


Wer eine Weltkarte etwas genauer betrachtet, stellt fest: Die
Formen von Afrika passen zu Nord- und Südamerika fast so gut
wie Teile eines Puzzles. Und tatsächlich sind die Kontinente so
etwas Ähnliches wie auseinandergeschobene Puzzleteile. Nur
ergeben sie zusammengefügt kein Bild, sondern einen einzigen
großen Kontinent: Pangäa.
Pangäa existierte vor ungefähr 250 Millionen Jahren. In diesem Superkontinent waren alle
Landmassen der Erde zusammengefasst und von einem einzigen Meer umgeben, Panthalassa
genannt.
Etwa vor 200 Millionen Jahren zerfiel Pangäa in zwei Teile – in Laurasia im
Norden und Gondwana im Süden. Die beiden Kontinente zerbrachen später in
noch kleinere Stücke. Danach waren Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und
Europa schon etwa in ihrer heutigen Form zu erkennen.
Allerdings lagen diese Erdteile damals noch viel näher beisammen als heute. Erst
im Lauf der Zeit entfernten sie sich immer mehr voneinander, denn zwischen
Amerika im Westen und Afrika und Eurasien im Osten war ein Mittelozeanischer
Rücken aufgebrochen. Ein neuer Ozean entstand: Der Atlantik, der bis heute
weiter wächst. Nord- und Südamerika entfernen sich deshalb von Europa und Afrika jedes Jahr um
ein paar Zentimeter.
Motor für die Reise der Erdteile und die Entstehung von Ozeanen sind Strömungen im heißen
Erdinneren. Diese setzen die Platten ganz langsam in Bewegung. Zum Teil weichen oder brechen
die Platten dadurch auseinander, an anderer Stelle driften sie wieder aufeinander zu.
BONUS
https://www.youtube.com/watch?v=1JscR8p6ZcU
Kontinente auf Wanderschaft (UT)

Kontinente auf Wanderschaft

Lange Zeit dachte man, die Landmassen der Erde


würden starr an Ort und Stelle stehen. Später stellte
sich heraus: Das Gegenteil ist der Fall. Die
Kontinente unseres Planeten bewegen sich! Wie
gewaltige Eisschollen treiben sie in unterschiedliche
Richtungen, wenn auch nicht sehr schnell. Ihre
Geschwindigkeit entspricht etwa dem Wachstum
eines Fingernagels. Doch woran liegt es, dass die
Kontinente ständig auf Wanderschaft sind?
Die Erdkruste, die unseren Planeten umhüllt, ist spröde und rissig. Sie ähnelt einer zersprungenen
Eierschale und setzt sich aus sieben großen und vielen kleineren Platten zusammen. Einige von
ihnen bilden die Kontinente, andere den Ozeanboden. Diese Platten der Erdkruste treiben auf
einem heißen, zäh fließenden Gesteinsbrei umher und werden dabei von Bewegungen im
Erdinneren angetrieben, genauer gesagt: von Strömungen des Erdmantels. Fachleute sagen auch:
Sie driften. All diese Vorgänge rund um die Bewegung der Erdplatten heißen Plattentektonik, die
Bewegung selbst auch Plattendrift.

Dort, wo die einzelnen Platten aneinander grenzen, ist die Erde besonders aktiv. An einigen dieser
Plattengrenzen dringt heißes Gestein aus dem Erdmantel nach oben und kühlt sich ab. Hier bildet
sich neue Erdkruste: die beiden Platten wachsen und werden dadurch auseinandergedrückt. Dort
dagegen, wo zwei Platten aufeinander prallen, wird die leichtere von ihnen – die kontinentale
Kruste – zusammengeknautscht und zu Gebirgen aufgefaltet. Die schwerere der beiden – die
ozeanische Kruste – verschwindet dagegen langsam in der Tiefe. Durch die Hitze im Erdinneren
wird ihr Gestein wieder aufgeschmolzen. Während die Kante der Platte in der Tiefe versinkt, zieht
sie den Rest der Platte hinter sich her und treibt so die Plattenbewegung zusätzlich an.

BONUS
https://www.youtube.com/watch?v=ALBUX31tW4M
Zeitraffer

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